Podcast: Keine Sieger, zwei Verlierer

Gerechtes Unentschieden? Hätte der FCN einen Sieg verdient gehabt?
Felix Amrhein spricht mit Alexander Endl (Clubfans United) und Jakob Lexa im Total beglubbt-Podcast über eine Punkteteilung in Stuttgart, die keiner so richtig einschätzen kann. Klar ist nur: Keiner hat gewonnen – und damit eine große Chance vergeben.

Fortschritte auf und neben dem Platz nur beim FCN

Dass sich der 1. FC Nürnberg unter Boris Schommers defensiv stabilisierte, war augenscheinlich, ob dies nur auf Kosten des letzten verbliebenen Rests an Offensivspiel ging, heiß diskutiert. In Stuttgart verzeichnete der Club 20 Torschüsse und zeichnete sich auch sonst in den diversen statistischen Werten verbessert. Gereicht hat es trotzdem nicht, um die an dem Tag erneut schwachen Stuttgarter durch einen dreifachen Punktgewinn nochmal richtig tabellarisch in Bedrängnis zu bringen. Die SZ beschrieb dies so: „Die Wahrheit aus Nürnberger Sicht lautet, dass diese tapfere kleine Mannschaft sich gerade lobenswert an ihrem Limit befindet, und dass dieses Limit trotzdem nur für Platz 17 reicht. Der Club ist einfach nicht besser besetzt, und alles, was der kreative Matheus Pereira nicht erledigt, erledigt keiner. Die VfB-Wahrheit hingegen lautet, dass diese grundsätzlich schon etwas größere Mannschaft zumindest in dieser Saison ihr Limit nicht mehr erreichen wird.“ Denn auch Stuttgart gewann mit dem Remis nichts, hätte mit einem Sieg aber Schalke nochmal mehr unter Druck gesetzt, um den Relegationsplatz noch zu verlassen. So verharren der VfB wie der FCN da, wo sie sind und nicht bleiben wollten.

Zumindest abseits des Platz stellte der FCN parallel die Weichen in Richtung Zukunft. Nach wochenlangen Verhandlungen wurde mit Robert Palikuća endlich ein neuer Sportvorstand gefunden. Ob der Kaderplaner von Düsseldorf das Zeug zum „starken Mann“ in Nürnberg hat, lässt sich allerdings nicht mal mit dem Blick in die Glaskugel prognostizieren. Immerhin hat Palikuća in Düsseldorf (mit) an einer Mannschaft gebastelt, die nun in der Liga da ist, wo man gern wäre. Aber sind die Düsseldorfer Verhältnisse überhaupt vergleichbar? Und kann er selbst den nächsten Schritt machen und diese doch große Verantwortung stemmen? In Nürnberg mangelt es schließlich an zwei essenzielle Dingen: Strukturen und Geld.

Total beglubbt Podcast

Audiolänge: 01:10:08 | Moderator: Felix Amrhein



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63 Gedanken zu „Podcast: Keine Sieger, zwei Verlierer

  • Passend zur Aussage im auch auf die Länge hörenswerten Podcast, wie ruhig doch in Nürnberg eigentlich alles wäre, hat Augsburg gerade Baum und seinen Co. entlassen und Hannover vor ein paar Stunden Horst Heldt.

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    • Hatten wir doch auch schon- da gehen die letzten fünf der Tabelle jeweils nach Schema f ( feuern) vor.Zumindest hat keiner von denen noch den Trainer, mit dem sie die Saison begonnen haben.Der jeweilige Kahlschlag auf den erweiterten Positionen erfolgt dann unterschiedlich breit angelegt.

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  • Gerücht:
    Erras verlässt den Club zum Saisonende. Verschiedene Vereine zeigen Interesse an ihm, angeblich auch Newcastle aus der Premier League. Weiß jemand näheres?

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  • Ein paar Millionen aus England tun dem Club sicherlich gut. Andererseits ist Erras gerade dabei, wieder an die alte Form anzuknüpfen.

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    • Immerhin ist mit Petrak schon verlängert und Rhein kann noch in die Position rein wachsen.Fände es trotzdem schade wenn Erras geht-allerdings gehören solche Wechsel einfach zum Status Ausbildungsverein-wenn es dann nicht für einen schmalen Taler passiert, ist das Teil des Konzepts

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      • Auch wenn das so schön nachhaltig klingt, wir waren noch nie ein Ausbildungsverein.

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        • Woran machst du das fest?Das NLZ hat in der Vergangenheit ziemlich regelmäßig Spieler hervor gebracht, die nach unterschiedlich langer Zeit bei uns, für unterschiedlich viel Geld zu anderen Vereinen gewechselt sind.Auch die Quote der Spieler aus der eigenen Jugend im aktuellen kader ist so schlecht nicht.Was ist für Dich ein Ausbildungsverein?

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          • Das große Geld hat doch längst den Nachwuchsbereich genauso versaut, wir bekommen doch da auch nur die 1b und 1c Talente, weil man sich von jungen Spielern die größten Renditen verspricht durch die vielen Wiederverkäufe. Zum anderen unsere A Jugend spielt entweder um den Aufstieg oder gegen den Abstieg auch keine besonders erleuchtende Entwicklung. Wir haben da seit Jahren keine herausragenden Talente mehr. Und ein NLZ ist mittlerweile, soweit ich weiß auch nur ein DFL oder DFB Standard, den jeder Profiverein haben muss. Wann hat es denn das letzte Eigengewächs seit Erras bei uns geschafft? ..bisschen dürftig für einen Ausbildungsverein.

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    • Wenn der Preis stimmt, verkauf ich den fei! Mit Rhein und Lippert haben wir guten Ersatz „hintendran“ und Petrak genügt den Anforderungen in der 2. Liga sicherlich immer noch bestens.

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  • Tabellenplatz 1-13 „Comfort Zone“
    1 Trainwechsel diese Saison Leverkusen in meinen Augen sogar ein unnötiger, was soll unter Bosz besser geworden sein als unter Herrrlich?

    Tabellenplatz unter 13 „You are fired Zone“
    Nach Augsburg jüngst haben jetzt alle schon den Trainer gewechselt in dieser Saison.

    Also unser neuer Sportvorstand hat genug Auswahl es laufen genügend frisch gefeuerte herum 🙂

    Ich persönlich tendiere aber immer noch dazu Schommers einen neuen Vertrag zu geben.

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    • Bin mal gespannt, wie sich das dreht, nachdem wir gegen Schalke verloren haben…

      …halt nein, geht ja nicht, weil wir gewinnen, werden wir es nie erfahren!

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  • Markus Kauczinsky wäre jetzt auch frei. Und St. Paulis Sportchef Uwe Stöver als Dreingabe.

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    • Von Kauczinsky halte ich nicht viel.

      Aber den Luhukay hätte man gerne als Feuerwehrmann holen können. Schlechter hätte es auch nicht mehr laufen können. Und das hätte eher noch ein Zeichen gesetzt, dass man es ernst meint, dass man den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben hat.

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      • Der ist jetzt leider auch vom Markt. Schade, weil das für mich einer der Topkandidaten gewesen wäre!

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  • Sicherlich kann man keine Personalentscheidungen bei anderen Vereinen voraus sehen, aber wären
    Uwe Stöver (St. Pauli) und Stephan Schwarz (FC Augsburg) evtl. interessante Alternativen gewesen.
    Eigentlich egal, wir haben jetzt einen neuen Sportvorstand

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    • Ich kann Stöver sowieso so wenig beurteilen wie unseren Neuzugang. Aber da der Tabellenrechner beim besten Willen keinen St. Paul-Aufstieg mehr hergibt, will man in Hamburg wohl frühzeitig auf das neue Team umstellen, wegens Planung der nächsten Zweitligasaison, statt im Sommer zu wechseln.

      Wie sagt man so schön: Hinterher ist man schlauer und dann macht man was anderes falsch.

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  • Aus finanziellen Gründen wäre Schommers die naheliegendste Lösung. Ob sich Palikuca das aber traut? Daher mein Blick in die weite Zukunft:
    Schommi bleibt Co und darf sich nach der nächsten Trainerentlassung beweisen.

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    • Du meinst wie der treue Büskens- der immer wieder hervor geholt wird? Ich glaube Schommers hält sich auf Dauer zu gut für einen Co-Trainer/Notnagel

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      • Letztendlich wird auch Schommers am Erfolg gemessen. Ein „Die Mannschaft hat sich verbessert präsentiert“ wird nicht reichen, um sich zu empfehlen. Auch weil man da gar nicht weiß, wie das „verbessert“ im Kontext zu bewerten ist. Haben sich die Spieler einfach „zusammen gerissen“, weil sie unter Schommers sich neu zeigen wollten? Lag es am defensiveren Konzept, das die Mannschaft einfach „besser aussehen ließ“ (Subtext: aber eben auch nicht zum Ziel führt)?

        Der FCN braucht schon handfeste Argumente, um einem Rookie die Geschicke auch einer 2. Liga-Saison in die Hand zu legen. Eine (wieder einmal) späte Einsicht nach 10 Spieltagen (in der Regel beim Club die erste Länderspielpause) kann man sich eigentlich nicht leisten. Man mag nur an Wiesinger oder Ismael erinnern.

        „Kreativität“ und ein „gutes Gefühl“ reichen da aktuell nicht aus, um den Club nicht nur zu stabilisieren, sondern auch noch in ein Konzept der Zukunft zu führen. Das hat man leider auch an Köllner ein Stück weit gesehen. Wenn einer – bei allem Trainertalent und guten Ideen – sich selbst erst noch die Hörner abstoßen muss, sei es im Umgang mit Medien, Spielern, öffentlichem Druck, kann er nicht noch gleich die Weichen für die Zukunft stellen und die Alltags-Probleme eines Vereins souverän managen. Gerade bei einem so emotionalen Traditionsverein. Tedesco wird ein Lied von singen können. Wenn man in Krisenzeiten selbst sich des Vorwurfs zur Wehr setzen muss, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein, ist man quasi schon verloren.

        Insoweit sind Trainer-Typen wie bspw. Hecking einfach eine andere Hausnummer, auch wenn ich das nicht als Nominierung verstanden wissen will, dazu war mir Heckings sportlicher Pragmatismus beim FCN einfach zu schwere Kost.

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        • P.S. Ich wünsche mir durchaus, dass Schommers noch beim Club bleibt und etwas reifen kann. Aber an der Front wäre mir ein Beierlorzer lieber.

          Auch spannend fände ich: David Wagner

          Nachdenkenswert: Herrlich, Stöger

          Im weiteren Blickfeld der verfügbaren Trainer: Hollerbach, Breitenreiter

          geht gar nicht: Tedesco (zu kompliziert), Baum (zu sanft), Korkut (zu Korkut)

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          • Name dropping….

            Wie wäre es mit Sex mit dem Ex?

            Hecking (würde ich sofort nehmen, ist zwar nicht schön aber nachhaltig erfolgreich)

            Weiler (sieht uns vielleicht wieder nur als Sprungbrett)

            Oenning (Herr Eigler spielt nicht mehr mit – interessant)

            Verbeek (nähme ich wieder, ich bin immer noch neugierig, wie es damals in der 2. Liga mit ihm weitergegangen wäre)

            …and now for something completely different:

            Lieberknecht (guter Taktiker und Motivator)

            Sinnvoll wäre darauf eine differenzierte Einzelkritik und nicht einfach ein dröges „LIke/Dislike“

            🙂

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        • Vor allem hat sich die Mannschaft halt maximal defensiv verbessert, aber ob das die Kernkompetenz im nächsten, wahrscheinlich Zweitliga, Jahr sein wird? Ich traue mir keine Antwort zu.

          Das Problem ist halt, aktuell stellen sich alle neu auf, nur bei uns geht die Probezeit weiter. Wenn der neue Trainer erst zur Vorbereitung der neuen Saison kommt, dann ist er in die Kaderplanung nicht eingebunden, das macht die Situation auch nicht leichter.

          Aber klar ist auch, wenn Schommers den Klassenerhalt gegen alle Vorzeichen schaffen sollte, dann braucht man schon ein extrem gutes Argument ihn vor die Tür zu setzen. Bzw. wenn man jetzt einen neuen Trainer für die neue Saison präsentiert, dann schenkt man die letzte Klassenerhaltschance psychologisch weg.

          Alles nicht so einfach.

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          • „Vor allem hat sich die Mannschaft halt maximal defensiv verbessert“

            da bin ich mir nach Stuttgart nicht mehr so sicher. Das ist ein Prozess, der bei defensiver Stabilität beginnt und zu mehr Mut und Struktur im Offensivspiel führen kann. Auch weil jetzt anders trainiert wird und neue Varianten einstudiert werden, die erst greifen müssen.

            Ich erinnere mich an Hecking, der durch die Stabilisierung unserer Defensive unser Offensivspiel verbessert hatte, weil einfach insgesamt eine bessere Basis und Struktur im Spiel war. Damals hieß es auch „warum holt er Defensivspieler, wenn der Angriff klemmt?“

            Ich bin wirklich gespannt auf die nächsten Spiele, ob da jetzt wirklich was passiert, oder ob wir einfach nur weniger deutlich verlieren, aber weiterhin im Grunde chancenlos sind.

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            • Ich erinnere mich an Hecking, der durch die Stabilisierung unserer Defensive unser Offensivspiel verbessert hatte, weil einfach insgesamt eine bessere Basis und Struktur im Spiel war.

              Unter Hecking war unser bester Stürmer Per Nilsson – und Torschützenkönig.

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              • Zitat Alexander:

                „Unter Hecking war unser bester Stürmer Per Nilsson – und Torschützenkönig.“

                Ist doch egal, wer die Tore schießt. Besonders, wenn man den Klassenerhalt in der Bundesliga schafft, was mit Hecking zweimal mehr oder minder souverän gelang. Und zum Zeitpunkt seines Abgangs bestand auch keine akute Abstiegsgefahr. Abgestiegen ist man dann mit einer Mannschaft, die gar nicht schlecht besetzt war, aber an der Philosophie des „attraktiven Offensivfußballs“ scheiterte, die irrwitzigerweise vom damaligen Sportvorstand zum Dogma erklärt wurde – eine fatal-verblendete (aber wohlphilosophisch inspirierte) Fehlkalkulation, die den Verein qua Abstieg in seiner witschaftlichen (und damit sportlichen) Entwicklung weit zurückwarf.

                Dem 1. FC Nürnberg ist für die Zukunft heckingscher Pragmatismus dringend anzuraten!

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                • Genau das ist die „Glaubensfrage“: Will man wirklich – und wir sprechen nun nicht von einmal einer Halbserie – auf Jahre hinaus einen vollkommen unattraktiven Fußball sehen, nur beglückt dadurch, dass man irgendwie, mal mit einem Konter, mal einer Standard, genug Tore macht, um die Klasse zu halten. Und sobald mal einer dabei ist, der halbwegs kicken kann, man ihn zum Stopfen der Löcher verkauft?

                  Eine ehrliche Frage, die nicht rhetorisch zu verstehen ist. Ich sehe durchaus, dass es hier verschiedene Sichtweisen gibt. Ich war damals unter Hecking soweit, dass ich genug hatte vom gesicherten Mittelfeld und keine Freude daran hatte auf die nächsten Jahre zu blicken, die keinerlei Veränderungen mehr versprach – maximal Stillstand.

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                • @Alexander, ich bin mir nicht sicher ob das eine Glaubensfrage ist-die Frage wird doch allgemein eher situativ beantwortet, wenn es die vermeindlich letzte Rettung ist, zählt doch meist nur das Ergebnis.genauso wie das Ergebnis an Bedeutung gewinnt, je länger das Spiel her ist- so ab Dienstag interessiert es doch die Meisten nicht mehr, wie grausam das spiel an zu sehen war, wenn auf dem Punktekonto etwas dazu gekommen ist, oder wenigstens der Abstand nach hinten(1.Liga betrachtung) nicht kleiner geworden ist bzw. der Abstand nach vorne noch einholbar geblieben ist, oder man selber vorne geblieben ist (2.Liga Betrachtung)
                  Natürlich freuen sich alle, wenn man sich an eine bestimmte Anzahl an Situationen freudig erinnert, aber in letzter Konsequenz nimmt man doch das Ergebnis als Messlatte ob es okay läuft oder nicht.Bei erfolgt können die gleichen Fehler passieren, wenn sie ohne Konsequenz bleiben, werden sie gerne übersehen.Das macht es ja auch so schwierig eine Saison wie diese wohlwollend zu begleiten oder niemand böse Absichten zu unterstellen.Um es kurz zu machen, wenn der gewählte Spielstil nichts einbringt, dann ist die Diskussion über die Spielanlage eine Luxusdiskussion.Es ist quasi eine Nerddiskussion, bei Mitkonkurenten wird als Vergleich ja auch meist nur das Ergebnis gesehen, nicht die Umstände unter denen die Ergebnisse erzielt wurden.Offensiv, ansehnlich würde allerdings wahrscheinlich Jeder nehmen, wenn es denn erfolgreich wäre.

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                • Genau das ist die „Glaubensfrage“: Will man wirklich – und wir sprechen nun nicht von einmal einer Halbserie – auf Jahre hinaus einen vollkommen unattraktiven Fußball sehen, nur beglückt dadurch, dass man irgendwie, mal mit einem Konter, mal einer Standard, genug Tore macht, um die Klasse zu halten. Und sobald mal einer dabei ist, der halbwegs kicken kann, man ihn zum Stopfen der Löcher verkauft?

                  Diese Glaubensfrage hat man doch mit der Entlassung Köllners und Einsetzen von Schommers gerade erst beantwortet, oder nicht?

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              • Nun die Alternative zum Hecking‘schen Stillstand war dann Rückschritt, Abstieg, Chaos und fast die Insolvenz.

                Ich war auch nicht begeistert vom Hecking‘schen Fußball, hatte mir auch mal eine Entwicklung der sportlichen Leistung zu mehr Spielfreude, Offensive, das Spiel machen gewünscht. Und auf Sicht ist es eben auch nicht so, dass es genügt, allein in Liga 1 zu bliben, egal wie. Selbst bei Mainz gab es zu Beginn der Saison Fanproteste wegen der wenig spektakulären Spielweise. Einfach nur drin bleiben ist irgendwann keine Perspektive mehr. Fußball ist eben auch Entertainment, nicht nur Sport.

                Aber wenn man einen neuen Weg gehen will, dann muss man halt erst die Voraussetzungen ändern, sprich die finanziellen Voraussetzungen. Der Club schafft es leider nie in den wenigen sportlich erfogreichen Momenten wirtschaftliche Verbesserungen umzusetzen. Wenn man dazu aber nicht in der Lage ist, dann wird sich mittelfristig nie etwas zum Bessren ändern.

                Dieser Verein hat leider keine Idee wo er hin will, der Aufsichtsrat nicht, der Vorstand nicht, aber auch die Mitglieder und Fans nicht, deshalb entzünden sich dann an der Gegenwart immer wieder existenzielle Konflikte. Kann der eine den Weg des anderen nicht verstehen und dann entstehen Gräben, die enorm viel Energie bverschlingen, die dann wieder fehlt um etwas aufzubauen.

                Kann man dann ja auch hier immer wieder sehr schön nachlesen. Wenn in jeder Krise das Ziel diskutiert wird, dann eiert man halt planlos herum, manchmal ist ein schlechtes Ziel besser als gar kein Ziel.

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                • Dunkel erinnere ich mich an die Diskussionen. Ich selbst war ganz zufrieden mit dem Status „graue Maus“, aber mit Heckings plötzlichem Abgang war das ja hinfällig.

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                • Man merkt immer erst, was einem fehlt, wenn man es nicht mehr hat… 😉

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                • Soweit ich weiss, wurde nie das Ziel diskutiert oder in Frage gestellt nur der Weg weil jeder muss auf dem Weg dahin ersetzbar sein. Von außen läßt sich halt immer leicht schlau reden.

                  Bornemanns formulierter Plan war doch im 1. Jahr drin bleiben und dann finanziell aufholen. Zwischenziel leider nicht erreicht, da half auch der Kasachenbomber in der Winterpause nichts mehr der bei verbleibenden 6 Spielen so weit war daß er 2 Pässe bislang in der Rückrunde spielen konnte aber nun wieder verletzt ist.

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                • Es ist ja eh fast egal, ich glaube zwar auch dass das Ziel eher geheissen hat finanzielle Konsolidierung und hoffen das es trotzdem reicht drin zu bleiben, weil dann das Ziel finanzielle konsolidierung effektiver verfolgt werden kann.
                  Egal ist es deshalb, weil es auch im nächsten Jahr heissen wird hoffentlich klassenerhalt/oder Austieg und dann wieder und wieder und wieder.Wenn man sich dann anschaut, wer im Falle unseres Verbleibens, absteigt und wer aufsteigt.Da haben wir doch sogar gegenüber den potentiellen Aufsteigern HSV und Köln finanzielle Defizite.Und falls Stuttgart oder Schalke und Hannover an unserer Stelle absteigt, haben die, wenn sie dann wieder aufsteigen immer noch einen finanziellen Vorsprung.
                  Der Abstand ist so groß das wir, wenn alles so bleibt wie es ist-kein Stadion, keine nahmhaften Erträge aus Sponsoring, keine nennenswerte Erträge aus Transfers, keinen Anteilseigner/Investor, dann braucht man sich nicht zu wundern.
                  Das sind vor einem Spielsystem die akuten Fragen an die Führungsriege

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                • Es ist ja eh fast egal, ich glaube zwar auch das das Ziel eher geheissen hat finanzielle Konsolidierung und hoffen das es trotzdem reicht drin zu bleiben

                  Da beißt sich die Katze doch in den Schwanz, wirklich finanziell konsolidieren können wir nur in der 1. Liga. Das geht nur wenn man mal einen Spieler für 1.5 Mio einkauft der sich super entwickelt und für 25 Mio wieder weiter. Sowas gibt es nur in der 1. Liga wo sich Spieler ins Rampenlicht spielen können.

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                • Auch wenn man es hundertmal wiederholt, es wird nicht richtig und es wird die Meeske Aussage damit eben auch falsch wiedergegeben. Man kann sich auch in Liga 1 nur dann konsolidieren, wenn man weniger ausgibt als man einnimmt. Der HSV hat sich in Liga 1 sicher nicht konsolidiert, wir vor 5 Jahren auch nicht.

                  Ein anderes Problem ist die Frage ob es möglich ist, aus Liga 2 kommend ohne finanzielle Verrücktheiten anstellend eine konkurrenzfähige Truppe für Liga 1 hinzustellen. Sprich die Frage ist der Abstand zwischen Liga 2 und Liga 1 schon so groß, dass man keine Chance hat nach dem Aufstieg in der Liga zu bleiben.

                  Hier wird die Antwort schon schwieriger, man könnte sagen, Düsseldorf hat gezeigt, dass es geht. Schauen wir mal wie Saison 2 läuft? Augsburg hat es auch gezeigt, davor Freiburg und Mainz, aber das ist halt schon länger her.

                  Aber es gibt ausreichend Beispiele von Vereinen, die in Liga 2 solide arbeiten und nicht überschuldet sind, trotzdem in Liga 2 durchaus sportlich erfolgreich sind, siehe Union, Heidenheim, Fürth und noch ein paar mehr.

                  Es gibt aber einige Vereine, die in Liga 1 nahe an die Insolvenz geraten sind, natürlich eskaliert das ganze dann meist, wenn man zusätzlich noch absteigt. Wenn einem in der Überschuldung auch noch die Einnahmen wegbrechen, dann eskaliert die finanzielle Misere, aber die Basis wurde doch immer schon vorher durch Misswirtschaft gelegt.

                  Insofern war der Weg dieses Jahr absolut richtig, wir hatten halt Pech mit der einen oder anderen Personalie und kein Matchglück im einen oder anderen Spiel. Natürlich hat der Trainer, hat die Mannschaft auch das eine oder andere falsch gemacht. Vielleicht hätte Köllner wirklich erst mal mehr wert auf die Defensive legen müssen? Ich denke auch, dass Mathenia von Anfang an die Nummer 1 hätte sein sollen, da war Köllner vielleicht ein wenig zu fußballromatisch und wollte den Aufstiegshelden in dem Fall Bredlow eine Chance geben.

                  Wenn man dann aus einer solchen Saison die richtigen Lehren zeiht, wenn man planvoll handelt, dazu gehört sicher auch, adss man zum richtigen Zeitpunkt verkauft und in einen neuen Spieler investiert. Nach Möglichkeit sollte die Transferbilanz bei uns positiv sein, mit dem Geld kann man dann wieder in bleibende Werte, Stadion, Trainingsgelände etc. investieren.

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    • Wenn Schommi tatsächlich das Wunder gelingt, uns doch noch drinzuhalten, bleibt er auf jeden Fall. Alles andere wäre ja dämlich. Wenn nicht – wovon auszugehen ist – hängt es sicher auch von der Art und Weise der letzten Spiele und von der Meinung des Mannschaftsrates ab.

      Ich höre aber schon durch, dass Schommi in der Mannschaft großen Rückhalt hat. So hat sich auch Erras im jüngsten Interview zu seinen Wechselgerüchten dahingehend geäußert, dass er angefressen war, unter Köllner nicht gespielt zu haben, obwohl er im Training immer alles gegeben habe. Vielleicht ist Petrak im Gegenzug nicht mehr allzu begeistert 😉

      Auch Leibold, der ja nicht unter Bankdrücken leiden musste, lobt Schommers im heutigen NN-Artikel: „Wahrscheinlich hätte man nach dem letzten Vorrundenspiel gegen Freiburg sagen müssen: So sieht es aus und wir müssen jetzt an allen Stellschrauben drehen. Vielleicht wurde da einen Tick zu spät reagiert, vor allem, wenn man sieht, wie es jetzt läuft.“

      Ich denke, wenn noch der ein- oder andere Sieg gelingt und man sich nicht sang- und klanglos aus der Liga verabschiedet, wird das Modell Schommers auch trotz eines Abstiegs fortgesetzt. Zwar entlarvt das den Kahlschlag dann definitiv als Aktionismus, aber irgendwann ist auch mal der Punkt, an dem man als Kritiker nach vorne schauen und dem Neuanfang eine Chance geben muss. Ändern kann man es eh nicht mehr….

      Ob er unter einem neuen Chef Cotrainer bleibt, hängt sicherlich auch davon ab, ob der Neue seinen vertrauten Trainerstab mitbringen will.

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      • „Vielleicht wurde da einen Tick zu spät reagiert, vor allem, wenn man sieht, wie es jetzt läuft.“

        Neulich las man „Stuttgart verliert jetzt schöner“, im Grunde kann man das ja auch bei uns sagen: Wir sehen in der Erfolglosigkeit jetzt Erfolg versprechender aus. Nur haben wir eben bis auf 2 Remis und 1 Sieg gegen Augsburg im Heimspiel auch nichts Zählbares mitgenommen.

        Punkteschnitt Schommers: 0,67 vs. Köllner 0,57 in der Liga ist da kein großer Sprung.

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        • Nur das es sich beim Punkteschnitt von Köllner um eine abgeschlossene Betrachtung handelt-hochgerechnet auf 34 Spieltage wären das 19 Punkte…bei Schomers derzeitigen Schnitt, wären es, wäre er seit Rückrundenbeginn 24 und über die gesamte Saison auch.Nur das der Schomers Punkteschnitt noch in beide Richtungen ausschlagen kann-
          Insgesamt könnte man bei beiden Trainern zum Schluss kommen-eventuell war die Mannschaft auch zu schlecht für mehr Punkte-bisher sieht es leider stark danach aus, egal ob 0,57 oder 0,67-müsste es nicht 0,71 sein?
          Da bringen Interviews von Spielern über den feel good Faktor auch recht wenig.

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        • Stimmt schon und ist genau der Punkt. Wir stehen gerade an der Kante zu….

          …einer echten Entwicklung, die sich auch punktemäßig ausdrückt, oder

          …einem Austrudeln mit Versanden des guten Gefühls. Der tapfere kleine Verein, der sich redlich wehrte, aber vollkommen chancenlos war. Der sich mit Mut als „gallisches Dorf“ versucht hatte, aber an dem Mangel an Qualität gescheitert ist, trotz Rückkehr zu den Mechanismen der Branche und Ziehen (aller? nicht aller, sondern halbgarer!) Register.

          Klappt es, ist es gut, wenn nicht, wirkt es wie eine verpasste Gelegenheit, anders zu sein.

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        • Mit unserem Zweitligakader wird man keine Quantensprünge in der 1. Liga erleben, hätten wir mal cleverer eingekauft ähnlich wie Düsseldorf mit recht geringen Mitteln. Ich finde AB Transferbilanz nach wie vor unterdurchschnittlich. Nehmen wir nur mal diese Bundesliga Saison, 1 Transfer zahlte sich bislang bei den Feldspielern aus die Leihe von Pereira. Misidian hat zb doppelt so viel gekostet wie Raman (1.5 Mio) hat aber 9 Tore 3 Scorer Punkte hingegen Misidian 1 Tor 2 Scorer Punkte (3 Mio) . Ist ja egal ob die Wiesen bei anderen grüner ist sie habens besser gemacht.
          Was Schommi bislang daraus macht ist allen Respekt wert. Wenn man die Blitzrot Spiele und internationalen Gegner einmal außen vor läßt gegen die beiden! Gegner auf Augenhöhe immerhin 4 Punkte geholt.

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          • Raman war schon letzte Saison da-ausgeliehen seit 2017…Du kannst Misidjan eher mit Duksch vergleichen, da bist du bei ähnlichen Werten.Lukebakio ist konkurenzlos effektiv-als Leihe für 300000€.Ansonsten verzeichnet Transfermarkt.de 21 Neuzugänge bei F95 für diese Saison- da wird die Streuung etwas breiter…Lukebakio und Stöger sind die großen Fische, die Düsseldorf erfolgreich aus dem Teich gezogen hat-einer davon ist nach der Saison auch wieder weg.-so wie Perreira bei uns.
            Was bringt die Betrachtung, wieviele Punkte man gegen Gegner auf Augenhöhe geholt hat?
            In der Hinrunde waren es 6 Punkte-gegen F95 und Hannover 96

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  • Schommer wird es nicht anders gehen wie allen Trainern überall, das ist im Gehalt als Schmerzensgeld enthalten, er muss in den verbleibenden 6 Spielen noch etwas liefern und wenn man auf die Gegner schaut, wird das alles andere als einfach.

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  • Und egal welcher Trainer es wird oder bleibt, Spiele wie gegen den FC Bayern München (90 Minuten noch nichtmal irgend etwas versucht) oder beim HSV ohne einen Torschuß dürfen bei einer Profi Mannschaft überhaupt nie vorkommen.

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    • Stimmt das Spiel des BvB gegen die Bayern war schlimm, aber was hat das mit CU zu tun, wir sind doch kein Borussen-Blog?

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  • Keep calm – it’s Master Week! den Augusta Podcast von meinSportPodcast.de habe ich auch in meiner Golfgruppe gepostet (2k Member) ..

    Morgen dann Schalke schlagen von wegen Burgstaller täte es leid, uns wird es leid tun 🙂

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