Analyse: Null Schüsse für null Punkte

Analyse zu 1. FC Nürnberg – VfL Wolfsburg 0:2 (0:0) – Der Club bleibt offensiv harmlos und verliert somit nicht unverdient gegen biedere Wolfsburger.
1. Aufstellung und Formation
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung und Formationen

Abb.1: Ungefähre Startformation

Michael Köllner schmiss einmal mehr die Rotationsmaschine an. Für Goden, Kerk, Erras und Ishak (alle Bank) begannen Pereira, Palacios, Petrak und Zrelak. Aus dem Kader musste für Palacios, der von der Tribüne direkt in die Startelf rutschte, Edgar Salli weichen. Der Kameruner fehlte damit ebenso im Kader wie die verletzten Mathenia, Behrens, Löwen, Valentini und Lippert, sowie Knöll, Fuchs, Jäger und Tillman.

Köllner wählte als Grundformation das inzwischen altbekannte 4-4-2, schob dabei aber die Außen im Mittelfeld (Palacios und Misidjan) zum einen weiter nach vorne als im Auswärtsspiel in München und ließ die beiden zum anderen immer wieder die Seiten tauschen. In der Spitze agierten Zrelak und Pereira. Ziel war es die Dribbelstärke von Pereira, Misidjan und Palacios ins Spiel zu bringen, was phasenweise auch gelang. Vor allem in der halben Stunde vor der Pause spielte sich der Club immer wieder mit sicherem Passspiel ins letzte Drittel. Dann aber fehlte Zuspielen und Flanken oft Präzision und Geschwindigkeit.

Abb.2: Ungefähre Formation bei Schlusspfiff

Wolfsburg war am Ende der ersten Halbzeit spürbar frustriert und hätte der Club einen Angriff zu Ende führen können, wahrscheinlich hätte er das Spiel auch für sich entschieden, doch stattdessen stellte Labbadia in der Pause leicht um. Nicht personell, aber in Sachen Aggressivität. Er betonte in der Halbzeit wie wichtig das Erlangen der zweiten Bälle sei und seine Spieler verstanden die Botschaft. So entstand das 0:1, begünstigt durch Stellungsfehler der Club-Abwehr, auch daraus, dass die Wolfsburger einen solchen zweiten Ball erliefen.

Köllner reagierte nicht sofort auf den Gegentreffer, sondern erst knapp 15 Minuten später, brachte Ishak für Pereira, weitere zehn Minuten später dann Kerk für Rhein. In beiden Fällen änderte sich an der Grundformation dadurch aber nichts. Der Club gewann insgesamt etwas Überhand in der Schlussphase, da sich Wolfsburg nur noch aufs Kontern verlegte, doch außer eines Abseitstores von Zrelak, dem völlig zurecht die Anerkennung verweigert wurde, fiel dem Club nicht viel ein. Auch als Köllner zum Schluss Erras für Palacios brachte und Margreitter mit in den Sturm schickte, wurde dies nicht wesentlich anders. Im Gegenteil: Wolfsburg konnte in der Nachspielzeit sogar noch das 0:2 nach einem weiteren Konter erzielen.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Der Fokus in der Betrachtung liegt wieder einmal auf der Offensive, da die Defensive eigentlich insgesamt ein ordentliches Spiel machte, auch wenn sie im entscheidenden Moment patzte. Die Serie an individuellen Fehlern, in diesem Fall Margreitters zu tiefes Stehen und die insgesamt mangelnde Konterabsicherung, ist natürlich auch besorgniserregend, allerdings in einer systematischen Analyse weitaus schwieriger darzustellen, da man dann situativ arbeiten müsste.

Der in der Vorwoche festgestellte Trend in Sachen expected Goals geht weiter. Zum vierten Mal in fünf Spielen liegt der Wert unter 0,7. Es fehlt dem FCN an offensiver Durchschlagskraft. Einmal mehr rotierte Michael Köllner in der Offensivreihe. Im Vergleich zum Spiel in München waren drei von vier Offensivkräften neu in der Startelf. Der taktische Ansatz war durchaus durchdacht: Gegen die groß gewachsenen Wolfsburger wollte Köllner mit wendigen Spielern, die ihre Stärke in Technik und Dribbling haben, vorgehen. Gleichzeitig hatte er mit Zrelak und Palacios zwei Spieler in der Offensive, deren hartes Anlaufen die nicht immer ballsicheren Wolfsburger Verteidiger vor Probleme stellen könnte.

Gleichzeitig bedeuteten diese Umstellungen aber, dass mit Ishak und Kerk zwei Stammspieler der letzten Wochen weichen mussten, wodurch sich Misidjan auf völlig neue Wege und Verhaltensmuster der Mitspieler einstellen musste. Dies war im Laufe der ersten Halbzeit mehrfach zu beobachten als der Niederländer und Pereira mehrfach genau den selben Weg wählen wollten. Es fehlen Automatismen und Abstimmungen, die mit weniger Rotation womöglich besser ausgebildet wären.

Darüber hinaus ist fraglich, ob die Idee hohe Flanken in den Strafraum zu schlagen, sobald man in den äußeren Zonen neben dem gegnerischen Strafraum war, wirklich sinnvoll war; sofern dies die Anweisung war und man nicht – wie man eigentlich erwarten könnte – auf flache Zuspiele in den Rücken der Abwehr setzen wollte. Gegen die zahlreichen hohen Flanken (siehe unten) waren die Wolfsburger durch ihre Körpergröße und Kopfballstärke gegenüber den eher kleinen und/oder schmächtigen Nürnbergern klar im Vorteil.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Der Club schlug 24 Flanken. Das ist nicht nur Saisonrekord (bisheriger Bestwert: 23 gegen Hannover), sondern auch der höchste Wert seit dem 2:2 gegen die Würzburger Kickers vor mehr als zwei Jahren. Damals waren es 34.
  • Die 29,2% Flanken, die beim Mitspieler ankamen, sind auch Saisonbestwert. In der zweiten Liga lag der Durchschnittswert noch bei fast 40%.
  • Zum dritten Mal nach den Spielen in Dortmund und Leipzig in dieser Saison blieb der FCN ohne Schuss aufs Tor. Alle acht Versuche gingen neben oder über den Kasten. In den vorherigen drei Spielzeiten hatte der FCN insgesamt nur drei Spiele ohne Schuss aufs Tor (bei der 0:2 Niederlage bei 1860 München und in beiden Relegationsspielen gegen Frankfurt).
  • Die durchschnittliche Entfernung der in Richtung Tor abgegebenen Schüsse war fast 22,5 Meter. Höchstwert in den letzten beiden Spielzeiten. Der FCN hat unter Michael Köllner keines der Spiele und in den letzten Spielzeiten nur zwei Spiele gewonnen, bei denen die durchschnittliche Schussentfernung über 21 Meter lag.
  • Erstmals seit der Niederlage in Leipzig spielte der FCN wieder mehr als 10,5 Pässe pro Minute. Ein Wert, der bis zum Spiel in Leipzig nie unterschritten worden war und seitdem nie wieder übertroffen wurde.
  • Fast 80% der „progressiven Pässe“ kamen an. In den ersten vier Spielen der Saison war der Wert drei Mal über 80% gelegen, seitdem nie.
  • Misidjan Foul-Watch: Der Holländer wurde vier Mal gefoult, kommt somit auf 37 Fouls gegen sich in der Saison. Weiterhin Ligaspitze.

3. Fazit

Der Club verliert nicht unverdient, weil er offensiv zu harmlos blieb und defensiv einmal mehr nicht fehlerfrei. Sowohl Zahlen als auch Augenschein lassen leichte Verbesserungen erahnen: Das Spiel war etwas präziser, das Team etwas ballsicherer. Aber insgesamt reichte es selbst gegen eher biedere Wolfsburger nicht. Die nutzten zwei ihrer drei guten Torchancen, der Club erspielte sich in neunzig Minuten mit wohlwollender Betrachtung deren zwei. Doch es liegt in der Natur des Spiels, dass eine Mannschaft, die den Ball in 90 Minuten nicht einmal aufs Tor bringt, ein Spiel nicht gewinnen kann. Der Club rutscht mit der Niederlage nach Wochen des Verharrens auf Rang 15 auf einen Abstiegsplatz und wird diesen – sofern sich die offensiven Abläufe nicht massiv verbessern – nicht mehr verlassen.

4. Zahlen zum Spiel*

Nürnberg Wolfsburg
0 Tore 2
8 (0) Schüsse (aufs Tor) 10 (4)
42,7 Zweikämpfe (in %) 57,3
47,7 Ballbesitz (in %) 52,3
13 Fouls 13
6 Ecken 3
117,49 Laufstrecke (in km) 118,44
Pass-Statistiken
374 (78,4%) Pässe (erfolgreich) 433 (82,5%)
15,2% (61,4%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 10,2% (70,4%)
42,5% (73,6%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 35,1% (74,3%)
29,9% (82,1%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 39,9% (86,1%)
11,5% (86,1%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 14,1% (96,7%)
Nerd-Statistiken
0,54/0,8/0,57 Expected Goals 0,96/1,0/0,96
0,93 Expected Points 1,72
17,89/25,82 PPDA 6,59/6,38

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt nicht 100%, da ein Teil der Pässe doppelt (z.B. lang und seitwärts) kategorisiert wird und andere Kategorien der Erfassung, z.B. „progressive Pässe“ hier nicht aufgeführt werden. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – wird in der Reihenhfolge Wyscout/Understat angegeben.

5. Stimmen zum Spiel

Michael Köllner: „Wir haben uns nach der Abtastphase zu Beginn gut reingearbeitet, viel Aufwand betrieben und hatten durch Adam Zrelak eine gute Chance. Wir haben aber insgesamt im letzten Drittel die Entschlossenheit und Genauigkeit vermissen lassen. Auf dem Niveau werden Fehler einfach eiskalt bestraft. Wolfsburg hatte bis auf den Pfostenschuss eigentlich wenige Chancen, macht aber das Tor. Wir waren oft in der Box, haben unsere Chancen aber nicht klar zu Ende gespielt. So eine Niederlage tut natürlich weh. Aber die Mannschaft hat Charakter und eine top Mentalität und wir wieder zurückkommen.“

Bruno Labbadia: „Wir sind ganz ordentlich reingekommen, haben durch einfache Ballverluste den Gegner dann aber aufgebaut. Unser Positionsspiel war nicht gut, wir haben keine Tiefe geschaffen, und auch die Körpersprache vor der Pause hat mir nicht gefallen. Nach dem Wechsel hat es dann wesentlich besser geklappt. Wir haben heute gewiss nicht geglänzt. Trotzdem hat die Mannschaft die richtigen Lehren gezogen und eine klasse Reaktion gezeigt. Eine solche Erfahrung, auch nach einem nicht so guten Spiel, drei Punkte mitzunehmen, ist unheimlich wertvoll für uns. Deshalb war das heute in meinen Augen ein sehr bedeutender Sieg.“

Tim Leibold „Wir haben in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gezeigt, daran wollten wir in der zweiten Halbzeit anknüpfen. Wir haben versucht den Gegner zu Fehlern zu zwingen, das ist uns ansatzweise gelungen. Unsere Chancen waren dann aber am Ende zu harmlos. Aus dem Nichts fangen wir uns das 0:1, da haben wir viel zu naiv verteidigt. Dann rennt man einem Tor hinterher. Es nützt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Das Match-Glück müssen wir uns erarbeiten.“

Federico Palacios: „Die erste Halbzeit müssen wir die Konter besser ausspielen und ein Tor machen. In der zweiten Halbzeit kassieren wir das Tor zu einfach. Dem Rückstand hinterher zu laufen, macht’s dann schwierig. Heute war viel mehr drin, daher ist die Niederlage auch sehr ärgerlich.“

Wout Weghorst: „Das war nicht einfach. Viele Zweikämpfe und nicht der beste Fußball. Wir wussten aber vorher, dass das kein einfaches Spiel wird und dann haben wir das insgesamt gut gemacht.“

Daniel Ginczek: „Freitagabend, kalt, Flutlicht. Das ist natürlich ein schwieriges Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir wirklich Glück, dass wir mit 0:0 in die Halbzeit gehen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Schalter umgelegt und meiner Meinung nach verdient gewonnen. Es war zwar vielleicht ein bisschen Glück dabei und es fällt unter die Kategorie Arbeitssieg, aber solche Dinger musst du eben gewinnen.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Fabian Bredlow 3- 3 3 3 6,2/10
CU-Urteil: Kann beim 0:1 eventuell ahnen, dass Ginczek eigentlich nur diesen Schussweg frei hat, insgesamt aber dieses Mal ohne Aktien in den Gegentoren, zwei ordentliche Paraden.
Robert Bauer 4 4 5 4 6,3/10
CU-Urteil: Sogar mit etwas Offensivdrang, sieht beim 0:1 aber unglücklich aus, wenn auch weil Margreitter ihn abräumt.
Georg Margreitter 4 4 3 3 6,7/10
CU-Urteil: Die solide Leistung wird durch den doppelten Fehler vor dem 0:1 getrübt. Beim Pass auf Ginczek steht Margreitter zu tief, dann unterbricht er so ungestüm das Duell Bauer-Ginczek, dass er selbst wegfliegt und Bauer nicht an den Ball kommt.
Lukas Mühl 3 4 4 3 7,0/10
CU-Urteil: Grundsolide ohne große Ausreißer nach oben oder nach unten.
Tim Leibold 4- 4,5 5 5 5,9/10
CU-Urteil: Nach vorne wie hinten mit Fehlern in Sachen Stabilität und Präzision.
Virgil Misidjan 4 4,5 4 3 6,3/10
CU-Urteil: Wie immer bemüht und immer wieder Gefahr ausstrahlend. Suchte aber viel zu oft den Kontakt und lamentierte zu oft, nahm sich so einige mögliche Foulpfiffe selbst weg.
Simon Rhein 4 4 4 4 6,0/10
CU-Urteil: Anfangs nervös mit vielen unnötigen Fehlern. Mit zunehmendes Spieldauer immer aktiver und mit raumgewinnenden Bällen, allerdings blieben diese aber ineffektiv.
Ondrej Petrak 3- 3 3 4 6,6/10
CU-Urteil: Defensiv solide. Dazu nach vorne mit einige guten Vorstößen, hatte wahrscheinlich mit seinem Fernschuss noch die beste Chance des FCN.
Federico Palacios +5 5 4 5 5,9/10
CU-Urteil: Bemüht mit hartem Anlaufen seine Aufstellung zu rechtfertigen. Setzte aber nach vorne keinerlei Akzente.
Matheus Pereira 4 3,5 4 3 5,9/10
CU-Urteil: Mit vielen guten Ansätzen, suchte etwas hastig den Abschluss.
Adam Zrelak 4- 5 4 4 7,0/10
CU-Urteil: Arbeitete sich in vorderster Linie auf, kam aber – außer bei seinem Abseitstor – überhaupt nicht zum Abschluss.
Mikael Ishak 4 4 5,9/10
CU-Urteil: Kam nach 71 Minuten für Pereira. War sofort präsent, indem er Bälle hielt und Gegner band. Blieb aber offensiv insgesamt auch wirkungslos.
Sebastian Kerk 6,1/10
CU-Urteil: Ersetzte Rhein nach 81 Minuten. Fand aber fast gar nicht statt.
Patrick Erras 6,1/10
CU-Urteil: Kam in der 88. Minute für Palacios. Fiel nicht weiter auf.

20 Gedanken zu „Analyse: Null Schüsse für null Punkte

  • Was ist eigentlich mit Margreitter los irgendwie leistet er sich in jedem Spiel einen Bock oder auch mehrere Böcke die zu direkten Gegentoren führen. Irgendwie wirkt er gefühlt in der Abwehr zwar alternativlos, aber ist er das wirklich? …aber was bringts das beschreibt das Niveau der kompletten Abwehrkette von links bis rechts.
    Vielleicht liegt es auch am Trainer, ich habe es schon einige male geschrieben in der Abwehr bei uns stimmt es einfach gewaltig nicht, das geht zu leicht für den Gegner und das schon lange. Da kann sich Gladbach jetzt schon freuen auf Dienstag im Duell mit den Bayern um Platz 2 das Torverhältnis zu sichern. Ich bleibe dabei das ist eine „Naivabwehr“ nicht bundesligareif.

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    • Ich hoffe mal, dass Ewerton jetzt noch zwei Spiele bekommt und zur Rückrunde dann wieder komplett fit ist. In der Form vom letzten Jahr könnte das die Defensive enorm stabilisieren. Und Mathenia strahlt wohl trotz allem auch mehr Sicherheit auf seine Vorderleute aus als Bredlow.
      Dann hoffentlich noch eine baldige Rückkehr von Löwen und Valentini.
      Klar wird das brutal schwer, aber wenn wir in der Rückrunde weniger Verletzungspech haben, sind wir auch mit dieser Mannschaft nicht komplett chancenlos.
      Und viele dieser Spieler würden wahrscheinlich zur Not auch mit in Liga 2 gehen.
      Ich bin vollkommen einverstanden damit, dass es in unserer Situation keine bessere Alternative gibt, als auf die Kontinuität der Arbeit von Köllner und Bornemann zu setzen und diesen auch den einen oder anderen Fehler einzugestehen.

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  • Unser Kader ist nicht Erstliga tauglich. Bitter. Dass wir noch nicht fest zementiert die Tabelle von unten anführen, liegt ausschließlich an der Konkurrenz. Die trotz erheblich teurerer Kader beinahe ebenso konstant schwach punktet.

    Dass wir so schwach sind, darf nicht verwundern. Ziel war es ein Team zu bilden, ohne in jedwedes finanzielles Risiko (#Bader) zu gehen. Die DFL-Auflagen und das Zittern um die Lizenz noch vor Augen (#Bader). Ausdrücklich auch auf die Gefahr des sofortigen Wiederabstiegs hin. Ein Ziel, dass definitiv nicht sexy ist. Jedoch vernünftig. Natürlich würde uns der Klassenerhalt unserer monetären Sorgen größtenteils entledigen. Theoretisch. Doch in welcher Größenordnung hätte der Club in Neuzugänge investieren müssen, um den Klassenerhalt zu garantieren? Unbezahlbar. Erst Recht mit der Gefahr des Abstiegs bei dann gigantischen Schulden.

    Wie also zu Winterpause reagieren? Neuer Trainer? Neue Spieler? Den Klassenerhalt verstärkt anpacken oder gleich mit genügend zeitlichem Vorlauf den sofortigen Wiederaufstieg?

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  • “Der Club rutscht mit der Niederlage nach Wochen des Verharrens auf Rang 15 auf einen Abstiegsplatz und wird diesen – sofern sich die offensiven Abläufe nicht massiv verbessern – nicht mehr verlassen.“

    Damit ist alles gesagt…
    … ich halte gar nix von Köllners Wichtel-Ansatz in der Offensive…alle <= 1,70 m.
    Ohne massiven Körpereinsatz schiesst du in Liga 1 kein Tor…

    Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob Köllner mit dem ständigen Rotieren nicht mehr kaputt macht als gewinnt.

    Die Saison ist noch lang und wird wahrscheinlich so bitter, dass viele Clubfans danach erst mal ne Pause brauchen vom FCN.

    Aber hey ist nur Fussball.

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    Antwort
    • Bei Dortmund spielen Reus, Sancho, Pulisic, Paco und Götze vorne drinnen, so schlecht scheinen die mit ihren „Wichteln“ nicht zu fahren… Zrelak ist deutlich größer und wuchtiger als alle davon, ich gehe also davon aus, dass es doch auf die fußballerische Klasse und nicht auf die Größe ankommt.

      In Punkto Rotation bin ich bei dir – natürlich kann man sich auf den jeweiligen Gegner einstellen, aber aktuell schaut das eher nach hilflosem Ausprobieren aus. Wobei: Wie fit Kerk und Ishak sind, können wir als Außenstehende halt auch nicht einschätzen.

      Ich hoffe, dass nach der Winterpause alle an Bord sind und wir eine erste Elf finden, mit der wir unser Spiel durchziehen können. Man hat ja jetzt an einigen Spielen gesehen, dass wir trotz einiger Unzulänglichkeiten nicht weit weg sind von der direkten Konkurrenz.

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      • „… Bei Dortmund spielen Reus, Sancho, Pulisic, Paco und Götze vorne drinnen, so schlecht scheinen die mit ihren „Wichteln“ nicht zu fahren…“

        unsere Wichtel heissen Perrera (wer?), Palcisios, Kerk, Misidjan, Kubo…
        –> da liegen Welten zwischen den Wichteln des BVB und den unseren…

        natürlich kann man sagen.. das „Wichteln“ ist unser Ding…
        aber bei uns wird eben nicht zu Ende gewichtelt… der hohe Ball in die Mitte ist auch bei der Wichtelkombo zumeist das Mittel der Wahl… und da haben wir dann keinen Abnehmer/Kopfballstümer.
        Zrelak ist der nicht und warum Köllner einen fitten Ishak – unseren besten Stürmer – nicht aufstellt, erschliesst sich mir nicht und ist für mich nicht auch in keinster Weise nachvollziehbar.

        @Bornemann
        macht einen super Job im TV. kommt kompetent und sympathisch rüber. was er sagt lässt die grosskopferten dann zumindest mal ein wenig innehalten..
        cool reagiert er insbesondere auf diesen bräsigen (Schalke?)Reporter (was für ein Arsch!), der nach neben Reif sitzt..

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        Antwort
  • Die Club-Offensive ist schwach, aber das größere Problem ist für mich die Defensive. Kein anderes Team hat ja mehr Gegentore kassiert, noch dazu zum Teil so haarsträubende.

    Auch gegen Wolfsburg hat es doch offensiv deutlich besser ausgesehen als in einigen Spielen zuvor – aber nur solange es noch 0-0 stand. Hätten wir gegen die offensiv relativ harmlosen Wölfe hinten die Null gehalten, wären durchaus 3 Punkte möglich gewesen.

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  • Bornemann in Sport1 Live
    Er kommt ja wirklich sympathisch und kompetent rüber
    Aber seine Aussage zu Beginn der Sendung “ unser Trainer ist wirklich ein sehr guter Trainer“ zeigt mir, dass sich auf dieser Position nichts verändern wird.

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    Antwort
    • Sehe auch nicht WER ihn ersetzen soll. Köllner weg ist ja nur die Hälfte der Aktion dann kommen Abfindung und wer wird neuer Trainer bezahlbar noch dazu. Von allen die Köllner in Frage stellen, habe ich bislang noch keinen einzigen gelesen der auch sagt wer es nach Köllner machen soll. Korkut oder wenn wollt ihr denn?

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      Antwort
      • Korkut hat immerhin den VfB in der Liga gehalten.
        Aber ich sehe ihn jetzt auch nur als Feuerwehrmann. Das passt nicht wirklich.
        Es ist auch nicht der Mensch MK der mich stört, sondern das er wie hier bereits beschrieben, keinen wirklichen Plan hat und wie in der Schule im Chemieunterricht zu viel rumexperimentiert und hofft es exploriert nichts.

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        Antwort
      • Was macht es für einen Sinn, jetzt 100 Namen von möglichen Trainern hier herunterzubeten? Fakt ist doch, dass es mit MK definitiv in die 2.Liga zurückgeht. Insofern ist ein Wechsel obligatorisch. Wer mit einer limitierten Truppe nicht einmal auf Standards setzt, der zeigt m.E., dass er vielleicht ein „wirklich sehr guter Trainer“ ist, aber eben nur im NLZ oder der 2.Liga. Einen Keller hätte ich mir vor 2 Wochen, vor seiner Unterschrift in Ingolstadt z.B. sehr gut vorstellen können. Er kennt die 1.Liga und wäre v.a. auch für die 2.Liga erfolgversprechend gewesen. Nur um eine Namen zu nennen. Aber wenn man Bornemann nicht zutraut, einen adäquaten Ersatz für einen jungen Trainer wie MK zu finden, dass sollte man vielleicht auch ihn hinterfragen.

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        Antwort
  • Es liegt nicht nur an der Naivabwehr. Spieler wie Pereira, Zrelak, Palacios, Petrak
    (die Vertragsverlängerung ist mir ein Rätsel) sind allenfalls Zweitliga-Durchschnitt und stehen in der Startelf. Köllner stellt fast jeden Spieltag eine andere Elf auf. Es ist keine Konstanz zu erkennen, sondern ein teilweise wild zusammengewürfelter Haufen ohne Spielidee. Während des Spiels reagiert Köllner zu spät (Ausnahme Augsburg). Ich weiß nicht auf welch hohem Ross Köllner sitzt, dass ihn keiner in die Schranken weist, stattdessen bekommt Köllner eine Jobgarantie von Bornemann. Der Club ist jetzt noch auf Schlagdistanz zum rettenden Ufer, aber Bornemann muss Köllner endlich klar machen, dass auch er liefern muss. Das Spieler wie Kerk, Kubo, Ewerton, Ishak und Erras auf der Bank sitzen, bezeichne ich als Größenwahn. Mir als Fan reißt irgendwann der Geduldsfaden.

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    Antwort
  • Wer hätte vor der Saison gedacht, dass „vier Punkte hinter Schalke“ zu diesem Zeitpunkt Anlass zur Sorge sein könnte? Ich nicht.

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    Antwort
  • Ich verstehe den Ansatz durchaus, sich mit einer individuellen Aufstellung an den jeweiligen Gegner anpassen zu wollen, aber ich glaube unterm Strich fährt man mit einem eingespielten Team besser. Man muss es halt dann richtig zusammenstellen, die richtige Mischung finden.

    Das ist aber natürlich nicht einfach, wenn ständig wichtige Stammspieler verletzt sind.

    Es wird für meinen Geschmack schon zu viel rotiert, aber eine feste Stammelf können wir derzeit halt auch nicht stellen.

    Einen Trainerwechsel halte ich aber für falsch. Das wäre nur ein Thema, wenn die Mannschaft gegen den Trainer arbeiten würde und er keinen Zugriff mehr hätte. Das Innenleben der Mannschaft scheint aber völlig intakt zu sein.

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    Antwort
  • Ich bleibe dabei: auch wenn wir keinen Punkt mitgenommen haben, die Einstellung, die Laufbereitschaft, das Tempo hat alles gepasst. Was fehlt ist der direkte Zug zum Tor, ein käftiger Schluck aus der Zielwasserpulle würde auch gut tun, vor allem Perreira, der ein paarmal in den Himmel geschossen hat. Es wäre mehr drin gewesen gegen diese VWler.

    Ich hoffe, dass nach der Winterpause die Stammkräfte Valentini, Ishak, Behrens wieder fit sind und den kleinen Unterschied machen. Bei den anderen muss das Trainerteam weiter an den Motivationsschrauben und der Präzision im Abschluss drehen.

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    Antwort
  • Also, mit nur 42,7 Prozent gewonnenen Zweikämpfen schrillen bei mir die Alarmglocken.
    Bei keinem einzigen Schuss aufs Tor ebenso. Mit solchen Daten und der chronischen Schönrederei durch die Herren Bornemann und Köllner kommen wir da unten nicht mehr raus!!
    Beim Stand von 0 : 1 den Defensivmann Erras zu bringen, spricht Bände.
    Unseren besten Angreifer Ishak 70 Minuten schmoren zu lassen – ohne Worte.
    Wie sollen wir uns mit dieser sportlichen Kompetenz aus dem Tabellenkeller herausarbeiten ?

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    Antwort
    • Mehr als 43% Zweikämpfe gegen die individuelle Klasse der Wolfsburger zu gewinnen, ist schwierig.
      8 Torschüsse an sich ist eigentlich halbwegs in Ordnung, Zielwasser freilich von Nöten, lässt sich aber leider nicht befehlen oder einfach herbeitrainieren.
      Wenn man kurz vor Schluss 0:1 zurück liegt, ist es sinnvoll, große Leut nach vorne zu schicken und gleichzeitig für die nötige Restabsicherung zu sorgen (kann halt nicht immer klappen).
      Bei einem 0:1 in der 58. Minute noch etwas abzuwarten, bevor man das bis dahin recht ordentliche Gefüge verändert, finde ich verständlich.
      Aus all dem „Alarmglocken“, „Schönrederei“ oder „sportliche Inkompetenz“ abzuleiten, ist sehr fragwürdig.

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      Antwort
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