Analyse: Defensive Organisation holt den Punkt

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Borussia Dortmund 0:0 – Der Club holt dank guter defensiver Organisation einen verdienten Punkt gegen den Tabellenführer.
1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse

Abb.1: Ungefähre Startformation

Für sein erstes Spiel als hauptverantwortlicher Cheftrainer veränderte Boris Schommers die Elf aus dem Hannover-Spiel personell dreimal. Für den rotgesperrten Simon Rhein lief wieder der in Hannover gelbgesperrte Ondrej Petrak auf. Zusätzlich rückten Eduard Löwen und Yuya Kubo in die Startelf, Federico Palacios landete dafür auf der Bank, Törles Knöll blieb sogar nur der Platz auf der Tribüne. Ebenfalls aus dem 18er-Kader rutschte Alexander Fuchs stattdessen saß Lukas Jäger auf der Bank.

In der Grundformation stellte Schommers ebenfalls um, vertraute auf ein 4-1-4-1, das in der Verteidigung zu einem 4-5-1 wurde, aus dem ein Mittelfeldspieler situativ zum Anlaufen aus der Fünferreihe im Mittelfeld rückte und so den ballführenden Dortmunder unter Druck setzen sollte. Phasenweise verzichtete der Club auch auf die Maßnahme und verteidigte mit einem fast flachen Fünfermittelfeld und machte so die Räume für den BVB extrem eng.

Der Club zog sich über weite Strecken des Spiels zurück und lauerte auf Konter, allerdings ohne dabei die defensive Balance zu verlieren. Mit geschicktem Positionsspiel zwangen die Gastgeber den Tabellenführer immer wieder auf die Flügel und vertrauten dort auf die Kopfballstärke ihrer Verteidiger. Die Dortmunder kamen so in der ersten halben Stunde zu einem einzigen Schuss aufs Tor des FCN (Witsel, 24.). Eine Zahl, auf die in dieser Zeit auch der Club kam: Behrens zwang nach einer Flanke von Löwen Bürki per Kopfball zu einer Parade. Anschließend setzte der Kapitän nach einer Ecke einen weiteren Kopfball über die Latte (28.) In der Folge wirkte der BVB von der Doppelchance des FCN wachgerüttelt und kam durch Götze zu mehreren ordentlichen Abschlüssen. Der Weltmeister scheiterte aber stets an Mathenia. Kurz vor der Pause kam Pereira dann, nachdem ein Zuspiel von Löwen Zagadou auf den Rücken gefallen war, noch zu einem Abschluss, doch Bürki wehrte den Flatterball des Brasilianers mit Mühe zur Seite ab.

Abb.2: Ungefähre Formation beim Schlusspfiff

Es sollte der letzte Schuss des FCN aufs Dortmunder Tor in diesem Spiel bleiben. Nach der Pause war nur noch verteidigen angesagt. Dies allerdings schaffte der Club auch in der zweiten Halbzeit formidabel: Götzes Schuss durch Petraks Beine, den Mathenia in der 53. Minute zur Ecke klärte, sollte der letzte Schuss aufs Nürnberger Gehäuse bleiben, in den folgenden 41 Minuten zielte die Borussia nur noch daneben. Der Club bewirkte dies dadurch, dass er die Gäste durch weiterhin geschicktes Dichtmachen des Zentrums immer wieder nach außen drängte oder die Dortmunder die Geduld verloren und so wenig vielversprechende Abschlüsse suchten.

Schommers versuchte nach einer Stunde den nach der Pause nicht mehr stattfindenden Angriff zu beleben, indem er Ishak für Zrelak brachte, doch die Maßnahme verfehlte ihre Wirkung, Entlastungsangriffe fanden fast gar nicht mehr statt, der Club zog sich immer weiter zurück und beschränkte sich aufs Verteidigen. Auch die weiteren Wechsel von Schommers blieben positionsgetreu: Bauer kam in der 77. Minute für Löwen und rückte auf dessen Position im Zentrum, Palacios ersetzte in der 85. Minute Kubo auf dem Flügel.

Vielleicht wäre mit etwas mehr Konzentration in einer der sich anbahnenden Kontersituationen noch mehr als das Remis möglich gewesen, aber so verteidigte der FCN das 0:0 bis zum Ende konzentriert gegen immer weiter verzweifelnde und unkonzentrierter angreifende Dortmunder, die außer zwei Kopfbällen über das Tor von Alcacer und Zagadou in der Schlussviertelstunde plus Nachspielzeit keine Abschlüsse mehr hatten.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Im Vordergrund der Leistung des FCN stand am Montagabend natürlich die starke Defensivarbeit, die sich an vielen kleinen Indikatoren ablesen lässt: Der BVB hatte bei keinem seiner Abschlüsse laut Understat einen höheren expected Goals Wert als 0,13 – also kein Schuss hatte eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit als 13%. Selbst wenn man alle Abschlüsse addiert, war die Wahrscheinlichkeit, dass keiner der Schüsse in Richtung Tor hinein geht immer noch bei fast 39%. Das bedeutet, dass der Club den BVB über die gesamte Spielzeit weitgehend dazu zwang schlechte Schusspositionen auszuwählen und sie vom Tor weghielt.

Das zeigt sich auch in anderen Werten: So schlug der BVB 24 Flanken aus dem Spiel, eine einzige (Diallo, 27.) kam beim Mitspieler an, 23 Flanken landeten beim Gegenspieler oder im Aus. So gewann der BVB in 90 Minuten auch nur einen Luftzweikampf im Nürnberger Strafraum (Delaney, 17.) – wobei hier die Einschränkung zu machen ist, dass einige der Torschüsse per Kopfball (Alcacer, Zagadou) nicht in die Wertung einfließen, da dem Abschluss keine Luftduelle vorausgingen. Insgesamt 29-mal schlug der Club den Ball aus dem eigenen Strafraum heraus, nachdem er den Ball abgefangen hatte und zwang Dortmund so ein ums andere Mal zum Neuaufbau. Individuell herausragend war im Hinblick auf die Werte Ewerton: Der Brasilianer gewann 100% seiner Zweikämpfe, hatte 13 klärende Aktionen, blockte darüber hinaus noch zwei Schüsse.

Interessant auch, dass der Club trotz der defensiven Spielweise kaum zum Mittel des Foulspiels griff, in 90 Minuten foulte der FCN lediglich acht Mal, nur drei der Fouls waren in der eigenen Hälfte. Dies geschah natürlich auch, um Standardsituationen in Tornähe zu vermeiden, dennoch zeigt es mit welcher Konzentration und Disziplin der Club agierte und den BVB auch ein wenig zur Verzweiflung brachte. Die Dortmunder kamen im Übrigen auf 9 Fouls.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Das Schneckenrennen im Keller geht weiter. Von den letzten vier Mannschaften holte nur der FCN einen Punkt. Insgesamt stehen die Teams auf Platz 15 bis 18 jetzt bei 60 Punkten. Das ist der niedrigste Wert seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Darüber hinaus ist Augsburg mit 18 Punkten der schwächste Tabellenfünfzehnte seit 1995/96 und Stuttgart mit 15 Punkten der schwächste Tabellensechzehnte seitdem. Hannover ist mit 14 Punkten nach 22 Partien schlechtester Vorletzter seit 1995/96. Nur der Club ist nicht schlechtester Letzter in den letzten 24 Jahren: Fürth (2012/13) und Berlin (2009/10) waren mit 12 Punkten noch schlechter als der FCN zu diesem Zeitpunkt.
  • Der Club spielte erstmal seit dem 29. September 2018 wieder zu null. Schiedsrichter beim 3:0 gegen Düsseldorf wie auch am Montagabend: Harm Osmers
  • Der FCN kam auf mehr gelaufene Kilometer als der BVB und gewann mehr Zweikämpfe als die Gäste. Von den acht Spielen, bei denen der Club dem Gegner sowohl in Sachen Laufstrecke als auch in Sachen Zweikämpfen überlegen war, hat er nur eines verloren (das Hinspiel bei der Hertha).
  • 50% der Nürnberger Fouls, also vier von acht, verursachte ein Spieler: Yuya Kubo.
  • Die 125,5 Kilometer Laufstrecke sind natürlich zum Teil den insgesamt acht Minuten Nachspielzeit geschuldet. Dennoch stellen sie erst einmal den Höchstwert für eine Mannschaft an diesem Spieltag und gleichzeitig eine Bestmarke für den Club in dieser Saison dar. Bisheriger Höchstwert 123,74 gelaufene Kilometer am 16. Spieltag in Gladbach.
  • Bei den Nerd-Werten sticht – neben der Diskrepanz in Sachen xG bei den unterschiedlichen Anbietern – heraus, dass der PPDA-Wert des FCN der dritthöchste der Saison ist. Höher war er nur in München (83,2) und im Hinspiel in Dortmund (32,95). Darin zeigt sich, dass der Club tief stand und nicht früh anlief, sondern eher durch Verschieben und Räumezustellen (also nicht erfasste Defensivaktionen) den Gästen das Leben schwer machte.
  • 37 klärende Abwehraktionen sind Saisonhöchstwert für den FCN, Ewerton allein kommt auf 13.
  • Misidjan Foul-Watch: Durch die Geburt seines zweiten Kindes verpasste der Holländer auch das Spiel gegen Dortmund, steht weiter bei 44 Fouls gegen sich. Inzwischen liegen Diego Demme (46) und Maximilian Arnold (51) vor Misidjan in der Saisonwertung. Auf Einsatzminuten gerechnet steht übrigens neben Misidjan (Platz 7, 2,82 Fouls pro 90 Minuten) mit Pereira (Platz 9, 2,69 Fouls pro 90 Minuten) noch ein weiterer Nürnberger in den Top 10. Der Club ist der einzige Verein, auf den das zutrifft. Platz 1 in dieser Wertung: Amin Harit (Schalke, 3,57 Fouls pro 90 Minuten).

3. Fazit

Der Club holt einen verdienten Punkt, weil er sich defensiv stark zeigt. Mit klarer Marschroute und konzentriertem Verteidigen brachte der FCN den Tabellenführer zur Verzweiflung und schaffte es immer wieder die Borussen zu schlechten Abschlüssen zu zwingen. Die Strategie der Nadelstiche funktionierte vor der Pause gut, wurde aber nach der Pause nicht konsequent weitergeführt. Für Duelle mit individuell nicht so deutlich stärkeren Mannschaften dürfte diese Ausrichtung aber nicht ausreichen, deshalb gilt es in der kurzen Woche bis zum Spiel in Düsseldorf nun an den offensiven Stellschrauben zu drehen, um dann auch dreifach zu punkten. Nur so kann der Abstiegskampf am Ende doch noch erfolgreich gestaltet werden, auch wenn ein Punktgewinn gegen den Tabellenführer sicher gut fürs Selbstbewusstsein ist.

4. Zahlen zum Spiel*

 

Nürnberg Dortmund
0 Tore 0
6 (2) Schüsse (aufs Tor) 18 (6)
50,6 Zweikämpfe (in %) 49,4
31,3 Ballbesitz (in %) 68,7
8 Fouls 9
3 Ecken 11
125,50 Laufstrecke (in km) 122,51
Pass-Statistiken
297 (79,12%) Pässe (erfolgreich) 806 (89,95%)
16,16% (62,50%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 4,46% (61,11%)
37,37% (68,47%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 26,30% (86,32%)
34,01% (84,16%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 43,67% (90,91%)
12,46% (97,30%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 15,51% (92,00%)
18,86% (66,07%) Anteil progressive Pässe (erfolgreich) 15,14% (88,52%)
Nerd-Statistiken
0,44/0,5/0,49 Expected Goals 1,81/1,1/0,92
0,93 Expected Points 1,69
27,06/27,71 PPDA 9,48/9,21

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote von Onefootball und der Laufstrecke vom Kicker) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt nicht 100%, da ein Teil der Pässe doppelt (z.B. lang und seitwärts) kategorisiert wird und andere Kategorien der Erfassung hier z.T. nicht aufgeführt werden. Mit progressiven Pässen werden Pässe bezeichnet, die mindestens 10 Meter Raumgewinn zur Folge haben oder aber im Strafraum an den Mann kommen. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – wird in der Reihenhfolge Wyscout/Understat angegeben.

5. Stimmen zum Spiel*

Boris Schommers: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und mit dem Spiel meiner Mannschaft. Wir haben gegen eine der Top-Mannschaften Europas gespielt und uns war bewusst, dass wir leidenschaftlich verteidigen müssen, um Dortmund nicht ans Laufen kommen zu lassen. Wir hatten auch ab und zu die Chance, Nadelstiche zu setzen. In der zweiten Halbzeit konnten wir keine Entlastung mehr kreieren, die Mannschaft hat aber sehr gut gegen den Ball gearbeitet und die Ordnung behalten. Von daher sind wir sehr froh, dass wir einen Punkt hierbehalten konnten.“

Lucien Favre: „Alle Spiele sind schwer. Wir haben nicht schlecht gespielt. Wir hatten genug Torchancen, um mindestens das 1:0 zu machen. Das haben wir nicht geschafft. Wir hatten viel Ballbesitz, hätten aber häufiger mit dem Ball in den Strafraum gehen müssen. Nürnberg war sehr defensiv, sie haben mit elf Spielern hinter dem Ball gewartet. Das müssen wir besser beherrschen. Wir sollten ein paar Sachen verbessern, manchmal mit mehr Tempo von links nach rechts spielen, sodass sie verschieben müssen, um den Gegner schneller müde zu machen. Wir sind enttäuscht vom Ergebnis. Fünf Spiele nacheinander nicht zu gewinnen, gehört dazu. Das ist manchmal so in einer Saison.“

Enrico Valentini: „Zu Null gegen Dortmund – ein tolles Ergebnis für uns. Wir waren direkt voll da, auch nach der Halbzeit. Wir waren immer wach, das war wichtig. Dortmund hatte auch eher nur Schüsse vom Sechzehner, Riesendinger hatten sie eigentlich nicht. Defensiv gibt uns das auch viel Selbstvertrauen. Mit derselben Intensität und dem gleichen Willen müssen wir auch am Samstag spielen.“

Tim Leibold: „Wenn man zuhause gegen den Tabellenführer kein Tor kassiert, hat man nicht so viel falsch gemacht. Dass es einen kleinen Impuls in der Mannschaft gab, hat man gesehen. Wir haben versucht die Freude am Fußball zurückzugewinnen, das hat uns Boris Schommers mitgegeben. Wir wollten den Grundstein auf die Defensive legen, das ist uns gut gelungen. Wir sind stolz auf unsere Leistung. Ein Punktgewinn, der noch wichtig werden kann.“

Mario Götze:„Das ist zu wenig. Wir müssen die drei Punkte holen. Wir hatten die eine oder andere Torchance, müssen aber konsequenter sein. Wir müssen offensiver spielen und schneller in den gegnerischen Sechzehner kommen. Natürlich ist es nicht leicht, gerade wenn sie sehr tief stehen. In der zweiten Halbzeit haben wir es etwas besser gemacht. Wir müssen auch mal versuchen, blind die Flanke reinzubringen, irgendetwas machen, damit etwas passiert. Das ist heute nicht gelungen. Wir müssen uns verbessern und Punkte holen“

Roman Bürki: „Wir haben jetzt in zwei Spielen kein Tor geschossen. Heute haben wir wenigstens zu Null gespielt, aber der Gegner hat offensiv auch nicht viel zustande gebracht. Trotzdem ist es sehr frustrierend von hinten zuzuschauen. Wir haben die eine oder andere Chance, aber nichts Zwingendes. Es fehlt ein bisschen die Durchschlagskraft. Die Gegner kennen unsere Stärken aus der Hinrunde und stellen sich entsprechend auf. Es waren fast elf Nürnberger im eigenen Sechzehner.“

*Die Stimmen zum Spiel stammen von den jeweiligen Vereinswebsiten: BVB und FCN)

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 1- 1,5 1 1 8,5/10
CU-Urteil: Mit mehreren starken Paraden gegen Götze. Sicherte dem Club den Punkt. Nur wegen der schwachen Ballverteilung kein glattes „sehr gut“.
Enrico Valentini 3 4 3 4 7,2/10
CU-Urteil: Hatte viel zu tun, löste seine Sache defensiv meist ordentlich, wenn er nicht ins Speed-Duell musste.
Lukas Mühl 3 3,5 3 3 6,7/10
CU-Urteil: Immer wieder mit kleinen Wacklern in Anspielen und Duellen, die blieben aber stets folgenlos.
Ewerton 1- 2,5 2 2 7,4/10
CU-Urteil: Fels in der Brandung. Klärte alles, was es zu klären gab. 100% Zweikampfquote! Minimale Abzüge für die Ballverteilung.
Tim Leibold +3 3,5 3 3 6,8/10
CU-Urteil: Gute Passquote (86%), auch immer wieder um Tempo bemüht beim Umschalten, defensiv ordnetlich.
Ondrej Petrak 2- 3,5 3 3 7,1/10
CU-Urteil: 88% Passquote, 83% Zweikampfquote zeigen, welchen Anteil Petrak an der defensiven Stabilität hatte. Verpasste aber bisweilen den Umschaltmoment.
Yuya Kubo +4 4,5 4 4 6,0/10
CU-Urteil: War der Rost deutlich anzumerken. Wollte immer wieder Nadelstiche setzen, tat sich aber schwer die Bälle zu verarbeiten. Erschreckende 15% Zweikampfquote.
Hanno Behrens 2- 3 3 3 6,5/10
CU-Urteil: Engagiert, wie immer laufintensiv (12,91 km) und arbeitssam, dazu mit ordentlicher Ballverteilung auch im Umschalten. Hatte zwei gute Torchancen.
Eduard Löwen 3- 3,5 3 3 6,7/10
CU-Urteil: Immer wieder mit gutem Auge im Zuspiel und mit Ruhe am Ball, manchmal dann aber mit zu viel Ruhe und Gelassenheit.
Matheus Pereira 2- 3,5 2 2 7,1/10
CU-Urteil: Hatte eine gute Schusschance kurz vor der Pause, insgesamt immer wieder derjenige, der für Tempo in Richtung Dortmunder Tor sorgte, aber auch defensiv aufmerksam und mit vielen Wegen, wenn auch da nicht immer voll präsent.
Adam Zrelak 4 4,5 4 4 6,5/10
CU-Urteil: Einmal mehr gilt: Extrem emsig und bemüht, aber gänzlich ungefährlich in Richtung Tor.
Mikael Ishak +4 4 6,1/10
CU-Urteil: Kam nach 66 Minuten für Zrelak, verteilte die Bälle sauberer als dieser, kam aber auch nicht zum Abschluss.
Robert Bauer 6,1/10
CU-Urteil: Kam in der 77. Minute für Löwen, übernahm auch dessen zentrale Rolle. Ließ sich einmal am Ball zu viel Zeit, sonst ordentlich.
Federico Palacios 6,2/10
CU-Urteil: Kam in der 85. Minute für Kubo. Fiel nicht weiter auf.

62 Gedanken zu „Analyse: Defensive Organisation holt den Punkt

  • Jetz langts, der Müller braucht fei nicht jedes unserer Spiele kommentieren… 😉

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  • Ich habe mir schon gedacht vielleicht zückt Florian bei Mathenia in dieser Saison zum ersten mal die 1 … das – spielt jetzt mal keine Rolle dann gleich noch im Doppelpack für Ewerton auch noch. Überhaupt spiegeln die guten Abwehrnoten auch den Spielverlauf wieder.

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  • Viel zu kurz in der Analyse kommt mMn die Rolle eines Alex Beyers.Heldenhaft verzichtete er auf die Wahrnehmung seines ihm ,dank Dauerkarte, zustehenden Platzes im Stadion.Statt dessen schmuggelte er in einer Nacht und Nebelaktion den Inhaber von Ilhan‘s Barber Shop ins Dortmunder Teamhotel-die Folgen dieser Aktion mit dem Codenamen Samson konnte abends bestaunt werden-Chapeau

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  • Florian Zenger über Löwen: „Immer wieder mit gutem Auge im Zuspiel und mit Ruhe am Ball, manchmal dann aber mit zu viel Ruhe und Gelassenheit.“
    Da hast Du sehr fein das Genie und den Wahnsinn von Löwens Fußball ausgedrückt! Bravo! 😀
    Mathenia hätte sicher eine 1 mit Blümchen bekommen, wenn nicht gefühlt jeder zweite seiner Abschläge ins Seitenaus gegangen wären. Aber das ist nur ein kleines, winziges Härchen in der Suppe.
    Da haben wir gestern tatsächlich Null zu Null gewonnen, das kommt auch nicht so oft vor. Wer hätte das vor dem Spiel denn geträumt? Unsere Stimmung war vorher so „Mit Anstand und erhobenen Haupt verlieren“. Toll, hoffentlich gibt das Ergebnis der Mannschaft wieder Selbstvertrauen und stärkt weiter die Moral.
    Schade, Kubo merkte man deutlich die fehlende Spielpraxis an, er wollte meistens zu kunstvoll und zuviel, deutete für mich aber schon an, daß er seine im Mannschaftsvergleich sicherlich hohe Grund-PS-Zahl mit etwas mehr Trainervertrauen auf den Platz bringen könnte.

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  • Ich bleibe konsequent, wie schon pro Club, dass ich entscheidende Schiri Entscheidungen für Spiel entscheidend halte. Der fällige Elfmeter hatte das Spiel nahezu sicher entschieden. Die Entscheidung ihn nicht zu pfeifen falsch. Florian ist auch konsequent darin, solche Entscheidungen niedriger für die Analyse einzustufen. Sie komplett raus zu lassen, verfälscht aber doch das Gesamtbild.

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    • Da sieht man mE gut den Unterschied zwischen TV und Stadion. Das war im Stadion überhaupt kein Thema, auch weil a) weitergespielt wurde und Götze eine Chance hatte und b) Köln sich nicht gemeldet hat.

      Was übrigens für mich dann tatsächlich entscheidend ist, wenn Schiri und VAR beide sagen, dass nichts war, dann kann man sich zwar wundern, darf das mE aber dann auch in der Analyse ignorieren. Es haben zwei Bundesligaschiedsrichter drauf geschaut und gesagt „ist nix“.

      Und was, was nicht passiert ist, hat halt auch keinen Einfluss aufs Spielgeschehen. 😅 Klar wäre das Spiel anders gelaufen, wenn Osmers da Elfer pfeift, aber da er’s nicht hat, ist es nicht so verlaufen. Anders isses bei passierten Pfiffen (siehe Rheins Rote Karte), deren Einfluss ist beschreibbar.

      Nur als Erklärung, warum das für mich keine Rolle spielt.

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      • Für mich kann man Vorteil geben. War ja nicht Mathenias Fehler, dass er ihn gehalten hat und Götze war auch nicht beim Abschluss gestört.

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        • Im TV sieht man Psmers reagiert gar nicht,er zeigt zumindest nichts an, also auch kein Vorteil.Den es in vom VAR überprüfbaren Situationen wahrscheinlich eh schon nicht mehr gibt.

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      • Meines Wissens gibt es im Strafraum keinen Vorteil, außer der Ball ist im Tor. Denn ein Elfmeter ist per se die beste aller Tor-Gelegenheiten.

        Ich verstehe Florians Haltung, nur Szenen zu bewerten, die auch bewertet wurden, allerdings kann ich sie nicht teilen. Ein nicht gepfiffenes Abseits in klarer Abseitssituation ist auch eine „Nicht“-Entscheidung und dennoch zu bewerten. Osmers Entscheidung war beim kicker eine Abstufung wert, bei WahreTabelle ist aktuell ein 10:1 Votum für Fehlentscheidung. Es zeugt von großem Sportsgeist vom BVB, die Szene kaum zu erwähnen, in der internen Bewertung wird es sicher eine Rolle spielen.

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        • Der Vergleich ist mMn schief, Alex. In Deiner Situation passiert ja was: Es fällt ein Tor. Bei einem nicht gegebenen Elfer passiert einfach nichts. Das Spiel läuft einfach weiter. Ich kann nicht seriös sagen, was danach passiert: Trifft der Dortmunder oder hält Mathenia? Spielt der Club danach weiter so defensiv oder tauscht Schommers nach 40 Minuten Petrak für Ishak und stellt auf 4-4-2 um? Spielt sich Dortmund in einen Rausch? Oder hat der Club so viel Wut im Bauch, dass dann plötzlich das Spiel gedreht wird? Ich kann nur beschreiben, was passiert ist, nämlich nichts. In Deinem Beispiel dagegen wäre was passiert: Ein Tor und die ganze Architektur des Spiels wäre eine andere.

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          • Verstehe schon Alexanders Sichtweise. Es entscheiden halt oft Kleinigkeiten und die Wahrscheinlichkeit das wir nach Rückstand noch einen Punkt geholt hätten, würde ich als ziemlich unwahrscheinlich einschätzen. Ich fand das man manchmal die Außenspieler ganz schön frei stehen lies. Glaubst du das war Absicht, da man sich bei Flanken in der Lufthoheit wähnte?

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            • Ich versteh Alexanders Ansicht auch und in nem klassischen Spielbericht hätte das mMn auch gehört, aber ne Analyse beschreibt ja nur was ist, daher verzichte ich eigentlich meist (wenn auch nicht immer, siehe Hannover oder Mainz) auf die Bewertung des Schiedsrichters, v.a. dann, wenn es ein ausbleibender Pfiff ist, der auch noch zu keinem zu beschreibenden Ereignis im Spielverlauf führt.

              Flanken lassen war definitiv Teil des Konzepts, das sieht man dann ja auch, dass das funktioniert hat. Wenn von 24 Flanken aus dem Spiel 23 nicht ankommen, dann war’s ne richtige Idee. Die Flanken, gerade von Diallo waren auch echt nicht gut.

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      • Ich habe bereits im Stadion zu meiner Frau gesagt das es ein klarer Elfer war und war überrascht dass der VAR sich nicht gemeldet hatte

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    • Bin ich der einzige, der der Meinung ist, dass das gar kein Foul war? Im Stadion habe ich nicht mal die Szene bemerkt und in der dazn Zusammenfassung war, wenn überhaupt, eine minimale Berührung zu sehen bei der Sancho gleich in den Flugmodus geschaltet hat. Eine klare Fehlentscheidung bei der der Videobeweis eingreifen muss ist das meiner Meinung nach nicht. Da wurde schon bei viel heftigeren Fouls von Seiten des Videobeweises nicht eingegriffen (z. B. Bei der Partie Dortmund Hannover, wo dem Hannoveraner im BVB Strafraum fast der Fuß abgetreten wird.).

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  • Zum Thema „Elfmeter“, sowohl von Foristen als auch von Favre in der PK:

    Ist das Verhängen eines Elfmeters gleichbedeutend mit einem Tor?

    Besteht nicht auch eine Chance, dass der Torwart den „Penalty“ hält (Stichwort „Elfmetertöter“) oder der Gegner ihn verschießt?

    Und, Florian: Gibt’s dazu eine Statistik?

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  • Ein Punkt gegen den sich in einer Mini-Krise befindenden Tabellenführer, und die ersten Club-Fans werden bereits wieder von der typischen rot-schwarzen Euphoriehybris gepackt. Gestern ein Kollege: Wemmer edz in Düsseldorf gwinnen und dann den Klassenerhalt frühzeidich eindüdn, dann is ah die Euroba Lieg noch drin…

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    • Euphoriehybris gepackt. Gestern ein Kollege: Wemmer edz in Düsseldorf gwinnen und dann den Klassenerhalt frühzeidich eindüdn, dann is ah die Euroba Lieg noch drin…

      Dann zeig ihm mal unser Programm im Saisonfinale alle Top 4 Mannschaften die um die Meisterschaft und Championsleague spielen zuhause, wo wir Dreier bräuchten und davon letzten beiden Heimspiele gegen den FC Bayern und Borussia Mönchengladbach und das letzte Spiel auswärts bei unseren Freiburger Freunden.

      Hannover hat in seinen letzten beiden Heimspielen Mainz und Freiburg und am letzten Spieltag Düsseldorf die da vermutlich eh schon gerettet sind.

      Ich sehe für uns so in etwa eine 5% Chance, man hätte viel früher reagieren müssen personell. Das war alles zu spät, mehr als Achtungserfolge und wieder mehr Spaß am den Spielen sehe ich nicht mehr diese Saison.

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      • Bei ausschließlich Siegen und unzähligen weiteren absurden Ergebnissen (z.B. Bayern holt nur noch 0 Punkte) ist sogar noch die Vizemeisterschaft drin!

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      • Spaß am Spiel ist halt relativ- natürlich war es spannend ob das tatsächlich durchgehalten wird über 90 Minuten-ein 0:1 wäre ergebnistechnisch extrem bitter gewesen und letztlich auch nicht weniger schlimm als 0:7.
        Aber dauerhaft zwei fünfer Reihen in der eigenen Hälfte bis zum Ende der Saison?Wenn offensiv wenig bis gar nichts geht, auch nicht so schlimm, Hauptsache die Null muss stehen, was aber auch nur klappt, wenn der torwart einen 1er tag erwischt.
        Das ist dann schon eher Verzweiflung als Spaß- oder Schweizer Riegel

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        • Aber sogar mit der Mauertaktik hatten wir mehr Torschüsse als gegen den HSV.
          Es war sichtlich mehr Fleiß bei jedem Spieler zu spüren und es gab den Willen, nicht mit sauberen Trikots das Spiel zu beenden, wie damals in der arroganten Arena.
          Für mich was es auch ein Elfmeter, aber als sogar die Schiris aus Hannover und Stuttgart (! <- extra für Holzmichel eingefügt) das anders sahen, who cares.
          Täusche ich mich oder gibt es eine Häufung bei Leibold bzgl. elfmeterverursachender Massnahmen für den Gegner? Hat da jemand eine Statistik dazu?

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          • Das Hamburgspiel werte ich als Verweigerung, was den erhofften Effekt erzielt hat-Trainer raus
            Ist der gewünschte Effekt eingetreten, musst du dich als Profi von heute mindestens ein Spiel anstrengen um medial und beim Fan unbefleckt davon zu kommen.Das Leben kann so einfach sein

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            • Hmm.. das unterstellt, dass die Spieler in HH absichtlich auf Sparflamme gespielt hätten, um den Trainer los zu werden, nebst bewusstem Verzicht auf ein mögliches Viertelfinale und Prämien. Das kann ich einfach nicht glauben. So etwas WILL ich einfach nicht glauben. So etwas werde ich so lange nicht glauben, bis ein Spieler derlei irgendwann später einmal gesteht und der ein oder andere Mitspieler das glaubhaft bestätigt.

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              • Das ist ja der Trick, will keiner glauben- warum im Gegenzug aber geglaubt wird, der Trainer hätte Ihnen verboten auf das Hamburger Tor zu schiessen oder so zu verteidigen, mit dem Einsatz, wie gegen Dortmund, das beschreibt sehr gut die enorm schwache Position eines Trainers.

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                • Also du glaubst wirklich, die Spieler haben absichtlich halbherzig verteidigt, absichtlich nicht aufs Tor geschossen? Das könnte ich mir allenfalls bei einzelnen Spielern vorstellen, die so eine Vertragsauflösung provozieren wollen, aber nicht bei unseren Jungs. ‚Kopf nicht frei‘, ‚Grundverunsicherung‘, ‚allgemeine Gehemmtheit‘, ‚an dem Tag besonders miserabel funktionierende Abläufe und Automatismen‘ wären für mich hier die besseren (und faireren) Erklärungen.

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              • glaub ich auch nicht. die waren mit dem halben kopf in pokalhamburg schon im bulihannover spiel und sowieso schon verunsichert…
                und sowas passiert auch erfahrenen mannschaften.
                ( am ende beide spiele vergeigt wie bekannt)
                noch 12 spiele.
                auf los geht’s los
                hoffe das der knoten endlich platzt
                dass das glückliche 0 zu 0 gegen den ersten
                auftrieb und selbstvertrauen gibt …

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  • Spaß am Spiel ist halt relativ- natürlich war es spannend ob das tatsächlich durchgehalten wird über 90 Minuten-ein 0:1 wäre ergebnistechnisch extrem bitter gewesen und letztlich auch nicht weniger schlimm als 0:7.

    Was benötigst du eigentlich noch bei dem ständigen palavern, du siehst doch den Unterschied oder ist dir ein 0:0 nicht lieber als ein 0:7 in der Hinrunde wo wir sehr hoch standen. Und die Höhe war nach vernünftigem Saisonstart ein erster echter Niederschlag, woran die Mannschaft zu knappern hatte. Verstehe jetzt deinen Ansatz von Kritik nicht dabei?

    Und gegen Dortmund wir hatten sogar gute Chancen, Behrens Doppelchance per Kopf war für mich die beste Chance in der 1. Halbzeit überhaupt im Spiel. Auch mit tiefen Ketten kommt man im Umschaltspiel zu Chancen weil der Gegner ja extrem weit rausrückt hinten.
    Ein anderes Rezept kann es meiner Meinung nach nicht geben für einen Auftseiger im 1. Jahr und bei unserem Kader.

    Wegen mir können sie so auch in Düsseldorf spielen wenn erstmal die Null steht und wir lauern auf die Knockout Chance.

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    • Sorry Juwe, Es gibt noch unterschiedliche Auffassungen wie man Spaß an einem Fussballspiel haben kann, auf welchem Aspekt man Wert legt, etc.
      Wenn ich das :“ ist dir ein 0:0 nicht lieber als ein 0:7 in der Hinrunde wo wir sehr hoch standen“ so sehen würde, hätte ich das auch so geschrieben.
      Wie ich auch bereits geschrieben hatte: das Spiel Gegen den Ball haben sie sehr gut gemacht, ich persönlich habe allerdings mehr Spaß an Fussballspielen beim Spiel Mit dem Ball.
      Das ist mein Geschmack, ich hoffe du akzeptierst das und wenn nicht, auch egal

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      • Dann bist du glaube ich beim falschen Verein 🙂 … weil dannn wirst du nie viel Spaß haben, außer du weißt wie wir die Kaderqualität um 100 Mio erhöhen und ein paar spielerische Künstler verpflichten.

        Ich fand diese konzentrierte verteidigen gegen Dortmund, die auch ohne Reus eine echte Hausnummer sind, einfach eine Wohltat weil man auch das Gefühl hat das System ist jetzt das richtige und alle ziehen mit. Es war einfach mal anders als dieses Gefühl die komplette Saison über „die schwimmen so jetzt schepperts gleich“ und so kam es auch, endlich war das mal weg.

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      • danke für den Link … verdeutlicht für mich den deutschen Überperfektionismus schon in der Tatsache, dass die Videoassis in derselben T-Shirt-Farbe da sitzen, wie die auf dem Feld.
        Eine an sich gute Idee einer Videokontrolle mit Nanogenauigkeit verschlimmbessert …
        Der Vorschlag von Alex Endl aus dem Total beglubbt Podcast nach dem Mainzspiel mit der Zeitgrenze könnte dieses Überperfektionismus vielleicht wieder einbremsen, was man in Köln nicht in 1/2 Minute aufklären kann hat keine Relevanz.

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    • Danke für diesen Link. Ich ahnte bisher schon, dass der VAR ein ziemliches Denkfehlerprodukt ist und dieses kleine Imagefilmchen bestätigt mir all die Vorurteile, die ich hatte. Der Schiedsrichter am Platz ist der Hilfsdepp, dem man die Anweisung schickt; Tor zurücknehmen, Fußspitze im Abseits. Weil man hat nämlich einen Frame in der Waffel. Große Politik ist, wenn man (Reframing) Dortmund den Elfmeter verweigert, damit die Bayern auf drei Punkte heranrücken. Mit schrillem Pathos wird mit Kameradschaft und Wissenschaftkicher Kalibrierung herumstolziert, um den Anschein von Gerechtigkeit zu erwecken. Fußball war früher so gerecht und ungerecht wie das Leben so spielen kann. Mittlerweile zelebriert er sich als Pseudowettbewerb großer Geldgeber, die alles daran setzen in ihrem Milliardärsclub unter sich zu bleiben. Eine wirkliche VerARsche.

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    • Danke für diesen informativen Link. Beeindruckend, wie viele in diesem „Keller“ tätig sind.

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  • Danke, für mich sehr informativ.
    Aber schon auch etwas erschreckend, die Jungs können ja im Prinzip biometrische Passfotos der Zuschauer mit kalibrierten Schnauzern erstellen.

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    • Hd und 4K macht’s möglich…Ich finde der dfb hatte echt ein Händchen genau an dem Spieltag ein Image-Video drehen zu wollen-oder schlechtes Timing.Man sieht mMn genau die technischen Grenzen des Systems.Der im Mainzspiel definierte Moment der Ballabgabe zum Beispiel.Da sieht der Ball eher aus wie eine Bohne. Gut wenn man für sich dann so sicher von einem klaren Abseits sprechen kann

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      • Dann lag es vielleicht sogar an diesem Filmchen, dass hier Abseits gegeben wurde – man musste ja schließlich demonstrieren, wie das Zeugs funktioniert. Hätte man sonst vielleicht nicht mal überprüft bzw. so viel Energie reingelegt, unbedingt Abseits nachweisen zu wollen…

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          • Wo fand dann die Überprüfung des Mainzer Siegtreffers statt?
            Während der gesamten Liveübertragung konnte Sky keine vernünftige Kameraeinstellung bringen.
            Auch in der Zusammenfassung war nichts zu sehen. Nur die ARD hat in der Sportschau eine eigene Linie gezogen. Was mich an der ganzen Thematik stört ist das scheinbar nicht jedes Tor überprüft wird oder es ist technisch einfach nicht möglich.

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            • Natürlich ist das Tor überprüft worden. Es ist nur so eindeutig nicht Abseits, dass das keine 10 Sekunden dauert, das zu überprüfen. Das passiert in der Zeit, in der gejubelt wird. Weiß auch nicht, was da auch nur ansatzweise Abseits gewesen sein sollte.

              Viel interessanter ist doch, dass sie in der Nachbesprechung ein Foul an Misidjan diskutieren, dass für den VAR auch mit Rot hätte bestraft werden können. Das kam in keiner Nachbetrachtung vor.

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        • Geil! Ich sehe die Situation vor mir:
          „Heute machen wir mal eine Doku über den VAR2.0 mit den neuen kalibrierten Linien“
          Kamera an, Ton läuft, …. nix passiert…. gääähn….
          „Da endlich, das könnte Abseits gewesen sein!“
          „Na toll, wir brauchen doch Content, sonst macht die Doku doch keinen Sinn!“
          Wenn das Kamerateam also Erwin Lindemann stattdessen interviewt hätte und nicht ausgerechnet zu diesem Torzeitpunkt endlich die brandneuen „kalibrierten“ Linien für VAR2.0 fertig gewesen wären, dann wäre das Abseits in Mainz mit VAR1.0 niemanden aufgefallen.
          Das passt hervorragend zu den Handelfmeter Entscheidungen, die sind auch comme ci, comme ça
          Und für den Stadionbesucher ist das nach wie vor ein Dreck! Man bekommt einfach nix mit und verliert die Lust am Torjubel. Dafür wird der TV-Zuschauer daheim verwöhnt.
          Der Trend wäre dann endlich Fußballspiele ohne die ohnehin sicherheitsgefährdenden Zuschauer stattfinden zu lassen.

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  • Schade, dass hier das Verhalten der Ultras, ihren Unmut über die nervigen Anstoßzeiten vom Schweigen über eine komplette Halbzeit, über das Werfen der schwarzen Tennisbälle, das einen Spielabbruch zumindest in den Bereich des Möglichen rückte, das furchtbar stinkende Einräuchern des halben Stadions bis hin zum Versuch, das Eurosport-Studio zu Plakatieren, keine Erwähnung findet.

    Man könnte das trefflich in einem eigenen Artikel diskutieren.

    Heiligt der Zweck alle Mittel? Ist das noch lustig oder nur störende Selbstdarstellung? Trügt der Eindruck, dass die Mannschaft nach dem Spiel durchaus verhaltener auf die Kurve zulief?

    Aber leider scheinen bei CU für die interessanten Themen am Weg keine Ressourcen mehr frei zu sein. Bitte nicht falsch verstehen, ich mag diesen Blog nicht missen, ihr macht einen tollen, freiwilligen, unbezahlten Job.

    Aber das Aufgreifen solcher Themen war früher das Unterscheidungsmerkmal zu all den anderen Medien, die mit vor Vor-, Spiel- und Nachbericht den Club begleiten.

    Find ich sehr schade, dass ihr euch da eurer großen Stärke selbst beraubt. Im Stadion war es definitiv Thema. Von „Recht hammse“ über „Augen reiben“ bis zum erwidern der hochgehaltenen Geste war alles dabei – Tendenz Richtung Unverständnis.

    Aber vielleicht kommt ja noch was?

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    • Mich würde ernsthaft interessieren an welche unserer Texte Du da denkst, wenn Du sagst, wir hätten uns früher mit den Aktionen der Kurve beschäftigt. Ich kann mich in den fünf Jahren, in denen ich dabei bin, maximal an nen halben Text von Alexander erinnern, der aber auch eigentlich was anderes zum Inhalt hatte.

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      • Leider kann ich das Archiv nicht finden, habt ihr da was geändert.
        Und ja, da hast du Recht, ich beziehe mich auf die Zeit als du noch Leser warst, also länger her als die 5 Jahre.

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