Größter Flop?

Nach der 0:4-Niederlage im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach, mit der unsere Mannschaft unter dem frenetischen Jubel der Fans den Abstieg aus der Bundesliga besiegelte (klick), setzte es beim Saisonkehraus in Freiburg…

Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg

am  18. 5. 2019

MATHENIA

BAUER        MARGREITTER        MÜHL        LEIBOLD

ERRAS

LÖWEN        BEHRENS        RHEIN        KERK

ISHAK

Anpfiff:

15 Uhr 30

…eine 1:5-Schlappe. Damit beendet der neunmalige deutsche Meister und vierfache Pokalsieger das Spieljahr 2018/19 als Tabellenletzter mit einer Ausbeute von 19 Punkten (3 Siege, 10 Unentschieden, 21 Niederlagen). Schlechter hat der 1. FC Nürnberg in einer Bundesligarunde seit Einführung der 3-Punkte-Regel (also seit 1995/96) noch nie abgeschnitten.

Doch ist die gerade abgelaufene Bundesligasaison auch die schlechteste, die der 1. FC Nürnberg jemals gespielt hat?

Schwierige Frage.

Am Ende der Saison 1983/84, die der 1. FC Nürnberg mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund…

Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg

vom  26. 5. 1984

KARGUS

REINHARDT        LIEBERWIRTH        GISKE

TÄUBER        HABIGER        GRAHAMMER        HEIDENREICH

        LOTTERMANN

ABRAMZCIK          BURGSMÜLLER

Anpfiff:

15 Uhr 30

…beschloss (ob begleitet von Ovationen des Publikums, entzieht sich meinem Erinnerungsvermögen), stieg der 1. FC Nürnberg mit 14 Punkten aus der Bundesliga ab (6 Siege, 2 Unentschieden, 26 Niederlagen).

Rechnet man die damalige S-U-N-Bilanz in die 3-Punkte-Regel um (6×3+2=20), hat die Mannschaft von damals um einen Punkt besser abgeschnitten als die Mannschaft von heute. Rechnet man aber die heutige S-U-N-Bilanz in die 2-Punkte-Regel um (3×2+10=16), stehen für die Mannschaft von heute zwei Punkte mehr zu Buche als für die Mannschaft von damals.

Ob also der Mannschaft von damals der Titel „Größter Flop in der Bundesligageschichte des 1. FC Nürnberg“ gebührt oder der Mannschaft von heute, liegt im Ermessen des ge…

…neig…

…ten…

…Lesers.

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick.]

13 Gedanken zu „Größter Flop?

  • Ich war damals im Stadion, als die grauenhafte Saison 83/84 mit einem trostlosen Sommerkick und einer Niederlage gegen Dortmund (damals bestenfalls Mittelfeldmannschaft und 1986 gar in der Relegation) traurig beendet wurde. Es war schlimmer Fußball, den der Club damals bot mit 0 Punkten in 17 Auswärtsspielen und dicken Klatschen gegen Stuttgart, HSV und Bayern. Damals wurde übrigens für die 3 Spiele noch Topzuschlag erhoben und die Preise erhöht Ovationen im Abstiegsjahr gab es keine. Im Gegenteil: das Publikum war realistischer und kritischer. Während der Saison gab es einen Fanboykott mit einem leeren Block 4, den nur das Banner zierte: Keine Leistung, keine Fans.

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  • 1983/84 in der Saison waren die Tiefpunkte:

    9 Spiele in Folge verloren

    11 Spiele in Folge ohne Sieg

    3 Spiele in Folge ohne Torerfolg

    ich glaube alle Tiefpunkte 1984 haben wir diese Saison nochmal unterboten. Und nach der 3 Punkte Regel wäre man um 1 Punkt damals besser gewesen. Also für mich ist diese 2019 Saison daher die schlechteste.. ever. Siege sind nunmal die Würze auch für die Fans und man hatte mit 6 zu 3 Siegen 2019 damals auch doppelt so viele.

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    • In der abgelaufenen Saison sah es so aus:
      6 Spiele in Folge verloren (Spieltag 14 bis 19)
      20 Spiele in Folge ohne Sieg (Spieltag 7 bis 26)
      4 Spiele in Folge ohne Torerfolg (Spieltag 14 bis 17)

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    • Unterschiedlich waren die individuelle Qualität des Kaders und die Perspektive der Spieler. Trainer war während der Rückrunde damals schon Heinz Höher. In Mannschaft und Kader standen mit u.a. Giske (kehrte später zurück), Grahammer, Lieberwirth, Herbert Heider, Thomas Brunner, Spieler, die das Gerüst für das Zwischenhoch Mitte und Ende der 80er Jahre sorgten. Das durch exzessives Mißmanagement von Schmelzer und Co. wieder zerstört wurde.

      Die damalige Mannschaft war individuell stark genug um die Klasse zu halten. Das hatte man in den Vorjahren mit geringerer Qualität bewerkstelligt. Es war aber einfach nur eine wild und planlos zusammengekaufte Truppe, die bei Gegenwind schon zu Beginn der Rückrunde regelmäßig auseinandergefallen ist. Was Ovationen anbelangt. Meiner Erinnerung nach waren gegen Dortmund lediglich ein paar tausend Zuschauer im Stadion. Und die Stimmung ging eher in Richtung Fahnenverbrennen. Damals war die Rechnung noch so: Wenn echter Mist gespielt wird, dann gibts Pfiffe und wenn es dann so weitergeht, dann blieb man eben zuhause.

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      • Damals gab es auch noch die schönen „Aufhören!“-Sprechchöre.

        Obwohl die schöne Jugendzeit eigentlich gerne ein bißchen verklärt wird würde ich spontan sagen daß es damals gruseliger war. Vielleicht weil man zu den miesen Spiel oft auch noch klatschnaß nach Hause kam.

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  • Respekt nur bei euren Autos seid ihr 1 klassig eigentlich müsstet ihr aus Anstand den mitgereisten Fans die Fahrtkosten zahlen für so eine abgelieferte Nichtleitung
    ..

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  • Es gibt nichts schön zu reden. Man kann nur aus Fehlern lernen und ich hoffe, das Management tut das. Vorallem nicht abwarten bis zum Schluss. Das fängt schon mit dem Trainer an. Zum Start der Vorbereitung sollte die neue Mannschaft und der Trainer feststehen.

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  • Ich denke man muß abwarten aber mir gefällt schon mal der Ansatz von Palikuca möglichst schnell zu sein wenn man nur begrenzte Mittel hat. Ich glaube wir kennen sehr bald den neuen Trainer und auch bei den Spieler wird das jetzt alles recht zügig gehen vermute ich. Dann wünsche ich ihm das notwendige Glück das wir dieses Jahr nie hatten das kam zu allem hinzu.

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  • Etwas, das vorherzusehen war, als größten Flop zu bezeichnen fällt mir schwer. Der größte Flop ist nicht, wenn das Wunder ausbleibt, sondern wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. Ich weiß nicht mehr, welche Erwartungen wir 1984 hatten, aber an die letzten beiden Abstiege erinnere ich mich gut.

    Der größte Flop ist es doch, wenn man mit hohen Erwartungen antritt und am Ende nichts auf die Reihe kriegt. Da taugen für mich viel mehr als aktuell die letzten beiden Abstiege, als man meinte, höhere Gefilde anvisieren zu können, um dann krachend zu scheitern. Der Abstieg im vermeintlichen nächsten Schritt.

    Ich denke, das Publikum hatte das richtige Gespür, indem es die Mannschaft nicht fallengelassen hat.

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    • Das einzige Problem die Saison war daß die Liga so schlecht war, daß man ständig das Gefühl hatte, nur minimal von der Rettung entfernt zu sein. 10 Punkte Rückstand zur Halbserie und man hätte sich weniger den Kopf zermartert. So hat man jetzt immer noch viel wenn-denn-dann-vielleicht im Kopf – obwohl es selbst in 6-Punkte-Spielen fast nie gereicht hat und man nur ein paar Achtungsunentschieden erkämpfte.

      Bis auf den Pokal/HSV war ich aber nie ernsthaft böse weil man immer irgendwie das redlich Bemühen gespürt hat. Es gab trotz allem viele viel deprimierendere Jahre.

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  • Das ist nicht vergleichbar. Die Mannschaft damals hatte reichlich (Bundesliga-)Erfahrung.

    Die Spieler (aus dem Kopf) Kargus, Reinhardt, Lieberwirth und Heidenreich standen zwei Jahre zuvor gegen die Bayern bereits im Pokalfinale…
    Brunner hat hier bestimmt auch zum Kader gehört…

    Nein. Das war damals deutlich peinlicher – da hätte mehr möglich sein müssen als wir diese Saison hätten erwarten dürfen. (Was nicht heißt, dass man nicht den Anspruch haben darf, dass alles dafür getan wird die Klasse zu halten…)

    Vielleicht verbindet die beiden Spiele irgendwann eine andere Erkenntnis.
    Die des Umbruchs. Damals folgte unter Höher eine wunderbare Zeit (Ein wunderbares Buch über Höher, „Spieltage“ glaube ich, hattest du schon mal vorgestellt).

    Übrig waren im Zweitligafinale 1985 gegen Kassel dann nur noch Brunner, Grahammer und Lieberwirth, glaube ich…

    Diesmal könnten die Namen für 2020 vielleicht lauten:
    Mathenia, Leibold, Knöll…

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  • Manni Burgsmüller ist vergangenem Samstag gestorben. Er wurde 69 Jahre alt. Ruhe in Frieden!

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