Null Tore, null Chance

„Die Nachspielzeit ist angebrochen und die Gäste versuchen’s nochmal“, sagt der Mann im Fernseher. „Vielleicht gelingt ihnen ja noch ein Treffer, das wäre ja schon mal was für die Nürnberger, die, wenn sie heute wieder ohne Torerfolg bleiben, in drei Spielen in Folge kein Tor erzielt haben…“

 

„Wann hat unsere Mannschaft eigentlich das letzte Mal ein Tor herausgespielt?“

 

„Gegen Leverkusen. Margreitters 1:1 kurz vor Spielende.“

 

„Zählt nicht, mein Sohn. Das war nicht herausgespielt. Das war ein Schuss nach einer Ecke. Noch dazu ein abgefälschter.“

 

„Dann muss ich nachdenken.“

 

„Tja.“

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick.]

30 Gedanken zu „Null Tore, null Chance

  • Die letzten zwei herausgespielten Tore: Das 1-1 in Augsburg (Fuchs) sowie das 1-2 gegen Schalke (Palacios). Danach kam tatsächlich nix mehr.

    Eine ebenfalls interessante Frage: Wann hat der Club zuletzt ein Tor kassiert, dem kein grober Abwehr- bzw. Torwartschnitzer vorausging?

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  • Also diese Betrachtungsweise ist mir zu versnobt.
    Da zählen ja die meisten Tore gegen uns auch nicht-die waren ja nicht herausgespielt, die waren ja nach unseren Fehlern!
    Da könnte man auch behaupten: gegen den Club ist es schwer heraus gespielte Tore zu erzielen.
    Hauptsache Tore-wie ist erstmal sekundär

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    • @Christian-Berlin:

      Die letzten drei Tore, die der Club gekriegt hat, waren alle sauber rausgespielt. Das waren Tore, bei denen man sagt: Das war gut gespielt. Natürlich geschah das Herauspielen der Tores unter Ausnutzung von Fehlern des Clubs (in diesen Fällen Ballverlust plus mangelnde Absicherung des Rückraums), aber dass Tore nur (oder fast nur) dann fallen, wenn die andere Mannschaft einen Fehler macht, ist eine Binse.

      Das letzte Tor des Clubs war eine abgefälschte Gurke, ein Glückstor. In den letzten drei Spielen, also in 270 plus x Spielminuten, hat der Club nicht einmal ein Gurkentor erzielt. Ich bemängele das, und dass dieses Bemängeln als „versnobt“ bezeichnet wird, wundert mich nicht, denn es tummeln sich hier einige, die ein gestörtes Verhältnis zum Leistungsgedanken haben.

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      • @belschanov
        das versnobt bezieht sich auf die Haltung der zwei Bären.Die bemängeln nicht die Abwesenheit von Gurkentoren, oder 270 Minuten ohne Glückstor/Gurkentor.
        Insofern geht es in deiner Vater Sohn Geschichte um einen Fußballästheten der einfache Tore nicht billigen kann und dem ich eine gestörtes Sichtweise im Bezug auf den Club und dessen Möglichkeiten nachsagen würde.
        Inwiefern Tore nach Ecken nicht herausgespielt sein können erschließt sich mir nicht, aber egal.

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        • Im Übrigen haben nicht „Einige“ ein gestörtes Verhältnis zum Leistungsgedanken-sie sind eventuell nur nicht persönlich beleidigt, wenn der Club nicht gewinnt.Das ist ein Unterschied und bei vielen Kommentaren hat man leider das Gefühl irgend ein Trainer,Vorstand oder Spieler hätte sie persönlich beleidigt.

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      • Guten Abend,

        anstatt den anhaltenden (und erwartbaren) Misserfolg mit recht grobkörnigen und schlecht gelaunten Konzepten wie dem (fehlenden) „Leistungsgedanken“ zu erklären, schlage ich zur Erleichterung eine existenzphilosophische Perspektive einzunehmen vor: „[B]ei einem Fußballspiel kompliziert sich […] alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft“, erinnert uns J.P. Sartre, während A. Camus mit dem Satz aktenkundig ist, er habe beim Fußball sofort begriffen, „dass der Ball nie [sic!] so auf einen zukommt, wie man es erwartet.“ (Zitate und thematische Vertiefungen unter https://www.praefaktisch.de/fussball/fussball-als-existenzielle-kontingenzperformanz/). So schaut es wohl aus: Ist halt immer eine gegnerische Mannschaft mit auf dem Platz; und der Ball kommt nie wie erwartet. Legt man dies zugrunde (und berücksichtigt dann noch, dass es nur Fußball ist), wird einem gleich leichter ums Gemüt.

        Frohe Weihnachten!
        Und sicher schlagen wir den SC!

        Klaus Maiwald

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        • @Klaus Maiwald:

          „[B]ei einem Fußballspiel kompliziert sich […] alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft“

          Das ist wohl wahr. Wobei (den Fall des Unentschiedens vernachlässige ich) zu ergänzen wäre: Für die eine Mannschaft mehr, für die andere weniger…

          Bleibt zu hoffen, dass der Club im anstehenden Heimspiel gegen den SC Freiburg endlich mal wieder die „andere“ Mannschaft ist.

          In diesem Sinne Frohe Weihnachten,
          belschanov

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  • Gerade nach der Kurzanalyse von totalbeglubbt noch den Fortunatalk angehört. Schön, mal wieder gut gelaunte Stimmen zu hören. Auch ganz interessant wie sie analysierten wie Funkel Dortmund geknackt hat.

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  • Ich sehe es auch so, dass man schon sagen darf, was offensichtliche Mängel sind. Und dazu gehören definitiv die fehlenden eigenen Tore. Hier kann man auch nicht sagen, dass das nur Pech ist, denn es werden einfach zu wenig Chancen erarbeitet. Der Druck auf die Defensive, die auch so schon am Limit ist, wird dadurch noch größer, weil ein Gegentor kaum noch ausgeglichen werden kann.
    Also was tun? Mehr für die Offensive tun und eventuell mehr Konter riskieren? Oder hinten Beton anrühren, damit vielleicht doch mal die Null steht?
    Nicht leicht für einen Trainer, der muss dann eben schauen was ihm die Spieler zeigen (und er sieht auch das Training) und dementsprechend eine Taktik und Aufstellung vorgeben.
    Nachdem das letzte Spiel vor der Winterpause ein Heinspielen gegen eine Mannschaft ist, die auch nach unten schaut gilt es aber auf jeden Fall vollen Einsatz zeigen, die Fans damit im Rücken haben und dann hoffentlich was zählbares mit unter den Weihnachtsbaum legen.
    Danach steht die Vorbereitung auf die Rückreise an und dabei kann sich jeder Spieler wieder Chancen ausrechnen, wenn er Trainingsleistung zeigt – das ist der Vorteil an der Köllnerrotation.

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  • Koaktuell
    SCF 1 – H96 1
    wenn es so bleibt, gilt:
    Die Tabelle lügt nicht.
    Auch wenn es vielen hier nicht gefällt, wenn man die Dinge beim Namen nennt.
    Die Mannschaft des FCN liefert in den.letzten Spielen einfach grottige Leistungen ab und steht aktuell zurecht ganz im Süden der Tabelle.
    Und damit ist Kritik zulässig.
    Und kommt mir niemand mit Matchglück und sonstigen “weichen“ Kriterien.
    Die Mannschaft hat 0,0 Punch nach vorne und macht nach hinten viel zu viele Fehler.
    So machen wir jedenfalls nicht mehr genügend, um da unten wieder rauszukommen.
    Und nein, ich fühle mich nicht persönlich beleidigt. Aber die nächste Auswärtsfahrt überlege ich mir genau. Dazu bietet die Erfahrung in Gladbach einfach Anlass genug.

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    • Als würden wir keine wirklich und tatsächlich „grottigen“ Leistungen aus der FCN-Geschichte kennen.
      Klar sind wir dann Letzter, aber sollen wir tun? „MEHR PUNCH!!!“ Ja gut, aber wie.. „VIEL WENIGER FEHLER!!!“ Naja, daran wird doch.. „MEHR MACHEN!!!“ Aber alle versuchen doch.. „MEHR PUNKTE!!!“ Wollen wir doch.. „KAMBFGAISD!!! — UND AIER!!!“ Und dann leffds? „Fraalä..“

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      • Mehr ‚Aier‘ will in Zeiten ausufernder Lebensmittelskandale wohlüberlegt sein.

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    • Aktuell hat der Club vier Punkte Abstand auf Platz 13… am 16.Spieltag 53.Minute…
      Es kann doch sein das die Schwächephase vom Club jetzt ist ,ohne das viel passiert ist, und die der Anderen erst noch so richtig kommt und eventuell zu einem Zeitpunkt an dem es nicht mehr viel zu retten ist.

      Das Kritik nicht erlaubt oder zulässig ist hat niemand behauptet.

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      • Ja, kann sein – wenn sich beim Club aber nichts ändert, hilft uns die zukünftige Schwächephase der anderen auch nicht.

        Ich habe schon das Gefühl, das sich die Argumente auch hier im Kreis drehen, die Rahmenbedingungen
        sind eben so wie sie sind und einen leichten Ausweg gibt es nicht. Das ist es dann auch, was mich
        in der momentanen Situation ein Stückweit hoffungs- und ratlos zurücklässt…keine Ahnung wie das
        im Januar werden soll. An ein Wunder mag ich irgendwie nicht glauben, auch wenn ich es mir wünsche.

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  • Leider, hatten die anderen Mannschaften schon ihre Schwächephase, sonst wäre der Club viel früher schon Letzter, trotz eines sehr guten Trainers (lt. Bornemann).

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  • Hmm.. verloren haben wir bisher gegen die derzeit Plätze 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 14 (S04), 16 (VfB). Die meisten dieser Spiele waren auswärts. In allen anderen Spielen haben wir gepunktet und hätten beim ein oder anderen Remis mit ETWAS Glück sogar gewonnen. Irgendwie finde ich das doch sehr normal und also verständlich angesichts unserer Voraussetzungen (ja, die sind und bleiben wirklich deutlich schwieriger als bei anderen, es ist halt so und kein Spieler oder Trainer, der das auch mal anmerkt, nimmt das zum Anlass, deshalb weniger motiviert und akribisch zu arbeiten, weder im Training noch im Spiel). Ich erlaube mir daher, auf jedwede Hysterie zu verzichten, lasse jeden, der meint, damit was zu verbessern/verändern/erklären, weiter schimpfen und zetern und fordern, und hoffe einfach auf die Rückrunde mit langen Trainingseinheiten davor und wieder mehr gesunden Spielern auf dem Platz. Und zunächst natürlich auf einen Heimsieg gegen Rang 12. Wir werden eh sehen, was passiert.

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    • In den ersten 8 Spielen der Hinrunde holte der Club 8 Punkte.
      In den weiteren 8 Spielen bis heute gerade mal 3 Punkte.

      Die häufig bemühten Verweise auf die schwierigeren Voraussetzungen (die es freilich gibt) verstehe ich nicht. Sind die Voraussetzungen nach 8 Spielen noch schwieriger geworden? Sicher nicht.
      Wenn ich aufsteige, muss der eigene Anspruch doch der Klassenerhalt sein, damit verbunden als minimalste Voraussetzung der Punkteschnitt der ersten acht Spiele: 1P/ Spiel.

      Die Frage die man stellen muss und darf, und darauf zielt belschanov ebenfalls ab, lautet:
      Was muss man verändern, um wieder regelmäßiger zu punkten, um wieder Tore zu schießen?
      Und noch konkreter:
      Wie gelingt es, Freiburg in die Knie zu zwingen?

      Da sind mir Antworten wie „mit ein bisschen mehr Glück“ (mit weniger Glück gewinnen wir kein Spiel), „Verletzungspech“ (hatten wir zu Beginn der Saison auch schon im Gepäck), „ein Dortmund-Spieler hat den Marktwert des gesamten Kaders“ (gilt für Düsseldorfs Kader ebenso, dennoch haben sie Dortmund niedergerungen, den Marktwert pulverisiert und ihren gesteigert) zu dünn…

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      • Glaubst Du wirklich, diese Fragen stellen sich nur die warnenden-mahnenden-schimpfenden Fans? Und haben gleichzeitig die sinnvollsten Antworten darauf?

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        • Warnend-mahnend-schimfend sind wir alle, unterschiedlich nur in der Ausrichtung.

          Aber völlig richtig:
          Diese Fragen stellen viele.

          Ich wünsche mir, dass MK darauf eine Antwort findet.

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          • Das die Objektivität bei Fans gelegentlich abhanden kommt, konnte man heute erst wieder sehen:
            Ein riesen Banner vor der Bayernkurve: gegen den modernen Fußball
            Wer glauben die eigentlich wer sie sind?

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  • Nach dem kraftlosen Auftritt und der Heimpleite gegen Stuttgart orakelte ich, dass unterm Weihnachtsbaum für den Club hübsch verpackt die Rote Laterne steht.

    Gut. Dann haben wir sie halt jetzt schon.
    Und damit einen Spieltag mehr, da unten wieder raus zu kommen.

    Klappt ganz einfach:
    11 Sallis müsst ihr sein…

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  • Ich tät ja gern mitdischgriern, nur: mir fällt absolut nix ein. Naja, ein Sieg gegen Fallburg wär natürlich schon schön.

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  • Man könnnte der kriechenden Resignation der roten Laterne (zu Weihnachten sind roten Laternen sogar trendy) ganz simple entgegenwirken. Einfach 3 Punkte gegen Freiburg. Und um Streich aus dem Gleichgewicht zu bringen, ziehen alle im Stadion Verbeek Masken auf.

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  • Mut machender Tweet eines Freiburgfans:
    Düsseldorf.Letzter.Dann kommen wir.Hannover.Letzter.Dann kommen wir.Nürnberg.Letzter.Ihr könnt Euch schon mal freuen.#Weihnachten#Geschenke#scf#scfh96

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  • Gegen Freiburg erwarte ich jetzt endlich mal einen 3er!!

    Da lasse ich keine Ausreden mehr gelten!

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    • Schön wäre es schon,
      klingt aber halt wie in der Beschwerdeabteilung einer Kundenhotline

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