Analyse: Passivität wieder bestraft #FCN #FCNKSV

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Holstein Kiel 2:2 (1:0) – Ein später Ausgleich der Gäste führt das Spiel einem gerechten, aber aus Clubsicht unglücklichem Ergebnis zu.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb.1: Grundformation

… war entgegen der Aufzeichnungen einiger Medienhäuser definitiv in Sachen Formation kein 4-2-3-1, sondern ein flaches 4-4-2 (siehe Abb. 1). Nikola Dovedan spielte auf einer Höhe mit Michael Frey (siehe Abb. 3) als zweiter Stürmer, der sich nur ab und zu etwas tiefer fallen ließ. Beim Anlaufen dagegen agierte Dovedan neben Frey, Schleusener und Hack, die mit Ball eher nach innen zogen. Schon beim Blick auf die realtaktische Aufstellung (Abb. 2) fällt auf, dass Behrens und Geis eine sehr tiefe durchschnittliche Position einnahmen. Auch das „Verbindungsloch“ zwischen Defensive und Offensive wird in der Grafik bereits sehr deutlich: Zwischen den durchschnittlichen Positionen von Geis und Hack lagen mehr als 15 Meter.

In Sachen Spielweise sah die Grundordnung so aus, dass der Ball nach Eroberung schnell in die Spitze gespielt werden sollte, wo dann die Individualität von Hack und Schleusener auf den Außen oder die Wucht von Frey in der Mitte die Bälle festmachen sollte. Dies führte dazu, dass der FCN phasenweise bis zu 25 Prozent seiner Pässe als langen Ball spielte und auf Ballbesitz bewusst verzichtete. In keinem Spielabschnitt hatte der FCN mehr als 42 Prozent Ballbesitz (61.-75. Minute), in der Schlussviertelstunde fiel der Anteil sogar auf knapp 26 Prozent. Dies ist an sich nicht aussagekräftig darüber, ob das Spiel erfolgreich war, zeigt aber sehr wohl, die Spielanlage. Kiel wählte nämlich den gegenteiligen Ansatz, setzte auf Ballbesitz und viele kurze Pässe, kam hier nie über zwölf Prozent lange Bälle.

Abb.2: Realtaktische Aufstellung

Keller wechselte dreimal spät und dreimal positionsgetreu, zunächst ersetzte Jäger Geis im zentralen Mittelfeld, dann Zrelak Schleusener auf der linken Außenbahn – dafür rückte Hack auf rechts, zuletzt kam Cerin für Dovedan. Der junge Slowene agierte im Pressing als zweite Spitze, spielte aber tiefer als Dovedan, so dass man für diese Situation womöglich auch eine Notation als 4-4-1-1 finden könnte. Ob Keller für die Schlussphase womöglich lieber den kopfballstarken Margreitter hätte einwechseln sollen, ist eine durchaus berechtigte Frage, da es einen legitimen Ansatz dargestellt hätte. Es ist allerdings anzunehmen, dass Keller die eh schon passive Mannschaft nicht durch die Einwechslung einer zusätzlichen Defensivkraft zu noch mehr reinem Verteidigen ermutigen hatte wollen.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… lag zum einen in der offensiven Effizienz des FCN, der aus einer Großchance (Hacks 2:0; 0,3 xG) und drei kleineren Chancen (Hacks geblockter Schuss nach 22. Minuten, Mühls Kopfball neben das Tor nach einer Ecke nach 30 Minuten und Sörensens Freistoß zum 1:0; insgesamt 0,24 xG) zwei Tore machte. Das sollte bei aller folgenden Kritik nicht vergessen werden. Der Club nutzte seine wenigen Chancen und war nur deshalb überhaupt in der Position ein 2:0 zu verspielen.

Der andere Aspekt, der zu dieser Ausgangssituation führte, war allerdings auch, dass der Club bis zum Anschlusstreffer nur zwei Großchancen zugelassen hatte, von denen eine ein sehr zweifelhafter Elfmeter war, die andere ein Abschluss von Iyoha, der wahrscheinlich vom VAR zurückgenommen worden wäre.

Abb.3: Chancenspielfilm

Die Kritik an der Defensive muss daher vor allem mit dem 2:1 durch Serra einsetzen, denn danach ließ der Club gleich drei gute Chancen der Kieler innerhalb des Strafraums zu (zwei Kopfbälle von Serra über bzw. neben das Tor und den Ausgleich). Das lag auch daran, dass man sich tief in die eigene Hälfte ein schnüren ließ und kaum mehr aus der eigenen Hälfte kam. In den circa 15 Minuten zwischen den beiden Toren spielte der FCN genau 25 Vorwärtspässe, von denen nur 13 ans Ziel kamen. In das Kieler Verteidigungsdrittel kamen nur acht, davon nur vier zum Mann. Zum Vergleich: Kiel in dieser Zeit: 39 Vorwärtspässe (31 zum Mann), 22 davon ins Nürnberger Verteidigungsdrittel (17 zum Mann).

Das bedeutet nicht, dass die Zahlen des FCN zuvor viel besser waren. In den Phasen vorher hatten sie es aber besser geschafft Kiel in seiner Entfaltung einzudämmen. Dies erkennt man auch daran, dass Kiel zwar 33 Ballbesitzphasen mehr in der gegnerischen Hälfte hatte als der FCN, aber von diesen 84 nur elf in den Strafraum brachte, während der Club neun von 51 in den Kieler Strafraum brachte, auch wenn dieser Wert durch die drei Ballkontakte im Strafraum nach den drei Ecken etwas verfälscht wird.

In der Schlussviertelstunde aber schaffte der FCN es weder Holstein vom eigenen Strafraum wegzuhalten, noch selbst für Entlastung zu sorgen. Der einzige Torschuss war Sörensens Freistoß, der weit übers Tor ging. Der Ausgleich fiel damit zwar sehr spät, war aber letztlich folgerichtig auf Grund der hohen Passivität, die der Club an den Tag gelegt hatte. Über das ganze Spiel verteilt war Kiel die aktivere Mannschaft gewesen und so grämten sich die Verantwortlichen der Störche nach dem Spiel sogar, dass sie nicht gewonnen hatten. Dies wäre auf Grund der fehlenden Durchschlagskraft in Strafraumnähe wahrscheinlich aber des Guten zu viel gewesen.

3. Das Spiel war entschieden, als …

… Stefan Thesker den Ball ins Tor köpfte. Das kann man sogar wörtlich nehmen, da das Spiel im Anschluss an den Treffer nicht einmal mehr angepfiffen wurde.

4. Das Fazit …

Abb. 4: Ergebniswahrscheinlichkeiten

… ist inzwischen ein Murmeltier, denn es grüßt spieltäglich derselbe Satz: So wird es schwer sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Dabei geht es noch nicht einmal um den fußballerischen Ansatz, auch wenn dieser auf persönliches Missfallen trifft. Das weitgehend unkontrollierte Herausschlagen von Bällen in Richtung der Angreifer, welche diese dann verwerten sollen, deckt sich nicht mit den gängigen fußball-ästhetischen Vorstellungen. Um die geht es aber in der derzeitigen Situation auch nicht.

Viel entscheidender ist, dass es offensiv an klaren Ideen, die über Einzelaktionen hinausgehen, weitgehend mangelt. Auch wenn diese bei dem Personal, das am Sonntag auf dem Platz stand, zumindest eher möglich sind als zuvor. Noch viel schwerwiegender ist aber die psychische Verfassung der Mannschaft, die zum einen zum wiederholten Male einen Vorsprung aus der Hand gab und zum anderen ebenfalls zum wiederholten Male in der Nachspielzeit noch Punkte verschenkte.

Wie schon gegen Heidenheim und Regensburg war die Verunsicherung nicht nur im Stadion spürbar, sondern auch mittels handfester Daten messbar. Wenn hier nicht – auf welche Weise auch immer – Maßnahmen gefunden werden, um das Team zu stabilisieren, droht tatsächlich der zweite Gang in die Drittklassigkeit nach 1996.

5. Die Stimmen…

Abb. 5: Schusskarte FCN

Jens Keller: „Die Mannschaft hat heute gefightet. Das ist das, was man in dieser Situation bringen muss. Wir haben wenig zugelassen, machen das Tor, halten den Elfmeter und legen nach der Pause das 2:0 nach. Eigentlich denkst du dann, dass es funktioniert. Mit dem 1:2 hat die Mannschaft ein bisschen den Mut verloren und fast nur noch nach hinten verteidigt. Die sich bietenden Kontersituationen haben wir auch nicht so gut ausgespielt. Man hat gesehen, dass die Mannschaft nicht vor Selbstbewusstsein strotzt. Die Jungs haben alles reingeworfen, alles gegeben. Das müssen wir jede Woche abrufen – und bis zuletzt wach sein.“

Ole Werner: „Wir haben heute ein hochspektakuläres Spiel gesehen – mit einem guten Ende für uns. Ich ärgere mich sehr über unsere Nachlässigkeiten, speziell bei den Gegentoren. Grundsätzlich wäre heute mehr drin gewesen als ein Punkt. Aber nach dem Spielverlauf muss man natürlich zufrieden sein. Die Mannschaft hat bis zuletzt dran geglaubt. Es war ein wichtiger Punktgewinn für die Tabelle und den Kopf.“

Hanno Behrens: „Vom kämpferischen Einsatz kann man uns nichts vorwerfen. Wir haben uns anfangs schwergetan, waren danach gut drin und haben nur wenig zugelassen. Wir führen dann 2:0. Es tut sehr weh, dass wir in der letzten Sekunde noch das Tor kassieren. Natürlich kann man das besser verteidigen, aber das ist dann eine 50:50-Situation. Das sind in dieser Saison sehr viele Nackenschläge. Aber es hilft nichts. Die Reaktion der Fans war ein gutes Zeichen, sie haben applaudiert. Jetzt haben wir noch ein Spiel, das wir versuchen müssen zu gewinnen.“

Abb.6: Schusskarte Kiel

Dominik Reimann: „Uns war bewusst, dass die Nürnberger Spieler in ihren Reihen haben, die gefährlich schießen können. Sie hatten einige Freistoßsituationen, bei denen ich mein Bestes gegeben habe – leider konnte ich den einen nicht halten. Den Punkt nehmen wir mit, sind aber nicht ganz zufrieden, dass wir zwei Punkte hier lassen müssen.“

Felix Dornebusch: „Das ist extrem schwer in Worte zu fassen. Wir haben alles reingehauen. In der ersten Halbzeit hatten wir erst Probleme, das haben wir in der Halbzeit korrigiert. Kurz vor Schluss lassen wir uns hinten reinpressen, versuchen nur das Tor zu verteidigen. Ich finde, dass wir an sich ein gutes Spiel gemacht haben, am Ende waren wir aber zu mutlos. Wahnsinn, dass wir uns da noch das 2:2 fangen. Den Kampf kann man heute keinem absprechen, dass ist das, was wir für Dresden mitnehmen müssen.“

Hauke Wahl: „Wir haben über das ganze Spiel eigentlich eine ordentliche Partie gemacht, haben uns dann allerdings durch zwei Situationen, in denen wir inkonsequent waren, in die Bredouille gebracht. Deshalb ist der Punkt [gerade aufgrund des Ausgleichs in letzter Sekunde] glücklich. Wir müssen das [in der Verteidigung] besser machen und dann ist [in den nächsten Spielen] auch wieder mehr drin.“

6. Die Statistik …

Nürnberg Kiel
Grundlagen
2 Tore 2
11 (4) Schüsse (aufs Tor) 14 (5)
262 (72,9%) Pässe (angekommen) 573 (85,6%)
32,6% Ballbesitz 67,4%
106 Ballverluste 107
3 Ecken 4
121,1 Laufleistung (in km) 118,8
16 Fouls 15
Advanced Metrics
0,67 xG 1,94
0,41 xP 2,4
14,38 PPDA 6,63
2,5 APPP 4,55
Auffälligkeiten
25 (7) Angriffsphasen (mit Schuss) 51 (9)
4 lange Ballbesitzphasen (>20s) 34
65 (42) Pässe für Raumgewinn (erfolgreich) 110 (100)
12 (3) Pässe in den Strafraum (angekommen) 25 (11)
6 (0) Steckpässe (erfolgreich) 9 (1)
63% Zweikampfquote gegen den Ball 59%
41% Zweikampfquote mit dem Ball 39%
61% Zweikampfquote in der Luft 39%

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammt von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team. Mit „tiefen Pässen“ meint Wyscout Pässe, die innerhalb eines Radius von 20 Metern um das gegnerische Tor ankommen. Als „kluger Pass“ definiert Wyscout einen „Ball, der den Angriff der eigenen Mannschaft auf eine kreative Art und Weise entwickelt.“

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Felix Dornebusch 2- 3 3 2 7,5/10
CU-Urteil: Bei den Gegentoren machtlos, parierte Özcans Elfmeter gut und auch gegen Iyoha auf der Höhe.
Oliver Sorg +5 5 5 4 6,2/10
CU-Urteil: Bei van den Berghs Flanke vor dem 2:2 nicht auf der Höhe. Insgesamt mit leichten Problemen gerade im Tempo.
Lukas Mühl 3- 2,5 4 3 6,7/10
CU-Urteil: Defensiv meist ordentlich, im Vorwärtsgang sogar ab und zu mit Ausflügen über die Mittellinie. Allerdings in der Ballannahme mit Schwächen.
Asger Sörensen +3 3,5 3 3 7,8/10
CU-Urteil: Großartiges Freistoßtor, dafür von Serra vor dem 2:1 zu leicht ausgetrickst.
Enrico Valentini +4 4,5 4 4 7,2/10
CU-Urteil Verlor kaum Defensivduelle, aber ein entscheidendes vor dem 2:2. Versuchte nach vorne anzutreiben, schaffte das aber nicht immer.
Robin Hack +3 2,5 3 3 7,6/10
CU-Urteil: Quirlig und mit Zug zum Tor, allerdings ab und zu etwas sehr eigensinnig. Ruhiger Abschluss zum 2:0.
Johannes Geis 4 4 4 4 7,6/10
CU-Urteil: Wie in Stuttgart schon in der Defensive präsenter, das geht aber zu Lasten des Spielaufbaus.
Hanno Behrens 4- 4,5, 5 4 6,0/10
CU-Urteil: Elfmeter verschuldet, wenn auch eher unglücklich. Immer wieder etwas langsam. Zumindest mit weniger Fehlpässen als in den Vorwochen.
Fabian Schleusener +4 4 4 3 6,6/10
CU-Urteil: Schöne Vorlage mit Aufe zum 2:0. Durchaus um Zug nach vorne bemüht, am Ende aber ausgelaugt.
Nikola Dovedan 4- 4 5 4 6,9/10
CU-Urteil: Viele Fehlpässe, viele verlorene Duelle, viele verlorene Bälle. Ordentliches Anlaufen.
Michael Frey +4 4,5 4 4 6,9/10
CU-Urteil: Sehr emsig, sehr bemüht, lief viel, spielte auch viele Pässe zum Mann. Blieb allerdings ohne Torschuss.
Lukas Jäger 5,9/10
CU-Urteil: Sollte stabilisieren durch Zweikampfstärke. Schaffte dies nicht.
Adam Zrelak 6,0/10
CU-Urteil: Sorgte auch nicht für Entlastung.
Adam Cerin 6,0/10
CU-Urteil: Dritte Einwechslung, zweiter Ausgleich in der Nachspielzeit. Hatte aber wenig mit dem slowenischen Youngster zu tun.

15 Gedanken zu „Analyse: Passivität wieder bestraft #FCN #FCNKSV

  • Danke Flo für die Murmeltiertagsanalysen, die dennoch nicht einfach weiterkopiert werden.
    Interessante Henne-Ei-Frage, die der Kicker in seinem aktuellen Artikel stellt:
    Ist die Mannschaft am Spielende ohne Fitness, weil untrainert oder fehlt der Mannschaft am Spielende die Fitness, weil sie so schlecht spielt und jedem miesen Zuspiel und dem Ball dauernd hinterher rennen muss.
    Beides wirft ein dunkles Licht auf Palikuca und dessen Königstransfertrainer Canadi.
    Keller hält die Mannschaft wohl für fit genug, sonst würde er das Training umgestalten.
    So oder so bleibt man als Fan ratlos zurück.

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    • Ja, man muss klar sagen das Canadi und sein (nicht kleines) Trainerteam sowohl psychisch als auch vor allem physisch einen riesigen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Ich habe selten eine derart unaustrainierte Clubmannschaft gesehen (in Ansätzen vielleicht zu Beginn unter Alois Schwarz). Was mir ein bißchen Hoffnung macht ist die Tatsache, das man Physis trainieren kann. Ja, die Winterpause ist kurz, aber trotzdem sollte es möglich sein die Defizite zu einem großen Teil aufzuholen. Irgendwie versuchen das Spiel am Freitag erfolgreich (zumindest nicht erfolglos) zu gestalten, dann eine Woche frei und dann ran an die Arbeit!
      Was RP angeht: Das Interview am Sonntag vor dem Spiel war schon sehr zweifelhaft. Er faselte da etwas von „vor ein paar Wochen haben wir noch überlegt wie wir oben angreifen, da war die Welt noch in Ordnung…“! Also niemand der die Spiele diese Saison verfolgt hat und einen Funken Ahnung vom Fussball hat dürfte vor ein paar Wochen noch nach oben geschaut haben. Das zeigt, das die Situation in der sportlichen Leitung (nach wie vor?) falsch eingeschätzt wird.

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  • Bei Mühl bin ich nicht ganz einverstanden, er bewachte Thesker beim entscheidenden Ausgleich bei dem er direkt hinter ihm am Mann stand, aber wirklich nichts auch gar nichts tat ihn zu behindern, weder mit hochspringen ins Duell gehen, noch schieben drücken, gar nichts. Nur ein angstvoller Blick nach oben als Thesker köpfte, quasi wird jetzt hoffentlich nichts passieren.
    Davon abgesehen, ist es für mich unerklärlich wie man zuhause 192 angekommene Pässe spielen kann wobei Kiel 495 angekommende Pässe spielt, einer Mannschaft die laut eigener Aussage auch in einer Übergangsphase ist und nur drin bleiben will.
    Wenn das die Taktik sein soll wir wollen den Ball nicht, kann das gar nicht aufgehen, weil irgendwann auch der blindeste Gegner mal irgendwas gelingt, so entlastet man die eigene Abwehr nicht unter Dauerdruck.

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  • Alle die hier einzelne Spieler runtermachen,
    sollten mal überlegen,ob Sie in ihrem Job
    alles richtig machen, echte Fans halten zu
    Ihrem Verein und unterstützen die Spieler.
    Ansonsten hätte ich einen Vorschlag,
    werdet FCB Fans!!!

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  • Was sehr auffällt ist, dass die gegnerischen Flügelstürmer nicht, oder nur halbherzig am Flanken gehindert werden. So was kann man doch vermeintlich schnell abstellen, passiert aber nicht.

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  • @Back M.:
    Wenn ich aber in meinem Beruf jede Woche Fehler mache und regelmäßig während der Arbeit geistig schlafe, bin ich schnell ohne Job!!!
    Und das bei der Bezahlung….
    Man kann wirklich nicht sagen, das hier in diesem Forum, vom größten Teil, die Spieler nicht genügend Unterstützung bekommen haben – aber irgendwann ist auch mal gut mit Nachsicht und Verständnis!
    Die Anmerkung FCB Fan, finde ich als echter Clubfan, auch nicht gerade passend….sorry.

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  • Ein Pinola wäre eventuell doch eine Verstärkung für unsere Mannschaft. Man braucht dringendst einen Chef und Kämpfer und Pinola wäre das zweifelsfrei. Ob er sich das aber antun würde vom Erfolg und schönen Wetter Argentiniens in den nasskalten Winter Nürnbergs? Aber sein Herz war am rechten Fleck. Er war ein echter Clubberer. Und auch in schweren Zeiten (Abstieg in die 2. Liga) ist er geblieben. Marek müsste ihn überreden.

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  • Am Anfang der Saison hatten wir mehrmals Pech. Auch schlechte Torwartleistungen kosteten Punkte.

    In letzter Zeit ist das Team nicht konkurrenzfähig und das obwohl durchaus Kampfbereitschaft zu attestieren ist.

    Die Verantwortlichen müssen knallhart analysieren, was zum Klassenerhalt notwendig ist.

    Liegt es an der Fitness oder an den Nerven? Ich meine immer mehr, es liegt vor allem an der Qualität des Personals.

    Deshalb lieber personell nachbessern als ein weiteres Mal absteigen!

    Besonders auf die Psyche der Neuzugänge sollte geachtet werden.

    Mike Frantz hat bei Freiburg diese Saison bisher nur 190 Minuten spielen dürfen. Hat aber letzte Saison und auch diese Saison geliefert, wenn er eingesetzt wurde. Zumindest besagen dies die Kickernoten. Frantz hat schon mal beim Club gekickt. Leute wie Mintal müssten eigentlich gut beurteilen können, ob Mike Frantz ein Mentalitätsspieler ist. Für mich als Fan scheint er ein Spieler mit guter Mentalität und viel Selbstvertrauen zu sein.

    Pinola muß eigentlich zur Zeit stärker als zuletzt beim Club spielen. Sonst wäre er nicht Stammspieler und Kapitän einer der besten Clubs Südamerikas.
    Vor allem stimmt die oft gedankenlos ausgeplauderte Moderatorenweisheit N I C H T, wenn ein Mittdreißiger ein Laufduell verliert: „Der ist halt alt und deswegen langsam!“

    Einfach mal die Leistungsentwicklung von Weltklassesprintern verfolgen. Eine Menge von ihnen liefen ihr schnellstes 100 Meter Rennen nach ihrem 30. Geburtstag. Alexander Kosenkow lief dieses Jahr als 42-Jähriger die 100m in 10,56 Sekunden. Der ist in seiner ganzen Karriere nur einmal unter 10,20 Sekunden gelaufen. Zudem bin ich mir sicher, dass Pinola übrigens genauso wie der Oldie Timmy Simmons zu unseren Erstligazeiten zu den schnellsten zwanzig, dreißig Spielern der Bundesliga gehörten. Es gab diesbezüglich alljährlich immer Auswertungen in der Sportbild.

    Mein Fazit: Mike Frantz und Javier Pinola sollten als Verstärkungen ins Auge gefasst werden. Beide sind meiner Ansicht nach Mentalitätsspieler, an denen sich eine verunsicherte Mannschaft aufrichten kann. Beide haben ihr Interesse bekundet, zum Club zurückzukehren. Vor allem scheinen beide immer noch ein Leistungsniveau bringen zu können, was uns hilft. Gerade ein Pino als Linksverteidiger wäre wahrscheinlich ein richtiges starkes Upgrade zu dem Personal, dass sonst bei uns auf dieser Position eingesetzt wird.

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  • Werder Bremen kopiert unseren Spielstil. Ist das rechtens?

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  • „Blind“ berichtet der Club hat die schlechtesten Zweikampfwerte der 2. Liga Platz 18 …aber wo es einem den Vogel raushaut, lese das zum zweiten mal unter Canadi, bei dem sie schon die schwächsten Zweikampfwerte hatte lernten sie angeblich 1m vor dem Gegner stehen zu bleiben 🙂 .. gerade in der körperlichen 2. Liga klingt das wie ein schlechter Witz.

    https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/fcn-so-ein-zweikrampf-der-club-hat-die-schlechtesten-werte-der-liga-66760532.bild.html

    wenn man das dann noch kombiniert mit der niedrigen Passquote kann ja gar nichts anderes rauskommen als ein Abstiegsplatz.

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    • Aber der Königstransfer hatte doch so eine schöne Powerpoint vorbereitet, vielleicht hätten sich die Spieler die einfach nochmal ansehen müssen.
      Am Freitag also wieder live ins Tal der Tränen, ich nehm eine Sonnenbrille mit, damit ich das Trauerspiel nicht so gut sehen kann.

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    • Problem an der Zweikampfquote ist, dass die nur bei Sportec so schlecht ist, bei Opta und Wyscout sind die Quoten deutlich besser. Mal zum Vergleich nur die vom Sonntag, da hatte Kiel bei Sportec 55% gew. Duelle, bei Opta 45% und bei Wyscout 43%, der FCN lag da bei 53%, 4% waren „neutrale“ Zweikämpfe, bei den anderen beiden Anbietern war der Clubwert einfach der Gegenwert von Kiel, also 45% bzw. 55%. Zweikampfquote korreliert eh schon nicht mit Ergebnissen, wenn dann auch noch die Daten so unterschiedlich sind, kann man erst recht keine Schlüsse ziehen.

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      • Ist mir auch aufgefallen. Die Daten von BLIND widersprechen den meisten anderen Angaben, die dem Club diesmal eine positive Zweikampfbilanz bescheinigen. So gesehen ginge der Artikel der BLIND am Thema vorbei, denn es ist ja gerade eine Änderung eingetreten, die kämpferische Leistung war eben schon verbessert.

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        • Ist halt einfach n anderer Anbieter mit anderen Zweikampfdefinitionen. Das hatten wir ja bei Behrens in Sandhausen ja schon mal explizit. Letztlich ist das große Problem bei diesen – wie bei allen globalen – Daten, dass sie eben zu allgemein sind. Die reine Quote sagt weder über die Anzahl noch den Ort noch die Art des Duells was aus. Selbst das attestierte „Wer mehr Zweikämpfe gewinnt, ist aggressiver, präsenter, etc.“, lässt sich nicht halten, weil es einfach wahrscheinlicher ist ein Defensivduell zu gewinnen. Wenn man ständig in der Defensive ist, gewinnt man wahrscheinlich einfach mehr Zweikämpfe als wenn man den Ball hat.

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