So kann es gehen.

Der Club verliert unglücklich in Braunschweig mit 3:2, muss sich am Ende einem Glücksschuss und einem extrem strittigen Elfer geschlagen geben.

Nach einer überlegenen ersten Halbzeit führte man hochverdient 2:1, konnte die Performance gegen leidenschaftliche Braunschweiger aber nicht über 90 Minuten durchhalten. Spielverlauf und Ergebnis am Ende extrem unglücklich und aus Sicht des FCN auch unverdient. Oder wie Andreas Brehme einst sagte: ​„Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“

Dem Mutigen gehört das Glück

Trainer Klauß begann mit Hack, Köpke und Schäffler nicht nur personell offensiv, auch insgesamt nahm der FCN nach engagierten Anfangsminuten der Gastgeber das Heft in die Hand. Mit Ballbesitz und dem Versuch das Spiel zu gestalten konnte man Stück für Stück den Gegner zurückdrängen und „schlecht“ aussehen. Sogar der Rückstand, ein Sonntagsschuss in den Winkel, hatte keine große Wirkung, Neuzugang Köpke schnürte einen Doppelpack und belohnte so ein engagiertes Auftreten. Zumindest in ersten Halbzeit in Braunschweig hatte man den Eindruck, dass Ballbesitz-Fußball der Mannschaft besser liegt als das Umschaltspiel. Vor allem Valentini kam sehr gut auf der rechten Seite zum Zug und hatte die Führung mustergültig vorbereitet.

Mut verloren, Linie verloren, Spiel verloren

Wer sich noch in der ersten Halbzeit fragte, ob die gute Performance des 1. FC Nürnberg nur an der schlechten Mannschaft des Gastgebers gelegen habe, konnte sich im zweiten Halbzeit eines besseren belehren lassen. Kaum 7 Minuten waren gespielt, da stand es schon wieder 2:2. Ein relativ simpler Pass von Wiebe auf Kobylanski hebelt die Club-Abwehr aus – hier spielte das Geschwindigkeitsdefizit von Sörensen eine Rolle. Aber auch Mathenia konnte man nicht ganz außer der Verantwortung nehmen, denn der zwar hart geschossene Ball kam letztendlich auf die Torwart-Ecke. Mathenia spekulierte offenbar eher auf die lange Ecke.

Der Club danach bemüht den erneuten Rückschlag – immerhin die nun 10te verspielte Führung – aus dem Kopf zu bekommen. Man drückte den Gastgeber nun bis in den eigenen Strafraum, erzielte Ecke um Ecke, um am Ende mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Am Strafraumeck nahe Torauslinie berührt Mühl Schlüter leicht oben an der Brust, der die Berührung nicht nur bereitwillig annahm, sondern für die Choreographie wahrscheinlich schon eine Woche geübt hat. Der VAR bat Schiedsrichter Waschitzki zum Review, doch der blieb zur Überraschung nahezu aller Beobachter bei seiner Entscheidung. Ein bitteres Ende für den Club.

Mut erst belohnt, dann bestraft?

Ein Fazit fällt extrem schwer. Mut wurde erst belohnt, dann am Ende bestraft? So zumindest der erste Anschein, das würde aber zu kurz greifen. Das Zustandekommen dieser Niederlage ist kaum mit den Misserfolgen der vorherigen Rückschläge zu vergleichen, wenn auch nicht davon zu isolieren. Es ist extrem schade, dass ein so ein couragierter Auftritt am Ende nicht belohnt wurde. Das Zustandekommen mit Glücksschuss und der Elfmeterentscheidung extrem unglücklich, auch weil das 2:2 im Grunde erst der zweite Schuss aufs Tor war. Vorwerfen kann man natürlich das Zweikampfverhalten beim zweiten Ausgleich und auch Mathenias falscher Reaktion. Aber dass einzelne Fehler gleich so derart brutal bestraft werden, ist unterm Strich wirklich nicht zu erklären, vor allem nicht gegen einen nicht gerade überragenden und für Effizienz bekannten Gegner und eben auch nicht in der Summe. Und dann kommt noch so ein strittiger Elfmeterpfiff in so einer späten Phase eines Spiels dazu.

Man hat aber das Gefühl, dass es ’so gehen kann‘ – so wie in Halbzeit 1, nur über 90 Minuten. Mit Mut, Ballbesitz und Spielstruktur. So ‚kann es aber auch gehen‘, wenn man nicht diese Fehler abstellt, eine Lösung für die Geschwindigkeitsdefizite hinten findet und auch im Tor mehr Konstanz bekommt. Denn Mathenia ist unbestritten ein guter Keeper, aber eben auch immer wieder für einen Fauxpas oder eine falsche Entscheidung gut. Und gerade im Tor ist jeder Fehler (auch wenn es hier kein direkter Fehler, eher ein falsches Spekulieren war) eben meist gleich ein Gegentor.

15. Tabellenplatz nach 6 Spieltagen, das ist die Realität. Da hilft auch die Frage nichts, ob man mit so einer Herangehensweise in den Spielen vorher schon viel weiter wäre. Hilft nichts. Nur diesmal möchte man die Mannschaft einfach am Liebsten nur in den Arm nehmen und trösten.

48 Gedanken zu „So kann es gehen.

  • Heute ist genau das passiert vor dem es mir graust.
    Habe schon unter der Woche geschrieben das der BTSV zuhause viele Strafstöße zieht-gilt auch für Osnabrück.
    So wie in Deutschland Schauspieleinalgen belohnt weden macht es keinen Spaß mehr.
    Den FCN werde ich aber immer lieben.

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  • Wenn wir von einer Schülermannschaft sprechen würden, würde ich sie auch in den Arm nehmen und trösten. Wir reden aber hier von Profis die nicht zum ersten Mal eine ungenügende Leistung gezeigt haben. Habe kein Mitleid, dann hätte man halt vorher entschlossener auftreten müssen und das Ding erzwingen müssen. Sorry.

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  • ich bin total enttäuscht von der Leistung unseres Clubs. Liegt es daran das jeder meint sich das Clubtrikot zu überstülpen und alles geht von allein. Hack ein total Ausfall. Obwohl der kanns doch. Schäffler wird sich wohl langsam an seine Zeit bei Wehen mit Wohlwollen erinnern. Hier wird nur gegurkt und niemand kann das absprechen. Wille ist da Charakter ist da und auch die Einstellung. Aber verdammt noch mal woran liegt es denn dann ????? Ich bin mit meinem Latein am Ende. Alle neuen Spieler die als Verstärkung gedacht waren werden bei uns systematisch schlechter.
    Es wäre so schön in dieser scheiss Zeit mal eine bessere Mannschaft erleben zu dürfen
    LG an die Runde
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    • Schäffler braucht sich gar nicht mit Wohlwollen an Wehen erinnern, sondern lieber bei uns mal Leistung zeigen. Denn wenn ich ihn nur Ansatzweise mit Terodde vergleiche, der Woche für Woche brutal abliefert, dann darf er langsam auch mal mit dem abliefern anfangen.

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      • Vielleicht lässt du ihn dann erst mal gesund werden bzw. seinen Trainingsrückstand aufholen?

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        • Na eben – wieso soll er dann wohlwollend nach Wehen zurückschauen? Er hat bisher also (unverschuldet) erst einmal nur Geld gekostet. In seinen wenigen Einsätzen, hat er einen Abstauber gemacht (war sehr gut, Zrelak hätte ihn nicht gemacht), mehr aber auch nicht. Wir tun gerade so, als wenn der große Meister aus Wehen 2 Klassen besser ist, als der Rest. Wäre ja großartig, ich würde mich riesig freuen, wenn er dann jetzt zum scoren anfängt.

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      • Mit ohne Zuspielen würde bei uns selbst Lewandowski genau gar keine Tore schiessen können. Der arme Schäffler kann einem nur leid tun.

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      • Puh. Genau. Terodde. Mit ihm wäre alles gut. Dieser versteckte Vorwurf an die sportliche Leitung darf jetzt nicht fehlen. Lieben Dank an den Kölner „Express“ übrigens.

        Dass man die Terodde-Tür trotz aller finanziellen Realitäten nicht mehr zubekommt – okay. Aber Schäffler deswegen schon jetzt, nach seinem ersten Pflichtspiel über 90 Minuten (!), derart zu kritisieren, da fehlen mir echt die Worte.

        @Optimist und @Herbertgerbert haben indes passende Worte gefunden. Schließe mich an.

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        • Nein, ich kritisiere ihn nicht. Ich kritisiere die Annahme, dass ein Schäffler sich Wehen zurückwünscht, ohne dass er sich bisher als besser als der Rest zeigen konnte. Aber natürlich muss ich ihn angesichts seiner letztjährigen Bilanz (und wohl auch seines Gehalts) mit anderen Top-Stürmern messen. Dafür wurde er doch verpflichtet.

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          • Das hatten wir schon diskutiert, dass Schäffler (letzte Saison 350.000 Euro) nicht annähernd so viel verdient wie Terodde (letzte Saison 2,5 Mio. Euro).

            Falls Du allerdings anhand von Fakten beweisen kannst, dass Schäffler bei uns annähernd so viel bekommt wie Terodde beim HSV, kannst Du dies gerne tun. Es wird Dir allerdings nicht gelingen, bin ich mir sicher.

            Kurzum: Nicht vergleichbar.

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              • Der Bericht scheint eher Deine These zu widerlegen.

                500.000 Grundgehalt
                + 200.000 Aufstiegsprämie
                + 700.000 Abfindung Köln
                = 1,4 Mio. Euro

                Vorher hat Terodde 2,5 Mio. Euro bekommen. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass er mal so eben aus Spaß an der Freud auf 1,1 Mio. Euro verzichtet. Im Herbst seiner Karriere, mit 32.

                Nee, da gibt’s noch weitere Prämien aller Art. Kein Profi-Fußballer mit 32 verzichtet mal eben so auf 1,1 Mio.

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  • Der Club. Das Leben.

    Dass dieser durchaus dreckige Fußball von Braunschweig (mehrmals offene Sohle, Schwalben, demonstrative Veitstänze an der Linie) honoriert wurde, zeugt von einer (erneut) indiskutablen Schiedsichter-Leistung auf unsere Kosten. Ich vermute, Waschitzki hat selbst nie aktiv gespielt, sonst hätte er diesen Witz-Elfer nie gegeben.

    Was sich der Club vorwerfen muss:
    Natürlich das zweite Gegentor. Wie @Alexander treffend schreibt, hebelt ein „relativ simpler Pass“ die Abwehr aus. Dieser Treffer wirkte wie ein Aufputschmittel für vorher domestizierte Löwen. Und darf so nicht passieren.

    Teils selbst schuld. Teils Pech. Wie oftmals im Leben.

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    • Perfekt @ fränki.

      Die Zuschauer in Braunschweig werden sicher auch nie einen fair play Preis erhalten.
      Habe da einige üble Beleidigungen gegenüber der FCN Bank und Spielern gehört ( Sky Stadion Option ).

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        • @ Alexander.
          Der FCN will und kann doch gar nicht dreckigen Fußball den @ fränki beschreibt.
          Du meinst aber glücklichen Sieg ,oder ?
          Habe gerade PK angeschaut.
          Robert Klauß hat seinen Veitstanz- Kollegen sogar zum Sieg gratuliert.
          Respekt.
          Der Veitstanz hatte nur denn Sinn den SR für die restliche Spielzeit unter Druck zu setzen. Mit Erfolg.
          Also in meiner glanzlosen Tenniskarriere konnte ich meinem Gegner wenn er sich unsportlich verhalten hat nicht zum Sieg gratulieren.
          Robert Klauß wirkte auf mich zum ersten mal niedergeschlagen.
          Verständlich.

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  • ich bin total frustriert. warum schafft es diese Mannschaft nicht konstant über 90 min zu bestehen. wir haben eindeutig die besseren Spieler und trotzdem reicht es einfach nicht.
    am Trainer kann es nicht liegen. Spieler wie Schaeffler kommen zu uns und werden immer schlechter.
    es ist einfach nur traurig.

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  • Hack keinen Bock mehr? Valentini, super Typ, aber leider zu langsam? Seine Seite eine ganz klare Problemzone? Sollte man im Winter unbedingt nachlegen? Die ganze Truppe zu Zahnlos für die zweite Liga? Fehlt ein Abwehrrecke a la Mavropanos?
    Fehlt ein giftiger defensiver Mittelfeldspieler? Ein Typ, der die ganze Mannschaft mitreisst?
    Oder sogar ein Trainer der total ON Fire ist? Der mehr begeistert als taktiert?

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    • Was willst du mit einer 3.-Ligadevensive in der 2. Lige reißen?

      Zum Vergleich:

      Kiel holt mit 7 geschossenen Toren 11 Punkte – der Club mit 9 Toren schlappe 6!

      Was sich die Abwehr einfängt, kann eine durchschnittliche Offensive nicht auffangen.

      Zwei starke Abwehrspieler und ein Spielgestalter im Mittelfeld und schon sähe die Angelegenheit anders aus. Ich denke, das sehen auch Hecking und Krauß ähnlich, nur woher nach dem sinnlos verpulverten Geld nach dem Abstieg – und den Pandemie bedingten Einbußen – die dazu notwendige „Kohle“ nehmen?
      Die Granatenfehler der sportlich Verantwortlichen nach dem Abstieg kleben dem Club noch heute wie
      Sch***e an den Schuhen.

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  • Wenn wir so spielen wie in den ersten 50 Minuten, brauchen wir uns kein Sorgen zu machen.
    Wenn wir so spielen wie in den letzten 40 Minuten, steigen wir ab.

    Ein leichterer Gegner als Braunschweig wird uns heuer nicht mehr begegnen, dass wir heute quasi 6 Punkte auf die verloren haben, schmerzt am meisten. Wir brauchen jetzt jedenfalls schnell Punkte, das Programm wird schwieriger und schwieriger.

    Den Elfer halte ich für eine Fehlentscheidung, aber darauf brauchen wir uns heute nicht rausreden.

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    • Ach Papperlapapp, jetzt kommen doch dann erst die ganzen spielstarken Gegner, auf die unsere reaktive Spielweise mit pfeilschnellem Umschaltspiel dann passt, wie die Faust aufs Auge. Nur Geduld, da hagelt es dann geradezu Punkte vom Himmel und unsere Stärken wie xxx, yyy oder zzz kommen gerade dann doch erst richtig zum Tragen.

      (Die Platzhalter xxx, yyy und zzz fülle ich später aus, wenn ich unsere Stärken in den nächsten Spielen analysiert und aufgefunden habe. Dauert noch, aber Geduld, kennt Ihr ja.)

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      • Danke für Deine aufbauenden und mutmachenden Worte. Danke.

        Geduld, sagst Du? Freilich.
        Ich bin dabei.

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  • Überschrift: „So kann es gehen“. Man könnte auch sagen: „So geht es immer“. Und täglich grüßt das Murmeltier. Ein Spiel dauert nun mal mindestens 90 Minuten und keine 60. Jetzt spielen wir mal 60 Minuten guten Fußball und dann warten wir ab, bis die Zeit rum ist. Es fehlt irgendwie der absolute Wille 3 Punkte zu machen. Es sind halt immer noch Purschen und keine gestandene Mannsbilder, die mit aller Macht gewinnen wollen.

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  • Liegt es wirklich an Geschwindigkeitsdefiziten?

    Wenn man der Statistik von Sky glauben kann, war Sörensen mit knapp 34 km/h schnellster Spieler am Platz.
    Mathenia (eigentlich gar nicht zu glauben) sogar viertschnellster Spieler.

    Meiner Meinung nach sind das bei vielen Gegentore des Clubs krasse Abstimmungsfehler, wodurch sich für den Gegner teilweise riesige Lücken auftun.

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  • Die Leistung von heute macht Hoffnung. Endlich mal Fußball gespielt. Die Gegentore passieren so auch nicht alle Tage und nicht jeder Schiedsrichter will sich beim ausschließlich Heimpublikum einschmeicheln.

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  • Solange die Ausdauer und Kraft da ist, sind sie auch einigemaßen selbstbewusst. Wenn aber die Ausdauer weg ist und die Kräfte nachlassen, das heisst, wenn sie erschöpft sind, dann kommt anscheinend auch die Angst zurück vor dem Versagen. Und dann werden sie gehemmt und machen Fehler. Entweder noch mehr Ausdauertraining oder eine Psychiater. Oder beides

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  • Düsseldorf. Osnabrück. Fürth. Die Gegner werden definitiv stärker in den nächsten Wochen. Wenn wir ehrlich sein wollen, mit jeweils nur einer halbwegs guten Halbzeit werden wir da kaum Punkte einfahren. Die drei Gegner sind allesamt in einer Aufschwungphase. Was man von uns nicht gerade behaupten kann….(wieviel Pflichtspielsiege haben wir in 2020 geschafft? 4 oder 5?). Zu der schlechten Kaderplanung in den letzten zwei Jahren kommt nun noch eine völlige Verunsicherung dazu. Schäffler könnte schon wieder der nächste Schleusener oder Dovedan werden. Fast könnte man von einem Club Fluch sprechen. Wenn wir nicht alle wüßten, dass die Probleme tatsächlich zu 100% hausgemacht sind und einer katastrophalen Auswahl beim leitenden Personal der Profiabteilung entspringen. Den Sportvorstand Novizen Hecking kann ich da leider nicht ausnehmen…..

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    • …Stufe 2:

      Die öffentliche Kritik hat nun auch eine Adresse.

      Aus dem belanglos scheinenden Pfropfern wird (vereinzelt) die Suche nach Schuldigen. Der Sportvorstand ist, wir haben es ja schon immer gewusst, ein Novize. Und der neue Stürmer, der erst 1 Spiel(!!!) über die volle Distanz absolvieren konnte, ist auf dem Weg zum Fehleinkauf.

      Wie schnell sich so eine Meinungsspirale doch dreht.
      Bei uns sicherlich schneller als woanders.
      Trotz Blicks in den absoluten Abgrund vor wenigen Monaten.
      Oder gerade deswegen.

      Nein, ich bin nicht paranoid, natürlich sind Einzelmeinungen nicht repräsentativ, aber die Summe einzelner Meinungen ergeben die Stimmung, welche dann öffentlichen Druck erzeugt. Herr Grethlein kann dies sicherlich besser erklären, wann die öffentliche Meinung in seinen Bereich schwappt.

      Sollten sich positive Ergebnisse nicht einstellen, könnte es, wie @xxandl an anderer Stelle schrieb, schnell „eklig“ werden. Genau gesagt Ende November nach dem Fürth-Spiel, was in der Vergangenheit des Öfteren als Siedepunkt diente.

      Zurück in die Gegenwart. Und die heißt Fortuna Düsseldorf am kommenden Samstag. Spielen wir so wie gestern in Halbzeit eins, sollte dies durchaus lösbar sein.

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      • Verzeihung, wenn ich es wage, Kritik zu üben. Nach 6 gloriosen Spielen gegen 6 der allerbesten Teams der Liga, in denen wir stolze 6 Zähler geholt haben und in denen die Neuzugänge des Sportvorstandes eine wahrlich überragende Rolle gespielt haben. Du hast recht, wie verblendet wäre es schließlich, für diesen Verein mit einer einigermaßen sorgenfreien Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz zu rechnen. Was angesichts der Etathöhe eine Selbstverständlichkeit sein sollte, nein, das kann man vom ersten FCN noch lange nicht erwarten. Verharren wir also kritiklos und stumm und warten auf die nächsten Niederschläge……….

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        • Nein, @Axel, wir verharren nicht stumm und kritiklos. Ich mache mir genauso große Sorgen wie Du. Ich kritisiere fehlende Zweitligahärte. Und diese Unkonzentriertheiten beim zweiten Gegentor gestern dürfen nicht sein. Ich frage mich auch, warum unser Trainer Singh gebracht hat. Undundund.

          Aber deswegen muss man doch nicht sofort alles wieder in Frage stellen! Mit dem Finger schon am Reset-Knopf…

          Du schreibst, dass „Schäffler schon wieder der nächste Schleusener oder Dovedan werden könnte.“ Was daran ist konstruktive Kritik, ohne dass Du den Teufel an die Wand malst? Zudem weißt Du gar nicht, ob Dovedan vielleicht doch noch in die Spur findet. Oder Schleusener noch mal die Kohlen aus dem Feuer holt.

          Du schreibst, dass Du den „Sportvorstand-Novizen Hecking leider nicht ausnehmen kannst“ in Bezug auf die „katastrophale Auswahl beim leitenden Personal.“ Was soll das denn heißen? Also ist Hecking in Deinen Augen eine katastrophale Wahl? Das kannst Du jetzt schon beurteilen?

          Ist das noch Kritik?
          Oder schon ein Abgesang?
          Nach sechs Spieltagen!

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  • Ich stimme Dir in allen Punkten weitestgehend zu. Ich bin aber froh, dass mit Hecking ein ehemaliger Profifußballer und langjähriger Trainer in der 1 und 2. Liga verpflichtet wurde. In Sachen sportlicher Kompetenz sind wir auf jeden Fall besser aufgestellt wie vorher.

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  • Unglücklicher geht es kaum die wievielte vergebene Führung? der wievielte fragwürdige Elfmeter gegen uns? ohne jedes Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter in der 90. Minute auf die Weise ein Spiel zu entscheiden, mit dem Unentschieden hätte jeder leistungsgerecht leben können, egal hilft alles nichts, ich glaube an das Team derzeit, vielleicht machen solche Ergebnisse die Mannschaft noch galliger, noch entschlossener, wir benötigen jetzt schon endlich mal ein Erfolgserlebnis und das ist ein Dreier. Solche Erlebnisse bekommt man mental nur auf dem Platz wieder weg.

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    • Leider war es bei uns zu selten der Fall, dass Exposition Trotzreaktionen gab. Ich fürchte da eher auf Resignation bei manchem Spieler und noch mehr Angst Fehler zu machen.

      Klauß und Hecking müssen jetzt schon die schwierige Balance finden, intern Fehler ansprechen und zu beheben und nach Außen Zusammenhalt und Selbstbewusstsein zu zeigen.

      Und ganz ehrlich ich habe jetzt schon davor Angst, dass die Gesetze des Fußballs wieder regieren, dass Fans und Mitglieder, vor allem aber der Aufsichtsrat denken, wir müssen nur den Trainer wechseln, dann wird alles gut.

      Dabei sollten wir doch endlich mal erkennen, weder ein neuer Trainer, noch ein neuer Sportvorstand ändern irgendetwas. Es derzeit sich nur etwas, wenn man hart daran arbeitet die eigenen Fehler nicht mehr zu machen. Es gibt keinen Erlöser der kommt und den Club erlöst.

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      • Ja, davor hab ich auch Angst.

        Wobei ich glaube, dass Heckings Geduld mit Klauß und des Aufsichtsrats Geduld mit Hecking relativ groß sein dürfte. Aus Überzeugung. Und auch aus finanzieller Vernunft.

        Ein nervöses, ungeduldiges Umfeld aber ist ohne Zweifel ein Treibsatz. Heißt nicht, dass man sektenartig alles gut finden muss. Und nicht auch mal Dampf ablassen darf. Einen Schäffler aber nach nur 1 Spiel über 90 Minuten schon mal als Fehleinkauf vorzumerken – das geht zu weit.

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      • Es wird jetzt schon wieder eine richtig schwere Aufgabe für Hecking/Klauß, weil die Zuversicht und das wenige Selbstvertrauen bei Mannschaft i(und Umfeld) schwinden.

        Es ist halt auch kaum ein Spieler in Form. Lohkemper ist wirklich die positive Ausnahme. Nehmen wir auch noch Schäffler (ohne Bewertung) und Mathenia (bisher besser als letzte Saison), vielleicht auch noch Krauss heraus.

        Der Rest ist nicht in Form: Hack, Dovedan, Singh, Valentini, Schleuse,, alle 3 Innenverteidiger: wo kommt das her?

        Es gibt zwar noch keinen Grund zur Panik, aber aktuell haben wir uns zum letzten Jahr nicht verbessert: nicht kämpferisch, spielerisch nur marginal. Fphrungsspieler und Hierarchie scheint es nicht zu geben.

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        • Würde Mühl vielleicht noch bei „in Form“ auflisten. Aber ansonsten sind nicht allzu viele formstark, wie Du sagst. Köpke womöglich jetzt.

          Aus meiner Sicht kann man der Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machen. Aber Hack, Singh, Dovedan und auch Geis drücken die Zweikampfquote schon arg – zu arg für Liga zwei.

          Irgendwie steht und fällt unser Spiel mit der Leistung von Geis, so mein Eindruck. Starke erste Halbzeit gestern. Ein Fixpunkt. Nach dem Gegentor in Minute 52 tauchte er unter wie alle anderen.

          Einen echten Führungsspieler auf dem Platz sehe ich daher auch nicht. Vielleicht sollte man erst einmal mehr aufs kämpferische Element setzen, um sich zu stabilisieren. Heißt: Kreative Pause für Hack und vielleicht sogar für Geis.

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          • Es scheint sich zumindest zu bestätigen, was u.a. Driller in seiner CEF-Kolumne angemerkt hat: die entscheidende Schwäche eines an sich ordentlichen Kaders ist auf der 6. Hier fehlt der Timmy Simons, also der Führungsspieler, der das Spiel und die Reihen zusammenhält. Das kann weder Geis (zu behäbig und langsam), noch Krauss (noch zu grün und brav), noch bisher Rhein. Ob wir allerdings diese Position mit einem Spieler mit Führungsformat im Winter besetzen werden können…? Ein Seguin in Fürth – den wir nicht bekommen – zeigt, wie es funktioniert.

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            Antwort
            • Ja. Driller ist ein Freund der offenen Worte. Gefällt nicht jedem. Wobei man auch sagen muss, dass sich Drillo mit seiner aussagelosen Rede selbst um einen Einzug in den AR brachte. Schade.

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              • Driller ist kein Feund der klaren Worte. Driller ist ein Populist ohne kreative Ideen. Er vertritt eine Fußballvorstellung aus der Steinzeit. Das kommt natürlich bei einer Sektion der Fans an. Zum Glück nicht bei genug. Das Gelaber auf CEF zeigt ja schon, wie wenig Substanz er hat. Eigentlich zeigt allein, dass er da regelmäßig erscheint schon, wie ungeeignet er für den AR war. Dazu hat er vor der Wahl Dinge auf Facebook über die Finanzen des FCN verbreitet, die er unmöglich wissen kann, also wahrscheinlich frei erfunden sind. Das war auch extrem unfein. Gut, dass es sich nicht ausgezahlt hat.

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                • Driller ist tatsächlich nicht durch wirklich kluge Beiträge aufgefallen, vor allem nicht in der Kandidatenpräsentation. Nichtsdestotrotz hat er völlig recht. Kein guter 6er da. Ist auch tatsächlich so, wie oben geschrieben wurde: mit Geis steht und fällt das Spielniveau. Ansonsten große Probleme rechts hinten und in der IV. Mit Spielern wie mit Dovedan und Schleusener ein weiteres Jahr Geduld zu haben, das finde ich gleichfalls etwas viel verlangt. Ich habe auch weder gesagt, dass Schäffler der nächste in der Reihe der beim Club ihr Form verlierenden Neuzugänge ist, aber der Anfang (zugegebenermaßen nach einer Verletzung) ist zumindest nicht besonders erfreulich. Gleich gilt für Hecking und seine Neuverpflichtungen. Klar, hier muss die Finanzlage und der eh schon (völlig) überteuerte Kader in die Berechnung einbezogen werden, aber der Anfang ist schon wieder eher betrüblich.
                  Wir stehen spielerisch in der Tabelle exakt da, wo wir hingehören. Die Fürther machen uns ein weiteres Malvor, wie man mit weniger Geld, aber viel mehr Intelligenz eine schlagkräftige Mannschaft zusammen stellen kann.

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                • Du hast Recht, @Axel.
                  Die Lage ist betrüblich und Fürth zeigt uns einmal mehr, wie man’s richtig macht.

                  Das Intelligendeste, was Fürth macht, ist aber, dass man nicht sogleich in jeder miesen Phase die Nerven verliert, sondern an Plänen und Personen auch mal festhält.

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  • Wir stehen spielerisch in der Tabelle exakt da, wo wir hingehören.

    Das sehe ich nicht so, zum Fußball gehört neben der Leistung, das ist klar, auch ein gewisse Fortune. Und wenn man das Spiel gegen St. Pauli sieht so ein Tor schießt Buballa in 5 Jahren nicht mehr, das sagte auch sein Trainer noch immer überrascht grinsend, das gleiche für den Rechtsverteidiger Wiebe in Braunschweig mit einem Ball, den er genau so satt in 10 Jahren nicht mehr trifft, wahrscheinlich nichtmal im Training, des ganzen nicht genug dann noch in der 90. Minute einen unberechtigten Elfmeter, wenn du auch gar nicht mehr reagieren kannst. Also es laufen Dinge gegen uns die schwer beeinflussbar sind und 2 Auswärtstore sind nicht schlecht umso bitterer wenn das nichtmal zu einem Punkt reicht, Gründe sind bekannt.
    Wenn man den unberechtigten Elfmeter mal rausnimmt und nicht der erste sieht uns die „Wahre Tabelle“ auf Rang 6 derzeit. Ich weiss darum kann sich niemand was kaufen, aber es zeigt doch dass nicht alles schlecht ist, nur extrem glücklos und seit letzten Jahr wissen wir wie sich das Glück auch wieder drehen kann, nur bitte diesmal ein wenig eher.

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    Antwort
    • Sicher ist vieles glücklos und auch unverdient, wenn man am Ende noch beschissen wird. Die Gefahr ist halt, dass man dann wieder in einen Abwärtsstrudel gerät, denn dafür macht es keinen großen Unterschied, ob die Erfolglosigkeit verdient oder unverdient ist.

      Das Problem ist die Erfolglosigkeit an sich.

      Das macht mir schon ernsthafte Sorgen. Jedesmal, wenn man an einen Durchbruch glaubt, passiert wieder etwas ungewöhnliches, das es zunichte macht. Sei es ein Sonntagsschuss, ein unerklärlicher Tiefschlaf, obwohl man eigentlich in der Defensive bombensicher steht, oder ein schwachsinniger Schiri, der glaubt sich beweisen zu müssen, indem er seine exklusive Wahrnehmung gegen alle Einsprüche und Beratungsversuche durchsetzt.

      Was ist das nur für ein Fluch?

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  • So, mir reichts. Ich folge jetzt der Empfehlung eines Clubkumpels und wechsel die Sportart! Weg vom traurigen Clubfan-Fußballdasein und hin zum freundlichen Frauen-Beachhandball. Toll, da macht das Zuschauen Spaß! Und Geduld ist gar nicht möglich.

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