Analyse: Defensiv verbessert auf Kosten der Offensive

Analyse zu SpVgg Greuther Fürth – 1. FC Nürnberg 0:0 – Nach schwacher erster Halbzeit erarbeitet sich der Club ein Remis, das er am Ende sogar hätte vergolden können.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb. 1: Startformation

… war im Bezug auf die Formation etwas überraschend ein recht flaches 4-4-2. (Abb. 1) Dabei ließ Jens Keller die Viererkette vor Debütant Felix Dornebusch, der Youngster Benedikt Willert im Kasten ersetzte, im Vergleich zum Spiel gegen Bielefeld unverändert.

Es verteidigten also erneut Sorg, Mühl, Sörensen und Valentini. Auch die Mittelfeldreihe blieb mit Kerk, Behrens, Geis und Hack unverändert. Allerdings fehlte im Vergleich zum Spiel gegen Bielefeld Petrak. Statt des Tschechen, der von der Startelf auf die Tribüne wanderte, agierte Dovedan. Der Österreicher spielte als zweite Spitze neben Frey.

Zur Grundordnung gehört neben der Formation aber auch die generelle taktische Ausrichtung. Die war vor allem im Vergleich zu den Spielen unter Damir Canadi deutlich aggressiver. Immer wieder versuchte der Club die Spielvereinigung durch Pressing zu Fehlern zu zwingen.

Abb. 2: Formation zu Spielende

Allerdings schafften es die Gastgeber in der ersten Halbzeit immer wieder sich spielerisch aus dem Pressing zu befreien und durch Seitenverlagerungen in Richtung Nürnberger Tor zu spielen. Der Club kam nach der Pause besser ins Pressing, jagte den Fürthern den Ball mehr ab.

Dies lag zum einen in der höheren Pressingintensität (Abb. 7) begründet, zum anderen aber auch darin, dass der Club seine Formationslinie im Vergleich zur ersten Halbzeit deutlich höher stellte (Abb. 6), dem Gegner also weniger Platz bot, sich zu entfalten.

Das mit dem hohen Stehen verbundene Risiko des tiefen Balles nahm der Club dabei in Kauf. Er schaffte es durch Pressing und das Anbieten der Räume im Rücken der Abwehr sogar, Fürth dazu zu bringen, deutlich mehr lange Pässe zu spielen: Fürth spielte 9% der Bälle vor der Pause lang, danach 15%.

Abb. 3: Realtaktische Aufstellung

Keller tauschte – wie sein Gegenüber Leitl – nur zweimal. Beide Wechsel waren positionsgetreu. Medeiros ersetzte Kerk nach 63 Minuten, eine Viertelstunde später kam Schleusener für Dovedan. (Abb. 2) An der grundlegenden Formation änderte dies allerdings nichts, auch wenn Medeiros insgesamt deutlich weiter vorne als Kerk spielte und Schleuseners durschnittliche Position deutlich tiefer war als die von Dovedan. (Abb. 3)

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… lag sicher zum Teil in den Umstellungen in der Halbzeit. Dadurch, dass Fürth weniger Platz zum kombinieren hatte, taten sich die Gastgeber deutlich schwerer. Dies zeigte sich auch in der Zweikampfrate. Legt man die Werte von Wyscout zurecht, gewann Fürth vor der Pause 52% der Duelle, der Club 45% und 3% entschied keiner für sich. Nach der Pause gewann der Club dann mehr Duelle als Fürth: 48%:47% bei 5% als „neutral“ gewerteten Zweikämpfen.

Abb. 4: Ergebniswahrscheinlichkeiten

Gleichzeitig schaffte es der Club selbst vor der Pause Fürth vom eigenen Tor wegzuhalten. Zum einen drängte der FCN Fürth durch Verschieben und Anlaufen auf die Seite, so dass der Club im Zentraum vor dem Strafraum nur 22 Zweikämpfe gegen den Ball führen musste. (Abb. 9) Auf den Flügelstreifen waren es trotz geringerer Fläche 36 Duelle.

So kam Fürth auch weil sie immer wieder auf die Flügel gedrängt wurden, kaum zu Torschüssen. Zusätzlich betrug die durchschnittliche Entfernung der Gastgeber beim Abgeben eines Schuss waren 23 Meter. Lediglich drei Mal kam das Kleeblatt innerhalb des Nürnberger Strafraums zum Abschluss und obwohl Fürth 14 Ballbesitzphasen mehr in der gegnerischen Hälfte hatte, kam der Club einmal öfter in den Strafraum als Fürth (siehe: 6. Die Statistik).

Abb5.: Chancenspielfilm

Das alles demonstriert, dass die Defensivarbeit von Jens Keller relativ schnell Früchte getragen haben könnte. Um das endgültig zu beurteilen bedarf es natürlich einer größeren Datenmenge als 93 Minuten Fußball.

Gleichzeitig zeigte sich an einigen Stellen auch deutlich, wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Gerade vor der Pause kam der Club kaum zu eigenen Angriffen (Abb. 8). Dass das Duell mit einem xG-Wert von 0,08:0,1 in die Pause ging, zeigt recht deutlich, dass beide Offensivreihen nicht so recht zum Abschluss kamen.

Abb.6: Durchschnittliche Formationslinie

Problematisch stellte sich beim Club vor allem dar, dass zwar eine ganze Reihe an Steckpässen in den freien Raum probiert wurden – etwas, worauf Keller stets Wert legt – von den 13 versuchten Pässen in die Tiefe kamen aber nur drei beim Mitspieler an.

Ähnliches gilt für die Zuspiele in den Strafraum: Bei 21 Versuchen kamen lediglich neun Zuspiele beim Mitspieler an. Dies zeigt, dass es vor allem in der Aufbauphase vor dem Tor noch an Präzision mangelt. Etwas, woran Jens Keller in den nächsten Wochen arbeiten werden muss.

3. Das Spiel war entschieden, als …

Abb. 7: Pressingintensität

… Iuri Medeiros den Ball nach Vorlage von Schleusener neben das Tor setzte. Es war die beste und zugleich letzte richtige Chance für eine der beiden Mannschaften. Die Pointe: Womöglich hat Medeiros durch seinen Fehlschuss den Clubfans zusätzlich Agonie erspart. Wäre der Ball ins Tor, der Treffer wäre womöglich vom VAR kassiert worden. Beim Zuspiel stand der Portugiese in abseitsverdächtiger Position.

4. Das Fazit …

… fällt vorsichtig positiv aus, wenn man auf die Defensive blickt. Hier hat sich in einer Kombination aus guten Umstellungen, Veränderungen im Pressing und nicht zuletzt erhöhter individueller Aufmerksamkeit eine Verbesserung ergeben. Der Club stand sicher, der Fürther xG-Wert von 0,28 ist der niedrigste Wert eines Gegners des FCN seit dem 2:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig (xG 0,18) im April 2018.

Abb. 8: Angriffe pro Minute

Gleichzeitig lag der eigene xG-Wert der schwächste seit der Niederlage gegen Hamburg. Das heißt man bezahlte in Fürth die höhere defensive Stabilität durch weniger offensive Durchschlagskraft. Das ist für den Moment zu verschmerzen, da es nach acht Gegentoren in zwei Spielen auch darum ging, den Defensivspielern etwas mehr Souveränität und Selbstbewusstsein zu verleihen. Langfristig reicht dies aber natürlich nicht, um die tabellarisch weiterhin prekäre Lage zu entschärfen.

5. Die Stimmen…

Jens Keller: „„Wir sind in den ersten Minuten ganz gut reingekommen, hatten gleich eine Chance und ein paar Eckbälle. Danach rollt der Ball durch unseren Fünfer und man hat in der Folge gemerkt, dass die Mannschaft verunsichert ist. Wir haben keinen Zugriff mehr bekommen. Die Viertelstunde vor der Pause war dann wieder besser. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft die Dinge dann sehr gut umgesetzt. Mit ein bisschen Glück können wir es am Ende auch gewinnen, weil wir noch zwei, drei richtig gute Chancen hatten. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit der Leistung. Wir sind ohne Gegentor geblieben und haben nach der Pause auch nach vorne Akzente gesetzt.“

Abb. 9: Duelle im Zentrum

Stefan Leitl: „Bis auf die ersten Minuten hat die erste Halbzeit uns gehört. Wir waren sehr dominant im Ballbesitz, hatten ein gutes Positionsspiel. Wir müssen aber lernen, dass wir uns dann auch belohnen, wenn wir so dominant auftreten. Das wäre durchaus möglich gewesen. Nach der Pause waren auch die ersten zehn Minuten noch okay. Wir hatten aber keine Abschlüsse und haben es nicht mehr so gut geschafft, die Umschaltsituationen zu verteidigen. Insgesamt hat meine Mannschaft aber gut verteidigt und sehr viel investiert. Es ist ein gerechtes Unentschieden.“

Robin Hack:
„Wir sind mit viel negativem Gepäck angereist. Die erste Halbzeit war echt schwer, die zweite haben wir es dann besser gemacht und uns gut ins Spiel reingearbeitet. Wir hatten mehr Selbstvertrauen, standen kompakter und hatten auch Chancen, die wir leider liegen lassen. Wir haben gekämpft, das hatten die Fans verlangt. Die Unterstützung war phänomenal. Ich denke, wir sind auf dem Weg der Besserung.“

Mergim Mavraj: „Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir uns nicht mit diesem 0:0 zufriedengeben. Mit dem Potential, das die Mannschaft hat, und mit der Art und Weise, wie wir oft auftreten und auch heute in der ersten Halbzeit dominant aufgetreten sind, müssen wir uns einfach belohnen. Es ist nicht so ein daher gesagtes Ding, es muss einfach sein. Wenn man die Zweikämpfe gewinnt, wenn wir diese zweiten Bälle bekommen, dann musst du dich belohnen. Aber das ist dann der nächste Schritt in der Entwicklung, dass wir solche Dinger dann auch eintüten.“

Felix Dornebusch: „Es ist bitter, dass wir am Ende nicht das 1:0 machen. Wir haben etwas Zeit gebraucht, um ins Spiel reinzukommen, waren danach aber sehr sicher. Die Jungs haben sich gut reingeworfen, haben nur wenige Torschüsse für mich zugelassen. Das zeigt, dass die Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht hat. Was das Defensivverhalten angeht, findet da ein Prozess statt. Der Kampfgeist ist da.“

6. Die Statistik …

Fürth Nürnberg
Grundlagen
0 Tore 0
9 (2) Schüsse (aufs Tor) 12 (3)
398 (84,2%) Pässe (angekommen) 257 (67,7%)
58,9% Ballbesitz 41,1%
120 Ballverluste 123
9 Ecken 8
109,3 Laufleistung (in km) 108,7
10 Fouls 17
Advanced Metrics
0,28 xG 0,89
0,69 xP 1,94
5,36 PPDA 7,63
3,52 APPP 2,42
Auffälligkeiten
39 Angriffsphasen 36
67 Ballbesitzphasen (geg. Hälfte) 53
11 Ballbesitzphasen (Strafraum) 12
8 angek. tiefe Pässe 9
4 (2) Steckpässe (erfolgreich) 13 (3)
49 % (52%/47%) Duelle (Hz1/Hz2) 47% (45%/48%)

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammt von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team. Mit „tiefen Pässen“ meint Wyscout Pässe, die innerhalb eines Radius von 20 Metern um das gegnerische Tor ankommen. Als „kluger Pass“ definiert Wyscout einen „Ball, der den Angriff der eigenen Mannschaft auf eine kreative Art und Weise entwickelt.“

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Felix Dornebusch +3 3 2 25 7,4/10
CU-Urteil: Fehlerloses Debüt ohne wirklich glänzen zu müssen. Eine gute Reaktion gegen Meyerhöfer, sonst vor allem mit dem Fuß gefragt.
Oliver Sorg 3- 3,5 4 3 6,9/10
CU-Urteil: Anfangs mit Problemen, kämpfte sich langsam ins Spiel, am Ende sicher.
Lukas Mühl 3 3,5 4 3 7,2/10
CU-Urteil: Ähnlich wie Sorg anfangs mit Wacklern, im Laufe des Spiels mit Verbesserung. Am Ende sogar mit Ausflügen in die gegnerische Hälfte zum Spielaufbau.
Asger Sörensen 3 3 3 4 7,3/10
CU-Urteil: Recht souverän in der Defensive. Musste den Aufbau größtenteils Mühl überlassen.
Enrico Valentini 3- 4 3 2 7,3/10
CU-Urteil Offensiv mit einigen Impulsen, defensiv immer wieder mit kleinen Wacklern.
Sebastian Kerk 5 4,5 5 5 6,3/10
CU-Urteil: Brachte nur einen von sieben Vorwärtspässen an. Gewann nur einen Zweikampf. Schwache Leistung.
Johannes Geis 4 3,5 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Gute Gelegenheit per Freistoß, sonst immer nach vorne mit Impulsen, aber nach hinten mit Problemen, was ohne Absicherung durch einen Sechser problematisch ist.
Hanno Behrens 4 4 5 4 6,6/10
CU-Urteil: Verlor nur einen seiner neun Defensivzweikämpfe, bemühte sich um Stabilität, dafür im Spielaufbau schwach.
Robin Hack 4 3,5 4 4 6,5/10
CU-Urteil: Immer wieder mit Nadelstichen nach vorne, aber ohne wirkliche Durchschlagskraft, gewann nur vier von 19 Duellen mit dem Ball am Fuß. Einmal mit falscher Entscheidung vor dem Tor.
Nikola Dovedan 4 4,5 5 4 6,5/10
CU-Urteil: Machte immer wieder Bälle fest und versuchte sie zu verarbeiten. Insgesamt aber zu wenig eingebunden.
Michael Frey 4 3,5 4 3 6,2/10
CU-Urteil: Wie immer sehr bemüht und umtriebig. Konnte sich aber kaum durchsetzen und blieb abschlussschwach.
Iuri Medeiros 5 5 5 6,5/10
CU-Urteil: Vergab die größte Chance des Spiels kurz vor Schluss. Sonst aber ohne Durschlagskraft.
Fabian Schleusener 6,5/10
CU-Urteil: Sehr ordentliches und belebendes Debüt. Mit zwei guten Torschussvorlagen.

41 Gedanken zu „Analyse: Defensiv verbessert auf Kosten der Offensive

  • Wie wird eine Szene wie die in der 7. Minute bei den xG-Werten bewertet, findet die da überhaupt Eingang?
    Ich würde das durchaus als sehr dicke Chance bezeichnen, andererseits gab es ja keinen Abschluss.
    Hat mich doch sehr überrascht, dass Fürth zur Halbzeit einen derart niedrigen xG-Wert hatte, sogar niedriger als unserer.

    Insgesamt kann man doch ein positives Fazit ziehen, die Änderungen sind durchaus erkennbar und man kann erste Fortschritte beobachten, gleichzeitig hat man gesehen, wieviel Arbeit noch nötig ist.
    Es wird jetzt erst so richtig sichtbar, wie krass Canadi die Mannschaft verkorkst hat. Irgendwann Mitte der ersten Hälfte lag die Zweikampfquote bei etwa 70% zugunsten der Fürther, das war schon extrem krass.
    Dass eine Stabilisierung der Defensive erstmal zu Lasten der Offensive geht, lässt sich wohl kaum vermeiden. Und ob man sich gegen einen Gegner, der nicht der offensivschwach ist, ebenfalls schadlos halten kann, ist die Frage.
    Positiv zu sehen ist dabei allerdings, dass es eben nicht an der Abschlussschwäche der Fürther lag, die man diese Saison ja schon oft gesehen hat, sondern v.a. auch daran, dass man sie gar nicht erst zu guten Abschlussmöglichkeiten hat kommen lassen.
    Trotzdem hat man es in der 2. Hälfte aber dennoch geschafft, sich ein paar gute Möglichkeiten herauszuspielen.

    Und das bei dem extremen Druck, der auf der Mannschaft gelastet haben muss, das darf man ja auch nicht vergessen.
    Bis zur Winterpause geht es jetzt noch zu Hause gegen zwei andere Kellerkinder, außerdem Kiel und nach Stuttgart. Wenn man nun konzentriert weiter arbeitet, sollte man da schon einige Punkte einfahren, um sich zumindest von der Abstiegszone distanzieren zu können und dann in der Winterpause einigermaßen in Ruhe arbeiten zu können.

    4

    0
    Antwort
  • @SCRamjet

    Alles drin!

    will nur hinzufügen, man hat jetzt schon ein gutes Gefühl mit Jens Keller das paßt besser. Ebenso scheint Dornebusch eine gute Wahl zu sein, auch wenn er nicht viel Arbeit bekam, ein Torwart wirkt auf seine Abwehr ein, muss sprechen, dirigieren und das tut er. Für einen vereinslosen Torhüter hat man eine erstaunlich gute Lösung gefunden. Es bleibt schwer weil der Druck wird nicht weniger und man hat sich unten rein gespielt in der Tabelle, aber ich meine was man beeinflussen konnte hat man gut gelöst seit Canadi Entlassung und Torwartkrise. Dann kommt hoffentlich auch eine Portion Spielglück wieder zurück.

    etwas zum VAR was man gestern in Hannover wieder gesehen hat, das ist doch Wahnsinn. Da springt der Ball von einem Darmstädter Fuß an den Rücken des Schiedsrichter, der ganz normal weiterlaufen läßt, in der folgenden Sequenz erzielt Hannover ein Tor Marke Tor des Jahres, Fernschuss Innenpfosten genau ins Dreieck und das Tor wird durch den VAR im nachhinhein aberkannt, weil der Ball vom Fuß eines Darmstädters! den Rücken des Schiri berührte vorher. Das ist einfach Wahnsinn so macht man alles kaputt.

    9

    1
    Antwort
    • Wobei da ja gestern nicht der VAR das Problem war, sondern, dass der Schiri die neue Regel einfach nicht drauf hatte. Der eigentliche Skandal liegt da mMn darin, dass der VAR den Schiri drauf aufmerksam machen muss, dass er am Ball war und es deshalb Schiriball geben muss. Das muss der Schiri selber eigentlich auch wissen/merken.

      @SCRamjet: Die Szene fließt nicht mit ein, weil es keinen Abschluss gab. Wenn es keinen Schuss gibt, kann er auch nicht reingehen. Innerhalb des Modells xG ist das schon logisch, es soll ja die Qualität der Abschlüsse messen. Es gibt Versuche, da Modelle zu bauen, die auch andere Faktoren einbeziehen, Ballbesitz in der Nähe des Strafraums und sowas. Diese non-Shot xG liegen für Sonntag bei 1,1:1,3. Aber da bin ich nicht drin, wie sich das berechnet.

      4

      0
      Antwort
      • Danke für die Erläuterung.
        Für mich ist es aber schon eine deutliche Einschränkung der Aussagekraft des xG-Wertes. Sicherlich mag es eine Beschränkung auf Abschlüsse und die Bewertung deren Qualität in sich logisch und schlüssig sein, um eine aussagekräftige Bewertung der zu erwartenden Tore zu bekommen, sollte man aber schon auch gefährliche bzw. aussichtsreiche Situationen berücksichtigen, in denen kein Abschluss stattfindet bzw. dieser (gerade noch) verhindert wird.

        1

        0
        Antwort
        • Finde persönlich nicht, dass es die Aussagekraft hinsichtlich der zu erwartenden Tore einschränkt, weil ohne Schuss aufs Tor kann halt kein Tor fallen. Das, was man dem xG-Wert ein bisschen nachsagt oder mit dem er angepriesen wird, dass das eine Quantifizierung dessen ist, ob ein Ergebnis „verdient“ war, das schränkt die Tatsache – ebenso wie die Tatsache, dass da der Spielverlauf nicht mit einfließt – meiner Meinung nach dagegen klar ein.

          Deshalb ist es halt ein Faktor unter vielen. Datenbasierende Analyse funktioniert in meinen Augen immer nur multifaktoriell. Einen einzelnen Wert nehmen und als „Silberkugel“ anzupreisen funktioniert nicht – und je globaler er ist (also z.B. wie es beim Aufkommen der Werte mit Ballbesitz oder Passquote gemacht wurde), desto weniger aussagekräftig ist er.

          Der xG-Wert bildet die Qualität der Schüsse ganz gut ab, mehr aber auch nicht, um ein Spiel komplett anzuschauen, muss man schon auch vieles anderes betrachten. Das ist so n bisschen der Ansatz, den ich mit den Analysen dieses Jahr auch versuche, weil ich inzwischen ganz oft Datenartikel sehe, die entweder nur Zahlen abbilden ohne einzuordnen oder aber so derart globale Zahlen verwenden, dass es beliebig wird.

          5

          0
          Antwort
          • Klar, um ein Spiel wirklich bewerten zu können, braucht es viele Faktoren und so genau wie hier wird das vermutlich nur selten irgendwo gemacht.

            Ich finde aber schon, dass die Aussagekraft des xG-Werts in dieser Form hinsichtlich der Zahl der zu erwartenden Tore eingeschränkt ist, bzw. nur ein unvollständiges Bild abgibt.
            Es ist eben, wie du sagst, ein sehr gutes Mittel, um die Qualität der tatsächlich abgegebenen Schüsse zu bewerten.
            Aber Situationen auszulassen, die man als Tausendprozentige bezeichnen würde, weil es eben NICHT zum tatsächlichen Abschluss gekommen ist, verzerrt das Bild enorm.
            Das Extrembeispiel wäre hier wohl der Angreifer, der allein auf den Torwart zu rennt und einmal direkt vor diesem schießt, im anderen Fall versucht, diesen zu umspielen. Die Qualität der Chance würde ich in beiden Fällen gleich hoch einstufen, das ja auch mit einem sehr hohen Wert. Aber wenn im zweiten Fall der Torhüter dem Angreifer den Ball vom Fuß spitzelt, gibt es keinen Abschluss und die Chance ginge folglich auch nicht in die Bewertung ein, oder?
            Genauso der Unterschied, ob ein Angreifer aus 2 m vorm leeren Tor über den Ball schlägt oder im Rasen hängen bleibt. Wenn er ihn aus 2 m drüber drischt, ist genauso dämlich, kommt aber in die Statistik…

            Natürlich wird es so wahnsinnig schwierig, abzugrenzen, welche Situation man als Chance betrachtet, und was nicht. Frag ich mich beim kicker auch immer, nach welchen Kriterien die ihr Chancenverhältnis erstellen.

            Aber wie gesagt, als tatsächliches Maß für die zu erwartenden Tore gibt der xG-Wert nur ein unvollständiges Bild ab. Zumindest in den Fällen, in denen es eben solche hochkarätigen Chancen ohne Abschluss gab, wozu ich die Situation in der 7. Min vom Sonntag auch zählen würde. Wenn man das ausschließen kann, sieht es natürlich anders aus.

            3

            0
            Antwort
            • Finde das eine legitime Sichtweise, die auch gut die Probleme aufzeigt, die Modelle so mit sich bringen. Wahrscheinlich müsste man in Deinem Beispiel auch noch zwischen Torhüter spitzelt Ball weg (Verteidigungsleistung) und Stürmer rutscht aus (Fehlleistung des Angreifers) unterscheiden. Es sind eben halt letztlich alles nur Modelle. Wer sich da ein bisschen mehr mit befassen will, dem sei die MIT Sloan Sports Science Analytics Konferenz (YouTube Videos gibt’s hier: https://www.youtube.com/user/42analytics/videos) ans Herz gelegt, da wird für ganz viele Sportarten dargelegt, woran man in Sachen Analytics und Modelle grad forscht und womit auch die Vereine (Barcelona ist da zum Beispiel sehr weit vorn dabei) arbeiten.

              3

              0
              Antwort
            • In diesem Zusammenhang wäre für mich die Frage, ob das missglückte Querlegen von Hack vor dem Tor jetzt als Chance zählt oder nicht. Eigentlich ist das eine gute Chance, weil es wohl klingelt, wenn der Ball am Verteidiger vorbeikommt. Aber andererseits gab es jetzt dann ja keinen Abschluss…

              Immerhin hebt das wohl die Fürther Chance vom Anfang auf. Das würde zwar die Halbzeitergebnisse verändern, aber nicht das Gesamtergebnis.

              BTW, ich hatte ja wohl recht mit meiner Bauchgefühlprognose nach dem Spiel, dass wir bei xG und xP deutlich vorne liegen 😉

              0

              0
              Antwort
  • Ja das irritierende ist doch aber, der Schiri läßt das Spiel weiterlaufen, Hannover erzielt dann das Traumtor. Ist das nicht auch eine „Tatsachenentscheidung“ wenn der Schiri weiterlaufen läßt, oder muss sich erst der VAR einschalten, hey Schiri der Ball hat dich in der Szene vorher berührt? ! Hannover kann dafür ja gar nichts und verliert dann 1:2.
    Sorry aber die ganze Umsetzung des VAR ist einfach Schrott.

    3

    7
    Antwort
    • Tatsachenentscheidung ist da aber keine Kategorie, die Anwendung findet. Sonst dürfte der VAR ja gar nichts überstimmen.

      Der Schiedsrichter hat die Situation klar falsch bewertet: Seine Berührung hat „einen aussichtsreichen Angriff“ ausgelöst, weil der Ball ohne ihn nicht zu Stendera springt (dass der Darmstädter vorher am Ball ist, kommt oben drauf) und damit muss es seit dieser Saison zwingend Schiedsrichterball geben. Da kann man über die Regel streiten, aber der VAR ist da nicht Schuld. Das muss der Schiedsrichter mMn eben selber merken und nicht den VAR-Hinweis brauchen.

      12

      0
      Antwort
      • Ich sags ja immer wieder – das Problem ist, dass die Schiedsrichterleistungen von vorneherein zu schlecht sind. Dann ließe sich so einiger Unmut rund um den Kölner Keller vermeiden.

        Es ist allerdings auch schizophren bzw. paradox.
        Auf der einen Seite werden die häufigen Eingriffe und die Wartezeiten kritisiert, weil es die Emotionen erstickt, man gar nicht mehr wisse, ob man nur über ein Tor jubeln kann oder erst noch abwarten muss…
        Aber gleichzeitig wird auch stets gefordert, im Zweifel laufen und den VAR überprüfen zu lassen, ganz besonders bei Abseitsentscheidungen. Selbst bei Szenen, wie wir sie jetzt mal hatten, dass ein Angriff wegen sehr knappem Abseits zurückgepfiffen wird, was sich im Nachhinein sogar als richtig entpuppt, aber es hätte sein können dass… und dann hätte man ein reguläres Tor zurückgepfiffen…
        Es ist dann auch einfach der allgemeine Anspruch der völligen Unfehlbarkeit, dass es überhaupt keine Fehlentscheidungen mehr geben dürfe. Aber das geht halt auch nur, wenn so viel wie möglich auch so genau wie möglich überprüft wird. Genau so wird jetzt verfahren, und dann ist trotzdem die große Mehrheit nur am Meckern…

        4

        1
        Antwort
  • Das heißt in Zukunft bei jedem Tor nicht nur zittern ob ein Foul oder Abseits der eigenen Mannschaft vorgelegen hat, sondern auch noch zittern ob der Schiedsrichter die letzen 10min alles richtig gepfiffen hat inkl. völlig neuer Regeln, die in dem Fall nichtmal der Schiri kannte.

    4

    4
    Antwort
    • Überspitzt formuliert, aber wohl ja.
      Am Wochenende mit einem echten Fußballfan – Dauerkarte, Fachwissen bis ins Detail von Tagesform bis Stärken einzelner Spieler der halben Liga – gesprochen, der keine Lust mehr auf das Ganze hat, weil eben das Einfache, das spontan Emotionale aus dem Fußball genommen wird. Man ginge zwar immer noch hin weil man nicht wüßte wie es ausgeht, aber er meinte, bis man das VAR-Gedöns nicht automatisieren könne wie die Torlinientechnik (was bei Abseits m.E. ja technisch möglich sein müßte) wäre die Vernichtung der Spontnität mittelfristig auch der Tod des Fußballs.

      Wobei er natürlich zugab daß bei den heutigen Milliardensummen aber auch egal ist, ob 5000 alte Nörgler wie er mehr oder weniger am Samstag im Stadion sind, „die Jungen“ würden es ja bald nicht mehr anders kennen.

      6

      0
      Antwort
      • Sehe es ähnlich nicht nur die Art und Weise wie der VAR umgesetzt auch vieles andere, ich glaube mit diesen Milliardensummen, fehlende Nachvollziehbarkeit, das wird irgendwann auch alles implodieren. Fehlende Identifikation mit den Mannschaften weil ja nur noch Spieler hin und hergeschachert werden. Ich habe mir schon überlegt ob ich zumindest dem Profifußball noch Zeit widmen soll, die Argumente werden weniger.

        8

        1
        Antwort
    • @Juwe
      Wenn der Schiri diese Regel nicht kannte, hat er in den Oberen Ligen(eigentlich in allen😄), nichts verloren, sorry!

      0

      0
      Antwort
  • Sehr stimmige Analyse!
    Ich zittere nur ein wenig, da Wiesbaden mit einem echten Torjäger(Schäffler) anreist, der bewiesen hat, dass er nur sehr wenige Möglichkeiten benötigt, um einzunetzen. Denn was passiert mit dieser anscheinend immer noch so supersensiblen Clubelf, sollte bspw. Schäffler für einen Club-Rückstand sorgen? Geht dann bei allen wieder das Kopfkino los? „Oh Gott, jetzt liegen wir gegen den Letzten zurück, wie blamabel!“ Dann werden die Beine wieder schwer und der Kopf blockiert, so geht’s dann auch mal ganz schnell dahin, siehe 1. Hälfte BVB gegen Paderborn.
    Und ob diese Clubmannschaft die mentale Stärke besitzt, gegen die Pfiffe der Fans und das eigene Unvermögen, gegen die Angst und gegen den miesen Trend (Heimspiele generell, v.a. das letzte gegen Bielefeld!) anzukommen und so ein Ding noch richtig rumzureißen, da habe ich doch sehr große Zweifel.

    Insofern ist das nächste Spiel verdammt schwierig, denn man kann eigentlich nur verlieren:
    Wird es ein Dreier sagt jeder, das musste auch einer werden, ist ja nur der Tabellenletzte gewesen.
    Wird es ein Punkt,, dann ist es bereits deutlich zu wenig.
    Wird es eine Niederlage, dann wird diese – neben der Untergangsstimmung im Umfeld – sich vermutlich wieder so tief in die Spielerpsyche hineinfräsen, dass man bis zur Winterpause froh über jeden einzelnen kleinen Punkt sein darf, der den Abstand zu gesicherten Plätzen noch halbwegs gering halten lässt.

    Palikuca hat mit Dornebusch jedenfalls scheinbar einen wirklich guten Griff gemacht. Ich hoffe, der Kerl strahlt weiterhin so eine Ruhe aus und besänftigt die flatterhaften Nerven seiner Vorderleute.

    Und dann vielleicht auch meine. Irgendwann.

    11

    1
    Antwort
    • Das 0 : 0 geht in Ordnung.

      Der Club ist heimschwach und Wehen-Wiesbaden eher auswärtsstark. Das nächste Spiel haben wir also noch auf keinen Fall gewonnen. Den sog. Heimvorteil gibt es davon unabhängig sowieso von Jahr zu Jahr weniger.

      Ich hoffe zukünftig auf die bisher verletzungsbedingt nicht oder nur tlw. eingesetzten Spieler.

      Leider werden wir auch zukünftig wohl viele verletzte Spieler zu beklagen haben. Es ist sicher kein Zufall, dass wir in den letzten Jahren meiner Meinung nach deutlich überdurchschnittlich viele Verletzte hatten.

      3

      1
      Antwort
    • Kann man es nicht einfach lassen einen Spieler nach einem Spiel als guten fang zu bezeichnen?Ich sag mal Dovedan.Bei Trainern und Mannschaften soll man ja seit einiger Zeit auch erst nach 10 Spieltagen Aussagen treffen.Zu Schleusener hab ich auch schon ähnliche Lobeshymnen vernommen-nach einem guten Pass!
      Das geht mir viel zu schnell.
      Wenn einer schreibt, er habe kein gutes Gefühl wenn Kerk eingewechselt wird, dann kann man das nachvollziehen, denn da kommt in der Regel nicht viel.Oder wenn man sagt Frey arbeitet viel für die Mannschaft( leider kommt dann eher wenig bei seiner Kernkompetenz) das hat man dann jetzt auch schon eine Zeit lang beobachten können.Aber ein guter fang-nach einem Spiel- ist mir zu wenig belastbar

      5

      0
      Antwort
      • Du hast recht.

        Dovedan… es scheint, je neuer – sprich: je weniger akklimatisiert – er war, desto besser schien er zu sein. Ist er ein reiner „Umgebungsspieler“, der in etwas größeren Vereinen/Strukturen nicht funktioniert?
        Das kann doch alles nicht wahr sein, irgendwie befällt einen diese Saison zunehmend Verzweiflung, sei es das große Ganze oder eben Details.

        Der Kicker annonciert das Testspiel gegen die Bayern im Januar, in dieser Bekanntgabe befindet sich ein Link zum letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams, den ich schwelgerisch las und der mir schien wie ein Bericht aus längst vergangenen Tagen. Man erinnere sich nur mal, wie Ewerton und Mühl einen Stürmer namens Lewandowski kaltstellten. Wie sich Kerk (!) und Leibold auf der linken Seite mit Doppelpässen zum gegnerischen Strafraum vorspielten, wie Löwen neben Ishak die hinterste Abwehrreihe anlief, wie Matteus Pereira zauberte und traf.

        Und genau da fällt es einem dann auch auf:
        Das war ein eingeschworenes Team!
        Und in diesem agierten Spieler, die wussten, was sie machen mussten (jedenfalls an jenem Tag) und die den Unterschied zur jetzigen Elf ausmachen.

        Es ist eben doch nicht so einfach, vom Papier her scheinbar fähige, talentierte und auch schon erfolgreiche Spieler für diejenigen zu verpflichten, die ihr Glück woanders suchten.

        Keller muss dieser Clubelf, dem ganzen Kader am besten, Spirit injizieren. Kicken können die ja alle, das haben sie alle bewiesen (einige sogar beim Club). Jetzt gilt es, eine Mannschaft zu formen, die Spieler mit ihren jeweiligen Stärken zusammenzufügen, sie spüren zu lassen, dass sie sich aufeinander verlassen können, dass jeder sich zerreißt, wenn der Nebenmann einen Fehler gemacht hat.

        Jens Keller muss jedem Spieler die Sicherheit geben, die dann aber auch jeder einzelne auf dem Platz mit größtem Engagement verteidigen will! Nur so kann diese Saison noch in die richtige Richtung gelenkt werden, mit einem Spielsystem, in dem sich die 14, die am Spieltag eingesetzt werden, gut fühlen und für dessen Funktionieren sie alles geben. Ganz egal, ob man in Rückstand gerät oder eine Führung ins Ziel bringen muss.

        4

        0
        Antwort
  • Sehe ich nicht so, daß es nichts zu gewinnen gibt, ich finde man kann verdammt viel gewinnen, weil 3 Punkte in der Situation Gold wert wären und glaube das 2 gewonnene Heimspiel überhaupt in dieser Saison. Keine Mannschaft in der 2. Liga ist eine Kirmestruppe. Da wir 1 Punkt vor dem Abstiegsplatz stehen in der Tabelle ist es ein 6 Punkte Abstiegskampfspiel zumindest momentan. Wer also glaubt es war ja nur Wehen, der hat von dieser Saison noch nichts mitbekommen.

    7

    0
    Antwort
    • Ich hatte das auch eher aus der Perspektive der Spieler so formuliert, dass man eigentlich nur etwas zu verlieren hat.

      Dass 3 Punkte wichtig und klasse wären und natürlich ein Gewinn (rein punktemäßig/tabellarisch) steht außer Zweifel.
      Dennoch ist die Erwartung von außen und innen eine andere als gegen Fürth oder Bielefeld. Auch das ist wohl unstrittig, oder? Und darauf zielte ich ab.

      0

      0
      Antwort
  • Zudem ist Wehen die Sorte Gegner gegen die wir uns besonders schwer tun, denn wir sind in der Rolle das Spiel zu gestalten und da sahen wir bislang nie gut aus. Es wird gegen einen tief stehenden Gegner gehen, die uns dann versuchen werden mit langen Bällen und Umschaltspiel zuzusetzen. Fürth an letzten Spieltag hat ja zumindest gespielt. Von daher es gibt verdammt viel zu gewinnen gegen Wehen, gerade jetzt.

    4

    1
    Antwort
  • Off topic – Gedanke auf d’Nacht, weil derzeit beim ein oder anderen Verein mal wieder diskutiert wird, dass besser nur ein Trainer angeheuert werden sollte, der auch die Landessprache beherrscht: Frag mich grad, warum auch angesichts der eh herrschenden Vielsprachigkeit in Profi-Vereinen nicht einfach mal ein gesamter Spielerkader dazu verdonnert wird, die Sprache des ausländischen Top-Trainers zu erlernen? Zeit hätten die genug (mehr als der Trainer jedenfalls), sie würden weniger an Handy und Playstation rumdaddeln und stattdessen was fürs ganze Leben mitnehmen. Außerdem wäre damit gesichert, dass wirklich ALLE der wesentlich am fußballerischen Erfolg Beteiligten ein und die selbe Sprache sprechen. A Win-Win auf mehrere Ebenen wär des, wenner miech froochd.

    6

    0
    Antwort
    • Hm, Walerij Lobanowskyj ist leider tot und die anderen sprechen wahrscheinlich alle englisch.
      Ich vermute, dass nahezu alle internationalen Trainer multilingual sind und Dein Vorschlag damit eher ins Leere läuft.

      Lass uns diesen Post wieder hochholen, wenn Michael Köllner in La Liga, Premier Liga oder Ligat Ha’al wechselt.

      1

      0
      Antwort
      • Thema Sprache, muß man ja gar nicht weit zurück, ich habe in Blickpunkt Sport am Sonntag seit langem mal wieder ein Köllner Interview gesehen 🙂 nach dem Derby 1860 gegen die kleinen Roten. (Fans: Wurscht ob gegen die Zweite, Hauptsache gegen die Roten!) Also ich frage mich ja immer noch wie ihn jeder so verstehen konnte bei uns. Da erinnert man sich an den Satz von Pereira warum er bei Köllners Erklärungen im Training so teilnahmslos wirkt „Wenn der Trainer deutsch spricht verstehe ich ihn nicht mehr. „

        2

        2
        Antwort
    • Bei der durchschnittlichen Halbwertszeit von Trainern und Spielern bei Vereinen dürfte das Return on Investment für den Verein recht gering sein. Man stellte sich vor, beim Club hätten jetzt alle Wienerisch gelernt und müssten jetzt plötzlich auf Schwäbisch umsatteln. 😁

      Glaub ehrlich gesagt auch nicht, dass das in der Vermittlung der Ideen zielführend wäre, wenn bspw. ein Tuchel in Paris auf Deutsch was erklären würde und dann 25 Mann mit ganz unterschiedlichen Levels an Sprachverständnis (ein einheitliches ließe sich mMn nicht schaffen, dafür sind die Voraussetzungen der Spieler zu unterschiedlich) das aufnehmen, da gingeN so viel mehr (und v.a. bei jedem unterschiedliche) Nuance verloren, als wenn einer adaptieren muss, dass die Vermittlung arg leidet. (Von der kulturell-integrativen Wertigkeit und der Symbolik der Landessprache, sowie der Außenwirkung, dass plötzlich alle für den einen einen Sprachkurs belegen müssen, mal ganz abgesehen.)

      2

      0
      Antwort
      • Es käme natürlich auf die konkrete Muttersprache des Trainers, auf eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der zumindest länger bleiben KÖNNTE (wieso gibt es eigentlich keine Transferfenster auch für Trainer? 🙂 ), auf die Schwierigkeit der jeweiligen Landessprache und auf das Ausmaß der vorhandenen Vielsprachigkeit im Kader an. Nützt ja auch wieder nicht viel, wenn sich ein neuer Bundesliga-Trainer mit Deutsch-Lernen abquält und diese Sprache vielen der Spieler aber genauso schwer fällt. Rein interessehalber: wie ist das eigentlich bei finnischen oder ungarischen Vereinen, die von Ausländern trainiert werden? Alles auf Englisch oder rennen da permanent Dolmetscher mit rum? Oder beides?

        0

        1
        Antwort
        • Versprechen fremdsprachige Trainer denn ungeachtet aller Sprachbarrieren überhaupt mehr Erfolg, bzw. mehr Qualität?

          0

          0
          Antwort
      • Aus einem „Spiegel“-Interview mit Mbappé: „‚Ich kenne leider keine schönen Wörter auf Deutsch. Nur Schimpfwörter wie Scheiße. Mein Trainer ist Deutscher, und der sagt das ständig, wenn ihn etwas nervt. Scheiße, Scheiße‘! Mbappeé lacht. Er spricht von Thomas Tuchel, seinem Trainer bei PSG“.

        0

        0
        Antwort
  • Ihr habt ja recht, es würde uns ohne Sprachbarrieren echt was entgehen, denn Fußball ist schließlich nicht immer nur „Ding, Dang, Dong“, sondern manchmal eben auch nur „Ding“, selbst wenn „the cat in the sack“, obwohl „the sack not closed“ is 🙂

    2

    0
    Antwort
    • Berlin gibt ja ganz schön Gas was neue Angestellte betrifft. „Neben Friedrich und den künftigen Co-Trainern Alexander Nouri und Markus Feldhoff werden ab sofort auch Bundestorwarttrainer Andreas Köpke, Vater des Hertha-Profis Pascal Köpke, als neuer Torwarttrainer und Werner Leuthard als Konditionstrainer zu Klinsmanns Staff zählen.“

      Luxuriöse Interimslösung.

      0

      0
      Antwort
      • Luxuriös auf den ersten Blick, aber unterm Strich ziemlich Harakiri. Anstatt der Talfahrt mit einem etablierten Experten zu begegnen, setzt man auf ein Experiment, dessen Ausgang überhaupt nicht abzuschätzen ist. Hätte man das jetzt bei uns versucht (die Situation ist ja ähnlich), ich hätte Pali für völlig durchgeknallt erklärt.

        Klinsmann hat doch keine Erfahrung im Abstiegskampf, sondern v.a. mit Nationalteams und als Vereinstrainer nur mit einem Luxusteam, das man nur zum Geradeauslaufen bringen muss.

        Ich bin gespannt, die Konstellation ist spannend, aber bei uns möchte ich sowas nicht sehen!

        6

        0
        Antwort
        • Frage mich wie Andy Köpke das wuppen will der ja sehr gut hier in Herzogenaurach lebt. Er müßte als Torwarttrainer ja 7 Tage die Woche 500km in Berlin entfernt vor Ort sein. Vielleicht der Reiz, weil der Filius dort spielt. Familienzusammenführung.

          Klinsi, Köpke usw. da kann man schon von einer großen Lösung sprechen. (und kein Harakiri, bei keinem Trainer gibt es Sicherheiten, Klinsi hat als Nationaltrainer auch schwächere Teams also nicht nur Platzhirsche trainiert)
          Werden ihn vermissen beim GC Lauterhofen und GC Herzogenaurach 😮

          0

          0
          Antwort
          • …aber keinen Abstiegskampf, den gibt es bei Nationalteams nicht.

            Hier geht es nicht um die individuelle Stärke eines Teams, sondern um die mentale Verfassung. Naja, die Buddha-Statuen werden schon für gutes Karma sorgen 😉

            0

            0
            Antwort
  • Es ist zum Glück nicht unsere Baustelle, aber mit dem Kader glaube ich nicht, daß Hertha lange im Abstiegskampf sein wird, aber im Moment sind sie wie wir da rein gerutscht und mußten wohl deshalb handeln.

    0

    0
    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.