1:1 im Max-Morlock-Schwimmbad #FCNB04

Der 1. FC Nürnberg trennt sich von Bayer 04 Leverkusen Remis bei irregulären Bedingungen

Die Aufstellung des Club:

Bredlow – Goden, Margreitter, Mühl, Leibold – Petrak, Behrens – Kerk, Misidjan – Kubo, Ishak

Heimspiele gehören gewonnen? Wer bei BetWay auf den Club gesetzt und Recht behalten hätte, hätte sich neben den drei Punkten über eine fette Quote freuen dürfen: Für Heimsieg gab es vor dem Spiel 4,75, für einen Auswärtserfolg 1,66 – doch auch das Remis brachte mit 4,20 ordentlich Bares (ohne Gewähr).

Bei Fritz-Walter-Wetter im Max-Morlock-Stadion gab Bibiana Steinhaus das Spiel frei – es war die frühstmögliche fragliche Abwägungsentscheidung der Schiedsrichterin. Es sollte nicht ihre einzige bleiben, was ihr aufmunternde Pfiffe vor und nach der Pause bescherte. Und bei anhaltendem Regen wurden die Bedingungen mit zunehmender Spieldauer sogar noch schlimmer. Mit Fußball hatte das nur noch theoretisch etwas zu tun, der Ball sprang ja quasi gar nicht mehr auf, Flachpässe soffen regelrecht ab. Ob dies Kubo dazu motivierte, gleich gänzlich auf eine weitere Sportart zu wechseln und statt Kopfball es mit dem Kempa-Trick 5 Meter vor dem Tor zu versuchen, ist nicht überliefert, aber da er eben nicht der japanische Maradona ist, darf er sich nun ein gelbes Andenken mitnehmen (21.).

Ob Wetter und Geläuf wirklich vor allem dem Club entgegen kam, wie dies der über(t)ragende TV-Sender Eurosport nonchalant unterstellte, liegt vielleicht in Anbetracht der sportlichen Qualität des Gastes nahe, ist aber eben auch nur eine These, der man nicht zwingend folgen muss, denn in Wirklichkeit war es vor allem die Heimmannschaft, die über weite Strecken des Spiels mehr schwamm als spielte. Das 0:1 durch Havertz folgerichtig (30.), wenn in dem Moment dann aber auch wieder nur eine Verkettung von klimaneutralen Fehlern, angefangen bei Goden mit einem schnöden Fehlpass im Spielaufbau und endend mit Bredlow, der die Hereingabe nur vor die Füße des Jungstars abwehren konnte. Wie der den Ball dann in den Winkel zirkelt, ist wieder eine andere Sache…

Leverkusen nutzte seine Überlegenheit nicht und verlor sich im Laufe des Spiels in Selbstgefälligkeit, während der Club einfach alles ignorierte, den Regen, den Rückstand, die einseitige Bewertung von Situationen durch Bibiana Steinhaus, die lange fehlende Unterstützung von den Rängen, eigene Fehler und verpasste Chancen zu kontern. Und so im Spiel blieb, den Ausgleich nach einer Ecke durch Margreitter (56.) erzielte und mit Zrelak beinahe noch das Spiel auf den Kopf gestellt hätte (88.).

Ein wichtiger Punkt, nicht nur weil es den FCN damit wieder über den Strich hievt, sondern auch für den Kopf. Man wird belohnt, wenn man nicht aufgibt und sich nicht unterkriegen lässt. Ob das nach 34 Spielen so reicht, darf man je nach Gusto anzweifeln, immerhin nach 13 Bundesliga-Spielen reicht es noch.

40 Gedanken zu „1:1 im Max-Morlock-Schwimmbad #FCNB04

  • Es regnet, richtig kräftig und durchnässend. Das wird den Schönwetter-Elfen von Monsanto nicht behagen. Von wegen Fritz-Walter-Wetter. Das ist das Original Weyerich-Stocker-Eder-Täuber-Schöll-Wetter!

    Nur der Club!

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  • Und ich habe gehofft der wasserdruchdrängte Boden hilft uns, damit sie für den Club nicht zu schnell spielen können

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  • Ich habe nur einen schönen Amazon Prime Kommentator aber der hört sich schon wieder so an also könnte das heute wieder ne Packung werden.

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    • Goden muss er ja als RV spielen lassen, Bauer gelb rot gesperrt, Valentini verletzt. Alle anderen sind ja nicht neu

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      • Gut. Ich meine „eingespielt“ ist was anderes. Besser?
        War von mir auch gar nicht so gehässig gemeint. Nur alle Umstellungen, Formationsänderungen, taktischen Ideen verpuffen.
        Keine Ahnung. Manchmal hab ich das Gefühl vielleicht wäre es besser mal nur ein System zu üben, das dann aber zu beherrschen.

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    • Zweite Liga eine „Erlösung für alle“? Nein. Für mich schon mal nicht. Von „Wahrheit“ kann daher keine Rede sein, zumal ich noch nie „traurig“ war wegen diesen unseren Jungs, ihrem Engagement und ihren durchaus schon mal gezeigten guten Leistungen. Nur diverse Ergebnisse habe ich bedauert, selbst wenn diese in dieser schweren Liga realistischerweise erwart-/befürchtbar waren. Aber das ist ja eh normal.
      [übrigens: das Spiel ist noch nicht vorbei und die Saison noch viel länger nicht; möchte nicht wissen, was Du hier schreiben würdest, wenn wir wie Köln letzte Saison bis Spieltag 16 nur 3 Punkte gesammelt hätten.. und selbst die Kölner waren in der Rückrunde immer wieder mal nah dran, den Anschluss wieder zu kriegen]

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    • Die Saison ist noch lange jetzt muss man sich noch mit dem oder anderen Punkt in die Halbzeitpause retten, evtl. Abwehr verstärken.Auch wenn es eine Geduldsprobe ist, das gebe ich selber zu, ich glaube an die Lernkurve der Mannschaft .. und wenn es erst zur Rückrunde ist.

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  • Cool!
    Mit einer (wenn der kicker-Ticker stimmen sollte) Passquote von unglaublichen 47% einen Punkt zu holen – Chapeau!

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  • Abtrocknen, Punkt mitnehmen-mal wieder zurückgekommen.
    Wieder über dem Strich.Passt soweit.

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  • Für die „Verkettung von klimaneutralen Fehlern“ gibts den HJ Rauschenbach-Sonderpreis!
    Dessen „Eintracht Braunschweig, der beste Absteiger den wir je hatten“ (vernommen im Fernsehzimmer im Starclub) ist bislang noch nicht getoppt.

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  • Schwacher Torwart bei uns, seltsame Trainerentscheidung mit dem Wechsel von Kujo zu Zrelak, eine überforderte Schiedsrichterin, krasser Dauerregen, in den wichtigsten Spielstatistiken klar unterlegen und am Ende ein 1:1.
    Kauf ich, der ich gerade meine, bis auf die Haut nassen Klamotten ausgezogen habe.
    Seit dem heutigen Spiel samt den Entscheidungen in den weiteren Vereinstrainerpositionen überkommen mich Zweifel an Köllner. Hat Streich auch soviel Einfluß bei Freiburg, wie Köllner bei uns? Muß das sein?

    Wir benötigen in der Winterpause einen Galasek oder Simons auf der 6er Position oder besser noch beide/zwei davon!

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    • Mit Petrak und dann Kubo hat er beide gelbbelasteten Spieler ( auch früher als sonst) vom Feld genommen, das habe ich als Lernprozess von Köllner verstanden.

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      • Was heißt Lernprozess, für die beiden gelbspieler Spieler Petrak, Kubo gab es gestern auch 1:1 Optionen auf der Bank mit Erras und Zrelak, die er hingegen in Schalke bei dem gelbelasteten Bauer nicht hatte! Das hat wenig mit Lernnprozess oder Unwilligkeit zu tun als vielmehr mit den vorhandenen Möglichkeiten auf der Bank

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    • Seit dem heutigen Spiel samt den Entscheidungen in den weiteren Vereinstrainerpositionen überkommen mich Zweifel an Köllner. Hat Streich auch soviel Einfluß bei Freiburg, wie Köllner bei uns? Muß das sein?

      Wir benötigen in der Winterpause einen Galasek oder Simons auf der 6er Position oder besser noch beide/zwei davon!

      Du gibst dir die Antwort ja schon selber, der einzige Weg wird sein den Kader zu verstärken und das war vorher ja klar, also der Weg mittelfristig. Dafür muß man Talente entwickeln und für ein vielfaches weiterverkaufen und dafür ist Köllner meines Erachtens alternativlos. Wir hinken Gehaltsmäßig ja sogar einigen Kadern in der 2. Liga hinterher. Bitter immer die Möglichkeiten sehen. Das wird bis zum Ende der Saison ein Kampf David gegen Goliath und drin bleiben wäre fast wie eine Deutsche Meisterschaft für uns. Das sollte man nie vergessen. Mir fällt es auch schwer die Klatschen anzusehen, aber was mir gefällt ist, daß die Mannschaft immer wieder aufsteht und eine Mannschaft ist. Deshalb glaube ich an den Klassenerhalt und an Köllner. Lieber ein Trainer mit Ecken und Kanten, er polarisiert zweifellos hier und da, aber alles nur nicht wieder so ein Schlafmützenfußball wie im Abstiegsjahr oder noch unter Alois.

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      • Diesen Kanon über Entwicklung, Mittelfristigkeit, Nachhaltigkeit, Kontinuität verstehe ich nicht so ganz. Das ist mir zu abstrakt. Mittelfristigkeit. So in vier bis fünf Jahren. Verstanden. Kontinuität. Etwa in Personalfragen. Mit Köllner. Mit Bornemann. Über die nächsten vier bis fünf Jahre. Verstanden. Entwicklung. Hin zum Besseren. Zum Erfolg. Verstanden. Nachhaltigkeit. Danach beständiger Erfolg. Nur, was bedeutet für den FCN sportlicher Erfolg? Nach diesen vier bis fünf Jahren der Entwicklung. Und eben danach. Werden wir doch mal etwas konkreter. Nur so ungefähr.

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    • Also beim Wechsel von Kubo auf Zrelak hab ich jetzt nichts negatives gesehen. Der Zrelak ist für das Kampfspiel, dass es bei den Bedingungen war am Ende sicher die bessere Wahl, er konnte wenigstens richtig in die Zweikämpfe, weil er nicht gelb-rot gefähredet war. Und er hat auch deutlich mehr Druck auf Leverkusen aufgebaut, konnte körperlich mehr dagegen halten und hat auch viele Luftduellen gewonnen. Das war schon eine Entlastung, da Leverkusen eben nicht die langen Bälle des Clubs einfach abfangen und in Ruhe aufbauen konnte. Auch Ishak ist durch die Hereinnahme von Zrelak nochmals besser ins Spielgekommen.

      Also mich hat Zrelak bei diesem Spiel positiv überrascht (technische und spielerische Klasse war bei den Bedingungen nicht so gefragt).

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  • Nun gut.
    Der Punkt heute war mehr als wir für so ein Spiel verdient hätten. Ich freu mich natürlich über den Punkt bin aber aufgrund der aktuellen spielerischen Entwicklung sehr besorgt. Der technisch starke Gegner kann seine technische Überlegenheit nicht ausspielen, aber anstatt dass wir früh attackieren um die Gegenspieler bei der bei diesem Geläuf höchst schwierigen Ballannahme zu stören lassen wir so viel Platz wie es nur irgend möglich ist. Zitat Heiko Herrlich: „wir haben es trotzdem versucht, weil Nürnberg tief stand und die Räume trotzdem da waren.“ (kicker vom 3.12.18). Ich will jetzt zwar nicht den fränkischen Pessimisten raushängen lassen, aber ich habe das Gefühl, dass das Team seit Saisonbeginn eher eine spielerische Entwicklung zurück als voran durchläuft. Das ist insgesamt einfach viel zu passiv wie da agiert wird, insbesondere beim Zweikampfverhalten der Abwehr.

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  • Interessant waren gestern die Vorberichte und auch die Nachberichte.
    Sammer restlos begeistert von Bornemann´s Aussage, daß Köllner der richtige Trainer ist, weil er die jungen Spieler entwickeln kann, egal ob in Liga 1 oder 2. Und das sei das primäre Ziel des 1.FCN.
    Sammer noch mehr begeistert als Köllner erklärte, die Goden in der Startelf war alternativlos, eine Systemumstellung keine Alternative war, weil das die Motivation für die jungen Spieler ist: wenn die gesetzten Spieler verletzt oder gesperrt bedingt ausfallen, kriegen sie ihre Chance. Alles andere würde seine Glaubwürdigkeit untergraben.
    Sammer hat übrigens auch von der ersten Halbzeit auf Schalke noch mal einige Szenen besprochen. Und dabei viel gelobt bei unserer Mannschaft, bzgl. Positionsspiel, bzgl. Taktik usw.
    DAS ALLES hat mir sehr gut gefallen und hebt sich wohltuend ab von Sky.

    Daß wir gestern einen Punkt holen konnten bei dieser Wasserschlacht war mit Sicherheit für die Mannschaftsmoral wichtig.
    Insofern: ein guter Abschluß des 13. Spieltages

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    • Warst gestern gar nicht draußen? Haben Dich schon vermisst, man konnte vorm Spiel vor der Nordkurve echt gut schwimmen 😀

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      • Nein, ich mußte zu lange arbeiten. Aber bei dem Regen war ich darüber dann ganz froh. 🙂

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  • Na so was: letzte Saison hatte Freiburg nach 13 Spieltagen auch 11 Punkte, die Bilanz 2-5-6 und -16 Tore, waren damit allerdings 16ter. Was das nun für uns heißt? Keine Ahnung.

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    • 16/15/13, 12/9/9, 17/15/15, 14/11/11, 17/15/15, 15/14/13, 13/12/9
      Bilanz der Plätze 16,17,18 der letzten Jahre am 17.Spieltag

      Man kann auch sagen diese Saison haben wir am 13.Spieltag schon soviele Punkte , wie in der letzten Abstiegssaison am 17.Spieltag.
      Allerdings gibt es nur zwei Mannschaften mit noch weniger erzielten Toren und leider keine mit so vielen Gegentreffern.

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  • Meine persönliche Lernkurve nach dem Spiel: Die Reinigung eines iPhone-Ladeanschlusses kostet 19 €. Pünktlich zum Spielbeginn war der Akku unaufladbar leer gewesen und musste ich auf den guten alten Videotext zurückgreifen. Ich bin ganz sentimental geworden und war saufroh, als kurz nach meiner Vermutung „Wasserschlacht? Da geht doch noch was!“ plötzlich das 1-1 aufleuchtete 😃

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    • Sogar die noch originalverpackten Tempo-Taschentücher waren naß, von meiner Geldbörse ganz zu schweigen. Wir hatten sogar das uns vermeintlich bevorteilende Regenwetter gefühlt maximal drei Torschüsse, den ersten irgendwann in der 37. Minute. Auch nicht zuletzt, weil Kerks Standards allesamt nix getaugt haben und daraus sehr häufig super Kontergelegenheiten für den Gegner wurden. Das hat mir sehr gestunken.
      Immerhin einen Punkt am Rande der Sensation geholt, gerne zukünftig mehr davon.

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