Analyse: Offensiv zu wenig, defensiv individuell gepatzt

Analyse zu VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0) – Der Club hält 38 Minuten gut mit, legt Wolfsburg die Führung auf und fällt dann in sich zusammen.

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse
2. Taktische und statistische Auffälligkeiten
3. Fazit
4. Zahlen zum Spiel
5. Stimmen zum Spiel
6. Noten zum Spiel

1. Aufstellung, Formationen, Ereignisse

Abb.1: Ungefähre Startformation des FCN

Boris Schommers bot zum fünften Mal in Folge die identische Startelf auf. Im Kader ersetzte Knöll den angeschlagenen Ilicevic. Für Rekordtransfer Virgil Misidjan war also erneut kein Platz im Aufgebot. Die Formation war ein Mittelding zwischen dem 4-1-4-1 der vorangegangen Wochen und dem 4-4-2 aus dem Spiel gegen Bayern München. Erras agierte etwas tiefer als Behrens, Löwen etwas höher als Behrens, aber nicht direkt neben Ishak.

Auf der Gegenseite agierte Wolfsburg im 4-3-3. Vor Pervan, der den verletzten Casteels ersetzte, agierte die Viererkette mit Rexhbecaj, Knoche, Tisserand und Steffen. Labbadia fehlten in der Verteidigung mit William (Gelbsperre), Rousillion (muskuläre Probleme), Brooks (Innenbanddehnung), Verhaegh (für Vereinssuche freigestellt) zusätzlich zum Stammkeeper eine gesamte Viererkette. So musste mit Rexhbecaj ein gelernter Linksverteidiger auf rechts ran. Davor agierte Guilavogui als Sechser, Arnold und Gerhardt besetzten die Achter. Davor spielte Klaus auf rechts, Weghorst in der Mitte und Mehmedi auf links.

Club mit guten Chancen zu Beginn

Wie beim letzten Auswärtsspiel in Leverkusen versuchte der Club in der ersten Phase des Spiels den Gegner früh zu attackieren und zu pressen. Dabei zeigte sich Wolfsburg weitaus weniger pressingresistent als Bayer vor zwei Wochen. So kam der Club auch früh durch das Pressing zu einer Chance, Löwen ham Tisserand den Ball ab und spielte von rechts auf Ishak, doch dessen Schuss konnte Guilavogui klären (3.). Nur vier Minuten später kombinierte sich der Club über Pereira, Löwen und Kerk bis an die Grundlinie der Wolfsburger in deren Strafraum, doch Kerks Zuspiel in den Rücken der Abwehr klärte Pervan kurz vor Ishak. Der Abpraller landete bei Leibold, doch Rexhbecaj blockte dessen Schuss (7.). Es sollten die beiden besten Gelegenheiten für den FCN bis in die Zweite Halbzeit werden.

Nach einer Viertelstunde entspannte der Club – wie gewohnt – das frühe Pressing. So kam Wolfsburg dann auch besser ins Spiel und versuchte immer wieder die defensiv stabile Mitte mit Mühl, Ewerton und Erras zu vermeiden, suchte stattdessen seinen Weg über Mehmedi und Klaus und die Außenbahnen. Zu wirklich gefährlichen Chancen kam Wolfsburg aber nicht. Stattdessen arbeiteten sich die Wolfsburger am guten Stellungsspiel der Club-Defensive ab und blieb zwischen zehnter und 38. Minute ohne Schuss aufs Tor. In dieser Phase kam lediglich der Club einmal, als Leibold im Gegenpressing an den Ball kam und in Richtung langen Pfosten flankte, zu einem Hauch von Gefahr. Die Flanke wurde aber von Knoche zur Ecke geklärt, der vor Ishak an den Ball kam (20.).

Abb. 2: Ungefähre Startformation Wolfsburgs

Individueller Fehler vor dem Tor

Die gute defensive Stafflung des FCN nutzte dann in der 38. Minute nichts. Nach einem Abschlag von Mathenia köpfte Erras den Ball auf Kerk, der zurück zu Mathenia passen wollte. Der Club-Keeper war aber noch nicht wieder vom Abschlag zurück auf seiner normalen Position und so geriet Kerks Zuspiel zu kurz. Mehmedi sprintete dazwischen und kollidierte dabei mit Mathenia, legte den Ball aber zuvor noch zu Klaus, der ungefährdet einschieben konnte. Für den Club war die Führung der Wolfsburger ein Nackenschlag, da man bisher defensiv nicht vor Probleme gestellt worden war.

Die psychologische Wirkung des Treffers war gefühlt schnell greifbar. Die Passgenauigkeit bei den Vorwärtspässen fiel von knapp 75% vor dem Gegentreffer auf knapp 65% in den zwanzig Minuten nach dem Führungstor. Außer einem Freistoß von Löwen, der aus zentraler Position knapp 25 Meter vor dem Tor den Ball in die Mauer jagte, gab es auch offensiv bis zur Pause überhaupt nichts zu verzeichnen. Wie so oft in dieser Saison tat sich der FCN im Offensivspiel enorm schwer, die Angriffe zu Ende zu spielen, meist zirkulierte der Ball gut und geduldig bis in die Zonen um den Strafraum. Einmal wurde sogar nur mit Flachpässen von Mathenia bis vor zum Wolfsburger Strafraum kombiniert. Dann aber wurde immer wieder überhastet der Abschluss oder die Flanke gesucht.

Spiel verflacht nach der Pause

Auch nach der Pause übernahm Wolfsburg nicht zwingend das Kommando, aber der Club blieb offensiv zu harmlos. Ein Fernschuss von Bauer, der am Tor vorbeiflog war alles, was in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff vom FCN offensiv geboten war. Es fehlte an klaren Spielideen, sobald der Ball im Angriffsdrittel war. Da auch Wolfsburg nach vorne wenig zustande brachte, blieb das Spiel meist im Aufbau um die Strafräume stecken. Wolfsburgs Schüsse in Richtung Tor (Mehmedi vorbei (57.), Arnold und Malli in die Arme von Mathenia (69., 70.)) versprühten ebenso wenig Gefahr wie die des FCN (Pereira weit drüber (67.), Löwen in die Arme von Prevan (71.)).

Einzig ein im Mittelfeldpressing von Löwen und Behrens gemeinsam erarbeiteter Ball brachte eine Gelegenheit. Ishak bekam den Ball aus dem Pressing zugespielt, Pereira und Löwen liefen mit. So entstand eine Drei-auf-Zwei-Situation, die Ishak nicht mit einem Pass auf einen der mitgelaufenen Mitspieler löste – Pereira hätte bei rechtzeitigem Abspiel eine gute Gelegenheit gehabt. Stattdessen zog er selbst ab und sein Schuss war relativ leicht für Pervan zu halten, obwohl der Ball noch flatterte (65.).

Abb.3: Ungefähre Formation des FCN bei Abpfiff

Auswechslungen und Entscheidung

Zwischen 70. und 76. Minute wechselten beide Teams je zweimal und unterbrachen so den insgesamt schon mäßigen Spielfluss weiter. Labbadia brachte Malli für Klaus und dann Uduokhai für den angeschlagenen Steffen. Im gleichen Zweikampf, der für Steffens Verletzung sorgte, verlettze sich auch Matheus Pereira am Oberschenke. Der Brasilianer musste raus, wurde durch Kubo ersetzt. In der gleichen Verletzungsunterbrechung ging auch der andere Nürnberger Brasilianer vom Feld: Margreitter ersetzte Ewerton. In Sachen Formation änderte Labbadia auf ein 4-4-2 mit Raute (Malli ging hinter Weghorst und Mehmedi auf die Zehn), Schommers tauschte positionsgetreu, hatte aber schon im Laufe der Halbzeit Behrens und Löwen getauscht.

Da aus dem Spiel nicht viel ging, war es fast zu erwarten, dass die Entscheidung durch einen Standard fiel. Nachdem Arnold genug Versuche bekommen hatte, aus dem Halbfeld Richtung Tor zu flanken und dabei immer wieder in die Arme von Mathenia flankte, war das Timing in der 78. Minute korrekt. Der Ball segte auf den Kopf von Tisserand, der frei zum Kopfball kam, da Margreitter nicht einmal hochspringen konnte, da er auf dem Boden lag. Danach tauschten beide Teams noch ihre Stürmer (Ginczek für Weghorst, Knöll für Ishak), doch wirkliche Gefahr fürs Tor kam auf beiden Seiten nicht zustande.

Abb. 4: Ungefähre Formation Wolfsburgs bei Abpfiff

2. Taktische und statistische Auffälligkeiten

Der Club schoss öfter in Richtung Tor als der Gegner. Während der VfL neun Torschüsse zu verzeichnen hatte, hatte der Club deren elf. Allein die pure Masse der Schüsse ist nicht entscheidend. Nicht nur, dass der FCN nur drei der Schüsse (Ishak 65., Löwen 71., Kubo 90.+1) aufs Tor brachte, Wolfsburg dagegen vier (die beiden Tore, Arnold 69., Malli 70.), auch die restlichen Schussdaten sprechen gegen den FCN.

Nach der siebten Minute hatte der Club keinen einzigen Abschluss mehr im Strafraum der Gastgeber (davor allerdings drei). Wolfsburg hatte insgesamt sechs Abschlüsse im Clubstrafraum und davon drei nach der Pause. Bezeichnend auch: Die durchschnittliche Entfernung der Torabschlüsse des FCN war 23,5 Meter, das ist der zweithöchste Wert der Saison nach der Niederlage in Hoffenheim. Die Wolfsburger Abschüsse waren im Mittel fast sechs Meter näher am Tor des FCN (17,9 Meter). Acht der elf Abschlüsse waren von außerhalb des Strafraums, bei Wolfsburg nur drei von neun. Bedenkt man, dass nur 4% der Schüsse von außerhalb des Strafraums überhaupt ins Tor gehen, ist dieser Wert deutlich zu hoch.

Er drückt auch aus, dass es dem Club eben einfach an Mitteln fehlte, um sich in den Strafraum zu spielen. Insgesamt nur neun Ballkontakte im Strafraum hatte der Club (Behrens 3, Ishak 2, Leibold 2, Mühl 1, Kerk 1), von den dreizehn eingesetzten Feldspielern hatten acht (Ewerton, Bauer, Erras, Löwen, Pereira, Kubo, Margreitter, Knöll) überhaupt keine Ballberührung im Wolfsburger Strafraum. So zu den nötigen Toren zu kommen, erscheint relativ schwer.

Zur Einordnung: Wolfsburg kam auf 17 Ballbeaktionen im gegnerischen Strafraum (Gerhardt 3, Klaus 3, Tisserand 2, Arnold 2, Malli 2, Weghorst 2, Steffen 1, Rexhbecaj 1, Mehmedi 1), nur vier von 13 Spielern (Ginczek, Knoche, Uduokhai, Guilavogui) berührten den Ball nicht im Nürnberger Strafraum. Saisonhöchstwert für einen Einzelspieler sind 18 Ballberührungen im Strafraum in einem Spiel (Lewandowski beim 4:0 des FC Bayern in Hannover). Der Jahresschnitt des FCN liegt bei ca. 10 Ballberührungen pro 90 Minuten. Das ist der schlechteste Wert ligaweit (ganze Tabelle).

Weitere Auffälligkeiten im Stenogramm:

  • Wyscout notiert zwölf Nürnberger Flanken. Keine kam an.
  • 14 Fouls des FCN sind der zweithöchste Wert unter Boris Schommers, nur in Frankfurt (15) ging der Club nach Meinung des Referees öfter regelwidrig zu Werke.
  • Tim Leibold und Marcel Tisserand hatten beide 75 Ballkontakte, mehr hatte niemand in Wolfsburg am Samstag.
  • In den letzten Wochen waren die Werte für die herausgeschlagenen Bälle stets hoch. An diesem Wochenende waren es nur deren zwölf. Zweitniedrigster Wert unter Schommers.
  • Wyscout notiert 17,2 Pässe pro Minute Ballbesitz. Der höchste Wert unter Boris Schommers.
  • Keine gelbe Karte im Spiel gab es in dieser Saison zum zweiten Mal in einem Spiel mit FCN-Beteiligung. Das erste Mal war vor zwei Wochen in Leverkusen.
  • 75% der Pässe ins letzte Drittel kamen beim Club an. Das ist der zweitbeste Wert der Saison. Nur in Bremen waren mehr Pässe dieser Art (77,5%) erfolgreich.
  • Die Ligazugehörigkeit von 15 Erstligisten ist nach dem 32. Spieltag endgültig geklärt. Das gab’s zuletzt 1986/87. Damals hatte Eintracht Frankfurt als 15. mit 25:39 Punkten sieben Punkte – nach der Zwei-Punkte-Regel – Vorsprung vor Homburg (18:46) und acht vor Blau-Weiß 90 Berlin (17:47) und Fortuna Düsseldorf (17:47).
  • Auf Einsatzminuten gerechnet bleibt Matheus Pereira – am Samstag zwei Mal gefoult – der am zweithäufigsten gefoulte Spieler. Der Brasilianer wird 3,25-mal pro 90 Minuten gefoult. Nur Amin Harit (Schalke; 3,94), wird pro 90 Einsatzminuten noch häufiger regelwidrig gestoppt.
  • Lukas Mühl taucht inzwischen auch in einer Top-Ten-Rangliste auf. Der Nürnberger Innenverteidiger kommt auf 192 abgefangene Bälle in der Saison. Das ist Platz 7. Klar vorne mit 233 „Interceptions“: William vom Gegner Wolfsburg, der am Samstag aber gelbgesperrt fehlte.

3. Fazit

Das Spiel war bis zum Führungstor der Wolfsburger auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für den FCN geführt. Letztlich scheiterte der Club – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – zum einen an individuellen Aussetzern, aber eben auch an den offensiven Unzulänglichkeiten. Es fehlte – nach den ersten zehn Minuten, in denen Wolfsburg durch gutes Pressing so unter Druck gesetzt wurde, dass es den Ball früh verlor und der Club den Ball in Tornähe den Ball gewann – die Idee konsequent zum Abschluss zu kommen.

So gesehen war der Erfolg der Wolfsburger dann auch folgerichtig, obwohl diese keineswegs ihre beste Leistung brachten, vielmehr nutzten sie die Unzulänglichkeiten des FCN konsequent aus und hatten ansonsten wenig Mühe mit den zahmen Offensivaktionen des Clubs.

4. Zahlen zum Spiel*

Wolfsburg Nürnberg
2 Tore 0
9 (4) Schüsse (aufs Tor) 11 (3)
54,95 Zweikämpfe (in %) 45,05
56,6 Ballbesitz (in %) 43,4
8 Fouls 14
4 Ecken 5
116,0 Laufstrecke (in km) 113,3
Pass-Statistiken
410 (84,9%) Pässe (erfolgreich) 353 (81,0%)
11,5% (70,2%) Anteil lange Pässe (erfolgreich) 11,6% (63,4%)
34,1% (86,2%) Anteil Vorwärtspässe (erfolgreich) 35,4% (71,2%)
36,6% (89,3%) Anteil Seitwärtspässe (erfolgreich) 34,8% (87,8%)
15,9% (90,8%) Anteil Rückwärtspässe (erfolgreich) 14,4% (94,1%)
17,3% (84,5%) Anteil progressive Pässe (erfolgreich) 15,6% (72,7%)
12,0% (71,4%) Anteil Pässe ins letzte Drittel (erfolgreich) 11,6% (75%)
Nerd-Statistiken
1,07/1,2/1,18 Expected Goals 0,77/0,7/0,57
1,95 Expected Points 0,75
9,21/7,29 PPDA 13,8/19,00

*Alle Daten in den ersten beiden Kategorien (außer der Zweikampfquote und der Laufstrecke von Bundesliga.de stammen von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Pass-Statistiken ergeben insgesamt nicht 100%, da ein Teil der Pässe doppelt (z.B. lang und seitwärts) kategorisiert wird und andere Kategorien der Erfassung hier z.T. nicht aufgeführt werden. Mit progressiven Pässen werden Pässe bezeichnet, die mindestens 10 Meter Raumgewinn zur Folge haben oder aber im Strafraum an den Mann kommen. Die „expected goals“, also die Angabe der Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüssen zu erwarten gewesen wären, erfolgt in der Reihenfolge „Wyscout/Fivethirtyeight/Understat, die expected Points, also die aus dem Spiel statistisch zu erwartenden Punkte, stammen von Understat, die PPDA, also die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion – eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball – wird in der Reihenfolge Wyscout/Understat angegeben.

5. Stimmen zum Spiel

Boris Schommers: „Wir haben uns heute selbst geschlagen. Wir sind gut reingekommen und haben in den ersten 20 Minuten schon drei Großchancen, bei denen jeweils der letzte Pass nicht kommt. Aus keiner Chance bekommen wir das Gegentor nach einem individuellen Fehler. Das darf natürlich nicht passieren. Wir kommen dann mit Schwung aus der Pause, hatten aber nicht mehr so viele zwingende Chancen und haben auch die eine oder andere Konterchance nicht gut genutzt. Mit dem 2:0 für Wolfsburg war das Spiel entschieden. Die Mannschaft hat heute ein gutes Spiel absolviert, gerade in der ersten Halbzeit. Aber wir haben keine Punkte, deshalb bin ich nicht zufrieden.“

Bruno Labbadia: „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft wie sie die ganzen Ausfälle kompensiert hat. Es ist wirklich beachtenswert, was die Jungs leisten. Wir wussten, dass Nürnberg eine gute Organisation hat und unsere Chance deshalb im Ballgewinn liegt. Das hat man dann beim 1:0 gesehen. Es ist auch schön, dass wir beim 2:0 mit einer Standardsituation erfolgreich waren. Insgesamt war es ein schöner Arbeitssieg, den wir gebraucht haben.“

Hanno Behrens: „Am Ende haben wir uns das heute selbst zuzuschreiben, hier war mehr drin. Durch ein dummes Gegentor liegen wir 0:1 hinten. Das ist dann gegen eine so abgeklärte Mannschaft sehr schwer. In der zweiten Hälfte waren wir dran, kriegen dann nach einem Standard das zweite Gegentor. Wir wissen, dass wir jetzt zwei Siege brauchen. Noch ist es möglich, wir werden uns reinhauen und glauben daran.“

Christian Mathenia: „Es ist schade, dass wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt haben. Wir haben es phasenweise echt gut gemacht und uns heute selbst geschlagen. Auch schade, wie wir das 0:1 bekommen. Ich habe noch versucht, die Situation zu klären, das hat leider nicht geklappt. Nächste Woche kommt es zum Showdown.“

Lukas Mühl:„ Ich finde nicht, dass Wolfsburg uns hergespielt hat. Natürlich wollen wir immer alles probieren, aber das ist nicht immer so einfach, wie das von außen aussieht. Wir haben noch zwei Spiele, die müssen wir beide gewinnen. Uns stehen zwei Endspiele bevor.“

Felix Klaus: „Es ist ein schöner Tag, auch weil es mein erstes Tor für Wolfsburg war. Wir haben die drei Punkte geholt, die wir uns fest vorgenommen hatten. Es war ein schwerer Gegner, daher können wir zufrieden sein und jetzt wieder Kraft tanken für das Spiel gegen Stuttgart.“

Robin Knoche: „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird, das hat man auch gesehen. Es ging viel über Kampf und Laufarbeit und Ballgewinne. Das 1:0 war der Türöffner für uns, insgesamt ein sehr wichtiger Sieg.“

Pavao Pervan: „Es war wahnsinnig schwer, das hat man auch gesehen. Das erste Tor war ein bisschen komisch aus meiner Perspektive, aber ich bin natürlich froh, dass wir’s gemacht haben. Das zweite Tor war dann auch sehr wichtig, das war dann die Erlösung. Danach hat Nürnberg auch gemerkt, obwohl sie alles versucht haben, dass sie nicht mehr zurückkommen werden. Das hat es am Ende auch für uns einfacher gemacht.“

6. Noten zum Spiel

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 3- 4 3 3 6,3/10
CU-Urteil: Leichte Abzüge dafür, dass er beim Gegentor etwas zu langsam in Position zurückkehrte nach dem Abstoß. Dennoch keine Schuld am Tor im klassischen Sinne, sonst souverän.
Robert Bauer 4- 3,5 4 4 5,9/10
CU-Urteil: Tat sich defensive nicht immer einfach und musste einige Zuspiele in die Mitte zulassen. Nach vorne kaum ein Faktor.
Lukas Mühl +3 3 3 3 6,4/10
CU-Urteil: Souveräner Auftritt ohne große Wackler, aber auch ohne Glanzlichter.
Ewerton 2 3 3 2 6,8/10
CU-Urteil: Klärte vieles mit seinem Stellungsspiel und seiner Robustheit. Ohne ihn fiel das 2:0.
Tim Leibold +4 4 4 4 6,3/10
CU-Urteil: Offensiv etwas presenter als sein Pendant auf rechts, defensiv aber auch mit Problemen mit Mehmedi
Matheus Pereira +4 4,5 4 5 6,5/10
CU-Urteil: Zu Beginn voll präsent und kreativ. Dann weitgehend abgemeldet.
Eduard Löwen 4 3,5 4 4 7,2/10
CU-Urteil: Im Umschaltspiel und in Sachen Ballgewinne noch ganz ordentlich, insgesamt aber auch zu fahrig und eigensinnig.
Patrick Erras 4 4 4 4 6,2/10
CU-Urteil: Verschleppte bisweilen das Spiel etwas zu sehr. Verlor auf Außen Duelle, die er im Zentrum nicht verlor.
Hanno Behrens 4 4 4 4 6,2/10
CU-Urteil: Emsig wie eh und je, mit einigen guten Ballgewinnen im Pressing. Insgesamt aber mit wenig Präzision und Durchsetzungskraft.
Sebastian Kerk 5 5 5 5 5,3/10
CU-Urteil: Große Abzüge für den lauffreudigen Kerk wegen seines fatalen Bocks vor dem 1:0. Bis dahin bemüht und engagiert, danach sichtlich angeknockt vom Blackout.
Mikael Ishak +5 4,5 5 4 6,4/10
CU-Urteil: Verspielte eine große Gelegenheit, indem er abschloss statt passte. Sonst mit einigen ordentlichen Ablagen, aber meist völlig abgemeldet.
Georg Margreitter 4 6,0/10
CU-Urteil: Ersetzte 17 Minuten lang den angeschlagenen Ewerton. Rutschte vor dem 2:0 aus, auch sonst lang nicht so stabil wie der Brasilianer.
Yuya Kubo 4 6,1/10
CU-Urteil: Ersetzte 17 Minuten lang den angeschlagenen Pereira. Hatte zwei ungefährliche Fernschüsse.
Törles Knöll 6,2/10
CU-Urteil: Ersetzte acht Minuten lang Ishak, hatte zwei Ballkontakte und fiel auch weiter nicht auf.

52 Gedanken zu „Analyse: Offensiv zu wenig, defensiv individuell gepatzt

  • Was ich ja einfach nicht verstehe, ist warum man das Offensivpressing nicht aufrecht erhält?
    Man hat jetzt in ein paar Spielen gesehen, dass man damit die Gegner früh in Verlegenheit bringen kann, stellt es aber dann stets ein, BEVOR man damit auch Erfolg hat…

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    • Die Idee ist wohl Gegner „überrennen“, Tor schießen, dann gut verteidigen. Das Pressing komplett hochhalten dürfte konditionell kaum möglich sein, aber nach der 15. Minute immer damit aufhören und nicht mehr beginnen ist schon eher fragwürdig. Wobei das unter Köllner ja auch schon so war.

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      • Sehe es auch so die vordere Pressingkette wird immer je nach Spielverlauf verschoben mal weiter vorne mal weiter hinten das ist auch Geschmacksache des Trainers. Liverpool hat das zum Beispiel bei den Bayern so perfekt gespielt, mal standen sie hoch wenn keiner damit rechnete dann wieder tief völlig variabel je nach Situation. Steht vorne oder steht hinten statisch, das gibt es glaube ich nicht mehr. Schommers läßt ja mit den Ketten recht tief verteidigen.

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      • Allgemein muss man wohl sagen, dass es ein Rückfall in Köllners Zeiten war.

        Weniger Laufstrecke als der Gegner, deutlich weniger Sprints, schlechte Zweikampfbilanz, also insgesamt eine deutlich zu geringe Intensität. Das kann man sich bei ausgerufenen Endspielen einfach nicht leisten. Dazu auch noch der Köllnerzeit-typische kapitale Bock…

        Scheinbar ist das Strohfeuer verpufft, das der Trainerwechsel verursacht hat, letztlich muss man konstatieren, dass der Radika(h)lschlag kein Kanonenschlag, sondern ein Rohrkrepierer war. Wenn schon, dann hätte man wirklich frische Impulse setzen müssen, mit einem Feuerwehrmann von außen.

        Und man sieht, dass auch Schommers seine persönlichen Problemchen im Kader zelebriert, indem er zum wiederholten mal auf Misidjan verzichtet hat, der mit seiner Qualität, wenn er fit ist, eigentlich unersetzbar ist. Sollte also Schommers jetzt entgegen allen Anzeichen nicht doch noch 2 finale Siege und den Klassenerhalt landen, dann muss wirklich ein Neuanfang in der 2.Liga gestartet werden.

        Vielleicht kann man dem Kahlschlag aber dennoch etwas gutes abgewinnen. Immerhin macht Palikuca bisher einen guten Eindruck und hat das Missverständnis korrigiert, ohne Scouting und Kaderplanung auskommen zu wollen. Allerdings hatte ich auch damals schon angeregt, Bornemann einen Chefscout/Kaderplaner zur Seite zu stellen. Wär also auch ohne Aktionismus möglich gewesen…

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        • Sehe ich genauso. Was das Spiel in Wolfsburg anbelangt. Sehr ernüchternd. Nach dem beherzten Auftritt gegen München. Auch, dass Misidjan, warum auch immer, nicht dabei war. Gegen eine ersatzgeschwächte Wolfsburger Außenverteidigung.

          Bei der Sache mit dem „Radikalschlag“ bin ich etwas anderer Meinung. Denn dieser basiert wohl weniger auf Aktionismus. Sondern durchaus auf der Notwendigkeit, den gegenüber unserem Club illoyalen Bornemann vor die Tür zu setzen. Obwohl man gerne, so Thomas Grethlein, mit ihm weitergemacht hätte.

          Nun gut. Jetzt heuert Bornemann laut „kicker“ auf Sankt Pauli an. Dürfte uns eine Stange Geld sparen. Und: Am Drehbuch für die kommende Kult-Komödie „Köllner auf dem Kiez“ wird also schon fleißig gebastelt. 😉

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          • Die Geschichte vom „Illoyalen Bornemann“ kann man so aber auch nicht stehenlassen (ohne jetzt wieder in die Grundsatzdiskussion einsteigen zu wollen).

            War er nicht eher im höchsten Maße Loyal, hat er sich nicht genau an die ihm gesetzten Vogaben gehalten? Gut, er wollte zu seiner Einschätzung, dass der Misserfolg nicht am Trainer liegt, auch gegen den Widerstand des AR stehen, wollte seine Meinung nicht populistischen Maßnahmen opfern. Der AR hat nicht zwangsläufig recht, nur weil er das übergeordnete Gremium ist. Bornemann muss nicht dem AR gegenüber loyal sein, sondern dem 1.FCN, für dessen Wohl er dachte, das Richtige zu tun. Dafür hat er sein eigenes Schicksal hintenangestellt. Er ist nunmal der Fachmann, dessen Aufgabe war, die sportliche Sicht zu beurteilen. Das hat er getan und letztendlich wohl auch recht behalten: der Misserfolg lag wohl nicht am Trainer.

            Oder sind wir jetzt gerettet?

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            • Selbstverständlich lag der Misserfolg auch am vorherigen Trainer.

              Lukas Mühl betont im jüngsten CEF-Interview, wie immens wichtig Automatismen sind. Insbesondere für Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen. Köllner hat sich somit selbst ins Off rotiert. Und Bornemann war sein Erfüllungsgehilfe. Von einem Vorstand darf man aber durchaus erwarten, dass er dem Verein vorsteht. Oder nicht? Sich hingegen rigoros auf die Seite des Trainers zu stellen, der sich zudem verrannt hat, ist nach meinem Verständnis illoyal gegenüber unserem Club. Oder wer hat Bornemanns Gehalt bezahlt? Wir? Oder etwa Köllner?

              Wir sind jetzt nicht gerettet und wir werden aller Voraussicht nach absteigen, weil Bornemann zu lange den Steigbügel für Köllner gehalten hat. Und weil der (ehrenamtliche) Aufsichtsrat dabei zu lange tatenlos zugeschaut hat. Was wiederum auf eine nicht krisenresistende Struktur zurückzuführen ist.

              Außerdem: Ein Vergleich Köllner vs. Schommers nur anhand von Punkten hinkt. Denn im Gegensatz zu Cheftrainer Köllner hatte Cheftrainer Schommers keine wochenlange Vorbereitungszeit inklusive zwei Trainingslager zur Verfügung. Schommers übernahm eine Mannschaft, die in einer Negativspirale steckte. Dass die Grundordnung bei Schommers aber die deutliche bessere ist, dürfte unstrittig sein. Die Achtungserfolge gegen Dortmund und München sind kein Zufall.

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              • Einspielzeit?Hat doch gegen Dortmund gleich funktioniert und die Mannschaft hatte er auch schon lange zusammen-Anti-Fun Fact Schommers hat seit dem Wolfsburgspiel exakt den Punkteschnitt wie sein Vorgänger-nach 10 Spielen hat das eventuell auch mal Aussagekraft.Bei allen anderen Impulswechseln bei der Konkurrenz gab es mittlerweile mehr Punkte in der Folge als bei diesen Vereinen vor dem Impuls.Einzige Ausnahmen der Tabellen 18 und der 17.
                Die Überschrift für das Hinspiel gegen Wolfsburg könnte exakt fürs Rückspiel genommen werden.Nach vorne geht auch nicht wesentlich mehr, zumindest treffen sie bis auf eine Ausnahme nicht häufiger als die Gegner.Die Wechsel sind auch nicht ambitionierter geworden.Das Problem mit Vura, hätte Köllner so oder ähnlich mit Löwen.Um es kurz zumachen: Man dreht sich im Kreis.

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                • „Schommers hat seit dem Wolfsburgspiel exakt den Punkteschnitt wie sein Vorgänger“

                  Und das, obwohl die Mannschaft unter Köllner eine fast beispiellose Sieglosserie durchleidete, die dann zwar unter Schommers beendet wurde, was dann aber trotzdem nicht zu einem bessern Punkteschnitt führte. Soll das jetzt für Schommers sprechen? Das sie jetzt genauso schlecht sind wie während der Pleitenserie, obwohl der Impuls erst 10 Spiele alt ist?

                  Und was nützt eine optisch bessere Grundordnung, wenn man trotzdem mehr Tore kassiert als schießt?

                  Der Achtungserfolg gegen Frankfurt war auch kein Zufall. Eine Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt alles weggehauen hat, was ihnen vor die Füße kam.

                  Und inzwischen zeigt auch Schommers zwischenmenschliche Probleme. Er ist eben auch kein Gute-Laune-Onkel.

                  Ja, man dreht sich im Kreis und ist exakt wieder da, wo man beim letzten Wolfsburg-Spiel war. Ich hoffe, eines Besseren belehrt zu werden und dass wir doch noch die Kurve kriegen, aber…..

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                • Zitat Optimist:

                  „Der Achtungserfolg gegen Frankfurt…“

                  Achtungserfolg gegen Frankfurt?

                  Von welchem Spiel ist da die Rede?

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                • Na wenn Unentschieden gegen Spitzenmannschaften Achtungserfolge sind, dann ist es eines gegen die seinerzeit formstärkste Mannschaft auch (Hinrunde).

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              • Die mangelnde Eingespieltheit könnte ein Grund für Köllners Scheitern gewesen sein – oder die Tatsache, dass es Bornemann nicht auf die Reihe gekriegt hat, die Mannschaft zu verstärken.

                Aber jetzt ist es auch nur optisch, aber nicht tatsächlich besser.

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        • Da machst du es dir etwas einfach unter Schommers wurde vieles besser, die Spiele waren wieder anzusehen und die gute 1. Halbzeit in Wolfsburg muß man auch nicht ganz unter den Teppich kehren. Das klasse Spiele gegen den FC Bayern, der um jeden Punkt um die deutsche Meisterschaft kämpfen muß der nicht im Schongang unterwegs war, das war ebenso richtig stark. Ob man es Schommers vorwerfen mag oder nicht schwer zu sagen eins blieb tatsächlich gleich wie bei Köllner, insgesamt ist man einfach glücklos. 3 hinterneinander verschossene Elfmeter bei gestandenen Spielern das ist tragisch (2 mal davon Pfosten) , ein reguläre aberkanntes Tor gegen Schalke ich weiss nicht ob man dem Trainer das vorwerfen kann. Vielleicht, vielleicht auch nicht.

          Wenn man denn vergleichen will, kann man ja machen, dann sollte man sich fragen wo waren unsere jetzigen Leistungsträger Löwen, Pereira, Behrens, Ishak, Mathenia war zu Beginn der Saison auch nur zweite Wahl, mittlerweile könnte man sogar Bauer dazu nennen, wo waren die denn unter Köllner? ..unter Köllner gab es überhaupt keine weiterentwicklung weder als Mannschaft noch bei Einzelspielern.

          Es gab nie einen Kahlschlag sondern der AR empfahl Bornemann als Kontrollgremium Köllner zu entlassen als auch im Umfeld die Stimmung am Tiefpunkt war, mehr nicht. Dann bekam es diese Eigendynamik bei der Bornemann den AR gezwungen hat zuerst ihn zu entlassen. Das sind die Fakten und nich ein „Kahlschlag“.

          Im übrigen war der Saisonverbleib bereits mit 11 Pünktchen und dem schlechtesten Torverhältnis der gesamten Liga schon zur Vorrunde verloren, weil doch klar ist dass wir nicht so große breite Kader haben um am Ende der Saison noch alles rumzureißen. Es war völlig richtig nur leider fand das Handeln des ARs zu spät statt.

          Und wer noch Vergleiche benötigt soll sich doch die Spiele gegen Dortmund und FC Bayern in der Vorrunde und in der Rückrunde mal vor Augen führen.

          Dennoch leider hatte Schommers nicht das nötige Glück trotz deutlich verbesserter Mannschaft, Elfmeter, zu zehnt in Schlüsselspielen, aberkannte reguläre Tore usw.

          Ja der Abstieg wird dann natürlich auch mit ihm verbunden sein, so daß ich auch glaube man wird auch auf der Trainerposition einen Neuanfang starten für die 2. Liga. Ich persönlich würde sogar mit Schommers weitermachen, aber aus genannten Grund glaube ich daran nicht.

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          • Es ist ein gehobener Zweitligakader nach wie vor aber seit Schommers hat man sich wenigstens bundesligareif präsentiert. Es gibt ja zahlose Kommentare dazu auch der Fußballpresse landauf und ab, daß der FCN seitdem viel strukturierter und schwerer zu bespielen war genommen wird. Vorher unter Köllner hörte man nur zum FCN sowas wie, der FCN sei in der falschen Liga uä.

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            • In der Schommers-Tabelle ist man mit 7 Punkten aus 11 Spielen vorletzter, hat die zweitwenigsten Tore geschossen (8). Was soll daran bundesligareif sein?

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              • In der Schommers-Tabelle ist man mit 7 Punkten aus 11 Spielen vorletzter, hat die zweitwenigsten Tore geschossen (8). Was soll daran bundesligareif sein?

                Nach meinem Empfinden ist man seit Schommers in keinem einzigen Spiel so auseinandergefallen wie etliche male in der Vorrunde und ist in jedem! Spiele sehr strukturiert und mit dem „gehobenen Zweitligakader“ hat man permanent am Maximum gespielt, was dieser Kader maximal möglich macht.

                Zu deiner These des Ergebnissports, der einzigen übrigens in deiner Arguemtation das macht es schön einfach, bleibt halt zu sagen, ja richtig .. eben glücklos. 3 verschossene Elfmeter (wieviel Punkte wäre es?) hintereinander im Schlusspurt. Klar verschosssene Elfmeter sind für mich auch ein Qualitätsmerkmal, ist das aber Schommers Schuld der Kader? … oder das aberkannte reguläre Tore das auch zu 2 zusätzlichen Punkten aller wahrscheinlichkiet nach geführt hätte. Für mich ist es wichtig Spiele zu sehen und wer den Unterschied seit dem Wechsel nicht wahr genommen hat, den im übrigen ausnahmslos alle Fachleute wahrnehmen, da muss dann nicht weiter diskutieren.

                Im übrigen war meine These beim Wechsel zu dem Zeitpunkt damals, es ist zu spät aber vielleicht kann man sich noch etwas selbstbewußtsein im Verlauf der restlichen Saison holen und den ein oder anderen großen ärgern (dabei an den FCB gedacht) .. alles ist so eingetroffen. An eine Rettung der begrenzten Mannschaft habe ich spätestens seit Vorrunde nicht mehr geglaubt, zumal wir keine Offensive haben, die reicht vielleicht für die 2.Liga

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                • Interessanterweise war Schommers der Defensivtrainer der Mannschaft, während sie immer so auseinandergefallen ist – er hatte daran durchaus seinen Anteil, lag auch an ihm, dass man kein Defensivkonzept gefunden hat, das zur damaligen Spielweise gepasst hat.

                  Nun haben wir zwar ein passendes Defensivkonzept, aber halt eins, dem sich die Offensive unterordnen muss, und bei dem nach vorne halt jetzt noch viel weniger geht als zuvor. Dass sich aber insgesamt viel weniger verändert hat, als du immer weiß machen willst, dazu reicht der Blick in Florians Spielanalysen. Und mit den Schiris hatten wir unter Schommers wohl mehr Glück als das wir benachteiligt wurden.

                  Du kannst auch gerne weiterhin erzählen, dass ja schon in der Winterpause alles entschieden war – bei drei Punkten Rückstand ist aber halt noch gar nichts entschieden, und jeder im Verein, ganz besonders Schommers, schürt weiterhin die große Hoffnung auf den Klassenerhalt… Die Wahrheit ist aber halt, dass der Rückstand auf Stuttgart unter Schommers niemals kleiner als die drei Punkte zu seiner Amtsübernahme waren.

                  Dein Empfinden kannst du ja gerne der DFL mitteilen – vielleicht werden sie es ja in der Tabelle berücksichtigen…

                  Am Ende bleibt es dabei, wir hatten diese Saison zwei Trainer, und unter beiden lief es grottenschlecht, jeder hat die Bilanz eines klaren Absteigers geliefert.

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                • 2 Trainer. Einer wollte das schöne Spiel, einer schuf den schönen Schein, herausgekommen ist unterm Strich das gleiche.

                  Fußball ist ein Ergebnissport.

                  Für würdevolles Verlieren gibt es auch keine Punkte.

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            • Zitat Juwe:

              „Es ist ein gehobener Zweitligakader…“

              Zu hoffen ist, dass wir auch in der nächsten Saison einen gehobenen Zweitligakader haben…

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        • Allgemein muss man wohl sagen, dass es ein Rückfall in Köllners Zeiten war.

          Und komplettiert durch eine köllnereske Einschätzung der eigenen Leistung durch Schommers.

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          • Frankfurt hatte auch einen Köllnerischen Rückfall diesen Spieltag..so what. 🙂 kommt vor. Vergleicht lieber das Spiel mit Köllner gegen die Bayern in der Vorrunde und letzte Woche in der Rückrunde.

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  • Wo kommt denn der Mitchell Weiser bei den „Stimmen zum Spiel“ plötzlich her?

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      • Was ist bei dem Jungen nur schiefgelaufen? Er hatte beste Voraussetzungen, das passende familiäre Umfeld…

        …und wird dann Herzensfürther???

        😀

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  • Ich bin für einen Wechsel von Jovic von der SGE nach Barcelona, denn dann können sie für Löwen etwas mehr ausgeben.

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    • Vielleicht wird Löwen ja auch der nächste Teuchert/Kammerbauer/Sabiri…
      Schwer vorstellbar, wie Löwen mit seiner merkwürdig fahrigen, manchmal genialischen, meist aber doch sehr eigensinnigen Kopf-unten-Spielweise der ambitionierten Eintracht helfen soll.
      Aber vielleicht macht der Adi ja noch was aus ihm und kann ihm einen Rahmen vorgeben, in dem Löwens Talent besser zum Tragen kommt.

      Die drei oben genannten Exclubberer sind für mich jedenfalls die absoluten Beispiele für krasse Fehlberatung und dramatisch dämliches und viel zu kurzfristiges Denken. Schön, mit 23 ein recht volles Konto zu haben.
      Blöd, dass einen danach kaum noch jemand haben bzw. spielen lassen will.
      Beim Club hätten sie möglicherweise in dieser Saison einen Schritt zum Erstligaspieler machen können. Drei schöne Beispiele, wie man sich als junger Spieler verzocken (lassen) kann.

      Ich wünsche Eduard Löwen übrigens nur das Beste und dem Club eine ordentliche Ablösesumme.

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  • Hat gestern eigentlich noch jemand Sky90 gesehen? Didi Hamann hat zum leidigen Thema VAR (heute übrigens ein lesenswerter Kommentar vom hier ungeliebten Christian Streich auf kicker.de) den Club als im Abstiegskampf vehement benachteiligten ausgemacht. Der gute Didi hatte sich fast schon in Rage geredet, wie benachteiligt er „die Nürnberger“ in dieser Saison findet.
    Tat der geschundenen Clubseele auch mal ganz gut, dass jemand wie Hamann durchaus wahrgenommen hat, wie seltsam die Abseitsentscheidung (Zrelak-Tor) in Mainz war („Die Nürnberger hatten damals gleich am Montag drauf bei der DFL das Foto anfordert, das den Moment der Ballabgabe mit dem angeblichen Abseits zeigt – darauf warten sie noch heute!“) und das nicht gegebene Behrens-Tor gegen Schalke.

    Aber das nur am Rande – hilft ja auch nichts.

    Bin übrigens auch wie Flo für die Einführung einer 1,5-Liga, in der sich neben den nicht aufsteigen wollenden Zweitligisten (vom 1. bis zum 7. oder 8.) mit den die Klasse nicht erhalten wollenden Erstligisten tummeln.
    Ist dann so etwas ähnliches wie das siebeneinhalbte Stockwerk in „Being John Malkovich“.

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      • Na ja würde sich sicher anders lesen wenn man den Sieg gegen den FC Bayern – auf dem Silbertablett serviert – angenommen hätte gegen die Bayern mit einem Strafstoß in der Nachspielzeit. Im Hinspiel haben wir nichtmal auf deren Tor geschossen. Wenn nicht so ein ******* ihn an den Pfosten knallt. ( Man muß es nicht so genau machen)

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  • Es war einmal…

    (1)
    In der Saison, die nach dem Tod des Liedermachers Gundermann (wer den Film noch nicht gesehen hat: nachholen!! Nicht nur wegen der 6 Lolas)

    https://youtu.be/hZJ-sJJsiW0

    begann, stieg Gladbach mit 21 Punkten sang- und klanglos aus der Bundesliga ab.

    (2)
    Am 9.April 1999 gab Bruce Springsteen das erste Reunion-Konzert mit der E-Street-Band in Barcelona.

    https://www.youtube.com/watch?v=2mfhT-P4REE

    Einen Tag später gewann der Club in der Liga sein Heimspiel gegen Gladbach durch Tore von Thomas Ziemer und Marc „Ö“ Öchler 2:0.

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    • (3) 29. Mai 1999:

      Charlotte Nilsson gewinnt mit „Take Me to Your Heaven“ den Eurovision Song Contest (Video braucht’s ned).

      Dem Space Shuttle „Discovery“ gelingt das erste Andock-Manöver an die Internationale Raumstation.

      Nürnberger Forscher entdecken Alesia.

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  • Zum Thema Wunder – am Mersey hat das schon mal geklOppt, also warum dann nicht auch beim Club?

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    • Manchmal beruhigend, dass auf diesem Niveau ähnlich krasse Fehler gemacht werden können.

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      • Die selig schlafende Defensive von Barca gestern bei der Ecke zum 4:0, unglaublich. Aber Origi muss den dennoch auch überhaupt erstmal machen: Der Ball hoppelte sichtlich und neben Ter Stegen war auch noch Piqué vor ihm gestanden.
        Das Hinspiel ist viel zu deutlich ausgefallen, Barca war da für mich bei weiten nicht so stark, wie das 3:0 Ergebnis einem glauben lässt. Und dann waren die Katalanen auch selber Schuld, sie hatten doch mehr als genug hervorragende Chancen, das wichtige Auswärtstor zu erzielen.
        Dennoch war das gestern einfach ein tolles Spiel. Sehr doof, daß der Gänsehautmoment direkt nach dem Spiel, als die Anfield Road das Singen anfing, in der Sky Übertragung wegen UEFA Jingles und Werbung unterbrochen werden musste.

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  • Also solche Abwehrfehler wie Barcelona können wir auch 🙂

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    • Und nicht nur das, auch so sind wir einfach sehr viel mehr für die Rolle von Barca als die von Liverpool prädestiniert. Remember 99
      Und der Glubb is a ….

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      • Der Club, das Barca des kleinen Mannes?
        Stimmt die stellen sich ähnlich an, nur auf einem etwas anderen Niveau:
        2018/19 Halbfinale
        Barca : Liverpool 3:0
        Liverpool : Barca 4:0
        2017/18 Viertelfinale
        Barca : Rom 4:1
        Rom : Barca 3:0

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  • Also schon interessant wie die ganze Fußballwelt das (Trick) Eckentor von Liverpool bewundert und feiert. So früher auf der Straße beim Fussi hätte man gesagt, das ist fies (hinterfotzig) das gilt nicht 😮
    ausgerechnet die fairen Engländer.

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    • Armes St. Pauli? Ich lese da viel Positives über Bornemann, klar die Sache, dass er viel alleinm macht kann man auch kritisch sehen. Nächstes Jahr werden wir sehen welcher Sportchef das bessere Team zusammenstellt. Wenn es geht werde ich wieder nach Hamburg zum Spiel gegen St. Pauli fahren.

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  • Der Club könnte so eine Überraschungsecke wie Liverpool gar nicht spielen, das wäre sogar für unsere eigenen Stürmer zu schnell.

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  • Deutscher Schiri im zweiten Halbfinale!? Auweh, die können kein Handspiel und keinen VAR, das gibt mind. einen Handelfer und irgendeinen anderen Mist…

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  • Die Eintracht war auf der berühmten Nürnberger Elfmeterschule.

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    • Ironie des Schicksals: „die Wand“ Hinteregger zielt exakt auf die stehenbleibende Torwart-Wand. Und irgendwie war das vorher schon klar.. „des is RISCHdisch bidde“ hätte einer unserer Ex-Trainer dazu gesagt..

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  • Im Nürnberger ELZ – Elfmeter Leistungs Zentrum werden aber vorwiegend Pfostenschüsse trainiert.

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