Analyse: Lucky Punch nach Standardschwächen #FCN #FCIFCN

Analyse zu FC Ingolstadt 04 – 1. FC Nürnberg 3:1 (0:0) – Der Club springt der dritten Liga in der allerletzten Sekunde von der Schippe. Dass es dieser späten Rettung bedurfte, lag an unfassbaren Schwächen bei der Verteidigung von Standards.
1. Die Grundordnung
2. Der Schlüssel zum Spiel
3. Das Spiel war entschieden, als
4. Das Fazit
5. Die Stimmen
6. Die Statistik
7. Noten

1. Die Grundordnung…

Abb.1: Startformation

… änderte sich hinsichtlich der Formation im Vergleich zum Hinspiel nicht. Wiesinger spielte wieder im 4-2-3-1/4-4-2-Hybrid (Abb. 1) mit den rochierenden Angreifern Zrelak und Ishak. Die einzige personelle Änderung, die Wiesinger vornehmen musste, war in der Innenverteidigung, dort ersetzte Mühl den angeschlagenen Mavropanos. Überraschenderweise fehlten im Kader neben Schleimer und Cerin, die ebenso wie der verletzte Lohkemper und die schon in den Urlaub geschickten Kerk und Medeiros, im Hinspiel nicht nominiert waren, auch Philip Heise im Spieltagskader. An seiner Stelle stand erstmals U21-Innenverteidiger Noel Knothe im Aufgebot.

Auch von der Raumaufteilung und dem Spielaufbau her veränderte der FCN die Herangehensweise nur wenig. Die Außenverteidiger standen im Spielaufbau erneut beide sehr hoch, teilweise ließen sich Erras oder Behrens in die Aufbaukette fallen. Gerade in der ersten Halbzeit war das aber nur ganz selten nötig, da die Ingolstädter im Aufbau überhaupt keinen Druck ausübten. Die schwerwiegendste Änderung im Vergleich zum Hinspiel war, dass Fabian Nürnberger mehr in die Mitte driftete (Abb. 2) und ein paar Meter tiefer spielte. Damit verpasste es der Club wie im Hinspiel in die Räume hinter der Abwehr zu kommen.

Dass sich der Club schwerer tat, lag aber auch daran, dass Ingolstadt einen noch kompakteren Ansatz gewählt hatte. Statt eines 4-4-2 wählte Tomas Oral ein 4-1-4-1 und stellte die Mannschaft insgesamt kompakter auf. (Abb. 3) Der Club tat sich deshalb schwer, die Ingolstädter Linien zu durchspielen, baute immer wieder geduldig auf. Am Ende standen 131 Pässe zwischen Mathenia, Mühl und Sörensen zu Buche (Abb. 4), die gesamte Ingolstädter Mannschaft spielte nur ungefähr doppelt so viel.

Abb. 2: Realtaktische Aufstellung FCN

Personelle Wechsel vollzog Wiesinger erst nachdem es 3:0 für Ingolstadt stand. Zunächst ersetzten in der 70. Minute Sorg und Schleusener positionsgetreu Valentini und Zrelak, knapp zehn Minuten später kamen Dovedan und Frey für Behrens und Ishak. Frey ging ins Sturmzentrum, Dovedan rückte weiter vor als Behrens, so dass man nominell möglicherweise auch von einem 4-1-4-1 sprechen könnte. Spät kam dann noch Margreitter für Handwerker, der nominelle Innenverteidiger ging aber als zusätzlicher Kopfballempfänger in die Sturmspitze.

2. Der Schlüssel zum Spiel …

… lag in der Unfähigkeit des FCN Standardsituationen zu verteidigen. Man könnte es natürlich positiv formulieren und sagen, dass der FCN den FCI aus dem Spiel heraus zu jedem Zeitpunkt im Griff hatte. Das verzerrt aber das Gesamtbild, da nun einmal die drei Gegentore allesamt nach ruhenden Bällen fielen. Angesichts dessen, dass Ingolstadt während der Saison trotz europaweit herausragender Werte im Kopfballduell gerade einmal sieben Standardtore (11%) geschossen hatte und damit unter dem Ligadurchschnitt lag, ist das eine besondere Unzulänglichkeit. Betrachtet man die Szenen einzeln erkennt man bei allen drei Szenen individuelle Fehler.

Beim 1:0 verschätzt sich Mathenia und faustet deshalb unglücklich und ungenau, beim 2:0 lässt Ishak Schröck davon ziehen und beim 3:0 ist Zrelak zu weit weg von Krauße. So gesehen waren die drei Gegentore dann eine Art Minispiegelbild der Saison: unglücklich, individuelle Fehler, gedanklich zu langsam. Man kannte es. Zugleich darf auch kritisiert werden, dass der Club zu viele Fouls in den defensiven Halbräumen verursachte (Abb. 5) und deshalb auch zu viel Freistöße verursachte.

Abb. 3: Realtaktische Aufstellung FCI

Darüber hinaus ist die Frage legitim, ob der FCN nicht zu abwartend agiert hat. Am Ende stehen 372 Pässe zu Buche, die entweder zur Seite (303) oder nach hinten (69) gespielt wurden, der FC Ingolstadt spielte in der gesamten Partie nur 263 Pässe. Bis zu einem gewissen Punkt ist es verständlich, geduldig aufbauen zu wollen und die Gegner müde zu spielen. Irgendwann aber wird diese Art des Spielens zu unproduktivem, alle Beteiligten einschläferndem Verwalten.

Das zeigt sich auch daran, dass der Club anteilig deutlich weniger direkte Pässe spielte als Ingolstadt. Die Schanzer spielten 23% ihrer Pässe als Pässe für Raumgewinn, 17% ihrer Anspiele ins letzte Drittel, der Club dagegen nur 15% bzw. 11% und war obendrein bei den Pässen ins letzte Drittel auch noch ungenauer. Das heißt nicht, dass Ingolstadt es aus dem Spiel heraus besonders gut gemacht hat. Der Club ließ nur über weite Strecken die Dynamik aus dem Hinspiel vermissen, wo noch 21% der Zuspiele progressive Pässe waren und 14% ins letzte Drittel gingen. Der Unterschied mag marginal wirken, machte das Spiel relativ gesprochen aber um knapp 20% weniger dynamisch.

Es sollen die positiven Momente dennoch nicht völlig unerwähnt bleiben, der Club hatte einmal mehr einen herausragenden Wert in einem statistischen Parameter, der während der Saison sehr schwach war. Wyscout nennt diesen Wert „Challenge Intensity“, dabei wird die Zahl der Zweikämpfe, Tacklings und abgefangenen Bälle ins Verhältnis zur gegnerischen Ballbesitzzeit gesetzt – und nicht wie bei PPDA ins Verhältnis zur Passzahl des Gegners. Während der Saison lag der FCN hier genau auf dem Ligadurchschnitt von sechs Defensivaktionen pro gegnerischer Minute Ballbesitz, Spitzenreiter war Fürth mit sieben. In Hin- und Rückspiel kam der Club jedes Mal auf einen Wert von 8,3. Der Gegner wurde also aggressiv bespielt.

3. Das Spiel war entschieden, als …

Abb. 4: Passmatrix FCN

… Marcel Gaus nach 95 Minuten und 30 Sekunden an Fabian Schleuseners Abschluss vorbeischlitterte. Es ist eine besondere Ironie des Schicksals, dass es genau jener Gaus war, dessen verlängerter Bodenkontakt nach einem Foulspiel einer der Gründe war, dass nicht nach genau 95 Minuten abgepfiffen wurde. Dass Fabian Schleusener genau dort, wo er sich vor eineinhalb Jahren das Schienbein gebrochen hat, sein erstes Tor nach der Verletzung erzielt, passt da nur zu gut ins Bild.

Angemerkt zur Nachspielzeit sei gesagt, dass der Ball in Ingolstadt insgesamt nur 49:46 Minuten im Spiel war und 48:14 Minuten aus dem Spiel. Eine normale effektive Spielzeit liegt bei etwa 51 bis 55 Minuten. In den 5:27 Minuten der nachspielzeit bis der Ball die Torlinie überschritt, war der Ball genau 2:08 Minuten im Spiel gewesen. Beschwerden hinsichtlich der Nachspielzeit sind also reichlich übertrieben.

4. Das Fazit …

… heißt: Glück gehabt. Der Modus, der platte Drittligist im Hinspiel, das späte Tor, das Bonmot vom Club als Depp kann sich also zumindest am Ende dieser Saison nicht halten. Dass die späte Rettung kein Weiter so bedeuten darf, wird an anderer Stelle thematisiert. Sie ist dennoch in der Addition der beiden Spiele – wenn man das Konstrukt Relegation akzeptiert – nicht unverdient. Über weite Strecken der beiden Partien war der FCN die bessere Mannschaft, hatte es im Hinspiel verpasst, mehr Tore zu machen und musste deshalb bis zum Schluss zittern.

Abb. 5: Foulkarte FCN

Insgesamt waren die beiden Partien ein Spiegelbild der Saison. Potential erkennbar, aber völlige Verunsicherung nach dem ersten Rückschlag. Chancenverwertung meist mangelhaft, defensiv aus eher niederwertigen Chancen viele Tore kassiert. Es ist daher vielleicht ein versteckter Segen, dass die Saison nicht mit einem souveränen Relegationserfolg endet, sondern im Drama, das noch einmal alle sportlichen Unzulänglichkeiten aufzeigte. Das neue Trainerteam hat daher viel Arbeit auf psychologischer wie taktischer Ebene vor sich.

Jenseits der Entscheidung darüber, wie sich dieses Trainerteam zusammensetzen wird, gilt es nun für die Nicht-Beteiligten herunterzufahren. Mit 350 Tagen zwischen erstem und letztem Saisonspiel dauerte die Saison unfassbar lange an. Sie war kräftezehrend und nervenraubend. Sie war in Gänze zum Vergessen und endete doch in einem Moment, den kein Clubfan je aus dem Gedächtnis löschen wird.

5. Die Stimmen…

Abb. 6: Chancenspielfilm

Michael Wiesinger: „Ich bin schon lange dabei, aber das hat alles getoppt. Erste Halbzeit ist nicht viel passiert. Ingolstadt hat uns viel Ballbesitz gegeben. Dann haben wir durch die Standards den Faden verloren, haben schlecht verteidigt. Wir haben uns geschüttelt und sind am Ende All In gegangen und sind glücklicherweise belohnt worden. Das war ein überragendes Tor, das ist für uns elementar wichtig. Der 1. FC Nürnberg spielt nächstes Jahr in der 2. Liga – nur das zählt.“

Thomas Oral: „Ich hab keine Worte. Ich möchte dazu nichts mehr sagen. Das haben wir nicht verdient. Der Club hat am Dienstag den Sack nicht zugemacht, wir haben aus der Tatsache, dass wir nicht 3:0, 4:0, 5:0 verloren haben, Kraft gezogen. Wir wussten, dass wir unseren Moment kriegen, wenn wir so agieren, nichts zulassen und kompakt stehen, dem Gegner nicht zu viel Räume geben. Das hat die Mannschaft sensationell gemacht. Dann am Ende so bestraft zu werden, ist brutal.“

Abb. 7: Ergebniswahrscheinlichkeiten

Christian Mathenia: „Das ganze Jahr war für uns nicht einfach. Wir hatten uns im Hinspiel eine gute Ausgangssituation erspielt. Ingolstadt hat uns dann zweite Halbzeit überrollt. Kompliment auch an Ingolstadt, sie haben es nicht verdient, in der 3. Liga zu bleiben. Ich bin sehr erleichtert. Das war eine nervenaufreibende Saison. Wir haben viele Hürden zu meistern gehabt. Die Legende lebt.“

Hanno Behrens: „Ich weiß nicht mehr, wie ich das Tor erlebt habe. Es ist unglaublich, dass wir das Tor schießen. Freude pur. Man kann es nicht ganz glauben, dass man innerhalb weniger Minuten die Tore nach Standards kriegt. Wir haben weitergemacht. Wir wussten, dass wir wieder da sind, wenn wir ein Tor schießen. Ausnahmsweise ist der Club kein Depp.“

Fabian Schleusener: „Unfassbar, mir fehlen wirklich die Worte. Es ist eine riesige Erleichterung, die von uns allen abfällt. Ich weiß nicht, ob ich jemals so viele Männer in Tränen gesehen habe. Ich habe am Ende nur noch die Traube über mich gespürt, an mir ging sogar vorbei, dass das Tor noch überprüft wurde. Es ist für mich schwer, das Spiel zu analysieren. Ich bin einfach nur in Trance. “

Peter Jackwerth (Vorstandschef FC Ingolstadt): „Es ist Leere da. Das Ergebnis in der Art, in der es zustande kam, ist schmerzhaft. Die fünf Minuten waren rum, aber es ist wie es ist. Haken wir es ab und richten wir uns wieder auf.“

6. Die Statistik …

Ingolstadt Nürnberg
Grundlagen
3 Tore 1
11 (4) Schüsse (aufs Tor) 15 (6)
263 (70,7%) Pässe (angekommen) 593 (84,2%)
34,3% Ballbesitz 65,7%
135 Ballverluste 119
3 Ecken 1
n/a Laufleistung (in km) n/a
13 Fouls 11
Advanced Metrics
1,36 xG 1,20
1,46 xP 1,19
16,24 PPDA 10,35
2,29 APPP 5,25
Auffälligkeiten
17:05 Ballbesitzzeit 32:41
19,0% Anteil lange Bälle 11,8%
57 Ballbesitzphasen (geg. Hälfte) 65
8 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 14
60% Passquote ins letzte Drittel 57%
61% Passquote Vorwärtspässe 72%
5,1 Challenge Intensity 8,3
83 (22) Balleroberungen (geg. Hälfte) 106 (43)

*Alle Daten stammen von Wyscout. Ausnahme bildet die Laufleistung. Diese stammt von Opta. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters. Bei den Zweikampfquoten von Wyscout ergibt sich nicht zwangsläufig 100%, da der Anbieter manche Duelle als „unentschieden“ wertet, bspw. wenn ein Duell gewonnen wird, der Ball aber im Zuge des gewonnenen Duells ins Aus oder zurück zum Gegner geht. Unter „expected goals“ sind die Tore, die statistisch auf Grund der abgegebenen Schüsse zu erwarten gewesen wären, zu verstehen. Die expected Points für das jeweilige Spiel ergeben sich folgerichtig aus den expected Goals. PPDA bezeichnet die zugelassenen Pässe pro Defensivaktion. Es ist eine Metrik, die anzeigt, wie hoch der Pressingdruck einer Mannschaft ist, je niedriger der Wert, desto weniger Zeit hat der Gegner am Ball. APPP (Average Passes per Possession) gibt an, wieviele Pässe die Mannschaft im Schnitt pro eigener Ballbesitzphase spielte. „Challenge Intensity“ ist ein Wert, der Defensivaktionen ins Verhältnis zum gegnerischen Ballbesitz setzt, also quasi PPDA nur nicht nach Passanzahl des Gegners, sondern nach Zeit. Je höher der Wert, desto mehr Defensivaktionen pro Minute Ballbesitz des Gegners. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto kombinationssicherer ist das Team. Mit „tiefen Pässen“ meint Wyscout Pässe, die innerhalb eines Radius von 20 Metern um das gegnerische Tor ankommen. Als „kluger Pass“ definiert Wyscout einen „Ball, der den Angriff der eigenen Mannschaft auf eine kreative Art und Weise entwickelt.“

7. Die Noten …

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 4 5 5 4 6,0/10
CU-Urteil: Schlechte Figur beim 0:1. Bei den anderen beiden Toren machtlos. Am Ende Antreiber.
Enrico Valentini 4- 4 3 4 6,2/10
CU-Urteil: Es gelang ihm wenig, gewann kaum Zweikämpfe. Deutlich weniger Offensivdrang als im Hinspiel.
Asger Sörensen 3 4 4 3 7,1/10
CU-Urteil: Auf dem Boden sehr sicher, in der Luft ab und an unterlegen. Insgesamt recht souverän.
Lukas Mühl 4 3,5 4 4 6,8/10
CU-Urteil: Bemühte sich hin und wieder um Flügelwechsel und Aufbau. Dafür beim Klären und in den Zweikämpfen immer wieder mit Fahrigkeiten.
Tim Handwerker 4 4 4 4 6,6/10
CU-Urteil Im Zweikampf immer wieder unterlegen. Bemühte sich um Zug nach vorn, war aber dadurch, dass Nürnberger früher nach innen zog, der Anspielstation beraubt.
Hanno Behrens +4 5 5 4 6,5/10
CU-Urteil: War sichtlich bemüht, spielte auch kaum Fehlpässe, allein die Durchschlagskraft nach vorne fehlte.
Patrick Erras +3 2,5 2 3 7,1/10
CU-Urteil: Torvorlage, Lufthoheit, immer wieder Ruhe reingebracht. Es klappte nicht alles, aber Erras zeigte, dass er trotz auslaufenden Vertrag alles für den Club gab.
Fabian Nürnberger 3- 4 4 4 6,8/10
CU-Urteil: Riss immer wieder das Heft des Handelns an sich. Dabei gelang nicht alles, sein häufigeres Einrücken war auch nicht förderlich, aber womöglich gewollt. Dennoch mit sicherem Passspiel und großem Bemühen.
Adam Zrelak 4- 5 5 4 6,4/10
CU-Urteil: Gewann kaum Zweikämpfe (5 von 27) und war insgesamt wenig ins Spiel eingebunden. Ließ beim 3:0 Krauße laufen.
Robin Hack 3 4 5 4 6,2/10
CU-Urteil: Um Tempo und Dynamik bemüht, spielte genaue und gute Pässe. Mit den meisten Schussvorlagen. Reduzierte die vergeblichen Dribblings enorm. Nur je näher es an die Möglichkeit des eigenen Abschlusses es ging, desto fahriger wurde er.
Mikael Ishak 4 4,5 3 4 6,5/10
CU-Urteil: Gute Chance früh im Spiel, wurde dann immer weniger eingebunden, verlor 65% seiner Zweikämpfe, mit schöner Vorlage vor Zrelaks Fastchance, ließ Schröck beim 2:0 aber laufen.
Fabian Schleusener 1 2 1 7,4/10
CU-Urteil: Held.
Oliver Sorg 3- 3 6,9/10
CU-Urteil: War im Offensivspiel besser eingebunden, hatte allerdings auch defensiv keine Aufgaben mehr.
Nikola Dovedan 6,9/10
CU-Urteil: Kam nach 79 Minuten. Zwei gute Abschlüsse nach seiner Einwechslung.
Michael Frey 6,3/10
CU-Urteil: Kam nach 79 Minuten. Vergab eine gute Schusschance kurz vor Ende der regulären Spielzeit.
Georg Margreitter 6,5/10
CU-Urteil: Wurde am Ende als Stoßstürmer gebracht. Warf sich voll rein.

27 Gedanken zu „Analyse: Lucky Punch nach Standardschwächen #FCN #FCIFCN

  • Fossd heddi an Häddskaschbä greychd! Äschdd hobi gmaand dässi an Mendahlkoudsch braichädd, obba donn hobis mid a boar Bierla brobierd waals baim Glubb aah nid hiekaud hodd midm Mendahlkoudsch. Iech hob soodsusoochn wissnschofdli noochgwiesn, dässa boar Bierla mea bringa oisa Mendahlkoudsch.

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  • Schleusener

    Die perfekte Personifizierung des gern starpazierten „ausgerechnet“

    – dessen Verpflichtung infrage gestellt wurde
    – der noch kein Tor erzielen konnte
    – der sich in genau diesem Strafraum vor eineinhalb Jahren das Bein brach
    – gegen Ingolstadt

    …man sieht sich immer zweimal…

    Der Fußball schreibt immer wieder ganz besondere Geschichten!

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    • @Optimist.
      …und der das wichtigste Tor dann genau so macht,wie weiland ein gewisser Max Morlock 1954 in Bern.

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  • Ich fand MWs Schachzug Nürnberger auf außen zu bringen sehr gelungen. Keller hat dauernd Dovedan und Schleusener als Rechtsaußen gebracht und es hat gar nicht funktioniert. Dovedan hätte m.M. als hängende Spitze hinter Ishak funktioniert, aber Zrelak zusammen mit Ishak aufzustellen war auch nicht schlecht. (Nürnberger könnte auch sehr gut als Leibolds Nachfolger agieren, wenn Misidjan wieder zurückkommt und Hack wieder Linksaußen spielen kann.)

    Von daher würde ich gerne MW weiterhin als Cheftrainer sehen. Er bringt das nötige Wissen, Ideen und die Identifikation mit dem Club mit. (Er kann natürlich auch nichts machen, wenn die Spieler das große Nervenflattern bekommen. )Das ist natürlich seine Entscheidung. Gleiches trifft auf Erras und Ishak zu. Der Haufen muß zu einer Mannschaft umgebaut werden. Einige Spieler sollten abgegeben oder ausgeliehen werden. Es sollten nur wirkliche Verstärkungen auf Schlüsselpositionen geholt werden und den Talenten vom NLZ sollte eine Chance gegeben werden.

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    • Wiesinger hat nun mehrmals mehr als klar gesagt sein Auftrag sieht er im NLZ sein Auftrag waren nur die zwei Spiele. Fertig. Man sollte Wiesinger einfach mal respektieren vor allem was seine Vorstellungen sind.
      Im übrigen das Tor in der letzten Sekunde war nun wirklich ein unbeschreibliches Glück, wäre es ein Punktespiel wären wir mit nichts nach Hause gefahren und nur um Haaresbreite wären wir mit Wiesinger in die 3. Liga abgestiegen, das Rückspiel war keinen Deut besser als Spiele unter Keller. So sachlich muß man sein, trotz aller Freude über das Wunder.

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      • Wie man in Ingolstadt (mit Kutschke) zu Null gewinnt (mit Medeiros, Geis, Kerk und Dovedan in der Startelf, Letzterer als Siegtorschütze, Vorletzterer als Vorbereiter), hätte eh am besten Canadi gewusst (siehe Pokalrunde 1).. äh.. ich kapier‘ grad gar nix mehr..

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      • Sehe ich nicht so. Ich kann mich in 180 Minuten (gut, eher 190) Relegation an keine einzige ernsthafte Torchance für Ingolstadt aus dem Spiel heraus erinnern. Das kann man mit den Spielen davor wahrlich nicht vergleichen, Sandhausen hatte einige Hochkaräter, Stuttgart hat uns abgeschossen und auf Kiel hatte am Ende die Möglichkeiten das zu tun.

        Ich gehe fest davon aus, dass wir mit Jens Keller jetzt Drittligist wären.

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        • Das Problem ist nur, dass das Vereiteln von Chancen aus dem Spiel heraus nix bringt, wenn drei 08/15-Standards reichen, um uns innert 15 Minuten abzuwatschen.

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          Antwort
          • Es bringt, dass Ingolstadt danach nicht das vierte, fünfte und sechste geschossen hat, wie Stuttgart.

            Dass wir drei Mal aus der nahezu gleichen Situation ein Gegentor bekommen geht natürlich überhaupt nicht, aber das Verteidigen von Standard-Situationen lehrt man halt nicht in neun Tagen. Das Fehlen von Mavropanos hat sich da sicher ebenfalls bemerkt gemacht.

            Aber die Mannschaft hat insgesamt immer on-top gewirkt und das war unter Keller selten der Fall.

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            • Eine Leistung wie im Hinspiel wäre unter Keller derzeit in der Tat schwer vorstellbar gewesen. Trotzdem schätze ich die Fähigkeiten Ingolstadts, aus dem Spiel heraus für Gefahr zu sorgen, viel geringer ein als die von Stuttgart, also schwierig miteinander zu vergleichen.
              Mavropanos hin oder her – das saubere Verteidigen von Standards sollte für Defensiv-Profis eigentlich selbst Standard sein und dafür hat Keller bestimmt was getan, denke ich. Die 1-2 Spieler, die hier gestern gepennt haben, hätten es halt nur anwenden müssen (Wiese wird denen da kaum irgendwas ganz anderes versucht haben zu vermitteln). Womit wir wieder bei den Spielern selbst wären, auf die es dann doch immer wieder primär ankommt.

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              Antwort
  • Mich interessiert im Fußballbereich vor allem der Club.

    Ich werde jetzt mein Kicker – Abo kündigen. Die Spielanalyse bei Clubfans – United ist besser/tiefergehender als die des Kicker und die Benotungen erscheinen mir ebenfalls treffender.

    Werde euch auch mal mit ein paar Euronen unterstützen.

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    Antwort
    • Zitat Fundamentalanalyst:

      „Werde euch auch mal mit ein paar Euronen unterstützen.“

      Wobei die „paar Euronen“ der Preis des Kicker-Albums für eine Saison sind.

      Danke!

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      Antwort
  • MW und MM als Motivatoren zu installieren war die erste richtige Entscheidung von Robert Palikuca seit seinem Amtsantritt.

    Bitte lasst MW einfach wieder ins NLZ gehen. Wir brauchen an möglichst vielen Stellen im Verein Kontinuität.

    Als ich heute den Artikel über „Erras nach Bremen“ gelesen habe, ist meine Aggression gegen Palikuca direkt wieder hochgekommen. Hauptsache den schlechtesten (Saison 18/19 schlechtester TW in der ersten Liga laut kicker-Noten und in der Saison 19/20 zweitschlechtester TW in der zweiten Liga laut kicker-Noten) mit einem hoch dotierten 5-Jahresvertrag ausstatten und es im Gegenzug ein Jahr lang nicht schaffen, den einzigen ordentlichen Fußballer im Team weiter an den Verein zu binden…

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    Antwort
    • Noch dazu: Für mich steht absolut gar nicht fest, daß dieses Mintal-Wiesinger-Konstrukt überhaupt von Palikuca kam! Ich vermute eher, das ist auf Druck von Funktionären zustande gekommen.

      Eventuell weiß jemand hier aus den „gut informierten Kreisen“ näheres dazu?

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      Antwort
    • Zitat Ritter Lanzelott:

      „Hauptsache den schlechtesten (Saison 18/19 schlechtester TW in der ersten Liga laut kicker-Noten und in der Saison 19/20 zweitschlechtester TW in der zweiten Liga laut kicker-Noten) mit einem hoch dotierten 5-Jahresvertrag ausstatten“

      Mathenia der schlechteste Torwart der Bundesligasaison 18/19 nach Kickernoten?

      Das verwundert, denn in der Kicker-Rangliste der Torhüter vom Sommer 2019 wurde Mathenia „im weiteren Kreis“ eingestuft: „Für Absteiger Nürnberg ein echter Rückhalt, verhinderte oft genug mit Glanzleistungen ein Debakel. Selbst Spitzenteams ließ der 27-Jährige verzweifeln…“

      Sollte Mathenia nach Kickernoten tatsächlich der schlechteste Torwart dieser Bundesliga-Saison gewesen sein, ist die Belobigung in der Kicker-Rangliste unverständlich, um nicht zu sagen idiotisch…

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      Antwort
      • Er war mit einem Saisonschnitt von 2,82 der siebtbeste Torhüter der Bundesligasaison 2018/19.

        Zum Vergleich:
        Nübel, Platz 13, 3,00
        Neuer, Platz 16, 3,21

        Warum Erras allerdings nach seiner Verletzung von den Trainern als schlechter als die mäßigen Alternativen eingeschätzt wurde, darauf hätte ich schon lange gerne eine Antwort…

        Die Kicker-Notenbesten des Clubs diese Saison:

        1. Mavropanos 2,75
        2. Hack. 3,18
        3. Erras. 3,33
        4. Mathenia. 3,35

        Der 5 Jahresvertrag sowie die Leihe des Griechen und das Schnäppchen Hack gehen auf Palikucas Rechnung.
        Da sollte man fair bleiben.

        Erras sah lange wie ein gewollter Abgang aus, das ist aber nicht Palikuca zuzuschreiben. Selbst hier im Blog wurde Erras zu Beginn der Rückrunde eher auf dem Abstellgleis verortet ( bei den meisten).

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        Antwort
        • Neuer ist immer ein schlechter Vergleichswert. Bekommt kaum was aufs Tor, kann sich dementsprechend nicht auszeichnen, wird aber schlecht benotet, wenn bei seiner bekannt – und gewollt – riskanten Spielweise was passiert.

          Erras fehlt Dynamik und Tempo, das kann er je nach System und Spielweise mit seinem Stellungsspiel kompensieren, oder auch nicht. Unter Canadi hätte man ihn nicht als 6er bringen können, weil das nicht das Anforderungsprofil war. Unter Keller schon eher, aber da haben wir das Problem, dass man ihn nicht zusammen mit Geis aufstellen kann, weil dann keiner mehr da ist, der Lücken zulaufen könnte.

          Dementsprechend ist eine Erras-Verlängerung auch ein zweischneidiges Schwert – das Problem, dass unsere drei teuersten Mittelfeldspieler nicht gemeinsam am Platz stehen können und selbst zwei davon schon Probleme mit sich bringen, hätten wir nach wie vor. Dass wir Behrens oder Geis in diesem Sommer abgeben können, sehe ich nicht. Dafür dürfte das Interesse zu gering und der Verdienst zu hoch sein. Und dann muss man sich die Frage stellen, ob ein Erras-Abgang, obwohl er durchaus wertvoll fürs Team sein kann, nicht doch Sinn macht.

          Mit Nürnberger und Rhein auf der 6 würden wir defintiv ein anderes, aggressiveres Auftreten im Mittelfeld haben.

          Hack ist definitiv ein toller Transfer gewesen, Handwerker in meinen Augen auch, bei Mavropanos bin ich schon wesentlich kritischer, weil ich glaube, dass wir mehr Punkte verloren haben, weil Palikuca im Sommer keinen vierten IV geholt hat, als er uns in der Rückrunde in seinen wenigen Spielen gewonnen hat.

          Für den 5-Jahres-Vertrag für Mathenia ist definitiv Palikuca verantwortlich – allerdings halte ich das für keinen Punkt der für ihn spricht. Sollte der echte Mathenia der aus dieser Saison sein, haben wir jetzt noch vier Jahre lang einen sehr teuren Spieler im Kader, hinter dem einige Fragezeichen stehen.

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          Antwort
          • Mavropanos sollte schon im Sommer kommen, hat sich dann aber leider verletzt. Dafür kann Palikuca nichts. Vielleicht war die Zeit dann einfach zu knapp für eine gleichwertige Alternative. Immerhin konnte er den Deal aushandeln, dass er erst im Winter kommt und uns nicht als verletzter Spieler vorher schon belastet.

            Auch da sollte man fair bleiben.

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            Antwort
            • Es gibt mehr als einen Innenverteidiger auf der Welt, wenn er es nicht schafft jemand anderen zu verpflichten, ist das natürlich sein Versäumnis. Hatten wir ja auf mehreren Positionen.

              Zudem scheint mir „verletzt“ der Normalzustand von Mavropanos zu sein.

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              Antwort
  • Ich fände es ja nicht verkehrt, wenn die Mitgliederversammlung pandemiebedingt per Briefwahl durchgeführt würde-ohne große Agitation und mit mehr Beteiligung.

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    Antwort
    • Ob sowas rechtens ist? Mal sehen, was unsere Granden, vorneweg der Herr Notar Prof. Dr. Adrian, da für gangbare Wege finden. Muss ja auch etwas Kostengünstiges sein.

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      Antwort
  • Nach 2 Tagen des durchschnaufens und Verarbeitung ein kurzes Statement zu unserem oft (vielleicht zu Recht) gescholtenem Aufsichtsratsvorsitzenden: mir persönlich ist ein biertrinkender, zigarrenrauchender „Ausichtsrat Vorsitzender -FAN (!) tausendmal lieber als ein vorbestrafte Uhrenverchecker, der auf mordsmäßig Geschäftsmann macht, und den nur noch die Kohle interessiert. Dann lieber herzlicher Diletantismus..

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    Antwort
      • „Herzlicher Dilettantismus führt halt in Liga 3 oder noch schlimmer“
        Das sagt (schreibt) sich leicht.
        „Professionell“ geführte Vereine gewinnen auch schnell mal eine Verhandlung vor den Sportgerichtshof Cas.
        Wobei Du als Fußballliebhaber dabei ins Grübeln kommst, ob da alles noch mit rechten Dingen zugeht.
        Bei Dr. Grethlein gehe ich nicht vom herzlichen Dilettantismus aus. Eher ist es eine (zu?) große Vereinsverbundenheit, die ihm seine Aufgabe zur Herzensangelegenheit macht, mit all den blinden Flecken, die Herzensangelegenheiten so mit sich bringen. Der (Sanierungs-) Weg des Clubs in den letzten Jahren war einigermaßen erfolgreich. Die gerade vergangen Seuchensaison hat der Aufsichtsrat freilich auch zu verantworten. Aber: Möglicherweise lernt er daraus?

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