Analyse: Nie richtig reingekommen

  1. Analyse zu 1. FC Nürnberg – VfB Stuttgart 0:2 (0:0) – Der Club verliert ein potentielles Schlüsselspiel, weil er kaum Torchancen schafft.
    1. Aufstellung und Formation
    2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
    3. Fazit
    4. Zahlen zum Spiel
    5. Stimmen zum Spiel
    6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung und Formationen

Abb.1: Ungefähre Startformation

Michael Köllner veränderte im Vergleich zum Spiel in Augsburg seine Mannschaft nur einmal. Simon Rhein begann statt Ondrej Petrak. Ewerton rückte im Gegensatz zum Spiel in Augsburg in den Kader, dafür war für Yuya Kubo kein Platz mehr im Kader. Der Club vermeldete auf Instagram der Japaner sei angeschlagen. Neben Kubo fehlten die verletzten Ishak, Löwen, Valentini und Lippert, sowie Klandt, Salli, Jäger, Goden und Tillman. Klandt, Goden und Jäger waren am Sonntag beim „kleinen Derby“ zwischen der U21 des FCN und der U23 des FC Bayern zugegen; Profi-Co-Trainer Fabian Adelmann coachte sein Team gegen den Tabellenzweiten der Regionalliga Bayern (hinter Überraschungstabellenführer Eichstätt) zu einem 0:0.

In der Grundformation wählte Köllner gegen den Ball ein 4-3-3. (Abb. 1) Kerk-Zrelak-Misidjan bildeten die Angriffsreihe, dahinter Fuchs-Behrens-Rhein vor der Viererkette Bauer-Margreitter-Mühl-Leibold. Damit sollte das Zentrum relativ kompakt gehalten werden und den Gästen der Weg durch die Mitte verbaut werden. Das gelang vor der Halbzeit durchaus passabel. Die einzige große Stuttgarter Gelegenheit kam über die Flügel als Gonzalez Bauer gleich zweimal schlecht aussehen ließ, Gomez die Hereingabe des Argentiniers aber nicht verwerten konnte.

Offensiv wählte der Club in der Anfangsphase noch konsequent den Weg über die Flügel. Das 4-3-3 fächerte sich offensiv weiter auf, wurde zu einem 4-1-4-1 (Abb. 2), Misidjan und Kerk zogen konsequent auf die Flügel. Nach 22 Minuten hatten der FCN daraus eigentlich eine gute Gelegenheit. Misidjan setzte sich auf rechts durch, flankte auf Zrelak, doch Beck kam gerade noch so dazwischen. Insgesamt aber fehlte dem FCN die überzeugende Spielidee, auch weil das 4-3-3 zu selten so breit gemacht wurde wie in jener Szene.

Abb.2: Ungefähre offensive Formation

Im Laufe der ersten Halbzeit kam der VfB dann immer besser ins Spiel. Drehte den Ballbesitz von 31% zwischen der 15. und 30. Minute auf 55% in der Viertelstunde vor der Halbzeit und übte Druck aus ohne aber zu Abschlüssen zu kommen. Gomez’ bereits erwähnte Chance blieb die Ausnahme. Ansonsten aber war Stuttgart ungefährlich, aber spielbestimmend. Der Club bekam zunehmend mehr Probleme mit dem aggressiven Pressing der Schwaben.

Abb.3: Ungefähre Formation ab 70. Minute

Köllner experimentierte nach der Pause damit gegen den Ball wieder auf das 4-4-2 aus den Vorwochen mit Fuchs als zweiter Spitze zu setzen, setzte dies aber nicht konsequent um. Gleichermaßen verzichtete er darauf, wie zum Beispiel in Rostock, einen der defensiven Mittelfeldspieler in die Aufbaureihe zurückzuziehen, um so möglicherweise das frühe Pressing der Stuttgarter auszuhebeln. Doch in der Phase zwischen Wiederanpfiff und Führungstreffer spielte der Club nur sieben erfolgreiche Pässe ins letzte Drittel. Das alles wäre wahrscheinlich nicht ins Gewicht gefallen, hätte Kerk nach schönem Solo per Fernschuss getroffen oder Misidjan den Nachschuss verwertet, aber so ist es ein deutliches Zeichen dafür, dass es im Offensivspiel massive Probleme gab.

Wie in Augsburg brachte Köllner im Laufe der zweiten Halbzeit Palacios für Kerk, wie schon in der Vorwoche war es ein positionsgetreuer Wechsel. Im Laufe der zweiten Halbzeit verschob sich die Formation leicht zu einem 4-2-3-1, was nach dem Wechsel von Behrens auf Petrak auch deutlich sichtbar wurde (Abb. 3). Dieser Wechsel war in der 70. Minute vollzogen worden, kurz zuvor hatte Stuttgart die Führung erzielt. Eine Ecke hatte Bauer vor Baumgartls Füße geklärt und dieser aus 15 Metern an Freund und Feind vorbei ins Tor getroffen.

Es war eine folgerichtige Führung, nicht weil der VfB bis dahin viele Chancen gehabt hätte, sondern weil der VfB konsequenter und genauer im Vorwärtsspiel war und dem Club mit aggressivem Vorgehen den Schneid abgekauft hatte. Danach überließ Stuttgart dem FCN noch weiter den Ball und verlegte sich auf Konter und hätten in der 79. Minute eigentlich auch damit zum Erfolg kommen müssen, doch Gentner scheiterte zweimal freistehend an Mathenia. Drei Minuten später dann die Entscheidung. Mathenia klärte eine Ecke mit der Faust zu Misidjan, der das Duell gegen Thommy vor dem eigenen Sechzehner verlor. Der Stuttgarter schloss sofort ab und traf.

Danach versuchte Köllner mit einer Einwechslung von Pereira, der ein wegen Foulspiels zurückgepfiffenes Tor erzielte, für Fuchs und einer Rückumstellung zum 4-3-3 noch etwas zu bewirken. Es fehlte dem Club aber an Abschlüssen, zu denen kam er nämlich selbst in der Schlussphase nicht.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Auffällig ist, dass nichts auffällig ist. Die klare Dominanz des VfB, die auf dem Platz wahrscheinlich die meisten im Stadion wahrgenommen haben und die sich auch in der Kommentierung des Spiels manifestierte, schlägt sich fast gar nicht in den allgemeinen Zahlen nieder, einzig die Zweikampfbilanz spricht klar für Stuttgart. Die Passquote ist fast identisch, beide Teams liegen bei knapp 78%. Der Club liegt mit 57% Ballbesitz sogar deutlich vor dem VfB, der nach dem Seitenwechsel sogar nur auf 36% Ballbesitz kam. Der Club spielte nicht nur genauso genau, er spielte sogar mehr Pässe als der Gegner.

Selbst bei der Laufleistung ist fraglich, wie viel von den knapp zwei Kilometern Vorsprung übrigbleibt, wenn man die extensiven Jubelläufe der Schwaben in die Südkurve abzieht. Ähnliches gilt in Sachen Sprints, die in den vergangenen Wochen von einzelnen Medien als indikativ für schwache Leistungen herausgehoben wurden. Die 15 Sprints, die Stuttgart mehr im Spiel angezogen hat, waren wahrscheinlich nicht entscheidend.

Letztlich sind es dann eben doch die Grundlagen, die den Unterschied machten. Der Club erspielte sich keine einzige wirklich gefährliche Torchance. Im Understat-Modell für die expected Goals ist Misidjans Abschluss nach Kerks Fernschuss mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von 13% der gefährlichste Abschluss. Der VfB hatte mit Gomez Gelegenheit (47%) und Gentners Doppelchance (33%, 39%) wesentlich bessere Gelegenheiten. Es ist fast ein wenig ironisch, dass die Tore mit 7% (Baumgartl) und 4% (Thommy) eher aus kleineren Chancen entstanden.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Der PPDA-Wert des FCN lag mit 8,73 so niedrig wie noch nie in dieser Saison. Trotzdem wirkte es nie so als bekäme der Club wirklich Zugriff auf den VfB.
  • Obwohl als Stürmer aufgeboten, gab Adam Zrelak keinen einzigen Torschuss in 90 Minuten ab.
  • Fünfmal wurde Virgil Misidjan gefoult, so oft wie kein anderer Spieler in der Bundesliga an diesem Spieltag. Auch in der Saisonstatistik liegt der Niederländer nun ligaweit mit 28 erlittenen Fouls auf Rang 1.
  • Der Club kam gerade einmal auf acht Ballberührungen im gegnerischen Strafraum: Margreitter 2, Zrelak 2, Leibold 1, Misidjan 1, Petrak 1, Fuchs 1. Ligaweit ist der Club mit 119 Ballberührungen im Strafraum in dieser Saison deutlich Letzter. Mainz 05 ist Vorletzter mit 139 Kontakten im Sechzehner, Bayern München Erster mit 311.
  • Auch in Sachen Flankengenauigkeit ist der FCN ligaweit Letzter. 78,4% der Flanken kommen nicht an. Der Ligadurchschnitt liegt bei 66%. Gegen Stuttgart fanden 83% der Hereingaben keinen Abnehmer.
  • Der Club verlor unter Michael Köllner zum fünften Mal in acht Spielen das Spiel vor der Länderspielpause. Der einzige Sieg vor einer Länderspielpause gelang unter dem Oberpfälzer in seinem ersten Spiel gegen Arminia Bielefeld (1:0). Paradoxerweise ist Köllners Bilanz im zweiten Spiel nach der Länderspielpause extrem positiv: 6 Siege in 7 Spielen. Lediglich das 1:1 gegen Frankfurt in dieser Saison war kein Sieg.

3. Fazit

Der Club verliert verdient, weil er sich vom aggressiven Stören und frühen Anlaufen der Gäste verunsichern ließ und darüber phasenweise das Fußballspielen völlig vergaß. Problematisch ist nicht nur das reine Ergebnis, das bedeutet, dass der FCN seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge fast völlig eingebüßt hat, sondern das Zustandekommen der Niederlage. In 90 Minuten nicht eine klare Torchance zu erarbeiten ist ein fatales Signal, vor allem in einem Spiel gegen einem potentiellen Mitkonkurrenten um den Abstieg.

4. Zahlen zum Spiel*

Nürnberg Stuttgart
0 Tore 2
10 (3) Schüsse (aufs Tor) 13 (4)
43,5 Zweikämpfe (in %) 56,5
55,0 Ballbesitz (in %) 45,0
17 Fouls 12
3 Ecken 9
115,26 Laufstrecke (in km) 117,31
Pass-Statistiken
406 (78,6%) Pässe (erfolgreich) 370 (78,1%)
10,6% (48,8%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 12,4% (56,5%)
34,5% (67,1%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 35,1% (68,5%)
38,4% (84,6%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 33,2% (83,7%)
12,5% (88,2%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 14,3% (90,6%)
Nerd-Statistiken
1,10/0,6/0,48 Expected Goals 1,29/1,8/1,61
0,45 Expected Points 2,34
8,73 PPDA 12,71

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt weniger als 100%, da eine kleine Anzahl an Pässen nicht kategorisiert wird. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – stammt von Wyscout.

5. Stimmen zum Spiel

Michael Köllner: „Es war ein verdienter Sieg für den VfB. Wir sind eigentlich ganz gut rein gekommen. Wir haben uns dann aber häufig schlecht positioniert und konnten bei eigenem Ballbesitz so keinen Punch entwickeln. Das Tempo ist verloren gegangen und wir kamen immer seltener in die letzte Linie. Aus der Halbzeit sind wir dann besser gekommen, im weiteren Verlauf aber zu viele Standards zugelassen. Da haben wir zweimal den Rückraum schlecht verteidigt. Es war eine verdiente Niederlage, alle sind sehr enttäuscht. Aber wir sind nach wie vor über dem Strich. Was wir heute liegen gelassen haben, müssen wir jetzt mal auswärts holen, wo womöglich keiner damit rechnet.“

Markus Weinzierl: „Ich bin natürlich sehr erleichtert, dass wir diesen wichtigen Sieg geholt haben. Er war auch verdient. Wir haben uns gut reingekämpft in die Partie und auch schon in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht. Wir wussten, dass wir unsere Chancen bekommen und haben auch verdient zwei Tore gemacht. Für uns war dieser Sieg nach dieser schlechten Phase sehr wichtig; es freut mich sehr für die Mannschaft.“

Tim Leibold: „Ich glaube, dass der VfB verdient drei Punkte mitnimmt. Wir haben über 90 Minuten viel zu wenig investiert, nur wenige klare Torchancen erspielt. Wir haben versucht zurückzukommen, nach dem 0:2 war es dann durch. Wir müssen die Köpfe nach vorne richten, auch wenn es ein herber Rückschlag ist. Das Spiel müssen wir schnell aufarbeiten und es in zwei Wochen besser machen.“

Adam Zrelak: „Unser Spiel war viel zu passiv. Wenn wir keine Tore schießen, können wir auch nicht gewinnen. Wir wollten eigentlich höher pressen, das ist uns aber nicht gelungen. Die Fehler müssen wir bis zum nächsten Spiel besprechen. Wir müssen aus dem Spiel lernen, das können wir jetzt in der Länderspielpause tun.“

Timo Baumgartl: „Wir haben uns für dieses Spiel viel vorgenommen und unseren Plan umgesetzt. Wir haben fußballerisch Fortschritte gezeigt und die Nürnberger Konter im Keim erstickt. Damit können wir alle zufrieden sein. Ganz besonders freue ich mich natürlich auch über mein erstes Bundesliga-Tor. Nun können wir uns an diesem Wochenende über den Sieg freuen und in der Länderspielpause dann wieder angreifen.“

Christian Gentner: „Ich habe immer gesagt, dass die Mannschaft lebt. Wir haben heute wenig Fehler gemacht, sind insgesamt kompakt gestanden und haben uns auf dem Platz untereinander besser gecoacht. Wir haben das Spiel lange ausgeglichen gestaltet und dann zugeschlagen. Die Führung hat uns dann Selbstvertrauen gegeben. Daran müssen wir jetzt anknüpfen und uns weiter verbessern.“

Erik Thommy: „Durch diesen Sieg fällt jede Menge Ballast ab, wir freuen uns jetzt sehr. Es ist aber auch nur ein ganz kleiner Schritt, den wir heute gegen einen direkten Konkurrenten gehen mussten. Wir haben alles reingeworfen und auch nach dem 1:0 nicht nachgelassen. Bei meinem Tor wollte ich den Ball genauso treffen, wie ich ihn dann getroffen habe.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 3- 3,5 4 4 5,9/10
CU-Urteil: Sieht bei beiden Gegentoren unglücklich aus, da er einmal den Ball zu spät sieht und einmal den Ball per Faust nicht richtig geklärt bekommt, kann aber eigentlich in beiden Fällen wenig machen. Dafür starke Aktion gegen Gentner bei dessen Doppelchance.
Robert Bauer 5 4,5 5 5 6,1/10
CU-Urteil: Hatte extreme Probleme mit Gonzalez. Für einen Verteidiger erschreckende 38% Zweikampfquote. Leitete das 0:1 durch eine seltsame Kopfballabwehr ein.
Georg Margreitter 3- 3,5 4 4 6,4/10
CU-Urteil: Aus dem Spiel heraus relativ souverän. Früh mit einer Torchance nach einem Freistoß. Im Aufbau aber mit einigen Unsauberkeiten.
Lukas Mühl 3- 4 4 3 6,4/10
CU-Urteil: An sich mit solider Leistung, auch mit Aufbauideen, wenn er sie denn zeigen darf. Aber ein paar kleinere Wackler (verunglückter Befreiungsschlag, Zweikampfverhalten vor Gentners Doppelchance) trüben den Eindruck.
Tim Leibold 3- 3,5 4 4 6,8/10
CU-Urteil: Um Vorwärtsbewegung bemüht, aber ohne große Impulse jenseits einer Aktion kurz vor der Pause. Defensiv stabiler als sein Pendant auf rechts.
Alexander Fuchs 4 4,5 4 3 6,0/10
CU-Urteil: Erinnerte ein wenig an den Hasen aus dem „Hase und Igel“ Märchen. Rannte viel, war dabei aber wenig effektiv und entwickelte nach vorne einfach keine Durchschlagskraft. Gewann nur 29% seiner Zweikämpfe.
Hanno Behrens 4 4 5 4 6,7/10
CU-Urteil: War wenig present, da das Spiel oft an ihm vorbeilief. Kam selten in die Zweikämpfe. Immerhin recht passsicher (73%).
Simon Rhein 3- 3,5 5 4 6,4/10
CU-Urteil: Bester Nürnberger Zweikämpfer (67%), drittgenauester Passgeber (78%), schaffte es aber auch nicht die Impulse nach vorne zu geben.
Virgil Misidjan 3- 4 3 4 6,7/10
CU-Urteil: Begann stark, inklusiver guter Vorarbeit für Zrelaks Chance. Hing dann immer mehr in der Luft, aber war bei Kerks Schuss wieder schnell am Abpraller. Mit 76% Passquote und 60% Zweikämpfen ordentlich dabei.
Adam Zrelak 5 4,5 5 5 6,2/10
CU-Urteil: Hing völlig in der Luft, machte ein paar Bälle fest, aber kam überhaupt nicht in die gefährliche Zone; nur ein Ballkontakt im Starfraum. Gewann kaum Zweikämpfe (29%).
Sebastian Kerk 4- 4,5 5 5 6,4/10
CU-Urteil: Schrammt dank des schönen Fernschusses gerade so am „mangelhaft“ vorbei. Kam aber fast gar nichts ins Spiel, gewann wenig Zweikämpfe (25%) und sorgte insgesamt kaum für Schwung nach vorne.
Federico Palacios 4 4 5 4 5,7/10
CU-Urteil: Gewohnt passsicher (88%) nach seiner Einwechslung für Kerk. Aber auch er blieb völlig ohne Durchsetzungsvermögen (20% gewonnene Duelle)
Ondrej Petrak 4 4 6,2/10
CU-Urteil: Ersetzte Behrens nach 70 Minuten. Spielte in zwanzig Minuten keinen Fehlpass, setzte aber auch keinerlei Impulse nach vorne.
Matheus Pereira 5,9/10
CU-Urteil: Kam in der 83. Minute für Fuchs. Erzielte in der Nachspielzeit einen Treffer, der wegen eines Schubsers aberkannt wurde.

15 Gedanken zu „Analyse: Nie richtig reingekommen

  • Auch wenn die Laufleistung vielleicht trügt, aber wenn man vorher tönt, dass man den angeblich körperlich nicht austrainierten Gegner durch hohe Intensität bezwingen will, dann sind 2 km weniger Laufleistung und eine deutlich schlechtere Zweikampfquote schon bedenklich.

    Spricht für eine zu lasche Einstellung, ein Unterschätzen des Gegners.

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    • Sehe ich genauso.
      Wieder einmal eine ganz krasse Diskrepanz zwischen Ankündung und Lieferung…
      Vorher geträumt, dass man sich durch einen Heimsieg sowie durchaus erwartbare Niederlagen von Düsseldorf und Hannover ordentlich von der Abstiegszone absetzen könnte, stattdessen der absolute Super-GAU, erst versagt Wolfsburg und dann fährt Düsseldorf auch noch unter gütiger Mithilfe des Schiris einen deutlichen Erfolg ein…

      Da kann man sich ja nicht mal mehr übers Abkacken der Bayern freuen

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  • Gefühlt haben am Samstag 3-4 Spieler den Salli gegeben. Das ist in der Bundesliga nicht zu kompensieren. Außerdem ist es nicht gelungen, Ishak personell durch Zrelak zu ersetzen. Entweder ich lasse dann Knöll spielen oder muss eine anderes Spielsystem wählen.

    Stuttgart für mich mit überzeugender Abstiegskampftaktik. Agressiv aber fussballerisch arg limitiert. Das hat in diesem Spiel gereicht.

    Nächster Spieltag auf Schalke dann wieder eine Chance auf 3 Punkte.

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    • Und für Schalke gilt das was für den Club vor dem Spiel gegolten hat.Ein Punkt auf Schalke und Leverkusen, 3 Punkte bis Platz 10.Das der Club in der unteren Hälfte der Tabelle steht war ja klar.
      Trotzdem bleiben beim Blick auf den Club eine Vielzahl an Baustellen.
      Bei den Namen die nicht einsetzbar waren tut sich ja hoffentlich in den nächsten Tagen der Pause noch was.

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    • Kann ich so nicht nachvollziehen, ich finde Zrelak hat sich absolut gut gemacht und war als Solo-Spitze wesentlich besser als es Knöll war. Dafür, dass seine Mitspieler keine Bälle zu ihm bringen, kann Zrelak relativ wenig…

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      • Na ja, kein Torschuss und einige Anspiele zu verflippern, ist m.E. nicht „absolut gut gemacht“ – zumindest in der 1. und 2.Bundesliga. Ob das dann jedoch nicht trotzdem besser als Knöll ist/gewesen wäre – wer weiß das schon. Beide sind engagiert, aber beiden fehlt halt dennoch die Bundesligareife. An Ishak sieht man den Unterschied: er kann einfach viele Bälle festmachen und halten, bis Mitspieler nachrücken, was gerade, wenn die Mannschaft tief steht, unerlässlich ist.

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      • Also die Hereingabe die Zrelak durchs Bein gerutscht ist und er nur mit dem *Standfuß* erwischte, den muss er treffen, der darf dann auch gerne ins Tor, sollte aber zumindest gefährlich kommen. Mit solchen Aktionen nimmt man sich selbst die Zuversicht und die Jungs tun sich eh schon immer schwer ihre Hemmung bzw ihren (in meinen Augen) zu hohen Respekt abzulegen. Da sollte mal angesetzt werden, für mich ist die größte Hürde die es zu nehmen gilt, die mentale.

        Ich habe Verständnis dafür das man sich zurechtfinden muss, und das es schwer ist wenn man jedesmal ans bzw übers Limit gehen muss. Aber man tut sich keinen Gefallen damit wenn man sich für jeden Gegner sein eigenes Selbstbewusstsein erspielen will, denn so kommt es mir allmählich vor.

        Aus dem Frankfurtspiel schien eher Leichtsinnigkeit, als Leichtigkeit zu resultieren. Es wurde in der Analyse ganz gut geschildert, vor lauter verteidigen hat man das spielen nach Vorne vergessen.

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      • Zrelak ist halt kein Burgstaller 🙂 wenn Burgi keine Bälle bekam hat er sich welche geholt. Auch wenn er oft völlig alleine hing sich die Kugel holte und nicht selten ein Tor daraus machte, das war schon einzigartig.

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  • Ich hatte den Eindruck, dass die meisten nach den drei schweren Spielen der letzten Woche physisch und psychisch nicht auf der Höhe waren.
    Auch der Trainer war sichtlich ratlos.

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  • Was mir eben extrem auffällt, daß bei den Standards die 2. Bälle so oft beim Gegner an unserer 16er Linie landen. und entweder kein Verteidiger da ist wie beim 1:0 oder sich leicht überspielen läßt wie beim zweiten Tor durch Tommy. Standards und die zweiten Bälle haben das Spiel entschieden. Schlafen wir bei den 2. Bällen oder stimmt da die Raumaufteilung einfach nicht?

    Mathenia würde ich an beiden Toren keine Schuld geben, das 1:0 sieht er einfach viel zu spät da waren zuviele Beine vor ihm, das kann man ihm nicht ankreiden, das 2:0 diese Faustabwehr, er kommt nur mit 1 Faust dran den Ball wegzuboxen. Mit zweien mag das gehen, aber hat jemand schon mal selber versucht mit nur einer! Faust einen Ball zur Seite wegzuschlagen?? .. das geht gar nicht. Sieht halt nur unglücklich aus, weil jeder sagt er darf ihn nicht nach vorne abwehren..

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    • Der Unterschied zwischen einem soliden Spieler und einem guten bzw. Sehr guten Spieler ist die Gedankenschnelligkeit.Mit dem Ball umgehen können Alle.Das unsere Mannschaft hauptsächlich aus soliden Spielern besteht kann bei den finanziellen Mitteln niemand wirklich überraschen.Wenn man sich zum Beispiel die Spielweise von Leipzig ansieht wird der Unterschied sehr deutlich.Deren Spielweise beruht zu einem großen Teil darauf den Gegner zu einer unsauberen Spielweise zu zwingen und permanent unter Stress zu setzen.Und dabei selber stets mit Abprallern und deren Eroberung zu rechnen.Diese werden dann technisch sofort verarbeitet und weiter geleitet.Unsere Spielanlage setzt, schon aus Eigenem Schutz, auf kontrollierterem Aufbau, was auf der anderen Seite allerdings die Möglichkeit ergibt geordneter zu stehen.Was fehlt ist dann oftmals ein Spieler der den Takt verändern kann und Mitspieler, die darauf eingehen können.Deshalb sieht es auch oft so langsam aus.Wenn Dir aber die Möglichkeiten fehlen einen Kader so zu schnitzen das das anders auch geht, wird der Fortschritt eben etwas länger dauern

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