Analyse: Restabsicherung gibt den Rest #FCN #BMGFCN

Analyse zu Borussia Mönchengladbach – 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0) – Der Club verliert ein Spiel, das er nicht verlieren hätte müssen, weil die „Restabsicherung“ versagt.
1. Aufstellung und Formation
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung und Formationen

Abb.1: Ungefähre Startformation

Michael Köllner änderte die Startformation im Vergleich zum Freitag lediglich zwei Mal, davon nur einmal freiwillig: Simon Rhein wanderte von der Startelf auf die Tribüne, dafür ging Alexander Fuchs den umgekehrten Weg. Verletzungsbedingt verzichten musste der Coach auf Robert Bauer, den Kevin Goden auf der Rechtsverteidigerposition ersetzte. Den durch Bauers Ausfall freigewordenen Kaderplatz übernahm Salli, gleichzeitig fehlte auch Mikael Ishak kurzfristig verletzungsbedingt, seinen Platz auf der Bank nahm Törles Knöll ein.

In Sachen Grundordnung variierte Michael Köllner dagegen. Setzte erstmals seit der Anfangsphase der Saison wieder auf ein klar erkennbares 4-1-4-1 mit Petrak auf der Sechserposition und Fuchs und Palacios davor im Zentrum. Die Idee mit zwei starken Läufern und aggressiven Pressingspielern das Zentrum zu verdichten und den Aufbau der Gastgeber zu zerstören, leuchtete auf dem Papier ein. Gleichzeitig bedeutete die Entscheidung gegen Kubo im Zentrum aber, dass die Außen Misidjan und Pereira und Stürmer Zrelak in den Zuspielen zum Teil arg von Zuspielen aus dem Zentrum abgeschnitten waren.

Über weite Strecken des Spiels klappte das Unterbinden der Angriffe der Gladbacher durchaus. Aus dem Spiel heraus brachten die Gladbacher genau zwei Schüsse auf das Tor von Fabian Bredlow, beide landeten im Tor. In der Vorwärtsbewegung kam der Club früh zu einer Großchance, bei der erst Fuchs die Latte traf und dann Zrelak nicht schnell genug an den Abpraller kam, so dass Sommer klären konnte. Es folgten auf diese beiden Schüsse aber nur noch vier weitere, keiner davon in der ersten Halbzeit, nur einer ging aufs Tor.

Abb.2: Ungefähre Formation bei Spielende

In der Pause musste Coach Köllner dann umstellen, mit Kevin Goden hatte sich auch der dritte Rechtsverteidiger im Kader verletzt und so musste Lukas Mühl die ungewohnte Rolle außen in der Viererkette übernehmen, während Ewerton eingewechselt wurde, um Mühls Platz in der Innenverteidigung zu übernehmen. Kurz nach der Pause fiel das erste Gegentor, ein offensiver Freistoß des FCN wurde von Gladbach geklärt und der anschließende Konter zum 1:0 durch Hazard verwertet.

Köllner tauschte spät noch zwei weitere Male, brachte in der 73. Minute Salli für Misidjan. Der Kameruner kam zum ersten Einsatz seit dem ersten Spieltag. Dies war ein positionsgetreuer Wechsel. In der 81. Minute kam dann Knöll für Pereira. Knöll rückte ins Sturmzentrum, Zrelak dafür auf den Flügel, wo zuvor Pereira gespielt hatte.
Veränderungen im Offensivspiel brachte das alles nicht. Der letzte Schuss in Richtung Tor rührte aus der 62. Minute als Ewerton eine Leibold-Ecke weit neben das Tor setzte. Stattdessen erzielte Gladbach spät das 2:0. Dem Tor war ein Nürnberger Standard vorausgegangen.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Nach dem Spiel machte schnell der Begriff der „Restabsicherung“ die Runde. Diese habe zweimal versagt und so sei man zweimal nach eigenem Standard in einen Konter gelaufen. Um zu diesem Schluss zu kommen, bedarf es keiner großen taktischen Analyse. Es war augenscheinlich. Und das nicht zum ersten Mal. Egal ob Lukebakios Großchance im Heimspiel gegen Düsseldorf, das 0:3 in Dortmund, die Situation vor Leibolds Platzverweis in Leipzig oder Bellarabis von der Pfütze vereitelte Großchance gegen Leverkusen, immer wieder war ein eigener Standard der Ausgangspunkt.

Man kann das sicherlich leicht esoterisch-linguistisch betrachten und finden, dass die Bezeichnung „Restabsicherung“ impliziert, dass es da um den unwichtigen Rest gehe, was automatisch dazu führt, dass die Spieler weniger Augenmerk auf den Vorgang legen und möglicherweise wäre „Konterabsicherung bei Standards“ tatsächlich der bessere Begriff. Gleichzeitig geht es aber nicht um solche psychologischen Petitessen, sondern darum, dass der Club in Gladbach bereits das siebte Kontergegentor kassierte.

Dies bedeutet zwei Dinge: Zum einen verliert der Club im Aufbau zu oft Bälle in anfälligen Positionen verliert – wie eben bei Standards. Zum anderen heißt das aber auch, dass die Staffelung hinter dem Ball extrem ausbaufähig ist. Während sich Konter aus dem Spiel nicht immer verhindern lassen, ist dies bei Standards durchaus anders, hier lassen sich Automatismen und Anweisungen durchaus so strukturieren, dass die Spieler eher in der Lage sind, einen aus einem Ballverlust entstehenden Angriff zu verteidigen. Noch einfacher wären derartige Gegentore natürlich zu vermeiden, indem man aus den eigenen Standards selbst Tore erzielt.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Erst zum vierten Mal in dieser Saison (vorher in Berlin und Gelsenkirchen sowie zu Hause gegen Mainz) konnte der Club mehr als fünf Pässe pro Ballbesitzphase spielen
  • Das lag auch daran, dass Gladbachs Pressingdruck der drittgeringste eines FCN-Gegners war. Nur Hannover und Mainz hatten noch höhere PPDA-Werte
  • In der Vorwoche noch die weiteste Schussentfernung der Saison, in Gladbach nun die kürzeste. 13,7 Meter vom Tor weg zog der FCN im Schnitt ab. Allerdings waren es eben insgesamt auch nur sechs Schüsse.
  • Laufstärkster Spieler auf dem Platz natürlich Duracell-Hase Alexander Fuchs mit 12,83 Kilometern, direkt dahinter Federico Palacios mit 12,74 Kilometern.
  • Insgesamt zehn Konterangriffe der Borussia notiert Wyscout. Das ist der höchste Wert eines FCN-Gegners in dieser Saison.
  • Nach 16 Spieltagen ist der Club in der Kategorie „progressive Pässe“, also Pässe mit mehr als zehn Metern Raumgewinn oder in den Strafraum Letzter. Keine 65 Pässe pro 90 Minuten schafft der FCN. Zum Vergleich: Bremen als Zweiter in dieser Kategorie spielt 93 derartige Pässe.
  • Darüber hinaus ist der FCN in dieser Kategorie auch noch Letzter in Sachen Genauigkeit. Als einziges Team hat der Club in dieser Kategorie eine Passquote unter 70%.
  • Misidjan-Foul-Watch: Gladbach kam ohne Foul gegen den Niederländer aus. Damit bleibt er bei 37 Fouls gegen sich stehen. Eines weniger als Maximilian Arnold erleiden musste.

3. Fazit

Der Club bleibt offensiv über weite Strecken harmlos, obwohl es erste Ansätze einer Verbesserung zu verzeichnen gibt. Das Genick bricht dem Club in Gladbach aber die Konteranfälligkeit bei eigenen Standards. Nach 16 Spieltagen ist der FCN Tabellenletzter, angesichts der Leistungen der letzten Wochen eine realistische Position.

4. Zahlen zum Spiel*

Gladbach Nürnberg
2 Tore 0
13 (4) Schüsse (aufs Tor) 6 (2)
54,5 Zweikämpfe (in %) 45,5
50,52 Ballbesitz (in %) 49,48
6 Fouls 19
6 Ecken 7
121,36 Laufstrecke (in km) 123,74
Pass-Statistiken
517 (87,2%) Pässe (erfolgreich) 447 (86,4%)
6,8% (62,9%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 10,9% (44,9%)
31,1% (80,8%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 33,1% (75,7%)
45,3% (91,5%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 38,9% (91,4%)
11,8% (95,1%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 14,3% (96,9%)
18,4% (75,8%) Anteil progressive Pässe (erfolgreich) 14,5% (75,4%)
Nerd-Statistiken
3,04/3,0/3,41 Expected Goals 1,28/1,0/1,05
2,80 Expected Points 0,13
16,05/17,94 PPDA 14,33/16,95

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt nicht 100%, da manche Pässe doppelt kategorisiert (z.B. „lang“ und „seitwärts“ oder „progressiv“ und „vorwärts“) werden. Die Bezeichnung „progressiver Pass“ umfasst alle Pässe, die mehr als zehn Meter Raumgewinn erzielen oder im Strafraum ankommen. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – wird in der Reihenfolge Wyscout/Understat angegeben.

5. Stimmen zum Spiel

Michael Köllner: „Wir haben in dieses Spiel viel investiert, hätten am Anfang in Führung gehen müssen. Da haben wir es verpasst, auf der Anzeigentafel ein Zeichen zu setzen. Taktisch und läuferisch haben wir uns gut präsentiert. Für mich war die Szene vor dem 0:1 spielentscheidend. Es ist ärgerlich, dass uns vor dem Freistoß da der Vorteil abgepfiffen wurde. Das verstehe ich nicht. Was die Mannschaft heute gezeigt hat, war eine super Leistung. Wir waren drauf und dran, zumindest ein Unentschieden zu holen. Jetzt geht’s darum, für Samstag die Köpfe wieder hoch zu kriegen und nochmal eine starke Leistung zu zeigen.“

Dieter Hecking: „Wenn jeder denkt, dass es ein Selbstläufer wird, dann kommt es oftmals anders. Der Club hat läuferisch viel investiert. Wenn Sommer am Anfang nicht so überragend reagiert, liegen wir im Rückstand. Danach haben wir nicht mehr viel zugelassen, hatten im ersten Durchgang drei ganz klare Möglichkeiten. Mit dem ersten guten Angriff im zweiten Durchgang ist uns der Treffer gelungen. Wir mussten trotzdem immer auf der Hut sein, bis wir am Ende nochmal einen Konter setzen konnten. Wenn der Club so spielt wie heute, dann sind die Punktgewinne möglich.“

Georg Margreitter: „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Dass wir hier heute einen Punkt holen könnten, davon ist niemand ausgegangen. Das ist zwar nicht eingetreten, aber nichtsdestotrotz war es ein enges Spiel. Wir haben mutig gespielt. Was extrem bitter ist: Nach drei Standards für uns hat Gladbach drei extreme Chancen bekommen, zweimal hat’s da dann geklingelt. Das darfst du dir in so einer Situation einfach nicht erlauben. Wir haben jetzt ein ganz wichtiges Heimspiel.“

Tim Leibold: „In der ersten Halbzeit haben wir ein ordentliches Spiel gemacht, hatten aber auch Glück, dass wir durch den Elfmeter nicht in Rückstand geraten sind. So war das Spiel die ganze Zeit offen. Wer weiß, wie das Spiel läuft, wenn wir unsere Chance am Anfang machen. Beim 0:1 hat wieder mal die Abstimmung nicht gestimmt. Es ist keine Schande in Gladbach zu verlieren, wir müssen die positiven Dinge mitnehmen und gegen Freiburg alles daran setzen zu gewinnen.“

Yann Sommer: „Es gelingt einfach nicht immer, alles an Tempo auf den Platz zu bringen. Nürnberg hat es aus außerdem gut gemacht. Sie standen gut und haben die Räume sehr eng gemacht. Es war schwierig für uns die Geduld zu behalten. Dennoch hätten wir in der ersten Hälfte relativ einfach 2:0 führen können. Dann hätte es ein Spektakel geben können. So haben wir durch eine Leistungssteigerung nach der Pause 2:0 gewonnen, am Ende zählt nur der Sieg. Wir haben dadurch alle Heimspiele in der Vorrunde gewonnen, das ist sehr positiv.“

Tobias Strobl: „Es war heute erst ein bisschen schwierig für uns. Wir haben nicht richtig ins Spiel reingefunden und haben unsere Chancen im ersten Durchgang nicht gut ausgespielt. Nürnberg hat es auch gut gemacht gegen den Ball. Trotzdem hätten wir die eine oder andere Chance besser ausspielen können und hätten dann früher Ruhe gehabt. Es war klar, dass es auch mehr Räume für uns geben würde, wenn wir in Führung gehen. Aber wir haben auch wieder zu Null gespielt. Insofern können wir mit dem Spiel im Endeffekt zufrieden sein. Wir genießen jetzt den Sieg und unsere Serie, die wir damit verlängert haben.“

Florian Neuhaus: „Mit dem Ergebnis können wir auf jeden Fall zufrieden sein. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird, aber über die 90 Minuten gesehen war es ein verdienter Arbeitssieg von uns. Wir sind die ganze Zeit ruhig geblieben. Mit der ersten Halbzeit waren wir nicht ganz zufrieden. Das haben wir in der Pause angesprochen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann noch eine Schippe draufgelegt.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Fabian Bredlow 3 3 3 3 6,3/10
CU-Urteil: Bei den Gegentoren machtlos, sonst beschäftigungslos
Kevin Goden 4 4,5 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Steht oft falsch im Raum, immerhin blieb der Club mit ihm auf dem Platz ohne Gegentor, musste zur Pause raus.
Georg Margreitter 3- 3,5 3 4 5,9/10
CU-Urteil: Relativ sicher im Zweikampf, mitverantwortlich, dass Gladbach aus dem Positionsspiel heraus kaum zu Chancen kam
Lukas Mühl 3- 4 4 4 6,6/10
CU-Urteil: Musste zur Halbzeit auf die Rechtsverteidigerposition, vorher sicher im Zentrum. Trat auf außen offensiv natürlich kaum in Erscheinung, defensiv aber mehrfach gut gegen Hazard, aber vor dem 0:1 einen Schritt zu spät.
Tim Leibold 3- 3 3 3 6,6/10
CU-Urteil: Um Vorwärtsbewegung bemüht, kam aber nicht immer in Gang. Defensiv ordentlich.
Virgil Misidjan 4 4,5 3 4 6,3/10
CU-Urteil: Wenig auffällig, tat sich schwer, da Hazard und Zakaria auf seiner Seite agierten, so dass er immer wieder nach hinten arbeiten musste.
Alexander Fuchs 4- 5 5 4 6,5/10
CU-Urteil: Setzte einen Schuss an die Latte, war sonst aber einmal mehr der eifrige, aber leicht planlose Hase: Viel Laufen, wenig Ertrag. Verlor das entscheidende Duell vor dem 0:2.
Ondrej Petrak 3- 3,5 3 4 5,6/10
CU-Urteil: Bekam einen unberechtigten Elfmeter gegen sich gepfiffen, sonst ordentlich, phasenweise sogar gut in Sachen Präsenz.
Federico Palacios 4 3 4 3 6,8/10
CU-Urteil: Der auffälligere und strukturiertere der beiden Mittelfeldanläufer. Leitete einige Angriffe ein, tat sich aber in der letzten Linie auch schwer.
Matheus Pereira 4 5 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Um Tempo bemüht, aber oft nicht zielführend in seinen Angriffsbemühungen. Sein Ballverlust führte zum 0:1.
Adam Zrelak +5 5 5 5 6,3/10
CU-Urteil: Hatte früh eine Großchance, danach um jeden Ball bemüht, aber kam kaum zur Geltung.
Ewerton 3 3 3 4 6,4/10
CU-Urteil: Kam in der Pause für Goden, blieb als Innenverteidiger ohne große Probleme und hatte vorne sogar zwei Kopfballchancen nach Ecken. Im Aufbau noch etwas rostig.
Edgar Salli 4 6,0/10
CU-Urteil: Kam nach 73 Minuten für Misidjan. Fiel kaum auf.
Törles Knöll 5,9/10
CU-Urteil: Kam in der 81. Minute für Periera. Fiel auch nicht weiter auf.

23 Gedanken zu „Analyse: Restabsicherung gibt den Rest #FCN #BMGFCN

  • Im Notenschnitt sind unsere Jungs durchaus ordentlich, hätten wir einen Punkt geholt gäbe es tatsächlich nicht viel zu meckern. Aber irgendwie sind die Noten rein theoretischer Natur. Denn in der Realität hatten wir nur eine einzige echte Torchance (dafür ein Hochkaräter) und haben verdient verloren.

    Die meisten Gegentore, die zweitwenigsten Treffer erzielt, immer wieder entscheidende Fehler in der Defensive, kaum Ideen im Spielaufbau, harmlose Standards – wir stehen leider hochverdient auf dem letzten Tabellenplatz!

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  • Bredlow kriegt von mir noch nen Punktabzug für seine nach wie vor äußerst schwachen Abschläge.
    Hat öfters auch den Eindruck gemacht, dass er selber nicht weiß, was er mit dem Ball anfangen soll, wenn keine kurze Anspielstation da war, so dass sich die Gladbach-Fans in meiner Umgebung schon sehr früh beschwert haben, er würde auf Zeit spielen…

    Die durchschnittliche Schussentfernung zeigt auch eines der Hauptprobleme auf: Mangelnder Mut bzw. Selbstvertrauen. Gab so einige Gelegenheiten, wo man mal aus 20, 25 Metern hätte schießen können (v.a. Fuchs), hat sich aber keiner mal getraut, stattdessen lieber nochmal nach außen spielen oder hinten rum und den Ball am liebsten ins Tor tragen…

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    • In unserem Kader gibt es eigentlich nur Löwen und Kubo, die die Schusstechnik haben, von weiter als 20m ernsthaft aufs Tor zu schießen. Seit Möhwald weg ist, habe ich keinen gefährlichen Mitteldistanz- oder gar Weitschuß mehr gesehen.

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  • [Ich bin wieder gemein] Zitat Köllner: „Jetzt geht’s darum, für Samstag die Köpfe wieder hoch zu kriegen und nochmal eine starke Leistung zu zeigen“ => d.h. nochmal ein 0:2? Oder wie?
    Sicherlich eine Steigerung, aber worüber reden wir hier? Wieder 2 dumme Gegentore bekommen, wieder offensiv sehr harmlos. Wenn man dann von nahezu allen Beteiligten liest: „Super Leistung, bei BMG rechneten wir uns ja eh nichts aus“, etc. pp., dann sind sich die Akteure wohl der Situation und auch der fehlenden Lernkurve der letzten Spiele scheinbar überhaupt nicht bewusst [!].
    Gerade dieses sich selbst klein machen (s. Margreitter) ist doch ein Witz! Nachdem man gegen STG und WOB nicht gewonnen hat hätte ich gerne gelesen: „Hier hätten wir die Punkte holen müssen, die wir zuvor haben liegen lassen!“ Diese Aussagen sind genau das Gegenteil des FC Bayrischen: „mia san mia“ (und mia hauen eine Bombenleistung raus wenns drauf ankommt!)
    Wer mit so einer „wir sind ja eh die Glubb-Deppen“ Einstellung in die Spiele geht, der kann natürlich nicht über sich hinauswachsen.
    Hat man die 1. BL schon abgehakt oder was? Dazu passt Bredlow (lt. Kicker): Samstag ist kein Schicksalsspiel, Saison ist noch lang.

    Kannst dir nicht ausdenken sowas, ja gehts noch!?

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    • Wenn du Woche für Woche verlierst, selbst bemerkst dass du beinahe immer chancenlos bist und in den sozialen Medien mit Spott überhäuft wirst, dann ist es kein Wunder, dass dir das Selbstvertrauen für markige Sprüche fehlt.

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    • Wenn du als 17. zum 2. fährst und „die nageln wir an die Wand“ sagst, weisen sie dich ein… In unserer Situation sind Auswärtspunkte in Gladbach definitiv Bonuspunkte und genau das lese ich aus der Aussage von Margreitter auch heraus.

      Sind wir uns ehrlich, die meisten hier hätten hier vor dem Spiel doch sofort unterschrieben, wenn man ihnen gesagt hätte, dass wir gegen Gladbach „nur“ 0:2 verlieren…

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      • Genau solche Bonuspunkte hier oder dort unerwartet, halten einen Aufsteiger aber im Rennen. Ich will Düsseldorf oder auch Augsburg nicht nochmal erwähnen. Oder Freiburg neulich gegen Leipzig

        Wir aber holen ja auch die Pflichtpunkte nicht, Bonuspunkte sowieso nicht. Wir haben nur in der Anfangsphase der Saison hier und da gepunktet weil die etablierten Vereine mit neuen Systemen, Spielern oder Spielphilosophiern etc. noch in ihrer eigenen Findungsphase waren. Nachdem die nun Grip auf die Strasse bekommen, sind wir eigentlich in allen Spielen chancenlos.
        Offensive funktioniert nicht, die Defensive funktioniert nicht, das Mittelfeld auch nicht und auf der Torhüterposition wackeln wir.
        Und wenn Bornemann immer wieder betont das Konzept basiert auf einer Entwicklung der Mannschaft. Es gibt keine Entwicklung bislang am Ende der Vorrunde. Ich würde es auch nicht als Erfolg verkaufen wenn wir happy sind auswärts keine 5 o. 6 Tore zu bekommen. Im Moment ist die rote Laterne beim rechtmäßigen Besitzer.

        War das jetzt zu negativ? … 🙂 mir fällt wirklich nichts positives ein sportlich betrachtet.

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        • Bitter aber wahr. Weder als Mannschaft noch individuell sind wir erkennbar weiter als nach Spieltag 1. Einzig Mühl hat sich im Stellungsspiel verbessert und hat sich defensiv entwickelt. Mehr Entwicklung sehe ich nicht, mancher wirkt vor dem Hintergrund der nun deutlich stärkeren Gegner sogar schwächer (Leibold, Margreitter). Es darf aber auch nicht überraschen, wenn keine Automatismen existieren können und daneben auch taktische Finessen, wie Standards, offensichtlich nicht oder zu wenig trainiert werden.

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    • Ich möchte daran erinnern das vor allem die markigen Aussagen des Trainers, selbigen als saftigen Return um die Ohren gehauen wurden-die Spieler sollen jetzt aber verbal auftrumpfen? Was denn nun?

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      • Absolut richtig, markig oder auftrumpfen („An die die Wand nageln“ [xxandl]) fordere ich ja gar nicht, ganz im Gegenteil. Für mich ist eine angemessene Selbsteinschätzung und Kommunikation bislang nicht gefunden. Entweder es ist Marke „überheblich“ oder es ist (wie jetzt PK Freiburg) demonstrative Underdog Rhethorik. Wirkt für mich nicht souverän und stringent.

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  • Off-Topic: Meeske war ja D E R Königstransfer der Wolfsburger in dieser Saison; seit der dort ist, punkten die nur noch!
    Und das mit einem Mitarbeiter, der nicht aktiv am Spielbetrieb teilnimmt!

    P.S. Hat man eigentlich mal wieder was von seinem Nachfolger gehört oder gesehen?

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  • Kann ich erst beurteilen, wenn Du dazu sagst, was genau die PFLICHTpunkte bisher gewesen wären. Also die, von denen der Gegner vorher gesagt hat, ‚die gehören eigentlich Nürnberg, aber wir versuchen alles, auch gegen die wenigstens einen Bonuspunkt zu ergattern‘.. 🙂

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    • Rein tabellarisch betrachtet sind das Hannover, Düsseldorf, Stuttgart, Augsburg und Schalke-eventuell Mainz und Freiburg, bei allen haben wir noch die Chance auf eine ausgeglichene Bilanz- bei Hannover,Düsseldorf,Mainz und Augsburg sogar auf eine positive.Freiburg sehn wir ja bald.

      Also fehlen aus diesem Bereich die Punkte gegen Stuttgart zu Hause-okay.
      Dafür gab es Punkte gegen Leverkusen,Bremen und Frankfurt.

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    • @juwe.. [warum funktioniert die sch.. Antwortfunktion nicht immer so, wie ich will! Naja.. altes Nokia und in Funklöchern unterwegs, wohl selber Schuld..]

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      Antwort
  • Bzgl. Goden „steht oft falsch im Raum“: Fußball-Sprache ist manchmal echt großartig!

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  • Die Brauerei Unternbibert hat am 7.12.2018 ihren Betrieb eingestellt, der mindestens (!) bis ins Jahr 1717 zurückgeht. Die Diplomarbeit meines Kumpels – heute Professor in Graz – zeigte, daß die Jahreszahlen auf den fränkischen Bieren überaus vorsichtig geschätzt sind und meistens viele Dekaden bis Hektoden weiter in die Vergangenheit reichen.
    Wieder ein hervorragendes Bier weniger, das ist sehr, sehr Schade und drückt mir mehr Tränen aus dem Gesicht, wie der erwartbare Rekordabstieg.
    Morgen abend gehts in die Krone nach Unternbibert, das letzte von zwei Wirtshäusern, das dort gerade noch so offen hat und es werden die letzten Tropfen vom Ludwig dem Brauer die Kehlen hinabrinnen.
    Und am Samstag bin ich wieder „draußen“, beim Waafen und Bfobfern, wie es sich gehört. Wer dieses Mal von der Startelf auf die Tribüne rotiert …. ach das ist eigentlich woschd. Steigen wir halt wieder ab. Wir können das. Ein Keyfeature des FCNs.

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    • WAAAS??!? Des is bidder.. diverse Male bin ich midm Audo vo Ansbach hin und hab a Fässla ghold.. Bitte: trink eins für mich mit! Und genieß es!

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    • Sauf nicht so viel, evtl. rotierst du in die Startelf! Dann will ich eine brutal starke Bombenleistung sehen!

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      Antwort
    • Für mich bitte auch eins oder zwei mittrinken, ich hab Nachholbedarf, weil ich mal beim Knobeln verloren hatte, deshalb in Unternbibert nicht so konnt wie ich wollt und dann meine besoffenen Zivi-Kollegen nach Hause fahren musste. Aber geht das überhaupt? Auf der Website der Krone steht: „Ab 07.12.2018 können wir Ihnen kein Biberter Bier mehr servieren.
      Die Brauerei Reuter hat die Produktion eingestellt.
      Ab sofort schenken wir HOFMÜHL hell aus Eichstätt vom Fass.“
      Oder hast Du Geheimverbindungen?

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    • liest sich doch wie eine eingedampfte Version der, gefühlt, letzten 1000 Kommentare hier.
      Mit einer Grundtendenz zum Ruhebewahren

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