„Ich glaube nicht das jeder Tag zählt“ – Die deplatzierte Ruhe des Dr. Grethlein #FCN

Für Dr. Thomas Grethlein war es die dritte Demission eines Sportvorstands in nicht ganz sechs Jahren als Aufsichtsratschef. Nach Martin Bader („Er war beruflich wie auch menschlich eine Bereicherung für diesen Verein und wird hier beim Club immer freundschaftlich empfangen werden.“) und Andreas Bornemann („Leider konnten wir uns mit ihm nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen.“) war nun Robert Palikuca („Die Gründe liegen nicht an der Vergangenheit, sondern an der Zukunftsplanung.“) derjenige, der vom Chef des obersten Kontrollgremiums des 1. FC Nürnberg salbungsvoll verabschiedet wurde.

Im Schnitt jedes zweite Jahr einen neuen Sportvorstand vorzustellen, ist an sich schon kein gutes Arbeitszeugnis für ein Gremium, das mit seiner Auswahl an Führungskräften dem Verein voranstehen soll. Die Struktur des Vereins aber sorgt dafür, dass genau jenes Gremium nun zum dritten Mal binnen fünf Jahren auf Suche gehen muss – und das zum Unzeitpunkt.

Der FCN steht nach der schlechtesten Zweitligasaison seiner Geschichte ohne Trainer und ohne Sportvorstand da. Es gibt im Übergang zwischen der Saison 2019/20 und 2020/21 keinen in vorderster Verantwortung, der de facto an der Kaderentwicklung arbeiten kann. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Robert Palikuca in Zusammenarbeit mit Michael Wiesinger bis zum 31.7. noch bereits ausverhandelte Transfers zu Ende bringen wird.

Es gibt knapp 60 Tage vor dem ersten Pflichtspiel keine sportliche Leitung, auch wenn die von Palikuca geholten Kaderplaner und Scouts weiter im Amt bleiben. Grethlein spielte diese Tatsache mit der Einschätzung „Ich glaube nicht das jeder Tag zählt“ herunter und verteidigte, dass die Analyse der Saison erst nach Feststehen des Ausgangs begonnen wurde, mit einer seltsamen Essensmetapher („Ich weiß nicht, ob das Essen geschmeckt hat, bis ich den letzten Bissen gegessen habe, der könnte ja verdorben sein“), bei der sich manch Zuhörer ungläubig verschluckte.

Grethlein versuchte damit Ruhe zu vermitteln, versetzte aber viele Anhänger, welche die Pressekonferenz per Livestream verfolgten, in Panik. Gerade in der jetzigen Phase, in der man durch die Relegation bereits zwölf Tage weniger Planungssicherheit hat als alle Konkurrenten (außer Heidenheim), ist eben doch jeder Tag für die Kaderplanung und -gestaltung wichtig. Selbst wenn die Suche nach einem Nachfolger bis zum angepeilten Termin (3.8.) abgeschlossen ist, verliert der FCN noch einmal Zeit.

Denn auf das Ende der Suche nach einem Sportvorstand, folgt der Anfang der Suche nach einem Cheftrainer, so dass das Leitungsteam selbst bei idealem Verlauf wohl erst mit oder kurz vor Beginn des Trainingsauftakts vollständig wäre. Angesichts dessen, dass der Kader deutlichen Umbaus bedarf, bedeutet das einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil für die Saison 2020/21, der die Gefahr deutlich erhöht, dass an ihrem Ende die nächste Demission eines Sportvorstands steht.

164 Gedanken zu „„Ich glaube nicht das jeder Tag zählt“ – Die deplatzierte Ruhe des Dr. Grethlein #FCN

  • Die Anzahl der Sportdirektoren würde ich ihm nicht zur Last legen, Bader/Woy waren überfällig und haben uns fast an die Wand gefahren und Bornemann wollte man ja eigentlich behalten…

    Aber alles andere stimmt klarerweise. Die Entscheidung gegen Palikuca hätte man zeitgleich mit jener gegen Keller verkünden können, für die Entscheidungsfindung hatte man quasi seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs Zeit… Für mich ist die Entscheidung richtig, aber die Vorgehensweise nicht nachvollziehbar.

    Das einzige was ich mir noch vorstellen könnte: Palikucas Vertrag hätte auch für Liga 3 gegolten und wir hätten es uns schlichtweg nicht leisten können ihn zu ersetzen.

    • Man hätte aber, wie Martin Funk richtig gefragt hat, schon vor Wochen einen Plan A für die zweite Liga und einen Plan B für die dritte Liga in der Schublade haben können

      • Absolut richtig. Aber wer hätte das schon machen sollen? Grethlein? Koch? Müller? Wir kommen unabhängig vom Symptom immer wieder zum gleichen Ursprung: der AR ist von seiner Struktur her, wie von der aktuellen Besetzung die Wurzel des Problems.

  • Genau die Befürchtung hab ich auch, Florian, daß der neue Sportvorstand zu spät starten wird und deshalb von vornherein schlechte Karten hat. Zudem hat er viele Mitarbeiter und Spieler, die er auch nicht so einfach loswerden wird, wenn sie nicht in sein Konzept passen. Und dann muß er ja auch noch den Trainer finden.
    Irgendwie ist es Irrsinn:
    bei Bader wurde uns über die Saison hinaus erzählt, man könne ihn noch nicht entlassen. Bornemann mußte starten mit einem von Bader schlecht zusammen gestellten Kader.
    Bornemann wurde dann auf einmal mitten in der Saison entlassen. Komischerweise ging das auf einmal. Man ließ sich sogar viel Zeit, Palikuca zu finden. Immerhin war er rechtzeitig genug da, um die neue Saison planen zu können. Hat das dann aber massiv versemmelt.
    Und das konnte man dann die ganze Saison über noch nicht analysieren, konnte sich vor Ende der Relegation kein Urteil bilden? Und sah natürlich deshalb auch keinen Anlass, schon mal den MArkt zu sondieren?
    Ich frag es jetzt doch einmal: wieso kann Wiesinger wenn nötig im August Verträge unterschreiben und jetzt noch nicht?
    Wäre es angesichts des noch nicht gefundenen neuen Sportvorstandes nicht doch sinnvoll, eine interne Lösung zu bevorzugen? Mintal, Galasek, Wiesinger in welcher Kombination auch immer.
    Wäre das Risiko, daß die drei scheitern soviel größer als daß der neue unbekannte Sportvorstand bei den vorliegenden Gegebenheiten scheitert?

  • Zitat: „Der FCN steht nach der schlechtesten Zweitligasaison seiner Geschichte ohne Trainer und ohne Sportvorstand da. Es gibt im Übergang zwischen der Saison 2019/20 und 2020/21 keinen in vorderster Verantwortung, der de facto an der Kaderentwicklung arbeiten kann. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Robert Palikuca in Zusammenarbeit mit Michael Wiesinger bis zum 31.7. noch bereits ausverhandelte Transfers zu Ende bringen wird.“

    Mit anderen Worten: Der Club steht im Übergang zur neuen Saison nicht nur ohne Trainer da, sondern auch ohne Sportdirektor bzw. jemanden, der an der Kaderentwicklung arbeiten kann, und daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Club im Übergang zur neuen Saison (vorerst) weiterhin (s)einen Sportdirektor hat, der, unterstützt von Michael Wiesinger bereits geplante Transfers vollziehen wird, also an der Kaderentwicklung arbeitet. Aha!

    • Palikuca und Wiesinger bringen nur noch Sachen zu Ende, die eh schon klar sind, also zum Beispiel das Leihgeschäft von Medeiros, wo noch eine Unterschrift fehlt. Perspektivisch gesucht wird nichts mehr und es wird auch nichts mehr neu in die Wege geleitet. Alles Dinge, die man aber in der jetzigen Situation eigentlich tun müsste.

      • Eigentlich, aber der Club liebt es sich in schöner Regelmäßigkeit selbst ins Knie zu schießen.

      • Tut mir leid, aber die Aussagen von Grethlein zeugen doch von völliger Unkompetenz!
        Es wird sich nichts ändern…

      • In der aktuellen wirtschaftlichen Situation kann es natürlich eine Rolle spielen, ob der Sportvorstand bei Abstieg ohne Abstandszahlung den Verein verlässt (z.B. Wegen Ausstiegsklausel), oder bei Klassenerhalt teuer abgefunden werden muss. So kann eine Entlassung vor Abstieg ein paar Hunderttausend kosten, die nach Abstieg nicht anfallen würden.
        Da wir all diese Dinge weder wissen, noch – wie Dr. Grethlein zurecht angemerkt hat, auch arbeitsrechtlich nicht beauskunftet werden dürfen – jemals erfahren werden, fällt eine faire Bewertung am Ende des Tages schwer.
        Die Funktion des AR und insbesondere der ARVorsitzenden sind Ehrenämter – unbezahlt. Ich denke unser AR ist äußerst engagiert und bemüht. Die Forderungen nach mehr Sportverstand im AR sind daher sehr schwierig, da keiner der dabei genannten Namen eine derart intensive Arbeit kostenlos machen würde.
        Die Mitglieder halten weiterhin am Verein fest, somit ist man auch weiterhin der gegebenen Organisationsstruktur unterworfen.
        Also bitte fair bleiben und nicht einen ehrenamtlichen AR mit einem hochbezahlten Sportvorstand vergleichen…

        • Niemand verlangt, dass man vor Ende der Relegation personelle Entscheidungen trifft, bzw. dass man notwendige Fristen nicht einhält. Aber das Saisonfazit hätte man parallel zur Relegation schon durchführen können. Und man hätte natürlich dann auch schon den Markt sondieren können, meinetwegen via Headhunter, dann bleibt der eigene Name erst mal außen vor.

          Ich frage mich auch, warum man nun diesmal schneller den richtigen Sportvorstand finden will als das letzte Mal. Geht man jetzt noch einmal die Liste aus 2019 durch und sucht unter den Kandidaten, die damals hinter Palikuca gelandet sind?

          Ganz ehrlich Grethlein war heute eine Katastrophe, da hat Palikuca ja noch die bessere Figur gemacht.

          Und wieder stehen wir an dem Punkt, dass der Verein nicht handlungsfähig ist, weil der Vorstand nicht komplett besetzt sein könnte. Dabei kennen wir das doch schon seit der Entlassung von Bader und Bornemann. Sprich man hätte sogar einen dritten Vorstand suchen können, ohne dass Palikuca unbedingt hätte gehen müssen.

          Wenn Grethlein, um in seinem Bild zu bleiben, unbedingt einen ganzen Teller verdorbenes Essen verspeisen muss, um feststellen zu können, dass das Essen verdorben ist, dann sollte er kein Essenstester sein. Zurück zum Club, dann ist er der falsche AR, wenn das Kind immer erst im Brunnen liegen muss, um festzustellen, dass man handeln sollte.

          • @Armin ich hoffe mal, daß nicht stimmt, was einige behaupten: daß auf dieser Liste auch Möckel stand und daß der jetzt ein ernsthafter Nachfolgekandidat sein soll.
            Da muß ich dann nämlich sagen, daß der mit seinem Spezl Bader schon genug angerichtet hat und wenn er die Alternative zu Palikuca war, dann war Palikuca noch das kleinere Übel.

            • Bader hat wirklich genug angerichtet von glaube 11 Dienstjahren 10 Jahren 1.Bundesliga. Ich würde Möckel sogar befürworten, vorstellen kann ich es mir aber nicht, eben wegen der Vorbehalte und Klischees von Außenstehenden.

              • Kannst du das eigentlich selber noch lesen was du seit Jahren schreibst? Oder glaubt man es dann wirklich wenn man es nur oft genug sagt/schreibt? Das mit 10 Jahren Bundesliga nervt nur noch…

                • Es stimmt ja auch nicht, mit Bader als Sportvorstand sind wir drei Jahre in Liga 3 gewesen, 03/04, 08/09 und 14/15, wobei Bader auch noch zu Beginn der Saison 15/16 dabei war. Und als er ging stand der Verein dann auch noch am Rande des Ruins.

                  Aber bei Dovedan hat Juwe ja auch behauptet, dass der schon unter Schmidt in Heidenheim hauptsächlich auf dem Flügel gespielt hätte. Dann schaut man sich das ganze an und stellt fest, die Behauptung hat mit der Realität genau nichts zu tun. Ich war dann auch noch so blöd mir die Mühe zu machen jedes Spiel und seine Position da aufzuführen. Dabei hätte mir von Anfang an klar sein sollen, dass man da mit Tatsachen nichts bewirkt.

                • Ich war kein Bader Fan, aber wir waren mit Bader den überwiegenden Teil seiner Dienstzeit in der 1. Liga, das ist ja unstrittig. 🙂 Dass er am Ende mit dem vom Umfeld! erwarteten sofortigen Wiederaufstieg ins Risiko ging ist auch bekannt, sofort wieder aufsteigen zu wollen, darüber hat sich damals aber niemand beschwert.

                  Zu Dovedan warum wird er denn im Transfermarkt als Hauptposition auf Rechtsaußen geführt? ..die haben scheinbar auch keine Ahnung, so wie Keller, so wie Canadi usw. die ihn die ganze Woche über gesehen haben im Training auch wenn es in den Spielen nicht so toll klappte, aber das war ja bei der ganzen Mannschaft so.

                  Und Wiesingers Ankündigung er sieht ihn im Zentrum ist vielleicht seine persönliche Einschätzung gewesen oder eben ein Manöver im Vorfeld, alles bekannt. Gespielt hat er in 180 regulären Minuten gerade mal 10 Minuten auf dieser Position, kann er so systemrelevant nicht sein.

      • Ich habe es so verstanden, dass darüberhinaus perspektivisch bereits gesucht wurde und nun finalisiert wird, da die Ligazugehörigkeit feststeht.

        Ein weiteres Suchen wird höchstens von Michael Wiesinger betrieben, der aus meiner Sicht gerade zum Sportdirektor aufgebaut wird und diese Option in Gegensatz zur Trainerposition nicht ausgeschlossen hat.

        Die zu erwartende Konstellation 2020/21 dürfte also

        Sportvorstand: Mr. X
        Sportdirektor: Michael Wiesinger
        Trainer: Marek Mintal

        lauten.

        All das kann man offen nicht kommunizieren, da man den Statuten entsprechend, dazu formell den neuen Vorstand benötigt.

        Sprich: Der neue darf die Neuigkeiten, die geplant sind, verkünden.

        Der gehende wird bis Ende Juli bleiben, damit keine Handlungsunfähigkeit eintritt.

        Wäre es so, keine schlechte Lösung. Aber ein weiteres Indiz für die Notwendigkeit von raschen strukturellen Veränderungen…

        • Wäre es so, dann wäre der Sportvorstand komplett überflüssig. Er wäre doch nur ein Erfüllungsgehilfe von Wiesinger und MIntal. Welcher einigermaßen kompetente potentielle Sportvorstand würde sich so etwas antun? Da wäre dann schon absehbar, daß das wieder ein Schuß in den Ofen wird.

        • Mr. X = Dieter Hecking

          Und schon erklärt sich, warum die pk so komisch wirkte.

          @Merlin
          Dein Kommentar?

          • Bleibt mit/ohne Hecking das Gleiche für mich. Wenn man das Ass Hecking tatsächlich im Ärmel hat, warum wartet man dann nicht, bis es in trockenen Tüchern ist (angeblich ja noch die Woche entscheidungsreif) und macht dann eine Pk. Dann ist A) die Stimmung gleich eine andere und man muss B) keinen Eiertanz machen. Suppe selbst eingebrockt. Laut Grethlein kommt es auf einen Tag ja nicht an.

            Aber ich merke, dass mich das gleich wieder triggert. Unterstellt, man ist tatsächlich mit Hecking schon weit und stellt sich Freitag oder Samstag dann hin, um wieder mal Medien und Umfeld zu tadeln, dir nur nicht genug Vertrauen gehabt haben (was ich schon kommen sehe…): Was ist denn das für eine Gutsherrenart? Nur nach eigenem Gusto handeln und das Fußvolk müsse eben vertrauen, dass man es schon richtig mache. Erstens ist ein Verein kein Gutshof, der regiert werden will, und zweitens ist ein Verein ein demokratisches Gebilde mit einer Maxime: Transparenz in Richtung Basis! Natürlich gibt es Grenzen, bspw. wenn Indiskretionen einen Verhandlungserfolg gefährden, oder rechtliche Grenzen bestehen (wie im Bereich Arbeitsrecht), aber nur dann ist das auch legitim. Informationen vorzuhalten oder zu veröffentlichen (wie das mit den Drohungen) um etwas zu inszenieren und sich selbst darzustellen, ist schlicht nicht akzeptabel – mag sogar das Motiv dahinter hehren Zielen folgen (Kollegialität etc.).

            • Ganz deiner Meinung Aloexander. Wenn man mit Hecking schon im Gespräch ist und das fast sicher ist, dann braucht man keine PK veranstalten, auf der davon gefasekt wird, daß es auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht ankäme, man ja erst einmal die Relegation abwarten mußte bevor man überhaupt Bilanz ziehen konnte und als Zielvorgabe den 3.8. angeben. Dann wartet man bis Heckings Vertrag unterschriftsreif ist und macht das wie weiland Meeske (?) mit ich weiß nicht mehr was, aber da wurde doch per facebook (?) eine wichtige Unterschrift angekündigt. Man ist gespannt als Fan und freut sich über die Auflösung.

            • „Wir wollen uns künftig noch näher an unseren Fans orientieren und transparenter kommunizieren, um der gewachsenen Nachfrage gerecht zu werden. Christian Bönig bringt weitreichende Fähigkeiten und Erfahrungen im Fußballgeschäft mit, mit denen er uns auf unserem Weg in eine erfolgreiche Zukunft bestmöglich unterstützen kann“, erklärt Niels Rossow.

              (aus „Nürnberger Zeitung“ vom 06.01.2020)

              Kein Vorwurf an Christian Bönig.
              Aber warum holt man sich eigentlich einen Profi wie Bönig ins Boot?
              Nur um ihn Pressekonferenzen moderieren zu lassen?
              Das kann sowieso niemand besser als Luana.

              Viel Luft nach oben, was eine transparente Kommunikation anbelangt.
              Woran das liegt?
              Dafür gibt es vermutlich keine „monokausalen Ketten“.

              • Sehr guter Hinweis! Die Ablösung von Westgate (von dem ich mir schon deutlich mehr versprach als er geliefert hat) hat zu keinerlei positiver Veränderung geführt. Eine PK zu machen ist per se ein Fortschritt zum Parkplatzinterview. Wenn das dann so abläuft wie es abgelaufen ist, dann mach ich doch lieber nur eine Presseerklärung. Ein Graus!

                Grethlein hat auch nur ein mini Statement zu Beginn abgegeben. D.h. die Journalisten mussten alles erfragen. Das kann ich meinetwegen bei den „Informationswert = 0“ Spieltags-PKs so machen, aber doch nicht bei der Entlassung des SV. Da sollte ich aktiv kommunizieren. Für was hat man einen Pressesprecher?
                Aber gut, auch die legendäre Rummenigge und Höneß PK haben bewiesen, dass sich in Sachen Kommunikation selbst der professionelle FCB ordentlich in die Nesseln setzen kann.

            • Weil ab heute, wenn nicht schon gestern 2 Dinge passiert wären:

              (1) Das Umfeld hätte auf eine Reaktion, Erklärung, Aufarbeitung gedrängt. Auch hier stand mit dem Schlusspfiff umgehend Flos Kommentar. Eine Woche oder 10 Tage warten? Nicht vorstellbar…

              (2) Die Verhandlungen mit Hecking u.a. wäre sehr wahrscheinlich (leider) publik geworden. Die Reaktionen? Nicht besonders toll…

              Es ging den Verantwortlichen um schnelle Information nach der Analyse und der Klarheit über die notwendige Trennung.

              Dass man das, was man am Informationen transportieren wollte, sehr, sehr schlecht, dem momentanen Stand des Clubs entsprechend also zweitklassig gelöst hat, konnte jeder sehen und spüren.

              Aber in dieser Situation gibt es nur die Suche nach dem „Eier mache ich es am wenigsten falsch“!

  • Na dann holen wir doch Bornemann zurück
    😉

    Ihr alle mit unmittelbarem Einblick – wie stehen die Chancen auf eine interne Lösung? Und wenn Wiesinger übernähme, wer übernähme das NLZ?

    • Wiesinger wird nicht übernehmen, maximal als Interimslösung ab 03. August.

      • Wenn er die Interimslösung ist, wird er alles entscheiden, was nötig ist. Welchen Handlungsspielraum hätte dann ein neuer Sportvorstand? Doch wohl kaum einen. Außer zu dem bereits vorhandenen Kader, den er nicht zusammen gestellt hat einen ihm passend erscheinenden Trainer zu suchen. Wie wahrscheinlich ist das dann, daß er wirklich einen findet, der die Spieler bis zum Saisonbeginn zu einer funktionierenden Mannschaft formen kann und ihr ein gutes Spielkonzept beibringt, das uns von den Abstiegsplätzen fernhält? Meiner Meinung nach gleich NUll.

        • er die Spieler bis zum Saisonbeginn zu einer funktionierenden Mannschaft formen kann und ihr ein gutes Spielkonzept beibringt, das uns von den Abstiegsplätzen fernhält? Meiner Meinung nach gleich NUll.

          Meiner Meinung nach eher hoch. Ich glaube, daß die Relegation mit der Mannschaft auch etwas gemacht hat und der Großteil bleibt ja, vielleicht ist endlich dieser Kit dieser Teamgeist da, den man die Saison über vermißt hat. Fußball ist zwar unberechenbar, aber ich glaube nicht, daß wir so eine Saison nochmal erleben, wenn man auch richtig analysiert, welche Ergänzungen fehlten und benötigt werden.

  • Ein Saisonfazit zieht man, wenn die Saison vorbei ist. Das ist geschehen, die Konsequenz gezogen worden. 2 Tage, 13 Stunden.

    Es ist ein nachvollziehbarer Ablauf skizziert worden.

    Wer sein Fazit bereits zur Winterpause zieht, hat natürlich leicht reden und fordern, sprich, er hat sein Urteil längst gefällt…

    Der Essensvergleich war mehr als unglücklich gewählt, man kann aber, so man will, verstehen, was dieser Vergleich ausdrücken soll:
    Ein Werben um Respekt und fairen Umgang.

    Und dazu gehört eben auch zu akzeptieren, dass die handelnden Personen momentan der (noch) gültigen Struktur verpflichtet sind. Die gefällt mir auch nicht, aber das ist nicht die Verantwortung des AR, sondern die aller Mitglieder. Jeder, der etwas ändern möchte, darf und kann sich zur Wahl stellen, zu Wort melden.

    • Es wurde als Begründung ja aber die zukünftige Planung genannt und eben NICHT die nun abgeschlossene Saison (bzw. Vergangenheit).

      Daher kann man einfach nicht argumentieren, dass man das Fazit erst ziehen kann, wenn sie Saison vorbei ist, wenn eben jenes Fazit hat nicht relevant ist.

      Sie Zukunftsplanung muss ja schließlich schon viel länger Thema sein, hier muss seitens des Vorstands seit Monaten an einem zweigleisigen Konzepte gearbeitet werden, wie es für die nächste Saison weitergeht. Und ebenso hatte dem AR Dan Schon seit Monaten klar sein müssen, das 5 man mit RP nicht weitermachen kann.

      Grethlein hat erneut gezeigt, dass er einfach nicht versteht, dass die operationelle Geschäftsführung eines mittelständischen Unternehmens in der freien Wirtschaft und eines im Profifußball grundlegend anderes funktionieren, dass man hier zu bestimmten Zeiten handlungsfähig sein muss, will man jedes Jahr aufs neue die geschäftliche Basis mehr oder weniger stark umkrempeln und neu ausrichten muss.

      Da ist es halt einfach nicht möglich, dass man ohne Vorstand/Geschäftsführung einfach so weiterarbeitet und ggfs wichtige Geschäftsentscheidungen einfach aufgeschoben werden.

      • Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Diese ständigen Hängepartien ohne Konzept schaden uns immens. In der Wirtschaft wird Predictive Analytics angewandt, damit das Management unterschiedliche Strategien vorbereiten und parallel vorhalten kann. Das machen mittlerweile auch Mittelständler. Unser Management gehört endlich professionalisiert.

    • Also ehrlich: diese Fazit hätte man genauso vor 6 Wochen ziehen können, spätestens als klar war, dass nach dem Bochum-Heimspiel auch der Letzte – also auch der AR – erkannt hat, dass es bis zur letzten Sekunde gegen den Abstieg geht. Szenariotechniken muss man übrigens in jedem Unternehmen anwenden.

      Es war klar damals wie heute klar:
      – der Kader passt vorne und hinten nicht zusammen
      – wir haben keinen ligatauglichen Torwart
      – wir haben keinen ligatauglichen Stürmer – bis auf vielleicht Ishak
      – es ist keine Entwicklung erkennbar: bei der Mannschaft gar nicht und bei Spielern maximal bei Handwerker und Nürnberger
      – fast alle Neuzugänge haben geflopt

      Was hätte an dieser Erkenntnis in den letzten 6 Wochen noch rütteln können? Ein fulminanter Derbysieg? Man hätte also frühzeitig einem Palii-Nachfolger Zeit für eine Trainervorauswahl geben können.

  • T.Online bringt Dieter Hecking als SV ins Spiel. Wäre mit seiner Erfahrung und Ruhe sicher eine gute Wahl. Auch wenn er auf diesem Gebiet Neuling wäre.

    • Für ein paar Jahre in denen es wieder nach vorne geht könnte ich mir Hecking als SV gut vorstellen.

    • Schon wieder ein Neuling? Weil wir uns einen etablierten nicht leisten können?

      Ich glaube eher, dass der Club die letzte Adresse ist, bei der ein Mann mit Perspektive und Standing anheuern würde. Die PK deckt auf, woran es hapert: eine Führung mit Sachverstand und Professionalität. Wer vertraut schon solchen Dilettanten?

      Wie auf dem Spielermarkt: wir können nur zocken und hoffen, dass ein Schnäppchen gelingt. Zumindest, wenn man höheres Niveau haben möchte.

        • Ich denke Palikuca mit seinem gesamten Gefolge war sicher nicht günstiger. Und ganz sicher nicht besser.

          • Ich denke Palikuca mit seinem gesamten Gefolge war sicher nicht günstiger

            Da fand ich die Aussage von Palikuca in der PK zu seinem Abschied interessant, als er daruf hingewiesen hatte, dass man ja gar nicht so viel mehr Personen im Scoutingbereich beschäftigt hätte, weil einer gegangen ist udn einer in Rente ging und man nur die ersetzt hätte.

            Da ist dem Robert Palikuca seine Eigen-PR vom Anfang der Saison schlicht auf die Füße gefallen, da hat man noch so getan als müsse das ganze System nach Bornemann erst mal professionalisiert werden. Für mich passt dieses Detail sehr gut, man dachte man könne sich besonders positiv darstellen, auch wenn man vieles gar nicht groß anders gemacht hat. Als dann der Erfolg ausblieb, da konnte man nur kleinmütig zugeben, so viel hat man eben doch nicht anders gemacht

            Insofern nach den Aussagen aus der PK war das Gefolge gar nicht so groß, aber das bleibt ja jetzt erst mal auch unter Hecking da. Sprich auch bei Hecking zahlen wir noch für das gefolge von Palikuca, auch wenn das am Ende gar nicht so groß war, wie man uns zu Beginn der Saison glauben machte.

  • Bei jedem anderen Verein hätte sich das Entscheidungsgremium (bei uns der AR) schon vor Wochen mit Alternativen beschäftigt. Wenn man dann gestern den Palikuca entlässt, stellt man direkt den Nachfolger vor. Dass man mit der getanen Arbeit zufrieden gewesen sei halte ich für Käse. Aber unser Aufsichtsrat kennt ja auch niemandem im Profifußball, das macht es natürlich schwer, vorab bei potenziellen Kandidaten grundsätzliche Bereitschaft abzuklopfen. Bei uns läuft das alles über Berater – so jemanden kann man verständlicherweise nicht schon im Juni losschicken um einen neuen zu suchen.

    Oder glaubt ihr, der Grethlein sucht jetzt auf Transfermarkt.de nach geeigneten Leuten und sucht deren Nummer dann im Telefonbuch?

    Und da sind wir schon wieder bei Kern des Problems: Die fehlende sportliche Kompetenz und das fehlende Netzwerk im kompletten Aufsichtsrat. Ich habe ja nichts dagegen, dass ein Fan wie Gretlein, jemand aus der Politik wie Maly, der Vorstand des Hauptsponsors und auch ein Fanvertreter (aktuell keiner so richtig) im AR sitzen. Dennoch sollten da schon zwei, drei Leute sitzen, die ihr Leben im Profifußball verbracht haben.
    Ich bin gern schnell mit Urteilen und mit Verurteilungen und in meinen Augen seit dem Tag der Doppelentlassung Borne/Köllner gibt der AR derzeit ein grauenhaftes Bild ab. Aber dass sie nie im Profifußball gearbeitet haben, dafür können sie nichts. Sondern nur wir Mitglieder – weil wir (natürlich auch mangels Alternativen) keine Ex-Profis gewählt haben.

  • Die Situation ist nicht optimal, aber bei aller Kritik man kann die Wirtschaft nicht mit der Handlungsschnelliggkeit im Profifußball einfach gleichsetzen, wo ein schlechtes Spiel/Ergebnis bereits schon einen Trainer und Sportvorstand oder ein Konzept ins Wanken bringen können, Tagesgeschäft eben. Es bleibt für mich essentiell man wußte bis zum letzten Tag bis zur 96. Minute und zur letzten Sekunde gar nicht in welcher Liga es weitergeht.
    Das ist doch aber entscheidend wenn man einen neuen Sportvorstand sucht für welche Liga. So wie Kohlfeld in Bremen war auch bei uns ergebnisoffen wie es weitergeht erst NACH! einer Analyse am ENDE der Saison, das ist überall so und Grethlein hat ja gesagt man saß Sonntag 6h und Montag 7h zusammen für diese Analyse, in deren Verlauf sich erst herauskristallisierte, daß es mit Pali nicht weitergeht. Es gab auch Stimmen die Palikuca einen Lernprozess zutrauten. Das war ergebnisoffen.

    • Hat sich das Saisonfazit denn durch den Ausgang der Relegation überhaupt geändert?

      Es hat unglaublichen Einfluss auf unsere Zukunft, das natürlich.
      Aber für die Bewertung der Gesamtsaison, hat es da einen Einfluss drauf, das Schleusener den Ball ins Tor gesichert hat und nicht daneben?
      Die gesamte Performance, durch die wir überhaupt erst in der Relegation gelandet sind, bleibt gleich (schlecht). Und das ist doch das, was zählt. Die Ungewissheit über die Ligazugehörigkeit ist entscheidend für die Planung für die Zukunft, aber kaum für das Saisonfazit.

      Und bzgl. der Planung hätten schließlich schon seit langem Konzepte für beide Fälle, also Klassenerhalt und Abstieg vorliegen müssen, die im AR diskutiert und beurteilt werden und folglich die Entscheidung über eine etwaige Demission des SV ebenso bereits gefallen sein müsste.

      Was nichts anderes bedeutet, als das die Entscheidung, palikuca im Fall des Klassenerhalt zu entlassen, schon länger feststehen muss (feststehen hatte müssen?) und die Suche nach einem Nachfolger bereits länger laufen müsste.

      • So sehe ich das auch, die Relegation hat keinerlei neue Erkenntnisse über die abgelaufene Leistung gebracht. Und keiner fordert, dass schon vor dem Ende der Relegation Personalien entschieden werden müssen. Ist doch klar, dass man neue Personen erst einstellen kann, wenn man weiß wen man sich leisten kann und welches Budget derjenige dann hat.

        Aber man kann eben vorbereitet sein, man kann ja durchaus verschiedene Pläne vorbereiten, je nach dem wie es ausgeht.

        Sollte jetzt Hecking kommen, dann ist ja auch klar, dass es genauso war, dass man schon vorher Kontakt aufgenommen hat und dass klar war, dass Palikuca gehen muss, dann ist es aber nicht sinnvoll einen Tag vorher etwas ganz anderes zu behaupten. Das untergräbt nur die Glaubwürdigkeit weiter. Dann sagt man halt gar nichts, gibt eine Pressemitteilung raus, dass man sich einvernehmlich getrennt hat und macht die Pressekonferenz mit dem Neuen.

        Das gestern war der niemals gelingende Versuch, sich gegenseitig ein gutes Zeugnis auszustellen.

      • Es hat unglaublichen Einfluss auf unsere Zukunft, das natürlich.
        Aber für die Bewertung der Gesamtsaison, hat es da einen Einfluss drauf, das Schleusener den Ball ins Tor gesichert hat und nicht daneben?

        Es geht nicht um das Schleusener Tor ansich, so wichtig es war, sondern das gesamte geschlossene Auftreten in der Relegation, was wir in der Saison vermisst haben, ob man endlich als Einheit aufgetreten ist, die sich zusammen durchkämpft unter dem riesen Druck. Und da hat sich einiges getan im Vergleich zur Saison auch taktisch wenn man überlegt daß die neue Position von Nürnberger uns auch die Relegation gerettet hat, genau genommen gibt es viele wichtige Erkenntnis aus dieser entscheidenen Schlussphase.
        Bis dahin war auch Palikuca noch für alles verantwortlich natürlich gehört das ganz wichtig zur Analyse hinterher. Wenn man die Devise ausgibt alles ordnet sich dem Klasserhalt und der Relegation unter, wenn man dann schon locker flockig nebenbei die Zukunft plant ohne zu wissen für welche Liga und mit welchen Etats, das macht doch gar keinen Sinn und würden obendrei in der wichtigen Phase wenn da schon Positionen geschachert werden für Unruhe sorgen, das wäre Stümperei gewesen, nicht aber wie man es gemacht hat, die Abläufe waren ok.

      • Über das Saisonfazit haben wir – zumindest hier – ja noch nicht mal gesprochen. Ob man überhaupt Palikuca hätte „los werden“ wollen wurde zumindest noch nicht diskutiert. Da gibt es nämlich durchaus ein Für und Wider. Der AR und Grethlein haben diese Analyse vorgenommen und haben gehandelt. Und da dies derartig krude erfolgte und voller missverständliche Aussagen, diskutieren wir aktuell ja nur über Form und Zeitpunkt.

        Witzig eigentlich. Denn während man selbst noch gar keine Meinung gefasst wird, wird man mit dem Entschluss anderer konfrontiert und nahezu im gleichen Atemzug die eigene Entscheidung in Frage gestellt (eigentlich war man ja zufrieden) und das Umfeld und Medien dafür verantwortlich gemacht, dass so entschieden wurde (unbelastet in die Zukunft gehen). Quasi ein Vorgriff auf mögliche Reaktionen inkl. ein rechtfertigender und schuldzuweisender Vorgriff auf die Folgen derselben.

  • Palikuca hat einiges gesagt in seiner PK was ich sehr interessant fand er hat ua. ziemlich deutlich darauf hingewiesen, daß er mit der Wucht der Unruhe, die um den Verein herrscht, ganz gleich in welcher Phase das sogar ihn das überrascht hat und auch die Trainer und die Mannschaft so nie in Ruhe arbeiten konnte auch als es gute Phasen gab sogar in Morddrohungen gipfelte und er sagte in der PK das war nicht der einzige Vorfall nur weil das durch die Medien ging. Vielleicht müssen sich auch ganz andere mal an die eigene Nase fassen, die keinerlei Verantwortung tragen, keinen echten Einblick in das Tagesgeschäft haben aber grundsätzlich immer alles schlecht finden, gibt es hier ja auch einige Beispiele.

    • Also ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.Ich finde wirklich, dass es eine immer wieder gerne gespielte Mär von erfolglosen Personen ist, auf das ach so ungeduldige und anspruchsvolle Nürnberger Traditionsclubumfeld zu verweisen. Das war vielleicht vor 15 Jahren noch so, als alle nach Hecking auf den nächsten Schritt zu einer festem Größe im einstelligen Tabellenplatzbereich der ersten Liga hofften oder insbes. in der Teppichhändlerära. Und vom aktuellen AR kommt doch sowieso nichts. Inzwischen ist man doch überall so bodenständig und geerdet geworden, dass man sich schon erfreut, wenn sich die Truppe auch nur halbwegs reinhaut. Guten Fußball erwartet niemand und die grundsätzliche Erwartungshaltung ist m.E auch realistisch. Bei einem Platz 4-Budget bedeutet dies m.E. ein sportliches Ranking bis Platz 7. Insofern verstehe ich nicht ansatzweise die Überraschung der angeblichen Unruhe. Das Thema „Morddrohung“, das selbstverständlich immer inakzeptabel ist, darf man da nicht mit hineinmischen. Das sind Ausreißer einzelner Personen, aber keine strukturelle „Unruhe“

  • So wie es aussieht kommt Hecking als SD – gescheitert bei VW, Gladbach und HAESVAU. Mh, eigentlich mag ich den DH, aber in dieser Konstellation?

    Ich sehe allerdings das große Ganze nicht ganz so negativ: ich persönlich würde eine deutlich internere Lösung – auch unter Kostengesichtspunkten – vorziehen. Konkret meine ich, dass man als Sportvorstand bspw. einen Rafa Schäfer holen könnte, den Wiese zum sportlichen Leiter aller Trainer inkl. Koordination macht und Marek als verantwortlichen Trainer der Erschten befördert. Ansonsten wäre ggf. ein Manni Schwabl genau der richtige SD, da gibts Hinweise, dass er in Haching hinschmeißen könnte. Das wäre auch einer mit dem Herzen am richtigen Fleck, der gezeigt hat, dass er selbst ohne große Kohle was vernünftiges gestalten kann.

    • Konkret meine ich, dass man als Sportvorstand bspw. einen Rafa Schäfer holen könnte, den Wiese zum sportlichen Leiter aller Trainer inkl. Koordination macht und Marek als verantwortlichen Trainer der Erschten befördert.

      Warum sollte man immer wieder Menschen auf Positionen stellen, die dort noch nie erfolgreich tätig waren? Schäfer hat noch nie eine leitende Funktion in einem Verein begleitet, er hat sich mit den leitenden Personen aber sofort überworfen. Man kann dann gerne darüber streiten, von wem der Konflikt damals ausging, nur ich kann jetzt keine große Teamfähigkeit und keine große Expertise feststellen.

      Wenn bei uns alles top aufgestellt wäre, dann würde ich sagen, warum nicht mal ein Experiment, aber wenn man kurz vor dem Abgrund stand, mit Glück den Abstieg und die daraus folgenden Konsequenzen eher mit Glück (das im Sport dazu gehört) las mit Leistung abgewendet hat, wenn das Gros der Entscheidungen auf den Prüfstand gestellt werden mussten und müssen, was soll dann ein Experiment bringen. Da würde ich ja noch eher dafür plädieren Lottozu spielen und so den finanziellen Abstand zu minimieren.

      Ansonsten wäre ggf. ein Manni Schwabl genau der richtige SD

      Eine solche Personalentscheidung halte ich für deutlich sinnvoller, man sollte bei einem klassenkleineren Verein schauen wo ein Mensch ist, der über längere Zeit gute Leistung gebracht hat, der mit wenig finanziellen Mitteln guten sportlichen Erfolg geschaffen hat. Dann ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass er das auch bei uns schafft viel größer, als nur immer wieder das Prinzip Hoffnung zu bemühen.

      Ob es dann wirklich Schwabl sein soll, kann ich nicht entscheiden und ob der dann auch will ist die nächste Frage, aber das wäre mein Weg, wenn ich verantworlich Handelnder wäre.

    • @Der Nikl

      Echt? Findest Du?

      Ich seh das eweng anders. Bin der Meinung, dass Dieter Hecking überall Erfolg hatte, in Lübeck, in Aachen, bei H96, beim Club, mit Wolfsburg Pokalsieger, Gladbach im oberen Tabellendrittel stabilisiert. Okay, beim HSV hatte er keinen Erfolg. Aber wir reden hier vom HSV…

      Hecking hat zwar noch nie das Amt des Sportvorstandes bekleidet. Aber er wohl viel mehr als nur Trainer an so mancher Station, so auch damals beim Club.

      Nichts desto trotz würde ich es auch für richtig halten, einen Sportdirektor zu installieren. Mit einem Mann aus den eigenen Reihen. Um diesen heranzuführen. Um mit diesem einen Sportvorstand in der Hinterhand zu haben. Um handlungsfähig zu bleiben. Falls beispielsweise jemand wieder in die Nähe seiner Familie ziehen will. Michael Wiesinger und auch Raphael Schäfer finde ich in Sachen Sportdirektor auch spannende Personalien.

      Wir sollten nicht mehr an der falschen Stelle sparen.
      Lieber einen Dovedan weniger, dafür Qualität und Nachhaltigkeit im Management.

      • Mir ist es grundsätzlich sympathisch, wenn der Sportvorstand so nah wie möglich am aktiven Profifussballgeschehen dran ist, da er uns hoffentlich so die fehlende Sportkompetenz im AR kompensiert und uns vor diesem schützt. Bisher hatten wir Personen, die Einzelspieler verpflichtet, jedoch das Mannschaftsgefüge nicht hinbekommen haben. Das müsste eigentlich ein profilierter Ex-Trainer wie Hecking gut im Griff haben

        • Das denke ich auch, @Andre.

          Sicherlich, und darüber muss man sich im Klaren sein, wären wir womöglich wieder das Sprungbrett für Hecking. Hinzu kommt: Wir haben vergleichsweise wenig Geld, deshalb müssten wir das Risiko eingehen, dass Hecking noch nie offiziell das Amt des Sportvorstandes bekleidet hat. Andererseits sind wir für Hecking interessant, weil wir ihm diese Chance bieten würden und weil er den Club schätzt.

          Ich traue es Hecking zu, dass er auch im Management Mehrwerte schafft.
          Würde ihm aber schon jemanden an die Seite stellen, der auf Sicht mal übernehmen könnte.

          Vielleicht sucht Hecking ja auch mehr Lebensqualität und schließt mit seiner Dame dieses Mal einen Umzug in die schönste Stadt der Welt nicht aus? Unterhalb der Burg findet sich bestimmt noch ein schönes Plätzchen.

          • Ich denke, dass wir in allen Bereichen – Talente, Trainer, Manager – nur eine Rampe für talentiertes Personal sind und bleiben werden. Das ist für mich jedoch zu akzeptieren. Zum einen sind die Leute dann extrem motiviert um weiterzukommen und faden bei uns nicht einfach aus und zum anderen werden wir mit jeder Erfolgsstory wieder ein Stück attraktiver für das nächste Managertalent.

  • Hecking hat in Nürnberg unglaubliche Arbeit geleistet, ist im Fußball überragend vernetzt. Einziger Knackpunkt ist, dass er damals dem Geld gefolgt ist. Das kreide ich ihm aber nicht so arg an – es gab die Ausstiegsklausel und er wollte halt international spielen.
    Wäre eine tolle Lösung.

    Mir würde ein weiterer sportlicher Entscheidungsträger gut gefallen. Wenn die Bayern den Hasan rausschmeißen würden wären im Tagesgeschäft (Vorstand) mit Kalle und Kahn immer noch zwei mit Fußballerfahrung und
    -Kontakten.

    Ich finde es sehr gut, dass MW wieder als NLZ-Leiter fungiert und in diesem Bereich die Beteiligten an einer langfristigen Entwicklung interessiert sind.

    Rapha Schäfer sehe ich eher langfristig im Aufsichtsrat. Wichtiger ist aber, wo er sich sieht 🙂

  • Hecking hat in Nürnberg unglaubliche Arbeit geleistet,

    Ja er hat gute Arbeit geleistet, als Trainer, als Sportvorstand hat er noch nie gearbeitet. Warum soll man einen Lehrling zum Vorstand machen?

    ist im Fußball überragend vernetzt

    Woher weist Du das? Er hat als Trainer lange im Profifußball gearbeitet, haben Trainer die gleichen Netzwerke wie Sportvorstände? Entspricht die Arbeit des Trainers der des Sportvorstands? Gibt es viele Trainer, die nach der Trainerkarriere als Sportvorstand erfolgreich waren?

    Für mich bleibt die Personalie Hecking, kann gut gehen oder auch nicht, es gibt aber keinen rationalen Grund, warum Hecking ein guter Sportvorstand sein sollte. Und zum Schluss bleibt eben auch die Frage, wenn er so gern Sportvorstand wäre, warum ist er dann so lange Trainer geblieben?

    Oder ist es nicht eher so, dass er als Trainer keinerlei Perspektive mehr hat, jetzt nur noch Schritt für Schritt in niederklassigere Positionen gehen kann. Den ersten Schritt hat er ja von Gladbach zum HSV schon gemacht. Icdh erwarte mir von Menschen, die in ihrer eigentlichen Profession ans Ende der Fahnenstange gekommen sind nicht so viel in einem neuen Aufgabengebiet. Schon gar nicht, wenn der neue Job ja von Anfang an, nach der Spielerkarriere eine Option war und derjenige bewusst den Weg nicht gegangen ist.

    • Armin ist prinzipiell gegen alles und Hecking als Lehrling zu bezeichnen ist schon eigentlich frech aus dem Mund eines Außenstehenden, der noch nie in Verantwortung so etwas auch nur annähernd gemacht hat. Hecking war schon bei Bader in Teambuildung und Kaderbildung eingebunden, wobei einige legendäre Transfers beim FCN zustande kamen, mehr Erfahrung kann man eigentlich kaum haben, das sind nun mal die Kernkompetenzfelder eines SV

      • Hecking war nie Sportvorstand, er war auch sonst noch nie im Bereich Sportmanagement, Vereinsführung tätig, das ist die Realität.

        Deine Behauptung, dass er unter Bader über das normale Maß eines Trainers in die Kaderbildung eingebunden war würde ich jetzt gern mal mit Fakten belegt sehen.

        Und Teambuiliding ist schon immer zu 99% Sache des Cheftrainers, was soll denn da bitte ein Sportvorstand leisten?

        • Und Teambuiliding ist schon immer zu 99% Sache des Cheftrainers, was soll denn da bitte ein Sportvorstand leisten?

          Ja was soll er denn leisten?
          Sehr viel, er ist dafür verantwortlich einen Kader/Team zusammenzustellen, der sportlich/charakterlich/taktisch/qualitativ auch zusammenpaßt. Eben die Aufgabe an der Palikuca gescheitert ist. Das ist die Basis von der absolut alles im Verein abhängt auch die Arbeit des Trainers am Ende, was zur Verfügung steht, wie gut es zusammenpaßt. Wer kann das denn besser beurteilen als ein erfahrener Mann, der selbst jahrzehnte als Trainer erfolgreich gearbeitet hat, was es dafür benötigt.

          • Meine einzige Befürchtung ist, daß Hecking in finanziellen Dimensionen liegt, die wir nicht stemmen können und natürlich ob er überhaupt will. Er war ja zuletzt immer recht heimatnah zugange, ob ihm die Aufgabe beim FCN so viel bedeuten würde. Wir sind ja nicht (mehr) die Top Adresse. Deshalb habe ich Zweifel ob daraus etwas wird.

      • Vom Prinzip her hege ich ähnliche Bedenken bei Hecking wie Armin. Als Sportchef wäre er nunmal Anfänger. Wobei ich mich zu erinnern glaube, dass er zu Beginn seiner Trainer-Karriere schon einmal kurzzeitig kommissarisch Manageraufgaben mit übernahm. Grundsätzlich besitzt er viel Erfahrung im Fußball-Geschäft. Dennoch bliebe es ein Risiko. Ginge es schief, würde man dem AR zu recht vorwerfen, die wichtigste Personalie des Vereins mit einen Novizen besetzt zu haben. Sofern er sich den Club wirklich antut…

      • Können wir die Diskussion nicht sachlich lassen?!

        Jetzt wieder auf so eine persönliche Ebene abzudriften Marke „der soundso sagt ja eh immer“ und eine Meinung zu vertreten sei „eigentlich frech“ führt weg von einer vernünftigen Diskussion und hin zu Rechtfertigungen und Anfeindungen. Brauche ich nicht!

        Jeder hat hier das Recht eine Meinung zu vertreten und die auch zu erläutern. Das muss nicht immer die eigene Meinung widerspiegeln und darf auch mal ganz andere Erwägungen in den Vordergrund stellen, die man selbst als nicht so wichtig oder maßgeblich erachtet. Das nennt man Pluralität einer Gesellschaft.

        Die Grenzen sind Respekt – beim Vertreten einer Ansicht genau so wie bei der Auseinandersetzung mit der vertretenen Ansicht durch den, der sich damit auseinandersetzen will.

        So geht Diskussionskultur.

  • Armin ist prinzipiell gegen alles

    Auch das ist eine schlichte Lüge, Du kannst gern hier zurückblättern was ich zu den Verpflichtungen von Bornemann und Meeske geschrieben habe, nur so viel dazu, dasss ich prinzipiell gegen alles sei.

    Bei Köllner war ich zuerst skeptisch, ebenso bei Palikuca, letzteres hat sich als richtig herausgestellt.

    Bei Rossow war ich neutral, weil ich keinerlei Informationen zu ihm hatte, wie hätte ich da dafür oder dagegen sein können? Heute hhalte ich Rossow als Vorstand für komplett überfordert. Um einen Flagshipstore in der City zu eröffnen brauchen wir keinen Vorstand.

    In Sachen Sponsoring, Marketing und Marchandising kann ich unter ihm keinerlei Verbesserung erkennen, im Gegenteil der Hauptsponsor veröffentlicht einen kritischen Brief zum Verein. Da scheint er die Sponsorenpflege deutlich zu unterschätzen.

    • Bei Rossow ist im Vergleich zu Meeske auffällig, wie unauffällig er ist. Seine Medienpräsenz ist (bewußt?) gering gehalten, ein für den Club werbender Anchorman ist er jedenfalls nicht. Ob und wie sein Wirken dem FCN finanziell Vorteile gebracht hat, ist mir nicht bekannt, da fehlt mir jegliches Insiderwissen.

      • Der Personalie Rossow stand ich sehr kritisch gegenüber. Inzwischen bin ich da ein richtiger Fan geworden. Ich war in Kabinengesprächen dabei (Format von Rossow für kleinere Club-Sponsoren). Ich sehe ihn als soliden, nachhaltig denkenden Kaufmann. Er führt den von Meeske gezeichneten Weg weiter und ist bemüht, das wirtschaftliche so gut es geht (nur sehr schwer möglich) vom sportlichen Erfolg unabhängig zu machen.

        Der Satz „Um einen Flagshipstore in der City zu eröffnen brauchen wir keinen Vorstand.“ stimmt ohne Frage, hat aber ja nichts mit der Beurteilung der Arbeit von Rossow zu tun.

        Wenn der Hauptsponsor einen offenen Brief schreibt läuft da beim Vorstand etwas schief, denn der sitzt ja in Person von Peter Meier im FCN-Aufsichtsrat.

    • Kannst Du die Arbeit von Niels Rossow wirklich beurteilen, @Armin?
      Ich traue mir das nicht zu.
      Kann nur das beurteilen, was ich sehe und mitbekomme.

      Merchandising:
      Hm. Ja. Die Masken mit dem großen Logo sind gelungen, die Umbro-Sachen auch größtenteils, ansonsten aber langweilt das Produkt-Sortiment. Wie schon seit Jahrzehnten. Der FCN-Gully reißt es auch nicht raus.

      Marketing:
      Ich finde die Maßnahmen mit der Straßenbahn, der Bude auf dem Christkindlesmarkt, dem Handwerker-Club und dem ClubHaus richtig gut. Alles kleine Bausteine, um die Marke 1. FCN in Nürnberg und in Franken zu verankern. Dazu passen auch die Club-Einkaufshelfer. Welche sogar dem „ZDF-Sportstudio“ und der „Die Zeit“ einen Bericht wert waren. Nicht zu vergessen die Ehrentrikot-Aktion. Man hat in Franken spezielle Club-Trikots an Alltagshelden wie vor allem Pflegekräfte und Klinikpersonal verteilt. Das sind sehr sympathische Marketing-Maßnahmen, die mich als Club-Fan und -Mitglied bisschen stolz machen. Wenn unser Club „soziale Verantwortung“ großschreibt, ist das doch eine gute Sache. Der FCN engagiert sich beispielsweise auch für die Integration von geflüchteten Jugendlichen in Vereinen.

      Sponsoring:
      Zuerst die depressive 19-Punkte-Saison in Liga eins. Jetzt diese Katastrophen-Saison in Liga zwei. Sponsoring-Partner in den letzten beiden Jahren an Land zu ziehen, war ein schwieriges Geschäft.

      • Kannst Du die Arbeit von Niels Rossow wirklich beurteilen, @Armin?

        Natürlich kann ich die Arbeit von Rossow nicht wirklich beurteilen. Ich kann nur meinen Eindruck wiedergeben. Ähnlich ist das bei den Spielern, dem Trainer und dem Sportvorstand auch. Aber gerade beim Vorstand für Marketing ist der äußere Eindruck ja nicht ganz unbedeutend. Und ich bin ja ein Mensch, der auf Meldungen zum Club anspringt, also mich zu erreichen ist schon mal leicht.

        Umbro war halt schon ein Meeske Deal, da kam nichts neues von Rossow. Muss ja auch nicht unbedingt, es ist auch gut bewährtes voranzutreiben. In Sachen Merchandising war natürlich Corona auch ein Schlag ins Kontor, da sollte ja auch das ClubHaus in der Stadt einen Schub bringen. Dass das dann wegen Corona kurz nach Eröffnung wieder zu machen musste war echt Pech.

        Aber ich erlebe es halt auch immer wieder in sozialen Medien, dass der Onlineshop schlicht nicht funktioniert, dass es ewig dauert bis Sachen ankommen. Ich betreibe selbst einen Onlineshop, es ist jetzt keine große Hexerei Dinge vorrätig zu haben und diese dann schnell in den Versand zu geben.

        Die von Dir angesprochenen Masken sind ja auch so ein Thema, der Club hat die nicht erfunden, Flyeralarm bietet die innerhalb eines Tages an. Aber bei uns hat das dann doch wieder lange gedauert bis diese verfügbar waren.

        Die Sache mit den Einkaufshelfern und den Ehrentrikots finde ich gut, aber die gehen natürlich auch ein wenig in den allgemeinen Corona-Aktionen unter. Was mir fehlt, nicht im besonderen bei den Corona-Aktionen, sind einzigartige Handlungen, einzigartige Positionierungen des Clubs. Was macht den Club abseits der uralten 9 Meisterschaften heute interessant, wofür steht der Verein. Ich nenne mal als Beisopiel die Eintracht, für die ich keinerlei Sympathie hege, auch wenn ich in Frankfurt wohne, aber deren glasklare Haltung gegenüber AfD und rechtspopulistischen Haltungen, die hat dem Verein in Frankfurt viel positibe Ressonanz gebracht. Klar die angegriffenen waren sauer, aber die Stadtgesellschaft hat das schon sehr positiv aufgenommen und der Eintracht auch in links-liberal-grünen Bereichen neue Sympathisanten gebracht.

        Ich meine damit nicht, dass der Club das gleiche machen sollte, aber so ein wenig klare Kante, klare Werte, wofür steht der Verein wünsche ich mir halt schon. Wir Fans halten den Verein natürlich für eine geniale Marke, aber wichtig sind die Sympathisanten am Rand, die muss man binden. Wir hier sind doch alle auch Fans, wenn wir in Liga 3 spielen.

        Grundsätzlich finde ich die Traditionspflege ja gut, aber ob Stuhlfaut heute wirklich noch junge Menschen anspricht? Vor allem darf sich Tradition nicht im gestern erschöpfen und das tut sie bei uns leider zu sehr. Zumndest empfinde ich das so.

        Und in Sachen Sponsoring, natürlich tut man sich da schwer, wenn man auf sportlicher Talfahrt ist, aber umso wichtiger wäre da halt eine echte Nähe zum Hauptsponsor und man hätte ja eine gemeinsame Veröffentlichung machen können, in der man klar sagt, dass die Saison nicht gut war, aber dass man nun gemeinsam wieder angreift. Man muss halt als Verantwortlicher da einen engen Kontakt halten und bei Missstimmungen vorzeitig gegensteuern. Machen wir uns nichts vor, wenn die Nürnberger aussteigt werden wir keinen vergleichbaren, überregionalen Sponsor mehr bekommen.

        Und ein bisschen mehr mediale Präsenz erwarte ich von einem Vorstand Marketing dann halt schon.

        Noch einmal mein Urteil zu Rossow ist vielleicht nicht 100% gerecht, ich bin in Frankfurt vielleicht zu weit weg, um alles mitzubekommen was man in der Stadt selbst macht, aber das Schreiben des Vorstands der Nürnberger hat mich schon hellhörig gemacht und macht mir da auch Angst diesen Sponsor zu verlieren.

        • @Armin, gebe Dir in diesem Punkt vollkommen Recht.

          Ich habe das ClubHaus in Nürnberg kurz nach der Eröffnung besucht und war davon sehr angetan: leicht erreichbar in zentraler Lage; ansprechendes Innendesign, das in allem an den Club erinnert; interessant die Wand mit den Promi-Zitaten; alle für mich interessanten Fan-Devotionalien vorrätig; freundliche Servicemenschen und ein gewohnt röstfrischer Club-Kaffee.

          Beim Online-Shop haben meine Bestellungen im Schnitt zwei bis drei Wochen (!) gedauert, das Abbuchen ging dann aber ratzfatz.

          Fazit meiner begrenzten Erfahrung mit dem FCN-Marketing: Gut gedacht, meist gut gemacht – aber die Performance muss durchgängig noch besser werden.

        • @Armin

          Merchandising/Online-Shop:
          Sind wir einer Meinung.

          Sponsoring:
          Können wir meiner Meinung nach nicht beurteilen, wie eng und intensiv der Kontakt zu tatsächlichen und potenziellen Partnern wirklich ist, wie dieser Kontakt zu unserem Hauptsponsor wirklich ist. @Ritter hat oben gesagt, dass er in „Kabinengesprächen“ dabei war und hat das Format gelobt. Ich bin davon überzeugt, dass Rossow tut und macht, obwohl ihm der sportliche Sektor immer wieder Knüppel zwischen die Beine wirft.

          Marketing:
          Die Einkaufshelfer-Sache hatte, so weit ich dies beurteilen kann, eine Vorreiter-Rolle hierzulande. Sonst hätten renommierte Medien auch nicht darüber berichtet. Die Ehrentrikot-Aktion ist meines Erachtens einzigartig, vielleicht aber auch nicht, ich weiß es nicht. Jedenfalls eine sehr gute Sache, die wirklich systemrelevanten Menschen in dieser Krise nicht zu vergessen.
          Die Eintracht? Stark. Beherzt. Hat aber viel mit Peter Fischer zu tun.
          Generell sind alle Marketing-Maßnahmen kleine Bausteine, um den Club präsenter zu machen.
          Das braucht Zeit. Das geht nicht von heute auf morgen.
          Gleiches trifft aufs Sponsoring zu.
          Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

          Dass Meeske gegangen ist, finde ich ebenso schade wie Du.
          Dass Meeske mehr mediale Präsenz zeigte, sehe ich ebenso wie Du.
          Rossow keine Chance zu geben und ihn schon jetzt als, ich zitiere Dich, „komplett überfordert“ zu brandmarken, finde ich, sorry, nicht okay. Zumal ich ganz andere Eindrücke habe.

    • @Armin

      Auch das ist eine schlichte Lüge, Du kannst gern hier zurückblättern was ich zu den Verpflichtungen von Bornemann und Meeske geschrieben habe, nur so viel dazu, dasss ich prinzipiell gegen alles sei.

      Präzisiere.., ich dachte du weißt worum es geht, seit der Entlassung Bornemanns bist du prinzipiell gegen alles und alles ist per se schlecht. Befrei dich doch mal von der Vergangenheit mit Köllner und Bornemann, beide sind nicht mehr da es geht um den FCN nicht um Personen und versuche mal wieder einen objektiven Blick zu bekommen.

      • Präzisiere..

        Deine Präzission macht es nicht besser, ich nenne mal eine Maßnahme die ich durchaus für richtig empfunden habe, die Entlassung von Keller und die Installierung von Wiesinger und Mintal für die Relegation. Btw. da hast Du lauthals darüber gemeckert und behauptet, dass das die Erfolgsaussicht in der Relegation zu bestehen drastisch gesenkt hätte.

        Ich habe eine Meinung zu bestimmten Vorgängen, die begründe ich dann auch. Du musst das nicht gut finden und Du musst darin nicht übereinstimmen. Wenn Du meine Argumente nicht teilst, dann lass die einfach so stehen oder wiederlege diese mit Fakten. Aber lasse bitte einfach Deine ewigen falschen Behauptungen und die gönnerhaften Aufforderungen „doch endlich einen objektiven Blick zu bekommen“. Es steht Dir schlicht nicht zu zu beurteilen ob mein Blick objetiv ist oder nicht.

        Und mein Blick kann gar nicht objektiv sein, ich bin Fan, es ist meine Meinung, die ist zutiefst subjektiv, wie fast alles was hier kommentiert wird.

        • Deine Präzission macht es nicht besser, ich nenne mal eine Maßnahme die ich durchaus für richtig empfunden habe, die Entlassung von Keller und die Installierung von Wiesinger und Mintal für die Relegation. Btw. da hast Du lauthals darüber gemeckert und behauptet, dass das die Erfolgsaussicht in der Relegation zu bestehen drastisch gesenkt hätte.

          Aber genauer….

          Ich hatte Zweifel richtig und wir waren in der regulären Spielzeit auch in der 3. Liga! nach einem Rückspiel das unter Kellers Regie nicht schlechter hätte sein können. 3 Gegentore in 13 Minuten bei einem Drittligisten. So Safe war alles auch nicht, im Gegenteil. Wird bei dem Ausgang aber verständlicherweise vergessen, kümmert niemanden mehr. Dein Blick kann übrigens nie objektiv sein, weil du es immer aus deiner Sicht siehst vermutlich ohne jede praktische Erfahrung, nur theoretisieren. Aber das ist ja ok

          • Liebe Leute, kriegt Euch doch bitte wieder ein.
            Ich bin übrigens überzeugt, dass die Relegation mit Keller ein Debakel geworden wäre, die Mannschaft hätte sich nach dem 0-3 aufgegeben.

            • Um es zu präzisieren, wäre unter Keller das Rückspiel vermutlich schon bedeutungslos gewesen, weil wir die Leistung aus dem Hinspiel niemals hinbekommen hätten – bei bekannter und nicht therapierter Heimschwäche.

              Debakel ist gut, mir war himmelangst und hatte durch den Trainerwechsel wieder einen Hoffnungsschimmer!

          • @juwe du solltest mal akzeptieren, daß du genauso subjetiv bist wie wir alle in dem, was du schreibst.

              • Wenn wir uns da einig sind, frag ich mich, weshalb du Armin aufforderst, objektiv zu sein:
                „versuche mal wieder einen objektiven Blick zu bekommen.“

                um ihm dann derart zu belehren:

                „Dein Blick kann übrigens nie objektiv sein, weil du es immer aus deiner Sicht siehst vermutlich ohne jede praktische Erfahrung, nur theoretisieren“

                Trifft dieser Satz von dir, mit dem du Armin angehst, nicht genauso auf dich zu?

                Vielleicht wolltest du das ja auch ausdrücken, daß unser aller Blick nie objektiv sein kann. Dann solltest du dir vielleicht angewöhnen, wenn du uns alle, inklusive dir meinst, nicht das Personalpronomen „dein“ zu verwenden. Dann erweckt deine Aussage nämlich den Anschein, daß im Unterschied zu dir, seine Aussage nie objektiv sein kann.

        • Armin, Deine Geduld ist wirklich bewundernswert. Aber Du solltest wirklich langsam einsehen, daß Du keine Chance hast. Nicht gegen Juwe. 😉

          • Lange nicht mehr gelesen aber vielleicht hast du ja sogar zum sportlichen Thema eine Meinung? aber das ist vermutlich nicht so interessant.

  • Dieter holt bestimmt seinen Liebling Daffeh/Jatta her… 😀

    • Lieber nicht. Kaum beim Club, würde die Bombe platzen, dass die Beiden identisch sind – und vom HSV kolportiert werden, dass der Trainer das selbstverständlich gewusst hat. Dann totales Chaos🙄
      Bezüglich Hecking bin ich sehr solide hin- und hergerissen, also völlig meinungslos.

      • Bei einem Spieler, der beide Außenbahnen gleichzeitig bedienen kann, wäre es mir das Risiko wert.

        • Könnte(n) dann nach innen ziehen und Doppelpass mit sich selber spielen! Dumm nur: wird der eine gefoult, fällt der andere auch um. Kompliziert.

    • Wir verpflichten für beide Außenbahnen einfach Jatta und Daffeh, einer links einer rechts.

      • Der Vorteil: buy one, get one free. Und wir wären zu zwölft, weil er ja nur einer ist! Der Plan gefällt mir immer besser.

      • Zitat Juwe:

        „Wir verpflichten für beide Außenbahnen einfach Jatta und Daffeh, einer links einer rechts.“

        Vielleicht wurde ja Daffeh bei der Hausdurchsuchung, die kürzlich bei Jatta durchgeführt wurde, aufgefunden…

        • Davon gehe ich sogar aus. Allerdings befürchte ich, dass dann plötzlich Jatta nicht mehr auftaucht 😉

          • Endlich verstehe ich, was bipolare Störung bedeutet.
            Könnte i.Ü. auch ein cleveres Steuersparmodell werden, wenn man sich ein bißchen anstrengt. Irgendein Sportökonom sollte das schon wuppen können

            • Nee, bipolar ist was anderes. Du meinst wahrscheinlich eine dissoziative Identitätsstörung. (vgl.Charlie und Hank in „Ich beide und sie“)😉

  • In der aktuellen Situation könnte uns wohl nichts Besseres passieren. Ich denke auch, dass der Kontakt schon länger da ist. Wie sonst sollte man die Entlassung Palikucas mit „Zukunftsplanung“ und trotz „sehr erfolgreicher Arbeit“ interpretieren. Ich denke und hoffe, dass da dieses mal wirklich vorausgedacht wurde.

    • Dieses „paßt nicht in die Zukunftsplanungen“ klingt irgendwie schon nach einem Plan und jemanden der Palikuca für diesen nicht benötigt, den wir aber noch gar nicht kennen, anders kann ich mir die Formulierung schwer erklären.

      • Ich habe – aber belehrt mich eines besseren – nicht gehört, dass jemand „paßt nicht in die Zukunftsplanungen“ gesagt hätte. Vielmehr entnahm ich dem Kontext, dass man die Entwicklung der Zukunft erschwert sah, weil sie durch die Entwicklungen der Vergangenheit negativ belastet sei, wofür aber die Handelnden nichts könnten, sondern nur die Medien und das Umfeld.

        Man schützte quasi proaktiv die Zukunft vor der ungerechtfertigten Kritik an der Vergangenheit.

        • Ja so habe ich das auch verstanden. Und genau wegen solchen Aussagen bin ich schon über Jahre genervt. Denn es wäre aus meiner Sicht Aufgabe des Aufsichtsrates, ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Verein zu entwickeln und dann den ausführenden Personen den Rücken zu stärken, auch wenn denen mal Gegenwind entgegenschlägt. Jemanden zu entlassen, weil man glaubt, ihn gegen UNGERECHTFERTIGTE Kritik nicht verteidigen zu können, ist doch wohl ein ausgesprochenes Zeichen von Schwäche. Und beinhaltet letztlich, daß man jedem Widerstand nachgibt und sich alles an Planungen kaputtmachen. Ich denke in der Politik handeln so Populisten. Und aus deren Handeln erwächst auch nie Gutes.

          • Wir haben damit die kuriose Situation, dass wir innerhalb kürzester Zeit zwei Vorstände entlassen haben – und beides zwar mit unterschiedlichen Vorzeichen, von beiden war man aber angeblich weiter überzeugt.

            Der eine musste gehen, weil er zu seinen Überzeugungen stand und am gemeinsamen abgestimmten Weg festhielt, nur weil man den Trainer loswerden wollte (auch bei dem fehlte im Übrigen der Nachweis des monokausalen Fehlers).

            Der andere musste gehen, obwohl er an den Trainer(n) nicht festhielt und auch sonst nach Analyse nichts falsch machte.

            Beide Entscheidungen also im Grunde gegen die Überzeugung des AR.
            Beide Entscheidungen entgegen des eigentlichen Ergebnisses der Situations-Analyse.
            Beide Entscheidungen begründet mit einem Druck von Medien und Umfeld, den keiner (jedenfalls außerhalb der Club-Blase selbst) so dezidiert wahrgenommen hat – nur das Gremium selbst. Weder Bornemanns noch Palikucas Kopf wurde auf Plakaten gefordert oder das in Schlagzeilen forciert (Subtext: Eine kritische Auseinandersetzung mit Fehlern führt noch nicht zwingend zum Schluss, dass man sich trennen muss.)

            Das (sic!) gibt mir zu denken.

    • Übrigens, „Der Vater von fünf erwachsenen Kindern hat eine kaufmännische Ausbildung absolviert und Sportmanagement studiert.“

      Das ist also nicht nur einer, der nach der Trainerlaufbahn mal was anderes machen will, sondern Hecking hat den Job auch gelernt. Gefällt mir immer besser. Vielleicht wird er ja unser Eberl!

      …nee, wird nix, nach 2 erfolgreichen Jahren kauft ihn einer der Geldsäcke weg.

      • Er soll ja Sportvorstand und nicht Finanzvorstand werden, dafür hat er Rossow. Und die Kernkompetenzen dh Teamentwicklung, Head Scouting also Entscheider, Zusammenstellung, Trainerstab usw. glaube ich wären wir mit Hecking außergewöhnlich gut aufgestellt. Ich kann mir nur immer noch schwer vorstellen, daß er nach den Stationen Wolfsburg, Gladbach, Hamburg nicht minder, für uns finanzierbar wäre. Ich gebe da Alexander Recht, das sollte man wenn gleich am Anfang klären, damit der FCN danach nicht wieder zur medialen Lachnummer wird. Die Corona Zeiten und Auswirkungen nach wie vor ohne Publikum, alles schwierig einzuschätzen.
        Dazu kommt das Erinnerungsvermögen der Fans muß dann auf Vergessen gestellt werden, schließlich hat er uns in einer Nacht und Nebelaktion mitten in der Saison sitzen lassen und genau genommen ist seitdem bei uns auch der Wurm drin, richtige gefangen haben wir uns danach nie. Im übrigen mich wundert es auch daß so eine Personalie zuerst von Bild kommt. Ich sehe das Leck nach wie vor im Aufsichtrat deren Umfeld, Frauen whatever…das sowas immer in die Medien gelangt.

  • Vielleicht soll Hecking so ein „Supervisor“ als Sportvorstand und Trainer, wie Magath und Rangnick, werden. Da hätten wir wenigstens ein Gehalt gespart beim nächsten Rauswurf. 😉

  • Merkwürdig find ich schon, daß das ganze über Sport Bild publik gemacht wird.

      • Martin Funk hat nach meiner Recherche die Nachricht um 8:37 reingestellt. Der Kicker kam mit seinem Artikel um 10:10 gestern.
        🙂

        • Hans Böller schreibt heute:

          „Über die Hamburger Ausgabe der Bild-Zeitung wurde der Flirt zwischen Hecking und Nürnberg öffentlich, dass damit die Nachfolge Palikucas schon geregelt sei, wäre allerdings eine sehr voreilige Folgerung.“

          • Die Nürnberger Bild war gestern morgen (so gegen halb neun) die erste, die Hamburger Bild hat darüber gar nicht vorab berichtet (keine Ahnung wie Böller da drauf kommt), der Kicker hat gestern zwei Stunden nach der Nürnberger Bild nachgezogen. Die SportBild hat einen völlig anderen Artikel gebracht, der noch darauf beruhte, dass Palikuca im Amt bleibt, da war gar nix mit Hecking drin.

  • Es ist keine fixe Idee von Hecking, mal so eben in der Vereinsführung zu arbeiten. Sondern anscheinend schon immer ein Ziel gewesen, sonst hätte er auch kein Sportmanagement studiert.

    „Ich wäre komplett offen für eine solche Aufgabe, auch wenn es mir schwer fallen würde, den Trainerberuf aufzugeben“, so Hecking laut dpa nach seiner Trennung von Borussia Mönchengladbach. „Wenn ich als Trainer aufhöre, um Sportdirektor zu werden, dann ist das eine endgültige Entscheidung. Dann wäre meine Trainerkarriere an dem Tag beendet, an dem ich irgendwo als Sportdirektor zusage“, so Hecking weiter.

    Doch dann kam der HSV. Und jetzt hat er die Trainerfaxen womöglich endgültig dicke.

  • Also, mir wäre Dieter Hecking sehr recht. Er weiß genau, worauf er sich beim Club einlässt, kennt unser hysterisches Umfeld. (Ist wahrscheinlich beim HSV auch nicht viel anders.)
    Und ich schätze mal, er weiß genau, welche Aufgaben ihn als Sportlichen Leiter erwarten und wie die zu bewältigen sind.
    Nur, eine Ausstiegsklausel sollte er dieses Mal nicht bekommen.

    • Auch mit Ausstiegsklausel wäre er für uns so etwas wie die Nadel im Heuhaufen. Weil er eben sofort einsteigen könnte und mit Sicherheit die Infos von Wiesinger und Mintal nutzen würde.
      Es wäre sagenhaft, wenn er auch schon wüßte, mit welchem Trainer er in die Saison starten will.
      Dann könnten alle gleich morgen loslegen mit der Kaderplanung.

      Ich hoffe mal derjenige, der das Gerücht in die Welt gesetzt hat, ist verantwortungsbewußt genug gewesen, das nicht ohne eine tragfähige Grundlage zu machen. Ein Scheitern dieses Vorhabens wäre ein weiterer Nackenschlag und würde das Vertrauen in die Handlungskompetenz des Aufsichtsrates noch weiter zerstören.

  • Zäumen wir das Pferd doch mal anders auf.

    Seriöse Frage: Was genau sind denn die Aufgaben eines Sportvorstandes? Also im Detail. Welche Skills muss er wirklich mitbringen? Muss er die Verträge im Detail aushandeln? Oder macht das nicht der Hausrechtsanwalt? (Wobei: Im Fußball gibt es in der Regel 2-3 vorgegebene Verträge, so eine Rocket Science ist das nicht…). Muss er Kontakte zu Scouts und Beratern haben, das gern genannte Netzwerk? Kümmert er sich um Organisation und Durchführung von Trainingslagern, Infrastruktur, Stuff?

    Oder anders: Was genau macht ein Sportvorstand eigentlich von 8-18 Uhr an einem ganz normalen Wochentag während der Spielzeit?

    • In meinem Verständnis ist der Sportvorstand zuständig für die erfolgreiche Umsetzung eines Spielkonzeptes, mit dem sein Arbeitgeber sportlich erfolgreich werden will. D.h. er entscheidet aufgrund seines fachlichen Wissens, welcher Trainer die vorgegebene Spielidee gut umsetzen kann, welche Anforderungen an die Spieler gestellt werden. Er entscheidet in persönlichen Gesprächen, welche Spieler, die von den Scouts nach seinen Anforderungsprofilen ausgesucht wurden, wirklich in die Mannschaft passen und verhandelt mit deren Beratern die Konditionen aus, unter denen sie verpflichtet werden können. Er beobachtet das sportliche Geschehen auf dem Trainingsplatz, justiert bei Bedarf nach, vermittelt bei Bedarf zwischen Trainer und Spieler, stärkt gegen Spieler und Aufsichtsrat dem Trainer den Rücken vor allem in Zeiten, in denen es sportlich mal nicht so gut läuft – jedenfalls solange er überzeugt ist, daß der Trainer nicht der Verantwortliche ist für den sportlichen Mißerfolg.
      Er plant die Trainingsbedingungen, er sorgt für rechtzeitige Vertragsverlängerungen, wenn man einen Spieler halten will, entwickelt ggfs das Spielkonzept weiter, wenn er dabei Schwächen erkennt.
      Er sorgt für eine gute Verzahnung von Profis und NLZ und fördert es, daß junge Spieler hochgezogen werden und optimal gefördert werden.

        • Denk ich doch, du nicht?
          Wieso sonst hätten unsere Sportvorstände bisher immer soviel gearbeitet wie sie gesagt haben?
          Gibt sicher noch ein paar Aufgaben, die ich nicht erwähnt habe. Ach ja, z.B. einmal im Monat(?) dem Aufsichtsrat bei der abendlichen Sitzung am Montag Rede und Antwort stehen
          Was würdest du denn von einem Sportvorstand erwarten?

        • Und wenn man keine Arbeiten des Tagesgeschäfts macht, muss man an seinem Hintergrundwissen arbeiten, den Markt beobachten – nicht nur Spieler, sondern auch Trainer und Staff, Netzwerkarbeit, Kontakte…

          Ich glaube am Spielermarkt muss man rund um die Uhr dran sein, weil es darauf ankommt, der erste zu sein, ein Schnäppchen zu finden. Die Weichen werden doch längst während der Saison gestellt, in den Wechselfenstern geschieht nur noch die Finalisierung.

          Ja, ich glaube Arbeit gibt es genug…!

          • An den Spielern dran sein, werden erst einmal die Scouts oder?

            • Sicher, aber dann musst Du dich auch als Sportvorstand mit den Spielern beschäftigen. Die Scouts finden und beobachten nur, sie verpflichten nicht. Und aus Aussagen früherer Verpflichtungen hört man ja oft „beobachten ihn schon lange, jetzt war die Chance da, ihn zu holen…“

              Ich glaube, da hat man immer einen großen Spielerpool auf dem Schirm und muss im richtigen Moment bereit sein.

          • Da reicht eine 40-Stunden-Woche bei weitem nicht aus, schätze ich mal.

            Netzwerken, den FCN bei der DFL vertreten, Medienarbeit. Undundund. Das alles kostet Zeit. Zig Telefonate, Geschäftsessen, PR-Termine dazwischenschieben.

            Neben der von @Beate erwähnten wichtigen konzeptionellen Arbeit muss ein Sportvorstand den Verein auch vertreten. Er ist aufgrund seiner Kompetenz das Gesicht des Vereins – er und eben nicht der Aufsichtsrats-Vorsitzende. Der Sportvorstand muss den Club leben. Daher wäre es schon gut, wenn dieser einen Bezug zum Club hätte. Und wenn die Interessen des Vereins für ihn oberste Priorität hätten.

            Kann mir gut vorstellen, dass Hecking dafür der richtige Mann wäre. Wenngleich natürlich ein gewisses Risiko besteht, dass es Hecking irgendwann doch wieder auf den Trainingsplatz zieht, weil er die Arbeit als Trainer doch vermisst. Steckt man nicht drin. Wobei Hecking sich vermutlich selbst schon gut einschätzen kann. Besser als Robin Dutt zum Beispiel, der damals nach nur einem Jahr als DFB-Sportdirektor und bei einem Trainer-Angebot aus Bremen fluchtartig den Schreibtisch räumte.

  • Das gute an Hecking wäre, dass er selbst lange genug Trainer gewesen ist und vermutlich am Besten beurteilen kann, wo es in einem Kader noch hakt. Einen derart unausgewogenen Kader wird es bei Hecking nicht geben.

    Und wenn es tatsächlich Mintal werden sollte, wäre ein erfahrener Mann im Hintergrund als Mentor und Berater Gold wert. Die beiden kennen sich ja ohnehin gut, auch Wiesinger (hat er zu Heckings Zeit nicht die U21 trainiert?).

  • Um die weiteren Kandidaten mal ins Spiel zu bringen:
    In der Print-NN von heute steht:
    Neben Hecking gibt es mindestens drei weitere Kandidaten, zu denen offenbar Harald Gärtner und Christian Keller gehören. Der 52 Jahre alte Ex-Profi Gärtner war von 2007 bis 2019 Geschäftsführer des FC Ingolstadt und stieg mit den Schanzern aus der Drittklassigkeit bis in die Bundesliga auf. Christian Keller, 41 Jahre alt, ist seit 2013 Geschäftsführer und Sportlicher Leiter beim Zweitligisten Jahn Regensburg, der promovierte Wirtschaftswissenschaftler gilt in der Branche als besonderes Manager-Talent. „Steuerung von Fußballunternehmen: Finanziellen und sportlichen Erfolg langfristig gestalten“, lautete der Titel seiner an der Universität Tübingen vorgelegte Doktor-Arbeit, die praktische Umsetzung glückte ihm beim SSV Jahn, bei dem er seinen Vertrag allerdings gerade erst verlängert hat

    • Ich hoffe nur, dass ein Gärtner aus Ingolstadt eine Zeitungs-Ente ist, da ihn eigentlich nichts qualifiziert. bzw. nicht mehr, als 100 andere Ex-Manager von No Name-Proficlubs, die lediglich eine Managerstation hinter sich haben und zudem keinen Anschlussposten und auch keinen Stallgeruch haben.

      • Ich hoffe nur, dass ein Gärtner aus Ingolstadt eine Zeitungs-Ente ist, da ihn eigentlich nichts qualifiziert. bzw. nicht mehr, als 100 andere Ex-Manager von No Name-Proficlubs, die lediglich eine Managerstation hinter sich haben und zudem keinen Anschlussposten und auch keinen Stallgeruch haben.

        Sorry, Andre
        Aber solche Aussagen klkingen für mich doch reichlich arrogant, wenn man Fan von einem Verein ist, der bei einem Abstieg in die 3. Liga wahrscheinlich insolvent gewesen wäre, wie Rossow nach der bestandenen Relegation dann doch zugegeben hat. Während Ingolstadt auch in Liga 3 ein funktionierendes finanzielles und sportliches Konzept hat. Ein Sportvorstand der von 2007 bis 2019 erfolgreiche Arbeit bei einem Verein nachweisen kann und dessen Verein nach den 12 Jahren nicht kurz vor dem Bankrott steht, wie es uns mit dem letzten Langzeit Sportchef gegangen ist.

        Jetzt kommt sicher das Argument, dass das in Ingolstadt mit Audi ja viel einfacher wäre als bei uns, mag sein, aber machen und organisieren muss man es auch und der HSV und Stuttgart zeigen ja auch, dass man Sponsorengeld auch einfach versenken kann.

        Klar das Ende seiner Amtszeit in Ingolstadt war dann nicht erfolgreich, Abstieg aus Liga 1, Abstieg aus Liga 2 und mit dem Retter Keller auf das falsche Pferd gesetzt. Aber auch das würde ich nicht zu hoch bewerten, denn ein guter Mann wird aus diesen Fehlern lernen, diese bei uns dann hoffentlich nicht mehr machen.

        Was mir an Leuten wie Gärtner und Keller gut gefällt, sie spiegeln unsere Realität wieder. Bei Hecking habe ich (meine persönliche Meinung) das Gefühl man holt einen Mann von „oben“, weil man sich selbst immer noch als eigentlichen Erstligisten sieht, weil man denkt, ein mann der in Liga 1 schon mal Erfolg hatte, der uns schon mal in Liga 1 trainiert hat, der bringt uns allein wieder dahin. Das ist wie damals die Altstars Kargus, Abramczik und Co. Man erhofft sich von der Person ein wenig Glanz den man selbst schon lange nicht mehr hat.

        Ob Gärtner die richtige Wahl wäre kann ich nicht beurteilen, dafür fehlen mir Informationen, aber sich hinzustellen und zu denken so einer sei unter unserer Würde, das können wir uns als Club schon lange nicht mehr leisten.

        • Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern, dass die von Dir beschriebenen Verdienste von Gärtner, sofern sie ihm zuzuschreiben sind, für uns nicht automatisch Schlüsselkompetenzen sind.
          Es hat darüberhinaus nichts mit Arroganz zu tun, weil wir ja hoffentlich aus der Vergangenheit lernen wollen uns besser als der Ingolstädter 3.Ligist, der es sportlich nicht in die Regulation geschafft hat, entwickeln wollen. Insofern benötigen wir jemanden, der besser ist.
          Nachdem wir keinen sportlichen Support aus dem AR zu erwarten haben, glaube ich an folgende Schlüsselkompetenzen:
          – große Nähe zum operativen Profigeschäft: hat die Gärtner? war der mal Profi?
          – einige Stationen im Profigeschäft, um ein großes und vitales Netzwerk zu haben: hat die Gärtner? Seine Stationen waren bis 2003
          – eine starke Persönlichkeit, der den AR überwuchert und a la Bader die klare und kompetente PR-Person ist, um so auch wieder ein akzeptables Image für potenzielle Sponsoren aufzubauen: ist das Gärtner?
          Zugegeben aus der Entfernung gesprochen: ich sehe nicht, dass einer dieser Punkte für Gärtner spricht. Daneben sehe ich nicht, wenn er außer Pascal Groß (falls das er zu verantworten hat) groß herausgebracht hat.

          Es geht also nicht um „unter der Würde“, sondern ganz rational um nachgewiesene Kompetenzen. Und da sehe ich ihn halt auch nicht besser als 100 Andere.

    • Also irgendwie wäre das doch seltsam einen Sportvorstand zu holen, der genau wie Palikuca auf die Idee kam Jens Keller zu holen, um seinen Verein vor dem Abstieg zu retten. Der Unterschied war nur, daß bei FCI dann Gärtner vor Keller ging und der FCI am Ende doch abstieg.

      • Allerdings, @Beate.

        In Ingolstadts Abstiegssaison versuchten sich insgesamt fünf Trainer: Leitl, Nouri, Pätzold (interim), der von Dir angesprochene Jens Keller und zum Schluss noch Oral.

        Bezeichnend ist, dass Harald Gärtner in der erfolgreichen FCI-Phase einen Mann an seiner Seite hatte: Sportdirektor Thomas Linke. Nachdem man von Liga eins abgestiegen war, trat Linke zurück. Für ihn kam Angelo Vier. Doch nur für relativ kurze Zeit. Danach machte es Harald Gärtner alleine. Mit bekanntem Ausgang. Beziehungsweise trat er mitten in der Katastrophen-Saison mit fünf Trainern und dem Abstieg in Liga drei von seinem Amt zurück.

        Der damalige Aufstieg in die Bundesliga war sicherlich auch der Erfolg von Harald Gärtner. Doch mit Thomas Linke und natürlich Ralph Hasenhüttl waren da noch andere Protagonisten am Werk, die womöglich deutlich mehr zu diesem Erfolg beigetragen haben.

        • …der damalige Aufstieg des FCI hat sehr viel mit Ralph Hasenhüttl zu tun. Und Hasenhüttl (kam vom VfR Aalen) war die Entdeckung von Sportdirektor Thomas Linke. Über Google leicht zu eruieren. Die Leistung von Geschäftsführer Harald Gärtner beschränkt sich somit darauf, Thomas Linke als seine rechte Hand eingestellt zu haben, der wiederum Hasenhüttl holte.

          Ich verstehe daher überhaupt nicht, warum Ingolstadts Gärtner und auch Regensburgs Keller laut Hans Böller im engeren Kandidatenkreis sein sollen. Erstens haben wir einen Finanzvorstand und zweitens brauchen wir dringend eine große Extra-Portion sportliche Kompetenz.

      • Gärtner vor Keller ging und der FCI am Ende doch abstieg.

        Tatsachen sind nun mal, daß Keller weder mit dem FCI noch mit dem FCN abgestiegen ist also eine weisse Weste hat 🙂 Für mich hat sich die Mannschaft in der Rückrunde auch stabilisiert bis zur Corona Pause und in dieser hatten alle Mannschaften unterschiedliche Trainingsvoraussetzungen, wir musste ja gleich zuerst in Quarantäne. Danach ging es weng so dahin, nach der C. Pause mögen verschiedene Faktoren eine Rolle gespielt haben. Da gebe ich Grethlein sogar Recht, das ist nicht monokausal zu betrachten.

        • Vor der Relegation entbunden zu werden, weil man es ihm nicht mehr zutraut, halte ich für weitaus schlimmer… 😉

          • Hat in Ingolstadt viel geholfen. Bei uns um weniger als eine Haaresbreite gerade noch gut gegangen.

            • Hat es in Ingolstadt. Die waren schon tot. Hatten unter Keller mit 19 Punkten abgeschlagen 5 Punkte Rückstand zur Relegation und 7 zum rettenden Ufer. Oral hat dann in 7 Spielen 16 Punkte geholt und den Relegationsplatz erkämpft. Zum rettenden Ufer hat es um 3 Punkte nicht gereicht, aber man kann ja auch nur dann aufholen, wenn die über einem nicht punkten.

              Ich bezweifle, dass Keller nach einer Serie von 5 Niederlagen in Folge in den nächsten 7 Spielen so viele Punkte hätte holen können. Aber wenn Du meinst, dass er damit die weiße Weste verdient… :mrgreen:

              Dass dann nach dieser Kraftanstrengung die Relegation verloren ging, tja, shit happens. Aber überhaupt noch die Relegation erreicht zu haben war schon ein kleines Wunder.

              Tja, deshalb ist Keller nie abgestiegen. Weil es vorher schon so debakulös war, dass man es ihn lieber nicht mehr versuchen hat lassen.

              Zum Glück haben wir gewechselt!

              • Nein es hat eben nichts gebracht, es ist ja unstritig sie sind mit Oral abgestiegen. Fakt. Sie sind auch seitdem mit Oral nicht mehr aufgestiegen also erneut in der Relegation gescheitert auch Fakt. Ergebniss ist Ergebniss ganz egal wie es dahin kommt.

                • Wo er recht hat, hat er recht. Gegen die Kraft der Fakten bin ich machtlos! Ich geb’s auf!

                  Das ist wie bei einer Leiche: tot ist tot. Das wie oder warum ist für die Leiche völlig belanglos, weil sie ja tot ist. Das lohnt nicht mal einen Bericht. :mrgreen:

                • Nein so ist es nicht, sondern Ergebnisse zählen im Sport. Ganz ohne deine Leichen finde den Vergleich auch unpassend. Wir können auch froh sein, daß uns das Schicksal von Ingolstadt erspart blieb. Wir waren verdammt nahe dran..

                • Hmm, Ingolstadt muss ganz schön dämlich sein, dass sie den nutz- und erfolglosen Oral schon wieder mit einer Rettungsmission beauftragt haben. Auch hier hat er den Platz verbessert und die Relegation erreicht – um diese dann zu verlieren.

                  Aber was hat das Ganze mit Keller zu tun? Macht es Kellers Leistung besser, wenn es sein Nachfolger auch nicht schafft?

                  Ach halt, es geht ja nicht nur um Ingolstadt – seine Nachfolger haben es ja geschafft!

  • Mein Gefühl sagt mir, das mit Hecking platzt ..so früh in die Presse gelangt usw. ich weiß nicht ob das gute Vorzeichen sind. Seine Gehaltsniveau, die große Distanz zur Familie, war für ihn ja auch ein Faktor als er den FCN verließ.

  • Haltet mich für verrückt, aber ich glaube, wenn man jetzt die richtigen Schlüsse zieht dh. die Persoanlien Trainer und SV gut besetzen kann, punktuell den ein oder anderen Spieler ergänzt, glaube ich sogar wir könnten nächste Saison viel weiter im oberen Drittel mitspielen, die Mannschaft glaube ich hat viel mitgenommen aus der Relegation an Erfahrung und an Teambuilding und gelernt, daß man Partien bis zur letzten Sekunde wenden kann. Man steht mit der Mannschaft nicht mehr vor dem kompletten Neuanfang.

    • Das glaube ich auch. Entscheidend werden 2 Führungsspieler sein, die zusammen mit einem fähigen Mgt./Trainerteam neue Hierarchien entwickeln. Daneben muss man sehen, dass man den aufgeblähtem Kader um die Petraks, Lohkempers und Co. deutlich reduziert und einen Scorer in der Sturmspitze verpflichtet.

    • Wenn das zustande kommt, dann sollten wir alle nach Altötting pilgern 😉 Denn das wäre schon das 2.Wunder innerhalb einer Woche.

  • Ist das jetzt eher schade oder positiv zu werten, dass Lothar Matthäus in keinem der Gerüchte auftaucht?

  • Etwas flapsig formuliert, stellt sich mir die Frage, ob wir irgendwo am Vereinsgelände einen Goldesel haben.
    Wir müssen zwei Trainer, zwei Co-Trainer, einen Stab an Mitarbeitern im sportlichen Bereich (Mental-Trainer,
    Scout, etc.) bezahlen. In welcher Form der scheidende Sportvorstand eine Abfindung erhält oder die finanzielle Seite anderweitig geregelt werden konnte, weiß ich nicht, aber RP wird nicht auf Geld verzichten, nachdem ja auch der Aufsichtsratsvorsitzende geäußert hat, dass man mit seiner Arbeit eigentlich sehr zufrieden war.
    Unsere vertraglich langfristig gebundenen Profifußballer sollen lt. Informationen aus den Medien, für Zweitligaverhältnisse auch nicht schlecht verdienen.
    Sollte Dieter Hecking kommen, frage ich mich, wie können wir uns das alles leisten ?
    Ach ja, einen Trainer brauchen wir vielleicht auch noch!

    • Ich finde es nicht ganz abwegig, daß diese „Würdigung der Verdienste“ von RP, schon u.a.deswegen stattfand, weil damit die Trennung dem FCN etwas billiger kam

      • @derbfuss
        Warum sollte RP dem FCN da entgegenkommen? Glaubst Du dieser Auftritt hätte für Palikuca irgendwie die Chancen verbessert einen neuen Job zu bekommen? Oder die PK hätte das Standing von Palikuca in der Fußballcommunity entscheidend verbessert? Nur das wären ja Argumente auf Geld zu verzichten.

        Dazu kommt, hätte Palikuca tatsächlich auf Geld in nennenswertem Umfang verzichtet, dann hätte man das doch auf der PK genannt, oder? Das wäre ja für den AR eine positive Nachricht und Palkiuca könnte damit signalisieren, dass er bereit ist bei einer gescheiterten Beziehung auf Geld zu verzichten. Wäre ja evtl. ein Argument für einen neuen Verein, dass eine Verpflichtung von Palikuca „günstig“ sein kann.

        Ich glaube nicht an den großen Gehaltsverzicht von Palikuca im Gegenzug für diese PK.

        • Hm. Weiß nicht.

          Hätte man auf der Pk gesagt, dass Palikuca auf Gehalt verzichtet, dann wären die Lobeshymnen auf Palikucas Arbeit noch unglaubwürdiger rübergekommen als sie es ohnehin schon waren. Also sagt man sowas besser nicht.

          Finde es wie @Derbyfuss daher nicht abwegig, dass es da einen Deal gab.

        • Na gut Armin, das ist Deine Meinung. Mag ja auch etwas naiv von mir gedacht sein. Aber mein Bauchgefühl betrügt mich da eher selten.

        • Warum sollte denn jemand auf Geld verzichten, Vertrag ist Vertrag.

          • Ich denke schon, dass die Branche darauf schaut, wie man sich trennt. Endet es in einer Schlammschlacht, sind die Chancen, wieder einen Job zu bekommen deutlich geringer. Schlamm hätte es genug gegeben, bei so einer Performance. Ein „Wegloben“ kann daher durchaus mit einer Gegenleistung vebunden sein.

      • das glaube ich nun wirklich nicht, dass Pali dem Club 100k für die netten Worte eines Grethleins nachgelassen hat. Handelsüblich ist, dass bei einer Vertragsauflösung 60-90% (je nach Länger der verbliebenen Laufzeit) fällig werden. Der Arbeitgeber spart sich ein wenig Geld und einen potenziellen Unruheherd in Freistellung und der Arbeitnehmer nimmt die Abfindung und kann am nächsten Tag woanders einen neuen Vertrag unterschreiben und reguläres neues Gehalt verdienen . Dass man sich dann pressewirksam gegenseitig lobt, ist einfach normales professionelles Verhalten, zumal wahrscheinlich im Auflösungsvertrag das gegenseitige schmutzige Wäsche waschen ausgeschlossen wurde.

  • @FCN4ever
    Alles eine Frage der Perspektive.
    Bei einem Abstieg hätte man „einen hohen zweistelligen Millionenbetrag“ (Rossow) versenkt – im Vergleich dazu sind wir jetzt gut betucht. Das Ganze auch nach dem Motto: Hurra, wir leben noch!

    Nee, im Ernst:
    Nur mit mehr sportlicher Kompetenz auf der Führungsebene und mit einem klaren Plan (Jugendförderung, Scouting, Spielidee) kann man künftig vermeiden, dass wir erneut kurz vor dem Ende stehen. Dazu braucht es die richtigen Leute. Einen gestandenen Sportvorstand. Mit diesem wäre auch ein Trainer-Talent denkbar. Sparen muss man natürlich trotzdem. Mal eben einen Dovedan und dazu einen Medeiros für schlappe 5 Mio. zu holen, ist nicht mehr drin. Und das ist vielleicht auch gut so. Wir sind gezwungen, Talente zu entdecken, zu fördern und ihnen Vertrauen zu schenken.

    Sparen ist absolute Pflicht, insbesondere in diesen Zeiten. Aber wenn man an der falschen Stelle spart, wird alles noch viel teurer. Am Sportvorstand sollte man meiner Meinung nach nicht sparen, denn dieser kann erhebliche Mehrwerte schaffen. Auch Palikuca, so fair muss man sein, hat mit der Verpflichtung von Hack einen absoluten Volltreffer gelandet, welcher uns finanziell weiterhelfen dürfte.

    • Nur mit mehr sportlicher Kompetenz auf der Führungsebene und mit einem klaren Plan (Jugendförderung, Scouting, Spielidee) kann man künftig vermeiden, dass wir erneut kurz vor dem Ende stehen.

      Es gibt einen einfachen Weg finanziell solide zu arbeiten und die Insolvenz zu vermeiden, man darf nicht mehr Geld ausgeben als man hat. Klingt im ersten Moment banal, aber gerade im Fußball werden viel zu häufig wetten auf die Zukunft eingegangen. Da wird im Vorgriff auf mögliche, zukünftige höhere Einnahmen, Sponsorengeld, Fernsehgeld, sei es durch bessere Verträge, sei es durch höheres Einkommen nach sportlichem Erfolg, jetzt schon investiert. Man gibt also Geld aus, das man durch folgende sportliche Erfolge dann wieder verdienen will. Klingt ein bisschen wie Münchhausen und dem Ziehen aus dem Sumpf am eigenen Schopf. Und genau so realistisch ist das meist auch.

      Denn im Sport ist der Erfolg leider nie fix einplanbar, da gibt es Formschwächen, Verletzungen, negative sportliche Läufe, kennen wir selbst ja zu genüge.

      Dass man am Ende natürlich den sportlichen Erfolg benötigt, um dann auch mehr Geld zu generieren ist auch klar, Problem dabei, kein noch so erfahrener Sportvorstand kann diesen garantieren. Als Schalke Heidel verpflichtet hat, da hat doch fast jeder gesagt, eine großartige personelle Entscheidung, am Ende ist die Zusammenarbeit gescheitert. Beiersdorfer beim HSV, klang gut, aber hat keine entscheidende Verbesserung gebracht.

      Bornemanns Arbeit hat uns den überaschenden Aufstieg beschert, trotzdem war ein halbes Jahr später das Vertrauen dahin, zumindest beim AR und Teilen der Fans.

      Einen gestandenen Sportvorstand. Mit diesem wäre auch ein Trainer-Talent denkbar.

      Haben wir auch schon mal probiert, nach dem vorletzten Abstieg hat der damals durchaus gestandene Sportvorstand (immerhin Titel geholt) das Trainertalent Ismael geholt, ging in die Hose.

      Am Sportvorstand sollte man meiner Meinung nach nicht sparen, denn dieser kann erhebliche Mehrwerte schaffen.

      Er kann aber eben auch erhebliche Werte zerstören und vorher kann man das leider nicht erkennen.

      Deshalb denke ich, man sollte auch beim Sportvorstand keine Wetten auf die Zukunft eingehen, man darf da eben nicht mehr Geld ausgeben als man hat, das Gehaltsgefüge muss weiterhin passen, denn wenn man z.B. Hecking jetzt mit viel Geld lockt, dann muss man über kurz oder lang Rossow ein ähnliches Gehalt zahlen. Dann werden aber auch die Leute dahinter teurer. Und die Gleichung teurer Sportvorstand ist gleich erfolgreicher Sportvorstand geht eben auch nicht auf.

      Wenn Hecking in unser Gehaltgefüge passt und er ein gutes Konzept vorstellen kann, das realistisch klingt und das er vielleicht auch mit ein paar Beispielen aus der Realität belegen kann, dann kann man sich mit der Personalie beschäftigen. Aber zu sagen, wir gehen jetzt mal voll ins Risiko, leisten uns einen Sportvorstand, der sich dann durch seinen Erfolg selbst bezahlt machen soll, das halte ich für naiv.

      Aber man kann dem Mann, der Frau natürlich immer Erfolgsbeteiligungen anbieten, sprich eine Aufstiegsprämie ist natürlich eine Option, oder eine Kopplung an den Tabellenplatz und die damit generierten Fernsehgelder. Wenn der Sportvorstand wirklich Erfolg gebracht hat, dann soll er gern daran finanziell partizipieren.

      • Selbstverständlich hat Hecking ein Konzept. Zu glauben, dass man nur an Hecking interessiert sei, weil es Hecking ist…nein, selbst unser ehrenamtlicher Aufsichtsrat ist nicht so naiv. Zudem dürfte Wiesinger schon auch beratend mit involviert sein.

        Bornemann ist kein Vorstand, keiner, der dem Verein vorsteht. Er ist ein Mann der zweiten Reihe, mit guten Ideen. Bornemann die Alleinherrschaft zu übertragen, war unter dem Strich keine allzu gute Idee. Eine Nummer zu groß für ihn.

        Du hälst Bader für einen gestandenen Sportvorstand? Auch ohne die nötige Sportkompetenz? Ich nicht.

        • Was ist denn überhaupt ein gestandener Sportvorstand, einer erfolgreicher? Es gibt sicher keinen erfolgreichen, der nicht auch schon durch ein Tal ging. Bei niemanden geht es nur bergauf.

          • Gute Frage.

            Nach meinem Dafürhalten verfügt ein gestandener Sportvorstand über ein hohes Maß an Fachkompetenz, über ein großes Netzwerk, über konzeptionelles Denken, über Führungsstärke, über die Fähigkeit, den Verein zu repräsentieren.

            Ob er vorher schon unter dem Titel „Sportvorstand“ gearbeitet hat, spielt keine Rolle, finde ich.

            Aber wie gesagt, gute Frage, denn ich hätte den von mir in die Runde geworfenen „gestandenen Sportvorstand“ näher definieren sollen. „Gestanden“ ist auch nicht wirklich gut formuliert, zugegeben.

            • Als gestandenen Sportvorstand würde ich Bruchhagen bezeichnen. Hat in Frankfurt sehr viel bewegt um dann in Hamburg voll auf die Schnauze zu fallen.
              Man wird also immer ein Für und Wider bei Sportvorständen finden. Was übrigens nicht heißen soll, dass ich Bruchhagen in Nürnberg haben möchte.

        • Vielleicht kam daher der Eindruck, den ich immer hatte, dass Bornemann unter Meeske stünde 😉

  • Ich würde vom momentanen , internen Personal überhaupt niemand in die Verantwortung lassen. Da braucht man frischen Geist von außen.

    Ich denke der Hecking würde schon Biss mitbringen. Als Trainer hat er es mit den jungen Leuten (Wollscheid, Gündogan, Ekici, Schieber, ?) ganz passabel gemacht.

    Man könnte auch versuchen den Weiler zurück zu kaufen. Der würde zum Erras passen und ihn explodieren lassen.

    Das wären zwei Leute die mit jungen Leuten umgehen können und das braucht man doch.
    Dann würde ich bei Mavropanos ins Risiko gehen und versuchen ihn zu halten.

    Und dann muss mer an der Ernährung was machen. Was ich da bisher mitgekriegt habe, klingt nach Hokuspokus.

    • Weiler hat erst bei El Ahly Kairo verlängert, kostet also.

      Erras hat, Stand jetzt, keinen Vertrag mehr beim Club, steht unter anderem bei Werder auf dem Zettel.

      Mavropanos geht zum VfB.

      Vielleicht stellt ja der neue Co, Frank Steinmetz, die bisherige Ernährung auf den Prüfstand.

  • Kurze Ergänzung zu meinem Kommentar über den Goldesel:

    Im Medium „Fußballtransfers“ wird berichtet, dass ein künftiger Sportvorstand Dieter Hecking, mit Jan
    Schlaudraff, einen Sportdirektor installieren will. Dies berichtet lt. „Fußballtransfers“ der „Kicker“.

    Na dann schaun wir mal ob an diesen Gerüchten was dran ist.

    • Na gut, dass uns Bornemann/Pali den Kader sauber mit Flops aufgebläht haben, die wir kaum abstoßen werden können – sonst wäre bald der Trainer-, Berater-, und Managerstab größer als der Spielerkader. Noch ein Rekord 🙂

  • Würde ich jetzt auch nicht so toll finden. Weil man nämlich einen Sportdirektor auch aus den eigenen Reihen mit Club-Gen rekrutieren kann. Der später vielleicht sogar mal als Sportvorstand in Frage kommen würde.

    Aber Schlaudraff, der keinen Bezug zum Verein hat und bestimmt auch nicht zu knapp kostet? Nee, gefällt mir nicht. Geht mir auch zu weit. Wir haben doch schließlich keinen Goldesel. 😉

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