Punktgewinn durch Eigentor kann über Schwächen nicht hinwegtäuschen

Nach forschem Beginn und früher Führung bekommt der FCN Angst vor der eigenen Courage und bekommt nur durch ein Eigentor in der Nachspielzeit noch einen Punkt geschenkt.

Hosen voll nach flüssigem Beginn

28. Spieltag 2019/2020  2 : 2
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Archiv: KÜRZEL

Der Club sucht noch dem goldenen Schlüssel für diese Saison, der geneigte Fan vielleicht nach einem Bonuscode für seinen Wetteinsatz, Jens Keller nach der richtigen Formation. Bei Jahn Regensburg wieder mit Mathenia im Tor, dafür ohne Mühl (verletzt) und auch ohne Zrelak, der stets bemüht aber wenig erfolgreich zuletzt war. Dafür standen Sörensen und – etwas überraschend – Ishak am Platz, der eigentlich schon als Auslaufmodell galt. Und nach nur zwei Minuten hätte der Schwede auch gleich treffen können, ja müssen – er schiebt aber nach Stockfehler des Torwart Meyer den Ball nicht ins Tor, sondern daneben. Sicher, es war kein einfacher Winkel, aber so frei darf man das leere Tor einfach nicht verfehlen…

Die kleine Wiedergutmachung dann in der 11. Minute, nachdem Sorg den Ball in die Spitze bringt, Behrens perfekt direkt ablegt und Ishak diesmal eiskalt verwandelt. Tolles Tor und verdiente Führung. Doch ab da ging es langsam aber sicher abwärts für den Club.

Wieder ein Gegentor nach Schema F

Der Jahn übernimmt die Initiative und macht mit sechs Ecken und zwei Aluminiumtreffern auf sich aufmerksam, wobei der zweite Alu-Treffer auf Mathenia geht, der den Ball komplett unterschätzt. Doch Regensburg bleibt dran und kommt nach Schema F – im Sinne der klassischen Club-Gegentore – doch noch zum Ausgleich vor der Pause (44.). Heise verliert, wie schon gegen Aue, den Ball leichtfertig im Mittelfeld und dann geht es viel zu einfach durch die Club-Abwehr bis zu Albers, der vollkommen frei dann mit etwas Glück zum Gleichstand einnetzt.

Aus der Pause ins Verderben

In der Pause bringt Keller Schleusener für Heise, doch der Jahn gleich am Drücker und mit dem 2:1 (48.). Sörensen legt eine Flanke in den Strafraum direkt Albers auf, der zieht ab und Mathenia muss sich hier ankreiden lassen, den Ball so nicht nach vorne abwehren zu dürfen – entweder er versucht ihn zu fangen oder entschieden zur Seite zu lenken. Stolze hat dann leichtes Spiel. Proteste des Clubs, der Torschütze wäre beim Schuss von Albers im Blickfeld des Keepers und im Abseits gestanden, blieben unerhört.

Der Mannschaft fehlt Reife und Führung

Im Folgenden die ganze Verunsicherung der Mannschaft quasi zum Greifen. Kaum eine vernünftige Aktion mehr nach vorne, Zweikämpfe halbherzig, defensiv mit zitternden Knien. Die berühmte „Hosen voll“-Floskel durchaus angebracht. Dem FCN fehlt der Mut und der Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit – und wenn dann mal die so oft kolportierte „individuelle Klasse“ aufblitzte, wie in der 67ten Minute als Ishak einfach mal quer durch den Strafraum geht und abzieht, fehlten die Zentimeter. Und wenn alles mal zu passen scheint, landet der Kopfball von Zrelak an der Latte (79.) und der Nachschuss in den Wolken.

Keller setzt in Minute 72 nochmal auf frische Kräfte in der Offensive, bringt Kerk und Zrelak für Dovedan und Geis. Doch wo Mut gefordert und Leidenschaft von Nöten folgten nur Panikaktionen und blinder Aktionismus. Dass ein Eigentor in der 93. Minute zum zweiten Mal in Folge am Ende zu einem Punktgewinn führt, macht Resthoffnungen für den Klassenerhalt, kann aber die erschreckend schwache Performance nicht kaschieren.

Impulse setzen oder gerade jetzt Ruhe bewahren?

Der Mannschaft fehlt – wie schon die ganze Saison – Führungsqualität am Platz, eine Mannschaftsstruktur und damit jede Stabilität. Das liegt natürlich am Saisonverlauf und an den vielen Ausfällen vor allem in der Defensive, es ist aber auch das Testat für eine mangelhafte Kaderzusammenstellung. Jens Keller kann man dafür nicht verantwortlich machen, aus der Gleichung kann man ihn aber auch nicht nehmen. Die Mannschaft hat sich unter seiner Führung in den neuralgischen Punkten nicht verbessern können, wirkt auch von außen führungslos und die taktischen Maßnahmen verpuffen oder gehen ins Leere. Auch die Bilanz spricht nicht für Keller.

Nur vier Siege in 15 Spielen sind keine Erfolgsstory. Negativrekord in Liga 2, schlechteste Defensive der Liga und seit Restart nur 2 Punkte in drei Spielen. Natürlich darf da die Trainerfrage an der Stelle und in der Situation jetzt kein Tabu mehr sein, auch wenn man schon fragen muss, wie weitere Unruhe überhaupt für mehr Stabilität sorgen soll – oder ob durch den berühmten Impuls von außen jetzt nochmal ein Ruck durch die Mannschaft gehen kann. In jedem Fall wäre es ob der auch finanziell angespannten Situation nur eine interne Lösung. Doch hier hat Vereins-Idol Mintal schon einen Kurzauftritt mit bösem Ausgang (1:5) hinter sich und taugt daher wenig als Hoffnungsträger. Bliebe also nur noch Michael Wiesinger. Oder also doch besser mit Keller weiter.

99 Gedanken zu „Punktgewinn durch Eigentor kann über Schwächen nicht hinwegtäuschen

  • „Hosen voll nach flüssigem Beginn“. Das heisst wohl Durchfall. Anders kann ich mir den zwischenzeitlichen Durchhänger der Clubmannschaft nicht erklären. Der Dusel bewahrt den Club vor dem Totalausfall.

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  • Wiesinger beim Club als Trainer auch schon gescheitert für mich auch kein Hoffnungsträger.

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    • Dann machen wir halt mit dem Motivationskünstler Keller weiter, oder was schlägst du vor…..?
      Noch ist die Möglichkeit da,das Schlimmste zu verhindern.

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      • Es gibt keinen Vorschlag, wir haben einen Trainer. Man muss das jetzt mit dem was vorhanden durchziehen. Kein Trainer würde aus dem Kader viel mehr machen, so kurz vor Saisoende sowieso nicht.

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  • Das alles ist eine Bilanz des Grauens seit dem Aufstieg 2018. Was hier von uns Fans abverlangt wird ist Körperverletzung!
    Ich bin kein „ Trainerrausschreier“ aber wir torkeln dem Abstieg demutsvoll entgegen und keiner begehrt auf…

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    • Der Verantwortliche ist nicht Herr Keller. Die Veranywortlichen sitzen im AR un Vorstand.

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  • Keller ist sicher nicht alleine Schuld, aber ich wäre auch dafür einen neuen Impuls zu setzen. Mir fällt tatsächlich nichts ein, was für ihn sprechen würde. Die Spieler sind nicht besser, das Spiel ist nicht besser, die Ergebnisse sind nicht besser. Statistisch gesehen hatte Canadi die besseren Werte und dabei wohl weniger Glück.

    Wer könnte folgen? Am Markt wären Leute wie Tim Walter, Alexander Zorniger oder Norbert Meier, wer aber auch einen Gedanken wert wäre, ist Reiner Geyer. Kennt den Club und war zumindest letzte Saison im Abstiegskampf in Österreich erfolgreich.

    Wobei es jeder Trainer schwer haben wird, weil ohne Hack ist unsere Besetzung am Flügel echt bitter. Mit gutem Gewissen kann man da weder Dovedan, noch Heise, Schleusener, Kerk, Lohkemper oder sonst wen hinstellen…

    Ich würde ja wirklich gerne mit zwei echten Stürmern spielen:
    Mathenia – Sorg*, Sörensen*, Mavropanos, Handwerker – Behrens, Erras/Geis, Nürnberger – Hack – Ishak, Zrelak

    (*Valentini bzw. Margreitter und Mühl wären mir auf den beiden Positionen lieber)

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    • Es wird wohl bei mit Keller im Keller bleiben-wieviel Quarantäne müsste eigentlich ein neuer Trainer einhalten?

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      • Ich nehme an, dass man zwei negative Tests braucht, es also in 48h bewerkstelligen könnte. Alles andere wäre für mich nicht zu erklären, selbst für Mediziner gelten ja wesentlich geringere Ansprüche.

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  • Der Club ist 15, wenn es blöd läuft morgen 16.
    Als Abstiegskandidat ist es nicht so schlecht, wenn man nach dem Restart behaupten kann:
    Beim 11. knapp verloren, Zuhause gegen den 6. einen Punkt erkämpft und beim 10. in der Nachspielzeit einen Punkt eingefahren.
    Läuft.
    Zwei Spiele ungeschlagen. Erst 0, dann einen, heute zwei Treffer!
    Es kommt als nächstes der 14. Bochum (gut, vielleicht auch der 9.)
    Rein tabellarisch ein realistischer 3er.

    Ishak darf endlich wieder von Beginn an spielen, geätzt wurde genug gegen ihn…
    Keller lernt dazu…

    Einen besseren Trainer kann der Club (Impuls!?) auf die Schnelle gar nicht aus dem Ärmel schütteln, höchstens einen noch braveren, ruhigeren Gemütsmensch mit Drittligacluberfahrung (Wiesinger) zum zweiten Mal verschleißen.

    Nein.
    Mit Keller sind die Chancen am größten, den Klassenerhalt zu erreichen.

    Ganz unabhängig davon, in welcher Liga der Club 20/21 kickt, wird es Zeit, dass man die Strukturen dieses Vereins schnell professionalisiert.
    Denn wenn Grethlein & Co. als Ehrenamtliche (aller Ehren wert, aber eben nicht professionell) den Club wieder 3 Monate „kopflos“ bis zur passenden Nachfolge für „Nächstes Jahr steigen wir wieder auf“-Palikuca taumeln lassen oder aus der Erfahrung heraus genau deswegen an Palikuca festhalten…

    Das einzige was hilft, sind Tore und schwache Mitkonkurrenten.
    Wie wäre es mit einem 3:1 gegen Bochum? Kopfballtor durch Behrens und Elfmeternachschusstor durch Ishak.

    Träume?
    Ach was…:

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  • Für mich bezeichnende Szene in 30.Minute beim Tackling (gestrecktes Bein gegen Geis) an der Mittellinie –
    als wenige Sekunden später ein Jahn Akteur geschrien hat : „genau so bringen wirs auf die Straße“.
    Ca. 1 Minute später war ein FCN Betreuer auf der Bank mit verschränkten Armen im Bild .
    WARUM sind beim FCN auf und neben dem Platz soviel blutleere Menschen?

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    • Die, die für Verbeek waren (wie ich) waren von ihm und seiner Spielweise angetan. Die, die jetzt für Keller sind, glauben, dass Palikuca ohnehin wieder daneben greift.

      Die Situation ist also eher köllnesk.

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      • Anfangs war ich auch von Verbeek begeistert, aber recht bald wurde mir seine Spielweise dann doch zu riskant, so dass mir als Begeisterung nur die von „der Idee“ blieb..
        Zum Thema „Impuls setzen“: müsste ein neuer Trainer von außen nicht erst einmal zwei Wochen in Quarantäne oder wie ist das für solche Fälle geregelt? Wenn ja, dann dürfte er frühestens kurz vor dem 31. Spieltag (Derby) zum Training bitten..
        Mein Eindruck ist ansonsten, dass mit dieser Mannschaft aktuell vielleicht wirklich nicht mehr möglich ist als ein in all seiner Grund-Fragilität wenigstens doch so weit stabilisiertes Gebilde, dass immerhin der einfache Punktgewinn in jedem Spiel erwartbar/erhoffbar ist. Ein „neuer Impuls“ erschiene mir von daher als ein nicht kalkulierbares Risiko. Reines Glücksspiel, das ich selbst jedenfalls nicht verantworten wollen würde.

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        • Verbeeks Spielweise war nicht so riskant wie Baders Kaderplanung im Jahr 1 nach Timmy Simons. Wir waren ja nur so offen, weil Hasebe mit Knieverletzung ausfiel und der einzige defensive Ersatz ein alternder und ebenfalls verletzter Balitsch war. Wenn dann Frantz, Feulner oder Campana die defensive 6 spielen müssen, schaut das eben genau so aus, wie es damals ausgesehen hat.

          Für mich ist es folgerichtig, dass man offensiv spielen lässt, wenn der gesamte Kader (Chandler und Plattenhardt auf Außen, Esswein, Mak, Kyotake, Drmic vorne, die drei genannten im Mittelfeld) darauf ausgerichtet ist und die Alternativen fehlen.

          Dass der Club im Abstiegskampf die Bayern mal eine Halbzeit lang an die Wand spielt, werden wir aber so schnell nicht mehr sehen…

          Ich nehme an ein neuer Trainer bräuchte zwei negative Tests und könnte innerhalb von 48h anfangen. Was mit der Mannschaft möglich ist, traue ich mich nicht zu beurteilen, aber jede Woche das selbe zu versuchen und damit zu scheitern scheint halt ebenfalls nicht gewinnbringend zu sein.

          Die Spiele, in denen realistischerweise etwas zu holen ist, kann man inzwischen an einer Hand abzählen. Wenn wir gegen Bochum verlieren sollten, ist im Grunde schon Land unter…

          Ganz ehrlich: Viel schlechter als das was wir in den letzten beiden Spielen gesehen haben, könnte es ohne Trainer auch nicht aussehen.

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      • Wenn Keller geht, dann muss Palikuca mit! Alles andere wäre genauso lächerlich wie erwartbar.

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        • Palikuca ist mMn ohnehin nicht mehr tragbar. Unabhängig davon Ob Keller gehen muss oder nicht. Dem würde ich keinen einzigen Euro mehr anvertrauen (sofern noch einer in der Kasse ist).

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        • Ich habe Palikuca immer unterstützt mir gefiel die trockene fleissige Art anfangs, das gebe ich gerne zu. Aber man muss nachdem die Saison fast herum ist leider feststellen, als Sportvorstand trägt er für den Kader die Verantwortung und das war schlichtweg nix diese Saison. Erinnerte eher an Horror. Ein riesig aufgeblähter Kader, der nie zusammenfand und auch die Trainerentscheidungen waren nicht gut. Daran muß er sich messen lassen. Ich meine, er müsste als erster gehen nach der Saison. Könnte mir nur vorstellen, wenn er bleibt dann auf nachrangiger Ebene als fleissiger Zuarbeiter im Personellen Bereich aber nicht mehr als Mastermind u. Entscheider.

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          • So ging es mir auch. Die forsche Herangehensweise und der frische Wind haben mich auch beeindruckt. Da habe ich mich blenden lassen. Deiner Schlussfolgerung stimme ich absolut zu. Normalerweise müsste er als erstes seinen Hut nehmen. Wenn man nur einen professionelle AR hätte, der auch mal eine sportlich kompetente Entscheidung treffen könnte.

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    • Sehe ich nicht so. Andersrum wird ein Schuh draus: Was spricht denn aus Deiner Sicht für den weiteren Verbleib von Jens Keller? Diese Argumentation meine ich bist Du bislang schuldig geblieben. Ich finde xxandl hat durchaus vernünftige Namensvorschläge zur Diskussion gestellt. Neue Besen kehren gut. Viel schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr kommen. Abgesehen von finanziellen Erwägungen sehe ich aber bislang kein schlagendes Argument für den Weiterverbleib von Jens Keller. Die Gründe hat xxandl objektiv und schlüssig dargelegt. Ob es sich bei den genannten Kandidaten wie von Dir behauptet, um biedere und ruhige Gemütsmenschen handelt, die uns nicht weiterbringen, ist mir nicht bekannt, wage ich aber aufgrund der Pauschalität der Äußerung zu bezweifeln. Richtig ist sicherlich, Mintal sowie Wiesinger aus den bekannten Gründen herauszuhalten. Als emotionalen Motivator und überragenden Taktiker, der unsere Mannschaft im Endspurt nochmals formen und begeistern kann, sehe ich Jens Keller übrigens auch nicht. Das größere Problem wird wohl eher sein, dass sich die meisten verfügbaren Trainer wahrscheinlich die komplett verfahrene Situation beim Glubb nicht antun werden wollen. Das gilt um so mehr, je weniger Zeit für eine Übernahme der Verantwortung verbleibt.

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      • Ist das nicht Erklärung genug, dass ein neuer Trainer sicherlich erst 2 Wochen in Quarantäne müsste ? Den Abstieg, wenn es so kommen sollte, wird also auch ein neuer Trainer nicht verhindern können. Sorg der ewige Absteiger und dazu Keller, da ist der Abstieg vorprogrammiert.

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      • Weil das Problem ein riesen aufgeblähter Kader ist, der so nicht zusammenpaßt an dem du in den letzten paar Wochen nichts mehr ändern kannst,. ein neuer Trainer bedeutet nur noch eine weitere Abfindung, wenn wir am Ende vor dem Scherbenhaufen 3. Liga stehen.

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  • @xxandl

    Verbeek war damals umstritten, weil er mit Tunnelblick unterwegs war. (verkürzt)

    Aktionstisch ohne Alternative entlassen, Impuls verpufft…

    Die „Alternative“ war eine Lachnummer [nicht die Person, sondern das Vorgaukeln] und hätte die sofortige Demission von Bader nach sich ziehen müssen…

    Auch jetzt gibt es keine ernstzunehmende, hoffnungsfrohe Alternative, die sich das antun würde.

    Die Alternative wäre also eine „Lachnummer“ von RP und würde mit einer viel höheren Wahrscheinlichkeit zum Abstieg führen.

    Wenn Keller gehen muss, müsste das die sofortige Demission von RP nach sich ziehen.

    Ergo: Parallele. Verbeske Verhaltensmuster. Ich hoffe, es kommt nicht so…

    … und ertappe mich beim Gedanken, wie wir dastünden, wenn MK und AB hätten bleiben dürfen…

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    • Das wäre dann prinzesk. Fakt ist: Der Markt würde brauchbare Alternativen hergeben, ob die kommen würden und ob man Palikuca zutraut dieses Mal richtig zu liegen, ist eine andere Frage.

      Ich kann nur nochmal sagen: Wir gehen 1:1 den Weg von Ingolstadt, Keller hat auch dort die Arbeit von Leitl fortgeführt ohne irgendetwas zu bewegen. Unter Oral – böse gesagt davor auch eher eine Lachnummer – haben sie dann von heute auf morgen 16 von 21 Punkten geholt. Übrigens auch nach Umstellung auf ein System mit zwei Stürmern.

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  • Das Problem dürfte eher sein, dass „der Impuls“ durchaus seine Vorstellungen haben dürfte, was die Vertragsdauer anbelangt. Sollte der neue Mann keinen Erfolg haben und wir steigen trotzdem ab, haben wir entweder einen völlig verbrannten Trainer oder eben neben Keller einen weiteren, entlassenen Trainer auf der Gehaltsliste. Und das mitten in der Corona-Krise.

    Vielleicht wäre Norbert Meier kurzfristig zu haben, als guter Bekannter oder gar Freund von Palikuca.

    Aber, mal ehrlich, wäre das die Lösung?

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  • „Und dann ging er zu Herrn Hansen, der der Chef vom Leuchtturm war
    und der sagte: „Keine Panik auf der Titanic,
    jetzt trinken wir erst mal einen Rum mit Tee“ UL

    1 Punkt ist 1 Punkt .

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  • Also wenn der Totengräber des FCN, Robert Palikuca, jetzt noch den Norbert Meier holt, trete ich echt aus. Das wäre wirklich noch das Sahnehäubchen auf die unterirdische Leistung der letzten 12 Monate.

    Es begann alles mit dem riesengroßen Fehler, völlig ohne Not und Zwang dem Mathenia einen 5 (in Worten „fünf“)-Jahresvertrag zu geben – das war so ziemlich genau vor einem Jahr.

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  • Wer weiss vielleicht sitzt bereits eine Trainer Alternative rein vorsorglich in Quarantäne 😮

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  • Wir haben eine komplett verunsicherte Mannschaft. Die instabil und unausgewogen zusammen gestellt und mental nicht in der Lage ist, den Hebel auf Kampf umzulegen, sich mit Leidenschaft zu wehren. Möglicherweise auch den einen oder anderen Profi, der für den angepeilten Aufstieg zum Club wechselte und nun frustriert die restliche Saison herunter stiefelt. Dazu einen engen Spielplan, der schlicht keine Zeit lässt, neue Dinge im Training einzuüben.

    Was also sollte ein neuer Trainer in dieser völlig verfahrenen Situation bringen?
    * Theoretisch psychische Blockaden lösen. Ob dieser schafft, was 2 Kollegen plus Mental-Spezialisten bisher nicht hinbekamen? In nur wenigen Tagen, bevor das nächste abzusehende sportliche Negativ-Erlebnis die Jungs noch weiter runter zieht?
    * Neue Impulse setzen. Wir haben einen großen Kader, jeder Spieler durfte sich bereits beweisen. Mit bekanntem tabellarischen und spieltechnischem Ergebnis. Ob ein 3. Trainer über Nacht plötzlich einen Anführer oder einen Abräumer entdeckt, einen Flankengott, Spielgestalter oder Goalgetter, den Canadi und Keller übersehen haben?
    * Neues Spielsystem. Hier könnte der neue Mann tatsächlich ansetzen, Keller bleibt bisher eisern bei der den Gegnern altbekannten und wenig erfolgreichen Auslegung. Doch reicht dem Neuen die Zeit, einem mental darbem Team ein neues System funktionierend zu vermitteln?

    Angenommen, es gäbe einen Trainer-Wundermann, der das alles hinbekommen könnte. Wäre dieser dann am markt verfügbar? Und würde sich dieser Super-Übungsleiter ein solches Himmelfahrtskommando antun?

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    • Sehe ich auch so: Jetzt nochmal den Trainer zu wechseln, wäre sinnlos. Ich glaube auch nicht, dass sich im Verein derzeit irgendjemand ernsthaft mit dieser Frage beschäftigt.

      P.S.: Die Kraft des vielbeschworenen „neuen Impulses“ haben wir in dieser Saison ja schon einmal wirken gesehen, als nämlich Marek Mintal kurzzeitig das Ruder übernommen hat. Aber halt, klar, das kann man ja gar nicht vergleichen: Mit Trainer X, Y oder Z, da würde die Mannschaft aber so richtig aufspielen, ganz bestimmt!

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      • Wenn jemand übernimmt, den du ohnehin jeden Tag siehst, dann geht das wohl nur bedingt als neuer Impuls durch. Und als Trainer hat Marek halt bisher auch nichts vorzuweisen…

        Wie gesagt, so etwas kann wirken, so etwas muss nicht wirken. Jede Woche mit dem gleichen Konzept zu scheitern läutet im Regelfall aber auch keine Wende ein.

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        • Ich bin da voll deiner Meinung mittlerweile. Man sollte es versuchen mit einem neuen Trainer. So schnell wie möglich.

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          • Ein neuer Trainer bietet vielleicht die Chance, daß die gegnerischen Mannschaften für ein, zwei Spiele nicht so recht wissen, wie sie auf die neue Taktik reagieren sollen. Manchmal hat man dann die Chance, solche Spiele auch zu gewinnen.
            Manchmal hat ein neuer Trainer auch Ideen, die aus dem einen oder anderen Spieler unerwartete Leistungen herauskitzeln.
            Ich hab immer noch im Kopf wie erstaunt ich bei den ersten Spielen unter Verbeek war, daß manche Spieler (Frantz) ungeahnte Stärken zeigten.
            Aber auch bei ihm war es dann oft so, daß die Offensivpower nicht reichte, um einen Sieg einzufahren, sei es, weil mal wieder ein individueller Fehler zuviel zum Ausgleich führte oder weil die Schiedsrichter einen massiv schlechten Tag hatten.
            Zudem glaube ich nicht, daß in den verbleibenden Wochen ein Trainer gerade bei den englischen Wochen überhaupt eine Chance hat, den Spielern eine neue Spielidee nahezubringen.
            Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, daß Palikuca solch ein Traineras im Ärmel hat.
            Und wenn es schief geht, haben wir noch mehr Kosten, die wir in Liga 3 stemmen müssen.
            Ich hoffe mal, daß unser Finanzvorstand wenigstens klare Zahlen hat und nicht so wie damals unter Roth und Bader naiverweise erwartet wurde, daß Hans Maier auf sein Geld verzichtet, nachdem seine Entlassung den Klassenerhalt auch nicht erreicht hat.
            Also kurzes Fazit: ich glaube, das wäre hinausgeworfenes Geld. Wir können nur darauf hoffen, daß die Mannschaften hinter uns auch nicht punkten.

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            • Wenn Keller einen Vertrag haben sollte, der auch für Liga drei gilt, gehört Palikuca entgültig mit dem nassen Fetzen aus der Stadt gejagt… Kosten darf dieser Trainerwechsel also nur verursachen, wenn wir die Liga halten. Und dann hätte er sich wohl mehr als gelohnt.

              Die entscheidende Frage hat nämlich noch keiner gestellt: Die Lizenz für Liga zwei (mit all ihrem TV-Geld) würden wir erhalten. Wie schaut das in Liga 3 aus? Würden wir die bekommen? Ein Verein dieser Größe hat ja massive Fixkosten, die auch erst mal gedeckt werden müssen. Und Zuschauereinnahmen werden es in der Saison 20/21 nicht sein, die etwas ausgleichen könnten… Ein Abstieg heuer würde uns ins absolute Nirvana befördern – langfristig.

              Wenn gegen Bochum verloren werden sollte, MUSS gehandelt werden, es kommen kaum noch Spiele die für uns zu gewinnen sind. Deine Sorgen teile ich im Übrigen nicht, es gibt nur noch eine englische Woche und unter Verbeek hatte die Mannschaft auch innerhalb eines Spieltags ein völlig anderes Auftreten. Eine Idee lässt sich ja schnell vermitteln, wenn auch nicht in allen Einzelheiten.

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              • Dazu muß der richtige Trainer aber die richtige Idee haben und die richtigen Spieler müssen im Kader sein. Ich halte das derzeit für ziemlich fraglich. Ich hab auch in Erinnerung, daß sich das damals mit Verbeek ziemlich hingezogen hat. War damals nicht schon einmal Prinzen in die Bresche gesprungen, weil Bader den Trainer in Ruhe aussuchen wollte?
                Aber okay, wenn der Verein es sich leisten kann und wenn ein Trainer vorhanden ist, warum nicht versuchen. Allerdings sollte den dann besser nicht Palikuca aussuchen. Und damit ist das Thema dann schon wieder erledigt.

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                Antwort
              • Ihr versteht nicht, daß der Kader das Hauptproblem ist, da könnt ihr als Trainer jetzt hinstellen wen ihr wollt. Für mich der übliche ratlose Reflex. Ich meine mit dem Kader, bei dem nichts ineinandergreift, vielleicht auch charakterlich es nicht zusammenpaßt, zuviele Mitläufer, keine Häuptlinge, wäre jeder Trainer ratlos. Für mich rückwirkend den einzigen, der zumindest körperlich immer alles gab Jäger in der Winterpause abgegeben zu haben, solche Spieler braucht man im Abstiegskampf, Betonung auf Kampf.

                Ich glaube alles was zu Kader/Mannschaft gesagt werden muß wird in dem Video gesagt https://www.youtube.com/watch?v=5J1BVsojBjQ das ist auch die allgemeine Stimmung im Fan Umfeld.

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                Antwort
                • Das ist schön für die Fehleranalyse und unterschreibe ich auch (https://www.transfermarkt.de/robert-palikuca-sport-vorstand-/thread/forum/30/thread_id/122305/post_id/471500 – damit ich mich nicht hier wiederhole), aber hilft uns jetzt akut halt nicht weiter, weil an der Mannschaft kann man nichts ändern, am Trainer aber schon.

                  Und klar ist schon, Vertrauen in Keller kann keiner der Spieler mehr haben, weil das halt mit jeder Niederlage schwindet. Von einem neuen Trainer erhoffe ich mir ja keine taktischen Kniffe, sondern dass noch einmal neue Hoffnung vermittelt wird. Man sieht es ja oft, dass minimale Umstellungen schon reichen und eine Mannschaft nach einem positiven Ergebnis gleich völlig anders auftritt.

                  Alles, wirklich alles was du sagst trifft 1:1 auf das letztjährige Ingolstadt zu, die hatten natürlich weiterhin Probleme (was sich auch in der Relegation manifestiert hat), aber alleine der neue Glaube an sich selbst hat die in der Endphase der Saison zu Seriensiegern gemacht und sie vor dem direkten Abstieg bewahrt.

                  Fußball wird im Kopf gespielt – und eine Ansprache von Keller könnte mich maximal dazu animieren mir einen Kaffee zu holen.

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              • Da stimme ich dir zu – die durch einen Trainerwechsel anfallenden Mehrkosten düfren jetzt keine Rolle spielen. Falls wir wirklich das Kunststück schaffen abzusteigen, droht dem Verein sowieso die Apokalypse, da kommt es auf eine Abfindung mehr oder weniger nicht mehr an. Fernsehgelder, Sponsoreneinnahmen – das alles würde extrem einbrechen, und zudem ist nicht mit hohen Zuschauereinnahmen zu rechnen.
                Wenn wir absteigen, sehe ich uns jahrelang nicht wieder hochkommen, falls wir überhaupt die Lizenz erhalten. Kaiserslautern, 1860 lässt grüßen.

                Wenn man der Meinung ist, dass es Keller nicht packt (und dazu verdichten sich leider die Anzeichen), MUSS gehandelt werden, da die 3. Liga für den FCN akut existenzgefährdend ist.

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        • Doch, ein neuer Impuls war das durchaus. Ich erinnere mich noch, dass wir Anfangs die Bielefelder (!) ganz schön beschäftigt, ja fast an die Wand gespielt hatten. Der Kommentator hat da auch noch sein Unverständnis geäußert („unerklärlich, was mit Bielefeld los ist“), bis – ja bis wiedermal ein dummer Fehler einen Konter auslöste und das Verderben seinen Lauf nahm.

          Vielleicht hätte es funktioniert, wäre es nicht ausgerechnet Bielefeld gewesen, die Mannschaft mit der breitesten Brust und den dicksten Eiern zu dieser Zeit. Ob man das dem guten Marek vorwerfen kann?

          Ich glaube, er hat die Flucht nach vorne versucht. Hat am Anfang richtig gut ausgesehen. Das nachfolgende Desaster ist dann vielleicht seiner Unerfahrenheit zuzuschreiben. Oder dem instabilen Team, dass dann sofort zusammengeklappt ist. Wirklich schade!

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          • Wobei es am Anfang ja zuletzt auch gut aussah. Bis der erste grobe Fehler bestraft wurde…

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        • @xxandl:

          Zitat: „Wenn jemand übernimmt, den du ohnehin jeden Tag siehst, dann geht das wohl nur bedingt als neuer Impuls durch. Und als Trainer hat Marek halt bisher auch nichts vorzuweisen…“

          Hier zwei Gegenbeispiele, ein aktuelles und eines mit Bezug zum FCN: Hansi Flick und Michael Oenning hatten nach der Übernahme des Trainerpostens (zumindest kurzfristig) grossen Erfolg, und das ohne vorherige Erfahrung in dieser Rolle. Und beide waren als Co-Trainer noch deutlich näher dran am Team als Marek Mintal damals (Trainer U21).

          Für mich liegt das Problem vorrangig in der Mannschaft, auch wenn das auch nur eine Vermutung aus der Ferne ist. Da sich aber schon drei Trainer die Zähne ausgebissen habem, fühle ich mich bestätigt. Und daher glaube ich auch nicht, dass ein anderer Trainer viel bewirken könnte, schon gar nicht in der kurzen Zeit mit den vielen englischen Wochen.

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          • Oenning hat ein halbes Jahr unter TvH gearbeitet, war genauso unzufrieden mit dessen Arbeit wie die Spieler und hat nach Spieltag 2 (!) übernommen. Das ist ein gänzlich anderes Szenario in meinen Augen.

            Flick ist noch extremer, Flick ist in meinen Augen der Grund, warum Kovac nicht schon im Sommer 2019 entlassen wurde. Die Idee war ihm einen starken Co-Trainer an die Seite zu setzen und so für Verbesserung zu sorgen – ein paar Monate später haben sie sich dann halt dafür entschieden, dass man gleich den besseren Trainer ans Ruder lassen könnte… Ein Hintergedanke, der wohl schon bei der Verpflichtung existiert hat. Das ist eher die „Nachfolger im Verein aufbauen“-Taktik die man aus Salzburg gewohnt ist.

            Das Problem ist vorrangig die Mannschaft, da sind wir uns einig, nur kann man halt nur an den Schrauben drehen, die einem zur Verfügung stehen. Und da ist der Trainer, die größte die man drehen kann. Alleine schon nicht mehr das Gesicht zu sehen, dass man mit Misserfolg verbindet, kann befreiend sein. Jeder verbindet gewisse Gefühl mit anderen Menschen, das ist zwischen Trainer und Spieler ja genauso.

            Ich garantiere dir, wenn wir uns Klopp für eine Woche ausleihen könnten, laufen die Jungs mit einem gänzlich anderen Gefühl auf den Platz, als nach einer neuerlichen Ansprache von Jens Keller.

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  • Es ist unfassbar deprimierend, daß ich mittlerweile sagen kann, „ich hab ja davor gewarnt, daß es so kommen wird“.
    Es ist unglaublich deprimierend, was eine falsche Personalentscheidung nach sich zieht.
    Und es ist absolut frustierend, daß diese Personalentscheidung sich auch nicht mehr korrigieren läßt in dieser Saison. Ein neuer Sportvorstand kann nichts mehr bewirken.
    Ich hoffe nur, wir haben noch genug Geld, um einen neuen Sportvorstand für die neue Saison zu holen. Und ich hoffe, die Verantwortlichen ziehen dabei diesmal sportlich versierte Ratgeber heran, wer diese Herkulesaufgabe stemmen kann, mit noch weniger Geld als Bornemann zur Verfügung hatte, einen neuen Kader zusammen zu stellen, der in der kommenden Saison entweder um den Aufstieg aus der 3. Liga oder um den Klassenerhalt in der 2. Liga mitspielen kann. Und ich hoffe, sie suchen schon jetzt und nehmen nicht irgendeinen, der bei drei noch nicht auf dem Baum ist, sondern akzeptieren auch Kröten, die ein guter Sportvorstand zum Schlucken einfordert.
    Aber wie ich unseren Verein kenne, werden Grethlein und co erst einmal alles lange analysieren, Palikuca die Chance geben in der nächsten Saison noch einmal Spieler zu verpflichten, die nicht zusammen passen und die Notbremse erst ziehen, wenn sich auch da abzeichnet, daß nichts zusammen passt.
    Trainer und Spieler haben meinen Respekt, daß sie das, was ihnen möglich ist geben, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

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    • Das stimmt. Deine von Beginn an vorhandene Skepsis gegenüber Palikuca stellt sich als goldrichtig heraus. Gute Menschenkenntnis, Respekt! Wo ich nicht mit dir einig gehe ist der Respekt an Mannschaft und Trainer. Ich kann keinen Leuten Respekt zollen die unmotiviert und emotionslos ihren Stiefel runter spielen und keinerlei Leidenschaft zeigen. Man kann sich trotz einer offensichtlichen Fehlbesetzung der sportlichen Führung und des Aufsichtsrates aufraffen und wehren. Dazu darf man aber kein Waschlappen oder Weichei sein. Und davon haben wir viel zu viele im Team! Da liegt meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer. Im Charakter der Hauptakteure. Da tut sich keiner gegenseitig weh, alles heile Welt und am Ende wird sich verpisst.

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    • Ich kann dir, wie schon einmal in diesem Zusammenhang, nur wieder voll umfänglich zustimmen. Grethlein und Co. haben dies vermasselt. Sie haben einen Sport Vorstand installiert der über keinerlei Erfahrungen auf diesem Sektor verfügte. Ich will Herrn Palikuca nicht zu Nahe treten, Aber ein Verein wie der erste 1. FC Nürnberg ist einfach derzeit eine Nummer zu groß für ihn. Was die Vereinsführung in den Vorstellungsgesprächen, offenbar wegen fehlendem Sachverstand, nicht erkannt hat.

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  • Ich denke ja doch, dass wir Bochum schlagen. Was anderes kann ich mir gar nicht vorstellen. Natürlich gäbe es da auch hier wieder die Möglichkeit des Unentschiedens. Wenn sie aber jetzt nicht erkannt haben, um was es geht, dann ist ihnen nicht mehr zu helfen. Ein drittes mal wird es auf jeden Fall kein Eigentor geben, also muss man schon selber zuschlagen. Ishak hat aber gute Ansätze gezeigt. Man sollte ihn auf jeden Fall wieder einsetzen.

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    • „Ich denke ja doch, dass wir Bochum schlagen“

      Deinen unfränkischen Optimismus hätte ich auch gerne 😉 Insbesondere unter dem erdrückenden Eindruck der letzten 3 Spiele.

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  • Als damals der Verein/die Lizenzspielerabteilung umgestaltet wurde und das Präsidentenamt gestrichen wurde war das retrospektiv eine falsche Entscheidung.

    Die Begründung damals war ja, dass man da jetzt zwei Experten, einen für den sportlichen und einen für den kaufmännischen Bereich, hat. Und diese werden durch einen Aufsichtsrat eingesetzt und kontrolliert, der sinnvoll zusammengesetzt ist.

    Die, die den Sportvorstand und den Finanzvorstand ernennen, sind jedoch aufgrund ihrer Anzahl und in meinen Augen auch aufgrund ihrer komplett fehlenden Fußballkompetenz handlungsunfähig.

    Da wäre mir ein Präsident, der mit Herzblut dabei ist und weniger opportunistisch handelt hundertmal lieber…

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    • Macht es einen Unterschied, ob derjenige, der hauptsächlich für die Einsetzung von Sportvorstand/Direktor/Manager (oder wie auch immer der heißt) verantwortlich ist, sich Präsident schimpft oder Aufsichtsratsvorsitzender?

      Die Wege der Entscheidungsfindung bzw. Beschlüsse sind etwas anders, am Ende läuft es aber ziemlich aufs gleiche raus. Die Mitglieder wählen einen Aufsichtsrat oder Präsidium, die besetzen die entscheidenden Posten…

      Wenn ich keine sportliche Kompetenz drin hab, sind die Bezeichnungen der Ämter egal.
      Oder, um mal ganz lapidar mit den Worten von nem Kollegen meiner Frau zu sprechen, warum in der Firma da alles schief läuft: „Wenn man Scheiße eingibt, wird auch scheiße rauskommen…“

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      • Ich denke, der Unterschied ist, dass der Aufsichtsrat viel zu viele Köpfe hat, die nicht ausschließlich im Interesse des Clubs handeln sondern auch opportunistisch.

        Ich finde, am Ende sollten die Fäden bei einer einzigen Person zusammenlaufen – nicht bei einem Gremium.

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  • Bitte auf keinen Fall einen neuen Trainer. Was soll der in der kurzen Zeit und den kurzen Pausen zwischen den Spielen denn mit den Jungs einstudieren/ändern.

    Ich glaube sogar, dass Keller der richtige für die Truppe ist, weil er mit seiner sachlichen Art eher integrierend ist als ein Haudrauf. Die Spieler sind doch sowieso total verunsichert.

    Wie schon mehrfach erwähnt krankt es massiv an der Kaderzusammensetzung. Ich bin wirklich zu wenig Fachmann, um da sagen zu können, ob diese ungute Zusammensetzung auf Unvermögen beruht oder auf Schicksal/Pech. Beispiel Dovedan: Wer von Euch hätte denn vor der Saison geahnt, dass der bei Heidenheim tolle Dovedan in der Saison 2019/20 ein absoluter – also wirklich absolut – Ausfall sein wird.

    Von den anderen neu eingekauften/geliehenen Totalausfällen hab ich einfach vorher noch nie was gehört. Darum kann ich nicht beurteilen, ob das Unvermögen war, genau die zu holen. Ich denke da an Medeiros, Cerin und auch ganz bestimmt Frey (so einen technisch unbegabten und torungefährlichen Strürmer hab ich noch nie gesehen).

    Schleusener und Lohkemper sind auch wirkliche Ausfälle. Ob die bei ihren vorherigen Clubs auch so schlecht waren, weiß ich nicht.

    Daher nochmal die Frage: wieviel an der unglücklichen Kaderzusammensetzung ist wirklich Unvermögen vom Verantwortlichen?

    Zusammenfassung: bitte kein neuer Trainer, weil auch ein neuer Trainer an der mangelhaften Kaderzusammensetzung nix mehr ändern kann.

    … und Erras für den entäuschenden, wenig einsatzfreudigen und leichtsinnigen Geis

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    • Meiner Meinung nach war der entscheidende Fehler von Palikuca, daß er eine Mannschaft ergänzt hat, die damals von Bornemann mMn mangels Geld unter den Aspekten ausgewählt wurde“charakterlich müssen sie zusammenpassen, bereit sein ihr Ego dem Team zuliebe hintanstellen und ihre Schwächen miteinander ausgleichen und finanziell so nah beeinander liegen, daß daraus keine Animositäten enstehen. Palikuca hat dann großzügig in den mittlerweile vorhandenen Geldtopf gegriffen, die entstandenen Hierarchien zerstört und Spieler reingebracht wie Geis, die von Anfang an mit der Idee kamen „ich hab hier was zu sagen“. Damit ist das einzige Pfund, auf dem die Mannschaft fußte „Teamstärke“ kaputt gemacht worden. Und für eine Mannschaft mit Spielern, die ihre individuelle Stärken zum Glänzen bringen und dafür für den Erfolg sorgen, war die Mannschaft von vornherein zu schwach.
      Daß Palikuca das nicht erkannt hat, zeigt mMn, daß er als Sportvorstand nicht geeignet ist. Denn einfach Einzelspieler zusammen kaufen, die dann vom Trainer irgendwie zur Mannschaft geformt wurden – ja Bader handelte da ähnlich, aber eben auf Sicht genauso erfolglos.
      Aber das ist genau das Problem, wenn man zu früh die Vergangenheit nicht mehr mit einbezieht bei den Entscheidungen, dann wiederholt man eben dieselben Fehler.

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      • @beate60

        Deine Meinung in allen Ehren, aber ist das wirklich so?
        War das Gehaltsgefüge unter Bornemann in Ordnung?
        Wohingegen Palikuca Hierarchien zerstörte, indem er ein Gehaltsgefälle geschaffen hat?
        Verdient der von Dir erwähnte Geis signifikant mehr als andere?
        Und: Hat dies der Aufsichtsrat tatenlos mit angesehen? Ist das so?
        Hast Du Beweise, @Beate, oder basiert Deine Meinung lediglich auf Spekulation?

        Meine Meinung ist:
        Andreas Bornemann wurde im September 2015 Sportvorstand beim 1. FC Nürnberg. Das Sommer-Transfer-Fenster war also schon zu. In den Jahren danach kristallisierte sich, wie wir alle durch Medienberichte wissen, eine informelle Führungsgruppe innerhalb der Mannschaft heraus. Das waren Hanno Behrens, Kevin Möhwald, Tim Leibold, Sebastian Kerk. Alle waren schon da, als Bornemann im September 2015 kam. Ebenso war Rene Weiler schon da, mit dem der Aufstieg knapp verpasst wurde, weil auch in diesem Jahr das Millionen-Projekt Red Bull Leipzig den Weg verbaute. In dieser Saison, in der die Mannschaft über ihre Verhältnisse spielte, dürfte der Mannschaftsgeist, welcher uns zwei Jahre später zum Aufstieg getragen hat, entstanden sein. Weil es einfach auch menschlich passte innerhalb der Mannschaft. Diese Mannschaft trägt allerdings nicht die Handschrift von Andreas Bornemann.

        Weiler wanderte nach Anderlecht. Dann kam der Flop mit Alois Schwartz. Danach kam Köllner. Dass Bornemann den Profi-Neuling Köllner zum Cheftrainer machte, war mutig und es war auch richtig. Aufstieg mit Köllner, Behrens, Möhwald, Leipold und Kerk. Danach ging Möhwald nach Bremen. Nach dem Wiederabstieg zog Leipold die von Bornemann bekommene Ausstiegsklausel und ging zum HSV. Kerk kommt nach seiner Verletzung nicht mehr in Schwung. Behrens ist noch da, als Kapitän ohne wirkliche Mannschaft.

        Welche Mannschaft aber hat Bornemann charakterlich zusammengestellt? Welche Mannschaft von Bornemann konnte Palikuca zerstören? Du meinst jetzt aber nicht die Mannschaft, die in Liga eins Auflösungserscheinungen zeigte?

        Wie Du sagst, scheint Palikuca nicht geeignet als Sportvorstand, er scheint überfordert. Aber Bornemann deswegen auf ein Podest zu heben, ist falsch. Es war nicht alles gut unter Bornemann, beileibe nicht.

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        • @fränki, was mir in Erinnerung ist, ist daß Bornemann mal in einem Interview gesagt hat, daß ihm eine ausgewogene Gehaltsstruktur in der Mannschaft sehr wichtig ist. Und ich müßte mich sehr irren, aber ich glaube nicht, daß z.B. Geis oder Frey in solch ein Gehaltsschema reinpassen.

          Ansonsten ist es natürlich nur meine Meinung, meine Spekulation. Aber wer kann hier anderes liefern? Vielleicht noch Florian

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          • Und ich will Bornemann nicht auf ein Podest heben. Nur bin ich der Meinung, daß er und Köllner sehr wohl einen mittel- bis langfristigen Plan hatten. Im übrigen genau wie Verbeek. Und ich bin nach wie vor überzeugt, daß unser Verein auch heute mit den beiden besser da stünde als mit Palikuca.
            Oder sagen wir so: sportlich hätte es bei den beiden auch schief gehen können, aber mit Sicherheit hätten sie in dieser Saison nicht das ganze mühsam ersparte Geld wieder mit vollen Händen ausgegeben. Und deshalb müßten wir uns zumindest keine Sorgen machen, ob wir denn für Liga 3 überhaupt die Lizenz bekommen oder ob wir den Weg der 60er gehen müßten.
            Und zumindest könnten sie mit dem weiter vorhandenen Geld für die kommende Saison den Kader so nachbessern, daß der sportliche Erfolg wahrscheinlicher würde.

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          • @Beate

            Sollten Geis und Frey deutlich mehr verdienen als andere, wie Du glaubst, dann hätte der Aufsichtsrat meiner Meinung nach gepennt. Das Gehalt bzw. das Gehaltsgefüge ist ohne Zweifel ein Hygienefaktor. Dieser wird dann verletzt, wenn einer mehr verdient als andere, aber keineswegs mehr Leistung bringt. Sowas kann durchaus dazu führen, dass kein Mannschaftsgefühl entsteht.

            Mag sein, dass Bornemann mehr Wert legt auf eine ausgewogene Gehaltsstruktur, als andere dies tun. Allerdings zweifele ich daran, dass Kubo oder Misidjan oder Pereira im Rahmen einer ausgewogenen Gehaltsstruktur bezahlt wurden. Aber auch das ist nur Spekulation meinerseits. 😉

            Generell hat Bornemann leider die Chance ob vieler Fehler nicht genutzt, den Club ein wenig länger in der Bundesliga zu halten. Schade. Auch schade, weil uns das in eine finanziell gute Lage gebracht hätte. So zumindest meine Sicht der Dinge.

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            • Ich weiss den Betrag nicht mehr, aber mMn ist er relativ hoch, ab wann der Aufsichtsrat informiert oder gar mitreden kann.
              Und bei Frey muss ich das wohl relativieten, weil er wie Perreira unter Bornemann nur geliehen war.
              Dass er aber mit Sicherheit wie Geis mit dem Anspruch kam, eine Führungsrolle einzunehmen, denk ich schon.
              Und das ist dann eben der Unterschied zu Perreira.
              Und da ist eben die Frage ob die zwei in das bestehende Mannschaftsgefüge gepasst haben. Ich denke eher nein.

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              • Womöglich hast Du Recht, @Beate, was die aktuelle Gehaltsstruktur anbelangt. Wir bewegen uns beide auf dem Feld der Spekulation.

                Fakt ist: Diese Mannschaft war nie eine Mannschaft. Auch, weil das Mannschaftsgerippe klapprig war nach dieser Depression in der Vorsaison unter Bornemann. Fakt ist ohne Frage auch: Die Mannschaft wurde schlecht zusammengestellt von Palikuca. Als es dann schien, dass Keller ein bisschen Mannschaftsgefühl geschaffen hat, kam die Pandemie, Quarantäne und Training in Kleingruppen.

                Jetzt sind wir auf dem Weg in Liga drei, weil diese Mannschaft keine Mannschaft ist. Nach wie vor. Es wird kaum miteinander kommuniziert auf dem Platz. Man feuert sich nicht gegenseitig an. Den Willen kann man keinem absprechen, nein. Aber der unbedingte Wille, der auch aus der Gruppendynamik kommt, ist nicht zu sehen.

                Keller versucht es, indem er sich vor die Mannschaft stellt und ihr große Moral attestiert. Das ist seine Art der Motivation. Und vielleicht erreicht er so ja noch ein bisschen Wir-Gefühl. Vielleicht.

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                Antwort
                • Für mich ist auch der riesen Kader, den Palikuca nicht geschafft hat kleiner zu bekommen ein Grund für das fehlende Wir Gefühl, nur einer von vielleicht mehreren, aber ein Grund nach dem Motto, Spiele ich schlecht, spielt morgen der nächste, übermorgen der übernächste dann vielleicht ìrgendwann wieder ich mal schaun, man kann irgendwie mitschwimmen und die Verantwortung weiterschieben, wenn es nicht läuft und wieder untertauchen.

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            • @ fränki

              Hätte Bornemann – unverantwortlicherweise – das ins Auge gefasst, was du „eine Chance“ nennst und wäre dann, mit einem riesigen Schuldenberg, dennoch abgestiegen, dann wäre der Club möglicherweise runiniert gewesen.

              Die Entscheidung wäre diese gewesen:

              Vereinbarte Konzeption beibehalten – oder die Existenz des Vereins risikieren.

              So etwas machen nur Hasardeure oder träumende Anhänger, die nicht in der Haftung stehen.

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              Antwort
              • @ Hans 65

                Du fehlinterpretierst mich, weißt schon. Selbstverständlich hätte Bornemann keineswegs den Pfad der kaufmännischen Vernunft verlassen dürfen. Das hätte Meeske wohl auch gar nicht zugelassen.

                Nein, @Hans 65, was ich meinte, war natürlich das sture Festhalten an Köllner und dessen Harakiri-Taktik. Und natürlich, dass trotz laut Medien vorhandener Gelder lediglich Ilicevic aus Kasachstan alibiverpflichtet wurde im Winter, als man die Mannschaft noch hätte verstärken können. Ohne sich zu verschulden.

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                Antwort
                • Das „sture“ Festhalten an Köllner hatte für Bornemann mMn gute Gründe.
                  Er war mMn überzeugt, daß er mit Köllner einen Mehrjahresplan umsetzen könnte, d.h. in den nach der 1. Liga folgenden Jahren (mit dem erwartbaren Abstieg) eine Mannschaft entwickeln, die am Ende fähig war, in der 1. Liga zu bestehen.
                  Er war mMn überzeugt, mit dem aus der 1.Ligasaison unerwartet gewonnenem Geld die Mannschaft verstärken zu können, daß sie im nächsten Jahr wieder um den Aufstieg mitspielen kann.
                  Und er war mMn überzeugt von Köllners Idee, den Nachwuchs zu verstärken und so zu schulen, daß diese Spieler integrierbar waren in die Profimannschaft, weil sie vieles von dem, was die Spielidee betraf schon in den Jugendmannschaften vermittelt bekamen.

                  Weshalb also hätte er ihn entlassen sollen, nur weil Aufsichtsräte, die von sich selbst sagen, daß sie die sportliche Leistung nicht beurteilen können, denTrainer nicht mehr haben wollten, weil die dem Volk aufs Maul geschaut haben und sich von der Presse unter Handlungsdruck setzen ließen?

                  Ich gehe davon aus, daß Köllner vor allem deshalb so unbeliebt wurde, weil er im Nachwuchsbereich den Jugendtrainern nicht die unter Bader gewohnte Entscheidungsfreiheit ließ, sondern eben Vorgaben machte, wie die Spieler spielen sollten und gleichzeitig für alle klar machte, daß im Falle eines Falles ein Spieler die Chance bekommt, sich bei den Profis zu bewähren, auch wenn das heißt, daß die Jugendmannschaft in der Saison schlechter abschneidet, weil der Spieler dort dann ausfällt.

                  Köllner war die Entwicklung der Spieler wichtiger als der kurzfristige sportliche Erfolg einer Saison. Da haben nicht nur viele Jugendtrainer aufbegehrt, sondern auch Jugendspieler, die eben in den Jahren davor anderes gewohnt waren. Und am Ende auch Profispieler, die auch auf einmal glaubten, daß sie nur deshalb in der 1. Liga so schlecht waren, weil der Trainer sie falsch spielen ließ. Daß dem nicht so war, konnten wir danach erleiden.

                  Palikuca hat das alles wieder zerschlagen, was da unter Köllner in den Jahren entwickelt wurde.

                  Dafür hat er dann seine Leute eingesetzt und Köllnerleute ausgetauscht. Und genau das ist der absolute Hohn: Köllner wurde von den im Verein vor seiner Zeit mächtigen Leuten immer vorgeworfen, er schaffe sich im Verein sein eigenes Netz. Daß Palikuca und Bader genau dasselbe getan haben, wurde von diesen Leuten aber nie kritisiert. Weil es normal ist. Weil jeder versucht, die Leute zu holen, von denen er überzeugt ist, daß sie seine Ideen mitverfolgen.

                  Bornemann und Küllner hatten wirklich eine Spielidee für die Profis. Die sie in der 1. Liga noch überforderte, die aber, wenn sie sie nicht verlernten in der 1. Liga, in der kommenden Saison mit den entsprechenden Verstärkungen uns vermutlich in der 2. Liga Freude gemacht hätte. Weil die Jungs gelernt hätten, miteinander Fußball zu spielen. Weil da eine Mannschaft entstanden wäre, die gelernt hätte, miteinander Fußball zu spielen, die nicht mehr auf die Einzelleistung eines einzigen Spielers angewiesen wäre, aber eben auch nicht von dem Einzelfehler eines Spielers umgeworfen worden wäre.

                  Ja ich weiß, da sind viele Konjunktive drin. Aber ich bin nach wie vor megasauer, daß dieser Versuch so schnell eingedampft wurde, nur weil es zu viele Leute in diesem Verein gibt, die immer noch der Idee anhängen, daß man um jeden Preis versuchen muß, solange wie möglich in der 1. Liga zu bleiben.

                  Nur weil zu wenige kapieren, daß eine Mannschaft sich nicht entwickeln kann, wenn der größtmögliche kurzfristige Erfolg über alles gestellt wird und Ausbildung und Weiterbildung der Spieler als unnötig angesehen werden, weil sie haben ja das Talent.

                  Und ich bin ultratraurig zu sehen, wie dieser Verein sich selbst kaputt macht. Selbst wenn wir jetzt die KLasse halten und noch ein wenig Geld da sein sollte, um eine neue Mannschaft zusammen zu stellen: auch die braucht wieder Zeit, um sihc zu entwickeln. Aber in unserem Verein wird doch spätestens wieder nach einer Niederlagenserie der Trainerrauswurf gefordert.

                  Es ist vollkommen sinnlos, in diesem Verein darauf zu hoffen, daß da irgendwann mal eine neue Mannschaft geboren wird.

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                • @Beate

                  Was Bornemann mit Köllner mittelfristig schaffen wollte, war und ist mir vollkommen klar. Und ich fand es ebenfalls unterstützenswert. In der Theorie war dies ohne Zweifel ein Erfolg versprechender Ansatz. Die Betonung liegt auf Theorie.

                  In der Praxis aber sind Bornemann und Köllner an ihren eigenen Maßgaben gescheitert. Weder hat man klug am Transfermarkt agiert noch wurden Spieler aus der eigenen Jugend behutsam herangeführt. Ich sage nur Simon Rhein. Für mich das Opfer schlechthin von Köllners planloser Rotation. Mit dem Ergebnis, dass er beim sehr wichtigen Spiel in Hannover übermotiviert vom Platz flog. Das unflexible Festhalten Köllners an der Spielidee enervierte und demoralisierte die Mannschaft zudem. Bornemann schaute tatenlos zu und redete dieses spielerische Siechtum Spieltag für Spieltag schön.

                  Kurzum: Der an Freiburg angelehnte Plan von Bornemann ist gut in der Theorie, die Umsetzung war mangelhaft. Auch deswegen stehen wir jetzt da, wo wir stehen. Am absoluten Abgrund

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                • @fränki nein, wir stehen da, weil der Aufsichtsrat wenn es so ist wie du schreibst, zu spät gehandelt und die Zeit nicht genutzt hat, um eine passende personelle Alternative zu finden, die den Plan dann hätte umsetzen können.
                  Das Problem war aus meiner Sicht nicht, daß sie die beiden entlassen haben. Sondern daß sie mit der Entlassung auch das vom Aufsichtsrat mitgetragene Konzept wieder einkassiert haben und damit 3 Jahre Entwicklungsarbeit kaputt gemacht haben.

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                • Einverstanden, @Beate.

                  Wie Du schreibst, hat der Aufsichtsrat meiner Meinung nach viel zu spät gehandelt. Köllner sprach nach dem hilflosen wie mutlosen Heimspiel gegen Freiburg von der „besten Saisonleistung“. Bornemann stimmte dem zu. Man hätte somit spätestens zur Winterpause handeln müssen. Dann hätte man sich das „schlechteste Trainingslager aller Zeiten“ und das Transfertrauerspiel mit Ilivevic sparen können.

                  Ja, es ist im Endeffekt, wie Du sagst, die Summe der falschen Entscheidungen des Aufsichtsrats, die uns womöglich in den absoluten Abgrund stürzt. Womit wir wieder beim Organigramm wären, in dem unser Verein letzten Endes von Ehrenamtlichen geführt wird.

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        • Ich unterschreibe Fränkis Beitrag komplett, besser kann man es kaum analysieren. Die Zeit nach Bornemann und Köllner und da war die Stimmung ebenso völlig unterirdisch zuletzt.
          Die Zeit nach den beiden war eine Chance! Aber man hat diese Chance krachend erneut in den Sand gesetzt.
          Ich bin selbst ratlos, wo man anfangen müßte, wäre das ganz oben, müsste man also dem Aufsichtsrat die Kompetenz komplett absprechen, den Sportvorstand entlasssen, den Trainer sowieso und dann den kompletten Kader. Und der letzte macht dann das Licht aus? ..dann ist ja keiner mehr da.

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  • Und mal wieder ist auch im 3. Spiel nach C. der Gegner mehr gelaufen nach Pauli, Aue auch Regensburg. Warum läuft eigentlich immer! der Gegner mehr bei unseren Spielen? Für mich schon ein Indikator wer an und über Schmerzgrenzen geht und wenn es der entscheidende Schritt oder Meter mehr ist, der viel ausmachen kann, aber haben wir ja scheinbar nicht nötig.

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    Antwort
  • Ich weiß ja nicht, ob ich das richtig sehe, aber ich hab mir mal ein paar Zahlen auf Transfermarkt.de angesehen. Und was ich sehe, ist: Palikuca hat gar keinen so großen Kader, aber einen, der obwohl er für Zugänge 7,45 Mio ausgegeben hat, der um knapp 5 Mio weniger wert ist als der Aufstiegskader von Bornemann. Ist es da wirklich verwunderlich, wenn die Leistung auch schlechter ist als alle erwartet haben?
    Im übrigen gelang es Bornemann im Vergleich zu Bader bei dem Kader im Jahr der Liga 1 durch seine Zugänge ein deutlicheres Plus beim Marktwert Zu/abgänge zu erzielen.

    Ich hab mir daraufhin mal die Zahlen angesehen seit Bader übernommen hat. Und muß traurig feststellen: der Ausgangswert des Gesamtkaders unter Bader betrug 34,9 Mio. Und mittlerweile sind wir bei 28,28 Mio Marktwert. Und das trotz all der explodierenden Zahlen im Fußballgeschäft.

    Aber vielleicht hat das ja auch alles nichts zu bedeuten.

    Zum Nachlesen, wenn die Entwicklung noch jemand anderen interessiert (die andern können hier einfach abbrechen:

    Unter Bader hatten wir 04/05 Transferausgaben von 2,25 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 2,05 Mio, die Abgänge unbekannt.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 34,9 Mio.

    Unter Bader hatten wir 05/06 Transferausgaben von 2,33 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 8,0 Mio, die Abgänge von 7,45 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 52,33 Mio.

    Unter Bader hatten wir 06/07 Transferausgaben von 1,25 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 13,25 Mio, die Abgänge von 14,6 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 65,45 Mio.

    Unter Bader hatten wir 07/08 Transferausgaben 6,7 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 27,1 Mio, die Abgänge von 24,05 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 57,45 Mio.

    Unter Bader hatten wir 08/09 Transferausgaben von 5,05 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 14,25 Mio, die Abgänge von 31,25 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 40,50 Mio.

    Unter Bader hatten wir 09/10 Transferausgaben von 0,45 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 12,78 Mio, die Abgänge von 8,38 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 47,70 Mio.

    Unter Bader hatten wir 10/11 Transferausgaben von 1,15 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 16,05 Mio, die Abgänge von 21,5 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 52,10 Mio.

    Unter Bader hatten wir 11/12 Transferausgaben von 4,15 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 11,53 Mio, die Abgänge von 27,45 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 42,53 Mio. Kadergröße 32

    Unter Bader hatten wir 12/13 Transferausgaben von 2,7 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 10,7 Mio, die Abgänge von 21,15 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 42,53 Mio.Kadergröße 32

    Unter Bader hatten wir 13/14 Transferausgaben von 7,32 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 18,08 Mio, die Abgänge von 16,53 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 56,5 Mio. Kadergröße 33

    Unter Bader hatten wir 14/15 Transferausgaben von 3,9 Mio. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 20,03 Mio, die Abgänge von 44,45 Mio.
    Der Gesamtkaderwert betrug damals 24,45 Mio. Kadergröße 37

    Bornemann übernahm 15/16 den von Bader zusammengestellten Kader. Es wurden in der Saison überwiegend von Bader 1,2 Mio ausgegeben. Die ZUgänge haten einen Marktwert von 10,05 Mio, die Abgänge einen Wert von 10,35 Mio.
    Der Gesamtkader war 27,8 Mio wert. Kadergröße 32 Spieler.

    Unter Bornemann gab 16/17 0,42 Mio für Zugänge aus. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 8,35 Mio. Die Abgänge einen Marktwert von 8,2 Mio.
    Der Gesamtkader war mit 36 Spielern 26,48 Mio wert.

    Unter Bornemann gab 17/18 2,45 Mio aus. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 10,15 Mio, die Abgänge einen Marktwert von 8,08 Mio.
    Der Gesamtkader war mit 32 Spielern 33,2 Mio wert.

    Unter Bornemann gab 18/19 4,85 Mio aus für Zugänge. Die Zugänge hatten einen Marktwert von 17,78 Mio, die Abgänge einen Marktwert von 5,6 Mio. Der Gesamtkader war mit 29 Spielern 54,4 Mio wert.

    Unter Palikuca hatten wir 19/20 bei den Zugängen einen Marktwert von 20,58 Mio, bei den Abgängen einen Marktwert von 29,58 Mio. Der Gesamtkader ist mit 28 Spielern 28,28 Mio wert. Er gab für die Zugänge mit 7,45 Mio soviel aus seine Vorgänger nie.

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    • Die Marktwerte sind jetzt nicht wirklich aussagekräftig, denn sie verraten nicht, wieviel eingenommen oder bezahlt wurde. So sollte man bei Palikuca nicht unterschlagen, dass er zwar 7,45 Mio. ausgegeben hat, aber eben auch 11,23 Mio. eingenommen hat, so dass unterm Strich ein „Transfergewinn“ von 3,78 Mio. steht. So schlecht ist das nun wieder nicht, er hat nicht das Geld mit vollen Händen rausgeworfen, wie manche behaupten, sondern weniger reinvestiert, als eingenommen wurde.

      Ob das sinnvoll verwendet wurde, steht auf einem anderen Blatt.

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      • Wenn du die Einnahmen mit den Verlusten des Kaderwertes gegenrechnest ist das ein Minus von mindestens 5 Millionen.
        Und bzgl. rausgeworfen: da kommen ja dann auch noch diverse neue Mitarbeiter dazu, die auch finanziert werden müssen.

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        • Mitarbeiter in der 2. und 3. Reihe kosten aber auch keine Millionen. In der Summe vielleicht eine, maximal.

          Der Kaderwert wurde schon durch den Abstieg massiv abgewertet. Im Prinzip müsstest Du die Spieler, die geblieben sind, für beide Spielzeiten gleich bewerten. Ist aber schon da nicht der Fall, obwohl der Spieler ja der gleiche ist.

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    • Zu welchen Zeit wurden die Marktwerte genommen? Wenn sie vom Ende einer Saison stammen sollten, wurde eine Aufstiegsmannschaft klarerweise schon deutlich aufgewertet. Solche Anpassungen finden ja mehrmals jährlich statt.

      Sollten die heurigen Martkwerte aktuell sein, gilt es da auch noch zu beachten, dass es einen generellen Covid-Abschlag gab.

      Ich schätze die TM-Werte als grobe Orientiertung, aber mehr Gewicht sollte man diesen Daten nicht zugestehen.

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  • Noch 6 Spiele in Liga 2,dann wird der direkte Abstieg in Liga 3 wohl feststehen !
    Die Mannschaft leblos,das Trainerteam ratlos ! Warum ?
    Kein Matchplan,kein Vorchecking wie andere es vormachen,keine einstudierten
    Laufwege,die Standards (Freistösse,Ecken) unter aller Kanone (harmloser als
    alle anderen),Fehlpässe und Ballverluste,die nicht zu erklären sind !
    Wo ist die Handschrift des Trainers,nichts aber auch gar nichts zu sehen !
    Geis total neben sich,Dovedan spielt auf der völlig falschen Position
    (müsste zentral direkt um bzw. hinter der Spitze spielen),endlich Frey raus
    (wenigstens das scheint der Trainer nun kapiert zu haben).Innenverteidiger
    und defensives Mittelfeld machen viel zu viele leichte Fehler,Hack müsste
    viel effektiver spielen.
    Meine Schlussfolgerung:
    Keller und sein Team können es nicht,
    sofortiger Trainerwechsel,Feuerwehrmann Neururer verpflichten bis Ende
    der Saison,mit grosszügiger Nichtabstiegsprämie !!!
    Er hatte bei allen seinen Stationen in den ersten Spielen grossen
    Erfolg !

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    • Ich finde die Idee gar nicht so abwegig, @Addi. Und mir ist der Name Neururer auch schon in den Sinn gekommen. Neururer würde wohl keinen Anschlussvertrag wollen. Er kommt, rettet und geht wieder zurück ins Fernsehen. Neururer weiß, wie man die Spieler anpacken muss in dieser verfahrenen Situation. Und Neururer kennt die Liga.

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      • Die Absage von Neururer hat uns einst den Pokalsieg gebracht. Wer weiß, wofür es gut ist… 😀

        Aber im Ernst, ich habe Neururer ja selbst schon angesprochen – mehr im Scherz, wegen der Absage einst, aber das ist tatsächlich einer, dem ich es zutrauen würde. Er kann zwar nicht längerfristig arbeiten (hat nirgends geklappt, außer vielleicht mal in Bochum), weil er v.a. über Emotion und Motivation kommt und sich seine Phrasen schnell abnutzen, aber er greift schnell. Und genau das brauchen wir ja im Grunde.

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        • Die Argumentation von @xxandl ist schlüssig. Die Parallelen zu Ingolstadt sind frappierend. Oral (ein Unterfranke aus Ochsenfurt übrigens) hat es zwar letzten Endes nicht geschafft mit Ingolstadt (wo er jetzt übrigens wieder eingesprungen ist), aber er hat kurzfristig den Durchlauf erhitzt. Und das könnte einem Peter Neururer auch gelingen. Womöglich. Die alleralleraller letzte Patrone halt.

          Am besten natürlich, Keller kriegt die Kurve gegen Bochum. Ist ihm und und uns allen zu wünschen. Aber es ist zu hoffen, dass Palikuca und auch der Aufsichtsrat einen Plan B in der Schublade haben. Und zwar rechtzeitig dieses Mal.

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          • …ich meine, was kann Jens Keller jetzt noch motivatorisch tun? Er stellt sich bedingungslos vor die Mannschaft, die nicht wirklich eine Mannschaft ist. Vielleicht honorieren seine Schützlinge diesen feinen Zug. Vielleicht aber auch nicht. Bislang tun sie es nicht.

            Keller kann natürlich die Formation verändern. Sich 73 Minuten lang anzuschauen, wie Dovedan sinnlos hin- und herhüpft zwischen abgekochten Regensburger Recken namens Hochreiner und Gimper, verlangt nach viel Geduld. Ist zu hoffen, dass der Geduldsfaden auch mal reißt bei Keller. Auch in Bezug auf Geis.

            Mehr aber kann Keller nicht machen. Ein bunter Abend beim Stamm-Italiener, an dessen Ende sich Behrens und Geis nach eins, zwei, neun Grappas in den Armen liegen, ist wohl nicht vorgesehen im weltweit gelobten DFL-Pandemie-Konzept.

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            • Deshalb müsste man jetzt mit einem erneuten Wechsel reagieren. Ein reiner Feuerwehrmann, der v.a. eine aktivierende Ansprache hat. Das ist sicherlich nicht die Stärke von Keller, momentan jedoch der wohl noch einzige Hebel. Auch wenn man von Misidjan nicht viel erwarten kann, hoffe ich dennoch auf ihn,. weil er zumindest eine notwendige Körperlichkeit einbringen kann – genau dass, was Dovedan und einigem Anderem fehlt.

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  • Ich verstehe dass bei Palikuca allgemein nicht, machte einen sehr emsigen, fleissigen Eindruck, vieles sah auf dem Papier sinnvoll aus, Spieler, Scouting Abteilung gegründet, Psychologe usw. klar ein wenig Pech kam hinzu mit 4 verletzten Torhütern aber unter dem Strich dann eine unterirdische sportliche, blutleere Entwicklung. Finde es ein Stückweit nicht erklärbar, warum es jetzt so ist, wie es ist. Kann mir das nur erklären wie bei einem Koch der wirbelt und tut aber am Ende schmeckt es nicht, keine Ahnung, was man ihm operativ vorwerfen könnte, bis auf das Ergebnis und darum gehts am Ende.

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    • Ich finde vieles davon ist sehr einfach erklärbar – er hat gute Spieler verpflichtet aber wenn im Sommer noch im Winter eine komplette Mannschaft auf den Rasen gebracht. Er hat – zum Teil namentlich (!) – erklärt wenn er verpflichten will und hat es nicht geschafft. Wenn mir ein Sportvorstand nach Ende der Sommertransferperiode bereits erklärt, dass er im Winter einen 6er und einen Innenverteidiger holen will, weil er im Sommer nicht die Leute bekommen hat, die er wollte, dann läuten alle Alarmglocken.

      Es wird immer so sein, dass man mit Lösung 1A, 1B und 1C scheitert, aber man kann deswegen doch nicht ein ganzes Jahr darauf verzichten einen 6er zu verpflichten, der uns weiterhilft. Und zeitgleich alle defensiven Optionen gehen lassen, so dass wir am 28. Spieltag noch genau einen (!) Defensivspieler auf der Bank sitzen haben…

      Was er machte war in der Teilbetrachtung richtig gut und viele der Namen unterschreibe ich, aber es ist eine unvollendete Kaderplanung. Und zwei falsche Trainerentscheidungen. Denn zumindest Canadi war nie der Trainer, der zu der Mannschaft gepasst hat, die Palikuca zusammengekauft hat.

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      • Canadi war ohne Zweifel nicht der passende Trainer. Das ist klar.
        Davon mal weg galt ja Petrak als passabler 6er zudem mit der meisten Erstligaerfahrung. Alle Spieler, von denen man mehr erwartet hat, blieben und das bis heute unter ihren Möglichkeiten. Petrak ging ja auch erst in der Winterpause. Weiterhin hat man mit Erras ebenso einen Spieler mit Erstligaerfahrung, der die 6 spielen kann und einst für seinen strukturierten Spielaufbau von hinten heraus gelobt wurde. Alle bleiben unter ihren Möglichkeiten, einen neuen 6er, der uns sofort helfen würde,der ist wohl schwieriger zu finden als die blaue Mauritius, die sind begehrt und wir stehen nicht in der 1. Reihe, wenns um das Finanzielle geht.
        Für mich ist das Haupträtsel wie auch unter Köllner im Erstligajahr, warum sich kein Spieler weiterentwickelt, das ist diese Saison genau das gleiche eher noch schlimmer. Alle spielen unter ihren Möglichkeiten… warum nur. Wir haben das Erstligajahr einbezogen mittlerweile zwei unterirdische Saisons abgeliefert und daran haben sich mittlerweile einige Trainer erfolglos versucht. Deshalb glaube ich wird auch der nächste Trainer ebenso an dem Kader abprallen. Mir fehlt aber die Erklärung warum das so ist..

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        • Halten wir die Klasse, muss es einen kompletten Umbruch geben, wollen wir nicht noch so eine Zittersaison mit unattraktivem Fußball geben. Steigen wir ab, wird es automatisch Spielerabgänge biblischen Ausmaßes geben. Der nächste Trainer wird somit vor einem totalen Neuanfang stehen. Was ihm die Arbeit eher erleichtern könnte.

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          Antwort
          • Ich hoffe das unabhängig von dem Ausgang dieser Saison ein überwaltigender Teil des aktuellen Kaders nicht mehr unsere Farben trägt. Das ist einfach so unterirdisch was da seit 2 Jahren geboten wird. Ich bin auch der Meinung das viele, viele Spieler auch schon innerlich gekündigt haben und Nürnberg lieber heute als morgen verlassen möchten.

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            Antwort
            • Das würde ich so pauschal nicht sagen. Im ersten Halbjahr unter Köllner wären wir auch beinahe runtergegangen. Das war wirklich Rumpelfussball. Dann kam Leibold zurück, Valentini und Everton neu und aus der lade duck Ishak auf einmal ein Goalgetter. Dieses Potenzial traue ich grundsätzlich dem ein oder anderen, wie Nürnberger, Dovedan, etc. zu. Es liegt am der Mischung, so dass wir nur an entscheidender Stelle ansetzen sollten. Eine Bürde ist allerdings, dass von den Rückkehrern maximal Rhein eine potenzielle Verstärkung werden könnte.

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              Antwort
            • @Lupus

              Sollten tatsächlich viele Spieler schon innerlich gekündigt haben, sollte man diesen von Früh bis Abend erzählen, dass die Wahrscheinlichkeit, woanders einen ähnlich dotierten Vertrag zu unterschreiben, in diesen Zeiten doch eher gering ist.

              Nein, ich glaube nicht, dass viele schon innerlich gekündigt haben. Spieler, deren Verträge auslaufen, müssen zudem die Chance nutzen, sich interessant zu machen. Siehe Ishak.

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              Antwort
              • Ich könnte die innere Kündigung verstehen. Wenn man mal mit Morddrohungen konfrontiert wird, kann man wohl kaum noch Identifikation erwarten. Ja, es war nur einer oder wenige, die das veranstaltet haben, aber das Spielerbashing in den Wochen davor hat dafür den Boden bereitet.
                Und schreibt jetzt bitte nicht, ach die armen Spieler, die werden dafür bezahlt, die müssen damit umgehen können. Sondern überlegt mal selbst wie es euch gehen würde, wenn ihr für einen Verein auflaufen müßtet, in dem ihr beschimpft werdet.
                Nichtsdestotrotz glaub ich nicht daran. Die geben, was sie können. Sonst wäre nicht in der 94. Minute das Ausgleichstor gefallen.

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                Antwort
        • Seh ich genauso, @Juwe.
          Ich hatte ein gutes Gefühl, mit Petrak und Erras auf der Sechs in die Saison zu starten. Und lag damit falsch. Aber auch, weil Canadi im Spieler Erras eher einen IV in einer Dreierkette sah und weil Petrak keine Rolle spielte bei Canadi.

          Kann mir das alles nur so erklären, dass Petrak Leistung bringt, wenn die Gruppe generell steilgeht, wenn Gruppendynamik herrscht. Wie @Andre erläutert, waren beispielsweise der wieder fitte Leibold und Neuzugang Valentini in der Aufstiegssaison wichtige Spieler, die vorangingen. Die Gruppendynamik wird auch befeuert durch Siege. Davon gab es in den letzten beiden Jahren nicht allzu viele.

          Bin mir auch sicher, dass Palikuca eine neue Sechs auf dem Schirm hatte in der Winterpause. Zumal man Petrak nach Dresden transferierte. Aber, wie Du sagst…für uns die Blaue Mauritius.

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          Antwort
          • Für Siege muss man Führungen ins Ziel brinigen, von denen wir so viele hatten in dieser Saison, der Gegner muss dann rausrücken, es entstehen noch mehr Räume andere nutzen das für Konter, wir hingegen verlieren bei Führungen jeglichen Mum und fallen regelmäßig zusammen. Ist mir alles ein Rätsel..was mit der Truppe nicht stimmt. Gehen wir in Führung klappen wir zusammen, geht der Gegner in Führung agieren wir Ideenlos und kommen zu keinen Toren (ausser der Gegner schießt sie für uns mit) . Also beides geht irgendwie nicht…

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            Antwort
            • Anfang Februar ein verdienter, wenn auch zum Schluss erzitterter Sieg gegen den SV Sandhausen. Darauf ein Auswärtssieg in Osnabrück, der auch in Ordnung ging. Danach ein 2:2 beim Tabellenvierten Heidenheim in einem aber mal richtig guten Zweitliga-Spiel…

              …“Gerade als ich dachte, ich bin raus, ziehen die mich wieder rein.“ (Al Pacino in „Der Pate lll“, großartig persifliert von Steven van Zandt in „Die Sopranos“)…

              …dann daheim gegen Darmstadt. Mit Schiedsrichter Patrick Alt, der das Spiel entscheidend zu unseren Ungunsten beeinflusste. Doch in Karlsruhe sind wir zurückgekehrt auf den Erfolgsweg. Läuft? Nicht wirklich. Denn vor der Pandemie haben wir mit 0:3 verloren gegen Hannover. In einem Spiel, dass von Drohungen gegen zwei unserer Spieler überschattet wurde.
              Was ich damit sagen will: Es ist nicht so, als wären wir noch nie in der Spur gewesen in dieser Saison.

              Nach der Corona-Pause scheinen wir aber bislang neben der Spur. Beziehungsweise scheint unsere Konkurrenz fokussierter.

              Osnabrück und Sandhausen hatten viele Wochen lang das schlechteste Momentum. Das war irgendwie beruhigend. Doch am letzten Spieltag haben die beiden eher überraschend gewonnen und uns ihr schlechtes Momentum vor die Füße gekotzt. Das beunruhigt schon sehr, finde ich.

              Aber es ist nicht so, als hätten wir es noch nicht hingekriegt mit der Balance und dem Siegen.

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              • Ja, es gab Momente in denen ich auch dachte, die Mannschaft stabilisiert sich und es wird unter Keller besser, aber dann wieder so unerklärliche Einbrüche. Ich kann es jetzt nicht genau nachsehen aber ich glaube wir sind die Mannschaft, die die meisten Führungen verspielt. Und wir sind die Mannschaft, die die meisten Gegentore in den letzten 15 Minuten bekommt, wenn es um die Wurst geht. Das sind Aussagen, die ich während Spielen von Moderatoren aufgeschnappt habe und das deckt sich auch mit den Eindrücken und richtig fatal finde ich wirklich die meisten Gegentore der ganzen Liga. Wäre man jetzt kein Clubfan würde man in so einem Fall sagen, es ist ganz klar wohin die Reise geht, zumal die schweren Spiele erst noch kommen, aber natürlich hofft man immer noch..auf ein Wunder

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                Antwort
                • Du sagst es. Ich hab‘ auch richtig, richtig Muffe, was unseren Club anbelangt.

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                • Ja mir ist auch mulmig, man kann sogar aus der 3.Liga absteigen. Man kann nur hoffen..und es gibt ja Ansätze, man kann nicht sagen sie können es gar nicht, sie könnten schon…

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          • Ist halt einfach zu spät, im Winter einen guten 6er holen zu wollen.
            Petrak war immer inkonstant, nie der große Spieleröffner und oft lethargisch. Erras nach der Verletzung nie überzeugend. Was nicht verwunderlich ist, schließlich war er wirklich sehr lange und sehr schwer verletzt. Behrens hat auf der Position auch nie wirklich überzeugt, war weiter vorne effektiver.
            Man mußte Löwen gehen lassen, bekam dafür 7 Millionen und holte dann für diesen Bereich Geis und Cerin (für 1,1 Mio). Letzterer war wohl die große Hoffnung. Wieso sonst hätte man soviel investieren sollen. Naja und dann hatte man ja noch Nürnberger nach Nürnberg geholt und ihn aus der 2. Mannschaft hochgezogen.
            Man hatte also insgesamt 6 Spieler für eine Position, die immer doppelt besetzt wird und man konnte maximal bei einem (Geis) damit rechnen, daß er dort auch überzeugende Leistungen bringt.
            Wenn man die gesamte Mannschaft durchgeht, war das wohl so geplant: für jede Position 2 Spieler. Nur hatte man eben keinen geholt, dem man wirklich zutrauen konnte, daß er die bekannten Defizite in der Spieleröffnung sicher ausgleichen wird bzw. daß er Löwen adäquat ersetzen kann.
            Was ich mich allerdings frage, ist, weshalb man dann für die Position Mittelstümer auf einmal 6 Spieler verpflichtet hat. Da war es dann anscheinend so, daß man die Qual der Wahl hatte und kein Spieler so richtig reinwachsen konnte in die Mannschaft.

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            Antwort
            • Stimmt, @Beate. Was die Unwucht des Kaders anbelangt.

              Man durfte hoffen, dass die Scouting-Jungs von Palikuca für vergleichsweise wenig Geld einen Sechser anschleppen, der uns richtig guttut. Einen neuen Mnari oder so. Dem war nicht so.

              Wann hatten wir zuletzt einen richtig starken Sechser? War das Timmy Simons? Glaube schon.

              Dass Petrak dieses Vakuum hätte langfristig schließen können, was er aber nicht tat, ist enttäuschend. Dass Bornemann mit Petrak verlängerte, nach dessen starken Leistungen am Ende der Aufstiegssaison (der Sahne-Auftritt beim 2:0 gegen Braunschweig), kann man nachvollziehen. Ich hätte auch mit ihm verlängert. Schade. Man hat ihm die Sechs mehrfach auf dem Silbertablett serviert. Aber er wollte nicht. Schwierig zu begreifen.

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              Antwort
  • Ich bin ja sowieso einer der wenig von Trainerwechseln hält, man kann mir jetzt Beispiele wie Gisdol bei Köln oder aktuell Labbadia bei Hertha vorhalten. Stimmt schon es gibt manchmal kurzfristige Effekte, aber genau diese kurzfristigen Effekte sind aus meiner Sicht mittel- bis langfristig sogar schädlich. Man gewöhnt sich als Verein, als sportlich Verantwortlicher an dieses „Hire and Fire“ und hangelt sich von einem Strohfeuer zum nächsten. Aber ändert man damit irgendetwas substantiell?

    Ich weiß dass nur wenige glauben an mittel- und langfristige Konzepte, Fußball wäre nur noch im hier und jetzt machbar. Planung gehe nicht, weil man sowieso gute Spieler nicht halten könne, gute Trainer ebensowenig. Nur es geht bei einem Konzept nie um einzelne Personalien, wenn man das als Konzept verstehen würde einzelne Personen zu halten, dann sind Konzepte tatsächlich heute fast unmöglich.

    Allerdings sieht man bei den positiven Beispielen eben doch, dass zumindest an der Vereinsspitze personelle Kontinuität möglich ist und vor allem ein personeller Wechsel eben kein strategischer Wechsel sein muss. Warum konnten sich Vereine wie Mainz oder Freiburg Schritt für Schritt nach oben arbeiten? Hat das nicht doch ganz viel mit dieser personellen und strategischen Konstanz in der Vereinsspitze zu tun?

    Auch bei diesen Vereinen ging es eben nicht kontinuierlich nach oben, auch bei diesen Vereinen waren nicht alle personellen Entscheidungen richtig, aber man hat doch fast immer über den Tag hinaus geplant und gehandelt. Solche Beispiele gibt es auch auf niedrigerem Niveau, unser Nachbar Fürth, ein Verein wie Sandhausen oder Heidenheim …

    Klar man kann jetzt immer Gründe finden, dass ein solcher Weg für den ruhmreichen Club nicht möglich sei, weil unsere Fans anspruchsvoller wären, weil wir viel mehr im medialen Interesse stehen, weil, weil weil. Aber wäre es nicht trotzdem sinnvoll sich mehr an erfolgreichen Beispielen zu orientieren? Man muss dann sicher immer den eigenen Weg finden, man kann nie alles einfach übernehmen, aber man sollte sich trotzdem immer an guten Beispielen orientieren. Man muss das Rad nie neu erfinden, zumindest dann nicht, wenn es massenhaft bessere Leistungen gibt, als die eigene. Ganz an der Spitze ist es dann sicher notwendig weniger zu kopieren und mehr selbst Ideen zu entwickeln, aber bis dahin kann man viele Fehler vermeiden wenn man „Best Practice“ kopiert.

    Damit komme ich zur aktuellen Situation, die bei uns wirklich gefährlich ist. Xandl hat schon darauf hingewiesen, dass ein Abstieg in Liga 3 eben nicht der Gleiche wäre wie in anderen Jahren. Auch da wäre dieser Abstieg schon ein großer wirtschaftlicher Rückschlag gewesen, aber nächste Saison kommt eben auch noch der Wegfall großer Teile der Zuschauereinnahmen dazu. Ein Bereich der uns normalerweise über den großen Rest der Drittligisten hinausgehoben hätte. Wenn es einigermaßen sportlich läuft (das ist bei uns nicht sicher, weiß ich auch), dann hätten wir sicher > 20.000 Zuschauer. Damit kann man in Liga 3 finanziell schon einiges machen.

    Es stimmt also, dass wir diesen Abstieg so gut es geht vermeiden müssen. Allerdings bin ich nicht der Mainung, dass man für diesen Versuch so viel investieren sollte, dass wen der Abstieg doch passiert der Fortbestand des Vereins in Gefahr wäre. Alles auf eine Karte zu setzen mag beim Roulette eine Option sein, im Wirtschaftsleben ist das sehr selten sinnvoll. Im Sport ist es für mich gar keine Option, weil der sportliche Erfolg eben nie zu 100% planbar ist. Verletzungen, Formkrisen, Sperren können einfach immer passieren, dazu Fehlentscheidungen und Glück ist sowieso schon ein Kernelement des Fußball. Einen Ball mit dem Fuß zu kontrollieren ist halt per se eigentlich keine sinnvolle Idee.

    Das bedeutet, dass ein Trainerwechsel nur sinnvoll sein kann, wenn uns diese Personalie wenig Geld kostet. Sprich Keller darf keinen Vertrag für Liga 3 haben und der neue Trainer darf nur einen Vertrag für die Rettung bekommen, also erst mal nicht über die Saison hinaus, auch wenn das erst mal natürlich teurer ist. Bleibt die Frage, gibt es einen solchen Feuerwehrmann, der bereit wäre für die letzten 6 Spiele zu kommen? Ich kann das nicht beantworten.

    Was ich aber befürchte, es langt bei uns nicht einen Mann zu holen, der mittels Motivation und Psychotricks das Selbstbewusstsein kurzfristig steigert und damit die fußballerische Klasse der Mannschaft frei legt. Natürlich sind die letzten 2 erfolglosen Jahre nicht spurlos an der Mannschaft vorbeigegangen aber man sieht doch immer wieder, dass es auch echte sportliche Mängel in der Mannschaft gibt, die kein Trainer der Welt beheben kann. Wenn ich mir die Mittelachse ansehe, dann wird klar warum beide Trainer immer wieder personell umgestellt haben aber keiner eine echte Stammmannschaft gefunden hätte.

    Daran ist nicht allein der Sportvorstand Palikuca schuld, ganz hinten hatten wir natürlich auch extremes Pech, kaum hat sich ein Torwart mal etabliert fiel er wegen Verletzung oder Sperre aus. Es gibt wohl keine Abwehr der Welt, die diese Wechsel auf der Torwartposition einfach so weggesteckt hätte. Dieses Problem kann man weder dem Trainer noch dem Sportvorstand vorwerfen.

    Aber schon eine Position weiter vorn muss man feststellen, dass es eine eklatante Fehlplanung gab, schon ohne den Abgang von Ewerton hätte man wegen dessen Verletzungsanfälligkeit unbedingt einen hochklassigen Zweitligaverteidiger holen müssen. Denn in den letzten Jahren hat jeder unserer anderen Verteidiger mit Ewerton zusammen deutlich besser gespielt, sprich wir haben hier ganz sicher einen Führungsspieler benötigt, Sörensen war dieser Spieler ganz sicher nicht. Warum man zum Teil Margreiter in dieser Führungsrolle gesehen hat verstehe ich nicht, neben ihm hat sich nur selten ein anderer Verteidiger verbessert.

    Immerhin hat man mit Mavropanos hier in der Winterpause sinnvoll reagiert.

    Die nächste Ebene der Mittelachse zeigt wieder ein Versäumnis der sportlichen Leitung. Klar nominell sind wir mit einigen Optionen in die Saison gegangen, hier hätten Erras, Petrak, Behrens, Jäger und am Ende auch Geis spielen können, sollen. Allerdings sieht man sofort, keiner der genannten war das was man eine Bank nennt.

    Erras hat nach seinen mehrfachen langen Verletzungen noch nicht das alte Niveau erreicht, Petrak war schon immer ein sehr launischer Spieler, Behrens konnte auf der Position nie gefallen, Jäger hat nie Konstanz in seine Leistung gebracht und bei Geis war auch schon vor seiner Verpflichtung bekannt, dass er sich eher als Spielgestalter sieht, als dass er einer Defensive Stabilität geben könnte. Klar war von Anfang an, keiner dieser Spieler könnte eine Solo-6 spielen, sprich mit diesen Spielern war klar, dass es davor nur noch einen zentralen Mittelfeldspieler geben kann.

    Und damit kommen wir zum nächsten Problem der zentralen Achse. Wenn klar ist, dass der Kapitän die offensive Position einnehmen muss, weil er sonst für die Mannschaft eher nicht hilfreich ist, dann ist die Verpflichtung von Dovedan schlicht sinnlos, schon gar, wenn man so viel Geld für ihn ausgibt. Mit diesem Problem schlagen sich beide bisherigen Trainer herum. Zieht man Behrend zurück ist er sportlich wenig hilfreich, man untergräbt damit den Stellenwert des Kapitäns. Es gibt aber in der Mannschaft keine Alternative als Kapitän, weder sportlich noch im Sinne der Hierarchie. Spielt Behrens auf der offensiven Mittelfeldposition, dann ist der Königstransfer Dovedan sinnlos.

    Damit kommen wir nach ganz vorn, die Verpflichtung von Frey wurde zu Beginn ja schon sehr euphorisch begrüßt, leider hatz man sehr schnell feststellen müssen, Frey ist eigentlich eine exakte Ishak-Kopie, sprich man hat viel Geld für einen Spieler ausgegeben, auch Leihen kosten Geld, den man schon hatte. Ein Mittelstürmer der, wenn in Form, viel für die Mannschaft arbeitet, der aber kein Knipser ist. Beide sind technisch eher nicht die stärksten Stürmer, benötigen Platz.

    Betrachtet man sich die Mittelachse des Club, dann wird schnell klar, warum wir diese Saison solche Schwierigkleiten haben, bei keinem Spieler war vor der Saison klar, dass er Leistungsträger sein würde, bei manchem war die Hoffnung vielleicht größere, bei vielen aber nicht einmal das.

    Einen Teil dieser Probleme hat man auch schon letzte Saison gesehen, überraschend sollten diese für die sportliche Leitung nicht gewesen sein.

    Und diese Probleme auf der Mittelachse würde aus meiner Sicht auch ein neuer Trainer erben, insofern bin ich sehr skeptisch, dass ein Trainerwechsel wirklich erfolgreich sein kann. Dazu kommt, ich sehe keinen guten Zeitpunkt für einen Trainerwechsel. Nach Bochum müssen wir nach Bielefeld, wenn wir dorthin mit einem neuen Trainer fahren, ist die Gefahr groß, dass der Mann nach dem Spiel dann auch gleich verbrannt ist. Danach geht es gegen Fürth, klar ein Derbysieg könnte dem dann neuen Trainer einen weiteren Schub geben, eine Niederlage oder ein Unentschieden wäre aber auch wieder schwierig. Und bis nach dem Derby warten? Ich fürchte dann kann man es auch ganz lassen. Nein ich denke nicht, dass ein weiterer Trainerwechsel den großen Schub geben könnte, dafür sind die Probleme im Team zu substantiell und das Momentum können wir auch nur schwer nutzen.

    Es wird ein Tanz auf der Klinge bis zum Ende der Saison bleiben. Ich hoffe aber, dass es am Ende doch langt, die anderen Mannschaften hinten sind ja auch nicht so stark, den Ansatz eines Laufs sehe ich da auch nicht, vielleicht hoffe ich das aber auch nur.

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