Analyse: Ebenbürtig #FCN #DSCFCN

Analyse zu Arminia Bielefeld – 1. FC Nürnberg 1:1 (1:1) – Der mit dem Tabellenführer ebenbürtige Club belohnt eine gute zweite Halbzeit nicht mit drei Punkten, darf aber gleichzeitig froh sein, in den ersten zwanzig Minuten nicht untergegangen zu sein.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb. 1: Startformation

… war erneut das inzwischen bekannte 4-2-3-1/4-4-2.  (Abb. 1) Allerdings änderte sich die Zusammensetzung des Mittelfelds komplett. Dovedan und Geis mussten auf die Bank, darüber hinaus fehlte Fabian Nürnberger verletzt. Das bedeutete, dass die Doppelsechs von Behrens, der nach hinten rutschte, und Erras gebildet wurde. Über rechts griff Schleusener an, über links Heise. Hack rückte in die Mitte und spielte hier teilweise zentralen offensiven Mittelfeldspieler und teilweise zweite Spitze neben Ishak. Im Vergleich zum Spiel gegen Bochum ersetzte außerdem Margreitter Sörensen in der Innenverteidigung.

Die Idee mit Schleusener und Heise auf den Flügeln schien zu sein, dass man – nachdem die bisherigen Flügelspieler Hack und Dovedan immer wieder in die Mitte zogen – die Außen konsequenter besetzen würde und damit gleichzeitig die nominelle Schwachstelle der Arminia, die Außenverteidiger, attackiert. Zu Beginn des Spiels gelang das über weite Strecken gar nicht. Bielefeld dominierte die Anfangsphase. Erst nach zwanzig Minuten, als Bielefeld eine Großchance vergeben hatte und daran spürbar zu knabbern hatte, fand der FCN in die Ordnung. Auch im Rest des Spiels rückten die Außenspieler oft früh ein, was sich auch an der realtaktischen Aufstellung (Abb. 2) ablesen lässt, in welcher auch auffällt, dass die nominelle „Doppelsechs“ eher versetzt agierte, da Behrens‘ durchschnittliche Ballberührungen deutlich weiter vorne passierten als die von Erras.

Abb. 2: Realtaktische Aufstellung

Vor allem nach der Pause setzte er dann diese Ordnung auch in der Offensive um. Dann wurden auch Chancen erspielt. Außerdem schaffte der FCN es dann auch die Arminia durch einige gezielte Pressingmomente tief in deren Hälfte unter Druck zu setzen, auch wenn diese noch etwas spärlich eingesetzt wurden. Im Laufe der zweiten Halbzeit tauschte Jens Keller zweimal doppelt. Zunächst kamen Frey und Valentini für Ishak und Sorg. Danach Zrelak und Dovedan für Hack und Schleusener. Alle vier Wechsel waren positionsgetreu.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… war zum einen, dass der FCN nach einer völlig verkorksten Anfangsphasen ins Spiel fand. Die Zahlen der Anfangsviertelstunde, an deren Ende das 1:0 durch Klos stand, lesen sich verheerend. Die Arminia schnürte den FCN tief in der eigenen Hälfte ein, hatte 70 Prozent eigenen Ballbesitz und 93 Prozent Passgenauigkeit. Sie zog also genau jenes geduldige, ballorientierte Spiel auf, das sie zum souveränen Tabellenführer der Zweiten Liga gemacht hat. Es war die einzige Viertelstunde im Spiel, in der Bielefeld mehr Angriffe fuhr als der Club (Abb. 3), auch wenn die Angriffe der Arminia auch in der zweiten Viertelstunde noch deutlich gefährlicher waren als die des FCN.

Abb. 3: Angriffe pro Minute

Danach aber fand der Club ins Spiel und sorgte so dafür, dass man in jeder Hinsicht von einem Spiel auf Augenhöhe sprechen kann. Egal ob Abschlüsse (12:11), Abschlüsse aufs Tor (4:5), Positionsangriffe (18:19), Ballbesitzphasen in der gegnerischen Hälfte (56:58), Ballbesitzphasen im gegnerischen Strafraum (9:11), Pässe zu Abschlüssen (6:7) oder tief angekommene Pässe (5:5), die Werte der beiden Teams lesen sich fast durchgehend gleich.

Ähnliches gilt für die expected Goals Wertung (Abb. 4), wo Bielefeld mit 1,58 zu 1,44 leicht vorne liegt. Allerdings scheint der Wert des FCN an sich etwas zu niedrig angesetzt. Das dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass Michael Freys Großchance kurz vor Ende kein Schuss zugrunde liegt. Frey wurde nämlich letztlich nur von Robin Hack angeschossen und der Ball trudelt dann Richtung Linie. In diesem Fall verbucht nicht jedes expected Goals Modell einen Wert, ähnlich wie bei Eigentoren, die ohne vorausgegangenen Schuss passieren.

Abb. 4: Chancenspielfilm

Interessant ist, dass einige der Punkte, die unter der Woche als Gründe für die Krise aufgeführt wurden, deutlich besser gehandhabt wurden. Zwar war der durchschnittliche xG-Wert der gegnerischen Schüsse mit 0,13 immer noch hoch. Der eigene Wert lag aber – selbst ohne die Frey Chance – auch bei 0,13, also deutlich höher als sonst. Das lag vor allem daran, dass der FCN die Zahl der Fernschüsse deutlich verringerte. Nur dreimal wagte der FCN einen Schuss von außerhalb des Strafraums: Darunter sind mit Robin Hacks Versuch aufs leere Tor und Fabian Schleuseners freistehendem Abschluss nach erfolgreichem, sehr frühen Ballgewinn auch noch zwei Abschlüsse der Kategorie höherwertig trotz Abschluss von außerhalb.
Sowohl die Anzahl der Schüsse als auch ihre Wertigkeit lagen damit auch weit über dem Mittelwert, den Bielefelds Gegner sonst erreichten.

Darüber hinaus war der FCN nicht nur anteilig (61 Prozent) bei den Duellen gegen den Ball gut aufgestellt, sondern auch in der absoluten Zahl der Zweikämpfe. Während er 30 (von 49) Defensivzweikämpfen gewann, gewann Bielefeld 27 (von 50). Angesichts der Tatsache, dass der Club bislang eine der Mannschaften mit den meisten Defensivduellen war und die Arminia eines der Teams mit den geringsten ist die ebenso ein Erfolg, wie die Tatsache, dass der Club 46 Prozent seiner Offensivzweikämpfe gewann. In der gesamten Saison lag dieser Wert nur in Darmstadt (48 Prozent) höher.

3. Das Spiel war entschieden, als …

… René Rohde in der vierten Minute der Nachspielzeit mitten in den möglichen Zwei-gegen-zwei Konter hinein das Spiel abpfiff. Bis tief in die Nachspielzeit hatten sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch geliefert und das Spiel hatte zu keinem Zeitpunkt eine klare Entscheidung angedeutet.

4. Das Fazit …

Abb. 5: Ergebniswahrscheinlichkeiten

… kann bei einem Punkt beim souveränen Tabellenführer nur in der Tendenz positiv ausfallen. Gleiches gilt dafür, dass der FCN zum dritten Mal in den letzten vier Partien nach Rückstand noch gepunktet hat und keine dieser vier Partien verloren hat. Zuvor hatte der FCN zwölf Partien mit Rückstand ganze zwei Punkte (Darmstadt (A) St. Pauli (H)) geholt. Vier Spiele ohne Niederlage gab es in dieser Saison darüber hinaus erst einmal: Zwischen dem vierten und neunten Spieltag war der Club auch ohne ein Spiel mit null Punkten Ertrag ausgekommen.

Zur Wahrheit gehört aber natürlich auch, dass der FCN seit Ende Februar (auch da ein Erras-Tor) nicht mehr gewonnen hat und seit sechs Spielen auf drei Punkte wartet. Holt man die am kommenden Samstag dürfte ein gewaltiger Schritt getan sein. Ein kleiner Vorteil dürfte zumindest darin liegen, dass man im Gegensatz zu den Gästen aus Fürth unter der Woche kein Spiel zu bestreiten hat. Andererseits bleibt so auch nicht die Möglichkeit, sich ein Erfolgserlebnis gegen dauerspielende Dresdner abzuholen.

Was der Club aus der Partie gegen den Spitzenreiter mitnehmen muss, ist die Tatsache, dass er über weite Strecken des Spiels mindestens ebenbürtig mit Bielefeld war und mit etwas Glück sogar hätte gewinnen können. Gleichzeitig sollten die ersten Minuten, in den der FCN deutlich unterlegen war, auch Warnung sein, was passiert, wenn man nicht mit ausreichender Konzentration, denn vor allem danach sahen die Aktionen vor dem 0:1 und der Großchance von Klos aus, agiert.

Mut macht vor allem, dass Faktoren, die in den letzten Wochen maßgebliche Grundlagen für die Probleme waren (Qualität der eigenen Chancen, hohe Zahl der Defensivduelle) gegen Bielefeld deutlich angegangen wurden und besser gehandhabt wurden. Es kann gemutmaßt werden, ob die Tatsache, dass Johannes Geis, der in den letzten drei Spielen nur acht von 21 Defensivzweikämpfen gewonnen und drei Schüsse mit einem durchschnittlichen xG-Wert von 0,01 abgegeben hatte, nicht auf dem Feld stand, eine Rolle gespielt hat. Gefehlt hat er dem Club augenscheinlich nicht.

5. Die Stimmen…

Jens Keller: „Wir haben heute taktisch sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Klar, Bielefeld ist in Führung gegangen und hatte durch einen Fehler von uns die Chance zum 2:0, aber wenn man unsere Großchancen nach der Pause sieht, hätten wir das Spiel eigentlich gewinnen müssen. Die Mannschaft hat taktisch unheimlich diszipliniert gearbeitet und hatte viele gute Umschaltaktionen, nur leider machen wir das entscheidende Tor nicht. Aber: Wir haben hier heute beim Tabellenführer gespielt, der zurecht da oben steht. Man hat gesehen, dass meine Mannschaft an sich glaubt. Es wird aber noch ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen diese Leistung auch in den nächsten Spielen bringen.“

Uwe Neuhaus: „Es war das erwartet schwere Spiel. Nürnberg stand in der ersten Halbzeit bis auf wenige Ausnahmen tief und hat kompakt agiert. In der ersten Halbzeit haben wir es ordentlich gemacht und Nürnberg vor Probleme gestellt. Wir erzielen dann das 1:0 und haben danach noch die Riesenchance zum 2:0. Defensiv haben wir aus dem Spiel heraus nichts zugelassen. Die Standards waren aber eine Gefahr für uns mit der Wucht, die Nürnberg da hat. So fiel dann auch das Tor. Die zweite Halbzeit war ein bisschen zäher. Wir hatten zwei, drei Chancen, haben aber ein bisschen die Geduld verloren und Nürnberg zu viele Räume zum Kontern gegeben. Es war ein offenes Spiel, das beide hätten für sich entscheiden können. Das Unentschieden geht in Ordnung.“

Patrick Erras: „Wir haben das sehr gut auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten. Der Punkt geht mehr als in Ordnung. Bei meinem Tor kam die Ecke perfekt. Ich stand goldrichtig und musste nur noch den Kopf drehen. Ich bin froh, dass er reingegangen ist. Wir nehmen heute mit, dass wir gut verteidigt haben und beim Tabellenführer Chancen zum Sieg hatten. Das lässt uns zuversichtlich nach vorne blicken. Wir glauben an uns.“

Stefan Ortega: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben verdient die Führung erzielt. Danach hätten wir etwas mehr auf das zweite Tor spielen müssen. Durch einen Standard kassieren wir dann das 1:1, obwohl wir wussten, dass der FCN bei Standards brandgefährlich ist. In der zweiten Halbzeit haben wir viel Powerfußball gespielt und gute Torchancen kreiert, waren aber leider ein bisschen zu ineffezient.“

Hanno Behrens: „Einen Punkt beim Tabellenführer nehmen wir natürlich mit. Am Ende versäumen wir es, sogar drei mitzunehmen. Wir waren näher dran. Bielefeld hatte mehr Ballbesitz, aber wir haben unser Tor gut verteidigt, beim 0:1 machen sie es stark. Man kann gegen den Spitzenreiter auch nicht alles verhindern. Wir haben uns dann reingekämpft. Insgesamt haben wir wenig zugelassen und sind nach dem Rückstand mit Moral wieder zurückgekommen. Genauso müssen wir die nächsten Spiele auch angehen.“

Florian Hartherz: „Jeder Punkt ist ein gewonnener Punkt, gerade jetzt, wo es auf die Zielgerade geht. Nürnberg ist bei Standards gefährlich, das wussten wir, konnten den Gegentreffer aber leider nicht verhindern. Nach unserem 1:0 sind wir ein bisschen eingeschlafen, haben es nach der Pause dann aber wieder sehr ordentlich gemacht. Wir hatten noch die eine oder andere gute Chance, aber leider hat es nicht mehr zum Sieg gereicht – das Unentschieden geht in Ordnung.

6. Die Statistik …

Bielefeld   Nürnberg
  Grundlagen  
1 Tore 1
12 (4) Schüsse (aufs Tor) 11 (5)
530 (87,7%) Pässe (angekommen) 389 (85,1%)
57,6% Ballbesitz 42,4%
98 Ballverluste 102
5 Ecken 5
118,16 Laufleistung (in km) 118,89
16 Fouls 12
  Advanced Metrics  
1,58 xG 1,44
1,46 xP 1,27
11,37 PPDA 18,5
5,64 APPP 3,93
  Auffälligkeiten  
19s Dauer Ballbesitzphase (Ø) 13s
30 abgefangene Bälle 44
56 Ballbesitzphasen (geg. Hälfte) 58
9 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 11
64% Passquote ins letzte Drittel 73%
14 (6) Dribblings (erfolgreich) 19 (10)
16,3m Schussentfernung (Ø) 14,3m
13 Weggeschlagene Bälle 18

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammt von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team. Mit „tiefen Pässen“ meint Wyscout Pässe, die innerhalb eines Radius von 20 Metern um das gegnerische Tor ankommen. Als „kluger Pass“ definiert Wyscout einen „Ball, der den Angriff der eigenen Mannschaft auf eine kreative Art und Weise entwickelt.“

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD WhoScored
Christian Mathenia +4 2,5 2 3 6,9/10
CU-Urteil: Beim Gegentor machtlos. In der Folge mit starken Paraden, aber auch mit einigen irrlichternden Ausflügen.
Oliver Sorg 3- 3 3 4 6,7/10
CU-Urteil: Hat sich auf solidem Niveau eingependelt, auch wenn er immer wieder sein Trikot zurechtzupfen musste.
Georg Margreitter 3- 3,5 3 3 6,8/10
CU-Urteil: Vorm 0:1 zu weit von Klos weg. Danach sehr solide.
Dinos Mavropanos 3 3 3 3 7,3/10
CU-Urteil: Vorm 0:1 zu leicht von Clauss düpiert. Danach souverän.
Tim Handwerker 3- 3 3 3 7,3/10
CU-Urteil Nach vorne wie nach hinten ordentlich, aber mit leichten Wacklern. Verhinderte das 2:1 mit einem Block.
Patrick Erras 3- 2,5 2 3 7,1/10
CU-Urteil: Mit krassem Fehlpass, den Fabian Klos in Frank Mill Manier nicht nutzte. Danach bis zum Ausgleich, den er erzielte, von der Rolle. In der zweiten Halbzeit sehr souverän auch im Aufbau.
Hanno Behrens 3 4 4 3 7,2/10
CU-Urteil: In zurückgezogener Rolle wesentlich stabiler, weil aggressiver und mit mehr Übersicht.
Robin Hack 4 4 4 3 6,6/10
CU-Urteil: Schwankte in neuer Rolle zwischen Genie und Wahnsinn. Mit viel unnötiger Lässigkeit. Als Anläufer weniger stark als Behrens, der sonst auf dieser Position spielte.
Fabian Schleusener 5 3,5 4 3 6,4/10
CU-Urteil: Vergab zwei gute Chancen. Sonst wenig von ihm zu sehen.
Philip Heise 3- 3,5 3 4 7,8/10
CU-Urteil: Vorlage vor dem 1:1. Insgesamt mit gefährlichen Standards, aus dem Spiel heraus in Ordnung.
Mikael Ishak 4 4,5 4 4 6,8/10
CU-Urteil: Fand weitgehend nicht statt. Nach 69 Minuten für Frey ausgewechselt.
Michael Frey 3- 3 6,7/10
CU-Urteil: Sehr present, verteilte Bälle. Unglücklich, dass er bei seiner Großchance nur angeschossen wurde und nicht zum Abschluss kam.
Enrico Valentini 3- 3 6,0/10
CU-Urteil: Ersetzte Sorg nach 69 Minuten, machte es ordentlich, mit einem minimalen Wackler.
Adam Zrelak 6,1/10
CU-Urteil: Ersetzte in der 89. Minute Schleusener. Fiel nur dadurch auf, dass er den Ball hatte als Rohde ungünstig abpfiff.
Nikola Dovedan 6,0/10
CU-Urteil: Kam in der 89. Minute für Hack. Fiel nicht weiter auf.

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37 Gedanken zu „Analyse: Ebenbürtig #FCN #DSCFCN

  • Okay, ich fand Schleusener jetzt auch nicht so überragend, aber eine 5 ist schon sehr hart.

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    Antwort
    • Hab da auch sehr lange überlegt. Grundlage war sicher, dass er zwei ziemlich gute Chancen kläglich verballert hat und in den Duellen mit Ball (2 von 5) und um den freien Ball (2 von 6) recht schwach aussah. Dazu dann auch noch kaum eingebunden war und im Gegensatz zu Heise, für den das auch gilt, keine Vorlage oder Ähnlichen positiven Ausreißer hat.

      Letztlich hätte es ne 4 möglicherweise auch getan und die Fünf gibt’s für den Versuch den Torwart zu tunneln. 😉

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      Antwort
      • Na gut, ich hätte nur den Steckpass von Behrens zu Gunsten von Schleusener gewertet und bei Ishak abgezogen. Denn das sind ja die Situationen die ein Mittelstürmer erarbeiten muss.
        Letztlich waren die 10 Minuten von Schleusener auch nur ausreichend. Sagen wir mal so, sollte er sich beim nächsten Spiel besser zeigen, hat er eine halbe Note gut bei Dir. 😉

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        Antwort
  • Interessant, dass die Bielefelder uns durchgängig Stärke bei Standards attestieren. Hatte ich jetzt nicht so das Gefühl, dass das dieses Jahr eine unserer „Waffen“ ist

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    Antwort
    • Wenn mit Jahr Kalenderjahr gemeint ist, dann stimmt das. Da war es erst ein Tor vor gestern. Je nach Rechnung kommt man für die Saison aber schon auf ne nicht geringe Zahl von Toren nach Standards:

      – Sörensen 2:2 in Sandhausen (nach Freistoß)
      – Frey 2:1 in Darmstadt (nach Freistoß)
      – Hack 3:3 in Darmstadt (nach Ecke)
      – Margreitter 1:0 in Hannover (nach Freistoß)
      – Margreitter 4:0 in Hannover (nach Ecke)
      – Behrens 1:0 gegen Regensburg (nach Freistoß)
      – Sörensen 1:3 gegen Bochum (nach Ecke)
      – Sörensen 1:3 gegen Bielefeld (nach Ecke)
      – Erras 1:0 in Karlsruhe (nach Ecke)
      – Erras 1:1 in Bielefeld (nach Ecke)

      Plus drei direkte Tore aus ruhenden Bällen:
      – Sörensen 1:0 gegen Kiel (direkter Freistoß)
      – Geis 1:0 gegen Karlsruhe (Elfmeter)
      – Geis 3:3 gegen Aue (Elfmeter)

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      Antwort
      • Danke für die Recherche Florian! Finde ich echt klasse welche Mühe Du Dir machst auf solche gefühlten Fanwahrnehmungen einzugehen (ich fand auch den Exkurs zur Laufleistung neulich sehr spannend). Also immerhin rund ein Drittel unserer Tore aus Standards – hast du eine Statistik zur Hand, wie der Ligadurchschnitt ist?

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        Antwort
        • Ich kann die Zahlen von Whoscored nehmen, die nehmen die Elfer raus, haben aber insgesamt ne sehr „liberale“ Einstellung dazu, was als Standardtor zählt. Da ist bspw. Geis‘ 2:2 in Aue auch ein Tor nach einem Standard, weshalb der FCN auf 12 kommt. Besser ist in der Wertung nur der KSC mit 15. Stuttgart, Bielefeld und Sandhausen haben da auch 12.

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          Antwort
      • Das stützt auch den subjektiven Eindruck, dass Geis seine Gefährlichkeit bei Standards eingebüßt hat. Warum auch immer, aber eben auch belegt durch die Zahlen. Ich empfand die von Heise gestern auch gefährlicher. Da war irgendwie mehr Pfeffer drin.

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        Antwort
        • Fanwahrnehmungen einzugehen (ich fand auch den Exkurs zur Laufleistung neulich sehr spannend).

          Gestern sind wir einen Tick mehr gelaufen als Bielefeld, für mich bleibt es ein Indikator für Leistungswille und Entschlossenheit, es sei denn man ist so dominant wie der FC Bayern, wenn man es kann, den Gegner laufen zu lassen.

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          Antwort
  • Endlich…, nach so vielen lustlosen Auftritten 90 Min. unser Club wie wir ihn erhofft hatten. Sorg hat gekämpft wie ein Löwe. Erras das Spiel aufgebaut und sich 300% mehr bewegt als Geis jemals zuvor, Schleusener hatte unglückliche Szenen, ist aber unwahrscheinlich viel gelaufen. Hoffe JK lässt Dovedan und Geis erst mal draußen. Ishak hat mich auch überzeugt, arbeitet wieder wie der alte. Behrens hat Handwerker weiter Sicherheit gegeben. Dinos und Georg bis auf den Fehler sicher. Gegen den Spitzenreiter kann man einfach nicht alles verhindern. Bei Hack geb ich dir recht, war nicht sein Tag, er kann viel mehr. Ich denke wir haben nun eine erste Elf gefunden: die Startaufstellung. Mit Frey, Zrelak und gerne auch Schleimer gibt es Willige auf der Bank. Heises Standards waren klasse. Auch er braucht Sicherheit durch Spielen, dann kommt von ihm noch mehr. Unser gesamtes Spiel wirkte schneller. Mit Erras hatten wir viel mehr Anspiel- und Aufbaumöglichkeiten. Geis macht da ja sonst überwiegend nicht mit. Weiter so Glubb. Das war ein starker Gegner. Hätten wir mit dieser Aufstellung gegen Bochum gespielt, dann hätten wir gewonnen.

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    Antwort
  • Die veränderte Grundordnung war ein Gewinn.

    Dass sowohl Erras als auch Schleusener mit Schatten und Licht unterwegs waren: geschenkt!
    Die hatten genau dass im Gepäck, was man bei Geis und Dovedan zuletzt so schmerzlich vermisst hat: Feuer!!

    Mir ist ein umtriebiger, motivierter und vielleicht gelegentlich unbeholfen wirkender Erras lieber als ein zur Zeit träger Geis.

    Und ein arbeitsamer Schleusener, der zwei Großchancen versiebt ist mir sympathischer als ein Dovedan, der schlicht fehl am Platz wirkt.

    Das drückt sich leider nicht in den Noten aus.

    Eine Momentaufnahme.
    Dennoch würde ich es begrüßen, wenn die beiden im Derby wieder in der Startelf stehen.

    Valentinis Rückkehr hat sich auch bereits angedeutet.

    Ich bin gespannt auf die Derbyaufstellung und drücke ab sofort Aue alle Daumen!!

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    Antwort
    • Ich denke zwar auch, dass es bei Schleusener ein Schritt nach vorne war und die 5 hier ein wenig hart ist, aber da fehlen m.E. dennoch noch einige weitere Schritte für eine zufriedenstellende Leistung. Vielleicht liegt es daran, dass er kein gelernter Außenstürmer ist – aber er wirkt für mich immer noch planlos, was seine Laufwege angeht und das Spiel gegen den Ball. Daneben muss er einfach einen seiner beiden großen Chancen machen. Gerade der erste Abschluss, als er frei vor dem Torwart zum Abschluss kam, war unglaublich schwach. Am besten gefällt er mir noch, wenn er von außen in die Mitte einläuft. Das ist mir schon im Winter gegen die Bayern aufgefallen. Insofern. fände ich es einen Versuch wert, zumindest während eines Spiels mal auf ein 4-4-2 umzustellen und ihn neben Ishak in die Zentrale zu stellen.

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      Antwort
    • Absolute Übereinstimmung Teo. Hab mir die letzten beiden Spiele nochmals ein 2x im Nachgang angesehen. Bochum mit Blick auf Geis, mit dem Fazit null Bewegung, Spiel läuft schon im Aufbau an ihm vorbei, er steht falsch und die Standards sind auch nicht gut. Bielefeld habe ich mit Fokus auf Sorg nochmals angesehen. Ich muss sagen, dass ich kein Freund von ihm bin. Aber gestern hat er in HZ1 keinen Zweikampf verloren und gerackert. Würde die Aussage zum „Feuer“ gerne um Sorg erweitern und bin mir nicht sicher ob Valentini aktuell besser ist.

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      Antwort
      • Ich bezog mich bei Valentini/ Sorg lediglich auf den Wechsel in der zweiten Halbzeit. Das könnte ein Fingerzeig sein, wen JK favorisiert, wenn beide fit sind.
        Könnte.
        Muss nicht.

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        Antwort
  • Sorg fuchst sich immer mehr rein, auffälligster Akteur bei uns jedoch Erras.

    Erst dieser Blackout-Pass zu Klos, der die Vorentscheidung verpasste. Dann das Kopfball-Tor. Doch schon in der ersten Halbzeit baute Erras geschickt auf. Im Vergleich zu Geis spielt Erras den Ball oftmals one touch weiter, während Geis das Spiel oftmals verschleppt. Auch ein schneller Kurzpass kann effektiv sein. Kick it like Carlos Valderrama.

    In Halbzeit zwei war das meiner Meinung nach der Erras, der damals in der Bundesliga begeisterte. Mit großer Übersicht im Aufbau. Eine Schaltzentrale. Und auch in der Rückwärtsbewegung aufmerksam. Nichts desto trotz geht die 3- von @Florian in Ordnung. Denn in Halbzeit eins war es aufgrund dicker Patzer mehr Schatten als Licht.

    Jens Keller hat sich mit der gestrigen Aufstellung selbst Antworten gegeben, die für den Endspurt sehr wichtig sein könnten. Die Herausnahme von Geis und Dovedan hat der Mannschaft, wie zu erwarten, gut getan. Und mit Eigengewächs Erras sollte man tunlichst über Zukünftiges sprechen.

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    Antwort
  • 1 Punkt bei der Armina gegenwärtig ist gut, hätten wir in vorangegangenen Spielen nicht wieder so viele Punkte liegen lassen. Wir sind jetzt nach C. Pause bei 4! von 16 möglichen Zählern und profitieren sehr davon daß Wehen gestern noch in der 90. Minute verloren hat. (Auch der KSC liegt gegenwärtig 1:0 zurück, 51 Min.) Also wir könnnen uns derzeit nicht über fehlendes Glück beklagen, Grund genug für einen Ausgleich im Saisonverlauf gäbe es ja. Also wir sind nach wie vor in allerhöchster Abstiegsgefahr 4 von 16 Punkten! … Die Leistung jetzt in Bielefeld gibt uns aber hoffentlich ein wenig Sicherheit fürs Derby, wenn auch das wieder so ein verdammtes Heimspiel ist, wo wir immer wenig mit dieser Rolle anzufangen wissen, uns der Heimvorteil sogar eher selbst gefährdet (Spiel machen müssen aber nicht können) aber vielleicht sind durch den Corona Modus Heim- Auswärtsvorteile eh nicht mehr vorhanden. Ein gewonnenes Derby wäre Balsam auf alle Fan Seelen.

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    1
    Antwort
    • Ein Befreiungsschlag ausgerechnet gegen Fürth, aufgrund der an Enttäuschungen reichen jüngeren Geschichte gegen die Vorstadt kann ich da nicht dran glauben. Allerdings veränderte Vorzeichen, denn wir sind diesmal nicht der große Favorit. Vielleicht hilfts.

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      Antwort
      • Was vor allem helfen sollte, ist, dass die unter der Woche ein weiteres Spiel haben. Und nach der Niederlage am Wochenende, würde ich schon annehmen, dass die gegen Dresden den Klassenerhalt fixieren wollen und sich ordentlich reinhauen.

        Denn mit zwei Niederlagen und einem Spiel mehr in den Beinen wollen die bestimmt nicht ins Derby, weil mit der dritten Niederlage wären sie im Abstiegskampf angekommen.

        Insofern, werden wir entweder auf Fürther treffen, für die es um nichts mehr geht, oder auf Fürther treffen, die ebenfalls verunsichert sind. Jedenfalls aber auf deutlich müdere Fürther.

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        Antwort
        • Wir werden laut Erfahrungswerten auf Fürther treffen, die uns das Leben richtig, richtig schwermachen. Losgelöst davon, ob und wie sie unter der Woche spielen.

          Wir sollten unbedingt an die starke zweite Hälfte in Bielefeld anknüpfen, wenn das was werden soll mit dem sehr wichtigen Derby-Sieg. Die Situation ist weiterhin sehr gefährlich. Wie wir gestern in den ersten 20 Minuten sehen konnten, ist alles zudem noch sehr fragil.

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          Antwort
        • Dresden wird hoch motiviert sein.
          Die sind dran am rettenden Ufer.
          Ein Heimspiel gegen angeschlagene Fürther, die irgendwann im Februar das letzte Spiel gewinnen konnten.

          Die werden Fürth überrennen…

          … Das Kleeblatt sieht zwei Niederlagen entgegen. Hat aber mit 38 Punkten geschätzt zu 95% den Klassenerhalt sicher…

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          Antwort
            • Der Club hat sein Schicksal (Dank Aue wieder) noch fest in der eigenen Hand. Ein sächsisches Waterloo für Fürth sollte eher ein Grinsen auf die Gesichter zaubern mit der Erkenntnis: Aha, so wird das gemacht!

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              Antwort
          • Ich denke nicht, dass 38 Punkte dieses Jahr reichen. So richtig abgeschlagen ist keiner.

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            Antwort
    • Uns mit einem Eigentor einen Punkt geschenkt und jetzt noch den KSC vom Leib gehalten, das sollte ein paar Rostbratwürstl wert sein 😮

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      Antwort
      • Davon abgesehen wieder den Klassenerhalt geschafft.

        Think big, von den Großen lernen?
        Sicher. Bringt Inspiration und Visionen.

        Von den erfolgreichen Kleinen die Basics begreifen und umsetzen?
        Bringt Stabilität und ein reales Selbstvertrauen, das sich nicht nur aus dem „Wir sind fei der Ruhmreiche!“speist.

        Auf alle Fälle:
        Glückwunsch Aue!
        Klassenerhalt gesichert am 30. Spieltag.
        (In Relation dazu: Bayern ist noch nicht Meister. 🙂 )

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        Antwort
  • Genau danke Aue.
    Hoffe sehr der FCN hat nach den nächsten beiden Partien mit viel Feuer 39 Punkte.
    Habe vor VfB und Kiel viel Respekt und kann mir gut vorstellen das es für
    die Gegner vom KSC und Wiesbaden an Spieltag 33 und 34 um (fast) nichts mehr geht.
    Ja ich „rechne“ oft negativ – ist aber kein Wunder wenn man es seit vielen Jahrzehnten mit dem FCN hält.

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  • Dürfte denn die Zweite des FCB überhaupt Relegation spielen, wenn sie den dritten Platz in Liga 3 behielten?

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  • Noch ist die Lage ja akut bedrohlich. Doch die Leistung unserer Jungs war ja endlich einmal ein Mutmacher. Daher wage ich auch einen kleinen Seitenblick auf nächste Saison, auf nächste Zweitliga-Saison. Wie wird da unser Kader aussehen? Wird die Mannschaft Konkurrenz fähiger sein?

    Aller Voraussicht nach werden ua Ishak, Erras, Mavropanos und Hack gehen. Mithin einige der wenigen Lichtblicke der letzten Wochen. Ob dafür mindestens gleichwertiger Ersatz kommt und das Gefüge des Teams stabiler wird? Kann der Abstiegskampf vermieden werden?

    Es bleibt hochspannend und wird niemals langweilig, Clubfan zu sein!

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    • Ja, das war ein genialer Umbau und nach dem Umbau ist dann schon wieder vor dem Umbau. Sollte der vorherige Umbauer auch den nächste Umbau leiten? Kann es ein anderer Umbauer besser machen und wenn ja, wer? Und das alles bei einer hochbeschäftigten Umbauindustrie, jetzt wieder mit den üblichen, leeren Kassen und mit der Prämisse „Beim Club geht eh alles schief, was schief gehen kann“. Vielleicht wäre statt eines Umbaus auch mal ein Trockenausbau im ersten Schritt mit dem (eigenen) Nachwuchs besser?
      Nicht mal der Übergang wird mit dem jetzigen Umbau sicher fertig. Das war also mal gar nichts, der Umbau.

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    • Erras ist ein beliebter Spieler, zurecht, weil sehr sympathisch und vom Fußballschicksal schwer gebeutelt. Doch mit seinem erschreckendem Bock auf der Alm, mit der er beinahe bzw. vermutlich die Niederlage besiegelt hätte, passt er aber so richtig in die aktuelle Mannschaft, die es einfach nicht fertig bringt diese Art von fatalen Böcken zu vermeiden. Ob er in die zukünftige passt, muss er durch Fehlerlosigkeit und solidem Spiel während der nächsten vier Spiele erst einmal beweisen.

      Erras spielt den tödlichen Paß in die Gasse, Hack leitete sauberst einen Konter ein, der am Pfosten landed, Mathenia schaut beim Gegentür etwas älter aus als er eigentlich ist, patscht in Halbzeit 2 einen Flankenball vor die Füße des Gegners der das leere Tor nicht trifft, sondern Handwerkers Niere, Valentini geht mit Margreitter ins Kopfballduell, verliert dieses, stört aber erfolgreich so, dass in beider Rücken ein Bielefelder allein vor dem Tor steht. Sehe das letzte Spiel, seines und das der Mannschaft, bei weitem nicht so positiv wie viele andere hier. Spieler, die es nicht fertig bringen Fehler zu vermeiden, nicht verläßlich sind, haben uns diese Misere, die hoffentlich ein glückliches Ende finden wird, eingebracht und gehören auf den Prüfstand.

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      • Du hast natürlich Recht, @Bernd, die Fehlerquote war auch in Bielefeld zu hoch. Nutzt Klos das Geschenk von Erras, kriegen wir womöglich richtig auf die Mütze. Dann würden wir uns jetzt nur noch darüber unterhalten, wie hoch die Niederlage gegen Fürth ausfällt.

        Andererseits ist Erras eigentlich genau das, was unserem Spiel unter anderem fehlt. Ein Erras ohne fatale Fehler natürlich. Wir haben händeringend in den letzten Transferperioden einen Sechser gesucht und haben diesen eigentlich in den eigenen Reihen. Wenn er denn solider und frei von fatalen Fehlern wäre. Die Krux dabei: Macht der ablösefreie Erras noch vier Mal positiv auf sich aufmerksam, sitzen wir keineswegs am längeren Hebel, da auch andere mit Vehemenz an Erras interessiert sein dürften. Mal abgesehen davon, dass wir uns keine Ablösesumme für einen vielversprechenden, anderen Sechser leisten könnten. Wie bei vielen anderen Vereinen auch ist in diesen Geisterspiel-Zeiten Sparen angesagt.

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  • Mit einem überzogenen „Ohne Fehl und Tadel Anspruch“ müsste selbst der FCB zwei Drittel zum TÜV (Prüfstand) beordern.
    Der Club könnte sich so eine komplett neue Mannschaft suchen.
    Nicht die Fehlervermeidung darf im Vordergrund stehen (Angst essen Fussball auf), sondern eine gesunde Fehlerkultur.

    Also Antworten auf die Fragen:
    Wieso gibt es regelmäßig kapitale Böcke, Aussetzer?
    Warum führen diese Aussetzer gerade bei uns so häufig zu Gegentoren? Zu wenig gegenseitige Unterstützung, Absicherung?
    Warum wirkt der Spielaufbau so pomadig und durchschaubar?
    Warum ist die Chancenverwertung (wäre streng genommen auch ein Fehler) so niedrig?

    Das gemeinsame Suchen nach Antworten ist die Herausforderung, nicht das Drohen oder aufs Abstellgleis stellen.

    Das was der Club für die nächsten, sagen wir mal 3 Jahre braucht, sind Spieler mit Qualitäten, die ein Erras mitbringt. Da gräbt man sich beim Club häufig selbst eine Baustelle und lässt sie ziehen…
    Und sorgt man auf einer Position mittelfristig für Kontinuität (Mathenia), wird auch wieder gemotzt. Versteh ich nicht. Mathenia ist eingrundsolider Zweitligakeeper mit dem Wunsch besser zu werden und gibt in der ersten Liga zumindest einen guten zweiten Keeper.

    Tradition war gestern. Davon kann man sich nichts kaufen. Aber mit Identifikation kann man viel gewinnen.
    Der „Gockel“ CR7 z.B. ist ein Identifikafionsmonster. Er spielt nicht bei ManU, Real, Juve. Er IST in diesen Abschnitten ManU, Real, Juve.

    Wer IST bei uns Nürnberg? Darauf brauchen wir Antworten, viel mehr als einen Fehlerausschimpfdrohszenario-TÜV.

    Also bitte, ihr seid dran:
    Wer IST für euch Nürnberg?

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    • Scherz beiseite. Aktuell sicherlich Valentini, aber auch Margreitter. Bis vor Kurzem hätte ich auch Behrens gesagt, aber ich fürchte, diese unsägliche Drohaktion hat hier einen Knacks verursacht, der ihn bald wegtreiben wird. Mathenia hat mit seinem langen Vertrag auch das Potential, aber noch nicht den Rückhalt der Fans. Für mich ist er ein solider bis guter Keeper, der seine Galaform noch nicht gefunden hat. Wenn er zum echten Rückhalt wird – was ich mir gut vorstellen kann, weil dazu nicht viel fehlt – wird er auch den Rückhalt der Fans haben.

      Die Jungen, die Holle unten aufzählt, sind das für mich nicht. Für die sind wir nur eine Stufe auf der Karriereleiter.

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  • Für mich war der Club letztes Jahr vor der Shoppingtour: Erras,Mühl,Rheine,Wendlinger,Knöll,Fuchs.
    Nur hätte man für diese Herren auch den richtigen Trainer (nein nicht unbedingt Köllner) gebraucht, der die Buben zum Herrenfußball geführt oder im Notfall den nächsten aus der U21 gezogen hätte

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