Auswärtskaninchen. Mit 0:3 noch gut bedient.

Der 1. FC Nürnberg ergibt sich gegen Bayern München seinem Schicksal und verliert sang und klanglos 0:3.

Bis auf die tapferen Supporter vor Ort dürften viele schon vorweg wenig Ambitionen gehabt haben, sich das Drama als Clubfan antun zu wollen. Da half auch die Durchhalteparole von Köllner nichts: „Viele Leute spielen auch Lotto, obwohl sie wissen, dass ihre Chance auf einen Sechser minimal ist“, denn wie man weiß: Nur wer mitmacht, kann auch gewinnen. Der Club hatte an diesem Nachmittag in der Allianz-Arena allerdings keine Ambitionen, sich am Spielgeschehen beteiligen zu wollen. Selbst am Radio simulierte der Amazon-Moderator nonchalant Schnarchgeräusche, verbunden mit den Ausführungen, dass es nicht nur eine Zumutung sei, sich das ansehen zu müssen, sondern auch eine Bankrott-Erklärung an die eigene Konkurrenz-Fähigkeit, wenn man es nicht mal versucht.

Mit 3:0 noch gut bedient in München

Dass es am Ende ’nur‘ 0:3 hieß, war dann nicht mal bayerische Milde gegenüber dem fränkischen Traditionsverein noch ein Söderscher Anruf aus dem Staatsministerium, sondern schlicht der Restbeleg dessen, warum es in München derzeit nicht rund läuft und vielleicht ein Hinweis, dass so ganz chancenlos man nicht gewesen wäre, wenn man es nur wenigstens probiert hätte. Düsseldorf lässt grüßen. Die Münchner ließen nämlich sogar bei dem wenigen Bemühen etwas zu und vorne beste Gelegenheiten liegen. So kam Neuer seit ewigen Zeiten wieder, trotz eines Wacklers, zu einer weißen Weste und der leicht indisponierte Goalgetter Lewandowski, trotz einer Fahrkarte frei aus 11 Metern, zu einem Doppelpack.

Bredlow patzt, Lewandowski trifft doppelt

Dass es dann doch zu drei Toren kam muss man dann auch noch der freundlichen Mithilfe des Nürnberger Torwart Bredlow zuschreiben. Mindestens bei Tor 1 und 3 ist ein Fingerpointing nicht zu vermeiden. Das 0:1 nach einer Ecke (9.), bei der der junge Keeper schlicht trotz der Zuhilfenahme seiner Arme das Duell gegen Lewandoski am Fünfmeterraum nicht gewinnen konnte. Bei 0:2 sieht er dann zumindest unglücklich aus (27.), da er nach dem Lattentreffer lieber auf Abseits reklamiert statt wenigstens zu versuchen blitzschnell nochmal in die andere Richtung zu hechten. Ob dies von Erfolg gekrönt gewesen wäre, sei dabei mal dahingestellt – Lewandoski staubte humorlos ab. Eindeutiger dann wieder Tor 3 (56.) – hier war der Zonk schon beim Spielaufbau an Bredlow vergeben, als der den Ball zuerst kaum bedrängt Gnabry in die Füße spielte, dessen Schuss dann zwar noch abwehren konnte, um im folgenden den Nachschuss von Ribery halb selbst ins Tor zu treten. Ein mehr als gebrauchter Tag für den Keeper, da helfen auch die 2-3 guten Paraden nichts, wie bspw. als er einen von Mühl abgefälschten Schuss noch an den Pfosten lenken konnte (15.).

Die fehlende Griffigkeit in den Zweikämpfen grenzte fast schon an Freundschaftsspielcharakter. Dass man mit dieser Einstellung in der Bundesliga nicht konkurrenzfähig ist, dürfte allen Beteiligten klar sein, den Fans in jedem Fall. Der Verweis auf die qualitative Unterlegenheit ist natürlich berechtigt ebenso wie der Hinweis auf die Unerfahrenheit der Mannschaft, deren Jugend man auch Formschwächen und fehlende Konstanz zugestehen muss. Ein Bredlow wird bspw. sicher auch nicht wieder formstärker, wenn man nun auf ihn eindrischt und ihm gar die generelle Befähigung abspricht – die sachliche Fehleranalyse darf man ihm aber nicht ersparen. Ob bspw. ein 30jähriger Klandt eine Verbesserung derzeit wäre, ist sicher hypothetisch, in der U21 konnte er sich kaum empfehlen, ein Ewerton für einen Mühl in so einem Spiel hätten aber manche gern gesehen, genau so wie einen Petrak für Rhein. Auch ein Goden ist – nach Rückkehr von Bauer und einem engagierten, aber eben nicht überzeugendem Debüt gegen Leverkusen – schon sehr gewagt gewesen, während gestandene Spieler wie ein Kubo – wenn auch nicht auf der Position unmittelbar zu vergleichen – auf der Bank sitzen müssen.

Abenteuer Bundesliga

So zieht das Abenteuer Bundesliga Runde um Runde weiter. Dass Punkte in München, Dortmund oder Leipzig am Ende nicht einzuplanen sein werden, war von vornherein klar, dass es aber nicht mal ansatzweise Spaß macht dieses Abenteuer zumindest einmal anzugehen, ist dann schon deprimierend. Hatte der Moderator bspw. eingangs noch gesagt: Die Nürnberger hätten die Steinschleuder schon parat, um als David dem Goliath gegenüber zu treten, hatte man nach diesen 90 Minuten das Gefühl, die Clubspieler hätten selbst diese in der Kabine gelassen, um sich nicht beim Spielen damit selbst zu verletzen. Diese Demut und den zumindest auswärts erkennbaren latenten Defätismus muss Köllner dringend aus dem Team kriegen, sonst wird das Abenteuer Bundesliga nicht nur ein kurzes, sondern auch bald ein hoffnungsloses.

57 Gedanken zu „Auswärtskaninchen. Mit 0:3 noch gut bedient.

  • Überschrift sowie Text, mehr gibt es nicht zu sagen. Stimmungslage ..on point. …eins noch bitte nie wieder eine rechte Seite mit Bauer und Goden.
    Der eine erfahren und fehlerhaft, der andere noch unerfahren und fehlerhaft, beides zusammen multipliziert sich einfach, was will man denn so erreichen?

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  • Es macht überhaupt keinen Spass im Moment.
    Noch schlimmer ist nur, dass es mir zunehmend egal wird.
    Etat hin oder her: Die Mannschaft hat weder Euphorie noch Bock.
    Ich genauso wenig.

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    • genau. ich geh lieber zum skifahren als gegen freiburg ins stadion. ganz schlechtes zeichen.

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    • Ich denke nicht, dass er der Mannschaft an Bock fehlt. Sie hat sich sogar ausgezeichnet, dass sie sogar auf Schalke nochmal ran kam auf 3:2, gegen Leverkusen den Ausgleich machte etc. Nur wenn sie zu große Ehrfurcht hat und dann auch noch eine Bestätigung bekommt, wie ein frühes Gegentor, dann streicht sie die Segel.

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      • Das glaube ich auch nicht. M.E. sind sie total verunsichert. Der Glaube fehlt. Deshalb trauen sie sich zu wenig zu und versuchen in erster Linie das nächste Debakel zu verhindern. Die müssen nicht in der Presse als Alibi stark geredet werden, sondern im Training, in der Kabine und v.a. auch mal während des Spiels mit richtigen Anweisungen und Veränderungen.

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  • „Auswärtskaninchen“, klasse Wortschöpfung und sehr guter Text, ders genau aufn Punkt bringt!

    (man möchte der Mannschaft in leichter Abwandlung des Erdmöbelsongs für die nächsten Spiele: „lasst mal die Hoffnungsmaschine laufen; erinnert Euch an die Siege“…, raten.. )

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  • Die Konkurrenz läßt den Club weiter Leben. Das wird ein Schneckenrennen wie beim letzten Anstieg.

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  • Ich würde den drei Ex-Clubberern Rakovsky, Wollscheid und Diekmeier stark leistungsbezogene Verträge geben und Klandt, Goden und Bauer in der Regionalliga kicken lassen, entweder um nicht verbrannt zu werden oder um Selbstbewusstsein zu tanken.

    Und was mir fehlt ist die Konstanz in der Aufstellung bzw. ein erkennbares System bzw. Gedankenkonstrukt dabei.

    Aus den letzten drei Spielen diese Saison sollte der Club 4 Punkte mitnehmen oder zumindest wieder Leidenschaft und Einsatz zeigen, sonst wird die Laune düster rund um den Club.

    So ein trostloser Auftritt gegen Wolfsburg und es wird ungemütlich…

    … Also bitte:
    Hase und Igel statt Heimkaninchen.

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  • Gönne mir gerade River Plate – Boca Juniors mit Pinola.
    PINO könnte bei uns immer noch locker mithalten…..

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  • @Alexander: „Bei 0:2 sieht er dann zumindest unglücklich aus (27.), da er nach dem Lattentreffer lieber auf Abseits reklamiert statt wenigstens zu versuchen blitzschnell nochmal in die andere Richtung zu hechten.“ was sagt denn dein Sohn als Torwart zu solcher Beurteilung?
    Frappierend am 2:0 ist das drei Spieler dastehen und nur Einer auf den Lattenappraller reagiert-Lewandowski.Das ist dann quasi ein Elfmeter.
    Im aktuellen Sportstudio war die Story über Bredlow eher sowas wie Doctor Jekyll and Mr. Hyde.Und das trifft im Endeffekt auf die ganze Mannschaft zu-nur dass nie Alle entweder oder sind

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    • @Alexander: „Bei 0:2 sieht er dann zumindest unglücklich aus (27.), da er nach dem Lattentreffer lieber auf Abseits reklamiert statt wenigstens zu versuchen blitzschnell nochmal in die andere Richtung zu hechten.“ was sagt denn dein Sohn als Torwart zu solcher Beurteilung?

      Erste Reaktion: Da muss er wieder hoch! Zweite Reaktion: Aber hätte ihn eh nicht gekriegt. Gemeinsames Resümee: So sieht es halt Sch* aus…

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  • Wo ist unser Scheff-Statistiker? Letztes Jahr am 14. Spieltag auf „unseren“ Rang 15 notiert war der HSV. Das Saisonende dürfte allgemein bekannt sein.
    Gegen Wolfsburg einen Dreier? Kaum zu glauben bei deren Kader und deren Lauf.

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  • Meiner Meinung nach müssen wir gegen Wolfsburg und Freiburg mindestens 4 Punkte holen, besser 6. Dann stünden wir über Weihnachten mit 15 Punkten, 17 wären stark, gut da. Dann hoffen , dass Löwen und Valentini fit werden. Kerk sollte durch das kurze Trainingslager auch wieder aufholen.
    Dann noch gute Leihspieler
    Dann kann es klappen..

    Am Freitag muss das Achteck ein Hexenkessel werden..
    Die Jungs brauchen uns..
    Raus ins Stadion mit allen
    WIR SIND DER CLUB

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    • Dieses Mal kalter Bobbers statt klitschnasser Bobbers? Ich bin eh dabei. Hilft ja nix.

      Bei meiner letzten Selbstverhaltensanalyse ist mir aufgefallen, daß ich schon wieder zunehmend die 2. Bundesliga verfolge. Die ist einfach spannender, auch wenn dieses Jahr die 1. Liga bis dato ausnahmsweise auffällt. Aber einen Konkurrenzkampf gibt es da nicht mehr. Die Geldtöpfe landen bei 2-6 Vereinen, die sich dann auch regelmässig auf den Plätzen 2-6 wiederfinden. Dann kommt eine Lücke, dann kommen die Mannschaften wie Fallburg, Wolfsburg, Augsburg, Mainz, Hertha usw. und dann kommen Vereine die zuviel falsch gemacht haben und dann die Aufsteiger aus der 2. Liga, heuer Club und Düsseldorf.
      In der 1. Liga-Tabelle wird es einfach nicht mehr eng, vielleicht um bestimmte, wenige einzelnge Plätze. Aber ansonsten ist das einfach viel zu viel und ein großes Gähnen rund um SAP und die Dosen.

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      • Das ist doch in der 2. Liga nicht viel anders, die beiden direkten Aufstiegsplätze waren doch schon vor der Saison fest gebucht.

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    • Mehr ist immer besser…ob es entscheidend ist gegen wen und wann Punkte geholt werden müssen bleibt dahin gestellt.Es sollen schon Mannschaften nicht abgestiegen sein, die in der Hinrunde nur 9 Punkte hatten.Oder Mannschaften, die mit 21 Punkten nach der Hinrunde abgestiegen sind.

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      • Und aus dem Grund, das derzeitige Punktestände zwar wichtig aber letztlich nur vorübergehende Wasserstandsmeldungen sind, schaut man genauer hin WIE die Mannschaft auftritt.
        Davon abgesehen, gabs schon mal eine Mannschaft mit so einem Auswärtstorverältnis nach 14 Spieltagen? 🙂 oder erschleichten wir uns da den nächsten Club typischen Rekord.

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  • Ich habe zum Spiel gestern eine andere Meinung. Auch ich hätte mir die Mannschaft deutlich aggressiver und fordernder gewünscht, nicht nur gg B, sondern generell, weil ich u.a bei der WM und CL gezeigt hat, dass man mit einem solchen Spielstil mit einer unterlegenen, aber jungen fitten Mannschaft, eher Erfolg hat.
    Aber in gestrigen Fall hat die Mannschaft nach den herben Klatschen in DO und L absolut rational und richtig gehandelt. Wenn man in M zur HZ nach 2 unfassbaren eigenen Fehlern mit 2:0 hinten liegt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man noch was holt vll. 1:100. Dass man ausgekontert wird und mit X:0 untergeht, wennn man nach vorne spielt, deulichst höher.

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  • Pino gratuliere! Copa Sieger!
    Ich verneige mich.
    Unser!!!! Pino.
    Wir komnten ihn nimmer brauchen….
    P I N O L A!!!!!!!!
    Unsterblich.

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  • Ooooh Javier Pinola…
    Ich ziehe meinen Hut und frage mich:
    Wann gibt es denn Staatsempfang für König Pino I. am Hauptmarkt?!!

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  • Ein wenig absurd ist es ja schon, aber a weng fühlt man sich schon grad als Copa-Sieger. Bayanmühng? Woschd! Toll, diese emotionale Verbundenheit zu „unserem“ Pino! 🎉😃✌🏼

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  • Ich frage mich auch ob wir ausser Mathenia keinen erstligatauglichen Torhüter haben, nachdem Bredlow den Schritt in die erste Liga nicht gemacht hat, dahinter als 3. Torhüter ein Klandt bei dem man immer noch schwer versteht, wofür er geholt wurde und der zudem noch die Entwicklung eines jungen Torhüters auch in der U21 ich nenns mal vorsichtig behindert. Das Torwart Konzept von Köllner und Bornemann verstehe ich nicht ganz.

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    • Das Konzept verstehe ich sogar sehr gut. Du hast einen talentierten und ambitionierten Bredlow, dazu holst du – falls es doch nicht klappt – einen Mathenia mit ausreichend Erfahrung und dann noch einen Klandt, der nix kostet und zur Not da ist, weil man es den ganz jungen noch nicht zutraut. Wenn dann Plan A (Bredlow packt es) nicht klappt und Plan B (dann eben Mathenia) durch Verletzung ausgehebelt wird, wird es eben dünn für einen Verein, der sich im Grunde schon generell einen Plan B im Kader kaum leisten kann.

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    • Und es ist v.a. auf Ansage! Kaum jemand hat den Transfer von Mathenia verstanden. Ein Torwart, der Ablöse und zumindest ein Erstligagehalt am unteren Limit kostet, sich jedoch bei einem Absteiger nicht durchsetzen konnte, soll also zusammen mit einem mittelmäßigen Zweitligatorwart unser Bollwerk darstellen. Da kann ich nur den Kopf schütteln.

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      • Jo, der war schon in Darmstadt eigentlich nix…aber dann kommt der HSV und dann noch der Club…Bornemann lebe hoch!

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        • Verwechselt Ihr hier was? Oder ich? Mathenia war doch bis zu seiner Verletzung sehr anerkannt als echte Verstärkung?!?

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          • Das gehört schon so. Mit positiven Statements kann man ja nicht nörgeln…

            In meiner Erinnerung war Mathenia in Darmstadt stark und beim HSV anfangs auch. Erst als beim HSV alles den Bach runter ging, wurde er mit runtergespült.

            Aber das passt hier jetzt echt nicht zur Stimmung. Psssst!

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            • Pino war im Pokalfinale derart schlecht, dass Banovic für ihn eingewechselt wurde. Bin froh, dass wir den los sind.

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          • Ich fand ihn gegen Hoffenheim überragend. Den Freistoß von Schmid in Augsburg halten gute Buli-Torhüter, würde ich jedoch nicht als „Fehler“ ankreiden. Gegen FFM hat er nichts auf Tor bekommen. Gegen Stuttgart mindestens am zweiten Gegentor dank schwacher Faustabwehr zum Gegner beteiligt. Auf Schalke Riesen Ratten beim 1:0. Vielleicht ist der Zeitraum für die Bewertung noch zu kurz – aber Ist das die Bilanz einer „Verstärkung“?

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        • Mathenia war für mich, hatte ich auch vor der Siaons so geschrieben, einen Tick vor Bredlow wegen seiner Erfahrung, aber bei Köllner wog der Aufstiegsbonus und dass Bredlow mit der Abwehr eingespielt ist etwas mehr, das konnte man schon vertreten. Bredlow hat aber den Schritt nicht gemacht.
          Auch nach Alex Erklärung Klandt verstehe ich trotzdem nicht. Was man so rauslas konnte er doch nichtmal in der U21 überzeugen oder?

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        • Wär langsam mal an der Zeit für konkrete Vorschläge, finde ich: wer alles sollte nun den Verein verlassen und wer konkret dafür kommen, damit alles besser (oder zumindest weniger schlimm) wird?

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          • Salli würde ich im Winter verleihen, Jäger sollte sich einen neuen Verein suchen. Vielleicht täte ein Wollscheid mit seiner Erfahrung ganz gut, um den Laden hinten mal dicht zu kriegen. Polanski würde ja hier schon mal vorgeschlagen. Finde ich keine schlechte Idee, ist zumindest einer der mit Kampf und Wille überzeugen kann und als Leader die Mannschaft auch mal mitreist. Nix gegen den Hanno, Super Typ, aber der is zu brav. Wo sind die Gattusos, Van Bommels, die das Mittelfeld und den Gegner beackern, auch mal lautstark die eigenen Mitspieler anfeuern oder zusammensuchen, ja so einen vermisse ich bei uns. Oder vielleicht auch mehrere. Alles coole und nette Jungs, keine Frage. Aber genau so spielen sie auch.

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        • @Chlodwig

          Leidest du unter starken Wahrnehmungstrübungen oder sprichtst du von einem anderen Torwart?

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  • Ich möchte das Augenmerk auf Bauers Chance in der 29. Minute lenken, die der Kicker so beschreibt:

    „Kerk hebt die Kugel in den gegnerischen Sechzehner, dort fällt er zufällig Bauer vor die Füße – der Abschluss des aufgerückten Abwehrspielers gerät deutlich zu hoch.“

    Bauer stand völlig frei, er hatte alle der Zeit der Welt, sein Visier richtig einzustellen. Das war – und das sollte in einem Spielbericht auch gesagt werden – nicht eine 0-8-15-Gelegenheit, das war eine Riesenchance. Ein Bundesligaspieler sollte in einer solchen Situation den Ball zumindest aufs Tor bringen. Und zwar satt. Günstiger kann man an der Strafraumgrenze eigentlich nicht zum Schuss kommen. Der Ball fällt Bauer, der völlig unbedrängt ist, nach einer schwachen Flanke (ich denke, es war ein Freistoß) vor den Fuß. Wobei der Ball aufsetzte, Bauer ihn also nach dem Aufprall (indirekt) aus der Luft nehmen konnte, was es begünstigt, satte Schärfe in den Schuss zu bringen, vor allem, wenn man völlig unbedrängt ist und ungestört Maß nehmen kann. Wenn solche Chancen kläglich vergeben werden, wird es sehr sehr schwer…

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    • Sehr gut erkannt und wichtiger Einwand! Da habe ich mir auch die Hände vorm Gesicht zusammengeschlagen und den Bildschirm angeschrien warum er dermaßen hektisch und stümperhaft reagiert hat. Einmal mehr ein Beleg, dass Bauer sportlichen Erstligaansprüchen nicht genügt.

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  • Salli würde ich im Winter verleihen, Jäger sollte sich einen neuen Verein suchen. Vielleicht täte ein Wollscheid mit seiner Erfahrung ganz gut, um den Laden hinten mal dicht zu kriegen. Polanski wurde ja hier schon mal vorgeschlagen. Finde ich keine schlechte Idee, ist zumindest einer der mit Kampf und Wille überzeugen kann und als Leader die Mannschaft auch mal mitreisst. Nix gegen den Hanno, Super Typ, aber der is zu brav. Wo sind die Gattusos, Van Bommels, die das Mittelfeld und den Gegner beackern, auch mal lautstark die eigenen Mitspieler anfeuern oder zusammenstauchen, ja so einen vermisse ich bei uns. Oder vielleicht auch Mehrere. Alles coole und nette Jungs, keine Frage. Aber genau so spielen sie auch.

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  • Weil der Name Wollscheid jetzt mehrfach gefallen ist: Dessen letztes ernsthaftes Pflichtspiel stammt aus dem Mai 2017, das war Wolfsburgs Relegation gegen Braunschweig. In den letzten knapp zweieinhalb Jahren hatte er lediglich knapp zehn Profispiele, seit fast einem Jahr ist er vereinslos. Dass jemand, der derart aus dem Rhythmus ist, einer Abwehr kurzfristig Stabilität verleihen kann, ist dann doch sehr, sehr unwahrscheinlich meines Erachtens.

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    • Der Einwand ist berechtigt.
      Erklärt andersherum die angebotenen Leistungen von Kerk, da ist das nicht viel anders…

      Wollscheid kostet gleichwohl nicht die Welt (vereinslos, möglich wäre ein leistungsbezogener Vertrag mit Aussicht auf einen Jahresvertrag bei 10 Einsätzen in der Rückrunde) , hat Erfahrung, wird sich identifizieren und dankbar sein, dass man ihn aus seinem Dornröschen-Dasein holt.
      Das Risiko ist sehr überschaubar, der Nutzen könnte deutlich höher liegen

      Wollscheid ist bei sofortiger Verpflichtung mAn eine Verstärkung für die Rückrunde.

      Für Diekmeier gilt das gleiche.

      Jäger und Salli wären verzichtbar. Und Bredlow braucht eigentlich eine Pause…

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      • Woher weißt du das sogenau? Daß er nichtzuviel für uns kostet? Daß er die erforderliche Leistungzeigen wird. Wo trainieren denn derzeit beide? Sind sie verletzungsfrei? Wieso werdensienicht verpflichtet?
        Klingt so sicher. Ist nicht eher der Wunsch der Vater deiner Gedanken?

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        • Da hast Du völlig recht, da ist viel Wunsch Vater des Gedanken wie bei uns allen der Wunsch nach dem Klassenerhalt.

          Ich habe keine Ahnung, ob Wollscheid inzwischen nicht ein Sauerstoffzelt benötigt, wenn er für zwei Etagen die Treppe nutzt statt den Fahrstuhl.

          Was auch immer Du für „klingt sicher hältst“ – ich habe laut gedacht, welche einfach realisierbare Verstärkung es mit den zu unterstellenden Voraussetzungen gäbe.
          Unterstellt werden darf ein überschaubarerer Invest, eine Leistungsbereitschaft und eine Identifikation mit dem Verein ebenso wie Bundesligaerfahrung und ein passabler Fitnesszustand.

          Diese Fragen können wir nicht beantworten, aber anregen, darüber nachzudenken sollte erlaubt, sogar geboten sein. Zentrale Fragen sind der Fitnessstand und die Gehaltsvorstellungen, keine Frage.
          Den Fitnessstand kann man bis zum Rückrundenbeginn sehr gut auf Vordermann bringen (es sei denn er pflegt einen Lebensstil wie einst Ivan S.) und ein leistungsbezogener Vertrag ist für den Club lösbar.
          Der Rest ist ein überschaubares Risiko ohne Erfolgsgarantie, aber mit mehr Aussicht auf eine Erfolgsgeschichte als auf ein Desaster.
          Und dann wären wir wieder bei Wunsch Vater des Gedanken – man könnte aber auch Vision dazu sagen 😉

          Mehr Sorgen macht mir in der Tat aber gerade Fabian Bredlow. Sitzt in seinem Leistungstief-Graben und gräbt sich immer tiefer ein, egal, was er versucht. Es sind nichtmal seine drei Patzer vom Samstag, sondern die spürbare Verunsicherung bei Ballbesitz.
          In Anlehnung an „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ könnte man das bei ihm gerade „Die Angst des Tormanns bei der Spieleröffnung“ nennen.
          Er wirkt blockiert – und das führt zu Fehlern…
          …er braucht dringend eine längere Pause. Das wird auf dem Platz nicht besser.

          Alternativen haben wir doch mit Klandt oder auch Vasilj in der Hinterhand.

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      • Diekmeier scheidet aus. Wir können ihm nicht das benötigte mediale Umfeld bieten, dass er in Hamburg genossen hat.

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        Antwort
      • Wollscheid, Diekmeyer über solche Personalien kann man vielleicht in einer Sommerpause nachdenken, wenn ausreichend Zeit ist so einen vereinslosen Spieler zurück auf Wettkampf Niveau zu bringen, in der Winterpause finde ich bringt das so kurzfristig wennig. Aber gemacht werden muss etwas auf den Defensiv Positionen, eher erfahrene Spieler die diese Saison nicht so zum Zuge kamen aber voll im Saft stehen, jeder Trainer hat meist wieder andere Vorlieben. Solche Spieler

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        Antwort
      • Falls Andreas Bornemann nicht an Verstärkungen in der Winterpause dran sein sollte,
        hat er meiner Ansicht nach seine Hausaufgaben nicht gemacht.
        Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die schmerzhaften Verkäufe von
        Kammerbauer, Teuchert und anderen, deren Verträge im Sommer ausliefen.
        Verkäufe in der Winterpause waren die letzte Möglichkeit, noch eine Ablöse zu
        erzielen. Es is daher nur logisch ist und konsequent, einmal den umgekehrten Weg
        einzuschlagen und Ausschau zu halten nach Verstärkungen, deren Vertrag im Sommer
        ausläuft. Daher schon etwas Geld investieren und mit allen Mitteln versuchen die Klasse
        zu halten. Denn es gibt nicht wenige Stimmen, die behaupten , dass ein Abstieg auf Dauer gesehen teurer kommt.

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        Antwort
        • @ Alter Hase

          Soll der Verein erneut am finanziellen Abgrund stehen, wenn es dennoch mit dem Klassenerhalt nichts wird. Sozusagen Bader reloaded? Um Geld „investieren“ zu können, musst du erst einmal welches haben.

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          Antwort
      • Ich sehe Diekmeier absolut nicht als Verstärkung, wenn Valentini fit ist. Und Bauer ist sicher kein Maßstab.

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        Antwort
  • Ich weiß gar nicht, ob uns der eine Verteidiger mehr entscheidend weiterbringt. Klar, gerade in unserem Kader ist jeder Spieler, der sofort Bundesligaqualität einbringt, herzlich willkommen. Dennoch denke ich, dass Margreitter und v.a. Ewerton – falls ihn Köllner endlich auch mal bringt – eigentlich diese Qualität haben. M.E. fehlen uns v.a. Mentalitätsspieler, die Mannschaft und Publikum mitreisten und sich dagegenstemmen, wenn es nicht läuft. Ein Simons 2.0 auf der 6 und ein Stoßstürmer (Bishal ist zu oft verletzt) scheinen mir die notwenigsten Verstärkungen zu sein. Leider hat Bornemann nun gar kein Näschen für Schnäppchen, die sofort funktionieren. Er wollte ja sogar Lezcano verpflichten. Zum Glück hat Ingolstadt zu viel Ablöse aufgerufen. Ich kann mir daneben auch nicht vorstellen, dass wir einen Schindler bekommen.

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    Antwort
  • Die Torwartdiskussion anzustimmen liegt zwar einerseits auf der Hand, andererseits erldigt diese sich gleich, wenn man schaut was vor der Winterpause gemacht werden könnte.
    Da steht als Nummer drei Klandt, der eben als Nummer 3 geholt wurde, weil er keine Ansprüche auf den Stammplatz stellt und andererseits durch sein Alter und 230 2.Liga-Spiele fürs Training ein erfahrener Mann ist. Spielpraxis hat er in den Letzten Jahren auch keine, deshalb wäre es auch warscheinlich, dass er Anlaufzeit bräuchte. Auf der Bank ist er aber wohl trotzdem routiniert genug, um bei einer Verletzung von Bredlow den Job zu machen.

    Für einen Wechsel auf der Torhüter Position in der Startelf käme demnach noch Vasilj aus der U21 in Frage. Doch selbst wenn Form und Niveau des Spielers ausreichend sind (kann ich nicht beurteilen), müßte er sich auch erst in die Defensive einfinden. Da ist es auch nicht warscheinlich, dass er die Abwehr vor ihm stabiliesiert. Und zusätzlich wäre Bredlow damit verbrannt und Klandt degradiert – also alles auf eine Karte und wenn die nicht sticht, wer müsste dann den Kopf hinhalten?

    Also ganz ehrlich – egal welcher Trainer da jetzt auch sitzen würde, bei der Konstelation bleibt doch nur die Möglichkeit Bredlow so gut wie möglich mental wieder aufzubauen und bis zur Winterpause weiterspielen zulassen.

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    Antwort
  • Wir bräuchten zwei, besser drei prächtige Spieler: Einen 1er, 6er und 7er, gerne auch geliehen.
    Aber Wechsel in der Winterpause waren meist schwierig.
    Man darf in Bezug auf Bornemann nicht vergessen, daß bei unseren Minibudgets und -gehältern auch die finanziellen und sportlichen Managerpositionen entsprechend besetzbar waren und sind. Spitzenmanager kosten ein Spitzengehalt, das konnten und können wir nicht bieten.

    Es stellt sich die Frage, ob unser Umfeld bereit ist, den Freiburger-Mainzer-Weg gehen zu können, wenn schon jetzt die Nerven blank liegen, sehe ich schwarz und uns den Weg der 60er, KSCs und des FCKs einschlagen.
    Demut wäre gut.

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    Antwort
  • Wir haben keinen anderen bis Mathenia wieder fit ist, ein Regionalligatorhüter steht in Leipzig, Schalke oder München ganz anders im Feuer wie in seiner Amateurliga noch dazu mit einer vogelwilden Abwehr vor sich. Mein Bauchgefühl sagt mir da sähen Klandt oder Vasilj nicht besser aus.
    Solange Mathenia verletzt ist und Bredlow nicht, sehe ich keine andere Option.

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    Antwort
  • Gibt es zu Klandt Daten oder Einschätzungen über seine Spielleistungen in der Vergangenheit, so dass man sich ein besseres Bild von ihm machen kann?

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    • FSV Frankfurt zu Zweitligazeiten. Solider Zweitligatorwart, würde ich sagen. In meiner Erinnerung nicht sonderlich groß gewachsen, also quasi schon von Haus aus mit körperlichem Handicap.

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