Osnabrück-Fans: Konstanz, Galligkeit, heiße Atmosphäre – so können wir zu Hause jeden schlagen

Stimmen vor dem Spiel des 1. FC Nürnberg gegen VfL Osnabrück

Im Rahmen der Kooperation von Clubfans United mit Total beGlubbt hat sich Felix im Gegnergespräch mit Christoph unterhalten.

Wir fassen das Interview kurz zusammen, in voller Länge zu hören auf meinsportpodcast.de oder im Player am Ende des Artikels. Ebenso die offiziellen Pressekonferenzen aus Nürnberg und Osnabrück.

Das Interview

21. Spieltag 2019/2020
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Lass uns mit den offensichtlichen Dingen anfangen. Der VfL Osnabrück steht auf Platz 8 der Tabelle, hat aber auch nur 7 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wie sicher fühlt sich der Tabellenplatz an?

Das ist unser erstes Jahr in der 2. Liga und wir sind immer noch dabei uns in dieser Liga zurecht zu finden. Derzeit macht aber vor allem die spielerische Ausrichtung und die Einstellung der Mannschaft von Daniel Thioune Hoffnung, dass man die erstrebten 40 Punkte auch erreicht. Also mehr im Sinne von nur ’noch 13 Punkte auf die 40′.

Du hast also keine Angst, dass dieser Vorsprung trügerisch ist und man schneller als einem lieb ist wieder unten reinrutschen könnte?

Beim VfL muss man immer aufpassen, denn Osnabrück war auch schon in der 3. Liga eine Wundertüte. Aber bisher wirkt alles sehr stabil.

Lass uns ein wenig die Hinrunde rekapitulieren. Nach einem guten Saisonstart musstet ihr durch ein ziemliches Tal. 7 Spiele ohne Sieg führten zu einem Absturz auf den 15. Platz. Das Comeback war dann aber sehr beeindruckend. Ihr habt unter anderem Stuttgart und den HSV geschlagen und konntet am Ende mit Platz 6 in die Winterpause gehen. Wie hast du diese ersten 18 Spiele erlebt?

Der Sieg gegen Darmstadt hat Selbstvertrauen gegeben und das Gefühl, dass man in der Liga mithalten kann. Davor allerdings hatte man schon ein starkes Pokalspiel, bei dem man nur knapp Leipzig mit 2:1 unterlag. Es folgte die verdiente Niederlage in Nürnberg und eine zähe Phase. Vor allem in der Offensive hat es da gar nicht gut funktioniert. Erst in Regensburg haben wir uns bei miserablen Wetter trotz 0:2 Rückstand mit einem 3:3 befreit und sind in diese Highlight-Phase des letzten Jahres gekommen.

Der VfL hat entweder große Probleme ein Tor zu schießen oder es klingelt gleich richtig. Woran machst du das fest? Ist eine (zu) große Abhängigkeit von Marcos Álvarez vorhanden?

Wir sind schon abhängig von ihm. Gerade in Spielphasen, die auf der Kippe stehen, hat er seine Tore gemacht. Er hat aber auch viele Tore aus Standards gemacht, das sollte man bei der Statistik beachten. – Zur Ausgangsfrage: Wenn wir früh in Führung gehen können, können wir aus einer gesicherten Defensive mit schnellem Umschaltspiel agieren – und das können wir, denn wir haben giftige, schnelle Ballschlepper im Mittelfeld. Daher können wir mit einer Führung dann auch richtig ins Rollen kommen.

Es gab im Winter nur kleinere Änderungen im Kader. Wie würdest du die Winterpause beschreiben? Worauf lag der Fokus?

Schwerpunkt lag auf dem Offensivspiel, da wir defensiv schon sehr stabil waren. Da hat Daniel Thioune vor allem Torschüsse üben lassen und viel ausprobiert, gerade auch um offensiv nicht mehr so abhängig zu sein und flexibler zu werden. – Schaut man jetzt die ersten Ergebnisse an, war das ein doch unglückliches 1:3 gegen Sandhausen und ein umkämpftes 2:2 gegen Darmstadt. Beide Spiele in Unterzahl, wobei die Gelb-Rote gegen unseren Keeper schon kurios war. Aber es wäre sicher ein guter Ansatz gegen Nürnberg die Partie vollzählig zu beenden. Das wäre dem Spiel des VfL sicher zuträglich.

Wie zufrieden bist du mit dem Start nach der Winterpause abgesehen von den beiden Platzverweisen?

Nimmt man Heidenheim dazu vor der Winterpause, sind 1 Punkt natürlich in der Rückrunde zu wenig. Aber Darmstadt nehmen wir dennoch als Punktgewinn mit, gerade in Unterzahl. Man geht daher eher mit einem guten Gefühl der Hoffnung nun in die nächsten Spiele.

Lass uns auf das Spiel gegen den FCN blicken. Ihr seid heimstark. Die Defensive steht gut (9 Gegentore in 10 Spielen). Was macht den VfL Osnabrück zu einem unangenehmen Gegner an der Bremer Brücke?

Das stabile defensive Korsett mit einer guten Doppel-Sechs, auch wenn Blacha jetzt gesperrt ausfällt, das könnte ein Vorteil für Nürnberg sein. Aber unser Prunkstück ist auch Heyer, der neben Innenverteidiger auch außen spielen oder auf die Sechs gehen kann. Er könnte mit Taffertshofer die Doppel-Sechs und Führungsrolle übernehmen. Dazu zwei gute Außenverteidiger, die auch die ganze Saison schon relativ durchspielen. Gute Jungs mit Zweitligatauglichkeit. Aus diesem stabilen Korsett kann denn eben auch mal nach vorne die Post abgehen. – Personelle Konstanz, Galligkeit, heiße Atmosphäre zu Hause, Zweikämpfe, die auch mal hart am Mann sein können, und die positive Art von Daniel Thioune, die er auf Mannschaft und das ganze Stadion transportiert. So kann man jedes Heimspiel in der 2. Liga gewinnen.

Wenn man auf die Ballbesitzstatistik schaut, sieht man, dass Osnabrück zu Hause den Ball gerne dem Gegner überlässt. Auf der anderen Seite hat kein Team auswärts weniger den Ball in den eigenen Reihen als der 1. FC Nürnberg. Es könnte also eine eher seltsame Begegnung werden. Wie zuversichtlich bist du, dass ihr die Punkte zu Hause behaltet?

Als Fan bin ich immer Optimist. Aber wenn man sich die Spiele beider Mannschaften zuletzt ansieht, bei dem beide nicht unbedingt auf Ballbesitz aus waren, könnte es ein relativ zähes Ringen werden. Beide gehen auf Umschaltsituationen, aber wenn keine Mannschaft in Pressing-Fallen tappt und beide bei Ballbesitz lieber Vorsicht walten lassen oder auch mal lieber lange keult, wird das schon ein zähes Ding. – Den Fehler einer offensiven Grundausrichtung haben Stuttgart und Hamburg gemacht und sind dabei ziemlich hart ins offene Messer gelaufen. Der Club ist da gewarnt.

Lass uns noch kurz auf den Rest der Saison blicken. Was erwartest du für die verbleibende Spielzeit?

Ein frühzeitiger Klassenerhalt und damit Planungssicherheit für das nächste Jahr. Das ist meine Hoffnung und meine Erwartung, genährt auch durch die bisherige Saison. Klassenerhalt und ein paar Highlight-Spielen wie jetzt gegen den Club, tolle Mannschat, ein Verein mit klasse Tradition und vielen Auswärtsfans. Das wollen wir genießen.


Der Podcast in voller Länge

Audiolänge: 20:28 Minuten | Moderator: Felix Amrhein


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Steckbrief Clubfans United

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Foto: Clubfans United / Alle Rechte vorbehalten.

Das Interview führte Felix Amrhein mit Christoph für Total beGlubbt in Zusammenarbeit mit Clubfans United am 5.2.2020. Redaktionell zusammengefasst von Alexander Endl.

46 Gedanken zu „Osnabrück-Fans: Konstanz, Galligkeit, heiße Atmosphäre – so können wir zu Hause jeden schlagen

  • Ich habe eine Frage in die Runde:
    Weiß jemand den aktuellen Stand bei Virgil Misdijan?

    Man hört und sieht nichts von ihm seit dem Urteil im (ich glaube) September. Der Kreuzbandriss sollte doch langsam ausgeheilt sein.

    Viele Grüße

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    Antwort
  • Letzte Woche hat er auf Twitter ein Video von sich gepostet, da zeigt er, daß er schon wieder fleissig rumrennen kann. Aber war da nicht noch mehr kaputt, als „nur“ das Kreuzband?

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    Antwort
  • Schiedsrichter Reichel hat den VfL Sieg vs . HSV gepfiffen , den FCN noch nie.

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    Antwort
  • Da schließe ich mich an, bin gespannt wie heute ein Spiel aussieht von zwei Mannschaften die gerne dem Gegner den Ball überlassen. Sehe schon wie sie sich gegenseitig den Ball hinschieben . Nimm du ihn, Nein Du! Wir hatten ihn gerade schon ihr seit dran..

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    Antwort
    • Jahrgangslichtgestalt und Deutsch Leiste aber trotzdem Schwächen bei seid/seit?
      Nichts für ungut, Juwe.
      Tippe auf Tippfehler

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      Antwort
      • Kannst den Tipp- oder Schreibfehler behalten, wenns dir gut tut. Irgendwas zum Thema Fußball dabei?

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        Antwort
  • Woran liegt denn das nur, das der Club seit Jahrzehnten immer alle TV Kommentatoren gegen sich hat? Die Gegner sind immer viel besser, stark hochtalentiert, blafasel…
    Da war der Silberluchs nur die Spitze des Eisbergs, das zieht sich auch über alle Sender hin. Einzig Uli Pitofski fällt mirmit etwas Clubherz ein, sonst nada.

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    Antwort
  • Ach heute ists der Skysprecher mit dem Sprachfehler, der sieht immer den Klopp spielen statt des Clubs. 🙂

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    Antwort
  • Oliver, ja wie denn nun:

    Woschdsubbn reloaded, weil wieder möglich oder nur ein Eintagsfliegenversuch und doch Herbertgerbert.

    Woschdsubbn, da würd fei a Rugg durch den Blogg, den Glubb und sei (Schbiel-) Kuldur huschn.

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    Antwort
    • Gepaltene Persönlichkeiten, hier der Startrainer und Manager, der unverständlicherweise von den Kloppverantwortlichen bei der Postenvergabe immer übergangen wird, dort der Kloppfan, der diese Saison lieber vor als im Stadion die Bierstände erkundet.

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  • Wenn das Spiele in Osnabrück heute rum ist, kommt Bauer Hein Hinrichsen und schaut nach seinen Kartoffeln. Krasser Acker ist das da.

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    Antwort
  • Alle Achtung vor der Leistung des VfL Osnabrück und dessen Trainer. Mit einem doch eher guten 3. Ligakader, spielen die passablen 2. Ligafußball und könnten schon verdient 1:0 führen.
    Der Klopp spielt zwar defensiv stabiler, aber weist immer noch hier und da krasse Lücken auf und nach vorne wäre harmlos eine schamlose Übertreibung. Die Kloppoffensive war weniger als irgendwie vorhanden.
    Wenn das so weiter geht, können wir mit einem Punkt zufrieden sein. Ich befürchte aber eher eine 1:0 Niederlage.

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    Antwort
    • Der Klopp spielt heute sowieso ziemlich variabel. Plötzlich lag da ein Stuttgarter im Nürnberger Strafraum rum. Hat zumindest der Kommentator behauptet ???

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      Antwort
  • Schiri Reichel kleinlich unterwegs. 9 Fouls gegen FCN bis Minute 28 (!)
    Warun gibts Keinen Elfmeter ?
    Für mich klares Foul an Margreitter.
    Was ist mit VAR R. Kempter ?

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    • Foul an einem Nürnberger? Da ist doch gar nichts passiert! Ein Nürnberger fällt im Strafraum um, ein Osnabrücker zieht…

      Das lohnt nicht einmal einen Bericht! Schon gar nicht eine Intervention!

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      Antwort
  • Wenn Heise fit ist, würde ich ihn für Zrelak bringen, Hack nach rechts und Schleusener ins Zentrum schieben.

    Wobei: Wenn wir ohnehin keinen Ball haben wollen, könnten wir auch Lohkemper/Dovedan ins Sturmzentrum stellen, die wären noch mal flinker.

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    Antwort
  • Tooor! Aus dem Nichts! Ich glaube in der 53sten gab Geis in dem Spiel überhaupt den ersten Klopptorschuß ab, jetzt eine Quasikopie des 1:0 gegen Sandhausen, Kopfball vom kurzen Pfosten, aber durch Behrens.

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    Antwort
    • Ja, sehr! Auch wenn unser Käpt’n spielerisch nicht mehr der alte ist, seine Rübe ist immer noch erste Sahne!

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      Antwort
  • Ob Heise-Frey
    oder
    Handwerker-Behrens:

    Mit dem Club ist künstlerisch in der Offensive, wenn auch selten, wieder zu rechnen.

    Das wär was, wenn sie den 3er einpacken.

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    Antwort
  • Echt ein einseitiger Schiri, Osnabrücker stützt sich voll auf beim Kopfball und er lässt weiterspielen, umgekehrt gabs jedesmal Freistoss für die vom Kartoffelacker, schon bei der leichtesten Berührung.

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    Antwort
  • Ein zweites Klopptor würde dem Spiel gut tun, aber jetzt siehts wieder so aus, als müssten wir erst 53 Minuten auf den nächsten Torschuß unserer Farben warten.
    72ste Minute, wie siehts mal mit Wechseln aus, Herr Keller?

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    Antwort
  • Warum trainierte keiner unserer letzten Trainer denn ein Konterspiel? Wie die schon meist im Ansatz versemmelt und versimpelt werden!

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    Antwort
  • Ach Hack, musste das sein!? Jetzt ist er gesperrt. Sieg! Wer hätte das gedacht und wieder zu Null! Gratz!!

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    Antwort
    • Der Club wäre gern so erfolgreich wie die der Verein aus Monaco.
      Der Kommentar beim FC Monaco nach einem solchen Spiel würde wie folgt lauten:

      Der Favorit kam souverän zu einem ungefährdeten Auswärtssieg, der am Ende noch deutlich höher hätte ausfallen können.

      Danke Club.
      Das gibt noch mehr Luft.
      Drei der letzten vier Ligaspiele zu Null gewonnen. Darauf lässt sich aufbauen.

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      Antwort
    • Ein Unentschieden wäre gut, dann wären die Färdder noch in Reichweite und nur 7 Punkte weg.

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      Antwort
  • Ich bin auch heilfroh, daß man jetzt schon mal 5 Punkte auf die Abstiegsränge legen konnte. Das war ja vor Weihnachten nicht mehr auszuhalten mit dem Unglück und Pech. Ich denke Keller hat das richtig Konzept gefunden für den Moment

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    Antwort
  • Konnte leider das Spiel nicht sehen. Egal wie es war, einfach ein erleichtertes Jaaaaaaaaaaa. Freue mich riesig. Weiter so!

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    • Ich freu mich auch.
      Aber so wirklich ärgern muß man sich nicht, wenn man das Spiel nicht gesehen hat. Da reicht auch eine Zusammenfassung. Allerdings ist es in der aktuellen Situation auch nicht notwendig schön zu spielen.

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  • Ja, überflüssig: aber ehen wir es positiv. So ist er wenigstens nicht gleichzeitig wie Frey gesperrt, der ja auch schon 4 Gelbe hat…kann Dovedan das Kapitel „ausgerechnet“ weiter schreiben…

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    Antwort
  • Boah, was ist nur mit Werder los? Da wird Kohfeld bald nicht mehr zu halten sein. Sehr schade, den halte ich für authentisch. Irgendwie erinnern die mich an den aktuellen Club, deren Kader scheint eigentlich auch viel zu gut für einen Abstieg zu sein.

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  • Erleichterung ist das richtige Wort , freu mich aber erst richtig wenn Klassenerhalt fix.
    Allerdings sollte es für den FCN möglich sein auch Teams wie SVS , Osnabrück und Aue hinter sich zu lassen und frühzeitig vor Spieltag 32 ( Wehen(a),VfB(h),Kiel(a)) 40 Punkte erreichen .
    Einstelliger Platz in Abschlusstabelle wäre für Fernsehgelder Tabelle wichtig.

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    • Ich glaube wenn nicht wieder so unfassbares Pech passiert wie 4 verletzte Torhüter + 1 Trainer der einfach nicht paßt (ok das war kein Pech) bin ich sicher, daß wir im Mittelfeld sogar oberen Drittel landen werden. Keine Gedanken muss man sich mehr für ganz oben machen, die drei geben zuviel Gas und sind weg, das ist klar. Aber man könnte unter Wettkampfbedingungen den Ernstfall für nächstes Jahr üben, wenn dann auch HSV und Stuttgart nicht mehr in der 2. Liga sind. Habe auch von Keller einen guten Eindruck, daß er viel besser zur Mannschaft paßt.

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