Analyse: Ball verloren, Torwart verloren, Spiel verloren #FCN #FCSPFCN

Analyse zu FC St. Pauli – 1. FC Nürnberg 1:0 (0:0) – Der Club setzt in vielen Aspekten das fort, was er vor der zehnwöchigen Zwangspause auch getan hat. Er nutzt seine Chancen nicht und bringt sich durch individuelle Fehler um den möglichen Ertrag.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb. 1: Startformation

… war in Sachen Formation unverändert zu den Spielen vor der Pause. Das 4-4-2/4-2-3-1-Hybrid-System, bei dem Behrens mal eher die Zehn hinter den Spitzen, mal eher die zweite Spitze gab, behielt Jens Keller auch bei der Fortsetzung des Spielbetriebs bei. In Sachen personelle Besetzung veränderte der Trainer dann dennoch manches. Die Viererkette bildeten Sorg, Margreitter, Mavropanos und Handwerker. Davor bot Keller Geis und Nürnberger zentral sowie Hack und Dovedan auf außen auf. Vor Behrens spielte etwas überraschend nicht Frey, sondern Zrelak.

Der Grund hierfür war relativ schnell erkennbar, der Aufbau wurde weitaus weniger per langem hohem Ball ins Zentrum gesucht und stattdessen sollte flach aufgebaut werden. Gleichzeitig sollten Behrens und Zrelak die Hamburger beim Aufbau durch hartes Anlaufen stören, gerade in der Anfangsphase gelang dies gut. Der Club kam auch auf Grund dieser Vorgaben gut ins Spiel, hatte teilweise höchstkarätige Chancen und hielt St. Pauli mit einer Ausnahme vom eigenen Tor gut weg.

Abb. 2: Realtaktische Aufstellung

Die Statik des Spiels änderte sich nach dem Platzverweis für Christian Mathenia (siehe auch 2.). Dornebusch ging ins Tor, für ihn musste Geis weichen, die Formation wurde so adaptiert, dass Behrens ins Zentrum neben Nürnberger rückte, Zrelak alleine in der Spitze agierte. Es folgten im weiteren Spielverlauf noch positionsgetreue Wechsel von Zrelak auf Frey, Dovedan auf Schleusener (64.), Behrens auf Erras und Hack auf Heise (78.).

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… war eindeutig der Platzverweis für Christian Mathenia. Der Club lag bis dahin in allen Kategorien vorne, hatte wesentlich mehr Ballbesitz (62,5:37,5), hatte fast doppelt so viele Angriffe wie St. Pauli gefahren (24:13), hatte öfter aufs Tor geschossen (12:7), war dabei auch gefährlicher (0,97:0,88 xG, davon 0,7 von St. Pauli in der Doppelchance von Sobotta und Benatelli in der 19. Minute) und hatte durch aggressives Pressing (PPDA: 5,93) dafür gesorgt, dass St. Pauli deutlich weniger Passgenauigkeit hatte als man selbst (84,2%:77,6%). Der FCN hatte keine vollständig dominante Leistung hingelegt, war aber bis zu diesem Zeitpunkt klar besser im Spiel als der Gegner.

Abb 3.: Chancenspielfilm

Nach dem Platzverweis dagegen war der Club klar unterlegen. Der PPDA-Wert fiel auf 23, weil man nun deutlich passiver agierte, was auch am Ballbesitzwert, der sich nun fast vollständig umkehrte (38,8:61,1), erkennen konnte und auch daran, dass die Passgenauigkeit von St. Pauli durch den mangelnden Druck plötzlich auf 88% hochschnellte. Auch die anderen Kennzahlen drehten sich um: St. Pauli kam auf sechs Torschüsse, der Club nur noch auf zwei, die Zahl der Angriffe war nun achtzehn bei den Gastgebern und nur noch 9 beim FCN; besonders auffällig hier, dass St. Pauli plötzlich fünf Konterangriffe fahren konnte, vorher waren es nur insgesamt zwei gewesen. Eine dieser Situationen führte dann auch zum Gegentreffer für den Club.

Abb. 4: Angriffe pro Minute

Eine generelle Auffälligkeit, die dem Club dann letztlich auch zum Verhängnis wurde, ist die hohe Formationslinie. Phasenweise bis zu 66 Meter vom eigenen Tor entfernt wurden die Hamburger erstmals gestellt. Auch das war ein Faktor darin, dass über lange Zeit St. Pauli eine deutlich schlechtere Passquote als der FCN hatte, die Gastgeber hatten schlichtweg wenig Platz zum Aufbauen und Anspielen. Allerdings bewirkte das hohe Stehen auch, dass bei Fehlern im Aufbau viel Raum hinter der Abwehr war. In den zwei entscheidenden Szenen des Spiels war genau dies der Fall: Nach Behrens‘ Fehler im Aufbau vor dem Platzverweis für Mathenia und bei Heises Fehlpass vor dem 0:1.

3. Das Spiel war entschieden, als …

… der Schuss von Viktor Gyökeres das Netz fand. Zwar hatte der Club da noch fast zehn Minuten Zeit, am Ergebnis etwas zu drehen, aber Druck entfaltete er in Unterzahl zu keinem Zeitpunkt. Zusätzlich fehlten nach den Wechseln auch die agilen und kreativen Spieler in vorderster Linie. Der FCN war und bleib nach der Roten Karte einfach zu harmlos und verfiel nach der Einwechslung von Frey auch wieder zu sehr ins Brechstangenmuster.

4. Das Fazit …

… fällt gleichzeitig alarmiert und optimistisch aus. Dieser Gegensatz ergibt sich aus Ergebnis und Tabellensituation einerseits und Spielweise bis zum Platzverweis andererseits. Denn einerseits macht angesichts der sehr kurzen Vorbereitungszeit die Tatsache, dass deutlich Umstellungen und Verbesserungen erkennbar sind, eben durchaus Mut. Der flache Spielaufbau nach vorne ohne die langen Schläge Richtung Frey war deutlich besser anzusehen. Auch das recht forsche frühe Pressing und das konsequente Aufrücken waren auf ihre Art und Weise als Fortschritt zu werten.

Abb. 5: Formationslinie und Pressing

Gleichzeitig sind es genau diese Aspekte, die am Ende auch für das Ergebnis verantwortlich sind. Durch das hohe Stehen lief der Club zweimal in Konter, einmal resultierte daraus eine Rote Karte, das andere Mal ein Gegentor. Entstanden sind beide Situationen aus individuellen Fehlern, die Tatsache, dass der FCN nicht zur Pause mit 1:0 führte lag auch an einem individuellen Fehler. In der Häufung sind das dann einfach trotz ordentlicher Mannschaftsleistung zu viele Fehler, zu viel ging auf der Ebene der Einzelspieler noch schief.

Eingedenk dessen, dass mit Wehen, Karlsruhe und Bochum die drei Teams hinter dem FCN, die gespielt haben, auch gewonnen haben, sorgt das Ergebnis am Millerntor dann eben doch für Sorgenfalten. Zum einen auf Grund der Tabellensituation acht Spieltag vor Schluss, zum anderen aber auch auf der Dynamik des Spiels. Es war weder das erste Spiel, das mit konsequenter Chancenverwertung zu Gunsten des FCN ausgeht, noch das erste Spiel, das der Club auf Grund eines eigenen Platzverweises zu seinen Ungunsten dreht.

Wenn selbst eine zehnwöchige Pause und die völlige Abwesenheit von Zuschauern diese Dynamiken nicht vertreibt, dann kann einem doch Angst und Bange hinsichtlich des Ligaverbleibs des 1. FC Nürnberg werden.

5. Die Stimmen…

Abb. 6: Ergebniswahrscheinlichkeiten

Jens Keller: „Die letzten Wochen waren für alle sehr schwierig. Keiner wusste, wo man nach der langen Pause steht. Ich war dann sehr beeindruckt von meiner Mannschaft, sie hat in den ersten 45 Minuten ein tolles Spiel gemacht. Unser taktisches Konzept ging voll auf. Wir haben Spielfreude gezeigt, hatten ein gutes Gegenpressing und haben gut umgeschaltet. Nur die Tore haben gefehlt. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir es im Griff. Dann leisten wir uns einen leichten Fehler, bekommen den Konter und die Rote Karte. Wir haben es dann auch in Unterzahl gut gemacht, hatten noch Chancen, kassieren aber das Gegentor. Leider fahren wir mit null Punkten nach Hause, das ist sehr ärgerlich.“

Jos Luhukay: „Wir sind heute der glückliche Gewinner. Wir haben gegen eine sehr starke Nürnberger Mannschaft gespielt. Sie haben uns vor allem in der ersten Halbzeit vor Probleme gestellt, weil sie gut verteidigt und sehr schnell umgeschaltet haben. So hatten sie drei, vier gute Möglichkeiten. Wir hatten zwei Chancen, wo wir hätten treffen können. Auch nach der Pause war es schwer. Uns fehlte manchmal die Genauigkeit. Auch mit einem Mann mehr blieb es spannend, weil Nürnberg sehr kontrolliert war und auf Konter gelauert hat. Für uns war Geduld gefragt. Das Tor war dann eine starke Einzelaktion von Victor Gyökeres.“

Hanno Behrens: „Aufgrund des Ergebnisses war dieses Spiel für uns sehr bitter. Es war ohne die Zuschauer schon ein merkwürdiges Gefühl, aber wir konnten das gut ausblenden. Wir sind gut ins Spiel gekommen und waren bis zur Roten Karte die klar bessere Mannschaft. Wir müssen vorher schon in Führung gehen, so war das ziemlich bitter. Wir waren zwar auch mit zehn Mann im Spiel, kassieren dann aber kurz vor dem Ende das Tor.“

Daniel Buballa: „Wir mussten uns erstmal an die Situation gewöhnen. Für jeden, der heute dabei war, war das eine neue Atmosphäre. Wir haben von Beginn an versucht, die Sachen umzusetzen, die wir vor der Spielpause gemacht haben. Nürnberg hat das aber gut gemacht und war in der ersten Halbzeit einen Tick besser als wir. Die Rote Karte hat uns das Leben natürlich erleichtert. Dennoch auch ein Kompliment an die Mannschaft, die das souverän runtergespielt hat und nicht nervös geworden ist.“

Fabian Nürnberger: „Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden. Ich bin sauer und frustriert. Wir hatten das Spiel komplett in der Hand, hatten große Torchancen. Wenn wir die Chancen nutzen, gehen wir mit einem anderen Gefühl in die Halbzeit. Wir kommen zwar gut aus der Pause. Dann gibt es eine Situation, in der wir unglücklich stehen. Chris kommt raus, berührt ihn leicht. Mit dieser Situation kippt das Spiel, da ist es uns aus den Händen geglitten. Am Ende kriegen wir unglücklich das 0:1.“

Robin Himmelmann: „Wir hatten in der ersten Halbzeit zu große Abstände, haben zu viele Bälle verloren. Die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt. Danach hatten die Nürnberger keine Torchance mehr. Am Ende haben wir das Spiel gewonnen, waren aber über weite Strecken die unterlegene Mannschaft.“

6. Die Statistik …

St. Pauli Nürnberg
Grundlagen
1 Tore 0
13 (7) Schüsse (aufs Tor) 14 (5)
430 (83%) Pässe (angekommen) 420 (85%)
48,12% Ballbesitz 51,88%
108 Ballverluste 108
7 Ecken 4
111,47 Laufleistung (in km) 108,64
13 Fouls 8
Advanced Metrics
1,62 xG 1,16
1,73 xP 1,01
10,47 PPDA 16,43
4,1 APPP 3,82
Auffälligkeiten
49,2 Formationslinie (Ø) 60,2
105 Ballbesitzphasen 110
52 Ballbesitzphasen (geg. Hälfte) 64
12) Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 11
76% Passquote ins letzte Drittel 62%
26,8m Passlänge ins letzte Drittel (Ø) 32,1m
47 Abgefangene Bälle 53
22 Weggeschlagene Bälle 9

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammt von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team. Mit „tiefen Pässen“ meint Wyscout Pässe, die innerhalb eines Radius von 20 Metern um das gegnerische Tor ankommen. Als „kluger Pass“ definiert Wyscout einen „Ball, der den Angriff der eigenen Mannschaft auf eine kreative Art und Weise entwickelt.“

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 3- 4 5 5 6,6/10
CU-Urteil: Mit starken Paraden in der ersten Halbzeit. Vor dem Platzverweis aber mit schlechtem Timing.
Oliver Sorg 4 4,5 4 4 6,5/10
CU-Urteil: Immer wieder im Eins-gegen-Eins mit Problemen, einige ordentlich abgefangene Bälle verhindern das „mangelhaft“ deutlich.
Georg Margreitter 3- 3,5 4 3 6,6/10
CU-Urteil: Fahrig im Aufbau, defensiv aber solide.
Dinos Mavropanos +3 2 2 3 7,0/10
CU-Urteil: Defensiv wie immer sehr present. Allerdings manchmal zu wagemutig bei den Tacklings.
Tim Handwerker 3- 3 3 3 7,0/10
CU-Urteil Vor der Pause tat er sich einige Male schwer mit den Hamburger Außen, kam dann besser ins Spiel und war immer wieder ums Antreiben bemüht. /em>
Johannes Geis +4 3,5 4 3 7,3/10
CU-Urteil: Ordentlich ohne zu glänzen. Musste nach Mathenias Platzverweis überraschend weichen, damit ein neuer Torwart ins Spiel konnte.
Fabian Nürnberger 4 3,5 3 3 6,7/10
CU-Urteil: Manchmal mit ungeschickten Bewegungen und die Art, wie er mit tiefem Körperschwerpunkt in den Zweikampf geht, ist immer noch gewöhnungsbedürftig. War aber immer um Dynamik bemüht.
Hanno Behrens 4- 4,5 3 4 6,4/10
CU-Urteil: Vor der Pause mit einigen guten Momenten im Aufbau, nach der Pause immer fahriger und mit entscheidendem Fehlpass vor der Roten Karte.
Nikola Dovedan +5 4 5 5 6,6/10
CU-Urteil: Vergab die größte Chance für den FCN kläglich, anfangs noch mit einigen guten Ideen. Später dann völlig abgemeldet.
Robin Hack +4 3,5 4 3 6,9/10
CU-Urteil: Dribbelte sich oft fest, hatte aber dennoch lichte Momente im Aufbau.
Adam Zrelak 4 4,5 4 4 6,5/10
CU-Urteil: Vor Dovedans Großchance mit guter Ablage, hatte auch davor schon zwei gute Gelegenheiten, die er ungnutzt ließ. War bei den flachen Anspielen präsent, besetzte aber das Zentrum nicht immer.
Felix Dornebusch 3- 3 4 3 6,4/10
CU-Urteil: Beim Gegentor chancenlos. Sonst souverän.
Fabian Schleusener 5 5 5,9/10
CU-Urteil: Gänzlich ohne Bindung zum Spiel, fiel nur durch eine Szene auf, in der er Foul fordert und nicht bekam.
Michael Frey +5 5 6,0/10
CU-Urteil: War auch fast völlig abgemeldet, hatte aber zumindest Abschlüsse.
Philip Heise 6,2/10
CU-Urteil: Kam nach 78 Minuten für Hack. Leistete sich den Fehlpass, der das Gegentor einleitete. Auch sonst keine positiven Ausrufezeichen.
Patrick Erras 5,9/10
CU-Urteil: Ersetzte Behrens nach 78 Minuten. War kein Stabilisator.

73 Gedanken zu „Analyse: Ball verloren, Torwart verloren, Spiel verloren #FCN #FCSPFCN

  • Nichts neues.Die Luftmatratze hat ein Loch und die Luft wird immer weniger.

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  • Ich entschuldige mich im voraus für diese Unsportlichkeit, aber: Wäre ich Sportvorstand würde es noch vor dem nächsten Spieltag einige Corona Positivtests geben. Nur mit diesem Kunstgriff ist der 15. Tabellenplatz zu sichern.

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    • Warum nicht einfach die „Pandemie“ nutzen, gemütlich insolvent gehen und in der RL Bayern wieder anfangen? Auch so eine Idee, denn an dem Geistergekasper das ja noch monatelang so weitergehen wird muß man ja nicht zwingend teilnehmen.

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  • Auch zum Ende des letzten Jahres hätte das Fazit gepasst, denn es waren Fortschritte zu erkennen, wenn diese auch nicht unbedingt tabellarisch abgeildet wurden. Nach der Winterpause war es irgendwie ähnlich. Eigentlich sichtbare Verbesserungen, aber die Abstiegszone rückte trotzdem näher. Denn da waren weiterhin der Mangel an heraus gespielten Chancen, hilflose Verwertung der wenigen klaren Tormöglichkeiten, sowie einige unerklärlich schlechte Partien, mit denen keiner mehr gerechnet hätte.

    Jetzt nach dem Corona-Lockdown ein unverändertes Bild. Eine an sich gute Halbzeit mit 2 verschenkten Großchancen (Zrelak, Dovedan). Eine Unaufmerksamkeit in der Defensive und daraus folgend Rot, Gegentor, kein wirkliches Aufbäumen, der Tabellenkeller nah wie nie.

    Da schönsten theoretischen Verbesserungen helfen einfach Null, wenn es dafür keine Punkte gibt! Es deutet viel auf einen Abstieg hin, bei dem sich hinterher alle Fragen, wie das nur passieren konnte…

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  • Was mich einfach schon die ganze Saison stört ist die Tatsache, das diese Mannschaft sich nach Rückschlägen nicht wehrt. Da ist kein Aufbäumen und keine „Jetzt erst recht“-Einstellung zu sehen. Da wird sich einfach dem Schicksal ergeben nach dem Motto „es ist halt so wie es ist“. Man kann doch auch zu zehnt weiter mutig spielen wenn man vorher gut im Spiel war, oder nicht!? Da kam dann aber gestern von der Bank speziell durch die Auswechslungen auch kein Zeichen der Ermunterung. Im Gegenteil, da wurde auch der Rückzug angetreten und das Spiel laufen gelassen. Nach dem Rückstand waren es noch zehn Minuten Zeit inkl. Nachspielzeit. Torchancen für unsere Mannschaft? Null. Nullkommanull. Das ist einfach zu wenig und macht die teilweise positiven Anzeichen der ersten Hälfte komplett kaputt. Ich sage: Dieser Mannschaft fehlt der Charakter, da ist kein Leben drin, und das haben uns die Konkurrenten voraus. Die wollen drin bleiben mit aller Macht. Bei unseren Spielern wirkt das nicht so, im Gegenteil, tut mir leid.
    Das werden ganz harte und vermutlich deprimierende Wochen (Monate? Jahre?). Keller muss dringend Abstiegskämpfer finden, sonst geht es runter in Liga drei.

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    • Kein Aufbäumen, wenig Gegenwehr gegen die drohende Niederlage. Das passiert, wenn man keine Mannschaft ist, sondern 11 Spieler.

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      • *10 Spieler.

        Den Willen würde ich der Mannschaft nicht absprechen, aber gerade wenn man „muss“, zeigt sich halt die spielerische Limitiertheit.

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    • Was mich einfach schon die ganze Saison stört ist die Tatsache, das diese Mannschaft sich nach Rückschlägen nicht wehrt. Da ist kein Aufbäumen und keine „Jetzt erst recht“-Einstellung zu sehen

      Genau den Eindruck habe ich auch, schon unter Canadi lückenlos bis heute. Wir haben glaube ich noch kein Spiel in der Endphase rumgerissen aber unzählige male die Gegner. Ich glaube unseren Schlußviertelstunden sind die schwächsten ligaweit.

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  • Der Club hatte drei Großchancen. Bei der ersten läuft ein Clubberer auf den Torwart zu – der sich außerhalb des Strafraums befindet. Anstatt den Torwart zu überlupfen wird versucht unten an ihm vorbeizukommen. Es wäre viel besser gewesen, über ihn zu schießen, da der Torwart dann die Hände zu Hilfe nehmen müsste – damit rot.

    Zweite Großchance: „Kopfball“ von Zrelak. Da stehen einem die Haare zu Berge. Perfekt getimte Flanke, Zrelak ist mutterseelenallein und – anstatt den Ball zu drücken – köpft er drüber. Wäre der Ball aufs Tor gekommen, hätte der Torwart ihn gehalten. So einen Ball muss ein Stürmer einfach im Eck unterbringen – sonst hat er das Prädikat Stürmer nicht verdient. Oder zumindest an den Pfosten köpfen. Das ist ein Muster bei Zrelak – ein wahrer Chancentod.

    Die dritte – vergeben von Dovedan – setzte dem Ganzen dann die Krone auf. Dass wir dann durch einen individuellen Fehler das Spiel verlieren werden war ab dem Zeitpunkt doch klar.

    Spielanlage gut, aber das bringt niemanden weiter. Wir stehen aufgrund der vielen individuellen Fehler zurecht da unten und nachdem die Konkurrenten punkten wird mir bange.

    Spielt der 16. eigentlich Relegation oder steigen nur 2 Mannschaften ab?

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    • Gute Frage.

      Mal angenommen, die Zweite Liga wird tatsächlich ohne Abbruch nach 34 Spieltagen beendet, müsste der Relegant aus Liga zwei wohl eine Weile warten, bis der Drittplatzierte aus Liga drei feststehen würde.

      Sehr fraglich überhaupt, ob die Dritte Liga die Saison zu Ende spielen wird. In Sachsen-Anhalt (bis 27. Mai) und Thüringen (bis 5. Juni) sind vorerst Mannschaftstraining und Wettkämpfe von den Behörden verboten worden. Bei der letzten Abstimmung waren zehn Vereine für eine Fortsetzung, acht dagegen, bei zwei Enthaltungen.

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      • Mal angenommen, die Zweite Liga wird tatsächlich ohne Abbruch nach 34 Spieltagen beendet, müsste der Relegant aus Liga zwei wohl eine Weile warten, bis der Drittplatzierte aus Liga drei feststehen würde.

        Wenns denn der Reli Platz wird, wird sind auch mühelos mit einem nur 1 Spieltag auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Karlsruher T17 haben nach ihrem Dreier ihren Überlebenswillen geweckt und was im Abstiegskampf zählt ist der Wille. Karlsruhe hat den leichteren Gegner am nächsten Spieltag

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    • Ja, der Kopfball war eigentlich eine Frechheit. Ohne Spannung einfach die Rübe hinhalten reicht nicht. Da muss man dem Ball schon entgegenspringen, wenn man ihn drücken will. Wenn ich nur daran denke, was Behrens oder Margreitter aus so einer Flanke gemacht hätten…

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  • „Immer wieder im Eins-gegen-Eins mit Problemen, einige ordentlich abgefangene Bälle verhindern das „mangelhaft“ deutlich. Sorry, aber Herr Sorg hatte nicht nur „Probleme“ Eins-gegen-Eins. Und wenn „ordentlich abgefangene Bälle“ auch beinhaltet den Ball vor der Grundlinie ins Aus zu hauen und einen Eckball damit zu verursachen, dann weiß ich auch nicht. Herr Sorg wirkte körperlich nicht im Stande Leistung abzurufen. Oder viel nur mir der Bauchansatz auf?
    Wie auch immer, er kommt mir bei der Beurteilung zu gut weg. Für mich Totalausfall.

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    • Totalausfall geht mir etwas weit, aber zumindest ist er deutlich gegenüber seinem linken Pendant Tim Handwerker abgefallen, der für mein Empfinden ohnehin ein Aktivposten war. Hier ist auf jeden Fall der Unterschied von einer „Halbnote“ deutlich zu wenig, wobei ich eher Handwerker besser benoten würde.

      Ich finde der Junge hat sich wirklich stark verbessert und ist inzwischen ein Leistungsträger. Da hätte es den LV-Nachschlag nicht wirklich gebraucht und man hätte lieber mit einem richtigen 6er nachlegen sollen. Immernoch empfinde ich unser zentrales Mittelfeld als Problemzone, da ist keiner, der den tödlichen Pass spielen kann.

      Die Auswechslungen 4 und 5 hätte es besser nicht gegeben, denn sie waren fatal. Der verhängnisvolle Fehlpass von Heise war an Erras adressiert, der nach meinem Gefühl auch ein wenig langsam geschaut hatte, so dass ich ihm eine Mitschuld geben würde.

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      • Für mich war Handwerker auch positiv. Ich finde sowieso, dass er als einer der wenigen im Kader eine gute Entwicklung genommen hat, Ich wundere mich auch, dass Sorg immer wieder aufgestellt wird. Er ist viel zu behäbig. Entweder ist er so langsam oder er hat schlichtweg Übergewicht.

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        • Er war halt fast alternativlos, nachdem Vale verletzt war. Sonst müsste man entweder Mühl nehmen (was auch schon schiefging) oder Heise/Nürnberger seitenverkehrt aufbieten. Wobei Nürnberger auf der 6 gebraucht wird. Was willste machen…?

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          • Ich will nicht populistisch sein und nach den ach so vielen fähigen und motivierten Spielern aus der Zweiten rufen. Aber anstatt von Sorg könnte ich mir schon mal einen jungen Spieler aus der zweiten Reihe testhalber vorstellen, zumal 5 Auswechslungen für mehr Flexibilität bzgl. möglichen Reaktionen im Spiel sorgen.

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  • Niemals hätte ich gedacht, dass ich dies jemals sagen würde, aber ich vermisse Jäger!

    Nicht seine spielerische Unbeholfenheit. Aber seinen unbeugsamen Kampfgeist. Er scheint der einzige im Kader gewesen zu sein, der sich mit all seinen beschränkten Mitteln wehrte. Unsere Jungs sind einfach sympathisch und nett, menschlich top. Sie wollen, sind für Kampf aber charakterlich schlicht nicht in der Lage: Wenn der böse Gegner ihnen das Pausenbrot aus der Hand stibitzt, ziehen sie sich in die Schmollecke zurück, statt diesem mal in die Hand zu beißen.

    Ob man eventuell Effe zu einem Kurzcomeback überreden könnte? Oder den unermüdlich ackernden Zrelak als Abfangjäger installieren? In der Sturmspitze zementiert er nur seinen verdienten Ruf als Chancentod. Vielleicht wäre er weiter hinten besser aufgehoben? Oder hätten wir einen passenden Typen in der U21?

    Falls keine deutliche Besserung eintritt, tritt das Unfassbare ein. Und das, dessen Namen ich nicht aussprechen will, MUSS unter allen Umständen verhindert werden!

    Und was ist eigentlich mit dem Glück? So rar wie sich das in den vergangenen Dekaden am Valznerweiher gemacht hat, ist es definitiv in einer riesigen Bringschuld! Deshalb fordere ich hiermit das Glück auf, endlich auch beim Club seine verdammte Pflicht zu tun…

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  • Es geht das Gerücht um, dass Palikuca auf Sky das Aue-Spiel zu Kellers Ultimatum ausgerufen hat. Hat jemand das auf Sky gesehen oder ist es nur ein weiteres Gerücht aus dem Clubforum?

    Haben wir eigentlich schon schon einmal den Abstieg verhindert, wenn wir 3 oder mehr Trainer in einer Saison hatten?

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  • Als ob es am Trainer liegt, den Kader würden auch Kloppo, Simeone oder Guardiola nicht vor dem Abstieg retten können. Da fehlt es nicht nur am Können, die Zusammenstellung ist mangelhaft, die Fitness immer defizitär sondern auch am Wollen: Aufbäumen nach Rückständen ist regelmässig Fehlanzeige. Die ganze Saison schon reicht es nur für 10 bis 50 passable Minuten bis die Leistung auf 0 fällt.

    Was soll denn da ein weiterer Trainerwechsel bringen?

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    • All das konnte man letztes Jahr auch über Ingolstadt sagen – bis sie Keller entlasen haben und sie unter Oral angefangen haben die Gegner aus dem Stadion zu klatschen…

      Und bisher spielen wir die Saison von Ingolstadt ja fast 1:1 nach…

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      • Mit welcher Konsequenz? Sollen wir jetzt Oral verpflichten?

        Den Typen pack ich ja garnicht….

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        • Das war keine Handlungsanweisung, nur die Evidenz, dass der Wechsel weg von Keller durchaus schon positive Effekte hatte. Und das war ja die Frage.

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          • Union Berlin war das Gegenbeispiel, aber das war auch kein Abstiegskampf.

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            • Gegenspiel ist relativ, besser waren sie klarerweise nicht, viel schlechter aber auch nicht. Wenn man zur Hinrunde fünf Punkte hinter den Aufstiegsrängen liegt und am Ende neun Punkte dahinter, dann würde man meinen, dass der Trend einfach fortgesetzt wurde.

              Mir wäre kein Team in Erinnerung, das ohne Keller merklich schlechter geworden wäre.

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              • Naja, ich finde den Punkteabstand weniger signifikant als den Tabellenplatz: Hinrundentabelle 4. Platz, Rückrundentabelle 13. Platz. Das halte ich schon für offensichtlich. Ich erinnere mich gut, dass ich mich damals gefreut habe, weil sie sich mit dem Trainerwechsel selbst aus dem Rennen um den Aufstieg genommen haben.

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                • Sie waren nie ernsthaft im Aufstiegsrennen, auch wenn deren sportliche Leitung das anders gesehen hat. Tabellenplätze sagen in Liga 2 nicht viel, weil die Punkteabstände viel zu knapp sind. Fünf Punkte sind schnell verspielt, das meiste davon haben sie am Anfang aufgerissen, als die Mannschaft eben noch den unter Keller schon vorhandenen Durchhänger hatte.

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      • Und letztendlich im Relegationsspiel Nr. 2, dem
        entscheidenten Moment, alles zu verkacken. Das Kapitel ‚Thomas Oral, der Weg war umsonst‘.

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        • Um letztendlich im Relegationsspiel Nr. 2, dem
          entscheidenten Moment, alles zu verkacken. Das Kapitel ‚Thomas Oral, der Weg war umsonst‘.

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      • Einen weitern Trainerwechsel halte ich jetzt für sinnlos und wird nichts drehen vor allem in der speziellen Situation mit der Krise dazu, das ist ja auch für jeden Trainer Neuland. Das wäre egal wie es ausgeht noch eine Abfindung mehr. Außerdem glaube ich wird an der Mannschaft auch der nächste Trainer scheitern. Die jetzt da sind müssen es richten oder nicht, alle – einschließlich Trainer.

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    • Uli Digmayer ist eben nicht nur Journalist, sondern auch Fan. Und wie bei Köllner wider besseren Wissens der Umfeld-Ruhe wegen zu lange zu schweigen, dafür dürfte der rotschwarze Frust inzwischen zu groß geworden sein.

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    • Netter Kommentar voller Bitterkeit und Selbstironie. Aber Klartext worüber? Dass der Club ein Depp ist und sich alles selbst vermasselt? Eine Kritik am Trainer kann ich da nicht rauslesen, wäre auch nicht angebracht. Er hat das Team hervorragend eingestellt und gut durch diese seltsame Vorbereitung gebracht. Er kann halt die Tore nicht selbst schießen und für seinen Torwart einen Konter weggrätschen kann er auch nicht.

      Eine Trainerdiskussion finde ich komplett daneben. Schon wieder? Wer sollte den Karren aus dem Dreck ziehen? Peter Neururer? (Scherz).

      Nein, Keller passt. Jetzt muss das Team noch mitspielen.

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      • @Optimist:

        Falls du meinst, ich wollte mit dem Hinweis auf den Digmayer-Artikel eine Trainer-Diskussion anzetteln, hast du mich missverstanden. Ich weiß gar nicht, was das Thema „Trainer“ mit diesem Artikel zu tun haben soll. Was die Trainerfrage anbelangt, bin ich übrigens der gleichen Meinung wie du.

        Mit „Klartext“ meine ich, dass endlich mal jemand von der Lokalpresse deutlich seinen Unmut über das Trauerspiel äußert, das unsere Mannschaft (d.h. die Spieler) schon seit langem bietet.

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        • @belschanov:

          das kam dann von mir auch missverständlich rüber. Ich wollte dir nicht eine Trainerdiskussion unterstellen, sondern habe nur den Artikel aufgegriffen, um diese als unsinnig hinzustellen. Vielleicht war ich da etwas von @block4 animiert, der in seiner Antwort zwar nicht Keller angreift, aber mit der Parallele zu Köllner immerhin die Trainerfrage aufgreift. Da hätte ich wohl besser direkt auf seine Replik geantwortet.

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          • Wobei ich ebenfalls keine Änderung auf der Trainerposition für sinnvoll erachte. Bei nur noch 8 Spielen in kürzester Zeit brächte das nichts. Ich erinnere mich schaudernd an Motivationsreden mit Gras fressen und brennendem Rasen…

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  • Ich habe nach der roten Karte ausgeschaltet, weil irgendwie klar war, das kommt, was kommen musste und wenn es ein einziger Angriff der Gastgeber noch ist. Ein späterer emotionsloser Blick auf das Endergebnis hat es dann bestätigt und ich war froh ausgeschaltet zu haben. Die Noten nehme ich daher kommentarlos zu Kenntnis 😮 wenn die Spieler wenigstens ihren Job so gewissenhaft wie Florian machen würden. Es ist so ein Halb-Wollen man spielt schon mit die erste Halbzeit sogar gut, aber dieser Punch dieses alles reinwerfen und punkten wollen, komme was will, fehlt schon die ganze Saison. Das entscheidende Quäntchen fehlt immer, vor dem gegnerischen Tor und! im Spiel insgesamt.

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  • Unlucky Mathenia, im Hinspiel ein Kniescheibenbruch bei der allerletzten Aktion, im Rückspiel eine rote Karte, ich glaube Mathenia hat von St. Pauli auch die Schnauze voll aber irgendwie symbolisch für diese Saison.

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    • Das muss man leider im Rückblick angesichts seiner schlechten Leistungen von jedem zweiten Gegner in dieser Saison sagen. Sicher kann es immer passieren, dass man zu spät kommt und sich eine rote Karte abholt, aber Mathenia hat uns diese Saison bestimmt schon 8 Punkte gekostet. Er ist zentraler Teil einer langen Kette an Unzulänglichkeiten im Kader. Kein Wunder, dass er beim Kicker auf Basis seiner Statistiken als schwächster Torwart der Liga gilt.

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  • Florian, wenn hier einer dies wissen dürfte, dann du: gäbe es nicht in der U21 bzw. U19 Spieler, die unbefangen und ohne Druck unserem Team gut tun könnten?

    Gerade jetzt, bei 5 Wechselmöglichkeiten, könnten die frischen Schwung in ein bei Rückstand erstarrtes Team bringen.

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    • Um konkret zu sein: wäre Schleimer eine Option? Knothe als IV dürfte eher für die nächste Saison relevant sein, aber Schleimer hatte doch eine recht ansehnliche Quote, oder?

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      • Knothe hat sich nen Muskelfaserriss im Training zugezogen, der ist eh raus. Schleimer ist mMn schon soweit, dass man ihn mal als Außenstürmer bringen kann, gerade die Überlegung mal Hack auf rechts zu ziehen und Schleimer dann über links zu bringen, nachdem auf rechts eigentlich keiner so recht zündet, wäre durchaus was, weil Schleimer halt sowohl technisch beschlagen ist, als auch Zug zum Tor hat. Inwiefern das aus der RL in die Zweite Liga übertragbar ist, ist natürlich immer die Kernfrage, aber vom rohen Talent her, wäre Schleimer definitiv ne Alternative.

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  • Selten haben wir hier so ähnliche Ansichten wie in der aktuellen Situation. Normalerweise reiben wir uns hier ja auch etwas aneinander. Aber ich denke, dass wir allesamt ratlos und fassungslos ob der gezeigten Leistung in dieser Saison sind.

    Wie immer mein Kommentar (inzwischen seit knapp einem Jahr): Bornemann hätte nie gehen dürfen. Der noch größere Fehler war aber die Verpflichtung von Palikuca. Dem sollte ein Ultimatum gestellt werden.
    Ich bin gegen einen Trainerwechsel. Im Übrigen vermute ich, dass ein Trainerwechsel nicht geht, da der neue Trainer ja erstmal zwei Wochen in Quarantäne müsste, bevor er Kontakt zur Mannschaft haben dürfte.

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    • Bis auf die Aussage, dass Bornemann nie hätte gehen dürfen, bin ich ganz bei dir.

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    • Wie sähe denn so ein Ultimatum konkret aus? Was muss bis wann passiert sein? Und inwieweit liegt das im Einflussbereich von Palikuca?

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  • Kurzer Nachtrag:

    Ich halte es übrigens von den Vereinen, die auf abstiegsbedrohten Plätzen (aber nicht auf Abstiegsplätzen) standen als angestimmte grob fahrlässig, für die Fortführung der Saison zu stimmen.

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  • Eine noch schwierigere Saison kann ein Sportvorstand zum Einstieg gar nicht haben, das muß man Palikuca zugestehen, ich habe ihn auch immer supportet aber schon vor der Krise waren da so viele selbstgemachte Problemfelder, dazu die erste Trainerwahl mit Canadi, der Kader, der einfach nicht funktioniert zusammen, daß ich auch meine jetzt wartet man den restlichen Verlauf ab und wie es ausgeht, aber dann muss man auch ein Resumee ziehen und Palikuca hinterfragen. Was man aus dieser Saison macht, egal wie es endet, ist mit den für die 2. Liga guten Möglichkeiten ist in jedem Fall viel zu wenig. Dafür ist für mich der Posten des Sportvorstandes noch entscheidender als die Trainerwahl.

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    • Ein Sportvorstand fängt seltenst in einer konfortablen situation an.Allerdings hatte Palikuca, im Vergleich zu anderen Sportvorständen beim Club erstmal sowas wie finanziellen Rückenwind.Besonders viel konnte er damit wohl nicht anfangen, wie sich immer deutlicher zeigt.
      das ein trainermal nicht funktioniert kann mal passieren- das die Probleme im Kader sich aber bei egal welchem Übungsleiter nahtlos fortsetzen, kann man dann aber schon dem verantwortlichen Kaderplaner vorwerfen.
      Hoffentlich bleibt es bei nur diesen Vorwürfen und er kann das nächste Saison in der zweiten Liga beheben.Ansonsten ist er bei Abstieg in die dritte Liga nicht mehr haltbar.

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    • Ich habe Palikuca auch unterstützt und fand seine zupackende Art angesichts der vorherigen Grethlein/Bornemann-lame duck-Kombi hoffnungsvoll. Wenn ich allerdings jetzt auf das Resultat sehe, muss ich Abbitte leisten. Palikuca hat auf ganzer Linie versagt. Sowohl einzelne Transfers, wie Medeiros, Sorg, Cerin, Lohkemper und die beiden Trainer, als v.a. auch die Kadermischung scheint überhaupt nicht zu stimmen. Hier sehe ich sein größtes Defizit. Auf ein System mit kleinen und vermeintlich schnellen Spielern zu setzen, war von Anfang an eine Totgeburt, wenn man nur ein bisschen die 2.Liga kennt. Hier hätte er sich einfach nicht von Canadi abhängig machen dürfen. Bornemann konnte für mich nichts, Palikucaaber auch nicht mehr. Unser zentrales Problem bleibt also der chronisch unfähige Aufsichtsrat.

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  • Keine Mannschaft verlor nach Führung noch so viele Punkte wie der Club – 21! In dieser speziellen Zweitligatabelle ist der FCN Schlusslicht. Spricht leider auch nicht für den Klassenerhalt.

    Ein Beleg für die mangelnde Klasse des Kaders? Für ein zermürbtes Nervenkostüm, taktische Fehlausrichtung oder schlicht konditionelle Defizite? Oder von allem etwas?

    Eigentlich egal. Schwieriger zu beantworten ist die Frage, wie dieser niederschmetternde Zustand behoben werden soll!

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  • Von außen kann man ganz schwierig beurteilen, warum die Mannschaft, bzw. der Kader nicht funktioniert.
    Sicherlich ist fehlendes Selbstvertrauen ein Argument für den Saisonverlauf, welches man in dieser Saison in keinster Weise anhand der steten Ergebnisse aufbauen konnte.
    Reine Mutmaßung von mir ist, dass sich die Truppe intern für gute Fußballer hält und die Basics der zweiten
    Liga (Einsatz, Kampf, Biss etc.) einfach nicht abruft.
    Die Aussage von Keller, dass er sich keine Sorgen macht soll evtl. den Druck nehmen, allerdings schrillen
    bei diesem Statement bei mir die Alarmglocken – wenn man an Ingolstadt letztes Jahr denkt, dann wird es
    sehr gefährlich, denn die Schanzer waren auf dem Papier alles andere als ein Abstiegskandidat und ich habe das Gefühl, die Truppe (=Ingolstadt) hat sich ständig eingeredet, wir mit unserer Substanz steigen niemals ab.
    Ergebnis ist bekannt.

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    • Wie @Juwe schon geschrieben hat, kann man sich durchaus einen leichteren Einstieg als Sportvorstand vorstellen. Die Antwort auf die Frage, warum die Mannschaft nicht funktioniert, findet man nicht ausnahmslos in der aktuellen Saison, sondern auch in der vorherigen Saison, als Palikuca noch nicht da war. Will die Versäumnisse in der Vorsaison jetzt aber nicht noch mal aufzählen, wurde ja schon x-fach durchdekliniert und durchdiskutiert, außerdem ist das jetzt wirklich Schnee von Gestern.

      Nichts desto trotz steht Palikuca in der Verantwortung. Canadi war ein Flop. Sorg ist keineswegs die Verstärkung, als die er geholt wurde. Dovedan in Anbetracht der Ablösesumme bislang ein Fehleinkauf. Für Medeiros gilt Gleiches. Cerin war auch kein Schnäppchen, füllt aber bisher nur den ohnehin aufgeblähten und somit nicht günstigen Kader auf. Hack, Geis, den immer stärker werdenden Handwerker und auch Dornebusch sehe ich eher positiv. Die Leihspieler lass‘ ich mal außen vor. Unter dem Strich keine allzu gute Transferbilanz von Palikuca. Zumindest zum aktuellen Zeitpunkt, acht Spieltage vor Saisonende. Kann zwar noch viel passieren. Aber wäre wohl ein kleines Wunder, wenn uns Dovedan in den kommenden Wochen verzückt mit Dribblings und Toren zum Klassenerhalt, kann ich nicht mehr dran glauben.

      Richtig ärgerlich aber, und das sehe ich wie @FCN4ever, dass man durchaus die spielerische Qualität, aber nicht den Biss hat, dort unten rauszukommen. Erinnert an 2008, nur eine Liga tiefer. @Juwe war es, glaub ich, der neulich von einem „Halb-Wollen“ gesprochen hat, das trifft es meiner Meinung nach ziemlich gut. In einer Situation, in der es wirklich um Alles geht für unseren Club. Blöd gelaufen mit dem Platzverweis für Mathenia, aber Aufbäumen sieht irgendwie anders aus. Sah nach dem Platzverweis eher aus wie „Halb-Wollen“.

      Dass Palikuca Mitte April schon über die kommende Saison schwadronierte, konnte ich damals nicht nachvollziehen. Ein dpa-Artikel zitierte Palikuca wie folgt: „Wir werden alles dafür tun, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, in der neuen Saison oben mitspielen zu können. Es gibt aktuell keinen Grund, diese Ziele über Bord zu werfen. Die Corona-Krise trifft alle Vereine, insofern werden wir keinen Wettbewerbsnachteil haben.“

      Nur zu hoffen, dass Palikuca wieder zurück ist in der Gegenwart. Und diese Gegenwart ist Existenzkampf. Nur zu hoffen, dass Palikuca und Keller nach der Niederlage bei Sankt Pauli wissen, um was es geht. Und dass sie die Mannschaft so einstellen, dass der Club die Klasse hält und nicht untergeht. Beim KSC und in Wiesbaden weiß man, was Sache ist – dort sah man neun Wochen lang einen Abstiegsplatz, wenn man auf die Tabelle schaute. Während dessen bei uns über die kommende Saison und das Oben-Mitspielen fabuliert wurde.

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  • Ach Gottchen, jetzt macht Stuttgart wegen einer zweifelhaften VAR-Entscheidung ein Fass auf. Was sollen wir da sagen? Wenn wir jedesmal vors Sportgericht gezogen wären, weil eine Einmischung zu Unrecht erfolgte, eine Einmischung erfolgen hätte müssen oder die Schiris Szenen abpfiffen, die sie hätten weiterlaufen lassen müssen….

    Aber bei uns interessiert es ja auch keinen. Wir sind eben nicht Stuttgart!

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  • Ja, ich wollte Pause machen kann aber gerade nicht mehr.
    Mentalität SCHLÄGT Qualität immer wieder.
    Diese FCN Truppe ist allen anderen Teams beim Thema Leidenschaft aber klar unterlegen – da will
    meiner Meinung keiner leiden.
    @ Optimist ich kann mir auch nicht vorstellen bei welchen falschen Schiri Entscheidungen der FCN
    ein Fass aufmachen würde.
    Phantomtore gibts ja erst in der 3. Liga wieder.
    Übrigens hat der VfB gegen Wiesbaden in den 2 Spielen 52 Torschüsse abgegeben aber 6 Punkte
    gingen an die Hessen.
    Werden Aue bzw. VfB (33.Sp.) ihre Schwäche auf fremden Plätzen in Nürnberg beenden ?
    Ich hoffe nicht rechne aber nach den Ergebnissen von Spieltag 26 mit dem schlimmsten auch wenn
    ich mir den Spielplan des FCN bzw. seiner Abstiegskampf Konkurrenz an den letzten 2 Spieltagen ansehe.
    Und dazu noch mein Aberglaube – Braunschweig ist vor 2Jahren in Kiel abgestiegen

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    • Meine Anmerkung war eher andersrum gemeint. Nicht wir hätten Einspruch einlegen sollen, sondern ich finde es albern, was Stuttgart da macht. 😉

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      • Wenn diese Albernheit dazu führt, dass Wiesbaden der Sieg aberkannt wird, ist uns gedient.

        (Was aber leider nicht der Fall sein wird.)

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  • Mannschaften wie Wehen oder KSC die jetzt im absoluten Überlebensmodus kämpfen und das ist auch jedem Spieler dort klar, werden unser Schicksal sein. Wenn Wehen Stuttgart schlagen kann, können sie jeden schlagen. Ob das auch bei uns allen Spielern klar ist, habe ich echte Zweifel, vielleicht liebäugelt der ein oder andere bzgl. 3. Liga so fein aus seinem Vertrag raus zu kommen und den nächsten Vertrag mit einem neuen Verein selber auszuhandeln ohne abgebenden Verein am Verhandlungstisch.
    Ich lasse mich aber gerne solcher Hirngespinste eines besseren belehren mit einem überzeugenden 3er gegen Aue. Alles andere als ein 3er im Überlebenskampf ist zuhause zu wenig und wird die Dramatik erhöhen.

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    • Das sehe ich ähnlich. Im Endspurt werden die Spiele im Kopf gewonnen/verloren. Und da sehe ich bei uns weder ein positives Momentum noch die Spielertypen, die einen Bock umstoßen können. Einzig ein erneuter Trainerwechsel könnte einen Impuls erzielen, wobei ich da auch skeptisch bin. Ich kann nicht sagen, dass ich noch optimistisch bzgl. eines Klassenerhalts bin.

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  • Diejenigen, die auf einem Abstiegsplatz stehen, sitzen auf einem Pulverfass. Spieltag für Spieltag. Weil es leider überhaupt nicht auszuschließen ist, dass die Saison abrupt abgebrochen werden muss und es trotzdem zwei Absteiger gibt.

    Jedes Spiel ist somit quasi ein Endspiel. Somit ist dieses Wir-machen-uns-keine-Sorgen-Gerede von Keller und Palikuca völlig unpassend, wirkt fahrlässig.

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  • Ich würde mal jemand anderes die Mannschaft als Kapitän führen lassen. Es ist jetzt die 2. Saison wo es mit Behrens schlecht läuft.
    Da bräucht mer jemand mit Biss, wie den Mavropanos. Aber der ist nur Leihspieler und jung.

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    • Ich denke, dass man zumindest die letzte Saison ausklammern muss. Aber wen siehst Du denn mit besserem Potential? Grundsätzlich sehe ich maximal Margreitter als Alternative. Mathenia Leistung reicht nicht aus, Geis erlebe ich seit Monaten nicht mehr als Führungsspieler auf dem Platz. Vale ist gefühlt die halbe Saison verletzt.

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    • Schwierige Frage. Irgendwie haben wir tatsächlich ein Behrens-Problem. Ich sehe ihn eigentlich nicht als unumstrittenen Stammspieler, wenn man nach individueller Klasse urteilt. Aber als Kapitän muss er natürlich spielen. Aber irgendwie blockiert er damit einen Platz, der höherwertig besetzt werden könnte. Als 6er ist er nicht griffig genug, als 8er ist er neben Geis einfach mit zu wenig Dynamik, zu langsam, weil auch Geis langsam ist. Als 10er ist er nicht kreativ genug, da fehlt es an spielerischer Klasse und individueller Durchsetzungskraft im 1 gegen 1, als hängende Spitze gilt im Prinzip das selbe, er hat einen guten Kopfball und einen durchschnittlichen bis guten Schuss, aber es fehlt an besonderen Momenten. Er ist weder ein besonderer Techniker, noch schnell, noch besonders kreativ. Er arbeitet viel, ist viel unterwegs. Aber reicht das?

      Andererseits: wer sollte an seiner Stelle spielen?

      Unser zentrales Mittelfeld ist einfach unsere Schwachstelle.

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  • Meine am 27.4. bestellten Waren im Fanshop, u.a. zwei Masken, wird tatsächlich schon morgen zugestellt… Passend für einen baldigen 3. Ligisten.

    Erfahrung eines Kumpels dazu, die gleiche:
    Club Store ist ein Witz. Da musst hoffen, dass die Karten vor dem Spieltag kommen. Kinder Trikot falsch beschriftet und und und

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    • „Club-Anhänger können ab Montag [Anmerkung: 27.4.] aus drei verschiedenen Masken wählen und diese unter fcn.de/shop vorbestellen. Aufgrund der Produktionsengpässe und begrenzten Kapazitäten wird die Lieferzeit, wie aktuell überall üblich, rund zwei bis drei Wochen betragen. Ihr erhaltet eure Masken aber so schnell wie möglich!“ (https://www.fcn.de/news/artikel/mund-nase-schutz-im-fcn-look/)

      Du hast einen Artikel mit drei Wochen Lieferzeit bestellt. Der Versand erfolgte zum angekündigten Zeitpunkt. Über was genau beschwerst du dich gerade?

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      • Hab am Samstag was bestellt, kam am Mittwoch an. Finde ich jetzt nicht so katastrophal…

        Gehe aber auch davon aus, dass sie am Montag nach diesem Spieltag nicht viel zu tun hatten.

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    • Habe meine rot-schwarz gestreifte Maske vor 1 Woche bekommen. Sieht gut aus, allerdings ist die Größe der Stofffläche eher etwas für, verzeiht das nicht diskriminierend gemeinte Klischee, asketische Asiatengesichter. Nichts für breitwangerte SchäuferlemitKlosundzwaaHalbe-Schädel. Im Vergleich wie Badeanzug zu Copacabana-Bikini.

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    • meine (grau mit Logo) ist schon seit einer Woche da (bestellt gleich nach der Ankündigung)
      …. aber für eine Frauengesicht sind die Masken etwas groß und die Schlaufen leider nicht verstellbar …

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