Der Kader 2019/20 – Zentrales Mittelfeld

Wie jeden Sommer stellen wir auch nach dieser Saison Überlegungen zum Kader an. Im dritten Teil geht es um das zentrale Mittelfeld.

Im Zentralen Mittelfeld stehen auf der Abgangsseite derzeit zwei sichere Abgänge: Yuya Kubo und Timothy Tillman. Beide kehren zu den Vereinen zurück von denen sie ausgeliehen worden waren. Beide konnten in Nürnberg nicht wirklich Fuß fassen. Tillman kam stand nur einmal in der Startelf, spielte nie über die vollen 90 Minuten und kam in seinen sechs Einsätzen auf 202 Einsatzminuten. Tillman kam dabei selten auf seiner Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld im Einsatz – das tat er in Nürnberg nur in der U21, wo er auf mehr als doppelt so viel Einsatzzeit kam.

Ähnliches gilt auch für Kubo, der oft auf außen zum Einsatz kam statt im zentralen Mittelfeld, wo er – gegen Mainz oder Hannover – seine besten Spiele machte. Insgesamt kam die japanische Leihgabe aus Gent auf 22 Einsätze, spielte aber nur in den ersten vier Spielen der Saison durch und wurde danach stets ein – oder ausgewechselt. Beide könnten also durchaus auch der Kategorie „äußeres Mittelfeld“ zugeordnet werden, die Einordnung ins Zentrum ist in gewisser Weise willkürlich, aber in ihrer „Lieblingsposition“ begründet.

Löwen wechselt zu Hertha BSC

Für viele andere zentrale Mittelfeldspieler gibt es in der ein oder anderen Form Wechselgerüchte. Immer wieder wird Kapitän Hanno Behrens mit dem HSV in Verbindung gebracht, zuletzt in der BILD Hamburg (24.5.). Gleichzeitig gibt es eine Reihe von Zitaten, die darauf schließen lassen, dass Behrens eher dazu neigt, in Nürnberg zu bleiben. So gab er den Nürnberger Nachrichten am 15.5. zu Protokoll: „Ich bin gerne beim Club, es bedeutet mir viel, Kapitän zu sein. Ich fühle mich hier sehr wohl und sehe meine Zukunft in Nürnberg.“ Und zwei Tage später der BILD: „Es gab lose Anfragen, aber ich habe gesagt, ich werde nicht zu irgendeinem Verein wechseln, nur um 1. Liga zu spielen. [..] Dafür ist mir die ganze Geschichte hier zu sehr ans Herz gewachsen.“

Während bei Behrens also die Zeichen auf Verbleib stehen, standen sie bei Eduard Löwen von Anfang an auf Abschied. Bereits im April legte sich die BILD fest und schrieb: „Löwen wird wechseln“ und brachte konkret Eintracht Frankfurt als Interessenten ins Gespräch. Im Verlauf der Woche nach dem Abstieg tauchte dann der FC Augsburg als möglicher anderer Interessent auf. Auch wenn Sportvorstand Robert Palikuca ein Anhänger des Grundsatzes „Pacta sunt servanda“ ist, galt Löwen stets als derjenige, bei dem am wahrscheinlichsten mit einem Abgang zu rechnen war, auch weil beim aktuellen U21-Nationalspieler, dessen Vertrag noch bis 2022 lief, die höchste Ablöse zu erzielen sein dürfte. Am 5. Juni vermeldete der Kicker, der eine Woche zuvor noch gemeldet hatte, dass der FC Augsburg in Sachen Löwen das Rennen gemacht hätte (Print, 31.5.), dass Löwen zu Hertha BSC wechseln würde. Als Ablösesumme stehen 7 Millionen Euro Basispreis, der je nach Eintreten von Klauseln größer werden würde, im Raum. Diese Informationen bestätigten sich eine gute Woche später, als Hertha BSC den Wechsel offiziell machte.

Erras nach England?

Ebenfalls Wechselgerüchte gibt es bei Patrick Erras. Der Vertrag des 24-Jährigen, der seit 2007 beim FCN spielt, läuft im Sommer 2020 aus. Dies bedeutet, dass es nun der letzte Sommer ist, indem Erras mit Ablöse verkauft werden kann. Laut BILD besteht zum Beispiel beim englischen Erstligisten Newcastle United am Oberpfälzer. Dem Vernehmen nach ist Erras einem Wechsel nicht abgeneigt, Zitate der BILD gegenüber („Aber natürlich muss man mit 24 auch einmal darüber nachdenken, wie der nächste Schritt in einer Profikarriere aussehen muss. Manchmal tut ein Tapetenwechsel einem jungen Spieler auch einmal gut.“) scheinen dies auch zu belegen.

Keine Gerüchte gibt es derzeit zu Ondrej Petrak, Simon Rhein, Alexander Fuchs und Lukas Jäger. Außer Petrak kamen alle in der vergangenen Spielzeit auf relativ wenige Einsätze in der ersten Mannschaft. Insbesondere da bei Fuchs und Jäger die Verträge im Sommer 2020 auslaufen scheinen auch diese beiden nicht unverkäuflich, wobei sich Lukas Jäger womöglich mehr Chancen auf Einsatzzeiten ausrechnet, da mit Damir Canadi nun der Trainer am Ruder ist, mit dem er in Altach große Erfolge feiern konnte und der dort auch auf ihn baute. Bei Alexander Fuchs bringt der kicker (6.6., S. 37) eine mögliche Leihe ins Gespräch, dafür müsste aber zuvor der Vertrag mit dem 22-Jährigen verlängert werden.

Mehlem, Bakalorz und Travnik im Gespräch

Fürs Zentrale Mittelfeld gibt es tatsächlich eine ganze Reihe an Gerüchten. Besonders laut waren diese zu Beginn der Transferphase bei Marvin Bakalorz, dem Kapitän von Mitabsteiger Hannover. Die BILD (Print, 24.5.) schrieb bereits davon, dass der 29-Jährige „vor einem Wechsel zum 1. FC Nürnberg“ stünde. Die Konkurrenten um die Dienste des Abräumers waren aber mit dem HSV, Union Berlin, Paderborn und einigen ausländischen Vereinen mannigfaltig. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Bakalorz eine Verlängerung des Vertrags in Hannover abgelehnt hatte, da diese mit einer signifikanten Gehaltskürzung verbunden gewesen wäre, machte sowieso etwas stutzig, dass sich der FCN gegen die Kontrahenten eine Chance hätte ausrechnen können. Am 12.6. erklärte Robert Palikuca dann auch gegenüber der Bild: „Dass Marvin nicht zu uns wechselt, war mir aber schon länger klar.“

Ums Geld geht es auch bei Marvin Mehlem. Der Vertrag des 21-Jährigen beim SV Darmstadt 98 läuft im Sommer 2020 aus und Darmstadt kann den talentierten offensiven Mittelfeldspieler, der auch auf den Außenbahnen agieren kann, nur noch in diesem Sommer wirklich zu Geld machen. Die BILD bringt im Werben um Mehlem den FCN ins Gespräch und zieht dabei die Verbindung zum neuen Leiter der Lizenzspielermannschaft, Florian Meier, der ja aus Darmstadt an den Valznerweiher wechselte. Ein Wechsel ist auch hier vorstellbar. Gerade da Damir Canadi großen Wert auf schnelles Umschaltspiel legt und oft von seinen Spielern den sofortigen Ball in die Tiefe verlangt und Marvin Mehlem ein Spieler mit einem solchen Profil ist. Allerdings heißt es, dass Darmstadt bisher eine exorbitant hohe Ablösesumme verlange.

Am 28.5. brachte die Nürnberger Zeitung den Namen Michal Travnik ins Gespräch. Der zentrale Mittelfeldspieler vom FK Jablonec gilt unter Scouts als derzeit bester zentraler Mittelfeldspieler der tschechischen Liga. In der vergangenen Saison kam Travnik auf zehn Tore und elf Vorlagen im Ligabetrieb. Allerdings hieß es schon zu diesem Zeitpunkt, dass auch Vereine aus Tschechien England und der Türkei am tschechischen Nationalspieler interessiert seien. Am 14.6. wurde Travniks Wechsel zu Sparta Prag bekannt gegeben.

Zugänge von Abgängen abhängig

Die Fränkische Landeszeitung spielte überdies im zentralen Mittelfeld den Namen Dominik Stolz. Allerdings nahm dessen Berater Thomas Ziemer den Gedankenspielen um eine Rückkehr des ehemaligen Jugendspielers, der in der abgelaufenen Saison mit dem Luxemburger Verein Düdelingen Europa League spielte, etwas „den Wind aus den Segeln“. Ein Transfer des 29-Jährigen zum Club scheint also wenig wahrscheinlich.

Nach dem Abstieg des FC Ingolstadt spielt nun laut BILD auch Almog Cohen eine Rolle in den Planungen des 1. FC Nürnberg. Der Israeli, der von 2010 bis 2013 in Nürnberg spielte und sich dabei einen Ruf als Wadenbeißer erarbeitete, könnte ablösefrei wechseln, da sein Vertrag bei den Oberbayern keine Gültigkeit für die Dritte Liga hat. Aus dem persönlichen Umfeld Cohens heißt es, dass eine Entscheidung erst nach den EM-Qualifikationsspielen, die er mit der israelischen Nationalmannschaft absolvieren wird, zu erwarten sei.

Einen weiteren Ex-Cluberer brachte der Kicker am 13.6. (Print, S. 11) ins Gespräch: Mike Frantz. Der Club wole den Kapitän des SC Freiburg mit einem Dreijahresvertrag zurück nach Franken locken. Der 32-Jährige sei unzufrieden damit, dass der Bundesligist seinen 2020 auslaufenden Vertrag bisher nicht verlängert habe. Gleichzeitig bezweifelt der Kicker – zu Recht – ob der FCN das Gesamtpaket aus Gehalt und Ablöse für Frantz überhaupt stemmen könne. Bereits im Laufe des 13.6. wurde dann klar, dass die Option Mike Frantz keine echte Option ist: „Das Thema hat sich leider erledigt. Wir hatten diese Idee, haben in Freiburg angefragt, aber sehr deutlich mitgeteilt bekommen, dass sie nicht bereit sind, ihn abzugeben.“ (Palikuca gegenüber dem Kicker)

Klar ist allerdings, dass sich im Laufe des Sommers im zentralen Mittelfeld etwas tun wird. Wie auf allen anderen Positionen hängen die Veränderungen im Kader vor allem an den Abgängen. Erst wenn neben Kubo und Tillman andere Planstellen frei werden, können weitere Zugänge festgemacht werden. Bedarf besteht in Sachen Qualitätszuwachs vor allem in der Offensive, wo der Abgang von Kevin Möhwald in der vergangenen Spielzeit nie kompensiert worden war.

Derzeit sieht unser Tableau für das zentrale Mittelfeld dergestalt aus:

Defensives Mittelfeld Zentrales Mittelfeld Offensives Mittelfeld
Patrick Erras Hanno Behrens
Ondrej Petrak Alexander Fuchs
Lukas Jäger Simon Rhein Heußer/Harlaß (U21)

Der Artikel wird – wie alle Kaderplanungsartikel – im Laufe des Sommers immer wieder auf den neuesten Stand gebracht.

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51 Gedanken zu „Der Kader 2019/20 – Zentrales Mittelfeld

  • Interessant wird ja auch sein was für ein System präferiert wird- je nach Aufstellung würde man ja mehr oder weniger offensives Mittelfeld benötigen.

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  • Die in meinen Augen wichtigste Personalie erwähnst Du im letzten Absatz, wenn Du schreibst, dass der Abgang von Kevin Möhwald nie kompensiert wurde. Das war für mich das zentrale Versäumnis der sportlichen Leitung (Sportdirektor/Trainer) und zudem das zentrale Manko in unserem Offensivspiel. In diesem Zusammenhang stelle ich mir folgende Fragen:
    – Sollte Löwen diese Position einnehmen, was durch dessen Verletzung zu Saisonbeginn und dann später durch den Konflikt mit dem Trainer verhindert wurde?
    – Wurde Kubo für diese Funktion geholt? Und warum ist das so krachend schief gegangen? Hat man seine körperlichen Defizite (mangelndes Durchsetzungsvermögen im Zweikampf) zu spät erkannt und ihn dann nur noch auf Außen eingesetzt, wo er noch wirkungsloser war?
    – Sollte gar Timothy Tillman in diese Rolle hineinwachsen? Warum hat man ihn dann nicht gezielter aufgebaut und gefördert? Meinetwegen ihm in der Hinrunde bei U21 in dieser Position regelmäßige Spielpraxis geben und ihn dann spätestens in der Rückrunde für die Bundesliga-Elf bringen? Oder war er einfach nur Trainingsfaul und wurde deshalb nicht konsequent gefördert?
    – Oder hoffte man gar auf Sebastian Kerk, der bei der Übernahme der „10“ auf seinem Trikot ja durchaus forsche Ambitionen in dieser Richtung geäußert hatte?

    Natürlich ist es müßig, die Fragen nach dem Abstieg beantwortet zu bekommen? Aber für den Wiederaufstieg ist die Besetzung dieser Position in meinen Augen die Schlüsselpersonalie.

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      • Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß jemand egal wer für Löwen 10 Mio zahlt. Wofür denn? Sollte das stimmen, was ich mir aber nicht vorstellen kann beim besten Willen dann danach noch Dankesschreiben aufsetzen bitte 🙂

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          • Es ist ein Unterschied, wenn Hoeneß das sagt oder wenn Palikuca das sagen würde, hat er ja nicht Man sollte schon den richtigen Bezugspunkt setzen.
            Sollte es für Eduard Löwen annähernd 10 Mio geben dann den Lottogewinnen nehmen und sehen was Palikuca daraus machen kann gerade aus dem Ausland dürfte sich da einiges machen lassen.

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      • 10 Mio ist heute nicht mal viel für einen bundesligaerprobten Jungspieler mit Entwicklungspotential, der zudem auch variabel einsetzbar ist. Endlich mal ein Spieler, der nicht unter Wert verscherbelt wird!

        Wenn er konstanter wird und die Konzentrationsmängel abstellt, sehe ich in Löwen einen kommenden Nationalspieler. Der nächste Schritt, da braucht es nicht viel…

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        • Entwicklungspotential hat jeder Fußballspieler die Frage ist dann auch immer wohin? 10 Mio für Edi der am meisten in der Saison mit diesem Taubenschei** Foto auffiel das fände ich eine Sensation.
          (10 Mio sind vielleicht für den FC Bayern kein Geld für Augsburg schon)

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          • Die kolportierten 10 Mio. sind ja nicht Resultat seiner aktuellen Leistung, sondern v.a. seines eingepreisten Potenzials. Ich kann das nachvollziehen – Ich erwarte von Löwen, dass er sich mit dem richtigen Trainer noch stark entwickelt. Insofern wäre mir lieber, wenn wir nur 8 Mio. und dafür 20% am Wiederverkaufswert bekämen.

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            • Bzgl. „Ich kann das nachvollziehen“:
              Hattest Du Dich nicht mal vor paar Monaten köstlich darüber amüsiert, wie absurd die Einschätzung sei, so ca. 15-20 Mio für den Abgang diverser Leistungsträger seien in etwa insgesamt zu erwarten/erhoffen?

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              • Ein aktueller, zentraler Mittelfeldspieler der U21 Nationalelf für 10 Mio €?
                Mal Löwen mit seinen N11 Kollegen vergleichen:
                – Nadiem Amiri (TSG Hoffenheim) 17 Mio
                – Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund) 18 Mio
                – Maximilian Eggestein (SV Werder Bremen) 25 Mio
                – Robin Koch (SC Freiburg) 10 Mio
                – Arne Maier (Hertha BSC) 22 Mio
                – Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach) 24 Mio
                – Levin Öztunali (1. FSV Mainz 05) 4,5 Mio
                – Marco Richter (FC Augsburg) 4,5 Mio
                – Suat Serdar (FC Schalke 04) 11 Mio
                Da liegt er ganz gut, könnte sicherlich höher sein, wenn sein Verein in der letzten Saison nicht so schlecht gewesen wäre. Das war keine Werbung.

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                • Ich kann mir schon auch vorstellen, daß Löwen aufgrund seiner Vielseitigkeit gefragt ist das findet man ja auch nicht so oft. Ich glaube bis auf Torwart kann er alles 🙂

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    • Ja Manni, da war irgendwie absolut kein Plan erkennbar. Vor allem bei den drei kurz vor knapp verpflichteten bzw. ausgeliehenen Spielern, die doch die vorher noch breit kommunizierte Spezifikation „deutschsprachig, muss sofort weiterhelfen können“ allesamt klar und deutlich verfehlten. Als interessierter Fan dacht man sich noch, daß da vielleicht etwas geniales dahinterstecken könnte, was man selbst irgendwie nicht erkennen konnte. Leider nein.
      Folgerichtig blieben diese Spieler die gesamte Saison über weitgehend Fremdkörper und blieben sogar bei zwei Trainern weitgehend wirkungslos. Einzig Perreira kam einigermassen an, aber das war insgesamt viel zuwenig bei einem Griff in ein mittleres bis oberes Qualitätsregal musste da bei diesen sehr späten Wechseln einfach ein mehr an Assists und Toren herausspringen.

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  • Ich hab eher ein gutes Gefühl für die Zukunft des Clubs und das hatte ich lange nicht mehr. Der Trainer könnte die Mannschaft nach oben bringen. Ganz wichtig war die Weiterverpflichtung im Tor. Ein guter Mann im Kasten kann so manchen Punktgewinn bringen. Und um in der 1. Liga bestehen zu können, muss man sich gegen Mannschaften wie Stuttgart, HSV oder Hannover durchsetzen. Sehen wirs als Generalprobe für Liga 1.

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  • Mehlem ist ein hochinteressanter Spieler, der zwar noch großes Lernpotential, aber auch ein beeindruckendes Talent mitbringt, das uns nach Pereiras Weggang fehlt.
    Keine Frage, dass der Club für die neue Saison einen oder zwei Mittelfeldakteure benötigt, die ein anderes Profil als das in Liga 1 aufweisen solten: Kreativ, schnell, wendig, dribbelstark und in der Lage, durch ihre technischen Fähigkeiten Defensiven in Unruhe zu versetzen und damit die Stürmer in Abschlusspositionen zu bringen. Den berüchtigten Schnittstellenpass spielen zu können kann auf keinen Fall schaden, ebensowenig als Umschaltakteur das Spiel nach vorne schnell zu machen.
    Bakalorz sehe ich eher als Behrens-Klon; sehr einsatz- und lauffreudig, erfahren sowie, aber nicht notwendigerweise ein Mann, den man verpflichten muss, wenn Behrens bleibt, da ihm die technischen Fähigkeiten wie auch das notwendige Maß an Kreativität fehlt, um gegen dicht gestaffelte Abwehrreihen, mit denen wir es vermutlich in 22-28 Begegnungen in der kommenden Saison zu tun haben dürften, Lösungen zu finden.
    Es wird spannend und ich hoffe auf eine taktisch und technisch variable sowie schnelle Mittelfeldreihe.

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  • Aber man sieht deutlich auch im Hinblick der abgelaufen Saison wo am meisten Handlungsbedarf steht ist das offensive Mittelfeld. Der einzige Löwen bin ich sehr sicher, wird in der 1. Liga bleiben wollen auch wenn er das nicht untermauert hat in der vergangenen Saison. Aber für irgendeine Bank in der 1. Liga wird es wohl reichen.
    Da wünsche ich mir auch trickreiche Ballstarke Neuverpflichtungen im offensiven Mittelfeld eine der Großbaustellen, seit Möhwald war da nichts mehr. Auch die Neuverpflichtungen brachten es nie, wie Kubo zb.

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  • Zum CL-Finale gestern: Ich kann mich kaum an ein schlechteres Endspiel erinnern. Von der teilweise sehr hohen Qualität mancher Akteure war da viel zuwenig zu sehen, zu selten blitzte kurz etwas Klasse auf. Hier eine Hacke von Salah, dort ein 60 Meter Diagonalpass in den Fuß. Das war sehr enttäuschend. Vor allem nach den Halbfinalspektakel erwartete man sich einiges vom Endspiel.
    Es war dann doch irgendwie schade, daß Tottenham Ajax rausgeworfen hatte. Von den Holländern wäre offensiv sicherlich mehr gekommen. Der Londoner Sturm blieb weitgehend völlig harmlos und ungefährlich. Pocchettino hat viel zu spät angefangen, mehr zu riskieren. Man hatte immer den Eindruck, als hoffte Tottenham auf ein besseres Ergebnis im Rückspiel.

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  • Man muss allerdings sagen dass das letzte Pflichtspiel beider Vereine schon drei Wochen her ist .Da kann man schon etwas den spielrythmus verlieren

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  • Es war dann doch irgendwie schade, daß Tottenham Ajax rausgeworfen hatte. Von den Holländern wäre offensiv sicherlich mehr gekommen. Der Londoner Sturm blieb weitgehend völlig harmlos und ungefährlich.

    Das liegt auch daran, daß Klopp aus Liverpool ein Bollwerk gemacht hat mit einer enormen Pressing Intensität mal weit vorne dann stehen die Pressingreihen wieder weiter hinten völlig variabel aber seit Klopp beherrscht das Liverpool.
    Hat schon auch einen Grund warum der FC Bayern zuhause im eigenen Stadion gegen Liverpool überhaupt nicht ins Spiel kam, im eigenen Stadtion wo der FC Bayern normal 70-80% Ballbestitz gewöhnt ist. Ajax hätte gegen die Pressingmaschine Liverpool auch nicht mehr gerissen. Vielleicht nicht die attraktivste Variane aber effektiv.

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      • Tore schießen muss man natürlich auch, mit Mané und Salah sind da zwei außergewöhnliche Spieler, dazu noch Firmino mich persönlich hat Mané sogar nocht mehr beeindruckt als Salah. Klopp hat aber selbst eingeräumt daß sie keinen klassichen Spielmacher haben. Vor allem, die haben alle ihre besten Jahre noch vor sich.

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        • Das Lustige fand ich, dass Mané bei einem Freundschaftsspiel von RB Salzburg gegen die Bayern 2014 schon so überragend spielte, dass ich ihn damals an Bayerns Stelle direkt mitgenommen hätte. Da hat mal wieder die Ignoranz der Bayern gesiegt – was hätten die Spaß an dem Kerl gehabt!

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    • Nervös isser jedenfalls, der arme Kerl. Man sehe anfangs auf seine Hände. Noch mehr zittern würden die wohl nur, wenn er z.B. den Beißer aus James Bond interviewen würde..

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    • Gibt es darin denn irgendwelche neuen Infos? Hab gerade keine Möglichkeit, mir das anzuschauen…

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    • Ich glaube ja langsam Palikuca IST der beißer 😁 … Jedenfalls kein Freund des Smalltalks.

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  • Es ist halt etwas unglücklich gewählt mit einem 2m Mann das Interview stehend zu machen. Bornemann hat etwas blumiger nichts gesagt und Palikuca sagt halt einfach direkt irgendwie nichts 🙂

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  • Hab mir das Frankentv-Interview mit unserem Sportvorstand gerade angeschaut und musste wirklich lachen. Palikuca knattert seine Worte nach kurzem Überlegen maschinengewehrartig und in größtmöglicher Knappheit raus. Er wirkt damit fast so wie das Verbalnegativ von Köllner. Und er trägt offenbar einen gigantischen Schutzpanzer um sich herum,, als hätte er tief im Inneren die totale Panik, auch nur ein falsches oder interpretierbares Wort zu äußern. Ist halt auch noch ein Newcomer auf der Position. Aber irgendwie mag ich diese Eigenart auch, weil er, wenn er schon nichts Substanzielles von sich gibt, das wenigstens in aller Kürze macht.

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    • Stelle mir gerade Palikuca als Radiomoderator im Schnupperpraktikum vor. Ich spiele jetzt das Lied….Ach wissen sie, sie kennen es doch eh schon besser als ich. (legt es auf)
      Staumeldung A9: Aktuelle Zeitverzögerzung?…Sollten sie drin stehen, sehen sie das schon, die anderen betrifft es ja nicht. Die haben auf der Baustelle eine Menge vor.

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  • Hab mir gerade das Interview angesehen, das fand ich jetzt nicht so schlimm aber ich denke, daß hätte jeder von uns auch „hinbekommen“, da brauch ich nicht Journalist oder ähnliches sein…

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  • Palikuca kommt in dem Interview natürlich schon ein wenig unverbindlich rüber. Er muss ja nicht gleich zur Labertasche werden, aber das Geschäft und sein Job bedingt eben auch PR zu machen und dabei vielleicht bekannte Falten in eigenen Worten wiederzugeben. Ansonsten kann man sich so ein Interview gleich sparen. Und ein guter Draht zu den Medien schützt ihn ja auch persönlich zumindest eine Weile, wenn der Welpenschutz erst mal weg ist. Da wird er sich jedoch bestimmt noch einfinden. Priorität sind konkrete Maßnahmen und da fühlen sich seine ersten 90 Tage bisher sehr konkret und gut an.

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    • Löwen,Stark und Plattenhardt-so langsam kommt der Club nach Berlin
      Nur manchmal frage ich mich wann der Club in den mittlerweile üblichen Ablösebereichen ankommt

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      • 7 Millionen, die je nach Verlauf bei Hertha auf bis zu zehn anwachsen, dürften für nen Spieler, der maximal ansatzweise Bundesligatauglichkeit nachgewiesen hat, eigentlich sowohl als angemessen als auch als marktüblich eingestuft werden.

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        • Ich finde es eher erstaunlich, daß nach der Saison überhaupt noch Spieler Begehrlichkeiten bei anderen Bundesligisten wecken. Für mich hat kein Spieler in der Saison Bundesligatauglichkeit nachgewiesen, wenn würde ich Mathenia sagen, wenn da nicht auch immer wieder Grottenspiele dabei gewesen wären. Es hilft ja nichts wenn man nur an guten Tagen erstligatauglich ist, das muss die Basis sein.

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          • In einem stabilen Umfeld ist Löwen mit seinen Anlagen und seiner Vielseitigkeit eine sinnvolle Investition in die Zukunft und ein Schnäppchen obendrein.

            … Und Mathenia Grottenspiele um die Ohren zu hauen ist reichlich daneben.

            Wir haben einige Bundesliga-Potential-Kicker, die halt nebendran Führungsspieler brauchen um zu funktionieren und zu reifen. Und genau die haben wir eben nicht…

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            • Führungsspieler hätten wir schon, aber die waren selbst zu sehr damit beschäftigt sich auf Bundesliga Niveau behaupten zu können. Wenn ich da an Behrens, Margeitter oder Valentini denke, für die ist die Luft in der Bundesliga schon sehr dünn.

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  • … Und Mathenia Grottenspiele um die Ohren zu hauen ist reichlich daneben.

    Schon das letzte Spiel vergessen? 5:1 in Freiburg Note 5 für ihn. Das ist nicht danaben sondern defintiv war das ein Grottenspiel auch von ihm. Der darüber Säbler nach Rückpass Kerk hat es auch in die engere Auswahl der Torwartpatzer der Saison geschafft. Für die 2. Liga ist er aber eine gute Wahl mit seiner Persölichkeit finde ich. Ich schrieb ja auch dass er noch am ehesten an 1. Liga Niveau heran kam.

    Eduard Löwen hat 7 U21 Nationalspiele 1 Tor, ist auch nicht die Welt an Erstliga Maßstäben gemessen, da hat Cedric Teuchert zb deutlich mehr 8 Tore in 8 Spielen und dessen Marktwert liegt bei 1,5 Mio aktuell.

    Also wenn man für Löwen 7-10 Mio tatsächlich bekäme, vielleicht auch weil er ein sehr vielseitig einsetzbarer Spieler ist, dann den Lottogewinn schnell nehmen und dann gute Reise.

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    • Eduard Löwen hat 7 U21 Nationalspiele 1 Tor, ist auch nicht die Welt an Erstliga Maßstäben gemessen, da hat Cedric Teuchert zb deutlich mehr 8 Tore in 8 Spielen und dessen Marktwert liegt bei 1,5 Mio aktuell.

      Dir ist aber schon bewusst, dass Löwen in der U21 vor allem im DM/ZM eingesetzt wird und Teuchert vor allem als Stürmer aufgelaufen ist? Das dürfte den Statistik-Vergleich etwas entkräften.

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