Analyse: Same old, same old #FCN #SSVFCN

Analyse zu SSV Regensburg – 1. FC Nürnberg 2:2 (1:1) – Der Club holt sehr spät einen Punkt in der Oberpfalz. Die grundlegenden Probleme überdeckt der Punkt aber nicht.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb. 1: Startformation gegen den Ball

… war einmal mehr der 4-4-2/4-2-3-1-Hybrid, der sich inzwischen eingespielt hat. (Abb 1) Tendenziell wurde er in Regensburg – wie gegen Aue – eher als 4-2-3-1 ausgelegt (Abb. 2), aber letztlich sind – wie beim Gegner – beide Notationen möglich. Personell nahm Jens Keller mehrere Wechsel im Vergleich zum Spiel am Freitag gegen Aue vor. Mathenia kehrte statt Dornebusch ins Tor zurück. Sörensen begann für den verletzten Mühl, Heise ersetzte den verletzten Hack. Darüber hinaus ersetzte Ishak Zrelak in vorderster Linie. Ein Wechsel, der sich bereits nach wenigen Minuten bezahlt machte, als der Schwede sein erstes Saisontor erzielte.

Heise wurde dann bereits in der Pause durch Schleusener positionsgetreu ersetzt. Kurz darauf erhöhte Regensburg auf 2:1 und in der Folge tat der FCN sich sehr schwer. Dennoch wartete Jens Keller bis in die 73. Minute um erneut zu wechseln: Kerk kam für Dovedan, Zrelak für Geis. Der Wechsel von Dovedan auf Kerk war positionsgetreu, der von Geis zu Zrelak führte dazu, dass nun ein klares 4-4-2 gespielt wurde: Behrens rückte neben Nürnberger, Zrelak bildete mit Ishak einen Zweierangriff.

Abb. 2: Realtaktische Aufstellung

Später brachte Keller dann noch Lohkemper für Ishak, änderte dann aber nichts mehr an der Formation. Auffällig war in Sachen System auch, dass der Club zu Beginn des Spiels früh und tief in der gegnerischen Hälfte störte. Kurz nach dem 0:1 befreite sich der Jahn aber aus der Umklammerung des Clubs und kam immer besser ins Spiel. Erst in der Schlussphase wurde der FCN wieder etwas spielbestimmender.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… lag zum einen wieder einmal in der Unfähigkeit des FCN gute Chancen zu verhindern. Das Problem des Clubs in den letzten Wochen ist tatsächlich nämlich defensiv nicht, dass der Gegner viele Chancen hat, sondern, dass er gute Chancen hat, bei denen es schwerfällt, sie zu verpassen. Gemessen an den expected Goals hatte auch der Jahn gegen den Club außerhalb der Szenen, die zum Tor führten, nur einen Wert von 0,48 (Abb. 3) und keinen einzigen Schuss, der aufs Tor ging – allerdings auch zwei Aluminiumtreffer, die statistisch nicht als Torschuss zählen.

In dieser Tatsache verpackt ist, dass der Club den Jahn in der Szene vor dem 0:1 zum Kontern einlud. Regensburg ist in Sachen Kontern nämlich eine interessante Mannschaft. Sie erzielt zwar die meisten Kontertore der Liga, gehört aber zu den drei Mannschaften, die am wenigsten kontert. Eine derart effiziente Kontermannschaft durch Ballverluste in der Vorwärtsbewegung einzuladen, ist natürlich fatal.

Abb. 3: Chancenspielfilm

Es gehört auch zur Betrachtung, dass der FCN selbst auch nur vier Schüsse aufs Tor (neben Ishaks Tor ein Fernschuss von Schleusener und zwei Kopfbälle von Behrens zustande brachte. Gerade in den 45 Minuten nach dem 0:1 war der FCN gar nicht präsent vor dem Tor der Regensburger und brachte es nur einen einzigen Schuss in Richtung Tor (Handwerker, 37., geblockt). Aus diesen sehr schwachen 45 Minuten rührt auch die Hauptkritik am FCN. Davor und danach war nicht alles zielführend, aber zumindest kam der Club in dieser Phase zu Abschlüssen und der Jahn fast gar nicht. (Abb. 4) Die Phasen, in denen der Club den Jahn vom Tor weghielt, korrelieren in hohem Maße – aber nicht völlig – mit den Phasen, in denen der Club aggressives und hohes Pressing spielte, den Jahn also unter Druck setzte. (Abb 5.)

Abb. 4: Angriffe pro Minute

Insgesamt gesehen lagen die Teams in vielen Bereichen (z.B. Pässe in Tornähe, Pässe für Raumgewinn, Passquote ins letzte Drittel) auf einem ähnlichen niedrigen biederen Niveau, so dass das Remis am Ende – rein beim Blick auf die Daten – irgendwie gerechtfertigt erscheint, da kein Team überzeugen konnte. Das ändert nichts daran, dass der Ausgleich in seiner Entstehung höchst glücklich war.

3. Das Spiel war entschieden, als …

… Tim Knipping den harmlosen Schuss von Adam Zrelak ins eigene Tor köpfte. Es war zum einen eine fast schon gespenstische Symmetrie zum Hinspiel, als der Jahn in der 94. Minute zum Ausgleich kam. Gleichzeitig hatte Knipping schon vor dem Spiel schlechte Erfahrungen mit dem Club in der Nachspielzeit gemacht. Vor fast genau zwei Jahren hatte sich der heute 27-Jährige in den letzten Sekunden des Spiels des FCN in Sandhausen, das dann den Aufstieg bedeutete, den Unterschenkel gebrochen.

4. Das Fazit …

Abb. 5: Pressing und Formationslinie

… könnte natürlich mühsam ernährt sich das Eichhörnchen lauten: Wieder einen Punkt auf Wiesbaden gut gemacht. Das wäre aber natürlich auch arg verkürzt gedacht. Jenseits dessen lassen sich – außerhalb der ersten und mit Abstrichen auch der letzten Viertelstunde – wenig positive Dinge feststellen. Vielmehr verfestigt sich gerade bei den Gegentoren ein Muster, das Angst macht. In der dritten Partie nach der Coronapause kassierte der FCN den dritten Treffer nach einem Ballverlust im Mittelfeld. Zum dritten Mal konterte der Gegner dann den Club aus, zum zweiten Mal in Folge fiel der Treffer nach einer Hereingabe von außen.

Es fehlt dem FCN die defensive Stabilität, um gute Chancen zu verhindern. Es ist daher die Frage, ob die Idee, möglichst hoch zu stehen und damit den Ball näher am gegnerischen Tor zu gewinnen, die unzweifelhaft beim 0:1 durch Ishak eine Rolle spielte, nicht insgesamt zu riskant ist, angesichts der Tatsache, dass im Zentrum mit Geis und Behrens zwei Spieler agieren, die nicht durch Sprintstärke auffallen und auch auf der rechten Außenbahn mit Dovedan und Sorg teilweise die Antrittsschnelligkeit fehlt – auch wenn das 1:1 in Regensburg natürlich über die linke Abwehrseite fällt.

Angesichts der Tatsache, dass auf das Spiel gegen Bochum mit Bielefeld und Fürth zwei Gegner folgen, die weit vor dem FCN stehen, kommt dem Spiel am kommenden Samstag besondere Bedeutung zu. Schafft es der Club hier nicht, drei Punkte zu holen, steht zu erwarten, dass vor oder spätestens nach dem Derby auf einem Abstiegsplatz steht. Ruhige Zeiten sehen anders aus.

5. Die Stimmen…

Abb. 6: Ergebniswahrscheinlichkeiten

Jens Keller: „Es war natürlich ein sehr wichtiger Punkt. Wichtig war auch, dass die Mannschaft bis zuletzt dran geglaubt hat, dass sie hier noch das Unentschieden holen kann. Für die Moral tut das gut. Wir haben 15 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht – aber leider nur 15 Minuten. Wir haben den Mut verloren, sind zurückgewichen, haben den Ball nicht mehr laufen lassen, die Räume nicht mehr so wie zu Beginn bespielt und die Verlagerungen nicht mehr hinbekommen. Dass die Mannschaft auch nach dem Rückstand an sich geglaubt hat, damit kann man zufrieden sein, mit der Art und Weise, wie wir nach 15 Minuten gespielt haben, nicht.“

Mersad Selimbegovic: „Wir sind nicht so gut ins Spiel reingekommen. Daher war der Rückstand in dieser Phase auch verdient. Das Wichtige war, dass wir danach das Heft in die Hand genommen haben. Deshalb war der Ausgleich zur Pause auch verdient. Nach der Pause kommen wir auch wieder gut rein und treffen. Leider haben wir die Führung nicht über die Zeit bringen können und kassieren ein ganz unglückliches Eigentor. Wir müssen daran arbeiten, dass wir nach der Führung die Bälle noch sauberer spielen, dennoch haben wir gegen einen starken Gegner eine gute Leistung gezeigt.“

Johannes Geis: „Jetzt sind wir mal zurückgekommen, haben Moral bewiesen. Ich denke, am Ende war’s aber trotzdem zu wenig. Nach unserem Tor haben wir den Faden verloren, davor haben wir gut angefangen und haben uns mit dem Tor verloren. Das 1:0 müssen wir bis zur Pause verteidigen, haben wir aber leider nicht gemacht. Ein Lob an die Jungs, die sich nach dem Rückstand nochmal zurückgekämpft haben.“

Sebastian Stolze: „Der späte Ausgleich ist sehr ärgerlich. Wir waren die bessere Mannschaft. Nur in den ersten zehn Minuten sind wir sehr schlecht reingekommen. Aber nach dem Gegentor sind wir aufgewacht, waren griffig in den Zweikämpfen und haben Nürnberg kaum Luft zum Atmen gegeben. Deshalb war es auch verdient, dass wir das Spiel gedreht haben. Dass wir dann den Ausgleich noch kassieren ist sehr ärgerlich. Es war auf jeden Fall spielerisch unser bestes Spiel seit der Pause.“

Mikael Ishak: „Es war ein schönes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Ich habe das Gefühl vermisst, mit den Jungs auf dem Feld zu sein und dort zu helfen. Meine Leistung war okay. Ich habe ein Tor gemacht, hätte noch ein weiteres machen können. Der Punkt war am Ende brutal wichtig. Wir starten eigentlich gut, hören dann auf zu spielen. Der Gegentreffer vor der Pause war bitter. Am Ende zeigt es auch den guten Teamgeist, dass wir da nochmal zurückkommen.“

6. Die Statistik …

Regensburg Nürnberg
Grundlagen
2 Tore 2
10 (3) Schüsse (aufs Tor) 16 (4)
302 (72,9%) Pässe (angekommen) 396 (78,3%)
44,2% Ballbesitz 55,8%
132 Ballverluste 132
6 Ecken 1
120,25 Laufleistung (in km) 117,7
19 Fouls 13
Advanced Metrics
1,22 xG 1,21
1,36 xP 1,36
7,3 PPDA 4,98
2,65 APPP 3,22
Auffälligkeiten
46,9 Formationslinie (Ø) 56,1
18% Anteil lange Bälle 18%
52 Ballbesitzphasen (geg. Hälfte) 74
9 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 12
61% Passquote ins letzte Drittel 66%
34,1m Passlänge ins letzte Drittel (Ø) 33,6m
49 Abgefangene Bälle 50
27 Weggeschlagene Bälle 25

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammt von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team. Mit „tiefen Pässen“ meint Wyscout Pässe, die innerhalb eines Radius von 20 Metern um das gegnerische Tor ankommen. Als „kluger Pass“ definiert Wyscout einen „Ball, der den Angriff der eigenen Mannschaft auf eine kreative Art und Weise entwickelt.“

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia 4 4 4 4 6,60/10
CU-Urteil: Mindestens unglücklich vor dem 1:2. Sonst wenig gefordert.
Oliver Sorg 3- 3 5 3 7,2/10
CU-Urteil: Leitete das 0:1 mit guter Flanke ein. Fing einige Bälle ab. Wirkt dennoch nicht austrainiert.
Asger Sörensen 5 4 5 4 6,8/10
CU-Urteil: Schwache Kopfballabwehr, die das 2:1 einleitete. Dazu mit vielen verlorenen Luftduellen (7 von 12)
Dinos Mavropanos 3 3 3 3 7,1/10
CU-Urteil: Defensiv wie immer sehr präsent und umsichtig. Allerdings agierte er ohne zu glänzen.
Tim Handwerker 4 3,5 3 4 6,0/10
CU-Urteil Wie immer bemüht und engagiert, gewann aber nur drei von acht Duellen in der Rückwärtsbewegung. Zu wenig für einen Verteidiger.
Johannes Geis 4- 4 5 4 6,4/10
CU-Urteil: Einige schöne öffnenden Pässe. In der Rückwärtsbewegung aber viel zu fahrig und mit vielen falschen Entscheidungen.
Fabian Nürnberger +3 3,5 4 3 6,8/10
CU-Urteil: Sehr engagiert, verteilte und verlagerte auch erstmals häufiger den Ball. Dabei ordentlich. Fiel statistisch durch die gute Dribbelquote (5 von 5 erfolgreich) auf.
Hanno Behrens 3 3 3 3 7,9/10
CU-Urteil: Wie gegen Aue mit einem Assist, der die Bewertung verbessert. Wie immer emsig und fleißig. Trotz realtiv hoher Passzahl (32) mit wenig Fehlpässen (4).
Nikola Dovedan 5 5,5 6 4 5,7/10
CU-Urteil: Katastrophale Zweikampfwerte (6 von 21 gewonnen). Rechtfertigt die steten Startelfeinsätze nicht
Philip Heise 5 5,5 5 5 6,5/10
CU-Urteil: Entscheidender Ballverlust vor dem 1:1. Auch sonst mit wenig Akzenten und ohne gewonnenen Offensivzweikampf in vier Versuchen.
Mikael Ishak 2- 2,5 3 2 7,1/10
CU-Urteil: Ein Tor, zwei weitere gute Chancen. Emsig und viel eingebunden.
Fabian Schleusener 5 5 5 6 6,5/10
CU-Urteil: Kam zur Pause für Heise. Knüpfte jedoch an dessen Leistung an.
Sebastian Kerk 5 5 6,3/10
CU-Urteil: Kam nach 72 Minuten für Dovedan. Auch er knüpfte nahtlos an die Leistung des Vorgängers an.
Adam Zrelak +4 3 6,3/10
CU-Urteil: Leitete den Ausgleich durch einen Verzweiflungsschuss ein. Hatte einen Lattentreffer. War zumindest sichtbar.
Felix Lohkemper 6,2/10
CU-Urteil: Kam für Ishak, war am Ausgleich auch durch Ablage auf Zrelak beteiligt. Sonst aber nicht zu sehen.

20 Gedanken zu „Analyse: Same old, same old #FCN #SSVFCN

    • Starker Start keine Frage, bei dem ganzen Bohei um Klinsmann und sein unrühmliches Ende darf man aber nicht vergessen, dass die Hertha vor dem Schiffbruch gegen Mainz am Wochenende vor dem Ende unter ihm nur gegen Dortmund und Bayern verloren hatte und unter anderem Leverkusen gewonnen und gegen Gladbach kein Tor kassiert hat.

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  • Danke für die wie immer klasse Analyse. Normalerweise kann ich da trotz meiner Verzweiflung immer nochmal Hoffnungsschimmer draus ziehen. Aber irgendwie bestätigt mich das Ganze in meiner Meinung das man was Anderes versuchen muss. Und da Keller seit 15 Spielen nicht in der Lage ist mal verschiedene Varianten zu entwickeln, muss man ihn ablösen (vielleicht sogar erlösen?).

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    • Ja, ja zum Glück haben wir einen Trainer der natülich schuldig ist an der Clubmisere.
      Warum haben wir dann nicht den hochgelobten Labbadia geholt? Ganz einfach diesen Herrn zieht es nicht nach Nürnberg – so geht es auch noch anderen.
      Ich bin jetzt seit 60 Jahren Fan des Club. Das in dieser Zeit alles den Club führte spottet jeder Beschreibung. Ich will der gegenwärtigen Führung nicht den guten Willen absprechen, aber es wäre besser sie würden den Rückzug antreten. Damit wäre dem Verein schon viel geholfen. Nur wer hat die Qualifikation und den Willen in dieser vertrakten Situation einen solchen Chaotenclub zu übernehmen?

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  • Off Topic:
    Respekt KSC vor dieser starken 2. Halbzeit .
    Trainer Eichner immer mit vollem „Einsatz“.
    34. Spieltag KSC in Fürth!
    Mir ist Angst und Bange.

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  • Fazit FZ:
    „(…)Angesichts der Tatsache, dass auf das Spiel gegen Bochum mit Bielefeld und Fürth zwei Gegner folgen, die weit vor dem FCN stehen, kommt dem Spiel am kommenden Samstag besondere Bedeutung zu. Schafft es der Club hier nicht, drei Punkte zu holen, steht zu erwarten, dass vor oder spätestens nach dem Derby auf einem Abstiegsplatz steht.“

    Ich halte das folgende Szenario nicht nur für charmanter, sondern für realistischer:

    Fürth kommt beim Rückrundentabellenführer Darmstadt mit 0:4 unter die Räder, der Club gewinnt Zuhause gegen Bochum für seine Verhältnisse deutlich mit 3:0.

    Fürth -2 37 Punkte
    Club -9 34 Punkte

    Und im Derby erobert der Club die geschundene Fanseele zurück und badschd die Westvorstadt mit 5:1.

    In meinem Rechenexempel sind die Fürther tabellarisch gefühlt jetzt schon hinter uns.

    🙂

    [Anders als die Bären leide ich nicht am Morbus cavillatio – ich mein‘ das tatsächlich ernst]

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  • @ Teo ,
    Nein nicht um Fürth.
    Habe auch nichts gegen Fürther Abstieg aber nach meinem Szenario ist Fürth vorher sicher und
    wird sich dann wie gestern wegducken. Denke nicht FCN 4 Punkte vor KSC nach Runde 33.
    Klar alles Theorie aber man darf ja rechnen spätestens nach Spieltag 28.

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  • Geis müsste von seiner Laufleistung, seiner Sprintgeschwindigkeit, seiner Körpersprache und seinem insbesondere defensiven Zweikampfverhalten her eigentlich den Rest der Saison auf der Ersatzbank verbringen! Oder ist er für das Offensivspiel des FCN zu wichtig? Passt irgendwie zum Club in dieser Saison. Unter normalen Umständen hätte sich Geis eine Pause verdient, aber einen besseren haben wir nicht. Trifft jedoch auch noch auf einige andere Spieler zu.

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    • Seine zu Beginn gezeigte Torgefahr aus der Distanz und seine gefährlichen Standards sind längst Vergangenheit. Schade, es sah für ein paar Spiele so aus als hätte RP mit dieser Verpflichtung mal richtig gelegen.

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    • Es mag anders wirken, aber so schlecht sind die statistischen Werte von Geis nicht.

      Er ist bei der Laufleistung vorne dabei, meist einer der 3 – 4 mit den meisten km (jetzt allerdings ausgewechselt, daher nicht vergleichbar), hatte eine Zweikampfquote über 60%.

      Was ihm tatsächlich fehlt, ist Tempo. Und ihm fehlt auch wohl die Körpersprache, den unbedingten Willen auszudrücken. Und seine Abschluss- und und Standardstärke ist irgendwie auch weg. Das verstehe ich eigentlich am wenigsten.

      Er wirkte am Anfang irgendwie griffiger.

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      • Am Anfang wirken bei uns doch immer viele Neuverpflichtungen gut. Wie oft haben wir das schon erlebt, daß hier eine Neuverpflichtung hochgelobt wurde, weil sie in den ersten Spielen gute Leistungen gezeigt hat.

        Nur sollten wir langsam lernen: gerade bei Leihen oder bei Spielern, die anderswo nicht zum Zuge kamen, ist offenbar die Wahrscheinlichkeit hoch, daß sie keinen langen Atem haben, sprich, daß sie sich auf Anfangserfolgen schnell ausruhen.

        Umso wichtiger wäre es gewesen, wirklich Nachwuchsspieler zu entwickeln von denen man dann aufgrund ihres Einsatzes eher davon ausgehen kann, daß sie den Ehrgeiz und die Lernbereitschaft auch in der Profimannschaft an den Tag legen.

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        • Ja, die Nachwuchsspieler…

          Das war auch so eine Fehleinschätzung. Ich hätte Rhein nicht verliehen, weil ich sein Potential schon immer hoch eingeschätzt habe. Ich bin mir sicher, dass er jetzt Stammspieler wäre.

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          • Er ist ja nur verliehen und auf seiner Position waren halt Erras, Petrak Geis Spieler mit Erstligaerfahrung, ich glaube es konnte zu dem Zeitpunkt keiner ahnen daß gerade die erfahrenen Spieler nahezu alle wegbrechen. Zu dem Zeitpunkt der Leihe war das schon plausibel. Und das Rhein auch noch lernen muss haben wir in der 1. Liga in Hannover schon gesehen, seine Kurzeinsätze waren alles andere als souverän.

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    • Er scheint auch selbst seine Akzeptanz als Standardschütze in der Truppe eingebüßt zu sein. Es war bezeichnend, dass ihm Handwerker trotz Widerrede gegen Pauli den Ball beim Freistoß weggenommen hat.

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  • Grundsätzlich bin ich gegen einen weiteren Trainerwechsel in dieser Saison. Doch sollte es so kommen, wäre ich ernsthaft (!) für Peter Neururer mit Retter-Vertrag bis Saisonende!

    Viele seiner Ex-Spieler deuten an, dass er für ein langfristiges Engagement eher weniger geeignet wäre. Aber alle sind sich einig, dass er kurzfristig großartig ist (zuletzt Christoph Kramer im aktuellen 11Freunde)! Er hat die Fähigkeit schnellstens zu erkennen, welches System dem Team am besten liegt. In kürzester Zeit bringt er gute Stimmung und Lockerheit in ein Team, löst damit tief sitzende Verunsicherungen und schafft es durch seine rustikal-joviale Empathie den Spielern zumindest vorübergehend großes Selbstbewusstsein einzuimpfen, sie heiß zu machen. Genau das, was unsere Jungs brauchen können!

    Natürlich liegen seine große Zeiten zurück und er hat zuletzt nur noch beim Fußball-Stammtisch auf sich aufmerksam gemacht. Und garantiert gibt es für den planvollen Neuaufbau einer Mannschaft genügend bessere Kandidaten. Doch er brennt immer noch, steht unter Volldampf. Für 4 Wochen mission impossible könnte er der Beste sein!

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    Antwort
    • Na klar wär Neururer ein fähiger Mann und würde auch zum Club passen. Aber wir hatten schon mal vor längerer Zeit eine Absage von ihm. Man müsste ihn schon überreden nach Nürnberg zu kommen. Aber das ist jetzt mal nicht das Thema. Erst mal das Spiel gegen Bochum abzittern. Wird es ein Erwachen des Clubs oder ein Spiel, das in die Kategorie „Siechtum“ gehört? Man wird es sehen.

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      Antwort
      • Das mit dem überreden könnte einfacher sein als gedacht, denn mit Thomas Stickroth haben wir einen langjährigen Bochumer als Cotrainer. Vielleicht hat er sogar schon unter Neururer gespielt (weiß ich jetzt nicht, wäre aber möglich). Der könnte ihn bei Bedarf bestimmt überzeugen 😉

        Grundsätzlich will ich aber lieber Bochum schlagen und dann läufts wieder. 😎

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        Antwort
  • Kurz zur Spielerbenotung:

    Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum viele immer über Sorg meckern und Handwerker so sehr loben?

    Sorg macht finde ich häufig einen soliden Job. Er ist jetzt hinsichtlich offensiven Qualitäten bestimmt kein Ph. Lahm, aber in puncto Einsatzfreude und Verlässlichkeit mindestens derzeitiger Glubb-Durchschnitt. Trotzdem lese ich sehr häufig eher abgälliges über ihn, obwohl er meiner Meinung nach nicht sonderlich oft negativ heraussticht. Grade gegen Regensburg war er meiner Meinung nach mit Behrens, Ishak und Mavropanos einer der solidesten Glubb-Protagonisten.

    Hingegen wird Handwerker sehr häufig besonders positiv herausgehoben und bewertet. Aber das kann ich oft nicht nachvollziehen. Ich würden seine defensiven Qualitäten gleich bis etwas schlechter als die von Sorg bewerten. Offensiv ist er sicherlich quirliger und aktiver, ABER mit welchem Ergebnis? Meiner Meinung nach vertänzelt er in der Vorwärtsbewegung zu häufig den Ball und wenn nicht, dann sind seine Hereingaben/Flanken ins Zentrum meist unbrauchbar. Meine Meinung.

    Das nur am Rande …

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