Es geht immer noch schlimmer, als man denkt

„Als Reporter ist man ja zur Sachlichkeit aufgerufen“, sagt der Mann im Fernseher, „aber das, was der 1. FC Nürnberg heute anbietet, kann man nur als Grottenkick bezeichnen…“

 

„Furchtbar.“

 

„Schlimm. Ich habe gedacht, schlimmer, als das, was wir in der letzten Saison geboten bekamen, kann es nicht kommen. Aber das ist noch schlimmer.“

 

„Es geht immer noch schlimmer, als man denkt, mein Sohn. Das ist traurig. Aber das ist wahr. Nicht nur beim Club. Um nur ein Beispiel zu nennen: Ich hatte gedacht, einen schlimmeren Präsidenten als George Bush junior, könnten die USA nicht kriegen. Und dann kam Trump.“

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick, klick.]

P.S.: Ich habe, wie auch dieser Artikel beweist, zur Lage des 1. FC Nürnberg nichts Substanzielles mehr zu sagen. Mir fällt nichts mehr ein. Wenn einem als Autor nichts mehr einfällt, ist es geboten, die Feder zur Seite zu legen, alles andere wäre Papierverschwendung. Bis auf weiteres zahle ich weiterhin meinen Mitgliedsbeitrag und beobachte die weitere „Entwicklung“. Die Feder werde ich erst dann wieder ergreifen, wenn die Mannschaft das Papier wert ist, auf dem ihre Aufstellung steht. Das ist der Fall, wenn sie auf einem der ersten drei Plätze der zweiten Bundesliga steht. Die Zeit bis dahin, die hoffentlich noch vor meinem Lebensende abläuft, nutze ich vielleicht für die Arbeit an einem Buch. Titel: „Die seltsamen Sidesteps des Torwarts Mathenia“.

PPS.: Ich dachte eigentlich, Mathenia sei ein guter Torwart.

PPPS.: Dass die Lage so ist, wie sie ist, liegt natürlich nicht nur an Mathenia.

10 Gedanken zu „Es geht immer noch schlimmer, als man denkt

  • Vielleicht wäre es mal sinnvoll, dass die Mannschaft begreift, dass es auch eine erste Halbzeit im Fußball gibt, in der Fußball gespielt wird.

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  • Lustige Vorstellung, Deine Spieltags-Analysen/Kommentare als kleine, handgeschriebene Broschüre in Händen zu halten, inklusive Tinten- und Wachs-Flecken. Verfasst im Halbdunkel an einem Stehpult in Bayreuth. Bei Kerzenschein, im Hintergrund krächzen Krähen, heulen Wölfe und schwirren Fledermäuse (wissenschaftlicher Name: Matheniroptera) ziellos umher. Spät am Abend holt eine goldene Kutsche die Kladden dann ab und verteilt sie unter das Volk. In der Verfilmung natürlich dräuende Wagner-Musik im Hintergrund…

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  • Wenn einem nichts mehr einfällt und auch sonst vieles Sch… ist, muss halt Trump herhalten.

    Kann man so machen. Muss man aber nicht.

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    • Vor allem, da die unsäglich populistische AKK doch praktisch vor der Tür zu finden ist…

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      • Zumal Bush II >1 Mio. Iraker auf der Basis stinkender Propagandalügen ermordet hat.

        Aber hey, jetzt herzt er Michelle Obama und ist „Trump-Kritiker“, jetzt haben ihn wieder alle lieb.

        Politisch Lied, garstig Lied, aber es gibt halt das 11. Gebot: Du sollst nicht anfangen.

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  • Wie Melodram, etwas übertrieben angesichts der Reaktionen der handelnden Personen ob des eigens dargebotenen. Es ist irgend etwas im argen, Behrens ist schon seit letzter Saison völlig von der Rolle und Ishak hatte eine gute Halbserie. Von einer Entwicklung (im positiven Sinn) ist natürlich keine Rede, aber es wird immerhin schonmal die Wahrheit angesprochen. Erkenntnis ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung, meine Hoffnung ist jedenfalls noch nicht am Boden.

    Auf geht’s Glubb!!

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  • Politkommentare in einem Fußballblog sind fast immer zum Scheitern verurteilt, damit wären wir wieder beim Thema, beim Club.

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