Wenn nicht gegen Dresden – gegen wen dann!

Am 18. Spieltag schlägt der 1. FC Nürnberg die SG Dynamo Dresden hochverdient mit 2:0. Vor allem Hack und Margreitter zeigten ein überdurchschnittliches Spiel gegen biedere Sachsen, die am Ende unterstrichen, warum sie ganz unten stehen und auch den angeschlagenen Club nie wirklich in Gefahr bringen konnten.

Zweimal Hack macht Doppelpack

18. Spieltag 2019/2020   2 : 0 

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Archiv: Dresden

Jens Keller begann mit der Elf von Kiel, nur Mühl musste seinen Platz für den wieder fitten Margreitter räumen. Gemeinsam mit Sorg, Valentini und Sörensen setzte der Trainer dann auf die alte Rehhagel-Weisheit: Wenn das Schiff Schlagseite hat, müssen die Leichtmatrosen von Bord und die Männer mit Bärten ran. Erfahrung sollte also hinten Trumpf sein.

Der Club bemüht von Anfang an das Spiel zu bestimmen und seinen Stempel aufzudrücken, doch technische Unzulänglichkeiten wie versprungene Bälle bei der Ballannahme oder unpräzise Anspiele unterbrachen immer wieder einen Spielfluss. Dresden zeigte sich weitgehend bieder, kam selten konstruktiv zu Angriffen oder Kontern und verzeichnete eine Halbchance durch einen am Ende sicher gehaltenen Schuss. Auf der anderen Seite war vor allem Schleusener immer wieder in aussichtsreichen Positionen, verpasste dabei aber den Moment oder traf den Ball nicht richtig bzw. zu unplatziert.

Das Tor des Club dann unter dem Label „Ball nicht getroffen, aber getroffen“. Behrens chippt den Ball etwas unkontrolliert von der rechten Seite ins Zentrum, dort kommt am langen Pfosten Hack an den Ball, der abzieht und den Ball eben nicht richtig trifft und so unhaltbar ins Eck befördert.

Nach der Pause ging es mit Handwerker für Valentini weiter, der angeschlagen in der Kabine blieb. Der Club bemüht um weiter Ruhe im Spiel zu haben, in Minute 49 allerdings dann ein Hallo wach! Dresden in Bedrängnis an der eigenen Eckfahne spielt sich auf einmal komplett über das Spielfeld durch und geht in Überzahl auf Dornebusch zu, der dann etwas Glück hat von Koné am Fuß getroffen zu werden.

Hack mit dem Doppelpack dann zum 2:0. Wieder Behrens mit dem Chip-Ball, diesmal aus dem Rückraum und über die Kette. Hack, nicht im Abseits, fackelt nicht lang und trifft. Überprüft wurde dann noch ein vermeintliches Handspiel, doch es war wohl doch mehr der Oberschenkel.

Wer nun einen Sturmlauf der Dresdner erwartete, um den fragilen Club mit einem Anschlusstreffer aus der Balance zu bringen, irrte sich. Dresden hatte weiter keine Ideen konstruktiv nach vorne zu spielen, im Gegenteil blieb der Club lange noch spielbestimmend und musste nur in den letzten Minuten der regulären Spielzeit sich vorwerfen lassen, etwas zu tief zu stehen. Doch immer wenn es gefährlich zu werden drohte, stand Margreitter parat.

Wie wichtig Margreitter in der Schlussphase war, sah offenbar auch Keller, der den Routinier auch dann auf dem Platz ließ, als der ganz augenscheinlich mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hatte. So kam auch in den drei Minuten Nachspielzeit keine echte Spannung mehr auf – vor allem weil es auch weiter 2:0 stand.

Mit dem Abpfiff dann tiefes Durchatmen aller Orten. Wie wichtig der Dreier im Abstiegskampf war, zeigte auch das Ergebnis im Parallelspiel, da dort Wiesbaden in Karlsruhe durch ein Tor der Nürnberger Leihgabe Knöll gewann. Doch das stand am Ende nicht im Mittelpunkt, denn vor allem das Gefühl doch noch gewinnen zu können und so mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen, wird allen in Nürnberg gut tun und den handelnden Personen die nötige Ruhe verschaffen, notwendige Korrekturen im Kader vorzunehmen.

Der Spielbericht von Beglubbt TV (Video)

(folgt nach dem Spiel)

Daten & Fakten

Anstoß: 18:30 Uhr / Stadion: Max-Morlock-Stadion, Nürnberg
Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck
Zuschauerzahl: xxx Zuschauer

Aufstellung

Dornebusch – Sorg, Sörensen, Margreitter, Valentini – Behrens, Geis, Schleusener, Hack, Dovedan – Frey

Bank: Willert (Tor), Handwerker, Mühl, Erras, Cerin, Jäger, Medeiros, Lohkemper, Zrelak

Steckbrief Clubfans United

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Foto: Alexander Endl / Alle Rechte vorbehalten.

10 Gedanken zu „Wenn nicht gegen Dresden – gegen wen dann!

  • Hehe Alexander, da hast Du mit dem Titel das freudetrunkene Clubherz aber schön verwirrt.

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  • Also ich bin wirklich erleichtert und ich glaube das geht allen die es mit dem Club halten so. Das war schon sehr sehr wichtig heute!

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  • Das ist der Aufstieg!
    Spaß beiseite. Ein Tropfen auf den heissen Stein. Der Sieg war sowas von Pflicht.

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  • 2019: Herbertgerbert war bei 66% aller Clubheimsiege live im Stadion!
    Gegen Osnabrück war ich in Süditalien im Urlaub.

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  • Ohne Mühl war mehr Sicherheit in der Clubabwehr. Markreiter strahlt mehr Sicherheit aus.

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  • Der zweite Heimsieg 2019, bei dem ich live dabei war! Ich fass es immer noch nicht und komme mir fast als „Erfolgsfan“ vor.
    In der Post am Dutzendteich war das „Europapokal“-Lied ein Hit.

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  • Ich bin gespannt, ob der zerbrochene Keks 1. FC Nürnberg durch dieses 2:0 gegen das ersatzgeschwächte Tabellenschlusslicht in der kurzen Winterpause wieder zusammengebacken werden kann, ohne dass zu große Nahtstellen entstehen, über die man stolpert.

    Ein Jatta-aufgeladener HSV als erster Gegner nach der Pause mit dessen 54.000 Fans im Rücken – man sollte sich das als Spieler jeden Tag über Weihnachten vor Augen führen und sich darauf freuen, denn es kann doch eigentlich nichts Schöneres und Erstrebenswerteres geben, als den Volkspark zum Schweigen zu bringen.
    Da ist massives Gegenhalten angesagt! Die Pfiffe gegen sich selbst muss man als Ansporn und Kompliment begreifen, die Mannschaft muss sich über das Limit hinaus wehren und füreinander arbeiten.

    Ich als Spieler oder Trainer wäre einfach nur – sorry – megageil auf dieses Spiel, denn eigentlich kann man nur gewinnen.

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  • Ich als Spieler oder Trainer wäre einfach nur – sorry – megageil auf dieses Spiel, denn eigentlich kann man nur gewinnen.

    Sehe ich auch so, dadurch dass Bielefeld den Platz an der Sonne einnimmt und Zweitliga Herbstmeister ist, sind der VFB und der HSV stark unter Druck gekommen, weil die beide um einen verbliebenen direkten Aufsteigsplatz ringen müssen, klar wenn alles so bleibt. Ich traue aber Bielefeld mehr Stabilität zu als den neu zusammengekauften VFB und HSV. und sie da oben bleiben.

    Genau genommen hat der HSV bei dem es auch stottert einen brutalen Druck schon zum Rückrunden Auftakt, wenn man gut organisiert dagegenhält könnten sie nervös werden. Und dann kommt Doppelhack 🙂 ..Auf die Yatta Geschichte gebe ich nichts, das ist doch kalter Kaffee.

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    • „..Auf die Yatta Geschichte gebe ich nichts, das ist doch kalter Kaffee.“

      Du nicht – aber die dämlichen HSV-Fans schwafeln noch immer von „Rache“, von daher ist mit entsprechenden aufgeheizter Stimmung zu rechnen. Und die würde ich anstelle von Jens Keller auch ansprechen und in positive Energie umwandeln (es jedenfalls versuchen, zu tun).

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