Analyse: Defensive Basis, offensive Effizienz

Analyse zu Dynamo Dresden – 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0) – Der Club gewinnt sein Auftaktspiel in Dresden dank Effizienz vorne und Ordnung hinten.

1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb.1: Startformation

… war zu Beginn der Partie ein 3-4-3 mit der Dreierkette Margreitter, Erras, Sörensen, den Flügelverteidigern Valentini und Handwerker, Jäger und Behrens in der Zentrale, sowie Dovedan, Hack und Ishak in vorderster Linie. (Abb. 1) Vor allem Hack und Dovedan rochierten immer wieder ihre Positionen, während Ishak – meist sogar etwas vor den beiden anderen – zentral agierte.

Nach 32 Minuten kam Robin Hack mit Instruktionen von der Seitenlinie und die Formation des FCN änderte sich. Hack rückte nun in die Mitte, zog sich zugleich etwas weiter zurück, so dass die Formation nun am ehesten einem 3-4-1-2 glich. (Abb 2.) Dadurch war die Mitte auch nach Überspielen der ersten Pressinglinie durch Dresden noch besetzt. Der FCN behielt diese Formation auch nach der Pause bei, als Sorg Valentini positionsgetreu als rechter Flügelverteidiger ersetzte.

Abb. 2: Grundformation ab 46. Minute

Kurz nach der Führung wechselte Damir Canadi ein zweites Mal und brachte Ondrej Petrak für Mikael Ishak. Hack rückte wieder in die Angriffsreihe, dafür rutschte Behrens ins Zentrum. Allerdings legte der Kapitän die Rolle deutlich defensiver aus als zuvor Hack, so dass man auf Grund der generellen defensiven Ausrichtung ab dieser Phase wohl am ehesten von einem 5-3-2, wie es schon gegen Paris zum Einsatz kam, sprechen kann. (Abb. 3)

Daran änderte auch ein später Wechsel von Handwerker zu Mühl nichts. Mühl nahm in den letzten Minuten Jägers Position ein, der Österreicher rutschte dafür auf Handwerkers Position als linker Flügelverteidiger.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

Abb. 3: Formation ab 61. Minute

… war zum einen die offensive Effizienz des FCN. Der Chancenspielfilm (Abb. 4) zeigt, dass der Club nur drei Chancen hatte, die wirklich als gefährlich auf dem Radar auftauchten: Neben Dovedans Tor waren dies Ishaks Kopfball nach der Abwehr von Broll, von dem er selbst überrascht war und Petraks Kopfball an die Latte in der Nachspielzeit. (Ishaks Chance kurz vor der Pause wird nicht gewertet, da Zwayer das Spiel vor dem Abschluss wegen Ishaks Handspiel bei der Ballmitnahme unterbrochen hatte.) Aus diesen Chancen ein Tor zu machen, ist keineswegs zu erwarten: Anhand der expected Goals ergibt sich in den Ergebniswahrscheinlichkeiten (Abb. 5), dass der Club – natürlich rein statistisch gesprochen – in knapp 60% aller Fälle aus diesem Spiel ohne eigenes Tor aus dem Spiel geht. Ob dies nun einmaliges Glück oder tatsächliche Qualität in Sachen Effizienz ist, werden die nächsten Spiele zeigen.

Zum anderen zeigt der Chancenspielfilm aber auch, dass der Club in der Defensive keine wirklichen Großchancen zuließ: Vier messbar gute stehen da im zu Buche: Je eine von Atik, Löwe, Nikolaou und Koné. Zweimal rettete Mathenia, einmal blockte Margreitter und Atik verzog aus aussichtsreicher Position über den Kasten. Jenseits dessen kam Dresden zwar zu Abschlüssen, aber kaum einer war aus einer Position, von der man besondere Gefahr erwarten könnte. Das war der guten defensiven Organisation des Clubs geschuldet. Gerade dadurch, dass das Zentrum sehr dicht war, wählten die Gastgeber oft das Mittel des Fernschusses. Die meisten der Schüsse blieben aber gänzlich ungefährlich. Das zeigt sich auch an der Berechnung nach expected Goals: Immerhin in mehr als 40% aller Spiele mit einer derartigen Chancenverteilung käme Dynamo nicht zum Torerfolg. Am Samstag war eines dieser Spiele.

Abb. 4: Chancenspielfilm

3. Das Spiel war entschieden, als …

… Christian Mathenia Konés Schuss, der von Erras noch abgefälscht war, zur Ecke parierte. Es war nicht nur Dresdens letzte Gelegenheit im Spiel, sondern vermittelte Dynamo auch den Eindruck: Heute geht keiner rein.

4. Das Fazit …

… lautet: „Hauptsach, der Glubb hat gwunna“. Tatsächlich traf Damir Canadi nach dem Spiel schon ins Schwarze, als er betonte, ein Auftaktsieg sei „immer wichtig, speziell wenn du absteigst und nicht viele Spiele gewinnst. Auch wenn du dann in Führung gehst: Wie verteidigst du dieses 1:0, gehst du aufs 2:0? Das sind Dinge, die gilt es für die Mannschaft wieder zu lernen.“ So gesehen war der psychologische Lerneffekt für die Spieler des FCN natürlich ganz enorm.

Abb. 5: Ergebniswahrscheinlichkeiten

Gleichzeitig gilt auch, dass man sich beim Club nicht auf den drei Punkten ausruhen kann, sondern weiter konsequent an den Defiziten arbeiten muss. Gerade das Passspiel in die Spitze war noch in hohem Maße unpräzise. Selbst auf die Vorgaben des Canadi-Fußballs, der Fehlpässe in die Tiefe eher verzeiht, sind ungefähr 50% Passquote in den Kategorien lange Bälle und Pässe ins letzte Drittel sicher nichts, worauf sich nachhaltiger Erfolg aufbauen lassen kann.

5. Die Stimmen…

Damir Canadi: „Wir sind in den ersten Minuten ganz gut rein gekommen, dann hat aber Dresden übernommen. Wir haben uns schwer getan. Mit der Umstellung, Robin Hack zurückzuziehen, haben wir es besser in den Griff bekommen. Aus der Halbzeit sind wir sehr gut raus gekommen, haben uns die eine oder andere Situation erarbeitet und dann auch das Tor gemacht. Wir wollten danach das 1:0 zu sehr verwalten und haben unsere Konter nicht gut zu Ende gespielt. Taktisch war es heute von beiden Teams eine hervorragende Leistung.“

Cristian Fiel: „Ich habe heute das Gefühl, nach einer unverdienten Niederlage hier zu sitzen. Die Mannschaft hat komplett umgesetzt, was wir wollten. Unsere Dinge haben gut funktioniert, wir haben uns immer durchgespielt, aber es hat das letzte Quäntchen gefehlt. Dann machen wir einmal einen Laufweg nicht mit und liegen 0:1 hinten. Danach laufen wir weiter an, haben auch noch die eine oder andere Möglichkeit. Aber am Ende zählen die Tore. Deshalb sind wir sehr enttäuscht.“

Georg Margreitter: „Das war spielerisch keine Offenbarung von beiden Seiten. Das erste Saisonspiel ist immer schwer. Die Automatismen kommen erst in den nächsten Spielen. Wir haben sehr wenig zugelassen, auf der anderen Seite waren wir aber auch arm an eigenen Chancen. Auswärts aber gleich zu gewinnen und kein Tor zu kassieren – besser hätten wir es uns nicht ausmalen können.“

Niklas Kreuzer: „Das Schlimme am Fußball ist, dass Du Dich manchmal für eine gute Leistung gegen einen sehr, sehr guten Gegner nicht belohnen kannst. Letztlich hat es uns um die Punkte gebracht, dass wir hinten einen Fehler zu viel machen und vorne die Chancen nicht verwerten.“

6. Die Statistik …

Dresden Nürnberg
Grundlagen
0 Tore 1
13 (3) Schüsse (aufs Tor) 5 (3)
574 (88,5%) Pässe (angekommen) 306 (81,7%)
60,9% Ballbesitz 39,1%
50,4% Zweikampfquote 46,7%
77 Ballverluste 88
12 Ecken 1
113,22 Laufleistung (in km) 114,07
16 Fouls 9
Advanced Metrics
0,84 xG 0,46
1,66 xP 0,95
11,04 PPDA 17,24
5,63 APPP 3,36
Auffälligkeiten
6,1% (51,4%) Anteil lange Bälle (erfolgreich) 10,78% (51,5%)
62 (75,8%) Pässe ins letzte Drittel (erf.) 39 (51,3%)
7 Abseits 6
3 (0) Konter (mit Abschluss) 5 (1)

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Die Zweikampfquote ergibt nicht 100%, da der Anbieter sich vorbehält Zweikämpfe als Unentschieden zu bewerten, z.B. wenn ein Ball nach gewonnenem Zweikampf ins Aus prallt. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Puaschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team.

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 1- 1,5 1 2 7,4/10
CU-Urteil: Hielt zweimal mit starkem Reaktionsvermögen. Bewahrte so den Club vor dem Ausgleich.
Georg Margreitter 2- 3,5 3 4 7,4/10
CU-Urteil: Mit Ausnahme von kleinen Wacklern sehr souverän in der Defensive. Kaum Fehlpässe, selbst wenn er den langen Ball wählte (5 von 6 angekommen). Wichtiger Block gegen Löwes Schuss direkt vor der Pause.
Patrick Erras 2 3 3 2 7,2/10
CU-Urteil: Umsichtig in der Defensive, ohne Fehlpass im Aufbau. In der Rolle als verkappter Libero durchaus ein Gewinn.
Asger Sörensen 2- 3,5 3 4 7,4/10
CU-Urteil: Mutiger im Aufbau als die beiden Nebenleute, daher aber auch fehleranfälliger im Abspiel. Im Gegenzug aber auch mit guten offensiven Impulsen.
Enrico Valentini 3- 4 4 5 6,4/10
CU-Urteil Defensiv ordentlich, nach vorne aber non-existent. Musste zur Pause Sorg weichen.
Lukas Jäger 3- 4 4 5 6,5/10
CU-Urteil: Tat das, was er tun sollte: Abräumen. Hatte eine gute Szene in dieser Hinsicht, sowie ein „kluges“ taktisches Foul. Im Aufbau aber schwach.
Hanno Behrens 3- 4 4 4 6,8/10
CU-Urteil: Wie immer emsig und bemüht, defensiv stabil, nach vorne aber kaum mit Impulsen.
Tim Handwerker 4 4,5 4 5 7,1/10
CU-Urteil: Mehrere haarsträubende Abspielfehler, die Gegenangriffe einleiteten. Dennoch war erkennbar, dass Offensivpotential vorhanden ist.
Nikola Dovedan 2- 2,5 3 3 8,1/10
CU-Urteil: Nicht nur wegen des Tores gefährlichster Nürnberger. Im Aufbau noch mit Luft nach oben.
Robin Hack 3 3 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Mit mehreren starken Aktionen für offensive Impulse sorgend, insgesamt aber wie die gesamte Offensive noch mit Umsetzungsproblemen
Mikael Ishak 4 4 4 5 6,4/10
CU-Urteil: Bei seiner Chance per Kopf überrascht, eine andere machte er sich per Handspiel selbst zunichte. Wie immer bemüht, aber recht glücklos.
Oliver Sorg 3 2,5 3 2 6,9/10
CU-Urteil: Direkt nach der Einwechslung mit Torvorlage. Sonst offensiv wenig Akzente, defensiv solide.
Ondrej Petrak 3 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Kam nach einer knappen Stunde für Ishak. Vertändelte einen Konter fahrlässig, köpfte einmal an die Latte. Defensiv solide.
Lukas Mühl 6,0/10
CU-Urteil: Kam in der Schlussminute für Handwerker. Hatte sogar noch eine Aktion, bei der sein Entlastungsangriff auf Grund fehlender Mithilfe aber verpuffte.

22 Gedanken zu „Analyse: Defensive Basis, offensive Effizienz

  • Du hast bei unseren Chancen Dovedans Schuss unterschlagen, wo er zu Recht auf Ecke bestand und für das Reklamieren Gelb kassierte.

    7

    0
    Antwort
    • Ich hab auch auf der anderen Seite das Ding von Wahlqvist nicht explizit erwähnt. Das waren beides Fernschüsse, die zwar gefährlich aussehen, die aber von der Chancenqualität her nicht dergestalt waren, dass da ein Tor sonderlich wahrscheinlich ist. Alles unter xG 0,1 hab ich deshalb nicht ausdrücklich erwähnt. Wobei das natürlich Auslegungssache ist und sicher auch Anbieter andere xG-Werte vergeben (ich würde z.B. bei Konés Schuss persönlich einen höheren Wert als 15% ansetzen, andererseits versteh ich die Veranschlagung, weil der Schuss durch Verkehr ist und doch nicht so weit von Mathenia weg), ich fand’s in diesem konkreten Fall aber nachvollziehbar, weil Dovedans Schuss zwar unbedrängt war, aber doch von recht weit weg, so dass da ein Tor eher unwahrscheinlich ist. Im Chancenspielfilm isser drin, da geht die Linie in der betreffenden Minute hoch.

      1

      1
      Antwort
  • Ich sah im Stadion von der Gegengerade, Klaus und ich waren hier die einzigen mit neutraler Kleidung, die Noten sehr ähnlich: Handwerker gleich mässig, Hack und Sörensen waren für mich aber eher auf derselben Notenhöhe wie Handwerker. Hack war vor allem defensiv mit vielen Schwächen in der Anfangsphase. Der wurde dann von Canadi in die Mitte verschoben, wo mM seine defensive Schwäche weniger auffallend war.
    Sörensen bekam mehrfach von seinen Mitspielern, wie auch Handwerker, gehörig die Meinung gesagt. Ich kann mich da an einige Ansprachen an die beiden von Mathenia, Erras und auch Margreitter erinnern.
    Jäger ist mM nach kein Spieler, der auf dem geforderten, oberen Zweitliganiveau mithalten kann. Als Zerstörer ist er vielleicht ganz brauchbar, aber was jetzt Canadi in diesem Spieler im völligen Gegensatz zu den Trainern Köllner und Schommers sieht, ist mir etwas rätselhaft. Der Österreicher konnte teilweise Bälle über 2m nicht an den eigenen Mann bringen.
    Bei Valentini merkte man deutlich seine lange Verletzungspause, der war fahrig und langsam in der Antizipation.
    Ansonsten ist mein schlechtes Gewissen wegen des eher unverdienten Sieges kaum vorhanden. Zu oft war der Club besser und hat dann unverdient verloren. Das darf jetzt gerne andersherum sein.
    Da auch die Konkurrenz bisher noch keine Mammutbäume ausgerissen hat, brauchen wir hier sicherlich noch an keinen Panikknopf denken.
    An Stelle von Fiel hätte ich zur Halbzeit auf Defensiv mit Kontern umgestellt, die Schwäche des Clubs, bei eigenen Ballbesitz agieren zu müssen, war frappierend, und vor allem bei den Ecken seines Teams hätte der Couch viel früher eingreifen müssen. So ab der 6.ten Ecke, die keinerlei Gefahr brachte, muss der Trainer eingreifen und eine andere Ausführung verlangen. Zwölf Ecken ohne Torgefahr war sehr unglaublich.

    8

    1
    Antwort
  • Eindeutig sollten wir auf der 6/8 noch nachlegen. Erras wäre natürlichweise für mich hier der richtige Spieler im anfänglichen Canadi-System, war jetzt aber im Dresdenspiel in der zentralen Position in der Mitte der Dreierkette auch unersetzlich.
    Vielleicht sollten wir doch wieder auf eine Viererkette umstellen, wenn wir nicht mit
    Margreitter/Mühl-Margreitter/Mühl-Sörensen
    in der Dreierkette spielen können?
    Oder könnte Petrak den zentralen Part als 6/8 anstatt Erras übernehmen? Oder Petrak in der Mitte der Dreierkette spielen?! Jäger ist für mich leider echt kein Spieler für die erste Elf.

    4

    0
    Antwort
    • Wir brauchen auf der 6 einen kreativen Spieler. Das hat Petrak jetzt 4 Jahre bei uns mit ein paar wenigen positiven Ausreißern nicht geschafft, das wird er also auch kaum in der Zukunft schaffen. Petrak schiebt den Ball höchstens 7-8 Meter zur Seite, kurbelt aber nichts an.

      Die Rolle des Spielmachers auf der 6 ist für uns zudem deutlich wichtiger als ein 10er, weil wir mit hohen Bällen nach vorne aufgrund unsere kleinen Offensivspieler kein Land sehen.

      3

      0
      Antwort
  • Zumindest hat die Mannschaft einen Plan, an dessen Umsetzung sie natürlich noch lange hart arbeiten muss, aber das war klar.

    Und sie hat einen Trainer, der Missstände erkennt und während des Spiels stabilisierend einzugreifen versteht – die Umstellung Canadis, Hack zurückzuziehen und das vordere Zentrum so zu verdichten, war ein ganz wichtiger Faktor in diesem Spiel.

    Über die Form und die Nominierung einzelner Spieler darf man gerne diskutieren, offensichtlich ist, dass im Umschaltspiel bzw. im offensiven Mittelfeld ernsthaft Bedarf für einen ordnenden und passsicheren Spieler besteht.

    Und Florian: Danke für die Verwendung der neuen Grafiken!

    Btw: Die Noten der BILD sind teilweise nur noch grotesk. Man fragt sich z.B., ob Mathenia für eine 1 noch hätte selbst ein Tor erzielen müssen.

    11

    0
    Antwort
  • Ich habe das Spiel ja nur am Fernseher gesehen, aber ein echter Plan ist mir nicht aufgefallen, ok Pressing und schnelles Umschaltspiel wurde gelegentlich mal versucht, aber ich habe keine wirklich gelungene Aktion gesehen, das Offensivspiel ist noch schwächer als letztes Jahr unter Köllner, nur spielen wir jetzt gegen Zweitligisten, da sollte man schon etwas mehr drauf haben.

    Ich bin auch kein so großer Fan von mehrfachem Umstellen während des Spiels, am Ende heißt das doch nur, dass der erste Spielplan nicht funktioniert hat, es war ja meist keine Reaktion auf eine Veränderung bei Dresden, sondern eher eien auf eigenens Unvermögen.

    Ich werde jetzt sicher nach einem Spiel nicht den Stab über Canadi und dem neuen Team brechen, ich denke auch, dass Trainer und Mannschaft Zeit brauchen, um sich einzuspielen, die neue Situation anzunehmen.

    Aber das nächste Heimspiel wird schon ein kleiner Fingerzeig auf den Rest der Saison. Hamburg wird auch bei uns versuchen das Spiel zu machen, das könnte der Idee schnelles Umschaltspiel und Konter helfen. Aber man wird, denke ich, auch sehen, ob wir es endlich schaffen mal den Ball etwas länger in den eigenen Reihen zu halten und so etwas ähnliches wie eine spielerische Idee nach vorn zu entwickeln.

    Ob es sinnvoll ist schon nach 60 Minuten 25% der Offensivspieler vom Platz zu nehmen und mit gefühlt 7 Defensivspielern zu spielen, da bin ich auch noch nicht sicher. Also überzeugt hat mich der Saisonstart nicht, trotzdem freue ich mich auch über die drei Punkte.

    Die Noten von Florian halte ich im Durchschnitt um fast einen Punkt zu hoch. Für mich war der Siegbonus diesmal zu hoch. Aber das machen die anderen Medien auch oft.

    13

    25
    Antwort
    • Wer war der 4. Offensivspieler für dich?
      Hätte eher gesagt, dass man mit Ishak 1/3 der Offensivleute vom Platz genommen und fortan mit 8 statt zuvor 7 Defensivspielern agiert hat

      4

      5
      Antwort
      • Für mich ist Behrens eher ein Offensiver, aber darüber kann man streiten. Immerhin war er in der letzten Zweitligasaison unser bester Torschütze.

        2

        3
        Antwort
        • Und wie viele Tore davon hat er aus dem Spiel und nicht infolge eines Standards gemacht?

          Selbst mit viel Fantasie ist Behrens für mich kein Offensivspieler. Weder in seiner aktuellen Rolle, noch in der, die er 17/18 bekleidet hat.

          2

          5
          Antwort
  • Ich werde jetzt sicher nach einem Spiel nicht den Stab über Canadi und dem neuen Team brechen, ich denke auch, dass Trainer und Mannschaft Zeit brauchen, um sich einzuspielen, die neue Situation anzunehmen.

    Das ist aber ziemlich großzügig von dir..

    Saisonstart (da ist noch keine Mannschaft eingespielt) mit einem Auswärtssieg bei einem komplizierten Gegner vor vor vollem Haus, der sieben Spielen zuhause nicht verloren hat? ..

    Natürlich kann man Spielidee usw diskutieren, macht ja Spaß aber für Kritik, zu dem Zeitpunkt an dem nichtmal der Kader schon fertig ist, habe ich wenig Verständnis.

    31

    4
    Antwort
    • Der Kader hätte allerdings, laut Verlautbarung, schnell komplett sein sollen, man hörte so etwas wie zu Beginn des Trainingslagers- ich glaube nicht daran, dass jetzt noch der spielstarke 10er kommt, der perfekt in das Spielsystem passt und die Spielaufbauprobleme alleine löst.Zumal spielstarker 10er und frühzeitiges Pressing eh eher schlecht zusammen passen.ist ja auch nicht gerade die Position dritter Tormann.

      4

      8
      Antwort
    • aber für Kritik, zu dem Zeitpunkt an dem nichtmal der Kader schon fertig ist, habe ich wenig Verständnis.

      Immerhin wenig heißt ja nicht kein Verständnis 🙂

      3

      2
      Antwort
  • Taktisch von beiden Mannschaften sehr gut. Wenig Aufbau über die 6er/8er Position auf Nürnberger Seite.
    Wahrscheinlich der defensivtaktik geschuldet.
    So schlecht war die erste Halbzeit nicht. Größere Chancen beim Club (Ishak, Dovedan). In der zweiten Hälfte mit Effizienz verteidigt, wurde zwar nach handwerkers kapitalbock fast bestraft, aber Dresden ohne Durchschlagskraft. Das hat der Club sehr klug verteidigt. Der junge Atik hat uns Probleme bereitet, evtl waren wir gegen Ende am Boden zu behäbig – der lufthoheit geschuldet, welche wichtig bei den vielen Standards war. Nicht unverdienter Sieg bei einer starken heimmannschaft. Jetzt gegen den HSV Punkten.

    5

    0
    Antwort
  • Gratulation an unseren Goalie, der, wie ich aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, in Laffahulz residiert, vom Kicker tatsächlich und sicherlich zu recht gleich zum Spieler des ersten Spieltages gekürt wurde! Toll!

    10

    0
    Antwort
  • Fast ein wenig gnädig in der Notengebung, aber in sich stimmig und die Analyse gleich mit ein paar neuen Grafik-Schmankerln garniert. Sehr schön.
    Nur bei der Zweikampfquote muss noch nachjustiert werden.

    2

    2
    Antwort
    • Zweikampfquote stimmt schon so, siehe Anmerkung. 😉

      Notengebung ist sicher eher gütig (grade die mit nem Minus könnte man sicher auch abstufen), aber ich kalkuliere halt den Rost nach der Pause mit ein.

      Und es freut mich, dass die Grafiken ankommen. Ich hab versucht, das Format etwas anzupassen, dass es weniger Bleiwüste ist. Daher auch die Statistiken im Umfang verringert und dafür etwas flexibler gemacht.

      3

      0
      Antwort
      • Wenn der Spieltagsbericht noch eine Qualitätsstufe nach oben geht muß ich erst einmal mein altes Mathebuch wieder heraussuchen.

        0

        0
        Antwort
  • @Florian Zenger:

    Ich hab mir letzten Freitag gleich die Print-NN deshalb besorgt. Sehr schöner Start in die neue Kolumne. Hat mir gut gefallen. Hab zur Zeit ein 2-Tages-Abo Samstag und Montag, Evtl. muss ich das jetzt anpassen 😉

    0

    0
    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.