Analyse: Punkt zu wenig trotz offensiver Steigerung

Analyse zu VfB Stuttgart – 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1) – Der Club macht sein wohl bestes Auswärtsspiel, muss sich aber dennoch mit einem Punkt zufrieden geben.

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

Gemächlicher Anfang, wildes Ende

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse

Abb.1: Ungefähre Startformation des FCN

Boris Schommers tauschte im Vergleich zum Heimsieg gegen Augsburg in der Startelf auf einer Position. Yuya Kubo rutschte auf die Bank, für ihn kam Matheus Pereira erstmals seit seinem Platzverweis in Düsseldorf zu einem Startelfeinsatz. Im Kader gab es obendrein zwei Veränderungen: Misidjan und Fuchs rückten in den Spieltagskader. Sie ersetzten Knöll (Sprunggelenksverletzung) und Ilicevic (muskuläre Probleme), die angeschlagen fehlten. Darüber hinaus nicht dabei: Die Langzeitverletzten Valentini (Oberschenkelsehne), Zrelak (Kreuzbandriss), Lippert (Reha nach Kreuzbandverletzung), sowie die angeschlagenen Goden (Oberschenkel) und Palacios (Mittelhand) und die in der U21 eingesetzten Jäger und Rhein, sowie Salli und Klandt.

In Sachen Grundformation ist der FCN inzwischen in der Regel auszurechnen. Schommers bot – wie bisher immer – ein 4-1-4-1 auf. Vor der Viererkette mit Bauer, Mühl, Ewerton und Leibold agierte Erras als Sechser, immer wieder in der Rückwärtsbewegung unterstützt von Behrens und Löwen, die aus dem zentralen ins defensive Mittelfeld zurückrutschen. Auf Außen begannen Pereira (rechts) und Kerk (links), im Sturmzentrum agierte Mikael Ishak. Auf der Gegenseite ließ Markus Weinzierl seine Elf im 3-5-2 beginnen. In der Rückwärtsbewegung wurde die Dreierkette Kabak-Pavard-Kempf dann von den Flügelverteidigern Beck und Insua unterstützt, die in der Vorwärtsbewegung neben dem Dreiermittelfeld Zuber-Ascacibar-Esswein agierten. In der Spitze spielte Gomez neben Donis.

Gemächlicher Beginn

Die Partie begann relativ gemächlich. Aus dem Spiel heraus gab es in der ersten halben Stunde auf beiden Seiten fast nur Annäherungen und Weitschüsse. Einzig der Gomez‘ Kopfball in einen Ascacibar-Fernschuss hinein (23.) kann als tatsächliche Chance aus dem Spiel heraus gesehen werden. Hinzu kam für die Gastgeber früh eine Gelegenheit von Zuber nach einer Ecke von Esswein, die Mathenia per Reflex klärte (7.). Auch der Ballbesitz oszillierte in dieser Anfangsphase: In der ersten Viertelstunde kam der FCN auf 58% Ballkontrolle, in der zweiten Viertelstunde dann der VfB auf 67%. Angriffsbälle wurden wenig gespielt, wenn eine Mannschaft etwas mehr vom Spiel hatte, so war das in den ersten dreißig Minuten eher der VfB, der auf 4:2 Schüsse und 8:3 Positionsangriffe bei jeweils einem Konter kam.

Abb.2: Ungefähre Startformation des VfB

Der FCN musste schon nach 26 Minuten wechseln, Kubo kam für Kerk, dem Kreislaufprobleme attestiert wurden. Ein positionsgetreuer Wechsel. Nach ungefähr einer halben Stunde wurde das Spiel dann offener. In der 34. Minute hatte der VfB nach einer Ecke durch einen Kopfball von Kempf an die Latte eine erste Großchance. Fünf Minuten später traf dann der Club das Aluminium. Pereiras Schuss konnte Zieler gerade noch per Reflex berühren und so an den Pfosten lenken. Vorausgegangen war eine feine Schussfinte des Brasilianers und ein anschließender Doppelpass mit Behrens.
Kurz darauf ging der Club in Führung. Eine Ecke von Bauer köpfte Behrens an die Latte, den herabtropfenden Ball bugsierte Pereira per Kopf ins leere Tor. Hätte kurz darauf Gomez nach langem Schlag von Esswein genau auf die Stelle der Kette, aus der Ewerton rausgerückt war, den Ball nach gewonnenem Duell mit Mathenia im Liegen ins Leere Tor befördert, es wäre die Krönung einer wilden Schlussphase der ersten Halbzeit gewesen, in der beide Teams ihre Möglichkeiten hatten, der Club aber tatsächlich das etwas zielstrebigere und genauere Team war.

Stuttgart stellt zur Pause um

Abb.3: Ungefähre Formation des FCN bei Abpfiff

In der Pause stellte Stuttgarts Trainer Weinzierl auf 4-3-3 um und brachte Didavi für Beck. Der Ex-Nürnberger ging auf die halblinke Position im zentralen Mitteldfeld neben Ascacibar und Zuber, Kabak agierte nun als Rechtsverteidiger. Im Sturm rückte Esswein auf die angestammte linke Außenbahn und Donis auf den rechten Flügel. Eine deutliche Veränderung im Offensivspiel hatte diese Maßnahme aber nicht zur Folge. Das lag auch daran, dass der FCN sich nun tiefer staffelte und dem VfB Platz auf den Flügeln anbot, um dann in der Mitte die Flanken aggressiv zu verteidigen.

Mit dieser Grundordnung des FCN tat sich Stuttgart weitgehend schwer, hatte zwar phasenweise (46.-60. Minute) 68% Ballbesitz, kam aber kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Einzig Gomez, der nach einer guten Stunde von Ewerton nach einer Flanke von der rechten Abwehrseite entscheidend gestört wurde, hatte eine gute Gelegenheit. Der Club dagegen verlegte sich aufs Kontern, hatte nach einer Ecke von Didavi nach Ballgewinn von Pereira und hervorragenden Laufwegen von Kubo, Behrens und Ishak eigentlich eine Riesengelegenheit. Doch da Kubo den Pass auf Ishak zu scharf spielte, kam nicht einmal ein Schuss zu Stande.

In der Gesamtbetrachtung groovte das Spiel sich auf überschaubarem Niveau ein. Der FCN tat, was er kann: organisiert verteidigen, auf Konter warten. Beide Seiten wechselten. Weinzierl brachte Gonzalez für Esswein, stellte damit von 4-3-3 auf 4-4-2 um, weil er Gonzalez neben Gomez stellte und die Außen im flachen 4-4-2 mit Donis und Zuber besetzte. Schommers wiederum ersetzte Ishak durch Misidjan, um so noch mehr Geschwindigkeit auf dem Feld zu haben. Kubo ging dafür ins Sturmzentrum.

Der VfB hatte kaum Ideen, den Club auszuhebeln. Daher war der Ausgleich der Hausherren dann auch eher ein Zufallsprodukt, eine Verlegenheitsflanke von Kempf aus dem Halbfeld wurde von Gonzalez weitergeleitet, prallte Donis ans Standbein und von dort zu Kabak, der plötzlich einschussbereit war. Der Winterneuzugang der Schwaben vollstreckte und ließ Mathenia keine Chance. Die Anerkennung des Treffers dauerte so lange, dass sich die Legende von fehlenden Linien entwickelte. Diese – so DFL – war allerdings frei erfunden, vielmehr suchte man lange nach der passenden Kameraeinstellung, als diese gefunden war, war unzweideutig festzustellen: Misidjans Fuß stand beim Kopfball von Gonzalez näher zur Torlinie als Donis‘. Der Treffer war regulär.

Abb. 4 Ungefähre Formation des VfB bei Abpfiff.

Sammeln nach Ausgleich

Der Ausgleich führte dazu, dass sich beide Teams sammelten und neu organisierten. Weinzierl tauschte seinen Linksverteidiger positionsgetreu, brachte Sosa für Insua. Schommers reagierte seinerseits kurz vor Schluss, wechselte den eingewechselten Kubo wieder aus, brachte Petrak und stellte auf 4-3-3 um, da er Misidjan und Pereira weiter nach vorne schob. In der Sturmspitz agierte nun Behrens.

Ereignete sich nach dem 1:1 relativ wenig, wurde es in den letzten fünf Minuten plus vier Minuten Nachspielzeit wild. Zunächst setzte Misidjan einen Schuss übers Tor und übersah dabei den gut postierten Pereira (84.), dann setzte Löwen einen Freistoß knapp neben das Tor (88.). Im Gegenzug spielte der VfB seinen einzigen strukturierten Angriff des Nachmittags über Sosa, Zuber, Donis und Gomez. Doch obwohl Zuber und Donis mit zwei feinen Pässen die Abwehr des FCN, die noch in der Rückwärtsbewegung war, aushebelten, kam Gomez nicht zum Torerfolg. Dies lag auch daran, dass Mathenia den Winkel geschickt verkürzt hatte. (89.)

Doch auch dies war noch nicht der Schlusspunkt, in der 90. Minute kam Misidjan nach einer Flanke von Leibold frei zum Kopfball, setzte den Ball gekonnt in Richtung langes Eck, doch Zieler fischte die Kugel mit Reflex noch heraus. Bei der anschließenden Ecke lief der Stuttgarter Torhüter so heraus, dass er Misidjans Schuss nach Behrens Kopfballverlängerung abwehren konnte. Zwei Minuten später stand wieder der Holländer des FCN im Mittelpunkt, erneut wählte er die Schussoption und schlenzte den Ball am Tor vorbei, obwohl Löwen zentral mitgelaufen war.

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Laufen, laufen, laufen. Einmal mehr springen die Laufwerte des FCN ins Auge. Nicht nur die Gesamtdistanz, die insgesamt nur geringe Rückschlüsse zulässt, aber mit 117,3 zu 112,9 deutlich zu Gunsten des Clubs ausfällt, ist auffällig. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,9 km/h zu 6,4 km/h fällt ebenso deutlich für den FCN aus.
Auch alle anderen Laufkategorien konnte der FCN (wie schon gegen Augsburg) für sich entscheiden: Mehr intensive Läufe (634:615), längere intensive Läufe (11,47km:10,92km), mehr schnelle Läufe (412:394), längere schnelle Läufe (6,3km:6,0km), mehr Sprints (222:221) und längere Sprints (5,2km:4,9km). Der Kontrast zur Zeit unter Michael Köllner, wo der Club das sprintschwächste Team der Bundesliga war, könnte in diesem Bereich größer nicht sein.

Auch andere Unterschiede zum Spiel unter Köllner stechen ins Auge. Wyscout notiert 33 klärende Aktionen des FCN. Nur im Heimspiel gegen Dortmund (37) waren es mehr. Im Schnitt waren es unter Michael Köllner noch lediglich 15 Klärungen unter Boris Schommers dagegen 24. Unter Köllner fing der Club ungefähr 45 Bälle pro Spiel ab, unter Schommers deren 53.

Dabei waren die 32 abgefangenen Bälle vom Samstag der Tiefstwert unter Schommers unter Köllner gab es fünf Spiele mit 32 abgefangenen Bällen oder weniger. Zweitschlechtester Wert unter Schommers waren die 30% der Schüsse, die nur aufs Tor kamen (6 von 20), was allerdings bei einer Saisonbestleistung an Schüssen eher zu verschmerzen ist. Unter Köllner gab es darüber hinaus zwölf Spiele mit einer Schussquote von 30% oder weniger. Auch hier ist eine deutlich Verbesserung zu messen: Von im Schnitt 27% Schüsse aufs Tor stieg der Wert unter Schommers auf 36%. Dabei soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass diese Steigerung vor allem einer Reduzierung der Anzahl der Schüsse – von im Schnitt zehn auf im Schnitt sieben – geschuldet ist und das Spiel vom Samstag in dieser Hinsicht eher einen positiven Ausreißer als die Norm unter Schommers darstellt.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Vor dem Spiel gegen Augsburg war der FCN in dieser Saison bisher erst 138 Minuten in Führung. In den letzten beiden Partien kamen 71 Minuten hinzu.
  • 20 Schüsse gab der FCN aufs Tor der Stuttgarter ab. Nie waren es mehr in dieser Bundesligasaison.
  • Understat notiert einen Wert von 2,32 expected Goals, das ist der zweithöchste der Saison, nur im Heimspiel gegen Düsseldorf (2,42) lag der Wert höher.
  • Die meisten Ballkontakte beim FCN hatte an diesem Abend Christian Mathenia (53). Spitzenreiter auf Düsseldorfer Seite – und damit an diesem Spieltag ligaweit die Nummer eins: Kevin Stöger. (128.)
  • Der Club hatte fünf Ecken, nach vier davon kam der FCN zumindest zum Torschuss. Der VfB nur nach zwei seiner zwölf.
  • Auffällig: Beide Teams hatte bei den Pässen ins letzte Drittel eine Quote von weniger als zwei Drittel angekommener Pässe.
  • Ein Punkt fehlt dem FCN noch, um zur schlechtesten Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (Freiburg 2004/05, 18 Punkte) aufzuschließen. Die nächsten in der Liste: Gladbach 1998/99 und Fürth 2012/13 mit je 21 Punkten.
  • Die Misidjan Foul-Watch ist wieder aktiv. Der Niederländer spielte nur knapp 25 Minuten, wurde aber zweimal gefoult und liegt damit ligaweit wieder auf Rang Zwei hinter dem einsamen Spitzenreiter Maximilian Arnold (64).
  • Auf Einsatzminuten gerechnet liegt ein anderer Nürnberger weiter vorne: Matheus Pereira. Der Brasilianer wird 3,07-mal pro 90 Minuten gefoult. Nur Harit (Schalke; 3,81), Didavi (stuttgart; 3,53) und Augustin (Leipzig; 3,15) werden noch häufiger regelwidrig gestoppt.

3. Fazit

Der Club bestätigte die aufsteigende Tendenz in Sachen Offensivspiel, die sich im Augsburg-Spiel angedeutet hatte. Ein neuer Saisonrekord in Sachen Schüsse, viele gut herausgespielte Konter, der zweithöchste Expected Goals-Wert der Saison. Allein die Verwertung der Chancen war ein Unterschied zum Spiel in der Vorwoche. Hier muss dann auch die Kritik ansetzen, wenn Boris Schommers in der kommenden Woche aufs nächste „Endspiel“ vorbereitet.

Mit etwas weniger Eigensinn und etwas mehr Präzision hätte der Club den Rückstand auf den VfB Stuttgart tatsächlich auf einen Punkt verringern können. So bleiben vier Punkte, die wahrscheinlich eine zu große Hürde für die restlichen sechs Spiele darstellen. Insgesamt erscheint es aber so, dass der Club nach 28 Spielen in der Liga angekommen ist. Er verteidigt gut, wenn auch nicht fehlerfrei, spielt gegen Gegner „auf Augenhöhe“ seine Angriffe ordentlich aus ohne offensiv zu brillieren. Das ist wahrscheinlich zu spät, aber es spricht zumindest für den Lernprozess der Truppe, die gerade im Läuferischen unter Boris Schommers noch einmal ordentlich zugelegt hat.

4. Zahlen zum Spiel*

Stuttgart Nürnberg
1 Tore 1
11 (3) Schüsse (aufs Tor) 20 (6)
49,5 Zweikämpfe (in %) 50,5
56,15 Ballbesitz (in %) 43,85
10 Fouls 10
12 Ecken 5
112,9 Laufstrecke (in km) 117,3
Pass-Statistiken
427 (81,03%) Pässe (erfolgreich) 336 (82,14%)
12,5% (54,8%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 11,7% (60,0%)
32,6% (77,7121%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 36,0% (71,1%)
46,4% (82,8%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 32,4% (88,1%)
10,3% (84,1%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 16,1% (94,4%)
18,7% (83,8%) Anteil progressive Pässe (erfolgreich) 20,5% (69,6%)
16,4% (60,0%) Anteil Pässe ins letzte Drittel (erfolgreich) 10,4% (62,9%)
Nerd-Statistiken
1,88/1,9/1,65 Expected Goals 1,68/2,1/2,32
0,90 Expected Points 1,87
7,05/7,41 PPDA 14,55/12,53

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote und der Laufstrecke von Bundesliga.de stammen von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt nicht 100%, da ein Teil der Pässe doppelt (z.B. lang und seitwärts) kategorisiert wird und andere Kategorien der Erfassung hier z.T. nicht aufgeführt werden. Mit progressiven Pässen werden Pässe bezeichnet, die mindestens 10 Meter Raumgewinn zur Folge haben oder aber im Strafraum an den Mann kommen. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – wird in der Reihenhfolge Wyscout/Understat angegeben.

5. Stimmen zum Spiel

Boris Schommers: „Das fühlt sich heute wie zwei verlorene Punkte an. Wir wollten das Spiel heute unbedingt gewinnen und das hat man dem Team auch angemerkt. Nach ein paar Minuten haben wir es im Spielaufbau gut gemacht und ein paar Mal durchs Mittelfeld kombiniert. Wir machen dann das 1:0, hatten einmal noch etwas Glück und gehen so in die Pause. Wir wollten danach das zweite Tor nachlegen, waren aber das eine oder andere Mal ein bisschen zu passiv. Ausschlaggebend war für mich heute, dass wir die Konter nicht sauber genug gespielt haben. Nach dem Ausgleich war es ein Spiel mit offenem Visier, in dem wir am Ende noch das Tor hätten machen können. Wir hätten heute einen Auswärtssieg verdient gehabt.“

Markus Weinzierl: „Wir haben gewusst, dass es ein schwieriges Spiel wird – und das war es auch. Unsere Situation ist nicht einfach und dann mussten wir heute das Spiel machen gegen eine sehr gut organisierte Mannschaft, die schon in den letzten Wochen gut verteidigt hatte und das auch heute gut gemacht hat. Es war entscheidend, wer in Führung geht. Ich bin mir sicher, dass das Spiel anders ausgeht, wenn wir in der Situation beim Kopfball von Marc Oliver Kempf die Führung erzielen. So aber mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen. Meine Mannschaft hat Moral gezeigt. Wir haben heute offensiv aufgestellt, haben offensivst gewechselt und dann am Ende mit offenem Visier gespielt. Wenn du so viel Risiko gehst, bekommst du immer auch Kontersituationen. In einer davon pariert Ron-Robert Zieler am Ende sensationell den Ball. Unterm Strich müssen wir mit dem einen Punkt leben, weil wir in den Rückstand geraten waren.“

Hanno Behrens: „Wir sind enttäuscht. Wir waren nah dran am Sieg, wollten die drei Punkte mitnehmen. Jetzt nehmen wir das Unentschieden mit und haben ein Heimspiel vor der Brust. Es sind weiter nur noch vier Punkte. So groß ist der Abstand nicht. Am Freitag gegen Schalke spielen wir auf Sieg.“

Lukas Mühl: „Schade, dass wir nur einen Punkt mitnehmen. Wir haben gute Chancen, um dieses Spiel zu gewinnen. Sechs Spiele haben wir jetzt noch, um die vier Punkte aufzuholen. Es ist noch alles drin. Wir werden weiterkämpfen, auch wenn gerade die Enttäuschung groß ist. Gegen Schalke haben wir die nächste Chance für einen Sieg. Wir stehen als Mannschaft zusammen, das macht mich stolz.“

Robert Bauer:„Jeder weiß, dass wir heute hätte gewinnen müssen. Wir hatten die Chancen dazu. Den Stuttgartern ist nicht so viel eingefallen. Wir hatten einige Kontersituationen, die wir nicht so gut ausgespielt haben. Wenn wir das cleverer ausspielen, haben wir größere Chancen. So kurz nach dem Spiel tut das schon weh. Wir treten gut auf, brauchen aber die Punkte. Wenn wir am Freitag gegen Schalke gewinnen, haben wir gegenüber den Stuttgartern den psychologischen Vorteil, die müssen dann nachziehen.“

Ron-Robert Zieler: „Wir hatten heute einen Heimsieg als Ziel ausgegeben und der hätte uns sicher sehr gut getan. Daher können wir mit dem 1:1 nicht zu 100 Prozent zufrieden sein, aber es war nicht alles schlecht. Wir haben das Gegentor zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt bekommen, aber danach die richtige Reaktion gezeigt. Wir haben gut gekämpft. Wichtig ist erst einmal, dass die Nürnberger nicht näher an uns herangekommen sind.“

Marc Oliver Kempf: „Es war ein komplett anderes Spiel als vergangene Woche. Wir mussten über weite Strecken das Spiel machen und das ist schwer gegen einen gut geordneten Gegner. Dennoch haben wir am Ende den Punkt mitgenommen und das war unheimlich wichtig. Wir haben mit Augsburg und Schalke zwei direkte Konkurrenten noch vor der Brust und damit alles in der eigenen Hand.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 2- 2 2 2 7,4/10
CU-Urteil: Beim Gegentor machtlos. Gegen Zuber und Gomez mit schönen Paraden, einzig für den Zweikampf gegen Gomez vor dessen Liegeeinlage gibt es Abzüge.
Robert Bauer 3- 5 4 4 6,3/10
CU-Urteil: Technische Unsauberkeiten waren immer noch zu finden (z.B. vor dem Freistoß, der das Gegentor einleitete), insgesamt aber mit mehr Schwung nach vorne und ordentlichen Standards.
Lukas Mühl 3 4 4 3 6,8/10
CU-Urteil: Grundsolide in allen Belangen, mit vielen klärenden Aktionen. Kam vor dem 1:1 nicht ins Kopfballduell mit Gonzalez. Leichte Wackler im Aufbau.
Ewerton 2- 3 2 2 7,4/10
CU-Urteil: Gewann jeden defensiven Kopfball, klärte viel, fing viel ab. Spielte kaum Fehlpässe, nur beim langen Ball mit Mängeln.
Tim Leibold +3 4 3 4 7,5/10
CU-Urteil: Offensiv mit vielen klugen Pässen zum Einleiten von Kontern und Chancen. Defensiv mit Wacklern in den Duellen, aber ohne klare Ausfälle.
Matheus Pereira 2 3 2 2 8,4/10
CU-Urteil: Tor gemacht, die Stuttgarter immer wieder vor enorme Probleme gestellt. Für ein „sehr gut“ teilweise aber zu eigensinnig.
Eduard Löwen 3- 4 4 3 6,3/10
CU-Urteil: Immer wieder mit guten offensiven Ideen und starker Ballbewegung. Dann aber auch immer wieder mit Problemen in die defensiven Duelle zu kommen. Wie immer Genie und Wahnsinn.
Patrick Erras +3 4 3 3 7,2/10
CU-Urteil: Passsicher, zweikampfstark, stabilisierte das Zentrum. Einzig im Umschalten nicht immer spritzig genug.
Hanno Behrens +4 4,5 4 3 6,4/10
CU-Urteil: Der Kopfball vor dem 1:0 war wichtig, sonst mit sehr vielen Problemen in den Duellen.
Sebastian Kerk 3 6,3/10
CU-Urteil: In der ruhigen Anfangsphase 26 Minuten auf dem Feld, dann mit Kreislaufproblemen ausgewechselt. Ohne Bewertung.
Mikael Ishak 4 5 4 3 6,1/10
CU-Urteil: Wie immer bemüht und rackernd, aber ohne Torgefahr.
Yuya Kubo 4- 5,5 6 4 6,1/10
CU-Urteil: Immer wieder mit falschen Entscheidungen bei Kontern, in anderen Situationen durchaus passicher, aber auch immer wieder mit Zweikampfproblemen.
Virgil Misidjan +4 4 6,4/10
CU-Urteil: Positiv: Hatte viele Torgelegenheiten. Negativ: Nutzte keine und war beim Abschluss zu eigensinnig.
Ondrej Petrak 6,1/10
CU-Urteil: Kam kurz vor Schluss für Kubo. Blieb ohne Fehlpass.

26 Gedanken zu „Analyse: Punkt zu wenig trotz offensiver Steigerung

  • Erfreulich, dass kein Spieler negativ heraussticht, auch wenn es bei Kubo knapp war. Die verbesserte Ordnung unter Schommer macht sich in gestiegenen Leistungen und (logischerweise) auch im Notendurchschnitt bemerkbar. Leider nicht an der Anzahl der Tore oder Punkte. Ein Sieg wäre dringend notwendig und nicht unverdient gewesen. Extrem schade auch für die vorbildlich rackernde Mannschaft, denn das Erreichen des Relegationsplatzes erscheint mir in Anbetracht unserer restlichen Gegner bzw. derer des VfB nicht mehr realistisch. So einfach wie diese Saison war der Klassenerhalt wohl seit Jahrzehnten nicht mehr. Bitter, dass dieser so vorhersehbar verschenkt wurde.

    Gespannt bin ich, wie unser Kader nächste Saison aussieht. Die Leihen von Bauer, Kubo und Pereira werden sicher nicht verlängert. Wer von den anderen Spielern wird uns noch verlassen? Wer wird kommen?

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  • Die Behauptung man habe solange nach der geeigneten Kameraeinstellung gesucht ist lachhaft!Es gibt exakt zwei Perspektiven aus denen Abseits aufgelöst werden kann-16er hoch und, wenn es nahe am Tor ist Hawkeye.Wenn es nicht klar erkennbar ist muss man daraus die Konsequenzen ziehen.Die Begründung ist abenteuerlich.

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      • Hawkeye-Ausschnittsvergrössert.Der Slomooperator, der für die 16er hoch zuständig ist, ist der Erste der das im Spiel beurteilt-im Köllner Keller haben sie grundsätzlich alle Kamerasignale, aber die 16er hoch ist die erste Perspektive-die Position würde ja genau deshalb erfunden.Interessant ist aber auch, vergleicht man das mit der Mainz Situation, dass der Moment der Ballabgabe aus dieser, gewählten, Perspektive nicht klar erkennbar ist.Landet der Ball da gerade erst auf dem Kopf oder wird er bereits weitergeleitet?Der VAR ist im Endeffekt eine genauere Annäherung, verglichen mit allem was vorher war, genau ist er trotzdem nicht.

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        • Für den VAR den „Moment der Ballabgabe“ ja neu definiert, nämlich als „point of contact“, nicht mehr als „Moment, in dem der Ball den Fuß verlässt“, das erscheint mir schon so richtig, war ja in Mainz auch so, wäre es der erste Moment gewesen, in dem kein Fitzelchen Schuh mehr am Ball war, wäre Zrelak hinter Bell gewesen.

          Dass es natürlich trotzdem eine Annäherung sind und für mich tatsächlich wohl beide einfach nach menschlichem Ermessen „gleiche Höhe“, ist aber natürlich auch richtig.

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          • Das ist mir schon bewusst, wenn man mit Verantwortlichen der DFL oder Schiedsrichtern darüber spricht, wird auch schnell klar, warum sie diesen Definitionswechsel vollzogen haben.Durch den VAR sind die Entscheidungen überprüfbarer geworden, deshalb musste diese Ungenauigkeit eingeführt werden um die Deutungshoheit behalten zu können.Für alle aus dem bereich Fernsehübertragung war es schon lange klar, dass ein Frame(25/sec) Alles ganz anders aussehen lässt, bei den ganz knappen Entscheidungen.Und ganz ehrlich bisher wurden die nicht klibrierten Linien der Sportschau oder von Sky auch als Mass der Dinge gesehen.
            Ärgerlich dass ausgerechnet der Club zweimal der Dumme ist.Aber ganz ehrlich, auch mit VAR wird es sowas wie den „Handelfmeter“ in Leverkusen geben.

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            • Schon witzig, dass man in Mainz so lange gesucht hat, bis man ein Abseits belegen und in Stuttgart, bis man das Abseits entkräften konnte. Hauptsache, es wird nichts zu unseren Gunsten ausgelegt :mrgreen:

              Auch wenn es objektiv richtig zu sein scheint, bleibt ein „G’schmäckle“.

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              • Genau, im Zweifelsfall wird immer gegen den Club entschieden. Das ist fundamentaler Grundbestandteil im Lehrplan aller DFB Schiedsrichterprüfungen.

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              • Was soll das Gschmäckle denn sein, bzw. das Suchen, „bis man das Abseits entkräften konnte“
                Es ist ja nicht so, dass man eine Abseits-Entscheidung revidiert hätte.

                Es gab ein Tor, das wurde wie jedes Tor standardmäßig überprüft.
                Und die Überprüfung ergab, dass der Treffer korrekt war. Und es war ja auch kein Abseits.

                Schuld an der ganzen Aufregung ist doch nur Sky mit ihrer Behauptung, dass die Technik versagt hätte. Warum auch immer sie das in die Welt gesetzt haben. Es drängt sich geradezu der Eindruck auf, dass wäre eine vorsätzliche Aktion gewesen, um Aufregung zu erzeugen. Wie der Zufall es will, auch noch beim Club, dem gegen Mainz ein Tor wegen minimalen Abseits aberkannt wurde und dann kassieren sie in einem solchen Spiel den regelwidrigen Ausgleich nach Versagen der Technik…

                Also ich schimpfe auch gerne und viel auf die Schiris, aber in letzter Zeit müssen wir uns eher bedanken, dass wir nicht noch schlechter da stehen… Man überlege sich nur, Augsburg hätte letztes WE in der 85. Minute den Elfer bekommen… Auch dem BVB und der Fortuna wurden Elfmeter verweigert, gegen Leipzig einen geschenkt bekommen…

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                • In Stuttgart war es nicht belegt (erst lange später) und in Mainz war es arg konstruiert und der unzweifelhafte objektive Nachweis fehlte darüberhinaus. Überhaupt darüber diskutieren zu müssen reicht für ein G’schmäckle, wenn wir eigentlich auf Beweisniveau sein sollten. Hätten sie das, wie es sein sollte, in einer halben Minute verkündet, gäbe es keine Diskussion.

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                • Im Schnitt liegt der VAR bis zur Entscheidung zwischen 1-2 Minuten.Das dürfte wohl auch weiterhin sein.

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                • Was heißt „auf Beweisniveau“? Bzw. dass eine Entscheidung nur dadurch ein Gschmäckle bekommt, wenn man drüber diskutiert? Es wird doch über jede knappe Entscheidung groß diskutiert. Ob die Überprüfung nun 5 Sekunden oder 5 Minuten dauert. Oder es gar keine gibt.
                  Wäre das die bessere Lösung gewesen, wenn die Situation überhaupt nicht überprüft worden wäre? Die Entscheidung hätte dann doch trotzdem „Tor“ gelautet, oder nicht?
                  Dann hätte das ganze ein Gschmäckle gehabt, wenn man gegen Mainz einen Treffer wegen Milimeterabseits aberkannt bekommt, hier eine ähnlich knappe Szene aber nicht mal überprüft würde.

                  Und dass Sky so einen Schmarrn rausposaunt, da können die Schiedsrichter auch nichts dafür, und sie können auch ncihts dagegen unternehmen.

                  Ich weiß jetzt nicht, was die Leute noch wollen, beschweren sich einerseits darüber, dass die Überprüfung so lange dauert, andererseits soll dann aber am besten jede Situation direkt zweifellos der Öffentlichkeit gegenüber bewiesen werden, bis auch der letzte Zuschauer einverstanden ist, oder wie?
                  Irgendwann muss man auch einfach mal Entscheidungen akzeptieren, geändert werden können sie eh nicht mehr, und im Nachhinein wird doch eh alles noch komplett auseinandergenommen und zu Tode diskutiert.

                  Natürlich ist es ärgerlich, dass jetzt zwei denkbar knappe Szenen zu unseren Ungunsten gab, aber es war so halt auch korrekt, und es ist auch genug Material vorhanden, dass das zeigt. Die Szene gegen Mainz wurde ja sogar in einem Dokuvideo vom DFB (oder wars die DFL?) zur Arbeitsweise beim Videobeweise gezeigt. Weiß jetzt nicht, was für dich der „unzweifelhafte objektive Nachweis“ ist, der da fehlen soll.

                  Sorry, aber am Ende ist das nichts anderes, als dass man sich beschwert, dass es keine Fehlentscheidungen zu unseren Gunsten gab.

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              • Ich bleibe dabei, dass man das punktuelle minimale Abseits in Mainz, das nur durch den unterschiedlichen Schrittrhythmus entstanden ist, als gleiche Höhe hätte werten müssen, zumal das Gesamtbild, das Ballabgabe und Spieler gleichzeitig zeigt, fehlt. Oder hast Du so ein Bild gesehen, das mir entgangen ist? Zeitstempel sind mir für so existentielle Entscheidungen einfach zu vage. Man hätte einfach zugeben müssen, dass es in dieser Knappheit nicht zweifelsfrei aufzulösen ist. Das hätte man sogar mit einer kalibrierten Linie im nächsten (oder spätestens übernächsten) Frame auch belegen können.

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  • Sehr schön das Zitat von Süddeutsche.de, das dieses Spiel mit all seinen Dramen und die aktuelle Situation für beide Teams auf den Punkt bringt:

    „Die Wahrheit aus Nürnberger Sicht lautet, dass diese tapfere kleine Mannschaft sich gerade lobenswert an ihrem Limit befindet, und dass dieses Limit trotzdem nur für Platz 17 reicht. Der Club ist einfach nicht besser besetzt, und alles, was der kreative Matheus Pereira nicht erledigt, erledigt keiner. Die VfB-Wahrheit hingegen lautet, dass diese grundsätzlich schon etwas größere Mannschaft zumindest in dieser Saison ihr Limit nicht mehr erreichen wird.“

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    • Da würde ich dem Kollegen von der SZ aber dann doch in einem entscheidenden Punkt widersprechen. Hätte der FCN über 28 Spieltage stets am Limit gespielt, hätte das mit Sicherheit für mehr als Platz 17 gereicht.

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      • Tja und da liegt der Hase trotzdem im Pfeffer. Weil nämlich in der Bundesliga keine Mannschaft 28 Spieltage am Limit gespielt hat. Wäre dies der Fall, dann würden wir wohl genauso dort unten stehen. Trotz allem entsteht so nach und nach wieder das Gefühl das in dieser Saison mehr drin gewesen wäre wenn unsere Verantwortlichen den Mut gehabt hätten diverse Entscheidungen früher zu treffen.

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      • Also ich meine schon, dass wir oft genug am Limit gespielt haben, es sich aber gezeigt hat, dass das i.A. doch zu wenig und einfach nicht mehr (oder kaum mehr) möglich ist.
        Insbesondere wäre nicht mehr möglich, wenn die Konkurrenz nicht sehr weit davon entfernt wäre, am Limit zu spielen.
        Dann wären wir vielleicht ein normaler Tabellen-Siebzehnter, und nicht der schlechteste Tabellen-Siebzehnte aller Zeiten.

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        • Die Kernthese des Artikels in der SZ ist ja quasi, dass das, was der FCN in Suttgart geliefert hat, das Limit ist. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass 20 Schüsse in Richtung Tor, etliche Konterchancen bei elf zugelassenen Schüssen das Limit sind, dann hat der Club nicht so oft am Limit gespielt (selbst wenn man die höhere Qualität der anderen Gegner einberechnet).

          Natürlich, wenn alle immer am Limit spielten, wäre der Club wahrscheinlich sogar Letzter, aber die Kausalität des Artikels, dass der Club 17. ist, obwohl er am Limit ist, die würde ich einfach nicht unterschreiben, weil der Club für mich zwar vom Einsatz her stets am Limit war, aber fußballerisch-spielerisch-taktisch nicht alles aus ihm rausgeholt wurde.

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      • Woran machst Du Deine Aussage fest, dass wir dann besser stehen würden? Es gibt ja einige, die sagen wir würden jetzt, nach der Übernahme durch Schommers, unsere wahre Leistungsfähigkeit zeigen. Aber wir holen auch jetzt nicht viel mehr Punkte. Sprich auch wenn wir am Leistungslimit spielen holen wir nicht mehr Punkte.

        Wobei mir diese Diskussion eh nicht wirklich gefällt, ich bin sicher die Mannschaft hat immer ihr bestes gegeben, auch Köllner wollte ganz sicher die kleine Chance auf den Ligaverbleib nutzen, aber es hat einfach nicht gereicht. Ich mag diese Dolchstoßlegenden nicht. Am Ende kann man immer sagen, wenn der Hund net gschissen hatte, hät er en Has bekommen, wäre, wäre Fahrradkette.

        Jetzt kommen ja auch wieder Komentatoren, die behaupten man hätte Pereira nur früher fix bringen müssen, dann würden wir besser stehen, belegen kann das aber keiner. Vielleicht hat Pereira einfach die Zeit zum Eingewöhnen gebraucht, ist ja auch nicht ungewöhnlich. Und vor 4 Wochen war jeder noch der Überzeugung, dass Pereira allein am Abstieg schuld ist, mit seiner roten Karte. Das ist mir alles zu billig.

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        • Die Kommentare zu Pereira finde ich v.a. verwunderlich, weil es schließlich noch vor Weihnachten unter Köllner war, wo er zum Stammspieler geworden ist.
          Unter Schommers hat er hingegen bislang gar nicht mal viel gespielt durch den Platzverweise…

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          • …und es wohl außerdem so ist, dass Pereira nur deshalb jetzt so wertvoll erscheint, weil Köllner (sic!) ihn monatelang zurechtgeschliffen hat, so dass er jetzt auch taktische Vorgaben erfüllt.

            Spekulieren könnte man jetzt, ob das Schommers alleine auch so gelungen wäre. Es ist wohl so, dass er als höchst unreifer, unfertiger Spieler mit Riesenpotential zu uns gekommen ist. In der jetzigen, veredelten Form hätte ihn Benfica vermutlich gar nicht verliehen…

            Es bleibt lediglich die Frage, ob man es schon früher mit ihm probieren hätte sollen, oder ob das eben dem Mannschaftsgefüge eher geschadet hätte. Die Trainer wissen das am Besten.

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            • Ich glaube Pereira und Köllner das war menschlich nicht die Liebe auf den ersten Blick. Pereira wirkte dabei überfrachtet mit Vorgaben. Unter Schommers ist bei ihm sichtbar Spielfreude dazu gekommen, Fußball spielen konnte er bereits als er zu uns kam. Da mußte ihm keiner etwas beibringen. So wie alle mittlerweile wieder mehr Spaß an ihrem Beruf haben.

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        • Ich bin überzeugt auch wenn es sich nicht belegen läßt hätte man den Wechsel direkt nach der Vorrunde vollzogen stünden wir jetzt schon den ein oder andere Punkt besser da. Nachdem die Defensive deutlich stabiler geworden ist beginnt jetzt auch allmählich das Offensivspiel stärker zu werden, leider alles ein klein wenig zu spät.

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