Analyse: Standard als Brustlöser

Analyse zu 1. FC Nürnberg – FC Augsburg 3:0 (0:0) – Der Club gewinnt nach 20 Spielen ohne Sieg erstmals wieder ein Bundesligaspiel. Entscheidend dabei der „Brustlöser“ nach einem Standard.

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung, Formationen und Ereignisse

Abb.1: Ungefähre Startformation

Boris Schommers nahm eine personelle Veränderung im Vergleich zum 0:1 in Frankfurt vor der Länderspielpause vor. Für Tim Leibold, der nach Gelbsperre zurückkehrte, musste Timothy Tillman auf die Bank. Im Kader gab es weitere Veränderungen. Salli, Fuchs und Rhein mussten auf die Tribüne, Petrak (nach Verletzung) und Pereira (nach Rotsperre) kehrten ins Aufgebot zurück. In Sachen Grundformation änderte der Coach dagegen nichts. Das Team wurde in der „Wohlfühlformation“ der Mannschaft, dem 4-1-4-1, aufs Feld geschickt.

Zu Beginn des Spiels agierte Eduard Löwen als zweiter Achter etwas tiefer als Hanno Behrens, was sich im Laufe des Spiels aber relativierte und so auch nicht geplant war, sondern der Ausrichtung des Gegners. Nach einer ersten Torannäherung der Gäste durch Gregoritsch nach einem Freistoß (Mühl an Koo) kam der Club gut ins Spiel und spielte sich immer wieder über die Flügel ins letzte Drittel der Gäste. Den Flanken des FCN fehlte es dann aber an Präzision, so dass sich keine klaren Torchancen ergaben. Abschlüsse ergaben sich für die Gastgeber daher auch nur nach Standards: Ewerton und Mühl verfehlten das Tor nach Ecken, Kerk kam nach einem von Behrens verlängerten Einwurf zum Kopfball und dem einzigen Abschluss des FCN aufs Tor vor dem Seitenwechsel.

Diese Tatsache ergab sich auch daraus, dass Augsburg mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie kam, da es die Zuspiele des FCN besser unterbinden konnte. Gleichzeitig kam der FCA selbst zu ersten Halbchancen. Hätte Ji in der 24. Minute nach Flanke von Max nicht über den Ball geschlagen, wäre es womöglich sogar zu mehr als einer Halbchance gekommen. Fünf Minuten später war es dann Max, der die nächste Gelegenheit hatte, doch Bauer blockte seinen Schuss. Es war einer von sieben durch den FCN abgeblockten Torschüssen der Gäste. Insgesamt pendelte sich das Spiel auf Grund vieler Ungenauigkeiten in den Zuspielen aber auf einem Niveau ein, das die meisten Beobachter nicht mehr als Bundesliganiveau einstuften. In der Viertelstunde vor der Pause kam keine der beiden Mannschaften zu gefährlichen Abschlüssen, so dass es mit 0:0 in die Pause ging. In dieser tauschte Augsburgs Trainer den meist abgemeldeten Finbogasson aus und brachte für ihn den etwas wendigeren Richter, stellte von 4-2-3-1 auf ein flaches 4-4-2 um, da er gleichzeitig Gregoritsch von der Zehn in die Spitze zog.

Sieben Minuten nach der Pause dann die wohl entscheidende Situation des Spiels: Kerk zirkelte einen Freistoß von rechts in den Strafraum, dieser fand am langen Pfosten Ishak, den die Augsburger laufen gelassen hatten. Der Schwede setzte den Ball gegen die Laufrichtung von Kobel in die Maschen. Es war die erste Führung vor heimischem Publikum seit dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt im vergangenen Oktober und die zweite im Jahr 2019 (nach der zwischenzeitlichen Führung beim 1:2 in Düsseldorf).

Abb.2: Ungefähre Formation bei Abpfiff

Kurz nach dem „Brustlöser“ musste Schommers erstmals tauschen, für den mit Rippenprellung angeschlagenen Ewerton kam Georg Margreitter. Allerdings ist der Begriff „Brustlöser“ möglicherweise eher in der Rückbetrachtung gewählt, im Spiel wirkte das Tor eher als „Brustverenger“ für die Augsburger, die nun mehr fürs Spiel tun mussten, sich aber extrem schwer damit taten. Coach Baum versuchte mit einer Umstellung auf 4-4-2 mit Raute (Gregoritsch und Richter als Stürmer, Koo auf der Zehn) etwas mehr Angriffspower zu entfalten, scheiterte aber weitgehend. Gerade in der Passgenauigkeit taten sich nun deutliche Schwächen bei den Gästen auf, immer wieder blieben Zuspiele unsauber, landeten Pässe im Seiten- oder Toraus. Auch beim Club blieb im Vorwärtsgang vieles noch Stückwerk, allerdings stand die Defensive über weite Strecken so gut, dass die Augsburger zu keinen guten Abschlüssen kamen, auch wenn ein Abseitstor bei den Bemühungen heraussprang.

Nach 70 Minuten wechselte Boris Schommers zum zweiten Mal positionsgetreu, brachte Pereira für den ausgelaugten Kerk. Der Brasilianer fügte sich gleich mit einem sehenswerten Dribbling ein und beschäftigte mit seiner Technik und Ballbehandlung ein ums andere Mal die Augsburger. Die kamen nur dann zu einem Hauch von Torgefahr, wenn der Club im Spielaufbau Fehler machte. Doch selbst dann wählten die Gäste stets die falsche Option. Auch der Club kam in Person von Kubo, der einen Schlenzer von Bauer mit dem Scheitel ins Tor lenkte, zu einem Abseitstor, ehe mit Cordova für Koo einen zweiten Angreifer echten Stürmer ins Spiel brachte und Richter auf die linke Position in der Raute zurückbeorderte. Mehr Durchschlagskraft hatten die Schwaben deshalb aber dennoch nicht.

Sechs Minuten vor Schluss verschaffte Schommers dann Winterneuzugang Ilicevic sein Saisondebüt. Der gebürtige Aschaffenburger ersetzte Kubo, auch dieser Wechsel war positionsgetreu. Kurz darauf fiel dann die Entscheidung. Richter wurde im Nürnberger Strafraum vom Ball getrennt, der Ball fiel zu Ishak, der nach kurzem Dribbling Leibold anspielte. Dieser sah, dass Pereira hinter den letzten aufgerückten Augsburgern, aber noch vor der Mittellinie stand. Leibold passte auf den Brasilianer, der ein 50-Meter-Solo startete und genau als die Verteidiger zu ihm aufschlossen, den Ball ins Tor versenkte. Das Spiel war damit entschieden, doch der Club hatte noch nicht genug vom Toreschießen, nachdem Erras im Mittelfeld ein Kopfballduell gewann, kam Löwen an den Ball. Dieser lief, leicht freigeblockt von Behrens, allein aufs Tor zu und vollstreckte zum 3:0.

 

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Ins Auge stechen bei beiden Mannschaften vor allem die Passdaten. Kommen die Teams bei den Quer- und Rückpässen noch auf einigermaßen akzeptable Quote von 89%/84% (FCN) bzw. 87%/87% (FCA), sieht das bei den fürs Offensivspiel entscheidenden Werten dann schon ganz anders aus: Der Club landet bei den Vorwärtspässen schon nur noch bei 71%, bei den Pässen ins letzte Drittel dann sogar nur noch bei 59%. Augsburg liegt in beiden Kategorien (75%/62%) leicht besser als der Club, der Wert bei den Pässen ins letzte Drittel ist dennoch der zweitschlechteste eines Gegners des FCN in dieser Saison, nur Wolfsburg lag mit 57% noch darunter.

Gerade diese Tatsachen ließen das Spiel dann auch als eines auf relativ niedrigem Niveau erscheinen. Dass erstmals in dieser Saison bei einem Spiel mit Club-Beteiligung die Quote der langen Bälle bei beiden Mannschaften bei 15% oder höher lag. Auch, dass beide Mannschaften auf weniger als 3,5 Pässe pro Ballbesitzphase kamen, verstärkte den Eindruck. Dies war in dieser Spielzeit bei einem Spiel des FCN erst einmal (in Mainz) vorgekommen.

Auch in Sachen Flanken aus dem Spiel waren beide Mannschaften nicht sonderlich erfolgreich: Schaffte Augsburg es immer noch auf zwei erfolgreichen Flanken bei elf Versuchen, kam der Club auf eine Quote von null von acht. Es war insgesamt eben viel Ungenauigkeit im Spiel auf beiden Seiten, auch deshalb war das Tor nach einem Standard so wichtig und so entscheidend, denn aus dem Spiel heraus kamen beide Teams zu wenig.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Der FCN war dem FCA in allen erfassten Laufkategorien überlegen. Vor allem die Anzahl der Sprints (211:184) und intensiven Läufe (637:589) spricht deutlich für den Club
  • Eifrigster Läufer auf dem Platz: Yuya Kubo. Der Japaner war sowohl in den Sprints (36) als auch in den intensiven Läufen (86) Spitzenreiter unter allen Akteuren auf dem Feld.
  • Augsburg hatte am Ende sieben Fouls mehr auf dem Konto als der FCN. Nur in Bremen (elf Fouls mehr des Gegners) war das Saldo für den Club größer.
  • Wyscout verzeichnet nur fünf klärende Aktionen des FCN. Der zweigeringste Wert der Saison. Nur gegen Wolfsburg (2) waren es weniger.
  • Vier Schüsse aufs Tor, drei ins Tor. Der Club war an diesem Nachmittag ein Meister der Effizienz.
  • Die Augsburger hatten fünf Konter, konnten nur einem mit einem Torschuss abschließen. Dieser wurde auch noch geblockt (Richter, 75.). Beim Club kann nur Pereiras Tor zum 2:0 so klassifiziert werden. Dieser Angriff war allerdings drin.
  • Erstmals seit dem 20. Spieltag steht der Club nicht auf dem letzten Tabellenplatz. Um nicht als schlechteste Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in die Geschichte einzugehen, fehlen dem FCN noch zwei Punkte. Freiburg schloss die Saison 2004/05 mit 18 Punkten ab, hatte nach 27 Spieltagen allerdings schon 17 Punkte.

3. Fazit

Der Club gewann das Spiel, weil er im richtigen Moment das 1:0 erzielte und im Schlussspurt seine Angriffe erstmals seit langer Zeit konsequent ausspielte und so zu zwei weiteren Toren in der Schlussphase kam. In der Gesamtbetrachtung profitierte der FCN erheblich von den Unzulänglichkeiten der Augsburger, die gerade bei den Pässen ins letzte Drittel große Probleme hatten. Diese hatte der Club auch, sie kamen aber auf Grund der Torfolge nicht so augenscheinlich zum Tragen. Tatsächlich lässt sich konstatieren, dass die Partie über weite Strecken kein Bundesliganiveau hatte und der Club vor allem die glücklichere von zwei schwachen Mannschaften war. Andererseits schaffte der FCN eben dreimal das, was Augsburg gar nicht gelang: Den Ball im Tor unterbringen. So gesehen war der Erfolg dann eben doch durchaus verdient und kann – auch wenn noch keine Rechnungen über mögliche Rettungsszenarien angestellt werden dürfen – womöglich als „Brustlöser“ für die restliche Saison dienen.

4. Zahlen zum Spiel*

Nürnberg Augsburg
3 Tore 0
11(4) Schüsse (aufs Tor) 14 (3)
45,1 Zweikämpfe (in %) 54,9
50,6 Ballbesitz (in %) 49,4
8 Fouls 15
4 Ecken 4
112,6 Laufstrecke (in km) 108,1
Pass-Statistiken
361 (78,4%) Pässe (erfolgreich) 366 (80,6%)
15,0% (55,6%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 17,8% (60,0%)
40,4% (71,9%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 38,8% (75,4%)
34,3% (84,7%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 36,3% (87,2%)
13,0% (89,4%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 12,8% (87,2%)
19,4% (77,1%) Anteil progressive Pässe (erfolgreich) 24,0% (83,0%)
13,6% (59,2%) Anteil Pässe ins letzte Drittel (erfolgreich) 16,4% (61,7%)
Nerd-Statistiken
1,01/1,6/1,77 Expected Goals 1,22/1,1/0,87
2,13 Expected Points 0,64
14,8/15,5 PPDA 8,9/8,96

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote und der Laufstrecke von der DFL) von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt nicht 100%, da ein Teil der Pässe doppelt (z.B. lang und seitwärts) kategorisiert wird und andere Kategorien der Erfassung hier z.T. nicht aufgeführt werden. Mit progressiven Pässen werden Pässe bezeichnet, die mindestens 10 Meter Raumgewinn zur Folge haben oder aber im Strafraum an den Mann kommen. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – wird in der Reihenhfolge Wyscout/Understat angegeben.

5. Stimmen zum Spiel

Boris Schommers: „Wir sind sehr glücklich über diesen verdienten Heimsieg. Man hat von Beginn an gesehen, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Wir sind gut reingekommen und hatten auch unsere Möglichkeiten in der Anfangsphase. Danach war es bis zur Pause ein offenes Spiel. Solche Duelle brauchen dann oft einen Dosenöffner, der heute endlich mal uns gelungen ist. Das hat uns Selbstvertrauen gegeben. Dennoch haben noch die eine oder andere Chance zugelassen. Was mich aber freut, ist, dass wir unsere Konter zum Schluss konsequent zu Ende gespielt haben und so einen verdienten Sieg eingefahren haben.“

Manuel Baum: „Uns war bewusst, was heute auf uns zukommt. In der ersten Halbzeit habe ich ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Man hat beiden Teams angemerkt, worum es geht. Es gab wenige Chancen auf beiden Seiten. Nach der Pause hatte ich zunächst das Gefühl, dass wir etwas besser waren. Wie so oft in solchen Spielen, ist dann eine Standardsituation der Dosenöffner. So war es dann auch. Die Führung hat Nürnberg natürlich in die Karten gespielt. Wir haben dann fast immer die falsche Entscheidung getroffen und werden am Schluss zweimal ausgekontert.“

Hanno Behrens: „Es war ein verdienter Sieg. Wir waren schon in der ersten Hälfte die gefährlichere Mannschaft, da fehlte uns aber der letzte Punch. Das haben wir dann in der zweiten Hälfte besser gemacht. Nach dem 2:0 war es dann durch. Der Schlüssel war, dass wir von Anfang an aggressiv dabei waren, wir haben mit viel Power gespielt. Nach der Führung haben wir kaum eine Chance zugelassen. Wir haben immer gesagt, dass wir uns nicht aufgeben werden – jetzt erst recht nicht. Wir werden uns in den letzten sieben Spielen reinhauen und um unser Leben kämpfen.“

Tim Leibold: „Der letzte Sieg war gefühlt vor drei Jahren, aber wir sind überglücklich und stolz, dass wir heute gewonnen haben. Ein schöner Tag für uns, aber auch nicht mehr. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit ein, zwei gute Möglichkeiten. Geht Augsburg in Führung, wird es wieder schwer für uns, so hatten heute wir mal den Dosenöffner. Es ist für uns als Mannschaft wichtig, endlich wieder einen Sieg eingefahren zu haben. Nächste Woche wollen wir dann dort weitermachen, wo wir heute aufgehört haben.“

Andre Hahn: „Wir wussten, was auf uns zukommt, haben aber trotzdem nicht richtig ins Spiel gefunden. Spielerisch und kämpferisch war es nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren nicht zielstrebig genug zum Tor und haben uns beim Standardgegentor schlecht angestellt. Zum Schluss haben wir aufgemacht und sind ausgekontert worden.“

Jeffrey Gouweleeuw: „Das erste Gegentor war zu einfach und es ist mir unerklärlich, warum wir in der Schlussphase aufgehört haben zu kämpfen. Wir haben nicht richtig auf den Ausgleich gedrängt, haben Nürnberg aber trotzdem Räume zum Kontern gegeben.“

Rani Khedira: „Die erste Halbzeit war zu wenig von uns, Nürnberg war aggressiver und agiler. Nach der Pause war es etwas besser, aber beim Standardgegentor haben wir geschlafen. Beim zweiten Gegentor sind wir ins offene Messer gelaufen. Insgesamt muss man ehrlich sagen, dass es zu wenig war. Das Spiel hat gezeigt: Wenn wir nicht kompakt stehen, reißt uns auch Nürnberg den Arsch auf. Wir hatten 60 Meter Abstand. Da spielt uns auch eine Bezirksligamannschaft auseinander.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia +3 3 2 3 7,3/10
CU-Urteil: Nahezu gänzlich beschäftigungslos, eine schöne Parade bei einem Fernschuss von Baier (17.)
Robert Bauer +4 3,5 4 4 7,2/10
CU-Urteil: Eine gute Grätsche, gefährliche Einwürfe, sonst mit wenigen Akzenten nach vorne und leichten Wacklern nach hinten.
Lukas Mühl 3 3 2 3 7,0/10
CU-Urteil: Im Zentrum sicher ohne große Wackler, manchmal etwas hektisch im Herausspielen.
Ewerton 3 3 3 3 6,8/10
CU-Urteil: Im Defensivverhalten ohne große Mühen, aber auch wenig gefordert. Musste kurz nach dem Führungstreffer verletzt raus.
Tim Leibold +3 3 3 3 7,2/10
CU-Urteil: Feine Vorlage zum 2:0. Gut im Aufbauspiel, wenn er selbst mit dem Ball ging, war aber meist wenig zu holen.
Patrick Erras +4 4 4 4 7,6/10
CU-Urteil: Das Spiel lief ein wenig vorbei am Defensiven Mittelfeldspieler. Recht wenige Ballkontakte, nur die Hälfte der Duelle erfolgreich. Immerhin mit Vorlage zum 3:0.
Yuya Kubo 4 5 4 4 6,8/10
CU-Urteil: In Sachen Einsatz (siehe Laufdaten) ist dem Japaner wenig vorzuwerfen. Tat sich dennoch schwer das Spiel nach vorne zu gestalten, da er Probleme mit seiner Ballverteilung hatte.
Eduard Löwen 2- 3,5 3 2 8,1/10
CU-Urteil: VDas Pendel zwischen Genie und Wahnsinn schlug in diesem Fall mehr in Richtung Genie aus. Tor, viele gute Zuspiele, gewonnene Dribblings. Einzig in Sachen Duelle tat er sich schwer.
Hanno Behrens 3- 4 3 3 7,0/10
CU-Urteil: Antreiber, Motivator. Tat sich im Spiel nach vorne aber oft schwer mit der Präzision, was allerdings für fast alle Nürnberger an diesem Nachmittag galt.
Sebastian Kerk 3 3 3 3 7,6/10
CU-Urteil: Schöne Vorlage per Standard. Insgesamt mehrere gefährliche ruhende Bälle. Aus dem Spiel heraus mit Licht und Schatten.
Mikael Ishak 2- 2,5 3 2 7,6/10
CU-Urteil: Wichtiges Tor nach Kerks Freistoß, wichtiger Pass auf Leibold vor dem 2:0. Dazu viel Arbeit, viel Rackern, wenn auch nicht immer mit ertragreichen Laufwege.
Georg Margreitter 3- 3 3 3 6,8/10
CU-Urteil: Kam für den angeschlagenen Ewerton. In der Rückwärtsbewegung ordentlich bis gut, in der Vorwärtsbewegung mit einigen haarsträubenden Abspielfehlern.
Matheus Pereira 2 2 1 7,3/10
CU-Urteil: Kam für Kerk nach 70 Minuten. Mischte per Dribbling die Augsburger Abwehr auf, verteilte die Bälle gut und machte mit dem 2:0 den Deckel drauf.
Ivo Ilicevic 6,2/10
CU-Urteil: Kam in der Schlussphase für Kubo. Stand bei zwei Toren auf dem Platz und bei einem Augsburger Angriff schlecht.

73 Gedanken zu „Analyse: Standard als Brustlöser

  • Und jetzt gut aufpassen, dass man in Stuttgart keine böse Überraschung erlebt…
    Das Spiel war ja nicht sehr viel anders als die übrigen auch, die Mannschaft hat den Willen, steht kompakt, aber das Offensivspiel ist ja nach wie vor echt mau und das Ergebnis auch deutlich zu hoch ausgefallen. Hoffentlich lässt man sich davon jetzt nicht blenden. So viel anders als die vorherigen Spiele war das ja nicht, nur der Gegner hält viel schwächer.

    Nicht falsch verstehen, ich bin überglücklich, dass man die letzte Chance ergriffen hat und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich als letztes. Aber sonderlich optimistisch war ich ehrlich gesagt nicht mehr, hätte einfach nicht gedacht, dass Augsburg derart schwach auftreten würde. Aber gut, die stehen mit auch nicht umsonst unten drin.

    Jetzt bitte die Leistung realistisch und reflektiert einschätzen und sich vor Augen halten, dass man immer noch vier Punkte Rückstand auf Platz 16 hat. Der Sieg vom Samstag ist praktisch nichts wert, wenn wir in Stuttgart nicht nachlegen.

    Um nicht als schlechteste Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in die Geschichte einzugehen, fehlen dem FCN noch zwei Punkte. Freiburg schloss die Saison 2004/05 mit 18 Punkten ab, hatte nach 27 Spieltagen allerdings schon 17 Punkte.

    Und Hannover fehlen noch drei Punkte 😉

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  • Ich habe zwei Fragen: Hat es einen Grund, dass du beide strittige Szenen, Mühl gegen Finbogasson und Leibold gegen Gregoritsch, nicht erwähnst?

    Und hast du Daten zu Kerk? Auf Bundesliga.de habe ich gestern mal nachgesehen, die hatten einen gewonnen Zweikampf und sieben angekommene Pässe (was auch all seine Standards inkludieren müsste) in der Datenbank. Wenn diese Daten auch nur annähernd stimmen, würde ich über die Benotung noch einmal nachdenken… Bei Kubo war ich hingegen überrascht, dass dessen Daten so viel besser waren als von mir wahrgenommen, hätte man mich gefragt, hätte ich den als schwächsten Spieler auf dem Platz genannt.

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    • Ich habe zwei Fragen: Hat es einen Grund, dass du beide strittige Szenen, Mühl gegen Finbogasson und Leibold gegen Gregoritsch, nicht erwähnst?

      Das Thema hatten wir neulich schon mal. Florian vertritt die Auffassung, dass nicht erfolgte Pfiffe keine Fakten/Tatsachen sind und daher nicht in eine Analyse gehören, sondern – wie erfolgt – in den Spielbericht. Kann man sicher so sehen, mich irritiert es allerdings auch etwas.

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      • Danke.

        Kann man natürlich so sehen, aber selbst wenn man das Foul von Leibold außen vor lässt, war die Aktion dennoch die beste Ausgleichsmöglichkeit der Augsburger, daher hätte ich sie nicht außen vor gelassen.

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    • Bei Mühl waren er und der Ball schon ausm Spielfeld draußen, also sicher kein Elfer, nur relevant ob Rot oder nicht und für Rot war es mir zu wenig. Das andere hab ich im Stadion einfach nicht wahrgenommen und daher als wenig relevant eingeordnet, aber heute früh im Kicker hab ich mich auch gewundert, weil der das dem Schiri als Fehlentscheidung auslegt (dann aber dennoch eine 3,5 als Note hergibt). Muss mal schauen, wo ich die Szene herkrieg. Sonst gilt das, was Alexander sagt über meine Einstellung dazu, es ist halt nix passiert, daher eher Spielbericht als Analyse. 😁

      Kerk kommt bei Wyscout auf 12 von 19 angekommene Pässe (2 von 2 Versuche in den Strafraum zu spielen kamen an), drei Abschlüsse (einer aufs Tor), eine Torvorlage, 100% erfolgreiche Dribblings, 3 Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte (bei nur einem Ballverlust in der eigenen), 4 von 5 gewonnenen Offensivduellen (das nicht gewonnene wird als neutral gewertet). Würd ich jetzt als befriedigend durchgehen lassen, kann man sicher ein Minus vertreten, wenn man die Passquote anschaut (Flanken und Pässe werden von den Anbietern als zwei Paar Stiefel gewertet, Standards in der Regel sogar nochmal extra), aber wegen des Assists hab ich drauf verzichtet.

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      • Bei Mühl bin ich bei dir, ich hätte die Szene auch weiterlaufen lassen. Bei wahretabelle.de gibt es einen kurzen Clip zum Zupfer von Leibold – sah aus anderen Kamerawinkeln aber wesentlich krasser aus. Kein großes Vergehen, aber eines, das absolut unstrittig ist. Wenn er pfeift, kann niemand etwas dagegen sagen.

        Das liest sich wesentlich besser, die Werte auf Bundesliga.de waren derart schlecht, dass ich eben an deren Wahrheitsgehalt gezweifelt habe.

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        • Ich nahm die Szene mit Gregoritsch im Übrigen in der normalen Berichterstattung auch gar nicht wahr – erst in der Nachberichterstattung echauffierte sich der Moderator darüber, dass es hier einen Elfer hätte geben „müssen“. Dem allerdings kann ich mich nicht anschließen – und offensichtlich auch weder der Schiri noch der VAR. Daher in dem Fall für mich auch kein Thema der Analyse. Mit Blick auf das gesamte Spiel und die Story, die das Spiel schrieb, natürlich schon eine Erwähnung wert – denn hätte der Schiri gepfiffen, hätte es der VAR kaum zurückgenommen. Und daher so ein Momentum, das ein Spiel kippen kann.

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        • Jetzt auch den Clip gesehen. Ist für mich irgendwie kein Elfmeter, weil Gregoritsch ja eigentlich gar nicht gehindert wird, der springt ja trotzdem 327 Meter in die Luft. Klar, Leibold zieht deutlich, daher wird keiner meckern können, wenn der Schiri pfeift, aber irgendwie für mich eher nix.

          Jeder Anbieter wertet Dinge anders, da ist es teilweise echt schwierig für sich einen Weg zu finden, rauszusuchen, was man selbst als „richtig“ erachtet. Zweikämpfe sind das Schlimmste (Tobi Escher meinte kürzlich in Bohndesliga, das sei wie mit dem Wurst machen, je mehr man wisse, was da reinkommt, desto weniger wolle man damit zu tun haben), da hat echt jeder eine andere Auffassung und Definition (Wyscout führt dann sogar nicht nur gewonnene und verlorene, sondern auch „neutrale“ Zweikämpfe, was wiederum die Quoten verfälscht, weil in deren Quote nur die gewonnenen auftauchen, die neutralen aber mit in die Gesamtzahl zählen.) Was nun ein Pass und was schon eine Flanke ist, ist auch immer umstritten zwischen den Anbietern. Manche Anbieter rechnen Ballbesitz über die Anzahl der Pässe, andere über „Time of Possession“. Muss mal schauen, ob ich dazu evtl. in der Sommerpause mal nen Artikel verfasse oder sogar Gesprächspartner von den Abietern kriege.

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          • Aber ich finde, in der Szene mit Leibold haben wir ordentlich Schwein gehabt.
            Er zieht klar am Trikot, wie stark die Auswirkungen sind, ist schwer zu sagen, aber man könnte durchaus argumentieren, dass ihm dadurch die paar cm gefehlt haben, um den Ball richtig zu erwischen. Also wenn man den pfeift, dann hätte man sich kaum beschweren können. Und war auch maximal dämlich von Leibold.

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            • Ich sag ja immer, auch wenn das nie jemand hören will:
              Glück und Pech gleichen sich im Laufe einer Saison aus. Auch beim Club!
              Nur bleiben einem die Szenen, in denen man sich benachteiligt fühlt, viel länger im Gedächtnis.

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    • Kubo ist mir schon sehr positiv aufgefallen mit seiner Laufarbeit. Der war auf seiner Seite oft mit hinten aushelfen und nach vorne den Konter einleiten. Ich hab ihn schon sehr fleißig gesehen. Logisch ist da noch Luft nach oben, aber seine Defensivarbeit war am Samstag schon gut. Das kennt man von Misidjan und Salli zB eher weniger.
      Aber da hörts mit dem Positiven schon auf. Aber negativ wäre er mir jetzt nicht aufgefallen.

      Kerk war auch recht blass außer der Kopfball in der 1.HZ und sein Freistoß zum 1:0.

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      • Die Szene des Spiels – im negativen Sinn war für mich die „Chance“ kurz vor Halbzeitpfiff, als Kerk und Kubo sich gegenseitig an Harm- und Hilflosigkeit überboten haben. Der eine verstolpert die Schusschance zentral vorm Tor, der andere haut den Ball blind zur Mitte obwohl er völlig frei steht… Jeder Landesliga-Kicker würde dafür vom Trainer einen Kopf kürzer gemacht werden.

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  • 6 Spiele sind nach dem Trainerwechsel gespielt. Im Vergleich dazu die letzten 6 Bundesliga-Spiele vor der Köllner-Entlassung. Der Vergleich fällt auf die Spiele vor der Entlassung Köllners, da sich die Ergebnis-Entwicklung so besser ablesen lässt als der Vergleich der Hinspiele Köllners zu den Rückspielen Schommers.

    Die letzten sechs Köllner-BL-Spiele (in Klammern Schüsse des Clubs aufs Tor)
    Gladbach-FCN 2:0 (2)
    FCN-Freiburg 0:1 (3)
    FCN-Hertha 1:3 (3)
    Mainz-FCN 2:1 (3)
    FCN-Bremen 1:1 (2)
    Pokalaus in Hamburg
    Hannover-FCN 2:0 (1)

    6 Spiele, 0/1/5, 1 Punkt, 3:11 Tore (14 Schüsse aufs Tor)
    Heimspiele gegen Tabellenplatz 12, 10, 6 (Orientierungswert: 28)
    Auswärtsspiele gegen Tabellenplatz 5, 13, 18 (Orientierungswert: 36)

    Die ersten sechs Schommers-BL-Spiele (in Klammern Schüsse des Clubs aufs Tor)
    FCN-BVB 0:0 (2)
    Düsseldorf-FCN 2:1 (2)
    FCN-Leipzig 0:1 (1)
    Hoffenheim-FCN 2:1 (5)
    Frankfurt-FCN 1:0 (3)
    FCN-Augsburg 3:0 (4)

    6 Spiele, 1/1/4, 4 Punkte, 5:5 Tore (17 Schüssel aufs Tor)
    Heimspiele gegen Tabellenplatz 1, 3, 15 (Orientierungswert: 19)
    Auswärtsspiele gegen 11, 9, 4 (Orientierungswert: 24)

    Eine Verbesserung ist durch den Heimsieg gegen Augsburg ablesbar, auch die verlorenen Spiele sind deutlich knapper im Ergebnis, siehe Tordifferenz. Aufgrund der Tabellenplätze der Gegner hätte man bei den Köllner-Spielen mehr Punkte erwarten dürfen (Addiert man jeweils die Tabellenplätze, erhält man einen Orientierungswert: Je höher umso „schlechter“ waren die Gegner, folglich mehr Punkte erwartbar). Die These unter Schommers wurde nur die Defensive gestärkt, die Offensive dagegen vernachlässigt, trifft nicht zu. Es wird sogar häufiger aufs Tor geschossen als unter Köllner (17:14)

    Klar ist aber auch: Der Club punktet noch zu wenig um an den Klassenerhalt glauben zu dürfen, vor allem auswärts stehen in den letzten 6 Auswärtspartien 0 Punkte. Die 2 Auswärtspünktchen sind lange her: 3. Spieltag Bremen und 10. Spieltag Augsburg.

    Was folgt? Das Spiel in Stuttgart. In der Hinrunde war das Heimspiel ein halber Offenbarungseid, die Mannschaft wirkte platt und „schenkte“ dem Tabellenletzten einen Dreier, der noch immer sehr bitter schmeckt. Ein dröges 0:0 damals und Stuttgart hätte jetzt 18 Punkte und der Club würde mit 17 Punkten zu den Schwaben reisen, von einem Sieg ganz zu schweigen… Da bleibt nur eins: Rehabilitiert euch!

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    • Das schöne an Statistiken ist man kann die Daten so auswählen bis es zu seiner eigenen These passt😂
      Wenn man die Hin und Rückspiele mit den gleichen Mannschaften nimmt, dann sieht es schon wieder anders aus.Und würdest du das Augsburgspiel rauslassen, dann sähe es auch anders aus.Was drei Punkte so alles bewirken können-wenn man die Analyse von Florian liest, dann bleibt von den Veränderungen bei der Offensive nicht viel übrig.Das Augsburgspiel ist eine Momentaufnahme, ich bin mir nicht sicher, aber für eine Statistik müsste dieses Ergebnis rausgenommen werden als statistische Besonderheit, wenn man einen Trend verlässlich berechnen möchte.
      Wenn er zum Supertrainer der Saison aufsteigen möchte braucht es drei Siege in Folge das wäre wirklich anders-und sehr befreiend

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      • Schommers muss nicht zum Supertrainer der Saison aufsteigen. er leistet auch großartiges das Team den Kader so intakt zu halten und wieder ein wenig Spaß und Würde zurückzubringen.

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      • Aus der Statistik sollten auch alle Niederlagen des Clubs herausgenommen werden, denn erst dann ist die Statistik glaubwürdig. Oder jeder darf 5 Spiele aus der Statistik streichen bis er sie so gestaltet hat, daß es zur jeweiligen Argumentation passt.

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    • Was dieser wissenschaflichen Fleißarbeit mangelt, ist die Berücksichtigung der gefühlten Spieltagstemperaturen. War es doch im letzten Jahr so, wenn ich mich recht erinnere, dass die Mannschaft in den kalten Temperaturen des ersten Quartal 18 in eine Ergebniskrise geriet, die erst dann behoben war, als der Frühling mit seinen wärmeren (Spiel-)Tagen Einzug gehalten hatte. Daraus schließe ich messerscharf, letzten Samstag war angenehmes Wetter, das die Mannschaft zum Sieg befähigte, wenn nicht gar beflügelte.

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  • Also ich sehe ja wenig Sinn darin, grottenschlechte Statistiken zu vergleichen und darum zu streiten, welche einen winzigen Ticken weniger bescheiden ist…

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    • Eben, widerlegen wir das lieber durch 3 Siege in Folge, damit es keine statistische Besonderheit mehr ist, wenn wir mal gewinnen 😉

      Dann müsste man auch nicht darüber streiten, ob es unter Schommers wirklich besser wird oder nur weniger deutlich, aber immer noch schlecht… :mrgreen:

      btw. mit Schalke haben wir eh noch ein Hühnchen zu begleichen, nachdem sie uns schon 2 x freudlos in die 2. Liga geschossen haben. Gönnen wir ihnen auch ein wenig Panik 😀

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    • Wenn du streiten mit diskutieren ersetzt, dann kann man das ja gerne so sehen.Ich würde das aber nicht so verbissen sehen, wie du, wenn du es als streiten bezeichnest.Aber egal, letztlich beeinhalten sämtliche hier geäußerten Argumentationen in einer hohen Häufung, schlechte Statistiken, persönliche Eindrücke und Interpretationen- Fakten basierend ist letztendlich nur:“die Tabelle lügt nicht“.
      Aber wozu dann ein Blog wie dieser oder 100% einer Fußball Nachberichterstattung.

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      • Nee, also diskutieren kann man das angesichts der vielen enthaltenen persönlichen Anfeindungen echt nicht mehr nennen…

        Richtig ist natürlich: Die Tabelle lügt nicht.
        Und der Rückstand auf Platz 16 (und auch Platz 15) ist jetzt größer als zu Schommers Amtsübernahme. Dementsprechend kann man sagen, dass der Trainerwechsel bislang nicht geholfen hat, um unsere Chancen zu verbessern. Im Gegenteil.

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        • worin du bei der Statistik Diskussion persönliche Anfeindungen erkennen willst ist mir schleierhaft.
          Zwischen dem 5-10 Spieltag holte der Club 5 Punkte.
          Zwischen dem 22-27 Spieltag vier Punkte- immerhin gegen die gleichen Gegner.

          Die Verbesserungen mögen ja gefühlt da sein und phasenweise erkennbar, insgesamt hat sich Ergebnistechnisch und tabellarisch aber zu wenig verbessert-bisher.
          Aber man kann ja noch hoffen, das immerhin ist einem noch nicht genommen.

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          • Der Club hat in der Aufstiegseuphorie zu Beginn der Saison gepunktet und die anderen Mannschaften,noch nicht so in Tritt waren. Das wars dann. Danach kam seit September! nichts mehr nichtmal eine sichtbare oder gefühlte Weiterentwicklung.

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            • Hat sich unter Schommers was verbessert oder weiterentwickelt, und zwar MERKLICH?
              Oder die sportliche Situation?

              Eben nicht. Leute diskutieren hier über Nuancen-Unterschiede in den Statistiken. Die tabellarische Situation ist genauso aussichtslos wie zuvor.

              Da kann man jetzt rumreden, es ändert aber nichts dran, der Trainerwechsel hat bislang einfach nichts gebracht, um unsere Situation, v.a. unsere Aussichten auf den Klassenerhalt zu verbessern.

              Ich mag da mit meiner Ansicht vielleicht aus der Reihe fallen, aber genau das ist für mich immer noch der Hauptgrund für einen Trainerwechsel. Oder einen radikalen Kahlschlag in der sportlichen Leitung. Um die sportliche Situation zu verbessern. Ist bisher aber halt nicht passiert. Auch die Befriedung des Umfelds gelang nur für eine sehr kurze Zeit und in sehr geringem Ausmaß – mittlerweile gehen sich die Fans mehr an die Gurgel als vor Köllners Entlassung, ist mein Eindruck.

              Was auch immer sich der Aufsichtsrat bei ihrem Vorgehen gedacht haben – es hat einfach nicht funktioniert.

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              • Ich bin im Grunde ja auch ein Kritiker des (Radi-)Kahlschlags, aber nach diesem Wochenende ist es wohl für ein definitives Urteil zu früh.

                Der Trainerwechsel hat punktemäßig noch nichts gebracht, wohl aber eine doch merkliche Stabilisierung der Mannschaft. Die angestrebte 3-Siege-Serie wird zeigen, ob die Stabilisierung auch Resultate hervorbringt oder nur zur Rechtfertigung der Maßnahme konstruiert werden kann.

                Man gibt ja landläufig eine Frist von 10 Spielen, um ein Urteil zu fällen. Nun, nach Schalke haben wir den Beurteilungshorizont fast erreicht. Sind wir dann wieder dick im Geschäft, bin auch ich bereit, meine Meinung zu revidieren und dem Trainerwechsel einen positiven Effekt zu bescheinigen.

                Das gilt allerdings nicht für das planlose Selbstenthaupten. Ohne Plan B oder C in der Tasche ist das für mich weiterhin grob fahrlässig. Gut, dass das nervöse Umfeld im Moment befriedet ist 😉

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              • Was auch immer sich der Aufsichtsrat bei ihrem Vorgehen gedacht haben – es hat einfach nicht funktioniert.

                Es hat in sofern funktioniert, daß diese immer schweren werdende Tristesse gebremst wurd und wieder positive Farbe bekommt, das hat der Auftakt gegen Dortmund schon gezeigt, wo wir im Hinspiel noch 0:7 verloren haben.

                Ein Klassenverbleib war bereits nach einer Hinrunde mit 11 Punkten!!! sowieso unwahrscheinlich. Das haben die Verantwortlich bereits in Sand gesetzt, die jetzt nicht mehr da sind.

                Mir gefällt das auftreten der Mannschaft seit Schommers besser und wer weiß vielleicht kommt ja noch ein fußballerischer Frühling. Und wer nicht sieht, daß die Mannschaft jetzt wesentlich stabiler und reifer spielt, dem kann man so oder nichts erklären.

                Und ein Kahlschlag war nicht geplant! .. aber ein AR kann sich nicht vom Sportvorstand nötigen lassen, der ihre Sichtweise Satzungsbedingt negiert und blockiert.

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                • Der Sportvorstand kann sich nicht von einem Aufsichtsrat, der nach eigenem bekunden für sportliche Belange nicht kompetent ist, nötigen lassen, seinen Überzeugungen zuwiderzuhandeln, für die er im Gegensatz zum AR die Fachkompetenz besitzt.

                  Das ist eine direkte Einmischung in seinen Kompetenzbereich und nicht die Ausübung einer formalen Kontrollfunktion. Der AR überschritt seine Befugnisse.

                  Nur um mal klarzustellen, wer hier formal richtig gehandelt hat. Der Bundespräsident ergreift ja auch nicht einfach die Macht und feuert Frau Merkel, weil ihm der Außenminister nicht passt 😉

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                • „Und wer nicht sieht, daß die Mannschaft jetzt wesentlich stabiler und reifer spielt, dem kann man so oder nichts erklären.“-das postest du unter die Analyse zum Augsburgspiel, hast du die mal gelesen?
                  Genau mein Humor

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                • @Optimist: Formal richtig hat der Aufsichtsrat auf jeden Fall gehandelt, weil §17 (3) der Satzung sagt: „Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied auch ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes jederzeit widerrufen“, d.h. formal kann der AR auch einen Vorstand entlassen, weil er auf der Ehrentribüne Nase gepopelt hat. Auch bei der Frage, ob er denn wirklich eine Entlassung verlangen kann, greift zumindest dahingehend die Satzung, die in §16 den Aufsichtsrat u.a. als zuständig für „die Kontrolle und Beratung der Geschäftsführung des Vorstands“ (§16, Abs. 12c) und „die Zustimmung zu den in der Geschäftsordnung für den Vorstand bezeichneten Geschäftsführungsmaßnahmen“ (§, Abs. 12d) erklärt, die Entlassung/Einstellung eines Cheftrainers fällt da auf jeden Fall drunter, wie das genau geregelt ist, ist eine Frage der (nicht-öffentlichen) Geschäftsordnung, aber da dürften genau solche Fälle wie „Was passiert, wenn der Vorstand einer Empfehlung des Aufsichtsrats nach §16 (12) der Satzung nicht entspricht?“ geregelt sein.

                  Man kann die Entscheidung inhaltlich durchaus kritisieren, formal ist sie nicht zu beanstanden. (Der Vergleich mit dem Grundgesetz ist in vielerlei Hinsicht schief, nicht zuletzt, weil der Bundespräsident weitaus weniger Befugnisse hat als der Aufsichtsrat und die Frage, ob er nicht doch theoretisch zumindest die Ernennung eines Ministers verweigern kann, ist auch eine staatsrechtlich sehr spannende.)

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                • Es war aber umgekehrt, der Aufsichtsrat wollte den Sportvorstand nötigen, aber ist auch egal.

                  Im Grunde gehörst du anscheinend genau zur Zielgruppe der Entlassung von MK und AB – Hauptsache, die Schuldigen sind weg und damit der großen Gruppe der Kritiker nach dem Mund gesprochen.
                  Wie es weitergehen soll und ob es was bringt – egal. Hauptsache, die Kritiker sind erstmal zufrieden gestellt, die werden sich die Situation schon schönreden, auch wenn sich nichts bessert.
                  Und man sieht auch tatsächlich, dass hier der allgemeine Effekt sichtbar wird, dass Leute an ihren Ansichten festhalten, selbst wenn sich zeigt, dass diese nicht zutrifft. In diesem Fall hier zeigt sich eben, dass nicht einfach Köllner an allem Übel schuld war und sich dementsprechend auch nicht einfach die Situation dadurch bessert, dass man ihn feuert.

                  Man hätte schon einen sinnvollen Plan gebraucht, wie es danach weitergehen soll. Denn so schlecht die Hinrunde auch war, alleine aufgrund der Konkurrenzsituation war noch überhaupt nichts entschieden. Aber ein sinnvolles Handeln hat man verpasst, stattdessen verfällt urplötzlich in panischen Aktionismus und setzt zum Kahlschlag an, bei dem völlig absehbar war, dass er keine Besserung bringen wird.

                  Aber dennoch geben sich viele die verzweifelete Mühe, die Lage jetzt besser darzustellen, obwohl sie so trist und trostlos ist wie vorher auch, sehen Fortschritte, wo einfach keine sind. Fühlen sich durch einen auf dem Papier toll erscheinenden 3:0 Sieg bestätigt, auch wenn die genauere Betrachtung zeigt, dass man zwar mal wieder gewonnen hat, aber ansonsten wenig wirklich Grund zur Hoffnung gibt.

                  Ich habe am Samstag in der ersten Euphorie angesichts des verdienten Sieges auch erstmal gedacht, vielleicht wird ja jetzt doch noch alles gut. Bis man sich dann alles mal genauer anschaut, und man einfach nur merkt, dass sich nichts gebessert hat sondern einfach nur der Gegner viel viel schlechter war. Und dass ohne eine WIRKLICHE Steigerung man sich auch keine reelle Chance mehr ausrechnen kann.

                  Nur mal ein paar Stichworte vom kicker zu unserem Spiel:
                  „schwer verdauliche Fußballkost mit vielen Fehlpässen und wenigen durchdachten Offensivaktionen“
                  „Gruselkick“
                  „FCA enttäuschte auf ganzer Linie“ bzw. „erschreckend schwach auftretender FCA“
                  und vor allem: „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Zuschauer am Samstag eine Bundesligapartie sahen, die über weite Strecken unter der spielerischen Armutsgrenze lag. Und einem solch schwachen Gegner wie Augsburg wird der Club vermutlich nicht so schnell wieder begegnen.“

                  Ob einem das Spiel jetzt besser gefällt, muss jeder für sich selber wissen. Ich für meinen Teil wüsste nicht, was jetzt besser sein soll. Aber sowieso gehts nicht um Schönheitspreise, dafür ja v.a. auch der Köllner gekämpft, sondern Punkte, egal wie. Aber da sieht es weiterhin sehr mau aus, trotz des Sieges jetzt. Vor allem aber braucht man mit so einer Leistung auch nicht ernsthaft zu hoffen, dass man in den nächsten Spielen die nötigen Punkte holen wird.

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                • @ Florian: da packe ich die Polemik aus, damit das Monopol nicht bei den Befürwortern bleibt und Du kommst mir mit gnadenlosen Fakten…

                  Das ist einfach nicht fair :mrgreen:

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                • Ich glaube was viele immer noch nicht verstehen leider, wir haben einen qualitativ stark limitierten Kader, was sich auch in den Marktwerten ausdrückt für die 1. Bundesliga. Dann kann ich diesen Kader nicht spielerisch strukurell auf einem Niveau spielen lassen, der ihn völlig überfordert. Nur das Beispiel Dortmund als der Moderator erstaunt feststellte beim 0:4 aber Nürnberg will immer noch Fußball spielen und die Aufgabe spielerisch lösen?! gedacht was für ein….
                  Dann muss man halt tiefer stehen und der Ball auch mal lang über die Dortmunder Pressinglinie drüber fliegen und weiter vorne um den Ball kämpfen. Unser Trainer hat das nach einem 0:7 noch nicht eingesehen und ja oft genug drauf beharrt er hat überhaupt nichts falsch gemacht weder im Training noch im Spiel. Das war als würde man ein Kaltblut auf ein Dressur Reittunier schicken.
                  Schommers hingegen läßt den Kader spielen was diesem liegt und was sogar Führungsspieler gefodert haben und damit fühlt sich die gesammte Mannschaft wohler.

                  Und wenn wir dann auch noch 3:0 gegen Augsburg gewinnen ich betone auch das zu Null, war alles goldrichtig. Die Kür sollten wir wenn wir drin bleiben wollten (zu spät) den Mannschaften überlassen die die Qualität dazu haben. Sonst gibts Schiffbruch.
                  Wenn dann ein Sofatrainer 🙂 nach einem 3:0 nölt aber grottenschlecht gespielt (als Tabellenletzer!!) wohlgemerkt, dann hat er einfach den Schuss nicht gehört.

                  Für mich wäre es ok dann ziehen wir eben die anderen auf unser Niveau runter und schlagen sie da 🙂 Hauptsache man „wäre“ im ersten Jahr wenigstens mal drin geblieben, dann kann man Qualität erweitern

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                • Mir gefällt das auftreten der Mannschaft seit Schommers besser und wer weiß vielleicht kommt ja noch ein fußballerischer Frühling. Und wer nicht sieht, daß die Mannschaft jetzt wesentlich stabiler und reifer spielt, dem kann man so oder nichts erklären.

                  Wer wem etwas erklären kann und wer etwas versteht ist halt immer Ansichtssache, ich habe eher den Eindruck, dass Du Dir Deine gefühlte Realität nicht von Fakten kaputt machen lassen willst.

                  Immer und immer wieder beisst Du Dich an den Spielen gegen Dortmund und Leipzig in der Hinrunde fest, aber danach gab es auch unter Köllner noch viele Spiele, die eher so wie jetzt unter Schommers gelaufen sind. Es ist auch nicht wahr, dass die Mannschaft unter Köllner keinen Willen und keinen Kampf gezeigt hätte, selbst in der Rückrunde gab es Spiele wie gegen Mainz und Bremen, die eine engagierte Mannnschaftsleistung gezeigt haben. Und auch unter Schommers gab es das peinliche Spiel in Düsseldorf.

                  Ich sehe nicht den großen Unterschied durch den Wechsel zu Schommers, wenn Du das anders siehst, schön für Dich. Aber Du hast auch schon Fürth als leuchtende Beispiel für Transfers gesehen und nach dem Hannoverspiel war Müller Dein genialer Tipp für einen Wintertransfer, nun denn in der Rückrunde in Hannover hat er meist die Note 5 beim Kicker bekommen und außer gegen uns hat er auch noch kein Tor als Offensivspieler gemacht.

                  Ich bin gespannt, was die Mannschaft gegen Stuttagrt zeigt. Und klar habe ich jetzt wieder mehr Hoffnung, ich würde unsere aktuelle Situation aber nicht als tollen Plan des Aufsichtsrat für den Klassenerhalt bezeichnen.

                  ich verstehe aber auch nicht die aktuelle Aufgeregtheit beim Club. Wir wissen seit dem Beginn der Saison, dass wir nur mit viel Glück in der Liga bleiben können, in der Hinrunde gab es ein paar mal die Situation, dass wir mit mehr Matchglück ein paar Punkte hätten bekommen können. Hatten wir nicht, also läuft es so, wie es der Marktwert, die Wirtschaftskraft des Vereins schon zu Beginn nahegelegt hat. Ob man bei einem vorhersehbaren Verlauf in Panik geraten muss ist dann halt persönliche Ansichtssache. Ich bin nicht so der Freund von Panikreaktionen.

                  Trotzdem hoffe ich, dass jetzt vielleichtdoch noch ein paar Spiele mit Matchglück kommen, dass wir zum Ende der Saison vielleicht die eine oder andere Mannschaft als Gegner bekommen, die nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren hat, wir da noch ein paar Extrapunkte bekommen und so noch etwas Spannung im Abstiegskampf erleben. Und vielleicht langt es am Ende sogar noch, warum sollen wir nicht auch mal unverdient Glück haben?

                  Und dann wird der Aufsichtsrat nach seiner extrem peniblen Suche sicher auch noch einen herausragend guten Vorstand Sport finden, sonst hätte das ja nicht so lange dauern müssen. Danach können dann wieder großartige 20er Jahre mit Erfolgen wie in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts kommen. Wird endlich mal Zeit dafür. 😉

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                • @Armin: genau, ich finde, der hundertjährige Kalender sollte nicht nur für das Wetter, sondern auch für Fußball gelten! 😉

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                • Aber genau das ist doch der Punkt: Köllner wird besonders dafür kritisiert, am seinem System festzuhalten, das Spiel in Dortmund ihm wahrscheinlich in 10 Jahren noch vorhalten.

                  Aber es zeigt sich ja jetzt, dass man eben NICHT erfolgreicher ist, wenn man ein „angemesseneres“ System Spielen lässt. So einfach wie Augsburg wird es uns nicht so schnell noch einer machen, auf Schiedsrichtergeschenke sollten wir uns auch nicht verlassen.

                  Und die kämpferische Leistung und Einbau kann man der Mannschaft eigentlich nie absprechen, gerade auch in Köllners Schicksalsspiel in Hannover haben sie alles gegeben. Da wird aber komischerweise die rote Karte gegen Rhein auch nicht als Entschuldigung gelten gelassen, im Gegensatz zu der von Pereira in Düsseldorf.

                  Und so schön und wichtig der Sieg gegen Augsburg auch war, wenn man sich jetzt darin sonnt, alles richtig gemacht zu haben, wird man in Stuttgart eine böse Bauchlandung erleben und sich dass bisschen Euphorie, das jetzt wieder entfacht wurde, als mickriges Strohfeuer entpuppen.
                  Es wäre aber halt auch wichtig, dass sich auf sie der Verantwortlichen endlich Mal was bewegt, damit die Stimmung nicht vollends kippt.

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                • Abwarten, nach dem Stuttgart-Spiel wissen wir mehr.

                  Nie war ein Spiel so entscheidend wie dieses. Es geht nicht nur darum, für welche Liga wir planen, sondern auch, welches Lager recht hat :mrgreen:

                  Sehr spannend! 😀

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                • @scramjet deshalb erwähnt ja auch niemand dass die Hertha gerade mit 5:0 von Leipzig zerfiedelt wurde-kann also schon mal passieren, auch mit anderem Kader und Trainer-egal
                  @Optimist wenn in Stuttgart gewonnen wird freuen sich Alle, jeder auf seine Weise.
                  Nur gilt dann das Nie war ein Spiel so entscheidend wie dieses, dann schon wieder für das Schalke Spiel

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                • Wer wem etwas erklären kann und wer etwas versteht ist halt immer Ansichtssache, ich habe eher den Eindruck, dass Du Dir Deine gefühlte Realität nicht von Fakten kaputt machen lassen willst.

                  Fakten sind sieh dir einfach die Anzahl der Gegentore an seit Schommers, für mich bundesligareif und das bei nur internationale Gegner und 1 Blitzrot Spiel. In keinem Spiel sind wir so auseinandergefallen wie in der Vorrunde des öfteren. Und der einzige Sieg war zu Null – 3:0. Das sind für mich Fakten. Für dich nicht?

                  Und das Mathenia zu so starker Form fand hat damit auch sehr viel tun, daß er eine funktionierende Abwehr, keine fehlerfreie die gibts es bei keinem Verein, aber eine funktionierende vor sich hat.

                  Das zerfahrene Augsburgspiel wie gesagt wir sind am Tabellenende das war wirklich das letzte Spiel wo man sich noch irgendeine Tür offen halten konnte und da hat es die immer noch recht bundesliga Unerfahrene Mannschaft sehr gut gemacht. Man muss immer wissen woher man kommt.

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                • Zitat Juwe: „Wenn dann ein Sofatrainer 🙂 nach einem 3:0 nölt aber grottenschlecht gespielt (als Tabellenletzer!!) wohlgemerkt, dann hat er einfach den Schuss nicht gehört.“

                  Außer dir selbst hat im Zusammenhang mit dem Augsburg-Spiel *niemand* das Wort grottenschlecht gebraucht – hält dich aber natürlich nicht davon ab den „Sofatrainer“ in die Runde zu schmeißen.

                  Das mit dem mehr an Niveau, dass du dir gewünscht hast, scheint schon hervorragend zu funktionieren.

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                • Also wenn es dir so sehr um diesen Begriff geht, ja vielleicht habe ich das beim querlesen falsch zugeordnet, das stand wohl in den Sportmedien, daß das Spiel ein Grottenkick war,(Augsburger Medien wird wohl die Enttäuschung mitgeschwungen sein). Aber ich bin der Meinung, das uns das ja völlig egal sein kann, den Eindruck hatte ich bei einigen hier aber nicht.
                  Ein Spiel bei dem es für uns um den Restfunken Hofffnung ging, der Druck war ja sowieso enorm hoch für so eine unerfahrene Mannschaft wie die unsere. Niveau egal, Ausgang zählt.

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                • Natürlich kann es Einem egal sein wie Punkte geholt werden.
                  Wenn es Einem egal ist, sollte man dann halt nicht ständig davon reden was angeblich alles besser geworden ist oder behaupten das es offensiv jetzt auch noch wesentlich besser geworden ist.

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            • Da muß ich dich speziell wohl enttäuschen. Fast alles ist besser geworden. Als Schommers übernahm war die Stimmung so weit unten daß sogar eingefleischte Fans meinten und nicht wenige, das schauen sie sich nicht mehr an und ihr Dauerkarten angeboten haben. Die Stimmung bei vielen Fans schien komplett in den Keller zu rutschen. Ich vermute das war auch die Hauptmotivation für AR die Reissleine zu ziehen. Ich vermute ziemlich klare Zerwürfnisse Führungsspielter Köllner (Ishak, Behrens, Leibod ua.) die vom Trainer uns seiner Spielweise nicht überzeugt waren. Ich kann mir vorstellen da ist niemand damit nach vorne gegangen eben weil der Schulterschluss Bornemann/Köllner so eng war bis zum Rauswurf.

              Und ich vermute der AR hat mit Spielern Gespräche geführt ohne H Bornemann und H. Köllner um sich ein Bild zu machen.

              Soviel zum Atmosphärischen das konnte so nicht mehr weiter gehen. Die Stimmung ist unter Schommer trotz weiterer Durststrecke wieder deutlich stabiler und positiver geworden mit der Mannschaft, man hört genug nicht offizielle Indizien dass allen ihr Beruf seitdem auch wieder mehr Freude macht.

              Sportlich -> Defensive auf jeden Fall stabilisiert, Gegentore auf bundesliga üblichen Niveau seitdem. Problem Offensive das ist groß weil uns ganz schlicht die Qualität vorne fehlt, die viellicht ein Pereira hat aber da fehlt die mental Stabilität.

              Nachdem Schommers die Defensive stabiler gebracht hat als es die komplettte Saison bis dahin war, arbeitet der aktuelle extrem am Offensivspiel, das vertikale Umschaltpiel.

              Und ob die in der 40. Minute oder in der 88. Minute ins Ziel führen ist völlig egal, es zeigt sogar von Reife solche in der 88. Minute ins Ziel zu bringen. Ich finde es völlig gleichgültig und da täuschen Statistiken über 90 Minuten einfach den Blick, wie das Offensivspiel 80 Minuten lang war, wegen mir schlecht, wenn es in der 88. Minute ganz sauber zum Tor zuende gebracht wird und zum Erfolg führt. Die Qualität war vor Schommers nach meiner Meinung nicht da. Er hat ja oft betont das ist derzeit der Schwerpunkt und super daß es gegen Augsburg schon sichtbar war. Es ist meine Meinung für mich ist Köllner in der 1. Liga als Trainer nie angekommen. Schommers hat einfach besser verstanden wie man mit eng begrenzten Mitteln spielen muss. Kurzum im Rahmen unserer Möglichkeiten ist für mich alles besser geworden seitdem.

              Und ich frage mich warum man überhaupt noch über Köllner diskutiert, hat in der zweiten Liga funktioniert in der Ersten nie. Das ist zum Glück vergangenheit auch wenn am Ende wohl steht wie gewonnen so zerronnen, wir werden von dem Aufstieg nichts profitieren weil es wieder runter geht. Der einzige und nicht unwesentlich Vorwurf den ich dem AR machen würde ist, daß man zur Winterpause hätte handeln MÜSSEN.

              Gute Nacht! 🙂

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              • Dem kann ich mich nicht anschließen. Bzw. nicht mit dem Pathos und nicht mit der Überzeugung.

                1. Kehren neue Besen immer besser. Spieler reißen sich zusammen, wollen sich neu präsentieren. Wenn Spieler kritisiert werden, mögen sie das eben nicht, beim neuen Trainer hält man erstmal die Klappe und hofft.

                2. Die beschriebenen atmosphärischen Störungen sind rein selektive Wahrnehmung anhand deiner Peergroup. Es gibt faktisch keine Grundlage, die diese Behauptung belegt. Dass das Fanpublikum nach der Saison und den Ergebnissen mit der Stimmung am Tiefpunkt ist, hätte bei jedem Trainer der Welt stattgefunden – und egal ob das dann sportlich nachvollziehbar wäre oder nicht. Viele Fans ticken nun mal so, dass es immer halt irgendwie gehen MUSS, auch wenn es eigentlich nicht gehen kann.

                Und mein üblicher Disclaimer: Ich weine MK nicht nach, ich weine eher der Idee nach, die mit MK/AB verbunden war, nämlich endlich mal was durchziehen, endlich mal eine Idee haben und das wider die Umstände verteidigen. Entpuppt sich Schommers als legitimer Nachfolger bei der Verfolgung dieser Idee, kommt ein neuer Vorstand, der das noch mehr mit Leben befüllt als AB, dann werde ich der Letzte sein, der dabei nur um des Recht haben willens das Haar in der Suppe sucht. Einzig der verlorenen Zeit werde ich nachtrauern.

                Wie man aber nach diesen paar Spielen ins Lobhudeln kommen kann, erklärt sich mir de facto nicht. Ich respektiere die Sichtweise, aber verstehe den Pathos nicht, den man in seine Argumentation legt, dass dies ja quasi jedem auffallen müsse und wer nicht, habe quasi keine Ahnung.

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                • Wie man aber nach diesen paar Spielen ins Lobhudeln kommen kann, erklärt sich mir de facto nicht. Ich respektiere die Sichtweise, aber verstehe den Pathos nicht, den man in seine Argumentation legt, dass dies ja quasi jedem auffallen müsse und wer nicht, habe quasi keine Ahnung.

                  Ja das kann wohl sein, dass ich das so sehe, wem kein Unterschied im Abwehrverhalten seitdem auffällt, das kann ich nicht verstehen. Man sieht ja auch wie Mathenia aufblüht wenn er nicht so häufig schlecht aussieht, das geht nur im Wechselspiel mit einer Abwehr die funktioniert.
                  Zum Thema Unzufriedenheit, ja ich habe eine Quelle, die sehr nahe an der Mannschaft ist. Hat etwas mit dem Physiobereich zu tun, aber mehr sage ich da besser nicht.
                  und öffentlicher nenne es mal Hinweis
                  https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/kapitaen-behrens-zieht-bilanz-auch-der-trainer-muss-sich-hinterfragen-59240912.bild.html

                  Ich glaube mal der Disput mit Ishak denn Köllner ja sogar öfentlich anmahnte steht auch ausser Zweifel

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              • Beim Atmosphärischen bin ich geneigt dir Recht zu geben, sowohl was die Mannschaft (Ishak, Löwen) als auch die Zuschauer angeht – das Gefühl reagieren zu müssen habe ich auch verspürt, bei mir und den meisten anderen die ich kenne oder regelmäßig lese.

                In Punkto Abwehr erkenne ich wenig Unterschiede, dort hatten wir aber auch nie ein Problem. 12 der 17 Spiele unter Köllner haben wir auch mit zwei oder weniger Gegentoren beendet und selbst das 5:2 gegen Schalke würde ich anhand des Spielverlaufs und der späten Tore rausnehmen. Problematisch waren ausschließlich die Spiele gegen Dortmund und Leipzig, wenn man die rausrechnet haben wir eine Statistik die absolut dem Bundesliga-Mittelfeld entspricht.

                Das Problem ist einfach, dass diese Mannschaften für den Rest der Liga kaum zu stoppen sind, wenn sie einmal ins Rollen kommen – der Spielverlauf entscheidet dann über den Ausgang der Partie. Frag bei Berlin nach, die gerade letzte Woche in Leipzig eine auf die Nuss bekommen haben.

                Der Unterschied im Spiel gegen Dortmund in der Rückrunde waren in erster Linie die Dortmunder – bei denen läuft es seit Wochen nicht rund. Wenn die aber eine ihrer Chancen irgendwie reingebracht hätten, hatte auch das Spiel das Potential richtig böse zu enden, weil wir überhaupt nicht für Entlastung sorgen konnten. Und für mich ist eigener Ballbesitz immer noch die beste Defensive.

                Offensiv kannst du das 2:0 von Pereira gerne bejubeln, es war schön herausgespielt – der Pass von Leibold ist gemeint – auch wenn der Torhüter der Augsburger am Ende freundlich mithilft. Allerdings ist das nichts komplett neues, auch das 2:0 von Knöll gegen Hannover war ein schön rausgespielter Konter. Unser Problem ist nicht, dass wir nicht kontern könnten – unser Problem ist, dass wir kaum in Führung gehen, und auch dann selten lange in Führung bleiben, und daher nie die Räume haben um zu kontern.

                Und genau darauf wollte ich auch hinaus mit meiner Analyse, dass man von uns offensiv rein gar nichts gesehen hat. Es ist gut, dass wir die Räume am Ende nutzen konnten – die bekommt man aber halt nur, wenn man davor schon in der Lage war ein Tor zu schießen. Und daran krankt es.

                Es ist müßig über Köllner zu diskutieren, der Unterschied in der Spielanlage befindet sich aber derzeit im kaum wahrnehmbaren Bereich, daher stehe ich deinen Lobeshymnen kritisch gegenüber.

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                • Kann man sicher so sehen, aber dir muss doch aufgefallen sein daß wir im Hinspiel noch sehr hoch standen und sogar das Pressing bis über die Mittellinie rausgeschoben haben, die Dortmund mit seiner Qualität recht mühelos durchspielt hat. Sehr hoch verteidigt.
                  Im Rückspiel standen unsere beiden Ketten im eigenen Spielfeld Drittel eng. Das ist doch eine ganze andere Herangehensweise und so hat Schommer das bereits im ersten Spiel als verantwortlicher Trainer gespielt.

                  Du meinst Dortmund war im Tief als sie uns kamen ja ok wenn man ber ihren Unentscheiden davon sprechen kann, aber im Hinspiel setzten sie auch erst nach dem 7:0 gegen uns ihren Höhenflug an, bis dahin gab es viele kritische Stimmen über die noch wackelige Abwehr. Ihr Höhenflug begann mit unserem Spiel.

                  Besides heute ist ja das Interview auf der FCN Website mit Tobias Werner, also seit gestern habe es vorhin erst gesehen. Ich zitiere mal…

                  fcn.de: Auch der Club hat in den vergangenen Wochen dazugelernt und sich durch den Heimerfolg gegen deinen Ex-Klub, den FC Augsburg, auch belohnt. Wie bewertest du die aktuelle Situation in Nürnberg?

                  Ich denke, dass die Bundesliga vor der Saison vielleicht ein wenig unterschätzt wurde. Ich ziehe jedenfalls den Hut vor Boris Schommers, meinem damaligen Co-Trainer, der die Defensive stabilisiert hat und dem Team die Mentalität mitgegeben hat, dass noch alles möglich ist. In den vergangenen Spielen waren sie auf Augenhöhe mit den Gegnern.

                  Interview auf fcn.de

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                • Wer wie du , gerne darauf hinweist dass die Punkte zu Beginn nicht relevant seien, da der Gegner noch sich nicht gefunden habe, der müsstest aber in seine Rechnung einbeziehen, dass „Das in den Spielen zuvor so stabile defensive Zentrum (war) durch den Ausfall von Petrak, den Erras nicht ansatzweise ersetzen konnte, und die Umstellung auf drei Innenverteidiger, was eine Veränderung der Abstände zu Folge hatte, so aus dem Rhythmus gebracht (war), dass es sich über neunzig Minuten nicht fand.“- auch seine Auswirkung entfaltet haben dürfte.
                  Drei Innenverteidiger klingen jetzt auch nicht gerade nach „offensiver Ausrichtung“ zumal das gewählte System ein 5-3-2 in Dortmund war.
                  „Der Grundgedanke war wohl durch die Hereinnahme des zusätzlichen Innenverteidigers Dortmunds starke Außen grundsätzlich doppeln zu können ohne das Zentrum vollständig verwaisen zu lassen“-nichts anderes hat Schomers dann beim Rückspiel versucht-abdrängen nach außen, versuchen die Flanken nach innen zu verteidigen.
                  Wenn du die Entwicklung von Mathenia lobst-in Dortmund stand Bredlow im Tor und kam auf eine Fangquote von 30%, kombiniert mit einer außergewöhnlichen Dortmunder Trefferquote.
                  „Die Formation und Ausrichtung erwiesen sich schnell als problematisch, weil der Club dadurch in hohem Maße in Passivität verfiel“- der gesteigerte Einsatz der Mannschaft im ersten Spiel des „neuen“ Trainers soll so ungewöhnlich letztlich auch nicht sein.Man könnte auch sagen die Mannschaft hat es im Rückspiel, zum Glück, besser gemacht.Weil sie „keine massive(n) individuelle Fehler machte und sich gedankliche Lapsus leistete, die nicht in der Formation oder Taktik begründet waren“.
                  Die jetzt gezeigten Leistungen resultieren zu einem großen Teil auch aus der Gewöhnung an die Spielklasse und sicherlich nicht mono kausal am neu entdeckten Spielsystem.
                  Alle Zitate aus der damaligen Analyse von Florian, ich kann mich auch nicht an alles erinnern und wollte das einfach mal nach lesen.

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                • Der BVB hat an den ersten vier Spieltagen 3 Gegentore kassiert. An den folgenden zwei Spieltagen 5…
                  Vielmehr war man in der Offensive noch unkonstant – hat gegen Leipzig und Frankfurt 7 Tore geschossen, gegen Hoffenheim und Hannover aber 1:1 bzw. 0:0 gespielt.
                  Und im Anschluss war die Dortmunder Offensive auch von anderen kaum zu stoppen, in den folgen 7 Pflichtspielen erzielte man 21 Tore.
                  Unser Spiel fiel in die stärkste Phase der Saison vom BVB.

                  Aber ich habs schon mehrmals gesagt, da kann man jetzt ewig rumreden, die Gegner stark oder schwach reden, winzige Nuancen in den Statistiken bemühen bzw. größer machen als sie sind. Frankfurt hätte uns jetzt im Rückspiel auch voll abschießen können, lag weniger an uns als ihnen selber, dass das nicht passiert ist.

                  Am Ende ist es ziemlich egal. Wir haben jetzt gegen Augsburg verdient gewonnen. Aber genauso verdient die Spiele davor verloren und der Abstand zum rettenden Ufer hat sich vergrößert. Unser gesamtes Spiel ist nach wie vor äußerst schwach.

                  Und hier kommen wir zu dem Hauptpunkt, der mich so stört. Bei Schommers wird die Erfolglosigkeit mit einer Inbrunst verteidigt, von wegen er kann doch gar nichts dafür und was soll er denn machen mit diesem beschränkten Kader… Aber Köllner wird dafür gekreuzigt. Das passt einfach nicht. Mir gehts dabei auch gar nicht um Köllner. Aber ich sehe einfach nicht ein, warum ich bei Schommers andere Maßstäbe anlegen sollte (und jetzt bitte nicht wieder mit den angeblichen Verbesserungen im Defensivverhalten und was weiß ich nicht ankommen, hatten wir zur Genüge, da kommen wir auch auf keinen gemeinsamen Nenner mehr).
                  Ich zitiere dazu auch mal Alexander:
                  <blockquote<Wie man aber nach diesen paar Spielen ins Lobhudeln kommen kann, erklärt sich mir de facto nicht. Ich respektiere die Sichtweise, aber verstehe den Pathos nicht, den man in seine Argumentation legt, dass dies ja quasi jedem auffallen müsse und wer nicht, habe quasi keine Ahnung. Genau so sehe ich es eben auch. Vor allem eben, wenn die Unterschiede wie gesagt nur in Nuancen bestehen. Ich bleibe bei meiner Ansicht, wenn man sich am Samstag nicht gehörig steigert, gibt das ein böses Erwachen. Ich bin echt der allerletzte, der sich dann hinstellt und sagt, „ich wills ja nicht sagen, aber ich habs ja gesagt“, aber ich befürchte, genau darauf wird es hinauslaufen…

                  Ansonsten trifft auch der Abschnitt meine Meinung recht gut:

                  Und mein üblicher Disclaimer: Ich weine MK nicht nach, ich weine eher der Idee nach, die mit MK/AB verbunden war, nämlich endlich mal was durchziehen, endlich mal eine Idee haben und das wider die Umstände verteidigen. Entpuppt sich Schommers als legitimer Nachfolger bei der Verfolgung dieser Idee, kommt ein neuer Vorstand, der das noch mehr mit Leben befüllt als AB, dann werde ich der Letzte sein, der dabei nur um des Recht haben willens das Haar in der Suppe sucht. Einzig der verlorenen Zeit werde ich nachtrauern.

                  Dabei ist das, was mich sehr verärgert, dass man eben nicht versucht hat, einen Weg zu finden, wie man diesen Kurs beibehalten und trotzdem die Situation verbessern kann, anstatt gleich den Weg des totalen Kahlschlags zu wählen. Und wenn man schon den Kurs nicht beibehalten sondern eine Neuausrichtung vornehmen will, dann wäre trotzdem ein anderer Weg sinnvoller gewesen, als einfach den bisherigen Co, der die Situation ja immer zu einem gewissen Grad mitzuverantworten hat, zum Chef zu machen und darauf zu hoffen, dass dem schon keiner einen Strick draus dreht, wenn es nicht klappt. Dabei hätte durchaus klar sein müssen, dass etwas mehr nötig sein wird, um die Situation zu verbessern, als einfach nur tiefer zu stehen. Und wenn es der Einsatz des berühmten Feuerwehrmanns gewesen wäre, mit dem man die Situation zu retten gehofft hätte. Schlechter, als es bislang gelaufen ist, hätte es kaum laufen können.

                  Dabei muss man auch mal grundsätzlich die Frage stellen: Was wollen die Leute eigentlich?
                  Jahrelang wurde rumgemotzt über Anti- und Rumpfelfußball, Aussagen a la „lieber mit Offensivfußball verlieren als ein 1:0 zu ermauern“ hörte man oft. Dann kommt Köllner, mit genau diesem Ansatz, wird dafür auch bejubelt, man ist damit auch erfolgreich. Aber wenn es dann nicht mehr funktioniert, weil man merkt, dass für diesen Ansatz in der ersten Liga einfach die Qualität fehlt, ist auf einmal alles scheiße? Und dann will man den Trainer weil er seinem Kurs, den man jahrelang gefordert hat, stur festhält, am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen?

                  Jetzt red ich mich hier schon wieder in Rage, obwohl nix mehr sagen wollte…

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                • Ich verstehe weder warum man Tobias Werner interviewt, noch was er genau sagen will. Weil das würde implizieren, dass wir in den Spielen davor gegen Mainz und Bremen nicht auf Augenhöhe mit dem Gegner waren, und das sehe ich anders.

                  Ich sage nicht, dass die Ausrichtung von Köllner gegen Dortmund und Leipzig richtig war und hätte auch selbst nicht so spielen lassen, was ich sage, ist, dass diese beiden Spiele nicht repräsentativ für die Erstliga-Saison unter Köllner sind.

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  • Daß der Tabellen-Rückstand seit der Amtsübernahme größer geworden ist, magst Du jetzt aber nicht ernsthaft Schommers ankreiden? Das hat schon wohl mit unseren Gegnern seitdem er am Ruder ist,zu tun. So zumindest sehe ich es.

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  • So jetzt mal ne andere Sache: Gladbach trennt sich im Sommer vom Hecking.

    Ich habe den Hecking ja schon immer als ungeeigneten Trainer für Gladbach empfunden, einfach weil er nicht gut zu der Art Fußball passt, mit der Gladbach unter Favre so stark geworden ist und für deren Art auch der Kader ausgelegt ist.
    Hecking kann sehr gut aggressives Pressing und effizientes Umschalten spielen lassen, deswegen war er für uns auch so ein Glücksgriff. Aber ein geordnetes Offensivspiel, wenn man selber das Spiel machen muss, da hapert es dann, zumindest dauerhaft. Zeigt sich ja aktuell recht deutlich, die Gegner stellen sich gut darauf ein und es geht nicht mehr viel zusammen.

    Da frag ich mich jetzt, und das ist wirklich ernsthaft gemeint, was könnte der Köllner mit so einer Mannschaft erreichen, könnte das funktionieren, seine Spielidee mit einem technisch starken Kader gut umzusetzen?
    Ich finde, das wäre ein echt spannendes Experiment. Was meint ihr dazu (aber bitte ernsthaft)?

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    • Ich finde schon, Köllner oder auch Verbeek wären in Gladbach sicher spannend. Verbeek vielleicht sogar noch mehr, denn bei Köllner habe ich ein wenig das einstudieren von Automatismen vermisst, eine eingespielte Stammformation. Er gab zwar eine Spielidee vor, aber zu wenig Werkzeuge, diese dann auch umzusetzen. Mag aber auch den Umständen (Verletzungen, zu geringe Leistungsdichte im Kader) geschuldet gewesen sein, gerade deshalb wäre Gladbach sicher eine spannende Geschichte. Verbeek hingegen war ja eher ein Verfechter einer klaren Stammformation.

      Im Gegenzug wäre Hecking bestimmt ein guter Trainer für uns 😉

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  • Das mit dem Trainer dürfte sich erledigt haben. Ich gehe davon aus ab der neuen Saison heißt der neue Trainer Dieter Hecking.

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    • Geht leider nicht, Hecking arbeitet nur noch im 100km Umkreis um Hannover, wegen Familie und so. Und sowohl in Wolfsburg, als auch Hannover werden ja Stellen frei.

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      • Warum dann nicht gleich In Hannover- da gibt es, glaube ich, bald Bedarf

        Aber warum denn nicht gleich mit Hecking und den Bader und den Möckel holen wir dann auch gleich noch zurück- sagen alle laut Sorry und schon geht es von vorne wieder los

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      • Haha da war er schon und wurde vom Hof gejagd. Bei uns ging er aus freien Stücken.

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  • Sehr witzig, der Vorsitzende der Uefa-Compliance-Kommission tritt wegen einer angenommenen Uhr zurück.

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    • Aber nur als DFB-Präsident,Vorsitzender der Kommision darf doch bleiben,oder?

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      • …das gerade erhöht den Witz ja noch.
        Aber gut, die Uhr war wohl nur ein Vorwand.

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      • @ Christian-berlin
        Die Uhr kann er verschmerzen. Die 500.000 € Jahreseinnahmen als Kommissionsvorsitzender
        wohl weniger.

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  • Habe über 2 Tickets für Stuttgart, Block 55c, abzugeben. Sie sind allerdings sauteuer, weil ich sie über Viagogo gekauft habe, nachdem das Spiel ausverkauft ist. EK war €204,00 inkl aller Gebühren. Wer dennoch Interesse hat, bitte melden.

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  • Und wenn ich an Köllner zurück denke, mir blutet immer noch das Herz wie man sichim Pokal in Hamburg ergeben hat ohne 1 Torschuß in 90 Minuten, wenn man heute sieht wie leicht man noch eine Runde hätte weiter kommen können.
    Für alle die unsere Offensive so „grottenschlecht“ 🙂 fanden beim 3:0 gegen Augsburg, wie nennt ihr das, was in HH im Pokal passiert recht kurz vor dem „Kahlschag“?

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      • Wie meinen?

        Ich vermute eher es ist eben demotivierend wenn man zig mal sieht es funktioniert so nicht, wenn der Glaube dann fehlt und sich dann hängen läßt. Laut Köllners eigener Aussage hat er von Seitelinie ca. 40 mal versucht die Mannschaft richtig zu verschieben. Ich glaube einfach er hatte ein Bild einen Anspruch von Fußball im Kopf der mit dem Kader nicht funktioniert. Menschlich würde ich ihm überhaupt nichts vorwerfen dass er auch das beste wollte.. aber vielleicht fehlte die Flexibiliät und Bereitschaft umzudenken

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        • Trainer ist definitiv die schlechteste Position im modernen Fußball-durchschnittliche Haltbarkeit bei unter zwei Spielzeiten oder so ähnlich.Komplette Abhängigkeit beginnend vom Sportvorstand bis zum sechsten Auswechselspieler.Immer im Fokus der Medien und Fans.
          Okay, der Posten ist mittlerweile auch ganz gut bezahlt, aber einem dritten Torwart geht es teilweise echt besser.

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    • „wie nennt ihr das, was in HH im Pokal passiert ist“
      Ich nenne das nach wie vor „ein Rätsel“.

      Dass die Mannschaft da absichtlich halbmotiviert/schlecht gespielt hätte, um ‚ein Zeichen zu setzen‘ bzw. direkt den Trainer los zu werden nebst ‚egal, dann scheiden wir halt aus‘, kann ich mir noch immer nicht vorstellen.

      M.E. liegt des Rätsels Lösung viel eher in einer der folgenden denkmöglichen Varianten (oder eben in einer Mischung daraus):

      – offensiv totale Tages-Indisponiertheit (Automatismen greifen nicht, übermäßig gehäufte Fehler, Missverständnisse, schlechte Laufwege, mangelnde Präzisionen aller Art), also einfach nur besonders ‚bleed gloffn‘ auch im Wortsinn

      – simples Ignorieren von Traineranweisungen aus Bequemlichkeit/Trotz, da ‚zu nervig, zu kompliziert für uns/mich, bringt doch eh nix‘ (da reichen dann natürlich schon zwei-drei Spieler, um ein Spiel insgesamt zu kippen; wenn sich die anderen Spieler dann an deren (Nicht-)Handeln auf dem Platz anpassen, um dadurch z.B. entstehende Lücken zu schließen, dann sähe es von außen dummerweise danach aus, als würden auch sie sich nicht an Anweisungen/Abmachungen halten wollen.. ‚die spielen alle gegen den Trainer!‘)

      – eine Art ‚kleine Spielerrevolte‘ aus schon länger gärender Unzufriedenheit mit Köllners grundlegender System-Arbeit: demnach hätten die Spieler (oder auch nur eine kleine Gruppe) vorher unter sich so etwas abgemacht wie ‚egal, was er heute vor hat oder reinruft, wir ziehen das jetzt mal so durch, wie WIR das für richtig halten‘.. ‚und hauen den HSV weg‘.. ‚was danach passiert, sehen wir dann‘..

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    • @ Juwe
      Was sollen diese unsinnigen Quervergleiche? Jedes Spiel ist ein anderes.
      Wie wäre das Spiel gegen Augsburg wohl gelaufen, hätten die eine ihrer Großchancen
      zur Führung genutzt?
      Hätte das mit Köllner auf der Bank nicht genau so laufen können?
      Haben die Leverkusener damit gerechnet in Heidenheim aus dem Pokal zu fliegen?
      Dein Hypothetisieren ist doch nichts anderes, alls leeres Stroh gedroschen.

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