Mitziehen!

Wenn nicht alles so traurig wäre, könnte man es direkt lustig finden, was FCN- Rechtsverteidiger Enrico Valentini in der vierten Minute des Heimspiels gegen den Tabellenletzten Wehen-Wiesbaden veranstaltete. Nachdem der Wiesbadener Stürmer den Ball im Netz des Club-Tors versenkt hatte, hob Valentini in Linienrichtermanier den Arm, um ebenso wie der Linienrichter Abseits zu signalisieren, übersah dabei aber, dass gerade er es war, der das Abseits aufhob, was wiederum der Kölner Keller nicht übersah, so dass der Treffer zählte. Mit dieser Einlage bewarb sich Valentini in dem in der laufenden Vorrunde zum Dauerbrenner gewordenen FCN-internen Wettbewerb „Wer ist der Trottel des Spiels?“ eindrucksvoll für den ersten Preis, doch wurde ihm dieser Titel zu Beginn der zweiten Halbzeit von seinem Kollegen im Tor streitig gemacht, der die adventliche Devise „Macht hoch die Tür, das Tor macht weit!“ (klick) ein bisschen zu wörtlich nahm. Ein weniger spektakuläres, aber dennoch nachhaltiges  Bewerbungsschreiben gab Sebastian Kerk ab, der sich in der 43. Minute in ähnlicher Schussposition befand wie der Wiesbadener Stürmer in der vierten (s.o.), anders als dieser aber einmal mehr im Abschluss versagte und es versäumte, seine Mannschaft, die nach dem durch Aufmerksamkeitsdefizite in den Anfangsminuten bedingten frühen Rückstand (das Bielefeld-Spiel lässt grüßen…) beängstigend lange keinen Rhythmus fand, mit einem so unverhofften wie ermutigenden 1:1 in die Halbzeitpause gehen zu lassen.

Diese drei Situationen markieren die Schlüsselmomente einer Heimniederlage, die Stand jetzt den Tiefpunkt eines Spieljahres darstellt, das als „Übergangssaison“ in Richtung Bundesliga geplant war, mit dem Abrutschen auf den drittletzten Tabellenplatz (klick) aber zur Untergangssaison zu werden droht.

Was sind die Ursachen für die Misere?

Der Sportdirektor ist schuld!,

sagen manche.

Der Umbruch in der Mannschaft war zu groß. Man hätte mehr auf Kontinuität setzen sollen. Ohne Kontinuität ist keine Entwicklung möglich. Und die Neuzugänge taugen nicht viel. Lauter Fehleinkäufe! Die Mannschaft ist nicht gut genug besetzt!

Nun gut: Kontinuität

Wie soll Kontinuität gewahrt werden, wenn mit Ewerton, Löwen und Leibold drei Leistungsträger den Verein verlassen haben? Und dass sie den Verein verließen, kann man nicht dem Sportdirektor vorwerfen. Man kann ihm auch nicht vorwerfen, dass diese Spieler nicht so ersetzt wurden, wie man es sich gewünscht hätte. Wie man weiß, sind die finanziellen Mittel begrenzt.

Reicht die Qualität des Kaders nicht aus? Ist die Mannschaft zu schwach besetzt?

Die aktuellen Ergebnisse und Leistungen liefern keine Argumente gegen diese Vermutung. Doch: Sind die einzelnen Spieler wirklich so schlecht, wie sich die Mannschaft seit Wochen präsentiert?

Sollte das der Fall sein, hätten sich einige Experten in diesem Blog und aus dem Kreis der Journalisten gründlich verschätzt, denn die Qualität der Neuzugänge Dovedan, Hack, Handwerker, Medeiros, Lohkemper, Schleusener, Sörensen, Sorg und Frey wurde von ihnen nicht in Zweifel gezogen. Das Kicker-Sportmagazin gab im Vorfeld der Saison folgende Beurteilung zur Qualität des Kaders ab, die sich keineswegs so liest, als hätte der Sportdirektor bei der Zusammenstellung des Kaders schlechte Arbeit geleistet (Kicker Sonderheft 2019/20, Seite 174):

Unterm Strich ist der Umbruch … größer ausgefallen als geplant, was wiederum kein Nachteil sein muss, auch wenn der Club gerne weiterhin auf die Übersicht des nach Hamburg gewechselten Ewerton oder die Wucht des Neu-Herthaners Eduard Löwen zurückgegriffen hätte. Der neue Kader erscheint dennoch stärker, weil homogener und mit mehr Tempo versehen.

Wenn, wovon also auszugehen ist, die Mannschaft durchaus Zweitligatauglichkeit (vielleicht sogar gehobene) aufweist, sie ihre Qualität aber dauerhaft nicht auf den Platz bringt, gerät der Trainer in den Fokus der Kritik.

Zur „Spielphilosophie“ von Damir Canadi, der die Mannschaft vor dieser Saison übernahm, schrieb der Kicker (ebd.):

Konkret bedeutet dies [=die Spielphilosophie Canadis], dass sich die Liga auf einen Club einstellen kann, der „zu jeder Phase des Spiels aktiv sein will“. So die Vorgabe Canadis, dem ein übertriebenes Breit-quer-zurück-und-wieder-quer ein Greuel ist. „Der erste Blick muss immer in die Tiefe gehen“, ordnet er an. Und wenn der Pass in die Spitze gespielt ist, geht’s sogleich weiter. Nachrücken, verschieben, Räume besetzen und zustellen, um Anspielmöglichkeiten zu bieten und zweitens bei Ballverlust möglichst schnell wieder in den Besitz des Spielgeräts zu kommen.“

Abgesehen von dem 4:0- Sieg in Hannover war von einer Umsetzung dieser Vorgaben im Spielbetrieb zu selten etwas zu sehen. Statt Vorwärtsverteidigung war in der Defensive zu oft Tag der offenen Tür, wovon 29 Gegentreffer in 15 Spielen ein klares Zeugnis ablegen.

Konnte Canadi den Spielern sein taktisches Konzept nicht gut genug vermitteln? Oder: War die Mannschaft mit der Umsetztung dieses Konzepts überfordert, weil es zu wenig auf die individuellen Fähigkeiten der Spieler zugeschnitten war?

Mag sein. Festzuhalten ist aber: Auch wenn es der Mannschaft nicht gelang, die Vorgaben des Trainers zu realisieren, waren mit Ausnahme der 0:4- Heimniederlage gegen den HSV die Partien bis zum elften Spieltag hart umkämpft. Nach dem elften Spieltag hätten durchaus mehr als magere 14 Punkte zu Buche stehen können, ja sogar müssen. Dass dies nicht der Fall war, lag bei allen erkannbaren Mängeln im taktischen Bereich in erster Linie an individuellen Fehlleistungen der Spieler, vor allem an mangelnder Konzentration in den Schlussminuten, wobei neben der Idiotie, im Heimspiel gegen Heidenheim kurz vor dem Abpfiff einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt zu haben, besonders das Heimspiel gegen Regensburg an jenem besagten elften Spieltag zu nennen ist. Der späte Ausgleichstreffer in dieser Partie, der nicht gefallen wäre, wenn Valentini einen leicht zu klärenden Ball nicht stümperhaft zu einem Eckball verstolpert hätte, war der Wirkungstreffer, der dafür sorgte, dass es richtig den Bach runterging, woran auch die nach dem Bochum-Desaster erfolgte Trainerentlassung nichts zu ändern vermochte. Fortan musste der Club-Anhänger nicht mehr bis in die Schlussphase des Spiels warten, bis er die Krise kriegte, er bekam schon in den Anfangsminuten sein Fett weg (Bochum, Bielefeld, Wehen-Wiesbaden)…

Was ist los mit dieser Mannschaft? Warum – man verzeihe die unfeine Ausdrucksweise – kackt diese Mannschaft so ab?

Ist es vielleicht so, dass diese Mannschaft, die für Zweitligaverhältnisse durchaus passabel besetzt ist, keine Mannschaft ist? Stimmt die Chemie zwischen den Spielern nicht? Ist die Mannschaft unter gruppendynamischen Aspekten falsch zusammengestellt?

Letztere Frage wurde in diesem Blog von einem Kommentator aufgeworfen, der wiederum die sportliche Leitung (und damit den Sportdirektor) kritisch ins Visier nimmt (klick):

Meine feste Überzeugung ist es, dass es […] auf die sportliche Leitung ankommt, auf die Zusammenstellung eines Teams, auf gruppendynamische Prozesse. Es geht aus meiner Sicht nicht allein darum die richtigen Spieler zu finden, es geht auch darum diesen Spielern das richtige Umfeld zu bieten […]

Wenn man dann wie ich davon ausgeht, dass das wichtigste eine funktionierende Gruppe ist und für mich der sportliche Vorstand für diese Schaffung zuständig ist […] ist für mich der Hauptschuldige an der aktuellen Situation eben der Sportvorstand […]

Klar ist letztlich der Sportdirektor verantwortlich, wenn die von ihm zusammengestellte Mannschaft keinen Erfolg hat (selbst dann, wenn er die Mannschaft nach Meinung der Experten gar nicht so schlecht zusammengestellt hat). Und klar muss es in einer Mannschaft gruppendynamisch stimmen. Doch kann man dem Sportdirektor vorwerfen, wenn das – und diesen Eindruck kann man durchaus gewinnen – nicht der Fall ist? Soll der Sportdirektor, bevor er einen Spieler unter Vertrag nimmt, ein psychologisches Gutachten über diesen Spieler einholen? Sollen die Spieler vor einer Saison erst mal ein paar Wochen unverbindlich und ohne feste vertragliche Bindung auf Probe zusammen trainieren und duschen, damit getestet werden kann, ob sie gruppendynamisch harmonieren? Ähnlich wie es in ländlichen Regionen in früheren Zeiten üblich war, dass ein heiratswilliges Paar vor der geplanten Hochzeit eine Probiernacht miteinander verbrachte, um sich zu vergewissern, dass sich die Dinge so fügen, wie sie sich fügen sollen?

Dafür, dass es in der Mannschaft „passt“, sind in erster Linie die Spieler verantwortlich. Die Spieler müssen sich – ich scheue nicht den schulmeisterlichen Rat – „in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen“. Und sie müssen unter dem neuen Trainer Keller stärker mitziehen, als sie es unter dem entlassenen Trainer Canadi getan haben. Tun sie das nicht, geht die Mannschaft in die dritte Liga. In eine Liga, in der sie im gegenwärtigen Zustand genauso abkacken würde wie derzeit in der zweiten.

38 Gedanken zu „Mitziehen!

  • Danke für diesen super Artikel.
    Du bringst alles auf den Punkt.
    Da gibts nichts hinzuzufügen.

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  • „Ähnlich wie es in ländlichen Regionen in früheren Zeiten üblich war, dass ein heiratswilliges Paar vor der geplanten Hochzeit eine Probiernacht miteinander verbrachte, um sich zu vergewissern, dass sich die Dinge so fügen, wie sie sich fügen sollen?“

    Sorry, dass ich bei diesem wunderbar differenzierten Artikel mir etwas fachfremdes rausziehe – aber kannst Du mir da mehr dazu sagen, wenigstens wann diese „früheren Zeiten“ waren und wie die Wechselwirkung mit dem christlichen „kein Sex vor der Ehe“ war. Danke

    (Vielleicht ist das eh für die Stimmung auch besser, als übern Club zu reden 😉 )

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    • @Soeren:

      Das „Probieren“ scheint auf dem Land in Zeiten, in denen die christliche Sexualmoral noch ein strenges Dogma war, ein regelrechter Brauch gewesen zu sein, was sich in dialektalen Redewendungen wie „auf Probier gehn“ oder „den Ehstand probiern“ widerspiegelt. Es war wohl wie die Verlobung und der Polterabend ein – wenn man so will – institutionalisierter Schritt auf dem Weg zur Ehe. Was natürlich nicht heißt, dass nicht schon vor der „Probiernacht“ „probiert“, wurde (Doppelmoral…). Inwieweit dieser Brauch heute noch existiert, kann ich nicht sagen. Meine Ausführungen basieren auf Dialektbelegen, die in der ersten Häfte des 20. Jahrhunderts in Bayern gesammelt wurden. Genauere Ausführungen in volkskundlicher Literatur habe ich zu diesem Thema leider nicht gefunden.

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  • Was soll man in einer Zeit wie dieser auch noch sagen. Alles wurde gesagt und es wiederholt sich ständig.
    Man könnte jetzt sagen: „Wir erwarten eine Trotzreaktion von unserer Mannschaft. Jetzt erst recht muss es heissen. Es wird einen richtigen Kampf geben gegen Stuttgart.“
    Es ist aber immer gar nichts geschehen. Dem Club ging die Luft aus und der Fan steht wie dumm da.
    Ich hoffe, dass es diesmal anders wird und sich die Zeiten endlich ändern.

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  • „Der erste Blick muss immer in die Tiefe gehen“- wenigstens in diesem Punkt hat Canadi Weitblick bewiesen und mehr vom Club-Gen adaptiert als man vermuten konnte.

    Bei der (Ver-/Be)Urteilung der individuellen Fehler wird oft vergessen dass diesen ein andere Aktion eines anderen Spielers entweder vorraus gegangen ist oder nicht(nicht attakieren, nicht zurücklaufen,falscher laufweg).meistens kommt deieser Spieler in der Bewertung gut weg, der andere ist der Depp.
    Sowas merkt sich aber auch ein Spieler und so langsam schleicht sich Misstrauen in die Fähigkeiten der Mitspieler ein oder aber das Gefühl exponiert für das versagen gesehen zu werden.Genauso wie sich es meist schleichend einstellt, dass man das Gefühl bekommt, man sei jetzt zu weit weg von seinen eigentlichen zielen.Das was dann oft als Schlüsselspiel oder Knackpunkt bezeichnet wird-aber auch auf den weg dahin gabe es schon Vorkommnisse, die in der Summe zu zuwenig geführt haben, in der Situation aber noch nicht als Beinbruch gesehen wurden.
    Das gute am Spiel gegen den VFB ist, es gab zwar auf Grund der langen Geschichte miteinander, bereits ein paar empfindliche Niederlagen, allerdings gab es gerade gegen diesen Verein auch schon die ein oder andere angenehme Überraschung
    Bei Löwen blutet mir das Herz, wenn ich ihn bei der Hertha sehe, immer nur beim Aufwärmen und unter Klinsi nicht mal im Kader- ich würde ihm mehr wünschen

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  • Der Umbruch war nicht zu groß, mindestens im selben Umfang haben das der HSV und der VFB gemacht, beim VFB wurden Spieler, Trainer, Sportdirektor bald auch Präsi quasi alles gewechselt. Nein bei uns war es mal wieder schlecht gemacht, das ist der Unterschied, andere könnens scheinbar. Als Freiburg abgestiegen war, haben sie auch fast die komplette Mannschaft gewechselt (21 neue Spieler), und von Beginn an sogar vor RB Leipzig die 2. Liga dominiert. Wenn zwei das gleiche tun ist es nicht dasselbe. Es gibt Könner und solche die es weniger gut machen.

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    • Irgendwie klang das nach der Entlassung Bornemanns und der überfallartig schnellen Installation von Palikuca noch ganz anders… 😉

      Aber zumindest die Kernaussage hast Du beibehalten: Beim Club wird es (grundsätzlich) schlecht gemacht. Alle anderen können es besser :mrgreen:

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      • Nicht alle, aber die sind dann eben genauso weg 1860 , FCK, Ingolstadt. Wer es nicht gut macht ist genauso weg. Das sind eben die Unterschiede.

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        • Dan machen wir es eigentlich gut, denn trotz aller gefühlt 1000 Katastrophen der letzten Jahre sind wir noch da.

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          • Gut nicht, noch da ja, wenn 2. Liga Abstiegsplatz als „noch da“ zählt. Im übrigen Wehen hat mit Darmstadt zuhause eine machbare Chance den direkten Abstiegsplatz an uns zu geben.

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            • Daß wir unter dem Strich überwintern habe ich mental längst eingeplant.
              Die sozusagen metaphysische, doppelbödige Dimension meiner obigen Antwort finde ich aber immer noch gut. Aber ich hab auch gefühlt 30 Glühwein.

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    • So ist es. Nicht jede Vereinsführung bekommt den Umbau der Mannsschaft ohne irgendwelche Probleme hin. Auch gehört ein ein glückliches Händchen dazu. Aber so völlig daneben zu liegen wie der Club ist auch nicht alltäglich. Und der Verweis auf die nicht vorhandenen finanziellen Mittel kann nicht als Ausrede gelten. Denn in dieser Saison wurde der Club selbst von Mannschaften vorgeführt die mit deutlich weniger Geldmittel ausgestattet sind. Ich bleibe dabei der Fisch stinkt vom Kopf an. Und das man jetzt weitere Gelder ausgeben will und dafür die Sparvorgaben aufweicht macht mir bei unserer Führung Angst. Denn die Herren tragen zwar die Verantwortung aber geht es schief werden die Verträge aufgelöst und mit einer dicken Abfindung schlagen sie sich in die Büsche. Und der Verein bleibt auf einem Schuldenberg sitzen.

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  • Ein wirklich guter Artikel, der alles Zusammenfasst.
    Der entemotionalisierte Fan frägt sich, ob es am Montag abend zweistellig wird oder nicht.
    In Düsseldorf knallen derweil die Sektkorken am laufenden Band, die sind sicher überaus froh, daß der Kelch mit unserem Sportdirektor drin, an ihnen vorbei gelaufen ist.

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    • Die Düsseldorfer darben auch auf einem Abstiegsplatz. Ob die das lustig finden? Vielleicht denken sie bald: Hätten wir damals doch besser…

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  • Schöner Kommentar! Denn es ist eben nicht so einfach, wie es sich viele in den Soz.Medien machen! „Trainer raus, Sportdirektor raus“… es ist kompliziert. Denn sonst könnte jeder Honk diese Jobs gut machen… aber es gibt nur wenige gute!

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    • Was heißt wir machen es uns zu einfach? Ich bin seit 1961 ein Clubfan. In dieser Zeit durfte ich 2 Meisterschaften und 2 Pokalsiege miterleben. Auf der anderen Seite gab es Vereinsführungen die diesen Namen nicht verdient hatten. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht generell alles in grau sehen. Aber der Club wird überwiegend schlecht geführt und setzt die Gelder die er zur Verfügung hat nicht optimal ein. Man soll nicht immer Freiburg als Beispiel heranziehen. Aber dieser Verein hat in den letzten 20 Jahren nie rote Zahlen geschrieben, hat ein Schmuckkästchen als Leistungszentrum und besitzt viele Millionen als Notgroschen. Und was haben wir? Jedes Jahr mehr Theater im Verein. Man kann gar nicht so viel essen wie man k…n möchte!

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  • Aber der „Köllner Keller“ 🙂 … dachte er ist jetzt Trainer bei 1860? Hat er sich jetzt wohl eine Videoanlage gekauft.

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  • Habe gerade gelesen man wolle im Winter erfahrene Führungsspieler holen-Innenverteidiger, ein Sechser und ein linker Verteidiger sowie ein zentraler Mittelfeldakteur.Da könnte man sagen, besser man erkennt die eigenen Fehler oder aber auch, die Kaderzusammenstellung war etwas try and error und man hat erkannt dass es eher error war.
    Man könnte aber auch sagen, hier wurde die Transferidee von F95 weiter angewandt-auch in Düsseldorf wurden sehr viele Spieler verpflichtet, von denen dann nur ein paar tatsächlich gestochen haben, aber die Quote war auch dort nicht sonderlich hoch.

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  • Hannover macht den zweiten 3er nacheinander (gegen Aue) und sind jetzt auch schon auf 5 Punkte weg, sie waren ja die ganze Zeit hinter uns.

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    • Leider kommt nun auch 96 in Schwung. Aber nur darauf zu hoffen, dass im Ligakeller alle so zuverlässig Nullpunkten wie wir, wäre auch zu billig. Es hilft nix, auch wir MÜSSEN endlich mal gewinnen. Und eigentlich wäre ein Sieg noch nicht einmal genug. Um dem Abstiegsstrudel zu entkommen, bedarf es einer kleinen Siegesserie. Alles andere ist Kokolores.

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      • Ich bin mir auch ganz sicher, daß ich einen 6er im Lotto habe. Das ist ähnlich wahrscheinlich, wie eine Clubsiegesserie 2019.

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  • Zitat belschanov: „Das Kicker-Sportmagazin gab im Vorfeld der Saison folgende Beurteilung zur Qualität des Kaders ab, die sich keineswegs so liest, als hätte der Sportdirektor bei der Zusammenstellung des Kaders schlechte Arbeit geleistet (Kicker Sonderheft 2019/20, Seite 174)“

    Ich behaupte mal ganz frech und hochnäsig, dass das Kicker-Sportmagazin – zumindest die für den 1. FCN verantwortliche Lokalredaktion – nicht signifikant mehr vom Fußball versteht als ein größerer Teil seiner Zielgruppe. Dank des direkten Zugangs zu Quellen bzw. Personen in und um den Verein mag der Kicker zwar Einblicke gewähren, die sonst verschlossen blieben – welche Transfers stehen im Raum, welche Strömungen/Entwicklungen gibt es im Verein, wie steht Person X zu Person Y, etc. Was aber wesentliche Fragen angeht – insbesondere: was passiert warum „auf’m Platz“? -, darüber erfahre ich beim Lesen des Kicker nichts wesentlich Erhellendes – und das Geschriebene kommt dann i.d.R. noch äußerst bieder und trocken daher (ganz anders als z.B. bei einem Hans Böller der Nürnberger Nachrichten).

    Gleichzeitig bin ich aber ebenfalls der Meinung, dass Robert Palikuca bei der Zusammenstellung des Kaders keine schlechte Arbeit geleistet hat.

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  • Nehmen wir das Beispiel der Bayern gestern: Die Bayern haben gekämpft, gut gespielt und trotzdem verloren. Der Fan ist zwar nicht zufrieden, dass man verloren hat, jedoch kann man sagen, dass diese Mannschaft alles getan hat, um hier nicht die Punkte zu lassen. Kurz und knapp gesagt: Gekämpft und alles gegeben, aber trotzdem verloren. So muss es sein. Und das kann man bei unserer Clubelf eben so gut wie nie so feststellen. Da heisst es dann: „Wenig gekämpft und kläglich verloren, Fehler gemacht, die nicht zu erklären sind. Nach dem Spiel sinnlose Ausreden und vorallem keine Einsicht.“

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    • Seh ich genauso. Bayern hätte die letzten beiden Spiele auch leicht und locker gewinnen können. Ich kann mich nicht erinnern wann ich nach einer clubniederlage gedacht habe dass Spiel hätten wir gewinnen müssen.

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      • Gegen Heidenheim, gegen Regensburg, in Aue, in Darmstadt – spontan und ohne großes Nachdenken.

        Eines der Probleme morgen:
        In Stuttgart kann es zu einer Niederlage mit 5-7 Toren Unterschied kommen. Oder zu einem unglücklichen 0:1. Oder zu einem chancenlosen 0:2 oder 0:3.

        Oder zu einem höchst überraschenden Punktgewinn, falls man es mal wieder schaffen sollte, die ersten 0 bis 40 Minuten ohne Gegentor zu überstehen und ein klein wenig mehr an sich selbst und die Fähigkeiten der Mitspieler zu glauben. Denn das ist ja das Fatale momentan, dass eigentlich jeder einzelne Clubspieler denken kann, dass es fast wurscht ist, ob er selbst gut spielt, weil es immer mindestens drei Kollegen gibt, die dermaßen hundsmiserabel agieren, dass es ohnehin nichts bringt und man am Ende sowieso wieder als Verlierer vom Platz geht. Diese Dynamik, diesen negativen Automatismus gilt es zu unterbinden und endlich umzukehren.

        Preisfrage: Wie?

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        • Man darf nicht vergessen, dass Stuttgart im Moment auch etwas in der Krise ist. Das heisst, man muss den Anspruch haben, dort Punkte mitzunehmen. Es ist nur der Name „VfB Stuttgart“, der Größe vorgaukelt. Die Mannschaft, die jetzt für diesen Verein spielt ist alles andere als stark. Damit zu rechnen, dass es dort eine Packung gibt wäre schon schlimm. Man muss von der ersten Minute gegenhalten und den Respekt zurückschrauben. Nur hinten reinstellen würde den VfB nur ermuntern und seine Unsicherheit, die er auch hat würde verschwinden. Wenn Wehen bei uns gewinnen kann, kann auch der Club in Stuttgart gewinnen.

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    • Diese Saison nicht, da geb ich dir Recht! (Hans) Aber allzu lange müssen wir nicht zurückblicken, da war das etwas anders. Eine Mannschaft, die gekämpft hat bis zum Umfallen. Und trotzdem abgestiegen ist, ja, aber es gab doch einen Grund dafür dass die Fans das relativ „gelassen“ hingenommen haben: es war eine Mannschaft da die gekämpft und geackert hat. Spielerisch limitert, chancenlos, aber zumindest haben sie gekämpft.
      Und auch wenn Köllner für seine etwas unkonventionellen Methoden etwas belächelt worden ist, ich glaube sein Einfluss war vielleicht größer als das nach außen hin sichtbar war. Ob jetzt allein die Tatsache „Der Alchemist“ gelesen zu haben irgendeinen Spieler verbessert: das bezweifle ich, aber Köllner hat extremen Wert auf Teambuilding, auf Einzelgespräche, auf „Bildung“ außerhalb des Fußballs gelegt. Und wir hatten unter ihm meistens eine Mannschaft, eine Einheit auf dem Platz. Und echte Freundschaften unter den Spielern. Als er damals neu beim Club war habe ich verschiedene Artikel über ihn gelesen und war sehr positiv gestimmt: ein Mensch, der in diesem ganzen Zirkus Fußball seinen Fokus auf mehr legt als nur auf das Kicken auf dem Platz.
      Entschuldigt meinen Exkurs, aber genau so ein Gefühl gab es unter Canadi für mich keine einzige Sekunde lang. Ich hatte nie das Gefühl dass er die Mannschaft irgendwie erreicht, dass da etwas wächst, dass da etwas entsteht, weder auf noch neben dem Platz. Und ja, für mich geht es genau darum: ein Gefühl. Warum soll ein angeblich so homogener und guter Kader derart unterperformen? Genau deshalb: weil auf emotionaler Ebene etwas nicht simmt. Weil das Selbstvertrauen weg ist, weil keiner das Gefühl hat befreit aufspielen zu können. Weil kein Gefühl der Sicherheit durch den Trainer transportiert wird: die Sicherheit was ich tun soll, was meine Aufgaben sind, wie unser Spielsystem aussieht, was ich wann zu tun habe.
      Ich bin sehr gespannt ob Keller darauf ein paar Antworten findet.

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  • Eigentlich kommen uns in Stuttgart alle Bedingungen entgehen, sie haben auch Unruhe und Druck und werden mit dem erhabenen Kader auf dem Papier auch bestimmt das Spiel machen wollen vor eigenem Publikum, so daß für uns Konterräume entstehen. Ein paar schnelle Spieler haben wir ja. Ansich sind die Zutaten bereit für eine Überraschung wie in Hannover. Da lebten wir von ähnlichen Voraussetzungen ein Gegner der unbedingt das Spiel gestalten wollte. Nur ich muß es nicht schreiben…. der Glaube daran ist schwierig im Moment.

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  • Union Berlin zeigt, wie das gehen hätte können, als 2. Ligist in der Bundesliga mit einem unterdurchschnittlichen Kader zu bestehen. Das kann auch funktionieren, da wird nicht schon vorher kapituliert.

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  • Wichtig ist, dass wir heute nach dem Spiel nicht wieder festellen müssen, dass der Club ein Depp ist. Das wär schon mal was. Es geht wieder mal ans Eingemachte. Wenn alles normal gelaufen wäre, wäre dieses Spiel ein entscheidendes Spiel um die Vergabe des 3. Platzes. Aber so??

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  • Gerade die Zusammenfassung von West Brom vs Swansea gesehen – und könnte heulen: Matteus Pereira at it‘s best! Was für ein begnadeter Kicker! Man kann sich kaum noch vorstellen, dass der Mann bis Mai diesen Jahres das Clubtrikot übergestreift hatte.

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  • clubwb
    ich gehöre leider auch zu den Fans die immer noch hoffen das es besser wird.
    Jedoch bin ich mittlerweilen zu der festen Überzeugung gekommen, dass solange
    ein Behrens, Valentini, Kerk und vor allem Mühl in dieser Mannschaft uns mit Ihren desaströsen
    und lustlose Darbietungen zum Wahnsinn treiben, sich absolut nichts ändern wird.
    Ich habe auch die Befürchtung, dass dies auch mittlerweilen zum Unmut bei einigen Neuverpflichtungen
    führt die wirklich Qualität mitbringen. Siehe Hack, Dovedan, Frey. Wie haben die angefangen und was
    bringen die heute noch. Ehrlich gesagt kann ich das nachvollziehen das da Frust aufkommt. Heute Abend ?? Da sind wir wieder zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Leider nur für den Gegner, wie so oft.
    Wenn das wieder derartig übel abläuft bleibt der sportlichen Leitung nur noch eines übrig. Ein Schnitt
    A-Mannschaft / B-Mannschaft ohne Kompromisse und Namen sonst ist es zu spät. Wenn es nicht schon zu spät ist. Schlimm ist das

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