Podcast: FCN-Situation zum Verzweifeln

Mit der Niederlage gegen RB Leipzig hat der 1. FC Nürnberg einen neuen Negativvereinsrekord aufgestellt.

Der Glubb ist nun seit 18 Spielen ohne Sieg und schlittert, auch dank der Siege der Konkurrenz, Richtung zweite Liga. Ist der Trainerwechsel von Michael Köllner zu Boris Schommers also wirkungslos verpufft? Felix Amrhein diskutiert mit seinen Gästen Marcus SchultzAlexander Endl und Stefan Helmer (beide Clubfans United) darüber.

Gegen Leipzig versuchte sich der FCN erneut in einer defensiven Grundordnung und über weite Strecken funktionierte das auch. Da man aber erneut kein erkennbares Offensivkonzept vorzuweisen hatte und obendrein auch noch den “Türöffner” in Form eines Elfmeters liegen ließ, stand man am Ende wieder mit leeren Händen da. Den eigentlichen Aufreger des Spiel lieferte eine Gelbe Karte, die es nur scheinbar gab. Wir klären die Situation rund um den Elfmeter, den VAR und die vermeintliche gelb-rote Karte in der zweiten Halbzeit für euch auf.

Nur ein Punkt aus drei Spielen und genauso viele Tore. So ist auch nach dem Trainerwechsel der Klassenerhalt utopisch. Immerhin steht die Defensive nun besser, die Schwere der Gegner und das Matchglück (Stichwort: Pereira) waren auch nicht zu unterschätzen, argumentiert die eine Hälfte. Ohne Torschuss gewinnst du kein Spiel und so hätten wir statt eines produzierten Scherbenhaufens auch Köllner behalten können, die andere. Nach den ersten Spielen unter Interimstrainer Boris Schommers versuchen wir die Situation rund um den Trainerwechsel und der damit einhergehenden Entlassung von Andreas Bornemann noch einmal in aller Ausführlichkeit aufzuarbeiten und die verschiedenen Standpunkte darzulegen. Dabei wird vor allem eines deutlich. Der 1. FC Nürnberg steckt, Trainerwechsel hin oder her, in einer verdammt misslichen Lage und das nicht nur sportlich.

Zum Abschluss blicken wir noch kurz auf das Spiel gegen die TSG Hoffenheim voraus.

Moderator: Felix Amrhein


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40 Gedanken zu „Podcast: FCN-Situation zum Verzweifeln

  • Endlich hat dieses Hoffen und Bangen ein Ende. Der Club sollte jetzt keine Energie mehr in einen inzwischen völlig unrealistischen Klassenerhalt mehr stecken, sondern vernünftig für Liga 2 planen. Der strukturelle Wandel ist noch lange nicht abgeschlossen und auch die finanzielle Situation ist wohl noch lange nicht optimal, so kann man sich nicht auf Dauer in der ersten Liga halten. Vielleicht denkt man auch nochmal über die Ausgliederung der Profi-Abteilung nach?

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    • Ist nur dummerweise keiner da, der die Planung für die 2. Liga betreiben könnte…

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    • Zitat Johannes:

      „Der strukturelle Wandel ist noch lange nicht abgeschlossen und auch die finanzielle Situation ist wohl noch lange nicht optimal, so kann man sich nicht auf Dauer in der ersten Liga halten.“

      Zu hoffen ist, dass man sich wenigstens in der zweiten Liga auf Dauer halten kann.

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      • Das ist allerdings ein großer Pessimismusprung wenn man nach einer Saison, in der man erleben musste wie nicht konkurrenzfähig der eigene Club in der ersten Liga ist, bereits Befürchtungen hegt, eine Liga drunter wird es auch eng.
        Wenn man wahllos Partien der zweiten Liga über 90 Minuten gesehen hätte, würde es schon auffallen das das beinahe ein Anderer Sport ist.

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        • „Zweite Liga ist wie Amateurliga, nur daß die Kondition für 90 Minuten reicht.“ Zitat eines mir bekannten Nachwuchstrainers.

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          • Die erste Liga ab Platz 10 so schätzungsweise unterscheidet sich nur wenig von der 2. bis Platz 10 so ungefähr. Nur kriegt sie halt das große Stück Kuchen.

            Ich glaub ja eh, der Fußball, der regional verankert ist, wird auch in 50 Jahren noch gespielt. Die internationalen Konzerne spielen dann vielleicht Football oder so was ähnlich Operettenhaftes, weil sie damit wahrscheinlich sicherer ihre Phantisilliarden zusammen kriegen und leichter planen können, noch stinkreicher zu werden.

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  • Das man sich überhaupt noch streitet, wenn man allgemein der Meinung ist, dieser Kader ist nicht konkurrenzfähig, dieser Verein ist finanziell nicht in der Lage erste Liga zu spielen, es ist sogar egal, wenn man einer Idee nachhängt, wenn diese nicht umsetzbar ist.Das muss Liebe sein oder Verzweiflung

    Ist es Stefan-der mit der kippenden Stimmung argumentiert?-mit einem Schulterschluss von AR,Sportvorstand und Trainer, hätte man dem entgegenstehen können, hat man aber nicht.

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  • Ich bin jetzt erst dazu gekommen den Podcast ganz anzuhören, habe mir aber auch davor zur Situation um die Entlassung von Köllner und Bornemann so meine Gedanken gemacht und bin jetzt beim Hören des Podcasts noch sicherer, das Problem ist nicht die Entlassung, das Problem sind ganz massiv die Strukturen beim Club.

    Dazu vorneweg ein paar Gedanken, die mir zuletzt durch den Kopf gingen. Man soll ja von den Erfolgreichen lernen. Was machen die Bayern, wenn es schlecht läuft? Sie lenken ab. Diese Saison wieder perfekt zu erleben, nach einem holprigen Start gerät der Trainer massiv in die Kritik, dann kommt die legendäre Menschenrechts-PK. Ich habe mich auch darüber lustig gemacht. Aber was ist dann passiert. Kein Journalist hat mehr auf die Mannschaft oder den Trainer geachtet, man hat beide komplett aus dem öffentlichen Fokus genommen und damit, aus meiner heutigen Sicht, erst die Möglichkeit geschaffen, dass sich der Wind wieder dreht. Hätte sich weiterhin jeder Spieler, der sich ungerecht behandelt fühlt bei der Presse ausweinen dürfen, wäre jede Entscheidung des Trainers weiterhin kritisch hinterfragt worden, wäre es aus meiner Sich deutlich schwieriger geworden, dass sich etwas ändert.

    Aber eine solche PK war natürlich auch nur möglich, weil man bei den Bayern sicher war, dass sich die Fans hinter den Präsidenten und den Vorstand stellen werden. Klar das liegt an der erfolgreichen Vergangenheit, aber es liegt auch daran, dass es bei den Bayern Führungsfiguren gibt mit denen sich die Fans 100% identifizieren.

    Aber auch ein Watzke hat sich in kritischen Situationen schon vor Trainer und Mannschaft gestellt.

    Wie sieht es beim FCN aus? Der Aufsichtsrat hält sich aus allem raus, ein Grethlein wäre aber auch ganz sicher keine Person, die das Standing und das Wohlwollen der Fans hätte, sich klar kontrovers zu äußern und trotzdem seine Sympathie zu behalten. Wir haben keinen Hoeneß, keinen Harald Strutz (Mainz), keinen Fritz Keller (Freiburg) …

    Es gibt leider in Nürnberg keine Persönlichkeit, der man unumwunden Loyalität und Liebe zum Verein zutraut. Ich denke der Aufsichtsrat wäre auch der falsche Ort für so eine Person.

    Allerdings muss man dem AR auch vorwerfen, dass man aus der Misere um Bader nichts gelernt hat und nicht in der Lage war einen immer beschlussfähigen Vorstand zu installieren. Warum haben wir immer noch keinen 3. Vorstand? Erst dadurch war der AR ja gezwungen in die laufenden Geschäfte einzugreifen, was er eigentlich gar nicht darf und via Entlassung des Sportvorstands den Trainer zu entlassen.

    Die ungenügende Struktur des Vereins führt dann immer wieder dazu, dass einzelne Personen zu selbstherrlich entscheiden können, es fehlt an der nötigen Auseinanersetzung um den richtigen Weg, es fehlt aber auch an der ständigen Kontrolle und damit kommen wir immer wieder an den Punkt an dem wir führungslos agieren, weil mit dem Rausschmiss des Sportvorstands keine Person mit Sportsachverstand mehr im Verein an leitender Stelle tätig ist.

    Der Rausschmiss von Köllner kann richtig oder falsch sein, aber eine Trainerentlassung darf niemals dazu führen, dass der Verein nicht mehr handlungsfähig ist. Ohne einen Chef, der zumindest mittelfristig vorgibt wohin die Reise geht, der in der Lage ist sich auch mal gegen die öffentliche Meinung zu stellen und bei dem das Vertrauen in die Person auch mal so groß ist, dass man eigene Bedenken hintanstellt und dessen Ideen folgt.

    Ich wünsche mir einen Aufsichtsrat, der sich aus dem laufenden Geschäft raushält.

    Einen Vorstandsvorsitzenden, der Ahung vom Fußball-Profisport hat, der am besten Erfahrung als Spieler oder Trainer hat, aber auch wirtschaftliche Expertise mitbringt, dazu einen Vorstand Finanzen, der aus der freien Wirtschaft kommt und einen Vorstand Sport, der wieder Erfahrung in Sachen Profifußball mitbringt. Der Vorstandsvorsitzende müsste sich maximal mit dem Verein identifizieren und auch bei den Anhängern eine Identifikationsfigur sein, so dass er zumindest mittelfristig handeln kann. Mit einem solchen Vorstandsvorsitzendem wäre der Vorstand insgesamt deutlich handlungsfähiger und selbst wenn man wie jetzt den reinen Vorstand Sport entlassen müsste, wäre immer noch ausreichend Expertise im Haus, um einen Trainer zu suchen, oder auch Verträge zu verlängern.

    Ein wenig frage ich mich schon, warum der AR nach dem Abgang von Bader, als das Problem mit dem fehlenden dritten Vorstand ja auch schon vorhanden war, so lange nicht gehandelt hat? Wollte man sich in der eigenen Wichtigkeit nicht beschneiden?

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    • Armin: „Ohne einen Chef, der zumindest mittelfristig vorgibt wohin die Reise geht, der in der Lage ist sich auch mal gegen die öffentliche Meinung zu stellen und bei dem das Vertrauen in die Person auch mal so groß ist, dass man eigene Bedenken hintanstellt und dessen Ideen folgt.“

      Das hätte Bornemann durchaus sein können, nur hatte er aufgrund der seltsamen Performance in der Winterpause mit sich selbst genug zu tun und wohl auch eine Menge Vertrauen eingebüßt. Was auch nicht hätte sein müssen, wenn er offensiver kommuniziert hätte. Es ist immer besser, die Antworten vorwegzunehmen, bevor die kritischen Fragen kommen….

      So aber wurde er selbst schon kritisch hinterfragt, so dass man ihm nicht mehr bedenkenlos folgen würde. Er hätte Tatkraft symbolisieren müssen, anstatt den Eindruck von Schicksalsergebenheit zu erwecken.

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      • Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass Bornemann das hätte sein können. Für mich hat er zuwenig „Stallgeruch“.

        Ich denke aber auch, dass der Anspruch an diesen „Chef“ ein anderer sein muss, er muss sowohl die sportliche, als auch die wirtschaftliche Seite abdecken.

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        • Ich sprach jetzt auch vom Sportvorstand. Da braucht man nicht zwingend Stallgeruch, um überzeugend und authentisch agieren zu können. Für den Vorsitzenden des AR hingegen, den Du scheinbar gemeint hast, ist zum Einen Stallgeruch schon vonnöten und zum Anderen eine sportliche Grundkompetenz nicht schädlich. Für obligatorisch halte ich die sportliche Expertise beim Vorsitzenden jedoch nicht, das ist wohl auch bei anderen Vereinen nicht unbedingt gegeben, da dürfte auch überwiegend die lokale Wirtschaft vertreten sein.

          Allerdings sollte im AR schon jemand vertreten sein, der im aktiven Geschäft tätig war, sei es als Spieler, Trainer oder Manager. Unsere sportliche Kompetenz im AR kommt hingegen einzig vom Hockey, was natürlich auch internationaler Spitzensport war, jedoch in seiner Ausprägung gerade in wirtschaftlicher Hinsicht kaum mit Profifußball vergleichbar sein dürfte. So weiß unser Max Müller sicherlich, was Hochleistungssport für einen Spieler bedeutet (auch die physische und psychische Belastung), kennt auch das Innenleben und die Eigendynamik von Mannschaften, aber die speziellen Eigenheiten und Mechanismen des Profifußballs eben auch nur von außen.

          Sicherlich hätte man auch das Umfeld beruhigen können, wenn ein AR-Chef (oder auch nur Mitglied) wie Andi Köpke sich hinstellt und demonstrativ den Kurs verteidigt bzw. vorgibt. Grethlein nimmt man das schon weniger ab, allerdings hat er es ja auch nicht versucht….

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    • Und dabei opfern unsere Aufsichtsratsmitglieder noch ihre Freizeit in diesem so wichtigen Ehrenamt (!).
      Genau so ist es, Armin. Es ist auch ein strukturelles Problem. Wir hatten dieses Mal wenigstens Glück mit der Zusammensetzung dieses Gremiens, das unser Aufsichtsrat lange Geduld hatte und sich viele Gedanken machte, bevor er zur Tat schritt.
      Aber wie und womit bildet man das Vereinsgebilde mit Mitgliederwahl von ehrenamtlichen Vorsitzenden zu etwas stringenter Handlungsfähigen um? Und zu was will man das Umbilden?
      An diesen gordischen Knoten schien mir Meeske gescheitert zu sein und bevor er anfing daran herum zu pfriemeln, hat er lieber das Weite und die Nähe zu seiner Familie gesucht.
      Wobei auch andere Strukturen nicht vor krassen Fehlverhalten gefeit sind. Es ist ein Kreuz, nix ist einfach.

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      • Vieles hängt halt mit dem sportlichem Erfolg zusammen. Hätten wir ein paar Spiele mehr gewonnen und würden im Mittelfeld stehen wären Köllner und bornemann noch da ,nichts würde hinterfragt und man würde sagen:Alles richtig gemacht.

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      • Ein Kind mit der rothscher Pistole ist auch nicht besser.
        Kein Wunder das sich derzeit gerne in Hoffenheim und Leipzig bedient wird, wenn man auf der Suche nach sportlicher Kompetenz ist.Gearbeitet wird dort nicht nur zu konkurenzlosen bedingungen sondern recht gut und überlegt.

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    • Völlig losgelöst von der Debatte um die (viel zu späte) Beurlaubung Köllners, ist die Tatsache, dass unser Verein immer wieder in ein Kompetenzvakuum schlittert, ein riesiges Problem. Finde daher @Armins Beitrag bemerkenswert.

      Die Vermutung, dass sich unser Aufsichtsrat aufgrund fehlender Kompetenzen von Stimmungen leiten lässt, liegt meiner Meinung nach nahe. Schon in der Winterpause habe man sich Gedanken gemacht, ob Köllner noch der Richtige sei, so Grethlein in einem Interview, soweit ich mich an seine Worte erinnern kann. Womöglich wurde der Aufsichtsrat auch aufgeweckt durch ein laut übereinstimmenden Medienberichten katastrophales Trainingslager. Damals aber war die Stimmung pro/contra Köllner bei etwa fifty-fifty (siehe Grafik auf Nordbayern.de). Nach dem Offenbarungseid in Hamburg und der Niederlage in Hannover kippte die öffentliche Stimmung zuungunsten Köllners – und der Aufsichtsrat handelte.

      Wie gesagt: Egal, ob man der Meinung ist, dass sich Köllner verrannt hat oder ob man glaubt, dass er weiterhin der Richtige wäre – Entscheidungen mit großer Tragweite scheinen weniger auf der Basis von Kompetenzen, sondern vielmehr auf der Basis von öffentlichen Stimmungen getroffen zu werden.

      Denke aber auch, dass Grethlein & Co. aktuell mit hoher Sorgfalt einen neuen Sportvorstand suchen. Vor allem mit Meeske hat der Aufsichtsrat damals meiner Meinung nach eine überraschend starke Wahl getroffen. Das macht Hoffnung. Auch die Transferbilanz von Bornemann ist nicht so schlecht, wie es aufgrund der letzten Transferperiode den Anschein hat. Immerhin hat er Ewerton und Ishak, zwei Aufstiegshelden, für vergleichsweise kleines Geld geholt. Ein bisschen Vertrauen in den Aufsichtsrat kann man schon haben.

      Ein Mann, der Krisen nicht eskalieren lässt, neutral und fachlich urteilt, sich nicht wegduckt wenn’s brenzlig wird, wäre wünschenswert. Bornemann, der sein Amt auf Teufel komm raus an das Amt des Trainers knüpfte und sich so gegen seinen Arbeitgeber entschied, war dies nicht.

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      • Das hat mit öffentlicher Stimmung wenig zu tun, Köllner hat die Zielsetzung mitbekommen, dass in den ersten Spielen gepunktet werden muss – bekommen haben wir einen Punkt aus vier Spielen und eine peinliche Niederlage im Pokal. Dementsprechend wurde auch gehandelt.

        Zudem halte ich die Unterstellung, dass es dem Aufsichtsrat an Kompetenz fehle für ein radikales Missverständnis, wenn es um die Aufgaben des Aufsichtsrates geht: Das ist eine reine Management-Funktion, da ist kein großer sportlicher Sachverstand von Nöten. Da geht es darum, was vor der Saison ausgemacht war, wo man jetzt steht, worüber man in der Winterpause gesprochen hat und welche Lösungsvorschläge das aktuelle Personal noch zu bieten hat. Und dann wird entschieden, ob man weiter in dieses Personal vertraut oder nicht.

        Die Betreuerin in der HR-Abteilung muss auch keine technischen Details kennen wenn sie einen Programmierer einstellt, die Verteidigungsministerin muss selbst keinen Panzer fahren können um welche zu bestellen und ein Aufsichtsrat muss nie Profifußball gespielt haben. Alle drei Genannten holen sich die Expertise die ihnen fehlt schon dazu, keine Sorge.

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        • Um bei der Verteidigungsministerin zu bleiben-das kann richtig teuer werden wenn man sich ständig extern beraten lassen muss.
          Es geht ja nicht um die mangelnde Kompetenz des Aufsichtsrates für die Aufgaben eines Aufsichtsrates, sondern um die mangelnde sportliche Kompetenz des AR.
          Wenn der AR von Köllner verlangt hat in den ersten Spielen zu punkten, dann unterscheidet er sich kaum von den Ultras, denen so ein Ultimatum auch nachgesagt wurde-für beides wäre eine öffentliche Äußerungen als Beleg wünschenswert, ansonsten ist auch das nur Spekulation.
          Die belegbare Aussage des AR -man sei für die Konsolidierung zu früh aufgestiegen etc. und mit Bornemann völlig zufrieden, lässt schon den Schluss zu Köllner ist das Bauernopfer.
          Von Schomers scheint allgemein gar nichts mehr gefordert zu werden, das zu Ende spielen der Saison eventuell, aber Impuls ist was anderes.Ich bin da zu 100% bei Alexander- liegt dann wohl an der Entfernung, räumlich.

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        • ein Aufsichtsrat muss nie Profifußball gespielt haben. Alle drei Genannten holen sich die Expertise die ihnen fehlt schon dazu, keine Sorge.

          Nur dass der AR bei uns ausdrücklich nicht das Tagesgeschäft betreiben soll, sprich es fällt eigentlich gar nicht in seinen Aufgabenbereich den Trainer zu entlassen. Selbst die Entlassung des Sportvorstands sollte es eiegntlich nur geben, wenn dieser grob gegen die Rahmenbedingungen verstößt, sprich er sich deutlich von den Vereinbarungen entfernt, was ja selbst nach Aussage des AR-Vorsitzenden Grethlein bei Bornemann ausdrücklich nicht der Fall war.

          Und das ist schlicht die Crux im Verein, es gibt auf der Vorstandsebene keine echte Kontrolle und mit nur zwei Vorständen immer eine Patsituation, deshalb meine Idee von einem Vorstandsvorsitzenden, der nicht das tägliche Kleinklein betreibt, der ausreichend Expertise im wirtschaftlichen Bereich und im sportlichen Bereich hat. Jemand der mal auf den Tisch haut, wenn sich so Möchtegern Club-Experten über angebliche Fehler auslassen. Der aber auch nicht zu allem seinen Senf dazugeben muss, aber halt wenn es droht zu kippen, dann aufsteht und die Richtung vorgibt.

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  • Ich hoffe inständig, dass unser Aufsichtsrat mit den (oder dem) Kandidat/en, welche für das Amt des Sportvorstandes favorisiert werden, den Focus darauf zu legen, die nächste Saison in Liga 2 zu planen.
    Lt. NN wird Dr. Grethlein die Personalie demnächst bekanntgeben.
    Herausforderung wird sein, entsprechende Gespräche mit den Spielern zu führen, welche gehalten werden sollen. Natürlich wäre es wünschenswert auch konzeptionell im Bereich NLZ, Scouting etc. diesbezügliche
    Strukturen (auch personeller Art) zu schaffen. Die Quadratur des Kreises wird sein, ob unserer wirtschaftlichen Situation die eigentlich notwendigen Schritte auch umsetzen zu können.

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  • @xxandl

    Gibt es eine Quelle zur „Zielsetzung“ in der Winterpause? Oder ist das reine Vermutung?

    Richtig ist: Der Aufsichtsrat hat eine reine Management-Funktion. Beraten. Überwachen. Kontrollieren. Ein Kontrollgremium. Soweit die Theorie.

    In der Praxis beim Club gehen die Dinge, die unser Aufsichtsrat zu hebeln hat, aber weit darüber hinaus. Aktuell veranstaltet man ein Casting nach einem neuen Sportvorstand. Den letzten Sportvorstand hat man beurlaubt. Nicht den Rat gegeben, ihn zu beurlauben, sondern eigenhändig beurlaubt. Das geht weit über eine Kontrollfunktion hinaus.

    Kurzum: Unser Aufsichtsrat ist kein klassisches Kontrollgremium wie aus dem BWL-Lehrbuch, sondern trifft weit reichende Entscheidungen. Insofern wäre Fachkompetenz durchaus wünschenswert. Die Personalerin, die einen Programmierer einstellt, sollte durchaus einschätzen können, ob der Neuzugang nicht nur sozial, sondern auch fachlich kompetent ist. Besser ist das.

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    • Die Personalerin, die einen Programmierer einstellt, sollte durchaus einschätzen können, ob der Neuzugang nicht nur sozial, sondern auch fachlich kompetent ist. Besser ist das.

      Das kann sie definitiv nicht, wenn Sie fürs Personalmanagment zuständig ist. Die Fachgespräche führt dann der Entwicklungs oder Abteilungsleiter und gibt ihr dann die notwendige Einschätzung. Ich habe soche Gespräche schon oft geführt mit Bewerben aus aller Welt auch mit griechischen Freelancern per Skype, die auf Omas Sofa sitzen 🙂

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  • Verstehe die Hektik bei der Sportvorstand Suche nicht. Das letzte worauf es jetzt im Moment ankommt ist der Sportvorstand und fatal wäre es tatsächlich eine übereilte Entscheidung zu treffen, weil dieser den Weg die nächsten Jahre (hoffentlich) vorgeben wird. Die Entscheidung soll lieber gut sitzen.

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    • Das letzte worauf es jetzt im Moment ankommt ist der Sportvorstand

      Meinst Du das wirklich ernst? Du bist doch der erste, der sich beschwert, wenn die Neuzugänge zur neuen Saison wieder „zu“ spät kommen, wenn Leistungsträger für einen Appel und ein Ei gehen, wenn wichtige Spieler nicht gehalten werden.

      Die nächsten Wochen sind extrem wichtig, der Sportvorstand muss sich ein Bild vom Team Schommers/Mintal machen, muss entscheiden ob ein neuer Trainer kommt, muss sich ein Bild machen, wie viel Geld er investieren kann, ob es vielleicht sinnvoll wäre einen begehrten Spieler gehen zu lassen und dafür eine für uns hohe Ablöse zu generieren, die man wieder in die Mannschaft stecken kann.

      Das alles braucht Zeit, dazu muss ja erst mal der neue Trainer gefunden werden, mit dem man dann die Personalplanung für die neue Saison angehen kann.

      Und wer soll denn bei uns die Gespräche mit den Spielern führen, die man halten will, mit denen man evtl. sogar verlängern will …

      Also ich kann beim besten Willen nicht sehen, dass die Sache mit dem Sportvorstand auf die lange Bank geschoben werden könnte.

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  • Meinst Du das wirklich ernst? Du bist doch der erste, der sich beschwert, wenn die Neuzugänge zur neuen Saison wieder „zu“ spät kommen, wenn Leistungsträger für einen Appel und ein Ei gehen, wenn wichtige Spieler nicht gehalten werden.

    Hast du es nicht verstanden? … mir ist Sorgfalt lieber und dass es dann hoffetnlich besser paßt.

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    • Und du kapierst offenbar nicht,weshalb es wichtig ist, daß der Sportvorstand jetzt da ist: weil, wenn er noch wesentlich später verpflichtet wird, die anderen Sportvorstände schon alle potentiellen Kandidaten auf ihrer Liste haben.
      Während unser neuer Sportvorstand erst einmal die Spieler kennen lernen muß,
      entscheiden muß, welcher Trainer kommt,
      entscheiden muß, welche Spieler dann bleiben sollten und mit ihnen verhandeln muß,
      entscheiden muß welche Spieler gebraucht werden und die suchen und mit ihnen verhandeln muß.
      Bis dahin haben dann die anderen Sportvorstände auch mit unseren Spielern, die sie interessieren KOntakt aufgenommen. Und ihnen womöglich auch schon ein Angebot gemacht.
      Aber vermutlich bist du der Meinung, daß unsere Spieler dann sagen: „Nee wir warten lieber erst einmal ab, welcher Trainer zum Club kommt und ob wir bei dem eine Chance haben“.

      Und dir wird es vermutlich auch unbegreiflich sein, weshalb unser neuer Sportvorstand dann nicht irgendwelche Spieler aus seinem Hut zaubert, die uns weiterhelfen, von den anderen Sportvorständen aber übersehen wurden.

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      • Sehe ich ähnlich.
        Vor allem hinsichtlich des vorhandenen Kaders und der Perspektive der Spieler über diese Saison hinaus wäre es extrem wichtig, so schnell wie möglich wieder einen Ansprechpartner zu haben.
        Gerade auch weil der Abstiegskampf schon nahezu entschieden ist, Hannover und wir stehen mit hoher Wahrscheinlichkeit als direkte Absteiger fest, Stuttgart und Augsburg werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Platz 15/16 unter sich ausmachen, alle anderen können schon mehr oder weniger für die nächste (Erstliga-) Saison planen.

        Und bei ist komplette Führungs- und Handlungslosigkeit. Lt. NZ wird der neue Vorstand frühestens Ende nächster Woche, wahrscheinlich aber erst Ende des Monats bekannt gegeben. Das wären fast 7 Wochen nach der Entlassung Bornemanns.

        Nun muss ich der neue Vorstand erstmal einarbeiten und einen Trainer finden.
        Erst dann kann man ernsthaft mit den Spielern über die kommende Saison reden. Dann ist es Mitte/Ende April…

        Das Vorgehen des AR in der ganzen Angelegenheit kann ich nur als höchst amateurhaft ansehen. Die Zeitpunkte, wo man durch ein solches Handeln noch etwas hätte erreichen können, lässt man verstreichen.
        Setzt dann aber zum Kahlschlag an, ohne einen Plan zu haben, wie es danach weitergehen soll, geschweige denn, dass es dadurch irgendwie besser werden soll.
        Es ging offenbar einzig und allein darum, Köllner loszuwerden.

        Wenigstens hat man im AR offenbar erkannt, dass die komplette Konzentration der sportlichen Verantwortung auf den Sportvorstand höchst problematisch ist und will auch einen neuen Posten für einen sportlichen Leiter oder Kaderplaner einrichten. Wobei man an der Stelle eigentlich auch schon mal war, als man Bader verdonnert hat, einen derartigen Posten einzurichten. Ein grober Fehler, diesen dann wieder ersatzlos zu streichen.

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      • Und dir wird es vermutlich auch unbegreiflich sein, weshalb unser neuer Sportvorstand dann nicht irgendwelche Spieler aus seinem Hut zaubert, die uns weiterhelfen, von den anderen Sportvorständen aber übersehen wurden.

        Ich rede von einer Woche hin oder her auf die es zumindest in meinen Augen jetzt nicht ankommt und daß er für die 2. Liga planen kannn ist ja auch klar und somit nicht zweigleisig planen muss, das vereinfacht den Prozess ebenso. Und ein Sportvorstand der im Verfahren ist hat doch die Profiligen sowieso im Blick und kommt nicht aus irgendeiner Käseglocke. Im übrigen ist doch für Ende nächster Woche eine Entscheidung angekündigt, verstehe echt die ganze Aufregung nicht. Und was unbegreiflich sein soll oder nicht, solltest du dir eher deine eigenen Gedanken machen und nicht meine.

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  • Da ja auch im Podcast, der Bruch mit Köllner bei Vielen, auch hier im Blog, immer wieder mit Eduard Löwen in Verbindung gebracht wird und sein Nicht-Einsatz in Hannover.Dafür scheint auch Schomers Gründe zu sehen:
    „Die taktische Disziplin, das sollte das heißen, hatten sie zu oft bei diesem Freigeist vermisst. Vielleicht ist das jetzt vorbei.“ (Nürnberger Nachrichten,heute)
    Für die Sportdirektorensuche wird sicherlich auch ein Aspekt interessant, den Grethlein beider VerabschiedungsPK zu Bornemann gesagt hat-wenige wären bereit gewesen zu diesen Konditionen hier zu arbeiten, unter denen Bornemann gearbeitet hat(sein Gehalt gehört da dazu).
    Insofern kann man sich natürlich den besten Sportvorstand wünschen und einen Chefscout dazu.Aber wahrscheinlich wird es eher die kleine Lösung bei der sich viele fragen:Wer?
    Ich rechne nicht mit einem bekannten Gesicht.Das wird ähnlich wie bei jeder Transferperiode laufen, wenn es um Spieler geht, am Ende kommt Einer , den man sich leisten kann und bei dem man auf ein Entwicklungspotential hofft.

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    • Kursierende Namen wie Baiersdorfer oder Magath halte schon allein aus Gehaltsgründen für unrealistisch. Die schweben doch in ganz anderen Spären…

      Andererseits gelten beide in Deutschland derzeit ein wenig als verbrannt. Der Wunsch nach einem Comeback könnte da schon über Gehaltseinbußen hinwegsehen lassen, gemeinsam mit dem Heimatfaktor Franken.

      Allerdings sind gerade diese beiden bislang kaum durch erfolgreiche Sparpolitik aufgefallen, sondern eher durch haufenweises Geldverbrennen. Andererseits ist dem Baiersdorfer früher beim HSV manches unglaubliche Verkaufsschnäppchen nach England gelungen. Die Fabelsummen, die seinerzeit z.B. Kompany eingebracht hat, würden uns auch gut tun. Gute Kontakte zu Abnehmern aus England sind sicher nicht verkehrt….

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  • Kursierende Namen wie Baiersdorfer oder Magath halte schon allein aus Gehaltsgründen für unrealistisch. Die schweben doch in ganz anderen Spären…

    Ja aber solange sie nichts haben, ist die Aufgabe dennoch nicht so schlecht und man kann ihr Gehalt ja erfolgsbezogen mit Zielen koppeln. Trotzdem beide haben sich jetzt ja schon länger nicht mehr bewiesen nur für unmöglich halte ich es nicht.

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  • Von den kursierenden Namen wäre Per nielson ja auch nicht verkehrt, nur glaube ich nicht das RB nach Schneider den nächsten aus ihrer sportlichen Führung wird ziehen lassen.

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    • Nilsson ist in Leipzig „sportlicher Leiter“ der Nachwuchsteams im Leistungsbereich, die Assistenz der Geschäftsführung hat er im Sommer aufgegeben. Das ist schon nur noch marginal „sportliche Führung“, den Posten hat bei uns Daniel Wimmer, den würde auch niemand in unsere sportliche Führung verorten. Das dürfte dem also nicht zwingend im Weg stehen.

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  • Mir würde weniger wegen seiner Schalke Erfahrung sondern was er in Mainz geleistet Heidel immer noch gut gefallen, Mainz vor etlichen Jahren und Nürnberg heute wäre ja vergleichbar von der Aufgabe her.

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    • Das ist richtig (zwickts mi!), die Erfahrungen aus Mainz wären bei uns genau richtig. Da isser dann auch wieder in senem Wohlfühlbereich und die Geschichte ist nicht eine Nummer zu groß…

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      • Und hat für Autohändler als alter Autohändler ein offenes Ohr

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      • Beim Club war der Posten als Sportvorstand noch nie ein Wohlfühlbereich, auch sonst kein anderer Posten, ein Teil des Lohns ist Schmerzensgeld.

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        • Bleibt denn da für den eigentlichen Lohn noch was übrig?

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