Wenn

Ich bog um die Ecke und sah Alfred (klick) und Hannes (klick) aus der Kneipe kommen. Sie setzten sich an einen der entlang der Glasfassade aufgestellten Tische, nahmen den Mundschutz ab und Alfred steckte sich eine Zigarette an. Als er mich sah, winkte er mir Rauch ausblasend zu.

Am Tisch angekommen fragte ich: „Wieso sitzt ihr hier draußen?“

„Drinna iss ka Disch mehr frai und onn Dreesn därfsd weecha demm Koroonadsaich nedd hie“, sagte Alfred.

Ich nahm am Ende der Bank, auf der Alfred saß, Platz und orderte bei der Bedienung, die ein Weizenbier vor Hannes auf den Tisch stellte, ein Pils.

Hannes nahm einen Schluck und schaute mich an: „Und?“

„Was und?“, fragte ich. „Lange nicht mehr gesehen. Schönen Abend, die Herren.“

„Na was wohl und?“

„Ich freue mich für den Trainer. Ich freue mich für Keller.“

„Wennsa gesdan widda valoorn häddn, wäära wohrschainli gfloong.“

„Was hätte das noch für einen Sinn haben sollen?“, bemerkte ich. „Das Problem war und ist nicht der Trainer.“

„War doch eine großartige Leistung gestern. Sechs zu null. Ich hab‘ zwar an einen Sieg geglaubt – aber in dieser Höhe! Endlich ist der Knoten geplatzt.“

„Ob man schon von einem geplatzten Knoten sprechen kann – na ja. Wenn das Spiel gegen Stuttgart gewonnen wird…“

„In da ärschdn Holbdsaid hodda scho orch Gligg ghabbd, da Glubb. Doo woor da Geechna scho orch omm Drigga, doo iss ja drunda und drieba ganga in da Obbwehr vom Glubb, ann Bfossdndreffa hodds aa geem nooch aana Eggng, wenn doo da Ausglaich fälld…“

„Wenn das Wörtchen wenn, nicht wär“, sagte Hannes.

Ich steckte mir eine Zigarette an und Alfred drückte seine bis zum Filter gerauchte Kippe im Aschenbecher aus: „Kossdma aa aane geem?“

Ich rollte eine Blend 29 über den Tisch und Alfred zündete sie an.

„Das Wörtchen wenn – ja, ja“, sagte ich. „Wenn Valentini gegen Fürth nicht danebengeschossen hätte. Wenn Hack gegen Bochum kurz vor Schluss nicht nur die Latte getroffen hätte. Wenn Schleusener gegen Bielefeld wenigstens eine seiner zwei Riesenchancen genutzt hätte. Wenn Frey sich gegen Bielefeld kurz vor Schluss nicht einen Meter vor dem Tor so dämlich angestellt hätte…“

„Deer hodd gesdan aa widda a Riesnschongs vasemmld! Aa widda ann Meeda vorm Door…“

„…Wenn ist das Schicksalswort des Fußballs…“

„Deer brauchd doch blooß sain Haggsn gschaid hiehalldn, dann iss die Kulln imm Door. Schdodddessn…“

„…Der Konjunktiv ist das Alibi des Verlierers…“

„…vasuuchda ann Haggngdrigg. Deer wolld…“

„Endlich ist man mal wieder auf der anderen Seite. Auf der…“

„…na King schbilln. Na King schbilln wolld deer.“

„…richtigen Seite.“

„Man tut Frey Unrecht“, wandte Hannes ein. „Gegen Bielefeld war das Anspiel schlecht und gestern stand er ungünstig zum Ball.“

„Soo-a Gwaaf, wenni heer. Dann schdelli mi halld gschaid hie. Deer hodd gesdan vill zu aingsinnich gschbilld. Aamoll hodda selba gschossn, schdodd den ann doo, den linggng Vadaidicha, Hausmaasda odda wie deer haaßd…“

„Handwerker“, sagte ich, „Tim Handwerker.“

„…deer iss schee miedgloffm, den hädda ooschbilln missn. Deer wolld na King schbilln…“

Alfred drückte die Kippe aus und Hannes legte sein Handy zurück auf den Tisch und verkündete: „Der KSC hat in Regensburg verloren!“

„Dess iss a guude Noochrichd! Doo missma aane drauf raang. Kossdma nuch aane geem, Michael?“

„Lass mich erstmal zu Ende rauchen.“

„Aane kossdma nuch geem. Woo ma uns weecha dem Koroonaglumbb soo lang nimma gsääng hamm.“

„Du könntest Alfred eigentlich für jedes Tor, das der Club seit dem Re-Start geschossen hat, eine Zigarette geben. Das wären dann – lass mich zusammenzählen…“

„Acht.“

„Ich komm‘ auf zehn.“

„Zwei waren Eigentore.“

„Stimmt.“

Ich drückte die Kippe im Aschenbecher aus.

„Edds hamma uns soo lang nimma gsääng.“

Die Bedienung stellte das Pils vor mich auf den Tisch und Hannes sagte: „Eigentlich hätte ich auch mal wieder Lust auf eine Zigarette.“

Ich hob das Glas: „Meine Herren: Prost!“

Als ich das Glas absetzte, sagte Hannes: „Wenn wir gegen Stuttgart gewinnen, sind wir durch.“

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick.]

66 Gedanken zu „Wenn

  • Super Geschichte, tut richtig gut, endlich mal wieder die Tresentruppe beisammen zu haben nach dem ganzen „Coroonaglummb“!

    Du hast – in all Deiner Bescheidenheit – den Jungs gegenüber nur vergessen zu erwähnen, dass der Glubb ja explizit für Dich gesiegt hat.

    Und gegen den VfB heißt daher ebenfalls wieder:

    Siegen für belschanov!

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  • Die Mannschaft hat jetzt schon zu lange und hartnäckig gegen das 1. Belschanov Gesetz verstoßen „Heimspiele gehören gewonnen“ Da ist dringend Wiedergutmachung angesagt. Ich sehe die Mannschaft in der Pflicht!

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  • Das erspart uns vielleicht ein Saisonfinale in dem erfahrungsgemäß, wir haben das schon schmerzhaft erfahren, alles passieren kann.

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    • Ich habe überhaupt keine Ahnung, wovon Du redest…nur so ein fieses Gefühl und eine 99 im Kopf…

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        • Für dieses Szenario kommt aktuell nur St. Pauli in Frage. Das wäre vergleichbar – und möglich! Zumindest auf den Relegationsplatz.

          Aber ich wünsche Dresden, dass sie noch die Relegation schaffen! Völlig uneigennützig :mrgreen:

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  • Ich will auch kein Saisonfinale. Wenn ich mich an damals erinnere, wie der Club im letzten Spiel kurz vor Schluss in die 2. Liga abgestiegen ist, das war ein Trauma. Und das wäre durchaus nochmal möglich. Lieber nicht, lieber zuvor alles klar machen. Die Saison war so oder so eine Katastrophe, ob wir nun drin bleiben oder nicht und es muss im neuen Jahr viel geändert werden. Aber ein Abstieg in den letzten Minuten, das brauchen wir Clubfans nicht, denn wir wissen, dass uns diese Mannschaft schon zu oft mit unmöglichen Negativereignissen überrascht hat. Da fahr ich dann lieber freiwillig mit der Geisterbahn als solche Schockerlebnisse.

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  • Also sind wir uns einig wir müssen Stuttgart schlagen, ich sehe xxandl schon im Dreieck hüpfen, daß das keine Laufkundschaft ist. Laufen werden sie..

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    • Wir haben eine diametral entgegengesetzte Herangehensweise. Ich gebe Belschanov seit jeher Recht, dass Heimspiele gewonnen gehören. Deine Aussage war, dass das einzige was gegen Punkte gegen Stuttgart sprechen würde, das Heimspiel sei 😉

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      • Ich habe geschrieben, daß sie nicht sattelfest sind besonders gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel, im übrigen genau die Aussage von Stuttgarter Fans, deren Gejammer ich aus privaten Gründen fast täglich höre und sie hatten in den letzten Jahren ähnlich viel zu jammern wie wir. “ Juwe ihr seit in der Tabelle hinter uns. Damit ist es klar das ihr gewinnt.“ 🙂 Vor dem Wiesbaden Spiel wollte ich noch antworten, wir wissen doch gar nicht wie gewinnen geht.

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        • Irgendwie habe ich nur Freunde von Katastrophenvereinen wie Stuttgart und Köln, der Kölner Freund jammert die Tage, seine Kölner kommen ihm vor wie ein Marathonläufer der auf den Knien durchs Ziel geht..keinerlei Erfolgsfans in meinem Umfeld 😮 Besonders gegen Köln warten wir jetzt seit Jahren auf ein Fanderby aber immer ist einer von beiden in der falschen Liga.

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  • Am Dienstag saß ja Jörn Andersen bei Sky und erzählte, dass er immer noch Sympathien für den Club hegt. Wenn wir den Stammtisch fragen würden, würden den Herren bestimmt noch mehr solcher ehemaligen Spieler einfallen, denen der Club auch nicht gleichgültig ist.
    Warum ist aber von diesen früheren Spielern kaum einer im Aufsichtsrat? Gibt es da wirklich so wenige , die sich für die Geschicke beim Club interessieren ?

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    • Ich glaube die Entfremdung ehemaliger Spieler beim FCN hat viel damit zu, daß durch permanente Führungswechsel sowie extreme Team Fluktuation haben auch die ehemaligen kaum Gesprächspartner und Ansprechpartner, die sie noch kennen und umgekehrt.

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    • Was damals wohl bei Mainz vorgefallen ist, daß die den Aufstiegstrainer Jørn Andersen gleich nach dem Aufstieg im August 2009 gefeuert haben, das würde mich mal interessieren. Das war schon ein ganz außergewöhnlicher Vorgang. Auch so ein Genen-Ding?

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      • Angeblich, weil er eine eher defensive Spielphilosophie verfolgen wollte und Mainz als Vereinsphilosophie den Boygroup-Spaßfußball weiterführen wollte. Uneinigkeit über die Spielphilosophie.

        Kling für mich aber auch ein wenig bemüht…

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    • Idealismus und Loyalität hört also bei Geld auf ? Okay, beim Club gibt es auch keine Kompetenz die nicht bezahlt werden muß und auch keinen der sich dem Verein aus Dankbarkeit verpflichtet fühlt ? Das ist schon ein wenig traurig.

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  • Aus aktuellem Anlass (und um die Nervosität etwas zu überspielen):

    Wenn der Club ein Bob Dylan-Song wäre, welches Lied wäre er?

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    • Mir fällt da im Moment nur ein Album von Nine Inch Nails ein: „The Downward Spiral“

      Aber vielleicht sind wir ja auch „On the Road to nowhere“

      Im Moment ist aber vor allem „Get up, stand up!“ angesagt.

      Nur mit Bob Dylan hat das alles nichts zu tun. Wir sind meilenweit entfernt von „Knocking on Heaven’s Door“

      Da hilft nur „Another Cup of Coffee“

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      • Da Blind gestern groß vom FCN berichtete mit „Gaga-Training im Abstiegskampf“ nachdem Co Stickroth mit einem Tamburin Kommandos gab sollte der Bob Dylan-Song nicht fehlen
        „Hey Mr Tambourin Man“

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        • Es wären nicht die ersten Ochsen, die in Bayern zum Sound von „Tambourine Man“ trainiert werden würden… 😉

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      • „like a rolling stone“ ( aber in der fassung v d rolling stones…:-) )

        und dem club ins tagebüchlein
        “a rolling stone gathers no moss“

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    • Passend wäre: „Not Dark Yet“ aus dem Meisterwerk „Time out of Mind“

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      • Die Band ist zwar vergeben an einen anderen Verein und es geht gar nicht um Fußball,
        aber vom Grundgefühl her entspricht das leider sehr oft den Gefühlen an einem Spieltag:

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    • 1995 rettete Michael A. Roth mit einer Bürgschaft (!!!) dem Club die Existenz.
      1996 stieg der Club vorübergehend in die Regionalliga ab.

      Aber herzverbunden bleibt man diesem Verein ja dennoch, egal wie er wann, in welcher Liga spielt.

      Wir werden alt.
      Der Club bleibt jung.

      Es kann nur ein Lied geben, hier in einer Version aus dem oben erwähnten Jahre 1995, in der Saison, in der Rettung (ARO) und Drittklassigkeit zusammenfielen…

      … Unser Club: FOREVER YOUNG

      https://youtu.be/duzYJyZmHxs

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  • Ich bin gespannt ob die Mannschaft jetzt endlich mal ein wenig Konstanz in ihre Leistung bringt. Das Spiel gegen Wiesbaden war sicher nicht so gut, wie es das Ergebnis vermiuten lässt. Nach dem 1:0 haben wir wieder die alten Probleme gezeigt. Der größte Unterschied zu den meisten Spilen der Saison war, diesmal hat der Gegner seine Chancen schlecht zu Ende3 gespielt oder eben nicht reingelacht, wir aber schon. Das war ja in den letzten Spielen oft andersrum.

    Ich hoffe wir gehen mit diesem 6:0 jetzt ruhig in die letzten 2 Partien. Bielefeld hat immerhin gegen Darmstadt gezeigt, dass sie weitermarschieren, ich hoffe das funktioniert jetzt auch gegen den KSC. Wenn wir dann einen Punkt gegen Stuttgart holen, dann wären wir durch und müssten nicht am letzten Spieltag bangen. Wäre dann doch noch ein versöhnliches Ende dieser Horrorsaison.

    Aber was passiert danach? Es werden wieder viele Spieler gehen, viele sind ja nur ausgeliehen, Hack hat gezeigt was er kann und wird zurück zur TSG gehen. Ich denke da müssen wir uns nichts vormachen.

    Wir stehen also wieder vor einem Neuaufbau, die sportliche Leitung muss diesmal die richtigen Entscheidungen treffen, wir benötigen in jedem Mannschaftsteil einen Leistungsträger, ob wir das finanzieren können? Ich bin skeptisch.

    Was ich mir wünsche, dass wir wie oben geschrieben am Wochenende den Klassenerhalt sicher machen.

    Dass der Verein endlich kapiert, dass wir andere Strukturen benötigen, ein Teil des AR muss hauptamtlich arbeiten und da benötigen wir einen Menschen mit wirtschaftlichem Sachverstand, der mit der heimischen Wirtschaft gut vernetzt ist. Dazu zwei Personen, die sportlichen Sachverstand in das Gremium bringen, die langfristig für den FCN arbeiten, vielleicht könnte man da jemand wie Köpke einbinden?

    Wenn wir da drei Leute haben, die sich mit dem Verein verbunden fühlen und langfristig für den Verein tätig sind, dann wäre das ein großer Schritt.

    Dann brauchen wir einen echten dritten Vorstand, jemand der das Gesicht des FCN im operativen Geschäft ist, der sportlichen und wirtschaftlichen Sachverstand mitbringt. Der zusammen mit Palikuca den Kader für die nächsten Jahre zusammenstellt. Die Zeit der einsamen Entscheidungen muss endlich zu Ende sein.

    Wenn wir auf der Ebene des AR und des Vorstands professionellere Strukturen und das Potential für langfristige Arbeit geschaffen haben, dann kann es auch wieder aufwärts gehen.

    Und ich hoffe wir Fans zeigen in den nächsten Jahren Bescheidenheit, denn es wäre schon eine sensationelle Entwicklung, wenn wir die nächsten 5 Jahre regelmäßig im oberen Drittel der zweiten landen. Sollten wir mal Glück haben, dann gibt es vielleicht Abstecher in Liga 1, aber da sollte uns klar sein, das werden kurze Besuche, die wir immer nur dazu nutzen können unsere finanzielle Situation zu verbessern.

    Wenn wqir das mal 5 Jahre am Stück schaffen, dann kann der nächste Schritt kommen. Dann brauchen wir ein neues Stadion und danach können wir dann mit einem externen Investor die dauerhafte Etablierung in Liga 1 angehen. Aber dafür benötigen wir stabile, langfristige, professionelle Arbeit in AR und Vorstand. Sonst kommen da immer nur Strohfeuer raus und am Ende wird mehr Geld vernichtet als dass der Verein an Wert gewinnt. Unbedingt in Liga 1 zu spielen ist eben keine Strategie, um den Verein wirtschaftlich und sportlich zu entwickeln.

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    • Bei hoher sportlicher Kompetenz und guter Vernetzung fällt mir immer wieder der Name Klaus Allofs ein.

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  • Keller will den VfB eklig und dreckig begegnen. Hat er heute in der PK gesagt.
    Ja ist mein Lieblingsthema – die 2. Liga Tugenden.
    Wo stünde der FCN wenn der Wille und die Aggressivität immer da gewesen wäre?
    Er wäre sicher keiner der 6 Vereine die noch aus der 2. Bundesliga absteigen können was mich gerade
    wieder sehr nervös macht .

    Okay ist nicht mehr zu ändern und habe ich schön öfter geschrieben aber ärgere mich halt gerade wieder.

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  • Man darf gar nicht an 1999 denken, als man sich am letzten Spieltag mit 3 Punkten und 5 Toren Vorsrpung völlig sicher fühlte, es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.

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    • Sogar drei Teams Puffer hatten wir da zwischen 12. und 16. und nur 20 Minuten vor Schluss waren wir noch 14. mit 2 Punkten Vorsprung auf Rostock und 3 Punkten auf Frankfurt..

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      • Kleine Korrektur: in der 70. waren es auch nur 2 Punkte Vorsprung auf Frankfurt. Während BO-HRO sogar doppelt gedreht wurde: 70. HRO führt, 74. BO führt, 83. HRO führt.
        Ja, es war grauenvoll..

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  • Noch ein Grund, warum man sich über einen Klassenerhalt freuen könnte: Die Kickers aus Würzburg sind drauf und dran, aufzusteigen. 3x Franken und 1x Oberpfalz in der Zweiten Bundesliga – also mir tät des gfalln.

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    • Unterschätz mir die Würzburger nicht, bzw. deren Generalfinanzier Mr. Flyer Alarm! Reich und hoch ehrgeizig, will er die Kickers zu Frankens Nr. 1 machen, mindestens. Ein Bekannter hat eine Zeit für ihn bzw. die Kickers gearbeitet. Dort wird kein Luftschloß gebaut, sondern voll engagiert ein Plan umgesetzt.

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      • Warum zum Geier haben wir hier nicht so einen nützlichen Trottel?

        Wir haben nur eine langweilige uns knausrige Versicherung, die zwar ein schönes Logo hat, sich aber bedeutend mehr leisten könnte als nur unseren bisherigen Preis zu bezahlen.

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        • Am Geld ist es diese Saison bei uns nicht gescheitert. Da hätte uns der „nützliche Trottel“ auch nichts genutzt.

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          • Ich meine das im Allgemeinen. Nicht speziell für diese Saison. Die ist gelaufen und hoffentlich noch zu retten.

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            • Nicht speziell für diese Saison. Die ist gelaufen und hoffentlich noch zu retten.

              So denkt nur der Clubfan, eine Saison die schon gelaufen ist soll noch gerettet werden 😉

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              • gell…!

                Klar klingt das komisch, aber ist trotzdem logisch: alles Geld der Welt kann in dieser Saison nichts mehr ändern. Was man hätte kaufen könnte, ist gelaufen, die Zusammenstellung lässt sich nicht ändern, einen Zauberer können wir auch nicht mehr engagieren.

                Aber trotzdem kann/muss sie ja noch gerettet werden. Wir sind noch nicht safe.

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        • Der Unterschied ist halt Flyeralarm gehört einem privaten Eigentümer, die Nürnberger Versicherung nicht. Wir könnten ja mal mit der Familie Diehl sprechen, aber wegen deren Militärgeschäft wäre da wahrscheinlich wieder die Hälfte der Clubfans not amused 😉

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          • Ach was, scheiß auf’s Karma, wir brauchen Geld!

            na gut, Scherz beiseite. Ich möchte mich mit unserem Sposor schon wohlfühlen können.

            Es ist ja nicht so, dass wir keine passenden Investoren hätten. Allen voran die Schäffler Familie, die ihrem Weltunternehmen ruhig etwas regionalen Glanz geben könnten, anstatt sich der gesichtslosen Masse der Bayernsponsoren anzuschließen. Langweilig!

            Aber so ein moralisch wertvolles Unternehmen wie Guampa, der vegane Energydrink (ein Nürnberger Unternehmen), der sicherlich Publicity gebrauchen könnte, würde mir schon gefallen. Ich fürchte nur, die kämpfen zu sehr ums Überleben und haben auch keinen manisch clubverrückten Chef…

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          • Familie Diehl sprechen, aber wegen deren Militärgeschäft wäre da wahrscheinlich wieder die Hälfte der Clubfans not amused 😉

            Da gehöre ich zur anderen Hälfte 🙂 Hat es bei AREVA jemanden groß gestört. Sehe heute noch Fans mit den Trikots rumlaufen. Und ich bin nicht sicher daß nur Geld unser Problem löst, man kann auch viel Geld in den Sand setzen. Mein Credo ist immer noch, du brauchst die richtigen Entscheidungsträger, die Kompetenz. Dann kommt auch alles übrige.. Beispiel Gladbach oder Dortmund denen es schon dreckiger ging als uns, aber es packten dann die richtigen Leute an. Keine Systemänderung, Ausgliederung, Sponsoring hilft uns nachhaltig wenn nicht die richtigen Leute den Verein führen. Der Mensch ist dieser Faktor X um den es bei der Erfolgsformel geht.

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        • @Optimist
          Warum zum Geier haben wir hier nicht so einen nützlichen Trottel?

          Vielleicht weil man diese Leute auch gerne recht schnell zu „nützlichen Trotteln“ abstempelt? Siehe Hopp.

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  • Thorsten Fischer, Mr. Flyeralarm, ist kein „nützlicher Trottel“. Er ist Investor und hält über Flyeralarm Global Soccer nicht weniger als 49 Prozent der Anteile an Kickers Würzburg. Ohne Fischer würden die Kickers wohl noch in der Landesliga spielen. Jahrzehntelang standen die roten Kickers im Schatten der Blauen, im Schatten des ehemaligen Zweitligisten FV 04 Würzburg. Der FV Würzburg ist in Unterfranken auch bekannt als „der Verein“.

    Zum Portfolio von Flyeralarm Global Soccer gehört neben Kickers Würzburg auch der österreichische FC Flyeralarm Admira. „Neben den bisherigen Vereins-Engagements (Würzburger Kickers, FLYERALARM Admira) und den derzeitigen Sponsoring-Aktivitäten (FLYERALARM Frauen Bundesliga, DFB Nationalmannschafts-Partner der Männer) können in Zukunft weitere dazukommen“, informiert Flyeralarm Global Soccer auf seiner Internet-Seite. Man munkelt beispielsweise über ein Engagement in China. Wäre ja nur logisch, denn es geht hier weniger um Fußball, sondern um Marketing. Mann könnte über den Fußball den riesigen chinesischen Online-Druck-Markt bearbeiten. Dazu passt auch, dass Felix Magath, Leiter von Flyeralarm Global Soccer, ja bekanntlich über eine nicht zu knappe China-Expertise verfügt.

    Das Kerngeschäft von Flyeralarm ist durch die Corona-Krise ins Stocken geraten. Wo keine Veranstaltungen, da auch keine Flyer. Das Unternehmen sattelte somit kurzfristig um auf die Herstellung von Mund-Nasen-Schutz und Corona-Warnschilder. Inwieweit diese Verwerfungen im Kerngeschäft auf das Marketing-Kontrukt namens Flyeralarm Global Soccer Einfluss nehmen, wird man sehen. Flyeralarm ist mit einem Jahresumsatz von 385 Mio. Euro jetzt aber nicht annähernd vergleichbar mit Red Bull (Jahresumsatz 6,10 Mrd. Euro). Zumindest was die Finanzkraft anbelangt.

    Wobei Kickers Würzburg in Medien schon als „kleines Red Bull“ betitelt wurde. Weil Kickers Würzburg wie auch RB Leipzig ein Marketing-Instrument einer Firma darstellt. „11Freunde“ beispielsweise überschrieb einen Text mit „Red Bull light“. Und auch Magath machte auf seiner Vorstellungs-Pressekonferenz in Würzburg keinen Hehl daraus. „Dietrich Mateschitz und die Macher der RB-Fußball-Aktivitäten haben unseren allergrößten Respekt. Es ist beeindruckend, was sie aufgebaut haben. Flyeralarm werde die Roten Bullen im Auge behalten – und sich das ein oder andere abschauen“, wurde Magath in der „Rheinischen Post“ zitiert. Kickers Würzburg sieht sich also selbst als das „kleine Red Bull“.

    Kurzum: Als Investor weiß Fischer ganz genau, was er tut. Sollte er die Prioritäten in seinem Fußball-Portfolio verschieben oder aus wirtschaftlich-unternehmerischen Gründen verschieben müssen, wäre womöglich Kickers Würzburg der Trottel. Denn Fischer ist in erster Linie Unternehmer. Und mit Sicherheit kein „nützlicher Trottel“.

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    • Simon Rhein glänzte laut Einzelkritik der „Main-Post“ an diesem Wochenende im Spiel gegen den Chemnitzer FC:

      „Hatte es, zumindest bis zu Maloneys Platzverweis (32.), meist mit zwei Gegenspielern zu tun, kümmerte sich aber trotzdem um einen geordneten Spielaufbau. Bereite das 2:0 mit einem ganz feinen Pässchen vor und sorgte auch sonst für so manchen Zungenschnalzer. Note: 1,5.“

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      • mei red, wir hätten ihn nicht abgeben sollen.

        Die Zukunftslösung für den 6er haben wir schon.

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  • Allmächd, wenn ich – während ich unsere Infozettel erst hektographierte, später kopierte und dann an die schwarzen Bretter der Kneipen und an alle erreichbaren Zigarettenautomaten pinnte – geahnt hätte, dass man damit soviele Millionen verdienen kann … ja, weiß auch nicht, was dann aus mir geworden wäre…

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    Antwort
    • yeah …wahre schätze ! da kenne ich bestimmt dann einige ‚Infozettel 😉

      heut gscheit gspannt wie sie sich schlagen,
      nachdem sie wissen das es gehen kann.
      na schau mer hald amal …

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  • Übrigens Stenzel Eigentor nach Behrens-Brachialkopfballgrätsche knapp über der Grasnarbe in der 91. zum 1:0, hatte ich schon erwähnt?

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