Keine Klatsche, aber trotzdem deutlich: Heimpleite gegen Hoffenheim #fcntsg

Der 1. FC Nürnberg verliert sein Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:3. Bei besserer Chancenverwertung hätte das Ergebnis noch deutlich ausfallen können.

Das Spiel des Club begann durchaus viel versprechend. Köllner reagierte – fast wie erwartet – und brachte Mathenia für den zuletzt bisweilen unglücklichen Bredlow. Eine gute Idee, zumindest in Halbzeit 1, denn Mathenia war es zu verdanken, dass die Führung des FCN durch den Foulelfmeter von Behrens nach Foul an Misidjan Bestand hatte. Doch nach dem Pausentee zeigte Hoffenheim seine ganze Klasse.

Wohl dem, der wie Nagelsmann derart aus dem vollen schöpfen kann und bspw. mit Szalai einen Spieler bringt oder durch die Umstellungen das Spiel derart verändern kann. Köllner wiederum musste Ishak schon in Halbzeit 1 ersetzen und kam gemeinsam mit seinem Team nach dem Wechsel mit der zunehmenden Wucht nicht mehr zurecht – Parallelen mit Leipzig und Dortmund nicht zu verhehlen. Hier hatte man vergebens auf eine taktische Reaktion gehofft. Diese blieb aber aus.

Gerade wenn es schnell ging, verlor der Club dann doch den Überblick. Mathenia hielt noch, was zu halten war, musste aber auch selbst beim 1:2 sich fragen lassen, warum man die kurze Ecke so aufmacht und auf Flanke spekuliert. Das Ergebnis an Mathenia deswegen festzumachen, wäre allerdings fast schon grotesk. Ausgleich und Führung des Gasts waren fast logische Folge der individuellen Klasse des Gegners, der nicht umsonst ca. 170 Mio. mehr an Marktwert im Kader aufzubieten hat.

Die kollektive Unterlegenheit ist Erklärung und Mahnung zugleich. Erklärung dafür, dass man gegen Top-Mannschaften der Liga nur dann eine Chance hat, wenn man wirklich alles richtig macht und auch das Matchglück auf seiner Seite (wie das abgepfiffene Tor nach Zweikampf mit Baumann) hat, und Mahnung an das Umfeld und die Kritiker, nicht aus den Augen zu verlieren, dass man am Ende nicht mit den Besten mithalten können muss, sondern am Ende vor zwei, idealerweise drei anderen Teams stehen will. Nicht mehr, nicht weniger.

28 Gedanken zu „Keine Klatsche, aber trotzdem deutlich: Heimpleite gegen Hoffenheim #fcntsg

  • Ich stimme (fast) komplett zu. Wir müssen die Mannschaft weiter unterstützen, ohne wenn und aber. Sich aber nur auf die Duelle gegen die direkten Konkurrenten und Mannschaften auf Augenhöhe (welche sind das eigentlich tatsächlich?) zu verlassen und zu hoffen das die Punkte aus diesen Duellen (sofern sie eingefahren werden) reichen halte ich für höchst gefährlich. Man wird auch dem ein oder anderen Großen mal ein Pünktchen abknöpfen müssen und heute wäre dafür die perfekte Chance gewesen. Die hatten alles andere als einen Lauf, wir waren in Führung und haben meiner Meinung nach durch unsere Passivität maßgeblich dazu beigetragen, das Hoffenheim überhaupt seine Klasse wiederfinden konnte. Aus meiner Sicht kein Weltuntergang, aber eine verschenkte Chance “Bonuspunkte“ zu sammeln. Schade.

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    • Nach dem 3:1 in der 67.Minute war dann schon ein wenig die Luft heraus und die Chance vergeben einen Punkt zu behalten.
      Aber was bewegt einen Trainer dazu aus Prinzip nur nach Zeit und nicht nach dem Geschehen auf dem Rasen zu wechseln ?
      Wenn Ishak nicht verletzt gewesen wäre , hätte es wieder zur 60Minute die erste Auswechslung gegeben. Kubo in der 86.Minute, was denkt man sich bei solchen Wechsel zu der Zeit ? An der Uhr drehen damit es wenigstens keine Heimklatsche gibt ?
      Ich verstehe diese Einwechslungen einfach nicht.

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      • Vielleicht ist es bei Kubo so, dass seine Ausleihgebühr mit jedem Einsatz für den Club sinkt. Und wenn es nur eine Einwechslung kurz vor Ende ist.

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  • Ich habe den Eindruck, dass die körperliche Fitness bei Einigen nicht ausreicht. Irre ich mich da? Was meint ihr? Schon in der zweiten Liga gab es immer wieder 20-30 Minuten Passivität, die den Gegner aufgebaut haben. Allerdings läuft das jetzt in der ersten Liga eben nicht so glimpflich ab. Die Hoffenheimer hatten heute deutlich bessere körperliche Präsenz, mehr Laufbereitschaft, natürlich auch der individuellen Klasse geschuldet. Der Club war in der zweiten Halbzeit zu passiv, nach dem Ausgleich wie gelähmt und kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Auch die Laufbereitschaft erschien mir zu wenig.

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    • Kann ich Dir nur zustimmen!
      Man hatte spätestens in der zweiten Hälfte den Eindruck, das die Spieler platt waren und dadurch die Räume nicht mehr zulaufen konnten….
      Macht schon etwas nachdenklich, oder?

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    • Zu der Laufleistung man läßt sich gerne subjektiv täusch nur objektiv haben beide Mannschaften ein enorm hohe Laufleistung gebraucht gestern 120,53km : 122,74km das dürfte am gestrigen Spieltag die höchste Laufleistung sein und zwar von beiden Mannschaften.

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  • Ich bin nicht negativ überrascht, dass wir zu Hause gegen Hoffenheim verlieren. Ich bin jedoch sehr negativ überrascht, dass wir uns von einer Mannschaft, die bisher hinter uns stand (jedoch natürlich deutlich besser besetzt), über 80 Minuten zu Hause derart vorführen lassen. Wir waren nicht nur spielerisch, sondern auch läuferisch hoffnungslos unterlegen. Die Spieler war nach 40 Minuten körperlich mausetot. Und dass nach einer Länderspielpause? Das hat weitgehend nach einem Trainingsspiel für Hoffenheim ausgesehen. Die Körpersprache hat gar nicht gut ausgesehen. Zumindest gefühlt auch die Zweikampfquote. Mit dem 1:1 schien der Glaube auf einen Punkt weggefegt zu sein. Sind das die Spuren der vorherigen Debakel? Mich würden Köllners taktischen Vorgaben für die 2.HZ interessieren…es muss doch eine angemessene Mischung zwischen sich im eigenen 16er verbarrikadieren und ganz sich anzulaufen geben! Und wenn ich dann Spiel für Spiel höre, dass die Gegner halt eine andere Kragenweite sind, frage ich mich schon, wie die Jungs an sich glauben sollen. Gerne lasse ich mich hier kritisieren, aber das spricht alles nicht für Köllner und seine Lernkurve.

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  • Es wird doch schon im Artikel geschwärmt, wie toll es ist wenn man auf der Auswechselbank derart aus dem Vollem schöpfen kann.Wen soll Köllner großartig für seine Startelf bringen?Und auch wenn es langweilt-die unterschiedlichen Preisklassen haben in der Regel auch eine unterschiedliche Klasse zur Folge.In einem Spiel schlägt der Schlechtere einen Großen, aber bei 10 Spielen gewinnt der Große 9.War halt eins von den Neun.

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    • Keine Ahnung ob es an den Hoppenheimern gelegen hat, aber die letzten 6 (!) Minuten mit Kubo waren schon ein wenig besser als die 30 Minuten davor. Hätte es denn nicht irgendeine Aufstellungsvariante mit Misidjan UND Kubo gegeben ? Zumindest nach dem 1:3 ?

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    • Es geht doch gar nicht darum, ein oder zwei Spieler in der Startformation zu tauschen. Das hat Köllner dann nach 30 Versuchen mit Salli irgendwann hinter sich gelassen. Es geht um die taktische Ausrichtung. Es muss eine Ausrichtung geben, die zwischen den Extremen – verbarrikadieren vs. hoch anlaufen – liegt. Das ging doch bei Darmstadt, Ingolstadt, etc auch. Daneben muss er auch während des Spiels mal reagieren. Das ist auch gestern nicht gelungen. Das Soiel ging im der 46. Minute, wie vor der HZ nahtlos so weiter. Nach dem 1:0 haben wir komplett das Mitspielen eingestellt. Das sind Symptome, die absolut nichts mit einer schwachen Bank, wenig Budget, übermächtigen Gegnern zu tun haben. Es darf doch nicht sein, dass wir ohne Mathenia gestern wieder 5-6 Buden schlucken und immer auf den ach so starken Gegner verweisen, der in Düsseldorf noch ausgekontert wurde, weil die eben zumindest das Kontern nicht eingestellt haben. Ich sehe bei uns keine Lernkurve, daneben ein Team, dass trotz der Ankündigungen „fitter zu sein müssen als der Gegner“, Saft- und kraftlos wirkt. Mich würde sehr interessieren, ob die Truppe noch selbst an einen Erfolg gegen die Eintracht glaubt.

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      • Das klingt halt immer wie das Kurven-Standard-Repertoire:Wir wollen Euch kämpfen sehn.

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        • Ja schon, aber immerhin erst im zweiten Jahr. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg sind Sie als jeweils Todgesagte dringeblieben.

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            • Das Beängstigende ist, dass die Mannschaft gegen drei der Großen gespielt hat und dreimal auseinandergebrochen ist. Dreimal war sie spätestens nach der 60.Minute ratlos und hatte dann Blei im Hintern. Die große Verzweiflung brach dann aus. Auch der Trainer erschien mir ratlos. Sollte nicht so sein.

              Die Mannschaft muss gut genug sein sich in solchen Spielen nicht früher oder später aufzulösen. Auch deutliche Niederlagen gegen diese Kaliber müssen wir wohl ertragen aber wenn, dann im wahrsten Sinne des Worten in Ordnung und nicht in Paralyse. Hoffe, dass Köllner, seine Coaches und die Mannschaft zumindest das hinbringen. Entweder durch einen weiteren, stetigen, aber schnellen Lernprozess oder durch eine veränderte Strategie.

              Sie müssen, denn solche Niederlagen sind nicht so einfach aus den Kleidern zu schütteln. Der erste Torwart ist schon jetzt ausgebrannt. Ein junger, unerfahrener Spieler wie Lukas Mühl, der für mich in solchen Spielen einfach überfordert und außerhalb jeder Kritik stehen muss, wird er nächste sein, wenn er’s nicht schon ist. Und dann wird es auch gegen Gegner auf Augenhöhe zu punkten. Sind da die Augsburger eigentlich dabei, die beinahe gegen den BVB gewonnen haben? Oder die Schalker, die in der Championsleague spielen?

              Jetzt bitte nicht mit dem Argument „bist einfach nur ein schlechter Kassandrufer“ kommen. Wenn’s mit der Mannschaft tatsächlich nicht besser geht, wegen der extremer finanzieller Unterschieden, falls sie sich nicht weiterentwickelt, werden wir oft verlieren, häufiger hoch verlieren, wahrscheinlich absteigen (Ist ja auch der Tenor hier). Möglicherweise früher als später. Falls es ein früher wird, dann kann, das, wenn wir in Spielen gegen Großen keinen Weg finden, echt richtig bitter werden. Denn im Verlauf einer Niederlagenserie, normal für einen Aufsteiger, ist plötzlich jeder Gegner ein großer.

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            • Es gibt leider keine Lernkuve, die hilft, irgendwann Niederlagen ganz zu vermeiden. Weil das Wort Lernkurve immer wieder bemüht wurde. Niederlagen entstehen genau genommen immer aus Fehlern.
              Ich sah eine Lernkurve man hat die 1. Halbzeit schon viel besser gestaltet, also noch gegen die CL Teams Leipzig und Dortmund ohne schon nach 20 Minuten geschrettert zu werden und man kann sagen Hoffenheim war in etwa das selbe Kaliber. Immerhin knapp 60 Minuten lang nicht schlecht gemacht.

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  • Gegen FCB, BVB, RB, TSG und Bayer habe ich mir vor der Saison 0,0 ausgerechnet. Tobias Escher hat das analyisert: der FCN versucht durch Spielverlangsamung und -kontrolle seinen spielerischen und ballbesitzorientierten Fussball in Erfolg umzumünzen. Dieser Ansatz funktioniert gegen die Hochgeschwindigkeitsmannschaften mit ihrer überragender individuellen Klasse nicht. Auch Düsseldorf wurde diesen Spieltag von Frankfurt (!) hergebatscht. Der Klassenunterschied zw Aufsteiger und Etablierten ist kein Feigenblatt, um sich gegen Kritik zu immunisieren, sondern real! Nach den TV-Eindrücken von gestern haben die Ultras das scheinbar besser verstanden als Teil des „normalo“ Umfeldes. Im Vergleich zur letzten Saison (wo ich häufiger über die Stimmung im Stadion geschimpft habe) muss ich meinen Hut ziehen. So sieht Support für einen Underdog aus, der es sehr schwer haben wird für den Klassenerhalt 3 Vereine hinter sich zu lassen. Weiter so, bitte!

    Aufgrund der bereits wieder aufkeimenden Trainerkritik muss ich nochmal etwas ausholen:
    Sicherlich gibt es einige Punkte die man an Köllner kritisieren kann. Grundsätzlich frage ich mich aber schon, ob die Kritiker wirklich davon überzeugt sind, ein anderer Trainer würde die Performance des Kaders signifikant steigern? Einige scheinen den Nürnberger Weg (Freiburg 2.0) mitzugehen, doch große Teile des Umfelds bemühen nach ein paar Niederlagen lieber die vielzitierten Mechanismen des Geschäfts (Trainerdiskussion und -entlassung), statt über einen längeren Zeitraum Geduld und die Einsicht aufbringen zu können, dass gestandenen Erstligisten dem FCN finanziell und strukturell um Jahre voraus sind. Genau diese Reaktion (vom Hof gejagt werden) hatte Köllner doch nach dem Aufstieg thematisiert! Nach 2 weiteren (erwartbaren) Niederlagen darf dann Trainer XY versuchen mit einem 40 Mio Kader gegen einen 200 Mio Kader zu bestehen und wenn der es nicht schafft tauscht man den Sportvorstand, weil der unfähig ist einen Trainer zu finden der die 160 Mio überbrücken kann? Ernsthaft?
    Versteht mich nicht falsch, ich will hier keine Friede-Freude-Eierkuchen Stimmung, wo man ein 0:7 und 0:6 kritiklos wegsteckt. Es geht mir um die Grundphilosophie: kritisch mit Fehlern umgehen, Lernprozesse anstoßen; aber die Rahmenbedingungen (Trainerteam, Sportvorstand) bleiben konstant, solange keine eklatanten und andauernden offensichtlichen Verfehlungen vorliegen. Warum fällt es so vielen so schwer diese Rahmenbedinungen zu akzeptieren? Freiburg hat (erfolgreich) an seinem „Abstiegstrainer“ Streich festgehalten. Provinzvereine wie Sandhausen und Heidenheim haben sich als Zweitligisten etabliert und damit so große Namen wie 1860 und den FCK verdrängt. Ich denke die genannten Positivbeispiele heben sich v.a. durch Konstanz, Strategie und Geduld (im Gegensatz zu Aktionismus), sowie eine Einheit aus Verein und Umfeld von den Negativbeispielen ab. Selbiges wünsche ich mir auch für den FCN, denn nur so hat man mMn eine (kleine) Chance gegenüber den Etablierten (die den Mechanismen des Geschäfts folgen) aufzuholen. Ach ja: Geld würde natürlich auch helfen. 😉
    Liebe Kritiker: Grämt euch nicht zu sehr, ich wünsche einen schönen Sonntag!

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    • Warum kann eigentlich keiner um unserer Nerven Willen in die Zukunft blicken 😉 Oder wenigstens rückwirkend Fragen lösten, bspw. ob Verbeek nicht doch den einen Punkt geholt hätte.

      Es wäre halt enorm wichtig, dieses Jahr in der Bundesliga zu überstehen, um wenigstens noch ein zweites Mal anständig einzucashen. Für den ruhigen Neuaufbau im Sinne von Freiburg 2.0. Dieses Jahr scheint es nicht unmöglich, Düsseldorf und ein oder zwei Vereine die noch nicht damit rechnen, im Abstiegskampf zu landen. (Wie bspw. der unsäglich EffZeh letztes Jahr, die Eintracht scheint die Doppelbelastung im Moment leider noch viel zu gut wegzustecken.) Nächstes Jahr wird der Klassenerhalt noch einmal schwieriger, wenn man davon ausgeht, daß Köln und Hamburg wieder hochkommen. Ich persönlich hoffe daß wir noch viele Jahre mit Köllner Freiburg 2.0 aufbauen, ich könnte aber verstehen, wenn die Verantwortlichen irgendwann doch noch an den Strohhalm Trainerwechsel klammern, um alles zu versuchen die Klasse dieses Jahr zu halten.

      Das einzige was mich wie eigentlich alle hier sehr nachdenklich stimmt ist daß die zweite Halbzeit nicht mehr Besserung oder zumindest Veränderung, sondern Stillstand/Verschlechterung bringt. Unter Wiesinger hatten wir ja anfangs so eine Phase, da war die 1. Hz. planlos und in der zweiten hat er dann irgendeine Idee gehabt, die manchmal sogar noch einen Punkt gebracht hat.

      Was solls. Nächstes Wochenende geht’s weiter. Trotz allem freue ich mich auf mein erstes Live-Spiel diese Saison. Beschweren dürfen wir uns nicht, die anderen Vereine hätten schlechtere Ergebnisse für uns abliefern können dieses Wochenende.

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    • Du machst es Dir m.E, viel zu leicht und reduzierst die Diskussion auf schwarz-weiß: lt. Deiner Meinung akzeptiere man entweder eine vermeintlich fehlende Lernkurve und entschuldige sie dauerhaft vor dem Hintergrund der Substanzunterschiede oder man gefährde direkt den Freiburg 2.0-Weg. Wer sich kritisch äußere, akzeptiere also die Rahmenbedingungen nicht.

      M.E. ist jedoch der Freiburg 2.0 Weg, eben aus den Rahmenbedingungen das Optimale herauszuholen. Und nur wenn wir auch das Optimale aus den Rahmenbedingungen – wie z.B. D98 oder Ingolstadt, oder die von Dir genannten Beispiele – herausholen, ist die Umsetzung des Weges für auch für uns der Richtige.

      Man kann es sich schönreden, wie man will. Das Spiel gegen Hoffenheim war jedoch eine weitere Ernüchterung. Nicht, weil wir das Spiel verloren haben. Sondern, weil es gezeigt hat, dass wir eben nicht das Optimale aus den Rahmenbedingungen holen. Andernfalls wären wir nicht nach 40 Min. platt gewesen, hätten aus der bisherigen Saison mehr aus Standardsituationen herausgeholt. Ebene genau die Rezepte, die man bedienen muss, wenn man schwierige Rahmenbedingungen hat.

      Insofern bin ich bei allem Verständnis hinsichtlich der schwierigen Aufgabe klar gegen ein Außerkraftsetzen des Leistungsprinzips für Mannschaft und v.a Verantwortliche. Alibis führen in keinem Fall zu besseren Ergebnissen.

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      • Andernfalls wären wir nicht nach 40 Min. platt gewesen, hätten aus der bisherigen Saison mehr aus Standardsituationen herausgeholt.

        Wie kann man denn angeblich nach 40 min „platt“ gewesen sein, wenn man an diesem Spieltag zu den Mannschaften mit einer herausragenden Gesamtlaufleistung gehört, nämlich > 120km ??

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        • Hohenheim hatte ja eine ähnliche Quote, die man ihnen jedoch nicht angemerkt hat. Laufen, Spielen und Verteilen ist etwas Anderes als Hinterherzulaufen. Unsere Mannschaft ist nicht rumgestanden, hatte jedoch ab der 40. nicht mehr die Spritzigkeit die Räume zuzuschieben und in Zweikämpfe zu kommen. So ist dann u.a. das 1:1 und weitere 6-7 Grosschancen entstanden: viel gelaufen, zu wenige produktive Wege.

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        • Irgendwo sind natürlich die Unterschiede gewesen, aber das lag nicht an der Laufbereitschaft oder dass sie „platt“ waren. Bei den Top Teams sieht man immer wieder, daß sie die Räumen besser bespielen vor allem die gefährlichen Räume zwischen den Ketten und schneller und ballsicherer ihre Pässe spielen. Der Club hatte sogar ein deutliches Plus in Zweikäpfen aber eben die wesentlich weniger Pässe gespielt.
          Der Unterschied machen meist die schnellen und sicheren Passquoten aus zu den Topteams.

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  • Wenn man sieht das es bis Platz 8 nur zwei Punkte sind und bis Platz 17/18 drei Punkte stehen wir als Aufsteiger nicht schlecht da-nur mal so
    Und wer mangelnde Einflussnahme und Körpersprache der Bank moniert-das entspringt eventuell der Erkenntnis das reingebrülltes Oberpfälzisch noch schlechter verständlich ist als gesprochenes

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    • Im Grunde läuft es bislang eh alles völlig normal:
      7 Heimpunkte gegen die derzeit Ränge 8, 12, 15, 18 und 1 Auswärtspunkt bei 1, 3, 5, 6. Mehr konnte man bis dahin eigentlich nicht erwarten. Verlangen schon gar nicht. Meine ich.
      (wer will, darf natürlich dennoch sämtliche Indizien zusammentragen, die den totalen Absturz als unausweichlich belegen, sollten Spieler und Trainer es wagen, einfach so weiter zu arbeiten wie bisher..)

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  • Nachdem Hoffenheim in Halbzeit zwei nach dem Wechsel von Ishak auf Knöll den Druck noch weiter erhöht hat und teilweise ein 2-4-4 gespielt hat (kein Witz!) haben sie uns vorne mit Szalai, Reiss, Joelinton und Kramaric in ein eins gegen eins gegen unsere Abwehr gezwungen. Und weil Schulz und Kaderabek permanent nach vorne marschierten hatten sie im Mittelfeld Überzahl weil Knöll, Palacios und Misidjan nicht konsequent genug nach hinten gearbeitet haben. Entlastung hätte möglicherweise ein Tausch ins DM gebracht. z.B. Palacios raus und Ewerton rein, Mühl dafür ins DM. Hier könnte man den Trainer kritisieren, aber im Nachhinein ist das immer leicht.

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  • Was mich ein bisschen nachdenklich macht ist, das Hannover 96 gegen unsere Horror Gegner
    BVB, Leipzig und Hoffenheim zeitweise auf Augenhöhe waren. Alle drei hätten gegen 96 auch verlieren können. Dann verlieren sie gegen uns. Sie haben nur 6Pkt auf dem Konto. Vielleicht kommen ja für uns noch die Gegner mit den wir mithalten können. In Berlin und in Bremen haben unsere Spieler doch eine ordentliche bis gute Leistung gezeigt. Vielleicht ist Köllner mit seiner Außendarstellung und seinen überheblichen Aussagen ein Paradebeispiel dafür, dass sich die Spieler jederzeit bei schlechten Leistungen hinter ihn verstecken können. Das ist garantiert nicht der richtige Ansatz. Eine gewisse Autorität gegenüber den Spielern wäre vielleicht in der jetzigen Situation hilfreich. Er redet für mich alles nur schön und gibt den Spielern ein Alibi. Favre macht das in Dortmund anders. Er kritisiert auch gute Spiele des BVB und setzt Reizpunkte. Sollte es am Sonntag gegen Frankfurt wieder in die Hose gehen dann haben wir garantiert eine Trainerdiskussion. Da kann auch Bornemann sich nicht hinter seinen Trainer stellen. Ich befürchte fast das Ersteres eintreten wird und das Zweites ausbleibt. Dann ist unser Weg vorprogrammiert. Leider.

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  • Glaubt hier echt einer, dass es einen Trainer gibt, der Zweitligaspieler in 8 Spieltagen ebenbürtig mit Meisterschaftsanwärtern machen kann? Wenn ich hier lese, die Lernkurve sei nicht erkennbar, dann frage ich mich schon für wie doof man die sportliche Leitung in Dortmund, Leipzig und Hoffenheim hält.

    Ich dachte allen wäre klar, dass wir sicher absteigen, wenn es „normal“ läuft, weil der finanzielle Unterschied mittlerweile eben ist wie er ist und nur Fußballromantiker glauben, dass höhere Wirtschaftskraft nicht auch höhere sportliche Klasse bedeutet.

    Und komme mir keiner mit dem Rehhagel Spruch: „Geld schießt keine Tore“ Das hat Rehhagel damals nämlich ganz anders gemeint, als es all die Fußballromantikert dann verstanden haben. Rehhagel wollte dass Lemke Geld in Spieler investiert, als es auf dem Festgeldkonto zu bunkern. Sprich Rehhagel war der Meinung Geld schießt auf dem Konto keine Tore. Damit hatte er natürlich recht. Nur wir haben kein Geld auf dem Konto, das wir in weitere Spieler investieren könnten.

    Übrigens, sollten Hamburg und Köln tatsächlich aufsteigen wäre die zweite Liga nächste Saison ähnlich leicht zu gewinnen wie letzte Saison, nur wir würden finanziell deutlich besser dastehen als letzte Saison. Ein Abstieg wäre also gar nicht so schlimm, wie er hier immer wieder dargestellt wird.

    Wenn hier immer wieder Darmstadt und Ingolstadt als Beispiel genannt werden, ich sehe da derzeit kein Beispiel für uns, kurzfristiger Aktionismus kann keine Option für uns sein, den können wir uns finanziell gar nicht erlauben. Eine positive sportliche Entwicklung wird es nie über den Wechsel der Trainerposition geben, nur wenn man die Rahmenbedingungen verbessert kann es mittelfristig auch eine positive sportliche Entwicklung geben.

    Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass unsere Mannschaft die Liga halten kann, aber ich bin auch nicht enttäuscht, wenn wir absteigen, weil das schlicht „normal“ wäre. Und ich bin begeisert wie sich aktuell unsere Ultras präsentieren, deren Support ist schlicht sensationell gut, daran können sich alle anderen Fans einfach mal ein Beispiel nehmen. Ich freue mich jetzt schon auf das Spiel nächste Woche, wo ich endlich mal wieder im Stadion sein kann.

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