Spielerisch unterlegen, schlecht verteidigt – Analyse zu Darmstadt

Analyse zu 1. FC Nürnberg – SV Darmstadt 98 2:3 (1:0) – Der FCN verliert in der Entstehung unglücklich, weil spät, in der Sache aber folgerichtig gegen spielstarke Darmstädter
1. Aufstellung und Formation
2. Das Spiel in drei Grafiken
3. Einordnung
4. Kennzahlen
5. Stimmen
6. Noten

1. Aufstellung und Formation

Der Club begann personell identisch zum Sieg gegen Sandhausen. Allerdings spielte der FCN deutlich klarer in einem 4-2-3-1 mit drei Zehnern, die variabel auf die Flügel auswichen, wobei Felix Lohkemper meist den Part in der Mitte übernahm, während Dovedan eher rechts und Hack eher links zu finden war. Eine dieser Ausweichaktionen eines Zehners auf den Flügel führte dann auch früh zum 1:0 durch Hack nach sehenswerter Flanke des auf rechts ausgewichenen Lohkemper.

Auf der Bank veränderte Robert Klauß dagegen personell ein wenig. Statt Knothe (U21) und Köpke (Bänderverletzung im Sprunggelenk) saßen Ekin Celebi erstmals überhaupt und Virgil Misidjan erstmals in der zweiten Liga für den FCN auf der Bank. Zum Einsatz kam allerdings keiner der beiden. Nicht im Kader standen also neben den Angesprochenen die Ersatzkeeper Klandt, Lukse und Willert, Simon Rhein, Kevin Goden und Manuel Schäffler, der immer noch an einer Knieprellung laboriert. Nicht mehr im Verein ist dagegen Lukas Schleimer, der Youngster wurde kurz vor Transferschluss an den 1. FC Saarbrücken verliehen.

Eingewechselt wurde gegen Darmstadt noch bevor eine Stunde vorbei war Tom Krauß für Nikola Dovedan. Durch die Umstellung rückte Fabian Nürnberger auf die rechte Zehnerposition, Krauß bildete mit Geis das zentrale Mittelfeld. Gleichzeitig rückte Felix Lohkemper in dieser Phase etwas weiter nach vorne, so dass es kurze Zeit eher ein 4-4-2 als ein 4-2-3-1 war.

Es scheint nicht ganz unmöglich, dass Darmstadt von der Umstellung – und wenn es rein personell war – überrascht war. Denn genau in die Phase zwischen der Einwechslung von Krauß bis zum 2:1 durch Lohkemper fielen die spielerisch besten Momente des FCN. Natürlich kann hier ein „Post hoc, ergo propter hoc“ Fehlschluss vorliegen, ebenso wie bei der Tatsache, dass der Ausgleich der Darmstädter direkt nach der positionsgetreuen Einwechslung von Behrens und Zrelak für Nürnberger und Schleusener fiel oder dass das 2:3 kurz nach der Auswechslung von Lohkemper für Singh erzielt wurde.

2. Das Spiel in drei Grafiken

Grafik 1 vergleicht die Abschlüsse von Nürnberg und Darmstadt. Dabei sieht man zwei Dinge. Zum einen hatte der FCN keine hochwertigen Abschlüsse (Robin Hacks Tor war mit einem xG-Wert von 0,1, also einer 10% Wahrscheinlichkeit, dass der Ball ins Tor geht, die statistisch beste Chance im ganzen Spiel). Das ist inzwischen ein festzustellender Trend, der leichten Grund zur Beunruhigung legitim erscheinen lässt, es ist ein Punkt, der dringend verbessert werden muss. Zum anderen sieht man auch, dass Darmstadt mehr Schüsse innerhalb des Strafraums des Clubs abgab, als der FCN insgesamt. Nicht nur, dass die Wahrscheinlichkeit ein Tor erzielen bei Abschlüssen im Strafraum höher ist, die schiere Frequenz der Abschlüsse aus der Nähe macht Gegentore wahrscheinlich.

Grafik 2 zeigt die Abseitsstellungen der beiden Mannschaften. Sieben Abseitsstellungen beim FCN sind der höchste Wert in dieser Kategorie seit dem 11.3.2016 (4:0 Sieg in Bielefeld). Problematisch ist dabei nicht unbedingt die Tatsache an sich, sondern die räumliche Verteilung. Alle sieben Abseitsstellungen sind vor dem Strafraum, fünf davon – darunter alle drei von Adam Zrelak – sogar im Mitteldrittel. Das bedeutet, dass man den eigenen Ansatz, mit tiefen Zuspielen hinter die hochstehende Abwehrreihe zu kommen, sabotierte.

Grafik 3 ist eigentlich keine Grafik, sondern eine Tabelle. Sie zeigt aber deutlich auf, wo der Club in seinem Ansatz Probleme hatte. Darmstadt konnte sich in den vielen langen Ballbesitzphasen – 23-mal waren die Lilien über zwanzig Sekunden am Stück am Ball – aktiv erholen, während der Club den Ball viel zu schnell wieder hergab. Neun Sekunden durchschnittliche Ballbesitzzeit, insgesamt nur sechzehneinhalb Minuten Ballbesitz und mehr als die Hälfte sehr kurze Ballbesitzphasen sprechen – auch wenn man einen reaktiven Ansatz wählt – dafür, dass der Ball zu schnell wieder aus den eigenen Reihen verloren wurde. Gepaart mit einer Passquote von nur knapp 50% bei Vorwärtspässen zeigt sich, dass hier Verbesserungsbedarf besteht.

3. Einordnung

Die Stadionregie hatte am Ende ein Gespür für die Situation. Tom Pettys „The Great Wide Open“ tönte aus den Lautsprechern und die Zeile „the future was wide open“ war prominent zu hören. Letztlich bleibt das auch festzuhalten, wenn auch eher im Präsens als in der Vergangenheit. Die Entwicklung der Mannschaft ist völlig offen. Das sehr späte Gegentor steht in einer kontinuierlichen Linie mit der vergangenen Saison, ebenso wie die Startaufstellung und die Probleme Chancen zu kreieren.

Auf der anderen Seite war die Verteidigung am Montagabend deutlich schwächer als in den Vorwochen – auch weil der Gegner individuell wie mannschaftlich deutlich besser war als die beiden anderen Kontrahenten. Wenn hier die Zukunft gegen schwächere Gegner wieder so aussieht wie gegen Regensburg und Sandhausen, die beide kaum gute Chancen aus dem Spiel generieren konnten, dann ist die Lehre aus dem Spiel gegen Darmstadt: Für ganz oben reicht es eben nicht. Wenn die Verteidigung aber wieder öfter so spielt wie am Montag, dann geht der Blick eher nach unten.

Es ehrt Robert Klauß daher, dass er nach dem Spiel sehr offen davon spricht, dass seine Mannschaft ein schlechtes Spiel gemacht hat und dass man dann eine doppelte Führung erst recht nicht hergeben darf. Dennoch war möglicherweise die Marschroute etwas zu reaktiv, wobei die arge Passivität natürlich auch der Qualität des Gegners geschuldet gewesen sein kann. Klauß muss aber auf jeden Fall am Schaffen von Abschlüssen arbeiten: Aus 3,19 xG in vier Pflichtspielen hat der Club vier Tore gemacht, das ist ein bisschen über Wert, aber im Rahmen des Erwartbaren. Problematisch ist eher, dass keine einzige Gelegenheit bisher den Wert von 0,27 überstieg (Robin Hacks zweiter Abschluss bei seiner Doppelchance gegen Sandhausen). Es fehlt also an Großchancen. Da gilt derzeit definitiv nicht das, was Tom Petty in „The Great Wide Open“ behauptet: „The Sky was the limit“

4. Die Kennzahlen

Nürnberg   Darmstadt
2 Tore 3
0,40 expected Goals 1,79
12 Schüsse 17
3 Schüsse aufs Tor 6
3 Ecken 7
6 Freistöße 2
13 Fouls 18
15,0 PPDA 5,3
5,4 Challenge Intensity 9,9
16,4 Spieltempo 19,4
8 Ballbesitzphasen (geg. Strafraum) 17
00:09 Ballbesitzdauer (Ø) 00:16

*Alle Daten stammen von Wyscout. Benutzung der Daten von Wyscout unter der Journalistenlizenz des Anbieters.Die Terminologie von Wyscout wird in diesem Glossar erläutert.

5. Die Stimmen

Robert Klauß: „Darmstadt spielt einen sehr guten Fußball. Dass wir heute gegen sie nicht alles verteidigen können, weil die einen sehr guten Fußball spielen, war klar. Dass wir aber dann solche Gegentore kriegen, ärgert mich enorm. Wir waren nicht gut heute, Darmstadt hat verdient gewonnen. Wir haben unsere Prinzipien im Verteidigen nicht umgesetzt. Das haben wir in den letzten beiden Spielen überragend gemacht, heute nicht. Nach dem 2:1 hatten wir auch viele Möglichkeiten, die haben wir nicht genutzt haben. Wenn du zweimal gegen Darmstadt führst, obwohl du kein gutes Spiel machst, dann ist es unsere Pflicht, das Spiel nach Hause zu bringen.“

Markus Anfang: „Wir sind schlecht reingekommen und kriegen gleich das 0:1. Die Reaktion danach war aber richtig gut. Wir haben unseren Fußball durchgezogen, nach vorne gespielt und richtig viele Chancen kreiert. Nürnberg ist schwer zu bespielen, das muss man erstmal verteidigen. Wir haben das ordentlich gemacht. Der Ausgleich war dann hochverdient, doch wir kassieren direkt wieder das 1:2. Wie die Jungs dann zurückgekommen sind, auch nach den Nackenschlägen der letzten Wochen, das verdient schon ein Lob. Wir sind drangeblieben und haben uns belohnt.“

Felix Lohkemper: „Wenn man in der 90. +3 eine Niederlage noch fängt, tut das schon sehr weh. Vor allem, weil wir heute zweimal in Führung gegangen sind. Man muss dazu sagen, dass Darmstadt sehr spielstark war. Am Ende müssen wir das aber besser verteidigen, da müssen wir uns an die eigenen Nase packen. Da müssen wir wenigstens den Punkt mitnehmen. Ich bin zwar mit meiner Leistung zufrieden, trotzdem ärgert mich das Tor enorm. Ich hätte heute lieber gewonnen. Ich bin aber auch froh, dass der Knoten geplatzt ist.“

Nicolai Rapp: „Wir sind alle überglücklich, dass es endlich mit den drei Punkten geklappt. Bei meinem Treffer ruft Serdar noch „Leo“ hinter mir, aber ich stand so frei und war bereit, den Ball auf das Tor zu köpfen. Der frühe Rückstand und die erste Halbzeit haben uns ein wenig an Magdeburg erinnert und wir sind wieder ruhig geblieben und haben unseren Fußball gespielt. Nach der Pause hat es super funktioniert, auch nach dem 1:2 sind wir dran geblieben und haben uns dann endlich belohnt. Marcel Schuhen hat in der Halbzeit gesagt, „Egal, wie viele Chancen wir vergeben, wir werden heute gewinnen. Und wenn es in der 90 Minute passiert.“ Und er hat Recht behalten. So kann es weitergehen.“

6. Die Noten 

Spieler CU-Note Kicker NZ BILD SofaScore
Christian Mathenia 3   3 3 6,4/10
CU-Urteil: Bei den Gegentreffern wahrscheinlich machtlos. Zeichnete sich ab und zu mit guten Reflexen aus.
Enrico Valentini 5   4 4 6,1/10
CU-Urteil: Viele Konzentrationsschwächen und Abspielfehler. Weniger als die Hälfte der Pässe kamen an, weniger als die Hälfte der Zweikämpfe wurden gewonnen.
Asger Sörensen 4-   4 4 6,3/10
CU-Urteil: Verlor viele Zweikämpfe, tat sich insgesamt schwer, v.a. gegen Dursun, gegen den er zwei Drittel seiner Duelle verlor.
Lukas Mühl +3   4 3 6,5/10
CU-Urteil: Im Bodenzweikampf stark, gewann zehn von zwölf Duellen gegen Dursun, im Stellungsspiel aber manchmal mit Problemen. Versuchte sich sogar an offensiven Ausflügen.
Tim Handwerker 3-   4 3 6,4/10
CU-Urteil Fiel irgendwie nicht sonderlich auf, weder positiv noch negativ. Statistische Werte aber ordentlich.
Johannes Geis 3-   4 3 7,0/10
CU-Urteil: Die Vorlage zum 2:1 bekommt er von der DFL gut geschrieben. Wechselte zwischen gutem Auge und zu optimistischen Anspielen.
Fabian Nürnberger 4   3 4 6,6/10
CU-Urteil: Einige haarsträubende Abspielfehler, aber insgesamt passsicher. Aber mit weniger Dynamik als gewohnt.
Nikola Dovedan 5   4 5 6,2/10
CU-Urteil: Verschleppte einen aussichtsreichen Konter. Auch sonst kaum mit Zugriff aufs Spiel.
Robin Hack +3   3 5 7,5/10
CU-Urteil: Schönes Kopfballtor, immer wieder mit Tempo, aber auch mit viel fehlender Präzision.
Felix Lohkemper +2   2 2 8,3/10
CU-Urteil: Sein bestes Spiel im Trikot des FCN. Traumflanke als Vorlage, Traumtor zum 2:1, manchmal im Abspiel aber unpräzise.
Fabian Schleusener 4   4 4 6,6/10
CU-Urteil: Arbeitete sich wie immer in vorderster Linie auf. Kam aber kaum aussagekräftig zum Zug.
Tom Krauß 3- 4 4 6,7/10
CU-Urteil: Gewann einige wichtige Duelle, schaffte es auch phasenweise mehr Stabilität zu bringen, am Ende aber auch zu weit weg.
Hanno Behrens 4 4 6,5/10
CU-Urteil: Begann wuchtig mit Elan und Schusschance, dann aber größtenteils abgemeldet.
Adam Zrelak 5 5 6,3/10
CU-Urteil: Stand öfter im Abseits als alle anderen, obwohl er nur 21 Minuten auf dem Feld war. Das sagt viel aus.
Sarpreet Singh -/10
CU-Urteil: Kam zu spät für irgendeine Einschätzung.
           
CU-Urteil:  

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56 Gedanken zu „Spielerisch unterlegen, schlecht verteidigt – Analyse zu Darmstadt

      • Mühl 4,5, halt ich tatsächlich für ziemlich daneben angesichts dessen, wie er Dursun abgemeldet hat, der sich dann Sörensen als Opfer gesucht hat. Man kann für die fehlende Nähe zum Mann in manchen Szene was abziehen, aber fast ne Fünf war es bei Weitem nicht.

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        • Sorry Florian!
          Aber wo wurde denn Dursun abgemeldet???
          Der war das ganze Spiel der gefährlichste Mann auf dem Feld!!!

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          • Ja, weil er sich Sörensen ausgesucht hat. Gegen Mühl hat er im ganzen Spiel zwei Zweikämpfe gewonnen und zehn verloren. Wenn Mühl dran war, war Dursun weitgehend wirkungslos. Das Problem ist entstanden, wenn der explizit zu Sörensen ist, der gegen ihn 2/3 der Zweikämpfe verloren hat, oder er sich insgesamt gelöst hat, so dass es gar keinen Zweikampf gab.

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            • Mühl habe ich auch ganz gut gesehen.

              Mathenia muss in meinen Augen beim 1:1 dem Ball entgegengehen weil das Zuspiel unglaublich langsam war. Bei Mathenia kann man nicht von fehlender Strafraumbeherrschung sondern muss von fehlender Fünfmeterraumbeherrschung sprechen. Hat keine Bälle gehalten, die nicht auch jeder andere Zweitligatorwart gehalten hätte. Für mich gestern bestenfalls eine 3-

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    • Mathenia hatte einen Ball bedrohlich nach vorne abgewehrt.

      Zrelak war eine Katastrophe, aber wie insgesamt oben beschrieben, sind 7 Abseitsstellungen viel zu viel. Leichter verschenkt man einen Ballbesitz kaum. Noch dazu reden wir nicht von cm im Fall des Abspielt, sondern von Metern.

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  • Eine sehr wohlwollende Notenvergabe, vor allem für das Mittelfeld. 🙂
    Spielerisch wie körperlich nicht präsent, Abstände stimmten nicht, überhaupt kein Zugriff auf das Spiel. Eben grauenhaft wie letzte Saison. Irgendwie auch logisch, dass wir mit dem selben Personal, mit dem man letztes Jahr streng Richtung Liga 3 marschiert ist, nicht plötzlich zu einer Top–Mannschaft geworden ist. Gott sei Dank haben wir wenigsten Klauß.

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  • Kann ich im Grunde nachvollziehen, wenn ich auch die schlechte Defensivleistung der Gesamtmannschaft nicht gewürdigt sehe. Dies kann man den IV auch nicht wirklich zurechnen, weil die ja dann aufhalten mussten, was weiter vorne schon durchgelassen wurde.

    Eine Frage zur allgemein gebräuchlichen Taktik stellt sich mir aber immer wieder:

    Warum stellt jede Mannschaft beim Verteidigen von Freistoßflanken aus dem seitlichen Halbfeld auf Abseits? Dadurch erschwere ich doch eigentlich das Verteidigen, weil ich die Flanke dann zum Tor hin verteidigen muss, anstatt sie ohne diese linienhafte Aufstellung vom Tor weg verteidigen zu können. So gewähre ich dem Stürmer einen Vorteil, weil er den Ball in Laufrichtung verlängern kann, der Verteidiger hingegen gegen seine Laufrichtung abwehren muss.

    Ich stelle mir vor, dass so eine Situation in lockerer Raumdeckung ohne Abseitslinie leichter zu verteidigen wäre, weil ich der ankommenden Flanke zur Abwehr entgegengehen könnte. Aber wahrscheinlich liege ich völlig falsch, sonst würden ja nicht alle Abwehrreihen dasselbe machen.

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    • Ich denke die „Abseitslinie ergibt sich dadurch, dass alle gegnerischen Angreifer immer bis zum am tiefsten positionierten Verteidiger aufrücken, dadurch bist Du als verteidigende Mennschaft fast gezwungen die eigenen Abwehrspieler fast auf einer Reihe zu positionieren.

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      • Schon klar, aber wenn ich meinen tiefsten Verteidiger am Fünfmeterraum abstelle, entfällt dieses gefährliche Einlaufen hinter die Abwehrlinie, weil dieser Bereich dann eben nicht frei ist. Ich stelle mir vor, dass die Abwehr dadurch einen Vorteil hätte. Denn der Versuch, den Gegner möglichst weit vom Tor wegzuhalten ist zwar nachvollziehbar, verhindert aber nicht, dass es Abschlüsse in gefährlicher Tornähe gibt – eben durch das Einlaufen, das sehr schwer zu verteidigen ist – wie zu sehen war…

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          • Ja, aber eben auch nicht besser als bei einem Einwurf, weil man eine normale Raumaufteilung haben kann. Ich würde diese Variante versuchen, wenn ein gefährlicher Standardschütze droht, der so punktgenau und scharf geschnitten servieren kann wie eben Kempe.

            Ich lehne mich aus dem Fenster – dann wäre das Tor nicht gefallen, weil der Freistoß dann wie eine – meist ungefährliche – Flanke aus dem Halbfeld wird, die aus dem Spiel heraus ja eher als Ausdruck von Verzweiflung gilt.

            Keine Ahnung, mir gefällt diese Verteidigung mit Abseitslinie nicht. Steht man gegliedert im Raum, wäre das gefährlichste, was der Schütze tun kann, den Freistoß scharf aufs Tor zu bringen und zu hoffen, dass der Ball abgefälscht wird.

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  • Wer hat sich mit dem Exkurs zu Tom Petty eigentlich von wem inspirieren lassen? Auch Sara Denndorf benutzt dieses Bild in ihrem Online-Artikel zu Robin Hack.

    https://www.nordbayern.de/sport/kopfballtor-und-kampfgeist-hack-zeigt-neue-qualitaten-und-fehlt-1.10490266

    Ein Artikel übrigens, der diesmal für meinen Geschmack etwas daneben geraten ist, da sie dem guten Hacki doch einige unschmeichelhafte Eigenschaften unterstellt hat – die man so nicht wirklich stehen lassen kann, mich würde das jedenfalls ärgern. Ich finde, er hat seinen nicht ganz freiwilligen Verbleib beim tollsten Verein des Universums professionell aufgenommen und jetzt, nachdem es „durch“ ist, eine tadellose und engagierte Leistung gezeigt. Dass er in der Phase der Ungewissheit einen leichten Hänger hatte, ist nachvollziehbar und kein Zeichen von Charakterschwäche.

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  • Die Standards von Geis waren gestern weitgehend unterirdisch. Ich verstehe, dass man ihn als sogenannten Standardspezialisten alles schießen lässt, aber wenn sich während einer Begegnung (so wie gestern) abzeichnet, dass Geis mindestens in dieser Kategorie außer Tritt ist, dann müsste man doch auch eine Alternative zulassen. Im Sinne des Ganzen müsste das auch Geis tun.

    Hanno Behrens hatte kurz nach der Einwechslung einen guten Abschluss, dann aber habe ich mich fürchterlich über ihn aufgeregt: Als frischer Einwechselspieler ist er nicht ein einziges Mal richtig auf den Mann gegangen, wenn er in den Zweikampf ging, sondern Behrens lauerte (worauf eigentlich?) immer zwei Meter weit weg, so dass jeder Darmstädter Zeit und Ruhe hatte, einen Pass in die Tiefe oder eine Flanke zu spielen. Das war bitterstes Alibiverhalten!

    Ich bin nur froh, dass Robert Klauß ein kluger Kopf ist, dessen Analysen nichts mer mit der Schönfärberei und auch nichts mehr mit der Hilflosigkeit vergangener Tage zu tun hat.
    Aber vielleicht sollte man fürs Mittelfeld doch noch den vereinslosen Kevin Stöger verpflichten (ist bestimmt viel zu teuer, ich weiß. Dann gibt man ihm eben eine satte Aufstiegs- oder Punkteprämie, denn Erstere kommt in den nächsten zwei Jahren ohnehin nicht zum Tragen).

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    • Wann hat Geis den letzten guten Standard geschossen (wenn man mal von dem Eckball gegen SVS absieht, was eine normale/gute Ecke war)? Während Handwerker (in Pauli) oder Sörensen (gegen Kiel) gefährlich waren oder sogar getroffen haben, kam bei Geis bisher nichts raus. Ich verstehe deshalb auch nicht, warum man ihn immer wieder ranlässt.

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      • …weil er bisher 3 Vorlagen geliefert hat? Er war damit an dreiviertel unserer Tore beteiligt.

        3 von 4, das ist in meinen Augen durchaus Grund genug, ihn zu bringen.

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        • 3 von 4, das ist in meinen Augen durchaus Grund genug, ihn zu bringen.

          Scorerpunkte hat Geis auch letzte Saison viele gebracht, auch da war sein Anteil an den Toren sehr groß, trotzdem hat das der Mannschaft insgesamt nicht geholfen, stand am Ende fast der Abstieg. Geis liefert, wenn die Mannschaft insgesamt gut spielt, konzentriert ist und der Gegner nicht zu stark, in Spielen wie am Montag fällt er leider zu oft komplett aus. Ich bin oft verführt zu sagen, man sollte auf die zweifelsohne guten Qualitäten von Geis besser verzichten, weil damit die Mannschaft insgesamt stärker wird. Geis ist für mich leider kein Spieler der die Nebenleute besser macht.

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          • Das ist eben die Kardinalfrage, denn ohne Assist gibt es auch keine Tore. Würden bei Abwesenheit seine Vorbereiterqualitäten von der Mannschaft kompensiert oder kompensiert die Mannschaft bei seiner Anwesenheit bestenfalls seine Mängel in der defensiven Präsenz?

            Ich glaube, wenn das Team als ganzes funktioniert macht Geis die Mannschaft besser. Funktioniert das Team nicht, ist Geis ein zusätzliches Risiko, weil er Lücken in der Kompaktheit lässt. Dann wäre eine Auswechslung besser. Das ist eben das Problem: Geis geht nicht voran, er schwimmt mit dem Team. Zwangsläufig geht er dann auch mit dem Team unter, wenn es nicht läuft.

            Was uns fehlt, ist ein Aggressive Leader im DM, der die anderen mitreißen kann. Nürnberger hätte die Ansätze, ist aber noch nicht stabil genug. Krauß ist noch zu unerfahren. Geis nicht der Typ dazu.

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            • Warum haben die Verantwortlichen keinen aggressiven Leader im DM der andere mitreißen kann
              verpflichtet oder wollte man keinen oder wollte keiner zum FCN ?
              Habe gedacht Hecking steht auf solche Spieler.
              Ohne solche Spielertypen kann es wieder ungemütlich werden nachdem jetzt wieder ein Negativerlebnis in den Köpfen ist.

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              • Ich denke unser Aggressive Leader spielt im Sturm, ist aber noch nicht fit. Cheffe traue ich diese Rolle zu. Dovedan kann auch ganz schön austeilen, aber in unserem Defensivblock sind wir ein bisschen brav.

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          • Tempo ist im Fußball nicht alles, der schnellste nützt dir nichts, wenn er nicht kicken kann, Geis hat immer noch eine Technik vor allem Schusstechnik, die außergewöhnlich ist. Dieses Element steht außer Frage für mich. Pirlo war auch nie schnell hat das Spiel aber von hinten sortiert ja man kann sagen seziert.

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  • Für mich ist Florians Bewertung zur Leistung Mühls leider auch gar nicht nachvollziehbar. Da spiegelt eine 4-5 schon viel mehr Mühls Leistung wieder, man braucht sich nur mal bei DAZN die Zusammenfassung ansehen, wie Mühl nicht nur beim Tor sondern auch bei fast jeder Chance von Dursum oder Mehlem ua. aufmerksamer Zuschauer war, obwohl er sich in unmittelbarer Nähe befand und viel mehr eingreifen hätte müssen.

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    • Also bis zu ner +4 kann ich mitgehen (auch wenn die Zusammenfassungen eben genau das nicht zeigen, was er gut gemacht hat über weite Strecken), das ist für mich in der Streuungsbreite, je nachdem wie man was gewichtet. Aber alles schlechtere gibt die Leistung für mich definitiv nicht her.

      4,5 ist mE allein schon anhand der Datenbasis nicht haltbar. Wenn man dann auch noch sieht, dass Sörensen, der deutlich schlechter in den Duellen war, vom Kicker gleichwertig und der völlig neben sich stehende Valentini besser bewertet worden ist, dann ist das mMn schon sehr fraglich.

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    • Beim Tor zum 1:1 rücken Valentini und Handwerker nicht raus, Mühl orientiert sich am Rest und stellt Dorsun – vermeintlich – ins Abseits. Beim 2:2 lässt sich Krauß rausziehen und Geis joggt nur nach hinten und bleibt 5 Meter vorm Strafraum stehen, was dazu führt, dass da gleich zwei Darmstädter völlig unbedrängt vor der Abwehr stehen.

      Mühl war sicher nicht perfekt, aber ohne Mühl hätten wir gestern schon wesentlich früher Tore gefressen und bei den Toren hat definitiv nicht nur er Schuld. Für mich war er ganz eindeutig unser bester Verteidiger, und nicht mal knapp. Und das zum dritten Mal in Folge.

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      • Beim Tor zum 1:1 rücken Valentini und Handwerker nicht raus, Mühl orientiert sich am Rest und stellt Dorsun – vermeintlich – ins Abseits.

        Halte ich für eine gewagte These, dass Mühl Dursum ins Abseits stellen wollte, als der Ball so schnell im Ping Pong Stil wieder zurück kam, wirkt es eher so, daß Mühl in dem Moment den Überblick verloren hat, was hinter ihm passiert. Dieses Ping Pong ging so schnell in sekunden bruchteilen da kannst du niemanden mehr aktiv ins Abseits stellen schon gar nicht wenn Mitspieler beteiligt sind. (Handwerker, Valentini) nein man hat den Überblick verloren als der Ball so schnell zurück kam. Dursum ist ein Stürmer, der solche Momente der Desorientierung ausnutzen kann, das hat auch viel mit Antizipieren zu tun, was man auch nicht wirklich lernen kann, er hat das eben.

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        • Dann hat Mühl ja keinen Fehler gemacht, er konnte ja nach Deiner Aussage gar nicht mehr bewusst reagieren. Wenn er keinen Fehler gemacht hat ist die von Dir geforderte Note 4-5 aber nicht ok.

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          Antwort
          • Interpretier doch einfach, was auch da steht, für mich schien Mühl „desorientiert“ und wenn es Bruchteile von Sekunden waren. Dursum ist ausgefuxt und kann das vielleicht einen Tick schneller antizipieren als Mühl. Das spricht doch nicht für Mühls Qualitäten auch wenn es eben passieren kann. Seine Entwicklung in den ersten beiden Saisonsspielen war ordentlich im dritten jetzt gegen Darmstadt für mich allerdings nicht.

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      • Das sahen wir im Stadion von unseren besten Plätzen aus, genau auf Höhe der Mittellinie auf der Gegengerade oben, genauso. Mühl war eindeutig und sichtbar der beste Spieler in der Viererkette, dann folgt Handwerker und erst danach, etwa gleich „schlecht“, Valentini und Sörensen.
        Bei Valentini kam leider erschwerend für ihn dazu, daß er den defensivfaulen Dovedan meist vor sich hatte und oftmals gegen zwei Darmstädter bestehen musste.
        Hängt Euch nicht zu sehr an der Defensive auf, fragt Euch doch mal, ob und wenn ja, wieviel Entlastung vom Mittelfeld und von der Offensive zwischen dem 1:0 in der 3. Minute bis hin zum Spielende kam. Darin sehe ich das eigentliche Problem, das erinnerte für mich fatal an die letzte Saison. Schon das schmeichelhafte 2:1 war doch eine Einzelaktion. Standard war doch: Defensive erobert Ball, Mittelfeld und/oder Angriff verliert ihn gleich wieder. Spätestens nach dem 3. Pass in Richtung Gegner war die Pille wieder weg. Und das, obwohl ein besserer Spielbeginn, wie ein Führungstreffer in der 3. Spielminute, kaum denkbar ist.
        Das ganze Spiel war letzte Saison Reloaded.

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        Antwort
    • Ja klar, das Hoffenheimer Supertalent begeht ein absolut unnötiges Foul worauf das 2:3 fällt und das Eigengewächs muss präzise wie ein Roboter funktionieren.
      Man muss Mühl nicht gleich verehren, aber ein gesundes Augenmaß wäre schon angebracht.

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      Antwort
      • Das 2:3 war zwar tatsächlich ein überflüssiger Freistoß (Hack), aber v.a. das unverständliche Pennen von Zrelak beim Einlaufen seines ihm zugeordneten Gegenspielers Rapp.

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        Antwort
        • Wobei man bei Hack sich tatsächlich fragen muss, ob die quasi direkt davor erlittene Gehirnerschütterung (in der 91. Minute) nicht eine Rolle bei dem dummen Foul an Herrmann gespielt hat, normal lässt Hack Herrmann nämlich nicht so ziehen, sondern sprintet hinterher.

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          Antwort
    • Um einen Verteidiger zu bewerten macht es keinen Sinn, eine Zusammenfassung anzusehen. Da werden ja in der Entstehung oder vor dem Abschluß zu Nichte gemachten Chancen gar nicht gezeigt.

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      Antwort
  • Was bis jetzt feststellen kann, dass unsere Neuverpflichtungen noch nicht auf dem Niveau sind uns weiterhelfen zu können. Vielleicht sieht man von ihnen im Laufe der Saison auch mal einen in der Startelf. Bis erkennt man nicht für was sie verpflichtet wurden. Vielleicht sind sie wichtig für die Kabine.

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    Antwort
    • Besonders ernüchtert bin ich von Singh. Er spielt ohne Körpereinsatz und -Sprache. Seine Einwechselung habe ich nschin gegen Sandhausen nicht verstanden und für mich unter „Alibi“ eingeordnet.

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  • Meiner Meinung hat der Club das gestrige Spiel eindeutig im Mittelfeld verloren. In meinen Augen ist immer das Defensivverhalten von Geis der Schwachpunkt – gegen eine spiel- und laufstarke Mannschaft wie D 98 ist das fatal. Wenn dann zudem Nürnberger einen Fehlpass-intensiven Tag wie gestern erwischt, wird es immer schwierig. Nach dem bisher gesehenen wären für mich Kraus (statt Geis) und Singh (statt Dovedan) die Startelf-Kanditaten.

    Stärkster Mann in meinen Augen ist zweifellos der Trainer. Solch ehrliche und geradlinige Analysen hat man in Nürnberg schon lange nicht mehr gehört. Ich hoffe nur, dass er aus seinen Analysen auch die nötigen Konsequezen zieht.

    Und noch was: Darmstadt war natürlich auch ein starker und eingespielter Gegner. Anfang wird die Lilien, wie schon die Störche, nach oben führen.

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    • M.E. haben wir bis auf den Torwart das Spiel auf jeder Position verloren. Anders könnte so ein optischer wie taktischer Klassenunterschied gar nicht entstehen. Alleine Dursun war besser als alle Cluboffensiven zusammen, im Mittelfeld haben Mehlem und Kempe im Gegensatz zu uns kombiniert und über die Defensive brauchen wir alleine angesichts des Verhaltens bei den Gegentoren sowieso nicht sprechen.

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      • Mir ist das alles wieder zu sehr ergebniszentriert, was gegen Sandhausen noch toll war, soll jetzt alles schlecht sein. Das nervt mich auch bei den Noten im Kicker sehr oft, wenn man gesiegt hat bekommt man immer gleich 1-1,5 Notenstufen besser, egal wie der Spieler real gespielt hat. Natürlich ist Fußball ein Ergebnissport, natürlich bringt es nichts NUR schön zu spielen, am Ende geht es um Tore und Punkte. Aber ich bin trotzdem der Meinung, ich brauche die Noten nicht, um noch einmal das Ergebnis zu zeigen, sondern Noten sind nur sinnvoll, wenn sie jenseits des Ergebnis eine zweite Ebene zeigen. Sonst reicht mir das Ergebnis als Information.

        Natürlich war das Spiel am Montag ein Rückschritt, gerade weil Darmstadt noch nicht 100% im Tritt war, siehe deren Ergebnisse davor. Und natürlich war das auch ein wenig Rückfall in die Spielweise der letzten Saison. Gerade Geis zeigte für mich wieder ganz klar, warum er nie den echten Durchbruch geschafft hat. Wenn er nicht allein fußballerisch überzeugen kann, dann bringt er eine Mannschaft nicht weiter, bei ihm ist es zu oft der Fall, dass die Mannschaft für ihn mitarbeiten muss, aber dafür ist er einfach nicht überragend genug. Seine schlechten Spiele sind nie nur mittelmäßig, er tendiert dann aus meiner Sicht immer gleich zum Totalausfall. Wenn aber ein nomineller Führungsspieler ausfällt dann zieht das die ganze Mannschaft nach unten.

        Und wenn ich manche Kommentare zu den Verteidigern bei uns lese, dann habe ich das Gefühl, dass die Bewertung allein auf den Ausschnitten und Gegentoren beruht, schaut man sich dann die statistischen Daten bei Florian an, zeigt sich eben ein deutlich differenziertes Bild. Klr kann man jetzt einwenden, wenn ein Abwehrspieler 3 Fehler macht, die zu Gegentoren führen, dann helfen auch 20 gute Aktionen nicht. Aber stellt sich dann nicht eher die Frage, warum muss ein Innenverteidiger so oft in den Zweikampf gehen? Warum schafft es das Mittelfeld nicht, den Gegner weiter vom Tor wegzuhalten? Ich nehme da übrigens eine große Diskrepanz zu den Torleuten wahr. Wenn ein Tormann in einem Spiel viele Paraden zeigen muss und dann eine oder zwei nicht top sind und zu Gegentoren führen, dann bekommen diese trotzdem oft gute Noten, weil sie so oft spektakulär klären mussten und konnten. Bei Innenverteidigern werden die guten Aktionen oft gar nicht wahrgenommen, noch seltener erwähnt.

        Gerade Mühl wird hier leider immer wieder unter der Gürtellinie und sehr hart kritisiert, das finde ich schade, denn so viele Eigengewächse haben wir auch nicht, die sich am Ende im Profibereich durchsetzen können. Ich finde wir könnten etwas stolzer auf die Entwicklung von Mühl sein. Vor allem weil bei einem Verteidiger Erfahrung eine große Rolle spielt, Mühl also zwangsläufig in den nächsten Jahren besser werden wird. Ob das bei uns so sein wird ist dann natürlich die andere Frage. Klar ob ein Spieler bei einem Verein bleibt, hat nur wenig mit uns Fans zu tun, am Ende ist es fast immer das Geld, aber wenn der Club im gleichen Bereich zahlen kann, dann kann die Zuneigung der Fans den Unterschied machen.

        Wir sollten nicht nach einem Spiel gleich den Stab über einen Spieler brechen, noch dazu, wenn er objektiv gar nicht so schlecht gespielt hat. Die Niederlage lag sicher nicht an Mühl.

        Was ich schade finde, jetzt ist das nächste Spiel in Hamburg gegen Pauli schon wieder so ein wenig richtungsweisend. Immerhin bei Pauli funktioniert auch noch nicht alles, es wird also spannend, wir haben eine gute Chance diesen Rückschlag also schnell wieder vergessen zu machen, wäre gut wenn Schäffler endlich dabei sein könnte. Und ich hoffe auf 3 Punkte.

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        • Ich finde nicht, dass die Diskussion ergebniszentriert ist. Denn dann wäre die Offensive ja mit 2 Toren (aus dem Spiel heraus) zu loben. Und auch bei der Verteidigung geht es nicht nur um 2 durch fatale Passivität entstandene Gegentore, sondern um bestimmt 10 zugelassenen Grosschancen. Der Unterschied zwischen beiden Spielen war doch v.a., dass D98 aggressiver und spielerisch besser war und Sandhausen aus seinen vorhandenen Chancen nichts gemacht hat.

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        • Wir sollten nicht nach einem Spiel gleich den Stab über einen Spieler brechen, noch dazu, wenn er objektiv gar nicht so schlecht gespielt hat. Die Niederlage lag sicher nicht an Mühl.

          Für einen jungen Spieler ist es doch ganz normal durch Höhen und Tiefen zu gehen, ich habe nicht das Gefühl, daß jemand den Stab bricht, einfach die Kirche ein wenig mehr im Dorf lassen.
          Natürlich lag die Niederlage an vielen Facetten. 2 Tore bzw. 2 Führungen sollten zuhause auch reichen zumindest etwas zählbares zu behalten und man muß zuhause auch keine 3 Tore bekommen. Also da ist schon einiges schief gelaufen, das muss man auch sagen oder ansprechen dürfen.
          Nicht ganz verdenken sollte man dem Clubfan auch die Vergangenheit die schmerzhafte und da sind wir nach 3 Spieltagen schon wieder vorne mit dabei die meisten Führungen zu verschenken. Das ist schlichtweg ein Fakt, nicht mehr nicht weniger. Ich traue Klauß aber zu, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und natürlich hat Darmstadt hier eine starke Vorstellung gegeben, ich glaube die kann man wieder vorne in der Tabelle erwarten.

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  • Daniel Schwaab wäre aktuell als vereinsloser Innenverteidiger noch zu haben. Er ist jedoch auch schon 32 Jahre, hat aber vergangene Saison noch als Stammspieler beim PSV Eindhoven gespielt.
    Keine Ahnung, ob wir da als 2. Ligist eine Verpflichtungschance hätten, aber Mühl, Sörensen und Margreitter, das sind halt nur drei gestandene Spieler für zwei Positionen.

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  • angeblich turteln adidas und der Club wieder miteinander – das freut wohl am meistem herbertgerbert, dann gäbe es wieder reißfeste XXL-Ware.

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    • Ich bräuchte auch ein Trikot Größe ‚Hauszelt‘ am besten reiss, wasser,- und stoßfest und bei aller Liebe Querbalken geht da gar nicht das trägt unnötig auf.

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  • Herrschaftszeiten, jetzt ist aber gut!
    Mühl war einer der guten an einem weniger guten Abend.

    Was passiert denn hier erst, wenn er wirklich mal schlecht kickt?
    Na?

    Schweigen zur rechten Zeit ist auch Mal Gold!

    |: Mühl Mühl Mühl Mühl 😐
    klang da deutlich realistischer und positiver.

    Ich bin froh, dass er endlich wieder regelmäßig spielt.

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    • Was passiert, wenn nicht nur Mühl einen gebrauchten Abend hat, sondern die gesamte Mannschaft richtig ins Klo greift? Und das vielleicht einmal 2 oder 3 Spiele hintereinander? Trainer raus, Hecking weg, Kontinuitätskonzept ade, Hektiknachkäufe her?

      Der Club befindet sich in einem ähnlichen Zustand wie zu Beginn der Ära Bornemann, kaum finanzieller Spielraum, dazu einen Kader der nicht wirklich ausbalanciert ist und Selbstvertrauen nur noch aus den Erzählungen der Altvorderen kennt. Da unsere Finanzen auch in Zukunft kaum besser sein werden, fällt die möglicherweise kurzfristig wirksame Alternative weg, in großer Menge Spieler von der Reservebank der 1. Liga zu holen. Meines Erachtens haben die Verantwortlichen beim Club die richtigen Schlüsse gezogen und setzen auf einen mittelfristig angelegten Neuaufbau inkl. stärkerer Verzahnung mit dem NLZ. Und haben mit Hecking und Klauß zwar Neulinge, aber Fachleute installiert.

      Doch so ein Neuaufbau dauert halt. Und wie Rene Weiler nicht müde wurde zu erklären, verläuft die Entwicklung einer Mannschaft in Wellen, nicht kontinuierlich. Rückfälle in alte Zeiten, Rückschlage in Form von Niederlagen oder schlechten Leistungen kommen zwangsläufig. Also bittschön, lasst uns doch aweng mehr Geduld mit unseren Jungs haben, ein bisserl mehr Gelassenheit.

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    • Jetzt kommte doch mal wieder aus eurem Anti Krisenmodus, man hat ein Spiel zuhause in der 93. Minute verloren, das hatte Gründe und über die darf man auch sprechen was war gut oder was war nicht gut, so einfach. Da braucht wirklich niemand erklären in welchem Zustand oder Phase die Mannschaft sich jetzt befindet…oder wegen Kritik an irgendjemand herumzujammern. Das gehört eben zu einer Aufarbeitung.

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      • Bin da bei Juwe. Klar muss man Probleme ansprechen dürfen und dieses Mal hat uns Darmstadt eben hergespielt. Dass wir 2x in Führung lagen war ja doch eher glücklich, obwohl beides schöne Tore waren und auch aus dem Spiel heraus gefallen sind. Aber allgemein war Darmstadt besser drauf und hat uns ganz schön unter Druck gesetzt. Dass da Fehler passieren, ist nachvollziehbar.

        Was ich nicht nachvollziehbar finde, sind Aussagen, die nach 3 (drei!) Punktspielen schon wieder davon sprechen, dass sowas nicht oft passieren darf, weil sonst der Trainer fliegen könnte. Es wird über Neuzugänge spekuliert, weil unsere Abwehr nicht sattelfest war (weil unter Dauerdruck) und dass wir uns wieder nach unten orientieren müssen.

        Genau da fehlt eben die Geduld, die so ein neuer Trainer mit neuer Spielweise braucht. Man sieht die Handschrift des Trainers nach kurzer Zeit. Das ist etwas was mich freut, weil es das ganze letzte Jahr nicht wirklich ersichtlich war, wie die Trainer spielen lassen wollten. Unser Trainer hat eine Idee und will / wird diese durchziehen. Die Ergebnisse bisher waren jetzt keine großartigen Ausreisser nach oben oder unten. Für mich ist bisher nichts besorgniserregendes passiert, dass man gleich wieder nach Neuzugängen krähen muss.

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    • Warum regst Du dich so auf Teo ?
      Den meisten hier sind doch der Meinung Mühl hat ein gutes Spiel gemacht .
      Der Kicker hat halt keine Ahnung und die wenigen wie ich die einen Margreitter gerne sehen
      kritisieren nicht unter der Gürtellinie.

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      • Wenn man von der Einzelkritik mal weggeht, fallen doch zwei Dinge auf, der FCN ist zwar als Mannschaft mehr gelaufen als Darmstadt und das recht deutlich sogar, also Einsatzwille war da, aber scheinbar überwiegend hinterher. Angekommene Pässe pro Darmstadt 489 : 181 auf Seiten des FCN, Balbesitz 67% : 33% pro Darmstadt. Passquote 82% : 64% pro Darmstadt.

        Also der Club war in allen Belangen sogar recht deutlich unterlegen in diesem Spiel. In einem Heimspiel, vor endlich mal wieder ein paar Tausend Zuschauer. War das der Plan Darmstadt spielen zu lassen?

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  • Schade. Wäre halt wirklich zu schön gewesen, als Tabellenführer in die Länderspielpause zu gehen. Nach all den Entbehrungen in den zwei Spielzeiten zuvor. Hat nicht geklappt. Halb so schlimm. Weiter im Text. Das Ganze ist ein Prozess. Auch ein Lernprozess.

    Dass hier irgendjemand den Stab über Lukas Mühl brechen würde, sehe ich auch überhaupt nicht so. Warum auch. Mühl war sowohl gegen Red Bull als auch in Regensburg wie auch gegen Sandhausen stark, ein Leistungsträger. Ich breche auch keineswegs den Stab über Mühl, wenn ich der Meinung bin, dass man ihn zumindest beim zweiten Gegentor nicht von einer „Teilschuld“ freisprechen kann. Beim ersten Gegentor würde ich die hauptsächliche Ursache auch eher beim Nicht-Rausrücken von Valentini und Handwerker sehen.

    Die aktuelle Entwicklung des Pandemie-Geschehens spricht leider nicht dafür, dass man in dieser Spielzeit mit nennenswerten Ticket-Einnahmen kalkulieren darf. Was dies mit Mühl zu tun hat? Sehr viel. Denn wir mussten und müssen uns aufgrund der von @block4 beschriebenen, finanziellen Situation einschränken. Insofern sollten wir Mühl und Sörensen unser Vertrauen schenken. Und hoffen, dass sich Knothe und Krätschmer gut entwickeln und Konkurrenzdruck ausüben. Einen Margreitter kann man, wenn er fit ist, auch bringen – klar.

    Dass wir aufgrund des begrenzten finanziellen Spielraums den Kader nicht in nur einer einzigen Transferperiode nach Herzenslust optimieren können, sollte klar sein. War auch schon vorher klar. Wir müssen also damit leben, dass unser Kader an der einen oder anderen Stelle noch nicht optimal ist. Mit den Ablösen für Schäffler und Köpke haben wir uns meiner Meinung nach finanziell ohnehin etwas aus dem Fenster gelehnt. Denn der Transfermarkt gab tatsächlich wenig her – weder konnte man für Hack die Summe erlösen, welche man sich versprach, noch konnte man den Kader signifikant verkleinern und somit Gehalt einsparen.

    Das finanzielle Risiko dürfte aber überschaubar sein – hoffentlich. Eine deutlich bessere Platzierung als im vergangenen Jahr und/oder Transfererlöse in den kommenden Transferperioden (Geschäftsjahr endet erst Ende Juni) könnten eine finanzielle Schieflage wieder geraderücken. Mal davon abgesehen: Es gibt wohl in dieser Situation viele Vereine, die finanziell selbige Herausforderungen zu stemmen haben.

    So wird Werder Bremen die Klaasen-Millionen nicht wieder in die Mannschaft investieren können. „Ich glaube, es wird immer noch stark unterschätzt, dass wir nach wie vor unter den Auswirkungen der Pandemie leiden. Wir müssen hohe Einnahmen erzielen und in allen Bereichen Einsparungen vornehmen“, wurde Frank Baumann zitiert. Werder ist nur ein Beispiel von vielen.

    Als Trost nach dem verdient verlorenen Spiel gegen die Lilien empfand ich den Klartext von Klauß. Kein Beschwichtigen. Kein Schöngerede. Solange man die Fehler anspricht und aufarbeitet, nicht in Schöngelaber abdriftet, ist das ein gutes Zeichen. Wir brauchen Geduld. Wir haben Geduld. Wird schon.

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    • Ich kann jetzt an dem Punkt nur für mich schreiben, also das mit der Tabellenführung hat mich Null interessiert, da sehe ich uns nicht, auch nicht wenn das eine Momentaufnahme ergeben hätte, ich bin immer noch geprägt von den letzten 2 Jahren, wo wir beide Spielzeiten eines der heimschwächsten Teams waren mit richtig peinlichen Heimpleiten, die den Fans richtig im Hals stecken geblieben sind. Und zwar so oft, das steckt immer noch drin in den Knochen.
      Und vor dem Hintergrund hätte ich es als ein wenig Balsam empfunden endlich mal wieder 2 Heimspiele nacheinander einigermaßen erfolgreich zu gestalten. So mal wieder zurückfinden zu etwas ähnlichem wie Heimstärke. Mal wieder ein wenig Selbstvertrauen aufbauen. Noch immer geschüttelt von Ereignissen wie 6:0 in Wiesbaden gewinnen, aber den direkt nächsten Spieltag wieder 0:6 zuhause! verlieren. Da fehlt immer noch Selbstvertrauen und Glaube man kann den Club einfach nie einschätzen, was als nächstes kommt.

      Vor dem Hintergrund hätte es schon sehr gut getan gegen einen zugegeben starken Zweitliga Gegner zumindest nicht noch in der 93. Minute zu verlieren. Schon 1 Punkt hätte gereicht den Kopf gerade halten zu können. Aber das hat mal wieder nicht sollen sein.

      Dennoch ich glaube auch daran dass alles in eine richtige Richtung geht aber vermutlich langsamer wie viele es sich wünschen vielleicht auch ich.

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      • Die Psycho-Barriere, resultierend aus zu viel Misserfolgs-Erlebnissen in den letzten beiden Spielzeiten, hatte ich so gar nicht auf dem Radar. Aber Du hast natürlich Recht. Sowas schüttelt man nicht so mirnixdirnix aus den Kleidern.

        Habt Geduld – das ist so leicht gesagt. Nach der verdienten Niederlage gegen Darmstadt war ich enttäuscht, desillusioniert. Meine Erwartungs-Haltung war wohl auch zu hoch. Angefixt natürlich auch durch eine gute Leistung gegen Sandhausen.

        Aber ich glaube fest daran, dass sich Geduld mit dieser personellen Konstellation auszahlt. Wie @Almo oben schreibt: Es ist bisher nichts Besorgnis Erregendes passiert. Was man aber erst mit nach Mal-drüber-Schlafen checkt. 😉

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