Ist Christian Mathenia der „schwächste Stammkeeper“ der Zweiten Liga? – Eine Datenanalyse #FCN

Der kicker ließ in der letzten Woche aufhorchen, indem er – mitten in die Zwangspause hinein – die „Problemzone Tor“ beim FCN ausmachte.

Das ist angesichts von fünf verschiedenen in Pflichtspielen eingesetzten Torhütern allein schon personell nicht völlig von der Hand zu weisen. Gleichzeitig attestierte das Fachblatt Christian Mathenia, ob der Quote gehaltener Bälle (Opta: 56,1%) und eines Kicker-Notenschnitts (3,41), „auch statistisch gesehen der schwächste Stammkeeper in der 2. Liga“ zu sein.

Der derart beschriebene durfte sich tags darauf in der BILD-Zeitung zur Wehr setzen und gab zu Protokoll: „Aus Statistiken mache ich mir nichts. Ich bin schwer in die Saison gekommen und hatte sicher auch meinen Anteil daran, dass es bei uns anfangs nicht so lief. Doch aus meiner Verletzung bin ich gestärkt zurückgekommen und habe meine Leistung stabilisiert. Die Meinung, dass wir im Verein ein Torhüterproblem haben, teile ich deswegen nicht.“

Die möglichen Parameter

Auch wenn Mathenia sich nichts aus Statistiken macht, stellt sich durchaus die Frage: Kann man sich mit Hilfe von Daten der Frage nähern, ob der FCN ein Torwartproblem hat? Fürs Torwartspiel gibt es einige statistische Parameter, die relativ gut messbar sind: Der erwähnte Anteil an gehaltenen Bällen, das was im Eishockey die „Save Percentage(Sv%) ist, gibt einen ersten Indikator. Allerdings ist es ein Unterschied, ob die Schüsse aus 30 Metern ohne Geschwindigkeit ankommen oder vom freistehenden Stürmer abgegeben wurden.

Analog zu den expected Goals (xG) gibt es daher für Torhüter einen Wert, der angibt, wie viele Gegentore auf Grund der Chancenqualität zu erwarten gewesen wäre: Die expected Conceded Goals (xCG). Zieht man nun die tatsächlichen Gegentore (CG) von den xCG ab, erhält man den Wert an Toren, die ein Torhüter statistisch zu viel oder zu wenig kassiert hat. Abgekürzt wird dieser Wert ΔxCG. Der Wert ist nicht völlig störungsfrei, da natürlich der Torwart nicht für jede vom Stürmer vergebenen Chance verantwortlich ist. Allerdings fließen in die xCG im Gegensatz zu den xG nur Schüsse aufs Tor ein. Geblockte Schüsse und Schüsse neben das Tor werden hier nicht gewertet.

Eine einfache Visualisierung des ΔxCG kann man per Streudiagramm herstellen. Jeder Torwart, dessen Wert über der Ursprungsgerade liegt, hat dann weniger Tore kassiert als er statistisch hätte müssen. Weiterführend kann man das ΔxCG auch einsetzen, indem man es nutzt, um den Anteil der gehaltenen Schüsse (Sv%) zu hinterfragen. Setzt man Sv% und ΔxCG ins Verhältnis lässt sich – mit allen Problemen, die beide Werte mit sich bringen – erahnen, inwiefern ein hoher bzw. niedriger Anteil an gehaltenen Schüssen vor allem daran lag, dass die Schüsse ungefährlich bzw. gefährlich waren.

Ein anderer Wert, der ein Indiz sein kann, ist die Anzahl der Paraden pro Gegentor (Sv/GA). Damit ermittelt man quasi die Zahl der Schüsse, die man im Schnitt aufs Tor abgeben muss, ehe man den Torwart einmal überwindet. Der Wert lag in den großen fünf Ligen (Premier League, La Liga, Bundesliga, Serie A, Ligue 1) im vergangenen Jahr bei 2,43. Auch diese Zahl unterliegt – wie die „Save Percentage“, schließlich ist Sv/GA nur der Kehrwert der nicht parierten Bälle – natürlich der Einschränkung, dass dies nichts über die Schussqualität aussagt. Ins Verhältnis zu den Schüssen, die ein Torwart pro Spiel aufs Tor bekommt (Sv/90), gesetzt, kann man aber zumindest erkennen, bei wem eine hohe Anzahl an Paraden nur daran liegt, dass er viele Schüsse aufs Tor bekommt und wer auch wirklich schwer zu bezwingen ist.

Die Diagramme

Alle im Folgenden verwendeten Daten stammen von Wyscout, sie weichen daher etwas von denen von Opta (Kicker) oder Sportec (DFL) ab, sind aber in sich schlüssig. Für die Visualisierungen gilt: Um in die Grafik aufgenommen zu werden, muss ein Torwart mindestens 1000 Einsatzminuten in der Liga in der Saison 2019/20 haben. Alles darunter liefert zu viele statistisch irrelevante Ausreißer. Es fließen, um Vergleichbarkeit zu schaffen, auch nur Ligaspiele in die Darstellung ein. Ebenso wird deshalb mit Werten pro 90 Minuten gearbeitet und nicht mit absoluten Zahlen. Die Farben der Punkte stehen für unterschiedliche Ligen, um nicht zu viel Lärm in den Diagrammen zu haben sind nur ausgewählte Datenpunkte beschriftet. Wer Fragen zu einzelnen unbeschrifteten Datenpunkten hat, darf diese gern in den Kommentaren stellen.

a) CG-xCG

Die Grafik zeigt, dass sich relativ viele Torhüter in der Nähe der Ursprungsgerade ballen. Liegt ein Punkt auf dieser Geraden heißt es, dass der Torhüter so viele Gegentore kassiert hat, wie auf Grund der Chancenqualität zu erwarten war. Liegt der Punkt über der Geraden, so hat der Torwart weniger Treffer kassiert als man hätte erwarten können, liegt er darunter hat er mehr Tore gefangen als der Erwartungswert. Je weiter weg von der Ursprungsgerade der Punkt liegt, desto mehr Abweichung vom expected Goals Wert ist festzustellen.

Man sieht, dass Mathenia unter der Gerade liegt, sein ΔxCG pro 90 Minuten liegt bei 0,17, d.h. ungefähr jedes fünfte Spiel kassiert Mathenia ein Tor, das nicht hätte sein müssen. Damit ist er – wie man sieht – durchaus in prominenter Gesellschaft: Roman Bürki (Dortmund), Timo Horn (Köln) oder Kepa (Chelsea) liegen sogar noch weiter unter den zu erwartenden Gegentoren. Jiri Pavlenka (Bremen) hat den europaweit schlechtesten Wert mit einem ΔxCG von -0,61 pro 90 Minuten. In der Zweiten Liga haben mit Kevin Broll (Dresden) und Gregor Kobel (Stuttgart) zwei Torhüter ein größeres negatives ΔxCG.

Auf der Positivseite liegen Spieler wie Predrag Rajkovic (Reims), der an anderer Stelle nochmals auftauchen wird, Timo Königsmann (Waldhof Mannheim) und Philipp Kühn (Osnabrück). Den besten Wert in den Top 5 Ligen hat der nicht im Diagramm auftauchende Vicente Guaita (Crystal Palace) mit einem ΔxCG von 0,39. Der letzte Clubtorwart mit einem klar positiven ΔxCG war übrigens Fabian Bredlow in der Aufstiegssaison 2017/18 mit einem Wert von 0,22. Christian Mathenia lag in der Bundesligasaison allerdings auch knapp im positiven Bereich mit 0,03.

b) Sv/CG – Sv/90

Hier erkennt man zwei Dinge in Sachen Mathenia: Er bekommt verhältnismäßig wenige Bälle aufs Tor – kein Team in Liga Zwei lässt weniger Schüsse zu als der FCN – und er muss relativ häufig hinter sich greifen im Verhältnis zu den Paraden. Gepaart mit der Erkenntnis aus der ersten Grafik zeigt sich, dass hier durchaus Verbesserungspotential besteht. Man sieht auch hier eine Ballung so im Bereich 3,0/2,5, von der Mathenia erneut ein ganzes Stück entfernt ist.

Gleichzeitig setzt sich bei einigen anderen außer Mathenia auch der Trend fort: Kepa, Bürki, Horn und Pavlenka tauchen auch hier weit unten bei den y-Werten auf, Rajkovic, Königsmann, aber auch Szecsny (Juventus) und Alisson (Liverpool) dagegen relativ weit oben.

c) ΔxCG-Sv%

Das Diagramm ist die logische Kombination aus den Daten aus den ersten beiden Diagrammen. Mathenia hat eine schwache Fangqoute und lässt mehr Tore als der Erwartungswert zu, also steht er auch hier weit links und relativ weit unten im Koordinatensystem. Außerdem findet er sich auch hier weit weg von der Mitte, wo sich viele Torhüter ballen. Auch die Namen in der näheren Umgebung sind inzwischen alt bekannt.

Auch die Torhüter mit den guten Werten in dieser Saison sind keine Überraschung mehr. Predrag Rajkovic hat europaweit die beste Sv% mit 81,3%, weshalb er neben den neun Torhütern mit dem höchsten Marktwert hier aufgeführt wird. Der 24-jährige Serbe, der vor fünf Jahren bei mehreren deutschen Vereinen (Augsburg, Hamburg, Leipzig) im Gespräch war, dürfte sich mit den Leistungen in dieser Saison wieder in die Notizbücher einiger Topvereine gespielt haben. Ähnliches gilt – auf niedrigerem Niveau auch für Timo Königsmann. Der 23-jährige Ex-Fürther ist einer der Gründe, warum Waldhof Mannheim bei Saisonunterbrechung auf einem Aufstiegsrang stand.

Fazit

Anhand der Daten zeigt sich zumindest, dass Mathenia in dieser Saison zu den schwächeren Stammtorhütern der Liga gehört. Inwiefern diese Leistungen von der Abwehr, hinter der Mathenia spielt, beeinflusst werden, lässt sich natürlich nur partiell erkennen. Die Tatsache, dass der Club zwar die wenigsten Schüsse zulässt, aber die Schüsse der Gegner den durchschnittlich höchsten xG-Wert aufweisen, spricht zumindest dafür, dass nicht alle Schuld beim Torwart liegt.

Gleichzeitig lässt sich Mathenias Aussage, dass er seit seiner Rückkehr besser im Tritt ist, statistisch teilweise untermauern. Das ΔxCG/90 liegt nur bei -0,03 (-0,28 in der Hinrunde). Gleichzeitig ist die Sv% schwächer geworden (von 64% auf 56%). Das bedeutet, dass er mehr schwer zu haltende Bälle aufs Tor bekommen hat, aber insgesamt näher am zu erwartenden seine Leistung erbringt.

Das gilt auch beim Blick auf die gesamte Karriere. Zwar hatte Mathenia meist bessere Fangquoten als in dieser Saison, seine Bilanz in Sachen ΔxCG/90 sah in den letzten fünf Jahren je zweimal besser und zweimal schlechter aus als in dieser Spielzeit. Im Vergleich mit den Konkurrenten im aktuellen Kader steht Mathenia übrigens noch am besten da, alle anderen haben noch schwächere Werte vorzuweisen.

Der beste in den letzten fünf Spielzeiten: Raphael Schäfer 2015/16. Seine Werte aus dieser Saison und der darauffolgenden genau wie die von Fabian Bredlow 2017/18 und 2018/19 im Vergleich zeigen aber auch wie sehr Torwartleistungen Fluktuationen unterliegen und beide Fälle legen zumindest den Verdacht nahe, dass es die statistische Werte des Torwarts auch den Schwankungen durch die Aktionen der Vorderleute unterliegen. Die Problemzone des FCN ist also wahrscheinlich nicht das Tor speziell, sondern die Defensive allgemein.

24 Gedanken zu „Ist Christian Mathenia der „schwächste Stammkeeper“ der Zweiten Liga? – Eine Datenanalyse #FCN

  • Sehr interessant, Danke!

    Wahnsinn, was es alles für Statistiken gibt. Bestärkt mich aber in meiner Meinung, dass Rapha Schäfer ein hervorragender Keeper war, nicht nur in seiner Kerndisziplin (Halten), sondern auch als Leader.

    Und er war 2015/16 der weltbeste Torhüter! 😉
    Da liegt er ja sogar besser als die aktuell besten!

    Mathenia ist kein Schlechter, aber er ist zu stark von der Gesamtverfassung der Mannschaft abhängig. Er ist leider keiner, der die anderen aufrichtet, sondern passt sich an.

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    • Achja, in der Castrol-Statistik damals war das? Da war er einige Zeit lang der beste deutsche Torhüter bzw. belegte da immer vordere bis sehr gute Plätze wenn man die Torhüter nach Nationalität filterte.
      Nach was auch immer die Castrol Statistik geführt wurde, hoffentlich brauchte sein Lambo nicht soviel Öl?

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      • Ich meinte eigentlich die ΔxCG-Sv% – Auswertung. Wenn Du den Schäfer von 2015/16 in die aktuelle Welt-Grafik einfügst, stiehlt er allen die Show. Da liegt er höher als Kolke und weiter rechts als Rajkovic.

        Statistisch weltbester Torhüter eben 😉

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  • Ein Torwart ist schon sehr stark von seinen Abwehrreihen abhängig und vor allem eingespielt zu sein mit seinen Vorderleuten unter Canadi die vielen Wechselspielchen 3er u. 4er Kette mit unterschiedlicher Besetzung ich finde das wirkt sich aus, klar der ein oder andere Kracher, den er sich geleistet hat war schon dabei. In der Bundesligarückrunde wurde Mathenia auch erst stark nachdem Schommers die Abwehr begradigt und gestärkt hat. Ich glaube die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte

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  • Ein Mängel an der Statistik ist sicherlich, dass die Qualität der Chancen nicht bewertet werden kann, bzw. die Qualität der Parade.

    Streng genommen müsste man die unhaltbaren Schüsse aus der Wertung nehmen. Gerade wir haben ja eine relativ hohe Anzahl an Sonntagsschüssen bei unseren Gegentoren, die man dem Torhüter nicht anlasten kann. Könnte man das berücksichtigen, stünde Mathenia vermutlich noch ein wenig besser da.

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  • Mathenia fand ich als Verpflichtung ok, durchaus gut für unsere Verhältnisse – aber warum man ihm nach einem überdurchschnittlichem Jahr (im Abstiegskampf kann man als Underdog im Übrigen eher leichter glänzen, weil die Erwartungen niedrig sind und die zu haltenden Bälle viele) gleich einen Renten-Vertrag gegeben hat, verstand ich schon damals nicht wirklich.

    Betrachtet man rückwirkend die Keeper nach Rapha (inkl. das Blazek Intermezzo), ist in Nürnberg vielleicht gar nicht so sehr Talent oder Qualität der Keeper im Vordergrund, sondern mentale Stärken wichtig. Ob Kirschbaum, Rakovsky oder zuletzt Bredlow wie historisch besagter Blazek oder Kampa: Die Keeper waren in Nürnberg stets Underperformer. Und das hängt durchaus auch mit der doch sehr kritischen Haltung im Umfeld gegenüber Torhütern und dem Anspruchsdenken zusammen. Da wiegt das Erbe von Kargus/Köpke eben schwer.

    Selbst Schäfer stand ja fast durchgehend in der Kritik (Schäfer-Faust), der war nur so von sich selbst überzeugt, dass er alles von sich abprallen ließ. Wer die Liebe und Rückendeckung aus dem Umfeld braucht, hat in Nürnberg einfach einen schweren Stand.

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    • Aber sogar Schäfer zeigte sich beeindruckt, als er aus dem Umfeld massive Ablehnung erfuhr. In seiner Zeit in Stuttgart war er auch deutlich fehlerhafter als bei uns. Psyche scheint für einen Torwart überaus wichtig zu sein.

      P.S. welcome back, Alexander! Wo warst Du so lange? 😉

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    • Dass Schäfer alles von sich abprallen ließ, kann ich bezeugen 😉 😀

      Und du hast völlig recht, einen stabilen Torhüter hatten wir in all den Jahren nicht – allerdings haben die meisten davon weder davor noch wirklich besser gespielt, insofern können die nicht an der Erwartungshaltung gescheitert sein.

      Mathenia hat mich letztes Jahr positiv überrascht, vom Auftreten her gibt er mir das beste Gefühl seit… well, seit ich den Club verfolge. Vom Können her wird er mit Schäfer auf einer Stufe stehen, nur ohne dessen eklatante Schwächen bei Standards in den Fünfer.

      Das Problem sehe ich aktuell nicht in Mathenia, sondern hinter Mathenia. Die Verpflichtung von Klandt habe ich nie verstanden (zudem jetzt mit der schwerer Verletzung), Lukse war mäßig und ist viel zu oft verletzt, Willert ist leider nicht gut genug, Dornebusch ist mir sympathisch, aber auch nicht wirklich gut genug und Wendlinger soll der talentierteste sein, aber war halt auch ewig verletzt und zwar mit einer Geschichte, die immer mal wieder aufbrechen kann…

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      • Mathenia hat mich letztes Jahr positiv überrascht, vom Auftreten her gibt er mir das beste Gefühl seit… well, seit ich den Club verfolge. Vom Können her wird er mit Schäfer auf einer Stufe stehen, nur ohne dessen eklatante Schwächen bei Standards in den Fünfer.

        Keine Frage, Mathenia hat das Potenzial eine Mannschaft im Abstiegskampf zu stützen und hat gegen den Ball seine Stärken. Wenn man aber – da sind wir wieder bei der Philosophie – perspektivisch einen schnellen, attraktiven Fußball spielen lassen will, dann wäre sogar ein Bredlow noch interessanter gewesen. Daher: Mathenia jetzt gut, morgen auch noch, aber gleich 5 Jahre? Da wäre mir ein spieleröffnender modernerer Torwart, den man aufbauen kann, auf Sicht lieber gewesen.

        Aber das ist jetzt natürlich sehr trocken formuliert und soll den Faktor Mensch nicht gänzlich vernachlässigen. Wie bei Schäfer ist nicht immer das am Besten, was man sich wünscht…

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        • Wollte man schnellen, attraktiven Fußball zeigen? Dann wäre die Canadi-Verpflichtung die gröbere Fehleinschätzung als der Vertrag für Mathenia. Ich sehe unsere ganze Hintermannschaft nicht so aufgestellt, dass wir das Spiel schnell machen könnten, insofern verkrafte ich das auch auf der Torhüter-Position. Zumal ich keinen (für uns) verfügbaren Torhüter sehe, der es wesentlich besser machen würde.

          Bredlow hat definitiv Vorteile, aber ein Torhüter, der regelmäßig haltbare Tore kassiert und sichtlich daran zu kauen hat, bringt dich halt nicht weiter, egal in welcher Liga. Den Aufstieg hatten wir ja eher der Abwehr zu verdanken, nicht Bredlow.

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          • Ja, man weiß es wirklich nicht mehr so genau, was der FCN eigentlich für einen Fußball will. Köllner wollte Ballbesitz, Schommers irgendwas mit kompakt und über die Außen, Canadi schnelles Umschalten und Pressing, Palikuca die schnellste Offensive der Liga – das ändert sich so schnell, da kommt man samt Kader gar nicht mehr mit. :mrgreen:

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            • Man darf nicht vergessen, Ballerorberung und schnelles Umschaltspiel ist ungefähr genau das, was alle spielen wollen. Also eine neue Spielidee wärs nicht.

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        • Ergänzend, nicht erwidernd: Einen Torwart, der schnell reagiert, stark im Eins gegen Eins ist, sicher die Flanken pflückt und noch dazu eine sehr saubere Spieleröffnung besitzt, den wird sich der Club schwer leisten können. Das wäre so etwas wie eine Tor hütende, haltende, eierlegende Wollmilchsau. Da müsste man wohl Prioritäten setzen, wie du auch andeutest. Und da bin ich eher konservativ.

          Zur „Spielidee“: Vermute, dass Keller einen Fußball mit Ballgewinn und schnellem Spiel nach vorne plant. Hat gegen Heidenheim anfangs gut geklappt, defensiv zumindest. Nur, die Mannschaft spielt sehr unkonzentriert nach vorne und trifft dabei teilweise haarsträubende Entscheidungen.

          Läuft zu oft so (leicht übertreibend, beispielhaft): Ballgewinn, Probleme bei der Ballannahme, dann folgt der Pass in den Rücken des nachrückenden Mitspielers, der den Ball annimmt, lange guckt, manchmal trotzdem die Option für den effektiven und einfachen Pass hat, um dann in einen Pulk von Gegenspielern einzubrechen und dann wieder den Ball zu verlieren. Was das anbelangt, ist Herr Frey ein Spezialist.

          (Bin begeistert, dass es wieder um Fußball geht)

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          • Es gab eine Zeit, da hätte ich Riemann geholt, als er gerade ablösefrei war. Der wäre besser in der Eröffnung und war stets bezahlbar. Der hatte zwar auch seine schwächeren Spiele, aber wenn man die Statistiken sieht, wäre es ein guter Griff gewesen.

            Jetzt müssen wir halt diesen Königsmann holen. Aber der ist bestimmt schon bei einem Major-Bundesligisten auf dem Zettel. So eine Performance bleibt ja nicht verborgen…

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    • Zum Torwart gehört immer auch ein TW – Trainer – und da sehe ich vielleicht sogar ein größere Diskrepanz.
      Mix Fuchs und Adam Matysek waren da jedenfalls auf einem anderen Level tätig…und das ganz ohne spezielle Trainingsbrillen oder anderen technischen Schnickschnack…

      Ja, allmächt! Das habe ich mir auch gedacht, als ich vom Rentenvertrag gelesen hatte. Besonders das letzte Spiel in Freiburg hat den sehr ordentlichen Gesamteindruck getrübt und gezeigt, dass im Torwartspiel auch eine Menge „Show“ versteckt sein kann. Dies sieht man aber nur, wenn man halt genauer hinschaut…

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  • Der Torwart hat dem Club schon so manchen Abstieg in die 2. Liga erspart. Wenn man da an Kargus oder Köpke denkt.

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    • Kargus war damals wirklich unfassbar, zeitweise wie von einem anderen Planeten! Er hat wirklich den Abstieg im Alleingang verhindert. Köpke war Weltklasse, keine Frage. Doch wir stiegen trotz seiner Wahnsinnstaten mit ihm ab. Der beste Torwart reicht eben nicht aus, wenn die Defensive vor ihm regelmäßig grob patzt! Und böse Defensivböcke hat es beim Club dies letzten 1,5 Jahre nun wirklich genug gegeben.

      Was ich sagen will ist, dass wir auch mit Neuer im Tor abgestiegen wären und diese Saison kein Aufstiegskandidat wären!

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      • Natürlich wären wir mit einem super Torwart auch nicht aufgestiegen. Und die Abwehr letztes Jahr, oder sagen wir mal die ganze Mannschaft letztes Jahr war eine reine Katastrophe. Immer diese Absacker in der zweiten Halbzeit, das war schon krass. Wenn ein Verein wie der Club in der 1. Liga spielt und das Geld ist knapp, dann ist aber der Torwart der wichtigste Spieler, da er manchen Punkt sichern kann. Vorausgesetzt natürlich die Mannschaft selber ist zumindest erstligatauglich.

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  • Ich erlaube mir mal das Thema zu wechseln: Tobias Kraulich
    Befasst sich der Vorstand, Palikuca eigentlich auch mal mit dem Spieler Kraulich, der jetzt noch in der 2. Mannschaft spielt und bei einer Reihe von Zweitligaclups schon auf dem Einkaufszettel stehen soll?
    Technisch sehr beschlagen, Linksfuß, 1,93 groß, 21 Jahre alt,robust (alle 23 Spiele durchgespielt)
    Wäe es nicht gut für uns diesen Spieler zu erhalten, ihm einen Vertrag zu geben?
    Was ist Eure Meinung? Würde mich interessieren.

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