Club gewinnt Test gegen Drittligist Türkgücü

Der FCN bestritt das Testspiel zum Abschluss des Trainingslagers siegreich mit 2:1 (1:0)

Das Ziel gegen den Drittligaaufsteiger war es gewesen, über 90 Minuten Dominanz auszustrahlen. Das, so Robert Klauß nach dem Spiel, sei dem FCN nicht gelungen. Dementsprechend war der Trainer des FCN trotz des Ergebnisses nicht vollständig zufrieden. Klauß dürfte mit seiner Einschätzung vor allem die zweite Hälfte der zweiten Halbzeit gemeint haben, in welcher der FCN kaum zielgerichtet vors Tor der Münchner kam. Bis dahin hatte der Club zwar auch nicht durchgehend dominant gespielt, das Spiel aber weitgehend kontrolliert. Gerade vor der Pause, als der Club im 3-5-2 agierte, kam Türkgücü nur zu sehr wenigen gefährlichen Abschlüssen.

Was trotz der spürbar müden Beine auffiel, war, dass der Club immer wieder dann zu Chancen kam, wenn das hohe Pressing und harte Anlaufen im gegnerischen Verteidigungsdrittel funktionierte. So kamen Zrelak, Lohkemper und Schäffler nach solchen Aktionen zu hervorragenden Gelegenheiten und das 2:0 durch Lohkemper nach einem Fehlpass von Ex-Cluberer René Vollath enstand auch dadurch, dass sich der Torhüter der Oberbayern durch den heranstürmenden Manuel Schäffler unter Druck gesetzt fühlte. Das 1:0 wiederum war aus einer Gegenpressingsituation entstanden. Asger Sörensen hatte einen von Türkgücü eroberten und verarbeiteten Ball abgefangen und sofort in die Spitze gespielt. Dort lief Fabian Schleusener auf den Ball und allein auf den Torwart zu, legte dann quer, so dass Adam Zrelak nur einschieben musste.

Bemerkenswert war neben dem Debüt von Manuel Schäffler auch, dass Virgil Misidjan über ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss wieder für den Club auf dem Platz stand. Wie Schäffler durfte der Niederländer für eine halbe Stunde ran und wurde dann – wie vorher abgesprochen – wieder ausgewechselt. Für die beiden kamen Lukas Schleimer und Simon Rhein. Gerade bei Letzterem ist auffällig, dass er bisher deutlich weniger Spielzeit erhalten hat als andere Konkurrenten im Mittelfeld. Zum Abschluss der Vorbereitung geht es für den Club am kommenden Samstag noch an die Alte Försterei zum Duell mit Bundesligist Union Berlin, ehe dann am darauffolgenden Samstag um 15:30 Uhr die erste Runde im DFB-Pokal gegen RB Leipzig ansteht.

Statistik

FCN: Früchtl – Valentini (46. Sorg), Mühl (46. Margreitter), Krauss (46. Nürnberger), Sörensen (46. Knothe), Celebi (46. Handwerker) – Geis (46. Behrens) – Singh (46. Misidjan, 76. Rhein), Dovedan (46. Hack) – Schleusener (46. Lohkemper), Zrelak (46. Schäffler, 76. Schleimer) – Trainer: Klauß

Türkgücü: Vollath – Park (46. Zorba), Velagic, Berzel (46. Sorge), Stangl (32. Laukart) – Kirsch (71. Gabriele), Holz (80. Raimondo-Metzger), Sararer (64. Tosun), Fischer (80. Haas) – Sliskovic (65. Kircicek), Boere – Trainer: Schmidt

Tore: 1:0 Zrelak (40.), 2:0 Lohkemper (48.), 2:1 Gabriele (72.)

5 Gedanken zu „Club gewinnt Test gegen Drittligist Türkgücü

  • Das mit Rhein war wieder auffällig. Wenig Spielzeit aber sehr viele Ballkontakte und überall auf dem Platz zu finden. Absoluter Aktivposten. Ich würde ihn gerne in der Stammelf sehen. Er hat eine sehr gute Ballkontrolle und –Verteilung. Befürchte das er nicht zum Zug kommt

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  • Dovedan gefällt mir gut, seit er mehr zentral spielt. Er macht das Manko an körperlicher Robustheit gut durch Aggressivität wett und spielt auch gute Pässe, wirkt viel weniger als Alleinunterhalter als Hack.

    Lohkemper überzeugt durch Treffsicherheit, Vorberereitungsweltmeister.

    Die Frage ist, ob das eher glücklich gelaufen ist, oder ob er tatsächlich das Potential für mehr hat. Wenn er dann kaum spielt, kann er es natürlich nicht zeigen. Aber er dürfte ins aktuelle System deutlich besser passen als letzte Saison.

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    • Ja Dovedan scheint besser in seiner Rolle aufzugehen, leider fällt er mir für meinen Geschmack noch zu oft durch unbeholfene Fouls auf, oder das er sich fest rennt. Mal sehen wie die Wahrnehmung sich bei manchem ändert wenn es um Punkte geht 😉

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    • Ich fand Dovedan schon bei seinem ersten Spiel in Dresden immer dann gut, wenn er in die Mitte gezogen ist. Er ist zwar nicht groß, aber doch ziemlich robust und kräftig im Zweikampf. Ähnlich wie Misidjan.

      Lohkemper sehe ich einfach nicht als Hilfe für die erste 11. Er wirkt für mich wie Palacios 2.0, der auch in Trainingsspielen immer mal wieder getroffen hat, jedoch sich im Ernstfall kaum im Zweikampf behaupten konnte.

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  • Mir gefällt Singh auffallend gut, gegen Türkcücü blitzte in einigen Szenen eine Ballbehandlung auf, die man beim FCN lange nicht gesehen hat. Speziell eine Szene zwei massive Türkgücü Verteidiger stellten ihn gemeinsam zu auf Körperkontakt und Singh war mit dem Ball obwohl gar kein Platz war, schneller durch beide durch als sie sich drehen konnten.

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