Analyse: Ein Sieg, kein Befreiungsschlag #FCN #FCNSGD

Analyse zu 1. FC Nürnberg – Dynamo Dresden 2:0 (1:0) – Dritte Halbzeitführung in Folge, erster Sieg. Der Club bringt erstmals nach 81 Tagen wieder eine Führung nach Hause.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb.1: Grundformation

… war hinsichtlich Aufstellung und Formation fast identisch zum Heimspiel gegen Kiel fünf Tage zuvor. Die einzige nominelle Änderung war die Rückkehr von Georg Margreitter in die Startelf. Für ihn musste Lukas Mühl weichen. (siehe Abb. 1) Die andere Umstellung fand unter den zentralen Mittelfeldspielern statt. Während Behrens in der Vorwoche tiefer als Geis gespielt hatte, wechselten nun die beiden Zentrumsspieler, so dass Behrens tornäher agieren konnte (siehe Abb. 2, die allerdings durch Behrens‘ 15 Minuten als zweite Spitze etwas verfälscht ist).

Beide Änderungen zeigten ihre Wirkung. Behrens legte zwei Tore auf, Margreitter stabilisierte die Defensive merklich. Das machte sich unter anderem in den abgefangenen Bällen bemerkbar. Der Österreicher war mit 19 Balleroberungen stärkster Spieler auf dem Feld – zur Einordnung: Sörensen und Mühl hatten gemeinsam gegen Kiel 21 Balleroberungen. Behrens kam auf drei Zuspiele zu Torabschlüssen, so viele wie in den sieben Ligaspielen zuvor addiert.

Abb.2: Realtaktische Aufstellung

Jens Keller wechselte bereits in der Pause das erste Mal. Valentini blieb in der Kabine, für ihn kam Tim Handwerker. Ein positionsgetreuer Wechsel auf links, da Valentini muskuläre Probleme hatte. Erst tief in der Zweiten Halbzeit, 13 Minuten vor dem Ende wechselte Keller ein zweites Mal. Erras ersetzte den weitgehend glücklosen Dovedan. Die Formation veränderte Keller jedoch nicht. Erras rückte auf Behrens‘ Position, dieser auf Dovedans Platz im Angriff. Der letzte Wechsel war dann nur noch um Zeit von der Uhr zu nehmen und dem Matchwinner seinen gebührenden Applaus zu verschaffen: Lohkemper kam in der zweiten Minute der Nachspielzeit für Hack.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… war zum einen die unterschiedliche Qualität der erarbeiteten Torchancen der beiden Mannschaften. Während der Club mit seinen 14 Abschlüssen addiert auf einen expected Goals-Wert von 1,45 kommt, schafft Dresden bei acht Schüssen nur einen Wert von 0,38. Mit Schleuseners von Broll abgewehrtem Schuss (23., xG: 0,12), dessen Kopfball nach einer Geis Ecke (38., xG: 0,28), Hacks 2:0 (53., xG: 0,3) und Dovedans geblocktem Fernschuss nach einer Ecke (67., xG: 0,14) und dessen Abschluss in Rücklage über das Tor (67., xG: 0,25), hatte der Club fünf höher- oder gleichwertige Abschlüsse als Dresdens besten Torabschluss Konés hastigem, zu weit vom Tor durchgeführten Abschluss nach einem schön ausgespielten Konter (49., xG: 0,12), den Dornebusch mit dem Knie zur Ecke lenkte. Dresden setzte damit den Trend der letzten Wochen fort. In vier der letzten fünf Spiele kam Dynamo auf weniger als 0,5 xG.

Abb.3: Chancenspielfilm

Auch einen anderen Trend der Saison setzte Dresden fort. Die Sachsen sind eine der besten Mannschaften in Sachen Pässe und Passgenauigkeit ins gegnerische Verteidigungsdrittel, aber eines der schlechtesten Teams in Sachen Ballkontakte im Strafraum und abgegebene Schüsse. Auch in Nürnberg passte Dresden häufiger ins Angriffsdrittel der Nürnberger als umgekehrt, schaffte es seltener als der Club in den Strafraum. Das lag auch daran, dass Dynamo nur vier seiner 15 Pässe in den Strafraum des FCN zum eigenen Mann brachte, der Club dagegen kam auf zehn von 21.

Diese offensiven Vorteile in Sachen Schussqualität und Passqualität im Angriffsdrittel wurden defensiv noch durch weitere kleinere Vorteile: Der Club gewann 61% der Kopfballduelle, eroberte mehr Bälle in des Gegners Hälfte und hatte phasenweise einen sehr hohen Pressingdruck. Gleichzeitig lässt sich an diesem wie auch an der durchschnittlichen Formationslinie eindeutig erkennen, dass der Club gerade mit fortlaufender Spieldauer doch wieder in Passivität verfallen war. Gerade in der Schlussviertelstunde gesellte sich dann auch noch ein exorbitant hoher Anteil an langen Pässen dazu, der auch zu einem signifikanten Abfall in der Passquote führte.

Dresden wusste dies nicht zu bestrafen, der Club sollte aber in Zukunft an einer anderen Art und Weise Vorsprünge zu verteidigen arbeiten, auch wenn es nach drei nicht erfolgreichen Versuchen zum ersten Mal seit dem Sieg in Hannover gelang, eine Pausenführung ins Ziel zu bringen.

3. Das Spiel war entschieden, als …

Abb. 4: Ergebniswahrscheinlichkeiten

… Georg Margreitter einem möglichen Dresdner Aufbäumen den Rhythmus nahm, indem er nach einem Foul des Mannes mit dem besten Namen auf dem Feld, Ransford-Yeboah Königsdorffer, länger liegen blieb. Es war eine symptomatische Aktion für das abgeklärte Auftreten des Österreichers, dessen Routine und Abgezocktheit der Nürnberger Defensive sehr gut tat.

4. Das Fazit …

… lautet: Auch wenn es zum Teil anders kommentiert wurde, ist dieser Sieg keineswegs ein Befreiungsschlag. Das liegt natürlich zum einen schlichtweg an dem Faktum, dass der FCN dennoch auf dem Abstiegsrelegationsplatz überwintert – wenn auch mit fünf Vereinen in einer Schlagdistanz von einem Spieltag. Von Befreiung kann also rein tabellarisch schon keine Rede sein, sofern man nicht argumentiert, dass man den Gegner damit auf sechs Punkte Abstand und damit ganz tief in den Keller gebracht hat.

Abb.5: Schusskarte FCN

Zum anderen war es aber auch spielerisch nur ein kleiner Schritt nach vorne und kein großer, wie es der Begriff „Befreiungsschlag“ impliziert. Die Pässe kamen ein bisschen genauer an, gerade die langen Bälle waren präziser als in den letzten Wochen, es kamen aber dennoch bei den Anspielen ins Angriffsdrittel nur knapp 60% der Zuspiele an und weniger als jedes dritte Dribbling war erfolgreich.

Natürlich tut der Sieg gut und verschafft auch dahingehend etwas Ruhe, dass er das Narrativ verändert. Keller ist nun nicht mehr sieglos, der Club hat nach neun Spielen in Folge ohne Sieg wieder gewonnen, hat einen Vorsprung nach mehreren späten Gegentreffern in den Vorwochen relativ routiniert ins Ziel bringen können. Die Arbeit im Trainingslager dürfte daher etwas leichter von der Hand gehen. Eine Trendwende ist der Sieg über den Tabellenletzten aber erst einmal noch nicht.

5. Die Stimmen…

Abb.6: Schusskarte Dresden

Jens Keller: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, hatten viel Ballbesitz und waren sehr dominant. Da hätten wir schon mehrere Tore machen können. Ab der 70. Minute hat man dann schon wieder gemerkt, dass die Jungs Respekt haben, da hätten wir die Konter besser fahren können. Insgesamt war der Sieg aber hochverdient. Wir sind wahnsinnig erleichtert, dass wir mit einem Erfolgserlebnis ins neue Jahr gehen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber es war heute ein guter Schritt.“

Markus Kauczinski: „Die erste Halbzeit standen wir defensiv ganz ordentlich. Bei Ballbesitz und in den Umschaltaktionen waren wir aber viel zu langsam und hatten so Probleme, es ins letzte Drittel zu schaffen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mutiger gespielt und hatten durch Kone die dicke Chance zum Ausgleich. In diese gute Phase fällt das 2:0. Danach war es schwer. Insgesamt war der Sieg für Nürnberg verdient.“

Georg Margreitter: „Der Sieg tut verdammt gut, vor allem vor dem Jahresende. Dazu haben wir noch zuhause zu Null gewonnen, etwas Besseres gibt es in unserer Situation nicht. Auf der einen Seite hatten wir heute die Geduld und auf der anderen Seite auch die Cleverness, dass wir nach einer Führung das Spiel ein bisschen verschleppen, ein bisschen ungemütlicher sind, die Zeit besser runter nehmen und den Gegner mürre machen. Das ist uns heute gelungen. Die letzten Spiele haben wir nach Führung nur reagiert, nicht agiert. Ich bin glücklich, dass mein Körper nach so langer Pause gehalten hat.“

Abb. 7: Zweikampfmatrix

Fabian Schleusener: „Es tut so gut. Das ist genau das, was wir wollten: Mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen, dazu noch zu Null. Wir haben nach der Pause nur einen Konter zugelassen, ansonsten fällt mir keine glasklare Torchance ein. Wir haben es zudem spielerisch ordentlich gemacht, besser noch als gegen Kiel und zu den richtigen Zeiten die Tore gemacht. Wir haben uns dann nicht so reindrücken lassen, haben weiter versucht Druck aufzubauen. Wir haben heute eine Reaktion gezeigt. Das ist wahnsinnig wichtig.“

Robin Hack: „Da fällt heute von uns allen eine Last von den Schultern. Wir haben viele Wochen hart gearbeitet, in denen uns auch mal das Quäntchen Glück gefehlt hat. Es tut gut, mal wieder einen Sieg einzufahren und mit den Fans wieder zu feiern. Wir haben jetzt vier Punkte aus zwei Spielen geholt, das tut uns wirklich gut. Nach der Winterpause werden wir hart trainieren, damit wir eine bessere Rückrunde spielen. Ich bin da positiv.“

6. Die Statistik …

Nürnberg Dresden
Grundlagen
2 Tore 0
14 (3) Schüsse (aufs Tor) 8 (2)
387 (78,6%) Pässe (angekommen) 428 (78,0%)
46,6% Ballbesitz 53,4%
124 Ballverluste 131
7 Ecken 5
116,0 Laufleistung (in km) 114,7
12 Fouls 10
Advanced Metrics
1,45 xG 0,38
2,25 xP 0,51
8,97 PPDA 11,92
3,65 APPP 3,69
Auffälligkeiten
16% (11%/23%) Anteil lange Pässe (Hz./1/Hz2.) 12% (12%/13%)
106 Ballbesitzphasen 116
36 Angriffsphasen 31
11 Angriffsphasen mit Abschluss 6
21 (10) Pässe in den Strafraum (angekommen) 15 (4)
10 (10) “tiefe Pässe“ (angekommen) 4 (4)
58% Zweikampfquote gegen den Ball 69%
31% Zweikampfquote mit dem Ball 42%
61% Zweikampfquote in der Luft 39%

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammt von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team. Mit „tiefen Pässen“ meint Wyscout Pässe, die innerhalb eines Radius von 20 Metern um das gegnerische Tor ankommen. Als „kluger Pass“ definiert Wyscout einen „Ball, der den Angriff der eigenen Mannschaft auf eine kreative Art und Weise entwickelt.“

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Felix Dornebusch 2- 3 3 3 7,0/10
CU-Urteil: Zwei gute Paraden gegen Horvath und Koné. Kurz vor Schluss mit unorthodoxer Faust.
Oliver Sorg +4 4,5 4 4 7,1/10
CU-Urteil: Vor der Pause mit viel Streuung und Problemen im Tempo, mit der Zeit besser ins Spiel gekommen.
Georg Margreitter +2 3 2 2 7,6/10
CU-Urteil: Hätte Koné ihn bei seiner Chance am Ende des Konters nicht ausgetanzt und absgeschlossen, man hätte ein „sehr gut“ vertreten können. Präsent, abgeklärt, gelassen.
Asger Sörensen 2- 3 3 3 7,3/10
CU-Urteil: Kleinere Wackler im Stellungsspiel. An sich aber auch abgeklärt im Zentrum.
Enrico Valentini 3- 4 3 4 6,6/10
CU-Urteil Musste zur Pause raus. Bis dahin recht sicher ohne groß zu glänzen.
Robin Hack 1 1,5 2 2 8,7/10
CU-Urteil: Zwei Tore, frustrierte die Dresdner mit seiner Geschwindigkeit merklich.
Johannes Geis 3- 4 3 3 7,5/10
CU-Urteil: Manchmal in der Rückwärtsbewegung mit Tempoproblemen und vorwärts etwas überhastet. Meistens aber routiniert und strukturierend.
Hanno Behrens 2 2,5 2 2 7,7/10
CU-Urteil: Bei zwei Vorlagen mit gutem Auge gibt es nicht zu viel zu meckern. Profitierte davon, dass er und Geis etwas versetzt spielten und er offensiver als Geis agieren durfte.
Fabian Schleusener +4 4 3 4 6,8/10
CU-Urteil: Ließ immer mal wieder seine gute Übersicht aufblitzen, wie als er mit dem Ball auf Behrens das 1:0 einleitete. Insgesamt aber zu wenig eingebunden.
Nikola Dovedan 5 4,5 4 4 6,4/10
CU-Urteil: Viele schlechte Entscheidungen und falsche Laufwege. Verlor oft den Ball.
Michael Frey 3- 4,5 3 4 7,4/10
CU-Urteil: Extrapunkt für die neue Frisur. Ackerte viel, lief viel, machte Bälle fest und verarbeitete sie. Das führt bisweilen aber dazu, dass er nicht da ist, wo er sein sollte.
Tim Handwerker +3 3 3 3 6,6/10
CU-Urteil: Mit einigen schönen Ballgewinnen durch gute Antizipation, leitete so auch das 2:0 ursächlich ein. Ab und zu in der Defensive noch mit Wacklern.
Patrick Erras 6,0/10
CU-Urteil: Ersetzte Dovedan und rückte neben Geis ins Zentrum. Fiel nicht weiter auf.
Felix Lohkemper 6,0/10
CU-Urteil: Stand nur knapp zwei Minuten auf dem Feld. Holte sich mit seiner ersten Aktion eine Gelbe Karte ab.

126 Gedanken zu „Analyse: Ein Sieg, kein Befreiungsschlag #FCN #FCNSGD

  • Genau: Kein Befreiungsschlag, eher ein Trippelschritt in die richtige Richtung, dabei noch zu abhängig von einem einzigen defensiven Spieler (Margreitter), der absolut herausstach.
    Ohne Margreitter hinten und Hack vorne… wer hätte für Stabilisierung und wer für Tore sorgen können? Fällt mir leider niemand ein.

    Dovedan ist seit Monaten von der Rolle, es tut richtig weh, wie er all sein Können, das er hat, vermissen lässt. Torgefahr bei ihm und Frey Fehlanzeige, einzig Schleusener in der 1. Halbzeit gefiel mir da noch gut. Dass in der 2. HZ etwas mehr über Links ging hatte mit Tim Handwerker zu tun, der offensiv richtig gut verteidigt hat, mutig war und mit seiner Dynamik und Antizipationsfähigkeit einen Unterschied zu Valentini aufzeigte. Jetzt muss Handwerker nur noch defensiv stabiler werden…
    Und Dornebusch braucht lediglich etwas mehr Selbstvertrauen, seine Körpergröße auch jenseits des Fünfers einzusetzen, hohe Bälle zu fangen statt stehenzubleiben oder mit einer Wackelfaust abwehren zu wollen.

    Die Statik der Mannschaft war etwas besser, aber das alles darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gegner nicht zweitligareif war. Da wartet eine schwere Rückrunde, in der der Club hoffentlich mental stabiler auftritt und erneute Abwärtsspiralen möglichst kurz hält oder im besten Falle erst gar nicht aufkommen lässt.

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  • Ne, wir nehmen zurecht den Platz ein, der uns in der Tabelle zusteht. Es gab früher öfters Zeiten, da sind wir sehr unverdient abgestiegen, das sieht dieses Jahr bisher nicht so aus.
    Wenn man schon sieht, wie Union in der ersten Bundesliga da steht und das mit unserem Auftreten vergleicht, wird einem Schwindlig.

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  • Guten Abend, weiss jemand, wo man die Zusammenfassung des Spiels von Freitag sehen kann?

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  • Sky sport news HD Moderator von Kameke: „Eine Überraschung des Spieltages Nürnberg hat gegen
    Dresden gewonen.“
    Es ist sehr traurig alles.

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  • Wenn man nach so langer Zeit endlich wieder ein Spiel gewinnt, dann ist das durchaus ein Befreiungsschlag. Die Bezeichnung impliziert doch nicht, dass das eine sehr kurzzeitige Angelegenheit sein kann, sonst würde es vielleicht Rettungsschlag heißen. Der wortwörtliche Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte nimmt auch nur kurz Druck aus der momentanen Situation.

    Ich kann mir kaum einen passenderen Moment für diese Klassifizierung vorstellen.

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  • Man kann nur hoffen, dass die Winterpause, das Trainingslager was bringen. Das letzte Jahr und auch schon Jahre zuvor haben diese Vorbereitungen gar nichts gebracht. Mit Zuversicht und flauem Magengefühl hoffen wir, dass der Club nach der Pause topfit und richtig eingestellt die Spiele beginnt und eine Serie hinlegt, die das Clubherz höher schlagen lässt und die triste Vergangenheit in den Schatten stellt.

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  • Wenn man die Interviews mit Werder-Spielern hört, dann ist das sehr aufschlussreich, was auch in den Köpfen der Club-Spieler so abgehen muss.
    Finn Bartels sagte so in etwa, dass der Kopf das Spiel am meisten beeinflusst, je mehr Angst da ist (und es ist Angst!), Fehler zu machen, umso schlechter spielt man, umso gestresster ist man und umso weniger Kraft hat man.
    Durchaus möglich also, dass die Laktatüberprüfung beim Club tatsächlich gut war und die konditionellen Probleme keine physischen sind. Kennt man ja auch, dass einem in vergleichbaren Situationen der Körper schwer wird.
    Hoffentlich war in diesem Punkt der Dresden-Sieg eine Art Knotenlöser.

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  • Ich hoffe auch daß Margreitter-Sörensen das feste IV Pärchen bleiben, natürlich solange sie verletzungsfrei sind, ich habe lange zu Mühl gehalten aber irgendwas stimmt bei ihm nicht, er ist zu schlafmützig oder nicht frei im Kopf.
    Mich wurmt immer noch wie er bei diesem Hinterkopf Bogenlampen Ausgleich in letzter Sekunde noch nicht mal mit hoch gesprungen ist sondern nur ängstlich zu Thesker hochgeschaut hat, der selber nicht wußte wie der Ball auf einmal reinging.

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  • Weil bei uns viele behaupten keine Konstanz und einige das als Kardinalsfehler sehen, kann man auch darüber streiten, aber Stuttgart hat heute Tim Walter auf Platz 3! stehend gefeuert, obwohl er vor Wochen noch der Heilsbringer war.

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    • Eben, das ist auch ein Verein, der es nicht schafft, eine Konstanz zu schaffen. Ist zurecht dort, wo er heute steht. Und das obwohl sie über wesentlich mehr Geld verfügen als wir.
      Allerdings geht es auch bei Konstanz nicht unbedingt immer drum, den Trainer zu halten. Ich erinnere gern an Mainz, die den Aufstiegstrainer vor Saisonstart feuerten und ihrem Jugendtrainer Tuchel das Vertrauen gaben. Der Grund: Andersen wollte sich um des Klassenerhalts willen von der Spielidee verabschieden, mutig nach vorne zu spielen.
      Wenn man Bilanz zieht: Mainz hat damit seit unserem gemeinsamen Aufstieg vor über 10 Jahren wesentlich mehr Bundesligajahre vorzuweisen als wir.

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    • Tatsächlich ist es sogar recht einfach: Wer Konstanz hat, hat Erfolg. Das schließt mal einen Trainerwechsel ja nicht aus, aber doch im Wesentlichen auf der Führungsebene, im Konzept des Vereins und meist auch im Spielerkader. Leipzig, Dortmund, Bayern, Gladbach – sie alle bauen kontinuierlich am Erfolg. Bei Bayer ist man zumindest auf der Führungsebene um Konstanz bemüht. Freiburg und Hoffenheim stehen per se für ein Konzept.

      Die, die ständig Theater haben, sobald der Wind mal rauher wird, sind dann auch in der Regel schnell am Kollaps – Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg.

      Es gibt (wie immer im Leben) wenige Ausnahmen (bzw. Momentaufnahmen): Bremen (im negativen Sinne), Schalke (im positiven Sinne) – aber Bremen wird sich wieder fangen, weil man da nicht die Nerven verliert (was – wie gesagt – einen Trainerwechsel nicht ausschließen muss). Aber Schalke ist eben auch ein Chaos-Verein, der nur gerade mal wieder eine Erfolgssträhne hat. Sobald Wagner mal eine schlechte Phase hat, wird auch der wieder weg sein … and so on…

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      • Dortmund nicht vergessen, die seit Klopp wild Trainer durchreichen und ich befürchte das wird auch so weitergehen, wenn der Welttrainer immer der Maßstab ist. Allerdings machen sie das trotzdem auf recht hohem Niveau. Der Denkfehler ist doch ganz einfach den viele machen. Henne Ei Problem. Bei Erfolg kommt doch die Konstanz von selber, nicht umgekehrt. Bei uns ist so ein kleines Beispiel Hecking, an unseren Maßtstaben gemessen, es gab gar keinen Grund ihn zu entlassen.
        An Lösungen festzuhalten die evident nicht passen nur der Konstanz wegen, wird immer zum Misserfolg führen. Die Kunst ist es wohl es immer richtig einzuschätzen und dann unterscheiden sich erfolgreiche von nicht erfolgreichen Vereinen, gehe ich mit dem Trainer durch das Tal oder lasse ich mich lieber zu einem Schnellschuss verleiten, für den es auch keine Garantien gibt.

        Zu unserer Sitation, ich halte jetzt nichts davon schon wieder von wilden Transerfs zu träumen in der Winterpause, wir haben einen riesen Kader, lieber da einen Schnitt machen, wer 100% bereit ist mitzuziehen, den Charakter sogar höher bewerten als Talent. Und Keller meine ich paßt, er geht auch recht ruhig mit der Situation um. Die einzige Chance das undenkbare abzuwenden nämlich in die 3. Liga abzusteigen, ist für mich die jetzt da sind müssen es reißen. Sich hinterfragen, Lösungen finden und machen. Den Kader weiter aufzublähen wieder Fragezeichen wie sich ein neuer Spieler entwickelt, halte ich für den falschen Weg, man muß aus dem Holz das jetzt vorhanden ist ein Möbel schnitzen.

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        • Dortmund wechselt Trainer, nicht aber die Philosophie und Watzke ist seit fast 15 Jahren Geschäftsführer. Trainer kommen, weil sie für die Idee von Fußball in Dortmund stehen – und müssen gehen, wenn sie das nicht umsetzen können.

          Die turbulenten Tage in Dortmund sind schon fast 20 Jahre her. Der Erfolg kam erst (zurück), als man eben wieder auf Konstanz setzte. Mit Klopp kam auch nicht ad hoc der Erfolg – erste Saison 6ter, Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal, Erstunden-Aus im Europapokal. Aber man blieb dran und hatte dann zwei(!!) Jahre später den Erfolg. Auch in Liverpool brauchte Klopp zwei Jahre, um die erhofften Erfolge zu erzielen. In Nürnberg wäre er da längst gefeuert worden vorher…

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          • Das stimmt doch nicht. Klopp hat vom ersten Tag an den Liverpool positiv umgekrempelt: auf und neben dem Platz. Es gab eine kontinuierliche Weiterentwicklung unter ihm. Und es war klar, dass angesichts der Wettbewerbsdichte in England kein Platz 5-Club unabhängig seiner Investitionen direkt auf Platz 3 und danach auf Platz 1 springt. Es gab also im Gegensatz zu den Beispielen bei uns sehr wohl qualitative und quantitative Entwicklung, die von ihm entsprechend talentiert und professionell moderiert wird.

            Das hatten wir das letzte mal unter Weiler und davor unter Hecking. Der Unterschied ist in Dortmund, dass Watzke/Zorc offenbar neben dem finanziellen Plan auch Ahnung vom Fußball haben und daneben die Presse managen können.

            Wer soll das bei uns können? Vielleicht ein Grethlein, der den AR als Wärmestube verwendet oder der Rest der AR-Truppe, die nie aus Schwabach und Lauf rausgekommen sind? Ein Maly, der sagt, dass ein neues Stadion „politisch“ nicht vermittelbar sei? Ein Koch, der nur Chaos stiftet?

            Unser Problem ist doch nicht die Ungeduld. Das Umfeld beim Club ist doch über die Jahre hinweg unglaublich demütig geworden und freut sich über jeden noch so kleinen Erfolg. Unser Problem ist, dass uns Leute mit Format und Kompetenz fehlen, die einen Stallgeruch des Erfolgs haben und nicht einen Stallgeruch, dass sie mal in der F3 beim Club mittrainiert haben.

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        • Da muss ich mal kurz wiedersprechen, daß Hecking entlassen wurde?

          Der wollte doch weg und wir haben sogar eine Ablöse gekriegt, oder bin ich schon so verkalkt?
          Schöne Feiertage allen hier!
          Es wird besser nächstes Jahr, hab so eine Ahnung aber fragt nicht warum.

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          • Es steht nicht da, daß Hecking entlassen wurde. Es steht da, dass dafür auch gar kein Grund bestand. => Konstanz.

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    • Ich bin da zwiegespalten, ob man Kerk nicht noch etwas mehr Zeit einräumen müsste. Nach der letzten großen Verletzung hat er auch sehr lange gebraucht, hat bei seinen Stationen danach (u.a. Kaiserslautern) nicht richtig Fuß fassen können. Dann nach der Rückkehr zu uns war er bärenstark, in einer Verfassung, die heute keiner unserer Spieler erreicht. Leider kam dann gleich die nächste Megaverletzung.

      Ich meine Kerk hat auf jeden Fall das Potential. Ich weiß nicht, ob er es nochmal abrufen kann, aber ich bin mir fast sicher, wenn er wechselt, werden wir das hinterher bereuen und uns mal wieder in den Arsch beißen, dass wir keine Geduld hatten.

      Andererseits können wir uns natürlich nicht leisten, einen Spieler, der die nötige Leistung nicht mehr bringt, aus sentimentalen Gründen durchzuschleppen. Schwierig…

      Ich glaube nicht, dass da viel Ablöse zu holen ist. Ich tendiere dazu, ihm das halbe Jahr noch zu gewähren. Dann kann man weitersehen…

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      • Also wenn sich die Möglichkeit ergibt Kerk loszuwerden, zugreifen ! Denn ohne Spieler abzugeben, können keine Neuverpflichtungen getätigt werden. Ein aufgeblähter Kader bringt für konstruktives Training gar nix. Verschlanken ist die Devise nach den Feiertagen, und das auch zügig

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        • Da gibt es sicher noch dringlichere Kandidaten – die bislang überhaupt keine Rolle spielen. Kerk hat es ja zumindest gelegentlich ins Team geschafft, wenn auch mit überschaubarem Erfolg.

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          • Genau, Fuchs zu Köllner und den 60ern abgeben und Ishak nach Paderborn, zum Beispiel.

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            • Auch Erras und Petrak sehe ich als entbehrlicher an, wenn wir einen guten 6er finden. Jäger hingegen würde ich sogar behalten, weil er als Kampfschwein eine Qualität hat, die ihn von anderen abhebt.

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            • Bei Ishak scheinbar das gleiche, die Herren sind beim FCN alle mit guten Verträgen ausgestattet, Ishak hat Paderborn die echtes Interesse hatten ja bereits eine Absage erteilt. Petrak ähnlich mit dem Argument Nürnberg liegt näher an Prag wenn er mal nach Hause will. Daran kann man schon erkennen von sportlichen Ambitionen zerfressen sind diese Spieler nicht.

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              Antwort
  • Kerk wird sicher keinen schlechten Vertrag besitzen, ich kann mir nicht vorstellen, welcher Verein das bietet für einen Spieler, der zuletzt beim Tabellensechzehnten der 2. Liga nichtmal im Kader war. Wenn der Club ihn losbekäme, glaube ich würde das nur gehen wenn er weiter ein Teil seines Gehaltes übernimmt, ansonsten bekommt man ihn nicht von der Payroll. Was die Leistung angeht, entbehrlich und vor allem kein Spieler der die Ärmel hochkrempelt oder gar andere mitzieht. Er hatte lange genug Zeit das Gegenteil zu zeigen.
    Alle seine Einwechselungen in der Vorrunde, waren für die Mannschaft ohne jeglichen Impuls und dafür sind Einwechslungen ja eigentlich da.

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    Antwort
  • Ich hoffe mal, dass Keller mit seinern Vorstellungen richtig liegt, die benötigten Ergänzungen für sein Konzept bekommt und im nächsten Jahr eine funktionierende Mannschaft auf den Platz schickt.

    Diskussionen bzw. Vorurteile bzgl. einzelner Spieler solltet ihr euch schenken. Das sieht man doch immer wieder: auch gute Spieler brauchen das richtige Umfeld, um ihre Leistung abrufen zu können. Beim Club haben sie es in dieser Saison noch nicht gehabt.

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    Antwort
    • Doch sie hätten es gehabt, wenn sie mehr Leistung abgerufen hätten, die Spieler sind für ihr Umfeld auch mit verantwortlich. Einzelne können das ja wie ein Hack oder ein Frey, wo jeder sieht ob Trainer oder Fan, daß sie sich zerreißen. Der wichtigste Muskel ist der Kopf der Wille.

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      • Zitat Juve: „Einzelne können das ja wie ein Hack oder ein Frey, wo jeder sieht ob Trainer oder Fan, daß sie sich zerreißen. Der wichtigste Muskel ist der Kopf der Wille.“

        Sorry, das ist doch Business-Bla-Bla, man kann alles schaffen wenn man nur will, man ist seines eigenes Glückes Schmied … Natürlich ist erst mal jeder Spieler für seine Leistung verantwortlich, aber bei Hack gab es zwei, drei gute Spiele, einmal nach seinem Glanzspiel in der deutschen U21, jetzt das letzte Spiel, wobei das aus meiner Sicht auch nicht so großartig war, aber zumindest erfolgreich.

        Bei Frey wundere ich mich schon, ein Ishak wurde doch gerade von Juwe immer wegen seiner schlechten Torquote kritisiert und bei Frey langt jetzt Fleiß? Und die beiden sollen jetzt beweisen, dass es Spieler gab, die gute Leistung erbracht haben. Ich bin sogar der Meinung, dass Frey meist richtig schlecht war, klar er ist immer viel gelaufen, aber es sah nie so aus, als würde ein Plan dahinter stecken und am Ende hat ihm dann entweder vorne die Konzentration gefehlt oder er war nicht da, wo ein Mittelstürmer stehen muss.

        Zu behaupten man könne sehen ob ein Spieler will, ob er leistungswillig ist, halte ich schon für gewagt.

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        Antwort
        • Zu behaupten man könne sehen ob ein Spieler will, ob er leistungswillig ist, halte ich schon für gewagt.

          Das ist nicht gewagt, der Eindruck kommt bei jedem Fan ziemlich deutlich an. Ich weiß auch nicht ob du einmal Leistungssport betrieben hast und solche Momente schon mal erlebt hast, wo es am Ende um jeden Schritt geht, den man vielleicht schneller ist oder ihn überhaupt noch macht, in dem Stadium ist es fast reine Willenssache vor allem wenn der Gegner genauso nicht locker läßt. Und an den vielen Spiel Endphasen sah man bei uns zweifellos, dass diese letzte Entschlossenheit, wenn es schon weh tut nicht vorhanden war durchgängig. Sogar ziemlich mangelhaft mit wenigen Ausnahmen.

          Wir haben aus den letzten beiden Spielen 4 Punkte geholt, ohne es hochzuloben, das waren aber seit sehr langer Zeit zum ersten mal wieder Spiele, wo wir mehr! gelaufen sind als die Gegner, das muss nicht viel sein, aber die entscheidenten Meter am Ende. Das was war lange nicht der Fall, die 10 letzten Spiele davor lief immer der Gegner mehr und das sind sehr analoge Leistungskurven und Punkteausbeuten. Die Basics auf dem Niveau vorausgesetzt, das ist klar, entscheided aber am Ende mehr der Wille als die Qualität, besonders in der körperlichen 2. Liga.

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        • Bei Frey wundere ich mich schon, ein Ishak wurde doch gerade von Juwe immer wegen seiner schlechten Torquote kritisiert und bei Frey langt jetzt Fleiß?

          Als Ishak „neu“ war hat er erstmal in einer kompletten Rückrunde kein einziges Tor geschossen. Frey hat neben dem Einsatz, den wirklich jeder anerkennt, immerhin 3 Tore und 3 Assists ohne Vorbereitung mit der Mannschaft. Natürlich könnte seine Quote auch noch besser werden. Das ist klar. Für mich ist Frey neben der Körperlichkeit auch der bessere Fußballer. Im Vergleich dazu ist Ishak gar keine Option, von dem ich mir gerne mal erklären lassen würde warum er die sportlich interessante Möglichkeit in Paderborn 1. Liga zu spielen, ausschlug?

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  • Guten Tag,

    bin ich der einzige , den in Posts um die Abgabe von Spielern die Wortwahl „entbehrlich“, „losbekommen“ und „loswerden“ stört?

    Allen ein gutes und menschliches neues Jahr!

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      • Nein, aber was soll man denn sonst schreiben? Die verlogene Sprache von Arbeitszeugnissen übernehmen? Und wenn Spieler tatsächlich hier nur ihren Vertrag absitzen weil es von Nürnberg näher zu Mutti ist wie kolportiert wird, kann man „loswerden“ schreiben.

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        • Nein! Weil es eine unzulässige und in den meisten Fällen auch unberechtigte Wertung ist. Wenn einem Kerk bspw. fehlender Wille und Einsatz vorgeworfen wird, ist das doch fast schon grotesk. Alle Trainer bestätigen ihm genau das, deswegen wird er ja auch eingesetzt. Er bekommt es nur nicht mit Erfolg auf den Platz. Und das liegt sicher nicht daran, dass er nicht will. Auch ein Ishak hat sich doch nie etwas zu schulden kommen lassen. Dass jemand unzufrieden wird, wenn er nicht spielt – und vielleicht auch mit sich und der Situation zu hadern beginnt, das ist doch legitim. Und gerade auch Offensivspieler leiden unter der Gesamtperformance des Teams.

          Ich würde nicht so schnell von schlechter Leistung auf die Mentalität eines Menschen schließen. Das ist doch der Punkt. Man kann die Leistung bewerten, aber bitte nicht die Motive – außer es liegen eindeutige Aussagen dazu vor.

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          • Ich behaupte Trainer, Fans haben schon ein sehr gutes Gespür, wer sich zerreißt und wer nicht und gerade wenn mal wenig zusammenläuft ist „Charakter“ gefragt über Einsatz wieder heraus zu kommen andere Mannschaften tun nämlich genau das in den Schlußminuten, wir haben es oft erlebt. Ich kann mich an zahlreiche Situationen erinnern bei Kerk, wo er wenige Meter daneben stehend aber nur zuschaut, statt die letzten Schritte, die weh tun können gerade in diesen Endphasen der Spiele, er kam ja häufig genau dann, nicht machte. Das Argument die anderen sind schuld weil ja nichts zusammenlief ist eine Ausrede. Wir sind auch nicht vor Gericht, wo es um Beweise geht, sondern das sind eben Eindrücke, umgekehrt funktioniert es ja genauso, man sieht wer sich zerreißt, das würde bei Hack und bei Frey niemand in Frage stellen.
            In der Rückrunde wird aber genau das benötigt daher ist für mich Kerk entbehrlich, darüber hinaus kann ich mich nichtmal auch nur an ein gutes Spiel von ihm erinnern.

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            • Trainer ja, Fans in der Regel nein. Darüber hinaus halte ich das alles für unbelegte Behauptungen, die keinen Fakten standhalten. Mag man 2-3 solcher Szenen vielleicht sogar finden (einmal unterstellt es gäbe sie zu finden), heisst das immer noch nichts, denn man kennt nicht den Auftrag, den der Spieler vom Trainer bekam. Wenn der ihm sagte: Beteilige dich nicht am Pressing sondern laure auf Konter und versuch dich zu verstecken bis der eine Pass kommt, wäre Teilnahme am Pressing sogar eine Art Befehlsverweigerung.

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              • „Versteck dich“ 🙂 jetzt sind wir aber wirklich argumentativ im exotischen Bereich, wo jeder Trainer in jeder Profiliga oder Mannschaft nicht müde wird zu betonen, daß Stürmer nach hinten und dagegen mitarbeiten müssen. Natürlich spüren Fans den Einsatzwillen, eingeschränkt Recht gebe ich dir vielleicht daß man nicht weiß ob der Spieler vielleicht angeschlagen ist oder was in seinem Kopf umhergeht die Gründe. Aber Einsatzwille kommt 1:1 beim Fan an.

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                • Die berühmten „letzten Meter, die weh tun“ können manchmal auch (gerade?) bei größtem Einsatzwillen einfach nicht mehr möglich sein, dann, wenn ein Spieler sich halt zuvor zu sehr verausgabt hat. Der kleine feine Unterschied zwischen ‚immer alles reinhauen‘ und ‚die Kräfte optimal einteilen‘. Bei Letzterem wäre natürlich anzustreben, dass der Spieler erst genau im Moment des Abpfiffs vollkommen platt ist..

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    • Sicherlich klingt die Wortwahl nicht schön, aber sie spiegelt eben auch wider, wie es in dieser Branche zugeht. Das ist nunmal knallhartes Business mit teilweise unmenschlichen Zügen bis hin zum Graubereich zum Menschenhandel (wenn man bedenkt, wie jugendliche Talente teilweise schon „gehandelt“ werden).

      Wenn ich „entbehrlich“ sage, meine ich natürlich ausschließlich aus sportlicher Sicht. Könnte man vielleicht anders umschreiben, aber wie würdest Du es denn ausdrücken, wenn man der Meinung ist, dass ein Spieler uns sportlich nicht mehr weiterhilft?

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      • Hinzuzufügen ist vielleicht, dass eine charakterliche Wertung oder das Infragestellen der Mentalität eines Spielers, nur weil es sportlich gerade nicht läuft, natürlich gar nicht geht. Das ist spekulativ und im Grunde Diffamierung bzw. üble Nachrede, wenn es keine Fakten gibt, auf die man sich berufen könnte.

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    • Na ja, bei gefühlt 10 kleingewachsenen, vermeintlich technisch ordentlichen, torungefährlichen Außenstürmern ist „entbehrlich“ schon alleine quantitativ zu verstehen. Man würde es im Kader schlichtweg nicht merken.

      Bei Kerk war es doch in diese Saison (ausgenommen Ingolstadt) so, dass es beinahe keinen Unterschied gemacht hat, ob wir mit ihm oder nur mit 10 Spielern aufgelaufen sind.

      Insofern ist „entbehrlich“ sicher keine Übertreibung oder gar despektierlich. Es ist ein Spiegel Kerks Leistung.

      Und vor diesem Hintergrund heisst „losbekommen“, dass die Nachfrage kaum hoch ist und man alles irgendwie tun muss, um ihn von der Payroll zu bekommen.

      Ich finde die Begriffe auch ohne der Bewertung weicher Faktoren, wie Mentalität, folgerichtig.

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      • Es ist ja klar, es geht um eine sportliche und keine menschliche Einschätzung, soweit sollte jeder der sich am Begriff entbehrlich stört noch differenzieren können. Zudem geht es um sehr viel, wir stehen mit einem Bein in der 3. Liga qualitativ bewertet auf dem 16. Tabellenplatz der 2. Liga. Das ist keine Therapiegruppe. Da kann man es schon aushalten über den sportlichen Wert einzelner Spieler und ihre Einstellung zu diskutieren.

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        • „soweit sollte jeder der sich am Begriff entbehrlich stört noch differenzieren können“

          Es haben sich ja über 20 Leser*innen und auch einige Schreiber*innen mit mir an der entsprechenden Wortwahl gestoßen. Denen wird also das Differenzierungsvermögen auch abgesprochen. Derlei finde ich bedauerlich. Und CU-unwürdig.

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  • Es ist momentan eine harte Zeit für die Clubfans, da auf der einen Seite gehofft wird, dass nach der Winterpause eine Mannschaft auf dem Platz steht, die erkennen lässt, dass sie sich sinnvoll vorbereitet hat. Auf der anderen Seite wurden wir oft genug nach der Winterpause bitter enttäuscht und man hat sich gefragt, was die wohl in den Trainingslagern gemacht haben. Hoffentlich ist es diesmal anders.

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  • Dieses Jahr hatte es wahrlich in sich, aus der Winterpause heraus mit 11 Punkten und 38 Gegentoren, begonnen mit der Geburt der kalibrierten Linie in Mainz und Zrelaks Zehe 2,5cm im Abseits beim vermeintlichen Führungstreffer, Rheins glatt Rot beim El Kackiko in Hannover nach 11 Minuten, Pereiras beherzter Griff in die Weichteile des Gegenspielers ebenso Rot, abgepfiffener regulärer Treffer von Behrens gegen Schalke, verschossene Elfmeter am schönsten gegen die Bayern an den Innenpfosten genagelt und wieder heraus bis nahtlos in die neue Saison in d er 2.Liga reihenweise wieder hergegebene Führungen Pech obendrauf mit 4 verletzten Profi Torhütern, ein Elfmeterschießen mit einem Feldspieler im Tor… ein komplettes Kalenderjahr Jahr zum vergessen Liga übergreifend.
    Kann das Jahr 2020 noch schlechter werden sportlich betrachtet? Man kann nur hoffen nein, behaupten, daß das nicht gehen würde traue ich mich allerdings nicht…

    Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr. Dankeschön an die Redaktion von CU für die tolle Arbeit.

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    • Wenn ich Kalibrierungslinie lese kommt mir spontan das Frühstück hoch.

      Allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.

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  • Der VAR ist ein echter Dreck, den muss der bezahlte Fußball so schnell wie möglich wieder losbekommen!
    Da fällt ein gerade im eigenen Stadion, seltenes Clubtor und man bleibt sitzen. Dann dauert es fünf Minuten, bis endlich feststeht, ob das Tor ein Tor ist. Wozu laufen da noch drei Schiedsrichter auf dem Platz rum.
    VAR hau 2020 ab! Du zerstörst den Stadionbesuch und damit die Fußballkultur.
    Guten Rutsch und eine schöne, VARfreie Zeit.

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    • Obwohl es tatsächlich eine Katastrophe ist, wie er gehandhabt wird, glaube ich immer noch daran, man müßte nur den richtigen Modus finden und anders handhaben. Ich wäre ein Befürworter zum Beispiel, daß jede Mannschaft den VAR 2 oder 3 mal, das müßte man eben festlegen, pro Spiel anfordern könnte. Quasi .. On demand und nicht permanent als Unruheherd.

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    • Beim VAR kann ich nicht zustimmen. Du vergisst, dass wir mit VAR weder 2008 noch 2014 abgestiegen wären. Wenn ich nur an das Abseits in Hannover denke. Es ist wichtig, die größten Ungerechtigkeiten zu verhindern. Leider kam das alles für uns 10 Jahre zu spät, sonst würden wir jetzt ganz anders dastehen.

      Was allerdings dringend notwendig ist, wäre das richtige Maß für die Anwendung zu finden. So darf eine Fußspitze einfach kein Entscheidungskriterium sein, schon gar nicht im Laufduell. Auch ist es Unfug, die Entstehung eines Tores mehr als 5 Szenen rückwärts zu prüfen. Hier muss man differenzieren können, ob eine Handlung direkt für das Tor verantwortlich ist. Wenn dazwischen noch 3 – 4 Stationen sind, dann ist das ein normaler Spielverlauf mit genügend Situationen für eine Torverhinderung. Ich finde, maximal das Zuspiel/der Zuspieler zum Assistgeber ist noch prüfwürdig.

      Da gibt es noch viel zu überarbeiten und anzupassen. Warum hat das bei der WM so reibungslos und zu aller Zufriedenheit geklappt?

      In diesem Sinne, auch von mir einen guten Rutsch in ein neues Jahr, in dem alles besser wird!

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      • Das finde ich nicht, gerade gut im Spiel LFC gegen die Wolves bei den Tor/Nichttorentscheidungen zu sehen. Angeblich 2cm Abseits einerseits bei einer Pixelauflösung aus VC20 Zeit mit fehlenden Ballabgabemoment und andererseits sah man nicht zu 100% ob es Schulter oder Oberarm war.
        Der VAR kann schon systematisch nicht fehlerfrei sein, es bleibt also alles beim alten, nur jetzt massiv stadionzuschauerfeindlich.
        Null Fortschritt zu vorher, nur saudumm jetzt, dafür mit viel Aufwand. Das macht keinen Spaß, ich bleib nur noch sitzen, Torjubel ist fürn Bobbers.

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        • Andererseits wäre ohne VAR das Spiel wegen 2 Fehlentscheidungen anders herum ausgegangen. Was ist daran falsch? Dann schieb ich im Stadion Trübsal und hinterher ist der Ärger doppelt groß, wenn sich rausstellt, dass alles wegen 2 Fehlentscheidungen verloren wurde, wenn man eigentlich eine Sieg hätte feiern müssen. Sorry, das Liveerlebnis in Ehren, aber nicht für den Preis der Fairness.

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        • Abgesehen davon: der grundlegende Fehler liegt für mich darin, dass der Stadionzuschauer nicht mitgenommen wird, sondern am Ende eine Entscheidung präsentiert bekommt, die er vielleicht nicht nachvollziehen kann.

          Aber wozu gibt es überall hochauflösende Anzeigetafeln? Spielt die Livebilder ein, die der Keller und der Schiri auch sehen und dann ist erstens die Zeit nicht so lang (weil man die Entscheidungsfindung mitverfolgen kann) und zweitens die Entscheidung (meistens) nachvollziehbar, was falsche Emotionen verhindert.

          Das wäre so einfach…

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  • DFB Schiedsrichterwesen hat sich vom internationalen Standard z. B. hinsichtlich der Einschätzung von
    Zweikämpfen entfernt .
    Für mich einer der Gründe warum es bei der WM mit dem VAR kaum Probleme gab.
    .

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    • Bei der WM gab es mit dem VAR so wenig Probleme, weil ihn das DFB Schiedsrichterwesen nicht alleine vermurksen konnte.

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  • Interessant der VFB hat Pellegrino Matarazzo als neuen Cheftrainer verpflichtet unseren ehemaligen U19 Trainer, der wohl nicht zuletzt wegen Köllner und Machtkämpfen, öffentlich thematisiert hat er es nie, den Club verlassen hat. Bin sehr gespannt, habe ihn einige male als er noch in Nürnberg war coachen sehen, fand ihn damals schon taktisch stark und sehr sachlich.

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    • Ja, interessant und ärgerlich zugleich, denn ich hatte immer gedacht, Materazzo könnte unser „Next Nagelsmann“ oder „Next Tuchel“ werden. Ein verheißungsvolles Trainertalent, der ja jetzt auch konsequenterweise den nächsten Schritt macht.

      Ich bin sehr gespannt, wie er sich macht! Ich wünsche ihm auch völlig uneigennützig, dass er den Aufstieg packt (unser Zug ist eh abgefahren).

      Und ich bin (s.o.) auch ziemlich angefressen, weil hier der Club mal wieder eine Personalie verpennt oder gar verprellt hat, die eine gute Perspektive gehabt hätte.

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    • Da lässt sich munter spekulieren. Vielleicht aber muss man auch nur Eins und Eins zusammenzählen.

      Zumal Köllner ja in Personalunion das NLZ leitete sowie die U21 trainierte, als Matarazzo Nürnberg verließ. „Um den nächsten Schritt zu machen“, so die Phrase damals. Im Umkehrschluss heißt das, dass dieser nächste Schritt nicht mehr möglich war beim Club.

      Wenige Monate bevor Bornemann damals diese Machtfülle an Köllner übertrug, absolvierte Matarazzo die, so teilte der Club im März 2016 mit, UEFA Pro Lizenz, das ist die höchste Lizenz im deutschen Profi-Fußball. Damit unterstrich er seine Ambitionen.

      Dass wir ein Trainer-Talent ganze 10 Jahre lang ausgebildet und aufgebaut haben, um ihn dann zu verlieren, ist traurig. Sicherlich hat er im NLZ von Hoffenheim ordentlich verdient. Dass Nagelsmann ihn später zu seinem Co machte, war vermutlich von längerer Hand geplant. Dass Matarazzo diese Perspektive bei uns beziehungsweise in dem Verein, der ihn ausbildete, nicht mehr sah, ist symptomatisch.

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  • Ganz ehrlich, was soll das? Hättet ihr wirklich erwartet, Köllner räumt uneigennützig seinen Trainerposten für Matarazzo, damit er hier seinen nächsten Schritt machen kann?
    Aus meiner Sicht ist Matarazzo damals gegangen, weil er sich von diesem Job mit Nagelsmann mehr versprochen hat als von der Aussicht auf einen Schleudersitz beim 1. FCN. Abgesehen davon kannte Matarazzo die Mannschaft und ist wohl intelligent genug gewesen zu erkennen, daß er da auch nicht mehr erreichen wird als Köllner. Und so wie ich es verstanden hab, war er nicht bereit, sich dem Ausbildungskonzept des 1.FCN unterzuordnen, sondern wollte seine U-Mannschaft lieber nach eigenen Vorstellungen trainieren. Also war er dafür nicht der richtige Trainer.
    Und es hat sich ja für ihn gelohnt zu gehen. Das Geld, das der VfB ihm zahlt hätte er hier nie bekommen.
    Was ich viel schlimmer finde, ist, daß wir wieder von dem Konzept abgerückt sind, den 1.FCN zu einem attraktiven Ausbildungsverein zu machen, daß wir jetzt lieber wieder gestandene Spieler zu kaufen, die vielleicht nützen, vielleicht aber eben auch nicht.

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    • Natürlich räumt er nicht seinen Trainerposten. Da muss man früher ansetzen. So hätte Köllner einfach NLZ-Leiter und U21 Trainer bleiben können, während Matarazzo die Profi-Mannschaft übernommen hätte. Zumindest wurde dieses Szenario nach den Aus von Schwartz diskutiert.

      Aber die Diskussion ist müßig, denn mit Köllner sind wir aufgestiegen und das war gut so. Wer weiß ob wir das auch mit Matarazzo geschafft hätten. Die Fehler wurden dann in der 1. Liga gemacht, da war der Zug eh abgefahren….

      Ein gesundes und erfolgreiches Neues euch allen!

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  • Es gibt keine klassischen Ausbildungsvereine mehr in dem Sinn, wir bekommen die Top Talente gar nicht das sind die Werte der Zukunft, die sichern sich schon die großen Vereine ab 14J frühzeitig. Palikuca hat sich zb vor der Saison sehr um Mai bemüht, keine Chance. Im übrigen unter Köllners „Ausbildungskonzept“ ist die U19 auch abgestiegen aus der Jugend Bundesliga ein ganz wichtiges Bindeglied zum Profibereich, so toll war das „Ausbildungskonzrept“ also auch nicht. Und wenn man tatsächlich mal ein Talent hat ist das schneller weg wie man Guten Morgen sagen kann, siehe Sabiri der nach 5 Zweitligaeinsätzen schon in die Premier League wollte.

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    Antwort
  • Zitat Beate:

    „…daß wir jetzt lieber wieder gestandene Spieler […] kaufen, die vielleicht nützen, vielleicht aber eben auch nicht…“

    Bin ja gespannt auf die Neuzugänge. Bis jetzt ist noch keiner da…

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    • Wir haben einen riesen Kader, lieber da einen Schnitt machen, wer 100% mitzieht, damit hat Keller ja auch schon begonnen. Die hier sind müssen es reißen, wieviele Spieler sollen wir denn noch kaufen, die dann erst wieder integriert werden müssen? Ich denke zwar auch Palikuca wird etwas tun personell, aber ich sehe darin nicht die Lösung, eher daß in der Winterpause Mannschaft und Trainer noch besser zusammenwachsen und die Vorstellungen des neuen Trainers, er ist ja noch nicht lange da, umsetzen.

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      • Verstehe ich das jetzt richtig, wenn wir in Liga 1 da stehen, wo wir erwartbar standen, dann hätte man unbedingt neue Spieler holen müssen. wenn wir in Liga 2 weit hinter unseren Ambitionen und finanziellen Möglichkeiten stehen, dann ist es sinnvoll keinen neuen Spieler zu holen?

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        • Ja in Liga 1 hat uns Erfahrung und Qualität gefehlt und der Aufstiegskader ist im letzten Jahr auch zusammengeblieben. Dieses Jahr haben wir in großem Umfang eingekauft quasi eine neue Mannschaft und brauchen an dem Punkt jetzt Zusammehalt und Automatismen, das entstehen einer Mannschaft aus dem bereits vorhandenen riesen Kader.
          Glaube aber Palikuca wird etwas tun, wenn es klappt mit Integration usw., dann ist es auch ok. Aber das Hauptaugemerk finde ich jetzt das teambuilding und das Keller eine Vorbereitungszeit hat.

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          • Sehe ich auch so, dass der Kader erstmal verkleinert werden muss, bevor noch zusätzlich Spieler geholt werden.
            Wenn sich ein Spieler findet bei dem die Trainer und Sportvorstand sagen der passt und hilft uns sehr wahrscheinlich weiter, werden sie zuschlagen. Aber nüchtern betrachtet wird der Großteil der Spieler die den Klassenerhalt schaffen müssen aus dem aktuellen Kader stammen, deshalb muss darauf gesetzt werden, hier eine funktionierende Truppe zu formen die sich gemeinsam reinhängt und füreinander kämpft. Aus meiner Sicht kann sich sowas nur schwer einspielen, wenn der Kader zu groß ist und zu viele Spieler allein damit beschäftigt sind für ihre eigene Zukunft (Existenz als Fussballprofi) zu kämpfen.
            Ein „Star“, der zugekauft wird, kann auch schaden, selbst wenn er fußballerisch besser ist als der Rest des Teams, wenn es mit den Mitspielern nicht funktioniert.

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            Antwort
            • Da kann ich dich beruhigen, Stars kommen sicher keine…

              Ganz generell sehe ich zwei, drei Positionen wo ich jedenfalls nachlegen würde, unabhängig davon ob einer geht oder nicht. Wir haben schlicht keine Zeit zu warten ob sich einer überlegt ein anderes Angebot anzunehmen oder nicht, wenn wir die Neuzugänge rechtzeitig integrieren wollen, um uns in der Rückrunde entsprechend zu verstärken.

              Wenn die da sind, kann sich Palikuca gerne dem Verkauf widmen, aber die zentrale Forderung ist, dass wir zum Rückrundenauftakt endlich konkurrenzfähig sind.

              Wir sind auf halbem Weg in Liga 3, Finanzen und Jugendförderung interessieren mich jetzt ein halbes Jahr nicht die Bohne, weil alles beim Teufel ist wenn wir den Klassenerhalt nicht schaffen.

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              Antwort
              • Naja Finanzen sind insofern schon wichtig. Man sollte nicht am Ende riskieren wie die 60er die Lizenz für Liga 3 nicht zu erhalten.
                Und ich kann auch nicht sehen, weshalb ein Sportvorstand nicht beides gleichzeitig schaffen können soll: die Spieler verkaufen, die nicht passen und dort neue Spieler holen, wo dringend Bedarf ist. Für dieses „Kunststück wird er schließlich bezahlt. Und er hat sich ja zudem den MItarbeiterstab schön aufgestockt. Da werden doch wohl jetzt genügend Zuarbeiter sein.
                Wie auch immer: die Spieler, die für die Rückrunde eingeplant sind, sollten auf jedem Fall im Trainingslager dabei sein, um wirklich integriert werden zu können und die Spielphilosophie Kellers verstehen und umsetzen zu lernen.

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                • Und ich kann auch nicht sehen, weshalb ein Sportvorstand nicht beides gleichzeitig schaffen können soll: die Spieler verkaufen, die nicht passen und dort neue Spieler holen, wo dringend Bedarf ist. Für dieses „Kunststück wird er schließlich bezahlt.

                  Weil die Herren Ishak, Kerk, Petrak & Co mit sehr guten Verträgen ausgestattet sind, dass sie offensichtlich sogar Bundesliga Angebote ablehnen. (Petrak, Ishak Paderborn, beide abgesagt) Es ist kein Geheimnis, daß auch unter Herrn Bornemann gut verdient wurde und es gute Verträge gab in Nürnberg. Die Spieler sitzen lieber aus als auf etwas zu verzichten. Durch Leistung drängen sich die Spieler ja auch nicht anderen Vereinen auf, daß diese sagen zahlen wir.

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                • @juwe, du scheinst ja mittlerweile an der Quelle zu sitzen, nachdem du so genau weißt, wieviel die Spieler bei uns verdienen und weshalb sie nicht gehen wollen? Kannst du Fakten liefern oder ist doch alles nur auf Hörensagen gegründet? Ist die Quelle wenigstens nah dran an den Spielern und am Sportvorstand oder nur ein Fan wie du und ich?

                  Ganz abgesehen davon: Bornemann mußte damals viele gut dotierte Spieler aus Baders Zeiten loswerden. Ich bezweifel, daß Bornemann dann den Fehler beging und seine Spieler mit ähnlichen Verträgen ausgestattet hat. Er ging ja schließlich davon aus, mit ihnen weiter arbeiten zu dürfen.

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                • Glaub es oder auch nicht, es ist bekannt, dass beim FCN gut bezahlt wird das war auch nie anders, zumindest für das Leistungsniveau auf dem sich der Club bewegt.

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                • So toll zahlen wir auch nicht mehr, abgesehen von ein paar Altverträgen. Da könnte ein Petrak allerdings noch dabei sein. Aber Bornie hat einige Wunschspieler nicht zuletzt deshalb an die Konkurrenz verloren, weil die mehr zahlen konnten bzw. Bornie da nicht mithalten wollte.

                  Unser gegenüber der Aufstiegskonkurrenz niedriges Gehaltsniveau macht es auch schwierig für uns, entsprechend hochklassige Spieler anzulocken.

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                • Was haben wir mit Aufstiegskonkurrenz zu tun? Unser Leistungsniveau in der Vorrunde ist die Abstiegskonkurrenz. Wir sprechen vom Tabellenkeller 2. Liga und die Spieler Petrak, Kerk, Ishak und andere finden ja nichtmal mehr auf dem Niveau sportlich Berücksichtigung und dafür haben sie aber scheinbar sehr gute Verträge und wecken eben sehr begrenzte Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen das zu bezahlen.

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                • Eben, aber unsere Maßgabe für die Mannschaftszusammenstellung war die Aufstiegskonkurrenz, aber da können wir offensichtlich nicht mithalten und bewegen uns stattdessen auf dem Niveau der Abstiegskonkurrenz. Das hat aber auch damit zu tun, dass wir auch gehaltsmäßig oben nicht mithalten können, sonst hätten wir einen Stöger oder Kinsombi holen bzw. einen Leibold oder Ewerton vielleicht halten können.

                  Ich beschreibe nicht, was wir gerade leisten, sondern was wir uns leisten können bzw. konnten. Die Performance ist auch eine Folge der Möglichkeiten.

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                • @juwe, also alles nur Spekulation, weil es ja immer so war, muß es auch jetzt so sein. Find ich ziemlich mies auf dieser Basis Spieler wie Kerkund Ishak zu verunglimpfen. Beides Spieler, die in den vergangenen Jahren gezeigt haben, daß sie sich von Verletzungen nicht unterkriegen lassen und mannschaftsdienlich arbeiten.

                  Und bei deinen Grundüberzeugungen hast du anscheinend vergessen, das erste Jahr von Bornemann zu berücksichtigen: damals hatten manche Spieler fürstliche Gehälter und außerdem die Idee, spielberechtigt zu sein auch ohne Leistung. Sie wollten sogar klagen als sie bei der U21 mittrainieren sollten.
                  Danach hat Bornemann ganz klar gesagt, daß er darauf achtet, daß das Gehaltsniveau des Spielerkaders ausgeglichen ist und daß er den Kader lieber klein hält. Eben um keine ungute Stimmung reinzubringen mit Spielern, die nicht berücksichtigt werden oder Spielern, die besser verdienen als Leistungsträger.
                  Palikuca ist von all dem wieder abgewichen. Ich bin gespannt, wie er das mit der Trainingsgruppe 2 hinbekommt, ob die ausgemusterten Spieler sich zufrieden geben damit. Und ich bin bespannt, ob es Keller schafft aus dem restlichen Kader eine Mannschaft zu formen.
                  Ich hoffe sehr man setzt nicht nur darauf, daß mit Mathenia wieder mehr defensive Stabilität zurückkehrt, sondern liefert defensive Verstärkungen, die das auch wirklich sind und sofort leisten können. Die also wie Palikuca so schön formuliert, voll im Saft stehen.

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                • @juwe, also alles nur Spekulation, weil es ja immer so war, muß es auch jetzt so sein. Find ich ziemlich mies auf dieser Basis Spieler wie Kerkund Ishak zu verunglimpfen. Beides Spieler, die in den vergangenen Jahren gezeigt haben, daß sie sich von Verletzungen nicht unterkriegen lassen und mannschaftsdienlich arbeiten.

                  Meine Güte 🙂 zum einen es ist bekannt, du wirst nie jemanden finden der öffentlich zu Gehältern Stellung bezieht und es wird niemand verunglimpft ausser du meinst deine plumpe Stimmungsmache permanent.
                  Zähl doch einfach mal 1 + 1 zusammen, Ishak hat ein Angebot aus der 1. Bundesliga kann sich dort zeigen, was ja auch seinen Wert steigern würde, warum bleibt er hier und sagt klar am Telefon dort ab. Obwohl er selber Wechselwünsche an Palikuca herangetragen hat, aus dem Grund hat Keller ihn vor der Winterpause nicht mehr berücksichtigt. Am Geld wirds nicht gelegen haben, daß Paderborn ihm wohl anbot, vermutlich hat ihm die Stadt dort nicht gefallen 🙂 Ganz ähnliche Situation bei Petrak. Also das mitdenken kann dir niemand abnehmen.

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                • immer wieder beeindruckend, wie juwe in diskussionen anderen implizit unterstellt, sie würden nicht denken und nur seine sichtweise als gültig und logisch betrachtet, obwohl sie in diesem fall sowas von definitiv grundfalsch ist und nur davon zeugt, dass man halt selber so motiviert wäre und deshalb niemand anders handeln kann (ein gängiges argumentationsmuster bei juwe: wer nicht so denkt wie ich, kann gar nicht denken; eine gänzlich empathiefreie sicht der welt). es ist vielmehr so: keiner, der sich, selbst wenn es völlige selbstüberschätzung ist wie bei ishak, als erstligaspieler betrachtet, wechselt jetzt nach paderborn. ein halbes jahr bundesliga, dann wieder abstieg, zweite liga, ansehen als möglicher bundesligaspieler für immer zerstört. petrak war natürlich anders gelagert, der will einfach nur die autobahn nach prag vor der haustür, das sagt er auch ganz offen.

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                • So ein Quatsch, Ishak kann wenn er die Chance hat 1. Bundesliga spielen auch in Paderborn sich zeigen (er wollte doch mal schwedischer Nationalspieler werden oder nicht?) und wenn er das in guter Art und Weise macht ist das auch eine Empfehlung für andere Vereine, das ist doch eine völlig andere Plattform als der Keller der 2. Liga. Scheint ihn aber nicht sehr zu motivieren, genauso wie er sich diese Saison bei uns präsentiert und warum glaubst du hat Keller ihn vor der Winterpause erstmal bewußt aussortiert und dem Spieler das auch gesagt, was glaubst du denn warum??

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              • Die einzige Position, auf der wir aus meiner Sicht unbedingt handeln müssen, ist ein guter 6er. Da brauchen wir einen Kämpfer wie Jäger, der aber auch Übersicht und Spielverständnis hat. Strategische Fähigkeiten, der dem Spielaufbau Struktur geben kann.

                Klar können wir keinen Topmann erwarten, aber könnte man die besten Eigenschaften von Behrens, Geis und Jäger in einer Person vereinen, wäre das ideal.

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                • Oder einfach gedacht, dann spielt man eben eine Doppelsechs mit Geis u. Jäger 🙂 dann müssen wir das All in One gar nicht suchen.

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                • Kann man machen, aber dann werden halt die Startelfplätze knapp. Wenn auch noch der Käptn spielen soll, hast Du das gesamte Mittelfeld mit den 3 vollgestellt und keine Verbesserung erreicht. Hast Du aber den Jägeirens auf der 6, können sich Geis und Behrens um die Rollen kümmern, die ihnen besser liegen: der Geis als 8er mit reduzierten Defensivaufgaben und Behrens als Rückraumtorjäger wie in der Aufstiegssaison.

                  Aktuell kursiert auch das Gerücht, dass (mal wieder) der Wittek aus Fürth ein Thema ist. Guter Mann, ebenso wie Heise aus Dresden willkommen, um die LV-Position zu stabilisieren, aber da bin ich mir gar nicht sicher, ob nicht auch Handwerker in der Winterpause den nächsten Schritt macht. Da würde ich ihm den Weg nicht verbauen wollen, gerade weil er sich im letzten Spiel nach der Einwechslung recht gut geschlagen hat. Für das ausgerufene Übergangsjahr sähe ich keinen Bedarf, da wäre die Reifezeit für das nächste „Angriffsjahr“ ideal, aber natürlich macht mir unsere gegenwärtige Position schon Sorgen und da dürfen wir uns einfach keine Schwachstelle erlauben.

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    • Ich weiß nicht, wer oder was Banksy ist, aber das waren mit Sicherheit Schwachköpfe!

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  • Beate60: „Danach hat Bornemann ganz klar gesagt, daß er darauf achtet, daß das Gehaltsniveau des Spielerkaders ausgeglichen ist und daß er den Kader lieber klein hält. […]
    Palikuca ist von all dem wieder abgewichen.“

    Ich weiß nicht, ob Pali von der Gehaltsstruktur abgewichen ist (gibt es dafür Belege?), aber zumindest ist sein Kader zu groß. Das Einkaufen kriegt er besser hin als das Verkaufen… 😉

    Jetzt hat er ja in der NN 2 Defensivzugänge, deren einer nicht Wittek heißt, angekündigt. Ich hoffe er hat dabei an die wichtigste Position, den 6er gedacht.

    Der Kader wird davon aber leider auch nicht kleiner…

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  • Zu Ishak:

    Der SC Paderborn (20 Mio. Euro) verfügt aktuell laut Medienberichten über deutlich weniger Etat als der 1. FC Nürnberg (28 Mio. Euro) in der vergangenen Saison. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass der Wechsel von Ishak nach Paderborn insbesondere am Gehalt gescheitert ist.

    Paderborn-Coach Steffen Baumgart zeigte sich übrigens ziemlich angefressen, dass der als sicher geglaubte Neuzugang doch noch abgesagt hat. Im Westfalen-Blatt“ wurde Baumgart am 24.12. wie folgt zitiert: „Wenn jemand bei einem Zweitligisten, der weit unten steht, nur auf der Tribüne sitzt, trotzdem ein Angebot aus der 1. Liga erhält und das dann noch hinterfragen muss, dann ist es eine gute Entscheidung, wenn er nicht kommt.“

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    • Na also sorry: wieso sollte ein Spieler wechseln, wenn er dann weniger verdient und außerdem wieder nur absteigen wird? Kannst du dir nicht vorstellen, daß das auch frustrierend ist? Und wenn ich dein Zitat vom Trainer lese, dann kann ich nur sagen, daß Ishak wohl das richtige Gespür hatte, solch einem Trainer nicht vertrauen zu wollen, der allen Ernstes meint, daß nur weil Paderborn jetzt gerade mal in der 1. Liga ist, sei das Angebot unausschlagbar. Was hat er ihm denn ansonsten für Perspektiven geboten? Wie gut passt er spielerisch in das Konzept des Herrn Baumgart? So wie ich es sehe, gibt es dort 4 Mittelstürmer.
      Im übrigen auch einen Herrn Sabiri für das offensive Mittelfeld.

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      • Sich auf der Plattform 1. Bundesliga zeigen schon mal daran gedacht? Damit seinen Wert steigern? und Paderborn spielt keinen schlechten Fußball. Im übrigen seine Erfolgsstory jetzt in der 2. Liga geht ja kaum noch schlechter. Wer aller hier lesenden kann aus dem Stegreif sagen, wann er das letzte Pflichtspieltor erzielt hat, nicht viele ohne Google. Wenn ihn bei dieser Performance ein Erstligist haben will, würde das ein Spieler normalerweise mit Kusshand annehmen. Vielleicht ist die Nürnberger Ersatzbank bei gutem Gehalt ja doch bequemer, als ein fordernder Trainer Baumgart. Und das alles obwohl er ja seinen Wechselwunsch kund getan hat oder glaubt er der AS Monaco verpflichtet ihn von der Ersatzbank des Tabellensechzehnten der 2. Liga? .. Ich finde da gibt es wenig Interpretationsspielraum, solange man die Realität nicht ignorieren will.

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      • @Beate

        Wie @Juwe schon geschrieben hat, wäre die Bundesliga ein Schaufenster, welches Ishak nutzen hätte können. Der von Dir erwähnte Sabiri macht doch nichts anderes, nachdem Huddersfield nicht das Ende all seiner Träume war.

        Nochmal: Mikael Ishak ist kein Leistungsträger aktuell, sondern sitzt des Öfteren auf der Tribüne. Auf der Tribüne! Ein Angebot aus dem Schaufenster Bundesliga erscheint vor diesem Hintergrund doch eher als Glücksfall und als deutlich mehr Perspektive für den weiteren Verlauf seiner Karriere. Ishak ist erst 26.

        Woran es letzten Endes gescheitert ist, wissen wir alle nicht. Doch die Vermutung, dass Ishak geblieben ist, weil er hier doch recht hübsch verdient, liegt nahe. Was keineswegs zu verurteilen ist, es ist seine Entscheidung. Und er hat einen gültigen Vertrag, der somit sooo schlecht nicht sein kann. Auch wenn Bornemann unter Vorgaben von Meeske sicherlich mit mehr kaufmännischer Vorsicht Verträge abschloss als der Vorgänger.

        Letzten Endes aber pokert Ishak. Denn sein Vertrag läuft im Sommer aus. Dann wäre er ablösefrei zu haben für die Fußball-Welt. Und es gibt womöglich in Sachen Gehalt einen Bieter-Wettkampf. Sitzt Mikael weiter auf der Tribüne, dürfte dieser allerdings auf niedrigerem Niveau ablaufen.

        Denke daher, dass sich Ishak die Absage in Paderborn auf keinen Fall leicht gemacht hat, unter Abwägung aller Faktoren.

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  • Für mich senden Ishak, Petrak, der sich erst unter Canadi laut in Medien beklagt hat aber unter Mintal wieder in der Startelf stand und eine absolute Minus Leistung gegen Bielefeld abgeliefert hat, Signale aus, die wir im Überlebenskampf in der Rückrunde in der Mannschaft, die es reißen soll, überhaupt nicht brauchen könnnen. Das geht nur mit Spielern die 100% hinter der Aufgabe stehen.

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  • Petrak hat noch Vertrag bis Juni 2021. Eine Leistungsexplosion ist bei ihm somit eher nicht zu erwarten in den kommenden Monaten.

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  • Heise per Leihe für ein halbes Jahr zum Club. Super Transfer, wenn er auch nur halbwegs an seine gezeigten Leistungen anknüpfen kann.

    Bedeutet für mich Handwerker auf die Bank, Nürnberger vorerst wieder in die U21. Und Valentini auf die richtige Seite.

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    • Wir hatten zu Saisonbeginn schon zuviele Wechsel, die sich anfangs toll angehört haben und am Ende dann eher als mässig bis schlecht herausgestellt haben.
      Heise hat sich nicht mal in der 2. Mannschaft der Kanarienvögel aus Norwich, die in der 2. Englischen Liga spielen, durchsetzen können, das verstärkt meine Skepsis leider nur.
      Der Wechsel von Sorg klang doch anfangs auch ganz vielversprechend, mittlerweile wissen wir doch alle, weshalb sein Vertrag bei Hannover nicht verlängert wurde.
      Wie fit kann bitte ein Spieler sein, der nicht einmal in der 2. Mannschaft eines englischen Zweitligisten regelmässig gespielt hat?

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      • Mit dem Unterschied, dass es die Position, die Sorg in Hannover gespielt hat, bei uns nicht gibt – dort war er der rechte Innenverteidiger in einer Dreierkette, ohne Ansprüche sich offensiv am Spiel zu beteiligen.

        Und was du über Heise schreibst halte ich für völligen Irrsinn. Der reist natürlich mit der ersten Mannschaft, der Gedanke, dass er zu schlecht für die zweite Mannschaft von Norwich ist, ist derart hanebüchen, dass ich es gerade nicht fassen kann den hier zu lesen…

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        • Laut transfermarkt.de hat er vier Mal für die 2. Mannschaft gespielt, einmal für einen unterklassigen Vereinspokal und einmal im nationalen Pokal. Find ich ziemlich dürftig. Aber gut vielleicht ist es das Bugrstallersyndrom. Und er dreht bei uns auf.

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        • Es waren so viele neue Namen in letzter Zeit, so daß ich es fast unmöglich finde, den nächsten neuen Spieler einzuschätzen. Ich weiß nicht ob wir tatsächlich auf LV so ein Problem haben mit Nürnberger, Handwerker und Valentini kann das ja auch spielen. Ich sehe bei Handwerker schon viel Potential warum soll Keller ihn nicht in die Spur bekommen.
          Euphorisch macht mich die Personalie jetzt nicht, aber gut sie werden sich wohl dabei irgendwas gedacht haben. Mir wäre es wichtiger die vorhandenen Spieler in die Pflicht zu nehmen.

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          • LV war bei uns schon eine Risikoposition, die zuletzt mit einer Notlösung als vermeintlich stärkste Option besetzt war. Wenn tatsächlich Sorg rechts und Valentini auf der falschen Seite links die beste Lösung war, dann gab es schon Handlungsbedarf, weil Handwerker und Nürnberger offensichtlich noch nicht so weit sind, um verlässlich dicht zu machen.

            Ich denke schon, dass uns Heise in ordentlicher Form deutlich verstärkt, weil dann Vale wieder auf seinen Platz kann und der Offensivschwache Sorg wieder auf die Bank. Wenn es aufgeht, stärken wir dadurch gleich beide Außenbahnen…

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          • Das ist sicher die Nummer 1-Problemposition, die es alternativ zu besetzen gilt.

            Dennoch hatte ich schon auf die Kategorie „Führungsspieler“ gehofft, wenn sportlich schon nicht klar ist, ob er uns tatsächlich sofort besser macht.

            Das es in der Winterpause immer schwer ist und dass es grundsätzlich kaum gute AVs gibt, ist klar, aber so richtiger Jubel bricht bei mir noch nicht aus, lasse mich jedoch gerne positiv überraschen.

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        • Na, wenn der so toll ist, weshalb verleiht den Norwich denn dann in der Winterpause? Und wie beate60 schon gesagt hat, sind seine Leistungsdaten auch nicht gerade besonders berauschend.
          Ich finde es hanebüchen aus aktuell (!) sowenig Einsätzen eine echte Verstärkung zu erwarten, lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.
          Mit Spieler mit Dresdner Ursprung hatten wir in den letzten Jahren nicht besonders großen Erfolg, bei Stefaniak oder Kutschke. Letzterer war wenigstens ein monetärer Erfolg.

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          • Kutschke war bei dem was wir ihm gezahlt haben im besten Fall ein Nullsummenspiel…

            Sie verleihen ihn, weil er Spielpraxis braucht. Wenn Norwich – was leicht passieren kann – allerdings absteigt, garantiere ich dir, dass die halbe Premier League wie die Geier über Lewis und Aarons herfallen werden, weil das zwei der mit Abstand besten jungen englischen Außenverteidiger sind. Dann wäre Heise in der Championship (die im sicher auch besser liegen dürfte) auf einmal wieder gesetzt. Daher wohl auch *keine* Kaufoption.

            Nennt sich Kaderplanung.

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          • Letztlich gibt es aus Norwich-Sicht nur zwei denkbare Hauptgründe für ein Leihgeschäft:
            a) Norwich hätte ihn gerne verkauft, aber Heise ist so schlecht, dass ihn niemand dauerhaft haben will, weshalb Norwich froh ist, ihn wenigstens eine Zeit lang los zu sein.
            b) Norwich sieht in Heise weiterhin Fähigkeiten und Potential, hält es aber – wie xxandl andeutet – für derzeit unrealistisch, Lewis oder Aarons zu verdrängen, und will ihn deshalb nach einer überschaubaren Zeit mit hoffentlich viel Spielpraxis wiederhaben.
            b) wahrscheinlicher als a)

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    • Ja, hab gar nicht mitbekommen, dass er nicht mehr in Dresden war. Aber dort einer der besten LV der 2. Liga. Robust, kann dazwischenhauen und war auch in der Offensive präsent.

      Ist ja ohnehin ein Name, den ich selbst auch schonmal erwähnt habe.

      Passt.

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  • Führungsspieler! Der Sportvorstand wollte lt. Pressemitteilung drei Führungsspieler verpflichten.
    Vielleicht hab ich mich auch verlesen und er sagte Führungsspüler. Für den Abwasch!

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    Antwort
  • Ob Heise vielleicht doch jemand ist, der auch mal vornewegmarschiert und Führungsqualitäten aufweist? Bei Dynamo war er zeitweise im Mannschaftsrat sowie auch mal Ersatz-Kapitän. So die Infos, wenn man Google bemüht.

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    • Bei Dynamo hat er aber angeblich auch mit Nichtleistung seinen Wechsel nach England erzwungen. Erinnert euch das an irgendwas?
      Man kann nur hoffen, daß er reifer und demütiger geworden ist durch seine Zeit in England.

      Ich fürchte die Zeiten, in denen beim Club auch darauf geachtet wurde, daß die Spieler charakterlich zur Mannschaft passen und mannschaftsdienlich zu arbeiten bereit sind, sind mittlerweile wieder vorbei.

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      Antwort
  • Wenigstens der Zeitpunkt stimmt.
    Eins muß man sagen Palikuca liefert auch diesmal, ob die Ware passt wird sich zeigen.

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    Antwort
    • Ein Verteidiger ohne Spielpraxis, der uns sofort weiterhelfen soll ? Vielleicht ist er ja für unsere zweite Mannschaft gedacht, um Praxis zu sammeln. Ein „Führungsspieler“ mit so vielen Einsätzen ? Da kommt sich der Rest doch verarscht vor, wenn der ihnen zeigen soll, wie es besser geht. Genialer Schachzug

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      Antwort
      • Ich habe nichts über die Qualität des Spielers gesagt, ich hab lediglich festgestellt, das Palikuca handelt.
        Und das so, dass der Spieler das Wintertraining mitnutzen kann, das finde ich sehr wichtig.
        Bei Bornemann war dir Kritik, daß er wartet, bis das Transferkarussell in Schwung kommt und dann ging nichts mehr.
        Ich bin der Meinung, dass das aktuelle Team den Klassenerhalt schaffen muss, aber wenn jemand geholt wird, muss das jetzt sein.

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        • Ich verstehe nicht, wie man so undifferenziert bzgl. Verpflichtungen applaudieren kann, nur weil der Zeitpunkt stimmt.
          Natürlich ist es schön, wenn ein Spieler zum Trainingsauftakt da ist. Aber er muß auch passen und der Mannschaft wirklich weiterhelfen, sonst ist das nichts weiter als Aktionismus.

          Und bei Heise bin ich nach dem, was man so nachlesen kann im Netz eben erst einmal skeptisch, ob das wirklich ein Spieler ist, wie er von Palikuca in seinem Interview angekündigt wurde, ob der wirklich so „im Saft steht“, ob der sich in England nicht genauso hängen ließ wie in Dresden und deshalb nicht berücksichtigt wurde in der 1. Mannschaft.

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          • Beate: Natürlich ist es schön, wenn ein Spieler zum Trainingsauftakt da ist. Aber er muß auch passen und der Mannschaft wirklich weiterhelfen, sonst ist das nichts weiter als Aktionismus.

            Dann ist es bei jedem Manager Aktionismus, weil du solche Garantien bei einem neuen Spieler nie hast. Es war schon klar, daß du es wieder nicht gut findest. 😮

            Dazu kommt Spieler, die voller Enthusiasmus in die Premier League bzw. nach England wollten, kann man auch irgendwo verstehen, kommen häufig geerdet wieder zurück, siehe Burgstaller, selbst Sabiri macht sich jetzt bei Paderborn ganz gut. Oft sind Erfahrungen, die einen wieder auf den Boden der Realität bringen, ja nicht schlecht. Könnte ja bei Heise genauso sein.

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          • „Ich kenne den Spieler nicht, lasse mich aber erst mal im Internet über die Verpflichtung aus und spekuliere über seine Einstellung“ ist natürlich ein sehr differenzierter Ansatz.

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            • Irgendwie müssen wir doch die Zeit bis zum HSV-Spiel rumkriegen.

              Ich könnte natürlich auch erzählen daß ich ein tolles Buch zu Weihnachten bekommen habe (Drogenrausch und Deduktion – Zur Innenwelt von Sherlock Holmes).

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          • Warum sollte Heise nicht voll im Saft stehen? Er kommt direkt aus dem Mannschaftstraining eines englischen Erstligisten, konnte auch über Weihnachten nicht faulenzen und war auch nicht verletzt. Er kennt die 2. Liga und war dort auch ein Topspieler.

            Was ihm gerade fehlt, ist etwas Spielpraxis, aber er kommt zum Beginn der Vorbereitung und kann sich komplett mit der Mannschaft einspielen. Da halte ich die Spielpraxis derzeit für nicht entscheidend, die anderen haben ja auch 2-3 Wochen nichts gemacht.

            Wie viel besser sollten die Voraussetzungen denn noch sein, um als mögliche Verstärkung gelten zu dürfen?

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            • …und er muss sich nicht erst eingewöhnen, hat noch nie in Portugal gespielt und spricht deutsch und schwäbisch . Das wird.

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  • Ja das beeindruckt mich irgendwie auch, wenn es irgendwo klemmt Palikuca liefert ohne eine Miene zu verziehen 🙂 ..“Der Lieferanto“
    In der Masse zwar noch durchwachsen aber das war schon ein Kunststück ohne Transferfenster einen passablen vertragslosen Torwart zu finden. Ja jetzt kommt es nur noch auf die Ware an.

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  • Grundsätzlich scheint sich hier bei den Usern ein gewisses Lagerdenken verfestigt zu haben. Und dies beeinflusst lesbar die Beurteilungen der Kommentare, wodurch die Objektivität mitunter schon leidet! Diejenigen, die Bornemann nachtrauern finden alles was Palikuca anpackt falsch, egal wie sinnvoll es dem neutralen Betrachter erscheinen mag. Während die Anti-Bornis RP wohlwollend Kredit einräumen, wofür AB oder MB Häme kassiert hätten.

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    Antwort
  • Ich würde mich freuen, wenn wir im neuen Jahr wieder mehr auf die Inhalte der Kommentare eingehen und weniger auf den Schreibenden und die Frage was er für eine Intention hätte.

    Die Personalia Heise ist ja nicht verkehrt, die linke Außenbahn war schon eine echte Problemposition über die Hinrunde. Ob ein Spieler, der fast ein Jahr so gut wie nicht gespielt hat, sofort helfen kann wird man sehen.

    Aber für mich bleibt die Hauptfrage, was passiert im zentralen Mittelfeld? Hier hat in allen Spielen die Balance gefehlt, Behrens + Geis auf der 6 sind defensive zu schwach, dazu zu langsam und bei Behrens fehlt der Spielaufbau und so weit hinten kann er seine beste Qualität, die Torgefahr, kaum einbringen.

    Wenn Palikuca und Keller im Mittelfeld keine gute Lösung finden, werden wir bis zum Schluss gegen den Abstieg spielen.

    Mir persönlich wäre da ein neuer 6er sehr recht, der sollte lauf- und kampfstark sein und zumindest leidlich spielstark sein. Allerdings ist mir auch klar, dass solche Spieler nicht auf den Bäumen wachsen. Da bräuchte es wohl viel Geld, ob wir das haben weiß ich nicht.

    Wenn Heise an die Qualität in Dresden anknüpft, dann dürfte das Problem auf links gelöst sein, aber unser Hauptproblem, das Mittelfeld noch gar nicht.

    Warum wir jetzt noch einen offensiven Spieler zum Probetraining da haben, verstehe ich allerdings gar nicht. Wieviele Spieler brauchen wir da denn noch?

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    Antwort
  • Was ich nicht verstehe, wenn wir doch so ein LV Problem haben mit Nürnberger, Handwerker und Valentini jetzt auch noch Heise, was haben wir dann rechts? … da ist wohl kein Problem mit dem nie überzeugenden Sorg und Valentini (hat es da auch nicht sonderlich gut gemacht) ? … Was ist dann mit RV?

    Für mich war das Hauptabwehrproblem vor allem die IV ein gedankenversunkener Mühl und ein durchschnittlicher Sörensen, das war unser Problem und wurde ja wieder besser seit Margreitter wieder fit ist.

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    Antwort

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