Analyse: VARblendung #M05FCN #FCN

Analyse zu FSV Mainz 05 – 1. FC Nürnberg 2:1 (1:1) – Der Club verliert auch das sechste Spiel in Folge. Dabei gerät der Videobeweis in den Mittelpunkt und überschattet, dass eigentlich gar nicht so viel besser war als sonst.
1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse

Abb.1: Ungefähre Startformation

Michael Köllner bot im Vergleich zur Niederlage gegen Hertha zwei Neue in der Startelf auf. Palacios ersetzte Löwen (Belastungssteuerung) und Zrelak rückte von der Tribüne in die Anfangsformation. Für ihn rückte Ishak auf die Bank. Dadurch, dass Lukas Mühl mit grippalem Infekt ausfiel und Patrick Erras mit Oberschenkelprobleme zu Hause bleiben musste, rückte Lukas Jäger in den Spieltagskader. Da Zrelak im Kader war, musste Edgar Salli, der gegen Berlin auf der Bank saß, auf die Tribüne. Die restlichen Bankplätze (Bredlow, Kubo, Kerk und Knöll) waren im Vergleich zu letzter Woche unverändert.

In der Grundformation setzte Köllner anfangs gegen den Ball auf ein 4-4-2 mit Pereira als zweiten Stürmer neben Zrelak, Palacios und Misidjan nahmen die Flügelpositionen ein, die immer wieder mit den Stürmern tauschten, was aber vor allem MIsidjan und Pereira praktizierten. Als Stilmittel im Aufbau wurde immer wieder versucht mit Flanken aus dem Halbfeld hinter die Abwehr zu kommen, allerdings kamen die steilen Zuspiele nur selten an. Im Offensivspiel rückte Pereira dann immer wieder hinter Zrelak, während Palacios und Misidjan vorschoben, so dass eine Art 4-3-3/4-2-3-1-Hybrid entstand. (Abb. 2)

Abb.2: Ungefähre Formation bei eigenem Spielaufbau

Gerade in der Durckphase vor der Pause (ungefähr Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit) gelang es damit durchaus die Mainzer unter Druck zu setzen, was aber auch den Einzelaktionen von Pereira und Misidjan geschuldet war und nicht nur der offensiven Ordnung. Nach der Pause drängte Mainz den Club dann weiter in die Defensive, so dass Köllner mit einem Wechsel von Pereira auf Löwen reagierte, der zwar das 4-3-3 nicht auflöste, aber mit Löwen einen defensivstärkeren Akteur ins offensive Zentrum setzte und der im 4-4-2 gegen den Ball auch gutes Anlaufverhalten zeigte.

Köllner verzichtete in der Folge bis kurz vor Schluss auf weitere Wechsel, ehe er mit Kerk für Petrak einen Wechsel vollzog, der dazu führte, dass Palacios nun zentraler agierte, da Kerk auf den Flügel auswich. Kerks Flankenstärke, auf die Köllner sicher gesetzt hatte, kam aber nicht einmal zum Tragen. Die Entscheidung Mikael Ishak nicht im Laufe der Partie einzuwechseln, wurde unter den Anhängern nach dem Spiel heiß diskutiert, Köllner erklärte aber, dass er mit Zrelak in der Spitze zufrieden gewesen sei und eine Umstellung auf zwei Spitzen im Offensivspiel den Mainzern eher entgegen gekommen wäre als sie unter Druck zu setzen.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Das Hauptaugenmerk der Berichterstattung liegt – emotional verständlich – bei der Szene in der 62. Minute, als Daniel Brosinskis Schnitzer Tim Leibold den Ball auf dem Silbertablett servierte und dieser mit scharfer Hereingabe Adam Zrelak fand, der in der Mitte einen Schritt vor Alexander Hack am Ball war und den Ball ins Tor brachte. Da Zrelak aber – mit bloßem Auge nur minimal erkennbar – knapp vor Hack stand, als Leibold die Flanke schlug, nahm der Videoassisstent den Treffer zurück und wenig später traf – ausgerechnet nach einem Ballverlust von Leibold und einer Hereingabe von Brosinski – Quaison zum 2:1.

Mit dem Fokus auf die Szene, die unterstreicht, dass der VAR „gleiche Höhe“ als Regelphänomen quasi aussetzt, wurde in der Nachbetrachtung das Spiel des FCN in gewisser Weise positiv verblendet. Es fand quasi eine zweite „VARblendung“ – neben der ersten „VARblendung“, dass eine technische Lösung der Abseitsfrage tatsächlich absolute und für alle gleich gefühlte Gerechtigkeit schafft – statt. Denn die nackten Zahlen sprechen in der Offensive auch eine deutliche Sprache: Der Club hatte im gesamten Spiel nur vier Abschlüsse im Strafraum (ohne Zrelaks vermeintliches Tor), lediglich zwei davon aus dem Spiel heraus (Pereiras Einzelaktion vor der Ecke zum 1:1, und ein Schuss von Misidjan in der 32. Minute).

Zum Vergleich: Mainz hatte elf Abschlüsse (ohne den Elfmeter zum 1:0) im Sechzehner, von denen fünf aus dem Spiel waren. Allerdings, das sei der Fairness halber nicht unerwähnt, nur vier der Schüsse (inklusive des Elfmeters gingen auf das Tor) gingen aufs Tor, diese vier waren aber allesamt im Strafraum und aus zentraler Position. Der FCN dagegen hatte im Strafraum aus dem Spiel heraus über 90 Minuten lediglich zwei Abschlüsse. Nach der Pause konnte er insgesamt nur Löwens Freistoß in Müllers Arme und einen Kopfball von Zrelak neben das Tor als Torschuss verbuchen konnte. (Vor der Pause kommen zwei weitere ungefährliche Fernschüsse von Pereira (17.) und Pereira (27.)hinzu). Das ist – VAR hin, VAR her – zu wenig. So spricht dann auch das expected Goals Ergebnis von 2,4 zu 0,3 eine deutliche Sprache.

Auffällig blieb auch die Tatsache, dass der Ball nicht lange in den Reihen des FCN blieb, eine durchschnittliche Anzahl von 3,61 Pässen bis zum Ballverlust ist sehr gering (der Schnitt des FCN in dieser Saison liegt bei 4,09). Immerhin schaffte es der Club Mainz auf einem fast identischen Wert zu halten (3,63; der Saisonschnitt der Gegner liegt bei 5,41). Dennoch zeigt der Wert, gepaart mit der Passquote bei Pässen ins letzte Drittel (62%, schlechtester Wert seit dem Frankfurt-Spiel, wenn man Leverkusen ausklammert, da auf dem Untergrund kaum klare Zuspiele möglich waren), den progressiven Pässen (58%, ein Wert, der nur in München und Dortmund, sowie gegen Leverkusen und Frankfurt unterschritten wurde) und Vorwärtspässen (siehe unten), dass es einfach weiterhin deutlich an Präzision im Spiel nach vorne mangelt.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • 6 Abseitsstellungen standen beim FCN bei Abpfiff zu Buche und damit so viele wie in den letzten vier Spielen zusammen. Der Wert übertrifft den bisherigen Saisonhöchstwert des Clubs (vier in Dortmund) deutlich. In 17 der 19 Spiele hatte der Club zwei oder weniger Abseitsstellungen zu verbuchen.
  • Nur eine Flanke des FCN kam an. Tiefstwert seit dem Spiel in Gelsenkirchen bei dem keine Flanke angebracht wurde. Eigentlich kamen zwei an, aber bei der zweiten stand Zrelak ja im Abseits.
  • Mainz gewann 60% der Kopfballduelle. Das ist das fünfte Mal, dass der Club in 19 Spielen so deutlich unterlegen in der Luft war.
  • Nur 65% der Vorwärtspässe kamen an. Das der fünftschlechteste Wert der Saison.
  • 16,7% der Pässe waren lange Bälle, das ist (klammert man das Regenspiel gegen Leverkusen aus Witterungsgründen aus) der höchste Wert der Saison.
  • Georg Margreitters Tor fiel nach einer Ecke, es ist das sechste Tor in dieser Saison nach einer Ecke. Das ist Ligahöchstwert. Das letzte Tor aus dem Spiel heraus erzielte Adam Zrelak auf Schalke. Das ist zwei Monate her.
  • Augsburg, Stuttgart, Hannover und Nürnberg verlieren. Damit kommen die Mannschaften auf den vier hintersten Plätzen zusammen auf 51 Punkte. Tiefstwert seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Der Höchstwert liegt bei 78 Punkten aus der Saison 1997/98.
  • Misidjan Foul-Watch: Der Holländer wurde zweimal Mal gefoult, kommt somit auf 42 Fouls gegen sich in der Saison. Weiterhin Platz Zwei in der Liga hinter Maximilian Arnold, der bei 49 Fouls gegen sich liegt. Der nächste Clubspieler im Ranking? Tim Leibold mit 24 Fouls gegen sich auf Platz 19.

3. Fazit

Auch diese Niederlage des FCN war verdient. Der Club spielte in der Anfangsphase verhalten, arbeitete sich dann ins Spiel zurück, auch weil Mainz plötzlich passiver wurde. Nach der Pause drückte Mainz auf die erneute Führung und nur Mathenias Parade gegen Quaison verhinderte den Einschlag. Plötzlich aber wähnte sich der Club dank eines individuellen Fehlers der Mainzer auf der Siegerstraße, doch der VAR nahm das Tor zurück. Dass der Club danach nichts mehr zustande brachte, weil die Situation des gefühlten Torraubs psychologisch schwer zu verarbeiten war, ist verständlich und auch in gewisser Weise entschuldbar. Dennoch darf in der Nachbetrachtung nicht der Eindruck entstehen, dass das Spiel durch den VAR auf den Kopf gestellt wurde. Vielmehr hätte Zrelaks Tor, das aus heiterem Himmel fiel, dies getan. Denn offensiv fiel dem FCN einmal mehr wenig ein und defensiv standen am Ende wieder einmal zwei individuelle Fehler (Behrens/Valentini vor dem Elfmeter, Leibold vor dem 1:2) zu Buche, so dass eigentlich nur die Tatsache, dass die andere drei im Keller ebenso schwach agieren noch die Hoffnung befeuert.

4. Zahlen zum Spiel*

Mainz Nürnberg
2 Tore 1
19 (4) Schüsse (aufs Tor) 8 (3)
56,9 Zweikämpfe (in %) 43,1
54,14 Ballbesitz (in %) 45,86
17 Fouls 12
5 Ecken 5
111,13 Laufstrecke (in km) 113,60
Pass-Statistiken
371 (82,89%) Pässe (erfolgreich) 336 (76,19%)
12,03% (60,00%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 16,67% (57,14%)
36,63% (75,91%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 37,79% (65,35%)
37,96% (89,44%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 32,14% (85,19%)
10,96% (85,37%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 19,98% (85,11%)
17,64% (81,82%) Anteil progressive Pässe (erfolgreich) 20,83% (58,57%)
Nerd-Statistiken
2,57/2,42,41 Expected Goals 0,35/0,3/0,32
2,81 Expected Points 0,12
9,17/9,05 PPDA 10,56/9,35

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt nicht 100%, da ein Teil der Pässe doppelt (z.B. lang und seitwärts) kategorisiert wird und andere Kategorien der Erfassung hier z.T. nicht aufgeführt werden. Mit progressiven Pässen werden Pässe bezeichnet, die mindestens 10 Meter Raumgewinn zur Folge haben oder aber im Strafraum an den Mann kommen. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – wird in der Reihenhfolge Wyscout/Understat angegeben.

5. Stimmen zum Spiel

Michael Köllner: „Es war ein sehr intensives Spiel, das extrem zweikampforientiert war. Beide Teams haben um jeden Zentimeter gerungen. Wir haben den frühen Rückstand gut weggesteckt, waren danach besser im Spiel und haben folgerichtig das 1:1 gemacht. Wir sind dann auch gut aus der Halbzeit gekommen, auch wenn Mainz die eine oder andere Chance hatte. Wir machen dann das 2:1, das nach ein paar Minuten zurückgenommen wird. Das war ein schwerer Schlag. Nach dem Mainzer Tor war es dann schwer für uns, es nochmal umzubiegen.“

Sandro Schwarz: „Wir haben mit einem umkämpften Spiel gerechnet und so war es dann auch. Wir waren in den ersten 25 Minuten gut im Spiel und sind verdient in Führung gegangen. Danach haben wir etwas den Faden verloren. Wir waren zu langsam in unserem Passspiel. Nürnberg hatte ein paar gute Umschaltmomente und hat dann zurecht das 1:1 gemacht. In die zweite Halbzeit sind wir mit viel mehr Energie reingekommen und hatten durch Quaison die Chance zur Führung. Nach dem Videobeweis war das Momentum dann auf unserer Seite und wir haben mit einem schönen Spielzug das 2:1 erzielt. Hinten raus hätten wir das dritte Tor noch machen können, dann wäre früher Ruhe gewesen. Insgesamt war es ein schwieriges Spiel gegen einen gut eingestellten Gegner.“

Enrico Valentini: „Der Videobeweis ist da und man muss ihn akzeptieren, aber ich finde, dass auch da ein bisschen Fingerspitzengefühl dazu gehört. Das tut unheimlich weh. Wir kommen so gut zurück nach einer schlechteren Anfangsphase und dann wird uns wegen ein paar Millimetern ein Tor genommen. Wir haben Vollgas gegeben, das haben wir uns vor dem Spiel vorgenommen. Wir wollten hier mit erhobenem Haupt vom Platz gehen. Das können wir auch, wenn auch leider mit null Punkten. Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt. Wir sollten auf dem Auftritt aufbauen.“

Hanno Behrens: „Es tut sehr weh. Wir waren gut dran. Das Spiel läuft anders, wenn wir da in Führung gehen. Das wäre gut für unser Spiel gewesen. Wenn es Abseits war, dann ist es so. Dafür ist der Videobeweis da. In einer ähnlichen Situation kassieren wir dann den Ausgleich. Heute wäre mehr drin gewesen. Die Leistung hat heute gepasst, wir haben alles gegeben, aber es fehlt wohl noch was. Den Elfmeter kann man leider auch geben, da treffe ich ihn leider.“

Rouven Schröder:„Das war das erwartet schwere Spiel. Hört sich im Nachhinein immer blöd an, aber es gibt in der Bundesliga kein Spiel, das man als Mannschaft wie wir, die eine gewisse Euphorie mitbringt, dann leicht und locker gegen eine Mannschaft wie Nürnberg gewinnt. So ist es nicht. Nürnberg hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Sie haben eine absolut intakte Mannschaft. Sie waren sehr eklig, waren sehr knifflig, waren immer in den Zweikämpfen drin.“

Alexander Hack: „Natürlich war das ein dreckiger Sieg. Wir wussten, dass es sehr kampfbetont wird, aber wir haben den Kampf angenommen und dann auch verdient drei Punkte mitgenommen.“

Daniel Brosinski: „Stärke und Qualität haben wir, aber wir müssen sie auch abrufen. Wenn wir das nicht über die vollen 90 Minuten tun, sieht man was passiert wie in den letzten zwanzig Minuten der ersten Halbzeit.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 2- 2,5 3 2 6,5/10
CU-Urteil: Hatte eine Glanzparade gegen Quaison, einmal mit Schäfer-Gedächtnisfaust, bei den Gegentoren machtlos.
Enrico Valentini 3- 4 4 3 7,8/10
CU-Urteil: 73% Zweikampfquote, Tor vorbereitet, ordentliche Leistung ohne zu glänzen.
Georg Margreitter 3- 2,5 2 3 7,8/10
CU-Urteil: Durch das Tor gerade noch befriedigend. Die lediglich 60% gewonnenen Zweikämpfe und die hohe Streuung in der Ballverteilung hätten beinah eine Vier aus der Leistung gemacht
Ewerton 4 3,5 3 4 6,8/10
CU-Urteil: Für einen Innenverteidiger katastrophale Zweikampfwerte (29%), aber ohne entscheidenden Fehler. Man merkt ihm den Rost deutlich an.
Tim Leibold 4 4,5 4 4 6,3/10
CU-Urteil: Haarsträubender Ballverlust vor dem 1:2. Dafür in Sachen Ballverteilung und Zweikampfwerten ordentlich.
Ondrej Petrak 5 4 5 5 6,3/10
CU-Urteil: Das Spiel life erneut größtenteils am Tschechen vorbei.
Virgil Misidjan 4 4,5 5 4 6,2/10
CU-Urteil: Bemüht und mit Abschlussversuchen, aber insgesamt wenig wirkungsvoll.
Hanno Behrens 4 4,5 4 4 5,9/10
CU-Urteil: Im Gegensatz zur Vorwoche wieder tiefer gefordert und dort immer wieder mit Problemen in den Duellen.
Federico Palacios 4 4 4 3 6,1/10
CU-Urteil: Laufstärkster Nürnberger. Ackerte, rackerte und war auch bemüht Tempo ins Spiel zu bringen. Es misslang meist. Zweikampfschwach, passstark.
Matheus Pereira 3- 4 4 4 6,5/10
CU-Urteil: Einziger Nürnberger, der etwas Gefahr ausstrahlte. Leitete das 1:1 durch eine schöne Einzelaktion ein, die Müller nur zur Ecke klären konnte. Etwas zu wenig passsicher.
Adam Zrelak 4 4,5 5 3 6,2/10
CU-Urteil: Extrem emsig und bemüht, aber eigentlich gänzlich ungefährlich in Richtung Tor. Wäre da nicht jene 62. Minute.
Eduard Löwen 4 3 6,2/10
CU-Urteil: Spielte viele Fehlpässe nach seiner Einwechslung für Pereira. Stabilisierte das Angriffsspiel nicht.
Sebastian Kerk 6,0/10
CU-Urteil: Kam in der 87. Minute für Petrak. Köllner behauptete auch nichts Gegenteiliges.

38 Gedanken zu „Analyse: VARblendung #M05FCN #FCN

  • Subjektiv für die Club-Verhältnisse dieser Saison ein guter Notenschnitt des Teams. Selbst dieser reicht verdientermaßen nicht für wenigstens einen Punktgewinn. Der Club ist auf breiter Basis nicht Erstliga tauglich. BITTER!

    8

    3
    Antwort
    • Es wird für meinen Geschmack auch zu viel gegen den Schiri gewettert, grade von den Spielern, die Reaktionen (zB die Fäuste auf den Rasen schlagen bei Ishak und ähnliches) halte ich für unprofessionell und sollten besser geschult werden, bzw überhaupt mal geschult werden. Hier geht auch Köllner mit keinem guten Beispiel voran muss man sagen. Was das angeht gefiel mir Weiler bislang am besten in unserer jüngeren Vergangenheit. Vorallem bei den Entscheidungen mit denen wir konfrontiert wurden diese Saison (Ball ins Gesicht = Freistoss für den Gegner O.o) ist das ein Aspekt den man keinen Falls unterschätzen sollte. Ich unterstelle hier auch keines Falls Absicht falls das jemand glaubt, sondern stelle nur eine Kausalität der Abläufe fest.

      0

      1
      Antwort
  • Die Zahlen und die Analyse selbst sind natürlich so in ihrer Absolutheit korrekt und sachlich richtig. Dennoch erzählen sie mir nicht das Spiel, das ich in aller Subjektivität gesehen habe.

    Mainz erzielte den Führungstreffer nicht aus einer statistischen oder spielerischen Überlegenheit heraus, sondern aufgrund einer eigentlich vollkommen vergurkten Aktion, die normal zum Einwurf oder Abstoß führt, dann durch eine Einzelaktion wieder scharf wird und mit einem Blackout von Behrens zum Elfmeter führt, ohne dass das Foul eine zwingende Torchance zu vereiteln nötig gewesen wäre.

    Im Folgenden verlor Mainz das Spiel – ob freiwillig oder nicht – aus den Händen. Es gab diverse Szenen, in denen den Matchplan Köllners durch Umspielen der Mittelfeldraute in Form von Spielverlagerung auf die Seite und dann halbhohen Steilpass auf einen der drei offensiven Nürnberger nur um Fußspitzen nicht aufgingen. Die Pässe kamen, doch die Ballkontrolle misslang oder der Ball war einen Tick falsch getimed. Das taucht naturgemäß in keiner Torschussstatistik auf, waren aber die gefährlichen Szenen, auf die das Nürnberger Spiel ausgelegt war. Der Ausgleich dann verdient und das Tor nach der Pause genau einer oben beschrieben Szene, die diesmal funktionierte – Leibold über die Außen und perfekte Einlaufbewegung von Zrelak, der ins Tor verlängerte. Dass dies regeltechnisch Abseits gewesen sein mag, wurde hinreichend diskutiert.

    Dass eine Mannschaft wie der FCN, der bis dahin sich weder vom Elfmeter und Rückstand, noch von den vielen kleinen verpassten Chancen nicht unterkriegen ließ, ja sogar den Ausgleich erzielte und in Führung geht, um nach 2 Minuten Glücksgefühl wieder einen Nackenschlag zu bekommen, danach psychisch schwer angeschlagen wirkte und im Folgenden sogar das 2:1 hinnehmen musste (nach individuellem Fehler und erneut kniffliger Abseitsfrage), erzählen die Zahlen nicht. Ebenso nicht, dass man im Folgenden nochmal das Unmögliche versuchte und entsprechend offen in Konter lief, was die Mainzer Statistik nochmal deutlich geschönt haben dürfte.

    Fußball ist am Ende nicht die Summe von Chancen. Natürlich zeigen langfristige Erhebungen von erspielten Chancen und erzielten Toren nicht nur ein Bild, sondern prägen am Ende auch die Mutter aller Statistiken, die Tabelle. Aber was sagen Statistiken aus, wenn ein Team auswärts bei einem zwar nicht weit, aber doch insgesamt qualitativ besser besetztem Team, das zuletzt Erfolge feierte, während man selbst 12 Spiele nicht gewann, zwischen der 15. und 60. Minute (ca.) das bessere, aktivere Team ist und den Gegner gefühlt am Rand der Niederlage hatte?

    Die Geschichte dieses Spiels zu erzählen, das wahre Fazit zusammenzufassen, kann man am Ende nicht anderen überlassen. Weder uns bei CU, noch den Zahlen, noch der Sportschau oder Sky. Man muss es selbst gesehen haben und sich selbst eine Meinung bilden und dann sein Urteil fällen, ob diese FCN-Mannschaft ein positives oder negatives Zeugnis für das Spiel verdient hat. Diese Meinung ist dann freilich jedem selbst unbenommen.

    62

    4
    Antwort
    • Alex, man merkt, dass Du auch im Stadion warst. Gehe da komplett mit Dir konform, auch wenn die nackten Zahlen anders lauten. Aber es war zu sehen, dass sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen noch Wille da ist, den Turnaround zu schaffen.

      14

      1
      Antwort
    • Sehr gute Zusammenfassung, die ich vollständig unterschreibe. Im Stadion fühlte es sich 30. bis zum Nicht-Tor richtig gut an, auch die vielbemühte „Körpersprache“ und das Interagieren der Mannschaft abseits des Kamerafocus hat mir ungemein gut gefallen, die Diskrepanz habe ich an meinem stimmungsmäßig deutlich reservierteren Videoassistent über whatsapp gemerkt. An eine Szene in der I. Hz. kann ich mich auch erinnern, als Zrelak eben diese eine Fußspitze zu spät war, knapp vor dem Strafraum, da war ich aber auch noch in der gottergebenen „die Präzision, die Präzision“-Nörgelphase. Während ich nach dem nicht-2:1 vollkommen von einem Sieg überzeugt war. Und nach der Rücknahme des Tors für mich beschlossen hatte, zum ersten Mal im Leben bei einem eventuellen Platzsturm mitzumachen. Und ich hab auch zum ersten Mal seit langem nach dem Schlußpfiff noch auf die Mannschaft gewartet um den beeindruckenden Aufmunterungsapplaus zu verstärken. Auch wenn ich trotzdem Ishak für Zrelak oder Petrak gebracht hätte.

      15

      1
      Antwort
      • Man könnte es auch so sagen, ich empfand die Niederlage am Samstag als zutiefst ungerecht, kein Vergleich zum Beispiel zu einem 0:2 am gleichen Ort, als auch „theoretisch“ die Relegation erreichbar war, die Niederlage aber auch durch die rotschwärzeste Brille vollkommen verdient und gerecht ausfiel.

        4

        0
        Antwort
    • Am Ende bleibt die Frage, ob so eine relativ (Niederlagenserie) gute Leistung ausreicht, um in der Liga zu bestehen. Ich denke nicht. Weil die Mannschaft noch immer einfache, aber gravierende, individuelle Fehler macht, und weil sie offensiv zu kompliziert, zu unentschlossen, zu harmlos ist. Beides zeichnet die Mannschaft leider während der gesamten Saison aus. Die Burschen hätten einen Punkt verdient gehabt. Mehr als ein Punkt war in dem Spiel aber nicht drin.

      1

      2
      Antwort
    • Man merkt, dass Du im Stadion mitgefiebert hast.
      Ich dagegen war im warmen Wohnzimmer gesessen und habe das Spiel auf SKY verfolgt.
      Meine Wahrnehmung bzgl. der Storyline und der Bewertung der des Spiels ist der Deinen sehr, sehr nahe.
      Der Club hat es im Spiel zunehmend mehr geschafft, die Mainzer zu bearbeiten, sodass bis zum VAR nicht mehr viel von der höheren Qualität übrig blieb. (Heißt ja oft so schön, der Gegner hatte keinen guten Tag -da hätte man mehr draus machen müssen… Vielleicht war es diesmal auch der Club, der gar nicht zugelassen hat, dass der Gegner besser war…) Von der anfangs desaströsen 20% Zwikampfquote nach 23 Minuten zu 43% am Ende unterstreichen das sehr wohl.
      Einfach schade…

      4

      0
      Antwort
  • Der Unwort-Neologismus der Saison steht für mich bereits jetzt fest:
    Belastungssteuerung…

    5

    1
    Antwort
  • Entscheidend werden die Spiele gegen unsere Tabellennachbarn sein. Das werden jedes für sich richtige Endspiele werden.

    9

    0
    Antwort
  • Der Franke ist von Natur aus Pessimist und wird in seiner Negativität nur vom Club-Fan getoppt? Von wegen, ich verspüre hier deutlich aufkeimenden Optimismus! Den ich mir noch nicht annehmen traue. Die Lehren der Vergangenheit…

    Genährt wird die Hoffnung sicher daraus, dass die direkte Konkurrenz ebenfalls konstant verliert und wir nicht wieder wie gegen Hertha deutlich unterlegen waren. Es gab Abschnitte im Spiel, in denen wir optisch mindestens mithielten. Doch ein Spielergebnis bildet eben die kompletten 90 Minuten ab, nicht nur Teile. Und der Spielverlauf ähnelt dem unzähliger Beispiele der Vergangenheit, wo der spätere Absteiger nicht zwingend unterlegen war, aber an seinen individuellen Fehlern in der Defensive und der mangelnden Chancenverwertung im Angriff scheiterte. Siehe die letzten Spiele gegen Mainz, Hertha und Freiburg. Ob dies ausgerechnet gegen Bremen, Hoffenheim, Leverkusen, Leipzig, München, Gladbach oder Dortmund besser wird?

    Ja, der Relegationsplatz liegt erfreulicherweise immer noch in Reichweite (wobei der positive Ausgang der Relegationsspiele nicht vorausgesetzt werden kann). Um diesen zu erreichen müssten wir jedoch 1x öfter gewinnen als unsere direkten Tabellennachbarn. Schwer vorstellbar bei unserer Sieglos-Serie, aber nicht völlig unmöglich, die direkten Duelle stehen schließlich noch aus. Unsere Chancen wären jedoch sicherlich bessere, wäre unser Kader rechtzeitig zum Auftakt der Rückrunde sinnvoll verstärkt worden. Gerade in engen Spielen wie gegen Mainz hätte uns das die überlebenswichtigen Punkte sichern können.

    8

    2
    Antwort
  • Wie viele von „unverdienter Führung“ sprechen, wenn sie vom Abseitstor sprechen. Es wäre eine „verdiente Niederlage“ gewesen usw.
    Ja, aber(!) gerade eben weil man auf Platz 18 steht, seit 13 Spielen sieglos ist und sich dann gegen Mainz so aufrappelt und das 2:1 nach Rückstand erzielt – solche Momente braucht die Mannschaft aktuell. Solche Siege müssen wir uns hart erarbeiten und durch Glück holen.
    Niemand darf erwarten, dass wir unsere Gegner an die Wand spielen und ein Offensiv-Feuerwerk abbrennen.

    Solche dreckigen Siege helfen der Mannschaft extrem weiter und deswegen kann ich die Enttäuschung und das Köpfe hängen lassen, nach der VAR Entscheidung komplett nachvollziehen. Da hatten sie mal DIESEN EINEN Moment, wo man sich aufrappelt, alles investiert und belohnt wird und dann das.
    Dass es regelkonform Abseits war, tut da recht wenig zur Sache. Bitter ist es, dass es nach 2 Minuten nach dem Tor zurückgenommen wird ohne, dass sich der Schiri die Bilder selbst noch einmal ansieht.

    Ich bin bei Alex. Die Mannschaft hat für ihre Verhältnisse in der Bundesliga gut gespielt und kriegt einen Nackenschlag und kann sich davon nicht erholen. Dass man so ein Spiel dann noch verliert gehört eben zu diesem (scheiß) Drehbuch in dieser Saison :/

    15

    0
    Antwort
  • Sehen wir das als Fans evtl. zu positiv, Stichwort Fanbrille? Oder reden wir uns gar etwas schön, um einen Grund für Resthoffnung zu haben? Denn sowohl im Radio (Heute im Stadion) als auch im TV (Sky, Sportschau) waren sich die Reporter einig, dass der Mainzer Sieg verdient war.

    3

    3
    Antwort
    • Ich finde es völlig unerheblich ob der Club Verdient verliert, wenn er verliert hat er verloren.Ich finde auch nicht das sich der Club in einer Position befindet in der er unverdiente Siege oder Punkte nicht annehmen sollte-das wäre mir etwas zu edel.Genauso wie Ästhetendiskussionen ob Tore jetzt heraus gespielt worden sind oder nur nach einem Standart gefallen sind.
      Ach ja Standart, gab es nicht erst kürzlich die diskussion unsere Standarts wären zu schlecht und jetzt sind wir bei den Toren nach Ecken Ligaspitze-verrückt

      6

      2
      Antwort
  • Die Abseitsdefinition ist eigentlich kompletter Blödsinn, das sieht man am aktuellen Fall überdeutlich. Man erkennt am Standbild eigentlich genau, dass sich beide Spieler tatsächlich auf gleicher Höhe befinden (Körperschwerpunkt), lediglich unterschieden dadurch, dass Zrelak sein Schwungbein beim Laufen gerade vorstreckt und sein Gegenspieler mit angewinkeltem Bein gerade in die Standbein-Phase kommt. Einzig daraus resultiert das Abseits – aus dem unterschiedlichen Laufrhythmus.

    Das ist absolut albern.

    https://bilder.bild.de/fotos-skaliert/dieser-viedeobeweis-brachte-den-fcn-in-mainz-um-die-21-fuehrung-201038025-59792986/3,w=1134,q=low,c=0.bild.jpg

    Tatsächlich müsste man jetzt, wo man es so genau auflösen kann, nicht „den vordersten Körperteil, mit dem man ein Tor erzielen kann“ werten, sondern den Körperschwerpunkt (z.B. die Hüfte). Dann würde es objektiv stimmen.

    10

    1
    Antwort
    • Ja!

      Wenn es beim Abseits auf einem Spielfeld von rund 100 m Länge und 45 m Breite nicht auf eine immerhin noch nachvollziehbare Schrittlänge, sondern auf einen für Spieler (in der Hitze des Geschehens) und Beobachter nicht exakt kontrollierbaren Fußbreit ankommt, dann ist das schlicht und einfach lebensfern.

      10

      0
      Antwort
      • Tja ,ist allerdings in den Fußballregeln exakt so definiert:
        1. Abseitsstellung
        Die Abseitsstellung eines Spielers stellt noch kein Vergehen dar.
        Ein Spieler befindet sich in einer Abseitsstellung, wenn
        er sich mit irgendeinem Teil des Kopfs, Rumpfs oder der Füße in der gegnerischen Hälfte (ohne die Mittellinie) befindet und
        er mit irgendeinem Teil des Kopfs, des Rumpfs oder der Füße der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler.
        Es gab diese Saison auch schon mal Abseits in Hannover, da ist der Stürmer auf dem Weg weg vom Tor mit der Hacke im Abseits gewesen, drehte dann schneller als seine Gegenspieler und erzielte ein Abseitstor, wegen seiner Hacke…und obwohl er schlechter zum Tor, andere Richtung als sein Gegenspieler, stand im moment der Ballabgabe.
        Kann man nichts machen.Wie habe ich es dieses Wochenende so oft gehört:Abseits ist eine s/w Entscheidung, deshalb hat es sich der Schiedsrichter wohl auch nicht selber angesehen.
        Der Passus, nachdem der VAR nur bei klarer Fehlentscheidung eingreift, trifft leider auch nicht zu, da generell jedes Tor überprüft wird.

        2

        0
        Antwort
        • Diesen Gedanken hatte ich auch schonmal: warum ist es Abseits, wenn man sich gerade vom Tor wegbewegt? Damit erlangt man doch keinen Wettbewerbsvorteil!

          Die Situation hat man oft, dass bei einem langen Ball ins Mittelfeld plötzlich Abseits gepfiffen wird, obwohl noch etliche Gegenspieler näher zum Tor stehen, nur weil der angespielte Spieler zuvor aus dem Abseits kam. Man steht bei der Ballabgabe zwar im Abseits, hebt diese Stellung aber aktiv selbst auf, bis man den Ball annimmt. Das sollte als passive Abseitsstellung gelten, wenn man in der Rückwärtsbewegung ist und im Moment der Ballannahme nicht mehr im Abseits steht, also aus seiner Abseitsstellung keinen Vorteil erwirkt.

          Aber egal, hat ja jetzt nichts mit unserem Fall zu tun.

          1

          1
          Antwort
    • Man kann es definieren wie man will irgendwo ist dann halt trotzdem eine Grenze auch wenn es Zentimeter sind. Extrem bitter gar keine Frage und blöd gelaufen, warum sich Köln gerade in der Szene einklingt, von einer krassen Fehlentscheidung konnte ja auch keine Rede sein.
      Dem Club bleibt nichts erspart jetzt haben wir gerade im Rückblick auf 2014 darauf gehofft durch den VAR nicht mehr verpfiffen zu werden.

      Aber trotzdem sich damit länger aufzuhalten bringt uns und die Mannschaft auch nicht weiter. Für meine Einschätzung sind wir rein praktisch eine Liga zu hoch. Da kommen wir nicht mehr ran. Aber trotzdem die Zeit nutzen noch etwas als Mannschaft dazu zu lernen und das ein oder andere Achtungsergebnis könnte ja noch drin sein.

      8

      3
      Antwort
      • Ergänzend hierzu, live aus dem geplagten Seelenleben von Clubfans, der samstägliche SMS-Dialog mit dem Dude…

        D: Palacios und Zrelak? Gleich gehts wieder los.. Wir machen es heut mal traditionell: bidde Sörwis! Bin dann draußen und hab wenig Lust, 500x den Kicker zu aktualisieren..

        M: Mahlzeit… 1-0…

        D: Ohoh..

        M: Margreitter! Ausgleich!!!

        D: Sauber!

        M: Zrelak, 1-2, also 2-1!!!

        D: JAAA! Jetzt doch Ticker..

        M: Nein! Videobeweis. Fuck!

        D: Fuck..

        M: Optimist: „Der Schnürsenkel hat wohl rausgespitzt. Eine Frechheit, so etwas überhaupt zu prüfen, wenn Mainz das nicht einmal selbst merkt.“ – langsam werd ich echt zum Verschwörungstheoretiker….

        M: So, Mainz führt…

        D: Na klasse..

        M: Bin sauer…

        D: Muss ich erst sehen. Knapp wär halt dennoch auch Abseits..

        M: Ich bleib dabei, die Entscheidung hatte Einfluss. Wennst ständig so Pfiffe gegen dich hast und keinen mal für dich…

        D: Wenns Abseits war, egal wie knapp, dann wurde eine Fehlentscheidung korrigiert. Da kann man sich leider nicht beschweren..

        M: Wenns umgekehrt nicht korrigiert wird, dann schon. Ach, egal… 🙂

        D: Dann natürlich!

        (…)

        D: Grad den Spielbericht gesehen. Schon krass.. Premiere der wissenschaftlichen Kalibrierungs-Perfektion ausgerechnet jetzt.. mehr ‚gleiche Höhe‘ geht eigentlich nicht.. Jetzt doch auch sauer..

        D: Und der Beweis für ‚das war ABSOLUT EXAKT der Moment des Abspiels‘ steht dennoch aus..

        5

        0
        Antwort
  • Endlich weiß ich wieder, wann ich nach einem 1-2 in Mainz ähnlich missmutig war: Februar 2007, auf Borkum in einer Kneipe erlebt. Draußen Dauerregen wie in den letzten Tagen, und statt Magenverstimmung wie jetzt immerhin ein veritabler Hustenanfall im Hotel. Das war kurz vor dem Pokal-Viertelfinale gegen Hannover (Trainer: Hecking), bei dem Klewer, kurz vor Ende der Verlängerung eingewechselt, im Elfmeterschießen…!!!

    0

    0
    Antwort
  • Da wird aber vorgebaut, um nicht so zu tun, als wäre das die Transferhoffnung, laut Kicker:
    Ein Kandidat beim 1. FC Nürnberg ist Ivo Ilicevic (32), der unter anderem in der Bundesliga 84-mal für den HSV stürmte, zuletzt im Oktober in der kasachischen Liga am Ball war. Den Medizin-Check hat der verletzungsanfällige Deutsch-Kroate bereits bestanden. Den Zuschlag erhält er beim Club aber nur, wenn sich andere Optionen zerschlagen.

    So was führt dann aber auch nicht zu Frohsinn.

    3

    0
    Antwort
    • Da muss der gute Ivo aber auch ganz schön verzweifelt sein, wenn er sich auf sowas einlässt. Gerüchten zufolge war er auch schon in der Westvorstadt vorstellig, wurde dort aber wegen seiner Verletzungshistorie abgelehnt…

      Ich glaube nicht, dass wir hier mit anderen Erstlgisten in Konkurrenz stehen 😉

      Nichtsdestotrotz ist er auch nicht schwächer einzuschätzen als Esswein und könnte uns im Gesundheitsfall durchaus helfen.

      0

      1
      Antwort
  • Lieber Florian,
    ist der nichtgegebene Treffer als Torschuss in die Statistik eingeflossen?
    Und Respekt für Dein gutes Auge (Zitat: „Da Zrelak aber – mit bloßem Auge nur minimal erkennbar – knapp vor Hack stand, als Leibold die Flanke schlug, nahm der Videoassisstent den Treffer zurück…“), ich habe das nicht mal im (zum vermeintlich richtigen Zeitpunkt gesetzten) Standbild des VAR mit Vierfach-Hilfslinie erkennen können.
    Und zum VAR allgemein: Unter den jetzigen, beliebig anmutenden Anwendungsmodalitäten des VAR gibt es keine „tatsächlich absolute und für alle gleich gefühlte Gerechtigkeit“, sondern eine ungeregelte Eingriffssymphonie vom Kölner Kellerorchester, das eingreift, wenn dem Dirigent auf dem Barhocker der Sinn danach steht. Das macht am Ende das Spiel noch mehr kaputt als die Abwesenheit des VAR. Wenn die Regel auf alle angewandt wird, muss man die Kröte schlucken (Siehe Vorwoche Thema Handelfmeter ja/nein). Wird sie aber nicht. Und es ist zudem kein alternativer Fakt, wenn man das als gleiche Höhe bewertet…

    4

    0
    Antwort
    • Wie ich um 11Uhr hier schon geschrieben hatte steht der Fuß explizit in der allgemein gültigen Abseitsregel-von wegen gleicher Höhe.Keina Alternativen Fakten, einfach von der Gerechtigkeit her würde ich es allerdings wie du sehen-egal für oder gegen uns.
      Man muss allerdings sagen der VAR funktioniert bei Abseits noch am Besten.bei Handspiel gibt es Interpretationsspielraum und auch bei der Frage Schwalbe, ja nein,kann es knifflig werden, wenn man das anhand von Bildern beurteilen soll.

      0

      1
      Antwort
      • Klar. Wenn das Beweisbild tatsächlich den einen Moment abbildet, in dem erstmals eine winzige Lücke zwischen Ball und Fuß des Passgebers existiert, ist das Abseits. Ärgerlich bleibt, dass die Rücknahme dieses Tores in der Fußballgeschichte bisher wohl immer als Fehler gegolten hätte, weil auch anhand der bisher einen Hilfslinie Restzweifel geblieben wären (doch gleiche Höhe? Im Zweifel für den Angreifer..), die nun halt ausgeräumt sind. Oder doch nicht(?)..

        1

        1
        Antwort
          • CU als Bildungsblog! Das wusste ich noch nicht. Wahnsinns Regel.. Was ist mit einem feinfühlig butterweichen Schlenzer aus der Drehung als Pass, bei dem der Ball auch mal eine ganze Sekunde auf dem durch die Luft bewegten Fuß mitgeführt werden kann und quasi die gesamte Aktion den Impuls bildet?

            2

            1
            Antwort
            • Keine Ahnung, irgendwann hört es auch auf bestimmbar zu werden.
              Mir hat mal ein, in der Bundesliga eingesetzter, Linienrichter gesagt, er macht gerne in den untersten Ligen Linienrichter, da hört man noch wann der Ball den Fuss verlässt, ab einem gewissen Abstand von Passgeber zu Passempfänger wäre der Winkel so groß, da könne man gar nicht beide Dinge gleichzeitig beachten.

              1

              0
              Antwort
      • Richtig, die Schwalbenfrage ist knifflig. Denn man könnte auch das Abheben (bzw. Einleiten der Fallbewegung) Aarons VOR dem Kontakt mit Behrens als Schwalbe werten, würde man das wollen.

        Aber da ein wie auch immer gearteter Kontakt ja zwangsläufig als „unmöglich, sich auf den Beinen hätte halten zu können“ gewertet wird, musste natürlich folgerichtig auf Elfmeter entschieden werden – und keiner zweifelt an dessen Berechtigung.

        Wir müssen einfach cleverer werden. Denn man ist ja clever, wenn man den Kontakt sucht und nicht etwa unsportlich. Der Schmutz des Profi(t)fußballs ist mittlerweile kaum noch auszuhalten!

        8

        0
        Antwort
        • Und der, der sich mal nicht fallen lässt muss sich jetzt vom VAR-Oberaufseher anhören, dass in seinem Fall das nicht-einschreiten des VAR falsch war.
          Modern times
          Nur wenn ich an die Quali der Franzosen durch Henry gegen Irland denke, dann finde ich den VAR doch ganz okay

          2

          0
          Antwort
  • Kommentar bei Schluesselszene.net: „Katastrophale Transferpolitik,
    Jedes Spiel ne andere Stratelf,kein Konzept,Spieler die konstant schlecht spielen,haben eine Stammplatzgarantie“. Woanders is‘ also auch ned anders😎 In diesem Fall in Uerdingen, als Aufsteiger 4. in Liga 3, Trainer Stefan Krämer entlassen.

    1

    1
    Antwort
  • Kammerbauer wechselt für eineinhalb Jahre als Leihe mit Kaufoption nach Kiel…um zweite Liga spielen zu können hätte er ja auch bei uns bleiben können, könnten böse Zungen behaupten.

    2

    0
    Antwort
  • Das Spiel ohne den VAR zu betrachten und nur an den Statistiken zu messen halte ich für Blödsinn.
    Klar hat der VAR die Psychologie des Spiels ad absurdum geführt, und dies völlig ungerechtfertigt.
    Bis heute gibt es kein eindeutiges Bild, welches mit Ballabgabe aufgenommen, Zrelak im Abseits zeigt.
    Die perspektivisch verschobene Doppelliniendarstellung ist eine Farce und eine bodenlose Frechheit. Wir spielen hier ja kein Amateurmatch in der A Klasse. Der VAR darf(!) nach Reglement nur bei absoluten Fehlentscheidungen eingreifen. Das war hier in keinster Weise der Fall. Warum der Schiedsrichter Marco Fritz aus dem Landersverband Baden Württemberg trotzdem eingegriffen hat (und nicht – wie bei der Elfmeter Szene für H96) is besonders durch seine Herkunft etwas brisant aufgeladen. Unfassbar eigentlich. Hat mich stark an unser Auswärtsspiel in Hannover im letzten Abstiegsjahr erinnert, als wir zwei glasklare Abseitstore in der Schlussphase gegen uns bekamen und nach 3:0 Führung das Spiel noch aus der Hand geben mussten.
    Interessant ist, das keine Medien den jetzigen, eindeutigen Fall erkennen wollen. Es ist keine „harte“ Entscheidung es ist eine ungerechte – weil die verwendeten Bilder uneindeutig sind. Das hat, und das muss ich ihm zugestehen, Bornemann zu allererst bemäkelt. Und er hat Recht damit. Was passiert wenn wir in Zukunft alle Entscheidungen, auf solchen Bildern basierend, treffen. Dann brauchen wir keine Hoyzers mehr und die Wettquote wird im Kölner Keller geregelt! Ein Trauerspiel!
    Zum Spiel gegen Mainz:: Ein Kampfspiel entschieden durch den VAR, eigentlich ein schönes Kampfspiel. Aber wenn du so eine Entscheidung aus gegen dich bekommst, fühlt man sich als Spieler zu Recht der Punkte beraubt, und psychologisch hart angeknocked. Wenn ich Fans schreiben höre: Aber der Köllner hat dann auch nichts mehr gewechselt und gemacht. Ich bin ja kein großer Unterstützer von Köllner, aber wenn du so eine Entscheidung gegen dich bekommst, und ein paar Minuten später das 1:2 fängst ist das die Hölle. Da ist das Spiel quasi psychologisch entschieden.

    0

    1
    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.