Der Kader 2019/20 – Die Abwehr

Wie jeden Sommer stellen wir auch nach dieser Saison Überlegungen zum Kader an. Im zweiten Teil geht es um die Abwehr.

Auf Seiten der Abgänge ist bislang in der Defensive lediglich klar, dass die Leihe von Robert Bauer nicht verlängert wird und der Silbermedaillengewinner von Rio auch nicht fest verpflichtet wird. Bauer begann die Saison als Ersatzmann für Enrico Valentini, wurde aber im Zuge der zwei Oberschenkelverletzungen Valentinis zum Stammrechtsverteidiger. Er absolvierte 22 Spiele (20 als Rechtsverteidiger, je eines als Innen- und Linksverteidiger), konnte dabei aber nur selten überzeugen.

Bei vielen anderen Abwehrspielern erscheint ein Transfer zumindest im Bereich des Möglichen. Bei Tim Leibold lehnte sich die BILD-Zeitung bereits weit aus dem Fenster und titelte: „Leibold macht die Flatter“. Leibold selbst kommentierte den Artikel mit einer Fotomontage auf Instagram, die ihn im Trikot des FC Barcelona Arm in Arm mit Lionel Messi zeigt, versehen mit der Überschrift „Ich flatter dann mal weg – #BILDMACHTSMÖGLICH“. Dies hielt Sky nicht davon ab den Wechsel des Linksverteidigers zum VfB Stuttgart – im Falle eines Klassenverbleibs der Schwaben, der nun natürlich nicht erfolgt ist – zu verkünden. Insgesamt erscheint ein Wechsel des 25-Jährigen nicht unwahrscheinlich, obwohl auch seine Leistungen nur selten Bundesligatauglichkeit erkennen ließ. Im Raum steht laut Sportbuzzer (4.6.) ein Wechsel zum VfL Wolfsburg, wo Leibold allerdings klar Linksverteidiger Nummer Zwei hinter Jerome Roussillon wäre. Nach der Verpflichtung von Ingolstadts Otavio scheint ein Wechsel von Leibold nach Niedersachsen allerdings unwahrscheinlich.

Interessenten für Mühl und Ewerton?

Für die Innenverteidiger Ewerton und Lukas Mühl sind Transfers ebenso im Bereich des Möglichen. Laut dem kicker ist der Brasilianer der einzige Spieler, der eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag hat. Berater Jürgen Bühler, erklärte nordbayern.de: „[Z]um jetzigen Zeitpunkt kann ich nichts garantieren. Ewerton hat eine sehr gute Saison gespielt, wir können nicht die Augen verschließen. [..] Es gibt aktuell kein Angebot.“ Wie die BILD (28.5.,S.10) vermeldet, könnte Ewerton für eine festgeschriebene Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro den Verein verlassen. Der kicker (6.6., S. 37) betont, dass Ewerton „kaum zu halten“ sei. Die BILD zitiert am 7.6. Sportvorstand Palikuca mit den Worten: „Ich weiß, dass er den Wunsch hat, von der Ausstiegsklausel Gebrauch zu machen.“ Berater Bühler sagt der Zeitung gegenüber: „Der Spieler (…) fühlt sich hier mit seiner Familie nach wie vor wohl. Aber wenn es am Ende eine Win-win-Situation für Ewerton und den Club geben kann, dann muss man sich zusammensetzen.“ Ein Abgang des Brasilianers erscheint also wahrscheinlicher. Am 18.6. vermeldete die BILD (Print, S.10), dass ein Wechsel von Ewerton zum HSV kurz bevorstünde, der Brasilianer hatte beim Trainingsauftakt in Nürnberg schon auffälligerweise wegen „Behördengängen“ gefehlt.

Aus dem Umfeld von Lukas Mühl ist dagegen zu hören, dass der 22-Jährige derzeit nicht umziehen möchte. Auch wenn das keine Garantien für einen Verbleib darstellt – es gibt durchaus Bundesligisten, für die man eine Wohnung in Nürnberg nicht aufgeben müsste – gibt es derzeit bei Mühl keine konkreten Wechselgerüchte. Die gibt es für U21-Innenverteidiger Jakov Medic. Der Kroate soll laut kicker (6.6., S. 37) einen Profivertrag in Nürnberg erhalten und danach für zwei Jahre an den Ligakonkurrenten SV Wehen-Wiesbaden ausgeliehen werden. Der FCN bestätigte dieses Modell in weiten Teilen am 12.6. Der Club behält sich für den Sommer 2020 allerdings ein Rückholrecht für den Kroaten vor, der einen Profivertrag beim FCN bis Juni 2022 unterschrieben hat.

Bei Innenverteidiger Georg Margreitter und Rechtsverteidiger Enrico Valentini stehen die Zeichen klar auf Verbleib. Gleiches gilt für Fabian Nürnberger, der Linksverteidiger aus der U21 trainierte seit Anfang März mit der Profimannschaft, am 30.5. erhielt der 19-Jährige einen Lizenzspielervertrag. Für Rechtsverteidiger Kevin Goden bringt der kicker (6.6., S. 37) dagegen eine mögliche Leihe zu Drittligist FC Carl Zeiss Jena ins Gespräch.

In Sachen Dennis Lippert, des letzten aus der U21 beförderten Linksverteidigers, zeichnet sich folgende Lösung ab: Der Oberpfälzer befindet sich seit fast zwei Jahren in Rehamaßnahmen nach einem Kreuzbandriss und stieg spät in der Saison wieder ins Training ein. Auf Nachfrage erklärte der FCN hinsichtlich Lippert, dass der Vertrag des 23-Jährigen zum 30.6. ausläuft, er aber die am 17.6. beginnende Saisonvorbereitung in der U21 beginnen darf und man nach den ersten Wochen Vorbereitung gemeinsam überlegt, welche Konstellation sich nun ergibt.

Sorg als erster Neuzugang

Vergleich Bauer – Sorg*

In Sachen Zugänge handelte der Club am Donnerstagnachmittag erstmals in der Defensive. Oliver Sorg kommt ablösefrei von Mitabsteiger Hannover 96 und hat einen Vertrag bis zum 30.6.2022 unterschrieben. In der abgelaufenen Saison absolvierte Sorg 19 Spiele für Hannover, hauptsächlich als Rechts- und Innenverteidiger. Insgesamt kommt Sorg auf 166 Bundesligaspiele (3 Tore, 9 Vorlagen) für Hannover und den SC Freiburg sowie 26 Zweitligaspiele für Hannover. Im Mai 2014 absolvierte Sorg sogar ein Länderspiel für Deutschland. Allerdings war dieses Spiel ein echter Debütantenball (zwölf Spieler spielten erstmals für Deutschland), was der Tatsache geschuldet war, dass nahezu alle Stammspieler durch DFB-Pokal- oder Champions-League-Finale nicht zur Verfügung standen.

Sorg kann zumindest in Sachen Flexibilität als vergleichbar mit Robert Bauer gewertet werden. In der Bundesliga spielte der ab Dienstag 29-Jährige rechts wie links als Außenverteidiger, sowie auch einige Male als Innenverteidiger. In Sachen statistische Daten ist Sorg dagegen in vielen Kategorien ein Update im Vergleich zu Bauer, wie die Grafik* links zeigt. In den meisten Defensivkategorien ist Sorg in den erfassten Bundesligaspielen besser als Bauer. Auch in vielen Offensivkategorien ist der Neuzugang aus Hannover der Leihgabe aus Bremen überlegen, auch wenn die Werte hier sehr eng zusammen liegen und zeigen, dass weder Bauer noch Sorg zur Kategorie offensive Außenverteidiger gehören. Um Vergleichswerte zu liefern: Tim Leibold lag in der vergangenen Saison bei 2,54 Pässen in den Strafraum, 4,68 Offensivduellen, 1,74 Läufen mit Raumgewinn, 2,7 Dribblings, 0,81 Schüssen und 1,05 Schussvorlagen.

Vergleich Sorg – Valentini*

Es bleibt abzuwarten, ob Sorg Valentini im Duell um den Startplatz auf rechts überholen kann oder gar nach einem Wechsel von Leibold auf links eingeplant ist. Im reinen Datenvergleich hat Sorg die besseren Defensiv-, Valentini aber die besseren Offensivwerte. Hier kommt es womöglich tatsächlich darauf an, wo Damir Canadi seinen Fokus wählt. Betrachtet man seine letzten Stationen lassen sich Argumente für beide Sichtweisen finden. Er setzte stets auf offensivstarke Außen, war aber auch sehr auf defensive Absicherung bedacht. Derzeit dürfte Valentini auf Grund des Standings in der Mannschaft einen minimalen Vorteil haben, sofern er von seinen Verletzungen völlig genesen ist.

Weitere Planungen?

Auf der Gerüchteseite steht bisher lediglich Lars Lukas Mai (BILD, Artikel hinter Paywall). Der Innenverteidiger, der bereits in der Bundesliga für Bayern München zum Einsatz kam, gilt als möglicher Ersatz, falls Mühl oder Ewerton den Verein verlassen. Allerdings heißt es, dass der FC Bayern die Transferrechte am Spieler entweder in Form einer Leihe oder einer Rückkaufoption behalten möchte. Der 19-Jährige würde in Sachen Potential sicher keine Verschlechterung zu den möglichen Abgängen auf der Innenverteidigerposition sein. Laut BILD (28.5., S.10) bemüht sich Sportvorstand Robert Palikuca um eine Freigabe durch den FC Bayern München hinsichtlich eines Leihgeschäfts für Mai. Abzuwarten wäre allerdings, inwiefern Mai in Sachen Umstellung auf Zweitligafußball nicht doch ein Risiko darstellen würde, insbesondere bei Abgängen von etablierten zweitligaerprobten Innenverteidigern.

Ähnliches gilt für den Kolumbianer Anderson Arroyo vom FC Liverpool. Der Außenverteidiger, der meist auf links zum Einsatz kommt, steht laut voetbalnieuws.be beim FCN auf der Liste für ein mögliches Leihgeschäft . Arroyo war in der letzten Saison von Liverpool zu KAA Gent ausgeliehen, machte für die „Büffel“ aber kein einziges Spiel. Derzeit steht der 19-Jährige für die kolumbianische U20-Nationalmannschaft bei der U20-WM in Polen auf dem Platz. Im ersten Spiel besiegte die Kolumbianer Gastgeber Polen (mit FCN U21-Spieler Dominik Steczyk) mit 2:0.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der Abwehr beim FCN viel von möglichen Abgängen abhängt. Ohne Abgänge wäre die Abwehr – möglicherweise mit Ausnahme eines zweiten „gestandenen“ Linksverteidigers – für den ersten Spieltag einsatzfähig und würde von einer gewissen Grad an Eingespieltheit profitieren. Allerdings dauert die Transferperiode noch bis zum 2.9.2019, es kann also noch viel passieren. Dementsprechend werden wir den Artikel immer wieder aktualisieren, sollte es neue Entwicklungen geben. Unser Tableau für die Abwehr sieht derzeit so aus:

Rechtsverteidiger Innenverteidiger 1 Innenverteidiger 2 Linksverteidiger
Valentini Ewerton Mühl Leibold
Sorg Margreitter Sorg/Petrak Sorg/Valentini
Goden Kraulich (U21) Nürnberger (U21)

*Alle Daten von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Alle absoluten Zahlen verstehen sich als Werte pro 90 Einsatzminuten. Die Datengrundlage sind alle Spiele beider Akteure in der 1. Bundesliga seit Beginn der Datenerfassung durch Wyscout in der Saison 2015/16. Für Robert Bauer sind dies 89 Spiele/6736 Einsatzminuten für Ingolstadt, Bremen und Nürnberg, für Oliver Sorg 61 Spiele/5094 Einsatzminuten für Hannover, für Enrico Valentini 15 Spiele/1366 Einsatzminuten für Nürnberg.

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33 Gedanken zu „Der Kader 2019/20 – Die Abwehr

  • Kleine Anmerkung: Dass nur Ewerton eine Ausstiegsklausel hätte, hatte der kicker berichtet. Die NN schrieb ebenfalls, dass es nur eine AK gäbe, dass diese jedoch Leibold hätte, und die NZ, dass Leibold und Löwen eine hätten.

    Es wäre hier halt mal wichtig, auch mal auf der Seite der Abgänge Fakten zu schaffen. Die Spieler werden sich gegenüber der sportlichen Leitung zwar sicherlich erklärt haben, aber bevor irgendwas feststeht, ist es immer sehr schwierig, nach Ersatz zu suchen.

    Sorg sehe ich in erster Linie als vielseitigen Backup, wobei ich eigentlich hoffe, dass man auf rechts eher Goden das Vertrauen schenken würde als erster Backup. Evtl. hat man auch Sorgen, dass es bei Valentini erneut längere Verletzungspausen geben könnten. Ich hätte mir zwar eher einen „richtigen“ Linksverteidiger gewünscht, der nicht so offensivschwach ist wie Sorg, aber so hat man einen Spieler in der Hinterhand, der zumindest hohe defensive Stabilität verspricht, falls einer vom Stammpersonal ausfällt.
    Falls Leibold wechseln sollte, muss man natürlich noch einen LV holen, der Stammplatzansprüche hat.

    In der IV, da wäre es natürlich top, wenn wir keinen Abgang hinnehmen müssten, aber gut verkraftbar, wenn uns nur Ewerton oder Mühl verlassen, so dass wir auch dann noch mit der Stamm-IV Margreitter – Ewerton/Mühl auflaufen könnten. Ich bin hier aber eigentlich ganz zuversichtlich, wenn Mühl von sich aus wenig Lust auf einen Umzug verspürt, dann sehe ich eigentlich keine Alternative zu einem Verbleib – die nächsten Erstligisten sind dann doch zu weit weg, um täglich dorthin zum Training zu pendeln. Und bei Ewerton halte ich es doch für fraglich, ob der Markt für ihn groß was hergibt.

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      • Was ist eigentlich mit Ekin Celebi? Der hat ja bereits vor einem Jahr einen Profivertrag unterschrieben, spielt der in den Überlegungen bereits irgendeine Rolle?
        Würde aber vermuten, dass der erstmal für die U21 eingeplant ist, oder?

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        • Ist für die U21 geplant, kann sein, dass er einer der Trainingslagerfahrer wird, aber zur Zeit gibt’s keine großen Überlegungen, auch weil er ne schwere Schulterverletzung noch völlig auskurieren muss. Gilt analog für Piwernetz, der auch große Teile der Rückrunde verletzt verpasst hat.

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  • Prima Auflistung, auch wenn die vielleicht etwas zu früh kommt, da es bei den Transfers noch einige Bewegungen geben wird. Union Berlin könnte dem Transfer von Leibold vielleicht in die Suppe spucken? Das sieht doch eher nach einem verdienten Abstieg der Schwaben aus.
    Wie auch heute in der Zeitung steht: Union Berlin hätte schon alleine aus dem großen Erfolg mit Minietat gegenüber dem krass viel verbrannten Kapital auf VfBäh Seite, den Aufstieg mehr als verdient.
    Wechselt Leibold dann trotzdem oder wird dann ein Verbleib wahrscheinlicher? Vermutlich würde der Linksverteidiger beim VfBäh in der 2. Liga auch mehr verdienen als bei uns.
    Unsere Defensive sieht wirklich, auch bei vielleicht wahrscheinlichen zwei Abgängen (Leibold + Ewerton oder Mühl) in Ordnung aus. Vor allem den Verbleib von Mathenia sehe ich hier zentral. Ein guter Goalie im Rücken der Abwehr sorgt immer für zusätzliche Sicherheit der Akteure davor. Und Margreitters fehlende Klasse für die erste Bundesliga wird in der zweiten Bundesliga durch seine Kopfballstärke kompensiert. Wenn man die Defensive nun mit den üblichen Zweitligakonkurrenten vergleicht, so ist diese auf jeden Fall im vorderen Tabellenteil.
    Hannover steht ein wesentlich größerer Umbruch bevor als uns und über den HSV kann man leicht das Mäntelchen des Schweigens decken. Verbleibt noch der starke Konkurrent aus VfBäh/Union.
    Ich bin jetzt vorsichtig optimistisch, bisher haben alle Transfers viel Hand und Fuß.

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    • Seitdem wir einen Scout aus England haben suchen wir scheinbar auch Nachwuchstalente in der Premiere League, finde ich nicht schlecht 🙂

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  • Hehe, Herbertgerbert, „… und über den HSV kann man leicht das Mäntelchen des Schweigens decken. …“ würde ich als Oxymoron einstufen.

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  • Update: Höhe der Aussteigsklausel von Ewerton laut BILD ergänzt, ebenso wie die Information, dass bei Lars Lukas Mai laut BILD ein Leihgeschäft angestrebt ist. Gleichzeitig bei Tim Leibold hinzugefügt, dass ein Wechsel bei Klassenverbleib des VfB Stuttgart jetzt natürlich hinfällig ist.

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    • Bin entsetzt, dass Ewerton eine Ausstiegsklausel hat, noch dazu eine in solch geringer Höhe!

      Als er kam, hatte Bornemann doch längst vehement das unumstößliche Dogma formuliert, dass es beim FCN keinerlei Ausstiegsklauseln mehr geben wird. Sollte er den Club verlassen, wäre dies ein herber Verlust. Schwer vorstellbar, dass wir für ihn gleichwertigen und finanzierbaren Ersatz finden würden.

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      • Deshalb konnte er vermutlich auch diese Ausstiegsklausel einfordern. Daß er mehr kann, war doch immer klar.
        Und zum damaligen Zeitpunkt waren 2,5 Millionen schon sehr hoch, wenn man bedenkt, was der Club (nicht) zu bieten hatte.

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        • 2,5 Mio sind angesichts der Rahmenbedingungen auch jetzt noch sehr hoch – wir reden hier immerhin über einen 30-Jährigen nach seiner ersten Erstligasaison, der mittlerweile auch etwas verletzungsanfällig ist und nur noch ein Jahr Vertrag hat.

          Ich behaupte, dass diese Summe sogar so hoch ist, dass sie potenzielle Interessenten abschrecken könnte, und eben auch der Grund dafür sein, dass es bislang keine Angebote für ihn gäbe.

          Davon abgesehen finde ich aber auch, dass man einen Abgang von Ewerton gut kompensieren könne, mit Margreitter und Mühl hätten wir immer noch ein etabliertes IV-Pärchen, dass seine Eignung schon mehr als genug nachgewiesen hat. Will Ewerton seine Qualität sicherlich nicht absprechen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass wir ohne Ewerton defensiv grundsätzlich anfälliger wären als mit ihm.

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          • Mühl kann Ewerton nicht ansatzweise das Wasser reichen. Er macht seine Sache gegen den Ball zwar sicherlich gut. Aber sobald er mit dem Ball etwas produktiv machen muss – was in der 2.Liga deutlich häufiger als letzte Saison der Fall wäre – ist der auch schon weg. Und wenn der Gegner dann nich Margreitter zustellt, wird es brandgefährlich für unser eigenes Tor, weil Mühl der Ball zu oft wegspringt. Wir bräuchten in diesem Fall eine spielstarken 6er, der sich zum Aufbau fallen ließe.

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    • Gleichzeitig bei Tim Leibold hinzugefügt, dass ein Wechsel bei Klassenverbleib des VfB Stuttgart jetzt natürlich hinfällig ist.

      So natürlich sehe ich das gar nicht, wenn man sich in die Lage einees Spielers versetzt und das ist ja gar nicht schwierig, kann Stuttgart in jeder Liga viel mehr zahlen und mit dem größten Etat (geschätzt doppelt so groß wie unserer) so sähe ich dort auch die größere Chance wieder in die 1. Liga zurück zu kehren. Ich weiß daß Palikuca so argumentiert es wäre hinfällig, aber ich sehe das eher skeptisch als Zweckoptimismus.

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      • Hinfällig insofern als dass alle Meldungen vorher waren, dass die Einigung nur für den Fall des Klassenerhalts bestehe, daher sind die Meldungen eben hinfällig, die behaupteten, da gäbe es schon eine Einigung.

        Wenn Leibold bleibt, dann hätte das wahrscheinlich auch eher private Gründe. Seine Freundin ist gerade erst hergezogen und hat hier einen Job angefangen. Daher rührt wohl auch eher der Optimismus von Palikuca, wobei der ja generell nach außen offensiv die Ansicht „pacta sunt servanda“ vertritt.

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  • Profivertrag für Nürnberger!

    (sollte ja eigentlich selbstverständlich sein 😉 )

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  • Bei der Wahl des übelsten Fouls der Saison einer großen Zeitung sind immerhin 2 FCN Fouls mit dabei 😮 o Herr Rhein und der Eierklatscher. Wenisgstens da sind wir in der 1. Liga noch im Gespräch. Beide Fouls dürften uns Punkte gekostet haben.

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    • Für die „übelsten Fouls“ sehe ich sie nicht weit vorne, aber wäre die Kategorie „dümmste Fouls“, dann hätten wir klar Titelchancen.

      Ja, sehe ich auch so. Haben sicherlich Punkte gekostet, in den möglichen indirekten Auswirkungen (Fehlen des besten Offensivmannes durch Sperre, kein aufbauendes Positiverlebnis) vielleicht sogar den Klassenerhalt.

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    • mal eine Frage…

      könnte man die Transfers/Gerüchte an einer Stelle zusammenfassen?

      wäre leichter zu lesen als auf verschiedene Artikel verteilt…

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          • Wos der wieder will, immer aweng a Extrawoschd!
            Bin am Freidooch am Berch, Steinbach Keller, kummsda aa!?

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            • Fraali! Immer Eggsdrawoschd. Su mous saa.

              Morgen werden ich es wohl nicht schaffen…

              und überhaupt… Berg war mal gut… vor 20 Jahren… jetzt zu voll, zu laut, zu heftig.
              Annafest gerne auch abends
              Berg eher nein… aber Frühschoppen wäre nicht schlecht…

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  • Verstehe nicht, warum man einen gehaltstechnisch sicher nicht günstigen Sorg holt, um dann Goden, der gute Ansätze gezeigt hat, in die dritte Liga zu verleihen. Sehe das Niveau dort einfach als zu niedrig an, um sich gut weiterentwickeln zu können, auch was die Strukturen der Vereine betrifft. Und einen weiteren AV, vorzüglich für links, wird man dann ja trotzdem noch holen müssen.

    Bei Medic kann ich eine Leihe eher nachvollziehen, zumal in die zweite Liga, weiß nur nicht, warum gleich für zwei Jahre, nachdem in der Innenverteidigung ja durchaus Fragen offen sind, v.a. auch jetzt schon, wie es nächsten Sommer weitergehen wird.

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    • Oder umgekehrt: Könnte das nicht ein sicheres Zeichen dazu sein, daß Leibold tatsächlich und sicher bleibt?
      Valentini ist doch noch in Rekonvaleszenz, d.h. Sorg wäre auf Rechts gesetzt, Leibold wie immer auf Links und/oder der neue Trainer setzt auf eine Dreierkette und damit wird ein Aussenverteidiger/Innenverteidiger sowieso obsolet!?
      Dann könnte die Ausleihe von Goden auch dazu dienen, Platz in der Defensive für einen Nachrücker aus der eigenen Jugend zu schaffen.
      Ich sehe den Unterschied von der 3. auf die 2. Liga auch bei weitem nicht so groß, wie den von der 2. zur 1. Liga. Das beweisen doch auch diverse Durchmärsche von Vereinen in letzter Zeit von der 3. in die 1. Liga, wie bei Darmstadt, fast bei Kiel und jetzt auch bei Paderborn. Regensburg hat doch auch fast durchgehend einen 3. Ligakader und fährt damit voll und gut in Konkurrenz zu den anderen üblichen Zweitligisten.
      Ich finde die Ausleihe des Ex-Kölners eine gute Idee.

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    • Goden ist mMn zu weit weg von konstanter Zweitligatauglichkeit, gerade was das Stellungsspiel angeht, gibt’s da noch extrem Nachholbedarf. Deshalb ist eine Leihe dorthin, wo man sich recht sichere Einsatzzeiten verspricht (was man in Nürnberg nicht garantieren kann, er aber braucht, weil Stellungsspiel und Entscheidungsqualität auch mit Spielpraxis zusammenhängt und er davon im Herrenbereich nicht genug hat) absolut sinnvoll. Niveau ist sicher geringer, aber damit eben auch angemessen für Goden, der in Nürnberg hinter Sorg und Valentini, der nach eigenen Aussagen wieder voll fit ist, eher wenig Perspektive hat in der kommenden Saison. Für den Fall der Fälle hätte man in der U21 ja mit Piwernetz und Celebi auch noch zwei ehemalige U-Nationalspieler, die auf der defensiven Außenbahn (wenn auch eher links) spielen können.

      Medic und Ewerton haben ja den gleichen Berater, vielleicht hat der ja schon was geflüstert in Sachen Ewerton? Oder aber man sieht Kraulich derzeit einen Schritt weiter und würde ihn eher hochziehen als Medic, will ihm aber auch Entwicklungschancen geben. Was die zwei Jahre angeht, nehm ich an, dass es ein Eins-Plus-Eins-Modell wird, das zwei Jahre gehen kann, aber nicht muss.

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    • Man gewinnt da zwar keinen Attraktivitätspreis, aber das Niveau in der 3.Liga ist alles andere als niedrig, das sieht man schon daran wie häufig Aufsteiger in die 2. Liga direkt in der Erste Liga durchmaschieren. Ich halte den Unterschied 2. 3. Liga deutlich kleiner als 2. zur 1. Liga.

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