No jokes with names – Keller neuer Cheftrainer beim FCN

Jens Keller löst laut Medienberichten Damir Canadi als Cheftrainer des 1. FC Nürnberg ab.

Die offizielle Bestätigung erfolgte erst am späten Nachmittag, doch Sky und BILD berichteten bereits am Mittag übereinstimmend: Die Verpflichtung des 48-Jährigen wurde in einer Abstimmung im Aufsichtsrat in der Nacht zum Dienstag genehmigt. Für den Profi bei Stuttgart, 1860 München, Wolfsburg, Köln und Eintracht Frankfurt ist der Club die dritte Station in der Zweiten Bundesliga. Zuvor trainierte Keller bereits Union Berlin (50 Spiele, Bilanz: 25-11-14) und den 1. FC Ingolstadt (12 Spiele, Bilanz: 3-2-7) im Unterhaus. Die Oberbayern hatte Keller im Dezember 2018 auf Rang 18 liegend übernommen und war nach dem 27. Spieltag nach fünf Niederlagen in Folge wieder entlassen worden. Gerade die Parallele, dass Keller einen strauchelnden ambitionierten Zweitligisten übernehmen und aus dem Tabellenkeller führen sollte, daran aber scheiterte, dürfte für einige Bedenken sorgen.

Gliechzeitig gilt natürlich auch, dass Keller bei Union eine Saison auf Platz Vier beendete und 2017/18 auf demselben Platz liegend nach 16 Spieltagen entlassen wurde. Der Grund für die Entlassung wurde offiziell mit den Worten „ein harter Schnitt, den wir vollziehen, weil wir ihn für notwendig halten. Mit unserer Spielweise und den Ergebnissen der letzten Wochen werden wir nicht den Ansprüchen gerecht, die wir klar formuliert und mit der Gestaltung des Kaders im Sommer deutlich untermauert haben“, kommuniziert. Gerüchte über Gründe jenseits des Platzes hielten sich allerdings hartnäckig.

Vor Union und Ingolstadt war Keller zwischen Januar 2013 und Oktober 2014 für den FC Schalke 04 verantwortlich. Er übernahm zur Winterpause die auf Platz sieben liegenden Königsblauen von Huub Stevens. In der Bundesliga beendeten die Gelsenkirchener die Saison 2012/13 auf Platz vier und die darauffolgende Saison 2013/14 auf Platz drei. 2013/14 überstanden die Königsblauen darüber hinaus die Champions League Gruppenphase mit Chelsea, Basel und Steaua Bukarest, ehe sie im Achtelfinale deutlich an Real Madrid scheiterten. Nach etwas holprigen Start in die Saison 2014/15 wurde Keller auf Platz 11 liegend nach nur zwei Siegen aus den ersten zehn Pflichtspielen entlassen. Seine erste Station als Profitrainer hatte Keller beim VfB Stuttgart, wo er zwischen Oktober und Dezember 2010 für neun Spiele (Bilanz: 2-3-4) nach der Entlassung von Christian Gross übernahm. Keller wurde Trainer, als der VfB auf Platz 18 stand, als er ging, war der VfB 17. Nach seiner Demission übernahm Bruno Labbadia und führte den VfB zum Klassenerhalt.

Taktisch ziehen sich bei Keller einige Dinge durch. Auf Schalke stand er unter Kritik stand, zu reaktiv und passiv spielen zu lassen und immer dann, wenn das Spiel aktiv gestaltet wurde, zu offen zu stehen, auch weil das eigene Gegenpressing nicht recht funktionierte. In Berlin analysierte „Textilvergehen“ Kellers Spielweise nach dessen Entlassung wie folgt: „Denn in der Mitteilung von Union werden zwar einerseits die vergangenen “Ergebnisse” genannt, aber auch die “Spielweise”. Damit kann einerseits die permanente Anfälligkeit für Gegentore gemeint sein. Oder etwas tiefer die prinzipielle Spielweise unter Keller mit Gegenpressing, hoch aufgerückten Außenverteidigern, Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte. Kurz mit der Suche nach Umschaltmomenten, die mit klug gespielten langen Bällen über die Außenbahn aber auch viel Raum für den Gegner ließen. Ein Ballbesitzspiel, dass die Kaderqualität auf jeden Fall in der Zweiten Liga hergibt, hat Keller nie favorisiert.“

Auch „Spielverlagerung“ kritisierte Kellers Ballbesitzspiel in Berlin: „Weil Unions Angriffsspiel auf Vertikalität und Schnellangriffe ausgerichtet ist, fehlen stabile Mechanismen im eigenen Ballbesitzspiel, mit denen man sich auch gegen tiefer stehende Gegner in zentrale offensive Räume kombinieren könnte. Weil Union keinen durch enge Staffelungen abgesicherten Ballbesitz in diesen Zonen hat, ereignen sich auch keine produktiven Ballverluste die Gegenpressingsituation mit wertvollen Ballgewinnen auslösen könnten.“ Das Setzen von Robert Palikuca auf Trainer, die eher auf schnelles Umschalten als auf Ballbesitz setzen, wird also auch mit Jens Keller fortgesetzt. Ebenso kommt mit Keller ein Trainer, der gerne im 4-3-3/4-1-4-1 spielen lässt, das die Mannschaft zu favorisieren scheint, auch wenn er in dieser Hinsicht kein Dogmatiker ist.

Jens Keller ist also ein Trainer, der durchaus Erfolge vorzuweisen hat, gleichzeitig kommt er mit der Bürde des Misserfolgs in Ingolstadt und einem taktischen Konzept, das die Mannschaft unter Canadi bisher nicht so recht angenommen hat. Hierbei ist natürlich anzunehmen, dass Keller seine Idee anpasst, auch in seinen anderen Stationen schaffte er es meist, die individuellen Stärken der Spieler innerhalb des spielerischen Rahmens hervorzuheben. Es bleibt für den 1. FC Nürnberg zu hoffen, dass ihm das auch am Valznerweiher gelingt und dass Kellers Mission nicht ähnlich desaströs wie 100 Kilometer südlich endet.

122 Gedanken zu „No jokes with names – Keller neuer Cheftrainer beim FCN

  • Ich hatte gehofft, wir bekommen nen Trainer der mehr über Ballbesitzspiel kommt und erstmal für defensive Stabilität sorgt. Bei Keller liest sich das ja als das genaue Gegenteil und die extremen Parallelen zu Ingolstadt machen mir Angst. Puhhh…

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    • Sollte er sich da rückblickend was vorzuwerfen haben: aus Fehlern, die man selber gemacht hat, lässt sich theoretisch am besten lernen. Seine Ingolstädter Erfahrungen könnte man demnach sogar als potentiellen Vorteil sehen..

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      • Endlich ein super Trainer für den Club, ich denke Mal dass wir mit ihm wieder oben mitspielen werden, ich halte sehr viel von ihm.
        Misserfolge kann man überall Mal haben.
        Meiner Meinung nach neben : Hans Meyer, Dieter Hecking, Felix Magath in den letzten 15 Jahren einer der besten Trainer für den Club.

        Ich bin begeistert von der Verpflichtung.

        Ich hoffe dass er auch bei Transfers Mitspracherecht beginnt und das es endlich aufhört das der Club namenslose Spieler kauft, wer nicht investiert der landet wohl oder übel in Liga 3.

        Man kann auch vernünftige Spieler günstig ausleihen, nur kommt der Club nie auf solche Ideen

        Das ist traurig

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  • Keller wird ja wohl hoffentlich klug genug sein, die Länderspielpause dafür zu nutzen, sich erst einmal ein umfassendes Bild der Spieler und der internen Mannschaftsdynamik zu machen, anstatt auf den Platz zu gehen und stumpf sein Offensivsystem zu lehren.

    Dass Palikuca konsequent bleibt, was die mittelfristige Spielorientierung des 1. FC Nürnberg betrifft, sehe ich als eher positiv an. Sein Ziel war es von Anfang an, den Club attraktiver spielen zu lassen, um über die (natürlich erfolgreiche) Attraktivität der Spielweise weitere Zuschauer/Fans und Sponsoren für den Verein zu gewinnen, um handlungsfähiger und damit konkurrenzfähiger zu werden.

    Deshalb – trotz aller begründeten Vorbehalte – sage ich:
    Herzlich Willkommen beim Club, Jens Keller!
    Auf dass Sie wieder an stabile Schalke-Zeiten anzuknüpfen un der Lage sein werden!

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    • Dass Palikuca konsequent bleibt, was die mittelfristige Spielorientierung des 1. FC Nürnberg betrifft, sehe ich als eher positiv an. Sein Ziel war es von Anfang an, den Club attraktiver spielen zu lassen, um über die (natürlich erfolgreiche) Attraktivität der Spielweise weitere Zuschauer/Fans und Sponsoren für den Verein zu gewinnen, um handlungsfähiger und damit konkurrenzfähiger zu werden.

      Ist das so? Ist die Idee des hoch stehen, mit Gegenpressing „Spielerisch attraktiv“?

      Ich bin da nicht ganz sicher. Sehe aber zwei Probleme, in Liga 2 stellen sich (noch) einige gegner hinten rein, da kann ich keinen Vorteil erkennen, wenn man Gegenpressing spielen will. Und in Liga 1 sehe ich bei unserem Kader schon große Probleme, wenn man auch da hoch stehen will, die Außenbahnspieler so weit aufrücken. Wir schaffen es schon in Liga 2 nicht, dann gefährliche Konter zu vermeiden. Ob das eine Klasse höher klappt?

      Die Aussagen in Florians Artikel zu Keller bei Union machen mich etwas skeptisch, irgendwie hatte ich ihn dort (von außen betrachtet) besser in Erinnerung. Ob die Entscheidung nach der letzten Saison in Ingolstadt sinnvoll ist, lasse ich mal dahingestellt.

      Eines ist für mich klar, wenn Keller nicht funktioniert, dann war es das für Palikuca, dann wird jeder schreiben, dass die Entwicklung nach den Erfahrungen in Ingolstadt vorherzusehen waren. Bin gespannt.

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      • In der momentanen Situation noch auf die Idee zu kommen, das Spielsystem hinsichtlich der Funktionalität in Liga Eins zu bewerten, finde ich bemerkenswert optimistisch.

        Also ich finde es zumindest erstrebenswert, so zu spielen:

        Die Wege zum gegnerischen Tor sind bedeutend kürzer, wenn man das Gegenpressing klug und mit einer im Saft (!) stehenden Mannschaft konzentriert machen kann.
        Auch tiefstehende Mannschaften wollen mal Tore schießen, wozu sie bekanntermaßen dringend das Spielgerät benötigen, das man ihnen dann ja durchaus auch in der Nähe ihres eigenen Strafraums abjagen könnte.

        Und dass man auch variabel spielen, sich als Mannschaft in eine geordnete Defensive zurückfallen lassen und auf Konter gehen kann, ist ein Faktum, das man am Valze auch mal aus der Tabuzone befreien kann.

        Aber das ist alles wahrscheinlich Schnee von übermorgen.

        Es wäre klasse, wenn Keller Zugang zu den Spielern bekommt und es ihm gelingt, in dieser Spielzeit eine Mannschaft zu formen, die Bock hat, die griffig und giftig ist und bei der jeder Spieler in jeder Situation weiß, was er zu tun hat.
        Allein das wird schwierig genug – egal ob Keller, Magath, Labbadia oder Anfang.

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      • Wenn das mit Keller in Liga 2 und 1 nicht klappt, dann haben wir immer noch Liga 3.
        Ich sehe wenig rot aber sehr sehr viel schwarz.

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  • Lies sich nicht so als wärst du begeistert über die Verpflichtung. Mir macht der Artikel nicht gerade Mut. Wobei ich es schon krass fande wie Keller bei Schalke immer wieder in der Kritik stand, obwohl er Platz 3 und 4 erreicht hat. Wünsche ihm bei uns auf alle Fälle viel Erfolg. Vielleicht dreht er ja an den richtigen Stellschrauben um 1-2% mehr rauszuholen.

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  • Finde Jens Keller nicht schlecht, aber wenn ich sehe wie der beschriebene Wille der in der Mannschaft fehlt trotz Marek Mintal komplett an der Mannschaft abgeprallt ist, ob Jens Keller das in den Griff bekommt, man darf auch nicht vergessen seine letzte Station war Ingolstadt (die bekanntlich abgestiegen sind), da wurden es bis zu seiner Entlassung 12 ganze Spiele und ein Punkteschnitt von 0,92 Pro Spiel.
    Meine besten Wünsche hat er, als Typ finde ich ihn gut.

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  • Hmm…..der Artikel macht ja nicht gerade Hoffnung.

    Ich bin trotzdem erleichtert. Keller war nach Dirk Schuster für mich schon vor der Saison der Wunschtrainer. Weil er Erfahrung mit Ab- und Aufstiegskampf, 1. Und 2. Liga hat und er meiner Meinung nach eben nicht stur nur ein System spielen lässt. Finde ich besser als Anfang.

    Er steht vor einer Herkulesaufgabe. Die hatte er in Ingolstadt auch und ist gescheitert. Aber die Situation ist ähnlich, er hat wahrscheinlich seine Schlüsse aus dieser Zeit gezogen. Als Typ finde ich Keller gut. Insgesamt wahrscheinlich der Beste, den wir in unserer Situation überhaupt kriegen konnten. Möge das Glück ihm hold sein, er wird Einiges davon benötigen.

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    • Ganz ehrlich, es kommt wahrscheinlich noch ne intensivere Auseinandersetzung mit Keller, die jetzt auch durchaus die Stärken betont. Ich hab ganz gezielt nach Dingen gesucht, die grad beim Club nicht gut laufen und wie er damit umging. Deshalb diese Zitate.

      Ich bin ganz persönlich aus vielen Gründen skeptisch, aber das muss nichts heißen.

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  • Der Name des neuen Trainers passt ja schon mal zur derzeitigen Tabellensituation.Meine Erinnerung an seine Unionzeit ist jetzt nicht so negativ wie in dem Zitat aus dem Blog textilvergehen skizziert.Im entscheidenenden Spielen hat sie eigentlich nur der Mut verlassen um über Platz vier zu kommen, ansonsten gab es da auch sehr gut anzusehende Phasen.

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  • Nachdem ich aufgrund der „Vorschusslorbeeren“ sowohl gegenüber Anfang als auch den Meyer-Brüdern recht skeptisch geworden bin, ist die Keller-Verpflichtung geradezu eine Erleichterung. Nachdem Herrlich und Labbadia wohl nicht unsere Kragenweite sind und andere Optionen unter Vertrag stehen, dürfte Keller derzeit die bestmögliche Variante sein. Vor allem ist er kein Underdog-Trainer, sondern kann auch mit einer gut besetzten Mannschaft arbeiten (vgl. Union Berlin).

    Ich bin zufrieden.

    Viel Erfolg!

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    • laut dem Artikel mit deb vier Buchstaben stiegen die Chancen von Keller erst nachdem Anfang neue Forderungen gestellt hat nach dem Bielefeldspiel-wenn das deine Erleichterung verstärkt.

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      • Das zeigt aber auch, warum es gut ist, dass es kein neuer Anfang, sondern „aus dem Keller mit Keller“ geworden ist.

        Jemand, der es wirklich will, stellt keine Nachforderungen.

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        • Wir kennen ja die Nachforderungen nicht, muss ja nicht persönlicher Lohn sein, kann ja auch personelle Nachrüstung sein.

          Vielleicht sieht Anfang die Situation schlicht realistischer, bzw. ist noch nicht so unter Druck wie Keller einen Job unbedingt annehmen zu müssen. Insofern kann ich die Aussage, wer wirklich will stellt keine Nachforderungen nicht teilen.

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          • Bestimmt nicht, sonst müssten wir ja Jonny Depp als Trainer verpflichten.

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  • Meine Kölner Quelle schreibt mir gerade er wohnt in seinem Golfclub (West Golf) in Köln direkt neben Bahn 13 🙂 Na hoffentlich keine Unglückszahl, er wird ja zumindest vorübergehend umziehen müssen…

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    • .nee, GC Schloss Auel.. neben Bahn 13. Vielleicht ist es ja auch eine Glückszahl, das könnten wir mal wieder brauchen. Was ist Spielglück aus FCN Sicht? …

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  • Jetzt haben wir zwei Knurrer in der sportlichen Leitung. Das passt von der Mentalität schon mal. Oder auch nicht…wer weiss es schon…

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  • Der beste Trainer den wir unter den gegebenen Umständen bekommen konnten. In Hannover ist Meyer aus Aue an erster Stelle gesetzt. Na dann viel Spaß mit Kind.

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  • Das schwierige ist wir kennen genau genommen nichtmal die eigene Mannschaft, die schon verschiedenste Gesichter gezeigt hat, da sind so viele Fragezeichen, wie sollte man dann einschätzen ob der Trainer dazu paßt.

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  • Ich halte Keller für eine brauchbare Lösung, hätte mich über Anfang aber mehr gefreut. Nicht unbedingt kurzfristig, weil Anfangs Teams nie für defensive Stabilität bekannt waren, aber weil man in meinem Augen trotzdem mit seiner Art Fußball zu spielen die besten Chancen hat in die Bundesliga aufzusteigen – Klassenerhalt wäre dann wieder ein völlig anderes Thema.

    Bei Keller schwingt bei all seinen Stationen so ein „gut, aber nicht gut genug“ mit. Der ging, abgesehen von Ingolstadt, nie am absoluten Tiefpunkt, sondern immer weil man den Zielen halt stetig hinterherhinkte.

    Ich stehe ihm offen gegenüber und lasse mich gerne eines besseren belehren, aber in Hinsicht auf die nächste Saison, habe ich etwas Bauchweh.

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  • Es ist auch gut von und für Palikuca, dass er diesmal keinen Buddy geholt, sondern wohl unvoreingenommen gewählt hat. Die Meyers würden ihm, wenn es nicht klappt, auf die Füße fallen…

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  • Kennt Ihr das auch? Ein Kunde will völligen Blödsinn haben, den man nicht machen will und der auch unmöglich zum Umsetzen ist, weil z.b. die Zeit viel zu knapp ist. Da gibt man dann ganz elegant ein superüberteuertes Angebot ab und redet das ihm dann aus bzw. muss ihm nicht absagen und bleibt damit allgemein im Rennen. So machen das z.B. Baufirmen mit der öffentlichen Hand, aber auch im Projektgeschäft ist das gang und gäbe.

    Stellt Euch vor, der Kunde ist der Club und der Anbieter heisst Markus Anfang.

    Na, klingelts?

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  • Florian: „Jens Keller ist also ein Trainer, der durchaus Erfolge vorzuweisen hat, gleichzeitig kommt er mit […] einem taktischen Konzept, das die Mannschaft unter Canadi bisher nicht so recht angenommen hat.“

    Ich finde es aber gut und hilfreich, dass ein Trainer kommt, der auf der Vorarbeit Canadis aufbauen kann und nicht wieder alles über den Haufen wirft. Vielleicht schafft es Keller, das Konzept etwas griffiger zu vermitteln. Auch der eher reaktive Ansatz hilft uns, da haben wir unser bestes Spiel abgeliefert…

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    • Ob uns der reaktive Ansatz hilft, beantworten die Gegner. Und deren Spielfreude hält sich, nach allem was ich in dieser Saison gesehen habe, in Grenzen.

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      • Ja, schaun mer mal…

        Selbst der passivste Gegner muss irgendwann den Ball nehmen, wenn er ein Tor schießen will :mrgreen:

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      • Nunja, wenn beide nicht spielen, spielen beide nicht. Wenn ein Team dann Muffensausen kriegt und sich ins Risiko zwingen lässt, ist das halt so. In der aktuellen Verfassung sehe ich den Club da nicht mehr in der Verantwortung, dieses Team zu sein ;).

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        • Das Problem bei uns ist aktuell ja dies, der Gegner kann sicher sein, dass sich irgendwann eine einfache Chance ergibt ein Tor zu machen, es ist also gar nicht nötig selbst viel zu machen. Dann kommt bei uns ein haarsträubender individueller Fehler und es rappelt.

          Und hat der Gegner mal das erste Tor gemacht bricht die Abwehr endgültig auseinander.

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      • Selbst der passivste Gegner muss irgendwann den Ball nehmen, wenn er ein Tor schießen will

        Lieber nicht. ( Minute 10-15 im Kopf im letzten S.)

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  • Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff. Das wird schon aber auf jeden Fall nicht langweilig

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  • Nachdem ich bei den Lästerern war als Keller in Berlin entlassen wurde muß ich im Gegenzug jetzt zufrieden sein. Keller konnte II. Liga, Keller konnte Traditionsverein, warum sollte es nicht klappen?

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    • Aber für unser Übergangsjahr in die 3. Liga ist er dann nicht mehr der Richtige. Also wieder keine langfristige Lösung a la Alex Ferguson.
      Immerhin glaube ich mich daran erinnern zu können, das er wohl selbst Kraftsport betreibt. Da waren immer ganz schöne Muckis unter seinen Pullovern zu erkennen.
      Das würde unserer Mannschaft gut tun.

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  • Ich bin eher skeptisch – begründet durch die doch merkwürdige Entlassung in Berlin (außersportliche Gründe?) und das kolossale Scheitern in Ingolstadt.
    Mein Favorit wäre Beierlorzener gewesen. Ich hätte versucht, Ihn doch noch zu überzeugen.

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      • Der einzige den ich regelmäßig sehe ist Andy Köpke und Sigi Schneider, weil man Sohn in deren Club trainiert.

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  • Ich hab eigentlich gehofft, dass es endlich mal der Felix wird. Bei Jens Keller kann man schwer einschätzen, was zu erwarten ist. Kann aufwärts gehen, was ich wirklich hoffe. Kann aber auch daneben gehen wie schon Ingolstadt erlebt hat. Hoffen wir mal das beste, was anderes bleibt uns ja nicht übrig.

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    • So wie ich die Mannschaft einschätze geht der Schuß nach hinten los. Die Truppe hat ein gewaltiges mentales Problem. Ein Felix Magath wäre der Lösung des Problems näher gekommen.

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      • Vielleicht werden ja auch wieder mal ein paar aussortiert, die sich als nicht teamfähig und lernbereit erweisen. Dafür ist der Kader immerhin groß genug.

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    • Felix Magath ist kein Heilsbringer nur weil er früher mal Erfolge mit Mannschaften gefeiert und den Club schon aus dem Tabellenkeller zum Aufstieg geführt hat. Bei Schalke hat er sich als Alleinherrscher doch ziemlich vertan und ein Chaos hinterlassen. Gebt Keller doch erst mal ein bißchen Zeit, der weiss schon worauf es ankommt. Seine Vita ist so schlecht auch nicht.

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      • Dass Felix Magath im Jahr 2019 immer wieder ins Gespräch gebracht wird, da fehlen mir die Worte…
        Auf den letzten Stationen kann man sein (Nach-)Wirken mit „verbrannte Erde“ wohl am besten zusammenfassen.

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        • Es gibt unter den Fußballfans leidenschaftliche Sadisten, die glauben, wenn man die Spieler nur genug quält, dann würden sie Leistung bringen. Irgendwie eine komische Vorstellung, ob die das gleiche auch von ihrem Chef fordern?

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        • @SC Ramjet. Mir fehlen eher die Worte für die Leistungen der Mannschaft in der letzten und in der jetzigen Saison unter Trainern wie Köllner, Schommers und Canadi. Was Magath vorzuweisen hat davon können diese drei nur träumen. Verbrannte Erde haben diese drei mehr als genug hinterlassen.

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          • Ich denke auch Wille Einsatz sind sehr wichtig, aber mindestens genauso wichtig bei einem Trainer sind heutzutage Psychologie, Taktik und Spielsystem und vor allem wie der Trainer ein solches der Mannschaft vermitteln und lernen kann im Training. Und da sehe ich Magath nicht als einen der modernen Trainer aktuell. Also ihn sähe ich bei allen Defiziten, die wir haben, trotzdem nicht als Lösung auf all diese Probleme. Da sehe ich schon mehr Fingerspitzengefühl bei Jens Keller, der verpflichtet wurde.
            Aber ich glaube er steht vor einer wirklichen Herausforderung, eine Mannschaft die sich nun auch schon einige Monate kennt und immer noch nicht gefunden hat, auch als Mannschaft hinzubekommen. Das wird vielleicht die schwierigste Aufgabe seiner Trainerkarriere, die Ursachen dafür zu finden und anzustellen bei uns. Glück auf Jens!

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  • So, und weil der Club den Kellers Jens geholt hat ist der Herrmanns Peter stinkesauer zur Alemannia aus Aachen zurück und wollte natürlich nie was anderes.
    😉

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    • Naja, der Alemania ist es auch zu gönnen. Zudem kann er von seinem Wohnort Leverkusen mit dem Regionalexpress zur Arbeit fahren, nach Nürnberg hätte er den ICE nehmen müssen…
      Ich hätte ihn mit seiner großen Erfahrung und seinem vielfätigen Know How bereits zu Saisonbeginn sehr gerne wieder bei uns gesehen. Aber für Leute seines Formats ist der Club vielleicht wirklich nicht mehr die attraktivste Adresse.

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      • Herrman hat doch nun oft genug betont daß er in der Nähe seiner Familie und seiner Enkel sein will. Gerade jetzt auch in dem Alter. Ich glaube nicht daß er noch eine stotternde Drama Queen fern der Heimat braucht.

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  • Besides man sieht, daß Niklas Stark ein richtiges Club Gewächs ist, die DNA hat er auf jeden Fall das kann man nicht leugnen, im letzten Länderspiel reißt er sich beim aufs Klo gehen im Hotel das Schienbein auf, dieses mal bei der nächsten Nominierung kommt er schon mit zwei blauen Augen und gebrochener Nase zur Nationalmannschaft an. Muss erst gar nicht gegen den Tisch rennen. FCN DNA auch mit Talent geht schief, was schief gehen kann. Expect the unexpected

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  • Irgendwie beunruhigt mich diese Trainerverpflichtung. Ich hoffe mal, ich irre mich.
    Und wünsche ihm gutes Gelingen.
    Und ich hoffe, die Aussage von Florian, daß Keller die Mannschaft ähnlich trainieren soll wie Canadi es nicht konnte, heißt, daß Palikuca die Mannschaft planvoll zusammengestellt hat, schon sinnvolle Ergänzungen für den Winter im Kopf hat und der Zweijahresplan damit zum Erfolg geführt wird in dem Sinn Aufstieg aus Liga 2 in Liga 1 in der nächsten Saison.

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  • Von der Spielidee her bin ich nicht so begeistert von ihm, von der Erfahrung aber sehr wohl.

    Ich denke, es kommt in der aktuellenSituation vor allem auf die zwischenmenschlichen Skills an. Canadi hat wohl einen ziemlichen Scherbenhaufen In der Kabine hinterlassen. Obwohl man das von außen nur sehr schwer einschätzen kann, traue ich es Keller zu, diese internen Probleme mit seiner Souveränität, Erfahrung und Ruhe zu lösen.

    Da hätten junge „Motivationstrainer“ glaube ich eher Probleme.

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  • Sicher keine Jubel-Personalie, aber eine sinnvoll wirkende Entscheidung. Jeder Neue soll seine Chance haben – und uns unsere Chance zurückbringen!

    In diesem Sinn: Willkommen, JK, gutes Gelingen, das richtige Händchen, ein offenes Ohr für Spieler und Fans und viel Erfolg für unseren Club! In den ausstehenden 21 Spielen kann noch viel passieren, auch viel Positives.

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  • Ich glaube die Trainerverpflichtung macht dann am meisten Sinn, wenn sich Trainer und Mannschaft richtig ein norden, daß es nicht um möglichst weit oben ranarbeiten geht primär, sondern als Basis Abstiegskampf annehmen, ich glaube umso länger man das verdrängt umso gefährlicher wird es und sicher nicht der erste Bundesligist, der weiter nach unten durchgereicht wird. Die Mannschaften, die noch hinter uns stehen sind keine schlechten, gegen Bochum aus der Sicht war das schon ein 6 Punktespiel gegen den Abstieg haben wir jüngst erst erschreckend schwach verloren. Auf der Basis nämlich einen weiteren Abstieg zu vermeiden sollte die Herangehensweise sein, dann kann es vielleicht klappen.
    Es kommen jetzt Fürth und Stuttgart auf uns zu die Torhüterfrage ist auch noch in der Schwebe, es bleibt sehr schwierig.

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  • In Anbetracht der aktuellen Situation verstehe ich nicht, warum die Mannschaft nach zwei freien Tagen heute schon wieder ein Training „geschenkt“ bekommt. Das Vormittagstraining entfällt ersatzlos. Da ist die Pressekonferenz anscheinend wichtiger.

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        • Sagte nicht Reich-Ranitzki auch einmal:
          „Wer ist dieser Zenger überhaupt? Was macht denn dieser Schreiberling mit der deutschen Sprache?“
          😛

          Der arme Keller, kann gegen Fürth nur verlieren. Oder?

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          • Ach, beim Derby sind doch eher die Spieler im Fokus des Interesses-Derbyversager bezieht sich doch in erster Linie auf die Spieler-wäre das Derby noch Canadis letzte Chance, dann würde deine Aussage wohl eher zutreffen.

            Da es bei uns keinen Präsidenten gibt, kann der ihm auch nicht gefährlich werden.

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          • Ich sehe es eher so, dass er nur gewinnen kann. Angesichts des Zustands der Mannschaft wird man es ihm eher verzeihen, wenn es nichts wird (weil man es auch nicht ernsthaft erwarten kann), als wenn er stabil durch die Saison geht und dann im Derby scheitert. Entscheidend ist, dass man den Willen und eine Verbesserung wahrnimmt.

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          • Verstehe die Frage nicht. Fürth in der ersten Halbzeit drückend überlegen, danach ob der eigenen Übermacht müder werdend und Geis in der 92. das 0:1 mit irgendeinem Körperteil. Dann hat Keller bis 29.Jänner Kredit, Ruhe und Zeit.
            Anschließend führt man ihn hier als Fußballgott.

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            • Hm, mal probieren: „Jä-häns-Kel-ler-Fuß-ball-gott!“ Naja.. schwierig mit diesen einsilbigen Vornamen.. bei Manchen ginge immerhin allein der Nachname.. nicht wahr 🙂

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              • Allgemein ist Keller in Franken ein eher postitiv beleumundetes Wort. Dann werden wir in der Restsaison also das Beste holen, was der Keller zu bieten hat und wir gehen im Sommer gerne mit dem Jens auf den Keller.
                Ich sehe rosige Zeiten!

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                • Vielleicht klappt es ja dann mit dem Keller in Köln auch wieder besser…

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  • Schon mal der erste Keller-Fehler in der Pressekonferenz:
    Angeblich wäre Ingolstadt letztes Jahr mit Video-Beweis weiter oben gestanden. Die „wahre Tabelle“ sah Ingolstadt aber auf 17. statt 16.

    O.k., Herr Keller, ich hör ja auf, ich „soll ja nicht immer nur das Negative“ aufzeigen.

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  • Ich komme gegen die Realität meistens nicht an, der Junge ist gegen Kritik außen vor, er kann für die Situation nichts, aber die Torhüter sind fast alle schwer verletzt, sogar Lukse das klingt noch am harmlosesten, aber ein Muskelfasseriß dauert auch lange und bist er dann wieder Wettkampfhärte hat, ist das Jahr sicher gelaufen. Torwart ist für mich eine ganz entscheidende Position zumal bei unserer wackelige Defensive ( auf die ich überigens richtig sauer bin, weil sie den Jungen so im Regen stehen gelassen haben) , ich erwarte mir ehrlich gesagt erstmal keinen großen Turnaround, außer man findet einen „vereinslosen“ Torhüter derei ne richtige Granate ist, da hält sich die Hoffnung aber auch in Grenzen. Ansonsten denke ich paßt Jens Keller grundsätzlich gut nach Nürnberg. Aber bis Weihnachten das wird extrem hart.

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  • Wir kommen wieda, aa aus der 3. Lichaa! FCN FCN FCN!
    Ist mir gerade so als Schlachtruf eingefallen.
    Könnte Zukunft haben.

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    • Da ist er wieder, der knurrige pessimistische Franke. Kein Wunder, dass bei solchen Vibrations die um den FCN rumschwirren, solch seltsame Dinge passieren. Die Kraft der Gedanken sollte man nicht unterschätzen.

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  • Anfang wäre mir lieber gewesen, aber mehr als mein Gefühl und die Tatsache, dass Anfang eigentlich bisher noch nie richtig gescheitert ist, steckt da auch nicht an Substanz dahinter. Keller kann ich in jedem Fall nachvollziehen. Er kennt und kann die 2.Liga. Gescheitert sind auch schon andere (große) Namen. Insofern scheint das Risiko kalkulierbarer als bei einem „neuen“ Trainer aus dem Ausland. Die Spielidee ist mir eigentlich egal. Denn wenn wir wieder geschlossener und kompakter auftreten, ist der Kader stark genug um in der 2.Liga alles zu erreichen. Ich bin also erst einmal positiv.

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    • Genau, frag nach, bei Pep Guardiola und Manchester Citys Abschneiden in der Champignon Liga in den letzten Jahren.

      Immerhin werden wir Fans dieses Wochenende von öffentlichen Club-Spielerversprechen a la „Wir müssen alles geben“ verschont, deren Gegenteil dann auf dem Platz zu sehen ist.

      Das ist bereits das typische Blabla von Absteigern.

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  • Angeblich legte Anfang nach dem Bielefeld Spiel nochmal irgendwie nach, wer weiss vielleicht wollte er schnell noch eine Nichtabstiegsprämie verhandeln 😮

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    • Ohne Details zu kennen, finde ich es in jedem Fall richtig, dass wegen dem Eindruck eines einzigen Spiels nicht mehr nachverhandelt wurde. Weder ist Anfang groß genug, noch wir so klein, dass wir uns auf den Rücken legen müssen. Und nachdem bei uns inzwischen professionell genug gearbeitet wird und parallel Verhandlungen mit mehreren Kandidaten geführt werden, kommt eine öffentliche Drucksituation erst gar nicht auf.

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  • Das wird nichts gutes „Kommt mit oder ohne Eintrittskarte..“ Da wird sich der Saturn in Fürth sehr freuen.

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  • Solange der Aufmarsch der Ultras im friedlichen Rahmen bleibt freue ich mich darüber, dass ich Fan eines Traditionsvereins bin, für den so viele junge Menschen leben und vor Leidenschaft brennen! Die als Mitglied den FCN supporten, obwohl sie so viele Nackenschläge erleiden mussten wie wohl kaum ein Fan eines deutschen Fußball-Clubs!

    Wie würde so ein Marsch wohl bei Hoffenheim aussehen? Wie viele Teilnehmer gäbe es, wenn die Firma RB Leipzig ihre Mitglieder dazu aufrufen würde?

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    • Bei Hoffenheim würde das wohl wie ein Familienausflug wirken 😉

      Aber Leipzig hat das Plastikteam inzwischen ganz gut angenommen, das Stadion ist gut gefüllt. Ob das für Ultra-Emotionen ausreicht, weiß ich nicht, aber zahlenmäßig bewegt sich schon was.

      Naja, die armen Leipziger haben ja sonst nichts in ihrer großen Stadt…

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      • Höihöi, die haben mit der BSG Chemie Leipzig einen sehr sympathischen und sehr stark von den Fans getragenen Verein. Eigentlich genau das, was man sich als Fan immer wünscht. Und mit Lok ihr eigenes Fürth gleich in der Stadt.

        Eigentlich könnte der Club mal ein Flutlichtbenefizspiel im Alfred-Kunze-Sportpark machen.

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        • Ich sag ja nicht, dass mir die Dosen sympatisch sind. Mitnichten!

          Aber wie beim FCB gibt es auch da viele Erfolgsfans, die ins Stadion rennen, wenn sie Bundesliga sehen wollen. Und es sind inzwischen genug, dass sich das Konstrukt bei einem Ausstieg von RB wohl auch selbst tragen könnte – was bei Hoffenheim niemals der Fall wäre – ohne Hopp stirbt das Projekt in kurzer Zeit, bin ich sicher.

          Und die Konkurrenz, die echten Vereine spielen halt nur Regionalliga. Solange sie nicht mindestens 2.Liga spielen, sind sie halt hinsichtlich Publikumszuspruch keine echte Konkurrenz – auch wenn sie eine aktive Fanszene haben.

          Wie sieht das bei RB aus? Haben die Ultras? Wäre ja eigentlich ein Widerspruch in sich!

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          • Ich empfand es im Fan Bereich immer so, daß gerade die Fans bei deren Mannschaften es nicht läuft die Unzulänglichkeiten des eigenen Vereins auf Mannschaften wie RB oder Hoffenheim, Leverkusen als Schuldige projeziert werden. Ich finde es völlig ok wenn in den neuen Bundesländern auch ein Erstligist vorhanden ist auf der Landkarte und aus sportlicher Sicht sogar ein sehr spannendes Projekt in Leipzig. Das ist in München oder in Dortmund kein bisschen weniger Kommerz als in Leipzig. Und wenn alle zu doof sind Bayern mal wirklich Konkurrenz zu machen dann wegen mir irgendwann Leipzig.

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            • Nicht jedes Mittel ist recht, um die Bayern zu stoppen! Da kann von mir aus jeder kommen, aber nicht ausgerechnet das Milliardärs Spielzeug aus dem Kraichgau oder der Fleisch gewordene Werbespot aus Österreich, der sich in Leipzig materialisiert hat.

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              • Nicht jedes Mittel ist recht, um die Bayern zu stoppen!

                Was heißt jedes Mittel? Es ist das gleiche Mittel wie alle 36 Profifußballvereine,Geld. Das haben nicht die Leipziger erfunden. Die Problematik ist schon klar, aber da ist natürlich viel Neid dabei. Man handelt eigentlich sehr überlegt, man kauft keine fertigen Stars, obwohl das vielleicht möglich wäre, sondern hat glaube ich sogar eine Alters Obergrenze bei Neuverpflichtungen, um Spieler, die das Potential haben, erst auf dem Niveau hin zu entwickeln. Für mich ein völlig anderes symphatischeres Konzept wie zb. Paris Kataris St. Germain, die mit Geld um sich werfen als wäre es nichts wert und fertige Stars reihenweise verpflichten.

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                • Natürlich gibt es einen großen Unterschied, jeder Verein muss erfolgreich sein, um Geld zu generieren, Marketingabteilungen bekommen Geld, um Aufmerksamkeit zu generieren.

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                • Ist nicht allein eine Frage des Geldes siehe HSV ohne jeden Erfolg, es ist auch eine Frage was man macht und die Qualität zb. St. Pauli hat als Branding seit Jahren ein super Marketing, gehörten aber nie zu den reichen Clubs. St. Pauli steht mit Ständen auf allen großen Festivals seit Jahrzehnten! Sportlichen Erfolg gibt es auch auf niedrigerem Niveau siehe Union Berlin. Ein Club kann sich auch in die Herzen spielen wenn er die „großen“ ärgert.
                  Für mich ist der Satz immer noch das entscheidende „Gute Arbeit bringt immer sein eigenes Geld mit sich“ das funktioniert nur dann nicht, wenn man immer nur Ausreden sucht.

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                • Sicherlich hat Rangnick an allen seinen Wirkungsstätten ein attraktives und nachhaltiges Konzept installiert, das den Eindruck vermittelt, man würde das geschenkte Geld planvoll benutzen.
                  Man nutzt es sicherlich auch planvoll, aber der Raubtierkapitalismus findet nicht auf der höchsten Ebene statt, sondern bereits im Jugendbereich. Hier werden die Nachwuchskicker systematisch abgeschöpft und möglichst früh im NLZ integriert. Der Erfolg auch der Nachwuchsteams kann ja nicht aus der Region stammen, die gerade im Kraichgau nicht viel hergibt.
                  Ob ich das jetzt besser finden soll, weiß ich nicht, immerhin vergreifen sich solche Systeme an Kindern, die dadurch schon früh aus ihrem familiären Umfeld gerissen werden. Kann auch nicht Sinn der Sache sein, ich würde bevorzugen, dass sich Talente zumindest bis zur U17 bei ihrem Heimatverein bzw. dem heimatnächsten Profiverein entwickeln. Da gibt es in fast jeder Region einen, der es den Kindern erlaubt, zuhause zu wohnen.

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                • auch nicht Sinn der Sache sein, ich würde bevorzugen, dass sich Talente zumindest bis zur U17 bei ihrem Heimatverein bzw. dem heimatnächsten Profiverein entwickeln. Da gibt es in fast jeder Region einen, der es den Kindern erlaubt, zuhause zu wohnen.

                  Das sollte man lieber mal den ehrgeizigen oder gierigen Eltern sagen, die häufig selbst einen sozialen Aufstieg davon versprechen, das Kind soll mal Profi werden. Natürlich ist es ein Wahnsinn wenn schon 14 jährige mit Anwalt und Steuerberater zu Gesprächen kommen und solange die Eltern noch einsacken. Auf der Seite sehe ich das größere Problem.

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        • Hallo, na ja, sehr sympathischen Verein mit einem Haufen Linksextremen aus Connewitz und sehr guten Kontakten zu SGE Krawallmachern? Sodann ein Kunstprodukt, völlig neu gegründet vor ein paar Jahren, da die Vorgängervereine alle pleite waren. Da gäbe es noch den Roten Stern oder Inter Leipzig (auch ein Kunstprodukt), scheint ein Leipziger Phänomen zu sein.
          Für mich ist die Loksche der Leipziger Traditionsverein.

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          • Ja, Lok Leipzig ist für mich von „damals“ auch am ehesten ein Begriff…

            Eigentlich kannte man bei uns den DDR-Fußball nur, wenn man sich im Europapokal begegnet ist…

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          • Sehe ich anders, auf jeden Fall kein Kunstprodukt, eher eine der vielen Varianten der Leipziger Vereinsfusionen und endlich mal eine gelungene.
            Deine Einschätzung „Connewitzer Linksextremisten“ mag Deine Sichtweise sein, meine ist es nicht.

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            • Meinst Du, dass die nichts mit RB zu tun haben oder dass das keine Linksextremisten sind??

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            • Die Sterne sind der größte Breitensportverein Leipzigs – zunehmend übrigens auch gewürdigt von Mitte und Konservativen, die die Konzepte von Mitwirkung und der Zweitrangigkeit des Leistungsdenkens eben auch sehr zu schätzen wissen.

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    • Tja, Karriereplan schlägt Heimatverbundenheit.

      Er wusste vermutlich schon, warum er absagt…

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  • Herzlich Willkommen beim 1.FCN Felix Dornebusch, er wurde nachdem er einige Tage mittrainiert hat jetzt fest verpflichtet und erhielt den Vorzug vor dem Kroaten Zelenika, der ja auch vorspielte. Er soll bereits im Derby nächste Woche im Tor stehen. Also gleich mal zu Beginn durch ein Stahlbad 🙂

    Ich baue auf seinen Vornamen Felix, was übersetzt „Glück, der Glückliche“ heißt, vielleicht kehrt das mit ihm ja auch wieder zurück. Er wird es auf jeden Fall am Sonntag schon benötigen..

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  • Beierlorzer nach Mainz, Gisdol nach Köln.
    Die Personalie Jens Keller gefällt mir von Tag zu Tag besser.

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    • Mir gefällt sein leises aber bestimmtes Auftreten bislang auch gut. Wenn das auch schief gehen sollte wüßte ich auch nicht mehr weiter..dann ist Hopfen und Malz verloren 😮

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      • Sollte es schief gehen, wüsste ich auch nicht, was man Palikuca vorwerfen sollte. Das ist eine konservative, durchdachte und nach derzeitiger Verfügbarkeit mit diesen Attributen bestmögliche Wahl.

        Gisdol, Beierlorzer und v.a. Kocak sind jedenfalls vergleichsweise Wundertüten für die Aufgabenstellung „Retter“ bzw. „Stabilisator“.

        Gefällt mir gut bisher, auch der Eindruck bisher, „positive Grundstimmung“ statt „Leistung durch Druck“, Erklärbär statt Autoritär.

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  • Sollte es schief gehen, wüsste ich auch nicht, was man Palikuca vorwerfen sollte.

    Dass er dem Trainer keine bessere Mannschaft zusammengestellt hat.

    Ich traue mir sowieso keine Einschätzung zu ob Gisdol oder Beierlorzer der bessere Trainer für uns ist, ob Keller ideal ist oder doch ein ganz anderer junger Trainer, den noch keiner kennt. Am Ende hat die ganze Trainersuche ja auch immer etwas mit Glück und dem richtigen Moment zu tun.

    Wäre schön, wenn Keller jetzt der richtige ist, der erste Eindruck scheint mir von ganz außen ja gut, aber am Ende muss es mit der Mannschaft passen und in der Mannschaft passen, auch der beste Trainer braucht die richtigen Spieler und ein Umfeld, das realistische Anforderungen hat. Würde man von Keller jetzt noch den Aufstieg erwarten, dann könnte er nur scheitern, ist das kommende Derby, DER Gradmesser, dann wäre das auch nicht klug.

    Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie er die aus meiner Sicht zwei Hauptprobleme löst:

    Was passiert mit Behrens, wie kann er wieder Leader werden, wie können seine offensiven Stärken ideal eingebracht werden, wie kann die Mannschaft seine Schwächen in der Defensive und im Spielaufbau ausgleichen?

    Wie bekommen wir eine besseres Zusammenspiel zwischen Angriff und Abwehr zusammen? Beide Mannschaftsteile haben in dieser Saison einfach nicht dauerhaft gut zusammengespielt, oft standen die Reihen zu weit auseinander, oft haben die offensiven Spieler die Abwehr zu spät und zu wenig konsequent unterstützt.

    Für mich sind das die beiden Hauptbaustellen, wenn Keller die in den Griff bekommt, dann kann es etwas werden.

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    • @ Armin
      Meine Aussage bezog sich auf den Teilaspekt der Wahl des neuen Trainers. Die kann man aus meiner Sicht eigentlich nicht in Frage stellen, auch wenn es natürlich keine Garantie dafür ist, dass es funktioniert.

      Bei Gisdol z.B. wären Zweifel angebracht gewesen, hierzu gibt es einen treffenden Kommentar zur Kölner Trainerwahl im Kicker, der auch auf uns gepasst hätte, wenn es uns betroffen hätte.

      https://www.kicker.de/762855/artikel

      Nach dessen Lektüre kann man nur sagen: Gut gemacht, Pali!

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      • Was bringt es, Teilaspekte zu bewerten? Es geht um das Gesamtpaket. Hat Palikuca eine gute Mannschaft so zu sammen gestellt, daß der von ihm geholte Trainer damit erfolgreich arbeiten kann?
        Wenn ja, super. Wenn nein, kann er noch 3 weitere Trainer verpflichten und wird doch nichts positiv verändern.

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        • Beate: Wenn nein, kann er noch 3 weitere Trainer verpflichten und wird doch nichts positiv verändern.

          Die Faktoren wie es zusammenpaßt sind immer schwierig, und es gibt ja die Möglichkeit am Kader, wo es nicht passen sollte Veränderungen vorzunehmen. Wenn man zurückblickt wie Burgstaller, Schöpf, Füllkrug ihre ersten Runden gespielt haben und wo sie heute sind, da war auch noch nicht viel zu sehen zu Beginn ihres Engagemants. Aber wenn du meinst, wir können noch 3 weitere Trainer verpflichten dann haben wir ja noch Zeit 😮

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    • Armin: Dass er dem Trainer keine bessere Mannschaft zusammengestellt hat.

      An der Qualität der Mannschaft habe ich immer noch keinen Zweifel an Zweitligamaßstäben gemessen, nur die wesentlichen Faktoren einer Mannschaftsdynamik, wie gut die einzelnen Spieler als Team zusammenpassen, das ist vor Verpflichtung immer schwer vorherzusehen, wäre es so einfach könnte es jeder.

      Ich finde das ist jetzt auch die Hauptaufgabe des neuen Trainers, kann man aus den qualitativ guten Spieler und dem (zu großen) Kader ein Team bauen, in dem die richtigen Rädchen ineinandergreifen. Man sollte auch diese mentale Komponente nicht vergessen, der letzten Wochen, in dem kaum mehr Pleiten, Verletzungspech und Pannen hätten passieren können, diesen negativen Flow. Kann der Trainer ein Team formen und diesen negativen Flow möglichst schnell aus den Köpfen heraus bekommen. Das werden für mich die entscheidenden Fragen sein.

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      Antwort
      • Im besten Fall kann man von einem positiven kurzzeit Effekt ausgehen, den Trainerwechsel in der Regel mitbringen.Pendelt es sich danach wieder auf dem bescheidenen Niveau des Vorgängers ein, dann könnte die Zusammenstellung des Kaders oder seine Qualität das Problem sein.
        Herzlich Willkommen in der Forschungsgruppe Valznerweiher.Recht wird immer retrospektiv gegeben

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  • Böse wäre es zu sagen, Köln musste nehmen was übrig blieb 😮 Ich weiß jetzt zudem nicht ob im Doppelpack mit dem Trainer Heldt der große Befreiungsschlag ist.

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  • Gratulation an Niklas Stark zum N11-Debut!

    Gibt es da jetzt eigentlich eine Nachzahlung oder hat sich unser damaliger Sportvorstand über den Tisch ziehen lassen?

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  • Finde das Marketing klasse, wie es sich so entwickelt. Zum Chirstkindlsmarkt wird es einen FCN Weihnachtsmarktstand geben, eigenes Christkindlmarkt Trikot das die Profis aucham 30.November im Spiel tragen werden und noch viele andere nette Artikel. Profis und Pali werden des öfteren dort sein. Endlich erwacht das Marketing mal in wenig aus dem Dornröschenschlaf.

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    • Ja, aufwachen!!! Auf und halt eben auch neben dem Platz! Es gibt doch so viele Möglichkeiten.
      Sonst sehe ich mich genötigt in der nächsten Mitgliederversammlung eigene Pläne vorzustellen nach dem Motto….“Let`s make FCN great again!“.
      An dem Ziel nicht nochmal absteigen zu wollen, daran muss sich der Herr Sportvorstand schon jetzt in der laufenden Saison messen lassen! Wenn die Form der ersten Bochum Halbzeit konserviert wird, dann geht’s weiter runter in die 3. Liga… und ab wann ist das? — meiner Kenntnis und Erfahrung vom Sommer 1996 nach – ist das dann sofort, unverzüglich…

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      • Mauern die uns seit 1968 an einer großartigen Entwicklung behindert haben, einreißen!

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