Der HSV fegt den Club aus dem eigenen Stadion

Der 1. FC Nürnberg verliert gegen den Hamburger SV mit 0:4 und muss eine bittere Heimpremiere verarbeiten.

Mit Medeiros und Sorg statt Valentini und Ishak begann Canadi im 3-4-2-1 und Dovedan als einzige Sturmspitze. Nach munterem Beginn und vielen Pfiffen für Leibold stand es nach 12 Minuten bereits 0:1 aus Sicht des Club. Ausgerechnet der geschmähte Leibold treibt den Ball nach vorne, zieht in die Mitte und bringt den Ball nach Doppelpass zu Dudziak, der viel zu frei im Rückraum annehmen kann, mit einem Hüftwackler Sörensen aus dem Spiel nimmt und trocken ins rechte untere Eck einnetzt. Fehlte dem HSV zuletzt die Effizienz, wirkte das diesmal wie abgebrüht. Der FCN, bemüht um eine Antwort, kam nie wirklich gefährlich vor das Tor, insbesondere Medeiros war kaum zu sehen – Angriffsbemühungen liefen, wenn überhaupt, links über Handwerker.

Nach 18 weiteren Minuten das 0:2. Wieder Leibold, der einen Freistoß zieht, und Kittel, bekannt für seine gefährlichen Freistöße, macht das 0:2 direkt – allerdings muss Mathenia den halten, er spekuliert aber auf das kurze Eck und wird so mit dem haltbaren Schuß ins lange Eck düpiert. Canadi reagierte früh, brachte Ishak für Jäger, doch Torgefahr kam kaum auf. Wer noch auf den Club-Sieg setzte, hatte hoffentlich sowas wie einen Onlinecasino bonus code zur Hand. Dem Club fehlte im Mittelfeld ein Schalter und vorne ein Knipser, damit noch ein Licht angeht.

Nach dem Wechsel versuchte es der Club mit mehr Emotion, lief stürmischer an und versuchte sowohl auf dem Platz wie auch von der Bank und der Tribüne etwas Leben auf dem Platz zu entfachen, doch bis auf einen Schlenzer von Medeiros, der am langen Eck vorbeiging, kam bis zur 50. Minute keine einzige echte Chance zu Stande. Der HSV blieb aber cool und lauerte auf Chancen, die sich mit zunehmender Spielzeit auch ergaben. Statt Gegenschlag mit frischen offensiven Kräften schlug der Gast aus dem Norden nochmal zu. Nachdem schon vorher drei 100%ige vergeben wurden (zweimal hielt Mathenia überragend im 1-gegen-1), fand Kittel bei einem weiteren Konter Narey im Rückraum, der die in dem Fall viel zu passive Abwehr ausnutzte und trocken einnetzte.

Als man dem FCN gerade noch zurufen wollte: Denkt doch auch mal ans Torverhältnis! Verzauberte Kittel mit Hackentrick-Doppelpass zu Fein die Club-Abwehr so beeindruckend, dass Handwerker den Ball gleich selbst ins Tor bugsierte. Unterm Strich ein mehr als klar verdienter Sieg der Hamburger, die über 90 Minuten eine hoch-seriöse Partie ablieferten und gezielt und strukturiert zu Toren kamen. Das 0:4 nach Chancen sogar noch schmeichelhaft für den Club, bei 7:15 Torchancen, wobei hier die wirklich gefährlichen Szenen noch eine weit deutlichere Sprache sprechen.

Mathenia: „Haben heute als Mannschaft versagt“

Canadi wird sich nach dem Spiel fragen lassen müssen, ob der Verzicht auf Ishak und die Hereinnahme von Sorg für Valentini, eine nach dessen eigener Aussage eine defensivere Variante, mit einem so defensiven Block von 5 Spielern im zentralen Mittelfeld, nicht viel zu zaghaft war. Und dazu eben fehlerhaft, so war das Spiel schon früh in Halbzeit 1 quasi entschieden. Hoffte man, dass das 1:0 in Dresden die Ergebnisse und auch die Erkenntnisse der Vorbereitung vergessen lassen würde, sieht man nun, wie viel Arbeit noch auf Trainer und Mannschaft zukommt. Vielleicht wird Neuzugang Geis hier zum Hoffnungsträger.

179 Gedanken zu „Der HSV fegt den Club aus dem eigenen Stadion

  • Der Club mit der gleichen ideenlosen Torungefährlichkeit wie in der Aufstiegsrückrunde, wie im Abstiegsjahr unter Köllner wie Schommers. Da wird Geis allein nicht ausreichen. Das sieht nach einem Grundproblem aus. Canadi hat verdammt viel Arbeit vor sich. Und die Öffentlichkeit ist nach der verbalen Offensive von Palikuca sicher wenig geduldig. Hoffentlich schafft es der Club, einigermaßen Ruhe zu bewahren um nächste Saison voll anzugreifen.

    7

    6
    Antwort
    • Ruhe zu bewahren um nächste Saison voll anzugreifen.

      🙂 Aha. Und sollen wir jetzt die letzten 32 Spiele schon mal auschillen?

      20

      3
      Antwort
    • Da freut man sich den ganzen Tag auf das Spiel und dann nur noch Entsetzen, Wut, Unverständnis und Kopfschütteln und das sogar als leidgeprüfter Glubberer. Beschreibung meiner Gefühlslage!

      In der Vorbereitung hat man gesehen, dass das Offensivspiel nicht klappt. Spätesten nach dem 2:2 in Bayreuth. Die Grundidee war doch, einer Mannschaft mit einer relativ stabilen Abwehr wieder das Offensivspiel beizubringen und dazu die entsprechenden Spieler zu holen. So und jetzt, in der Vorbereitung hat es offensiv nicht geklappt, beim ersten Punktspiel nicht und dann was macht der Glubb. Der Glubb schmeißt die Abwehr um und spielt mit nahezu allen Neuen in der Offensive und der Glubb bzw. Canadi meint das funktioniert. Warum fahrt ihr eigentlich ins Trainigslager? Das Geld hätte man sich bei der Aufstellung sparen können. Als altverdienter Spieler aus den letzten Jahren würde ich mir verarscht vorkommen, wenn ich schon draußen bleiben müsste und dann auch noch sehen muss was die uneingespielte Mannschaft für einen Mist anbietet. Canadi gestehe es dir ein, es war ein Fehler Mühl, Valentine, Kerk und Ishak nicht zu bringen!!

      Man kann eine Mannschaft umbauen bzw. aufbauen aber hier sehe ich kein Konzept. So funktioniert das nicht! Mag sein, das Mühl wechselt aber noch spielt er für uns und dann verdammt noch mal gehört der in die Startelf. Und an die Mannschaft – gestern waren mehr Fans im Stadion wie zum Saisonauftag letztes Jahr 1. Liga und ihr bietet so eine Leistung. Ich könnt mich schon wieder aufregen……….

      0

      0
      Antwort
  • Für mich gehört ein Mühl und ein Valentini in die Abwehr.Vorne hoffe ich auf Lohkemper wenn er fit ist…

    13

    2
    Antwort
    • Einerseits hat Palikuca die Euphorie ziemlich angeheizt. Hat aber noch die Kurve genommen und den Aufstieg erst für nächste Saison als Pflicht erklärt. Sieht man unseren Umbruch mit 10 Neuen und die sehr mäßige Vorbereitung, war dies kein Zweckpessimismus, sondern nüchterner Realismus

      3

      0
      Antwort
      • Der Umbruch beim HSV ist auch nicht kleiner und bei einem Bundesligaabsteiger, ob er nun Nürnberg,
        Hannover, Stuttgart oder der im Vorjahr abgestiegene HSV heißt, muß man schon erwarten können, daß diese Teams alle um den Aufstieg mitspielen wollen. Eines der Hauptprobleme in der 2. Liga liegt doch darin, daß von den restlichen 14 Teams alle sehr defensiv ein- und aufgestellt werden. Dieses sind die
        4 genannten Mannschaften aus der Bundesliga in der Form nicht gewohnt und daher tun sie sich häufig
        schwer.

        0

        0
        Antwort
    • Lohkemper??? Und der soll wohl über Nacht das an Torgefährlichkeit gelernt haben, was er in Magdeburg nicht gezeigt hat…

      4

      2
      Antwort
  • Einerseits hat Palikuca die Euphorie ziemlich angeheizt. Hat aber noch die Kurve genommen und den Aufstieg erst für nächste Saison als Pflicht erklärt. Sieht man unseren Umbruch mit 10 Neuen und die sehr mäßige Vorbereitung, war dies kein Zweckpessimismus, sondern nüchterner Realismus

    4

    0
    Antwort
  • Leider heute vollkommen überfordert gegen eine sehr clevere HSV Mannschaft. Stand jetzt sind wir von der Spitze sehr weit entfernt.

    20

    0
    Antwort
  • Also zum Bayreuth-Spiel in der Vorbereitung hat sich nicht viel verändert. Ein paar neue Namen, aber die Spielanlage ist die gleiche geblieben.

    8

    0
    Antwort
  • Mega, diese geniale Canadi-Taktik.
    Zeigt schon früh in der Saison erste Erfolge:

    In der ersten Liga hat der Club letztes Jahr bis zum letzten Heimspiel für seine höchste Heimpleite gebraucht: 0:4 gegen Gladbach.

    Diese Saison problemlos beim ersten Heimspiel. 0:4 gegen den HSV. Wieder gegen Hecking.

    Weiter so!

    9

    16
    Antwort
  • Mindestens eine Klasse Unterschied war das heute. Lehrstunde. Schon etwas ernüchternd.

    25

    0
    Antwort
    • Es hätte doch schlimmer kommen können. Erst holt man den vereinslosen Geis noch schnell aus dem Köcher und dann spielt man den HSV fast an die Wand.
      Wahnsinnswoche

      1

      9
      Antwort
    • Vielleicht wachen die „Experten“ im Forum langsam in der Realität auf.

      Die Mannschaft der vergangenen Saison war nicht bundesligatauglich. Dann gehen mit Ewerton,
      Leibold, Pereira und Löwen vier der besseren Spieler. Wurden diese Abgänge kompensiert?
      Nein. Im Mittelfeld fehlt ein Spielgestalter und im Sturm kamen Spieler dazu, die bisher auch
      nicht unbedingt wussten, wo das Tor steht.

      Aber klar, wir gehören zum Kreis der Aufstiegsanwärter. Wie vergangene Saison. Da gehörten wir
      ja auch nicht zum Kreis der Absteiger.

      Ein Mittelfeldplatz könnte mit diesem Kader gerade noch machbar sein.

      20

      8
      Antwort
      • Ich bin komplett anderet Meinung. Wir waren schon nach der Hinrunde auf einem Abstiegsplatz und sind noch aufgestiegen. Und es ist weder ungewöhnlich., noch überraschend, dass wir schwach starten, zumal bekannt war, dass die Offensive unzureichend besetzt ist. Insofern man muss Canadi schon mind. 5-6 Spiele geben, bevor man ihn in Frage stellt.

        20

        3
        Antwort
        • Zeitverschwendung. Allerdings bezeifel ich, dass Palikuca einen Trainer findet, der aus dem Kader mehr rausholen kann. Alles, was Bornemann und Köllner in den letzten Jahren aufgebaut und entwickelt haben, wurde mittlerweile wieder kaputt gemacht. Dank dem Aufsichtsrat.
          Mal sehen, ob wir am Saisonende nicht ganz tief unten landen mangels Lizenz.

          5

          17
          Antwort
  • Ich möchte den Stab nicht gleich über dem Trainer brechen, aber wann Canadi (und Pali) in Frage stellen, wenn nicht jetzt?

    9

    35
    Antwort
    • Wann, wenn nicht mit dem in Frage stellen des Trainers bricht man den Stab über denselben?
      #wenigerRhetorikmehrInhalt

      17

      2
      Antwort
  • Schießt eine Mannschaft den Schiedsrichter an und die gegnerische Mannschaft kommt dadurch an den Ball, wird das Spiel unterbrochen. Das ist auch der Fall, wenn der Ball nach Berührung durch den Schiedsrichter ins Tor geht. Früher ging das Spiel einfach weiter.
    War ja klar das der Club für die Premiere sorgt…

    8

    0
    Antwort
  • Gegen so einen arroganten Verein und künstlich mediengehypten mit Geld vollgestopften Verein wie den HSV ärgert solch eine Niederlage sogar noch etwas mehr… Eigentlich ging es mir während der Sommerpause ganz gut ohne Fußball. Also warum tue ich mir das an? Vielleicht sollte ich mich erst wieder einklinken, wenn der Club wieder fußballspielen kann, kein Bock mehr auf so eine Scheiße. Krisen- und Traineranalysen hatten wir doch schon genug…

    21

    5
    Antwort
    • Zitat zaboaner:

      „Eigentlich ging es mir während der Sommerpause ganz gut ohne Fußball. Also warum tue ich mir das an? Vielleicht sollte ich mich erst wieder einklinken, wenn der Club wieder fußballspielen kann, kein Bock mehr auf so eine Scheiße.“

      Dir geht’s ja noch gut. Ich muss über diese „Scheiße“ noch was schreiben.

      18

      0
      Antwort
      • Ist es nicht allgemein bekannt, dass über Negatives viel mehr und leichter zu schreiben ist als über Positives :-)?

        4

        0
        Antwort
  • So schlimm habe ich es nicht erwartet, noch Sand im Getriebe ist noch verharmlosend. Man darf nicht vergessen auch der HSV hat 12 neue Spieler geholt nur da griff ein Rädchen ins andere.

    15

    0
    Antwort
    • Wenn von den neuen Nürberger Rädchen keiner die neuen Hamburger Rädchen stört greifen sie halt auch.

      4

      0
      Antwort
  • „Ich denke, dass ich immer bewiesen habe, dass ich sehr flexibel mit meiner Mannschaft spiele“ (Canadi)

    Genau so sieht das auch aus.

    Die Clubfelf als Spielwiese, als Versuchslaboratorium, als Experimentierkasten.

    Canadi spielt mit dem Club…

    Die Philosophie ist unglaublich einleuchtend: Ball nachjagen, erobern, schnell in die Spitze…

    Es gibt allenfalls eine Hand voll Gegner, gegen die das erfolgsversprechend ist. Gerade als Mitfavorit in Liga 2. Heute wäre durchaus so ein Gegner auf dem Platz gestanden. Wenn man allerdings nach 12 Minuten schlecht gejagt (dafür die Fans gut gepfiffen) und gar nicht in die Spitze gespielt hat, dann ist man in der Situation, in der man sich als Club in Liga 2 eben automatisch befindet: in der Rolle der spielzugestaltenden Mannschaft.

    Das kann und wird nichts werden.

    9

    12
    Antwort
  • Trainer nach zwei Spielen in Frage stellen geht nicht?

    Doch, In diesem Fall schon!

    Das ist die schlechteste Taktik, die ich je vom Club gesehen habe. So unglaublich durchschaubar – nimm einen Landesligisten, trainiere sie zwei Wochen auf dieses Spiel hin und du nimmst den Club komplett auseinander.

    Canadi ist ein Laptop-Trainer mit Amiga500.

    Wer in einem Spiel in der 36. Minuten die dritte taktische Veränderung vornimmt (ohne irgendwas besser zu machen) hat für mich echt nichts auf der Trainerbank einer Profimannschaft verloren.

    Auch die Zugänge sehe ich zum Teil sehr kritisch. Handwerker war heute (wie schon in Dresden) komplett überfordert (zweikampfschwach, zu langsam, körperlich nicht vorhanden) und Hack hat überhaupt kein Gespür für den richtigen Moment und verliert ebenfalls jedes Laufduell.

    Vor der Saison wurde irgendwas von Tempo erzählt – doch weder Ball noch Spieler sind schnell…

    11

    17
    Antwort
  • So für mich war es das erst einmal. So macht es mir keinen Spass, kann mich auch in keinster Weise motivieren, mir weitere Spiele anzusehen. Die clubübliche Trainerablöse ist mit solchen Leistungen nur eine Frage der Zeit. Ich seh nicht den kleinsten Ansatz, dass sich was verbessert oder wenigstens berechtigte Hoffnung auf Verbesserung bietet.

    18

    10
    Antwort
    • Kann ich verstehen. Gerade nach Hause gekommen und immer noch geflasht von der erbärmlichen Leistung. Beide Aussenverteidiger überfordert. In der 3er Kette mit Erras, Sörensen und Margreiter pomadig und antrittslahm. So was von schleppenden Aufbauspiel. Jeder 2. Ball an unserem Sechzehner gehörte dem Gegner. Gedanklich alle einen Schritt zu spät, Zweikämpfe in Serie verloren, kein Aufbauspiel erkennbar. Puh, was für ein Desaster. Die ersten 30 min haben sich total vercoached angefühlt. Viel Arbeit meine Herren. Meine Euphorie ist nach diesem Spiel weg. Sorry das war nix.

      19

      1
      Antwort
      • Meines Erachtens ist das Spiel nicht in die Kategorie „vercoacht“, sondern „schlechte Mannschaftsleistung“ einzuordnen. Die beiden Gegentore vor der Halbzeit dürfen so nicht fallen. Beim 1:0 waren Sörensen und zuvor einige andere nicht nah genug „am Mann“ (ist das die Schuld des Trainers?) und beim vorentscheidenden 0:2 verstehe ich den Sidestep von Mathenia absolut nicht…

        23

        4
        Antwort
        • Die defensive Aufstellung mit den 3 IV , 2 AV und Jäger und Behrens als reine Abräumer davor, also 7 Spieler in Summe defensiv hat dazu geführt, dass sehr viel Druck auf dieses Gebilde kam. Da passieren dann immer Fehler. Darmstadt hat gezeigt, dass der HSV mit offensiven Druck bespielt in der Abwehr anfällig ist. Das nenne ich vercoached.

          15

          1
          Antwort
  • Ich habe das Spiel nicht sehen können, aber Ergebnis und Statements hier sprechen eine sehr deutliche Sprache.
    Da aber mein Vater heute mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen und dem schon jetzt legendären letzten Satz „tja, dann geht der alte Mann jetzt wohl mal flöten“ gestorben ist, fehlt mir hier der Humor, den man als Clubfan haben muss, um den ganzen Mist jahrzehntelang durchzustehen.
    Ich war 5, als mich mein Vater, gerade aus dem Saarland nach Nürnberg gezogen, gleich mit zum Club genommen hatte und wir 1970 ein Spiel der Regionalliga Süd gegen Wacker München schauten, ich glaube, es endete 4:0 für den Club.
    So schließt sich quasi der Kreis.
    Dann aber doch lieber in der 2. Liga gegen den aufgerüsteten HSV hoch und mit hoffentlich genügend Warnschusspotenzial für den weiteren Saisonverlauf eins auf die Mütze kriegen als gegen wirkliche Gurkenvereine vor 14.000 Zuschauern im damals noch viel größeren Städtischen Stadion gewinnen.
    Es kann nur besser werden.
    Hoffe ich.
    Und mein Vater ist als Clubfan sogar 90 geworden. Also verzagt nicht. 🙂

    26

    2
    Antwort
      • Danke Dir, ist aber alles gut so.
        Ich bin auch unsicher, ob ich das schreiben durfte, ist ja ein Fußballblog hier und persönliche Dinge haben eigentlich nichts groß hier verloren. Es ist mir ein wenig ungefiltert rausgerutscht, weil er eben auch Clubfan war, weil er mich ins Stadion mitgenommen und meine Liebe zu diesem verrückten Verein geweckt hatte und mich dazu brachte, mal ein paar Jahre in der Jugend viele Samstage und Sonntage das weinrote Trikot – damals noch mit AEG vorne drauf – zu tragen und Tore zu schießen.
        Deshalb verzeihe man mir bitte dieses möglicherweise als unpassend empfundene Sinnieren, das ich an diesem besonderen Tag hier von mir gebe.
        Außerdem habe ich heute Abend mit meiner Mutter ein paar Gläser vom 7* Metaxa geschossen, was sonst überhaupt nicht mein Ding ist.

        Jedenfalls ist es nicht meine Absicht, Euch zu Beileidsbekundungen zu nötigen. Also vergebt mit meine leichte Rührseligkeit bitte.
        Danke!

        40

        0
        Antwort
        • Ich bin sicher, so ziemlich jeder hier hat volles Verständnis dafür, wenn du das Bedürfnis hast, dir hier ein bisschen deinen Kummer von der Seele zu schreiben und denkt nicht, es ginge dir um Effekthascherei.
          Gibt ja bestimmt einige hier, die in erster Linie durch die Familie Clubfan geworden, weil man das halt schon immer war, und auch entsprechende Erinnerungen an Stadionbesuche etc. haben.

          Und wer es unpassend findet, hier sowas zu schreiben, kann ja trotzdem einfach so viel Anstand beweisen und wohlwollend überlesen.
          Aber ich denke, wir sind hier doch zum weit überwiegenden Teil Club- bzw. Fußballfans, für die es immer noch weit wichtigeres im Leben gibt und wenn es jemand gerade hilft, sich hier etwas Kummer von der Seele zu schreiben, dann wüsste ich nicht, was dagegen spricht…

          7

          0
          Antwort
          • Tausend Dank – tut wirklich verdammt gut, weil ich gestern das 0:4 und eben den humorigen Abgang meines alten Herrn verarbeiten und miteinander verknüpfen konnte.

            Btw. Es war damals nicht Wacker München, sondern Wacker Burghausen, deren Libero Hannakampf nach der Saison direkt vom Club verpflichtet wurde und an den ich mich – außer Legende Dieter Nüssing – als ein einzigen Spieler erinnere.

            0

            0
            Antwort
        • Mein herzliches Beileid unbekannterweise. Dein Vater scheint einen wunderbaren Humor gehabt zu haben! Und wo, wenn nicht hier, könnte man Persönliches und den Club besser verknüpfen? Danke für Deine berührenden Worte!

          4

          0
          Antwort
          • Danke, das ist sehr aufbauend und wirklich schön, das zu lesen 🙏🏻
            Zumal es mir heute schon ordentlich peinlich ist, was ich gestern Abend da rausgehauen hatte…

            0

            0
            Antwort
            • Wie andere schon geschrieben haben ist das gar nicht peinlich sondern menschlich und authentisch. In einer digitalen Gesellschaft zählen diese Werte um so mehr. Dafür gibt es auch die Glubb-Familie. Mein Opa hat mich auch zum Ruhmreichen gebracht. Vorher gab es immer am Brückkanal in Feucht ein legendäres Käsebrot. Noch heute muss ich oft daran denken.

              4

              0
              Antwort
    • Mein aufrichtiges Beileid.
      Ich fand dein Statement sehr passend. Auch wenn ich mir im Moment ein Clubfandasein bis zum Lebensende schwer vorstellen kann.

      6

      0
      Antwort
      • Danke Dir sehr, liebe Beate.
        Ja, Clubfan bis ans Lebensende WILL man sich oftmals nicht vorstellen, auch weil man immer das Gefühl hat, das selbiges aus genau diesem Grund dann viel früher kommen würde als es eigentlich müsste – aber da ist mein Vater ein schönes Beispiel, dass dem nicht so ist 🙂
        Liebe Grüße an alle hier vom Zuckerpass-Michael

        2

        0
        Antwort
      • Ich fand dein Statement sehr passend. Auch wenn ich mir im Moment ein Clubfandasein bis zum Lebensende schwer vorstellen kann.

        Schwierige Aussage, man weiß ja nie wann das ist

        0

        0
        Antwort
  • Laut Spieldaten vom Kicker ist der HSV über 4 km mehr gelaufen und hat 60 Prozent Zweikämpfe gewonnen. Sprich er hat deutlich mehr investiert in dieses Spiel. Dies gepaart mit guter taktischer Einstellung und individueller Klasse hat zu dem klaren Ergebnis geführt. Ich bin auch enttäuscht vom Club, sehe die Niederlage aber zum großen Teil auch in einer starken Leistung des HSV begründet, das muss man auch anerkennen (können). Was mir aufgefallen ist war die Einsatzbereitschaft der Ersatzspieler nach den Einwechslungen. Während Ishak wirklich viel gerackert hat, machte Kerk auf mich einen (fast schon provokant) lustlosen Eindruck. Wichtig wird sein das am Freitag in Ingolstadt gewonnen wird und das noch die ein oder andere Korrektur im Kader vorgenommen wird (auch auf der Abgangsseite) und dann geht’s wieder aufwärts hoffe ich.

    16

    0
    Antwort
    • Unsere rechte Abwehrseite war eine Katastrophe! Unsicheres zögerliches Hin- und Hergeschiebe, das ständig für uns selbst gefährlich wurde, schlechtes Stellungsspiel, Slapstick beim dritten Tor und unser bester Abwehrspieler sitzt auf der Bank. Superleistung gegen Mbappe genügt ohne Österreicherbonus wohl nicht. Ich fürchte unser bester Abwehrspieler wird so in Kürze bei einem höherklassigen Verein sein. Das tut weh!

      15

      1
      Antwort
    • Nene, die Hamburger mussten im Spiel läuferisch nicht mehr als der Club investieren. Das war nicht nötig.

      Die 4km resultieren aus einer einfachen Nebenrechnung:
      Jeder Feldspieler des HSV jubelte nach jedem Tor ca. 100 Meter lang.

      4x10x100m
      Da sind sie die 4 Kilometer.

      8

      1
      Antwort
  • Mit etwas Abstand nach dem Spiel muss ich leider sagen, dass wir den Offenbarungseid wohl schon im ersten Heimspiel erlebt haben.

    Zur Niederlage in Bayreuth hat es keinerlei Verbesserung gegeben.
    Die Dreierkette ist wohl jetzt auch Geschichte. Dafür sind Margreiter und Sörensen im Spielaufbau (noch?) nicht geeignet. Auf der Position 6 mit Jäger zu beginnen, kann man evtl aus der gemeinsamen Historie von Canadi und Jäger ableiten, verstehen muss man das nicht. Mit Petrak haben wir doch jemandem im Kader, der das meiner Meinung nach besser spielen kann.

    Summa summarum.
    Setzen 6.
    Wiener Schmäh alleine reicht nicht für Liga 2.

    20

    3
    Antwort
  • Das war absolut gar nix und erinnerte ans wegweisende Heimspiel gegen Stuttgart: Ausverkauftes Haus und damals jämmerlich 0:2 verloren.
    Jäger und Margreitter mehrfach überfordert. Behrens keine Stütze. Hack und Handwerker als Jugendspieler können irgendwie nix dafür, daß sie einfach vielfach, jetzt schon im zweiten Spiel, überlastet mir ihren Aufgaben sind.
    Ich korrigiere schon jetzt mein Saisonziel: Vor Wehen-Wiesbaden und Osnabrück bleiben und nicht absteigen. Mit Glück und irgendwie im Mittelfeld bleiben und nix mit dem Abstieg zu tun haben.
    Wie spiele ich das Stadion leer? Schlag nach beim 1. FCN.

    5

    4
    Antwort
  • Eigentlich kann das heutige Spiel nicht überraschen, jedoch die Deutlichkeit. Dass wir uns vorne mit nur kleingewachsenen und bis auf Dovedan bisher torungefährlichen Spielern wie schon in Dresden nicht durchsetzen können, war jedem klar. Genauso wie es klar war, dass wir im Aufbauspiel aktuell nicht auch nur einen einzigen fähigen Spieler haben

    6

    1
    Antwort
    • @ Andre

      Dovedan fehlt beim Club das, was er in Heidemheim hatte. Mit Schnatterer einen der besten Mittelfeldstragegen der 2. Buli.

      8

      1
      Antwort
    • @ Andre

      Mit welcher Begründung widersprichst du dann meinem obigen Post?
      Von Dovedan einmal abgesehen, hätte ich keinen einzigen der Neueinkäufe geholt.

      4

      8
      Antwort
      • Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Das Eine ist Kaderplanung, das Nächste. sind noch offene Baustellen in der Kaderplanung (die in nächsten Schritt nun durch die Geis-Verpflichtung hoffentlich kleiner werden) und das Nächste sind Altlasten und dann erst kommt der Trainer mit Deiner Performance.

        In der Tat kann ich nicht verstehen, warum wir zum einen nur Kleinere und wenig robuste Offensivspieler mit wenig Durchschlagskraft und Torinstinkt (Hack, Lohkemper) verpflichten, anstatt zumindest in einem Mix auch größter robuste Stürmer, die man auch mal hoch und bei Standards anspielen kann, wenn man schon spielerisch in der IV und Mittelfeld stark limitiert ist. Es ist jedoch auch klar, dass Sörensen eher Back-Up ist und Handwerker wenigstens kurzfristig Leibold nicht absatzweise ersetzen kann, auch wenn dieser von vielen Fans im Nachgang schlechtgeredet wird. Mal sehen, wann Medeiros in Form kommt und ob er bei uns besser scored als zuletzt. Insofern sehe ich eigentlich nur Dovedan (und wohl auch Geis) als echte Verstärkung an.

        Ishak, Zrekak, Palacios, Petrak, Kerk, Fuchs vielleicht auch Jäger und Knöll sind im Prinzip Altlasten und blähen den Kader auf, ohne dass sie uns bei unseren Zielen helfen. Es wird nicht einfach sein, sie zu transferierten, zumal einige verletzt sind, Knöll würde ich nur verleihen.

        Geis hilft uns wohl im Spielaufbau und wenn wir es noch schaffen endlich einen echten Mittelstürmer verpflichten, der uns nicht erst wie Geis, Schleusener und wohl auch Medeiros nach Monaten hilft, dann kann das schon noch was werden. Aber es benötigt natürlich Zeit, wenn viele Spieler und auch das System neu sind.

        Insofern kann ich nur den Kopf schütteln, wenn man nach dem zweiten Spiel bei 3 von 6 Punkten bereits den Trainer in Frage stellt. Das ist lachhaft. Keine Frage: Canadi muss liefern und nicht erst nach 12 Spielen. Aber man muss ihm schon nach dem Gekrüppele von Köllner (und Schommers) die Chance und Zeit geben durch Veränderung etwas auf- und umzubauen.

        20

        5
        Antwort
        • Und – ich fand, das Medeiros schon ein paar gute Ansätze zeigte. Wendig, gute Technik…ihm muß man schon noch etwas Zeit geben, dann bin ich sicher, hilft er uns.
          Der war doch der Einzige, der mal gefährlich Richtung Tor schoss!

          8

          0
          Antwort
          • Genau hier haben wir aber eben auch wieder das Problem, das uns seit vielen Jahren begleitet und stets einer der Hauptkritikpunkte an Palikucas Vorgängern war, sowohl Bornemann als auch Bader – dass der Kader einfach zu Saisonbeginn noch nicht steht (von der Vorbereitung gar nicht erst zu reden) und wichtige, zentrale Personalfragen erst spät in der Transferperiode gelöst wurden.

            Palikucas markige Worte schürten die berechtigte Hoffnung, dass dies der Vergangenheit angehören würde, aber da wurde man doch ziemlich enttäuscht…

            5

            1
            Antwort
            • Eine Kaderzusammenstellung zwischen Hoffen und Bangen-im Moment eher Bangen.Man könnte auch sagen ein Potpourri aus Spieler, die wo anders nicht funktioniert haben,es aber eigentlich können müssten-von der Anlage her und ein paar gestandene Zweiligaspieler.Dazu zwei Kopien der Vorgängerzeit-einer aus Portugal und ein Vertragspartner Spieler.Für Ishak Zrelak und Besong als Back-up.Ähnlich wie bei Düsseldorf,wo aus einem Füllhorn an Neuzugängen der erfahrene Trainer Gerade rechtzeitig ein Team geschweißt hat.Aber ist Canadi derart erfahren?

              1

              0
              Antwort
          • Ja, eben. Man muss ihm Zeit geben. So wie letzte Saison auch Pereira, der erst in den letztren 10 Spielen gekommen ist. Bis dahin, sind es wohl nur Ansätze. Wird bei Schleusender nach seiner langen Verletzung ähnlich sein.

            5

            4
            Antwort
            • Klar, wir haben ja alle Zeit der Welt.
              Eigentlich hatte ich erwartet, dass Palikuca den Kader verstärkt mit seinen Verpflichtungen, nicht dass er auf allen Positionen noch schwächere Spieler holt.

              6

              6
              Antwort
              • Ich bin hier Deiner Meinung. Deshalb bin bzgl. dieser beiden Verpflichtungen auch zurückhaltend. Wenn wir vorne mitspielen wollen, müssen angesichts fehlender Alternativen gerade die „Königstransfers“ sofort helfen. Das habe ich bei Bornemann auch kritisch gesehen,

                0

                0
                Antwort
              • Mal unabhängig davon wie die Neuverpflichtungen letzendlich einschlagen (bei den meisten ist es noch viel zu früh das zu beurteilen) – ich verstehe die Erwartungshaltung nicht.

                Wer aus der ersten in die zweite Liga absteigt, kann nicht erwarten dass der Kader danach stärker wird. NATÜRLICH haben wir schwächere Spieler. Es geht nur darum, den Qualitätsverlsut möglichst gering zu halten. Auch VfB und Hannover haben auf dem Papier keinen stärkeren Kader alds letztes Jahr.

                4

                0
                Antwort
        • @ Andre
          Überzeugend ist deine Stellungnahme nicht. Mit einem echten Mittelstürmer und einem
          Spielmacher hätte auch die Mannschaft unter Köllner/Bornemann weit besser ausgesehen,
          ab denen standen die Mittel für 10-12 Neueinkäufen nicht zur Verfügung.
          Dein Urteil halte ich für einseitig und es lässt teilweise auch Ursache und Wirkung außer acht.
          Jedenfalls meiner Ansicht nach.

          8

          3
          Antwort
          • Ja, stimmt, mit besseren Spielern hätten Köllner/Bornemann vielleicht sogar besser ausgesehen. Aber das ist ja auch nicht mein Punkt, der interessiert mich doch hier gar nicht.

            Ich finde hingegen, dass es insbes. angesichts der Rahmenbedingungen albern ist, bereits nach dem 2.Spiel einen Trainer in Frage zu stellen.

            Und Im übrigen: Köllner hatte doch diese Spieler – nur hat er ja die Teucherts, Löwens und sogar Ewertons entweder lange Zeit ignoriert oder gleich demontiert.

            4

            3
            Antwort
            • @ Andre

              Was den Trainer betrifft, stimme ich dir zu. Mir sind die Motive Köllners nicht bekannt,
              deshalb kann ich dazu auch keine Stellung beziehen. Hat es Teuchert auf Schalke
              geschafft? Es müssen nicht immer alles Missstände beim Trainer zu suchen sein.
              Auch Spieler können „Gift“ spritzen.

              6

              1
              Antwort
              • Komplett anderes Thema und zu oft diskutiert. Wer verletzt ist, spielt nirgendwo. Wer es jedoch auf Schalke nicht schafft, kann bei uns durchaus ein Topspiele sein – hat zumindest die Bilanz so zum Ausdruck gebracht.

                2

                4
                Antwort
  • Ich bin fassungslos!

    Nach nur 2 Spielen wird schon der Trainer angezählt?

    Dabei ist es das Team, das nicht liefert. Zu zaghaft, zu ängstlich, immer noch die Hosen voll. Die letzte Saison hat tiefere Spuren hinterlassen als gedacht. Nicht zugehört in der Analyse Canadis nach dem Dresden Sieg? Man muss das Versagen erst wieder aus den Klamotten kriegen. Erfolg wieder lernen.

    Es ist schwieriger als gedacht.

    Der Trainer hat es bereits nach dem Sieg angekündigt und wurde bestätigt.

    Aber was hier abgeht, ist erbärmlicher als das Spiel. Und das Spiel war schlimm, ohne Frage.

    Ganz ehrlich, ich verstehe es nicht.

    40

    12
    Antwort
    • Sorry Optimist, aber das war nicht die Mannschaft der letzten Saison, die auf dem Platz stand. Die schlechte Leistung war dem Trainer und der fehlenden Mannschaftsleistung geschuldet. Unter Köllner haben die Jungs lange ihre Defizite dank gutem Teamgeist ausgleichen können. Der ist nicht mehr vorhanden.

      11

      13
      Antwort
        • Das ist allein der bitteren Realität des gestrigen Spiels geschuldet.
          Allein schon, dass Behrens vor der Dreierkette spielen musste. Das hat er doch schon zur Genüge gezeigt, dass er das nicht kann, dass seine Stärken dort verschenkt sind.
          Gegen den HSV mit solch einer Aufstellung solch eine Niederlage einfahren, wird weder das Vertrauen in den Trainer stärken noch zur Teamentwicklung beitragen.

          13

          2
          Antwort
    • Es ist aber auch alles so widersprüchlich, was die sportliche Leitung macht – sowohl was die Ankündigungen Palikucas die Kaderplanung betreffen, also auch die Spielidee, die Canadi immer wieder verkündet, aber dann weiterhin an einer für diese nicht geeigneten Taktik und Aufstellung festhält.

      Von dem Kern, der letztjährigen Mannschaft, den man zusammen halten wollte, ist mittlerweile kaum noch was übrig und setzt davon dann auch noch Leute nur schwer nachvollziehbar auf die Bank (Valentini, Mühl).
      Die Kader ist zudem auch jetzt nach Saisonstart noch eine ziemliche Baustelle, obwohl man ihn eigentlich zum Trainingslager im Prinzip fertig haben und sich nur noch den Spielraum lassen wollte, bei einer sich ergebenden Gelegenheit zugreifen zu können.

      Und zur Spielidee: Mutig nach vorne spielen, man wird nicht müde, das immer wieder zu betonen. Und wo soll der Mut herkommen, wenn ich dann 7, 8 Defensivkräfte aufs Feld beordere? Und 5 weitere auf die Bank setze, dafür aber zwei Offensiv-Alternativen auf die Tribüne verbanne?
      Beim Dresden-Spiel hat Canadi bemängelt, dass man zu sehr die Führung verwalten wollte und die Konter nicht sauber ausgespielt. Aber was ist es für ein Zeichen an die Mannschaft, wenn man direkt nach der Führung den einzigen Stürmer gegen eine Defensivkraft auswechselt? Wie soll da bei der Mannschaft nicht ankommen, dass es jetzt nur noch drum geht, die mehr als schmeichelhafte Führung über die Zeit zu kriegen?

      Und dann ist man schon derart defensiv eingestellt, und schafft es trotzdem noch nicht mal, hinten wirklich dicht zu sein. Dresden hat man dafür schon zu viele gute Abschlussmöglichkeiten geboten, die sie zum Glück nicht zu nutzen wussten, Abschlussschwäche ist ja auch deren großes Problem. Aber dass das gegen eine Mannschaft mit mehr Qualität in diesem Aspekt schiefgehen wird, war doch ziemlich klar.

      Eine Niederlage gestern stand absolut zu befürchten, wenn nicht gar zu erwarten. Vielleicht nicht in der Höhe. Aber wenn man höchst schmeichelhaft in Dresden gewinnt, sich dann auch anschaut, wie sich Dresden in Karlsruhe hat abschießen lassen… Dann stand schlimmes zu befürchten.
      Und schlimmes steht jetzt auch für den Pokal zu befürchten.

      Ich hatte von Anfang kein gutes Gefühl bei Canadi und momentan sieht es sehr viel mehr danach aus, als würde sich das bewahrheiten als dass es sich als falsch herausstellt. Die Hoffnung bleibt natürlich, aber sehr optimistisch bin ich momentan nicht.
      Ich weiß auch nach wie vor nicht so wirklich, was eigentlich der Plan sein soll. Und sehe v.a. auch nicht, wie man aus dem aktuellen Kader bzw. mit dem aktuellen System eine Aufstiegsmannschaft für die nächste Saison entwickeln will.
      Und dass wir diese Saison oben mitspielen können, erscheint nach den Leistungen der ersten beiden Spiele ausgeschlossen, vielmehr muss man froh sein, nicht wie unter Schwartz in den Abstiegskampf zu rutschen…

      17

      2
      Antwort
  • Den Trainer anzuzählen oder in Frage stellen ist vielleicht etwas früh. Die deutliche Kritik halte ich aber für völlig berechtigt. Das bisher gezeigte spricht für sich. Die Spielidee bzw. Taktik, die er im Kopf hat funktioniert leider überhaupt nicht.

    Ich sehe eine unfassbar zaghafte Abwehrreihe, die viel zu passiv bei gegnerischem Ballbesitz agiert. Der Raum halb links und rechts vor dem 16er wird den Gegnern als Spielwiese überlassen. Hier konnte schon Dresden schalten und walten wie es wollte, währen hinten bei uns der Bus steht und parkt. Der Spielaufbau von hinten bei Ballbesitz klappt überhaupt nicht. Die Lücken nach vorne sind zu groß. Lange Bälle nach vorne finden kaum Abnehmer, häufig genug weil die Außenverteidiger, wo sie meist landen sollen, die Bälle technisch nicht verarbeiten können. Das Mittelfeld findet in der Zentrale nicht statt. Es suchen noch sehr viele Spieler nach ihrer Rolle in diesem System. Wenn du dazu noch 65% deiner Zweikämpfe verlierst uns so ein Ergebnis einfährst musst du dir als Trainer schon Fragen anhören.

    Das Ergebnis aus Dresden war mit einem großen Eimer voll Glück kaschiert. Ja, es ist noch sehr sehr viel Arbeit zu tun. Ich hoffe vor allem bald erfolgsversprechende Ansätze zu sehen. Bisher kann ich mit der Taktik nichts anfangen und verstehen sie auch nicht. Es sieht für mich alles etwas naiv aus.

    29

    0
    Antwort
  • Schafft wohl auch nur der Club. In einem 6-Punkte-Spiel 7 Punkte zu verlieren. Denn das Torverhältnis darf nicht unberücksichtigt bleiben. Nicht messbar dagegen, wie sehr das Selbstvertrauen unter diesem deutlichen Klassenunterschied leidet.

    5

    2
    Antwort
  • CANADI (neues Spielsystem einstudieren, das kann dauern)

    HECKING (schnell greifender Pragmatismus)

    0 : 4

    6

    0
    Antwort
    • Ich hoffe, mann kann das in nicht all zu ferner Zukunft durch diese Begrifflichkeiten ersetzen:

      CANADI (neues Spielsystem einstudieren, das kann dauern) -> langfristiger Erfolg

      HECKING (schnell greifender Pragmatismus) -> kurzfristiger Erfolg

      11

      0
      Antwort
  • Tja!!! Nach dem Parisspiel hat sich eine Ausgeglichenheit und Hoffnung eingestellt. Dann der Sieg gegen Dresden. Im Unterbewusstsein die Befreiung: Endlich sind die „Schlechten Zeiten“ vorbei, endlich geht es voran. Pustekuchen. Erschreckendes Aufwachen im ersten Heimspiel. Und wie es beim Club schon immer üblich war, eine Niederlage reicht nicht, muss eine anständige Packung sein, richtig untergehen. Willkommen im irrtümlich vergessenen Frustalltag des 1. FC Nürnberg. Und dann noch die hoffnungsvolle Aussage: Der Aufstieg soll erst nächstes Jahr angegangen werden. Oder vielleicht übernächstes Jahr dann? Mann oh Mann sag ich da nur noch. Kampfeinstellung und Leistungswillen geht anders.

    6

    1
    Antwort
  • Die Lehren aus der vergangenen Saison wurden oder konnten nicht gezogen werden-durch den Verkauf der halben Abwehr musste dieser Mannschaftsteil zuerst neu besetzt werden.Das Hauptproblem der vergangenen Saison ( und auch der Aufstiegssaison), dass eigentlich im 16er kein Sturm vorhanden ist und man sich ziemlich heillos am Flügel festrennt, könnte überhaupt nicht bearbeitet werden.Wenn der Gegner mit ein zwei kantigen Innenverteidigern da steht ist der gegnerische Strafraum dicht.Offensiv stimmt so gut wie nichts.Und hinten scheint der Wechsel von Dreier auf Fünfer Kette die betreffenden Spieler so zu binden, dass es für Offensivaktionen nicht reicht.

    5

    0
    Antwort
    • Absolut richtig. Es werden seit Jahr und Tag zig kleine, vermeintlich technisch gefällige Offensivwusler verpflichtet, die sich im Niemandsland festrennen und konsequent den 16er und v.a. Abschluss wie der Teufel das Weihwasser meiden. Jeder andere Club hat mind. einen Keith Ruel, Hinterseer, Gomez/Kalajdzic, etc. – alleine um über Standards zum Erfolg zu kommen.

      4

      0
      Antwort
  • Solche Klatschen hinterlassen etwas in den Spielerköpfen, es war nicht zu erwarten daß wir schon im 1. Heimspiel in der 2. Liga die höchste Heimniederlage in dieser Liga ever einstecken müssen. Das wird man auch nicht so einfach wegreden können und aus den Köpfen wieder heraus bekommen. Ich verstand auch nicht den Angsthasenfußball im eigenen Stadion vor 45 Tsd Zuschauern. Vor allem in der 1. Halbzeit hatte man als Zuschauer das Gefühl die Spieler zittern schon bei jedem Pass in die Tiefe. Nicht ganz zu unrecht die waren auch jedesmal weg. Verstehe ich nicht.

    10

    2
    Antwort
    • Angsthasenfussball beschreibt es am besten (wenn man dabei überhaupt noch von Fußball sprechen kann. Das Wort Profifußball will ich in diesem Zusammenhang gar nicht in den Mund nehmen.)

      3

      1
      Antwort
  • Unglaublich finde ich die Aufstellung vor dem Hintergrund, dass Canadi mit der Alliance Sportsmanagement AG den gleichen Berater hat wie Magreiter und Jäger. Natürlich lässt er die dann eher spielen als Mühl und Petrak…

    11

    7
    Antwort
    • Ob man daraus was konstruieren sollte, lass ich mal dahingestellt…

      Aber rein leistungstechnisch wirft die Aufstellung in der Abwehr doch große Fragezeichen auf, auch was die Spielertypen an sich betrifft. Mutig und schnell nach vorne, dann passt die Berufung von Sorg auf RW doch einfach nicht. Wo Canadi ja sogar selber sagt, dass Valentini der offensivstärkere ist.
      Und Margreitter ist insgesamt auch einfach zu langsam, hat gestern auch einen schlechten Tag erwischt, und Sörensen komplett von der Rolle. Keine Ahnung, wie Canadi dazu kommt, dafür dann auf der Bank schmoren zu lassen…

      Meiner Ansicht nach ist unser Kader auch einfach nicht gut für eine 3er-Kette geeignet, es ist insgesamt zu defensiv ohne dabei wirklich stabil zu sein, zieht der Offensive aber so ziemlich den letzten Zahn…

      13

      0
      Antwort
      • Ich mag die 3er-Kette nicht. Ich sehe da keinen Vorteil, das ist zu defensiv. Ich habe nie verstanden, warum es offensiver sein soll, wenn ein IV zusätzlich auf dem Platz steht. Vor Allem, wenn man dann mit Handwerker und Sorg spielt. Man bindet zu viele Spieler hinten und gibt zu viel Raum im Mittelfeld. Das Resultat sind Tore aus dem Rückraum, weil die Spieler nicht richtig gestört werden.

        Wenn 3er-Kette, dann mit Valentini und Nürnberger. Da brauche ich Wing-backs, die anschieben, die was nach Vorne bewegen.

        Mit 4er-Kette hatten wir gleich einen Offensivmann mehr, der Eindruck war besser (das Resultat allerdings nicht).

        4

        1
        Antwort
    • @Ritter Lanzelott:

      Wenn, wie du unterstellst, Canadi nicht nach Leistung, sondern nach Zugehörigkeit zur gleichen Seilschaft aufstellt, ist das ein Skandal!

      EIN UNGEHEUERLICHER SKANDAL!

      Canadi muss sofort von seinen Aufgaben beim 1. FC Nürnberg entbunden werden!

      6

      1
      Antwort
    • Meinst Du nicht, dass Canadi zuerst einmal seine persönliche Performance sicherstellt und versucht so schnell wie möglich mit der besten Truppe Punkte einzufahren? Die einzige Personalie, die man wirklich im Nachgang diskutieren kann ist doch Jäger. Gegen Margreitter kann man doch ungeachtet seiner Leistung nichts einwenden.

      6

      1
      Antwort
      • Also die Nominierungen von Sörensen und Sorg anstelle von Mühl und Valentini sind aber auch höchst diskutabel…

        2

        0
        Antwort
      • @Andre
        …“Gegen Margreitter kann man doch ungeachtet seiner Leistung nichts einwenden.“…
        Wenn man die Leistung aber schon beachtet, dann lässt sich sehr viel einwenden. Für mich ist er schon für den zögerlichen Aufbau ursächlich, verursacht durch sein ewiges Warten und Hin- und Hergeschiebe erst für uns gefährliche Situationen, schlägt dann zu oft Pässe ins Nirwana, ist zu langsam und lässt sich von jedem schnellen Spieler mit der einfachsten Finte düpieren, weiß offensichtlich auch nicht, wo er überhaupt stehen soll, läuft oft bei gegnerischen Angriffen vogelwild rum, und das war schon gegen Dresden so. Wenn es unser einziger IV wäre, dann müsste man halt damit leben. Aber anbetrachts eines bärenstarken Mühl auf der Bank versteht man leider nicht so ganz, warum unsere Mannschaft geschwächt auflaufen muss.

        4

        1
        Antwort
        • Ja schon, aber nachdem Mühl bei den genannten Faktoren im Aufbauspiel noch viel schwächer ist bzw. das dann lieber Mathenia richten lässt, kann man Canadi nicht grundsätzlich dafür kritisieren, dass er Margreitter gebracht hat.

          Wir haben nach dem Abgang von Ewerton eben keinen IV mehr, der zuverlässig einen öffnenden Ball spielen kann.

          Und nachdem wir offensiv aufgrund seiner Statur und Kopfballstärke nur Behrens (wie in Dresden) als einzigen Zielspieler im Kader haben – er jedoch gegen den HSV auf der 6 war – waren schlichtweg keine Anspielstationen vorhanden, so dass das bekannte Hin- und Verspielen die Konsequenz war.

          2

          0
          Antwort
  • Aus der 2. Liga in die BL aufgestiegen:
    Wir möchten „mit spielen“. Solides Aufbauspiel über die gesamte Breite. Nicht hinten einiegeln. Fußball spielen.

    Aus der BL in die 2. Liga abgestiegen:
    Wir möchten aus einer soliden, disziplinierten Defensive agieren und mit schnellem Umschaltspiel und Konter zum Torerfolg kommen.

    Merkt ihr was? Das ist beim Club, wie ich ihn kenne!

    3

    1
    Antwort
  • Aus der 2. Liga in die BL aufgestiegen:
    Wir möchten „mit spielen“. Solides Aufbauspiel über die gesamte Breite. Nicht hinten einiegeln. Fußball spielen.

    Aus der BL in die 2. Liga abgestiegen:
    Wir möchten aus einer soliden, disziplinierten Defensive agieren und mit schnellem Umschaltspiel und Konter zum Torerfolg kommen.

    Merkt ihr was? Das ist mein Club, wie ich ihn kenne!

    2

    0
    Antwort
  • Seit zwei Jahren ist unser Spielstil ohne Tempo und Überraschung. Das hat sich jetzt unter dem mittlerweile dritten Trainer nicht geändert. Immerhin: Medeiros führte irgendwann den schnellsten Club-Einwurf seit Monaten aus und als der Club einmal Tempo aufnahm, ging es dann für Ishak zu schnell: Der Schwede brauchte drei Ballberührungen, bis er Abschlussfähig war. Dann kam nur eine Ecke dabei heraus.
    Stichwort Einwurf: War das Hoffenheim, das einen Balljungen als quasi Vorbereiter besonders belohnte, weil der den Ball besonders schnell dem Hoffenheimer Spieler zuwarf? So etwas ist beim Club undenkbar bis dato. Die Einwürfe werden meisten rückwärts geworfen oder zum Gegner.

    Stichwort Standards: Ich dachte, das wurde speziell trainiert? Gegen die Unterklassigen Sparringsgegner klappte das in der Vorbereitung doch ganz gut? Davon war gestern leider auch gar nichts zu sehen, dabei wäre das die einzige Chance gewesen, mit einem Standard noch auf ein 1:2 heranzukommen.

    Na, was weiß ich schon. Jetzt hab ich passenderweise gleich Heimspielpause, weil urlaubend. Erholung auch vom Club tut dringend Not.

    4

    0
    Antwort
  • Also ich tue mich trotz der herben Enttäuschung gestern schwer schon alles in Schutt und Asche zu reden. Ich glaube schon das die Truppe grundsätzlich eine ordentliche Qualität hat und es kommen ja auch noch Spieler dazu. Und vielleicht noch wichtiger, es werden auch noch unzufriedene Spieler gehen. Wichtig wird sein, daß Canadi (auch im eigenen Interesse) Fehler erkennt und korrigiert und eben nicht stur an seinem Konzept fest hält (die Korrektur gestern nach 35 Minuten lässt mich hoffen das er da besser aufgestellt ist als sein Vorgänger). Im Prinzip haben alle der hoch gehandelten „großen Vier“ schon Federn gelassen, von daher Ruhe bewahren.

    12

    1
    Antwort
    • Wir gehören so ganz gewiss nicht zu den großen Vier. Eher zu den Abstiegskandidaten. Und wer soll denn ohne Kohle noch gross verpflichtet werden?

      3

      16
      Antwort
      • Na mit den kolportierten 3 Mio. kann man doch neben Geis (ablösefrei) sicher noch einen Stürmer und einen Defensivback-Up – zumindest per Leihe – verpflichten. Sollte Ishak hoffentlich nich gehen, kommt eine Ablöse dazu. Und lt. Palikuca laufen ja wohl schon Gespräche. Ich tippe mal frech auf eine Leihe von Schieber.

        3

        2
        Antwort
        • @ Andre

          Wann hat Schieber zum letzten Mal eingenetzt? War das noch in diesem Jahrhundert?

          Solange das Mittelfeld nicht imstande ist, spielerisch Torchancen zu kreieren, nutzt auch der
          beste Knipser nichts, weil der keine Bälle aufgelegt bekommt. Du siehst es doch. Ishak hängt
          doch völlig in der Luft. Der muss sich die Bälle selbst erarbeiten.

          9

          0
          Antwort
          • Du hast mit der Einschätzung recht, dass Schieber alleine durch seine Verletzungsanfälligkeit ein beträchtliches Risiko darstellt. Jedoch Hack und Medeiros auch. Ich frage mich nur, wer jetzt noch – der uns sofort helfen kann – von einem anderen Verein abgegeben wird und nicht gleichzeitig irgendein Risiko impliziert. Wir werden sehen.

            1

            1
            Antwort
  • Der beste Kommentar gestern war eigentlich: Da sieht man erst wie schlecht Paris ist.

    Aber kann es sein, daß die geneigte CU-Gemeinde die Sommerpause nicht genutzt hat, um Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen? Ich fürchte, ein unglückliches Pokalaus und die ersten ziehen mit Kapuzen und Fackeln vor die Geschäftsstelle.

    14

    1
    Antwort
    • Ich würde eher sagen, da sieht man, dass ein Spiel gegen eine Mannschaft wie PSG als Generalprobe einfach nicht sinnvoll ist, um die Leistungsfähigkeit der Mannschaft zu beurteilen…

      4

      0
      Antwort
  • Wenn man mal so zusammenfasst, wie es nach dem zweiten Spieltag so um den Club steht:
    – Trainer unfähig -> bitte austauschen
    – Lizenz für 3. Liga und darunter anmelden
    – alles Blinde und laufen können die sowieso nicht

    Ich verstehe das nicht. Ja, das Spiel gestern war desolat und nach dem 0:3 ist man total auseinander gefallen.
    So dumm wie das klingt: Der HSV hat gestern ein sehr gutes Spiel gemacht. Bissig in den Zweikämpfen, spielstark und kaltschnäuzig vorm Tor.

    Die Spielidee vom Trainer fruchtet noch nicht. Man hat Ansätze am Anfang der zweiten Halbzeit gesehen. Da wurde das Tempo mal etwas erhöht. Ich denke, dass ist schon das was Canadi spielen lassen möchte. Allerdings nicht nur 10 Minuten lang, sondern 90 Minuten.
    Bis das alles greift, wird es noch dauern. Was auch immer wieder vom Trainer kommuniziert wird.

    Ich habe auch Sachen gelesen, dass die Spieler überfordert seien, wenn man während des Spiels die Formation anpasst, etc. Ich selbst habe nie über Bezirksliga gespielt, aber sowas wird doch vorher besprochen usw. Wenn es wirklich Anpassungen gibt, wissen die Spieler doch nicht mehr wo der Ball ist, nur weil sie jetzt 10m weiter im Zentrum stehen.

    Was mir extrem aufstößt ist, dass man nach außen hin immer sagt: Ja, wir brauchen Zeit. Wir sind kein Aufstiegsfavorit. Neuer Trainer, neues System, fast komplett neue Mannschaft. Die müssen sich erst eingewöhnen.

    Dann passiert genau das und man verliert gegen einen deutlich stärkeren Kader verdient zuhause und gibt kein gutes Bild ab und schon sind wir abgestiegen. Am besten kündigt man allen Spielern und schickt die sonst wo hin.
    Bitte überdenkt mal eure Erwartungshaltung an euch selbst und an den FCN.
    Danke.

    34

    5
    Antwort
    • @Almo das Argument Zeit hab ich lange vertreten. Nur gibt es die für einen Trainer beim 1.FCN nicht. Da wird bei der ersten Krise alles, was man aufgebaut hat, wieder eingerissen. Um dann wieder zu fordern, Geduld zu haben. Meine ist aufgebraucht.
      Und ich hab ein miserables Gefühl. So wie damals als van Heesen hier aufschlug und behauptete, den Club vor dem Abstieg retten zu können. Da hat sich das, was auf dem Platz von der Mannschaft geboten wurde, ähnlich desolat angesehen vom ersten Spieltag an.

      4

      1
      Antwort
  • 60 zu 40% Zweikampfquote für den HSV
    120,7km zu 116,1km: 4,6km ist der HSV mehr gelaufen als wir
    Ich würde sagen hier stimmte etwas nicht mit der Einstellung.
    Wenn sich daran nichts ändert verlieren wir auch gegen Sandhausen.

    7

    0
    Antwort
    • Sehr auffällig war das Verhalten gegen den Ball- ihr könnt mich gerne korrigieren, aber war es von Canadi nicht als das Spielelement angekündigt worden-frühes Pressing?
      Und was hat man gesehen davon?Meist fing der Club-Spieler mit dem anlaufen an nachdem der HSV den Ball bereits kontrolliert hatte, so dass der Clubspieler erst beim HSVer war, als der ball schon gespielt war und vor allem, nachdem der HSV sich überlegen konnte wohin mit dem Ball.
      Unter Pressing verstehe ich etwas Anderes.

      So sah es halt aus wie in der ersten Liga, man kommt kaum in die Zweikämpfe und ist meist einen bis zwei Schritte zu spät.

      12

      0
      Antwort
    • Stimmt, denn jetzt kommen erst die schweren Brocken. In den ersten beiden Spielen sollte sich die Mannschaft finden, um dann gegen die kommenden, vermeintlich leichteren, Gegner aufzutrumpfen. Können wir wirklich Siege gegen die nächsten Gegner erwarten nach der Leistung der ersten beiden Spiele ?

      0

      0
      Antwort
  • obwohl ich gestern im Stadion über diesen Auftritt auch sehr enttäuscht war … etwas früh für die komplette Verdammnis, Abschenken der Situation, Anlegen von Trauerkleidung.
    Nach den Eindrücken des ersten Spiels in DD habe ich bei TM auf eine Niederlage getippt und (leider) recht behalten.
    Aus der Sicht von Block 2: Spielaufbau zögerlich, hin und her gekicke (wie bei Köllner geübt) oder lange Pässe die nur selten bei einem Mitspieler ankamen, besonders negativ hervorgetan hat sich Margreiter mit diversen Fehlpässen und Unbeholfenheiten. Die beiden Aussenverteidiger Handwerker und Sorg schafften es nicht ihre Seiten bei gegenerischem Ballbesitz dicht zu kriegen, simples Hinterlaufen genügte (vor allem auf der Sorg Seite) das Gebilde auseinanderzuspielen. Behrens wirkt langsam, unsicher und deshalb unentschlossen, wär Jäger überhaupt einmal am Ball, ist mir entgangen. Medeiros, Dovedan und Hack haben sich wenigstens sichtbar bemüht aber es fehlte bei Pässen in die Tiefe das Timing um wirklich gefährlich zu werden.
    Aber wir sollten unserer Mannschaft einschließlich Trainer trotzdem wenigstens mal 10 Spieltage einräumen sich zu finden bevor wir den Stab darüber brechen. Ich gebe jedenfalls die Hoffnung auf eine gute Saison noch nicht auf und bin auch beim nächsten Spiel wieder dabei.

    12

    2
    Antwort
    • Ist zum „finden“ einer Mannschaft nicht die Vorbereitung gedacht ? Warum haben wir unsere Mannschaft nicht zum 1. Spieltag komplett und gut trainiert ? Was soll die Aussage „bis zum 10. Spieltag“ ? Dann sollten die Zuschauer auch sagen, wir kommen erst ab dem 10. Spieltag, denn ist das Team komplett und vielleicht eingespielt

      6

      3
      Antwort
    • @josch: da ein Großteil der Spieler nie unter Köllner trainiert hat, finde ich es schon etwas erstaunlich, wenn du schreibst wie unter Köllner trainiert. Das, was du gestern gesehen hast, was einzig und allein in Verantwortung von Canadi und Palikuca.

      5

      1
      Antwort
  • @ Almo
    Hat der HSV eventuell auch deswegen ein sehr starkes Spiel abgeliefert, weil der Club qualitativ wenig, bis nichts entgegenzusetzen hatte?

    Die entscheidende Frage, die sich mir stellt, ist diese:

    Ist die Mannschaft stärker, als der Abstiegskader, oder nicht?

    Nach meiner persönlichen Einschätzung ist sie schwächer. Deshalb bin ich mit einem Mittelfeldplatz mehr als zufrieden. Taktik hin – Trainer her. Das hätten wir auch mit Köllner/Bornemann haben können.

    8

    2
    Antwort
    • Das kann gut sein, dass das ein Grund ist. Trotzdem hat mich das Spielsystem von Hamburg extrem an Gladbach letzte Saison erinnert. Für mich (nachdem ich Hamburg gestern das erste Mal live über 90 Min gesehen habe) sind die ganz vorne dabei, wenn es um den Aufstieg geht.
      Sollten die diese Leistung halbwegs konstant abliefern spielen die um den „Titel“.

      Daher würde ich die Niederlage gestern zwar kritisch beurteilen usw. aber nicht alles auf links drehen. Das machen wir nämlich gerade nach MK und AB.

      Der Kader an sich dürfte mit der Geis-Verpflichtung ungefähr auf einem ähnlichen Level sein wie letzte Saison. Ich tippe auf eine Platzierung zwischen Platz 3-8. Da wir im Gegensatz zu anderen Zweitligisten trotzdem auch eine gewisse Klasse haben, die gern abgesprochen wird, die dabei helfen wird ein paar Mitkonkurrenten zu besiegen.

      (Großes) Wenn! Canadis taktische Marschroute gut greift und die Mannschaft die Anforderungen schnell akzeptiert und umsetzt könnte es mehr werden.

      9

      2
      Antwort
      • Man muß bei allem Spiel System usw. auch das Personal berücksichtigen, daß der HSV in meinen Augen auf allen Positionen mehr Qualität hat. Das ist ja nicht unerheblich und wenn dann mal alles zusammenpaßt, ist das fast ein Klassenunterschied.

        14

        1
        Antwort
        • Das allemal. Wenn man bedenkt, wen Hecking von der Bank gebracht hat und wen wir von der Bank gebracht haben.
          Narey, Kinsombi, Samperio
          Zusammen waren das 17 Scorerpunkte in der letzten Zweitliga-Saison.

          Wir kamen mit Kerk, Palacios und Ishak auf 11 Scorerpunkte. Wovon Ishak allein 8 auf dem Konto hat.
          Der Kader vom HSV ist schon deutlich besser aufgestellt. Deswegen möchte ich das gestern nicht zu hoch hängen.

          6

          1
          Antwort
      • @ Almo

        Ich lasse mich von Geis gerne positiv überraschen, aber meine Zweifel überwiegen (noch).

        5

        1
        Antwort
        • Dislikes?

          Diejenigen sollten mal ihre Gesinnung hinterfragen. Wer das nicht versteht, versteht wahrscheinlich auch nicht, warum der CFC Daniel Frahn rausgeworfen hat….

          5

          2
          Antwort
          • Hans Sarpei hat dazu das Nötige gesagt: „Die Aussagen von Clemens Tönnies zeigen ein Weltbild, dass an die Kolonialzeit erinnert. Es sind rassistische Bemerkungen, die in keinster Weise mit dem Leitbild des FC Schalke 04 oder unserer modernen offenen Gesellschaft vereinbar sind.

            Als Mitglied und Ex-Spieler wünsche ich mir, dass der Ehrenrat hier ganz klar Position bezieht und über Konsequenzen berät.

            Es ist das Weltbild eines Großwild-Jägers, der ausgestopfte Baby-Elefanten auf seinem Hof als Trophäen präsentiert, auf Arbeitszeitfirmen mit günstigen ausländischen Arbeitskräften setzt und Putin den Hof macht. Es ist das Weltbild eines Mannes, der aus der Zeit gefallen ist. Und der zunehmend eine Belastung für den FC Schalke 04 wird.

            Das diese Aussagen auf dem Tag des deutschen Handwerks unter der Überschrift „Unternehmer mit Verantwortung“ getätigt wurden, verschlimmert die Aussagen noch einmal.

            Als Deutscher afrikanischer Herkunft widert mich diese Art von Verantwortung zutiefst an.

            PS. Bis heute hat er sich bei allen entschuldigt. Nur nicht bei denen, die er rassistisch beleidigt hat.“

            Fun fact: Die co2-Emissionen sind in Europa höher als in Afrika. Die Fleischfabrik von Tönnies trägt kräftig dazu bei…

            6

            3
            Antwort
  • Off-Topic: habe noch 2 Tickets für das Spiel in Ingolstadt abzugeben. Jeweils €28,00.

    1

    0
    Antwort
  • Meine Kritik nach dem Dresdenspiel hat der eine oder andere ja voreilig genannt, ich hatte ja geschrieben, ich schaue mir das nächste Heimspiel dann live im Stadion an. Ich fahre also über 500km an einem Montagabend zum Spiel des Clubs, immerhin dank einem überaus spendablen Freund darf ich das Spiel auf der Haupttribüne sehen. Dort ist wenigstens das Catering gut, Mönchshof Kellerbier ist nicht die Sperspitze der fränkischen Braukunst aber solide, was man gestern von unserer Mannschaft nicht behaupten konnte. Der Burger von Alexander Herrmann, getrüffelte Kalbskeule mit Rotkraut zeigte sogar Finesse, leider danach auf dem Platz nicht gesehen, zumindest nicht von unserer Mannschaft. Zur Halbzeit die drei im Weckla machten dann nach dem ich den Club anschauen musste schon kaum noch Spaß.

    Wir brauchen uns nicht streiten ob das Spiel vercoacht war oder die Mannschaftsleistung der Spieler schlecht war, beides war der Fall. Wie man im ersten Heimspiel nur drei offensive Spieler aufstellen kann, wie man drei leichtgewichte und eher kleine Spieler vorne gegen die Kanten des HSV stellt und dann erwartet, dass die bei hoch und weit auch nur einen Ball bekommen, das wird mir ein Rätsel bleiben. Immerhin verstehe ich jetzt warum Palikuca und sein Ex-Chef in Düsseldorf gehen mussten, als sie Canadi gegen Funkel tauschen wollten.

    Aber unsere Spieler wollten auch nicht zeigen, dass sie die taktischen und Aufstellungs-Fehler des Trainers durch Einsatz und Teamgeist ausgleichen wollten. Vielleicht war das gestern gezeigte aber auch die Normalform, dann werden wir sicher eine großartige Saison erleben.

    Wenn ich hier teilweise lese, dass der HSV ein gutes Spiel gemacht hätte, dann kann ich das nicht nachvollziehen, der HSV hat solide gespielt und in einigen Situationen ein wenig individuelle Klasse aufgezeigt, aber schon wenn wir mal in Ansätzen schnell gespielt haben, wenn man ein klein wenig Offensivwillen bei den unsrigen gesehen hat, dann schwamm die Abwehr des HSV. Und die Tatsache, dass der HSV 4km mehr gelaufen ist, hat weniger damit zu tun, dass die Spieler mehr gelaufen sind, sondern schlicht schneller. Wenn man in gleicher Zeit schneller läuft, hat man am Ende auch mehr Kilometer gelaufen als der Konkurrent. Sowohl unsere Offensive, als auch unsere Defensive war gedanklich und körperlich allen HSV-Spielern hoffnungslos unterlegen. Eine Finte ein kurzer Antritt und unserer Spieler steht 2m hinter dem Gegner.

    Die Innenverteidigung stand gern Spalier, irgendwie hatte man weder bei 3er Kette noch bei 4er Kette das gefühl, dass die Spieler wüssten welchen Gegner sie anlaufen, stören müssen. Am rechten und linken Strafraumeck hatten die HSV-Spieler alle Zeit der Welt den Ball anzunehmen, es gab immer einen freien Nebenmann und auch die Passwege waren nie zugestellt. Im 1 gegen 1 war dann auch jeder Abwehrspieler unterlegen. Da hieß es nach dem Dresdenspiel doch noch wie solide unsere Abwehr sei, Pustekuchen, weder die Spieler noch das System (wenn man davon überhaupt sprechen will) waren zweitligatauglich.

    Kann mir dann mal jemand erklären was unsere Wing-Backs bei eigenem Ballbesitz immer genau an der Mittellinie machen? Dort waren beide von hinten kaum anzuspielen, zwei offensive Spieler des HSV genügen, um den Passweg zuzustellen, wenn dann die Mittelfeldspieler kaum in der Lage sind einen schnell gespielten Pass zu verwerten, dann muss sich der Gegner kaum noch auf Gefahr von uns einstellen. Behrens wird es wohl nie mehr lernen einen Pass sauber anzunehmen, geschweige denn ihn one touch mäßig gleich weiterzuleiten um etws Geschwindigkeit in die Aktion zu bringen. Und Jäger spielt glaube ich nur, um für den Neuzugang (geis) den Platz frei zu halten, dass er sich festspielen könnte ist ganz sicher ausgeschlossen.

    Die Wing-Backs oder AVs also von Anfang an aus dem Spiel, das Mittelfeld nicht in der Lage ein Spiel aufzubauen, dann muss man sich über den Sturm eigentlich gar keine Gedanken mehr machen. Aber oh Wunder ab und an kommt ein Ball durch, manchmal verliert auch der Gegner unmotiviert den Ball, jetzt sollte doch das schnelle Umschaltspiel kommen, oder? Aber weil die offensiven Außenbahnspieler schon knapp an der Abseitsgrenze stehen, kann man sie nicht mit Tempo in den Raum schicken, Ach so, würde auch nichts bringen, siehe oben Tempo ist eh nicht vorhanden. Ishak kämpft und ist ja eigentlich eine echte Kante, aber gefühlt gewinnt der kein Kopfballduell, sprich Ball auf ihn nach vorn geht auch nicht, zumindest nicht, wenn er den Ball bekommen soll und ihn dann per Kopf auf einen Mitspieler spielen sollte.

    Das gestern war schlicht ein Offenbarungseid, aber zum Glück hat Palikuca ja noch zwei, drei Spieler verpflichtet, die eh erst in der Rückrunde fit werden, Schleusner, Lohkemper, vielleicht auch Geis, der war auch lang verletzt und davor eher außer Form. Es heißt ja immer ein Spielr braucht nach der Verletzung so lange wie die Verletzung gedauert hat um wieder ganz fit zu werden und Geis ist jetzt auch nicht für seinen Trainingseifer berühmt, als dass man erwarten dürfte, dass das bei ihm schneller geht.

    Und dann macht auch noch Mathenia beim 0:2 den Bock, dass er komplett unsinnig einen Schritt in die lange Ecke macht und sich so aus dem Spiel nimmt. Aber klar, der HSV stellt drei Spielr einen Meter vor unsere Mauer, vom Schützen aus nach rechts versetzt, dann ist es logisch, dass der Schütze wahrscheinlich links über die Mauer ins lange Eck schießt. Ich denke nicht. Aber ok, bei Mathenia habe ich zumindest die Sicherheit, dass er aus dem Fehler lernen wird, beim Rest bin ich nicht sicher ob die Fehler nicht der sportlichen Qualität entsprechen, bei Spielern und Trainer.

    Immerhin gab es nach dem Spiel noch einen guten Espresso und zwei Süße Petit Fours von Alexander herrmann, manchmal hat die Hauptribüne und der VIP-Bereich doch seinen Vorteil. Kleine Anekdote am Rande, Hans Meyer saß in meiner Reihe, auch schön einer Legende mal so nah zu sein. Als Clubfan sollte man auch mit den kleinen Dingen glücklich sein, Hans Meyer gesehen, das Catering war gut und die Gesellschaft mit der ich beim Spiel war, war auch wunderbar. Und die Mannschaft und der Trainer können sich ja schon Freitag rehabilitieren. Ich bin gespannt.

    26

    6
    Antwort
    • Genau Armin, da haben wir dasselbe Spiel gesehen. Fehlendes Tempo unsererseits, schwaches Verteidigungsverhalten und konsequente Fehlentscheidungen aller unserer Spieler bei der Bewegung mit und ohne Ball. Die fehlende Struktur macht mir Angst. Da dachte ich schon, daß nach der gemeinsamen Vorbereitung irgendetwas sichtbar sein wird. Fehlanzeige.
      Das ist das schlimme: Ich fand den HSV jetzt auch nicht so spielstark, es wurde ihm halt ganz einfach gemacht, Tore zu schiessen.

      5

      0
      Antwort
      • Fiel mir auch so auf, bei Ballbesitz war auch kaum Bewegung bei den eigenen Anspielstationen, so daß der HSV die wenigen Anspielmöglichkeiten leicht zustellen konnte. Insgesamt zu wenig Bewegung im Spiel vor allem ohne Ball, manchmal hatte man das Gefühl, es war so wenig Bewegung, damit man den Ball ja nicht bekommt.

        5

        1
        Antwort
    • Es gab zwar nur Jever und Astra und Salzletten zu Essen, aber wer in Frankfurt mal gepflegt Spiele der „Fischköpfe“ Werder/HSV/St. Pauli sehen will sollte ins

      http://www.dasnordhochzwei.de/

      gehen. Ich wurde trotz sozusagen „Kleidung der Gastmannschaft“ freundlich und tolerant aufgenommen und nur mäßig verhöhnt.

      1

      0
      Antwort
      • Ist gleich bei mir um’s Eck, leider Raucherkneipe, das muss ich nicht mehr haben, aber sonst ein entspannter Ort.

        0

        0
        Antwort
  • Lieber Armin,

    man kann das gestrige Spiel nicht besser beschreiben.
    Unter dem Motto „die Hoffnung stirbt zuletzt“, wird es in Ingolstadt dafür reichen, dass wir
    „irgendwie“ die nächste Runde im Pokal erreichen.
    Ich bin sehr gespannt.

    0

    0
    Antwort
  • Wie Mathenias Fehler beim 0:2 beweist, ist der Trainer allein für die Niederlage verantwortlich. Sollte Canadi auch das Pokalspiel in Ingolstadt verlieren, kann die Konsequenz nur Trainerwechsel lauten.

    7

    8
    Antwort
    • Warum bis Ingolstadt warten ? Wer einen Mathenia aufstellt, ist selber Schuld !

      3

      7
      Antwort
        • @ belschanov

          Vielleicht fährt der Club auch am Besten, wenn er gar keinen Trainer mehr verpflichtet, sondern
          die Mannschaft von den Fans trainieren und aufstellen lässt?
          Es gibt schlicht keinen Trainer auf dieser Erde, mit dem die Erwarungshaltungen der Clubfans
          zu befriedigen sind, denn viele davon schweben in einer Fussballparallelwelt. Tragisch ist,
          dass sich die sportliche Führung davon anstecken lässt, statt Zielsetzungen zu formulieren,
          die realistisch sind.
          Ich verfolge die Kommentare in CU nun seit 5 oder 6 Jahren und jedes Jahr das gleiche Szenario, bestenfalls mit anderen Namen. Daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern.

          16

          3
          Antwort
    • Wie Mathenias Fehler beim 0:2 beweist, ist der Trainer allein für die Niederlage verantwortlich.

      Bei mir steht das nicht, ganz im Gegenteil es steht explizit geschrieben, dass der Trainer UND die Mannschaft, die Spieler schuld sind, ich lese auch bei keinem anderen, dass der Trainer alleinverantwortlich sei, ist er ganz sicher nicht.

      Sollte Canadi auch das Pokalspiel in Ingolstadt verlieren, kann die Konsequenz nur Trainerwechsel lauten.

      Du wirst Dich wundern, oder auch nicht, ich predige seit Jahren, dass genau das der große Fehler des Club ist, wenn es nicht auf Anhieb läuft, Trainer wechseln, zur Not auch gleich mit dem Sportvorstand. Auch wenn ich aktuell keinen all zu großen Grund sehe, dass es kurzfristig besser wird, muss ein Trainerwechsel nicht das richtige sein. Manchmal muss man durch ein Tal gehen, um wieder bessere Zeiten zu erleben.

      Für mich zeigt sich nur eines, diejenigen, die der Meinung waren, wenn Köllner und Bornemann erst mal weg sind, dann kommen die goldenen Zeiten, die haben sich wohl geirrt, einschließlich des Aufsichtsrats.

      Für mich war der Grundfehler die kopflose Entlassung von Bornemann und Köllner ohne Plan B. Dann kam die monatelange Hängeparty, dann wurde die Personalie Palikuca viel zu positiv gesehen. Jetzt sind wir in der Realität angekommen. Ich hoffe die Vereinsführung erkennt jetzt auch die Realität, dann kann es auch wieder besser werden. Ich bin eben gerade nicht der Meinung, dass uns aktuell eine Trainerentlassung helfen kann.

      5

      8
      Antwort
      • Zitat Armin:

        „Für mich zeigt sich nur eines, diejenigen, die der Meinung waren, wenn Köllner und Bornemann erst mal weg sind, dann kommen die goldenen Zeiten, die haben sich wohl geirrt, einschließlich des Aufsichtsrats.“

        Ich persönlich kenne niemanden, der nach der Entlassung von Köllner und Bornemann sagte, dass jetzt „goldene Zeiten“ kommen. „Goldene Zeiten“ kommen für den Verein vielleicht – ich betone: vielleicht – dann, wenn der Verein das Geld, das zum Aufstellen einer erstligatauglichen Mannschaft nötig ist, zur Verfügung hat. Ob ich das noch erlebe, ist allerdings fraglich.

        8

        2
        Antwort
      • Goldene Zeiten nicht, jedoch in jedem Fall bessere Zeiten. Wenn der AR nur nicht so lange gezaudert hätte, wären wir heute noch in der ersten Liga.

        4

        8
        Antwort
        • @ Andre

          Verstehe ich dich richtig? Hätte der AR Köllner und Bornemann früher entlassen, dann wäre eine für die 1. Buli untaugliche Mannschaft qualitativ besser geworden und nicht abgestiegen?

          Wäre es möglich, mir diese Logik so zu erklären, damit ich sie auch begreifen kann?

          5

          1
          Antwort
          • Ja, ich behaupte, wenn man Köllner spätestens zur Winterpause für Schommers entlassen hätte, wären wir am Ende selbst mit Bornemann und ohne Winterverstärkung am Ende über die Relegation dringeblieben. Jedoch nicht, weil wir dann bundesligatauglich gewesen wären, jedoch mit Schommers immerhin weniger untauglich als Stuttgart und Union.

            3

            6
            Antwort
            • @ Andre

              Genau das halte ich nicht nur für eine gewagte Hypothese, sondern für glattes Wunschdenken.
              Behauptungen sind zu beweisen!

              4

              1
              Antwort
              • Wir sind nicht vor einem Gericht daher reicht eine Meinung aus 😉 hier geht es ums Diskutieren.

                Meine Meinung bleibt die ich hätte gerne mit Schommers weitergemacht unter ihm hat die Mannschaft griffig gespielt.

                6

                10
                Antwort
                • @ Juwe

                  Dann hätte Andre schreiben sollen „ich vertrete die Meinung“, aber nicht, „ich behaupte“.

                  3

                  4
  • Wenn man alles so durchliest, befürchte ich kann Canadi auch gleich mit Krisenmanagment beginnen. Das Spiel war hundsmiserabel da braucht man nicht drum herum reden, aber scheinbar gibt es für das derzeitige Team gar keinen Kredit vom Umfeld.

    6

    1
    Antwort
  • Wenn man alles so durchliest, befürchte ich kann Canadi auch gleich mit Krisenmanagment beginnen.

    Mit dem Krisenmanagement hätten Palikuca und Canadi schon bei Dienstbeginn starten müssen, vielleicht haben sie es ja sogar gemacht? Der AR hat den Verein mit seiner kopflosen Enthauptung der sportlichen Führung ohne Plan B vor die Wand gefahren und da monatelang stehen lassen.

    … aber scheinbar gibt es für das derzeitige Team gar keinen Kredit vom Umfeld.

    Warum sollte das Team Kredit haben? Die Mannschaft hat letzte Saison den ganzen Kredit aufgebraucht, jetzt muss erst mal wieder eingezahlt werden. Von Canadi und Palikuca gab es dazu ja auch Versprechen, bisher wurde keines eingelöst, wenn man nicht so viel Geld hat muss man schneller sein, jetzt ist die Mannschaft doch erst wieder vollständig, wenn die Saison schon 3 Spieltage gespielt ist. Dazu Verpflichtungen von Spielern, die uns wenn es gut läuft erst im laufe der Hinrunde helfen können, Schleusner, Lohkemper, wahrscheinlich auch Geis. Alles keine schlechten Spieler, aber alle halt mit Anlaufproblemen, die amn schon zu Vertragsunterschrift sah. Sorry, aber für mich ist das keine Meisterleistung die meinen Beifall verlangt.

    Noch einmal, meine Hauptkritik bleibt die Aktion vom Frühjahr, das war einfach komplett amateurhaft. Palikuca und Canadi haben da ein Himmelfahrtskommendo übernommen, aber die beiden sind Profis, die sollten wissen was sie tun, da habe ich jetzt nicht so viel Mitleid.

    Ich habe es oben auch bei belschanov geschrieben, meine Forderung ist jetzt ganz bestimmt nicht, Palikuca raus, Canadi raus, was soll das denn bringen, wieder neue leute die andere Ideen haben? Das ist der Weg von Lautern, der wird uns sicher keine anderen Erfolge bringen als sie Kaiserslautern aktuell hat.

    5

    3
    Antwort
  • Es geht doch jetzt nicht darum, irgendwelche Verantwortliche (Trainer, Sportdirektor) zu entlassen, oder
    die übertriebene Erwartungshaltung zu thematisieren.
    Es ist schon klar, dass ein neu zusammengestellter Kader, ein neuer Trainer etc., Zeit benötigt um
    notwendige Mechanismen und Abläufe auf den Platz auch umzusetzen.
    Jedoch die Basics, sprich Zweikampfverhalten, Passsicherheit über ein paar Stationen, gekoppelt
    mit diesbezüglicher Bewegung sollten schon erkennbar sein.

    7

    0
    Antwort
    • Ich finde, dass man diese Mechanismen von denen du sprichst gegen Rapid und PSG gesehen hat. In diesen Spielen hat man gut gepresst, z. T. schnell in die Spitze gespielt und hinten gut verschoben. Die beiden Teams waren kein Fallobst. Aber mit dem Spiel in Dresden war das alles wieder weg. Liegt es daran dass man sich nicht mehr traut, vielleicht sogar Angst hat oder dass die Räume in der 2. Liga enger sind? Oder am Trainer weil er zu defensiv aufstellt? Oder an was auch immer?
      Hoffe sehr auf eine Reaktion gegen Ingolstadt

      4

      0
      Antwort
  • es ist schon wirklich bemerkenswert, dass der club offenbar ungeachtet der ligenzugehörigkeit seinen weg in die hinteren tabellenregionen souverän zu finden scheint. ich habe nicht die geringste ahnung, was die truppe unter canadi bisher so geübt hat, ich kann keinerlei struktur erkennen, das spiel nach vorne ist sowohl aus der abwehr wie aus dem defensiven mittelfeld nicht vorhanden, ganz sicher nicht ligatauglich. und das trotz vorherigem abstieg.
    andere wie der hsv haben mindestens genauso sehr das team umgekrempelt, sind aber lichtjahre weiter im teambuilding und bei der spielstruktur. das ist beängstigend, genau wie die tatsache, dass die gestern auf dem platz befindlichen neuen akteure keineswegs belegen konnten, warum sie geholt wurden. nehmen wir mal den armen protugiesen aus, der da vorne ja buchstäblich verhungern musste, lassen wir noch erras beiseite, der zumindest ballsicher ist und ab und an einen vernünftigen angriff einzuleiten versuchte, verzeihen wir mathenia seinen patzer beim zweiten tor, den er in hz zwo fast wieder gutmachen konnte, aber der rest war keinesfalls zweitligatauglich. behrens, sörensen, sorg, handwerker, margreitter…puuuh, kein wunder, dass das letzte saison so richtig in die hose gegangen ist. dasselbe könnte in dieser saison wieder drohen, wenn canadi nicht schnell einen zugang zur mannschaft findet, ein spielsystem einüben lässt, das das team auch beherrschen kann (wie wäre es mit dem guten alten 4-4-2?) und die anfängliche euphorie in entsetzen umschlägt.
    ingolstadt wird interessant. ein starker drittligist ist für diese mannschaft jedenfalls ein ganz, ganz schwieriger gegner. schaumer uns das mal an……….

    7

    1
    Antwort
  • Es ist wirklich unglaublich: Nach dem 2. Spieltag 3 Punkte geholt, Platz 10 in der Tabelle. Das ist nicht toll, aber auch keine Katastrophe. Aber viele Clubfans heulen rum als stünden wir kurz vor dem Abstieg. Bei diesem Verein fehlt es nicht nur der Mannschaft an Siegermentalität, sondern vor allem den Fans.

    12

    8
    Antwort
    • Also meine Siegermentalität ist konstant intakt, man darf nur leider nicht davon ausgehen, dass diese Siegermentalität durch den Fernseher oder von der Tribüne aus in die Spieler übergeht-da scheint ein ziemlicher Übertragungsfehler zu existieren

      10

      -1
      Antwort
      • Also Leute bleibt mal alle locker.
        Dass Spiel gestern war ein Offenbarungseid, keine Frage.
        Gegen einen HSV in beachtlicher Frühform. Der Hecking ist aber auch ein alter Fuchs, nicht umsonst hat er Wolfsburg und Gladbach ins internationale Geschäft gebracht. Dass beim Club noch Sand (Dünen?) im Getriebe ist, erscheint mir logisch. Wenns dumm läuft, spielen die Jungs gegen den Abstieg. Die Mentalität spielt eine grosse Rolle. Und nach so einer Katastrophen Saison und vielen Neuzugängen braucht dss eben Zeit. In der Aufstiegssaison 2008/09 hat uns Aachen 6:2 an die Wand gespielt,Holtby damals mit nem Dreierpack. Und wer ist aufgestiegen? Wissen wir ja.
        So ne Watschn zur richtigen Zeit kann auch Wirkung zeigen. Hoffentlich in die richtige Richtung.

        18

        1
        Antwort
    • Aber viele Clubfans heulen rum als stünden wir kurz vor dem Abstieg. Bei diesem Verein fehlt es nicht nur der Mannschaft an Siegermentalität, sondern vor allem den Fans.

      Hast du das Spiel denn gesehen?

      5

      0
      Antwort
  • Interessante Meldung, daß Bakery Jatta mit falscher Identität 2015 einigereist ist (jünger gemacht und falscher Name und doch nicht das Märchen vom Naturtalent, sondern mit handfefster Fußballvergangenheit hat schon in Gambias U20 gespielt vorher) und damit beim HSV spielen soll, nach neuesten Recherchen in verschiedenen Sportmedien. Sollte dem so sein, würde ich an Stelle des FCN versuchen das Spiel annullieren zu lassen, obs am Ende was bringt siehe FC Bayern und das Phantomtor steht auf einem anderen Blatt.

    12

    3
    Antwort
    • Kompletter Unsinn in meinen Augen.

      Jatta ist seit längerem Lizenzspieler beim HSV. Wie er dazu gekommen ist, ist mir tatsächlich scheißegal 😉

      3

      8
      Antwort
      • Kompletter Unsinn in meinen Augen.

        Das sieht dein Lieblingsverein anders. 🙂 “ Nach Jatta-Wirbel in Hamburg. Nürnberg prüft
        HSV-Pleite juristisch“
        Ich kann das wahrlich nicht bewerten, wie sowas ausgeht, aber es ist doch zumindest ein Statement. Es geht auch gar nicht um die sportliche Frage, die fiel deutlisch aus – die Antwort, sondern um Regeln und formelle Vorrausetzungen, um ein offizielles Ligaspiel zu bestreiten und da gehören echte Identitäten wohl zweifelsfrei dazu.

        6

        0
        Antwort
        • Habe gelesen die DFL war vor dem Spiel informiert, aber der DFB will es prüfen.Wenn man als Jugendtrainer falsche Angaben macht beim DFB wird das ganz schnell sanktioniert, aber das sind ja Profis

          1

          0
          Antwort
    • Dann müsste man aber doch eigentlich ALLE Spiele der letzten vier Spielzeiten annullieren, in denen Jatta mitgewirkt hat… Nur jetzt das Spiel zu annullieren, weil die Geschichte jetzt ans Licht kommt (wenn es denn stimmt), würde ja keinen Sinn machen.

      Viel wird sicherlich davon abhängen, was die HSV-Verantwortlichen wussten bzw. hätten wissen können. So ist es ja in erster Linie ein Fehlverhalten von Jatta, der dann auch die Konsequenzen zu tragen haben muss.

      Und sowieso, das Spiel am Montag haben wir selber verbockt…

      3

      0
      Antwort
      • Gibt ja Ausschlussfristen für Proteste gegen Spielwertungen, da dürfte wahrscheinlich selbst einer von Darmstadt schon zu spät sein. Deshalb wird der FCN jetzt auch erstmal Protest eingelegt haben, einfach damit keine Fristen verstreichen.

        7

        0
        Antwort
        • Der FCN kann mir ab sofort gestohlen bleiben. Wer mit solchen trüben Aktionen meint, sich einen Vorteil erschleichen zu können, der spielt bei mir keine Rolle mehr. So ein Lächerlichkeitsverein ist nur noch eine Schande.

          2

          28
          Antwort
            • Um welche Regeln denn? Der Spieler hatte am Montag eine Lizenz. Er durfte spielen. Das Spiel lief völlig korrekt ab. Der Club hat verdient verloren. Fertig. Alles andere ist Kaffeesatz lesen im Sportbild.
              DFL und DFB haben vielleicht ein Problem. Vielleicht auch der HSV, wenn er den Spieler künftig nicht mehr aufstellen darf. Der Club aber hat in dieser Sache überhaupt kein Problem. Er hat spielerische und andere Defizite, also solche Probleme, die er dringend angehen muss. Und dabei wegen eines möglicherweise falschen Passes (nicht Spielerpasses) zu meinen, mann müsse am Montagsspiel noch was drehen können, halte ich für eine schändliche Anwandlung.

              4

              14
              Antwort
                • Nein, Euer Hochwürden, Regeln sind nicht doof. Aber es gibt Sachverhalte, für die sich keine befriedigenden Regelungen treffen lassen. Diese Verdachtsgeschichte ist so eine. Wieso soll der Club davon profitieren, dass Sportbild ausgerechnet in dieser Woche die Anfangsverdachtsmeldung herumposaunt. Was ist dann mit den anderen Spielen, an denen Jatta teilgenommen hat. Müssen die alle wiederholt werden? Gegen den HSV gewertet werden? Achso; Fristversäumnisse? Aber wie kannst Du eine Frist versäumen, wenn dir der Tatbestand gar nicht bekannt war. Dann wirst Du juristisch einwandfrei in den vorherigen Stand versetzt und die Frist beginnt von vorne. Dann klage man sich durch bis vor den EuGH.

                  Die Geschichte ist wahrscheinlich gar nicht mehr aufzulösen. Und der Protest Palikucas eine Peinlichkeit.

                  1

                  11
              • Hat nix mMn mit schändlich zu tun. Wenn der begründete Verdacht besteht, dass ein Spieler des Gegners nicht spielberechtigt war (und das wäre er, wenn der Spielerpass auf eine falsche Identität ausgestellt ist, so gesehen ist halt nicht nur der Pass, sondern auch der Spielpass falsch), dann ist es halt die Pflicht des Vorstands Einspruch einzulegen und sei es nur um die Frist zu wahren. Täte er es nicht, könnte man ihm vorwerfen, nicht alles für den Vorteil des Vereins zu tun, so wie er das tun muss nach Aufgabenbeschreibung.

                Keiner stellt die Richtigkeit des Ergebnisses in Frage oder versucht das Spiel sportlich in einen Sieg umzudeuten, aber die Klärung dessen, ob Jatta am Montag tatsächlich spielberechtigt war (das setzt Du ja voraus, wenn Du sagst er hätte eine Lizenz gehabt und darauf beruft sich der HSV, aber das darf man zumindest in Zweifel ziehen, wenn die Spielberechtigung auf einen falschen Namen und ein falsches Geburtsdatum ausgestellt ist), obliegt der DFL und das hat der FCN jetzt beantragt. Nicht mehr und nicht weniger. Man muss das daher in meinen Augen nicht höher hängen als es ist. Der Einspruch ist ein ganz normaler Vorgang, um sich alle Optionen offen zu halten und den Vorgang geklärt zu wissen.

                18

                0
                Antwort
                • aus derNN „Die für Jatta erteilte Spielberechtigung sei unwirksam, argumentiert der Club. Laut Paragraph 12 der DFB-Spielordnung hätte der Einsatz eines nicht-spielberechtigten Spielers eine 0:2-Wertung aus Sicht des Vereins, der den Verstoß begangen hat, zur Folge.

                  Womit die „Richtigkeit des Ergebnisses in Frage (gestellt) ist oder versucht (wird) das Spiel sportlich in einen Sieg umzudeuten“.

                  1

                  4
                • Ja, juristisch in Frage gestellt, nicht aber sportlich. Sind und bleiben zwei unterschiedliche Kategorien, weshalb ich auch die Emotionalität der Ausdrucksweise (schändlich, peinlich) nicht so ganz nachvollziehen kann. Ist halt n normaler juristischer Vorgang. (Der wahrscheinlich nichts bringen wird, aber der Verein hat nunmal die Pflicht es zu versuchen.)

                  5

                  0
                • Ja, lieber Herr Zenger, sehr komplex, das alles. Sollte sich die“juristische“ Auffassung des Sportvorstands durchsetzen, bekommen wir juristisch 3 Punkte und quasi 6 Tore gutgeschrieben. Das wird sich ganz „sportlich“ in der Fußballtabelle niederschlagen und man kann nur hoffen, dass es nicht die drei Punkte sind, mit dem der Club den Abstieg in die 3. Liga vermieden haben wird, wenn die Saison zu Ende ist.

                  2

                  17
              • Geht, glaube ich, nur um die Klärung des Sachverhalts. Kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer beim Club sich aus der hochverdienten Klatsche rauswinden will.

                2

                1
                Antwort
  • Daß wir es (sportlich) verbockt haben steht außer Frage, dennoch ein paar Basics daß zb. Spieler mit validen Identitäten auf dem Platz stehen gehört schon zum Spielbetrieb, ist meine Meinung. Sollte sich das bestätigen ist das auch sicher ein bislang neues Problem für den DFB.

    12

    1
    Antwort
    • Wie gesagt, kommt drauf an, ob den HSV-Verantwortlichen irgendwelches schuldhaftes Verhalten anzulasten ist, also ob sie selber etwas gewusst/verschwiegen haben oder zumindest fahrlässig gehandelt haben.

      Aber es wird ja bei Jattas Einreise bzw. Registrierung als Flüchtling eine Identität durch die Behörden festgestellt bzw. festgesetzt worden sein, auf die sich andere dann auch in gewissem Rahmen verlassen können müssen. Klar ist das seit jeher eines der großen grundsätzlichen Probleme im Asylbereich, aber das darf ja am Ende nicht zum Schaden Dritter führen, wenn jemand falsche Angaben macht. Ein Arbeitgeber o.ä. sollte sich ja schon auf die Angaben zu seinem Status verlassen können.

      2

      2
      Antwort
  • Ein Spieler muss einen gültigen Spielerpass besitzen. Wenn dieser auf einer falschen Identität beruht, ist er ungültig. Dann hätte der HSV gegen den Club einen Spieler ohne Spielgenehmigung eingesetzt. Klarer Verstoß gegen die Spielordnung, das Spiel müsste mit 2 zu 0 für uns gewertet werden.

    ABER es handelt sich um den HSV und DFB/DFL. Es würde mich extrem wundern, wenn der HSV dieses mal regelgerecht beurteilt würde.

    15

    1
    Antwort
    • Erst mal muss doch klar sein, ob diese Anschuldigungen stimmen oder nicht. Bis das nicht passiert ist, passiert erst mal gar nichts.
      Und wenn sich das wirklich herausstellt, dass er unter falschem Namen/Pass spielt usw. dann vermute ich eher eine persönliche Sperre des Spielers als irgendwelche Strafen gegen den Verein.

      Der Verein hat ja auch nur einen Spieler mit gültigen Dokumenten und einem gültigen Pass eingesetzt. Daran ist ja nichts verkehrt.
      Wenn dann ist wirklich nur der Spieler zu bestrafen.
      Außer es stellt sich heraus, dass der HSV das wusste und bewusst so gemacht hat. Was ich aber nicht glaube, da der HSV nicht der erste Verein in Deutschland ist, bei dem Jatta ist. Bei Bremen war er auch länger im Probetraining und ihm wurde ein Vorvertrag angeboten, den er aber dann abgelehnt hat.

      2

      0
      Antwort
  • Ich finde den Einspruch nicht peinlich, sondern professionell. Bei börsennotierten Unternehmen währen die Verantwortlichen sogar dazu gezwungen.

    16

    0
    Antwort
  • Also ehrlich, ich glaub zwar auch nicht daran, aber wenn am Schluss drei Punkte für uns rausspringen sollten, hätte ich nix dagegen. Ist eben Dusel. Unberechtigte Elfer nehmen wir ja auch gerne mit.
    So ist das halt.

    1

    0
    Antwort
  • Am Ende glaube ich auch nicht daran, dennoch ist es richtig den Einspruch fristgerecht einzulegen.

    2

    0
    Antwort
  • Das ganze ist eine HSV, bedeutet
    Hornberger
    Schießen
    Veranstaltung.

    (1) DFL war informiert.
    (2) HSV lagen gültige Papiere vor.
    (3) Dem HSV kann also nichts nachgewiesen bzw. vorgeworfen werden.
    (4) Am Ende bleibt höchstens eine persönliche Strafe gegen Jatta.
    (5) für diese Erkenntnis braucht es keinen Protest, da reicht ein Anruf in einer klugen Rechtsabteilung.
    (6) So betrachtet ist das vermeintlich professionelle Verhalten des Vereins ein typisch deutsches Erbsen zählendes und unnötiger, weil ergebnisloser Aktionismus, der dem Verein eher schadet, da man am Ende nicht die Punkte am grünen Tisch holen wird, dafür aber für Ordnung und Recht gesorgt und dem zwar schummelnden, aber bedauernswerten Tropf Yatta die Zukunft mit verhagelt hat.
    (7) Gelassenheit und Klugheit geht anders. Schade.

    2

    12
    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.