Analyse: Leerer Ballbesitz

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Karlsruher SC 1:1 (1:1) – Der Club teilt sich mit dem KSC nach einem von beiden Seiten schwachen Spiel die Punkte.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb. 1: Grundformation bei Anpfiff

… stellte die von einigen Kommentatoren geforderte Rückkehr zur Viererkette dar. Gleichzeitig versuchte Canadi dadurch, dass er Hanno Behrens neben Johannes Geis auf die „Sechs“ zurückzog, zusätzlich defensive Stabilität im Zentrum zu erlangen. In der Grundformation stellte sich daher über weite Strecken ein 4-2-3-1 dar (Abb. 1), das teilweise in Anlaufsituationen zu einem flachen 4-4-2 wurde.

Auffällig war einerseits, dass Kerk und Dovedan bisweilen ihre Seiten tauschten und zum anderen auch Michael Frey ab und zu auf den Flügel auswich, was hieß, dass Dovedan seinen Platz in der Mitte einnahm. Der Club versuchte es zu Beginn über Geduld, da der KSC extrem passiv agierte (20% Ballbesitz in der Anfangsviertelstunde). Allerdings fehlte dem Aufbauspiel schon in dieser Phase die Präzision, von sieben langen Pässen in der Anfangsviertelstunde kamen nur zwei an.

Abb. 2 Grundformation bei Abpfiff

Mit fortlaufender Spieldauer pendelte sich das Ballbesitzverhältnis etwas besser ein, dennoch versuchte der Club weiterhin über die Ballkontrolle zu kommen, ohne aber energisch oder mit Tempo in die Tiefe zu spielen. Als dies doch einmal der Fall war, gab es prompt Elfmeter für den Club, den Geis auch verwandelte. Die Führung machte aber nicht sicherer, sondern unsicherer, da der KSC nun etwas weniger passiv agierte. Gleichzeitig nutzten sie die Probleme auf der linken Abwehrseite des FCN konsequent aus und attackierten immer wieder über die eigene rechte Seite.

So auch vor dem 1:1, bei dem mehrere Faktoren zusammen kamen. Entscheidend waren jedoch der fehlende Druck von Tim Handwerker auf den Passgeber und die Tatsache, dass Lukas Jäger und Lukas Mühl unterschiedlich hoch standen (Abb. 4), so dass hinter Jäger eine Fläche von sechs Meter Tiefe entstand, in die der Ball unproblematisch gespielt werden konnte. Da Stiefler dann auch noch schneller als Behrens war, konnte er relativ unbedrängt aufs Tor schießen.

Canadi wartete mit den Umstellungen im Defensivbereich noch etwas nach der Pause, nahm dann aber Handwerker und Kerk aus dem Spiel, brachte Nürnberger und Erras und stellte auf Dreierkette um. Allerdings nicht auf das gewohnte 3-3-2-2, sondern auf ein 3-4-1-2 mit Behrens und Geis auf der Doppelsechs und Hack als Zehner davor (Abb. 2). Dadurch, dass die Außenverteidiger nun breiter stehen konnten, kamen die langen Diagonalbälle aus der Abwehr nach der Umstellung auch an. Gerade Fabian Nürnberger erhielt einige Bälle dieser Art, legte auch einmal gezielt flach auf Michael Frey, dessen Drehschuss von Benjamin Uphoff grandios gehalten wurde. Andererseits dribbelte sich Nürnberger auch zu oft fest, etwas, das sicher seiner fehlenden Erfahrung und nicht fehlender Klasse entsprang.

Abb. 3: Realtaktische Aufstellung

Insgesamt tat aber auch der Wechsel auf eine Dreierkette in der letzten Verteidigungslinie nichts Entscheidendes für den Spielfluss. Karlsruhe kam kaum gefährlich vors Tor, holte lediglich eine Reihe an Ecken heraus, die mit eineinhalb Ausnahmen (Frödes Kopfball, den Mathenia parierte und Gordons Ball über das Tor in der Nachspielzeit) nicht wirklich gefährlich wurden. Für den Club galt, obwohl er mehr Ballbesitz hatte, das Gleiche. Gefährlich wurde er so gut wie nie. Im letzten Viertel des Spiels gar nicht mehr.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… war der „leere Ballbesitz“ des FCN. Fast 31 Minuten hatte der Club den Ball, der KSC nur etwas mehr als achtzehneinhalb. Der Club spielte 17,4 Pässe pro Minute Ballbesitz, der KSC 15,6. Dennoch hatte der KSC mehr Ballbesitzphasen (112:115), mehr Ballbesitzphasen in der gegnerischen Hälfte (67:68) und mehr Ballbesitzphasen im gegnerischen Strafraum (14:16). Beide Teams schossen je zehnmal innerhalb des Strafraums aufs Tor. Im Klartext: Der Club hatte den Ball, konnte aber nichts mit ihm anfangen.

Damir Canadi kritisierte im Nachgang des Spiels dann auch genau diese Elemente: „Der Stil vom letzten Jahr, nur Verteidigen und Bälle wegschießen, hemmt. Jetzt müssen wir das Spiel bestimmen und müssen auch mal fast von der Mittellinie einen Pass in die Tiefe spielen. Man sieht dann bei einzelnen Spieler, dass dieser Mut dann fehlt.“ Ein Großteil der Kritik dürfte sich hier tatsächlich an die Innenverteidiger richten. Lukas Mühl und Lukas Jäger spielten nicht nur 45 Pässe, also knapp 8,6% aller Pässe des FCN zueinander, sondern auch elf herausgeschlagene Bälle, gegen Osnabrück hatte das gesamte Team nur sechs solcher Bälle, obwohl der Gegner auch nicht aggressiver oder präsenter war.

Abb. 4: Standbild vor Gegentor

Das andere Element, das auffällt, sind die Zweikämpfe in der Luft. Während die Statistik bei den Offensivduellen (43%) und den Defensivduellen (64%) den Club sogar besser als den KSC (36%, 57%) sieht, hat der KSC die Duelle in der Luft mit 61% klar gewonnen. Gerade in den hohen Anspielen auf Michael Frey setzten sich oft der gegen ihn gestellte Daniel Gordon durch. (Abb. 8) Auch insgesamt beherrschte der KSC eine Mehrheit der Duelle im Zentrum, wodurch es dem Club schwer fiel geradlinig zum Tor zu kommen. (Abb. 7)

3. Das Spiel war entschieden, als …

Abb. 5: Chancenspielfilm

… Daniel Gordon in der zweiten Minute der Nachspielzeit auch die achte Ecke des KSC nicht gewinnbringend verwerten konnte. Rechnet man zurück auf die letzte wirklich gefährliche Situation des Spiels hätte man das Spiel auch schon nach Uphoffs schöner Parade gegen Frey abpfeifen können. Danach kam von beiden Seiten nicht mehr viel.

4. Das Fazit …

… ergänzt und erweitert das Fazit der Vorwoche, denn der Schwebezustand geht weiter, auch wenn das Spiel eher andeutet, dass die Tendenz nach unten zeigt. Das Spiel war deutlich schwächer als die beiden Heimspiele zuvor und ist mit den Ausfällen in der Defensive (Sörensen, Valentini) lediglich teilweise zu erklären. Damir Canadis Beschwerde nach dem Spiel, dass zu wenig mutige tiefe Bälle gespielt wurden, trifft den Kern der Sache.

Abb. 6: Ausgangswahrscheinlichkeiten

Sie eröffnet aber auch die Frage, warum die Spieler es bislang nicht schaffen, die von ihm getroffene Vorgabe umzusetzen. Gegen den KSC gab es über 90 Minuten wohlwollend gerechnet vier (die Szene zum Elfmeter, Kerks Schuss vorbei am Tor, Frey Drehschuss, Hacks überhasteter Abschluss neben das Gehäuse) konsequent zu Ende gespielte Angriffe. Zwar hat Canadi recht, dass der KSC nach der Pause auch keine guten Angriffe spielte, die Gäste waren ab dem Ausgleich aber auch wieder im Plansoll.

Der stete Verweis auf die lang etablierte gemächliche Spielweise ist sachlich nicht falsch: In wohlwollend gerundeten 200 Übungsstunden, die Damir Canadi bisher mit dem Team hatte, lässt sich ein komplett neues System nicht so einstudieren, ohne dass Überbleibsel des alten Systems erkennbar sind. Die stete Betonung dessen, erinnert aber fatal an Canadis Gegenüber vom Samstag, der in seiner Zeit beim FCN immer wieder betonte, welche Abgänge man zu verdauen hätte. Irgendwann wirkte es so, als wolle er nicht für die eigene Arbeit einstehen und eigene Verantwortlichkeiten zurückweisen. Etwas, das nie gut bei den Beobachtern ankommt.

Beobachter, die sich im Stadion allerdings auch nicht mit Ruhm bekleckerten. Nein, es geht nicht um die Pfiffe nach Schlusspfiff. Die sind als Ausdruck des Unmuts angesichts der dürftigen Leistung durchaus zu verstehen, auch wenn sie nicht jedermanns Stilmittel sein mögen. Sie zeigen jedoch, dass die Anhängerschaft kurz davor ist, die bisher aufgebrachte Geduld zu verlieren.

Abb. 7: Zweikampfzonen

Aufs Schärfste zu kritisieren sind aber Pfiffe wie sie Lukas Mühl erfahren musste. Nach einigen verunglückten Bällen wurde der – immer noch erst 22-jährige – Innenverteidiger schon bei Ballberührung, also ehe er eine Aktion ausgeführt hatte, von einigen Zuschauern ausgepfiffen, also von denen, die eigentlich Mühls Mannschaft unterstützen sollten. Wer zu so einem Mittel gegen einen eigenen Spieler greift, wohlgemerkt noch bevor (!) der eine Aktion durchgeführt hat – nicht nach einem Fehlpass oder einem Stellungsfehler, wo Reaktionen aus der Emotion heraus verständlich sind – handelt in höchstem Maße unmenschlich und verachtenswert.

5. Die Stimmen…

Damir Canadi: „Wir wussten, dass wir Geduld brauchen und dass der KSC extrem gut organisiert ist. Wir haben wenig Lösungen nach vorne gefunden, gehen nichtsdestotrotz in Führung. Danach werden wir passiv, das hat mir nicht gut Gefallen. In Halbzeit zwei wollten wir es besser machen, haben den Gegner gut verteidigt und wenig Chancen zugelassen. In einem so chancenarmen Spiel müssen wir mit unseren Chancen im zweiten Durchgang in Führung gehen.“

Abb. 8: Luftduelle

Alois Schwartz: „Wir waren immer sehr geordnet, liegen dann aber mit dem ersten Torschuss hinten. Beim Elfmeter haben wir uns etwas ungeschickt angestellt. Danach hat sich die Mannschaft aber gut gefangen und war ballsicherer. In der 2. Hälfte haben wir Nürnberg gut vom Tor weggehalten, sehr gute Möglichkeiten im Umschaltspiel und haben es dann leider nicht geschafft, das 2:1 zu machen, an dem wir näher dran waren als der FCN. Das ärgert uns, aber wir haben einen verdienten Punkt mitgenommen.“

Johannes Geis: „Wir sind alle unzufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben gut angefangen, machen das Tor und haben dann offenbar das Gefühl, etwas verlieren zu können. Wir lassen uns zu tief fallen und kriegen so das Gegentor. Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Wir befinden uns in einem Reifeprozess, in dem es Ausschläge geben kann. Das darf aber natürlich keine Ausrede sein. Wir müssen weiter hart arbeiten, dann wird es auch wieder besser. Es macht nach wie vor viel Spaß mit dieser Mannschaft.“

Christian Mathenia: „Unser Anspruch muss es natürlich sein, hier zu Hause gegen einen Aufsteiger zu gewinnen. Die ersten 30 Minuten waren zwar nicht perfekt, aber ordentlich. Nach dem Gegentor müssen wir uns fragen, warum wir dann einbrechen. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht mehr geschafft, das Tor zu machen. Aber wenn man hier zuhause 1:0 führt, dann muss man das nach Hause bringen. Es ist sehr ärgerlich.“

6. Die Statistik …

Nürnberg Karlsruhe
Grundlagen
1 Tore 1
17 (7) Schüsse (aufs Tor) 13 (2)
521 (85,8%) Pässe (angekommen) 280 (75%)
62,4% Ballbesitz 37,6%
104 Ballverluste 123
1 Ecken 8
112,6 Laufleistung (in km) 111,5
13 Fouls 14
Advanced Metrics
1,53 (0,77 + PK) xG 0,93
1,89 xP 0,83
6,72 PPDA 12,00
4,65 APPP 2,43
Auffälligkeiten
30:54 Ballbesitzzeit 18:39
112 Anzahl Ballbesitzphasen 115
14 Ballbesitzphasen geg. Strafraum 16
25 Lange Ballbesitzphasen (>20s) 7
10 (2) Flanken (zum Mann) 23 (8)

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammen von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team.

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 3 3 3 3 6,4/10
CU-Urteil: Beim Gegentor machtlos, gute Parade gegen Frödes Kopfball nach einer Wanitzek-Ecke. Recht hohe Streuung bei den Abschlägen.
Oliver Sorg 3- 4 4 4 6,6/10
CU-Urteil: Hielt sich defensive schadlos, gewann alle Defensivzweikämpfe und fing von allen Nürnbergern die meisten Bälle ab. Nach vorne aber weitgehend wirkungslos.
Lukas Mühl 4- 4,5 4 4 6,9/10
CU-Urteil: Bis zur Umstellung auf Dreierkette desolat und mit vielen Fehlern im Spielaufbau. Dann relativ solide und sogar mit einigen schönen Flügelwechseln auf Fabian Nürnberger.
Lukas Jäger +5 3,5 3 4 6,6/10
CU-Urteil: Schlechtes Stellungsspiel vor dem 1:1 eröffnete Grozurek den Pass- und Stiefler den Laufweg. Jenseits dessen defensiv mit Fehlern im Kopfballspiel. Aufbau übernahm meist Mühl.
Tim Handwerker 5- 4,5 5 5 6,2/10
CU-Urteil Vor dem 1:1 nicht energisch genug. Mit vielen Stellungsfehlern und nach vorne ohne Wirkung.
Hanno Behrens 4 4 4 4 6,9/10
CU-Urteil: Musste defensiver als zuletzt agieren. Tat sich in den Duellen oft schwer, lief daher auch Stiefler vor dem 1:1 hinterher.
Johannes Geis 3 3,5 4 3 7,6/10
CU-Urteil: Übernahm beim Strafstoß Verantwortung. Meist gute Zweikampfführung und sicheres Passspiel.
Nikola Dovedan 4 3 3 4 7,2/10
CU-Urteil: War der Gefoulte beim Elfmeter. Im Passspiel ordentlich, fehlte aber z.T. noch die Bindung zum Spiel.
Robin Hack 4 4,5 5 4 5,6/10
CU-Urteil: Vergab eine der drei Clubchancen jenseits des Strafstoßes. Gewann nur eines von neun Offensivduellen, mit dreizehn Ballverlusten. Strahlte trotzdem Dynamik und einen Ansatz von Gefahr aus. Unterband mit einem Monstersprint einen Karlsruher Konter.
Sebastian Kerk 4- 5 5 4 6,9/10
CU-Urteil: Vergab eine gute Chance, sonst fehlte ihm ein wenig die Bindung zum Spiel. Machte – außer einem haarsträubenden Fehlpass – wenig falsch, weil er insgesamt wenig am Ball war.
Michael Frey 3- 3,5 4 3 6,6/10
CU-Urteil: Wie immer der Nürnberger Spieler mit den meisten Duellen, hatte eine gute Chance, bereitete die Chance von Hack per flachem Zuspiel vor. Insgesamt vielleicht mit etwas zu viel Ausweichbewegung auf die Flügel.
Patrick Erras +4 4 4 3 6,6/10
CU-Urteil: Kam für Kerk als Canadi auf Dreierkette umstellte. Spielte keinen Fehlpass in 35 Minuten auf dem Feld, wirkte aber im Zweikampf nicht immer souverän.
Fabian Nürnberger 4 4,5 4 5 6,5/10
CU-Urteil: Ersetzte Handwerker nach einer guten Stunde. War offensiv wesentlich agiler, aber auch mit Problemen in der Durchsetzung. Schöne Vorlage auf Frey vor dessen Drehschuss. Defensiv aber fehleranfällig in Zweikampf und Stellungsspiel.
Adam Gnezda Cerin 6,6/10
CU-Urteil: Spielte für Behrens in der Schlussviertelstunde. Tat dies vergleichsweise unauffällig.

33 Gedanken zu „Analyse: Leerer Ballbesitz

  • Ganz starke Analyse, deutliche Kritik ohne Häme, sachliche Beurteilungen, den Kern der Misere getroffen!

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    • Sehr gute Analyse. Allerdings spielt die aktuelle Verletzungsmisere vielleicht doch eine größere Rolle, verhindert einfach dass sich eine beste Elf findet und einspielt

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    • Jo, und sogar eine, die meine (bescheidene) sogar noch bestätigt. Als großer Freund der tiefen Pässe aus der Defensive wollte der B-Klassen-Kicker von mir mehrfach aufs Feld und Jäger wie Mühl mal zeigen, wie das funktioniert 😉

      Aber Hack möchte ich trotzdem loben – der hat immerhin ein Halbzeit lang quasi alle Aufgaben auf dem Platz übernommen: defensiver Aufbau, nachdem er dann oft in der 10er-Position schon wieder am Ball war. Einer der vordersten im Pressing, dazu noch der, der für die Kollegen nach hinten die Löcher zuläuft. Zum richtigen Spirit kommt dann noch die tolle Ballbehandlung und ein durchaus guter Blick dafür, wann es sich lohnt durchzugehen und wann Ballbesitz halten angesagt ist.

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    • Kurze Ergänzung zu den Pfiffen an Mühl:

      Die Kamen hauptsächlich von der Gegentribüne. Ich saß dort auch. Die Pfiffe kamen erst nachdem Mühl die Zuschauer mit einer abwinkenden Geste gegen sich aufgebracht hat. Diese hatten bei einem seiner 100000 Querpässe rumgemotzt und laut ihren Unmmut geäußert (noch kein Pfeifen). Daraufhin winkte Mühl in Richtung Gegengerade ab. Ab dann kamen die Pfiffe.

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      • Ich sitze ja auch auf der Gegengerade und hab Deine Erklärung auch von anderen gehört. Mich überzeugt die nicht, weil a) für mich nicht klar ist, ob die Geste dem Publikum galt oder nem Mitspieler, der schlecht lief, b) auch vorher schon vereinzelt gepfiffen wurde und c) es für mich dennoch einfach nicht geht, dass man nen eigenen Spieler auspfeift noch bevor irgendeine Aktion passiert ist.

        Jenseits dessen erwischt das Pfeifen beim Querpass ja in der Regel den Falschen. Der spielt ja nicht den Quer- oder Rückpass, weil er lustig ist, sondern weil die Mannschaft sich schlecht bewegt.

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      • Während die ach so gescholtenen Ultras auch bei Rückstand mit viel Engagement anfeuern und die Mannschaft motivieren, sitzen da auf der Gegengerade ein paar Grantler die durch abfälliges Geschrei und Pfiffe einen einzelnen Spieler verunsichern. Geht‘s noch? Selbst wenn Mühl abgewunken haben sollte finde das unmöglich. Das ist kontraproduktiv. Aber dieser stimmungsbezogene tolle Support wird ja von einigen eingefordert. Mühl reagierte sichtlich darauf und wird die Erfahrung wohl leider ins nächste Heimspiel mitnehmen. Ich hoffe nur, dass diese „Fans“ dann wegen Erfolglosigkeit des Glubbs daham bleiben. Euch brauchen wir nicht.

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  • Der stete Verweis auf die lang etablierte gemächliche Spielweise ist sachlich nicht falsch: In wohlwollend gerundeten 200 Übungsstunden, die Damir Canadi bisher mit dem Team hatte, lässt sich ein komplett neues System nicht so einstudieren, ohne dass Überbleibsel des alten Systems erkennbar sind.

    Welches etablierte System, wenn in der Startelf gerade mal 4 Spieler aus der vorigen Saison standen nach Auswechslungen gar nur noch 2 aus der letztjährigen Elf.

    Richtig ist, sie konnte es damals nicht (vertikales Spiel) und heute auch nicht, aber weil es quasi zwei unterschiedliche Mannschaften und unterschiedliche Trainer sind, finde ich da keinen causalen Zusammenhang oder gar begründete Ausrede, genau dafür hatte Canadi jetzt schon 4 Monate Zeit und im Fußballgeschäft ist das sehr viel Zeit.

    Vielleicht tut sich Canadi eben im Spielbetrieb in der 2. Liga hier bei uns auch unerwartet schwer. Ich finde Palikuca hat gestern abend in Blickpunkt Sport mehr Klartext gesprochen. Er sprach auch von Problemen einzelner Spieler mit dem System und daß es jetzt schon ungewöhnlich lange dauert sich anzupassen, trotz der vielen Neuzugänge.

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    • Dieses Abwerten von Erklärungen als „Ausreden“ oder „Alibis“ stört mich immer ein wenig. Es wird sich kein Verantwortlicher wider besseres Wissen hinstellen und eine sicherlich angreifbare Erklärung abliefern, wenn er nicht davon überzeugt ist, dass sie stimmt. Ich nehme Canadi ab, dass er das tatsächlich so sieht und nicht als Grund vorschiebt. Das ändert jetzt nichts dran, dass es holpert und daher ist mein Verständnis für die Aussage auch nicht als generelle Exkulpation zu verstehen, sondern – wie auch geschrieben – als Teilaspekt.

      Dass vier Monate allerdings inzwischen als „sehr viel“ Zeit wahrgenommen werden, sagt tatsächlich einiges über das Geschäft aus. 😉

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      • Ja mir gefällt es nicht, daß Canadis Analysen immer in die Richtung gehen, sie (seine Mannschaft) können es halt nicht. (Sie wissen nicht wie man eine Führung über die Zeit spielt, sie können oder trauen sich nicht vertikal, viele individuelle Fehler, ängstlich, nur Ball weghauen usw.)
        Ich frage mich da eben schon, so einseitig, wo sein Part als Trainer daran angesiedelt ist?
        Ich frage dich mal als Lehrer, wenn die ganze Klasse einfach nur schlecht abschneidet, kann man ja schwer sagen, die können es halt alle nicht, du würdest bestimmt auch analysieren oder dich hinterfragen, was oder wie du es vermittelst. Ja ich gebs zu die Art in einem Team Trainer-Mannschaft (die anderen..sind schuld gefällt mir nicht. Zumal ich das Spielermaterial für die 2. Liga für ziemlich gut halte.

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        • Ich find das auch mindestens unglücklich, dass es so wirkt als würde er die Schuld nur bei den anderen (Spieler, Vorgänger) suchen, auch wenn ich mir gar nicht sicher bin, dass er es so meint, sondern er es tatsächlich schwer findet, seinen Stil durchzusetzen.

          Die Analogie mit dem Lehrer ist gar nicht so verkehrt. Man kriegt ja doch (gerade bei meinem Schultyp) Schüler mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten (bei mir vom Mittelschüler mit Note 5 in Englisch bis zum Gymnasiasten, der wegen Mathe durchs Abi gefallen ist und deshalb zu uns muss, in Englisch aber brillant ist, ist da alles dabei) und das alles unter einen Hut zu kriegen ist schwierig. Bei uns ist die erste Entscheidung nach acht Unterrichtswochen (also ungefähr 35 Einheiten), wenn da in Deinem Fach besonders viele schlecht sind, neigst Du schon dazu zu sagen: Da bin ich jetzt nicht verantwortlich, weil in acht Wochen nicht ausbügeln kann, was vorher in fünf Jahren schief gelaufen ist. Für mich ist da dann wichtig, ob die Schüler zumindest das umsetzen, was sie neu bei mir gelernt haben, wenn das passt, mach ich mir keine Vorwürfe, wenn nicht, weiß ich, dass es eher an mir lag. Canadi wird’s grad auch n bisschen so gehen. Da kommen ganz viele aus ganz unterschiedlichen Vereinen und stilistischen Schulen zusammen und denen muss er jetzt verklickern, wie er das gern sehen will. Dass man da derzeit noch dazu neigt zu sagen: Das ist noch nicht mein Stil, ist menschlich und daher glaub ich auch wirklich, dass er das so sieht, weil er die Diskrepanz zwischen dem, was er beibringt und dem was in der Prüfung abgeliefert wird, wahrnimmt.

          Ich würd’s nur halt – wie ich oben auch geschrieben hab – nicht so offensiv öffentlich formulieren, sondern mich auch mehr mit in die Verantwortung nehmen, selbst wenn ich es in der eigenen Analyse anders sehe.

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      • Das erinnert mich immer wieder an Pep Guardiola, der für sich in Anspruch nahm, es werde eine ganze Spielzeit (!) brauchen, bis seine neue Mannschaft (Bayern) sein System so verstanden haben würde, dass sie es über ein komplettes Spiel anzuwenden verstünde.

        Da hatte keiner gemeckert, sondern alle sind nur auf die Knie gefallen.

        Genutzt hat‘s auch nix: Kein CL-Sieg.

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    • Trotzdem sind gerade diese wenigen Spieler initial für den Spielaufbau verantwortlich. Die Neuzugänge in der Offensive können da wenig bewirken, wenn die Aufbauzentrale aus Altpersonal besteht. Den kausalen Zusammenhang kann man daraus durchaus ableiten. Ich meine auch, dass Sörensen da etwas mehr Mut gezeigt hatte, wodurch seine Passquote auch etwas schlechter war. Naja, no Risk, no Fun…

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      • Nur daß Margreitter und Mühl als Duo Spielaufbau nicht können, konnte man schon ein paar Spielzeiten lang sehen. Insofern: Canadi hätte, wenn er das denn will, von Palikuca genau für diese Positionen andere Spieler einfordern müssen.
        Wieso Sörensen das leisten können soll? In der Saison 17/18 hatten da Mühl und Margreitter die besseren Noten.

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        • Ich habe immer das Gefühl, dass gerade Mühl durchaus mehr könnte, als er sich selbst zutraut. Ab und zu haut er dann mal einen Pass raus, der richtig gut ist, aber es ist halt zu selten.

          Und dass Jäger nicht besser ist als Margreitter, sollte man jetzt auch gesehen haben. Besonders im Kopfballspiel, das ja zu den Grundanforderungen an einen IV gehört.

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          • Mühl kann ganz hervorragende Diagonalbälle spielen, das war am Samstag auch nach der Umstellung auf Dreierkette zu sehen als Nürnberger plötzlich weiter außen und damit freier stand als vor der Umstellung Handwerker. Da waren durchaus schöne Verlagerungen dabei, genau wie aber halt auch in der ersten Halbzeit halt auch Bälle ins Nirwana gingen.

            Jäger spielt mMn eher weil er deutlich aggressiver ist als der Rest (was dann auch zu so Stellungsfehlern wie vorm 1:1 führt), nicht weil er den „Canadi-Fußball“ versteht. Weil ein besonders schneller oder präziser Abspieler ist er jetzt nicht.

            Sörensen seh ich in beiden Kategorien vor Jäger und Margreitter, daher macht sich mMn das Fehlen schon bemerkbar. So ganz ohne Zusammenhang ist es mMn nicht, dass die zwei Spiele mit ihm vor der Länderspielpause besser waren als die zwei ohne ihn danach.

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  • Das Palikuca-Interview in Blickpunkt Sport hab ich leider verpasst.
    Kann man das irgendwo nachhören?

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        • Es ist aber halt auch sein Umbruch, der da etwas größer ausfiel und bei dem einige Spieler erst recht spät dazu kamen.Und in erster Linie auch sein Wunschteainer.Er redet da schon teilweise wie ein Beobachter von Außen

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      • Sehr interessant, danke für den Link, Juwe.

        „Was sind denn das für Gründe?“, fragt Othmer, und Palikuca denkt nach, um dann als erstes zu antworten „Wir haben ein neues Trainerteam (…)“.
        Wow.
        Und vorher ist er genervt von den andauernden Rechtfertigungen, die er nicht mehr hören will.

        Wunschtrainer hin oder her, Palikuca hatte sich das anders vorgestellt, das scheint mir hier doch sehr deutlich zu sein.

        Interessant auch am Ende des Interviews, als Palikuca von „Blockaden“ und „Hemmungen“ bei einigen Spielern spricht – und dann den Mentalcoach erwähnt, der meinte, es sei (auch?) „fehlende Energie“.

        Viel Arbeit für alle. Und mal wieder ist klar, eine Mannschaft, ein Kader besteht nicht nur aus Profispielern, sondern aus Menschen, die Profifußballer geworden sind. Und die haben allerhand Probleme. Deshalb finde ich es schon richtig, dass man sich „den Matthias“ als Mentalcoach geholt hat, der eher auf den einzelnen Sportler fokussiert ist, nachdem der Team-Mentalcoach nicht den erwünschten Effekt erzielt hat.

        Palikuca vermittelt mir den Eindruck, ganz genau hinzuschauen und schnellstmöglich an den Stellschrauben zu arbeiten.
        Mal schauen, ob aus den sicherlich nicht schlechten Einzelspielern ein Team geformt werden kann, das sich das ungehemmte Fußballspielen zurückerobert.
        Oder ob das Trainerteam schlichtweg die falschen Ideen für die falschen Spieler hat.

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  • Sehr gute Analyse – mal wieder! Sehr gut vor allem bei Nürnberger, der wirklich frischen Wind brachte und viel probiert hat, aber halt auch oft sich verzettelte.

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    Antwort
    • Bei allem Verständins dafür, dass der Junge auch mal so ne Leistung bringt – er wurde oft freigespielt (was sicher nicht ohne sein Zutun gelang), hat sehr wenig draus gemacht (milde ausgedrückt) und dabei zig gefährlich Ballverluste produziert. Und daraus muss ich leider folgern: Auf der LV-Position mögen wir viel Potential haben, aktuell ist es aber effektiv eine riesige Schwachstelle…

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  • Die LV Position sehe ich auch als große Schwachstelle. Aber es ist wahrlich nicht die Einzige.

    Immerhin hat Canadi wieder mit Viererkette begonnen. Wieso er dann doch wieder auf die Dreierkette umstellte versteht kein Mensch.

    Weder die Punkteausbeute noch die Art und Weise (kein unbedingter Wille, man begibt sich in sein Schicksal, furchtbare Abwehrleistungen gepaart mit offensiver Harmlosigkeit) ist schlicht inakzeptabel. Und das liegt an Canadi, da lege ich mich nun fest. Für mich eine glatte Fehlbesetzung. Der Kader gibt nämlich deutlich mehr her.

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    Antwort
    • nicht wirklich, oder? das einzige, was kein mensch verstehen sollte, ist, wie man nach diesem spiel ernsthaft dieses bescheuerte fass dreier- oder viererkette und dann auch noch in offenbarung totalen nichtverstehens des spiels auch noch pro viererkette wieder aufmachen kann: in welcher formation fiel das gegentor? und in welcher hatte der gegner aus dem spiel heraus gar keine gelegenheit? aus welcher ordnung ging jeder aufbauball ins nichts? und in welcher kamen die querbälle auf der außenbahn an?

      wenn überhaupt, sollte man sich eher fragen, warum canadi sich von dem ignoranten dummgeschwätze irgendwelcher pseudoexperten, die so festgefahren in ihren ansichten sind, dass alles was nicht die norm ist, immer schuld ist, beeinflussen hat lassen und mit viererkette begonnen hat. in der hat nämlich nix funktioniert. sieht man ja am standbild vorm gegentor deutlich. in ner dreierkette fällt das tor nämlich nicht.

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      • Auch wenn ich die Frustration, ob der erneut aufkommenden Systemfrage verstehe und ebenfalls für nicht zielführend halte, wäre es doch schön, wenn man Leute mit anderer Meinung nicht als „Pseudoexperten“ bezeichnet und ihnen „totales Nichtverstehen des Spiels“ vorwirft. Nicht umsonst hat die NN am Wochenende doch unsere Diskussionskultur hier gelobt. 😉

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  • Grundsätzlich finde ich auch, dass die System-Frage überbewertet wird. Wenngleich der nicht allzu schnelle Sorg auf Rechts und die beiden (zwar talentierten, aber noch recht unerfahrenen) Jungs auf Links aus meiner Sicht keine optimale Besetzung für diese Spielidee darstellen.

    Aber wie gesagt: Halte die System-Frage für überbewertet. Wie haben Hans Meyer, Hecking oder Weiler den Club in kurzer Zeit auf die Erfolgsschiene gesetzt? Mit klarer Kommunikation, mentaler Stärke und einer einfachen Grundordnung. Herr Meyer ließ anfangs gar mit Libero (war das Cantaluppi?) spielen. Hecking baute auf die klassische Viererkette. Weiler setzte auf Kick & Rush und somit auf die beiden Zielstürmer Burgstaller und Füllkrug.

    Was das alles mit Canadi zu tun hat? Wie lange braucht die Mannschaft noch, bis sie halbwegs die Vorgaben des Trainers umsetzt? Oder fehlt es Canadi an Überzeugungskraft? Warum spielte die Mannschaft so pomadig gegen den KSC, ohne erkennbaren Siegeswillen? Hat die Mannschaft die Faxen schon zum Teil dicke? Hoffentlich täusche ich mich und Canadi geht mit unseren Jungs steil in Hannover und danach. Völlig wurscht, mit welchem System.

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    • Naja, aktuell finde ich es schon eklatant, wie stark Qulaitätsunterschiede zwischen alt und jung wirken. Die Offensive ist frisch und top besetzt – einer wie Dovedan z.B. ist auch in durchschnittlicher Form jederzeit für Torbeteiligungen gut (clevere Ballgewinne etwa), Frey, Hack und Geis machen selbstverständlich Dinge, die bei anderen fehlen. Gerade deswegen ist die Punktausbeute ja so ärgerlich – weil man in fast jedem Moment sehen kann – die spielen in einer anderen Liga. Bis zum 1:0 sah das für mich auch so aus: Nichts überragendes, aber wenn alles normal läuft, wird Karlsruhe mit 3:0 heimgeschickt (blöd nur, dass die Jungs Club-Trikots tragen, die Bürde scheint zu schwer 😉 )

      Kerk kam am Samstag mit denen da gerade noch mit, ohne selbst überzeugend sein zu können. Die „Alten“ Mühl, Behrens (und Jäger) spielen aber da hinten deutlich schlechter (was mich sehr traurig macht). So langt es kaum für defensive Stabilität, aber vor allem kriegen sie die Bälle nicht raus, oder jedenfalls nicht so, dass einer da vorne in eine anständige Position gebracht wird.

      Für mich sieht der Zweijahresplan deshalb auch so aus: Zu Beginn der neuen Saison werden auch die Defensivpositionen neu besetzt sein und eine komplett neue Mannschaft spielen…

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  • Ja, nur 43% Zweikampfquote vor eigenem Haus, in einem Spiel, das Frey „unbedingt gewinnen“ wollte, lt. seinen Worten nach dem Darmstadtspiel. Stimmt, das war fast der einzige Spieler, dessen Auftritt so einen Willen erkennen ließ. Das 7. Spiel in Folge, jetzt wieder mit etwas längeren Spielphasen der Passivität und Pomadigkeit. Einen Einzelnen gezielt auszupfeifen gehört sich nicht, nach dem Spielende hätten es aber meiner Meinung nach ruhig viel mehr und lautere Pfiffe gegen die Mannschaft sein können. Fehlendes Engagement kann man als Zuschauer nicht anders „bestrafen“. Vielleicht als nächstes dann daheim bleiben.

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  • 23(8) : 10(2) Flanken für den KSC mehr als doppelt so viele Bälle segelten da in unseren Strafraum, 4 mal so viele wie wir auf den Mann, in einem Heimspiel! gegen einen Aufsteiger.

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  • Die wirkliche Schwachstelle beim Club liegt zwischen den Ohren.

    Ich verweise gerne auf den kleinen Artikel in der heutigen SZ über Schalke: Selbes Personal wie letztes Jahr, doch plötzlich spielen die wieder Fußball.

    Es braucht eine mentale Befreiung, Lust am Spiel. Und nicht Angst davor, Systeme nicht umsetzen zu können oder Fehlpässe zu spielen. Dann bewegen sich die Spieler auch mehr, weil sie keine Angst davor haben, sich dem ballführenden Mitspieler anzubieten.

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    • sehr richtig erkannt! zwischen den Ohren von gleich mehreren Personen auf und neben dem Platz sowie auf der Tribüne. Auch könnte eine Schwierigkeit des Aufsichtsratsgremiums sein, dass dieser „zu nah bzw. zu lokal“ aufgestellt und an der Sache dran ist. Möglich, dass mit ein wenig mehr Distanz eine bessere Draufsicht auf die Dinge erreicht werden kann. Mal abwarten, welche Kandidaten sich auf der Mitgliederversammlung vorstellen.

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