Mission Ligaerhalt

Die Bundesliga und 2. Liga starten am 16. Mai wieder in den Spielbetrieb. Das Saisonziel ist formuliert: Wirtschaftlich überleben. Mögen die Spiele beginnen.

Anfang März sollte in Hamburg ein Spiel stattfinden, der 1. FC Nürnberg beim FC St. Pauli antreten. Bis auf den Tabellenstand und den schalen Eindruck, dass es nicht gerade rosig um den FCN bestellt war, ist tatsächlich wenig an Details rund um das Spiel noch präsent. Mit einer 0:3 Pleite hatte man gerade im Heimspiel gegen Hannover die Hoffnung auf eine doch noch ruhige Saison relativ schmerzhaft ad acta legen müssen. In den Stadien war die Stimmung angespannt, die Causa Hopp führte fast zur Zerreißprobe – die Fan-Proteste richteten sich gegen den Fußball-Kommerz, der wehrte sich und zog die Ethik-Karte, um den aus ihrer Sicht zu Unrecht stigmatisierten zu schützen – und machte am Ende alles nur noch schlimmer. Schön war was anderes. Vermisst hat man das alles auch nicht wirklich. Aber als Fan ist man ja Kummer gewohnt, zumindest Fans von Vereinen wie den Club.

Neue Normalität – Vorreiter Fußball

Knapp zwei Monate später ist die Welt eine andere. Man sucht nach „neuer Normalität“ in einer weltweiten Pandemie, die wie ein Tsunami über die Gesundheitssysteme und Wirtschaftsräume hinwegfegt. Arbeit, Schule und Freizeit, wie gemeinsam Fußball gucken in Kneipe oder Stadion – ein Alltag wie er gerade noch so alltäglich war wird auf absehbare Zeit Vergangenheit sein, vielleicht auf lange. Doch das Leben muss weitergehen, will weitergehen. Die Rufe nach Lockerungen der Maßnahmen ist schon laut noch bevor das erste Medikament, der erste Impfstoff überhaupt am Horizont erscheint. Vielleicht ist es die rebellische Natur des Menschen, die gegen Restriktionen aufbegehrt. Vielleicht ist es auch das symbolische Ringen gegen die Realität. Den Fußball zum Vorreiter zu machen ist es ganz sicher.

Fußball ohne Zuschauer kann keine Normalität sein. Ebenso wenig ist es am Ende sportlich fair, wenn man Teams in einem Parforceritt in mehreren englischen Wochen am Stück antreten lässt. Die Teams hatten nicht die gleichen Möglichkeiten der Vorbereitung noch sind sie in ihrer Kaderbreite dafür aufgestellt, wenn man nicht gerade international aktiv war. Der Wegfall des Heimvorteils des 12. Mannes muss man auch in die Waagschale werfen, trifft er sicher limitierte Teams mehr, denn ihr Bedürfnis über sich hinauszuwachsen dürfte von Außen motiviert stärker veranlagt sein als intrinsisch.

Nackte Existenzangst – auch beim FCN?

Wenn gesundheitliche Vernunft, das Signal an die Gesellschaft und sportliche Fairness wenigstens fragwürdig erscheint, was bewegt dann den Fußball sich in ein Risiko zu stürzen, das bei einem Fehlschlag weitreichende, und – wenn gesundheitliche – fatale Folgen haben kann? Die Antwort: Nackte Existenzangst. Und zu den am ärgsten bedrohten Vereinen zählt nach einer Studie der Handelshochschule Leipzig (HHL) hier auch der 1. FC Nürnberg (Quelle: sportschau.de) (Anm.d.Red.: Zwischenzeitlich als „kommunikatives Missverständnis“ revidiert).

Der Kommerz fordert seinen Tribut, sonst frisst er seine Kinder. Mag es nette, wenn auch moralisch fragwürdige Nebeneffekte haben, wie dem vom Social Distancing statt Bierdusche aus dem Oberrang malträtierten Fußball-Fan ein wenig Brot und Spiele zu bescheren, und mag es sportlich etwas fairerer erscheinen als eine Entscheidung am grünen Tisch, so soll die Saison doch letztendlich nur deswegen zu Ende gebracht werden, um ein System zu retten, das nur noch von den ausstehenden TV-Gelder künstlich am Leben erhalten werden kann.

Das Für und Wider kontrovers zu diskutieren ist das eine, Entscheidungen zu fällen und für die Folgen Verantwortung zu übernehmen etwas anderes . Dies zugrundegelegt fällt der Blick auf Sonntag auch divers aus. Gelingt es im Rahmen des Sicherheitskonzepts die Risiken unter Kontrolle zu halten, dürfte die Liga finanziell mit einem blauen Auge davonkommen – fürs erste. Dass dabei vielleicht die Chance vertan wurde tiefgreifende Reformen anzustoßen, wie die Einführung eines Salary Cap oder liga-übergreifend Beschränkungen von Transfersummen, wird nur echte Romantiker frustrieren, denn die Aussichten darauf waren nie sonderlich realistisch. Solange die, die am meisten von einer finanziellen Vormacht profitieren auch den größten Einfluss haben, wird sich ein System nicht ändern.

Regeländerungen möglich

Ein Ausblick auf einen Spieltag ohne den Blick auf den Sport wäre unvollständig. Tatsächlich sind einige Regelvariationen durchaus im Bereich des Möglichen. Das veränderte Wechselkontingent bspw., das von der UEFA in Aussicht gestellt wurde und bis zu fünf Wechsel erlaubt, allerdings in maximal drei Wechselfenstern. Die Erlaubnis von mobilen Kommunikationsmitteln für Trainer. Vor allem aber die mögliche Aussetzung des zuletzt doch sehr polarisierenden VAR dürfte spannend sein – und ob diese Rückkehr zur höheren Fehlbarkeit der Schiedsrichter tatsächlich wieder zu mehr Fußballgenuß ohne Unterbrechungen oder Fußballfrust führen wird. Entschieden ist da allerdings noch nichts.

Spekulative Spieltagsprognosen

Und ganz am Ende darf natürlich auch nicht der Blick auf die Mannschaften und das Spiel fehlen. Ob die Pause am Ende eher St. Pauli oder dem FCN gedient hat, ob das Spiel ohne Kulisse den Druck nimmt oder die Rückendeckung fehlt – all das kann derzeit schlicht kein Mensch verlässlich beantworten. Welche Auswirkungen auf das Leistungsvermögen diese besonderen Umstände auf die einzelnen Mannschaften haben, wird man de facto erst rückblickend gewinnen.

Wahrscheinlich ist, dass sich höhere Qualität stärker bemerkbar macht, Fußball unter Laborbedingungen quasi. Auch ein breiterer Kader dürfte von Vorteil sein. Entsprechend könnte der Club auch mit seinen Rückkehrern, namentlich Mavropanos genannt, einen kleinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben. Auch ein Heimbonus ist trotz leidenschaftlichem Fan-Support in dieser Saison noch nicht feststellbar gewesen (15. Platz der Heim-Tabelle). Allerdings sind Selbstvertrauen, Eingespieltheit und ein intaktes Mannschaftsgefüge eben auch nicht zu unterschätzen – und all dies hat sich beim Club bis dato nicht nachweislich eingestellt.

Zwischen Hoffen und Bangen

Der Ball rollt bald wieder – wenn nichts mehr dazwischen kommt. Und auch Clubfans United wird seinen Betrieb hier wieder hochfahren. Und natürlich ist da auch ein ganz klein wenig Vorfreude, Spannung und Neugier darauf, wie sich das alles entwickeln wird. Trotz nicht zu leugnendem fränkischen Pessimismus nebst vorhandener Larmoyanz. Aber eben verbunden mit einem ganz großen Wunsch: Bleibt vernünftig, als Spieler aber auch als Zuschauer, auch indem man Social Distancing ernst nimmt, gerade im privaten Bereich. Denn wirklich wichtig ist am Ende nur eines: Bleibt gesund!

72 Gedanken zu „Mission Ligaerhalt

  • >das nur noch von den ausstehenden TV-Gelder künstlich am Leben erhalten werden kann.

    Wenn dir jetzt ein Lieferant eine Ware liefert, die du vor Ausbruch der Krise bestellt hast, und du ihn wie vereinbart dafür bezahlst, hältst du ihn dann künstlich am Leben?

    > Dass dabei vielleicht die Chance vertan wurde tiefgreifende Reformen anzustoßen, wie die Einführung eines Salary Cap oder liga-übergreifend Beschränkungen von Transfersummen, wird nur echte Romantiker frustrieren

    Wer dafür ist, ist vieles, aber sicherlich kein Fußball-Romantiker. Im Fußball gab es immer den Leistungsgedanken, wenn man jetzt künstlich eingreift und Paderborn mit dem gleichen Budget wie die Bayern ins Rennen schickt, egal ob 10.000 oder 70.000 im Stadion sitzen, egal ob vor dem Fernseher weitere 10.000 oder eine Million Leute zusieht, dann hat das doch auch nichts mit dem Fußball zu tun, den wir sehen wollen. Und einen Salary Cap muss man klarerweise unten ansetzen, nicht oben, sonst fällt ohnehin keiner drunter. Zumal man Salary Cap ja (ausschließlich?) aus Sportarten kennt, in denen es nur eine Profi-Liga gibt, mit Auf- /Absteigern würde das ordentlich kompliziert werden. Ein flexibler Salary Cap, der an den jeweiligen Umsatz gebunden ist, würde zwar dieses Problem lösen, aber gleichzeitig den Ist-Zustand der Liga wohl entgültig zementieren.

    Ganz abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass einer der Akteure dafür zu begeistern wäre, bezweifele ich also ganz stark, ob die Fans diese Art von Fußball/Liga sehen möchten. Auch die nicht, die sich jetzt sehr lautstark über den Ist-Zustand beschweren.

    Ich sehe zudem kein Problem des Fußballs, sondern ein gesamtgesellschaftliches. Und das wäre relativ einfach zu lösen: Einkünfte (aus allen Quellen!) über einem gewissen Level radikal besteuern. Astrid Lindgren wird da gerne als Beispiel genommen, die hatte damals in Schweden eine Steuerquote von 95% – und kein schlechtes Leben.

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    • Ja, mit dem Wort „künstlich“ hab ich tatsächlich schon beim Schreiben gerungen. Ich blieb dann dabei, weil etwas, was nicht von selbst am Leben bleiben kann, eben doch künstlich ist. Da ist dann natürlich der Spagat zwischen Fußball als Kultur und Fußball als Produkt. Dem Produkt ist sein Markt immanent. Aber Fußball ist eben mehr als ein Produkt, allerdings eben im Profi-Bereich nicht mehr aus sich heraus überlebensfähig.

      Womit wir beim zweiten Punkt sind: Fußball-Romantiker. Ich bin ein Bekennender. Allerdings haben mir die Diskussionen und letztendlich Entscheidungen seit dieser Krise endgültig gezeigt (Abschaffung von financial fairplay statt Restriktion?), dass es keinen Weg zurück gibt aus dem Diktat des Kommerz in seiner Reinform. Es wird immer weiter gehen, immer mehr Geld, immer höherer Irrsinn – solange es einen gibt, der bereit ist zu bezahlen.

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      • Stimmt alles, aber gilt für so viele Bereiche. Geht es beim Theater noch ums Stück, oder darum in der 800 Mio. Euro Elbphilharmonie zu sitzen? Geht es bei den Rolling Stones noch um die Musik, oder wollen die halben Leute dort noch ein Selfie für Instagram auf der vermeintlich letzten Tour. Geht es für die Stones dabei selbst noch um die Musik, oder lassen die sich von Stadt zu Stadt fahren um ein Standard-Konzert vor 50.000 Leuten zu geben und dabei eine Million pro Abend zu kassieren?

        Ich halte den Profifußball in der aktuellen Situation für ein Symptom, nicht für die Krankheit. Aber es schimpft sich halt am leichtesten darüber, weil von Wirtschaft haben die meisten keine Ahnung und Youtuber mit Millionen-Followern und Gesichtstattoos kennt wieder keiner, der über 25 Jahre alt ist. Also nehmen wir das als Feindbild, das sich aufgrund der größten gesellschaftlichen Schnittmenge anbietet.

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        • Schöne Fragen! Apropos Elbphilharmonie und Fußballvergleich: vor ein paar Jahren war bei Blohm&Voss Abramowitschs Giga-Yacht „Eclipse“ aufgebockt. Genau vis-a-vis zum neuen Konzerthaus. Und mit allen Extras (integriertes U-Boot, Selbstverteidigungsanlagen etc.) auch etwa 800 Mio teuer. Da finde ich es dann wiederum schon gut, dass bei der Elbphilharmonie doch ein paar mehr Menschen etwas davon haben und es dem ein oder anderen Beteiligten, ob auf der Bühne oder im Publikum, tatsächlich primär um musikalischen Inhalt geht.

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        • Youtuber mit Millionen-Followern und Gesichtstattoos kennt wieder keiner, der über 25 Jahre alt ist. Also nehmen wir das als Feindbild, das sich aufgrund der größten gesellschaftlichen Schnittmenge anbietet.

          Da machst du es dir etwas zu einfach, Youtuber sind von der Corona Problematik auch nicht in ihrem Tun betroffen (wenn eher sogar förderlich), daher gibt es auch keine Ansatzpunkte zur pauschalen Kritik. Beim Fußball als Kontaktsport bleiben eben andere Risiken und weil weder Fans noch Spieler über die Fortsetzung begeistert sind offenkundig wird es eben überdeutlich, worum es ausschließlich geht, man es aber trotzdem Sport nennt. Fußball ist nicht nur ein Symptom oder gar ein Opfer, die sind schon maßgeblich selbst verantwortlich für diese kritische Wahrnehmung.

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          • Weil die jetzige Diskussion doch nur am Rande mit Corona zu tun hat.

            Hauptkritikpunkt ist doch, dass es nur um das Geld ginge, dass das alles Millionäre sind (was in Liga zwei schon Blödsinn ist, und auch sonst nur stimmt, wenn man Fußball als 22 Mann am Rasen wahrnimmt und die zehntausenden Menschen/Familien dahinter nicht betrachtet) und die Bundesliga einen Sonderstatus genieße. Ob sich ein Fußballer mit Corona ansteckt oder nicht interessiert (zumindest anhand der vorliegenden Wortmeldungen) doch kaum jemanden.

            Dann wird auf den Testkapazitäten herumgeritten, obwohl die in Deutschland ausreichend vorhanden sind und es von vorne herein die Ansage gab, dass der medizinische Bedarf absoluten Vorrang hat. Wer also der Meinung ist, dass zu wenig getestet wird, sollte seine Kritik an die Bundes- bzw. Landesregierungen richten und nicht an die Bundesliga.

            Ganz generell gilt es noch zu erwähnen: Man weiß noch nicht mal wie ansteckend Corona an der freien Luft überhaupt ist, es gibt kein entsprechendes Datenmaterial. Die AGES hat in Österreich bisher über 4000 Fälle nachverfolgt (da geht es um Cluster, Ansteckungen, Krankheitsverläufe,…) und kein einziger von denen hat sich im Freien angesteckt. Ist natürlich nicht repräsentativ, aber immerhin ein Wert, der einen über die Ansteckungsgefahr nachdenken lässt. Wie das nun bei Kontaktsportarten ausschaut weiß schlicht niemand. Wenn alle Beteiligten aber jeweils am Tag davor getestet wurden, halte ich das Risiko einer Ansteckung für denkbar gering, wenngleich nicht für ausgeschlossen.

            Die einzigen „Fans“ die sich klar gegen eine Fortsetzung ausgesprochen haben, sind die Ultras – was auch verständlich ist, weil der Fußball für die lediglich eine Bühne zur Selbstdarstellung ist. Mit Geisterspielen können die naturgemäß nichts anfangen. Dass die Spieler gegen eine Fortsetzung wären halte ich für ein Gerücht – natürlich wird der ein oder andere Bedenken haben, aber Sportler wünschen sich im Normalfall den Wettkampf und die meisten wissen, dass ihre berufliche Zukunft davon abhängt. Wenn sie jetzt nicht spielen, sind die meisten im Herbst arbeitslos oder werden nur einen Bruchteil ihres jetzigen Gehalts beziehen.

            Für mich sind das alles bekannte Vorurteile und eine weirde Kapitalismuskritik, die sicher allerdings ausschließlich auf den Profifußball beschränkt, anstatt es als gesellschaftliches Gesamtbild anzuerkennen. In meinen Augen macht es sich jeder zu einfach, der NICHT darüber hinaus denkt.

            Die Frage ist nicht, was die Krise mit dem Fußball oder der Fußball mit der Krise macht, sondern wie wir als Gesellschaft mit der Krise und vorallem deren Auswirkungen umgehen. Aber das könnte jeden von uns selbst betreffen, daher ist der Gedanke natürlich unangenehm.

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        • Den Bohei rund um den Fußball und den Restart haben der Fußball und seine Medien schon selbst fabriziert. Die Konzertveranstalter, Künstler und selbst Gastronome hatten nicht diese Lobby und sich selbst so als Opfer inszeniert. Dabei sind die zT tatsächlich existenziell betroffen.

          Man spricht zwar beim Fußball von existenziellen Bedrohungen, tatsächlich wäre es aber wohl eher nicht um eine ganze Branche sondern um einzelne Vereine gegangen. Bei aller Fanfreundschaft zu den Schalkern: Wer eben jahrelang nur überlebt, wenn man am oberen Limit ist und selbst das nicht erreicht, ist bei einer solchen Krise eigentlich kein schutzwürdiges Opfer. Und nur mal angenommen, es zerlegt ein paar Vereine… Wahrscheinlich wäre es dann „nur“ ein Neustart in einer unteren Liga, andere Vereine rücken nach, die Spieler verteilen sich auf andere Clubs, die Lieferanten liefern halt an den Nachrücker.

          Das ist bedauerlich für deren Fans und hart für Traditionsvereine, aber am Ende rechtfertigt das eigentlich nicht hier das große Fanal der Ausnahme.

          Ich persönlich finde auch die Entwicklungen im Musik- oder Kino-Business irrsinnig. Würde ich Einfluss haben, würde ich ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen und die Gehälter generell deckeln. Ich verstehe nicht, warum Menschen mit Reichtum leben können, während andere unter Hunger leiden. Im 21. Jahrhundert hätten wir alle Mittel, dass keiner mehr auf der Welt hungern müsste, alle vernünftig gesundheitlich versorgt wären, schulische Ausbildung hätte und es keinen Grund mehr für Kriege gäbe. Ist aber nicht so. Aber das ist alles ein ganz anderes Thema und war auch gar nicht meine Intention des Artikels. Fokus auf den Mikrokosmos Fußball. Zumindest hier.

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          • Du bist scheinbar nicht nur ein Fußball-Romantiker, sondern auch ein Sozial-Romantiker 😉
            Finde ich persönlich sehr sympatisch, funktioniert aber leider nicht. Grundeinkommen ist gut, aber wie soll man Gehälter deckeln, wenn die Reichsten der Reichen ohnehin „Selbstständig“ sind und keine Gehälter im eigentlichen Sinn kassieren?

            Klar, das hätte Vorteile. Dann hätte keiner so viel Geld übrig, um sich einen Verein als Spielzeug zu kaufen und damit die Chancengleichheit außer Kraft zu setzen. Aber dann gibt es halt andere Modelle. Dafür gibt es Werbeetats oder Marketingstrategien, RB hat das ja längst eingeführt.

            Was ich nicht akzeptieren kann ist die Behauptung, der Fußball würde eine Sonderrolle beanspruchen. In Wahrheit ist die einzige Sonderrolle die strenge und detaillierte Auflagenliste, die keine andere Branche beachten muss. Kein anderer Wirtschaftsbetrieb wird derart streng limitiert wie die Teilnehmer am Profifußball. Die meisten anderen dürfen ohne zusätzliche Auflagen als die allgemein verabschiedeten ihren Betrieb wieder aufnehmen.

            Die Regelungen im Sicherheitskonzept für den Neustart sind nachvollziehbar und richtig. Fast alle. Wer den Fußball unter diesen Bedingungen für verantwortunglos hält, sollte zuhause bleiben, nicht mehr arbeiten, nicht einkaufen und auch keinen Kontakt zu Menschen haben, die ihr Haus verlassen. Oder einsehen, dass es Heuchelei wäre, den Re-Start zu verteufeln.

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          • Da habe ich vermutlich einen anderen Blickwinkel, weil es bei uns in Österreich anders gelagert ist. Bei uns sperren am Freitag die Lokale auf und auch alle Hotels werden geöffnet sein, bevor das erste Mal (mutmaßlich im Anfang Juni) die Kugel rollt. Die Tourismus-Lobby hat bei uns wesentlich mehr Einfluss, als es der Fußball jemals haben könnte (siehe Ischgl), auch wenn der Fußball innerhalb des Sports natürlich die Vorreiterrolle einnimmt.

            Ich habe es aber auch in Deutschland nicht so wahrgenommen, dass man sich als Opfer darstellt, sondern eher als diejenigen, die über die nötige Infrastruktur verfügen, um ein großflächiges Testschema auszurollen und damit einen Neustart zu ermöglichen. Das kann in der Wirtschaft halt kaum jemand. Die Frage ist für mich, ob das einen Sonderstatus darstellt, oder ob es nicht der Normalzustand sein sollte, dass jemand, der für die größtmögliche Sicherheit in seinem Bereich sorgen kann, aufsperren darf.

            Den Sonderstatus haben in meinen Augen eher die Schlachthäuser, denn die können wohl nicht für Sicherheit in ihren Betrieben garantieren, arbeiten in einem Bereich in dem es um Lebensmittelsicherheit geht und dürfen dennoch offen haben. Aber ich nehme an mein Schnitzel gilt als systemrelevant.

            In meinen Augen ist schon der Sport als solches gefährdet, weil der Fußall doch ein radikal anderer wäre, wenn die halben Erst- und Zweitligisten auf einen Schlag wegbrechen. Und das sind nur die, die DIESE Saison nicht überleben würden. Es stehen aber sicher noch 1-2 Saisonen bevor, die eben nicht normal verlaufen werden. Ohne den Fall von 50+1 wäre ich mir nicht sicher, ob es 18 Vereine in Deutschland geben würden, die sich eine Bundesligasaison leisten könnten – mit dem Fall von 50+1 hätten wir innerhalb kürzester Zeit eine Liga, die wir wohl nie haben wollten… Ein simples „Gut, dann starten halt ein paar Vereine wieder in Liga 4“ halte ich für keinen realistischen Ausgang.

            Ich wäre auch vorsichtig, hier nur auf den Profifußball zu schauen – ich denke, der dient wie in Österreich, als Testballon dafür, ob man auch Amateur-Mannschaftssport wieder freigeben kann, oder nicht.

            Beim Gesellschaftlichen dürften wir uns ziemlich einig sein, ich weiß nur nicht, in wieweit sich der Profifußball eine gesonderte Betrachtung verdient.

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        • Der alte Konflikt zwischen eventgeilen Adabeis und neugierigen Herzblutern… echt kompliziert… ich hab mir in letzter Zeit viele Wohnzimmer-Konzerte in live-Streams angehört. Einerseits ein wenig beklemmend, weil man merkt, wie gerne die Musiker öffentlich spielen würden, aber nicht in die Konzertsäle dürfen, andererseits wunderbar intim, ich hab immer das Gefühl, ganz vorne an der Bühne zu stehen. Gestern erst hat die gute Hanna Fearns mich sogar namentlich erwähnt, nachdem ich einen Kommentar abgesetzt hatte😍 Nur: die verdienen schlicht nix dran, sie wollen und müssen einfach Präsenz zeigen! Und dann las ich heute, dass ein Chor in Amsterdam nach Proben und Aufführung der „Johannes-Passion“ Anfang März mehrere Tote und viele Infizierte zu beklagen hat.
          Hat jetzt mit Fußball nicht direkt was zu tun, beschäftigt mich aber.
          Das mit den Geisterspielen wird interessant werden, eine völlig neue Situation, die Max Morlock sich niemals hätte vorstellen können. Er wäre gestern 95 geworden! Ah, den Dreh zum Fußball doch noch hinbekommen😉

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  • Abgesehen von meiner persönlichen Betroffenheit- nein, ich bin kein Millionär- ärgert mich vieles an der Diskussion rund um den Liga Re-start.
    Die Entwicklungen, die jetzt der Bundesliga vorgeworfen werden, sind alles samt nicht neu und jeder der bis Mitte März noch angeregt über Spielverläufe, mangelndes Talent der Spieler, Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern diskutiert hat, hat diese Entwicklungen mitgetragen, wenn auch nicht zur Gänze mitgetragen, aber doch still schweigend mit in Kauf genommen.
    Viele der verwendeten Argumente, die jetzt angeführt werden, sind wenig tragfähig.
    Sonderrolle Bundesliga-es gibt wenig Bereiche in denen wieder angefangen wird, in denen derart detailliert die Möglichkeiten evaluiert wurden, wie und ob es , mit dem geringsten Restrisiko, wieder begonnen wird.
    (Beispiel Schulöffnung-zum Haare raufen, Autoindustrie, Schlachthöfe!)
    Andere Bereiche waren nie geschlossen, es wurde aber in der Risiko Bewertung oftmals beide Augen zugedrückt oder erst im laufenden Betrieb die Bedingungen verbessert.
    Fußball im Kern, reduziert auf das Wenigste: Geisterspiele, ist möglich und macht aus wirtschaftlicher Sicht auch Sinn.In vielen anderen Bereichen macht eine Öffnung unter den derzeitigen Bedingungen nicht mal wirtschaftlich Sinn.Dafür kann die Bundesliga aber nichts.Deshalb sollte man es der BL auch nicht ständig vorrechnen.Z.B Handball- die Liga hätte sich sicherlich auch um Tests bemüht, wenn es wirtschaftlich Sinn gemacht hätte weiter zu spielen-ähnlich Eishockey.
    Die Grundfrage ob Fußball in erster Linie ein Geschäft ist, muss 2020 wohl auch nicht diskutiert werden.Und wenn doch, dann müsste ein gesellschaftlicher Konsenz bestehen dies zu ändern-den sehe ich nicht- am Ende will auch der Fan Erfolg sehen und es ist ihm in der Mehrheit auch egal ob der Erfolg erkauft wurde.-so ehrlich sollte man dann schon sein.
    Zuz den Test, die woanders fehlen würden gibt es genügend Belege dass dem nicht so ist-wenn andere Bereiche darauf verzichten, oder es keine Anweisung, dazu gibt kann die BL erstmal wenig dafür.

    Zum Thema Kontaktsportart-nach 6 Wochen Diskussion ist es doch hoffentlich angekommen, dass die Protagonisten getestet werden- d. h. Kontaktsport ist unter dieser Prämisse möglich.
    Das Dynamo gerade in Quarantäne ist zeigt ehr dass das System funktioniert und nicht das Gegenteil.Das Gesundheitsämter die Entscheidungshoheit haben beruhigt hoffentlich die Kritiker.Ziel ist es negativ getestete Mannschaften ins abgeschirmte Mannschaftstraining/ den Spielbetrieb zu schicken.
    Der frühe Beginn folgt der Logik, eventuelle Verschiebungen, wie jetzt durch Dresden passiert, im Zeitrahmen nachholen zu können.

    Jugendsport oder Fußball halte ich für unnötig, da es dabei zu vermeidbaren Risiken kommen wird-Spiele für ausgeschlossen. das ist traurig, bin selber Trainer, aber verhältnismäßig- vor allem wenn man bedenkt dass vor zwei Wochen noch alle möglichst zuhause bleiben sollten-und jetzt Verzehnfachung der Kontakte in der Schule plus Verzehnfachung beim Jugendfußball?Absurd

    Und zum Schluss, nur als Hypothese, hätte die Liga in ihrer bestehenden anzahl den Abbruch überlebt und wären Modalitäten gefunden worden für die Wertung, wer glaubt eigentlich daran, dass es ab Mitte August normal-ohne Geisterspiele, ohne Tests ,weiter geht?

    Viel Spaß bei der Live-konferenz im Free TV

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  • Wie @Alexander schreibt, inszeniert sich der Fußball als Opfer. Das sehe ich auch so. Und dass sich der Fußball als Opfer inszeniert, empfinde ich als erbärmlich. Denn wir reden hier von einer Boom-Branche. In einer DFL-Pressemitteilung vom 18.02.2020 gab man stolz bekannt, dass man in der Saison 2018/19 den 15. Umsatzrekord in Folge erzielt habe. „In der Gesamtbetrachtung der wirtschaftlichen Kennzahlen beider Spielklassen zeigt sich zudem, dass Bundesliga und 2. Bundesliga ihren Gesamterlös innerhalb von zehn Jahren um 136 Prozent auf den Rekordwert von 4,8 Milliarden Euro gesteigert haben“, feiert sich die DFL selbst. „Wir haben den deutschen Profifußball in den vergangenen Jahren gemeinsam mit unseren Partnern zu einem sehr erfolgreichen Wirtschaftszweig entwickelt“, so Christian Seifert.

    Nicht einmal vier Wochen später sagte Seifert, Geisterspiele seien die einzige Überlebenschance. Der „sehr erfolgreiche Wirtschaftszweig“ ist ein Balance-Akt ohne Netz und doppelten Boden, und vor allem ohne Nachhaltigkeit. Man war all die Jahre nicht bereit, einen Solidaritätsfonds zu gründen, in der sich Vereine, die von diesem System mehr profitieren als andere, auch mehr einbringen. Man war nicht bereit, einen kleinen Teil der explodierenden Fernsehgelder in eine Versicherung zu investieren, welche die Liga vor Einnahmeausfällen der derzeitigen Art schützt. Wie das Wimbledon beispielsweise gemacht hat. Man war nicht bereit, die Vereine anzuhalten, konsequent Rücklagen zu bilden.

    Die DFL ist ein Interessensverband, eine Art selbstgegründete Vermarktungsagentur, in der Seifert zwar das Geschäft führt, ein Erfüllungsgehilfe, das Sagen aber haben wohl die Großkopferten unter den 36 Vereinen. Ziel der führenden Vereine in der Liga ist es natürlich, dass alles so weitergeht wie bisher, dass sie weiterhin von dem System so sehr profitieren wie bisher. Dass man für einen Leroy Sane mal kurz das Festgeldkonto anknabbern würde, während das Gros der Liga kein Festgeldkonto hat.

    Sollte die DFL die Produktion wieder hochfahren, kann ich mich dem nicht entziehen, zugegeben, weil ich hoffe, dass der Club die Liga hält. Das tue ich schließlich schon schier seit vier Jahrzehnten. Sollte die Saison abgebrochen werden, dann ist das eben so. Dann wird die Liga womöglich zur Solidarität gezwungen.

    Dass diese Fehlentwicklungen in der Liga nichts Neues sind und dass wir das alles gewusst haben, da hat @Christian absolut Recht. Aber die Erbärmlichkeit, wie sich der im Februar noch „sehr erfolgreiche Wirtschaftszweig“ jetzt als Opfer inszeniert, zerrt die Fehlentwicklungen gnadenlos ins Flutlicht.

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    • Tja, Umsatz nicht gleich Gewinn, Gewinn nicht gleich Rücklage.Das 1 mal 1 des modernen globalisierten Wirtschaftstreiben.In der Zwischenzeit hat man doch sehr generell gesehen dass fast alle Wirtschaftsbereiche sehr schnell den Löffel abgeben, wenn kein neues Kapital rein kommt.Nur der Staat hat Geld, bzw Wege es sich zu beschaffen.Da ist die Bundesliga eher Beispiel als Ausnahme.Einige Branchen haben durch Lobbyarbeit noch ein paar „fairere“ Bedingungen müssen allerdings verkrampft den Anschein erwecken frei zu sein.Ich kann da keine Opferrolle erkennen-eventuell noch eine Demaskierung.Ich glaube trotzdem nicht an eine lang anhaltende Wirkung des Schocks-weder beim Fußball noch bei der Gesellschaft

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  • Ohne dies mit weiterer Quelle belegen zu können: Lauf finanzen.ch ist der FCN einer der Vereine, bei denen es um die Existenz geht:

    „Eine Studie der Handelshochschule Leipzig (HHL) und der Consultingfirma Odgers Berndtson kommt zu dem Ergebnis, dass sechs Klubs der 1. und 2. Fussball-Bundesliga wegen der Einstellung des Spielbetriebs in ihrer Existenz bedroht sind. In der 1. Liga handelt es sich um Schalke 04, Union Berlin und Paderborn, in der 2. Liga um 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC und VfL Osnabrück.“

    https://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/studie-sechs-klubs-der-1-und-2-bundesliga-existenzbedroht-1029190915

    Es geht also hier ums Eingemachte, wenn wir davon sprechen – und nicht über andere.

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    • Was, vorausgesetzt, dass das in dem Artikel stimmt, bedeuten würde, dass wir erneut einen Finanzvorstand haben, der die Mitglieder und Fans über die finanzielle Lage des Vereins täuscht.

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      • Die Mitarbeiter in Kurzarbeit, die Mannschaft mit Gehaltsverzicht, der Verzicht auf die Dauerkartenrückerstattung am laufen… Dass wir nicht in Geld schwimmen dürften, sollte spätestens seit im Winter kein 6er geholt wurde keine große Überraschung darstellen.

        Im Rahmen der Dauerkarten-Aktion wird Rossow mit „jeder Euro hilft dem Verein weiter“ zitiert und auch die sonstigen Aussagen auf der Homepage gehen in Richtung „große Herausforderung, aber wir schaffen das“. Ich würde ihm also keine Lüge unterstellen. Ich gehe aber davon aus, dass man beim Club immer mit einer Fortsetzung gerechnet hat.

        Die Zahl von 13 Vereinen, die vor einer möglichen Insolvenz stehen, deckt sich auch mit jener, die der Kicker schon vor einem Monat publiziert hat.

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          • Ich habe eigentlich immer nur Mainz (die jetzt gar nicht auf der Liste stehen) und den KSC (Stadion) gelesen, bei Schalke konnte man es sich natürlich denken. Den Club habe ich bisher auch nie erwähnt gesehen und und glaube auch nicht, dass wir in einer regulären Saison ein Problem hätten, aber ob wir genug Spielraum für die jetzigen Umstände haben, wäre ich mir aber halt nicht so sicher. Insofern bezweifle ich den Bericht nicht.

            Wobei ich nicht glaube, dass es außer Stuttgart einen Zweitligisten gibt, der ohne massive Einschnitte durch diese Krise kommen würde.

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            • Das ist eben die Gradwanderung, gibt es der Finanzvorstand offen zu wie prekär die Lage ist, weckt man schnarchende Hunde. Aber ich denke es ist evident, wenn man überlegt welch riesen Kader wir durchbringen müssen wo sicher für 2. Liga teure Verträge darunter sind. Trainerwechsel haben wir auch hinter uns. Weiss nicht den genauen Stand aber evtl. bezahlen wir aktuell zwei Trainerteams für die Pro Mannschaft, das geschaßte und das Aktuelle. Um Canadi hat sich jetzt niemand gerissen nach der Entlassung. Es würde mich jedenfalls wundern, wenn wir gut da stünden. Und wenn es jetzt dann weitergeht, die 4 Pünktchen Abstand zur 3. Liga. Ich würde schon sagen voller Krisenmodus an allen Seiten.

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    • Klingt erstmal nicht gut.

      Andererseits macht die HHL Leipzig als Privatschule eine rege PR-Arbeit. Und auch der Headhunter Odgers Berndtson kann Werbung in eigener Sache gut gebrauchen. Da bietet sich eine Studie über die Bundesliga wenige Tage vor dem Re-Start geradezu an. Es wurden laut Pressemitteilung von HHL öffentlich, zugängliche betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die Managementqualität und die Nachwuchsarbeit abgeklopft. Wobei ich mich frage, wie man die Managementqualität und die Nachwuchsarbeit 36 Mal aus der Ferne beurteilen will. Außerdem ist die Nachwuchsarbeit doch eher etwas Strategisches. Und hier geht es doch eher darum, kurzfristig liquide zu bleiben.

      Für Wolfgang, Hans, Chris, Uli und Fadi ist das trotz allem ein Steilpass. Wir hätten da mal ein paar Fragen, Herr Rossow…

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    • Anderen Quellen nach sind es 13 Klubs aus erster und zweiter Liga.Mainz ist damit recht offensiv umgegangen fehlt aber in deiner Liste.Aus Bremen gab es Ähnliches-ich glaube die Faktenlage ist da eher undurchsichtig

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    • Glaub ich sofort, nur da Fehlen noch ganz viele Vereine.
      Demnächst geht es bei VW, AUDI, Emirates, diversen Personaldienstleistern und bei den hunderten von Premiumpartnern um die Existenz.

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      • Da kann man fast froh sein, einen krisensicheren Sponsor wie eine Versicherung zu haben 😉

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  • Um auf Endls Ausgangsartikel zurück zu kommen: wo ist eigentlich das wunderbare Titel-Foto her? Herrliche defekte 4-Sterne-„Champions Line“-Pflunse. Da möchdmer doch direkt derb dageeng dreedn dess aam der Schlabbm glei no weider wech fliechd als wie der Ball selbst..

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  • Für mich kommt es nicht überraschend, dass auch der Club aufgelistet wird, wenn es um gefährdete Vereine.
    Haben wir vor dem Aufstieg nicht in jedem Transferfenster Spieler abgeben müssen, damit die Lichter nicht ausgehen?
    Und jetzt nach einem erfolglosen 1.Liga Jahr haben wir einen großen Kader und einige Spieler, die mit Sicherheit über dem Zweitligaschnitt verdienen.

    Mal ganz ehrlich wenn der Club jetzt nicht zu kämpfen hätte wäre es nicht der Club.

    Natürlich hoffe ich das, der Klassenerhalt geschafft wird. Wobei es sportlich meiner Vermutung nach wahrscheinlicher ist. Ich glaube, dass die Saison ohne Absteiger beendet wird, gut möglich das doch noch abgebrochen wird.
    Finanziell macht mir mehr Sorgen , besonders weil hier die Auswirkungen noch fataler sein können. Wie weit würde es runter gehen? Lichter ganz aus?

    Komisch, die Situation lässt mich momentan trotzdem ziemlich kalt – Corona-Modus….

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    • Die DFL möchte gemäß aktuellen Meldungen selbst bei Abbruch am Abstieg festhalten. Eine Aufstockung ist nicht geplant. Es zählt die aktuelle Tabelle zur Zeit des Abbruchs.

      …wenn man an Dresden denkt, dann wäre das noch ungerechter als unter diesen Umständen weiterzuspielen. Dresden wird wohl 3 Spieltage verpassen, müssen dann alles nachholen. Schon das ist bedenklich, weil der Trainingsrückstand kaum aufzuholen und die Belastung anschließend auch höher als bei den anderen ist.

      Müsste man abbrechen, hätte Dresden keine Chance, weil sie bis dahin ja auch weniger Spiele hätten. Tabellenstand bei Abbruch? Geht nicht!

      Das ist nur das derzeit aktuelle Beispiel. Wer weiß, wieviele folgen….

      Im Sinne der Fairness gibt es nur 2 Wege: Abbruch Stand jetzt und Aufstockung oder Durchspielen, egal, wie lange es dauert, weil man ggf. nocheinmal unterbrechen muss.

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      • Es kann doch nicht sein, dass eine Mannschaft absteigen soll, ohne dass alle Spiele gespielt worden sind.

        Bin sprachlos.

        Wer so etwas plant, ist ein Verbrecher.

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        • Tja, ein einziger Witz. Ein Wettbewerb, der jetzt für wirklich Jeden und Alle sichtbar keiner mehr ist, wird in leeren Stadien durchgeführt.

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        • Wenn man „Rummenigge Aufstockung“ googelt, kommt man darauf, dass der Freund edler Uhren Ende März in der FAZ gesagt habe, dass er strikt gegen eine Aufstockung ist. Eine Aufstockung sei keine Option, so Rummenigge. Die nächste Saison müsse unbedingt mit 18 Mannschaften beginnen, so der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG und Geschäftsfreund von Katar.

          Die DFL und Seifert scheinen nur das umzusetzen, was der Marktführer will. Auch wenn ein Notfallplan ohne jeglichen Sportsgeist rauskommt.

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          • Es ist ja auch vom Salary Cap die Rede, den auch der Herr Seifert eigentlich spannend findet, irgendwie zumindest, denn er vergisst selbstverständlich nicht, so ganz schnell zu ergänzen, dass die böse EU mit ihren vielen Regeln den ja gar nicht zuliesse. So nach dem Motto: „Wir würden uns ja überlegen, ob wir ganz langsam und grundsätzlich anfangen, das Thema Salary Cap das eine oder andere mal vorsichtig anzudiskutieren. Aber die EU lässt uns halt nicht.“

            Aber was wäre denn, wenn die Fernsehgelder unter den Proficlubs gleich verteilt würden. Von der Ungleichverteilung haben die Großen doch lange genug profitiert. Wenn den Bayern (oder dem börsennotierten „Arbeiterverein“ BVB) omnipotente Investoren und Sponsoren nicht reichen, dann sollen sie halt mit den anderen Bonzenvereinen Europas eine finanziell total enthemmte Supermegachampionsleague oder wie sie das dann nennen wollen, veranstalten. Fränki, ganz genau, wir brauchen die Bayern nicht in der Liga. Echt nicht.

            Noch ein Hirngespinst. Oder eine Schnapsidee. Ganz einfach eine neue Liga gründen. Mit Begrenzung des Lizenzspieleretats. Mit Gleichverteilung der Fernsehgelder. Mit echtem Wettbewerb. Die großen, nordamerikanischen Ligen haben ihren Arsch erst so richtig hoch bekommen, als sie echte Konkurrenz vor die Nase gesetzt bekamen. Ein Wayne Gretzky hat nicht in der NHL angefangen, sondern in der WHA. Bei den Indianapolis Racers. Kein Scherz.

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            • Salary Cap ist halt im Fußball echt schwierig umzusetzen, im Grunde müsste das ja auf FIFA-Level erfolgen, ansonsten spielen alle Stars künftig in China, Russlan und Katar. Das Problem gibt es im US-Sport im Grunde nicht, da es keine Transfers in klassischen Sinne gibt. Die Spieler können dort spielen, oder gar nicht. (Die anderen Ligen dienen ja maximal als Farm Leaguen. Und College Sport ist eine noch größere Baustelle als der Profifußball…) Auf nationaler Ebene eingeführt würde man ja nur die Wettbewerbsfähigkeit (sportlich, wie finanziell) der Bundesliga beschneiden.

              Und selbst wenn das gelingen sollte, woran ich massiv zweifle, weil keiner der etablierten Vereine seine Vormachtsstellung aufgeben möchte, stelle sich immer noch die Frage wo man ansetzt, weil die Gelder bisher schon so ungleich verteilt sind zwischen den Ligen. Der letzte der Premier League bekommt beispielsweise drei Mal so viel Geld wie die gesamte österreichische Liga…

              Was man der Premier League aber zu Gute halten muss, und was sich auch in der Qualität der Liga widerspiegelt: Sie verteilen die TV-Gelder wesentlich gerechter als die Bundesliga. Vom ersten der TV-Geld-Tabelle bis zum 18. der TV-Geld-Tabelle gibt es dort ein Verhältnis von 1,48:1, in der Bundesliga sind es 2,45:1.

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        • Es kann doch nicht sein, dass eine Mannschaft absteigen soll, ohne dass alle Spiele gespielt worden sind.
          Wer so etwas plant, ist ein Verbrecher.

          Von allen schlechten Lösungen fände ich die am klarsten, es ist nunmal höhere Gewalt für die niemand etwas kann, dagegen finde ich einen Spielbetrieb mit erheblichem Risiko dazu unter fast irregulären sportlichen Rahmenbedigungen noch fragwürdiger und das Risiko oben drauf kommt nur um Fernsehgelder zu retten.

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          • Zitat Juwe:

            „…ist nunmal höhere Gewalt…“

            Da hast du Recht! Und du hast auch Recht, wenn du sagst:

            „dagegen finde ich einen Spielbetrieb mit erheblichem Risiko dazu unter fast irregulären sportlichen Rahmenbedigungen noch fragwürdiger und das Risiko oben drauf kommt nur um Fernsehgelder zu retten.“

            Du hast aber nicht Recht, wenn du bei Abbruch den Abstieg von Vereinen befürwortest. Auch wenn aufgrund „höherer Gewalt“ die Saison vorzeitig abgebrochen werden muss, darf das Prinzip der Fairness und Gerechtigkeit nicht geopfert werden. Die „höhere Gewalt“ hat dann darin zu bestehen, dass kein Verein absteigt (sofern er nicht so weit abgeschlagen ist, dass er bei Beendigung der Saison rechnerisch keine Chance auf den Klassenerhalt hätte, also de facto bereits abgestiegen ist). Es müssen dann halt aufgrund „höherer Gewalt“ die Ligen aufgestockt werden. Alles andere wäre grobes Unrecht, reine Willkür. Ein Abstieg hat ja gravierende Folgen für das weitere Schicksal eines Vereins, möglicherweise irreparable. Dies zuzulassen wäre ein Verbrechen.

            Die DFL scheint es zuzulassen…

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            • Selbst einen abgeschlagen Letzten könnte man eigentlich nicht absteigen lassen, denn ich bezweifle sehr stark, dass es im Sommer zu einer regulären Lizenzvergabe kommen kann, die bisher gültigen Parameter werden für einige Vereine nicht zu erfüllen sein. Das wird man mit Ausnahmeregelungen umgehen, dennoch hätte wohl jeder Verein rechtlich ein handfestes Argument, wenn er sagen würde „Moment, bei regulärer Anwendung der Lizenzierungsbestimmungen wären andere zwangsabgestiegen und wir drinnen geblieben.“

              Es wird heuer keine 100% faire Lösung geben, ich halte aber das komplette Fertigspielen der Saison noch bei weitem für die fairste aller unfairen Lösungen. Ein Annullieren der Saison wäre für mich die schlimmste Entscheidung, ein Abbruch mit dem jeweiligen Ist-Stand der Tabelle hielte ich für ähnlich bedenklich. Womit ich im Falle einer erforderlichen Notlösung noch am ehesten leben könnte, wäre den Stand der Hinrunde zu werten – auch wenn das für uns den Relegationsrang bedeuten würde. Aber an dem Stichtag hatten alle die gleichen Möglichkeiten.

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              • Stimmt, nach der Hinrunde hat immerhin jeder gegen jeden gespielt und keiner würde dadurch signifikant benachteiligt werden, dass er anfangs ein schweres Programm hatte und jetzt gegen die leichteren Gegner nicht mehr spielen darf.
                Was die Irregularität mittels Geisterspielen/Quarantänen anbelangt: zumindest können sich alle individuell fithalten, voll in Mannschaftsstärke wie gewohnt trainieren kann grad eh keiner und auch sonst gab und gibt es ja immer wieder kleinere ‚Wettbewerbsverzerrungchen‘, die halt hinzunehmen sind, wie Magen-Darm-Infekt-setzt-fünf-Stammspieler-gleichzeitig-aus, kleiner-Kader-muss-Dreifach-Wettbewerbs-Belastung-und-mehrere-Englische-Wochen-stemmen, die-ersten-vier-Torhüter-sind-alle-verletzt o.ä.. Optimistischste vielleicht denkbare Deutung: jetzt zählen halt mal primär individuelles Talent, Wille und Konstitution. So wie am Bolzplatz..

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                Antwort
              • Abbruch mit Stand Vorrunde, 2 Aufsteiger und 2 Absteiger wäre für uns auch OK 😉

                Fair wäre es aber nicht.

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                Antwort
            • @belschanov

              Aber mal ganz subjektiv aus Club Sicht, was gibt es denn in so einer einer Endrunde Lotterie (es gibt bei den Voraussetzungen überhaupt keine Erfahrungswerte) für uns zu gewinnen? Nichts.
              Aber bei 4 Punkten Abstand auf die Abstiegsplätze sehr viel zu verlieren, vielleicht die Existenz des Vereins, ich könnte mir ein Überleben in der 3. Liga schwer vorstellen. und da wären wir bei den Tatsachen wir sind nur einen Türspalt davon entfernt. Vom Glück begünstigt waren wir diese Saison auch nie.

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              Antwort
          • Juwe: „…Spielbetrieb mit erheblichem Risiko dazu unter fast irregulären sportlichen Rahmenbedigungen…“

            Das ist durchaus ein Punkt, wobei ich hier den Risikofaktor Corona gar nicht sehe, denn durch die Hygiene- und Überwachungsmaßnahmen wird das Ansteckungsrisiko auf unter „Alltagsniveau“ gesenkt. Aus diesem Blickwinkel ist die Fortsetzung absolut vertretbar (die Branche nimmt die Arbeit wieder auf, wie alle anderen auch).

            Was aber bedenklich ist, ist die zu geringe Vorbereitungszeit und das damit erhöhte Verletzungsrisiko (=erhebliches Risiko) und die ungleichen Voraussetzungen einer geregelten Vorbereitung und die bereits erfolgte Verzerrung des Spielplans, die zu ungleichen Belastungen führt (=irreguläre sportliche Rahmenbedingungen). Denn von der Quarantäne sind ja nicht nur die Dresdner betroffen, sondern auch ihre jeweiligen Gegner, die das Spiel ja ebenfalls nachholen müssen. Für uns ist das sogar ein Vorteil, denn wir haben Dresden schon hinter uns und treffen dann möglicherweise auf einen vom Nachholspiel noch müden Gegner.

            Sportlich gesehen sind wir mindestens eine Woche zu früh dran, vielleicht zwei.

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            • Die unterschiedlichen Vorbereitungen, die einen trainieren in 4er Gruppen, andere in 3er Gruppen andere in 6er Gruppen, andere die ganze Mannschaft, zudem kann ich mir damit meine Fußball spezifisch nicht vorstellen wie man wochenlang kontaktlos defensiv und Zweikampfverhalten trainieren kann, was ja elementar ist im Fußball. Dann ist für jeden Verein wieder ein anderes Gesundheitsamt zuständig falls C. Fälle auftauchen. Daher nenne ich das eher Lotterie, wo es für uns nichts zu gewinnen sondern mit den 4 Pünktchen Abstand eher viel zu verlieren gibt. Lassen wir uns überraschen..was das alles wird

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              Antwort
              • Zumindest in dieser letzten Quarantäne-Woche dürften alle Vereine wieder im normalen Mannschaftstraining sein – außer Dresden.

                Ein bisschen Chancengleichheit wird dadurch dann doch noch hergestellt – außer für Dresden.

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                Antwort
    • Na endlich ist der Club wieder fast pleite. Der übliche Standard wurde wieder hergestellt. Mit finanziell großzügig vorhandenen Mitteln konnte man sowieso nie erfolgreich umgehen, egal ob nach den Pokalsieg oder jetzt nach der finanziellen (Teil-)Genesung mit dem letzten Aufstieg.

      Der Club und Pleite, Wörter die einfach zusammengehören, soll man nicht trennen. Kann man da einen Antrag an die Duden-Gesellschaft stellen?

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      • Vielleicht besteht die Chance ja darin, dass viele andere dann auch fast pleite sind. Dadurch könnte der zuletzt doch sehr angewachsene Abstand zur 1.Liga partiell wieder etwas verringert werden.

        Investorenmodelle und die Großkopferten betrifft das natürlich alles nicht, die werden dadurch noch weiter enteilen. Die CL als exklusier Zirkel der Großen bleibt für andere dann fast unzugänglich.

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  • Mir ist es eh ein Rätsel, dass die Fernsehsender wie Sky ohne Murren die über 300 Millionen Fernsehgelder bezahlen, obwohl doch keine Zuschauer im Stadion sind. Das ist doch eine Einschränkung der Übertragungsqualität und rechtfertigt eine Kürzung der Fernsehgelder. Da hat man wohl Stillschweigen vereinbart, da der Fußballfan doch der ist, der die ganze Zeche bezahlen muss und zwar den gleichen Preis für Dorffußballplatzfeeling statt Bundesligaerlebnis mit Zuschauerjubel. Das Salz in der Suppe wird fehlen. Zahlen soll man aber das gleiche. Naja, wo kein Kläger, da kein Richter, der Michel zahlt schon.

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    • Sky tut ja nichts anderes als die Kuh zu füttern von der es die Milch braucht. Ich glaube da mehr an Eigeninteresse als an Großzügigkeit,

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  • Warum tanzt die DFL nach der Pfeife von Rummenigge?
    Weil Rummenigge in widerlicher Regelmäßigkeit die Drohkulisse einer dezentralen Vermarktung aufbaut.
    Würde sich Bayern selbst vermarkten in Sachen TV-Gelder, würde man wohl mehr bekommen.
    Und die Zentralvermarktung hätte sich ohne das „Produkt Bayern“ erledigt.
    https://www.sueddeutsche.de/sport/dfl-fussball-bundesliga-zentralvermarktung-bleibt-1.2764945

    Somit konnte man Bayern bislang nur bei Laune halten, indem man den Verteilerschlüssel sukzessive zu deren Gunsten veränderte. Und immer wenn Bayern seinen Willen nicht bekommt, droht Rummenigge mit einem Austritt aus der Zentralvermarktung.

    „Wir sind einer von 18 – und alleine können wir nicht spielen. Was soll der FC Bayern allein? Wir brauchen eine spannende Liga, spannende Auf- und Abstiege, einen tollen Meisterschaftskampf“, hat Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber kürzlich gegenüber dem „kicker“ gesagt. Tja, diese Erkentnis kommt leider eweng zu spät…

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    Antwort
    • Ich wäre mir nichtmal sicher, ob die Bayern langfristig davon profitieren würden. Ich jedenfalls – und vermutlich die Mehrzahl aller anderen Fans anderer Mannschaften – würden doch keinen Cent geben, um die Bayern bewundern zu dürfen. Und ob die geschmack- und meinungslose Masse der reinen Eventfans so groß ist und auch extra dafür zahlen würde, dass sich eine Selbstvermarktung rentiert, ist fraglich. Wer kein echter Fan ist, dem ist das sicherlich nicht wichtig genug, um dafür Geld auszugeben. Insbesondere, wenn man den Ruf als unsozialer Krösus hat.

      Eine Umfrage „würden Sie extra bezahlen, um die Bayern zu sehen?“ könnte nämlich auch ergeben: „Nein, außer den 2 Spielen gegen meine Mannschaft“. Und dafür auch nicht, dann geh ich halt in die Kneipe (sofern es irgendwann mal wieder welche gibt). Habe ich mit den DAZN und Eurosport-Spielen ja auch so gehalten.

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      • Es gibt laut Statistik etwa 9 Millionen Bayern-„Fans“ hierzulande.
        Davon aber, wie Du sagst, sehr viele nach dem Motto Eigentlich-interessiere-ich-mich-gar-nicht-für-Fußball-aber-wenn-Du-mich-schon-fragst-dann-bin-ich-halt-für-die-Bayern.

        Womöglich hast Du Recht und das Kunden-Potenzial bei einer Selbstvermarktung wird überschätzt. Zumal die Spannungskurve bei vielen Spielen der Bayern doch sehr flach ist.

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        • Der Gegner der Einzelvermarktung muss da ja nicht mitspielen-keiner ist gezwungen gegen ein einzelvermarktetes bayern zu spielen-zu deren Konditionen.Ich wundere mich schon lange, dass die bloßen Drohungen immer so erfolgreich waren.

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          • Die Bundesliga würde an Attraktivität gewinnen, wenn sich nicht alles immer nur um die Bayern dreht!

            Stelle ich mal so in den Raum 😉

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  • Offiziell wird die Saison auf jeden Fall zu Ende gespielt. Aber dennoch findet heute die große DFL-Videokonferenz mit allen Vereinen der 1. und 2. Liga zum Thema Saisonabbruch statt. Im Falle des vorzeitigen Saisonendes sollen die 2 sich am Tabellenende befindlichen Mannschaften absteigen. Und die DFL-Mitglieder sollen sich in der heutigen Konferenz verpflichten, auf Klagen gegen diese Regelung zu verzichten.

    Eine wie ich finde völlig ungerechte und den Absteigern gegenüber schäbige Lösung!

    Abgesehen davon, dass ich als Club-Fan immer ein wenig befürchten muss, dass die DFL mit dem Saisonabbruch so lange wartet, bis der Club einen der beiden Abstiegsplätze einnimmt! Die jahrzehntelangen Schiedsrichterfehlpfiffe inkl. VAR-Lotterie gegen uns mögen bei meiner negativen Sichtweise ebenso eine Rolle spielen wie die mehrfache Benachteiligung im Lizenzierungsverfahren.

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    • Zitat block4:

      „Eine wie ich finde völlig ungerechte und den Absteigern gegenüber schäbige Lösung!“

      Genauso isses!

      Ich verstehe überhaupt nicht, dass seitens der DFL über so eine Lösung überhaupt nachgedacht wird. Jeder Mensch, der nur ansatzweise Gerechtigkeitssinn hat, ist sprachlos über diesen unfairen, das Prinzip der sportlichen Fairness mit Füßen tretenden Plan. Ich hoffe, dass dieser Plan von den Vereinen mehrheitlich abgelehnt wird. Sollte das nicht der Fall sein, was ich irgendwie befürchte, sollte das „Fußballvolk“ auf die Barrikaden gehen.

      Was spricht denn dagegen, in dieser Sondersituation auf (willkürlichen) Abstieg, der einen Verein vernichten kann, zu verzichten? Wer hat ein Interesse daran, dass die Bundesligen in der nächsten nicht aufgestockt werden? Das ist doch die einzig faire Lösung, wenn die Saison abgebrochen wird.

      Unglaublich sowas!

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  • „Das wird nicht nur eine Werbung für unseren Fußball, für die Bundesliga, sondern für das ganze Land und insbesondere für die deutsche Politik, die das mit ihrem sehr guten Vorgehen erst möglich gemacht hat. Als ich ein junger Bursche war, war „Made in Germany“ ein Markenzeichen. Das ging in den letzten Jahren etwas verloren. Der Re-Start der Bundesliga zeigt auch: „Made in Germany“ ist wieder ein absolutes Gütesiegel.“
    (Rummenigge in „Sport Bild“)

    Großes Gschmarri halt.
    Vor allem, weil der Schuss auch böse nach hinten losgehen kann. Rein medizinisch gesehen.

    Und weil es Rummelfliege natürlich nicht um unser Land oder „Made in Germany“ geht, sondern nur um seine FC Bayern AG. Es geht ihm auch nicht um „unseren“ Fußball. Denn kein Sportsmann kann wollen, dass es aufgrund der derzeitigen Ungerechtigkeiten Absteiger gibt.

    Ganz zu schweigen davon, dass ein Abstieg vor dem Hintergrund derzeit nicht zu erzielender Einnahmen, beispielsweise auf Transfer- oder Sponsoringmärkten, Vereine zerstören kann und wohl auch zerstören würde.

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    Antwort
    • Der will halt keine Aufstockung, weil es dann aus seiner Sicht 4 sinnlose Spiel mehr gibt. Das ist wie N11 gegen San Marino.

      Da steigt die Belastung für diejenigen, die auf allen Hochzeiten tanzen, man muss die Fernsehgelder noch durch 4 zusätzliche Teilnehmer (1. + 2. Liga) teilen (oh Gott, dann kriegen die Bayern ja 300.000 weniger!), kurzum, es gibt nur Nachteile, wenn man ein egoistischer Drecksack ist und sich nicht um Fairness schert, sondern nur auf seinen Vorteil aus ist.

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      • Genauso ist das, @Optimist, genauso.

        Der International Champions Cup in den Staaten. Der Telekom Cup. Der Audi Cup. Und bei den Freunden in Katar muss man natürlich auch mal vorbeischauen. Nicht zu vergessen die Klub-WM, bei der die pure Anwesenheit jedem Großverein 50 Mio. Euro bringen soll. Fünfzig Mio!

        Dagegen sind die Einnahmen aus etwaigen Heimspielen gegen den SC Paderborn und die DSC Arminia Bielefeld Peanuts.

        Bleibt die Hoffnung, dass die anderen 34 Vereine dieses Mal nicht abnicken. Egal, welche Drohkulissen Rummenigge und Watzke aufbauen. Es geht nicht nur um Geld. Es geht auch um Glaubwürdigkeit.

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        Antwort
  • Eigentlich hätte man sein „Fußball-Fan-Dasein“ aufgrund der Entwicklung im Profifußballbereich
    aus Gründen der Vernunft schon lange ad-acta legen müssen, allerdings spielt halt das Gefühl und
    das Herz auch eine wichtige, wenn nicht die hauptsächliche Rolle.
    Unter dem Motto „Einmal Club-Fan – immer Club-Fan“ haben sich viele (so wie ich) Liga unabhängig automatisch eine Dauerkarte für die nächste Saison gegönnt – man hängt halt an seinem Lieblingsverein oder ist einfach treu.
    Allerdings werde ich die nächsten Wochen sehr genau beobachten, in welcher Art und Weise DFL etc.,
    mit den „Geisterspielen“ und der Auf- und Abstiegsregelung umgeht.
    Die Akzeptanz gegenüber dem momentanen Gebaren der Verantwortlichen (DFL, DFB usw.) ist bei mir
    sehr sehr überschaubar.

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    Antwort
    • Das Herzblut ist bei mir schon seit zwei, drei Jahren weg. Wie hadderna gschbilld, der Club? Ach so, naja.

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  • Dank Corona ist mir Profi – Fußball noch etwas mehr egal.

    Ich frage mich eh schon seit Jahren, repräsentieren diejenigen die das Trikot des 1. FC Nürnberg mich?

    Als Antwort muss ich mir dann immer geben: “Nein, so gut wie jeder Profifussballer spielt da, wo es am meisten zu verdienen gibt.”

    Wahrscheinlich bin ich auch deswegen noch Fan vom Club, weil mich sonst Profi – Fußball nicht interessieren würde. Ich zumindest schau nicht wegen der Schönheit des Spiels zu. Spielt A gegen B im Finale der Champions League und ist es mir vollkommen egal wer gewinnt, würde ich auch nicht zuschauen.

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    Antwort
  • Bei mir ist das Fan sein auch schon mehr Gewohnheit als aktuelle Überzeugung, die hohe Spielerfluktuation, hat man mal tatsächlich ein regionales Talent (was ja schon zwei Ansprüche sind) wird derjenige für verrückt erklärt von Berater& Co. usw. wenn er nicht wechselt zum nächst größeren Verein. Eine Verbindung besteht nur noch mit den Farben und Träumen aus einer Zeit, die es im Fußball gar nicht mehr gibt. Aber das verdrängt man..in Zeiten so einer Pandemie wird einem das jedoch wieder klarer.

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    Antwort
  • Habe gerade gelesen, das Sky optional die passenden Fangesänge bei den Geisterspielen einspielen wird.

    Mal sehen wie das ist wenn in Dauerschleife „Sch**ß DFB!“ läuft…

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    Antwort
  • Zum Thema Fan-Sein: Der Club hat mir in einem langen Fan-Leben Zu-Tode-Betrübtsein (Aufstiegsrunde gegen Saarbrücken, ich glaube 1973 oder 74) und Himmelhochjauchzen beschert (Pokal 2007). Aber ich frage mich auch, wem oder was diese Bindung eigentlich gilt: Den „Farben“? Der (Geburts-)Stadt? Den Spielern bzw. der Mannschaft? (Die nach drei Jahren fast imnmer völlig durchgetauscht sind und mit Nürnberg nichts und mit mir noch weniger zu tun haben.) Das ist alles reichlich irrational.

    Vielleicht ist es aber einfach so, dass Menschen schon immer das Bedürfnis haben, sich etwas anzuschließen, das „größer“ ist als sie, das eine „höhere“ Bedeutung hat. Religion hat(te) diese Funktion ja auch. Und in einer säkularen Gesellschaft sucht sich dieses Bedürfnis halt säkulare Objekte: Die großen Stadien sind die Kathedralen unserer Zeit. Das Event-Geschehen sind die Gottesdienste. (Und das Sky-Abo vielleicht der Ablass.) Wie gesagt, völlig irrational. Aber der Mensch braucht so etwas wohl. (Und besser natürlich, wir versammeln uns zum Fußball als zum Kreuzzug. Das ist schon ein zivilisatorischer Fortschritt.)

    Es stimmt: Die Krise macht das alles sichtbar, spürbar.

    Gute Nacht. Bleibt gesund. Und Clubfan! 🙂

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    Antwort
  • Wie dumm muß mann sein, wenn man so handelt wie Heiko Herrlich.
    Und danach hatte er vermutlich auch Kontakt zu anderen, die dort in Quarantäne waren. Also müßte eigentlich der FCA ausgeschlossen werden.
    Für mich ein Zeichen, daß sie das endlich canceln sollten mit dem Weiterspielen. Es macht einfach keinen Sinn.

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    Antwort
    • Tja, die Fußballmillionäre nehmen das nicht so ernst mit Corona. Hat man ja bei Hertha gesehen.
      Die meinen ihre Millionen schützen sie auch vor dem Virus. Reicht schon, wenn der Mop sich die
      Maske aufsetzt und zuhause bleibt.

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      Antwort

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