Analyse: Verdient und verbessert, dennoch Luft nach oben

Analyse zu 1. FC Nürnberg – VfL Osnabrück 1:0 (0:0) – Der Club zeigt sich durch personelle Umstellungen verbessert, hat aber noch viel Arbeit vor sich.

1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb. 1: Startformation mit Ball

… stellte die Rückkehr der Dreierkette dar: Neben Sörensen agierten Erras und Jäger, auch weil weder Mühl noch Margreitter fit genug für einen Einsatz waren und auch Petrak verletzt passen musste. Gegen den Ball wurde aus der Dreierkette eine Fünferkette, bei der Valentini und Handwerker die Außen bildeten. Davor agierten dann Medeiros, Geis und Hack fast auf einer Linie und Dovedan und Frey bildeten das Angriffsduo. (Abb. 2) Mit dem Ball agierte Geis als alleiniger Sechser, Medeiros und Hack auf den Halbpositionen, Handwerker und Valentini rückten vor, so dass sich ungefähr ein 3-1-4-2 ergab. (Abb. 2) Phasenweise rutschte Medeiros auch neben Dovedan und agierte als zweite hängende Spitze hinter Stoßstürmer Frey was notiert dann ein 3-4-2-1 ergäbe.

Dadurch, dass mit Medeiros und Hack zwei gelernte Flügelspieler im Zentrum agierten und diese ihre Tendenz auf den Flügel auszuweichen auch immer wieder auslebten, erhielten die Flügelverteidiger gerade in der Defensive immer wieder nötige Unterstützung. Teilweise ergab sich dann fast schon eine 3-3-2-2-Staffellung. Nach vorne fehlte Medeiros etwas die Dynamik, Hack dagegen drehte immer wieder sofort bei Ballbesitz auf und erkannte sich bietende Räume. Was am Zahlensalat der Formationen schon bemerkbar ist, der FCN bemühte sich darum, flexibler und schneller nach vorne zu agieren, auch wenn immer noch vieles Stückwerk blieb.

Abb.2: Startformation gegen den Ball

Gegen den Ball stand der FCN in der Regel gut gestaffelt gegen die tiefen Bälle der Gäste und schaffte es den VfL oft ins Abseits zu stellen. Wie riskant diese Spielweise war, zeigte sich jedoch vor dem vermeintlichen 0:1, bei Ouahim als Torschütze eben nicht im Abseits stand. In der Pause wechselte Damir Canadi positionsgetreu, gab Fabian Nürnberger sein Profidebüt, Tim Handwerker blieb dafür in der Kabine. An der Grundformation änderte Canadi nichts, behielt diese auch beim zweiten und dritten Wechsel, als Behrens für Medeiros und Kerk für Hack kamen, bei. (Abb. 3) Da Osnabrück insgesamt aber weniger nach vorne machte, kam die Grundformation mit Fünferkette kaum noch zum Einsatz.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… lag darin, dass der FCN nicht in Panik verfiel, obwohl er achtzig Minuten immer Gefahr lief mit einem einzigen Gegentor – und wahrscheinlich auch ohne eigenes Tor – vollends in die Krise zu verfallen. Stattdessen kam er, obwohl längst nicht alles – oder vielleicht sogar vieles nicht – funktionierte, spät im Spiel zum Treffer, den man sich auf Grund der Vielzahl von Abschlüssen (Abb. 4) auch verdient hatte. Gleichzeitig muss natürlich hinzugefügt werden, dass in die Schussstatistik eine ganze Reihe an Abschlüssen, die aus Abseitsposition entstehen, nicht einfließen. Dadurch war die gefühlte Gefährlichkeit der Gäste wahrscheinlich höher als die statistische.

Osnabrücks Trainer Daniel Thioune fasste es nach dem Spiel gut zusammen, als er sagte, dass der Sieg für den FCN verdient, die Niederlage wegen des späten Gegentors für sein Team aber unglücklich gewesen sei. In dieser Einschätzung wird Thioune von den Ergebniswahrscheinlichkeiten unterstützt, die einen Clubsieg bei um die 47% ansetzen. Das große Plus des FCN war nämlich, dass er einfach immer wieder in Richtung Tor schoss, selbst wenn viele der Schüsse keine hohe Trefferwahrscheinlichkeit hatten, was sich auch an der durchschnittlichen Schussentfernung ablesen lässt. Das Tor hatte daher auch etwas von „erzwungen“.

Abb. 3: Formation bei Abpfiff

Der FCN schaffte es Osnabrück einer seiner Stärken zu berauben. Im Vorjahr waren die Lila-Weißen noch die Könige der „tiefen Zuspiele“, also von Pässen, die innerhalb eines Radius von 20 Metern gemessen von der gegnerischen Torlinie ankamen. Osnabrück schaffte ganze zwei derartiger Pässe, versuchte auch nur fünf. Der Club dagegen hatte eine perfekte Quote: Fünfzehn von fünfzehn der „tiefen Zuspiele“ kamen an. Und auch das Pressing, mit dem der VfL am Montag noch Darmstadt auseinanderspielte, kam dieses Mal überhaupt nicht zum Tragen, was sich am PPDA-Wert gut ablesen lässt.

Statt den Osnabrückern schaffte es nämlich der Club, den Gegner auch zu Ballverlusten im letzten Drittel zu zwingen. Während dem FCN nur neun Ballverluste im „eigenen Drittel“, also nah zum Tor passierten, unterliefen den Osnabrückern gleich 22 derartige Ballverluste. An den Ballverlusten in der Offensive zeigt sich dann zum einen, dass der Club vor dem gegnerischen Tor präsenter war, aber auch, dass der Ball hier oft hergegeben wurde. (Abb. 6) Ebenso interessant: Der Club stand wesentlich kompakter als die Gäste. Während zwischen letztem Verteidiger und letztem Angreifer beim FCN im Schnitt lediglich 37 Meter waren, waren es bei Osnabrück ganze 52 Meter.

3. Das Spiel war entschieden, als …

Abb. 4: Chancenspielfilm

… Sven Waschitzki das Spiel nach 108 Minuten Spiel und 48 Minuten Fußball abpfiff.

4. Das Fazit …

… lautet zunächst einmal: Der Sieg bringt Ruhe. Alles andere als drei Punkte gegen den Aufsteiger hätten nämlich die Kritik an Trainer und/oder sportlicher Leitung und/oder Mannschaft deutlich lauter werden lassen. Dabei wäre es dann auch nebensächlich gewesen, dass der FCN auf jeden Fall die bessere Mannschaft auf dem Platz war und eine Osnabrücker Mannschaft, die im bisherigen Saisonverlauf attraktiven Fußball gezeigt hatte, nicht zur Entfaltung kommen ließ. Die Kritik hätte sich dann zurecht darauf konzentriert, dass der FCN im Spiel nach vorn weiter seine Struktur sucht.

Dank Geis’ fulminanten Fernschuss kann man dieses Urteil nun entspannter treffen, es büßt aber nichts von seiner Wahrheit ein. Es fehlt immer noch phasenweise die Struktur, auch wenn inzwischen an einigen Stellen der Canadi-Fußball wirklich durchblitzt. Ursächlich hat dies auch mit Michael Frey zu tun. Der Neuzugang von Fenerbahce zeigte sich extrem gut anspielbar, auch weil er auf Grund seiner Größe die hohen Anspiele besser verwerten konnte als Ishak oder Dovedan.

Abb. 5: Ergebniswahrscheinlichkeiten

Auch die Entscheidung Hanno Behrens zunächst nicht zu bringen, erwies sich nicht als Nachteil. Nach seiner Einwechslung präsentierte sich der Kapitän so wie man ihn aus der Aufstiegssaison kannte, emsig, aktiv und in Tornähe zu finden. Hinzu kamen die Huldigungen aus der Fankurve nach dem Spiel. Womöglich hat dies alles dem zuletzt doch sehr angeschlagen wirkenden Kapitän tatsächlich, wie Damir Canadi es vor der Partie formulierte „Druck von den Schultern“ genommen, damit es ihm gelingt, „sich selbst zu helfen“.

Dennoch ist Behrens ein gutes Symbol für eine Mannschaft, die insgesamt ihre Hierarchien und Rollen noch finden muss. Es suchen alle noch nach Orientierung und manchmal irrt man noch ohne Kompass durch den Wald, so dass Zuspiele im Nirvana versinken und auch einfach Bälle nicht beim Mitspieler landen. Genau deshalb war der Erfolg wichtig, da nun bis zum Spiel gegen bislang auch wackelnde Heidenheimer das Arbeiten erleichtert ist.

5. Die Stimmen…

Damir Canadi: „Die Entscheidung bezüglich des Abseitstor ist für uns gefallen, da hatten wir Glück. Ansonsten haben wir uns gute Situationen herausgearbeitet. Der Einsatz von Frey hat uns geholfen, besser nachzurücken und unsere schnellen Spieler gut einzubringen. Jetzt geht es darum, gegen Heidenheim nachzulegen. Wir müssen stabiler werden. Wir werden versuchen, in den nächsten Tagen an dieser Mentalität anzuknüpfen.“

Daniel Thioune: „Es war eine unglückliche Niederlage, weil wir lange Zeit auf Augenhöhe agiert haben. Dennoch war sie verdient. Unter dem Strich ist natürlich die Ernüchterung und Enttäuschung da, aber wir wissen, woher wir kommen und in Nürnberg ein Tor schlechter zu sein, ist für heute okay. Ich hatte gehofft, dass wir das Spiel über 90 Minuten offenhalten und offensive Aktionen setzen können.“

Ballverluste nach Zonen (Bild: Wyscout)

Johannes Geis: „Es freut mich, dass es mit dem schwachen Fuß geklappt hat. Natürlich braucht man auch etwas Glück, aber nichtsdestotrotz haben wir uns das auch verdient. Mit dem Sieg fällt schon ein kleiner Ballast von unseren Schultern. Wir haben den Kampf von der ersten Minute an angenommen, man hat aber auch gemerkt, dass wir immer noch in einer Findungsphase sind. Es ist schön, dass wir uns heute belohnt haben und den Fans etwas zurückgeben konnten. “

Marc Heider: „Es war ein extrem intensives Spiel auf beiden Seiten. Wir haben viel versucht, es hat nicht alles geklappt. Wir haben bis zum Schluss dran geglaubt, den Ausgleich machen zu können. Nürnberg hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir konnten nicht so durchkombinieren und in die letzte Linie kommen wie am Montag. Das war natürlich auch der Qualität von Nürnberg geschuldet. Für uns gilt es daraus zu lernen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.“

6. Die Statistik …

Nürnberg Osnabrück
Grundlagen
1 Tore 0
16 (8) Schüsse (aufs Tor) 7 (2)
371 (83,6%) Pässe (angekommen) 351 (82,3%)
50,7% Ballbesitz 49,3%
108 Ballverluste 99
14 Ecken 1
118,1 Laufleistung (in km) 117,0
16 Fouls 9
Advanced Metrics
1,11 xG 0,71
1,73 xP 0,94
7,67 PPDA 23,64
3,23 APPP 3,11
Auffälligkeiten
2 Abseits 9
15 (15) Tiefe Zuspiele (erfolgreich) 5 (2)
23,7 Entfernung Schüsse (m) 19,2
31 Positionsangriffe 17
13 Ballbesitzphase im geg. Strafraum 6
6 Herausgeschlagene Bälle 34

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammen von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team.

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 3- 3,5 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Nahezu völlig beschäftigungslos, leichte Probleme im Spielaufbau.
Enrico Valentini 3- 3,5 3 4 6,6/10
CU-Urteil: Immer wieder mit leichten Unsicherheiten und leichtem Zaudern in den Entscheidungen. An sich aber recht solide.
Asger Sörensen 3 2,5 3 3 7,0/10
CU-Urteil: Defensiv nur mit kleinen Wacklern, traute sich sogar ab und zu ins Mittelfeld um dort den Ball zu verteilen.
Patrick Erras +3 2,5 4 3 7,5/10
CU-Urteil: Räumte mit dem Kopf extrem viel ab. Bemühte sich auch um den Aufbau, da noch mit Luft nach oben.
Lukas Jäger 3 3 3 3 7,4/10
CU-Urteil Tat, was von ihm verlangt war: Abräumen. Dazu sicher im Passspiel, auch wenn dieses keine kreativen Glanzlichter setzte.
Tim Handwerker 4 4 4 5 6,0/10
CU-Urteil: Tat sich schwer, Impulse nach vorn zu setzen. Schoss darüber hinaus schwache Standards. Blieb zur Pause in der Kabine.
Johannes Geis 2- 2 3 2 8,3/10
CU-Urteil: Extrapunkt für das Tor. Sorgte auch sonst dafür, dass das defensive Zentrum dicht blieb und verteilte viele Bälle gut nach vorne.
Iuri Medeiros 4 3 4 4 7,0/10
CU-Urteil: Wirkte weitgehend gehemmt in seinen Vorstößen, auch weil er eine zentralere Rolle übernehmen musste. Blühte nur auf dem Flügel auf. War aber zumindest um Abschlüsse bemüht.
Robin Hack +3 2,5 2 3 6,6/10
CU-Urteil: Hohe Präsenz nach vorne wie nach hinten, sorgte für Dynamik. Muss noch an seiner Robustheit in den Duellen arbeiten.
Nikola Dovedan 3- 3,5 2 3 5,7/10
CU-Urteil: Belohnte den Fleiß und die lange Wege mit einer Torvorlage, kam selbst kaum in gute Positionen.
Michael Frey +3 2,5 2 3 7,1/10
CU-Urteil: Extrem umtriebig und present. Machte Bälle und verteilte sie fest. Wäre er nicht ab Minute 75 stehend k.o. gewesen, hätte er sich das „gut“ erarbeiten können.
Fabian Nürnberger 3- 3 3 4 6,3/10
CU-Urteil: Hatte gleich nach seiner Einwechslung zur Pause einen Fehler im Stellungsspiel. Dies wiederholte sich ein weiteres Mal. Danach aber relativ solide und mit viel Dynamik nach vorne.
Hanno Behrens +3 3 6,3/10
CU-Urteil: Energisch, dynamisch und mit viel Zug zum Tor. Auch wenn längst nicht alles gelang, sah dies viel mehr nach dem Behrens der Aufstiegssaison aus.
Sebastian Kerk 6,4/10
CU-Urteil: Kam in der 88. Minute und immer noch auf zehn Minuten auf dem Platz. Verdaddelte einen Konter.

31 Gedanken zu „Analyse: Verdient und verbessert, dennoch Luft nach oben

  • Was mir an Frey besonders gut gefallen hat ist wie spielerisch er mit dem Ball umgeht- in Kombination mit seiner Physis macht das Luft auf mehr :).

    Mit dem Abseitstor hatten wir auch mal ein bisschen Glück- ich bin nicht wirklich überzeugt, dass die Mannschaft das hätte wegstecken können.

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  • Der Club dagegen hatte eine perfekte Quote: Fünfzehn von fünfzehn der „tiefen Zuspiele“ kamen an. Und auch das Pressing, mit dem der VfL am Montag noch Darmstadt auseinanderspielte, kam dieses Mal überhaupt nicht zum Tragen, was sich am PPDA-Wert gut ablesen lässt.

    Den Satz finde ich interessant, also nicht das Zweifel bestehen gar nicht, aber ist das nun der Nachweis, daß Canadis System langsam erkennbar wird?

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  • In einem O-ton des Gästetrainers sagte dieser dass es zu den Besonderheiten dieses spiels gehört dass er dreimal defensiv positionsgetreu wechseln musste und deshalb es nicht mehr möglich war offensive Akzente zu setzen-im Endeffekt war es wohl von Allem ein Wenig und der Club ein Wenig besser.

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  • 16 (8) Schüsse (aufs Tor) 7 (2)

    13 Ballbesitzphase im geg. Strafraum 6

    14 Ecken 1

    usw….

    Also ein bisschen besser, die Daten belegen es deutlicher, auch wenn natürlich noch Luft nach oben ist. Ich habe bei Osnabrück in der 2. Halbzeit keine einzige echte Torchance gesehen. Verdienter Ausgang vor allem weil man diesmal die Zweikämpfe galliger geführt hat.

    Mag Pech sein daß der gegn. Trainer 3 mal weg. Verletzungen wechseln musste. Aber so ungewöhnlich ist das ja auch nicht.

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    • Ja, man sieht tatsächlich einen Fortschritt.
      Krass finde ich, wie euphorisch an manchen Stellen schon wieder kommentiert ein – Ismaels Geburtsstunde einer neuen Mannschaft kam mir da spontan in den Sinn.
      Die Mannschaft hat die geforderte Reaktion gezeigt, hat sich insgesamt deutlich gesteigert, jetzt heißt es aber, am Freitag gegen Heidenheim nachzulegen und die Eindrücke zu bestätigen.

      Aspekte für Verbesserungspotenzial gibts nach wie vor zuhauf…
      Allein schon, dass wir 14 Ecken hatten, und aus keiner einzigen ernsthafte Torgefahr entstand…

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      • Krass finde ich, wie euphorisch an manchen Stellen schon wieder kommentiert ein – Ismaels Geburtsstunde einer neuen Mannschaft kam mir da spontan in den Sinn.

        Wo denn? scheint eher deine eigene Assoziation zu sein.
        Wenn man querliest vernehme ist eher eine Art durchschnaufen. Dürfte auch erlaubt sein, denke ich.

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        • Natürlich ist durschnaufen erlaubt
          Aber wenn ich Sachen lese, wie ein „eingespieltes magisches Viereck Frey-Dovedan-Geis-Medeiros sich traumhaft, elfengleich durch den Strafraum kombiniert“…
          Also da fass ich mich schon an Kopf…
          Ist jetzt sicherlich das krasseste Beispiel, aber Kommentare, wie toll der Kader doch sei, wie gute Fußballer da doch drin seien, gibt es zuhauf.
          Und das nachdem vor wochenfrist den Leuten noch jegliches fußballerisches Können abgesprochen wurde…

          Wie gesagt, natürlich ein Schritt in die richtige Richtung. Mehr aber auch nicht, wie Florian in der Analyse auch zeigt, gibt es noch viel Luft nach oben…

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          • So ziemlich jeder hat das geschrieben, daß noch viel Stückwerk ist. Worauf willst du eigentlich hinaus?

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            • Einfach dass es etliche Fans gibt, die offensichtlich ziemlich den Bezug zur Realität verloren haben, wenn es um die Beurteilung der Mannschaft und ihren Leistungen geht, im Positiven wie Negativen.

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              • Wer hat den Bezug zur Realität verloren?? Was fantasierst du denn eigentlich, dann nenne doch mal Quellen ganz konkret, scheint mir eher eine Scheindiskussion zu sein eines Bedenkenträgers.
                Ich glaube allen steckt die letzte Saison noch in den Knochen und jetzt deutete sich schon wieder ein Fehlstart an und eine mögliche Trainerdiskussion, hätte Osnabrück auch nur 1 Tor mehr geschossen, hätte wir die gehabt. Ich glaube vielmehr alle sind froh, daß wir nicht jetzt schon wieder die x-te Trainerdiskussion oder Findung haben. Zumindest jetzt noch nicht 😮

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                • Zitat Juwe:

                  „Ich glaube allen steckt die letzte Saison noch in den Knochen und jetzt deutete sich schon wieder ein Fehlstart an…“

                  Was heißt hier „es deutete sich schon ein Fehlstart an“?

                  Stand jetzt ist das noch Fehlstart.

                  Er lässt sich aber abwenden, wenn die nächsten drei Spiele gewonnen werden.

                  Noch lässt sich ein Fehlstart abwenden…

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                • Was geht denn mit dir ab???
                  Ich hab nur gesagt, dass es manchen Fans gibt, die schon wieder in völlig überschwängliche Euphorie verfallen, Beispiele davon gibts mehr als genug, auf sozialen Medien, Kommentaren zu NN-Artikeln, diversen Foren (das von mir zitierte Beispiel ist von tm).
                  Ein internet-affiner Mensch sollte eigentlich keine Probleme haben, da welche zu finden.

                  Und sowieso, keine Ahnung warum du einen gleich so ankackst?
                  Komm mal wieder runter, es geht nur darum, dass einige Fans wie so oft nur zwischen alles scheiße und megageil schwanken können und keinen sachlichen, nüchternen Blick auf die Lage haben.

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                • belschschanov…Stand jetzt ist das noch Fehlstart.

                  Auf dem Platz von den Leistungen her ja aber, wenn man nur die Tabelle nimmt und die ist letztlich maßgeblich ist es kein richtiger Fehlstart, mit lediglich 2 Punkten hinter dem direkten 2. Aufstiegsplatz (Bielefeld) finde ich.

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      • Falls Du bzgl. Ismael auf meinen Kommentar anspielst, dann hast Du nämlichen gründlich missverstanden.. (bin noch weit weg von jeglicher Euphorie)

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        Antwort
  • Ich glaube, ich bin der einzige, der fast keinen Fortschritt gegenüber den vorherigen Spielen gesehen hat.
    Mit zwei Einschränkungen:
    1. Geis hatte gestern einen sehr guten Tag und hat endlich weiter vorn gespiel (wo er auch hingehört, bisher aber Behrens gespielt hat, den ich persönlich eher auf der 6 sehe) als zuletzt.
    2. Mit Frey hat ein Spieler gespielt, der im Sturmzentrum sehr präsent und für seine Größe sehr agil ist. Das macht das mögliche Spiel nach vorn variabler (nicht nur flach) und schwerer zu verteidigen. Das hat uns die Wochen zuvor auf jeden Fall gefehlt.

    Weiterhin hat die Dreierkette im Aufbauspiel beziehungsweise Fünferkette im Defensivverbund in meinen Augen nicht funktioniert und es gab unglaublich viel Stückwerk in der Offensive.

    Niemand schreibt, wie überfordert Handwerker in seinem fünften Spiel in Folge war, wie wenig Bindung Dovedan zum Spiel hatte oder stellt in Frage, warum Kerk nach dem er vergangene Woche bester Mann war auf einmal auf der Bank gelandet ist.

    Mich überzeugt das alles nicht, ich glaube, der Sieg gestern verzögert die Trainerdiskussion und die darauf folgende Trainerentlassung nur um einige Wochen…

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    Antwort
    • Ich glaube, ich bin der einzige, der fast keinen Fortschritt gegenüber den vorherigen Spielen gesehen hat.
      Mit zwei Einschränkungen:

      also wer defensiv keinen deutlichen Fortschritt gesehen hat, der hat das Spiel nicht gesehen, stand ja auch die Null am Ende defensiv,ausser meiner Sicht, ist das erstmal die Basis Spiele überhaupt erfolgreich zu bestreiten, das war schon ein deutlicher Fortschritt und dabei muss man sogar berücksichtigen, daß mit Mühl und . Margreitter zwei eingespielte Innenverteidiger ausgefallen sind.

      Osnabrück hat sich weit zurückfallen lassen und auf sein Umschaltspiel gesetzt, was sie zweifelslos können (haben mit die besten Werte bei vertikalen Pässe in die Tiefe) nur eben nicht gegen uns, weil es erfolgreich unterbunden wurde.

      Es ist ja auch zu beobachten daß die Mannschaft einen großen Umbruch vollzieht, sieht man an der Startelf, sie man daran daß auch ein Behrens, wieder mit Leistung seinen Anspruch neu erkämpfen muss.

      Und die Fakten 14:1 Ecken beweist ja in welche Torrrichtung das Heimspiel ging, das haben wir sehr oft andersum gesehen zuhause auch in der 2. Liga. Natürlich ist da noch Luft zb. aus den vielen Standards auch etwas zählbares zu machen. Trotzdem man hat Osnabrück damit auch aufgerieben so daß sie 3 Verteidiger ersetzen mussten.

      Long way 2 go … aber gestern finde ich sah man, was die Idee ist und hat einiges schon richtig gemacht und die nötige Agressivität und Einsatz waren da ohne das geht gar nichts.

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      Antwort
  • Die Ecken waren auch nicht ungefährlich. Halt ohne erfolgserlebnis. Behrens kann das Ding machen. Allgemein fand ich die standarts nicht verkehrt, auch der Geis Freistoß erste Halbzeit ging letzendlich verlängert an den Pfosten. Sicher das aufbauspiel geht besser..

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  • Ein Sieg deckt den Mantel des Schweigens über Unzulänglichkeiten, die bei einer Niederlage zum Hauptkritikpunkt der Diskussion werden.Fußball ist halt ein Ergebnissport und im Kern ein einfaches Spiel.
    Die Punkte gegen Dresden und Osnabrück sind auf der Habenseite und werden in ihrer Entstehung keine Rolle mehr spielen im weiteren Verlauf der Saison.Wird weiter so gepunktet mit einem Schnitt von 1,5 sind das am Ende 51 Punkte.Letzte Saiso wäre das Platz 6 oder 5.

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    Antwort
  • Ist so. Ohne Zweifel.

    Das 7:1 über Brasilien wie auch der WM-Titel haben einen Mantel des Schweigens über die Unzulänglichkeiten des Fast-Ausscheidens im Achtelfinale gegen Algerien gedeckt. Trotzdem war es ein Lernprozess. Dass Lahm, damals wohl weltbester Rechtsverteidiger, genau da auch spielen muss, und nicht als verkappter Libero.

    Unsere Mannschaft und unser Trainer durchlaufen gerade ebenfalls einen Lernprozess. Und versuchen sich zu finden. Was nach dem dann doch relativ großen Umbruch, sowohl personell wie spieltaktisch, nachvollziehbar ist. Insofern empfand ich das Spiel, in dem Christian Mathenia „nahezu beschäftigungslos“ (Florian) war, als ein Fortschritt.

    Gegen den 1. FC Heidenheim muss daran angeknüpft werden. Und vielleicht gelingt uns dann der nächste Schritt.

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  • Vielleicht ist es der Findungsprozess, vielleicht auch der Tatsache geschuldet dass Sandhausen und der HSV sich im Laufe der Saison als andere Kaliber herausstellen als Dresden und Osnabrück.

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  • Vielleicht aber auch beides.

    Der HSV mit Hecking scheint wirklich ein anderes Kailber zu sein. In Sandhausen aber waren wir einfach nur schlecht. Sah so aus, als hatte unsere Mannschaft an diesem Tag null Bock auf Findungsprozess. Geht natürlich gar nicht.

    Ist ja nicht nur das Finden auf dem Platz. Sondern auch im zwischenmenschlichen Bereich. Macht Laune, wenn sich Geis nach dem Osnabrück-Spiel hinstellt und erzählt, dass er Behrens als richtig sympathischen Kollegen in den paar Wochen kennengelernt hat.

    Wenn Hanno und Johannes im Winter zusammen Surfen gehen, wird alles gut. 😉

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    • Der HSV mit Hecking scheint wirklich ein anderes Kailber zu sein.

      Für mich ist der HSV schon seit langem DER Topfavorit, nicht der VfB.
      Den sehen zwar die meisten aufgrund der viel größeren finanziellen Möglichkeiten und dementsprechend teureren Kader vorne, aber die haben eben auch den sehr viel größeren Umbruch zu verkraften, während der HSV ein eingespieltes Grundgerüst hat und sich sehr sinnvoll verstärkt hat, mit einem sehr erfahrenen Trainer und viel Qualität in der Mannschaft, insbesondere mit Spielern, die die zweite Liga sehr gut kennen und da bereits Topniveau nachgewiesen haben – Kittel, Kinsombi, Leibold, Hinterseer, Dudziak, Gyamerah, Heuer-Fernandes… Trotzdem immer noch ein zweistelliges Transferplus eingefahren. Und noch dazu hatte man den Kader sehr frühzeitig beisammen und konnte sich so gut vorbereiten.
      Bei aller Antipathie muss man durchaus anerkennen, dass sie beim HSV diesen Sommer sehr gute Arbeit abgeliefert haben und der gute Saisonstart ist kein Zufall.

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      • Den sehen zwar die meisten aufgrund der viel größeren finanziellen Möglichkeiten und dementsprechend teureren Kader vorne, aber die haben eben auch den sehr viel größeren Umbruch zu verkraften, während der HSV ein eingespieltes Grundgerüst hat und sich sehr sinnvoll verstärkt hat,

        Also Gerüst und sinnvolle Verstärkugen beim HSV trift es wohl nicht. Die haben 17 Neuzugänge!, neuen Trainer, neuen Sportchef, sie haben mindestens den selben Umbruch wie der VFB oder wir.
        Allerdings, meine ich unsere Qualität wird nicht an deren Kader heranreichen und Hecking macht es eben sehr gut pragmatisch ohne Firlefanz, vielleicht genau das, was dieser Verein im Norden auch braucht.

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        • Stimmt, so ein großes Gerüst es nun nicht mehr, das ist richtig. Im Schnitt standen in den bisherigen Spielen dann doch nur so drei oder vier Leute in der Startelf, die auch letztes Jahr Stammspieler waren.
          Zu sagen, dass der HSV sich nicht sinnvoll verstärkt hätte, kann ich jedoch nicht nachvollziehen – Hinterseer, Kittel, Leibold, Dudziak, Kinsombi, Heuer-Fernandes, Fein, Gyamerah haben sich auf Anhieb in der erweiterten Stammelf etabliert und überzeugen auch leistungstechnisch – ein sehr guter Schnitt. Zumal die tatsächliche Anzahl an Neuzugängen beim HSV ist auch deutlich niedriger ist – 5 dieser 17 sind Rückkehrer von Leihen, die bis auf Moritz direkt wieder abgegeben wurden. Und Özcan war letztes Jahr schon da und wurde jetzt per Kaufverpflichtung fest transferiert. Insofern kann man sagen, dass bislang 8 von 11 echten Neuzugängen auch echte Verstärkungen sind. Vor allem waren diese auch alle schon frühzeitig verpflichtet, größtenteils vor Beginn der Vorbereitung, und konnten sich in dieser schon entsprechend einspielen.

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  • Hecking ist allerdings öfters mit seinen Mannschaften in der Rückrunde regelrecht eingebrochen….

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