Die unglaublichen Bekenntnisse des Roland Winterstein

Zu besprechen ist das Buch „Naus zum Glubb – Mein Leben mit einem Traditionsverein“ von Roland Winterstein, in dem der Autor – er dürfte so um 1968 herum geboren sein – sein Leben mit dem FCN und um den FCN herum angefangen von der Zeit in der 2. Bundesliga Süd in den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart…

warmherzig, voller Witz und mit einer gehörigen Portion Selbstironie (Zitat Buchrücken)

…erzählt.

Durchaus warmherzig

…ist die Schilderung einer Begegnung des jungen Winterstein mit einem amerikanischen Soldaten, aus der sich eine Freundschaft entwickelte, in der sich ein Kindheitswunsch des Autors erfüllen sollte. Dieser Wunsch bestand in dem Kauf eines originalen FCN-Trikots, der dem Autor – besser: dem Helden der Geschichte – von seinen Eltern verwehrt wurde (S. 35):

Wieso ich für […] ARO, Reflecta oder Grundig freiwillig als Litfaßsäule durch die Gegend laufen wollte, entzog sich komplett ihrem Verständnis.

Also musste ich für mein Glück arbeiten. Und wenn meine Mannschaft Gras fraß, konnte ich das auch. Wenn meine Mannschaft 90 Minuten ackerte, um den spielstärkeren Gegner mürbe zu machen, dann würde für mich ein brandneues Trikot unter die Bezeichnung „hart umkämpft“ fallen. Motiviert zog ich mit unserem Bollerwagen los. Ich wurde Ferienjobber mit Unmengen von Flugblättern, auf denen die Sonderangebote vom Schocken gedruckt waren, einem Kaufhaus in der Nürnberger Südstadt, auch als Horten bekannt.

Da unser junger Held schnell des Verteilens der Werbebroschüren auf die unzähligen Briefkästen des Nibelungenviertels überdrüssig wird, legt er eine Pause ein (S. 36f.):

Ich saß auf einer Parkbank, und plötzlich kamen sie: die Zupfer! Die in der Stadt stationierten Amerikaner. […]

Die Zupfer trotteten immer eine Runde um den Dutzendteich, singend und in Dreierreihen. Einer intonierte, die anderen stimmten ein. Ein spektakulärer Chor in Soldatenuniformen. […]

An diesem Tag, als ich nichtsahnend auf der Bank saß, gesellte sich Jim zu mir. Der war umgeknickt und verlor den Anschluss zur Jogginggruppe. Stöhnend zog er den rechten Militärstiefel aus, am Knöchel konnte man die Schwellung deutlich erkennen. Jim fluchte leise und wollte pflichtbewusst weitergehen. Ging aber nicht. In genau diesem Moment richteten sich unsere Blicke gleichzeitig auf den Bollerwagen. Und ich sah meine Felle (also mein Trikot) nun endgültig davonschwimmen. Denn wenn der sich jetzt reinsetzt und ich seinetwegen meine Schicht nicht ordnungsgemäß zu Ende brachte, wäre das Kapitel „Angeben im Originaltrikot“ bis auf Weiteres geschlossen.

Aber ich war gut erzogen, und die Freunde aus Übersee mochte ich gut leiden. So schob ich Jim also in meinem Bollerwagen zur Kaserne. Der studierte dabei interessiert meine Flyer und fand die Hähnchenkeule „amazing“. Es war der Anfang einer langen Freundschaft, und als Dank für den Fahrdienst lud er mich spontan zu einer Pizza ein. […]

Ich jedenfalls habe Jim aus Oregon viel zu verdanken: einen freien, weiten Blick. Die Neugier, Dinge zu probieren und Zweifel abzuschütteln. Scheitern und weitermachen. Und einen passablen Musikgeschmack, der bis heute anhält. Doch das Wichtigste war: Ich bekam mein erstes „echtes“ Clubtrikot. Er spendierte es mir. Obwohl er mit Fußball nichts anzufangen wusste, war er vermutlich der erste Zupfer im Fanshop, der für den Club in harten Dollars bezahlte. Dazu fällt mir nur noch eins ein: amazing.

Fürwahr ein schönes Stück Völkerverständigung, bei dem es dem Leser ein bisschen warm ums Herz wird.

Zweifellos voller Witz

…ist es, wenn es bei der Beschreibung der Atmosphäre in der im wahrsten Sinne der Wörter anrüchigen und nicht ganz stubenreinen Gaststätte Seerose, dem „sagenumwobenen Epizentrum der Anhängerschaft des 1. FCN“ (S. 67), heißt (ebd.):

Der blutige Turban von Dieter Hoeneß aus dem verlorengegangenen Pokalfinale (klick) baumelte angeblich über den Toiletten als Fliegenfang.

Auf S. 115 liest man:

Ja, der Club trägt mit seinen Erfolgen und Niederlagen entscheidend und allumfassend zum Gesamtbefinden und Lebensgefühl einer ganzen Region bei.

Belegt wird dieser Befund durch ein pralles Sprachbild voller lokalkolorierter Komik (ebd.):

Scheint der Club hochzugehen, befindet sich ganz Nürnberg im Unterschwung am Reck und wuchtet sich trotz Bierbauch und Bratwurstschwarte über die Stange.

Von Selbstironie durchzogen ist die Schilderung eines Ehrenhandels mit Bayernfans, in dem unser junger Held deutlich schlechter abschneidet als David im Kampf mit Goliath (S. 40f.):

Eingefleischte Clubfans besitzen irgendeinen Spleen, so eine Art persönliche Visitenkarte. Heutzutage tätowiert sich der schmerzlose Supporter schon mal die gesamte Mannschaft auf den Rücken. Da diese Art der Körperverschönerung damals nur während lebenslanger Haft unter brutalen Banden in der JVA Mannerstraße vorkam, bevorzugte ich ein anderes Ritual. Ich zog mein neues Trikot einfach nicht mehr aus. Es mutierte zu meiner zweiten Haut.

Die elterlichen Reaktionen erspare ich dem geneigten Leser, nur so viel: Ich ertappte meine Mutter immer öfter dabei, dass sie mich mit ihrem FA Deodorant heimlich besprühte. Nach Veilchen duftend war ich wieder mal unterwegs nach Gostenhof, um beim Fabrikverkauf vom Brezen Kolb ordentliches Laugengebäck zu bunkern. In der U-Bahn-Station Aufseßplatz kam es zu einem folgenschweren Zusammentreffen mit zwei Jugendlichen in Bayerntrikots. […]

Es musste also zum Showdown kommen […] Die Ehrlosen näherten sich dem stolzen, zitternden Clubfan und entkleideten diesen oberhalb der Gürtellinie. Obwohl er kämpfte, konnte er gegen diese bajuwarische Übermacht nichts ausrichten. Nur noch im Unterhemd mit ALF als Konterfei verließ er geschlagen das Feld. Er hat alles gegeben, doch in diesem unfairen Spiel sollte es einfach nicht sein. Wenn mein erster Boxhieb vielleicht nicht knapp ins Leere gegangen wäre, hätte das garantiert einen anderen Verlauf genommen. Was aus meinem Trikot geworden ist, weiß ich bis heute nicht. Die Ehrlosen werden ihr übles Spiel mit ihm getrieben haben. So verlor ich an diesem Tag mein erstes Duell gegen die Bayern. Mir schwante, es würde nicht das letzte sein.

Nach Veilchen roch ich auch nicht mehr, aber ich hatte zwei neue im Gesicht!

Ob sich die in diesem Buch erzählten Anekdoten allerdings wirklich so zugetragen haben, ist fraglich. Oft riecht es gewaltig nach (einer) Legende (vom Club), was der Autor auch freimütig einräumt (S. 188):

Dieses Buch trägt autobiografische Züge. Jedoch sind diese Geschichten um fiktive Elemente ergänzt worden. Dass sich die eine oder andere Erzählung fast genauso oder ungefähr in Realität zugetragen haben könnte, kann vom Verfasser glücklicherweise nicht ausgeschlossen werden.

Anders als Felix Krull, der zu Beginn seiner autobiografischen Bekenntnisse feierlich (aber wohl doch auch ein bisschen ironisch) erklärt, dass er sich streng an die Wahrheit halten wird*, hat Winterstein nichts dagegen, wenn der Leser schnell den Verdacht hegt, dass das Ich der Geschichte nicht der Autor ist, sondern ein – ich wage diese etwas zu hoch gegriffene Etikettierung – pikaresker Held, zu dem sich der Autor stilisiert. Wie gezeigt zeitigt diese Selbststilisierung mitunter ganz witzige Effekte, auf die Dauer wirkt sie aber ziemlich aufgesetzt (Effekthascherei…) und wird bei Schilderungen von Begegnungen mit dem weiblichen Geschlecht auf schlüpfrige Weise selbstgefällig. So, wenn der junge Held – er müsste zu diesem Zeitpunkt um die 14 Jahre alt gewesen sein, leider ist Wintersteins Geburtsjahr nicht zu eruieren – von einer Oberstufenschülerin namens Claudia über die Pokalfinalniederlage gegen Bayern München im Jahr 1982 (Dieter Hoeneß, Turban…) hinweggetröstet wird, indem sie ihm…

die kontrollierte Offensive mit Stoßstürmer, aber ohne hängende Spitze

…beibringt (S. 57). An anderer Stelle, wo von einem Diskothekenbesuch erzählt wird (S. 114), erhält der Held von einer Dame, der er näherkommt…

keine Gelbe oder Rote Karte, obwohl sich meine Hand oftmals dort befand, wo sie im Strafraum eigentlich überhaupt nichts zu suchen hatte.

Es ist Wintersteins Privatsache, wenn er den Leser an seinen Erfolgen in der Arena der Triebe (oder deren nachträglicher fiktiver Befriedigung) teilhaben lässt, und es ist Privatsache des Lesers, ob er dies mit einem komplizenhaften Augenzwinkern quittiert oder mit einem abwinkenden „Na ja“ angesichts männlich-pubertärer Prahlerei. Keine Privatsache ist es aber, wenn Winterstein – ob bewusst oder aus mangelndem Erinnerungsvermögen – in der jüngeren Geschichte des 1. FC Nürnberg…

alternative Fakten

schafft. So freut sich unser Held auf Seite 34 über einen Dreierpack von Marc Oechler, der dem Club den Einzug in die dritte Pokalrunde gebracht haben soll (der Gegner und das Spieljahr werden nicht genannt), jedoch hat es diesen Dreierpack nie gegeben, denn Oechler hat in den 15 Pokalspielen, die er für den FCN bestritt, kein einziges Tor erzielt (klick).

Den historischen Tatsachen entrückt ist auch die Schilderung des ersten Stadionbesuchs, den Winterstein trotz anklingender ironischer Untertöne höchst schwelgerisch zu einem berauschenden Initiationserlebnis hochst(er)ilisiert (S. 16-19). Der Club empfing den KSV Baunatal, es handelte sich also um Spiel in der ehemaligen 2. Bundesliga Süd, und zwar um eines, das, wie man aus dem Text erfährt, an einem kalten Wintertag ausgetragen wurde:

Es ist ein magischer Moment, wenn man zum ersten Mal das Stadion der eigenen Stadt betritt. Dieser Augenblick kann ganz kurz und unaufdringlich daherkommen, manchmal lehnt er auch nur ganz flüchtig an dir – klopft dir womöglich kumpelhaft auf die Schulter. Wie auch immer, du spürst ihn, nein, du verfällst ihm mit Haut und Haaren. Jedenfalls ist der Moment so intensiv, dass es ab genau diesem Zeitpunkt um dich geschehen ist. […]

Es war Winter, zugig und frostig. […]

Der Block füllte sich langsam, aber stetig. Dann von irgendwoher der Schlachtruf: „Sie kommen raus!“ […]

Das war also unsere […] Mannschaft. Einer sah aus wie der leibhaftige Jesus […] und hieß im wahren Leben Horst Weyerich. Ein anderer namens Herbert Heidenreich trug ein lustiges Zwirbelbärtchen und hätte locker als einer der drei Musketiere durchgehen können. Dann schoss einer tolle Flanken und bewegte sich dabei so galant wie jener Schauspieler, den Mama immer so hinreißend fand. „Ach, Belmondo…“, seufzte sie stets, wenn er auf der Mattscheibe erschien. Hier im Stadion riefen die Zuschauer nicht Belmondo, sondern immer „Schorsch“ Volkert. […]

Ich reckte meinen Kopf so hoch ich eben konnte und linste rüber zum Block 4. Die Heimat der Hartgesottenen. Ein Fahnenmeer aus Rot und Schwarz wischte vor meinen Augen hin und her. Buntes Konfetti verwandelte die Kurve in eine farbenprächtige Wolke voller Papierschnipsel, die zu uns rüberwehte.

Ich lauschte gebannt ihren Schlachtgesängen, und ihre Konfettis hingen in meinen Haaren, klebten im Mund, eigentlich überall. Das war mir völlig schnuppe, denn bereits in der dritten Minute schoss Jean-Paul Belmondo alias Schorsch mich und meine Freunde 1:0 in Führung. Wir sprangen trotz Frostbeulen federleicht hoch, als ob es kein Morgen gäbe. Die Hintermänner fielen uns in den Rücken. Die vorne fingen uns wieder auf. Wildfremde Arme griffen nach mir. Unbekannte herzten mich. Ich spürte fremde Lippen an meinem Ohr. […] Jubelarien wurden angestimmt, die ich nicht kannte, aber leidenschaftlich mitgrölte. Das Flutlicht blendete mich – vor meinen Augen funkelten Sterne. In Zeitlupe hob ich meine Hand zur Faust, um sie mit Tausenden anderen Fäusten nach unten zu werfen und schrie wie von Sinnen: „FCN! FCN!“

Und plötzlich war er da. Lehnte sich lässig an mich. Er hatte sogar kurze Hosen an, trotz der Kälte. Mich hatte er ausgeguckt und würde sich tief in mein Herz brennen. Ich konnte ihn spüren und wusste, er wird mich nie wieder verlassen. Dieser magische  Club-Moment. […] Ab diesem Tag würde es keinen anderen Verein als diesen einen aus meiner Heimatstadt für mich geben. Diesem Club will ich folgen, egal wohin! […] Ich umarmte meine Freunde. Wir hörten gar nicht mehr auf zu hüpfen. Wegen unserer frostigen Zehen oder dem 2:0 vom kühnen Musketier Heidenreich, der gerade extrem unterkühlt als neuer Himmelsstürmer zustach. Die dreiwöchige Bronchitis danach nahm ich gern in Kauf, denn das Clubfieber hatte mich eiskalt erwischt.

Wenn ich das lese, komme ich mir als Mensch, der den 1. FC Nürnberg seit über 40 Jahren auf Schritt und Tritt verfolgt (und genauso lange hartnäckig vom 1. FC Nürnberg verfolgt wird), reichlich veralbert vor. Fast habe ich den Eindruck, Winterstein geht es nur darum, mit einem getürkten rot-schwarzen Personalausweis Schabernack mit mir zu treiben (die Bekenntnisse des Hochstaplers…). Damit habe ich im Prinzip kein Problem, denn jeder, der mich kennt, weiß, dass ich durchaus Sinn für Humor habe. Wenn mir aber jemand weismachen will, dass Georg Volkert (klick) und Herbert Heidenreich (klick) in einem Zweitligaspiel gegen den KSV Baunatal (klick) für den 1. FC Nürnberg Tore erzielten, hört der Spaß auf. Tatsache ist nämlich, dass weder Volkert, der nur mit viel Phantasie als Double von Jean-Paul Belmondo durchgehen kann, noch Heidenreich, der mit seinem Zwirbelbart (klick) tatsächlich ein bisschen aussah wie einer der drei Musketiere, jemals an einer Zweitligapartie teilnahm, in der der Club gegen diesen Gegner spielte. Volkert absolvierte kein einziges Zweitligaspiel für den Club, Heidenreich trug zwar in der Zweitligasaison 1978/79 das Club-Trikot, doch spielte Baunatal in dieser Saison nicht in der 2. Liga.

Auch das Spielergebnis besteht nicht den Faktencheck. Zwar gewann der Club, der in der 2. Liga zwei Heimspiele gegen Baunatal austrug, am 35. Spieltag der Saison 1977/78 tatsächlich ein Heimspiel gegen diesen Gegner mit 2:0 (klick), doch geschah dies wenig winterlich im Wonnemonat Mai (Torschützen: Eder, Walitza). Gemessen an den Temperaturen kann Winterstein nur das Heimspiel vom 15. Januar 1977 meinen, in dem der FCN den KSV satt mit 5:1 (klick) besiegte (Torschützen: 3mal Walitza, Lieberwirth, Majkowski). Übrigens wirkte der von Winterstein erwähnte Weyerich, dessen jesuanisches Erscheinungsbild nicht recht zu seiner rustikalen Zweikampfführung passte, in dieser Partie auch nicht mit.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn der Anhänger eines Fußballvereins in die literarische Darstellung seiner Fankarriere fiktive Elemente einstreut, das hat sicherlich auch Nick Hornby in seiner Arsenal-Autobiografie „Fever Pitch“ (klick) getan. Die Fiktion muss aber mit den harten Fakten der Vereinsgeschichte in Einklang stehen. Dies ist in Wintersteins Buch zu oft nicht der Fall. Von daher kann ich mich im Urteil über dieses Buch bei allem guten Willen zu mehr als…

stellenweise ganz nett

…nicht durchringen.

*„Welcher moralische Wert und Sinn wäre auch wohl Bekenntnissen zuzusprechen, die unter einem anderen Gesichtspunkt als demjenigen der Wahrhaftigkeit abgefaßt wären!“ (Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Frankfurt a. Main 1989, S. 8)

[Angaben zum Buch: Roland Winterstein, Naus zum Glubb – Mein Leben mit einem Traditionsverein, Verlag Die Werkstatt 2019, 188 Seiten (klick).]

6 Gedanken zu „Die unglaublichen Bekenntnisse des Roland Winterstein

  • Wie auch immer….mein erstes Spiel des Clubs bleibt mir auch unvergessen. 3:3 im Städtischen Stadion gegen die Fortuna aus Düsseldorf. Wir standen im Block 4 – wie auch später immer etwas unterhalb des Eingangs. War ein Flutlichtspiel irgendwann im Spätherbst – vielleicht 78? Vielleicht sollte ich mal googeln, vielleicht könnte ich sogar noch die Eintrittskarte haben….irgendwo.
    Das Gefühl zählt!

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    • Mein erstes Spiel war das unfassbare 1:1 in München nach 0:10 Startpunkten in der Udo „Eichhörnchen“ Klug-Saison 1981. Hintermaier mit einem typischen Pfund zum Ausgleich nach einem (natürlich) geschenkten Elfer für die Bayern. Voll angefixt dann ein paar Wochen später das erste Heimspiel mit einem 2: 1 gegen Werder in Block 2 gefeiert.. Es gab kein zurück mehr…

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  • Kleine, unbedeutende Anekdote zu Schorsch Volkert.
    Er, unser Meisterspieler von ´68, kehrte zum Karriere-Ende zum Club zurück und half den Club vor dem eigentlich als sicher geltenden Abstieg zu retten. Mit dem Höhepunkt des 2:0 Sieges am letzten Spieltag gegen Bielefeld. Inklusive folgendem Platzsturm der Fans. In ihrer Euphorie rissen die Club-Fans den Spielern die Arbeitskleidung vom Leib. Volkert erwischte die geballte Fan-Freude besonders hart. Bei der Sicherung seiner Schuhe verletzten ihn die Fans am Sprunggelenk, Bänderriss meine ich.

    Wochen später, noch während der Sommerpause, ging ich in die Club-Gaststätte am Trainingsgelände. Über ein paar Ecken hatte ich erfahren, dass der große Schorsch Volkert heute dort sein soll. Und tatsächlich saß er an einem Tisch, den dick bandagierten (Gips?) Fuß hochgelegt, die Krücken lehnten an einem Stuhl. Schüchtern fragte ich nach einem Autogramm. Und weil ich junger Kerl nicht wusste was man Vernünftiges zu einem Meisterspieler sagen soll, brachte ich nicht mehr als ein „Entschuldigung, dass das mit ihrem Fuß passiert ist“ zusammen. Worauf er antwortete:

    Is alles ned so schlimm. Das, mei Buh, is wahre Liebe! So is der Club!

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    • Klasse Geschichte, Block4!
      Beim Platzsturm war ich übrigens auch dabei. Die Rückkehr von Schorsch Volkert vom HSV, wo er wenige Jahre vorher nicht unwesentlich am Gewinn des Europapokals der Pokalsieger beteiligt war (hat da, glaube ich sogar ein Tor gemacht), ist auch so eine schöne Erinnerung!

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