Es bleibt ein Trauerspiel mit dramatischen Zügen

Es fehlen die Worte, aber so funktioniert Podcast nicht.
Felix Amrhein spricht mit Stefan Helmer und Alexander Endl (Clubfans United) im Total beglubbt-Podcast über eine Punkteteilung gegen Kiel, die mit Nackenschlag fast noch euphemistisch betitelt ist.

Unglücklich, aber nicht unerklärlich

Als der Ball in Minute 93:39 hinter Dornebusch im Netz lag, waren Emojis ? oft nur noch der einzige Weg seiner Emotion Ausdruck zu verleihen. Es war der erneute Nackenschlag in einer Saison, die an Nackenschlägen den Bedarf an Dramaturgie bereits mehr als ausreichend bedient hat. Statt Befreiungsschlag, der nach 2:0-Führung bis zur 77. Minute schon greifbar nah schien, drehte das Momentum sich auf der letzten Rille doch nochmal zu Ungunsten des FCN. Es fühlte sich an wie ein Schlag ins Gesicht jedes Clubfan.

Unglück? Schicksal? Ein wenig fatalistisch war sicher so manchem zumute. Warum in aller Welt immer dem Club? Abstieg als Meister, Abstieg als Pokalsieger, Abstieg von Platz 12 am letzten Spieltag – das kann doch kein Zufall sein! Ist es auch nicht. Die Ursachen für das 2:2 gegen Kiel jedenfalls waren – zumindest zum Teil – recht simpel erklärlich, das meinen jedenfalls die Protagonisten des Totalbeglubbt-Podcasts.

Es hat mit fehlender Führungsqualität zu tun, mit individueller Qualität beim kollektiven Verteidigen, es ist auch viel Kopfsache und womöglich fehlt – zumindest bei einzelnen – vielleicht auch Kondition.

All das ist nicht schicksalhaft, sondern ist zum Teil eben doch hausgemacht: Kaderzusammenstellung, Vorbereitung auf die Saison, Teamführung – und die Art und Weise, wie man auf erste Anzeichen reagierte.

Warum allerdings jedes Risiko/jeder Fehler des „Club“ dann auch gefühlt immer und zuverlässig einem um die Ohren fliegen muss, so wie die Bogenlampe des Kielers in letzter Sekunde im langen Eck landet, das ist natürlich eine andere Sache…

Total beglubbt Podcast

Audiolänge: 00:47:28 | Moderator: Felix Amrhein


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42 Gedanken zu „Es bleibt ein Trauerspiel mit dramatischen Zügen

  • „Warum allerdings jedes Risiko/jeder Fehler des „Club“ dann auch gefühlt immer und zuverlässig einem um die Ohren fliegen muss, so wie die Bogenlampe des Kielers in letzter Sekunde im langen Eck landet, das ist natürlich eine andere Sache…“

    Gute Frage. Das war ja eigentlich nicht einmal eine gute Torchance. Es war kein wirklich gezielter Angriff, sondern ein Zufallsball ins Gewühl. Dass dieser ausgerechnet den eigenen Mann und dieser eigene Mann auch noch genau die einzig mögliche Flugbahn für den Ball finden würde (jeden Ball in Reichweite Dornebuschs hätte dieser auch gehabt, es war ja kein Druck hinter dem Kopfball, Thesker hat quasi in einen Basketballkorb getroffen), das ist wirklich nicht leicht zu erklären. Und solche Dinge gelingen nun nicht erst dem ersten Gegner….

    Pfffff….

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      • IUnd da ist sie wieder, die Depp Schallplatte…… Seit Wochen auf Platz 1, immer wieder gern gehört und aufgelegt….. Die Kraft der Gedanken, kann sehr mächtig sein. Wenn solche Depp Vibrations durchs Stadion schwingen, kann es schon mal passieren, dass so eine Bogenlampe von einem Ex Fürther in der letzten Sekunde im Tor landet. Heraufbeschwören, die Geister die ich rief….. Sucht euch was aus.

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        • Oder handelt es sich gar um einen Fluch einer Fürther Hexe ?
          Man weiss es nicht.
          Auflösen könnte diesen Fluch sowieso nur Jonny Depp, indem er verkleidet als Edward mit seinen Scherenhänden bei Vollmond den Stadionrasen schneidet. Also Robert ruf ihn an, bald ist der nächste Vollmond ?

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          • Liverpool-Legende Bruce Grobbelaar hat an alle 4 Pfosten von Anfield gepinkelt. Damit glaubt er den von ihm einst mitverursachten Fluch gebrochen zu haben. So wie es aussieht, funktioniert es, Kloppos Jungs liegen auf Meisterschafts-Kurs. Möglicherweise sollten wir…

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  • Nein, weder ist der Club immer der größte Depp des Weltfußballs, noch ist das Pech. Es ist auch gegen Regensburg, Aue, Heidenheim, Sandhausen passiert. Von Pech kann dann keine Rede sein.

    Gründe:
    – mangelnde Kondition gepaart mit sinnlosen Laufwegen. Ich weiß nicht mehr, wo es stand, aber wenn man schon Pressing spielt, dann konsequent. Frey rennt sich die Hacken ab, der Rest presst nicht. Das ist dann schon eine Systemfrage.
    – Wir spielen die Konter nie zu Ende. Das ist ein riesiges Problem. Wir führen, kriegen Räume und verlieren den Ball sofort wieder anstatt das 3:0 zu machen.
    – am Ende ist es aber die mentale Schwäche. Und klar, wenn Dir das schon x-mal passiert ist, schlottern die Knie.

    Puh, im Kicker war gestern ein bemerkenswerter Artikel über Keller. Er hat bisher nullkommanull bewirkt, es ist eher noch schlechter geworden.

    Dresden ist der Schlüssel und Dresden muss der Schlüssel sein. Die sind nun wirklich grottenschlecht. Wir spielen zuhause. Das Spiel muss unbedingt gewonnen werden. Man muss sich nur die Tabelle anschauen. Wenn wir das nicht gewinnen oder gar verlieren laufen wir den anderen massiv hinterher. Und dann befürchte ich auch, dass der Negativlauf fast nicht mehr zu stoppen ist.

    Sollten wir allerdings gewinnen kann das der Game Changer sein.

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    • Der letzte „kicker“-Artikel ist wirklich bemerkenswert, wie @Capone schreibt. Und es ist ein nicht zu überhörender Weckruf für Jens Keller.

      „In der vergangenen Saison wurde jede Niederlage mal mit zartem, mal mit kräftigem Rosarot übergossen, das Resultat dieser Bloß-kein-kritisches-Wort-Politik ist bekannt“, so Chris Biechele über Kellers Aussage, dass die Mannschaft „stolz“ auf sich sein könne ob der kämpferischen Leistung gegen Kiel. „Stolz“ hat er gesagt.

      Auch die Aussage von Kapitän Behrens, man müsse einfach „zu viele Nackenschläge“ einstecken, klingt dann eher nach Was-haben-wir-bloß-verbrochen und leider nicht wirklich nach Abstiegskampf.

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      • lasst uns diesen artikel loben und nicht als das benennen, was er ist. ein musterstück an anachronistischer blut-schweiß-tränen-rhetorik, ein nicht zu überbietendes stück gefälligkeitsjournalismus von herrn biechele für seine alten spezis im verein, damit die ihm auf die schulter klopfen und „endlich sagt’s mal einer“ zuraunen. das sind aussagen und auffassungen, die in den achtzigern schon altmodisch gewesen wäre. aber die bild macht es heute mit ihrem lächerlichen zweikampfquotengewichse nicht besser.

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        • @komcp

          Was wäre denn dann eine zeitgemäße Rhetorik, vor dem Hintergrund, dass der Club am Abgrund steht?

          Wer bitte sind denn die „alten spezis“ von Biechele im Verein, denen er Deiner Meinung nach diese journalistische Gefälligkeit erweist? Kannst Du bitte Namen nennen…

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          • dass draufhauen nichts bringt, wenn die mannschaft sensibel ist, kann man als mensch mit emotionaler intelligenz schließen. deshalb kapiert es ja palikuca nicht, sondern meint, wenn er nur laut genug in der kabine spricht, wird es doch ankommen.

            zu biechele: seit köllner den sohn von harald kaiser aus dem nlz entfernt hat, ist der kicker eh aufs kriegsfuß mit dem club. biechele ist aber auch schon viel zu lang für den club zuständig (das gilt übrigens auch für viele andere journalisten), da haben sich freundschaften entwickelt, vor allem zu den altherren im verein, die immer in den stuhlfauth-stuben oder bei lala am tennisplatz sitzen, von denen er auch immer gute fehlinfos in sachen transfers gesteckt bekommt, die er aber verlässlich abdruckt. es war schon auffällig, dass die biechele-gerüchte im sommer alle falsch, die linkesch-gerüchte alle richtig waren.

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            • Finde nicht, dass Biechele „draufhaut“ mit seinem Text. Er kritisiert, leitet her, sucht nach Gründen für das abermalige Abschenken in den Schlussminuten. Kurzum: Er macht einfach seinen Job.

              Dass Biechele draufhauen würde, weil KöllnerMichael Kaiser junior nicht für gut befunden haben soll und der darob rachsüchtige Kaiser senior ja Kollege ist vom gegenüber Kaiser senior loyalen Biechele, der zudem noch „Freundschaften“ in den Stuben und am Tennisplatz pflegt…hm, das entzieht sich meiner Kenntnis und klingt, mit Verlaub, eweng verschwörerisch.

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        • Gebe Dir absolut recht.

          Dass Keller in der Öffentlichkeit nicht auch noch auf Teile der Mannschaft, oder auf den gesamten Kader oder auf einzelne Spieler draufschlägt, ist das Einzige, was er momentan überhaupt tun kann!
          Er muss versuchen, eine Wagenburgmentalität zu kreieren, er muss das Vertrauen der Spieler haben und es nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, nur um von sich abzulenken oder in die gerade vorherrschende mediale Stimmung einzuschwenken.

          Keller hat verstanden, worum es beim Club geht.
          Biechle hat das nicht, obwohl es eine lange Reihe an Trainern gibt, die sich als Negativbeispiele einen Namen gemacht und die Mannschaft anschließend – nach ihren öffentlichen Aussagen – verloren haben.

          Journalismus geht anders.

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          • Ich teile das nicht, dieses in Watte packen hat uns letztes Jahr in der 1. Liga überhaupt nicht geholfen nur die Augen getrübt. Finde draufhauen auch nicht den passenden Begriff, aber ein Fußballprofi muss lernen mit Druck umzugehen, das findet auch auf dem Spielfeld statt jedes We gegen starke Gegner. Eine respektvolle aber härtere Gangart fände ich der momentanen Situation entsprechend. Mühl zum Beispiel blieb beim Ausgleichstreffer dem Kopfball einfach hinter dem Spieler Thesker am Boden stehen, statt mit hoch zu gehen ins Duell, diese Kleinigkeiten in den entscheidenten Momenten machen aber den gesammten Erfolg aus. Da muß man den Spielern auch mal in den Hintern treten, das ist der Praxis geschuldet, wenn man nicht fordert, lassen Menschen gerne nach, weils bequemer ist.

            Ich habe Nagelsmann mal coachen sehen, als er noch die A Jugend in Hoffenheim betreut hat, relativ kurz bevor er befördert wurde, sein Team lag noch nicht mal zurück zur Halbzeit, aber er hat die Jungs noch auf dem Spielfeld zusammengefaltet, das konnte ich kaum glauben. Ein Profi muss damit umgehen können und dann alles abrufen.

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          • Zuckerbrot und Peitsche, ein moderner Trainer muss beides draufhaben. Psyche ist im Fußball 80% des Erfolgs. In der Ausbildung zum Juniorentrainer wird das bereits gefordert und gefördert. Psychologie ist ein Erfolgsfaktor. Jens Keller macht das mit viel Feingefühl und richtig. Er muss sich vor das Team stellen. Jetzt braucht es Erfolge. Einfache Schritte, einer nach dem anderen. Dann kann wieder kritisiert werden. Die Spieler sind, egal ob hochbezahlt, PROFI, medienwirksam etc. am Ende des Tages Menschen. Wer wird erfolgreich sein? Der der Vertrauen hat, Rückhalt und Wertschätzung! Ja es ist alles dramatisch, aber noch ist nicht mal die Hälfte aller Punkte ausgespielt. Und sorry die Presse will doch nur Stückzahlen mit Sensationen, Schicksalen und Emotionen. Keller wird‘s richten. Geduld ist gefragt.

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            • Puh, dieses Pfeifen im Wald und vor allem diese Hoffnung, daß ein bisher nicht durch großen Erfolg aufgefallener Übungsleiter jetzt ausgerechnet unser missratenes Angestelltenkonstrukt reparieren kann, klingt noch verzweifelter als wir es sind.
              Anders ausgedrückt:
              Wenn die Clubkumpels nicht wären, würde ich am Freitag wieder den Stadionbesuch schwänzen. Das Spielergebnis steht statistisch doch schon vorab fest.

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  • In Dresden arbeiten sie mit allen Mitteln:

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  • Auch eine Frage immer am Ende, wenn die Gegner alles auf eine Karte setzen, bieten sich ganz automatisch Konterräume an, nur wir nehmen die nicht an obwohl wir sogar ein paar schnelle Spieler haben, das ist alles an einem Punkt den man es sich nicht mehr wirklich erklären kann.

    Jeder ist da irgendwie ratlos. Wenn man zurück an Mintal denkt, der ja nicht wenig Erfahrung hat um sich in Spieler hinein zu versetzen, auch er hat auf diese Mannschaft keinerlei Zugriff bekommen.

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  • Interessant wäre auch mal zu Beginn der Saison wurde groß in Medien die neue Scouting Abteilung vorgestellt, mit schönen Bildchen ein Engländer dabei für den internationalen Markt, aber außer deutsche und österreichische Spieler kam dann nichts .. ok Spaß beiseite. Ziege in Gladbach hat es neulich mal so beschrieben der Aufstieg mit Gladbach begann mit Charakterspielern und hatte für den Anfang als es noch gegen den Abstieg ging Dante genannt der unbekannt aus der schweizer Liga kam als Garanten erstmal drin zu bleiben.
    Was macht bitte unsere Scouting Abteilung beruflich und weil es so leise um sie geworden ist, gibts die überhaupt noch?

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    • bei kommentaren wie diesen versteht man, warum der club da steht, wo er steht. der verein passt sich nur dem niveau des geifernden, unreflektierten internet-mobs an. hauptsache draufhauen, egal ob es logisch ist oder nicht. tja, warum hört man außerhalb von transferphasen nichts vom scouting? warum veröffentlichen die nicht zu jedem spieler, den sie anschauen ein feature auf fcn.de? warum nur? natürlich weil sie faule hunde sind, was so unendlich schlaue internethelden wie juwe mit ihrer unglaublichen intelligenz messerscharf enttarnen. zum glück hat der club solche fans. er hat sie verdient.

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      • Alles was du beschreibst ist in deinem Beitrag vorhanden…super Selbstreflektion

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        • Jenseits des – wie immer – unsäglichen Tons des Kleinschreibfetischisten find ich die Frage, was Du von ihnen zu hören erwartest, aber tatsächlich interessant. Eine laute Scoutingabteilung ist eine schlechte Scoutingabteilung sagt man ja nicht ganz zu Unrecht unter Scouts.

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          • Darum geht es nicht so sehr sondern was sie so gefunden und gescoutet haben welche Kriterien auch bezüglich Persönlichkeit, Typen, ich glaube schon das ist kein einfacher Job nichts ist schwere als Gruppendynamik vorherzusehen. Aber genau darum geht es ja, es einzuschätzen paßt es auch charakterlich zusammen, die Mischung aus Künstler und solchen die die Ärmel hochkrempeln und das läßt sich an den Erfolgen messen, es paßt bislang überhaupt nicht zusammen. Die bisherigen Spieler wurden allesamt schlechter, die neuen nie gut.

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      • Beim Versuch, Mitkommentatoren herabzuwürdigen würde sicherlich helfen, wenn man nicht auch die deutsche Sprache herabwürdigen würde, sondern sich der üblichen Grammatikregeln bediente. Wenn man dann eben die Groß- und Kleinschreibung (die für unsere Sprache eine Besonderheit gegenüber anderen Sprachen darstellt) bewusst ignoriert, aber besonders clever wirken möchte, wirkt man am Ende irgendwie selbst klein….

        Solche Beiträge sind bei CU zum Glück die Ausnahme, keiner braucht sie und CU hat sie nicht verdient.

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        • Ich würde jetzt gerne eine akademische Debatte darüber starten, ob eine konsequente Ignorierung der Groß-/Kleinschreibung eine Verletzung der Grammatik darstellt oder doch nur der Orthographie…

          … nein, natürlich nicht. Wollte inhaltlich zustimmen. ?

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          • In anbetracht Der tatsache, Dass Wir Derzeit Andere probleme Haben Als fragen Der grammatik Und orthographie Verweigere Ich In Dieser Linguistischen debatte Eine stellungnahme…

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            • BrAvO
              Nebenkriegsschauplätze helfen inhaltlich niemanden, weder in GROß-noch Kleinschreibung.
              Unterschiedliche Meinungen gerne, Beleidigungen nicht.
              Wir, unterstelle ich, wollen doch nur eines, uns fachlich fundiert oder auch nur mit dem Herzen Luft machen.
              Letztlich helfen, muss sich die Mannschaft selbst.

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        • kleinschreiben und klein wirken, welch merkwürdige folgerung. meinungen als herabwürdigungen werten und cleverness zu unterstellen, um dann final zu bewerten was es braucht und was nicht. braucht es das?
          meinungsvielfalt, eigene gedanken und ideen bereichern ungemein. muss das immer zerlegt werden? nein!

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          • „meinungsvielfalt, eigene gedanken und ideen bereichern ungemein.“

            Ganz deiner Meinung, lieber Carsten. Vor allem, wenn man das in angemessener Form beiträgt. Man kann seine Meinung auch äußern, ohne andere herabzuwürdigen und sich selbst als alleinigen Besitzer jeglicher Weisheit hinzustellen. Falls Dir das nicht auffällt und Du den angeschlagenen „unsäglichen Ton“ (Zitat Florian) gut findest ist das deine Sache. Einer respektvollen Diskussionskultur dient das allerdings nicht und ich glaube, solche Töne haben wenig Freunde.

            Vor allem lenkt so ein Gehabe davon ab, dass vielleicht sogar diskussionswürdige Inhalte hinter dem Gepöbel versteckt sind. Die Einhaltung einer mindesten „Netiquette“ würde der Diskussion Nahrung bieten, anstatt sich über Beleidigungen und Besserwisserei ärgern zu müssen.

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  • Die Kicker-Berichterstattung über Werder Bremens aktuelle Situation gleicht den Berichten über unser Jammertal bis aufs Haar. Sucher/Ersetze 1. FC Nürnberg mit Werder Bremen, mit wenig Aufwand ist ein neuer Artikel fertig.

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  • Immer wenn mich vage Gedanken beschleichen, ob ein Vereinswechsel von Heimat- in Richtung Wohnort eine Alternative wäre, hat die Eintracht die richtige Antwort.

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    • Da tue ich mir mit Union schon etwas schwerer, aber ich hadere noch ob das Modell Zweitverein funktionieren kann oder eigentlich Selbstbetrug ist.
      Man geht da einfach gerne hin- die paar mal in den letzten Jahren , die ich beim Club live im Stadion war, war die Stimmung eher ein missmutiges Gegrummel-selbst bei erfolgreichen Relegationsspielen.da hiess es dann gleich-oh wie die nächste Saison werden soll, das kann ja nix werden.
      Was unabhängig vom Erfolg dort auf alle Fälle besser ist, ist das Gemeinschaftsgefühl und die unabgesprochene/abgesprochene Einheit der Fans im Stadion-von Ultratribüne über Gegentribüne zur Haupttribüne. Ich habe schon dreifache Wechselgesänge erlebt.Und was man dort nie erleben wird ist Kritik an der Mannschaft während des Spiels.Teilweise gibt es auch Applaus bei Niederlagen, wenn das Publikum den Eindruck hat die Mannschaft hat gekämpft, aber es gab einen Gegner der einfach besser war.
      Aus dem Club einen solchen Verein zu basteln, der sich nicht ständig an der ruhmreichen Vergangenheit abarbeitet, sondern ein Gemeinschaftsgefühl in sich trägt, von mir aus, geboren aus der Erkenntnis als Underdog heraus, immer wieder neu anfangen zu müssen, das ist Eines der größten Versäumnisse der Vergangenheit sämtlicher Führungen-neben den vielen sportlichen Fehlschlägen.

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      • Die haben da auch ein tolles Fußballstadion, wir haben etwas Unsteiles mit Tartanbahn und brauchen bald ein Fernglas, um Spieler zu sehen die sich mehrere Hundertmeter entfernt tummeln.
        Die Distanz macht enorm etwas aus.

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        • Wir haben definitiv KEIN Fußball-Stadion! Eine Mehrzweck-Sportstätte mit dem renovierten Charme der 80er und 90er, mehr ist das nicht. Naja, in der 3. Liga kann man damit vielleicht noch ein bischen angeben.

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      • Stimme Dir in allen Punkten zu, Christian und ersetze Union mit St.Pauli.
        Richtiger Zweitverein ist aber nicht wirklich möglich, ich verfolge die Spiele am Millerntor mit Sympathie aber entspannt, Gelungenes wird goutiert, Misslungenes hingenommen, Ungerechtigkeiten und Niederlagen sind für mich bereits beim Verlassen des Stadions Geschichte. Mittlerweile singe ich auch gerne die Hans-Albers-Nummer „Das Herz von St.Pauli“ mit, das ist einfach eine tolle Inzenierung, sowas fehlt mir beim Club. Wenn gegen Ende die Musik abgedreht wird und das ganze Stadion die letzte Strophe acapella singt, das ist sehr schön. Die Teams laufen schräg an der Süd über den Platz zu den Bänken, dazu Hells Bells…
        Und ja, man steht selbst auf der Tribüne gefühlt direkt am Spielfeldrand, die ganze Gegengerade sind in der unteren Hälfte Stehplätze.

        Also nur Sympathie, Fan bin ich beim Club, auch wenns manchmal gscheid weh tut.

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      • Ein Zweitverein kann schon funktionieren. Ich bin seit über 10 Jahren auch ein Fan von Hansa Rostock und seit dieser Zeit regelmäsig mindestens einmal pro Saison im Stadion . Ich singe auch jedesmal die Hansa – Hymne “ Hansa Forever“ mit. Zumindest funktioniert das, solange beide Vereine in unterschiedlichen Ligen spielen. Als es letztes Jahr allerdings das Pokalspiel gab, war Schluss mit lustig. Das Spiel war für mich nahezu unerträglich. Der Glubb hatte aber Priorität. Das haben alle meine Hansa Kumpels auch verstanden.
        Im übrigen ist der Fatalismus bei den Hansafans ebenso groß wie beim Glubb. Ausgerechnet…! Hansa spielte gegen die bis dato sieglosen Jenaern: “ Klar, gegen uns machen die den ersten Sieg“. Oder als Hansa am ersten Spieltag nach 20min 3:0 gegen Viktoria Köln führte, unkten die Fans das Spiel eigentlich zum 3:3. Sie halten ihren Verein für den größten Deppen ( zumindest manchmal) .

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        • Haha, das stimmt. Mein letzte Live-Spiel war der Pokal/FCK, da bin ich aus dem Hauptbahnhof in irgendeine Kneipe gegangen und hab mich sofort wohlgefühlt, hey, da ist die Stimmung ja mindestens so mies wie bei uns.

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  • Eine alarmierende Meldung des Kickers zum Spiel vorab:
    „Dresden reist mit enormen Personalproblemen und nahezu ohne Offensivpersonal an.“

    Das verheißt nichts Gutes und lässt mich das Schlimmste befürchten.

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  • „Manchmal“ ist sehr wohlwollend, derzeit ist es mehr „immer“? Wobei das logischer Quatsch ist, „derzeit“ ist nicht „immer“… hmm, muss mal das Murmeltier fragen, was es darüber denkt…

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  • Kein Montagspiel!!!
    FCSP – St.Pauli So.15.03. – 13:30.

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      • Ähja, also ne, hm. Alkohol wars nicht, schwör!

        Kein Montagspiel!!!
        FCSP – 1.FCN So.15.03. – 13:30.

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