Heimpleite gegen den Tabellenletzten – Der Club im freien Fall in Richtung Liga 3

Am 15. Spieltag verliert der 1. FC Nürnberg sein Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Wehen Wiesbaden mit 0:2 und steht auf einem Abstiegsplatz.

Das zarte Pflänzchen Aufschwung zertreten

15. Spieltag 2019/2020
0 : 2

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Das 0:0 wollte man als zarten Anfang sehen, als Schritt in die richtige Richtung. Und mit einem Sieg gegen Wiesbaden, den klaren Tabellen-Letzten, kam der perfekte Gegner für den nächsten Schritt. Doch Wiesbaden hat eine Waffe, die man hätte kennen können, aber dann doch nicht verteidigen konnte: Manuel Schäffler.

Sogar die gegnerischen Fans hatten vor dem Top-Stürmer, dem wichtigsten Mann von Wiesbaden, gewarnt, von seiner Fähigkeit auch schwierige Zuspiele zu verarbeiten und auf den ersten Metern sich Vorteile zu verschaffen – offenbar nicht deutlich genug. So stand es nach 4 Minuten 0:1 und das zarte Pflänzchen Aufschwung war quasi mit dem Stollen-Absatz zertreten.

Der Club mühte sich nach dem Rückstand durch Halbzeit 1, bekam aber keinen wirklichen Zug auf das Tor zustande. Erst gegen Ende des Durchgangs sowas wie Druck, doch Chancen entstanden eher aus Unzulänglichkeiten des Gastes, wie bei einem Abpraller des Torwarts oder Turbulenzen im Strafraum nach einer Ecke. Wirklich zwingend wurde es nicht.

Keller reagierte in der Pause, brachte Lohkemper für Dovedan, doch der nächste Nackenschlag brauchte diesmal nur 3 Minuten nach Anpfiff. Und diesmal stand der Neuzugang im Tor, Dornebusch, im Mittelpunkt, der vollkommen unnötig sein Tor verließ und dann aus dem Halbfeld mit einem Lupfer überwunden wurde: 0:2.

Der Rest der 2. Halbzeit ein einziges Trauerspiel einer Mannschaft, die in ihren Grundfesten erschüttert ist – oder einfach nach ihrer Demontage (aka Umbruch) nie zusammenpasste. Offensivbemühungen scheiterten an Passungenauigkeiten, falschen Laufwegen, Stockfehlern, hinten blieb man auch gegen den 3. Liga-Aufsteiger immer für einen Gegentreffer gut – wie bei der Elfmeterszene in der 62. Minute, bei der sich Mühl alles andere als clever anstellte, die dann nur wegen eines Handspiels sich auflöste.

Man wollte mehr und verspielte alles

Mag man dem Team von Michael Köllner vor Jahresfrist die Ligatauglichkeit abgesprochen haben, mag dies seine Berechtigung gehabt haben – Ligauntauglichkeit bzgl. Bundesliga wohlgemerkt, für die 2. Liga hatte es aber offenbar ja doch überdurchschnittlich gereicht, sonst wäre man nicht aufgestiegen. Man wollte mit Palikuca aber mehr, wollte nicht nur die Probleme des Teams in der Bundesliga bearbeiten, sondern gleich den ganz großen Schritt machen und einen anderen Fußball spielen lassen. Doch als dann fehlendes Matchglück und Verletzungspech dazu kam, zerfiel das Kartenhaus in seine Einzelteile. Vielleicht ist aber auch einfach die hochgelobte Einkaufspolitik von Palikuca ein größerer Trugschluss als seine Trainerauswahl.

Wie Trainer Jens Keller diesen Fall stoppen will, nachdem bereits zwei Trainerwechsel (nimmt man Mintal mit rein) als Impuls verpufften und nun auch selbst vermeintliche sichere Heimspiele wie gegen Wiesbaden zum Debakel werden, ist vollkommen fraglich. Und der Worst case, der Abstieg in Liga 3, ist nach 15 Spieltagen und zwischenzeitlich Platz 16 (Relegationsplatz) keine Drohkulisse eines unverbesserlich fränkischen Pessimismus, sondern zwischenzeitlich tabellarisch belegte Realität.

Wir sind der Club. Ein Mantra, das Eingang des 21. Jahrhunderts den Club zusammenschweißte, muss wieder mit Leben befüllt werden. Ein Zusammenrücken, um das Schlimmste zu vermeiden. Danach wird man die Verantwortung für diese katastrophale Fehleinschätzungen einer Saison, die bis zu diesem Punkt führten, klären müssen.

Der Spielbericht von Beglubbt TV (Video)

(folgt nach dem Spiel)

Daten & Fakten

Anstoß: 13:00 Uhr / Stadion: Max-Morlock-Stadion, Nürnberg
Schiedsrichter: Sascha Stegemann
Zuschauerzahl: 28.000 Zuschauer

Aufstellung

Dornebusch – Valentini, Sörensen, Mühl, Handwerker – Behrens, Geis, Kerk, Hack, Dovedan – Frey

Bank: Willert (Tor), Nürnberger, Erras, Gnezda Cerin, Jäger, Ishak, Iuri Medeiros, Lohkemper, Schleusener

Steckbrief Clubfans United

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54 Gedanken zu „Heimpleite gegen den Tabellenletzten – Der Club im freien Fall in Richtung Liga 3

  • Alles richtig!

    Ich fürchte allerdings, dass es aufgrund der Ausgangssituation vor der Saison (Erstligaabsteiger, Mitfavorit um den Aufstieg, „spätestens übernächste Saison wieder 1. Liga“) komplett an Einstellung, Mentalität, psychischer Robustheit und Willen fehlt, den Abstiegskampf anzunehmen und auf dem Platz zeigen zu können(!), dass man weiß, was die Uhr geschlagen hat.

    Wenn Keller diese Truppe noch irgendwie irgendwann so hinbekommen sollte, dass der Abstieg vermieden werden kann, ist er ein Kandidat für den höchsten fränkischen Verdienstorden.

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    • Oder aber der komplett falsche Trainer für diese Situation-hat er es denn in Ingolstadt hinbekommen?
      Ich sage nicht dass er ein schlechter Trainer ist, aber nicht für einen Absteiger, der Probleme mit der Realität hat.

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      • Ist ein Sportdirektor, dessen selbstverkündeter Königstransfer als Trainer und ohne Not völlig umgekrempelter Kader, den Club souverän ans Tabellenende geführt hat, fähig, einen rettendem Trainer zu verpflichten?

        Das ist wohl eine rhetorische Frage.

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      • Mir kommt der Club vor wie der Berliner Flughafen, egal wer es anpackt, egal was repariert wird oder versucht wird zu reparieren es tauchen immer neue eklatante Mängel auf, selbst wenn man das Personal zum 4. mal im laufenden Jahr ausgetauscht hat (Trainer).

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        • Großartig-Humor ist wenn man trotzdem lacht.
          Allerdings auch wieder vorhanden, die Club Hybris, die sich zeigt im Vergleich des Hauptstadtflughafens mit dem Club.Der BER dürfte für Deutschland doch wichtiger sein wie der Club für Fußball-Deutschland…da ist der Club leider eher der Flughafen Hof-für die Region wichtig, aber hoch defizitär und wenn er weg wäre, dann gäbe es auch nur in dieser Region Betroffene Und es würde auch nur für diese Region ein Verlust darstellen.

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          • Es geht nicht um die Wichtigkeit, die Berliner bringen ihn ja nicht fertig egal wie wichtig er ist sondern um das Prinzip der endlosen Fehlerquelle. Da verbrennt sogar der Club noch weniger Geld als das schwarze Loch der Ahnungslosen in Berlin. So viele Trainerabfindungen könnte nichtmal der Club zustande wie Gelder anderer Bundesländer in Berlin versenkt werden.

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            • Der Bund und damit die Riege der CSU-Verkehrsminister kommt bei der allgemeinen Beurteilung des BERs viel zu gut weg-da könnte man auch eine Parallele zum Club ziehen.Der Misserfolg hat mehrere Väter

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  • Wenn man die ganze Saison ohne Mittelfeld spielt, muss man sich nicht über die Ergebnisse wundern.

    Wir haben immer ein riesen Loch zwischen Angriff und Abwehr und die Mittelfeldspieler sind weder Willens noch in der Lage Abwehr und Angriff richtig zu unterstützen, ein Beherens hatte immer seine Stärke im Torabschluss, sonst kann er leider nicht viel. Ein Geis ist zu langsam, zu klein und zeigt kaum Zweikampfhärte. Wie man mit diesen beiden Spielern auf der 6 etwas erreichen will bleibt mir rätselhaft. Und die 4 Offensiven vorn zeigen ab und an mal einen netten Trick, aber es gibt keine einstudierten Spielzüge, es gibt auch nach 15 Spielen, also fast der Hälfte der Saison kein Zusammenspiel zwischen den Offensiv-Spielern. Eine einigermaßen massive Abwehr löscht bei diesen Schönwetterspielern jederzeit den letzten Offensivfunken.

    Die komplette sportliche Abteilung zeigt in dieser Saison keine Leistung, das fängt beim Vorstand an geht über ein Trainerteam, das viel zu groß ist bis hin zu den Spielern und jede Alternative von der Bank oder der Tribüne reiht sich nahtlos ein.

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    • @Armin: gib dir völlig recht, wie leicht man einem Greis den Ball abluxen kann – der ist scheinbar nicht nur körperlich nicht schnell, sondern bemerkt auch gegnerische Attacken viel zu spät-, Behrens nicht in der Lage vorne oder hinten irgendwas zu strukturieren.
      Müssen wir jetzt wirklich Jäger und Erras auf die Doppelsechs stellen um ein paar Punkte gegen den Abstieg zusammenzukratzen? Scheint fast so.

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  • Bin scho wieder stocksauer. Aber: Ich werd auch weiterhin meinen FCN-Bierdeckel in den Wirtshäusern im heimatlichen Isarwinkel auslegen, und das Bier wird mir schmecken – jetzt erst recht!

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    • Sehr löblich! Ich überlege gerade mir ein paar RB Bierdeckel zuzulegen und habe auch meinen Vater gefragt, ob wir wechseln wollen oder zumindest Leih-Fans werden. Ich möchte auch mal wieder jubeln.

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      • Genau der richtige Club RB, viel Spaß da. Habe es immer bewundert dass so viele Fans dem Glubb die Treue halten. Unsere Schalker Freunde gestern im Stadion: bei uns wären schon lang nich mehr so viel Fans da wenn wir so spielen würden. Das ist der Glubb! Allen denen das nicht taugt: viel Spass bei den Retorten oder Erfolgsvereinen und tschüss.

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      • Überleg‘ Dir das gut, weil dann musste auch die entsprechende Plörre trinken😂

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  • Kurze Analyse: Wenn man gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten zu Hause verliert, gehört man nicht in diese 2.Liga.
    Wenn diese Spieler nach Leistung bezahlt werden würden , dürfte am Ende des Monats bei keinem Spieler ein Gehalts auf dem Konto erscheinen.

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    • @Carsten67. Ich wohne ungefähr 60 Kilometer von Paderborn weg. War jetzt zweimal im Stadion und muss sagen, dass ich Respekt vor dem Auftreten der Mannschaft habe. Sicherlich wird Paderborn wieder absteigen aber wenn ich da an die Auftritte unseres Clubs in der letzten Saison denke, stellen sich mir immer noch die Haare zu Berge. Dies ist kein Retorten oder Erfolgsverein sondern er muss mit noch weniger Geld auskommen als der Club. Selbst bei so kleinen Vereinen wird mittlerweile besser gearbeitet als beim Club. Die alten Clubfans, wie wir es sind, werden langsam aussterben. Die kommende Generation will etwas geboten bekommen für ihr Geld aber das genaue Gegenteil bekommt sie beim Club geboten. Die Mannschaft hat auch bei mir sämtlichen Kredit in den letzten 1 1/2 Jahren verspielt.

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      • Retorte war auf RB bezogen, in Paderborn war ich auch schon, sehr nette Leute. Hat mit Retorte nichts zu tun. Ist halt leicht Fan von einem erfolgreichen Club zu sein. Ich kann mit Werkself, RB und SAP nichts anfangen. Sollten sich alle Clubs in diese Richtung entwickeln, dann werd ich Amas schauen.

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  • Die Mannschaft hat irgendwie einen Knacks, keinerlei Selbstvertrauen da tun auch Trainer keine Wunder, sieht man an Klinsi heute in Berlin, so wie bei Keller. Im Sportklettern sagt man der stärkste Muskel ist der Kopf (die Psyche), das ist in anderen Sportarten nicht anders. Mental ist diese Mannschaft irgendwie kaputt. Kein Glaube nichts und dann wird es auch nichts. Ich sehe das gleiche Schicksal kommen wir Kaiserslautern und 1860. Wenn man sich dessen bewußt ist und vielleicht noch etwas ändern will, muss ein anderer Charakter rein in die Mannschaft, es muss nichtmal die höchste Qualität sein, aber Wille und Pferdelunge. So wie sie ist kann die Mannschaft keinen Abstiegskampf. War auch heute gut zu sehen.

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    • Volle Zustimmung. Ich habe bis heute daran geglaubt, dass die Mannschaft mehr kann, sich nur mal mit einigen Erfolgserlebnissen einspielen muss und dann noch oben angreifen kann.

      Aber das stimmt nicht. Jetzt ist Abstiegskampf, wir müssen uns irgendwie in die winterpause retten und dann braucht 1-2 Mentalitätsspieler als Anführer. Die Mannschaft ist komplett verunsichert und es fehlt allgemein die zweikampfhärte, so kann das nichts werden. Meinetwegen solle am Ende 5 Jäger auf dem Platz stehen

      Irgwndwas passt nicht zusammen mit der Truppe. Selbst wenn man mal eine gute Phase hat, reicht eine gegnerische Aktion und die brechen komplett ein, sind ängstlich und kriegen keinen Ball an.

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      • Dann muss ich halt mal die Arschbacken zusammenkneifen und anfangen zu arbeiten. Ich kann doch als Spieler nicht ständig darauf warten das mein Arbeitgeber mit (welchen Wohlfühlmaßnahmen auch immer) dafür sorgt das es irgendwie besser wird. Diese Typen (freundlich ausgedrückt) haben auch eine Eigenverantwortung und vor allem sind sie mehr denn je in der BRINGSCHULD. Hoffentlich hat RP in seinem grenzenlosen Selbstvertrauen nicht vergessen die Spielerverträge auch für die dritte Liga zu schließen. Nicht auszudenken wenn ein Abstieg des Vereins für den ein oder anderen dieser Traumtänzer am Ende auch noch zum persönlichen Vorteil wäre. Ich bin so dermaßen enttäuscht das ich denen sogar vorsätzliche Schlechtleistung zutrauen würde . Sorry, aber an so einen Sauhaufen kann ich mich nicht erinnern!

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  • Nachtrag: und wieder weniger gelaufen als Wehen, wie in allen bisherigen Spielen. Wenn man keine Qualität auf den Platz bringt dann wenigstens das.

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    • Die jetzige Saison völlig isoliert von der letzten Saison zu betrachten, halte ich für falsch. Die „Demontage“ der Aufstiegsmannschaft begann aus meiner Sicht schon in der letzten Saison. Nicht zuletzt hat man diese Mannschaft schlechtgeredet, sie sei nicht tauglich für die Liga. Gleichzeitig aber hat man diese Mannschaft heillos überfordert in Sachen Spielidee. So dass wir nie erfahren werden, ob die Mannschaft mit einer sogleich zu Beginn einstudierten, pragmatischen Spielidee ligatauglich gewesen wäre.

      Hinzu kam, dass der Klassenerhalt ja eher so ein Versuchen-wirs-mal, aber kein wirkliches Ziel war. Halbherzig nennt man das. Fortuna und Union (bereits 16 Punkte) machen dies mit vergleichbaren Rahmenbedingungen besser. Deutlich besser.

      Aber: Es wäre auch falsch, einzig und allein auf die großen Fehler des letzten Jahres zu verweisen. Doch das Ganze ist ein Prozess, der nicht erst begann, seitdem Palikuca hier ist. Sondern schon vorher.

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      • Völlig richtig analysiert. Hinzu kommt, dass beide Vorbereitungen dieses Jahres scheinbar völlig lasch waren. Hier leht man die konditionell en und spielerischen Grundlagen. Das wurde völlig vergurkt.Ich hoffe dass Keller im Winter die Zügel anzieht. Da muss jeder Spieler zusatich noch an seiner Fitness arbeiten. Wie ich bereits feststellte, es wird dauern bis der Bock umgestossen wird. Wahrscheinlich und hoffentlich im nächsten Jahr

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      • Hier meine Zustimmung. Ich habe schon letztes Jahr gesagt, dass es absolut fahrlässig ist, das „Geschenk“ Aufstieg so leichtfertig abzuschenken. Mit der Vorgabe, man müsse ja eh nicht drinbleiben,. man hätte kein Geld usw. Und einem Trainer Köllner, der durchgeknallt ist und versucht hat, mit dieser limitierten Zweitligatruppe in der Bundesliga zu zaubern.
        Die Personalie Palikuca sehe ich von Anfang an kritisch, seit er seine Seilschaft Canadi in Nürnberg durchgesetzt hat, nachdem es in Düsseldorf ja nicht geklappt hat. In Düsseldorf halten sie sich wahrscheinlich immer noch die Bäuche vor Lachen, wenn sie daran denken, dass Canadi Funkel hätte ersetzen sollen. Was die Neuverplichtungen und die Mannschaftszusammenstellung angeht, zeigt sich mittlerweile ja auch, dass hier kein glückliches Händchen gewaltet hat.

        Was ist also das Fazit aus Deiner These, das Ganze sei ein Prozess, der schon vorher begonnen habe? Der Fisch stinkt vom Kopf. Der Club hat keine vernünftige starke Führung in der Spitze, sondern einen Aufsichtsrat aus netten Leuten, die es vielleicht gut meinen. Aber ein Konzept für die langfristige Entwicklung des Vereins in den 20 besten Mannschaften Deutschlands (so wie das Freiburg auch sieht und Abstiege immer mal wieder mit einkalkuliert) ist weit und breit nicht zu sehen.
        Bittere Aussichten.

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        • Und einem Trainer Köllner, der durchgeknallt ist und versucht hat, mit dieser limitierten Zweitligatruppe in der Bundesliga zu zaubern.

          Aber das war doch genau das, was vorher ausgemacht war. Der Kerl hat das genau so angekündigt und ist dafür abgefeiert worden. Finanzielle Gesundung und fußballerische Weiterentwicklung vor Klassenerhalt.

          Freiburg ist dabei ein gutes Beispiel. Der Unterschied ist aber nicht, Köllner nicht früher entlassen zu haben. Der Unterschied ist, daß man Köllner überhaupt entlassen hat.

          Das war in meinen Augen immernoch ein Wortbruch. Und feige war es auch.

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          • Sorry Köllner wäre in jedem wirklich jeden Verein viel früher entlassen worden, bei uns hatte er viel Bonus, das war am Ende die selbe Trostlosikeit ohne jede Entwicklung der Mannschaft oder Spieler in der 1. Liga, wie sowas geht sieht man an Union Berlin oder sogar Paderborn, auch wenn letzteren die Fortune fehlt, wie man sich wehrt als pot. Absteiger. Leider muss man sagen, es wurde danach nichts besser…erneut nicht gut gemacht, das hat man wieder verpaßt. St. Pauli mit Bornemann ist im gleichen Desaster übrigens. Wir müssen im hier uns jetzt bleiben, was jetzt schief läuft

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            • Du hast natürlich Recht dass es am Ende trostlos war, aber die Mehrheit der Clubfans wäre auch nicht zufrieden gewesen, wenn man immer 2:3 verliert.
              Wäre letzte Saison ein zwei Spiele anders gelaufen, dann hätte man sich sogar nicht würgend drinnen gehalten..Manchmal brauchst du ein Erweckungserlebnis-so wie Union gegen einen indiskutablen BVB.Oder letztes Jahr F95 gegen damals kriselnde Bayern.Da gehört dann dazu dieses Glück zu nutzen, aber manchmal bietet es sich auch nicht an.RB,Bayern etc. zerlegen an einem guten Tag jeden Aufsteiger

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              • Stimmt. Um gegen einen Großkopferten zu gewinnen, muss schon Vieles passen.

                Ein Erweckungserlebnis kann insbesondere aber auch ein Erfolg über einen direkten Konkurrenten sein. Den man mit Willensstärke und einer passenden Spielidee niederringt, umgesetzt von einer Mannschaft mit fester Formation. Leider haben wir in Schlüsselspielen wie beispielsweise gegen Stuttgart nicht einmal ansatzweise das gebracht, was wir hätte bringen können.

                Union hat solche Erweckungserlebnisse. Mit einem Sieg in Mainz beispielsweise. Oder einem Derby-Sieg über die investorgeschwängerte Hertha.

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            • Sorry, aber wenn du das Argument, Köllner wäre in jedem Verein viel früher entlassen worden, auch zum 5 tausendstel Mal vorträgst, wird es nicht richtiger.
              Wenn zu Saisonbeginn, nach dem Aufstieg, eine gemeinsam von den Verantwortlichen einstimmige Entscheidung getroffen wurde, nämlich die, dass der finanziellen Konsolidierung Vorrang vor dem Klassenerhalt einzuräumen ist, dann wurden mit dieser Vereinbarung die „Mechanismen des Geschäfts“ außer Kraft gesetzt.
              Genau so wenig, wie ein Trainer mit der derzeitigen Mannschaft aufsteigen kann, hätte ein anderer Trainer – wie gehabt – den Abstieg nicht vermeiden können und Bornemann hat verantwortungsvoll gehandelt, keinen sündhaft teuren Alibi-Einkauf zu tätigen und den Entschuldungskurs zu gefährden, um wahnwitzige Forderungen von Fans zu erfüllen.
              Die krasse Fehlentscheidung, vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen, war Ursache des derzeitigen Fiaskos. Der öffentliche mediale Druck auf die Verantwortlichen hat ebenso auf deren Umfaller eingewirkt, wie die Enttäuschung uneinsichtiger Fans.
              Das Ganze gipfelte dann auch noch im untragbaren Vorwurf, Bornemann hätte sich dem Club gegenüber illoyal verhalten, als würde ein wortbrüchiger Vertragspartner auch noch Loyalität verdienen.
              Unterziehen wir doch deine „Kompetenz“ einmal einem Vergleich. Nach deiner Einschätzung ist die Mannschaft innerhalb von 13 Spielen von einem qualitativen Spitzenkader und Aufstiegsaspiranten zum Abstiegskandidaten degeneriert. Glaubst du, das hätten Köllner und Bornemann nicht hinbekommen?
              Und jetzt dürfen die Daumen nach unten mobilisiert werden.

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              • Mag sein, dass kein anderer Trainer dieser Erde den Klassenerhalt geschafft hätte. Ich weiß es nicht. Wir werden es nie erfahren. Weil wir die letztjährige Mannschaft nie mit einer angemessenen Spielidee sehen werden. Und nie mit einer festen Formation.

                Wie gesagt: Keiner kann es wissen, ob ein anderer Trainer es geschafft hätte. Was wir aber wissen, ist: Düsseldorf hat das Unmögliche möglich gemacht. Und Union ist auf dem besten Weg, dieses Weltwunder zu wiederholen. Unter vergleichbaren Bedingungen.

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                Antwort
                • @ fränki
                  Bedingungen sind nur dann vergleichbar, wenn sie identisch sind.

                  Und was „angemessene“ Spielideen betrifft, traue ich einem Fußballlehrer eben mehr
                  zu, als Tribünen- und Fernsehtrainern. Auch scheinbar Unmögliches ist im Fussball
                  möglich, aber eben sehr selten.
                  Tut mir leid, aber mit solchen „Vergleichen“ kann ich nichts anfangen. Ich zerpflücke
                  deine Ansichten ja nicht, ich betrachte die Situationen lediglich aus einer anderen
                  Perspektive, ohne daraus irgend einen Anspruch abzuleiten.

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                • Es gibt nirgends „identischen“ Bedingungen, sonst müsste man Vereine klonen können, daher ist dieser Einwand sinnfrei. Aber selbstverständlich kann man ähnliche Bedingen vergleichen.
                  Wo aber wirklich die Unterschiede liegen, wenn zwei das gleiche tun, nämlich die handelnden Personen, machen die einen es eben besser als andere. Deshalb gibt es auch keine Rezepte egal ob Konstanz oder weniger Konstanz, das entscheidende sind die handelnden Personen und die Qualität ihrer Entscheidungen, nicht das Prinzip, sonst könnte es nämlich jeder.

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              • Es ist ja mal wieder Sonntag 🙂

                Hans65: Sorry, aber wenn du das Argument, Köllner wäre in jedem Verein viel früher entlassen worden, auch zum 5 tausendstel Mal vorträgst, wird es nicht richtiger.

                Es muss auch nicht richtiger werden, weil es richtig ist. Schau dir einfach mal die bisherigen Entlassungen in der 1. Liga an, um wie viel schneller das geht als bei uns und dann wieviel Vertrauen man Köllner entgegengebracht hat – ein Vielfaches als gewöhnlich. So ist diese Fußball Business auch wenn du es dir vielleicht abends unter der Bettdecke anders wünscht.

                Hans65: Vorrang vor dem Klassenerhalt einzuräumen ist, dann wurden mit dieser Vereinbarung die „Mechanismen des Geschäfts“ außer Kraft gesetzt.

                Ist klar, ausgerechnet der FCN ist angetreten um die Mechanismen des Geschäfts ausser Kraft zu setzen. Noch naiver geht es glaube ich nicht. SORRY

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                • Die leider beneidenswerte Ausnahme ist mal wieder Freiburg: 2004/05 wurden die durchweg von Finke trainiert und der blieb auch nach dem damaligen Abstieg mit nur 18 Punkten.
                  Nach Spieltag 17 hatten die übrigens exakt die selbe Bilanz wie wir letztes Jahr: 2-5-10 bei 14:38 Toren. Sowas..

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                • Eine Juwe typische Einleitung. Darauf so zu reagieren, wie es notwendig wäre, halte
                  ich für vergeudete Energie. Wohin diese Kehrtwendung enden wird?
                  Möglicherweise in der 3. Liga oder mit Problemen bei der Lizenzvergabe. Warten wir es ab.
                  Kluge Leute bedenken auch die Folgen ihrer Forderungen.

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                • Das war nicht das Ziel, aber es kann auch in der 3. Liga enden, wenn man es erneut wieder nicht gut macht. Derzeit sieht es so aus

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                • @ Hans 65

                  Wenn man aber nur Identisches, also vollkommen Übereinstimmendes, miteinander vergleichen kann, ist jeder Vergleich im Sport überflüssig. Eine Tabelle ist somit nur statistische Spielerei.

                  Denke schon, dass man vergleichen muss, auch um sich Ziele zu setzen. Insofern halte ich einen Vergleich mit schier identischen finanziellen Voraussetzungen für durchaus aussagekräftig.

                  Womit ich aber auch Deine Sichtweise keineswegs kritisieren will. Ehrlich gesagt, würde ich das gerne genauso sehen wie Du, dann müsste ich mich nicht mehr darüber ärgern, dass es andere so viel besser machen als wir es letztes Jahr getan haben und momentan tun.

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    • Eine schande ist das was hier der Vorstand und die dazugehörigen Verantwortlichen aus den 1.FCN immer wieder machen.
      Einfach nur lächerlich,die sind so bescheuert und lernen nicht mal aus ihren Fehlern.

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  • Keller muss endlich einen Schnitt machen. Spieler wie Mühl, Behrens, Kerk haben nichts zu suchen in einer Startelf. Behrens trägt nur noch das Trikot über 90 Minuten spazieren. Mühl beim Spielaufbau zu zusehen ist Höchststrafe. Geis ist langsamer als meine 93 jährige Oma.

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  • Sie haben schon Marek Mintal beleidigt und lächerlich gemacht gegen Bielefeld. Diese Mannschaft ist eine Melange aus Haargel und Selbstgenügsamkeit.

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    • …oder auch aus fehlender Gruppendynamik und mangelndem Mannschaftsgeist?

      Fraglich womöglich, ob Behrens bei den „Neuen“ anerkannt wird als Kapitän? Oder wird er einfach nur geduldet?

      Selbstgenügsam zeigte sich jedenfalls Mühl. Indem er vor dem Spiel gegenüber den „Nürnberger Nachrichten“ sagte, dass er jetzt wissen würde, was er zu machen habe, da Keller ihm im Gegensatz zu Canadi einen Plan mit aufs Feld geben würde. Anstatt sich selbst zu hinterfragen, wird erst mal der Ex-Trainer in aller Öffentlichkeit als Schuldiger ausgemacht. Einfach enttäuschend sowas. Insbesondere vor dem Hintergrund der heutigen Leistung.

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      • Behrens hat wohl über seinen Berater sehr aktiv versucht Erstligaspieler zu bleiben-vielleicht nicht die beste Voraussetzung für einen Kapitän

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        • War das so? Gibt’s dafür Belege? Denn dann muss man wirklich mal alles hinterfragen, auch die Kapitänsbinde.

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      • Was mir am meisten Sorge macht ist dass es jetzt nach dem Trainerwechsel nur noch an den Spielern liegen kann. Und die wirken ratlos, leer und total verunsichert. Hatten wir nicht extra nen Mentalcoach? Physisch haben wir ebenfalls große Defizite. Mit Kerk, Dovedan und Hack sowie Geis vier Mittelfeldspieler, die nicht athletisch genug für die erforderliche Zweikämpfe sind. Wir laufen auch zu wenig. Im Aufstiegsjahr haben wir immer mehr Kilometer runtergespult als die Gegner. Vielleicht führt dies auch dazu, dass keiner für den anderen kämpft. Das war gestern sehr deutlich zu sehen. Sowohl bei Ballbesitz als auch bei Balleroberung bewegt sich nur der Spieler in Ballnähe. Jetzt muss an den einfachen, effektiven Dingen gearbeitet werden. Eckbälle, da müssen Varianten her. Freistöße, ab sofort nur noch 1 Mann am Ball der 2. ist verschenkt. Pass-Spiel, Laufwege, Teamarbeit…von Spiel zu Spiel. Keller ist genau der Richtige dafür.

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      • @fränki
        An diesem Interview von Mühl hat man doch wieder gesehen, das dieser Mann an absoluter Selbstüberschätzung leidet, warum auch immer….
        Wenn der sich seine durchwegs grottenschlechten Spiele mal ansehen würde, müsste er ganz, ganz still werden.

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      • Das versteh ich auch nicht wie ein Mühl vor dem Spiel gegen Wiesbaden so sein Maul aufreißen kann und dann wieder mal so einen völligen Kreisklasse reifen Mist zusammen spielt. Ich halte Keller für einen guten Trainer aber mit dem seelenlosen Haufen von Mannschaft ist es egal wer da als Trainer auf der Bank sitzt. Jeder einzelne Spieler sollte sich mal fragen was er da jedem einzelnen Fan des 1. FC Nürnberg antut. Von den „alteingesessenen“ Clubspielern wie Mühl, Valentini und Behrens, die wissen sollten was es heißt für den Club zu spielen, bin ich noch mehr enttäuscht als vom Rest. Aktuell sind wir die schlechteste Mannschaft der 2. Liga und werden, wenn nicht ein Wunder geschieht, absteigen.

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  • @Juwe Ich war in letzter Zeit nicht immer einverstanden mit deinen Kommentaren aber dieser letzte Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf. Vielleicht gehört noch Selbstüberschätzung dazu.

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    • Und wenn alles nix hilft, dann frische U21 Spieler ran. Die haben gestern wieder gewonnen und Zrelak ein Tor gemacht.

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      • Dass Zrelak nicht der Heilsbringer ist, wissen wir allerdings auch. Aber er ackert und bringt körperliche Präsenz mit, die uns fehlt. Vielleicht wäre er wirklich ein guter Nebenmann für Frey.

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  • @ HOLLI

    Wie Du sagst: Warum auch immer…

    War ja nicht das erste Mal, dass Lukas Mühl über Medien gemault hat. Auch damals, als er im Test bei Rapid nur auf der Bank saß, durfte man ja lesen, dass er sich durchaus vorstellen könne zu wechseln, wenn ein Bundesligist Interesse hätte. So jedenfalls hab‘ ich das in Erinnerung.

    Bin der Meinung, dass die sportliche Führung Mühl in den Senkel stellen, Klartext mit ihm reden muss. Sowas geht nicht. Immer sind die anderen schuld, ist die realitätsfremde Botschaft, die in der Öffentlichkeit ankommt. Echt schade, hatte gedacht, dass Lukas in Liga eins gereift wäre und in Liga zwei ein Eckpfeiler sein könnte. Falsch gedacht. Mühl ist ein Mitläufer.

    Bin mir ziemlich sicher, dass Palikuca gerade von den Jungs, die ein Lehrjahr in der Bundesliga hinter sich haben, mehr erwartet hat. Von Mühl. Von Kapitän Behrens. Von Valentini, der gestern beim 0:1 nach vier Spielminuten schlaftrunken das Abseits aufhebt, als wäre er am Vorabend auf der Kerwa versackt.

    Überhaupt stellt sich mir die Frage, ob man unter Moderation der sportlichen Führung bislang ausreichend miteinander kommuniziert hat. Wie @Carsten67 schreibt, ist das Spiel ohne Ball eine einzige Katastrophe. Was der Mannschaft fehlt ist eine Mannschaft. Keller ist da sicherlich eine Hoffnung.

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    • Mich würde mal interessieren, welcher Verein an einem derart limitierten Spieler wie Mühl interesse haben könnte. Wenn ich allein das gewackel im Aufbauspiel sehe….das ist selbst für Zweitligaverhältnisse extrem schwach!

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  • Mir scheint es langsam so, dass die Macht nicht vom Vorstand oder Trainer ausgeht sondern in der
    Spielerkabine. Seit Monaten hört man nur Floskeln nach krottenschlechten Spielen. Die nach jedem
    Spiel vorgetäuschte Betroffenheit ist doch mittlerweile an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.
    In die Sky Kamera heult man und wenn diese dann wegblendet umarmt man sich mit dem Gegner
    der einen noch vor wenigen Minuten vorgeführt hat. Ehrlich diese unprofessionellen Darbietungen
    auf dem Platz gehen doch mindestens 75 % der Mannschaft am Arsch vorbei. Sorry für Derbheit aber
    ich kann leider nicht mehr anders. Fragt doch mal den Behrens ob der Surfurlaub im Winter schon gebucht
    ist. Kein anderer Verein oder Betrieb würde sich sowas länger als 3-4 Wochen gefallen lassen. Eine Schande

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