Tote Hose am Deadline Day

Ein Kommentar von Alexander Endl.

Keine Neuzugänge am Deadline-Day hat viele überrascht, sogar die – auch das darf man mal anerkennend sagen – für gewöhnlich gut unterrichtete BILD Nürnberg hatte zwei Neuzugänge angekündigt und fühlte sich am Abend via Twitter bemüßigt sich selbst zu revidieren. Das Fanal im Abstiegskampf blieb damit auf diesem Sektor aus, ein Ivo Ilicevic mag für sich genommen kein Fehler sein, ist aber mit seiner Historie (kein Spiel mehr seit Oktober und davor bei Kairat Almaty aktiv) sicher keine ad-hoc-Verstärkung. Gegen Bremen wird er auch entsprechend noch nicht im Kader stehen.

Nimmt man die persönliche Erwartungshaltung aus der Gleichung, ist das Handeln von Bornemann nicht widersprüchlich. Die kolportierten 3 Mio. Spielraum für Neuzugänge wurden kommunikativ immer daran geknüpft, dass man nur Spieler verpflichten werde, wenn sie sportlich, wirtschaftlich und mental in die Mannschaft passen würden. Dass man keine(n) entsprechenden Spieler finden würde, wollte nur keiner wahr haben. Der Frust, der sich nun bei vielen Fans und auch Teilen der Presse wieder findet, ist daher mehr Ausdruck einer enttäuschten Erwartungshaltung, denn gebrochener Versprechungen.

Die Frage wird natürlich im Falle des Scheiterns sein, ob man wirklich alles getan hätte, um den derzeit drohenden, aber nicht unvermeidbar scheinenden Abstieg zu vermeiden. Ob die Aussicht darauf Spieler wie Drmic, der zuletzt durch die BILD Mönchengladbach ins Spiel gebracht wurde, signifikant gesteigert hätten, bleibt hypothetisch. Auch Drmic hat rein sportlich quasi nach seiner einen Fabel-Saison im Dress des Ruhmreichen kaum noch einen Fuß auf den Boden gebracht. Er wäre aber ein Zeichen an Fans und Umfeld gewesen, das durchaus Signalwirkung gehabt hätte.

Ob Winter-Neuzugänge generell sinnhaft sind, ist von jeher umstritten. Erfolgreiche Beispiele mit Leihgeschäften von den Bayern haben derzeit Hochkonjunktur, sind aber nicht beliebig übertrag- und reproduzierbar. Insbesondere Transfers am Ende der Transferperiode tragen den Makel der fehlenden gemeinsamen Vorbereitung. Insoweit wenig verwunderlich, dass gleich einige Teams der Bundesliga komplett auf solche verzichteten.

Als Mannschaft am 18. Tabellenplatz wären Kaderkorrekturen nahe liegend gewesen, auch wenn deren Effekt sowohl positiv (sportlich, Impuls gebend) wie negativ (Teamstruktur, wirtschaftlich) hätten ausfallen können. Sich für keine Neuzugänge zu entscheiden – und da mag man Ilicevic hier Unrecht tun, aber er ist doch eher eine vage Hoffnung – ist letztendlich konsequent, wenn man den Weg der Konsolidierung gehen will, sich nicht dem Druck durch Alibi-Transfers beugen möchte und zudem davon überzeugt ist, dass die Chancen auf den Klassenerhalt nicht durch Transfers gesteigert werden, sondern durch deren Verzicht und damit das ausgesprochene Vertrauen in die Mannschaft, ihren Teamgeist und ihr Entwicklungspotenzial. Der Weg ist ungewöhnlich, aber zu respektieren.

Nur eines dürfte damit auch auf der Hand liegen: Andreas Bornemann hat sein berufliches Schicksal noch ein Stück mehr an das von Michael Köllner gebunden. Transfers hätten ihn aus der Schusslinie genommen und den Trainer in die alleinige Verantwortung gestellt. Dies nicht zu tun zeugt von einer starken Haltung. Auch das nötigt Respekt ab, gerade weil die Kritik in Anbetracht der Schwere der Aufgabe kaum kleiner werden wird.

58 Gedanken zu „Tote Hose am Deadline Day

  • Sehe ich auch so. Aktionismus hätte nichts gebracht. Bilanz kann man dann wieder Ende der Saison ziehen (oder eben am Ende des Zeitraums auf den der “Weg der Vernunft“ angelegt ist). Und dann kann man auch Maßnahmen ableiten. Die Verantwortlichen haben sich entschieden konsequent die gewählte Linie durchzuziehen, das respektiere ich. Wir können nur versuchen die Mannschaft weiter zu unterstützen in dem Unterfangen das Unmögliche möglich zu machen. Auch wenn mir das bei der Frustration (speziell an den Spieltagen) oft schwer fällt.

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  • Bin auch enttäuscht. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Abstieg jetzt fix ist und keiner hat sich dagegen gewehrt.

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    • Eins steht fest, am Deadline day ist noch niemand abgestiegen#fcn- gab es bei Twitter dazu

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      • Klar die Hoffnung stirbt zuletzt. Bin morgen wieder im Stadion und hoffe… vielleicht kommt es ja das soviel beschworene Signal von der Mannschaft.
        „Wir wolln euch siegen sehn.“

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  • Der Glorreiche dürfte auch in einer einseitig recht schwachen 1.Liga zu Recht absteigen.Ich neige zu der Meinung dass auf mindestens 5 Positionen keine ausreichende Qualität vorhanden ist.

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    • macht bei 3 Mio- 600000€ da sondiere Mal den Markt ohne Gehälter natürlich.
      Oder einer für 3? macht immer noch vier offene Positionen

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  • Manches muss und kann ich nicht verstehen. Warum das Ende der Transferperiode ohne eine einzige Spielerleihe (ein System , das bei uns früher hervorragend funktioniert hat, die etwas Älteren werden sich erinnern) von einer starken Haltung Bornemanns Zeugnis ablegt, das vermag sich mir nicht zu erschließen. Ich würde sagen dies belegt nur eine rätselhafte Untätigkeit der handelnden Personen, die ja aber möglicherweise genau so gewünscht ist.

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    • Aber genau das hat Alexander doch auch beantwortet in dem er an die Worte Bornemanns erinnert, dass drei Faktoren es sinnvoll machen, die Mannschaft zu erweitern. Wenn einer der drei nicht erfüllt sind, weil zB Drmic das Gehaltsgefüge sprengen würde, dann ist es nur konsequent ihn nicht zu verpflichten. Und wenn keine anderen geeigneten Spieler, die die Anforderungen allesamt erfüllen verfügbar oder willens sind, dann nenne ich es schon konsequent, keine weiteren zu verpflichten. Untätig war man sicher nicht. Vlt nicht erfolgreich bei der Verpflichtung. Und ob der neue Spieler dann auch auch eine Verstärkung gewesen wäre ist auch nicht immer sicher.
      An das Team die Bitte, gebt einfach alles und versucht es.

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  • Ja Bornemann hat es ja im CEF Interview selber formuliert, man will in der Winterpause tätig werden, aber nur wenn man eine hohe Wahrscheinlichkeit sieht, daß einem der Spieler auch weiterhilft. Schön gesprochen, aber das ist auf der anderen Seite die Messlatte an der sich alle Manager messen lassen müssen.

    Was hilft den Konsolidierung und Konstanz die ins sportliche Nichts führt und damit zu einer sehr begrenzten Einnahmeseite, es gibt keinen wirtschaftlichen Erfolg ohne den sportlichen Erfolg in dem Geschäft. Wobei bei uns der „Erfolg“ der Ligaverbleib wäre um die kommenden Jahre wieder näher ran zu rücken an die Enteilten Vereine.

    Für mich ganz klar ein „Fail“ und zwar alles was seit Vorrunden Ende in der Winterpause passiert ist und das in unserer prekären Situation. EIn Trainingslager von dem selbst Journalisten sagen die schon viele Jahre dabei sind, das war das schlimmste vor allem energetisch Stimmungsmäßig, was sie je erlebt haben, keinerlei Kaderaufrischungen, keine Aufbruchstimmtung, die ersten beiden Spiele und nur die hätten eine Wende einleiten können versiebt.

    Also noch viel mehr könnte man unter der Messlatte einer Weiterentwicklung gar nicht bleiben. Jeder kennt unsere Möglichkeiten ja, aber ich habe in dem Rahmen trotzdem erwartet daß man alles versucht um zumindest im Abstiegskampf konkurrenzfähig zu sein. Ich bin mir leider ziemlich sicher wir werden uns bald in die komplett Chancenlosigkeit verabschieden noch an den Klassenerhalt zu denken.

    Das hat auch mit unserem Programm zu tun. 8 Heimspiele davon 4 gegen die Top 4 Mannschaften, gegen die anderen MUSS dann mindesten gewonnen werden, was wir aber ebenso nicht können.

    Man kann alles erklären beschwichtigen aber in dem Profi Fußballgeschäft haben weder Bornemann noch Köllner ihre Ziele erreicht wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir haben das bereits in der Vorrunde versiebt und dann uns nicht mehr dagegen gestemmt, was immer auch mit einer risikobereitschaft zu tun hat bei allen Mannschaften. Da sind wir eben keine Ausnahme.

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  • Ich komme mir in diesen Transferfenstern immer so vor, als verwechseln manche FIFA auf der Playstation mit dem richtigen Leben. Mal ganz davon abgesehen, dass unser Budget verdammt gering ist (und von daher wirklich jeder Euro dreimal umgedreht werden sollte, bevor man in einen neuen Ildiz oder Kanazaki investiert), eines vergessen all diejenigen, die gerade AB an den Pranger stellen: einen Spieler haben zu wollen und sich um ihn zu bemühen, ob als sofortige Festverpflichtung als auch als Leihe, ist das eine. Aber dazu gehört halt auch noch immer die kleine Nebensächlichkeit, dass der Spieler überhaupt zum FCN kommen will! Und da ist es sch**egal ob Andreas Bornemann denen Honig um die Schnute schmiert, mit dem Gehaltszettel winkt oder auf Händen Tango tanzt. Wenn der Spieler eben nicht zum Tabellenletzten, der für viele faktisch schon abgestiegen ist, wechseln will, dann nützen auch die vorhandenen 3 Millionen Euro nix.

    Und ich kann mich Alex nur anschließen: die Sinnhaftigkeit von Wintertransfers stelle auch ich gewaltig infrage, ganz besonders wenn der Spieler sportlich, wirtschaftlich und metal in die Mannschaft passen soll. Das sind gleich drei Dinge auf einmal, das klappt vielleicht beim Überraschungs-Ei, das im Supermarkt palettenweise rumsteht, aber auf dem Spielermarkt gleicht das dann doch eher der Suche nach einem Trüffel…

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    • Ich scheitere meist sogar bei FIFA daran, gute Spieler zu verpflichten. Nur mal so.

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  • Wen es interessiert, die Satireseite „der Postillon“ hat einen Artikel über die Transferpolitik des Fcn rausgehauen. Die widmen sich in ihren Artikeln eigentlich fast nie dem Fußball sondern eigentlich nur Politik, aber der glubb hats geschafft.
    Ich stell hier mal den Link rein ist ganz amüsant zu lesen😅.
    https://www.der-postillon.com/2019/01/fcn-neymar.html?m=1

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  • „Insbesondere Transfers am Ende der Transferperiode tragen den Makel der fehlenden gemeinsamen Vorbereitung.“

    Und genau da hat Bornemann auch schon zu Saisonbeginn gepatzt: Misidjan, Kubo und Pereira – alle sehr spät geholt. Zuvor kamen nur Bauer und Mathenia als einzige Kandidaten, denen man vorab klar Erstliganiveau unterstellen könnte.

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    • „auch schon gepatzt“?
      Wenn er den Fehler jetzt nicht mehr macht dann hat er es doch besser gemacht, oder? Denn eine Verpflichtung von sofort helfenden Spielern zu Beginn der Transferperiode halte ich aus wirtschaftlichen Gründen für nicht machbar.

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      • Warum holt er dann den „vielleicht irgendwann mal helfenden“ Spieler Ilicevic so spät, dass er mindestens die ersten 4 Spieltage der Rückrunde verpasst? „Auch schon“ bezieht sich darauf, dass Bornemann ganz allgemein nicht das glücklichste Händchen bei den Transfers hat.

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  • Die erklärende Argumentation ist durchaus schlüssig, aber dann hätte sich halt Bornemann auch nicht aus dem Fenster lehnen sollen, dass er noch „etwas machen“ will. Dass er dann eben nichts mehr gemacht hat (machen konnte), sieht in der Nachbetrachtung wie ein krachendes Scheitern aus. Die Signalwirkung hinsichtlich einer „Aufbruchstimmung“ ist fatal.

    Zugegeben, ich habe auf einen hochklassigen 6er gehofft. Das war vielleicht unrealistisch, denn für unser Budget sind die Petraks und Kammerbauers eben unser Niveau, aber das war eben mit der Vorstellung verknüpft, dass dies die eine Schlüsselposition ist, die der gesamten Mannschaft Stabilität verleiht. Und somit die Chancen auf den Klassenerhalt erheblich erhöht.

    Ilicevic ist eigentlich ein guter Transfer, allerdings nicht für unser Anforderungsprofil (sofort helfen…), sondern eher längerfristig gedacht. Ein Vertrag bis Saisonende ist auch aus dieser Sichtweise etwas seltsam, es sein denn, man hätte Optionen vereinbart. Unabhängig davon ist er ein Spieler, der schon bewiesen hat, absolut Bundesligatauglich zu sein und auch mal ein Spiel entscheiden kann. Individuell stark, Ballgewandt, guter Schuss, kann direkte Freistöße verwandeln. Und er bringt viel Erfahrung ein, was uns ja noch fehlt. Ich denke schon, dass er noch eine Rolle spielen wird, aber womöglich kommt das dann zu spät.

    Letzendlich hat Bornemann nichts gemacht, was uns sofort hilft und damit seine eigenen Vorgaben missachtet. Besonders schwerwiegend ist für mich, dass wir nichts für die Stabilität getan haben. Aber andererseits habe ich bei den getätigten Transfers der anderen auch keinen gesehen, der realistisch für uns gewesen wäre. Der Ex-Cluberer Nordveit wäre zwar eine romantische Geschichte und würde genau auf meine Wunschposition passen, aber der schwebt längst in anderen Gehaltsspären und muss bei einem Angebot aus England sicher nicht zweimal überlegen…

    Trotzdem, ich bin brutal ernüchtert.

    Bornemann hat es geschafft, meine zart aufkeimende Hoffnung nach der Niederlage (!) in Mainz komplett in die Tonne zu stampfen. Ich hoffe, die Mannschaft belehrt mich eines Besseren!

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    • Wir als Fans müssen natürlich auch keine Alternative kennen, sonst könnten wir ja den Job von Bornemann ausüben. Bei allem gebotenen Realismus muss man schon feststellen, dass die Erwartungshaltung gegenüber Bornemann so unterirdisch niedrig ist, dass er sich nicht nur jegliche Kreativität, die gerade in unserer Situation zwingend notwendig wäre, aussparen kann, sondern sich sogar alleine mit leeren Ankündigungen und Tatenlosigkeit im Amt hält. Das war letzten Winter so, das war im Sommer so und das ist jetzt so. Das ist die klare Handschrift unseres sog. Aufsichtsrats.

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  • Was man erkennen muss: Vier Jahre 2. Liga haben auch deshalb finanziell brutal Substanz gekostet, weil der Club vorher keinerlei Reserven aufgebaut hatte und es schmerzt ja noch immer, dass unsere Top-Spieler wie Burgstaller, Teuchert, Stark oder Füllkrug (und auch Schöpf) letztlich für „kleines Geld“ gegangen sind, weil die aufkaufenden Vereine den Club ganz einfach ausgepokert haben bzw. genau wussten, dass der Club verkaufen muss bzw. nicht verlängern kann. Es ist doch ein Witz, dass ein Mann wie Burgi, der in Schalke regelmäßig einnetzt, für 1 Mio. dorthin gegangen ist und z.B. Freiburg für einen wie Grifo 6 Mio. oder Philipp 20 Mio. bekommen hat.
    Vor diesem Hintergrund ist es doch schlicht und einfach vernünftig, nicht auf der allerletzten Rille in die nächste Saison zu gehen. Selbst wenn der Club in der Bundesliga bleiben würde, bräuchte er im Sommer Geld, um nicht gleich wieder mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Wenn man jetzt wieder einen finanziellen Kraftakt macht, kommt im Sommer das böse Erwachen, gerade auch dann, wenn man absteigt.
    Und die Leihen von großen Vereinen sind wohl schwieriger als zu Zeiten von Martin Bader, ganz einfach, weil der Gehaltsabstand noch größer geworden ist und der Anreiz, nach Nürnberg zu gehen, noch weniger vorhanden ist. Außerdem zieht England unwahrscheinlich. Insofern ist es doch eigentlich vernünftig, was die Club-Führung macht. Sie schmeissen das Geld halt nicht zum Fenster raus und machen kein finanzielles Harakiri. Das ist die Grundlage, damit der Club, der keinerlei nennenswerte externe Zuflüsse hat, überleben kann.
    Die Club-Fans müssen das jetzt durchstehen. Der Club ist schon öfter aufgestiegen und dann postwendend wieder abgestiegen, um dann gleich wieder aufzusteigen. So ist das halt beim Club.

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  • „….um dann gleich wieder aufzusteigen. So ist das halt beim Club.“

    Ich fürchte nach unserem neuerlichen Abstieg wars das für immer bzw. längere Zeit.
    Leider sehe ich schwarz bzw. bin sehr pessimistisch was die Zukunft angeht. Das beste
    ist wahrscheinlich die nächste Saison mit einem erfahrenen 2.Liga-Trainer anzugehen.
    Was liegt da näher als mit MK ? Ich wäre dafür.

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  • „Keine Neuzugänge am Deadline-Day hat viele überrascht, sogar die – auch das darf man mal anerkennend sagen – für gewöhnlich gut unterrichtete BILD Nürnberg hatte zwei Neuzugänge angekündigt und fühlte sich am Abend via Twitter bemüßigt sich selbst zu revidieren.“

    Gut unterrichtet ist das eine, aber – auch das darf man mal aberkennend sagen – das Kackblatt nervt mit seiner polemischen „Berichterstattung“. Nicht, dass es was Neues wäre (und es Themen gibt, bei denen das noch viel gefährlicher ist), aber ich finde nicht, dass es gerade notwendig ist, dem Schmierblatt Anerkennung zu geben.

    Schön finde ich, dass es wenigstens hier noch weitgehend sachlich zugeht.

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    • Das mit der polemischen, ja bisweilen arroganten Berichterstattung sehe ich ja auch. Wollte aber nicht immer nur drauf hauen. Informiert sind sie in der Regel gut, manche Artikel auch gut lesbar, andere halt unter aller Kanone. Und da verweise ich gern auf die auch von Köllner angemahnten respektlosen Begrifflichkeiten wie „trostlos“ oder „Lachnummer“ der jüngeren Zeit. Aber das ist eben ein anderes Thema. Hier konnte man ihnen eigentlich nur vorwerfen, dass sie das getwittert hatten, was nahezu jeder im Umfeld des FCN glaubte gehört zu haben.

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      • Ich lese ja das nicht, was IN der Bild steht – ich komme an den Kästen vorbei (oder am Äquivalent Tweets), so wie heute, und ärgere mich. Da haue ich gerne zwischenrein mal drauf. (Muss man freilich nicht täglich machen, da bin ich ja bei Dir).
        Vielleicht ist es aber auch ein Fall, in dem das „gut informiert“ in Frage gestellt werden muss und man auch mutmaßen darf: Sie haben die Story einfach so „vorbereitet“ um jetzt wieder schön drauf hauen zu können.

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      • Ja, es gibt Grenzen des Respekts.
        Die sind meiner Ansicht nach bei dem Wort „trostlos“ nicht erreicht.

        Der Duden definiert „trostlos“ u.a. mit „auf deprimierende Art schlecht“.
        Und Auftritte, die dieses Attribut verdient haben, gab es eine Handvoll.

        Differenzierte Betrachtung, Mahnung zur Sachlichkeit, alles schön und gut.
        Aber trostlos, bei aller Liebe, ist nicht respektlos, allenfalls eine Schilderung, die die eigene Gefühlslage (deprimierend) einbezieht.
        Kirche in Dorf lassen,…
        hat sonst einen Hauch von Karl Heinz Rummenigges Grundgesetz, der Herr Köllner, dem ich heute Nachmittag von Herzen einen 3er wünsche – uns allen ebenso.

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        • Wenn du schon den Duden bemühst, dann zitier nicht nur das,was zu deiner Auslegung passt, sondern auch, was dort an erster und dritter Stelle steht: inseinem Leid in einer aussichtslosen Lage ohne Trost bzw öde, ohne jeden Reiz, häßlich.

          Das mag dann zu der Wahrnehmung mancher Fans und Journalisten passen. Ich kann aber voll nachvollziehen, wenn eine derartige Beschreibung von Köllner und den Spielern als beleidigend und herabwürdigend empfunden wird.

          Und wenn du dir Alexanders Bericht zum Spiel durchliest oder mitberichtigst, dass das Trainerteam und die Mannschaft seit Monaten alles dafür tun, dass die mission impossible doch von Erfolg gekrönt ist(Klassenerhalt am Ende der Saison), dann ist solch eine Wertung durch einen Journalisten auf einer PK einfach nur überzogen und unangebracht.

          Abgesehen davon hab ich anscheinend ein falsches Bild von der Aufgabe eines Journalisten in einem demokratischen Land. Nach meinem Verständnis sollte der nämlich möglichst objektiv informieren und nicht populistische Meinungsmache betreiben.

          Aber das beherrschen in Nürnberg leider nur noch sehr wenige.

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  • Das Handeln von Bornemann empfinde ich als widersprüchlich! Seine Personalpolitik mit Konsolidierung und Weg der Vernunft zu erklären, schönt die Situation. Über die Transfers im Sommer will ich hinweg gehen, darüber wurde ausreichend diskutiert.

    Doch wie stellte sich die Situation in der Winterpause dar? Der Club war verdient Tabellenletzter, jedoch dank der Schwäche der Konkurrenz in Reichweite des Relegationsranges. Jedem war klar, dass der Club dringend Verstärkungen (mehrere) benötigt, AB kündigt an, welche zu holen. Und bringt auf den letzten Drücker lediglich einen Spieler, der sich erst noch Einsatzform aneignen muss. Wofür mehr als ausreichend Zeit gewesen wäre, schließlich war der Spieler seit 1.1. ablösefrei auf dem Markt. Doch AB holt Ilicevic erst nach dem Traningslager, erst nachdem 2 Spieltage der Rückrunde absolviert sind. Im Prinzip wiederholt er seine Fehler der Vorrunde. Mag sein, dass Ilicevic bei einem schnellen Vertragsabschluss etwas mehr Gehalt verlangt hätte. Aber nachdem nur 1 Spieler kam, wäre die verschmerzbar gewesen. Mit dem Vorteil, dass Ilicevic bereits im Trainingslager integriert worden wäre und gegen Hertha hätte helfen können.

    AB verzichtete darauf, z.B. per Leihe dem Kader weitere notwendige Qualität zu zu führen. Natürlich soll er keine verrückten Dinge tun. Doch kann ich mir nicht vorstellen, dass sich nicht wenigstens 1 Spieler hätte finden lassen, der in unser Preisgefüge gepasst hätte. AB hat somit den Abstieg bewusst in Kauf genommen. Weil sein Plan es vorsieht, dass der Club sich in Liga 2 finanziell konsolidieren wird.

    Doch wird das so funktionieren? Natürlich werden in Liga 2 die Personalkosten sinken, da das Gehaltsniveau angepasst wird. Ebenso werden jedoch auch unsere Einnahmen geringer ausfallen. Weniger TV-Geld, niedrigere Sponsoren-Zahlungen und rückläufiges Zuschauerinteresse aktuell und sukzessive, weniger Merchandiseverkauf. Die Rückgang beim Kartenverkauf könnte spürbar ausfallen, da nicht wenige Fans mit dem Weg den AB und Köllner gehen, absolut nicht einverstanden sind und Gräben aufreißen wie in der Endphase unter Bader. Woher soll also das Geld kommen, um den Club zu konsolidieren? Sofern kein weißer Ritter als wohltätiger Investor einsteigt, werden nur Spielerverkäufe bleiben. Doch gerade hier hat sich AB bisher nicht als geschickter und harter Verhandlungspartner einen Namen gemacht. Die von ihm erzielten Ablösen erschienen subjektiv fast ausnahmslos als zu gering. Wobei er bisher ja noch vom Verkauf der von Bader geholten Spieler profitierte. Ob die von ihm im Regelfall als Schnäppchen gekauften Jungs die notwendigen hohen Summen erbringen werden? Abgesehen davon, dass sein Plan ja auch den Wiederaufstieg in die 1. Liga vorsieht. Schulden signifikant abbauen und gleichzeitig ein Team bauen, das aufsteigt und dann mehr Chancen auf den Klassenerhalt hat, ist bei den Einnahmen der 2. Liga sehr ambitioniert.

    Wobei AB diesbezüglich noch nie hat verlauten lassen, wie viele Jahre er für den Prozess der Konsolidierung veranschlagt. Wann rechnet er mit dem Wiederaufstieg? Wann soll der Club so weit stabilisiert sein, dass er versuchen kann, die dauerhafte Mitgliedschaft im Oberhaus anzugreifen? Ohne die Bekanntgabe dieser elementaren Wegmarkierungen besteht meiner Meinung nach die Gefahr, dass Bornemann das Argument der Konsolidierung verwendet, um eigene Fehlern zu übertünchen!

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    • @block 4

      „AB verzichtete darauf, z.B. per Leihe dem Kader weitere notwendige Qualität zu zu führen. Natürlich soll er keine verrückten Dinge tun. Doch kann ich mir nicht vorstellen, dass sich nicht wenigstens 1 Spieler hätte finden lassen, der in unser Preisgefüge gepasst hätte. AB hat somit den Abstieg bewusst in Kauf genom.“

      Wie sähe es wohl auf der Erde aus, wenn es all das nicht gäbe, was du dir nicht vorstellen kannst?

      Die meisten Menschen verstehen von Vielem wenig und von Nicht etwas ganz, haben aber zu allem eine entschiedene Meinung und zwar grundsätzlich immer die richtige.

      Bist du bei den Verhandlungen von Bornemann anwesend gewesen? Wenn nein, woher leitet du dein harsches Urteil ab, er wäre weder ein geschickter, noch harter Verhandlungspartner gewesen? Du
      diskreditierst auf der Grundlage von Unwissenheit und Vermutungen. Das spricht nicht für dich und deine Urteilskraft.

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      • Warum „Unwissen“? Man sieht doch die Fakten: ein Tabellenletzter der 3 Mio. Budget ausruft und der am Ende gerade mal einen vereinslosen 32-Jährigen ohne Vorbereitung verpflichtet, dazu auf einer Position, die dreifach besetzt ist. Und dass trotz monatelanger Vorbereitungszeit und trotz angekündigter Transferpläne. Die gleiche Entwicklung wie im Sommer, mehr oder wenig die gleichen Ergebnisse, exakt die gleichen Begründungen (wobei: Bornemann meinte ja erst noch, dass der Club als Tabellenletzter nichts machen müsse, weil die Anderen ja auch nichts machten…). Jedoch bei keinem anderen Verein auch nur ansatzweise Parallelen. Selbst Kiel – auf einem niedrigeren Niveau wie der Club – verpflichtet einen Kammerbauer.

        Warum also müsse man bei den Verhandlungen dabei gewesen sein, um angesichts dieser klaren Faktenlage Bornemanns Leistungsvermögen nicht kritisch sehen zu können?

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        • @ Andre
          Für Kiel kann Kammerbauer eine Verstärkung sein, für den Club ist er es nicht.

          Bitte, zeige mir einen Fakt (und keine Mutmaßung) an welcher Stelle Bornemann weich und ungeschickt verhandelt hat!
          Was weißt du konkret über die finanziellen Verhältnisse in Düsseldorf? Hast du eine Ahnung davon was deren Spieler gekostet haben, wieviel Gehalt sie bekommen und wie die Kosten refinanziert wurden. Müssen die negatives Eigenkapital abbauen? Droht denen bei einem Drahtseilakt der Lizenzentzug? Du kannst auch nur das als „Wahrheit“ weitergeben, was du in den Medien liest.
          Ein Sportmanager, der seine Entscheidungen an den Wunschvorstellungen der Fans orientiert, ist ein Hasardeur.
          Was du betreibst, das ist keine Kritik, das ist Diskreditierung der sportlich Verantwortlichen beim Club in unangebrachter Weise. Wieso bist du, bei deiner Klasse, immer noch ein unbeschriebenes Blatt im bezahlten Fussball?

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        • Also wenn Bornemann nicht lügt, dann hat er nie von 3 Millionen gesprochen. Sei doch mal so lieb und schreibe noch einmal, auf welche Quelle du dich berufst.

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  • Ich genieße gerade dieses neue Gefühl, dass diesmal mit dem wahrscheinlichen Abstieg nicht die Panik einhergeht, der Club könnte mächtig Probleme für den Lizenzerhalt bekommen und hat das unbedingte Muss im Nacken, in der kommenden Saison sofort wieder aufsteigen zu müssen, da sonst die Insolvenz droht.

    Jetzt haben wir mal eine Führung, die sich traut, unpopulär zu entscheiden, die aber alles dem Wohl der Gesundung eines mit immer noch 20 Mio. Euro verschuldeten Vereins unterordnet – und schon wird ihr im besten Falle Untätigkeit, ansonsten aber Unwissenheit, Blödheit, Deppenhaftigkeit und was auch immer vorgeworfen.

    Dabei handeln die Verantwortlichen genauso, wie sie es vor der Saison angekündigt hatten: Kein Harakiri, keine unnötigen finanziellen Risiken, den Weg der Konsolidierung des Vereins weitergehend.

    Da die Mitglieder kein Interesse an einer Ausgliederung haben, sondern der Meinung sind, romantisches Vereinsgedudel sei mit knallharten Gesetzen eines überhitzten Marktes in Einklang zu bringen, lassen sie den Verantwortlichen auch keine andere Wahl.

    Und was die Leihgeschäfte angeht, die uns mal vor 10 oder 12 Jahren den Hintern gerettet hatten: Ein kleines Beispiel aus der Bundesliga: Wolfsburg hatte für eine Saison ein Leihgeschäft mit Liverpool gemacht, es ging um den belgischen Stürmer Divock Origi, der in Liberpool zwischen Bank und Tribüne pendelte.
    Inklusive Gehalt von Origi zahlte der VfL Wolfsburg für eine Saison 16.000.000 (16 Mio.) Euro für diese Leihe. Keine Kaufoption. Nur Leihe und Gehalt.

    Die Zeiten, in denen sich der Club vermeintlich erstklassige Spieler von der Resterampe bedienen konnte (hier hat man Bornemann tatsächlich vorgeworfen, sich statt H96 nicht um Kagawa bemüht zu haben!), sind ganz einfach vorbei. Bornemann hat bestimmt nicht „nichts“ gemacht – aber wen hätte er bekommen können (außer Ivo Ilicevic), der den Club vor dem Abstieg retten könnte?
    Richtig:
    Niemanden.

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    • Die Kategorie Origi/Liverpool war ungeachtet der inflationären Entwicklung noch nie unsere Kragenweite. Die Schiebers, Ekicis, etc waren Talente, die woanders vorab auf 2 Bundesligaspiele in Summe gekommen sind. Insofern passt der Vergleich nicht. Wir brauchen gar nicht groß philosophieren. Schauen wir nach Düsseldorf, da zeigt die gleiche Kragenweite, wie man mit kleinen Mitteln arbeiten muss. Ablösefreie bzw. noch bezahlbare Top-Spieler aus der 2.Liga, die Deutsch sprechen und im wirst case auch in die 2.Liga zurückgehen können. In Düsseldorf sind sie jedoch v.a. auf der Trainerbank (war bisher auch für Transfers verantwortlich) professionell aufgestellt und nicht wie wir mit Amateuren und Novizen vom AR, über Sportvorstand und Trainer.

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      • Wenn wir gerade bei Vergleichen sind, die nicht passen: Schieber und Ekici sind fast zehn Jahre her… Talente dieses Kalibers verdienen heute ein vielfaches – und als abgebender Verein suche ich mir die Vereine aus, die mir am meisten für eine Leihe zahlen.

        Düsseldorf hat (soweit ich weiß) keine Schulden und tut sich beim aktuellen Tabellenstand natürlich leichter in Vorleistung für die nächste Saison zu gehen.

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        • Ist schon witzig, wie hier auf „hat früher doch auch geklappt“ verwiesen. Vielleicht hätten wir es ja auch bei Messi probieren können, indem wir ihn in Grethleins Werbeagentur einen Job verschaffen. Vielleicht hätte aber auch ein Kasten Bier gelangt.

          Und auch bei Düsseldorf bin ich bei Dir – mit der Ausgangssituation musst du investieren, um den Klassenerhalt auf jeden Fall zu schaffen. Dafür darf man auch mal in Vorleistung (=Schulden) gehen. Beim FCN ist die Risikoabwägung allerdings eine andere: Selbst wenn Du jetzt drei gestandene Profis dazuholst (die dazu auch noch fit sind) bliebe die Chance auf den Klassenerhalt absolut gering.

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          • Mit welcher Ausgangssituation muss man investieren? Mir der eines Aufsteigers? Düsseldorf war wie wir Aufsteiger, lt. Meeske bzw. BILD/Meeske finanziell auf einem Level. Insofern ähnliche Rahmenbedingungen. Düsseldorf musste einige Spieler zu Saisonbeginn verpflichten. In der Winterpause haben sie einen Spieler geliehen. Wer muss also wann investieren und wer nicht?

            Desweiteren: Du hast recht, dass die Ekicis jetzt mehr verdienen. Aber initial sind v.a. die TV Gelder deutlich gewachsen (die Gehaltszuwächse sind Resultat der RV Gelder) und Düsseldorf (wie gesagt: gleiche Kragenweite wie wir) kann doch auch einen Lukebakio ausleihen…oder Union einen Mané…

            Wer ein gutes Netzwerk hat, kann immer Spieler leihen und sogar den abgebendem Verein verpflichten, Teile des Gehalts zu übernehmen (siehe z.B. Andreas Ottl).

            Und wer kein Netzwerk hat, wird immer Gründe finden, warum Dinge nicht gehen. Und genau deshalb geht bei uns auch nichts. Weder der AR, nich Bornemann scheinen eine Leistungskultur anzustreben.

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        • Zu Düsseldorf fällt mir ein in der Bundesligasaison 2012/13 hatten sie nach der Vorrunde auch 21 Punkte so wie dieses Jahr und sind am Ende abgestiegen mit 1 Punkt Differenz zum Relegationsplatz.

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          • Alles ist möglich. Ich denke aber, dass hier niemand frustriert wäre, wenn wir uns auch nur annähernd so respektabel wie Düsseldorf schlagen würden, um dann am Ende dennoch abzusteigen. Wir müssen jedoch strampeln, dass wir nicht Negativrekord über Negativrekord einstellen.

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      • @ Andre

        „In Düsseldorf sind sie jedoch v.a. auf der Trainerbank (war bisher auch für Transfers verantwortlich) professionell aufgestellt und nicht wie wir mit Amateuren und Novizen vom AR, über Sportvorstand und Trainer.“

        Der Oberlehrer Andre hat gesprochen. Sag mal, nervst du provokativ, oder glaubst du den Inhalt deiner Posts etwa noch selbst? Dann solltest du nicht die Verantwortlichen beim Club hinterfragen, sondern dich selbst.

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      • @andre ich hab jetzt mal gegoogelt und dabei diese Tabelle gefunden:

        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/745/umfrage/marktwert-der-bundesligamannschaften/

        Allerdings geht es da nur um den durchschnittlichen Marktwert der Mannschaft, nicht um Einnahmen/Ausgaben/Schuldenstand.

        Danach hast du insofern Recht als die Fortuna mit einem um 25% niedrigeren Marktwert derzeit deutlich besser da steht in der Tabelle als wir. Hannover, Augsburg und Stuttgart müssten dagegen weit besser dastehen.
        Auf Platz 16 stünde Freiburg, wir auf Platz 17 und Düsseldorf auf Platz 18. Freiburg müsste egal gegen wen die Relegation schaffen, Köln und der HSV sicher austeigen. Und wir sind nächstes Jahr Krösus der 2. Liga, wenn wir die Spieler überwiegend halten können.

        Der einzige Grund, der mich an dieser Tabelle zweifeln lässt, ist der Wert des HSV. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Spieler dort so wenig wer sind.

        Wenn man dan auf transfermarkt die Tabellevdes Gesamtmarktwertes der einzelnen Vereine anschaut
        https://www.transfermarkt.de/1-bundesliga/marktwerteverein/wettbewerb/L1

        sieht man ebenfaNürnberg und Düsseldorf am Ende, Düsseldorf hat einen Kader, der 0,2 Millionen weniger wert ist, schon Freiburg hat einen doppelten Wert. Ich denke, das Meeske das im Sinn hatte. Das sagt aber nichts über den tatsächlichen finanziellen Spielraum aus.

        Wenn du die Transferbilanz ansiehst
        https://www.transfermarkt.de/1-bundesliga/marktwerteverein/wettbewerb/L1
        ist Düsseldorf mit 1,3 Millionen vor uns. Sie haben einige Spieler geliehen. Nur bei einem Teil wird dabei die Leihgebühr angegeben. D.h. es ist unklar, was Usami, Suttner und Kaminski kosten. Die musst da aber noch draufrechnen zu den 1,3 Millionen. Oder meinst du, sie kosten nichts?

        Fazit: du kannst vielleicht begesein, dass die Fortunen mit diesem Kader derzeit vor Augsburg, Stuttgart und Hannover stehen. Aber daraus ableiten, dass dort die Verantwortlichen ihr Handwerk wesentlich besser beherrschen, scheint mir doch verfrüht. Denn letztlich haben sie nur zwei Niederlagen weniger. Wenn man da unsere Niederlagen gegen die Hertha am ersten Spieltag und gegen Mainz als äußerst unglücklich verloren gegen rechnet, sieht man, wie schnell das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen kann gegen auch von uns besiegbare Mannschaften.

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        • Ich bin komplett bei Dir, dass die Transfermarktwerte nur fiktiver Natur sind. Insofern habe ich vor einigen Tagen auch die auf diesen Werten basierende Meinung in Frage gestellt, dass wir bei einem Abgang unserer „Leistungsträger“ wenigstens mit einem Geldregen von „15-20 Mio.“ rechnen dürfen. M.E. können die entscheidenden Faktoren, wie Vertragslaufzeiten, Motivation von Spieler/Berater, Verkaufsdruck des Vereins und Angebot/Nachfrage, nicht abgebildet werden.

          Insofern habe ich absolut keine auf Zahlen basierte Meinung zum Vergleich der finanziellen Möglichkeiten mit Düsseldorf. Die genannten Spieler kosten 6 bzw. 12 Monate Gehalt, dass ist richtig. Wer aber sein Geschäft beherrscht, der verhandelt eben auch mal ein Gehaltssharing mit dem Verleiher. Ob das dort auch so war, weiß ich nicht.

          Meine Auffassung stützt sich v.a. auf das Zitat der BILD von Meeske und meiner zugegeben laienhaften Einschätzung der „Strukturen“. Entscheidend für die strukturellen Potenziale sind m.E. die Dauer der Zweitligazugehörigkeit bzw. Abstinenz der 1.Liga i.V.m. Qualität des Abstiegsjahrs, bei dem wie bei uns Verzweiflungstrransfers und Abschreibungen auf Spielerwerte schnell zweistellige Millionenwerte verbrennen können.

          So komme ich auf gleiches Status/Potenzial von Düsseldorf und uns – ob da 1 Mio. mehr oder weniger bei dem einen oder anderen steht, ist auch egal. Bei unserer Transferbilanz lag es ja auch nicht an 1 Mio. mehr oder weniger, sondern eher an dem Ansatz, ob man einen 30 Mann Kader benötigt oder lieber auf 22 Spieler setzt und sich dafür Verstärkungen zumindest per Leihe leisten kann, wenn man diese dann überhaupt kennt und verhandeln kann.

          Ich gebe Dir auch recht, dass wir hier über eine Momentaufnahme bzw. über die letzten 8 Monate sprechen. Es kann absolut sein, dass auch Düsseldorf am Ende noch runter geht. Aber selbst dann halte ich deren Vorgehensweise im Gegensatz zu unserer für tragfähig. Deren Neuzugänge , wie Duksch, Stöger, etc. sind mind. profilierte Zweitligaspieler, die entweder den Wiederaufstieg realistischer machen oder entsprechend Ablösen generieren.
          Da steht bei uns max. Misidjan.

          Einen Potenzialstürmer zur Winterpause zu verpflichten, spricht neben einer Weitsichtigkeit (Raman, Lukebakio sind Leihspieler) auch für eine „Zweiwegestrategie“. Insofern könnte ich mir auch nicht vorstellen, dass Düsseldorf auch jetzt noch zwingend mit dem Klassenerhalt rechnet. Aber wie gesagt: auch bei uns hätte sich über eine Wettbewerbsfähigkeit im Abstiegskampf bei einem Last Minute Abstieg niemand beschwert. Das wäre respektabel und angemessen.

          Entscheidend für mich ist, dass Düsseldorf nach vorne gerichtet agiert und kommuniziert, während wir es uns in der Trutzburg „kein Geld, keine Chancen. wir kommen irgendwann, irgendwie erstarkt zurück“ aus Entscheidersicht höchstkomfortabel und vermeintlich unangreifbar machen. Dazu passt für mich, dass sie für einen Aufsteiger selbstbewussten Fußball abliefern, der den Fans sicher Spass macht und daneben sensationelle Punkte wie beim 3:3 in München, dem 1:0 gegen BVB holen.

          Man sieht jedoch alleine an dem Funkelvertragschaos durchaus, dass auch dort nicht alles Gold ist, was glänzt und dass auch sie Zweitligaverantwortliche haben – aber eben mit Lernkurven und auf dem Sprung zur Erstligatauglichkeit.

          Ich bin leidenschaftlicher Club-Fan aber gerade auch neidisch auf Düsseldorf und deren rundes Paket, das wir mit dem AR, Bornemann und Köllner nie schaffen werden.

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    • Sehe die Dinge ungefähr so wie Zuckerpass.

      Nur noch eine Bemerkung zu folgender Passage:

      „Da die Mitglieder kein Interesse an einer Ausgliederung haben, sondern der Meinung sind, romantisches Vereinsgedudel sei mit knallharten Gesetzen eines überhitzten Marktes in Einklang zu bringen, lassen sie den Verantwortlichen auch keine andere Wahl.“ (Zitat Zuckerpass)

      Ist es wirklich so, dass die Mitglieder überwiegend gegen die Ausgliederung sind? Es ist über diese Frage ja noch nicht abgestimmt worden. Wobei die Ursache dafür, dass noch nicht abgestimmt wurde, wohl darin liegt, dass der Club bislang keine(n) Sponsor(en)/Investor(en) gefunden hat, mit denen er eine seriöse Partnerschaft eingehen könnte. Ohne diese Voraussetzung macht die Ausgliederung ja keinen Sinn.

      Rossow hat ein Konzept für die Zukunft vorgelegt (Präsenz eines FCN-Influenzers in Kneipen und Diskos, FCN als Thema im Schulunterricht, Präsenz auf dem Weihnachtsmarkt…). Von Ausgliederung habe ich nichts gelesen. Ist dieses Thema mit dem Weggang von Meeske vom Tisch (es gab ja mal Arbeitsgruppen, die sich damit beschäftigten)? Oder hat Meeskes Weggang damit zu tun, dass das Ziel „Ausgliederung“ mangels potentieller Partner bzw. mangels Interesse der Mitglieder aussichtslos ist?

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      • Das Rossow-Konzept hätte sich auch meine 11-jährige Nichte ausdenken können.

        Ich gebe Dir recht, eine Abstimmung hat nie stattgefunden – doch ich hatte immer den Eindruck, eine Abstimmung würde auch zu nichts führen, so lange Messe respektive jetzt Rossow keinen Groß-Investor aus dem Ärmel holen.

        Ein „FCN-Influenzer“ ist auf jeden Fall ein sehr ehrgeiziger Schritt in die richtige Richtung. (Ironie!)
        Wenn man schon keine Kohle für Spieler hat, dann kann man sich diesen Mist auch gerne sparen und das gesparte Geld für was auch immer zurücklegen.

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        • Ich dachte, der FCN Influencer ist Jürgen Bergmann ? :mrgreen:

          Aber wenn man sich berufen fühlt:

          Ihre Aufgaben:

          Bindeglied zwischen den Interessen des 1. FC Nürnberg und den Interessen unserer Fans
          Betreuung und Begleitung von Fans während der Heim- und Auswärtsspiele unserer Mannschaft
          Deeskalierende und situationsbedingt angemessene Vermittlung bei Konfliktsituationen zwischen verschiedenen Interessen
          Teilnahme an spieltagsrelevanten Besprechungen, Versammlungen und Fortbildungsveranstaltungen
          Planung, Organisation und Durchführung von Fan-Veranstaltungen (z. B. Fanclub-Veranstaltungen)
          Projektmanagement-Tätigkeit in Bildungsprojekten des 1. FC Nürnberg in Zusammenarbeit mit der CSR-Initiative NÜRNBERG GEWINNT (Anti-Diskriminierung, Bildungsfahrten)
          Beantragung Fördergelder und organisatorische Umsetzung
          erster Ansprechpartner und Schnittstelle für Kooperationspartner bzgl. Workshop-Koordination und inhaltlicher bzw. konzeptioneller Ausrichtung und Fragestellungen
          Analyse und Auswertung durchgeführter Projekte (Evaluation)
          Bearbeitung der Ein- und Ausgangspost, E-Mail-Korrespondenz, Entgegennahme und Bearbeitung telefonischer Anfragen

          man sucht wohl gerade – oder hat gesucht

          https://www.fcn.de/news/artikel/stellenausschreibung-fanbeauftragter-mw/

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          • Von Kneipen und Diskotheken oder dem Weihnachtsmarkt steht da aber gar nichts. Ist das wirklich die Stellenausschreibung für den neuen „Influencer“?

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      • @ belschanov

        Genau das ist die richtige Frage: Hat Meeske deshalb das Handtuch geworfen, weil er sein Ziel, den Club über die Ausgliedrung konkurrenzfähig zu machen, an der Fanromantik scheitern sah?

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  • Wüsste bei den ‚Ergebnissen‘ gerne mal, was Herr Bornemann im Detail jeden Tag während der acht Stunden Arbeitszeit so tut.
    Acht Stunden. Jeden Tag.

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    • In der Nase bohren und Bleistift spitzen, was denn sonst? Ach so, Kaffee trinken und mit der Sekretärin flirten natürlich auch.

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      • Er hat die letzten Wochen pausenlos mit Uli und Hasan telephoniert um mit Ihnen eine gemeinsame Transferpolitik abzustimmen.Heraus kam das duale Modell:Die Einen sagen, wir scheissen Euch zu mit unserem Geld, die Anderen sagen, wir haben kein Geld.
        Am Ende habe beide keine Neuzugänge.Derzeit weilen beide Parteien an der Raststätte Köschinger Forst um mit einem Schweinebraten auf diesen Clou anzustoßen.Ein Bild-lesereporter könnte Bilder, von der Übergabe von Sanifair Bons als Zeichen der Freundschaft, machen

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      • Er hat die letzten Wochen pausenlos mit Uli und Hasan telephoniert um mit Ihnen eine gemeinsame Transferpolitik abzustimmen.Heraus kam das duale Modell:Die Einen sagen, wir scheissen Euch zu mit unserem Geld, die Anderen sagen, wir haben kein Geld.
        Am Ende habe beide keine Neuzugänge.Derzeit weilen beide Parteien an der Raststätte Köschinger Forst um mit einem Schweinebraten auf diesen Clou anzustoßen.Ein Bild-lesereporter könnte Bilder, von der Übergabe von Sanifair Bons als Zeichen der Freundschaft, machen
        Alternative Quellen haben berichtet Bornemann sei seit Wochen im Club Tresorraum verschwunden und zähle das Geld

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    • Zumindest schreibt er keinen abwertenden Kommentare über einen Chlodwig.

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  • Les Jeux sont faits – vorbei Transferfenster zu. Freuen wir uns auf den ein oder anderen Achtungserfolg und schielen schon mal was in der 2. Liga auf uns zu kommt. Ich finde es ist fast niemanden zumutbar sich noch ernsthaft Hoffnungen auf einen Klassenverbleib zu machen bei 11 Punkten aus 19 Spielen.

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  • Zitat Alexander Endl: „Sich für keine Neuzugänge zu entscheiden – und da mag man Ilicevic hier Unrecht tun, aber er ist doch eher eine vage Hoffnung – ist letztendlich konsequent, (…)“

    Geschickt geschrieben.
    Versteckst Du doch damit Ilicevic als Hoffnungsträger. Dabei ist er ja gerade als Verstärkung verpflichtet worden und somit gab es höchstens eine Entscheidung gegen WEITERE Neuzugänge…

    Und genau da kommt Florians Kommentar ins Spiel. Behält man die Deutungshoheit und postet um spätestens 18:30 am 31.1. ein Statement, dann grummeln viele vor sich hin, die meisten verstehen es aber und fühlen sich mitgenommen.

    So bleibt ein nicht Startelf-tauglicher Kicker, den man kurz zuvor als große Hilfe vorgestellt hat. Wann er überhaupt das Niveau erreicht, seine Erfahrung als Startelfkandidateinzubringen, steht in den Sternen. (Tut es wirklich…)

    Insofern schließt sich der Kreis, denn die Verpflichtung der neuen Nummer 16 ist im Grunde eine Mischung aus Verzweiflungs- und Wohlfahrtstat…

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  • Für mich ist das keine Verzweiflungs- und Wohlfahrtstat sondern ist ein Ausdruck der Unfähigkeit unseres Sportvorstandes.

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  • Man sieht Bornemanns Transfer Fähigkeiten ja auch auf der abgebenden also auf der Verkaufsseite. Alle Spieler der letzten Jahre, an denen anderen Vereine starkes Interesse hatten und die teilweise richtig Geld in die Kasse spülten (wenn der Vertrag nicht auslief) stammten bei Verpflichtung aus der Bader-Möckel Zeit.
    Ich kenne nicht einen Spieler, den Bornemann geholt hat, an dem anderen Vereine ähnliches Interesse hatten seitdem. Ich glaube so wenig wie in der jetzigen Winterpause mussten wir schon lange nicht mehr fürchten uns würde ein „Leistungsträger“ verlassen.Da war keiner. Eher sind unter Bornemanns Verpflichtungen Spieler, die gar keiner will, denke da an die Perle, die ihm sein Freund Finke so wärmstens empfohlen hatte, der zu der Zeit in Kamerum tätig war.

    Vielleicht liegt dieses“ kein Risiko eingehen“ auch daran, daß er da sowieso seit Jahren kein besonders glückliches Händchen bei Verpflichtungen hat. Wenn ich dann noch bei Florians Antwort lese der Chefscout ist der Herr Bornemann selbst, dann gute Nacht. 🙂

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  • H96 bittet erneut darum, endlich 18. werden zu dürfen.

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      • „H96 war defensiv nicht auf der Höhe und brachte in 90 Min. nur einen Abschluß auf’s Tor.“ (kicker.de)
        Schön daß dort wenigstens die Vereinsführung alles richtig macht.

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  • Pingback:Glubb-Blog Clubfans bei FCN-Auswärtsfahrten und Groundhopping - Öfter mal nix neues: Deadlineday schafft Klarheit!

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