5:2 gegen Hoffenheim – Club mit zweitem Testpielsieg

Die Handschrift des Trainers war deutlich zu sehen, selbst wenn man das Ergebnis nicht überbewerten sollte.

„Wir haben die Schwerpunkte der Trainingswoche gut umgesetzt“, fasst Robert Klauß nach dem Abpfiff das Spiel gegen den Bundesligisten zusammen. Die hatten im Spiel gegen den Ball gelegen und das sah man auf dem Platz in Rottach-Egern auch ein ums andere Mal. Immer wieder eroberte der FCN den Ball von den Hoffenheimern im Aufbauspiel, immer wieder kam der Club dann schnell zu Torchancen. So fielen dann auch das 2:1 durch Lohkemper und das 5:2 durch Celebi nach Balleroberungen im Mittelfeld durch Krauß bzw. Rhein. Zusätzlich sah man auch phasenweise wie der Club zum Angriffspressing griff und damit die Hoffenheimer auch immer wieder in Verlegenheit brachte.

Das andere, womit der FCN den Bundesligisten in Verlegenheit brachte, waren Eckbälle. So fielen das 1:1 durch Sörensen, das 3:1 durch Knothe und das 4:1 durch Lohkemper allesamt direkt oder indirekt aus Eckstößen. Dabei fiel auf, dass der Club die Ecken grundsätzlich zwei Spieler zum Ausführen nach draußen schickte und auch mehrfach diese Situation ausnutzte, um die Ecke kurz auszuführen und den Ball dann unerwartet zum Tor hin- bzw. wegdrehen lassen zu können. Egal ob Singh und Geis oder Schleimer und Rhein die Ecken ausführten, in beiden Fällen führte es zu Chancen.

Natürlich lief noch nicht alles rund: Hoffenheim konnte einen Ballverlust nach einer Ecke des FCN zur frühen Führung nutzen, hatte mehrere Gelegenheiten, nachdem sie den Club erfolgreich beim flachen Aufbau von hinten heraus störten und kamen per Konter zum 4:2. Zusätzlich fehlte dem FCN vor der Pause im letzten Drittel auch noch die Genauigkeit im Abspiel. Nach der Pause war einiges besser, der Club auch noch griffiger in den Zweikämpfen und das obwohl Robert Klauß die Viererreihe im Mittelfeld noch bis zur 61. Minute weiterspielen ließ, ehe er mit Tim Latteier und David Siebert sogar zwei U21-Spieler einwechselte.

Selbstverständlich gehört einerseits zur Einordnung, dass beim Gegner auf einigen Positionen (Tor, zentrales Mittelfeld, Sturm) die zweite Reihe spielte, nachdem ein anderer Teil des Kaders am Mittag noch mit 1:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth gewonnen hatte. Andererseits spielten mit Posch, Skov, Kramaric, Vogt und Akpoguma jede Menge hochkarätige Spieler bei den Hoffenheimern. Ebenso gehört einerseits gesagt, dass Hoffenheim aus dem Trainingslager kam, während der FCN nun ins Trainingslager fährt. Andererseits ist das Spielerische aber so oder so positiv zu werten, vieles funktionierte, Abläufe sahen gut aus, Chancen wurden erspielt. Einerseits gibt ein solcher Sieg sicherlich Selbstvertrauen. Anderseits weiß man beim FCN aber spätestens seit Januar auch, dass ein 5:2 gegen einen Europapokalteilnehmer keine Garantien erzeugt.

Statistik

Hoffenheim: Philipp (66. Noll) – Akpoguma, Posch, Hübner (66. Rüth), Skov (76. Brenet) – Vogt (76. Bogarde) – Geiger (76. Ott), Elmkies – Kramarić (66. Sahin) – Bebou (76. Ekene), Klauss (76. Kölle)

FCN: Mathenia – Valentini (46. Sorg), Margreitter (46. Mühl), Sörensen (46. Knothe), Handwerker (46. Celebi) – Krauß (61. Rhein), Geis (61. Latteier) – Singh (61. Schleimer), Hack (61. Siebert) – Schleusener (46. Zrelak), Dovedan (46. Lohkemper)

Tore: 1:0 Klauss (3.), 1:1 Sörensen (31.), 1:2 Lohkemper (54.), 1:3 Knothe (56.), 1:4 Lohkemper (69.), 2:4 Klauss (71.), 2:5 Celebi (77.)

96 Gedanken zu „5:2 gegen Hoffenheim – Club mit zweitem Testpielsieg

    • Ich könnte mir vorstellen, dass man das in der Halbzeit besprochen hat. Mathenia hatte gestern einen Sahne-Tag erwischt. Da wollte Klauß ihn vielleicht durchspielen lassen. Ich denke dass gegen Türkücy München dafür Früchtl 90min lang im Tor stehen wird. Kann aber natürlich auch andere Gründe haben. Das war allerdings der, der mir als am logischsten erschien.

      6

      0
      Antwort
  • Ich war überrascht, wie gut der Club gespielt hat. Es war eine richtige Mannschaftsleistung. Jeder hat mitgemacht. Das Forechecking hat super geklappt, es ging schnell mit meist 4 Mann nach vorne.
    Ich will mehr davon sehen!

    24

    0
    Antwort
  • Schade dass SAP nicht mit der ersten Truppe gespielt hat. Ich fürchte dann sieht das nicht so gut aus wie es gestern tatsächlich ausgesehen hat. Wahrscheinlich müssen wir warten bis zum ersten Spieltag, dann sehen wir Mal.

    4

    10
    Antwort
  • Das hat wirklich richtig Spass gemacht. Wie schnell da teilweise der Ball zirkulierte und nicht lange hin und hergeschoeben wurde. War das wirklich der Clubb? 😉

    18

    0
    Antwort
  • Sky wollte mir ein Abo für 25,- Euro im Monat anbieten. Das heisst die Spiele der 1. und 2. Liga. Ich antwortete dem Anbieter, dass dieser Preis durch die Spiele ohne Zuschauer nicht gerechtfertigt sei, da die Qualität ohne Zuschauer massiv eingeschränkt wird. Man müsse den Preis um einiges senken. Die Spiele im Fernsehen ohne Zuschauer zu verfolgen rechtfertigt einen solchen Preis nicht mehr. Ohne mir eine Antwort zu geben unterbrach der Anbieter das Gespräch und legte einfach auf.
    Wenn die Qualität der Übertragung abnimmt, muss auch der Preis abnehmen. Man merkt, dass es nur noch ums Abzocken geht. Natürlich müssen auch die Fußballprofis mit Mindereinnahmen leben, wenn die Fernseheinnahmen dadurch gesenkt werden.

    10

    17
    Antwort
    • Sehe nicht, wo die Qualität abgenommen hätte. Ganz im Gegenteil, man hat das Gefühl, dass viele befreiter aufspielen und zusätzlich gibt es mehr Fußball für’s Geld, weil die Nettospielzeit in den meisten Partien höher ist.

      Und es ist der einzige Weg Fußball zu sehen – rein marktwirtschaftlich müsste der Anbieter also teuerer werden, nicht günstiger. (Würden die Liga und die Sponsoren klarerweise nicht zulassen, weil sie nicht im luftleeren Raum spielen wollen…)

      15

      9
      Antwort
      • Das heisst dann, Du würdest auch Schwarz-Weiss-Fernsehen akzeptieren, hauptsache die Spielqualität stimmt?

        5

        7
        Antwort
        • Blöderer Vergleich ist dir keiner eingefallen, oder? Sky bietet dir alles in HD, manches in UHD und bietet dir auch die Option mit künstlicher Stadionatomsphäre. Technisch ist Sky absolut am Stand der Zeit…

          3

          8
          Antwort
          • Um das gehts doch nicht. Dass Sky in HD sendet ist mir schon klar. Das fehlende Puplikum, die Atmosphäre im Stadion, das fehlt aber. Eine künstliche Stadionatmosphäre macht das nicht weg. Es ist ein Mangel und würde eine Preisreduzierung bei Sky rechtfertigen.

            1

            7
            Antwort
            • Das ist aber doch komplett subjektiv. Ich finde die Spiele im TV jetzt wesentlich interessanter als vorher. Weniger emotional, aber viel interessanter aufgrund der Rufe von Spielern und Trainern.

              4

              1
              Antwort
            • Siehst du, „um das geht es doch nicht“ habe ich mir schon gedacht, als du mit dem Schwarz-Weiß-Fernsehen daher gekommen bist…

              Sky ist ein Dienstleister, der seinem Anteil an dem Ganzen vollumfänglich nachkommt, nein technisch sogar noch etwas drauf legt im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit.

              Weder für das Geschehen am Rasen, noch für das auf den Rängen ist Sky in irgendeiner Form verantwortlich.

              Du rufst ja auch nicht bei der Post an und verlangst künftig weniger Porto zu zahlen, weil es bei Zalando die Sandalen und Tennissocken, die du haben wolltest nicht mehr in deiner Größe gab…

              Sky wird eher seinerseits versuchen die DFL preislich zu drücken, weil sie ein – in deinen Augen minderwertiges – Produkt bereitstellt.

              Was aber klar ist: Ohne Sky und ohne TV-Geld, brennen die allermeisten Vereine lichterloh…

              3

              2
              Antwort
              • …wobei Jeff Bezos ja sein Herz für Fußball entdeckt hat. Natürlich nur, um Amazon Prime zu forcieren.

                Jedenfalls überraschend, dass Amazon leer ausging bei der letzten Rechtevergabe. Womöglich hat man seine Ambitionen zurückgezogen infolge der Geisterspiele, weil diese das Angebot eher unattraktiver machen.

                Glaube aber schon, dass Amazon auf lange Sicht ein Konkurrent für Sky bleiben könnte. Neben Neu-Abonnenten für den Streaming-Dienst könnte man auch fürs Kaufhaus Synergien bergen. Zum Beispiel beim Ticket-Verkauf und im Merchandising.

                Lichterloh müsste es nicht zwangsläufig brennen. Aber wenn Sky aussteigen würde, könnte das schon eine große Gefahr sein, das stimmt.

                0

                0
                Antwort
                • Natürlich gibt es Interessenten und Dazn macht beispielsweise einen um Welten besseren Job als Sky (auch weil die tatsächlich das verkaufen was ich sehen will), aber das ändert an der aktuellen Rechtelage halt (leider) nichts. Und offenbar ist Amazon nicht all-in gegangen, auch wenn sie locker könnten.

                  Die Gefahr sehe ich nicht bei einem Ausstieg von Sky, sondern wenn es sie wirtschaftlich aufstellen sollte. Bezweifle, dass sich da kurzfristig und ohne Rechtsstreite Lösungen finden lassen würden.

                  0

                  0
                • Ja. Seh ich auch so. Sowohl was DAZN anbelangt als auch was kurzfristige Lösungen ohne Sky anbelangen würde.

                  Eine ernste Liquidationskrise wäre womöglich die Folge für viele Vereine.

                  0

                  0
      • Für mich als Zuschauer ergibt sich der Gegenwert aus dem Entertainmentfaktor – also aus dem Bündel aus sportlicher Leistung, Emotionen/Stimmung und produktionstechnischen Highlights. Und da bekomme ich angesichts dessen aktuell tatsächlich weniger für mein Geld. Nur bestehen eben Verträge von Sky mit der DFL, so dass sie die darauf basierenden Kosten refinanzieren müssen.

        4

        1
        Antwort
    • Die Aussagekraft ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht übermäßig hoch.
      Für die Mannschaft gibt es aber ein gutes Gefühl für den Start ins Trainingslager.
      Ordentlich Tore geschossen und auch junge Spieler erfolgreich eingesetzt, zusätzlich Lob von Trainer.
      Fällt jedem etwas leichter dann gleich im Trainingslager Gas zugeben, hoffen wir Mal, dass da eine Mannschaft zusammenwächst. Dann sind mögliche weitere Neuzugänge evtl. eine punktuelle Verstärkung, aber müssen nicht gleich als Messias herhalten, der das ganze Team mitschleppen soll.

      6

      0
      Antwort
    • Gerade bei Spielen der zweiten Liga hat der Standard extrem abgenommen-deshalb müsste es billiger werden.Da ist kaum noch ein Kommentator oder Reporter überhaupt noch vor Ort-kommentiert wird aus der Box.Ob die Zuschauer qualitativ für das übertragenen Spiel Einfluss haben?Aber der journalistische Anspruch vor Ort Infos zu sammeln, jenseits des kamerabildes Eindrücke sammeln zu können, sollte sich schon auswirken auf die Qualität der Übertragung.

      6

      2
      Antwort
      • Auf die Sky-Reporter kann ich gerne verzichten. Der typische Sky-Kommentator kritisiert den Schiedsrichter und bleibt auch nach drei Zeitlupenwiederholungen bei seiner Sichtweise, auch wenn seine Meinung eindeutig widerlegt wurde.

        Sofern es funktioniert benutze ich immer die Toneinstellung Stadion. Ohne Zuschauer – vor allem ohne die Ultras – gefallen mir die Spiele fast besser, man hört die Anweisungen der Trainer, die Gespräche der Spieler und jeden Ballkontakt.

        8

        3
        Antwort
        • Da sind halt die Meinungen unterschiedlich. Ich finde die Zuschauer, die Fans sind das Salz in der Suppe. Ohne Zuschauer und Stimmung finde ich die Spiele ziemlich fad und langweilig. Man schaut sie zwar auch an, aber wie gesagt, es fehlt das Salz, das Adrenalin sozusagen. Ich denke ein 8:2 gegen Barcelona hätte es mit Zuschauern nie gegeben. Barca ist eine Mannschaft, die von den Zuschauern abhängig ist. Die Stars wollen aufgeputscht werden und bringen dadurch mehr Leistung. Je länger es keine Zuschauer in den Stadien geben wird, umso weniger werden dann auch die Fans werden und auch die Kunden bei Sky werden abnehmen.

          9

          6
          Antwort
          • Ob Barca in dieser Verfassung ein Publikum geholfen hätte, weiß ich jetzt nicht. Womöglich aber hätte unserer Mannschaft in der vergangenen Rückrunde ein direktes Feedback von den Rängen gutgetan. Wie beispielsweise beim völlig verhunzten Heimspiel gegen den VfB. Oder beim blutleer wirkenden Auftritt gegen ein keineswegs starkes Kleeblatt.

            Duelle, die weniger von der Spielqualität, sondern von einer einzigartigen Emotionalität leben, wie The Old Firm oder der Superclasico mit River und Boca, sind derzeit für mich kein Pflichtprogramm. Normalerweise aber schon.

            Pflichtprogramm indes natürlich der Club. Freilich vermisse ich die Nordkurve und die Zuschauer generell – ob als verhinderter Stadiongänger oder am TV bzw. Tablet. Kann beim Club-Gucken aber dermaßen abschalten, dass mein Interesse am Spielgeschehen sehr viel größer ist als mein Bedauern der derzeitigen Umstände, sprich Geisterspiele.

            @Hans
            Ich teile mir mit Vater und Bruder einen Sky-Zugang. Schauen wir zusammen, dann über TV bei meinem Bruder. Schau‘ ich alleine, dann über SkyGo bzw. Tablet. Vielleicht ja auch eine Option für Dich, Dir einen Zugang mit Freunden, Bekannten oder Verwandten zu teilen. Falls Du auf bewegte Live-Bilder nicht verzichten willst – in dieser stadionlosen Zeit. Danach kannst Du Sky ja wieder abbestellen. 😉

            8

            0
            Antwort
            • Danke „fränki“ für den Tip. Den Plan hab ich schon länger. Ist aber nicht ganz so einfach. Mein Vater ist Bayernfan, mein Bruder Schalkefan und ich Clubanhänger.

              2

              1
              Antwort
              • Oh. Okay.

                Das ist eine Konstellation, die lässt mich sprachlos zurück. Wie könnt Ihr beiden Söhne nur so ungezogen sein? 😉

                9

                0
                Antwort
                • Ist nicht so einfach. Du kannst Dir sicher vorstellen, welche Kommentare man sich da immer anhören muss. Besonders im letzten Jahr, als der Club einen Bock nach dem anderen abgeschossen hat. Das muss man erst mal rechtfertigen und irgendwie verteidigen.

                  1

                  0
                • @Hand
                  Dein Bruder konnte ja auch nicht viel sagen, bei der Schalker Rückrunde und aktuell sieht es bei denen eher noch schlechter aus. Ich würde mich nicht wundern, wenn Schalke dieses Jahr absteigt. Ohne Tönnies fehlt da ja jetzt auch noch der Kopf des Vereins und ein wichtiger Geldgeber dazu.

                  2

                  0
                • Na klar „Armin“, das stimmt schon. Schalke ist im letzten Jahr dermaßen gefallen, wie der Club in der 2. Liga. Die Fans der Schalker werden sich aber sowas nicht lange bieten lassen, da sie fanatischer sind wie zum Beispiel bei uns. Da gibt es Schalkefans im Ruhrpott, die leben nur für diesen Verein, ohne diesen wär das Leben nicht vorstellbar.

                  1

                  0
  • Hand aufs Herz, wer schaut heute CL Finale?

    Wie gehts aus? Das CL Wettbüro hat noch offen. 🙂

    2

    4
    Antwort
    • Ich schau es mir schon an, aber das ist eine Partie, bei der am Ende, ganz egal wie es ausgeht, der Falsche gewonnen hat…

      16

      2
      Antwort
        • Das kann in beide Seiten gehen, ganz schwierig. Mit den Leistungen aus dem Halbfinale gewinnt PSG. Sagen wir 3:2, dann hat zumindest der neutrale Zuseher etwas davon.

          1

          0
          Antwort
    • Eigentlich will ich das gar nicht sehen. Aber das Leben besteht eben nicht nur aus Spaß, Jux und Tollerei.
      Womöglich würge ich mir das Finale rein.

      Mein Tipp taugt eher als Brechreiz.
      3:1 für Bayern.

      1

      0
      Antwort
      • Also für mich kommt guter Sport vorm Fan sein, ich weiß bei vielen ist das wohl andersrum 🙂 Ich kann so einem Finale nicht widerstehen und blende das drum herum einfach mal aus. Will eben wissen was Spieler wie Nemayr, Mbappe, Gnabry, Lewa usw im direkten Vergleich drauf haben. Finde auch das deutsche Trainerduell interessant auf dem Niveau wird die Taktik eine große Rolle spielen.
        Ich will einen Tip wagen natürlich ist das schwer, es entscheidet Tagesniveau, aber obwohl ich mehr für die Bayern bin in der Konstellation befürchte ich Paris wird das Ding gewinnen, ihnen fehlt einfach ein großer Titel. Aber das käme jetzt raten gleich

        7

        0
        Antwort
        • Daher mein Tip 2:3 für Paris leider auch wenn es mir andersrum einen Tick lieber wäre

          0

          0
          Antwort
        • Also, ich bin auch dankbar, dass ich Diego Armando Maradona noch spielen sehen durfte. Auch wenn er an diesem wunderschönen, historischen Tag in Rom abgekocht wurde von Guido Buchwald. Ich musste auch Carlos Valderrama unbedingt sehen – in einem Freundschaftsspiel mit Kolumbien im Frankfurter Waldstadion.

          Aber guter Sport sind ja nicht nur die Maradonas, Gnabrys, Lewandowskis und Neymar, dessen Einstellung zum Sport eh fragwürdig ist meiner Meinung nach. Guter Sport ist doch vor allem auch, wenn man mit vergleichsweise wenig Mitteln viel erreicht. Ajax Amsterdam war demzufolge guter Sport letztes Jahr in dieser aufgeblasenen Champions League. Jetzt weilt Frenkie de Jong bei Barca.

          Das Finale heute Abend verspricht eine gute Show mit tollen Akteuren, die in ihrer Sportart Weltklasse sind.
          Ob das guter Sport ist – Definitionssache.

          Guter Sport wäre, wenn der Tabellensechzehnte der Zweiten Liga demnächst vieles abschütteln kann, was ihn zuvor so gehemmt hat. 😉

          10

          0
          Antwort
        • Juwe: „Also für mich kommt guter Sport vorm Fan sein“

          Ein weiser Mann hat mal gesagt: „guter (bzw. großer) Sport ist wenn der Club gewinnt“

          Die Älteren werden sich erinnern.

          So isses!

          2

          0
          Antwort
    • Klar schau ich das. Schließlich gibt es kein einziges Spiel, das höheren Anspruch, höheres Niveau verkörpert. Da reicht mir dann mein grundsätzliches Interesse an Fußball an sich völlig aus, um es gerne zu sehen. Tendenziell wird halt dann immer zu dem gehalten, der gerade den Ball hat. Tipp: 2:2 n.V.

      1

      0
      Antwort
    • Ich geh gleich ins Bett, wird noch ein paar Seiten lesen und dann früh schlafen, um mich vom WE zu erholen 😉

      Und morgen früh mir entweder denken „ach, haben die sch…. Bayern gewonnen“
      Oder „ach, hat sch…. PSG gewonnen“

      2

      1
      Antwort
      • Frei nach Matthäus, egal ob München oder Paris! Hauptsache Katar! Oder war es Andi Möller?

        3

        0
        Antwort
      • Ja, rein objektiv betrachtet, sollte es keiner gewinnen. Andererseits finde ich einen klaren Investor, also fremdes Geld, ehrlicher als das Macht-System der Bayern, die das auf dem Rücken der anderen austragen.

        Ein egomanischer Platzhirsch, der sich seinen Status auch damit „erarbeitet“, indem er das System zu seinen Gunsten manipuliert und damit die gesamte eigenen Liga übervorteilt (oder drastisch ausgedrückt, beraubt), bewusst die schärfsten Konkurrenten schwächt, mit seiner alles andere erdrückenden Medienpräsenz nervt, der mit seiner dadurch erworbenen Übermacht die Liga zum langweiligen Erfüllungsgehiilfen degradiert, stets seine Macht ausübt…

        Nein, damit kann ich nicht sympatisieren!

        Schade, dass damit Erfolg erzielt wird.

        8

        3
        Antwort
        • Aber irgendwas machen die Bayern auch gut, nichtmal 2 Jahre her hat ihnen jeder Fachmann attestiert den Umbruch verpasst und den Anschluss an die Spitze Europas verloren zu haben.(Rib Rob zu alt usw. ) Ich finde die Bayern als Repräsentant des deutschen Fußballs weltweit absolut ok. Mit Flick haben sie einen gewagten Schritt getan, der voll aufgegangen ist und auch erdig und symphatisch auftritt. Bei anderen gehen solche gewagten Schritte eben meistens schief…
          Zum Spiel selbst, ja es war bis auf wenige Szenen kein Leckerbissen, aber erwartbar, wenn man auf dem hohen Niveau sich egalisiert und jeder erstmal auf Spielkontrolle setzt. Der Unterschied aus beiden Mannschaften in dem Spiel war für mich Manuel Neuer.

          8

          4
          Antwort
          • Natürlich machen sie es gut, sonst wären sie nicht oben. Aber eben mit Raubtierkapitalismus auf Kosten der anderen. Wenn sie für eine faire Verteilung der Mittel eintreten würden, könnte man sie sogar halbwegs gut finden.

            11

            2
            Antwort
            • Nicht nur „gut“ auch vertretbar durchaus symphatisch. Klar ist es in der 1. Bundesliga fade, was die DM angeht, aber ich habe schon das Gefühl, daß ein paar Mannschaften näher an sie ranrücken, aber unser Problem ist das ja alles nicht, ich wäre schon happy gegen sie überhaupt mal wieder in einem Pflichtspiel anzutreten, das letzte vor 2 Jahren war ja so schlecht gar nicht gewesen.

              3

              2
              Antwort
            • @Optimist:
              Ich bin jetzt wirklich kein Bayern Fan aber ist es denn in anderen europäischen Ligen anders?
              Ich denke nicht….

              2

              1
              Antwort
              • Zumindest werden in den meisten anderen Ligen die Fernsehgelder deutlich gerechter verteilt.

                3

                0
                Antwort
          • Zähneknirschend muss ich zugeben, dass die Bayern das schon richtig gut gemacht haben. Paris war von dem hohen Pressing sichtlich genervt. Und es nötigt mir durchaus Respekt ab, was Hansi Flick aus der Mannschaft gemacht hat. Ändert aber nix dran, das ich völlig emotionslos vor der Glotze gesessen bin. Ist halt doof, wenn‘s einem egal ist, wer gewinnt. Erstaunt war ich mal wieder, wie schnell ganz viel passiert auf diesem Niveau, zwischendrin dachte ich mal, es müsste gleich Halbzeit sein. Da war noch keine halbe Stunde rum…

            1

            0
            Antwort
  • @ fränki
    FCB hat in den letzten 43 (!) Spielzeiten nur je einmal den Europacup der Landesmeister bzw. die Champions League gewonnen.
    Also ärgere Dich nicht so sehr wenn es heute wieder soweit ist. Bis zu Real ist es noch weit.
    Ich kann dieses Spiel nicht tippen.
    Hat jemand EL Finale Inter vs .Sevilla gesehen?
    Das war richtig toll. Emotionen und spielerische Klasse mit starken SR aus den Niederlanden.
    Conte an der Linie in der ersten halben Stunde übler als Oral aber nach Spielende im Gegensatz zu T.O.
    mit total fairen Aktionen .
    Bin auch neugierig wie der SR aus Italien heute die Akteure in den Griff kriegt und Diskussionsrunden verhindern kann.

    4

    2
    Antwort
    • @michel

      Nee, ich kann damit mittlerweile ziemlich emotionsfrei umgehen. Objektiv betrachtet, macht das Hans-Dieter Flick richtig gut. Und subjektiv betrachtet, assoziiere ich Paris St. Germain mit viel, viel Geld aus Katar. Zudem, und das geht wohl vielen hier so, gibt es auch in meinem Freundeskreis nette Menschen, die dem roten, oberbayerischen Fußball verfallen sind. Und denen gönnt man es dann schon. Auch wenn ich es nie verstehen werde, wie man diesem Verein hinterherhüpfen kann. 😉

      Finanziell geht eh kaum mehr. Mit dem Finaleinzug hat der FC Bayern laut Medien die Rekordsumme von 120 Mio. Euro eingesäckelt. Ein Sieg heute Abend würde nur ein paar Millionen mehr einbringen. Mit jedem Erfolg der Bayern in der Champions League wird die Bundesliga langweiliger. Okay, vielleicht kauft sich Red Bull ein bisschen an die Bayern heran. Mit „gutem Sport“ hat das für mich nichts zu tun.

      Ich sehe es zwar recht emotionslos, aber es gelingt mir nicht abzuschalten und einfach die Show zu genießen. Da hat @Juwe schon Recht in gewisser Weise: Für mich kommt Fan-sein und der sportliche Gedanke vor einer guten Show.

      9

      0
      Antwort
  • Man glaubt es nicht, aber wenn man daran denkt, das vor Monaten fast zeitgleich Bayern und FC Nürnberg ihren damaligen Trainer entlassen haben (Kovac) und das ist ja normal nicht gut, aber nach der Entlassung jagt Bayern von Sieg zu Sieg, gewinnt Bundesliga ständig, gewinntDFB Pokal ständig und hat jetzt sogar das Championsleague Finale erreicht, hat der FCN nach der Trainer Entlassung die Saison als 16 abgeschlossen und wäre fast abgestiegen, kaum zu glauben, was nach einer Trainer Entlassung passiert und wie das Leben sich verhielt da…schon komisch…!! Und da sagt man Entlassung Trainer ist meist negativ. Naja aber der Club hat ja soviel zu erdulden gehabt….oder

    0

    7
    Antwort
  • Man glaubt es nicht, aber wenn man daran denkt, das vor Monaten fast zeitgleich Bayern und FC Nürnberg ihren damaligen Trainer entlassen haben (Kovac) und das ist ja normal nicht gut, aber nach der Entlassung jagt Bayern von Sieg zu Sieg, gewinnt Bundesliga ständig, gewinntDFB Pokal ständig und hat jetzt sogar das Championsleague Finale erreicht, hat der FCN nach der Trainer Entlassung die Saison als 16 abgeschlossen und wäre fast abgestiegen, kaum zu glauben,

    0

    10
    Antwort
  • Man glaubt es nicht, aber was soll uns dieser Apfel- mit Birnen-Vergleich denn sagen?
    Jetzt zum Thema Club:
    Ungewöhnliche Lobgesänge im heutigen Kickerartikel zum Testspiel gegen Hoffenheim. Interessant, daß der Klopp sich das Trainingslager mit dem Klopp teilt.

    4

    1
    Antwort
    • Klopp mit Klauß 🙂
      Meinst du das färbt ab?

      Wenn Klauß und Hecking das schaffen würden, was damals Klopp und Heidel in Mainz gelang, wäre der Club auf einem guten Weg.

      Das würde aber heißen, wir brauchen noch 7 Jahre Geduld mit Klauß (Aufstieg im 3. Jahr, erneuter Abstieg im 3. Jahr) und Hecking sollte dann nach einem erneuten Jahr 2. Liga rechtzeitig Ausschau halten nach einem Aufstiegstrainer a la Andersen und nach einem Nachfolger in der 1. Liga a la Tuchel.
      Immerhin dürfen wir uns dann auf abstiegsangstfreie Saisonen freuen in der 2. Liga 🙂

      3

      0
      Antwort
      • Das mit Geduld klappt nicht beim Club, da die Mannschaft von Jahr zu Jahr immer wieder anders aussieht. Sollte es möglich sein eine schlagkräftige Mannschaft dieses Jahr zustande zu bringen, müsste man nach Möglichkeit dieses Jahr aufsteigen. Wenns nicht gelingt, werden die „Guten“ wieder verkauft sein und die Geschichte beginnt von vorn. Ein Aufbau und verstärken der vorhandenen Mannschaft ist beim Club leider nicht drin.

        4

        4
        Antwort
        • Glaube ich nicht nach dem vorherigen Abstieg unter Bader, daß ich nicht lüge ist im 3. oder gar 4. Zweitligajahr mit Köllner aufgestiegen und die Mannschaft ist damals also nicht schwächer geworden.

          2

          2
          Antwort
          • Natürlich kann man wieder eine neue Mannschaft finden, die dann, wenn alles passt die Stärke hat aufzusteigen. Es kann aber auch nach hinten losgehn. Kaiserslautern hatte dieses Negativerlebnis. Ein paar Jahre um den Aufstieg mitgespielt und es hat nicht geklappt und dann kam der absolute Absturz. Wir hätten diese Geschichte um ein Haar nachgemacht, wenn dieses irrsinnige Duseltor in der letzten Minute nicht gefallen wäre, das uns vor dem Absturz in die 3. Liga bewahrt hat. Ich denke, Hecking wird alles dafür tun, um gleich dieses Jahr vorne mitzuspielen. Denn je länger man in der 2. Liga festsitzt, umso fester sitzt man fest darin. Es ist halt eine menge Geld, das der Club verliert, wenn er nicht 1. Liga spielt.

            8

            2
            Antwort
        • Klappt es ohne Geduld?
          Es gibt – neben den Absteigern – weiter 5/6 Vereine, die mit dem Club sportlich und finanziell mithalten können, aber zwei steigen nur auf.
          Wir „müssen“, geht es nach den Hardcore-Fans, jedes Jahr aufsteigen.
          Wie läuft denn das seit Jahren? Mit einer nicht Erstliga tauglichen Mannschaft wird der Aufstieg geforder, Geld für die notwendigen Verstärkungen ist selten da und wenn die Aufstiegsmannschaft dann absteigt, dann wird die Auswechslung des Trainers, des Vorstandes und des Aufsichtsrates geforder.

          Woher soll die „schlagkräftige“ Mannschaft dieses Jahr kommen? Kann Hecking zaubern? Dann kommt das Problem erneut nach dem Aufstieg: Leihspieler weg – uns so viele Verstärkungen wie benötigt würden, kann der Verein nicht bezahlen. Das ganze Getue mit dem nicht möglichen Aufbau halte ich für einen Zirkelschluss.

          5

          5
          Antwort
          • Das es mit Geduld geht hat Union bewiesen.nach einer Vorlaufphase von 3-4 Jahren sind sie dann aufgestiegen.Erwartet hat es keiner so richtig und im Umfeld gab es nicht wenige Stimmen, die gar nicht so sicher waren, ob es dem Verein gut tun würde aufzusteigen-das gipfelte in Plakaten mit:scheiße, wir steigen auf.Völlig andere Vorraussetzungen als beim Club, ich weiss.Der Club wird niemals mehr sein erstes Jahr 1. Bundesliga spielen können.
            Als man dann aufgestiegen ist (Union), war man schuldenfrei-wäre man gleich wieder abgestiegen, hätte man ordentlich Schulden gehabt.Eingekauft und das Gesicht der Mannschaft verändert hat man auf Risiko.Geklappt hat es-zumindest im ersten Jahr.Jetzt kann man mit den garantierten Einnahmen im zweiten Jahr Bundesliga wieder einkaufen und verändern.Man geht wieder ins Risiko-namhafte Transfereinnahmen hat man nicht-wie lange geht das gut und wie nachhaltig ist das?Gibt es eine andere Chance?Wahrscheinlich nicht-sonst geht es Einem wie Paderborn oder dem Club.
            Alternative?-Fehlanzeige.Oder, bezogen auf den Club- Der Sponsor/Investor, aber , ist der gewollt und viel wichtiger-wer soll das sein?Wenn also der club aufsteigen sollte, wird kein Weg daran vorbei gehen-ins finanzielle Risiko gehen und mit Glück die Klasse halten, die mannschaft wird sich dabei immer schneller verändern, und viel Glück wird benötigt werden-der finanzielle und sportliche Abgrund bleibt ein beständiger Begleiter

            5

            0
            Antwort
  • @ Thomas
    Bist du Bayern Fan weil der Uli der Kalle und der Lothar sagen auch immer nur FC Nürnberg ?

    5

    0
    Antwort
  • Egal ib man Bay München mag oder nicht, aber es ist bedenklich wenn Bayern , in Bundesliga und national und jetzt sogar in Championslague, bald werden alle nur Bayern zuschauen wollen, man sieht ja sogar, das Kinder im Gottesdienst auf die Frage, wen sie mögen und zu wem sie halten, in einer Nürnberger Kirche zum Teil oder zum größeren Teil Bayern nennen und nur ein Teil Fc Nürnberg nennt, das ist eine Entwicklung, aber auch weil hier einfach zu wenig Erfolg ist, man sympathisiert mit den Erfolgreichen und da fangen Kinder an mit Bayern zu sympathisieren, da die Kinder aus Nürnberg stammen , ist das eine sehr bedenkliche Entwicklung….oder nicht ?? Diesen Kommentar habe ich so n
    och nicht geschrieben, aber man darf doch wohl neue Informationen hinzufügen.

    0

    0
    Antwort
  • Michel,

    ich bin kein Bayern Fan, das müßte eigentlich aus Kommentar zu erkennen sein, aber nochmal, bin kein Bayern Fan, echt nicht, finde aber das die schon viel leisten (dank Hoeneß) aber auch traurig, das Universum Bayern soviel hilft, eigentlich ständig seinen Wohnsitz in München hat….!?? Auch im Basketball, Eishocjey usw!!!!

    1

    0
    Antwort
  • Ohne Hilfe vom Universum hilft dir die beste Teamleistung nichts, du brauchst gute Leute im Vorstand, einen Trainer mit Ahnung u Sachverstand und motivierte Spieler, nur wenn die miteinander funktionieren kann man Großes erreichen, wenn nur ein Teil nicht mitmacht, kann es schon ganz anders laufen und um einen goßen Titel zu gewinnen braucht man noch meist das Quentchen Glück, das die Bayern ja seit vielen Jahren haben, die Gunst der Göttlichkeit bzw de Universums, weil sonst verliert die beste Mannschaft (wenn sie zwar überlegen ist, aber der Gegner einmal vor das Tor kommt und dann 1:o gewinnt…! Deshalb hat in Nürnberg die letzten Jahre wenig funktioniert, weil einfach viel „Rädchen“ passen müssen, und weil man Leute mit Sportsachverstand braucht. Das könnte ja jetzt Gott sei Dank in Nürnberg sein, danke

    2

    7
    Antwort
    • Ja, danken wir dem Universum, dass es Hecking zum Club geführt hat.
      Bist du so nett und bittest bei der nächsten Visualisierung das Universum auch um die Beendigung von Corona? Danköööö

      1

      0
      Antwort
  • Optimist,

    sehe ich auch so wie du, wenn…sie für eine faire Verteilung der Mittel eintreten würden, könnte man sie halbwegs gut finden!!! Aber wer fair ist wird meist benachteiligt, das ist in der Politik so, im Leben so und leider auch bei anderen Dingen so. Aber jetzt spielen die Bayern ja im Pokal so glaub ich gegen einen Fünftligisten und wenn sie viel Unterstützung von Gott oder vom Universum haben, dann könnten die Bayern eventuell oder vielleicht den Fünftligisten besiegen…….!!? Also jedenfalls eventuell!

    4

    1
    Antwort
    • Nach internationalen Maßstäben fühlen sich die Bayern auch benachteiligt, nach nationalen Maßstäben schreien die anderen, ich glaube das ist schwer zu beurteilen zumal wer kennt die Zahlen schon genau. Hoenß hat nicht unrecht wenn er sagt, sie können ja in Zukunft nicht 20h die Woche arbeiten nur damit die anderen erfolgreicher sind. Man muß auch mal die außergewöhnliche Leistung sehen, wenn ich richtig informiert bin hat noch keine Mannschaft in einer Runde alle 11 CL Spiele gewonnen, vom ersten bis zum letzten.

      5

      2
      Antwort
      • Hoenß hat nicht unrecht wenn er sagt, sie können ja in Zukunft nicht 20h die Woche arbeiten nur damit die anderen erfolgreicher sind.

        Das Problem dabei, Hoeneß unterstellt die Übermacht der Bayern in der Bundesliga würde die Liga wirtschaftlich interessanter machen, aber ist das wirklich so? Zu Beginn der aktuellen Dominanz war das vielleicht noch so, aber spätestens mit der 4. Meisterschaft am Stück hat sich das in’s Gegenteil verkehrt, die jetzige Dominanz der Bundesliga schwächt das Produkt. Wenn man nun rein marktwirtschaftlich argumentiert, dann muss der Anbteil der Bayern am Gesamterlös der Fernsehgelder sinken, denn nur mit mehr Chancengleichheit lässt sich das Produkt Bundesliga wieder interessanter machen.

        hat noch keine Mannschaft in einer Runde alle 11 CL Spiele gewonnen, vom ersten bis zum letzten.

        Das mag in der aktuellen Saison eine großartige sportliche Leistung sein, aber es zeigt auf der anderen Seite eben auch, dass selbst in der Championsleague der Trend zur sportlichen Lamgeweile stärker wird. Und je länger die Geldmachine Championsleague läuft, desto größer werden die wirtschaftlichen und dann eben auch sportlichen Unterschiede. Das konnte in den letzten Jahren noch teilweise durch externe Investoren ausgeglichen werden, aber ich fürchte der ganz große Hype an Investoren ist auch schon weider vorbei, auch wegen der wirtschaftlichen Entwicklung. Wenn ich heute im Bereich Fußball investieren wollte und ein Team aufstellen will, das dann auch in der CL erfolgreich sein soll, dann muss ich Beträge in die Hand nehmen, die denen von PSG und ManCity gleichen, ich sehe weltweit nur wenige Institutionen, Menschen, die dieses Geld haben.

        Aber selbst in Deutschland stoßen Konzerne wie Bayer und private Milliardäre wie Mateschitz und Hopp an Ihre Grenzen, wenn sie das vorhandene wirtschaftliche Ungleichgewicht ausgleichen wollte. Sprich ein Investor muss heute eher befürchten, dass selbst ein sehr hohes finanzielles Investment kaum Aussicht auf sportlichen Erfolg hat und damit das Investment niemals Geld abwerfen wird. Dann bleibt als einzige Chance zum Ertrag nur noch der Verkauf, sprich die Wertsteigerung, aber sollten die Fernsehgelder erst mal stagnieren, dann wird es diese Wertsteigerung für die Mannschaften hinter der absoluten Spitze nicht mehr geben, sprich das Investment wird zur reinen Liebhaberei, bzw. hilft nur noch Kriminellen und Halbkriminellen ihr schwarzes Geld zu waschen und sich soziale Stellung zu erkaufen. Abramowitsch und Katar sind da die Vorboten.

        Die restlichen Mitglieder der DFl sollten also viel selbsbewusster auftreten und beschließen, dass die Fernsehgelder viel gleichmäßiger verteilt werden sollen. Wenn Bayern das nicht will, kann der Verein ja aus der DFL austreten und seine eigene Meisterschaft durchführen.

        12

        1
        Antwort
        • Seh ich ganz genauso.

          Münchens Rummenigge sagte damals im Jahr 2005: „Wenn nicht ein totales Umdenken bei der Verteilung zugunsten der Liga-Zugmaschinen stattfindet, wird der deutsche Fußball in Europa ein Problem kriegen.“
          (Quelle: sid)

          15 Jahre später hat nicht der deutsche Fußball in Europa ein Problem, sondern die Liga, die sich damals solidarisch erklärte mit den Zielen des FC Bayern. Eigentlich müsste sich jetzt Rummenigge solidarisch zeigen in Sachen Fernsehgelder – vergesst es.

          In all den Jahren gab es zwar in der Liga immer wieder mal ein soziales Gewissen (u.a. Willi Lemke, Christian Heidel, Andreas Rettig), doch im Grunde gab es keinen Gegenwind für die Expansionspläne von Bayern München. Es gab kein Miteinander der weniger Starken. Man hat sich abnickenderweise über den Tisch ziehen lassen.

          Das muss jetzt definiert anders werden – zum Wohle der Liga. Zumal die finanzielle Schere aufgrund der Pandemie sehr schnell noch weiter auseinandergeht. Die einen packen einen Sane für 50 Mio. Euro mal eben im Vorbeigehen in den Warenkorb, die anderen machen wochenlang Purzelbäume, um mit Müh und Not gutbezahlte Spieler von der Gehaltsliste zu schaufeln.

          Wacht die Liga jetzt endlich auf? Es wurde zwar eine „Task Force“ gegründet. Doch diese Einsatztruppe geht es doch recht gemächlich an – bloß ned huddle. Auch die Mitteilung der DFL ist in meinen Augen eher Wischiwaschi.
          https://www.dfl.de/de/aktuelles/taskforce-zukunft-profifussball-mit-drei-arbeitsgruppen-dfl-informiert-clubs-ueber-weiteren-prozess/

          Aus Sicht eines Club-Fan würde ich mir durchaus wünschen, dass auch mal ein Verantwortlicher unseres Vereins Missstände anprangert und unsere Interessen offensiver vertritt. Die Meinung von Dieter Hecking dürfte durchaus Gehör finden in der Liga und in den Medien.

          4

          0
          Antwort
          • Münchens Rummenigge sagte damals im Jahr 2005: „Wenn nicht ein totales Umdenken bei der Verteilung zugunsten der Liga-Zugmaschinen stattfindet, wird der deutsche Fußball in Europa ein Problem kriegen.“

            Da hatte er ja auch nicht Unrecht, viele Jahre hat ausser dem FC Bayern kaum eine andere Mannschaft was gerissen besonders auch in den Uefa Cups. Der Deutsche Fußball war ja auch einige Jahre drauf und dran den internationalen Anschluß bei den Vereinsmannschaften zu verlieren, was natürlich auch daran lag, daß die spanische und englische Premier League mehr Fernsehrgelder erhielten, weil diese weltweit gefragter waren bei den Übertragungen. Und ich würde immer noch sagen, daß der FCB weniger Gehälter zahlen kann als Real Madrid, FC Barcelona und einige Premier Clubs sowieso, sie haben es durch gute sportliche Arbeit ausgeglichen und nicht durch finanzielle Übermacht.

            2

            10
            Antwort
            • Schau‘: Das Wohl des deutschen Fußballs hängt doch beileibe nicht nur vom Abschneiden des FC Bayern in der Champions League ab. Ich bitte Dich.

              Eine starke, spannende Liga ist sehr wichtig für den deutschen Fußball. Mit Vereinen, die tolle Nachwuchsarbeit leisten. In welchen sich junge Spieler auch entwickeln können. Und nicht nach ein paar Einsätzen zu Bayern wechseln, weil diese dort mit Geld zugeschissen werden. Exemplarisch für viele: Jann-Fiete Arp, Träger der Fritz-Walter-Medaille in der U17. Jetzt Stammspieler beim FC Bayern ll.

              Womit wir bei der Nationalelf wären. Die natürlich lebt von der Nachwuchsarbeit und der Durchlässigkeit in der Liga. Das Wohl des deutschen Fußballs hängt beileibe mehr vom Erfolg der Nationalelf als vom FC Bayern in der Champions League ab. Klare Kiste.

              Und die Bundesliga ist ohnehin das Premium-Produkt des deutschen Fußballs. Fragt sich nur, wie lange noch.

              7

              1
              Antwort
              • @fraenki

                Und die Bundesliga ist ohnehin das Premium-Produkt des deutschen Fußballs. Fragt sich nur, wie lange noch.

                Zu kurz gedacht, es geht um Übertragungsrechte weltweit, wo das große Geld lockt, ganz egal wie man das persönlich bewertet. Und ohne international erfolgreiche Bundesligamannschaften ist der deutsche Fußball international gesehen kein Premium Produkt.
                Dafür hat der FC Bayern über viele Jahre am meisten getan, daß die Bundesliga auch im Ausland wahr genommen wird, nur durch die internationalen Erfolge!!

                3

                11
                Antwort
                • Ja genau, jetzt will der Sibirjak oder der Kantoneser ganz unbedingt die Partie des FC Augsburg gegen Arminia Bielefeld anschauen im Bezahlfernsehen, weil der FC Bayern bla bla bla und überhaupt so viel für den deutschen Fußball getan haben soll.

                  7

                  2
                • @Juwe

                  Aha. Das ganz große Geld lockt. Fein. Weißt Du, was mit dem ganz großen Geld passiert? Na?

                  Genau: Rummenigge und Watzke werden, wenn die Liga nichts unternimmt, sich einen noch größeren Anteil unter den Nagel reißen. Vom ganz großen Geld profitieren also nur die ganz Großen.

                  Findest Du das gut?

                  10

                  2
                • Ja genau, jetzt will der Sibirjak oder der Kantoneser ganz unbedingt die Partie des FC Augsburg gegen Arminia Bielefeld anschauen im Bezahlfernsehen

                  Ok bei dir gibt es nur Sibieren, sei dir gegönnt.

                  Du hast aber schon etwas von Digitalen Medien mitbekommen und daß es im Internet keine Grenzen gibt? daher geht es bei Fernsehgeldern immer um internationale Rechte.

                  1

                  9
                • Findest Du das gut?

                  Es geht nicht darum ob ich es gut finde, du weißt schon wie sich Medien berechnen oder?
                  Nach Aufrufe und Klicks und Einschaltquoten. Und es ist leider so, daß da die großen Zugpferde interessieren Darum gehts. Doofer Kapitalismus, ich wars nicht.

                  2

                  9
                • @Juwe

                  Warum legst Du Dich dann so ins Zeug für Rummenigge, wenn Du dessen Handeln gar nicht gut findest? Nur um eine Gegenposition einzunehmen?

                  Und Du meinst, man könnte Klicks und Einschaltquoten weiterhin erhöhen, wenn das Gesamtprodukt sukzessive an Attraktivität verliert? Nein. Das ist zu kurz gesprungen. Es fehlt an Nachhaltigkeit.

                  7

                  2
                • Na dann brauchen sie ja unbedingt einen höheren Anteil an den Fernsehgeldern, um das Ungleichgewicht zu beheben.

                  6

                  0
                • Ich glaube derzeit kommen sie ganz gut zurecht. Vielleicht sollten wir uns besser um uns kümmern, wie sagt man vor der eigenen Haustür kehren. Ich will gar nicht den FC Bayern verteidigen haben nur ein abstoßendes Problem mit Meinungen, die immer nur das Haar in der Suppe beim anderen suchen. Bei sich selber anfangen ist das Zauberwort…ich glaube der FC Bayern kommt klar.

                  4

                  7
  • Es ist die übliche Neiddebatte, die hier gegenüber Vereinen mit finanzieller und sportlicher Qualität geführt wird.
    Hätte unser Club mehr aus seiner Tradition, was ihm keiner verboten hat, gemacht, wäre der Club natürlich der Wohltäter der Nation geworden. Alle durch unsere sportlichen Erfolge errungenen Mehreinnahmen hätten wir an die weniger erfolgreichen Vereine selbstlos verteilt.
    Diesen Neid mussten sich die Bayern schließlich auch erst erarbeiten und die Grundvoraussetzungen waren zu Beginn der Kommerzialisierung des Fußballs für alle gleich. Unser Club hatte damals sogar sportlich gesehen gute Voraussetzungen hier mitzuschwimmen.

    3

    10
    Antwort
    • Wie naiv kann man eigentlich sein?Wann war für Dich eigentlich der Beginn der Kommerzialisierung?In deutschland kann man das mit Kirch gleichsetzen-wem hat der Extrazahlungen gespendet um eine dezentrale Vermarktung zu verhindern?der Austieg zu forever number one erfolgte erst als die TV Gelder rasant angestiegen sind-Seitdem hat die Durchlässigkeit sowohl an der Spitze als auch zwischen Liga 1 und 2 erheblich nachgelassen.Das erarbeiten des Erfolges passiert über, und parallel zu der, Einflussmöglichkeit sowohlbei der Verteilung der TV Gelder national und international.Die CL ist eine erfindung der Uefa und der Großclubs(wer ist das aus deutschland)-für eventuelle sportliche ausrutscher wurden langwierige gruppenphasen installiert und ein Startrecht bis Platz3/4.Zur Wahrheit gehört unter Arbeit am Erfolg zu verstehen, dass man bei allen wichtigen Entscheidungen sagen kann, wie man es gerne hätte.

      Kleiner Fakt am Rande, dadurch das die TV erlöse jährlich steigen hat z.B Union Berlin mehr TV gelder in ihrer ersten Bundesligasaison bekommen als der Club ein Jahr zuvor-man wird also erst schleichend abgehängt und dann laufend.

      8

      0
      Antwort
      • Da bin ich doch gerne naiv, bevor ich immer nur bei Anderen die Schuld suche. Die Anderen kriegen mehr Geld, die Anderen haben ein eigenes Stadion, die Anderen haben dies und das. Die Bayern hatte zu Beginn auch keine 200 Millionen auf dem Festkonto, aber sie haben mit entsprechendem Personal daran gearbeitet und hatten einen Plan. Welcher Verein in der CL hat nicht den einen großen Investor ? Außer Bayern.
        Ich bin wahrlich kein Bayernfan, aber diesen Neid über das was sich andere Vereine erarbeitet haben, akzeptiere ich nicht.

        1

        11
        Antwort
        • Ich glaube, Neid wird sehr viel seltener real empfunden als es der übliche Kampfbegriff „Neiddebatte“ immer so pauschal unterstellt.

          7

          0
          Antwort
        • „Ich bin wahrlich kein Bayernfan, aber diesen Neid über das was sich andere Vereine erarbeitet haben, akzeptiere ich nicht.“

          Dann lass es halt. Macht trotzdem keine Unterschied, dass Christian-Berlin Recht hat. Die Bayern haben sich in den entscheidenden Phasen der Kommerzialisierung hochbeschissen und/oder politisch geklüngelt.

          Für die Kohle von Kirch haben die u.a. damals einen gewissen Roy Makaay verpflichtet, der sich heute brüstet, 100 Mio. wert zu sein, wenn es damals schon diese Summen in der Branche gegeben hätte.

          Glaubst du, ein Hoeness handelt privat anders, als geschäftlich? Es konnte doch gar nicht schnell genug gehen, den Prozess damals zu beenden. Oder ein Rummenigge? Oder ein Beckenbauer? Dann noch politische Verflechtungen und schwups, gibts zu Arena über Steuergelder die entsprechende Infrastruktur dazu. Das ist doch alles die selbe Bagasch.

          Das Buch „Schuss“ von Thomas Kistner ist voll von Hinweisen auf einen gewissen Dr. Müller-Wohlfahrt, einen Arien Robben oder Pep Guardiola u.a., aber klar, wenn die Bayern Jahrzehnte lang kurz vor Schluss allen davonrennen und entscheidende Tore schießen, ist das natürlich immer ausschließlich „Qualität“ oder schlimmstenfalls „Dusel“.

          Wenn ich über Jahrzehnte die Konkurrenz kaputtkaufe (wir in den 80ern, Karlsruhe, Bremen, Leverkusen, teilw. auch Dortmund), weil ich einfach immer ein bisschen „cleverer“ bin und daher mehr Ressourcen habe, nötigt mir das keine Respekt ab. Für mich ist dieser Verein nur widerlich!

          Unterm Strich ist für mich das „Monopoly“-Spiel Profifussball entschieden, weil die „Großen“ niemals freiwillig etwas abgeben, um sich damit selbst das Leben schwer zu machen (wie überall in der Wirtschaft).

          Ich bin froh, dass ich Club-Fan bin auch in der 2. Liga. Denn ich bin da wie Homer Simpson: „Ich will alles! Die erschütternden Tiefs, die berauschenden Hochs und das Sahnige dazwischen!“
          Der Club bietet mir das, die Bayern nicht!

          3

          0
          Antwort
        • Natürlich haben alle irgendwann mal bei 0 angefangen.
          Nicht nur im Fußball, auch in der normalen Wirtschaft.
          Aber warum meinst du, haben wir nun so Sachen wie Kartellrecht?

          Weil eben diejenigen, die sich eine gewisse Stellung erarbeitet haben, diese in aller Regel ausnutzen, um ihren Mitbewerbern zu schaden, diese klein zu halten und für sich selber noch mehr rauszuholen.
          Wärend in der normalen Wirtschaft die Kartellwächter einigermaßen unabhängig agieren können, zählt dies im Fußball als einer Art geschlossener Gesellschaft mit eigenen Gesetzen jedoch nicht. Hier kann man die Gesellschaft mit der Androhung, diese zu verlassen, erpressen und für sich auf Kosten der anderen noch bessere Bedingungen und eine noch herausragendere Stellung zu erlangen. Die krassen Änderungen bei der Verteilung der TV-Einnahmen zugunsten der Topclubs allein zeigen das doch schon überdeutlich.

          Und der Gipfel dieser Perversität?
          Diejenigen, die mit allen Mitteln daran arbeiten, die Konkurrenz immer kleiner zu machen und ihre Monopolstellung immer weiter zu festigen, beschweren sich auch noch darüber!
          Also dass es keine ernsthafte nationale Konkurrenz gäbe…
          Schizophren…

          Von den Mitteln, derer sich die Bayern bedient haben, als es noch einigermaßen gleichmäßige Verhältnisse gab, um überhaupt erst diese Stellung zu erlangen, asu der heraus sie der DFL die Bedingungen diktieren können, fangen wir besser gar nicht erst an…

          Ebensowenig davon, wie das mir noch niemand man nachvollziehbar erklären konnte, was ein CL-Sieg der Bayern (oder auch anderer deutscher Vereine) dem deutschen Fußball insgesamt bringt, und noch spezieller, was der Club davon haben soll. Von einem CL-Sieg bzw. Erfolgen, deren einzige Folge bzw. deren einziger Zweck für die beteiligten Vereine darin besteht, für sich wiederum eine (weitere) Besserstellung gegenüber anderen zu erreichen.

          17

          0
          Antwort
        • Warum unterstellt man Menschen, die die aktuelle Verteilung von Einkommen kritisieren immer gleich Neid? Also einen niederen Beweggrund? Natürlich kann man der Meinung sein, dass die beste Form der Geldverteilung die ist, der Beste bekommt viel mehr, am Ende Alles und wer dahin will muss sich halt nur anstrengen, meine Vorstellung der Welt ist das nicht.

          Interessant dabei, die demokratische Gesellschaft, die sonst am wenigsten für sozialen Ausgleich ist, die praktiziert dies im Sport am meisten, die USA, da dürfen die schwächsten Vereine der Vorsaison bevorzugt die Top-Nachwuchsleute verpflichten, da gibt es Gehaltsobergrenzen, trotzdem ist der US-Sport nicht weniger durchkommerzialisiert. Aber man hat dort vielleicht schon früher erkannt, das Grundprodukt ist der sportliche Wettkampf und der benötigt immer ähnlich starke Gegner. Oder glaubt jemand ernsthaft Boxen oder Ringen wären jemals erfolgreich gewesen, wenn es keine Gewichtsklassen gegeben hätte?

          Mit dem Argument, es gab ja mal eine Zeit da war der Wettkampf ausgeglichen und jetzt hat sich halt einer aus eigener Kraft gut entwickelt, jetzt dürfe man nie mehr eingreifen, das widerspricht dem sportlichen Gedanken, mit dem Argument könnte man auch sagen, jede neue Saison startet mit den Punktzahlen der vorhergehenden Saison, ist ja unfair die gute sportliche Arbeit der Vorsaison einfach so unter demn Tisch fallen zu lassen und wer sich über mehrere Saisons anstrengt, kann ja dann irgendwann auch Erster werden.

          Das spannede am Sport ist ja, dass jeder neue Wettkampf wieder bei Null beginnt, das ist aber im Fußball schon lange nicht mehr so. In Italien, Spanien und England wurde das Ungleichgewicht durch externe Sponsoren zumindest zum Teil ausgeglichen, aber in Deutschland hat 50+1 am Ende einfach nur zu einer Zementierung der Situation geführt.

          Wenn die Gehaltkosten des Topvereins doppelt so hoch sind wie die der Nummer 2, dann ist der sportliche Wettkampf ausgehebelt.

          11

          0
          Antwort
          • Ich verstehe durchaus eure Argumentation. Wenn es so schlimm mit den Bayern ist, dann sollte sie der Rest boykottieren. Ein Anfang wäre doch Auswärtsspiele dieses Vereins nicht mehr zu besuchen, Bayern-Spiele nicht mehr im TV anzuschauen. Jedoch welche Mannschaft schaut man sich dann auf internationaler Bühne eigentlich noch an ?
            Wollen wir den Bayern verbieten einen Spieler von uns zu kaufen, wenn sie mit dem Geld helfen ?
            Lehnen wir Leihgaben wie Früchtl und Singh jetzt ab ? Ach ja RBL können wir ja auch nicht leiden, hat auch zu viel Geld. Also auch keinen Leihspieler von denen.
            Irgendwie sollen diese Vereine uns helfen, aber trotzdem sind die alle ja so unfair. Nur der Club würde in deren Situation selbstlos seine Mehreinnahmen an Bedürftige verteilen ? Richtig ? Oder wären uns die Anderen vielleicht auch nicht so wichtig ?

            2

            3
            Antwort
            • Es sind ja nicht die genannten Vereine an sich, die „schlimm“ und „unfair“ sind, erst recht nicht die (meisten) dort handelnden Personen, sondern viel eher ein System, das nur wenige Supererfolgreiche neben einem Heer dauerhaft Chancenarmer zulässt. Klar würde auch der FCN in der Position von RB oder Bayern weiterhin versuchen, immer noch erfolgreicher zu werden (im Rahmen alles legal Möglichen). Wenn man so will, geht es hier in erster Linie um grundsätzliche Kritik am klassischen „Raubtier-Kapitalismus“. Manche scheinen diesen bedenkenlos hinzunehmen, andere nicht, und dann wird eben debattiert. Mich macht es jedenfalls schon etwas nachdenklich, dass uns der Co-Trainer und bisher kaum eingesetzte Ergänzungsspieler eines Vereins, den es vor einigen Jahren noch gar nicht einmal gab, tatsächlich helfen und voranbringen können (zumindest ein Stück weit..). Wenn das aber wie gewünscht eintrifft, dann werde ich jenem Trainer und jenen Spielern auf jeden Fall dankbar sein, denn die machen schließlich auch nur ihre Arbeit.

              4

              0
              Antwort
            • Es geht doch gar nicht darum wer schlimm oder böse ist, es geht um das System. Ich kann es aus Sicht des FCB schon verstehen, warum man an diesem nichts ändern will, die aktuelle Situation ist quasi eine Garantie zum Geldrucken für die Bayern.

              Und nein ich denke nicht, dass sich die Verantwortlichen des Clubs anders verhalten würden, wären Sie in der Situation der Bayern, Veränderungen kommen selten aus dem System. Aber für mich wird der Fußball insgesamt damit halt immer langweiliger. Die Spiele des Clubs schaue ich, weil ich da hoffnungslos irrational bin, die hätte ich sicher auch in Liga 3 angeschaut, da hätte sich für mich kaum etwas geändert.

              Aber die Sportschau ist für mich schon lange kein Fixpunkt mehr, ein Abo für Pay-TV komplett uninteressant. Vielleicht bin ich die Ausnahme und das Gros der Fußballfans ist mit der aktuellen Situation zufrieden? Ich denke eher nicht, wenn der Ausgang der Meisterschaft in 9 von 10 Jahren schon zu Beginn klar ist, dann verliert eine Liga allen Reiz.

              8

              0
              Antwort
          • „In Italien, Spanien und England wurde das Ungleichgewicht durch externe Sponsoren zumindest zum Teil ausgeglichen…“

            Im Ernst?
            Ich habe ja eher den Eindruck, dass die großen Clubs halt noch viel fettere externe Geldgeber haben und die Schere immer weiter aufgeht.

            0

            0
            Antwort
  • Es gibt die, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eh absteigen. Es gibt die, die um den Klassenerhalt spielen. Es gibt die, die sich ab und an für die Europa League qualifizieren. Es gibt die, die sich zumeist für die Europa League und ab und an für die Championsleague qualifizieren. Und es gibt die, die mal für eine halbe Saison mit dem FCB mithalten dürfen und sich jährlich für die Championsleague qualifizieren. Und dann der FCB. Die Zuordnung der Teams zu diesen Kategorien fällt nicht besonders schwer. Die Liga wird ausrechenbar. Sie verliert mehr und mehr ihren Wettbewerbscharakter. Damit an Sportlichkeit. Damit an Attraktivität.

    Es ist nicht der einzige Faktor für Attraktivität, klar, aber ein wesentlicher. Die Großen hatten lange genug ihren Wettbewerbsvorteil. Sie haben sich weit genug von der Liga entfernt. Das sollte ein Ende haben. Die TV-Gelder sollten einfach gleichverteilt werden. Und nicht einmal mit dieser Maßnahme würde man das Kastensystem aufbrechen.

    Ansonsten ein Ratschlag, insbesondere an den FCB und auch an den BVB. Verabschiedet euch von der Liga. Macht euere eigene, abgehobene FIFA-Superduperweltliga, zusammen mit Rummenigges Kumpel Elefantino, mit den anderen Großen. Wäre okay für mich. Oder, jedoch kaum vorstellbar, eine weitere, komplett unabhängige Bundesliga. Mit Gehaltsobergrenzen. Mit Gleichverteilung der TV-Gelder, mit Wettbewerb. Ist das realistisch? Nein. Aber die Gleichverteilung der TV-Gelder wäre durchführbar. Sie wird aber nicht einmal diskutiert.

    14

    1
    Antwort
  • Bernd, das sehe ich genauso. Würde die Bundesliga spannender machen. Leipzig können sie gleich nach oben mitnehmen.

    4

    0
    Antwort
  • Ich würde gerne eine Fußnote zum Thema CL und Kapitalismus setzen und daran noch die allgemeine Funktionsweise des hier diskutierten Neid-„Arguments“ erläutern.

    In mir haben die „Danke“ und „Merci“-Schriftzüge auf den Trikots im Finale wirklich Brechreiz verursacht, als klar wurde, dass sie (offenbar) den Corona-Alltagshelden gelten. Der völlig entseelte Globalkapitalismus-Fußball muss unbedingt doch ein wenig Herz vortäuschen. Ein anderes Bsp. ist die wohlfeile No-to-racism-Parole, die schön ins Bild zu setzen ist, nichts hinterfragt und niemandem wehtut. („Nein zu Fußpilz!“ wäre ähnlich funktional, aber nicht so rührend.) Für die PSG-Spieler war eine Siegprämie von 1 Mio. Euro aufgerufen, pro Person. Dem Verein FC Bayern trug allein der CL-Sieg 19 Mio. Euro (von der UEFA) ein.

    (Quelle: https://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-geld-einnahmen-praemien-rekord-champions-league-finale-paris-90025216.html)

    Angesichts solcher Summen mit Danke/Merci-Näherchen für Pfleger und Krankenschwestern aufzulaufen ist dann schon der Gipfel an Verlogenheit.

    So, und nun das Neid-„Argument“, es geht so: „Du bist ja nur neidisch, weil du keine Million etc.“ Das Verlockende an diesem „Argument“ ist: Es kann fast immer angebracht werden. Es erfordert keinerlei intellektuellen Aufwand. Es funktioniert als reine Unterstellung. Es kann daher nicht argumentativ widerlegt, sondern nur dementiert werden („Nein, nein, ich bin nicht neidisch“. Worauf der Untersteller einfach die Unterstellung erneuert: „Doch!“ Usw.). @Armin: DESHALB ist das Neid-„Argument“, so beliebt.

    13

    0
    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.