Der Club wird wieder

Noch zwei Chancen bis Weihnachten

Der 1. FC Nürnberg ist in Schieflage, aber noch lange nicht gesunken

Noch zwei Spiele bis Weihnachten. Zwei mal die Chance auf drei Punkte. Zweimal die Aussicht in zwei Heimspielen den Fans etwas zurück zu geben, ihnen ein Geschenk in Form von Hoffnung unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Um den Clubfan zu verstehen, muss man die ganze Historie eines Vereins mit in seine Betrachtung nehmen. Und da darf man bei Club-Fan durchaus auch gern (ausnahmsweise) wahrscheinlich 95% aller Vereinsfans in diesem Land, ja vielleicht weltweit mit einbeziehen. Fans von Vereinen, die eben nicht ein Dauer-Abo auf die vorderen Plätze haben, deren Luxusprobleme nicht darin bestehen, dass die unzufriedenen Nationalspieler auf der Bank den Frieden stören oder das Double mal wieder nicht genug ist.

Der Clubfan im Speziellen, der FCN-Anhänger, hat im Grunde seit 1969 ein Wechselbad der Gefühle – dabei war die vorangegangene Meisterschaft ja auch schon sowas wie ein unerwartetes Highlight einer einst ruhmreichen Vergangenheit, die – nur unterbrochen 1961 – auch da schon 20 Jahre zurück lag. Und so ist auch die jüngere Vergangenheit der letzten 20 Jahre kein Ausrutscher oder eine besondere Misere, sondern im Grunde ja „business as usual“ – nur daran erinnern will man sich nicht… und gewöhnen schon gar nicht.

Der Blick in die Historie macht Mut. Weil es immer weitergegangen ist beim Club. Auch nach Abstiegen und Niederlagenserien, nach Chaos und Pleiten. Die beste Herangehensweise ist dabei die, die Michael Frey nach dem Spiel in Stuttgart in die Mikrophone diktierte und mit der er nicht alleine ist, wenn es um Krisenbewältigung im Fußball geht:

„Die beste Herangehensweise in unserer Situation ist, uns nur auf das nächste Spiel einzulassen mit allem, was uns zur Verfügung steht.“ 

Jürgen Klopp (in einer seiner wenigen Krisensituationen als Trainer)

Natürlich kriegt man die vielen Rückschläge der jüngeren Zeit nicht einfach aus den Klamotten. Ebenso wenig den Umstand, dass man aus den letzten 44 Partien im Profi-Fußball sage und schreibe nur 4 gewinnen konnte. Wer Leidensfähigkeit im Lexikon nachschlägt, könnte das Gesicht eines Clubfan als Symbolbild finden, nachdem die Stelle aktuell von Kaiserslautern freigegeben wurde.

Er hielt in vielen Jahren so manchen Stürmen stand

Spieler, Umfeld und Fans sollten aber die Chance und nicht das Scheitern vor Augen haben. Denn alle Rückschläge, alle Fehlgriffe, alles Unglück, alles was falsch lief und läuft beim FCN werden es nicht schaffen – diesen Verein und seine Basis wird man nicht unterkriegen. Das hat man bis heute nicht geschafft, das wird man auch in Zukunft nicht.

Was aber jederzeit möglich ist, ist mit einer beherzten und leidenschaftlichen Leistung in nur zwei Spielen dem Verein, den Fans und sich selbst Hoffnung zu geben, eine Wende herbeizuführen und damit Teil einer kleinen Erfolgsstory zu werden. Eine Erfolgsstory, die den FCN vielleicht nie mehr ganz oben bringen wird, aber doch wieder in eine Lage versetzt, den Fans und allen die es gut mit dem 1. FC Nürnberg meinen, ein klein wenig Freude in ihren Alltag zu bringen. Und mehr kann man vom Fußball auch nicht erwarten.

Ein Fels in wilder Brandung,
der alles überstand,
er hielt in vielen Jahren so manchen Stürmen stand.
Ein Fels in wilder Brandung,
ist unser FCN,
sein Stern er wird für immer am Fußballhimmel stehen!

Die Legende lebt wenn auch die Zeit vergeht,
unser Club der bleibt bestehn,
die Legende lebt wenn auch der Weg sich dreht,
unser Club wird niemals untergehn!

Die Legende lebt
© 2000 – Text und Musik: Mark Bender, Steve Summer & Pete Winter / Verlag: Edition Roses & Friends


Foto: Clubfans United „Aufmunterung in der Lunch-Box 2008“ / Alle Rechte vorbehalten.

Steckbrief Clubfans United

Clubfans United, das Fußballmagazin für Fans des 1. FC Nürnberg. Spielberichte, Analysen, Medien-Monitoring – Aktuelle News, Kolumnen und Kommentare. Weitere Informationen….

43 Gedanken zu „Der Club wird wieder

    • Auch auf die Gefahr hin, dass ich dislikes ernte, wie der Bauer im Herbst die Kartoffeln : Den Song, inklusive des Textes finde ich nicht wirklich spannend. Da packt einen irgendwie so eine Moll-Romantik. Musik kann vieles, begeistern, motivieren, heilen aber auch runterziehen. Es darf sich jeder aussuchen, was er bevorzugt.
      Schön das die Legende lebt, aber von der wird bald nix mehr übrig sein, wenn der FCN sich nicht moderneren Strukturen öffnet. Das soll nicht heissen, dass suspekte Sponsoren das Schicksal des Clubs bestimmen sollen, aber es wäre dringend notwendig mehr Einnahmen zu generieren, im Optimalfall eben sogar mit Sponsoren aus der Region.
      Wie wärs mit nem Titel wie ‚Jetzt ist der beste Moment‘ oder das Motto ‚ich bereue diese Liebe nicht‘ ist auch ausbaufähig. Vielleicht zieht ja dann das Gewinner Gen ins Stadion ein und bleibt für immer.

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    • Ja ja Leute haltet durch die Meisterschaft ist ganz nah. Diese Propaganda an was erinnert die mich denn? Irgendwie an dunkle Zeiten.

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  • Eine Banane pfeift im Wald.
    Natürlich hat man schon viel erlebt, aber so einen schlimmen, bodenlos tiefen Fall, noch dazu wohl mit einer der teuersten Angestelltenriege bisher überhaupt, gabs noch nie. Und eben, die Vorgeschichte mit den praktisch nicht mehr vorhandenen Erfolgserlebnissen seit mehr als ein Jahr zusammen mit den aufreizend lustlosen Auftritten in den letzten Monaten, das zehrte einfach inzwischen jedes Verständnis und auch einen Großteil der Fanliebe auf.
    28.000 werden im Stadion erwartet? Das ich nicht lache! Das ist erfolgreich leergebolzt worden, das Stadion. Meine Dauerkarte wollte niemand haben und selbst Klaus winkt jetzt schon ab und geht nicht mehr raus.
    Ich geh mit Kumpels zum Brunchen, der Jämmerliche kann mich dieses Wochenende kreuzweise. Am letzten Heimspiel vor Weihnachten gehts natürlich wieder ins Stadion, aber dann auch trotz des Clubs und einzig wegen der Kumpels, die alle übrigens dasselbe Fühlen und Denken. Und schaut man die Kommentare hier, bei Transfermarkt oder woanders, geht es den meisten Fans genauso. Man hat die Schnauze voll. Selbst der heutige Artikel in der NN geht auf das Salbadern der „Spieler“ nach den miesen Auftritten entsprechend süffisant ein.
    Am Freitag im Fanshop beim Shoppen, fragte meine Frau nach einem Kalender. Die nette Dame vom Verkauf warnte gleich „Aber da sind fei die aktuellen Spieler drauf.“ Dann ich „Allmächd na, mit den Flaschen drauf kaufen wir nix.“ Sie dann grinsend „An Flaschenöffner hätten wir aa!“
    wzbw qed

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      • Ja, vielleicht. Aber damals hatten wir mangels Geld weil Dauerpleite auch die entsprechenden Fußballer im Kader. Dieses Mal dachten wir, mit dem vielen Geld könnte es anders werden. Es wurde schlimmer.

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        • Nur weil wir mal nicht pleite waren, heißt das noch lange nicht, dass wir vor der Saison VIEL Geld gehabt hätten. Aber nicht pleite heißt für den Clubfan halt gleich, richtig reich. Wir sind halt nur bipolar, himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt, dazwischen ist langweilig, dazwischen ist Realität, die haben wir ja schon zuhause oder „auf Arbeit“, die brauchen wir nicht auch noch beim Club.

          Manchmal kommt mir der Club wie eine Droge vor, die kurz zu Euphorie führen kann, aber doch meist nur Depression und Entzugserscheinungen bringt und je länger man sie nimmt, desto kleiner werden die Hochs.

          Aber so als heavy user mit jahrzehntelanger Abhängigkeit kommst halt auch nicht mehr weg von dem Zeug ;-). Methadon für Fußballfans hat halt noch keiner erfunden.

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          • Horch, es gülded fei:
            1 x Charisteas <<< 1 x Dovedan + 1 x Medeiros + 1 x Adam Cerin
            Apropos: Den Slowenenjungen könnte man mal einsetzen, schlimmer gehts ja eh kaum noch?

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          • Remember Sommer 1996 sage ich dazu – Abstieg in die dritte Liga mit Ante Covic, Goran Curko, Peter Knäbel, Robert Kovac, Frank Baumann, Samuel O. Kuffour etc.

            Das weiß nur leider kaum einer mehr, da zum letzten Spiel im Kölner Südstadion nur 1000 Zuschauer gekommen waren und immerhin ein Fotoreporter, der Bilder von den Cluberern, den Tränen und den Transparenten der Fans machte…Palikuca wird sich schon im nächsten Frühjahr an seinen Worten in der Mitgliederversammlung 2019 messen lassen müssen, dafür Sorge zu tragen, nie wieder abzusteigen!

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  • Dann hoffen wir, dass sich elf Performance-Künstler gegen Kiel einfinden, und die Störche mit einer Bananenflanke nach der anderen vernaschen…

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  • Armin: Manchmal kommt mir der Club wie eine Droge vor, die kurz zu Euphorie führen kann, aber doch meist nur Depression und Entzugserscheinungen bringt und je länger man sie nimmt, desto kleiner werden die Hochs.

    So einen Blödsinn sorry. Das Umfeld ist immer ein Spiegelbild des Vereins und wie es sportlich läuft unter Hecking als es im Rahmen ja gut lief war es immer ruhig. Aber seit 1,5 Jahren findet ja sportlich eigentlich nur Horror statt, da könntest du dem verhältnismässig ruhigen, leidensfähigen Umfeld lieber mal Respekt zollen.

    Was da in anderen Vereinen los ist vielleicht solltest du dir lieber das mal ansehen. Der FCN hat sein sehr leidensfähiges treues Publikum. Schau mal nach Stuttgart wie da Stimmungen kippen, Frankfurt oder letztes Jahr Schalke usw. das ist teil des Fußballs und keine Eigenart der Clubfans.

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  • Einfach super geschrieben, spiegelt meine Seele und die Seelen vieler Club-Fans wieder, da wird einem richtig warm ums Herz! Auch wenn es derzeit schwer fällt, bleiben wir positiv und hoffen auf den 3.Advent!

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  • Bei der älteren Generation von Fans hier sehe ich da gar kein so großes Problem. Wir sind doch schon so verbunden mit dem Club, dass es ja gar keine Alternative gibt.
    Mir gehen dann eher schon die Argumente bei meinem Sohn aus. Die Kinder/Jugendlichen spielen heute in (vom BFV favorisierte) JFGs in denen sie fast keine Bindung mehr zum Heimatverein haben. So ist es auch der einzelne Spieler, egal ob von Dortmund, Bayern, Leipzig….usw.,der immer mehr Vorbild für die Jugend wird.
    Das Interesse an Fußballvereinen wächst eben bei der jüngeren Generation nur mit dem Erfolg- siehe Frankfurt. Der Europapokal- Boom strahlt selbst bis zu uns in das bayerisch/hessische Grenzgebiet.

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  • Ist es wirklich „business as usual“, wenn der 1. FC Nürnberg in der 2. Liga nach 16 Spieltagen auf dem drittletzten Platz steht?

    Ist es für den Clubfan „business as usual“, nach 16 Spieltagen den Abstieg in die 3. Liga als ganz und gar nicht unwahrscheinliches Szenario vor Augen zu haben?

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    • Klares und deutliches „Nein!“ zu beider deiner Fragen.

      Das Bemühren der Historie taugt als Muntermacher nicht, weil sich die Randbedingungen (insb. der „Faktor Geld“, TV Konsum statt Stadionbesuch, etc.) massiv verändert haben. Meeske hat doch immer wieder betont, wie sehr der Club wirtschaftlich den Anschluss verloren hat: Geschrumpft in einem stark wachsenden Markt. Zudem führt man den Verein eben noch als solchen.

      Ich finde es durchaus bewundernswert, dass der Club nicht nur Rekordabsteiger ist, sondern eben auch Rekordaufsteiger. Ableiten kann man daraus allerdings nichts, dafür ist das Geschäft zu hart umkämpft (geworden). Längerfristiger Erfolg und positive Entwicklung (d.h. Loswerden des „Deppen“-Image) wären mir lieber, als dieses permanente auf und ab als Teil der Club DNA zu akzeptieren und schlicht darauf zu hoffen es wird schon wieder. Das ist wirklich der letzte Strohalm. (Und verhindert mMn notwendige Kritik und Veränderungen.)

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    • Ist es für den Clubfan „business as usual“, nach 16 Spieltagen den Abstieg in die 3. Liga als ganz und gar nicht unwahrscheinliches Szenario vor Augen zu haben?

      50% aller Manschaften mit unserem Punktestand nach 16 Spieltagen sind in die 3. Liga abgestiegen. Wir sind also mit 1 Bein von 2 bereits in der 3. Liga. Das Gute ist, wir können es jetzt noch verhindern. Das unschöne ist, bislang dachten wir bei allen letzten Abstiegen wir verhindern es sicher in der Rückrunde und jedesmal gings krachend schief, meistens wurde es sogar noch schlimmer.

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      • Interessant. Mittlerweile siehst du das also auch als ein mögliches Szenario? Dein Vertrauen in die Verantwortlichen scheint sich verflüchtigt zu haben?

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        • Mich interessieren die Verantwortlichen nicht als Person, die sind sowieso bei Mißerfolg mit einer dicken Abfindung wieder weg, sondern daß erfolgreich gearbeitet wird, der Verein und nach der schlechtesten 1. Liga Saison aller Zeiten, sind wir jetzt bei der schlechtesten Zweitliga Saison aller Zeiten. Mir fehlt jedes Verständnis dafür und die Lust auf den Murks jetzt schon die zweite Saison nacheinander, wird auch deutlich weniger.

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          • Genau das ist aus meiner Sicht das Problem in unserem Verein: daß es zu viele gibt, die das so handhaben wie du, leider auch im Aufsichtsrat: alles prima solange es gut ist und Daumen runter, wenn es mal länger schlecht läuft. Ohne daß man die Zusammenhänge und Ursachen einer Mißerfolgsserie analysiert. Da wird dann einfach nur blind agiert. Solange Geld da ist, ist das dann eben ein Hire and Fire und mit viel Glück springt da auch mal ein Erfolg raus.
            Und wenn kein Geld mehr da ist wird munter auf die Spieler geschimpft oder den Trainer oder auf den Sportvorstand. Statt daß man mal das eigene Verhalten hinterfragt, ob das nicht am Ende nicht die Hauptursache ist für dieses Dahingedümpel.

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            • Konstanz kommt nur mit Erfolg ganz von alleine. Der Sinn von Konstanz kommt ja nicht davon an dauerhaften Misserfolg festzuhalten. Die letzte Saison war die gleiche Katastrophe wie diese.

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            • Zitat Beate:

              „Und wenn kein Geld mehr da ist wird munter auf die Spieler geschimpft oder den Trainer oder auf den Sportvorstand. Statt daß man mal das eigene Verhalten hinterfragt, ob das nicht am Ende nicht die Hauptursache ist für dieses Dahingedümpel.“

              Dass das Verhalten vieler Clubfans zu hinterfragen ist, steht außer Frage. Diejenigen Clubfans (man sollte besser von „Clubfans“ sprechen), die massiv Wind gegen Meeskes Pläne zur strukturellen Gestaltung der Zukunft des Vereins gemacht haben, sollten sich mal fragen, was sie eigentlich wollen. Vernünftigen Fußball in Nürnberg, wie es der TRADITION des Vereins entspricht, oder Absinken in die Bedeutungslosigkeit?

              Ich sage nicht, dass ich Meeskes Ausgliederungsplänen blind zugestimmt hätte. Aber angehört hätte ich sie mir schon gerne, um überhaupt eine Entscheidung zu treffen zu können. Dass Meeske ein solch starker Gegenwind ins Gesicht blies, dass er seine Pläne erst gar nicht zur Abstimmung stellte, weil er wusste, dass er keine Chance hat, ist bedauerlich. Dieser Mann hatte Pläne. Dass er nicht mehr da ist, dass er in Nürnberg aufgegeben hat (aufgeben musste?), zeigt, dass dem Verein wahrscheinlich gar nicht mehr zu helfen ist. Und dafür sind „Clubfans“ verantwortlich.

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  • Beate – was hat das „Verhalten“ von Juwe mit der momentan gezeigten Leistung zu tun?
    Verstehe ich nicht.

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    • Verstehen ist auch eine Schwierigkeit? Es geht nicht um Juwes Verhalten, es ging mir um seine Art zu denken, die ich leider in den letzten Jahren bei vielen Clubfans auch im Aufsichtsrat so wahrgenommen habe: anstatt endlich mal wirklich zu analysieren, wie es dazu kommt, daß unser Verein diese Entwicklung über Jahrzehnte genommen hat und etwas Grundlegendes zu ändern, wurde eben ergebnisorientiert agiert und damit kam es zu x Trainerrauswürfen, zu vollkommen unsinnigen Spielerverpflichtungen, die nur Geld gekostet haben, zur Auswahl und zum Festhalten an ungeeigneten Sportvorständen …

      Aus meiner Sicht ist die zwangsläufige Konsequenz, daß wir da stehen, wo wir heute stehen. Und wenn wir nicht manchmal doch mehr Glück als Verstand gehabt hätten, wären wir schon längst da, so Kaiserslautern oder die 60er gelandet sind. Aber lange wird das ja nicht mehr dauern.

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      • Verstehen ist auch eine Schwierigkeit? Es geht nicht um Juwes Verhalten, es ging mir um seine Art zu denken, die ich leider in den letzten Jahren bei vielen Clubfans auch im Aufsichtsrat so wahrgenommen habe:

        Ich vermute eher, daß du nie was verstehst, du kannst dich gerne sachlich äußern ,was du auch in nicht geringem Umfang tust, aber die Art zu denken, darum kümmerst du dich besser bei dir selber nicht bei anderen. Daß es beim Club seit Jahrzehnten nicht läuft bekommen alle mit, verkauf doch den Leuten nicht , du hättest das einzige Erfolgsrezept gefunden um das zu ändern.

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          • zitiere „Verstehen ist auch eine Schwierigkeit?“ … Kritik am denken anderer Leute, sie kann ja gerne ihre Argumente darlegen aber ich meine wir bleiben dabei jeder darf für sich selbst denken. Was hat das mit Fußball zu tun, um den es in dem geschätzten Forum hier geht?

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  • Die Banane oben „Der Club wird wieder“ passt wie die Faust aufs Auge. Die Banane wird verfaulen und immer schwärzer. Der Text „Der Club wird wieder“ bleibt jedoch bestehen. Bis ihn die Fäulnis zerfrisst und sich die Banane zersetzt. Der Club zersetzt sich auch, wenn es so weitergeht. Das heisst dann die 3. Liga und daraufhin die Pleitte. Man kann nur hoffen, dass heute Blitze durch die Hirne der Verantwortlichen und Spieler gehen und sie kappieren, wie wichtig dieses Spiel ist. Langweiliges Dahingekicke ist nicht hinnehmbar. Wenns schon spielerisch nicht funktioniert, dann endlich kämpfen. Und zwar bis zur letzten Minute, auch wenn die Frisur verschwitzt und das Trikot schwarz vor Schlamm ist (Vorbild Aue).

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      • Geckenhaftes Auftreten kann man sich leisten, wenn die Leistung stimmt (Beispiel CR7), andernfalls muss man sich dafür kritisieren lassen. Meine Meinung….

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        • Meine auch, aber das hat wohl leider mit dem Zeitgeist zu tun dass Fassaden und der Schein heutzutage mehr zählen als Taten. Sieht man schon an dem ganzen Populismus in der Politik, scheint sich wohl durch alle Bereich zu ziehen.

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      • Derbfuss, die Frisuren sind mir wurst. Es soll nur darstellen, wie die Prioritäten gesetzt werden. Der Wille zum Sieg muss da sein. Wenn ich mich auf das Spiel konzentriere und auf den Fußballplatz auflaufe muss mir die Frisur völlig egal sein. Dann zählt nur die Konzentration und der Wille, dieses Spiel zu gewinnen. Das seh ich beispielsweise bei Manuel Neuer. Wenn der verliert, dreht der fast durch. Oder früher Effenberg oder Breitner. Da merkt man, dass sie bitter enttäuscht sind, wenn sie das Spiel verlieren. Bei unseren Spielern habe ich das Gefühl nicht. Die suchen dann immer nach Ausreden. Im nächsten Spiel ist es dann das gleiche wieder. Das ist ja das schlimme.

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        • Ich bin ja prinzipiell was Einsatz etc. betrifft,völlig bei Dir! Keine Frage. Ob allerdings die Prioritäten der Spieler gutsitzende,sauberer Frisuren sind,wage ich bei aller Kritik (die berechtigt ist!) zu bezweifeln.

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  • Lustig und dabei zugleich tragisch ist, wie hier teilweise immer so getan wird, als würde sich niemand, der im und für den Club arbeitet, gegen diesen Niedergang wehren wollen, die angeblich nur am Sitz ihrer Frisuren interessierten Spieler inbegriffen. Als hätten Palikuca, Keller, Valentini, Mühl und wie sie alle heißen, Spaß daran, uns Fans eine lange Nase des Versagens zu zeigen, weil sie nach einem Abstieg ja angeblich alle mit riesigen finanziellen Mehreinnahmen durch Abfindungszahlungen und Gehaltssprünge woanders unterkommen würden.

    Kann es sein, dass die Emotionen den Blick auf die Realitäten verstellt? Man versetze sich bitte mal in die jeweilige persönliche Lage der einzelnen Menschen in der Geschäftsstelle, im Trainingszentrum oder auf dem Platz:
    Und, fühlt sich das gut an? Wohl kaum.

    Dass momentan alles kaum noch schlimmer werden kann (denn mehr als jedes Spiel zu verlieren geht nun mal ans Negativum nicht), lässt sich wohl nicht leugnen. Und dass Berufssportler – so sie professionell agieren, woran es solange keinen Zweifel gibt, bis man gegenteilige Informationen erhält – nur ein Ziel haben, nämlich erfolgreich zu sein, kann man ihnen ebensowenig in Abrede stellen, selbst wenn es anders aussehen mag.
    Also bitte nicht immer ins Persönliche gehen und sich nur noch von der eigenen Enttäuschung leiten lassen, die natürlich vollkommen berechtigt ist. Aber den handelnden Akteuren Absicht zu unterstellen ist das Herbeireden eines Narrativs, das hier nichts verloren hat und spaltend wirkt.
    Das aber finde ich – bei aller Zerstörung unserer Fanträume, bei allem, was die offizielle Zielvorgabe vor der Saison (Aufstieg in die 1. Liga in zwei Jahren) konterkariert, traurig und für den Zusammenhalt eines Vereins gefährlich.

    Dass der Club von der Spitze aus in unzeitgemäßen Fahrwassern schwimmt, sich weiter professionalisieren müsste, liegt allein in unserer Hand, sofern wir Mitglieder sind. Wir müssten, um den Verein längerfristig erfolgreicher aufzustellen, selbigen professionalisieren, entsprechende Anträge einbringen und versuchen, dafür Mehrheiten zu organisieren, um auch große Fangruppen wie Ultras überstimmen zu können. Alles andere ist (in dieser grausigen Situation nachvollziehbares) Dauerkritisieren, Emotionen über Verstand stellen und letzten Endes, so hart das klingt, damit ein Verhalten fernab von konstruktiven Ansätzen.

    Änderungen im System selbst sind vom System so nicht zu erwarten, wenn man es nicht von Innen heraus zu verändern vermag oder zu bequem ist, selbige anzustoßen und sich dafür zu engagieren.

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    • @Zuckerpass. Du hast recht, daß gerade für die Angestellten des Club’s, der Abstieg den Arbeitsplatz kosten kann. Deshalb muss der Kuschelkurs der Fans, den wir seit fast 2 Jahren machen, ein Ende haben. Viele Spieler werden nämlich den Gang in die 3.Liga nicht mitmachen. Diese Mannschaft muss den Kredit der Fans erst wieder zurückgewinnen. Deshalb erwarte, nein ich fordere, 95 Minuten ein Kampfspiel der Mannschaft. Sollte sie sich wieder so präsentieren wie die letzten 2 Jahre werde ich diesen Club den Rücken kehren.

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    • Treffender Kommentar. Dem kann ich nur hinzufügen, dass es in jeder Sportart genügend Beispiele für seltsame Leistungseinbrüche und Negativläufe gibt. Siehe momentan beispielsweise Eisenbichler bei den Skispringern. Aus so einem Schlamassel wieder herauszukommen, kostet bedeutend mehr Energie als mit einem bereits erarbeiteten Aufwärtstrend nach oben zu kommen. Ich glaube erst an eine Wende nach der Winterpause. Deshalb heute nicht zuviel erwarten.

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