Analyse: Wilde Phasen spielbestimmend

Analyse zu 1. FC Nürnberg – FC Schalke 04 1:1 (0:0) – Der Club geht verdient spät in Führung, kann diese aber nicht halten.

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse

Abb.1: Ungefähre Startformation des FCN

Boris Schommers vertraute der identischen Startelf wie beim 1:1 in Stuttgart, nahm lediglich eine Änderung im Spieltagskader vor: Für den gelbgesperrten Misidjan saß Palacios, der nach seinem Mittelhandbruch noch mit Handschiene zu sehen war, auf der Bank. Es fehlten also Knöll, Ilicevic, Goden, Salli, Klandt, die am Tag darauf in der U21 eingesetzten Jäger und Rhein sowie die Langzeitverletzten Valentini, Zrelak und Lippert.

Auch hinsichtlich der Grundformation beließ Schommers es – wie immer – gegen den Ball beim 4-1-4-1. Vor der Viererkette mit Bauer, Mühl, Ewerton und Leibold agierte Erras als Sechser, immer wieder in der Rückwärtsbewegung unterstützt von Behrens und Löwen, die aus dem zentralen ins defensive Mittelfeld zurückrutschen. Auf Außen begannen Pereira (rechts) und Kerk (links), im Sturmzentrum agierte Mikael Ishak. Bei eigenem Ballbesitz ließ sich Löwen in die Aufbaureihe fallen, Behrens rückte dann weiter nach vorne.

Schalke im 3-5-2

Auf der Gegenseite ließ Huub Stevens seine Elf im 3-5-2 beginnen. In der Rückwärtsbewegung wurde die Dreierkette Stambouli-Sané-Nastasic von den Flügelverteidigern Caligiuri und Oczipka unterstützt, die in der Vorwärtsbewegung neben dem Dreiermittelfeld Boujellab-Mascarell-Harit agierten. In der Spitze spielte Burgstaller neben Skrybski.

Als taktische Variante, um die Flügelverteidiger der Schalker zu binden, rückte immer wieder der ballnahe Außenverteidiger des FCN in die Angriffsreihe auf Höhe des Flügelverteidigers. Gleichzeitig rutschte der äußere Mittelfeldspieler des Clubs weiter nach hinten, einerseits um abzusichern, andererseits, um aus der Tiefe mehr Raum zu haben. Auf der rechten Seite mit Bauer und Pereira klappte diese Variante wesentlich besser als auf der linken Seite, wo Leibold und Kerk meist in ihren Positionen verharrten.

Der Club kam gut ins Spiel, erarbeitete sich in den ersten zwölf Minuten bereits fünf Ecken. Nach einer davon kam Behrens zu einem ordentlichen Abschluss (10.), bei der anschließenden Ecke zeichnete sich dann erstmals Schalkes Schlussmann Nübel aus. Der Ball sprang von Stambouli in Richtung Tor, doch der Keeper der Gäste rette mit einem Reflex (11.). Danach verflachte das Spiel zusehends. Zwischen der Aktion und Eduard Löwens Freistoß, der von der Strafraumgrenze knapp am Tor vorbeiflog (35.), gaben beide Mannschaft fast 25 Minuten keinen einzigen Torschuss ab. Auch der Ballbesitz hielt sich in dieser Phase die Waage, auffällig waren lediglich die unnötigen Ballverluste im Aufbau. Bei diesen tat sich Schalke noch etwas mehr hervor als der Club.

Wilde Schlussphase in Halbzeit Eins

Fahrt nahm die Partie erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit wieder auf. Caligiuiri spielte mit der Brust zurück zu Nübel, doch Behrens spritze in das Zuspiel, kam vor Nübel an den Ball und legte die Kugel ins Tor. Doch Schiedsrichter Kampka erkannte auf „gefährliches Spiel“ – und da er dies getan hatte, bevor der Ball im Tor war, gab es keine Möglichkeit die Szene per Video überprüfen zu lassen. Wäre dies möglich gewesen, die Entscheidung des Referees wäre zurückgenommen worden. Stattdessen stand es weiter 0:0. (43.)

Abb.2: Ungefähre Formation des FCN im Aufbau, bei Ballbesitz Löwen

Schalke spielte in Richtung Club-Tor, kam zu einer Ecke. Vor dessen Ausführung war Hanno Behrens immer noch außer sich und ging mehrmals zum Schiedsrichter, um seine Empörung ob der Entscheidung auszudrücken. Die Ecke setzte Burgstaller am langen Pfosten vorbei. (45.) Der Club griff noch einmal an, Behrens spielte einen sauberen Pass auf Pereira in den Strafraum, der wollte Nübel umkurven, doch der Schalker Keeper holte den Brasilianer von den Beinen. Kampka pfiff zurecht, es gab Elfmeter. Doch den schoss der immer noch aufgebrachte Behrens zu schwach, so dass Nübel keine Probleme hatte, den Schuss zu parieren (45.+2).

Wechsel in und nach der Pause

In der Pause wechselte Schalkes Trainer Stevens im Sturm. Brachte 26,5-Millionen-Euro-Mann Breel Embolo statt Skrybski, der völlig wirkungslos geblieben war. Am 3-5-2 veränderte der Holländer auf der Bank der Gelsenkirchener aber nichts. Fünf Minuten später tauschte auch Boris Schommers, allerdings notgedrungen. Tim Leibold zeigte eine allergische Reaktion am Auge, für ihn kam Kubo. Der Japaner rückte ins linke Mittelfeld, Kerk auf Leibolds Linksverteidigerposition.

Die Viertelstunde nach dem Seitenwechsel gehörte tatsächlich eher den Gästen, die nach einem von Behrens‘ Allerwertesten abgefälschten Schuss von Harit zu einer ersten Halbchance kamen (51.). Die darauffolgende Ecke setze Boujellab über den Kasten (52.). Wirklich gefährlich wurden die Schalker aber – obwohl sie eine Viertelstunde lang ordentlich im Spiel waren – nicht. Nach einer Stunde übernahm der Club dann wieder das Kommando.

Abb 3.: Ungefähre Formation von S04 beim Abpfiff

Zunächst blieb ein Konter noch auf Grund eines zu steil geratenen Passes von Pereira auf Kubo im Ansatz stecken (62.). Zwei Minuten später spielte der Club seinen Konter dann besser aus. Pereira bediente Ishak, der an Nübel scheiterte. Der Ball prallte jedoch in die Mitte, wo Behrens ihn zurück auf Kerk legte, doch der brachte ihn nicht platziert genug aufs Tor, so dass Nübel noch an den Ball kam und Mascarell den Ball von der Linie kratzen konnte (64.). Stevens tauschte kurz darauf erneut positionsgetreu, für Harit kam 19-Millionen-Einkauf Bentaleb aufs Feld.

Noch eine wilde Schlussphase

Der Club aber blieb am Drücker. Ein Missverständnis zwischen Pereira und Kubo verhinderte eine gute Gelegenheit (71.), ehe der Brasilianer mit einem Schlenzer aus 23 Metern Nübel erneut testete. Der deutsche U21-Nationaltorwart konnte den Ball nur mit voller Streckung zur Ecke lenken. (76.) Zwischen den beiden Gelegenheiten hatte Embolo recht freistehend das Leder im Nürnberger Strafraum erhalten, aber volley neben das Tor gesetzt (75.). Immer wieder lief der FCN an, machte in dieser Phase in der Vorwärtsbewegung auch wenig falsch, und suchte immer wieder den Abschluss. Nach 81 Minuten wechselte Stevens ein drittes Mal positionsgetreu: Für Boujellab kam Sebastian Rudy, der im August für 16 Millionen Euro von Bayern München zu Schalke gewechselt war.

In der 82. Minute wurden die Mühen dann belohnt, eine weiche Flanke von Pereira von der rechten Außenbahn an den langen Pfosten fand Kubo. Der Japaner stand völlig frei und konnte den Ball an den Innenpfosten köpfen, von wo aus der Ball den Weg ins Tor fand. Doch die Führung währte nicht lange, nach einer Ecke der Gelsenkirchener, die Mathenia mit der Faust unzureichend in die Mitte klärte, auch weil Erras ihn beim Herauslaufen deutlich behinderte. An der Strafraumkante schoss Mascarell den Ball sofort zurück ins Getümmel. Nastastic, der an der Fünfmeterlinie stand, fälschte den Schuss, der am Tor vorbeigegangen wäre, ins Tor ab (85.).

Es sollte der einzige Schuss der Gäste bleiben, der am ganzen Abend auf das Tor von Christian Mathenia kam. Beide Teams hatten nach dem 1:1 jeweils noch eine Chance. Pereira setzte einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in die Mauer (87.), Oczipka jagte aus bester Position von der Grundlinie angespielt den Ball weit übers Tor (90.+5).

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Der Club war um Passstruktur bemüht. Nur 8,5 % der Pässe gingen über mehr als 25 Meter, das ist der niedrigste Wert in der gesamten Saison. In jeder Phase des Spiels lag der Wert unter dem durchschnittlichen Wert der gesamten Saison, der bisher bei 14,52 % lag. Ebenso stellen die Werte von 3,7 Pässen pro Ballbesitzphase und 16,2 Pässen pro Minute Höchstwerte für den FCN unter Boris Schommers dar.

Auffällig auch, dass der FCN Zeit benötigte um seine Passsicherheit zu finden. Vor der Pause kamen lediglich 62 % der Bälle ins letzte Drittel und 69,7 % der Vorwärtspässe sowie 35 % der langen Pässe an. Nach der Pause waren es dann 86 % der Pässe ins letzte Drittel, 83,5 % der Vorwärtspässe und 56,3 % der langen Bälle. Die Werte sind sogar noch minimal besser, wenn man die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit, die Schalke eher dominierte, herausrechnet.

Der Eindruck des zielstrebigen Fußballs verdichtet sich auch beim Blick auf die Angriffe: Sechs Konterangriffe sind der dritthöchste Wert der Saison nach der Vorwoche gegen Stuttgart (7) und dem Heimspiel gegen Wolfsburg (10). Vier Abschlüsse nach Konterangriffen stellen zusammen mit dem Spiel in Stuttgart sogar Saisonbestwert dar. Es hat sich offensiv also auch messbar in den letzten Wochen etwas verändert, allerdings hat dies punktemäßig zu wenig Wirkung gehabt.

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Mit Yuya Kubo traf zum achten Mal in dieser Saison ein Einwechselspieler beim FCN. Die 33 % Anteil, die Joker damit an den Toren des FCN haben, sind Höchstwert in der Bundesliga.
  • Zum ersten Mal seit dem 17. Spieltag gegen Freiburg spielte der FCN mehr Pässe als der Gegner.
  • 16 Schüsse gab der FCN aufs Tor der Schalker ab. Nach den 20 Schüssen aus der Vorwoche und den 19 in Heimspiel gegen Mainz der dritthöchste Wert.
  • Understat notiert einen Wert von 2,36 expected Goals. Damit verdrängt der Wert den aus der Vorwoche (2,32) von Rang Zwei. Höchstwert bleibt das Heimspiel gegen Düsseldorf (2,42).
  • Auch bei Wyscout schafft der Club den zweithöchsten xG-Wert mit 2,15. Beim italienischen Anbieter stammt der höchste Wert des FCN aber auch aus einem Spiel gegen Schalke: Im Hinspiel notierte Wyscout 3,07 xG.
  • 31 klärende Aktionen hatte der FCN. Das ist der vierthöchste Wert der Saison. Von den drei Spielen mit mehr Klärungen fand nur eins (Hoffenheim (H), 32) unter Michael Köllner statt.
  • 74 % der Pässe ins letzte Drittel kamen an. Das liegt deutlich über dem Saisonschnitt von 62%. Nur in Bremen (78 %) und gegen Hannover (75%) zu Beginn der Hinrunde war der Wert besser als gegen Schalke.
  • Mit dem Punkt hat der FCN nun zur schlechtesten Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (Freiburg 2004/05, 18 Punkte) aufgeschlossen. Drei fehlen noch Gladbach (1998/99) und Fürth (2012/13), die auf je 21 Punkten kamen.
  • Drei Spiele in Folge ist der FCN jetzt ohne Niederlage. Das gab’s in dieser Saison erst einmal: Zwischen dem zweiten und vierten Spieltag. Diese Serie wurde durch das 0:7 in Dortmund beendet.
  • Matheus Pereira wurde am Freitag sechsmal gefoult. Auf Einsatzminuten gerechnet ist der Brasilianer der am zweithäufigsten gefoulte Spieler der Liga: 3,22 Fouls pro 90 Minuten. Nur Schalkes Amin Harit hat mit 3,82 einen höheren Wert. Der Schalker wurde am Freitag dreimal regelwidrig gestoppt.

3. Fazit

Die Einordnung des Spiels ist zweigeteilt. Rein spielerisch kann man dem FCN wenig Vorwürfe machen. Er war über 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft, war in Sachen Spielaufbau auch strukturierter und zielstrebiger als die Schalker. Allerdings waren die Schalker zu keiner Zeit auf der Höhe und boten dem Club genug Möglichkeiten das Spiel für sich zu entscheiden.

Und genau darin liegt die Kehrseite des Spiels. Der FCN hätte auf Grund von Tabellensituation und Gegnerqualität das Spiel gewinnen müssen. Ein Punkt gegen einen Champions League Achtelfinalisten ist nicht mehr als ein Achtungserfolg auf dem Papier, auf dem Rasen ist der Punkt zu wenig, selbst wenn er bedeutet, dass Stuttgart nun innerhalb eines Spieltags überholt werden könnte.

4. Zahlen zum Spiel*

Nürnberg Schalke
1 Tore 1
16 (6) Schüsse (aufs Tor) 13 (1)
49,5 Zweikämpfe (in %) 50,5
50,85 Ballbesitz (in %) 49,15
12 Fouls 14
11 Ecken 9
117,7 Laufstrecke (in km) 115,8
Pass-Statistiken
395 (82,5%) Pässe (erfolgreich) 388 (80,9%)
8,4% (45,5%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 13,4% (61,5%)
35,2% (77,0%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 34,5% (73,9%)
35,7% (87,2%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 37,8% (83,7%)
15,2% (88,3%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 15,7% (90,2%)
17,0% (74,7%) Anteil progressive Pässe (erfolgreich) 20,9% (79,0%)
10,6% (74,4%) Anteil Pässe ins letzte Drittel (erfolgreich) 16,5% (71,9%)
Nerd-Statistiken
2,15/2,3/2,36 Expected Goals 1,87/1,0/0,85
2,44 Expected Points 0,40
17,14/10,88 PPDA 10,10/9,69

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote und der Laufstrecke von Bundesliga.de stammen von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt nicht 100%, da ein Teil der Pässe doppelt (z.B. lang und seitwärts) kategorisiert wird und andere Kategorien der Erfassung hier z.T. nicht aufgeführt werden. Mit progressiven Pässen werden Pässe bezeichnet, die mindestens 10 Meter Raumgewinn zur Folge haben oder aber im Strafraum an den Mann kommen. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – wird in der Reihenhfolge Wyscout/Understat angegeben.

5. Stimmen zum Spiel

Boris Schommers: „Ich bin enttäuscht, dass wir nur einen Punkt haben, ansonsten gibt es keinen Grund, enttäuscht zu sein. Das war das beste Spiel unter meiner Leitung. Wir waren von der ersten Minute an gut da, haben den Matchplan gut umgesetzt und hatten mehrere Chancen. Dass uns dann ein Tor weggepfiffen wird, dafür habe ich kein Verständnis. So eine Fehlentscheidung darf auf diesem Niveau nicht passieren. Wir haben diesen Rückschlag aber weggesteckt und wenig später auch den verschossenen Elfmeter. Nach der Pause hatten wir eine kurze Phase, in der wir nicht so gut im Spiel waren, hatten die Partie dann aber nach einer Stunde wieder im Griff und viele Chancen. Wir gehen deshalb verdient in Führung, kassieren aber noch den Ausgleich. Das hat die Mannschaft nicht verdient. Heute hätten nur wir gewinnen dürfen. Ich bin aber sehr stolz auf die Mannschaft.“

Huub Stevens: „Wie wir heute gespielt haben, war nicht gut. Deshalb ist es auch verständlich, dass die Fans enttäuscht sind. In den letzten Spielen haben die Fans gejubelt, weil sie gesehen haben, dass wir alles gegeben haben. Aber diese Leistung von uns war enttäuschend. Der Gegner war aggressiver und besser. Dann kommst du nicht ins Spiel. Und dann kommen Zweifel auf. Zweifel sind ein schlechter Ratgeber. Man darf nicht zweifeln.“

Hanno Behrens: „Wir waren die klar bessere Mannschaft. Wir haben das ganze Spiel viel mehr Torchancen. Aus meiner Sicht wird uns ein reguläres Tor weggepfiffen. Ich berühre den Torwart nicht, das Bein ist nicht gestreckt. Das ist ein klares Tor, ich konnte es in dem Moment gar nicht glauben. Dann verschieße ich auch noch den Elfmeter. Es kommt einfach viel zusammen. Es sind zwei Punkte zu wenig, es hätte nur einen Sieger geben dürfen. Wir zeigen sehr gute Leistungen, da ist es auch möglich, in Leverkusen zu punkten..“

Patrick Erras: „Nach dem Spiel ist ein Punkt zu wenig. Wir haben eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, in der wir dort schon verpassen, die Führung zu erzielen. Umso bitterer, dass wir nach der späten Führung noch den Ausgleich kassieren. Das 1:0 war eine kleine Erlösung, der Ausgleich dann ein Nackenschlag. Es sind noch 15 Punkte zu vergeben, von denen wir so viele wie möglich holen wollen.“

Sebastian Kerk:„Wir haben ein geiles Spiel absolviert. Die Fans haben uns nach vorne gepeitscht, das war allererste Klasse. Es ist einfach ärgerlich, dass wir das nicht belohnen konnten. Leider haben wir das Glück nicht immer auf unserer Seite. Mit der Leistung heute und der Leistung der letzten Wochen brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken, auch nicht in Leverkusen.“

Guido Burgstaller: „Nürnberg war 70 Minuten klar die bessere Mannschaft und hätte sicherlich mehr verdient gehabt. Wir stecken unten drin, und da kommen wir nur gemeinsam heraus. Von uns muss aber einfach mehr kommen. Jetzt nehmen wir den Punkt mit, denn wir haben noch schwere Wochen vor uns. Das Pressing als gesamte Mannschaft hat heute nicht funktioniert, im Passspiel waren wir zu langsam, so kannst du keine Torchancen herausspielen. Im Großen und Ganzen war das einfach zu wenig.“

Matija Nastasic: „Ich bin glücklich, dass ich heute den Ausgleich erzielt habe. Aber natürlich sind wir insgesamt überhaupt nicht zufrieden, weil wir hier gewinnen wollten. Es war ein wichtiges Spiel, wir wollten zeigen, dass wir uns verbessert haben, aber heute war nicht unser Tag. Ich kann es im Moment noch nicht erklären. Wir müssen die Partie erst analysieren.“

Benjamin Stambouli: „Wir trainieren gut, aber das müssen wir auch in den Spielen zeigen. Das Spiel war nicht genug, wir müssen wieder besser spielen! Ich habe Alex Nübel nach dem Spiel gedankt. Er hat unglaublich gut gehalten und uns damit sehr geholfen. Manchmal bauen wir Mist, dafür müssen wir die Verantwortung übernehmen. Tief in meinem Herzen möchte ich nur, dass die Fans nach dem nächsten Spiel wieder mit uns zufrieden sind. Wir müssen jetzt in die Zukunft blicken und schauen, wie wir uns verbessern können.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 4 3,5 3 3 6,1/10
CU-Urteil: Eigentlich fast völlig beschäftigungslos. Bei der Ecke vor dem Ausgleich aber zu wenig resolut gegen den eigenen Mann beim Herauslaufen.
Robert Bauer +4 3,5 4 3 6,3/10
CU-Urteil: Im Passpiel und auch in der Vorwärtsbewegung inzwischen ordentlich, dafür aber mit zu vielen verlorenen Duellen.
Lukas Mühl 3 3 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Früh mit einem kleinen Wackler, danach in jeder Hinsicht absolut solide.
Ewerton 2 2 2 2 7,4/10
CU-Urteil: Kaum Fehlpässe, gewann fast alles in der Luft, auch am Boden schwer zu überwinden.
Tim Leibold +3 2,5 2 2 7,5/10
CU-Urteil: Dynamisch in der Vorwärtsbewegung. Defensiv ordentlich, mit kleinen Einschränkungen. Nach seiner Auswechslung wurde es auf links aber wackliger.
Matheus Pereira 2 2,5 2 2 8,8/10
CU-Urteil: Torvorlage, Großchance, immer wieder mit technischer Finesse agierend. Eine Augenweide, wenn auch manchmal einen Tick zu ansprcuhsvoll für die Mitspieler.
Eduard Löwen 3- 3,5 4 4 6,4/10
CU-Urteil: Aus der Aufbaureihe heraus mit Übersicht und immer wieder auch mit Ideen. Aber in den Duellen nicht stabil genug.
Patrick Erras 3- 3,5 3 3 7,1/10
CU-Urteil: Ohne die Behinderung des eigenen Torwarts beim 1:1 würde die Bewertung besser ausfallen. Verlor je nach Zählung zwischen kaum und nie Zweikämpfe, stabilisierte das Mittelfeld mit Übersicht.
Hanno Behrens 4 4 4 4 6,3/10
CU-Urteil: Reguläres Tor aberkannt, Elfmeter verschossen, fast den Ball ins eigene Tor mit dem Po abgefälscht. Es war ein gebrauchter Abend für den Kapitän. Dennoch laufstärkster Spieler des Spiels (12,5 km) und wie immer eifrig bemüht.
Sebastian Kerk 3- 3 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Machte seine Sache sowohl im Mittelfeld als auch in der Verteidigung ordentlich ohne besonders aufzufallen. Hätte dies ändern können, wenn er seine Großchance verwandelt hätte.
Mikael Ishak +4 4 4 4 6,6/10
CU-Urteil: Wie immer bemüht und rackernd, band immer wieder Verteidiger, scheiterte einmal an Nübel.
Yuya Kubo +3 2,5 2 2 6,8/10
CU-Urteil: Erzielte die Führung per Kopf, auch sonst sehr eifrig in Sachen Laufbereitschaft nach seiner Einwechslung. Allein die Zweikampfrobustheit fehlt völlig.

39 Gedanken zu „Analyse: Wilde Phasen spielbestimmend

  • Also Behrens würde ich allein aufgrund des wirklich kläglich verschossenen Elfers noch eine Note schlechter geben.
    Wie kann man bitte derart verzögern und dann trotzdem in die Ecke schießen, wo der Torwart schon längst hin unterwegs ist???
    Den verschossenen Elfer gegen Leipzig kreide ich ihm nicht an, da vertrete ich die Ansicht, dass man lieber unhaltbare Elfer schießt, mit dem etwas höheren Risiko, drüber oder daneben zu schießen, als zu versuchen, den Torwart zu verladen (und richtig dumm auszusehen, wenn man es nicht gebacken kriegt).
    Hätte auch am Freitag mal lieber voll draufgehalten, anstatt sich als Künstler zu versuchen…
    Den nächsten Elfer schießt hoffentlich ein anderer.

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    • Behrens ist Kapitän und als solcher sieht er sich in der Verantwortung. Blöd in dem Fall. So schlecht war der Elfer nicht, geht in 8 von 10 Fällen rein. Kerk sehe ich viel schlechter, ansonsten passen die Bewertungen. Insgesamt eine stabile Aufstellung und ein System , das den begrenzten Möglichkeiten des Teams entgegenkommt. Schommers macht das ordentlich. Hätten wir vor Weihnachten die Reißleine gezogen, wir stünden nun mindestens auf 16. Wie immer beim Club, zu zögerlich, zu spät und letztlich zu wenig…..
      Immerhin, ich schau wieder einigermaßen gerne zu. Obwohl es unfassbar ist, gegen so eine unsympathische Söldner und Grützentruppe wie Schalke 2019 nicht zu gewinnen.

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      • Nee, wenn der Torwart schon längst auf den Weg in eine Ecke ist und ich trotzdem noch da hin schieße, v.a. derart wenig scharf und nicht übermäßig gut platziert, dann geht wird der 8 von 10 Fällen gehalten, wenns reicht. Verzögern tut man doch, um sich den Torwart auszugucken und dann ins andere Ecke zu schießen.

        Wie gesagt, man kann mal nen Elfer verschießen, aber doch nicht so. Das war wirklich kläglich.

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        • Bin eher bei Axel, ich fand ihn sehr schlecht geschossen, schon der Anlauf wirkt unsicher, keinerlei verzögerung oder Musterung des Torhüters Kopf war unten. Man sah das Unheil vom Anlauf weg kommen.
          Aufgrund der Spielvorkommnisse, aberkanntes Tor usw. und daß er den letzten schon verschossen hat, hätte ich Behrens aus Trainersicht nicht schießen lassen. Aber es ist schon klar hinterher ist immer alles klarer.

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  • Ich musste beim Lesen schon schmunzeln, wie Flo die jeweilige Ablösesumme der Schalker Einwechselspieler so ganz en passant eingeflochten hat. Elegant diese eigentlich unglaubliche Diskrepanz der beiden Kader vor Augen führend, ohne dass das als Ausrede herhält, dass es an diesem Abend zwei verlorene Punkte waren.

    Die Stabilisierung der Mannschaft tut der geschundenen Clubseele gut, sie kommt nur – sollte nicht doch noch ein Wunder geschehen, wenn man das Restprogramm des VfB und des Clubs vergleicht – leider zu spät.

    Bleibt nur noch dem heute beginnenden Robert Palikuca eine sehr glückliche Hand für sein Wirken beim Club zu wünschen.

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    • Interessant das darüber wieder geschrieben werden darf.Ich dachte finanzielle Unterlegenheit darf nicht thematisiert werden.Scheinbar im Erfolgsfall schon, da hat man dann gegen eine Millionentruppe tapfer einen Punkt erkämpft.So wie gegen die Millionentruppe Stuttgart, wo der 12 Millionen-mann Kabak egalisierte.
      Wahrscheinlich hätte man das Tor von Nastasic auch anders beschreiben können-hielt seinen Fuss rein,okay, dass er und noch ein Schalker so dermaßen frei im 16er rum stehen konnte ist auch ein Aspekt warum das kleine gallische Dorf nur einen Punkt holen konnte.Die Legende lebt-noch ein bisschen.
      Hoffentlich hält sie im Vergleich den Punkteschnitt entscheidend über dem von Stuttgart, im Schneckenrennen Abstiegskampf, das kein Schneckenrennen ist, denn das wäre eine Beleidigung für Schnecken(SZ)

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        • Sicherlich hast du damit auch Recht,
          es sind aber im Endeffekt diese Situationen, die die ganze Saison über dazu führen, dass wir da sind wo wir leider sind- die Handlungschnelligkeit bzw. die Fähigkeit sich blitzschnell auf eine Situation neu einzustellen bricht uns das Genick.Und leider auch dann noch, wenn es in den anderen Situationen phasenweise besser aussieht und besser gespielt wird.Inwieweit das auch gegen stärkere Mannschaften gelingt, besser zu spielen, wird sich zeigen.Die Qualitätsstufe Stuttgart und Schalke verlassen wir ja jetzt Richtung Leverkusen.

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          • „wenn es in den anderen Situationen phasenweise besser aussieht und besser gespielt wird.Inwieweit das auch gegen stärkere Mannschaften gelingt, besser zu spielen, wird sich zeigen.Die Qualitätsstufe Stuttgart und Schalke verlassen wir ja jetzt Richtung Leverkusen.“

            Das ist, was ich andernorts damit meinte mit „Schommers muss jetzt liefern“

            Die Pflicht ist absolviert, mit mäßigem Erfolg. 5 von 9 Punkten sind nicht übel, aber auch nicht gut gegen die Mannschaften auf Augenhöhe, die eigentlich unsere einzige realistische Chance auf den Klassenverbleib darstellen. Gerade auch, weil es direkte Duelle sind. Aber immerhin nicht verloren, daher tendentiell positiv zu bewerten.

            Jetzt kommt die Kür gegen Mannschaften, die nicht unsere Kragenweite sind. Hier müssen wir jetzt etwas holen, die Wochen der Wahrheit. Auch für Schommers, der jetzt beweisen muss, dass er mehr bewirkt hat, als die Defensive zu stabilisieren, sondern auch einen Plan zum Gewinnen hat. Ich traue es ihm zu, meine „Forderung“ sind 6 Punkte aus den letzten 5 Spielen (gegen Freiburg „Augenhöhe“ gewinnen und noch 3 Punkte aus 4 Spielen inkl. Buyern), weil wir damit rechnen müssen, dass auch Stuttgart noch mindestens 3 Punkte holt (spielen noch gegen Augsburg – zum Glück im Aufwind – Gladbach, Hertha, Wolfsburg und Schalke), ideal wären 9 Punkte.

            Wenn es dann trotzdem nicht reicht, weil Stuttgart plötzlich zu gewinnen lernt, dann kann man es dem Trainer nicht vorwerfen, dann hätten wir unsere Hausaufgaben gemacht und wären eben an den „Altlasten“ gescheitert.

            Bekanntermaßen bin ich gegen den Radika(h)lschlag gewesen. Das ist Geschichte und nicht mehr zu ändern, ich bin bereit, mich überzeugen zu lassen, auch wenn die Skepsis noch da ist.

            Auf Palikuca bin ich neugierig. Entgegen der Meinung andersdenkender Kommentatoren habe ich immer gesagt, dass er eine Chance verdient hat und ich ihn spannend finde. Gleichwohl hat er keine Erfahrung auf dieser Position, in dieser Stufe der Verantwortlichkeit. Das ist ein Risiko, das man ansprechen darf und nicht zu ungefilterter Euphorie Anlass gibt. Kritisiert habe ich zudem die endlos lange Findungsphase und den Versuch, uns die Lösung als absolute gleichberechtigte Wunschlösung zu verkaufen. Das ist ein Unterschied 😉

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            • Die Pflicht ist absolviert, mit mäßigem Erfolg. 5 von 9 Punkten sind nicht übel, aber auch nicht gut gegen die Mannschaften auf Augenhöhe,

              Dieser Begriff „auf Augenhöhe“ ist halt so eine Sache, aber schön daß wir jetzt mit Schalke und Stuttgart die das Vielfache in den Kader investieren können plötzlich auf Augenhöhe sind. In den Hinspielen waren wir das noch nicht. 🙂

              Und der Dritte im Bund Augsburg alleine Finnbogason oder Max, Gregoritisch kosten mehr als unser kompletter Kader eher sogar ein vielfaches. Ganz nebenbei haben die am letzten Spieltag 3:1 in Frankfurt gewonnen. Also Augenhöhe ist wahrlich so eine Sache…und Tabellen immer Momentaufnahmen.

              Es gehören immer zwei dazu, wie gut man in einem Spiel aussieht.

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              Antwort
              • Schön daß wir schon mit dem immer noch amtierenden „Vizemeister“ auf Augenhöhe sind, das ging ja schnell unter Schommer 🙂

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                Antwort
                • „Augenhöhe“ beschreibt in meiner Einschätzung nicht die theoretischen Möglichkeiten (dann wären wir nur mit DüDo auf Augenhöhe), sondern den derzeitigen Zustand des Gegners (Spielstärke, Form, Tabellensituation). Da gehören dann die letzten 3 Gegner durchaus zur Augenhöhe, vom Restprogramm wohlwollend gesehen höchstens ansatzweise ist Freiburg am nähesten dran, aber wir wissen ja, wie unsere Auftritte in Freiburg üblicherweise laufen….

                  Lustig, dass du plötzlich mit Geld und Betrug argumentierst, ist doch sonst nicht Deine Art 😉

                  Im übrigen glaube ich, wenn Schalke weiterhin so auftritt, gewinnen sie kein Spiel mehr. Vielleicht sind sogar die noch in Reichweite 😉

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  • Warum meint eigentlich Rossow, am Tag vor Palikucas Amtsantritt, diesem gleich mal bei der vermutlich wichtigsten Entscheidung, die er zu treffen, öffentlich in seinen Kompetenzbereich reinreden zum müssen?
    Finde ich höchst unglücklich…

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    • Also nicht Palikuca steht hier seit Wochen in der Verantwortung sondern die Verantwortlichen die hier sind, wahrlich keine leichte Zeit und eine fast aussichtslose dazu, schwierig, aber dennoch positive Entwicklung, dann darf ein Vorstand dazu auch etwas sagen, finde ich. Es ist ja nichts in Stein gemeiselt nur eine Meinung. Und dem Trainer schadet ein postivies Feedback auch nicht, schließlich geht es immer noch um was.

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    • Die Aussage ist extrem unglücklich, auch wenn „Wir möchten ihn gern im Verein behalten“ (ich paraphrasiere) eigentlich ja gar kein Statement zur Frage ist, ob Schommers Cheftrainer bleiben soll, sondern lediglich, ob man seinen Vertrag (in welcher Funktion auch immer) verlängern sollte.

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      • Vielleicht tut es dem derzeitigen Trainer auch einfach mal gut wenn er öffentlich so eine Rückendeckung bekommt? Schließlich soll er ja das unmögliche schaffen. Für mich ist die Aussage in der jetzigen Phase auch als Ansporn verstanden sehr gut, aber darüber kann es gerne 2 Meinungen geben.

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    • Das hatte ich mich auch gefragt, wobei Rossow nicht den Begriff „Cheftrainer“ verwendete; außerdem sollte man davon ausgehen, dass er und Palikuca spätestens seit dessen Ernennung in engem Kontakt stehen, so dass ich inzwischen (ich gebe zu: hoffend, nicht wegen Schommers himself, sondern bezüglich einer Kooperation der beiden Vorstände) glauben möchte, dass Rossows Aussage durchaus mit Palikuca abgesprochen sein könnte, um stimmungsmäßig vorzufühlen, ob eine eventuell dahingehende Entscheidung des neuen Sportvorstands öffentliche Goutierung erfährt.

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      • Die NN schreibt dazu, dass sich Rossow mit Palikuca bereits seit Tagen in regem Austausch befinde.
        Gleichwohl bezeichnen sie die Aussage Rossows als „Was doch nach mehr klingt als nur einer Empfehlung für den neuen Sportvorstand.“
        https://www.nordbayern.de/sport/finanzchef-rossow-sieht-schommers-zukunft-beim-fcn-1.8805422

        Ich finde es wie gesagt sehr unglücklich, sowas gerade jetzt zu sagen. Ich sehe Rossows Wirken in der ganzen Geschichte auch etwas kritisch, hat die Entscheidung für Köllners Entlassung mitgetragen, ist aber danach aber ziemlich abgetaucht, wo es durchaus mal angebracht gewesen wäre, die Vorgänge genauer zu schildern. Warum er sich jetzt gemüßigt fühlt, Kommentare zu Punkten abzugeben, die nicht in seinen Kompetenzbereich fallen, verstehe ich nicht.
        Ich kann nur hoffen, dass dies wirklich mit Palikuca abgesprochen war, sonst könnte es auch schnell Störungen im Verhältnis der beiden geben.

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  • “Doch Schiedsrichter Kampka erkannte auf „gefährliches Spiel“ und da er dies getan hatte, bevor der Ball im Tor war, gab es keine Möglichkeit die Szene per Video überprüfen zu lassen.“

    Dem möchte ich gerne folgendes Zitat aus der Sportschau vom Samstagabend hinzufügen:

    “Auf keiner der uns zur Verfügung stehenden Tonspuren war ein Pfiff zu hören.”

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  • „gefährliches Spiel“ und da er dies getan hatte, bevor der Ball im Tor war, gab es keine Möglichkeit die Szene per Video überprüfen zu lassen. Wäre dies möglich gewesen, die Entscheidung des Referees wäre zurückgenommen worden. Stattdessen stand es weiter 0:0. (43.)

    Gibt es irgendjemanden der im Stadion wirklich den Pfiff gehört hat?

    In der Sportschau am Samstag sagte der Moderator sie hätte mit all der Technik auf keiner Tonspur einen Pfiff identifizieren können und sagten sogar noch klar, es gab keinen. Zudem wurde in der Sportschau gesagt der VAR hätte somit eingreifen dürfen.

    Hat im Stadion jemand diesen Pfifff gehört?

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    • Ich habe es zwar selber nicht gesehen, aber ein Bekannter meinte, bei der Zusammenfassung im Sportstudio wäre der Pfiff klar zu hören gewesen und bevor der Ball die Torlinie überquert hatte.

      Hier gibt es eine Stellungnahme von Drees dazu auf dfb.de:
      https://www.dfb.de/news/detail/drees-bei-zweifeln-mit-dem-pfiff-warten-201190/?fbclid=IwAR2CV08G4cOGQIyouxCLz9VWstiZOrfJz0SOlBO-FfhRKEEVJl6wvBFzZqE
      Sehr ärgerlich, eigentlich die Art von offensichtlicher Fehlentscheidung, die es nicht mehr gegen sollte. Aber halt auch genau die Schwachstelle im System, dass zu früh abgepfiffene Spielsituationen nicht mehr wieder hergestellt werden können und bei denen man eben mit dem Pfiff abwarten sollte.
      Andererseits gab es ja aber auch gerade in letzter Zeit viel Kritik, dass sich die Schiedsrichter gar nicht mehr trauen würden, zu pfeifen, und am liebsten alle Verantwortung dem VAR bzw. der nachträglichen Überprüfung überlassen.

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      • Allerdings halte ich es für Blödsinn, wenn die Möglichkeit der Korrektur durch den Zeitpunkt des Pfiffs genommen wird. Klar ist das Regelkonform, aber auch da braucht es einen Ermessensspielraum, die aktuelle Situation wäre dazu prädestiniert:

        Der Pfiff hatte nämlich keinen Einfluss auf die Spielsituation, daher hätte er die Eingriffsmöglichkeit auch nicht aufheben müssen. Niemand wäre noch an Behrens rangekommen, mit oder ohne Pfiff wäre das Tor nicht zu verhindern gewesen, außer Behrens selbst bricht die Aktion ab. Man hätte das daher guten Gewissens auch trotz Pfiff als Tor werten können.

        Dass ein Pfiff eine Situation beendet ist doch nur dann relevant, wenn der Gegner aufgrund des Pfiffes die Gegenwehr einstellt oder zumindest dadurch irritiert wird. Das ist hier irrelevant, weil es nach dem Pfiff keinen Gegner mehr gab, der eingreifen hätte können. Auch das könnte ein VAR sehen und bewerten, wenn man es regeltechnisch zuließe.

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        • Aktuell geben die Regeln das halt einfach nicht her, da ist das klar geregelt und wenn die Schiedsrichter dies anders gehandhabt hätten, wäre es vermutlich anfechtbar gewesen.

          Grundsätzlich ist es aber schon denkbar, in solchen Situationen einen Ermessensspielraum zu schaffen, wobei dies natürlich auch wieder zu Streitigkeiten führen würde, wo die Grenzen liegen. Da holt man sich dann auch wieder einen weiteres strittigen Bereich dazu, und es ist fragwürdig, ob das wirklich hilft, oder man nicht den Kurs weiter verschärft, im Zweifel erstmal zu viel laufen und im Nachhinein zu korrigieren. Auch wenn das ebenfalls vielen nicht gefällt.

          Am Ende muss man meines Erachtens auch einfach wieder mehr über die grundlegende Qualität der Schiedsrichter diskutieren und deren Qualität zu verbessern. Der VAR kommt viel zu oft zum Einsatz bei Entscheidungen, bei denen der Schiedsrichter auf dem Platz eigentlich keine Hilfe benötigen sollte.

          Da sollte man dann doch wieder über die Einführung der Profischiedsrichter nachdenken, die viel mehr Zeit zum Trainieren haben, damit die Quote an direkt korrekt entschiedenen Situationen steigt.

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          • Ist schon klar, nach aktuellem Regelwerk war es korrekt. Ich sage ja nur, es müsste die Möglichkeit zur Nachbewertung geschaffen werden.

            Man könnte es ja so formulieren:

            „wenn die Aktion innerhalb von 5 Sekunden abgeschlossen ist und durch den Pfiff nicht beeinflusst wird.“ Von mir aus auch 2 Sekunden, hätte auch gereicht.

            Ich sehe da auch nicht wo es Grenzen geben sollte. Bestehen Zweifel (hätte ein Gegner eingreifen können), muss der Pfiff verbindlich gelten.

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          • Das 2:0 von Dortmund gegen Köln ist letztes Jahr auf genau diese Art und Weise gefallen…

            Vermeintliches Foul an Horn, Schiedsrichter pfeift ab bevor der Ball im Tor ist und gibt es nach VAR-Überprüfung dann trotzdem.

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            • Seit wann wird ein Fehler durch einen anderen Fehler gerechtfertigt?

              Den nichts anderes war das letzte Saison, wurde ja geradezu als Skandal eingestuft und tagelang über einen Protest gegen die Wertung des Spiels diskutiert.

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              • Wo siehst du eine Rechtfertigung?

                Ganz im Gegenteil, ich hätte mir vom Verband/der Liga damals erwartet klarzustellen wie man künftig mit solchen Situationen umgehen will. Mir ist klar, dass man viele dead-ball-Entscheidungen nie reviewen können wird, aber in Situationen wie dieser, wo der Ball nur noch über die Linie rollen muss, ist es doch eine himmelschreiende Ungerechtigkeit den Treffer nicht zu geben.

                VAR wurde ja immer so verkauft, dass er das Spiel gerechter machen soll – davon sind wir weiter entfernt denn je.

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    • Ich weiß nicht, wie in den Redaktionen der TV-Stationen diese Legenden (in der Vorwoche war’s bei Sky die angeblich nicht funktionierende Abseitslinie, diese Woche der angeblich nicht zu hörende Pfiff) entstehen. Das Sportstudio hatte eine Tonspur mit Pfiff, warum auch immer die ARD das nicht hatte.

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  • Gefühlte Wahrheit, Statistik und die Realität

    Natürlich ist es schön, wenn verschiedene statitische Werte sich unter Schommers verbessern, wenn die Zuschauer zufriedener sind, wobei ich teilweise den Eindruck habe es sind eher die Fans in den sozialen Medien. Ich freue mich auch, wenn Rossow mit dem Trainer zufrieden ist, frage mich aber schon auch ein wenig warum. Es gab ja gerade bei Köllner immer wieder viele, die darauf hingewiesen haben, dass am Ende die Ergebnisse zählen. Sollte das nicht auch bei Schommers gelten?

    Tatsache ist, seit Schommers am Euder ist haben wir auf Stuttgart 1 Punkt, auf Augsburg 5 Punkte und auf Düsseldorf 7 Punkte verloren, nur gegenüber Hannover und um einen mickrigen Punkt auf Schalke haben wir Punkte gut gemacht? Dabei waren von den 8 Spielen unter Schommers 4 gegen die Mannschaften auf „Augenhöhe“ oder direkte Abstiegskonkurrrenten, Düsseldorf, Augsburg, Stuttgart und Schalke.

    In Sachen Punkte und Ergenbnisse hat uns der Wechsel zu Schommers also gar nichts gebracht, im Gegenteil, es ist eher schlechter geworden. Damit sage ich explizit nicht, dass wir mit Köllner besser dastehen würden, aber mit Schommers eben auch nicht, der Abstand ist größer geworden.

    So ganz kann ich es nicht nachvollziehen warum unser Vorstand Rossow Schommers unbedingt halten will? Vor allem wo Rossow mit dem Thema Trainer eigentlich gar nichts zu tun hat und ihm wenn man ehrlich ist auch die fachliche Kompetenz fehlt.

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  • Clubberer 48
    Schiedsrichter: Beurteilung vom Kicker
    Dr. Robert Kampka (Mainz) Note 5,5
    das Tor von Behrens (43.) hätte zählen müssen. Nicht zu erklären, warum Kampka den regelkonformen Einsatz zu Unrecht und vor allem voreilig abpfiff, sodass der VAR nicht eingreifen konnte; die Entscheidung auf Elfmeter war korrekt, die Ausführung hätte aber wiederholt werden müssen, da fünf Schalker und drei Nürnberger zu früh in den Strafraum liefen.
    Der nächste Betrug eines Schiedsrichter wie beim letzten Abstieg 2014 im Spiel in Hannover, wo der Club 3:0 in Führung lag und noch das 3:3 durch ein klares Abseitstor (3 Meter) kassierte.
    Die erste Aktivität des neuen Sportvorstand müßte ein Gespräch bei der DFL sein.

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    • A propos Kicker:

      Ich hasse es, wenn der gegnerische Torhüter zum Spieler des Spiels gekürt wird – schon wieder!

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      • Mach deinem Avatar alle Ehre: Am Club kann man wachsen, auch über sich selbst hinaus.

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        • Keine Sorge, daran mangelt es nicht. Ich sagte ja weiter oben schon, das war der erste von 4 Punkten, die wir aufholen müssen. Wir sind – abgesehen von Augsburg – der kleine Gewinner des Spieltags, jetzt in direkter Schlagdistanz.

          (ich sagte sogar, in dieser Form macht Schalke keinen Stich mehr, vielleicht packen wir die auch noch, aber das wäre selbst für den rettungslosesten Optimisten zu viel 😉 )

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