Analyse: Immer passiv, nach der Pause überrollt

Analyse zu VfB Stuttgart – 1. FC Nürnberg 3:1 (0:1) – Ein passiver FCN bekommt nach knapp einer Stunde die Quittung für die offensive Verweigerung.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb.1: Startformation

… war in Sachen Formation über weite Strecken ein sehr tief stehendes 4-5-1, das mit dem Ball zu einem 4-3-3 hätte werden sollen. (Abb. 1) Idee war es, so Jens Keller vor dem Spiel, dem VfB den Ballbesitz dort zu überlassen, wo er ungefährlich ist – also Verteidigungs- und Mitteldrittel des VfB, sowie die Außen – und dann schnell umzuschalten. Dies gelang in der ersten Halbzeit relativ gut, auch weil man im Zentrum kaum Zweikämpfe verlor. Nach der Pause war dies, auch dank unnötiger Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, anders.

Personell hatte Keller einmal krankheitsbedingt umstellen müssen: Hack fehlte, für ihn spielte Lohkemper. Zusätzlich rutschten Schleusener und Jäger ins Team, dafür saßen Kerk und Dovedan auf der Bank. Die war auf Grund des krankheitsbedingten Ausfalls von Ishak nur mit acht statt neun Akteuren besetzt. Nach seinem Kreuzbandriss erstmals unter den Kaderspielern in dieser Saison: Adam Zrelak, der in den beiden Vorwochen noch bei der U21 aktiv gewesen war.

Abb.2: Formation am Ende

Keller musste nach einer Stunde erstmals tauschen, im Zweikampf mit Endo, der zum 2:1 führte, hatte Geis sich am Kopf verletzt, für ihn kam positionsgetreu Ondrej Petrak. Auch der zweite Wechsel in der 71. Minute, als Kerk Schleusener ersetzte, war ohne Auswirkungen auf die Formation. Erst als fünf Minuten später Dovedan für Jäger kam, änderte sich die Formation zu einem flachen 4-4-2, wie es auch in den Vorwochen gespielt worden war. (Abb. 2)

Den wahrscheinlich entscheidenden Wechsel nahm allerdings nicht Keller, sondern sein Gegenüber Tim Walter vor. Der brachte zur Pause Silas Wamangituka für Daniel Didavi. Der Kongolese schoss nicht nur das 1:1 per Elfmeter, sondern beschäftigte mit seinen Tempoläufen immer wieder die linke Abwehrseite des FCN und riss, selbst wenn nicht alle Aktionen erfolgreich waren, einige Lücken.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… ist mit der hohen Überlegenheit des VfB in vielen statistischen Kategorien allein nicht gefunden. Auch wenn der Club den Ball nur 13:27 Minuten in den eigenen Reihen hatte und Stuttgart 40:52 Minuten, Stuttgart 743 Pässe spielte und der FCN lediglich 228, ist damit nicht ausreichend erklärt, warum Nürnberg trotz Führung am Ende deutlich unterlegen war. Für eine Erklärung des Spiels muss man andere Werte hinzuziehen.

Abb.3: Chancenspielfilm

So schaffte der Club zum Beispiel im gesamten Spiel nur einen einzigen Schuss aufs Tor, der war auch drin. Alle weiteren sieben gingen daneben oder wurden abgeblockt. Beim VfB war bis zum 1:1 auch nur ein statistisch erfasster Schuss von Förster, den Dornebusch gut entschärfte, aufs Tor gekommen, danach aber folgten vier weitere, von denen die Hälfte ins Tor ging.

Problematisch daran ist jedoch nicht nur die pure Anzahl der Schüsse, sondern auch, dass Club nicht in den Strafraum des VfB gelangte. Ganz fünf der 101 Ballbesitzphasen des FCN endeten im Strafraum der Gastgeber. Beim VfB waren es 15 von 114. Natürlich ist es irgendwie folgerichtig, dass eine Mannschaft, die den Ball dreimal so lang hat, dreimal so oft in den Strafraum kommt.

Es unterstreicht aber eindrucksvoll die klare Unterlegenheit des FCN und auch, dass die vor dem Spiel geäußerte strategische Überlegung dem VfB den Ball in Zonen zu überlassen, wo der Ballbesitz nicht weh tut, nur sehr bedingt aufgegangen ist. Dagegen spricht auch, dass der VfB 14 „deep completions“, also Zuspiele innerhalb eines Radius von 20 Metern vor dem gegnerischen Tor versuchte und 14 an den Mann brachte. Der FCN kommt auf zwei im ganzen Spiel.

Abb.4: Ergebniswahrscheinlichkeiten

Während der VfB bei seinen Pässen ins Nürnberger Verteidigungsdrittel mit durchschnittlicher Präzision (68%) und geringer durchschnittlicher Passlänge (27 Meter war der Pass ins letzte Drittel im Schnitt lang) kam, eröffnete der Club unpräzise (44%, nur 16 Zuspiele insgesamt) und extrem lang (36,4 Meter). Auch darin liegt begründet, dass der FCN kaum zum Abschluss kam. Die Zuspiele ins Angriffsdrittel waren extrem schwer zu verarbeiten, da sie eher in die Kategorie „blind nach vorne geschlagen“ fielen.

Wie hoch die Passivität des FCN war, zeigt sich auch am Pressingindikator PPDA, also eigene Defensivaktionen pro gegnerischem Pass. Dieser war in den ersten beiden Spielen unter Keller noch deutlich höher als unter Canadi gewesen, fiel nun aber auf einen Wert von 19,5, weil der VfB so viele Pässe spielen konnte.

Besonders auffällig: All die schwachen Werte waren in der ersten Viertelstunde nach der Pause besonders schwach: Der Ballbesitz lag bei 10%, die Passgenauigkeit bei 25%, der PPDA-Wert bei 73,0 und die durchschnittliche Formationslinie lag bei 39 Metern vor dem eigenen Tor, nachdem sie vor er Pause noch bei 48,4 Metern gelegen war. Der VfB hat den FCN in dieser ersten Viertelstunde nach der Pause schlichtweg eingeschnürt und derart hinten reingedrängt, dass die Tore letztlich nahezu folgerichtig waren.

3. Das Spiel war entschieden, als …

Abb.5: Ballbesitz/Passquote

… Philipp Förster das 3:1 erzielte. Zuvor hatte Felix Lohkemper noch die Möglichkeit zum 2:2 vergeben, doch im dritten Tor des VfB zeigte sich bei Handwerkers schlampigen Zuspiel, Petraks schläfrigem Zweikampfverhalten, Sörensens fehlender Nähe zum Mann und Dornebuschs offenen Beinen in eindrucksvoller Weise noch einmal die fehlende Energie und hohe Passivität des FCN.

4. Das Fazit …

… ist immer mehr eine Wiederholung bis zur Übelkeit. Der Club taumelt, torkelt, trudelt. Noch rettet ihn die Schwäche der anderen vor einem direkten Abstiegsplatz. Darauf kann sich der FCN aber nicht verlassen. Ebenso wenig kann das Mantra “Wir sind individuell doch aber gut genug herhalten.“ Nicht nur, dass die individuellen Fehler die individuelle Klasse deutlich überdecken, selbst die höchste individuelle Klasse kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft als Mannschaft über weite Strecken nicht funktioniert hat.

Natürlich kann Jens Keller auf die Stunde vor dem unglücklichen Elfmeterpfiff hinweisen und sagen, dass man dort gut verteidigte. Dieses Urteil unterschlägt aber, dass zwischen 0:1 und 1:1 der Club keine einzige Chance zustande brachte, während der VfB neben zwei (zu Recht) aberkannten Toren noch weitere Chancen hatte, u.a. eine Großchance durch Förster.

Abb.6: Ballverluste FCN

Viel entscheidender als die Tatsache, dass man nach dem dritten Spiel unter Jens Keller mit einem Punkt und einem Tor dasteht, ist, dass die Spielweise weder anders noch verbessert im Vergleich zu seinem Vorgänger aussieht. Das mag nach drei Spielen von denen eines ein Derby und das andere eines bei einem absoluten Spitzenteam der Liga war, eine etwas hochgegriffene Forderung sein, aber zumindest in Ansätzen hätte eine Verbesserung feststellbar sein müssen, um eine positive Entwicklung erwartbar zu machen.

5. Die Stimmen…

Jens Keller: „Unser Plan ist in der ersten Halbzeit gut aufgegangen. Wir wollten tief stehen und den Stuttgartern Ballbesitz geben. Wir haben das gut verteidigt, waren in den Räumen sehr aggressiv und machen dann auch das Tor. Danach hätten wir in den Umschaltsituationen mutiger auftreten müssen. Da gab es durchaus Möglichkeiten. Nach der Pause gibt es dann einen diskussionswürdigen Elfmeter und vor dem zweiten Tor wird Johannes Geis eindeutig weggeräumt. Wir haben dann noch durch Lohkemper die Riesenchance zum 2:2. Die Mannschaft hat heute viel investiert.“

Tim Walter: „Zu Beginn hat man uns angemerkt, dass wir nervös sind. Wir bekommen wieder das 0:1, da waren wir nicht wach. Das war ein Tor aus dem Nichts, ansonsten haben wir sehr gut und resolut verteidigt. Nach der Pause haben wir weiter Gas gegeben, die Mannschaft hat Mentalität und Moral gezeigt. Man hat gemerkt, dass die Jungs unbedingt wollten. Am Ende bin ich der Meinung, dass wir hochverdient gewonnen haben.“

Hanno Behrens: „Bis zum 1:1 haben wir wenig zugelassen. Es war bitter, dass so eine komische Situation zum 1:1 führt. Kurz darauf fällt direkt das 1:2. Das darf nicht passieren, ist nun aber schon öfter passiert. Ich weiß nicht, ob da die Abstimmung gefehlt hat. Auch beim 1:3 darf nicht passieren, dass wir so den Ball verlieren. Da muss man abgeklärter spielen. Da war das Ding dann durch.“

Philipp Förster: „Mit dem frühen Gegentor erwischen wir erneut einen schlechten Start in die Partie. Danach gebührt der Mannschaft aber ein Kompliment. Wir sind ruhig geblieben und haben die Geduld nicht verloren. Dass wir den Elfmeter dann bekommen, war wichtig für den weiteren Spielverlauf. Mario legt direkt ein Tor nach und legt mir hervorragend auf. Mario hat sich diese Erfolgserlebnisse hart erarbeitet. Deshalb freue ich mich besonders für ihn. Wir werden uns in den nächsten Tagen auf das anstehende Spiel in Darmstadt fokussieren und dort alles in die Waagschale werfen.“

Fabian Bredlow: „Wir hatten in der ersten Hälfte viel Ballbesitz, es hat aber etwas der Punch gefehlt. Das ist uns im zweiten Abschnitt besser gelungen und haben daher auch verdient gewonnen. Für mich war es etwas Besonderes gegen meinen Ex-Klub zu spielen, daher habe ich mich auch riesig gefreut, als der Trainer mir sagte, dass ich spiele.“

Lukas Jäger: „Wir haben die erste Hälfte gefightet, haben die Null gehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir zu billig die Tore hergeschenkt. Wir wussten, dass Stuttgart eine spielerisch starke Mannschaft ist, da wollten wir gut gegen stehen. Das ist uns in der zweiten Hälfte dann nicht mehr so gut gelungen. Wir bekommen das 1:1, wollen dagegen steuern, aber es gelingt uns nicht. Die Situation ist nicht zu unterschätzen. Wir stehen tief unten drin, es wird nicht einfacher.“

6. Die Statistik …

Stuttgart Nürnberg
Grundlagen
3 Tore 1
12 (6) Schüsse (aufs Tor) 7 (1)
743 (87,4%) Pässe (angekommen) 228 (64,0%)
75,2% Ballbesitz 24,8%
118 Ballverluste 120
7 Ecken 3
124,1 Laufleistung (in km) 123,1
10 Fouls 13
Advanced Metrics
1,72 xG 0,75
2,17 xP 0,59
4,17 PPDA 19,52
6,52 APPP 2,26
Auffälligkeiten
30 (14) Pässe in den geg. Strafraum (erfolgreich) 12 (5)
79 Ballbesitzphasen (geg. Hälfte) 39
15 Ballbesitzphasen (Strafraum) 5
14 angek. tiefe Pässe 2
21 s durchschnittliche Länge Ballbesitzphase 7 s
44 Lange Ballbesitzphasen (>20s) 7

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammt von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team. Mit „tiefen Pässen“ meint Wyscout Pässe, die innerhalb eines Radius von 20 Metern um das gegnerische Tor ankommen. Als „kluger Pass“ definiert Wyscout einen „Ball, der den Angriff der eigenen Mannschaft auf eine kreative Art und Weise entwickelt.“

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Felix Dornebusch 4- 4 4 4 6,0/10
CU-Urteil: Hatte Glück, dass sein zögerliches Rauslaufen vor Endos vermeintlichem Ausgleich nicht bestraft wurde. Sah beim 3:1 mindestens unglücklich aus. Eine hervorragende Rettungstat gegen Förster.
Enrico Valentini 4- 4,5 5 5 6,9/10
CU-Urteil: Defensiv meist ordentlich (71% gew. Defensivduelle), nach vorne gänzlich ohne Elan und Schwung.
Lukas Mühl 4- 4,5 4 4 6,6/10
CU-Urteil: 100% gewonnene Defensivzweikämpfe und trotzdem kein solider Auftritt. Zum einen, weil er für manche Duelle zu spät kam, zum anderen, weil er im Aufbau viele Bälle blind nach vorne schlug.
Asger Sörensen 5 4 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Vor dem 3:1 düpiert, verlor mehrere Duelle im Strafraum. Vom Aufbau fast komplett ausgeschlossen.
Tim Handwerker 4- 4,5 5 4 6,1/10
CU-Urteil Geht wie Mühl mit 100% Defensivzweikampfquote aus dem Spiel. Nach vorne auch immer wieder bemüht, aber letztlich ohne Wirkung, schlampiges Zuspiel, welches das 3:1 einleitete.
Lukas Jäger 4- 4,5 4 4 5,8/10
CU-Urteil: Versuchte bis zu seiner Auswechslung ganze sieben Vorwärtspässe, von denen nur vier ankamen. Kam um für mehr Stabilität defensiv zu sorgen, schaffte dies 45 Minuten lang einigermaßen trotz unnötigen Fouls vor einem Freistoß, ging dann aber baden, als der VfB aufdrehte.
Johannes Geis +4 4 3 4 7,1/10
CU-Urteil: Verlor nur einen Defensivzweikampf und bei diesem wurde er eigentlich gefoult. Sichtlich bemüht mehr zu kämpfen. Nach vorne mit Assist für Frey und auch Bemühungen zu strukturieren.
Hanno Behrens 5- 4,5 4 5 6,2/10
CU-Urteil: Kam kaum in die Zweikämpfe, mit vielen Fehlern bei den Vorwärtspässen.
Fabian Schleusener 4 5 5 5 5,9/10
CU-Urteil: Unglückliches Verschulden des Elfmeters. Sonst über weite Strecken bemüht, aber gänzlich wirkungslos nach vorne. Arbeitete aber ordentlich nach hinten.
Felix Lohkemper 5 5 4 5 6,0/10
CU-Urteil: Vergab eine Großchance zum 2:2, versaubeutelte einen Konter, als es 1:0 stand. Sonst wenig zu sehen außer bei seinen fünfzehn Ballverlusten.
Michael Frey 3- 2,5 3 3 7,4/10
CU-Urteil: Entschlossenes Tor zum 1:0. Rackerte viel und ging weite Wege, jenseits des Tores aber nur bedingt ertragreich.
Ondrej Petrak 5 5 6,1/10
CU-Urteil: Ersetzte nach einer Stunde Geis, verlor das entscheidende Duell vor dem 3:1. Wirkte völlig elanfrei, spielte in 34 Minuten auf dem Feld nur zwei Vorwärtspässe, davon nur einen zum Mann.
Sebastian Kerk 6 5 5,8/10
CU-Urteil: Kein gewonnener Zweikampf in 24 Minuten auf dem Platz, auch nur zwei geführt. Kein angekommener Vorwärtspass, nur einer versucht. Dafür mit fünf Ballverlusten, von denen vier in der eigenen Hälfte stattfanden.
Nikola Dovedan 6,0/10
CU-Urteil: Hatte einen Fernschuss nach seiner Einwechslung und immerhin kleinere statistische Lichtblicke (kein Fehlpass, alle Dribblings erfolgreich).

64 Gedanken zu „Analyse: Immer passiv, nach der Pause überrollt

  • Kerk ist immer schlecht. Petrak nie agil. Mühl nie gut im Aufbauspiel.

    Some things never change.

    26

    0
    Antwort
  • Gnadenfünfer für Lohkemper und Petrak. Die für nen Fünfer notwendigen 33% waren das nicht…

    5

    0
    Antwort
      • Nun, Fußball scheint für manche Spieler aber nicht weit weg von der Zuordnung „Fremdsprachen“…

        7

        0
        Antwort
      • Echt? Ist das inzwischen so runtergezogen worden? Weil Englisch in Zeiten des Deutsch-Hip Hops schwerer als Physik geworden ist, oder warum?

        0

        0
        Antwort
        • Weiß nicht, wann Du in der Schule warst, aber ich kenn’s nicht anders, der Oberstufenschlüssel ist in meiner Zeit als Schüler, (auch schon fast 20 Jahre her) schon 40/20 gewesen – außer eben in den Fremdsprachen. Da hebt man den normalen Schlüssel an, weil man sagt, ein paar Punkte kriegt man immer wenn man schreibt.

          0

          0
          Antwort
  • Florian, mich interessiert sehr nach der Lektüre Deiner trefflichen und zugleich ernüchternden Analyse, wie Du persönlich und aus größerer Nähe (ich lebe in Berlin) einschätzen würdest, ob Keller womöglich gut beraten wäre, sich vielleicht doch mal näher mit Spielern aus der U21 zu beschäftigen, die diesen Sog ins schwarze Loch bislang nicht mitmachen mussten und einen anderen Geist in die Mannschaft bringen könnten: frischer, unbelasteter, emotionaler, sprühender, frecher – dabei aber taktisch geschult und bspw. sowohl willig wie auch fähig, als Team kompakt zu verschieben, was dem momentanen Clubspiel zu oft und viel zu lange Spielphasen völlig abgeht.

    Dieses Schülermannschaftshafte – denn es wirkt ja tatsächlich so, als habe der Bio- und Sportlehrer ein Mal gesichtet und dann nach bestem Wissen und Gewissen die Jungs aus den Klassen 8-10 aufgestellt, ohne Berücksichtigung dessen, dass sie einander auf dem Pausenhof mobben oder Ihren unterschiedlichen Peergroups nachhängen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, da die einen nur Fortnite zocken, die nächsten vier sich die Rübe zukiffen, weitere drei durch die Stadt ziehen, um Andersartige aufzumischen und der Rest mit seiner aufgekeimten Sexualität beschäftigt ist – muss mit irgendwelchen Maßnahmen aus dieser Truppe eliminiert werden, um sie endlich zu einer Mannschaft werden zu lassen.
    Würde dabei eventuell so eine Art Achse oder Reihe aus der U21 helfen können?

    Ich frage das ernsthaft und aus echter Sorge heraus, da sich bei mir zunehmend der Eindruck manifestiert, dass wir noch 30 mal den Trainer wechseln könnten und das Ergebnis auf dem Platz, von wenigen und nie nachhaltigen Amplituden nach oben und unten abgesehen, doch immer das gleiche wäre, nämlich der Spieltag für Spieltag wiederkehrende Vortrag, der einer Zweitligamannschaft kaum mehr würdig ist.

    17

    1
    Antwort
    • Die Frage ist natürlich immer, inwiefern man die Leistungen in der Regionalliga in die Zweite Liga übersetzen lässt. An sich sehe ich aber gerade bei Robin Heußer viel Potential und die Art zu spielen, wie sie den Profis zur Zeit im Zentralen Mittelfeld fehlt, agil, dynamisch, aber hart in den Duellen. Dazu kommen schon noch weitere Spieler, die in der vierten Liga zu den besten auf ihrer Position gehören (Kraulich ist sicher nicht schlechter als Medic, der jetzt eine Zeit lang Stammkraft in der Zweiten Liga war; Schleimer ist schnell und abschlussstark). Aber das Übertragen ist halt nicht so ganz einfach, erst recht in der momentanen Situation.

      11

      0
      Antwort
      • Danke Dir sehr für Deine Einschätzung!

        Das mit der Entwicklung und dem vermeintlichen „Spaß, in so eine Truppe reingeworfen“ zu werden, leuchtet natürlich ein, weshalb ich bei meiner Frage ja auch nicht nur an einen möglichen Spieler als Konkurrenz oder gar Verstärkung dachte, sondern eher an eine Art freundliche Übernahme durch eine Gruppe aus der U21, so dass die gruselige Mentalität der bisherigen Mannschaft nicht mehr diese negative und zersetzende Durchschlagskraft besitzt, sondern die Jungen mit ihrer Unbekümmertheit, ihrer Spiellust möglicherweise einen anderen Geist da reintragen und dieser Geist den Etablierten den Kopf waschen könnte, um diese ganzen mentalen Loser-Verkrustungen, die nach eineinhalb Jahren erfolglosen Kickens scheinbar das kollektive und sogar das individuelle Gedächtnis selbst der Neuzugänge überschrieben hat, endlich loszuwerden.

        Ich fürchte, wenn man nur einen oder zwei hochziehen würde, dann würden diese Jungs auch nur von der momentanen Autodestruktionsorgie der ersten Mannschaft mitgerissen – und das würde ich auch nicht wollen.

        2

        1
        Antwort
  • Als Kerk eingewechselt wurde, habe ich mich gefragt, warum bringt Keller jetzt ausgerechnet Kerk, ob seiner
    (Nicht)Leistung in den letzten Spielen. Aber genau darin liegt wahrscheinlich das Dilemma, Keller könnte auch
    Dovedan, Medeiros usw. auf den Platz schicken, ohne dass sich etwas zum positiven verändern würde.
    Die Einwechslung von Petrak und seinen Auftritt braucht man nicht kommentieren.
    Am kommenden Sonntag ist ein Sieg unbedingte Pflicht, dies führt höchstwahrscheinlich zur totalen
    Verkrampfung.
    Aber der Bock muss jetzt einfach umgestoßen werden – sagt sich so leicht !

    11

    0
    Antwort
  • Jetzt sind wir schon zufrieden mit dem Klassenerhalt der 2. Liga. Vor Wochen war der Mittelplatz dieser 2. Liga unvorstellbar und unterste Schublade. Der Club steht bis zum Hals in der Scheisse. Der Clubfan ist aber zufrieden, dass er in dieser noch Luft holen kann. Man müsse sich vorstellen, die Fans im Ruhrpott (Schalke, Dortmund…) müssten sowas mitmachen wie wir die letzten Jahre (Ausnahme das Jahr des Aufstiegs unter Köllner). Da wär die Hölle los. Vorallem im Stadion müsste sich das Management schämen. Es ist höchste Zeit, besonders kurz vor dem Ende des Spiels nach einer schamlosen schlechten Niederlage die Gesänge „Wir haben die Schnautze voll“ anzustimmen und das auf längere Zeit. Was bleibt dem Fan anderes übrig als so seine Reaktion zu zeigen. Wenn dieser Gesang „Wir haben die Schnautze voll“ intensiv und über mehrere Wochen im Stadion erklingen würde, so würden die Verantwortlichen endlich aufwachen aus ihrer Ignoranz und gezwungenermaßen würden sie auch handeln.

    5

    14
    Antwort
    • so würden die Verantwortlichen endlich aufwachen aus ihrer Ignoranz und gezwungenermaßen würden sie auch handeln.

      Wie kommt man eigentlich immer wieder darauf, dass die Verantwortlichen oder die Spieler die aktuelle Situation billigend in Kauf genommen hätten? Glaubt irgendjemand wirklich, dass die Verantwortlichen, egal ob der AR oder der Vorstand, aber auch beide Trainer und die Mannschaft nicht wollen?

      Wenn man immer wieder im Job an seine Leistungsgrenzen stößt, wird man doch auch nicht besser, wenn der Chef und die Kollegen jeden Morgen erst mal zu einem kommen und laut hörbar erklären, dass man der Totalversager sei. Ganz im Gegenteil würde ich sagen.

      Natürlich wurden Fehler gemacht und werden immer noch Fehler gemacht, aber das liegt weniger am Wollen als am Können. Und es liegt wohl auch daran, dass viele Personen bei uns an den falschen Stellen beschäftigt werden. Palikuca ist vielleicht ein guter zweiter Mann, so eine Art Sportdirektor, oder Assistent des Vorstand Sports, aber er ist, Stand heute, sicher kein guter Sportvorstand.

      Ein Canadi hat wahrscheinlich das körperbetonte Spiel in der zweiten Liga unterschätzt, hat sich auf seine Taktikschulung verlassen und nicht erkannt, dass in der deutschen zweiten Liga die körperliche Fitness das A und O ist. Keller ist die ärmste Sau, der hat sicher jetzt schon wieder das Dejavu aus der letzten Saison in Ingolstadt. Ich bin gespannt ob er die richtigen Lehren gezogen hat und nach der Winterpause das Steuer herumreißen kann.

      Unsere defensiven Außenbahnspieler wurden massiv überfordert, die Außenlinie allein abzudecken, hätte man von Anfang an eine gute Pärchen-Bildung auf den Außenbahnen organisiert, dann hätten die Gegner nicht reihenweise so leichtes Spiel auf den Außenpositionen gehabt. Innenverteidigung und defensives Mittelfeld müssten viel kompakter stehen, um sich gegenseitig helfen zu können, Geis und Behrens gehören da sicher nicht hin, Geis ist zu klein und im Antritt zu langsam, dazu fehlt ihm aus meiner Sicht Wettkampfhärte und Kondition. Behrens war bei uns immer dann gut, wenn er die Mannschaft außerhalb des Platz zusammengehalten hat und auf dem Platz seine Torgefahr ausspielen durfte, am besten hat das in der Aufstiegssaison geklappt, dafür musste dann halt der nominelle Spielmacher Möhwald auf die offensive Außenbahn gehen.

      Und im Sturm hätte man sich die Verpflichtung Frey sparen können, rackern und Räume schaffen, das konnte Ishak auch, siehe Aufstiegssaison. In Liga zwei hätte man ihn schon wieder dahin bringen können. Immerhin bestand in der Aufstiegssaison die Befürchtung dass der Verletzungsausfall von Ishak den Aufstieg kosten könnte. Aber wenn man mit Frey unbedingt einen neuen Spieler auf dieser Position holen will, dann muss man Ishak verkaufen, beide zusammen in der Mannschaft können nicht funktionieren. Dass das interne Probleme gibt war doch mit Ansage.

      Insofern, ich denke nicht, dass es als Fan sinnvoll ist sich Bestrafungen für die Verantwortlichen und Spieler auszudenken. Damit wird der Negativtrend sicher nicht gebrochen.

      21

      12
      Antwort
      • Gegen Sandhausen hat die Mannschaft nicht an der Leistungsgrenze gespielt. Was sie in diesem Spiel abgeliefert hat, war mehr als eine Frechheit. Das war Arroganz. Gegen Heidenheim hat die Mannschaft während der letzten zwanzig bis dreißig Minuten sichtbar entspannt. Sie war schlampig. Gegen Aue hat sie sich mit 10 gegen 11 auf einen offenen Schlagabtausch eingelassen, weil sie aus irgendeinem Grund der Meinung war, dass das ein Pflichtsieg sei. Das war hirnlos. Gegen Regensburg liess sie sich die letzten zwanzig Minuten immer weiter bis an den Strafraum fallen. Das war disziplinlos. Gegen Wehen suchte sie während der Anfangsminuten die spielerische Lösung. Muss ja so auch gehen. Das war ignorant. Die Mannschaft hat meine Geduld nicht verdient. Die besten der Aufstiegshelden sind nicht mehr da, der Rest, und das sind einige, war zu Beginn der Saison satt und jetzt kommt so langsam Verzweiflung auf. Der Verein sollte Strenge walten lassen und sich von denen trennen, auf die man sich nicht mehr verlassen kann. Wie gesagt, das sind einige.

        13

        7
        Antwort
        • 95% d’accord

          und wenn Petrak zum Beispiel unter Canadi seinem Unmut laut Gehör verschafft, daß er nicht berücksichtigt wird bis durch die Sportmedien, dann könnte man doch erwarten, daß er was zeigt beim neuen Trainer, aber nichts überhaupt gar nichts.
          Kerk habe ich noch nie verstanden, dazu fällt mir sowieso nichts ein außer, daß die Frisur immer sitzt auch wenn er vom Feld runter geht.

          10

          5
          Antwort
          • Ich finde es ziemlich ätzend, wenn Fans, ohne die Spieler, Hintergründe und die Gründe für ihre (Nicht)leistung wirklich zu kennen zu solchen Aussagen hinreißen lassen wie die deine zu Kerk.

            9

            4
            Antwort
            • Er war vor seiner schweren Verletzung in einer Bombenform und nach meiner Erinnerung ziemlich beliebt beim Publikum. So ein Achillessehneriss ist keine Verletztung, die man mal im Vorbeigehen auskuriert. Man sagt genausolang wie die Reha gedauert hat, dauert es bis der Spieler wieder in Form kommt. Wenn er überhaupt jemals wieder in die Form kommt. Siehe Erras. Was mich eher ein bißchen nachdenklich macht, dass wir ständig Verletztungen haben. Von schwer, chronischen Problemen bis hinzu ständig wiederkehrenden muskulären Problemen ist da alles dabei. Hat der Club denn Fachleute im Bereich Ernährung für die Spieler, so wie bei Leipzig oder Hoffenheim? Oder wird da eher oberflächlich gearbeitet? Fussballer verlieren beispielsweise durch ihre körperliche Aktivität viele Mineralstoffe, die enorm wichtig sind für die körperliche Stabilität. Die sollten dann wieder zugeführt werden. Und da kommt es auch auf die richtige Ausgewogenheit an.

              5

              1
              Antwort
          • Petrak hat unter keinem Trainer bis auf das eine Spiel gegen Braunschschweig etwas gezeigt. Eine unglaubliche Fehlleistung mit ihm den Vertrag zu verlängern. Kerk hatte gute Spiele, jedoch reicht sein Mix aus Talent, Körper und Einsatzwillen nicht für höhere Ansprüche aus. Insbesondere nach seiner Verletzung geht er eigentlich jedem Zweikampf aus dem Weg. Die Tatsache, dass er trotzdem immer wieder aufgestellt wird, spricht Bände über die Verfassung der Medeiros‘, Dovedans und Lohkempers.

            5

            3
            Antwort
  • Armin: Und im Sturm hätte man sich die Verpflichtung Frey sparen können, rackern und Räume schaffen, das konnte Ishak auch, siehe Aufstiegssaison. In Liga zwei hätte man ihn schon wieder dahin bringen können. Immerhin bestand in der Aufstiegssaison die Befürchtung dass der Verletzungsausfall von Ishak den Aufstieg kosten könnte. Aber wenn man mit Frey unbedingt einen neuen Spieler auf dieser Position holen will, dann muss man Ishak verkaufen, beide zusammen in der Mannschaft können nicht funktionieren. Dass das interne Probleme gibt war doch mit Ansage.

    Dann wären wir der erste Profiverein der auf, der zentralen Stürmerposition keinen Konkurrenzkampf hat, vielmehr wenn Ishak endlich mal aufwachen würde, hätten wir einen Konkurrenzkampf der beide pusht oder mal eine starke Option von der Bank bringen können. Aber Ishak ist ja mal wieder seit jetzt bald 1 Jahr leistungsmäig komplett abgetaucht. Aus dem Grund war die Verpflichtung von Frey mehr als notwendig. Einer der wenigen Lichtblicke, dem man die Einstellung alles zu geben auch abnimmt.

    27

    1
    Antwort
  • …. „dass die Spielweise weder anders noch verbessert im Vergleich zu seinem Vorgänger aussieht. Das mag nach drei Spielen von denen eines ein Derby und das andere eines bei einem absoluten Spitzenteam der Liga war, eine etwas hochgegriffene Forderung sein, aber zumindest in Ansätzen hätte eine Verbesserung feststellbar sein müssen, um eine positive Entwicklung erwartbar zu machen“.

    Dieser abschließende Satz der Spielanalyse, wie öfter bei Florian durch reichlich Konjunktive abgefedert, bringt doch die sportliche Tristesse perfekt auf den Punkt, wenn man es ganz ohne Konjunktiv als das beschreibt, was auf dem Platz zu sehen ist: nicht einmal in Ansätzen ist eine Verbesserung feststellbar, die eine – angesichts des Tabellenplatzes und Punktestandes dringend gebotene – postive Entwicklung erwarten lässt.
    Selten habe ich eine Winterpause so intensiv herbeigewünscht – man kann nur hoffen, das Keller einen Weg findet, um den Super-Gau noch abzuwenden. Mehr halte ich persönlich nicht für erwartbar.
    @ Johnny Vegas
    Klar, ein gepflegtes Frustbier in der „Post“ wäre sicher hilfreich – aber ich bin beruflich im Dezember dermaßen am Limit, dass ich das allenfalls als verspäteten Umtrunk zum neuen Jahr so Mitte Januar angehen könnte. Ich arbeite seit Mitte November sechs Tage die Woche, der einzig freie Tag ist der Sonntag, und den brauche ich dann wirklich zur Regeneration – da ist mir der sich von Spieltag zu Spieltag vergrößernde Frust im Stadion einfach too much, vor allem, wenn wie oben beschrieben ja keine Wende zum Besseren in Sicht ist.

    1

    0
    Antwort
  • „Klinsi knallhart!

    Herthas neuer Trainer Jürgen Klinsmann (55) streicht den Profis den Neujahrsurlaub. Stattdessen soll es Fitnesstraining geben. °
    Der Trainingsstart wurde vom 2. Januar 2020 auf den 29. Dezember 2019 vorverlegt. Bitter für alle, die schon Reisen oder Silvester-Feiern außerhalb Berlins gebucht haben. Die müssen jetzt storniert werden – und zwar auf eigene Kosten. °
    ==========

    Ich denke wir hätten ähnliches nötig. Aber bei uns bekommen die Spieler eher noch einen Mentaltrainer zusätzlich der Gespräche führt. Ist auch angenehmer.

    12

    2
    Antwort
    • Hatte ich ähnlich auch schon vorgeschlagen, allerdings wegen der besonderen Schwere auch kein Weihnachtsurlaub für unsere Warmduscher.
      Trainingsplatz und Fitnessraum statt Urlaub in der Sonne, damit man wieder weiß, wo die Schwerpunkte liegen….

      5

      2
      Antwort
  • Dass die Verantwortlichen im Verein keine Schuld tragen ist nicht richtig. Ein großer Fehler war zum Beispiel im letzten Jahr in der 1. Liga in der Winterpause keine Neuverpflichtungen vorzunehmen, obwohl es dringendst notwendig gewesen wäre. Man hat dies eiskalt sein lassen und damit den Abstieg in Kauf genommen. Ich würde mal sagen, dies war ein fahrlässiges Versagen. Man hätte also etwas machen können, hat es aber sein lassen, obwohl man wusste, dass sich die Mannschaft so nicht in der 1. Liga halten könne. Also Armin, die Verantwortlichen beim Club sind nicht so fehlerfrei wie Du denkst.

    14

    4
    Antwort
    • Bin ich absolut der gleichen Meinung. So wie man den Karren unter Bader/Woy mit Ansage gegen die Wand hat fahren lassen, machte das der AR unter Bornemann mit dem Alibi der Kontinuität und dem Primat der finanziellen Konsolidierung erneut. Man hat die 2 verkorksten Transferperioden mit einer unglaublichen Handlungsunfähigkeit von Bornemann nicht zum Anlass genommen, Konzepte für die Winterpause in der Abstiegssaison einzufordern bzw. darauf zu reagieren. So wurde der Anstieg besiegelt. Weder wurden also im AR Voraussetzungen für ein zeitgemäßes Stadion gelegt, noch größere Sponsoren zum Club geholt, noch operativ angemessen die Kontrollaufgabe ausgeführt. Hier liegt das chronische Problem des Vereins.

      18

      2
      Antwort
      • eine Mannschaft die von Position 1-11 unter Beweis gestellt hat nicht auf dem Niveau der ersten Liga konkurenzfähig zu sein, rettet man auch nicht mit ein bis zwei Transfers-auch wenn diese die Qualität eventuell insgesamt heben.Der Abstand war erkennbar zu groß.
        Paderborn hat im Übrigen auch bereits angekündigt im Winter nicht durch Zukäufe retten zu wollen was wahrscheinlich nicht rettbar ist.Dort und auch beim Club hätte man anders investieren müssen Vor der Saison-man konnte oder wollte es anscheinend nicht.Union scheint mit Gentner und Subotic den schlaueren Weg gegangen zu sein-in welchem Rahmen sie hierfür in den Dispo gegangen sind bleibt Spekulation.Köln hat einfach ne teure und unfähige Truppe/Vereinsstruktur.Düsseldorf performt im zweiten Jahr auch nicht gerade super.

        Aber das ist ja Ärger über vergangenes-die Zukunft sieht ja schon viel besser aus-Nicht
        Allerdings wäre jetzt ja mal tatsächlich etwas Geld dagewesen.

        3

        2
        Antwort
        • Man hat doch unter Schommers gesehen, mit wie wenig wir dennoch auf einmal nahe an Platz 16 dran waren. Man hätte locker mit 1-2 Transfers im Sturm über die Relegation drinbleiben können. So war es nichts Anderes als eine Verarsche der Sponsoren und Dauerkartenbesitzer.

          6

          4
          Antwort
          • Man hat doch unter Schommers gesehen, mit wie wenig wir dennoch auf einmal nahe an Platz 16 dran waren.

            Der Punkteschnitt unter Schommers war schlechter als unter Köllner

            Man kann also genauso gut behaupten, dass Köllner und Bornemann Recht hatten auf Ruhe zu setzen und den eigenen Stiefel durchzuziehen und nur darauf zu warten, dass bei den anderen die Nerven blank liegen.

            Aber noch mal, alles Spekulation, Deine Idee mit 1-2 Transfers locker drin zu bleiben, meine Idee mit Bornemann und Köllner durchzuziehen.

            4

            3
            Antwort
            • Der Punkteschnitt unter Schommers war schlechter als unter Köllner
              Aber noch mal, alles Spekulation, Deine Idee mit 1-2 Transfers locker drin zu bleiben, meine Idee mit Bornemann und Köllner durchzuziehen.

              Punkteschnitt Kölner hat ganz zu Beginn der Saison gepunktet als die Gegner noch etwas in der Findungsphase waren nach hoher Spieler Fluktuation, wir aber ein eingespieltes Aufstiegsteam hatten, nachdem die Gegner eingespielt waren hat Kölner auch keine Punkte mehr geholt. Aber unter Schommers haben wir zumindest wieder einen konkurrenfähigen Fußball gespielt. Dass die Spieler reihenweise wichtige Elfmeter verballern, gut dann ist es eben Schommers Schuld. 🙂

              Vielleicht stünden wir mit beiden zumindest in der 2. Liga besser da, das ist evtl. vorstellbar, weil da haben es beide schon bewiesen, daß sie es besser können als in der 1. Liga. Aber auch das ist hypothetisch.

              Bornemann steht aktuell genauso da wie wir, aber mit eingespielten Kader und ohne 4 Torhüter ersetzen zu müssen trotzdem genauso schwach die Gesamtperformance.

              6

              3
              Antwort
            • Du verwechselst die Themen. Es ging hier doch gar nicht um Schommers oder Köllner, sondern um die Tendenz, dass der Hauptwettbewerber um Platz 16 (Stuttgart) in der Rückrunde über weite Strecken sogar noch schlechter als wir war, so dass wir zum Spiel in Stuttgart in unmittelbarer Reichweite waren. Und selbstverständlich hätten uns da 1-2 Spieler entscheidend geholfen – außer natürlich es wären erneut Flops wie Garcia Ulysses, Palacios, Ilicevic oder Spieler mit langer Anlaufzeit, wie Perreira – gewesen…

              3

              1
              Antwort
  • @ Andre, @Hans
    Ich schreibe nirgends, dass keine Fehler gemacht wurden, in Sachen Winterzukäufe sind wir halt unterschiedlicher Meinung, ich fand das Vorgehen von Bornemann und Köllner richtig, da keinen zusätzlichen Kauf zu tätigen, weil für unser Budget kein Zugang verpflichtet werden könnte, der den Abstieg 100% verhindert hätte.

    Hier darauf zu setzen, dass wir am Ende die sind die Ruhe bewahren und so noch von der Schippe springen fand ich sinnvoll. Der AR nicht, der hat lieber die Rückrunde ohne sportliche Führung bestritten. Aber das ist Schnee von gestern. Unredlich ist es aber zu behaupten, dass Bornemann und Köllner den Abstieg angestrebt hätten. Aber das sind olle Kamellen.

    Weder wurden also im AR Voraussetzungen für ein zeitgemäßes Stadion gelegt, noch größere Sponsoren zum Club geholt, noch operativ angemessen die Kontrollaufgabe ausgeführt. Hier liegt das chronische Problem des Vereins.

    Der AR ist weder für einen Stadionneubau zuständig noch für die Aquirierung von Investoren oder Sponsoren. Natürlich kann man erwarten, dass der AR da die Arbeit des Vorstands unterstützt, aber die Vereinsleitung hat der Vorstand. Über die Frage der Kontrolle kann man immer streiten, wenn ein Vorstand schummelt schafft es kaum ein AR, weder im Fußball noch in anderen Bereichen der freien Wirtschaft, dies zu unterbinden. Die wichtigste Aufgabe des AR ist die Personalentscheidung für den Vorstand, da hat man aus meiner Sicht mit Meeske und Bornemann sehr gut gelegen, die Entlassung von Bornemann sehe ich nach wie vor kritisch, sowohl das ob, als auch das wie.

    Die Personalie Palikuca sehe ich auch kritisch, das habe ich ja schon oft genug geschrieben.

    Damit ist die Performance aus meiner Sicht sicher nicht optimal. Und ja ich sehe auch, dass wir im AR zu wenig Knowhow in Sachen Fußball haben, aber auch da ist das Problem, wie bringt man Menschen mit mehr Sachverstand dazu, dass sie sich zur Wahl aufstellen lassen? Scheint ein allgemeines Problem zu sein.

    2

    3
    Antwort
    • @Armin behauptet: …weil für unser Budget kein Zugang verpflichtet werden könnte, der den Abstieg 100% verhindert hätte.

      Wo bitte gibts denn Spieler die 100% den Abstieg verhindern? auf der ganzen Welt nicht. Dafür wird ein Sportvorstand bezahlt Lösungen zu finden die weiterhelfen aber nirgends gibts 100%, klingt reichlich naiv.

      7

      2
      Antwort
    • Hole einen Messi und lass den sich im ersten Spiel einen Kreuzbandriss zuziehen…es gibt keine 100%ige Garantie für den Erfolg.

      Die gibt es nur für den Misserfolg, wenn man z.B. als Tabellenletzter die Hände in den Schoß legt und auf Ilicevic setzt. Aber Du hast recht. Es ist in der Tat Schnee von gestern.

      In Punkto der Aufgaben des AR bin ich jedoch auch anderer Meinung als Du. Sicherlich sollten sie sich per Definition v.a. auf die Kontrolle des operativen Geschäfts konzentrieren. Dafür sind jedoch die Wenigsten wirklich wenigstens auf dem Papier qualifiziert. Woanders sind ein Roland Berger & Co im AR. Die kontrollieren auch nicht nur. Die sorgen mit ihrem Netzwerk in Wirtschaft und Politik für das entsprechende Strippenziehen und öffnen Türe. Nur so werden neue Sponsoren und Investoren kommen. Wenn man da auf die 25-Jährigen Lagardere-Vertriebler hofft, kann man – wie bisher der Club – lange warten.

      Vor diesem Hintergrund war für mich Schamel das einzige AR-Mitglied, dass aus meiner Sicht qualifiziert war. Ein Netzwerk zwischen Schwabach und Lauf der Kochs, Müllers und Bispings nützt uns hingegen wenig um größere Schritte zu machen. Da gibt es zu wenig zu holen.

      7

      0
      Antwort
  • Im Wettbewerb um die Shortlist zur Kulturhauptstadt 2025 haben wir uns schonmal gegen Dresden durchgesetzt.
    Glückwunsch

    2

    1
    Antwort
  • Ein trostloser Plan der Versammlung sogenannter Clubprofis bis Weihnachten:
    – Auf die Heimniederlage gegen Kiel
    folgt dann
    – die Heimniederlage gegen Dresden.
    Das neue Jahr begrüsst uns dann Ende Januar gleich mit der
    – Auswärtsniederlage in Hamburg,
    dann gehts wie gewohnt weiter mit
    – einer Heimniederlage gegen Sandhausen
    – gefolgt von der Auswärtsniederlage in Osnabrück
    Auf einen trostlosen Advent folgt ein immer noch trostloser Jahresbeginn. Dann haben wir endlich die unterste Tabellenspitze erobert. Da freuen wir uns doch.

    5

    12
    Antwort
    • Ganz so schlimm wirds nicht. Gegen Dresden zuhause ist schon ein Punkt drin, also 0:0.

      2

      2
      Antwort
    • Sorry, bei aller Sympathie und bei allem Respekt, aber Fatalismus ist auch keine Lösung.

      Wir kriegen das hin, weil wir das hinkriegen müssen, um nicht als Zombie zu enden.

      10

      1
      Antwort
      • Das sehe ich genau so!
        Bringt jetzt auch nicht an der Abwärtsspirale aktiv mit zu drehen.
        Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln, auch im Umfeld.
        Am Beispiel Kaiserslautern sieht man ja was ein ständig unruhiges Umfeld dem Verein einbringen kann.
        Wir sind, auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, kein großer Verein mehr in Deutschland.
        Bei uns, dass ist meine Meinung, werden seit vielen Jahrzehnten viele Entscheidungen getroffen, weil man sich dem Druck von Außen beugt. Allerdings oft die Falschen.
        Bielefeld taugt da auch als Beispiel. Die sind vor zwei Jahren fast abgestiegen. Der Klos stand damals massiv in der Kritik. Jetzt sieht das ganz anders aus.
        Bei uns ist es genau umgekehrt. Ein Behrens wurde vor zwei Jahren von allen Seiten gelobt.
        Jetzt macht man Ihn zu einem Gesichter des Versagens. Ich glaube nicht das sich Hanno Behrens in dieser Zeit menschlich groß verändert hat. Deshalb werde ich Ihn und die Mannschaft auch weiterhin unterstützen. Mehr kann ich als Fan, und Mitglied, sowieso nicht machen.

        11

        1
        Antwort
    • Nix da. Wie Verlieren und Schlechtspielen geht, wissen wir nun. Das kennen und können wir. Und jetzt machen wir es eben mal ganz anders: Behrens köpft uns gegen Kiel zum Sieg und gegen Dresden wird dann verdienter gewonnen als im Hinspiel. Punkt. Basta. Keine Widerrede.

      9

      1
      Antwort
      • klingt so eigentlich dieses pfeifen im Walde?Die Saison läuft genau so dass man am Ende mit 12 komplett zufrieden ist.-in Liga zwei

        2

        1
        Antwort
        • Pfeifen im Walde? Das war ein Befehl!
          (Äh.. Rang 12? Wo muss ich hin fahren, um zu unterschreiben? …)

          7

          0
          Antwort
          • Dude, was ist jetzt mit dem Wunderstürmer von der Frankenhöhe, von dem man anderswo liest?

            0

            0
            Antwort
            • Hat derzeit noch schlechtere Laktatwerte als Ilicevic, obwohl seine Laufleistung an Spieltagen mehr als ordentlich ist..

              0

              0
              Antwort
  • Ishak steht angeblich mit Paderborn in Gesprächen will in der WInterpause wechseln, also Paderborn läßt auch nichts unversucht um wirklich abzusteigen. Immerhin ein Stürmer der in schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr 1 Tor schießt und bald geht das neue Jahr los.

    5

    5
    Antwort
    • „in schöner Regelmäßigkeit“ – so ein quatsch..
      Letztes Jahr 4 Tore – 4 Vorlagen (nur in der buli)
      17/18 – 12 Tore – 8 Vorlagen..

      Ich wäre froh, wenn wir Ishak behalten würden, und ab und zu einsetzen! Michael Freys geracker in allen Ehren.. aber am Ende wird ein Stürmer an seinen Toren gemessen.. Oder Ishak neben Frey – 2 Brecher vorne drin

      0

      0
      Antwort
  • Also den Ishak hab ich echt gefressen, was für ein Anti-Fußballer. Den werde ich wahrlich nicht vermissen. Gut, wenn man sich das Gehalt sparen kann.

    Zudem ist mit Frey, Zrelak und Schleusener mindestens ausreichend Personal verhanden.

    4

    2
    Antwort
    • Ja und mit ihm als zentralen Stürmer wollten wir in der 1. Bundesliga bestehen. Da kann ich nur sagen hoffentlich klappt es mit Paderborn und Gute Reise!

      3

      1
      Antwort
      • Und in Paderborn blüht er dann vielleicht auf, weil da ein anderes System gespielt wird, er das rückhaltlose Vertrauen des Trainers geniesst und dann wird er dort zum Torschützenkönig.
        Wer weiß das schon?

        Es gab mal Zeiten, da waren Mannschaftsstützen verletzt, der Club spielte deshalb unter seinem Niveau, aber man konnte sich darauf freuen, daß Spieler xyz (Reinhardt, Pinola, Mintal, o.ä.) in sagen wir fünf Spieltagen wieder dabei sein wird oder werden.

        Nichtmal so eine Hoffnung haben wir. Wirklich kein noch so winziger Feuerschein eines in 500 km Entfernung angezündenten Streichholzes bleibt uns Clubfans. Die Torhüter bleiben noch sehr lange absent und sonst so?

        Margreitter, Erras, Hack, Misidjan und Sorg, leider konnte bisher auch keiner von denen derart überzeugen, daß man die aktuelle Misere am Fehlen des Spielers oder der Spieler festmachen kann.

        Und, wie leider hier anderswo auch bereits korrekt dargestellt wurde, welcher überaus starke Spieler soll denn in der Winterpause schon freiwillig zu uns kommen wollen, der die gesamte Mannschaft und uns Fans endlich aus ihrer Tristesse befreien könnte?

        5

        2
        Antwort
        • Ich baue eher darauf, daß Zrelak wieder fit wird, ich fand er hatte etwas bessere Anlagen als Ishak. Sollte ja wieder einsatzbereit sein zur Rückrunde. Ishak hat von der Vorbereitung bis jetzt nie irgendwas gezeigt daß er Bock auf die Saison hat und die Spieler brauchen wir nicht, da muss ein klarer Strich gezogen werden.

          3

          3
          Antwort
          • Vor Zrelak hofften wir auf Valentini oder Kerk, dann mal auf Sorg, dann auf Petrak. Es blieb alles beim Gleichen.

            11

            2
            Antwort
            • Vor Zrelaks Verletzung war allgemeiner Tenor, dass er zwar superfleissig ist, jedoch auch die personifizierte Torungefährlichkeit! Nach seiner langen Verletzungspause wäre es daher ihm gegenüber nicht fair, geballte Nichtabstiegshoffnung auf ihn zu projizieren.

              6

              0
              Antwort
              • Ich glaube an mehr Engagement als bei Ishak, das andere kommt dann von selber. Ishak wirkt völlig lustlos was diese Saison angeht, ihn stört es nichtmal wenn er auf der Bank sitzt.
                Wenn dann Frey und Zrelak so ackern zieht das andere vielleicht auch noch mit oder man hat nochmal eine echte Alternative von der Bank. Viele Bankspieler entscheiden enge Partien wenn sie frisch rein kommen, da hatten wir bislang ja nicht wirklich was, alle laufen dann nur mit, Kerk, Ishak aber es kommen überhaupt keine Impulse von der Bank

                2

                2
                Antwort
              • Da hast Du recht. Ich halte von ihm auch wenig, weil er zwar engagiert, jedoch zu klein, zu langsam und technisch zu schwach ist. Dennoch habe ich mich selber bei dem Gedanken ertappt, dass er vielleicht – weil von der schlechten Stimmung im Team vielleicht unbelastet – noch diese Saison wertvoll sein könnte. In jedem Fall wertvoller als Ishak, dem man (und uns) im Winter einen neuen Verein wünscht.

                1

                0
                Antwort
      • Da scheint die Beweisklage ja klarer zu sein und Stuttgart scheint ihn nur bekommen zu haben weil andere Clubs in Frankreich, wo er spielte deswegen Abstand nahmen, das sei schon länger bekannt. Sogar Kongos Nationaltraiter nahm deswegen Abstand, darf ihn nicht nominieren. Man fragt sich schon warum machen das Spieler?

        3

        0
        Antwort
  • Zum Verlinken?
    Bei 11Freunde gibts ein Video zum VAR Einsatz in der Begegnung der Mannschaft aus Stuttgart gegen die Versammlung der Clubanggestellten. Titel: „Haben die nen Hau?“

    0

    0
    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.