Analyse: Unstrukturiert #FCN #AUEFCN

Kurzanalyse zu Erzgebirge Aue – 1. FC Nürnberg 4:3 (0:0) – Der Club gibt nach einem Platzverweis alle Ordnung auf, die ihn vorher ausgezeichnet hat und verliert den Schlagabtausch.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Startformation

… war mit Ausnahme der Torhüterposition unverändert. Wieder ein 4-1-4-1, wieder Lukas Jäger auf der Sechs, wieder Geis und Behrens davor und Hack und Dovedan auf Außen. Das blieb bis zum Platzverweis auch so. Danach stellte Canadi um, brachte nicht nur Mühl für Dovedan, um wieder zwei Innenverteidiger auf dem Platz zu haben, sondern zog Jäger auch noch in die Abwehrreihe zurück, so dass sich über weite Strecken nominell ein 5-3-1 ergab. Nach der Auswechslung von Lukas Jäger für Sebastian Kerk spielte man in der Schlussphase dann ein 4-4-1.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… war mit Sicherheit der Platzverweis. Davor hatte der Club alles im Griff (siehe Fazit), danach eigentlich nichts mehr. Das war nicht nur der numerischen Unterzahl geschuldet, sondern auch anderen Faktoren. Man stand nun tiefer, agierte weniger aktiv und Aue hatte natürlich auch psychologisch Aufwind. Dennoch darf ein Platzverweis die Statik eines Spiels eigentlich nicht derart verändern, dass am ein Schlagabtausch entsteht, wie es am Freitag passierte.

3. Das Spiel war entschieden, als …

Formation nach Einwechslung Mühls

… Martin Männel Michael Freys Elfmeter im Nachfassen festgehalten hatte. Der Elfmeter in der 100. Minute war die Pointe auf das völlig wahnsinnige Spiel, das in der letzten halben Stunde äußerst wenig mit geregeltem Fußball zu tun hatte.

4. Das Fazit …

… fällt, passend zum Geschehen auf dem Rasen, unstrukturiert aus, da mehr an diesem Wochenende beim Autor aus mehreren Gründen einfach nicht drin war. Es sind einfach elf Gedanken und Fragen zum Spiel:

Formation zu Spielende

 

  1. Bis zum Platzverweis war es ein ordentliches Spiel des FCN. Aue hatte bis zu Hochscheidts Chance, die zum Platzverweis führte, keinen einzigen Schuss aufs Tor, lediglich einen geblockten Schuss von Riese. Defensiv hatte man 60 Minuten lang den Gegner völlig unter Kontrolle. Aues xG bis zum Strafstoß: weniger als 0,01.
  2. Gleichzeitig schoss der FCN bis zu der spielentscheidenden Szene in der 60. Minute 13-mal in Richtung Tor, allerdings gingen auch nur zwei der Schüsse aufs Tor. Dennoch zeigte gerade das Tor exemplarisch, dass man durchaus Mittel gegen einen tiefstehenden Gegner erarbeitet hatte.
  3. Danach schoss der Club noch vier Mal auf in Richtung Tor, alle vier gingen auch aufs Tor. Zwei der Schüsse waren die Elfmeter, einer der Ausgleich von Geis, einer ein Fernschuss von Hack in der 65. Minute.
  4. Aue dagegen schoss nach dem Platzverweis noch sechs Mal aufs Tor, vier der Schüsse waren drin, einer ging daneben, einer wurde gehalten. Von den vier Toren waren drei Abschlüsse Hochkaräter – nur Hochscheidts 2:1 nicht.
  5. Aus all dem lässt sich schließen, dass der Club mit dem Platzverweis auch die Spielkontrolle abgab, obwohl vorher nichts darauf hindeutete.
  6. Gleichzeitig waren die Fehler, die am Ende dazu führten, dass Aue so hochkarätige Chancen hatte (und zu den Hochkarätern zählt auch die Chance, die Sörensen regelwidrig unterbindet) eklatant.
  7. Gerade die defensiven Unzulänglichkeiten und individuellen Fehler in der Abwehr (Jäger vor 1:1, Margreitter vor 1:1 und 2:1, Handwerker vor 2:1, etc.) sind als konstante Linie aus einer ganzen Reihe von anderen Spielen zu sehen. In elf Pflichtspielen in dieser Saison passierten diese, auch in der Häufung innerhalb eines Spiels, zu oft, um sie als komplett „unsystemisch“ abzutun.
  8. Das Spiel war alles andere als eine Werbung für den Videoassistenten. Die Überprüfungszeiten waren lang, die Entscheidungen (gerade vor 3:2 – kein aktives Eingreifen in der Mitte? – 4:3 – kein Handspiel, aber wirklich gleiche Höhe? und dem Foul an Lohkemper – kein Handspiel? wirklich Foul?) intransparent. Hier wäre – sofern man am System wirklich festhalten möchte – eine Kommunikation über Stadionlautsprecher, wie im American Football und eine Informierung der Zuschauer im Stadion über Videoleinwand unabdingbar. Auf Grund des erheblichen Verlusts an Spielfluss sollte man aber vielleicht über noch viel grundsätzlichere Änderungen nachdenken.

    Chancenspielfilm
  9. Die finale Szene hinterlässt Fragen: Warum will Michael Frey den Elfmeter schießen? Warum überlässt Johannes Geis dem Schweizer den Ball freiwillig?
  10. Fünf Punkte auf den Dritten, vier Punkte auf den Sechzehnten, Platz Neun, es geht wenig mittelmäßiger nach zehn Spielen und irgendwie passt das auch zum FCN in der Saison 2019/20. Die individuelle Qualität sorgt immer wieder für Lichtblicke und auch für Punkte. Gleichzeitig scheitert das Team oft genug am kollektiven Verhalten. Das reicht, um nicht unten reinzurutschen, aber nicht, um oben anzugreifen.
  11. Die Entwicklung in den letzten sieben Spielen der Hinrunde kann in beide Richtungen ausschlagen. Wahrscheinlich erscheint aber ein weiter konstant inkonstantes Auftreten.

5. Die Stimmen…

Damir Canadi: „Es ist schwer, so ein Spiel zu analysieren. Die Rote Karte war der Schlüssel, danach ist das Spiel gekippt und richtig Spannung aufgekommen. Wir sind gut reingekommen in die Partie und hatten gute Chancen. Auch nach der Pause sind wir aktiv gestartet. Nach dem Platzverweis war es dann Dramatik pur. Wir haben nach den Gegentoren immer wieder Mentalität gezeigt und es versucht. Jeder, der heute dabei war, wird von der letzten halben Stunde noch lange sprechen. Ich bin schon lange dabei, so ein Spiel habe ich noch nicht erlebt.“

Siegwahrscheinlichkeiten

Dirk Schuster: „In den letzten 30 Minuten war es ein irres Spiel. In der ersten Halbzeit hatte Nürnberg die besseren Chancen. Wir haben bei Nürnberger Ballbesitz zwar gut verteidigt, die Nürnberger durch eigene Fehler aber immer wieder eingeladen. Mit dem 0:0 zur Pause waren wir gut bedient. Das erste Tor hat dem Spiel dann einen Punch versetzt und es wurde wild. Wir haben in Sachen Mentalität alles reingefeuert. Normal muss das Spiel durch den späten Elfer 4:4 ausgehen. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen, dass wir Nürnberg da nochmal zurückkommen lassen.“

Johannes Geis: „Ich weiß, wie wichtig es ist, für einen Stürmer zu treffen. Michi hat sich gut gefühlt, da bin ich dann kein Egoist. Er ist leider nicht reingegangen, aber ich mache ihm keinen Vorwurf. Nach der Roten Karte haben wir uns voll reingehauen. Die Mannschaft lebt, ist voll da. Jetzt ist die Serie leider gerissen, aber jetzt können wir eine neue mit mehr Siegen starten.“

Hanno Behrens: „Die Rote Karte war eine Schlüsselszene. Wir waren sehr gut drin, machen fast das 2:0. Dann sind wir einmal nicht wachsam, kriegen dann den Elfmeter und die Rote Karte. Wir hätten hier mindestens einen Punkt verdient gehabt. Das Spiel heute wirft uns aber nicht zurück. Jetzt haben wir leider verloren, auch wenn wir mit zehn Mann alles reingehauen haben.“

Sören Gonther: „Ich hatte einmal mit Paderborn so ein Spiel bei Union Berlin, das ging 5:4 aus und hatte drei Tore in der Nachspielzeit. [Es war ein Tor in der Nachspielzeit, aber drei in den letzten fünf Minuten, FZ] Aber da stand es wenigstens zur Halbzeit schon 3:1. Ich glaube, ich brauch bis morgen Nachmittag, bis ich runter gefahren bin. Unsere Moral stimmt, aber man kann nicht immer drei, bzw. fast vier Tore, kassieren und noch gewinnen.“

6. Die Statistik …

Aue Nürnberg
Grundlagen
4 Tore 3
8 (6) Schüsse (aufs Tor) 16 (5)
441 (80,9%) Pässe (angekommen) 328 (81,4%)
57,5% Ballbesitz 42,5%
100 Ballverluste 103
2 Ecken 5
109,4 Laufleistung (in km) 104,5
15 Fouls 15
Advanced Metrics
2,36 xG 2,4
1,36 xP 1,37
12,23 PPDA 14,04
4,5 APPP 3,53
Auffälligkeiten
5 Ballaktionen im geg. Strafraum 10
<0,01 xG (bis 59. Minute) 0,81
1 Schüsse (bis 59. Minute) 12
2,35 (davon 0,76 per Elfmeter) xG (ab 59. Minute) 1,59 (davon 1,52 per Elfmeter)
7 Schüsse (ab 59. Minute) 4
40,3% gew. Duelle (bis 59. Minute) 51%
57,5% gew. Duelle (ab59. Minute)

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammen von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team.

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Andreas Lukse 4 4 4 3 5,9/10
CU-Urteil: Strahlte bis die Hektik begann, Ruhe aus, dann aber auch nicht wirklich sicher. Gerade beim Herauslaufen vor dem 4:3 mit klaren Schwächen.
Oliver Sorg 4 4 4 4 7,1/10
CU-Urteil: Immer wieder zu langsam, wenn er gefordert war.
Asger Sörensen 4 3,5 4 4 5,8/10
CU-Urteil: Eigentlich fehlerlos. Bis zum Platzverweis. Dann aber mit spielentscheidendem Fehler.
Georg Margreitter 5 4 4 4 6,4/10
CU-Urteil: Schwach in mehreren Szenen, gerade im Kopfballspiel
Tim Handwerker 3 2,5 3 2 6,4/10
CU-Urteil Gute Vorlage zum 1:0, schwache Verteidigung vor dem 2:1. Das fasst das Spiel zusammen. Offensiv gut, defensiv schwach.
Lukas Jäger 5 4 4 5 6,0/10
CU-Urteil: Böser Fehler vor der Szene, die zum Platzverweis führte. Auch sonst fahrig und unkonzentriert.
Johannes Geis 2 2 3 2 8,0/10
CU-Urteil: Zwei Tore, unklar, warum er die Chance auf das dritte scheute. Nicht immer ganz sicher im Abspiel, aber enorm wichtig.
Hanno Behrens 4 4 4 4 6,0/10
CU-Urteil: Bemüht, aber weitgehend wirkungslos.
Nikola Dovedan 5 4 4 5 6,2/10
CU-Urteil: War fast völlig abgemeldet. Das liegt auch daran, dass er oft auf den Flügel ausweichen muss.
Robin Hack 3 2,5 3 3 6,7/10
CU-Urteil: Agil und dribbelstark, aber mit zu wenig Elan. Verständlich nach 90 Minuten am Dienstag für die U21.
Michael Frey 3 3,5 3 3 6,9/10
CU-Urteil: Wie immer mit hohem Arbeitspensum und viel Strecke. Pluspunkte für das 1:0, Abzüge für den verschossenen Elfmeter.
Lukas Mühl 5 4 6,3/10
CU-Urteil: Ersetzte Dovedan im Zuge der Umstellungen nach dem Platzverweis. Oft langsam und mit schwachem Stellungsspiel.
Sebastian Kerk 6,0/10
CU-Urteil: Kam in der 77. Minute für Jäger, vor dem 2:2 beteiligt, wenn auch nicht entscheidend.
Felix Lohkemper 6,3/10
CU-Urteil: Kam in der 87. Minute für Hack. Wurde in der Nachspielzeit im Strafraum gefoult. 

47 Gedanken zu „Analyse: Unstrukturiert #FCN #AUEFCN

  • Lt. kicker hat Geis den Elfmeter wohl v.a. auch wegen Wadenproblemen nicht geschossen.

    Unabhängig davon ist auch sowieso nicht sichergestellt, dass Geis getroffen hätte. Dann würde man jetzt diskutieren, ob nicht besser ein anderer hätte schießen sollen.

    Vor dem Spiel hatte ich geschrieben, dass mehr Mittelmaß als aktuell eigentlich nicht gehen würde, und ein 10-Spiele-Fazit auch nicht groß anders aussehen würde, als ein 9-Spiele-Fazit.
    Das kann man momentan schon noch so sagen, allerdings mit der Einschränkung, dass Bielefeld den Abstand nach oben im Vergleich zu dem nach unten noch stark vergrößern kann (bei einem Sieg wären es 7 vs. 4). Und dass man weiterhin 4 Punkte auf Rang 16 hat, und nicht nur 2, ist nur dem Umstand zu verdanken, dass sich Bochum genauso deppert angestellt hat wie wir…

    Unterm Strich ist festzuhalten, dass auch die Länderspielpause jetzt nicht gefruchtet hat, um seit längerem bestehende Mankos bzw. Muster zu verbessern.

    Jetzt steht man an Sonntag arg unter Zugzwang, die miese Heimbilanz aufzubessern, das allerdings gegen einen unangenehmen und auswärtsstarken Gegner. Für die fünf Spiele bis zur nächsten Länderspielpause hatte ich eigentlich die Hoffnung, dass man die Ungeschlagen-Serie halten könnte, oder sich maximal einen Ausrutscher leistet, aber mind. 3 Siege einfährt…
    Letzteres erwarte ich nach wie vor, zwei Siege in der Liga und ein Weiterkommen im Pokal sind eigentlich Pflicht, um zum einen in der Tabelle zumindest im Mittelmaß zu bleiben und die Stimmung mit einem Pokal-Aus nicht vollends zu versauen.
    Einfacher wird es in den 5 verbleibenden Spielen bis zur Winterpause schließlich auch nicht, mit dem Derby, dem VfB, sich im Aufwind befindenden Kielern und Wiesbadenern…

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    • Wenn die Wade wirklich ausschlaggebend gewesen wäre, hätte Geis das doch nach dem Spiel einfach sagen können, stattdessen kam ja einer eher schräge („Ein Stürmer braucht Tore, ich bin kein Egoist.“) Erklärung. Klar isses müßig, weil bei einem Fehlschuss von Geis alle sagen „Wie kann man nur zweimal den gleichen schießen lassen, war doch klar, dass der Torwart den hat, wenn er in die gleiche/andere (Nicht-Zutreffendes bitte streichen) Ecke schießt.“ Ich fand’s nur insgesamt komisch, sowohl vom Ablauf (Geis hatte sich den Ball ja schon hingelegt) her als auch in der Kommentierung danach.

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      • Ja, da hast du natürlich Recht, dass das ganze sehr eigenartig ist, v.a. hatte Frey ja auch schon getroffen gehabt.
        Dass sich Geis den Ball schon zurecht gelegt hatte, hab ich auch gar nicht mitbekommen…

        Grundsätzlich wäre Frey aber wohl derjenige, den ich als erste Alternative zu Geis als Elfmeterschützen betrachten würde. An Selbstvertrauen mangelt es ihm ja wahrlich nicht, wäre keiner, bei dem man sich groß Sorgen machen würde, dass ihm die Nerven versagen. Und auch nicht durch die Elfer-Misere der letzten Saison vorbelastet…

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    • Wer nach einem verschossenen Elfmeter hinterfragen würde, warum Geis, der bei uns jeden Standard tritt, geschossen hätte, sollte die Finger vom Brennspiritus lassen und lieber wieder Seidla trinken…

      Zum Restprogramm: Wenn man sich anschaut wie Stuttgart und Fürth gerade spielen, muss man sich vor denen wirklich nicht fürchten. Unser gefährlichster Gegner sind nach wie vor wir selbst. Das scheint in dieser Saison aber für alle Zweitligisten zu gelten.

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  • Schon alles sehr merkwürdig und am Ende – wie so oft – unbefriedigend.
    Vor jedem neuen Spiel habe ich die Hoffnung, dass jetzt aber mal eine klare offensive und defensive Struktur auf den Platz gebracht wird, da man das doch eigentlich auch können müsste, denn selbst die vielgescholtenen Abwehrspieler des Clubs sind ja schließlich nicht nur irgendwie bessere Drittliga- oder aus der Regionalliga hochgezogene Spieler.
    Der KSC (Alois!) hat es gestern vorgemacht, wie man in Unterzahl agiert.
    Die Wirrnis auf dem Platz nach der roten Karte war atemberaubend, darf aber so niemals passieren, was mich sehr nachdenklich stimmt, auch wenn es m.E. diesmal nicht an Willen oder Mentalität gelegen hat. Eher am taktischen Verhalten und natürlich den unzähligen individuellen Fehlern, die diese Spieler in dieser Häufung doch eigentlich nicht an den Tag legen dürften.
    Es ist das Warten auf Stabilität, das diese Saison bislang überschreibt. Und die müsste und könnte doch eigentlich trainiert werden. Erfahrene Leute sind doch zur Genüge auf dem Platz.
    Ich verstehe es einfach nicht, wo genau der Club-Wurm nagt. So stark ist die Liga nicht, als dass man am Ende nicht doch noch Dritter werden könnte.

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    • Zum Knackpunkt der roten Karte und der Unterzahl,weil ich glaube ohne die rote Karte hätten wir das Spiel nach Hause gebracht. Um nochmal in der Kausalkette an die Ursache zu gehen und zwar mit Sörensen. Mein erster Gedanke als er bereits nach 20 min die gelbe Karte bekam, kann man einen Innenverteidiger, der ja laufend Zweikämpfe führt mit einer gelben schon am Anfang der Partie ganz durchspielen lassen? Ich habe ehrlich gesagt damit gerechnet, daß er ihn zur Halbzeit spätestens ersetzt zumal er mit Mühl ja eine 1:1 Alternative auf der Bank hatte. Ich weiß schon das Handspiel war glatt rot, aber er wäre dann bei den meisten anderen Trainern gar nicht mehr auf dem Platz gewesen. Die rote Karte und Unterzahlt drohten ja auch ohne dem Handspiel in jedem Zweikampf.

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      • Ich bin da anderer Meinung als Du.

        Ich kann nicht jeden Innenverteidiger mit gelb gleich zur Halbzeit zur Sicherheit rausnehmen.

        Klar, es war zu sehen, dass der Schiedsrichter unsicher und uns zudem nicht wohlgesonnen war, aber es war auf der anderen Seite auch richtig, Sörensen auf dem Platz zu lassen, was dann ja auch die ersten 15 Minuten der 2.HZ gezeigt haben.

        Es gab kaum Zweikämpfe, weil Aue nicht nachgerückt ist und deren Stürmer in der Luft standen. Nur ein so kapitaler Bock, wie der von Jäger in der Vorwärtsbewegung oder ein Standard, hätten gefährlich werden können…

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      • Da magst Du recht haben.
        Leider ändert das nichts daran, dass nach der roten Karte Planlosigkeit, Fehlerhaftigkeit, taktisches Nichtvorhandensein und eine hochfrequente Pech/Glücksschere fröhliche Urständ feierten.

        Das stimmt mich so bedenklich.
        Da war (und ist?) keiner auf oder neben dem Platz, der Ruhe reinzubringen vermochte, der mit klaren Anweisungen das hochkochende Adrenalin aus den Hirnwindungen wrang und den Blick auf das große Ganze, nämlich die Rückgewinnung der Spielkontrolle, richten konnte.
        Das aber sollte möglich sein, gerade mit dann doch auch erfahreneren Leuten wie eben Behrens, Geis, Margreitter. Doch diese Fähigkeit besitzt keiner so richtig. Auch Geis ist nicht unbedingt der Spielgestalter, der den Überblick behält und ein Spiel tatsächlich zu lenken und in ruhigere Bahnen zu führen versteht.

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        Antwort
        • Die erste Halbzeit ohne Unterzahl hat man sehr strukturiert und überlegen gespielt. Ich denke ohne die rote Karte wären wir in so ein Chaos nicht gekommen. Ich glaube bei nicht vielen Trainern, wäre Sörensen als Verteidiger und gelbbelastet auf dem Platz geblieben vor allem wenn man eine so gute Alternative auf der Bank hat. Ich habe Canadies Wechselstrategie bislang noch nie verstanden, ein Spiel positive beeinflußt hat er damit bislang noch nicht. Es kommt eben gegen Ende zuerst die Kerk Gedächtnis Einwechslung fast pünktlich die ebenso noch nie einen positiven Effekt hatte, der sowieso ein Spieler ist der Anlaufzeit braucht.

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      • Klar ist eine frühe Gelbe für einen IV alles andere als förderlich, aber noch lange kein Grund, den Spieler zur Halbzeit raus zu nehmen, wenn er nicht aufgrund weiterer Aktionen schon eine letzte Ermahnung vom Schiri bekommen hat.
        Da würde man sich viel zu oft grundlos eine Option für einen taktischen oder evtl auch verletzungsbedingt notwendigen Wechsel verbauen, zudem ohne Not eine Umstellung in der Defensive herbeiführen.

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        • Stuttgart schau dir das Beispiel Badstuber an, der die 2. Gelb Karte im Spiel für Trikot zupfen bekommen hat. (der danach ja so ausgerastet ist, Schiri sind Muschis) Die haben dann ja auch in Unterzahl zuhause verloren. Nicht jeder Schiri ermahnt vor einer zweiten.

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          • Badstuber ist aber auch ein Haubentaucher – wenn ich gelb habe, kann ich im Mittelfeld halt keinen Spieler so lang am Trikot halten bis der sich fallen lässt. Der ist ja keine 18 mehr, der sollte wissen, dass dem Schiedsrichter in der Situation nichts anderes übrig bleibt.

            Wenn ein Spieler wie Jäger, der von seiner Aggresivität lebt, gelb bekommt, ist das etwas ganz anderes, als wenn ein bedacht agierender Innenverteidiger gelb sieht – letzteres sehe ich eher unkritisch.

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            • Unkritisch? Ja er hat dann auch glatt rot bevorzugt. Sörensen hat bislang genauso viele gelbe wie Jäger. Die Statistik führt Geis an.

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              • Wir spielen ja auch nicht Halma. Aber es macht eben einen Unterschied wie und wo ich mir meine gelben Karten abhole. Auch im Sinne der künftigen Risikoabschätzung.

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                Antwort
                • Ein Innenverteidiger hat immer ein hohes Risiko zumal wenn alles schnell geht und man einen Bruchteil nur zu spät kommt kann ein normales Tackling ganz schnell zum gelb- oder rot würdigen Foul werden unabhängig der Absicht und wie hoch Sörensens Risikoeinschätzung bzw. Bereitschaft ist, hat man ja mit dem Handspiel gesehen, für mich höchstens mit einem Reflex zu entschuldigen weil ansonsten ist sowas in Zeiten des VAR grober Unfug.

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          • Naja, Dummheit muss bestraft werden…
            Und vor jeglicher Dummheit kann man die Spieler nun auch nicht schützen. Das war ja auch kein Trikotzupfer sondern er hat seinen Gegner sehr lange am Trikot festgehalten, und das ganze in einer völlig unkritischen Szene. Einfach nur dumm, da so zu agieren, da braucht man dann auch nicht auf Nachsicht vom Schiri hoffen.

            In letzter Konsequenz müsstest du sonst ja jeden Spieler nach einer Verwarnung sofort runter nehmen…
            Canadi hat ja schließlich (was ja auch mal wieder ganz im Zeichen des von ihm eingeforderten Mutes stand) sofort reagiert, einen Innenverteidigier für einen Stürmer gebracht, trotzdem haben wir komplett die Ordnung verloren, obwohl in der Defensive lediglich Sörensen durch Mühl getauscht worden ist.

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            Antwort
    • „So stark ist die Liga nicht, als dass man am Ende nicht doch noch Dritter werden könnte.“
      Dazu müssten unsere Jungs eine längere Siegesserie hinlegen, Unentschieden helfen hier kaum. Und die vor uns stehenden Teams allesamt schwächeln inkl. der bisher sehr stabilen Bielefelder. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist angesichts der fortlaufenden Defensivschwächen wie auch der mangelnden Offensiv-Effektivität des FCN gering, doch komplett auszuschließen ist es nicht. Doch was ist so toll an Platz 3?

      Den haben wir vor gar nicht langer Zeit schon einmal gefeiert, am Ende feierte die Eintracht unter Kovac den Erstliga-Klassenerhalt. Auf die Relegation sollten wir uns lieber nicht verlassen. Ist irgendwie wie ein Push-Up BH bzw. (in Zeiten der Geschlechtergerechtigkeit) ein Suspensorium, du weißt nie was sich darunter verbirgt. Wenn unbedingt Aufstieg, dann müssten wir Rang 1 und 2 anvisieren.

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      Antwort
      • Was an Platz 3 so toll ist? Mehr Punkte und Erfolgserlebnisse als auf Platz 4. Mehr Hoffnung, Stimmung und Vorteile bei der Verpflichtung neuer Spieler als auf Platz 4. Mehr Geld durch Zuschauer-, TV- und Sponsorenerlösen als auf Platz 4. Und vielleicht wie Union im vergangenen Jahr tatsächlich der Aufstieg.

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        Antwort
      • Also so 60 Punkte müssten es schon noch sein, wenn man oben mitspielen will, ob es evtl. für den direkten Aufstieg reichen könnte oder nur für Rang 3, steht ja auf nem anderen Blatt.
        Aber selbst wenn es nur 56 oder 57 Pkt bräuchte, um 3. zu werden, wie in den letzten beiden Spielzeiten, hieße das, dass man in den noch verbleibenden 24 Spielen einen Schnitt von 1,8 Pkt pro Spiel einfahren müsste, bzw. 43 oder 44 Punkte insgesamt.
        Gewinnt man die Hälfte der Spiele, bräuchte man dazu noch 8 Unentschieden und darf nur 4 Mal verlieren…
        Gegen die Top-6 der Tabelle haben wir bislang nur gegen Aue und Hamburg gespielt, jeweils verloren…
        D.h. von den 24 Spielen sind gegen die Top-6 der Tabelle…

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        Antwort
        • Das stimmt, aber darin liegt ja auch eine Chance (theoretisch jedenfalls, wenn der Laden defensiv endlich mal so funktioniert wie bis zum Platzverweis in Aue). Denn dann ist die Chance wenigstens gegeben, den vor dem Club rangierenden Teams noch Punkte abzunehmen.

          Wie gesagt: theoretisch.

          Beim VfB war ich mir sicher, dass er gegen Wiesbaden und Kiel zuhause sechs Punkte einfährt, und damit wäre er schon so gut wie weg. War aber nicht so.

          Der HSV hatte nach der letzten Halbserie 37 Punkte, war so gut wie aufgestiegen. War dann auch nicht so. Was unter Hecking zu 99,99% so nicht wiederholt werden dürfte. Aber die Gewissheiten im Fußball sind nun mal gleich Null.
          Deshalb meinte ich auch, dass beim wirklichen stabilisierten Funktionieren dieser Spieler als defensiv und offensiv kompakte Einheit mit „nur“ normaler Fehlerquote noch Platz 3 drin sein könnte.

          Alles Spekulation. Alles Fußball.

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          Antwort
  • Soviel Tore kann unser Sturm gar nicht schießen als unsere Abwehr an Toren fängt. Jetzt ist auch noch Sörensen, der Einzige, der die Abwehr zusammenhält gesperrt. Bei Mühl und Margreitter habe ich jetzt schon wieder ein ungutes Gefühl. Meine Hoffnung ist, dass Valentini wieder von Anfang an spielt.

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    Antwort
  • Von alledem abgesehen machte mir Lukse ein paar Sorgen. Bei Weitschüssen super, sobal der Ball aber im 16er oder sogar im 5er war, wirkte er unfassbar gehemmt, fast ängstlich. Beim 3:2 hatte ich den Eindruck, dass er den Ball nur anstarrt, wie er da einen halben oder ganzen Meter quer vor Lukse in Richtung des langen Pfostens vorbeihoppelt.

    Ich hoffe, er fängt sich und wird in den kommenden Spielen sichtbar beherzter eingreifen und dem Gegner klarmachen, wer Chef im Ring (vor dem eigenen Tor) ist. Gerade weil der Defensivverbund so wackelig ist.

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    Antwort
    • Ich fand für das erste Spiel nach langer Pause war das jetzt auch nicht so schlecht. Klar ist da noch Raum nach oben, aber das ist mit der gerinegn Spielpraxis auch nicht verwunderlich. Bei Lukse würde ich jetzt nicht gleich unken.

      Das größere Problem ist nach wie vor die defensive Stabilität, ja vor dem Platzverweis hat das diesmal gut ausgesehen, aber da hat uns Aue auch nicht extrem gefordert. Immer wenn der Gegner richtig Druck macht, wenn Spielsituationen entstehen, die flexibles oder schnelles Handeln erfordern, dann hagelt es Fehler.

      Für mich wirkt es so, als würden sich die Spieler, insbesondere nach hinten extrem schwer richtige Entscheidungen zu treffen. Es gibt ja Trainingsformen, die das fördern, ich hoffe das Trainer-Team legt da in der kommenden Zeit den Schwerpunkt drauf.

      Die Sache mit dem Elfer war ein Witz und da erwarte ich von Behrens eine klare Aussage/Ansage. Es ging schlicht darum mit einem blauen Auge aus dem Spiel zu kommen. Geis war bisher sehr sicher bei den Elfern, es gab keinen Grund etas zu ändern.

      Frey verstehe ich schon, dass er das machen will, Stürmer wollen immer die Chance nutzen einen Treffer zu machen, aber Geis und vor allem der Kapitän müssen dann handeln und Frey in die Schranken verweisen. Warum das nicht geschehen ist verstehe ich nicht?

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      Antwort
      • Das ist wirklich unentschuldbar. Kein Thema einen Elfmeter zu verschießen. Kein Thema auch bei einem Spielstand von 3:0 auch einmal einen anderen ranzulassen. Jedoch absolute Frechheit so ein Risiko bei genau diesem Spielstand, dem Verlauf und der letzten Aktion des Spiels bei einem Stammschützen, der bisher ohne Fehl und Tadel war, einzugehen. Da darf ein Behrens gar nichts sagen müssen. Den schwarzen Peter hat Frey.

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        • Wo ist das denn ein Risiko? Er hat sich sicher gefühlt. Man könnte meinen, er hätte mit verbundenen Augen geschossen.
          Man kann auch argumentieren, dass es ein Risiko ist zweimal zu schießen. Denn dann gibt es das Psychospiel „Traut er sich nochmal in die selbe Ecke zu schießen.“
          So hat man einen freien Spieler bei der Ausführung.

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          • Wenn er den Ball richtig trifft, haut ihn der Geis auch 14 mal ins gleiche Eck, egal was der Torhüter macht. Der schießt seine Tore aus +20 Metern ja auch obwohl der Torhüter weiß, wohin der Ball gehen wird…

            Und Frey mag ein super Typ mit einem Schuss wie ein Bulle sein, aber als der Goalgetter schlecht hin hat er sich bisher nicht präsentiert.

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            • Ja genau. Die Elfer bisher waren so hart und platziert, dass sie eigentlich unhaltbar sind. Wen interessiert dann, welche Ecke…. 😉

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            • Vermutlich hat Frey vor dem inneren Auge schon die glänzende Schlagzeile gesehen , daß er mit einem Doppelpack den Punkt in Unterzahl in der 100. Minute rettet. Nur es kam dann anders..
              Aber nach letztem Jahr beschleicht einen so ein Gefühl, sobald er sich ein Club Trikot überstreift, würde sogar Ronaldo den Ball übers Tor hauen.

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        • Also das Risiko, einen Stürmer, der sich gut fühlt und der im Spiel bereits getroffen hat, an den Punkt zu lassen, halte ich doch für recht überschaubar. Hätte man jetzt für diesen Fall Klandt als Schützen eingewechselt.. naja. „Absolute Frechheit“ und „unentschuldbar“ wären in meinen Augen jedenfalls andere Dinge.

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          • Vielleicht lag es auch daran, dass es bereits die 100. Minute war und der Abend lang und kräftezehrend war, somit also die Konzentration im Keller. Oder aber Männel war immer noch so dermassen von der Hotel Schlagzeile gepusht, dass er den Strafstoß gehalten hat. Sowas kann durchaus ungeahnte Energien freisetzen.

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            • So schlecht war der Elfer nicht geschossen. Hart, aber vielleicht nicht platziert genug. Aber Männel war nach diesem Spielverlauf so voll mit Adrenalin, der hätte wahrscheinlich jeden gehalten. Das setzt ungeahnte Kräfte frei.

              Wieder ein Torwart, der gegen uns das Spiel seines Lebens spielt…

              Was haben wir nur an uns, das Torwarte zu sowas bringt?

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              • Es war der überhaupt erste den Männl gehalten hat, hat ein Kollege von mir gesagt, der immer in Aue ist,, manchmal kommt es am Ende dick, wenn man davor nicht für klare Verhältnisse sorgt.

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              • Problem beim Elfer war, dass er halb hoch geschossen war – das sind für Torhüter die am einfachsten zu haltenden Bälle.
                Ich weiß auch nicht, warum so viele immer halb hoch schießen, anstatt ganz flach oder unhaltbar hoch…

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                • Ist für Schützen v.a. subjektiv der (schein)sicherste Weg:
                  Hoch ansetzen: Gefahr, dass er drüber geht (Rücklage, Huckel unterm Ball).
                  Ganz flach ansetzen: Gefahr, dass die Richtung nicht stimmt (Rasen nimmt Einfluss, stabilisierender Effet lässt sich nicht so zuverlässig einsetzen).
                  Flach und hart präzis in Eck wäre theoretisch der anzuratende Weg, ist aber technisch gar nicht so leicht wie es scheint (leicht gerät der Ball dann auch ausversehen halbhoch). An der Stelle nochmal nen kurzen Dank an den Barmbeker Jung von 1990.

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                • Der entscheidende Punkt ist die mentale Komponente und das nach solchen 100 Minuten, der Torwart kann bei dem Duell eigentlich nur gewinnen, weil der Druck beim Schützen liegt als gefühlte 99% Torchance. Ich habe mir den Elfmeter nochmal angesehen, schlecht geschossen war er nicht, da war sogar Schmackes dahinter. Ich glaube in dem Fall muss man einfach auch mal anerkennen, daß er super gehalten war oder Männel auf die richtige Eck spekuliert hat. Er war wirklich superschnell in der Ecke, also ich meine auf die Schuss Ecke hatte er spekuliert.

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  • Für mich war der Knackpunkt des Spiels klar die unnötige Rote Karte. Lieber ein Tor kassieren als ein Tor + Unterzahl. Für mich der Unerfahrenheit geschuldet ähnlich wie letzte Saison bei Rheim. Unnötig.
    Der verschossene Elfmeter war nicht der Knackpunkt, sondern das bittere Ende des Chaos, das seit dem Platzverweis entstand logischerweise, weil sich damit ja Plan, Taktik, Grundordnungen zwangsläufig über den Haufen geworfen werden und verändern. Bis zum Platzverweis ist man sehr souverän aufgetreten und solange war von Aue nicht viel zu sehen.

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  • Jedenfalls sehr freundlich, dass Bielefeld und der HSV sich auf eine Punkteteilung geeinigt hatten.

    Jetzt ist es an der Zeit, mit schöner Regelmäßigkeit endlich mal Dreier einzufahren. Vielleicht mal mit Medeiros statt Dovedan, der seit zu vielen Spielen seine Anlagen nicht mehr so richtig auf den Platz bringt (falsche Position?).

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    • Ich neige dazu, der Einschätzung von Dovedan zuzustimmen. Als hängende Spitze hinter Frey find ich ihn deutlich besser aufgehoben als auf dem Flügel, weil weder ausgesprochen schnell noch besonders flankenstark ist. Grad im 4-1-4-1 wäre mMn Medeiros durchaus eine Alternative.

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      • Dann schauen wir mal, ob sich der Trainerstab hier Inspirationen holt und die Spieler auf den Positionen einsetzt, auf denen sie ihre Stärken zeigen können.
        Man könnte es evtl. auch mal mit einem 4-4-2 versuchen, in dem Dovedan als Spitze einer Mittelfeldraute agiert, aber das wird wohl eher nicht passieren.

        Der Jahn wird hinten zwei Reihen dicht stellen, vorne ist er leider – so konnte man das in den letzten Partien immer wieder beobachten – brutal effektiv. Da genügen drei Chancen für zwei Tore. Und drei Chancen bekommt momentan so ziemlich jeder Gegner gegen den Club, es sei denn, man bekommt auch ohne Sörensen die Stabilität von Aue 1-60 Min. hin.

        Medeiros als Eins-gegen-Eins-Spieler und mit relativer Passsicherheit ist gegen Raumverdichter für mich auf jeden Fall außen die bessere Option.

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        • Da muss man dann auch mal die Frage stellen, was mit Medeiros los ist? Der ja durchaus auch als Königstransfer durchgehen muss angesichts der happigen Ablöse und Vorschusslorbeeren.

          Aktuell scheint er aber nicht mal eine Option zu sein, wenn man sich über Hacks konditionelle Verfassung öffentlich Gedanken macht und Dovedan schon seit mehreren Spielen positionsfremd keine gute Figur abgibt.

          Was macht man eigentlich, wenn Schleusener auch wieder fit ist? Dann hat man ja noch mehr Gedränge im Zentrum. Klar, der kann auch über Außen kommen, wie Dovedan halt auch, aber am stärksten ist der dort sicherlich nicht. Aber an Frey dürfte kaum zu rütteln sein.

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          • Tja, scheint das Gleiche Problem wie beim Portugiesen vom letzten Jahr, eventuell watscht der ja auch noch Jemand und läuft in den letzten Spielen zur Topform auf.Ich fand es schon während der Transferperiode etwas seltsam was für vorne so alles eingekauft wurde und hatte schon die Hoffnung mit drei Mittelstürmern zu spielen-und dann kam auch noch Frey.Ein quasi all you can get.Genauso wie hinten ein Jäger Erras und Petrak eigentlich überflüssig macht oder halt ein Erras einen Jäger oder Petrak.Oder Behrens dann von den Rochaden betroffen ist.Das geht ja auf eineigen Positionen über das zweifach bestzt sein hinaus, auf anderen Positionen denkt man sich dafür hoffentlich passiert da nix, sonst sieht es eher dürftig aus.Spielen dann von den kandidaten doch mehrer parallel, dann selten auf ihrer Stammposition.schwierig

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          • Eine Frage der Stabilität, aktuell können eigentlich nur 3 aus Hack/Dovedan/Frey/Medeiros spielen, egal in welcher Zusammensetzung.

            Warum allerdings immer Kerk eingewechselt wird und nicht Medeiros, könnte uns aber vermutlich nicht mal Kerk selbst erklären.

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            • Vielleicht weiß er ja ein dunkles Geheimnis vom Trainer!
              Habe ich zumindest bei Edgar Salli immer vermutet 🙂

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              • Jeder Trainer hat das Recht seinen Edgar Salli zu haben!😂Hat nicht jeder Verein seinen Edgar Salli-so zu sagen der Spieler auf dem der ganze Brass abgeladen wird, der aber eigentlich nur ein bedauernswertes Synonym für „ irgendwie läuft es nicht“ ist

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  • Was mir etwas Sorgen macht der nächste Gegner Regensburg ist kein Hannover sondern eher ein Aue oder Sandhausen vom Spielstil her.

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